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» 08. November 2006 «
Vorab 1:
Vorab
2:
Zu dieser ganzen
Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge
aus
.....
Vorab
3:
Für
grundsätzliche Erklärungen zu diesem
Thema, bitte
1.) Kredite
deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen,
Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T.
auch Euro-Raum)
Für den September können wir ein deutliches Anziehen der Neukreditvergabe bei den Nichtbanken1 festhalten. Ein sattes Plus von 26,72 Mrd. Euro, oder 0,71 Prozent. Nach vier Monaten mit nur geringfügigen, oder gar negativen Steigerungen, tatsächlich mal wieder ein Anstieg, der den Namen auch verdient! Zu etwas mehr als zwei Drittel geht der Zuwachs auf das Konto der Buchkredite, das fehlende Drittel fällt den Wertpapieren zu.
Emissionsstatistik
für Wertpapiere (Buba
>>):
Für das Gesamtjahr ergibt sich somit für den Moment ein
Plus von 95,15 Mrd.€,
oder +2,57%. Da oben auch die öffentliche Hand teilweise enthalten ist, schauen wir direkt bei den "Unternehmen und Privatpersonen" vorbei.
2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)
Nur die Buchkredite betrachtend, ging es im September '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen ebenfalls kräftig nach oben!! Eine Zunahme der Neukreditaufnahme um 17,6 Mrd. Euro, oder +0,78 Prozent!
Inklusive der
Wertpapiere
(nebenstehende Tabelle), konnte der September
mit einer noch etwas besseren
Steigerung von 20,82 Mrd.€, oder
+0,84% aufwaten.
Für das Gesamtjahr liegen wir demnach bei den
Buchkrediten bis jetzt bei einem Plus
von 54,6 Mrd.€, oder +2,45%. Inklusive
der Wertpapiere sieht das Bild wie folgt
aus: +69,96 Mrd.€, oder
+2,89%.
Das Saldo der deutschen Leistungsbilanz lag in den
ersten acht Monaten 2006 bei +57,7 Mrd.€.
(>>).
Rechnen wir diese "Transfers" noch zu den dargestellten
Kreditdaten hinzu, ergibt sich ein geradezu schlaraffenlandähnlicher
Wie dem auch sei, gegenwärtig und abgesehen von den grundsätzlichen Mechanismen, können wir -- zumindest gemessen an den jüngeren Vorjahren -- eine einigermaßen passable Entwicklung attestieren. Wir werden es wohl oder übel miterleben, wie lange noch! 3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)" Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) (>>)
Differenz von August '06 auf September '06 = +128,8 Mrd.€, oder +1,25% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +128,8 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +10,73 Mrd.€ (ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig). Rund 82 Prozent der zusätzlichen Kreditvergabe wurde durch die Buchkredite generiert, weitere 15 Mrd. Euro durch die Aktien und sonstige Dividendenwerte. Spricht meines Erachtens für eine "normale, gesunde" Verschuldung. Nach wie vor ein "schickes" Wachstum und im Großen und Ganzen reiht sich die BRD für diesmal recht akkurat in diese Daten ein. So positiv wir das Kreditwachstum
auch ansehen müssen, so negativ folgenreich ist es mitunter.
Diesmaliges Beispiel ist Frankreich (Tabelle
rechts), wo die »Personal Debt Problems«
der Haushalte ebenfalls kräftig zulegen. Schauen wir uns noch die Kreditvergabedaten etwas differenzierter an: Nachstehend eine Tabelle, die die länderspezifische Entwicklung der EU zeigt. Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.
Die graphische Umsetzung:
Hoffen wir, daß sich die BRD auch zukünftig dem Schnitt annähern kann und nicht umgekehrt, und daß dieser gleichzeitig ungefähr da bleibt, wo er ist. Andernfalls müssen wir weiterhin darauf zählen, daß diesen "Job" stellvertretend andere für uns übernehmen. Andere, wie die... ...zum Beispiel. Betrachten wir uns also mal wieder kurz Fragmente des Geschehens auf der anderen Seite des Teiches.
Zunächst mal das "ganz große Bild", die Entwicklung der Gesamtverschuldung von "Corporate America" (Revisionen und dergleichen mehr mal unberücksichtigt). Die Tabelle links zeigt die Daten, welche wir wohl ohne Übertreibung als "fulminant" bezeichnen können. Um die Sache ein klein wenig aufzusplitten und zu erweitern, folgend einige Ergänzungen: • Die allseits bekannte US-staatliche
• Des weiteren ist eine Sichtung der
privaten Schuldner -- hier der Kurz und gut (soweit ich das beurteilen kann): Weiterhin steigt die Neuverschuldung in den USA mit Raten, wie sie bei uns -- grob gesagt -- nur bis Ende der siebziger Jahre vorkamen. Oben angesprochener, "stellvertretend" für die BRD erledigter "JOB", wird beispielsweise von der USA demnach zufriedenstellenden erledigt. Man stelle sich vor, daß es tatsächlich einen nennenswerten Einbruch der zusätzlichen Kreditvergabe gäbe -- das ganze schöne, positive Milliarden-Ausfuhrsaldo (Jan/Jul '06 = +16,4 Mrd.€, 2005 = rd. +28 Mrd.€ >>) würde sich in Wohlgefallen auflösen. Nicht auszudenken!! Wie dem auch sei, das "Schwungrad"
(Neu)Verschuldung ist ständig potentiellen "Beschleunigungsbremsen"
ausgesetzt. An dieser
Stelle schauen wir uns deshalb mal wieder eine
mögliche "Bremse" an. • "Household debt service payments and financial obligations as a percentage of disposable personal income" (der Schuldendienst der US-Konsumenten/Haushalte (2. Quartal 2006) Im Grunde geben die Graphiken (>>) ja schon ausreichend Auskunft. DSR
Beides auf Allzeithoch! Ein immer größer werdender Anteil des Einkommens geht direkt in den Schuldendienst, des durch vorangegangene Verschuldung vorgezogenen Konsums! Nun bedeutet dies nicht unmittelbar und notwendigerweise den "Untergang des Abendlandes". Jedoch zeigt es, daß die Haushalte, durch die bereits vorhandene Verschuldung, immer weiter "in die Ecke" getrieben werden. Überspitzt formuliert: Wer schon bis unters Dach verschuldet ist, fällt dadurch irgendwann als zukünftiger Neuschuldner aus -- wenn nicht in Gänze, so doch zumindest im bisher vorhandenen Maße. Nehmen wir nun noch den negativen
Auch wenn hier bereits mehrfach auf den US-Immobilienmarkt eingangen wurde (inkl. des folgenden Charts), will ich -- weil ungeheuer wichtig -- trotzdem ein weiteres Mal einen Bericht vorstellen.
It turns out that the mood of builders is a terrific stock market bellwether: The correlation between current builder confidence and future stock market returns over the past ten years is downright unnerving.
But with home values falling, homeowners may lose that source of ready spending money. Should cash-out refinancings fall back to 2001 levels, he estimates, it would drain $300 billion from the economy - which would have roughly the same impact as a $60 jump in the price of a barrel of oil.
And that doesn't include the added bite when homeowners who took out adjustable-rate mortgages a couple of years ago face rate resets that raise their payments. It's hard to overstate the damage of losing so much potential buying power. Merrill Lynch economist David Rosenberg has argued that cash-out refis were the only reason the economy weathered the gas-price hikes this year and last. Gordon is so worried about the disappearance of cash-out refi money that he's predicting a recession in 2007 or 2008. [...] Ohne zu wissen, wie genau -- und ob in der Höhe richtig -- die dargestellten Zahlen zustande kommen, die Dimensionen sind in jedem Fall beeindruckend. Kurz gesagt: sackt der Immobilienmarkt ab (plus evtl. weiter steigende Zinsen und/oder gerade deshalb), fällt erstens ein Teil der Beleihungsbasis für neue, "normale" Kredite weg und, zweitens, sinkt das "Cash-out Volumen" der Refinanzierungen. Beides wäre (??) in der Tat als bedrohlich zu bewerten und absolute "Schwungradbremsen". Mehr
war nicht zu holen! Auch bei mir wirkt der Aufschwung
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» 29. Oktober 2006 «
Zur Info -- nur mit Kurzkommentaren meinerseits
-- ein paar Passagen aus dem neuesten Der Markt für Staatsanleihen stellt international gesehen ein wichtiges Segment des Rentenmarkts dar. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) entfallen knapp 39% der umlaufenden fest- und variabel verzinslichen Schuldverschreibungen in den sieben größten Industrieländern (G7) auf öffentliche Emittenten. Lediglich Anleihen von Finanzinstituten sind vom Betrag her noch bedeutender.[...] Sapperlot!! Wohl denen, die an den
39% teilhaben können. Bei, im deutschen Falle der letzten
Jahre, ca. Betrachtet man die jüngere Entwicklung, so zeigt sich, dass der Umlauf von Staatsanleihen der G7-Länder in den letzten Jahren – vor allem seit 2001 – in einem Umfeld insgesamt lebhaft wachsender Rentenmärkte besonders stark zugenommen hat. Zum Jahresende 2005 betrug er 17 780 Mrd US-$; er war damit um 64% oder fast 7 000 Mrd US-$ höher als Ende 1998. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der ausstehenden öffentlichen Schuldtitel hat sich damit gegenüber den Jahren 1994 bis 1998 auf 7½% mehr als verdoppelt.[...] Herrje, und da wird immer gejammert, daß die Wachstumsraten zu gering wären. Kommt nur drauf an, was man betrachtet. Zudem kein Wunder, daß die Aktienmärkte wie's Lottchen laufen. Nur blöd, das "Aktienkörbe" nicht im Berechnungskorb zur Inflation enthalten sind, wo die doch unablässig "teurer" werden. Für die Marktentwicklung in Deutschland ergibt sich im Wesentlichen ein ähnliches Bild. [...] Wer hätte das gedacht Die Verschuldungsdynamik Deutschlands spiegelt sich auch in einer lebhaften Primärmarktaktivität wider. So lag der Brutto-Absatz öffentlicher Anleihen 2005 bei 273 Mrd €; er war damit mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 1998. Dabei haben neben den hohen Defiziten der öffentlichen Haushalte auch gestiegene Tilgungsverpflichtungen den Finanzierungsbedarf der öffentlichen Hand beträchtlich erhöht.[...] 273 Mrd.€? Nur in der BRD und in einem Jahr! Mein lieber Mann, daß muß ein Markt erst mal verdauen. Wenn daß mal kein heftiger Eingriff seitens des Staates ist, dann weiß ich auch nicht. Die Bedeutung öffentlicher Anleihen – insbesondere von Bundesanleihen – für das Marktgeschehen geht aber weit über diese quantitativen Kennziffern hinaus. So hat sich auf der Grundlage der Renditen von Bundesanleihen eine Benchmark-Zinsstruktur etabliert. Damit wurde ein Maßstab für die Bewertung anderer Vermögenswerte geschaffen, der sich im In- und Ausland durchgesetzt hat. Vor diesem Hintergrund haben Entwicklungen am Markt für deutsche Staatsanleihen einen großen Einfluss auf die europäischen Finanzmärkte.[...] Aha, danke für die Bestätigung. Bundesanleihen -- die Verschuldung des Staates -- sind also die Benchmark, der Maßstab, das Fundament, die Richtschnur, die Peilmarke, die Norm, der Richtwert, der Standard für alles andere!! Sollten wir im Oberstübchen behalten!! Zudem hat das Wachstum verwandter Märkte das Halten von Staatsanleihen attraktiver gemacht und insofern auch die Marktentwicklung begünstigt. Dies gilt beispielsweise für die Verwendung von öffentlichen Anleihen als Sicherheiten bei Offenmarktgeschäften und ihre Veräußerbarkeit auf entwickelten Repomärkten. Diese bieten den Inhabern von Anleihen kostengünstige und flexible Kreditmöglichkeiten, indem öffentliche Anleihen dort bei gleichzeitiger Rückkaufsvereinbarung befristet veräußert werden können.[...]
!!! Wichtiger Punkt !!! Diesbezüglich hatte ich vor einem halben Jahr mal eine kleine Ausarbeitung gemacht, die da hieß: »Zentralbankgeld, refinanzierungsfähige Sicherheiten und der Staat« An dieser Stelle nur mal die dort
enthaltene Tabelle (rechts). Ihr solltet in der Tat
einen kurzen Blick dort rein werfen!!! Seit Anfang 1999 wurden im Ergebnis gut 90% des Netto-Absatzes öffentlicher Schuldverschreibungen (Anleihen und Geldmarktpapiere) von Anlegern aus dem Ausland übernommen. In den Jahren 1990 bis 1998 waren es knapp zwei Drittel gewesen.[...] Sehr interessant!! Daß war mir jetzt
auch neu. Leider steht im BuBa-Monatsbericht nichts
näheres darüber, wer genau "das Ausland" ist
und wie die Verteilung im Einzelnen aussieht. Es steht
zu vermuten, daß das Gros nach Europa und USA geht.
Jedenfalls wenn wir aufgrund der Zeitweise haben Bundesanleihen in der Vergangenheit für internationale Marktteilnehmer auch eine Rolle als „sicherer Hafen“ für Wertpapieranlagen gespielt. Diese Funktion kommt den Staatsanleihen der wichtigsten Industrieländer in Phasen großer Unsicherheit aufgrund ihrer Eigenschaft als „quasi ausfallfreie“ Wertpapiere zu. [...] Ich meine mich erinnern zu können, daß der "sichere Hafen" hier und da überflutet wurde. Seisdrum, bis dahin übernimmt der Staat "die Leichtigkeit des Seins", indem er die Risiken einfach auf """sich""" überträgt. Und da dies auch jeder weiß, entwickelt(e) sich, wie bei jeder x-beliebigen anderen Versicherung auch, eine "Vollkaskomentalität". Alles wird guuut...!!! "Der Staat muss endlich einmal Überschüsse erwirtschaften und seine Schulden tilgen, damit wir aufhören, die Interessen unserer Kinder mit den Füßen zu treten." (>>) Und das nicht von irgendwem!! Nein,
nein!! Der ifo-Chef Hans-Werner Sinn höchstpersönlich,
konnte sich da nicht zurückhalten. Nicht zu Glauben!!!
Genauso gut könnte ich fordern, Vulkanausbrüche zu verbieten.
Okay, okay, genug der Ironie, immerhin ist der Mann
nur Wirtschaftswissenschaftler II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der – eine umfassende Reform des
nationalen Haushaltsrechts zum Zweck einer wirkungsvollen
Begrenzung der Staatsverschuldung und zum Inhalt hat. ...was zwar nicht vollends Hr. Sinns Anliegen entspricht, aber immerhin grob in die gleiche Richtung läuft -- wenn auch freilich in abgeschwächter Form. Wir können gespannt sein, wie die FDP die praktische Umsetzung gestaltet will. Wer zum Geier wählt denn eine Partei,... ...die den
Rentnern und Pensionären heftige Kürzungen zumuten
muß/wird,
So etwas wird nicht gern gesehen, wie die vergangenen Jahrzehnte bewiesen haben. Im Übrigen unter gütiger Mithilfe der FDP selbst! Demokratie bedeutet Stimmenkauf1. Stimmenkauf ohne Staatsverschuldung?? Undenkbar! Wir werden also aller Wahrscheinlichkeit nach niemals beurteilen dürfen, wie Westerwelle & Co., im Falle der Regierungsbeteiligung, ihren eigenen Antrag in die Tat umsetzen. DAS wäre doch wirklich mal eine interesasante Studie!!! P.S.: Verzeiht meinen da und dort
auftretenden Sarkasmus. Oder
ist es Galgenhumor? Egal!! Jedenfalls ist jetzt dieses
komische, magengeschwürfördende Druckgefühl in der Magengegend
beinahe verschwunden. <== Die kleinen Freuden des
"kleinen Mannes"
Sollte es aber wirklich ernst werden, dürften Öl schnell in die Nähe des von Bin Laden geforderten Preisminimums von 144 $ je Fass geraten. Gehen aber Ölpreise in die ballistische Umlaufbahn und kommt es zum offenen Konflikt, fällt der Dollar, stossen die Asiaten Dollarberge ab und schwillt die Finanzierung des Feldzuges mit Güterzügen voll frisch gedruckter Dollarscheinchen ruckartig an, erfahren die Edelmetallkurse eine Jungfernfahrt in einer Saturn-Rakete. Die gefürchtete Trilogie: Steigendes Öl mit Rationierungen, wachsende Schuldenberge und fallender Dollar nebst aussteigenden Asiaten liebt niemand mehr als das Geschwisterpaar Gold und Silber. Käme eine wirklich ernste Krisensituation hinzu, in der die 1,5 Milliarden Muslime langsam ungehalten oder gar bösartig werden und auch Russland und China Partei ergriffen, dann fiele ein Unzenpreis von 1.500 $ oder mehr für Gold rasch in die Schnäppchenkategorie. 45 $ oder mehr für Silber entsprächen dann dem günstigen Erwerb eines kostenlosen Tellerchens in einer Suppenküche der staatlichen Wohlfahrt.
Und was bekommen unsere Kinder
von all dem zu hören? NICHTS!! Nein, nein, unsere
Kinder werden "politisch korrekt" mit Infos
gefüttert. Das klingt dann schon beinahe "rührend",
wenn das ZDF in der Kindersendung »logo!« Das Land
Nordkorea ist vor etwa 13 Jahren vom Atomwaffensperrvertrag zurück
getreten. Die Politiker haben damals also einfach gesagt, dass die
Regeln aus diesem Vertrag für sie ab sofort nicht mehr gelten. [...] Tja ja, so einfach ist das alles. Und schon ist der BILD -Nachwuchs gesichert!! Und weil wir gerade beim Thema Waffen
sind (auch das gehört eigentlich nach unten zu »POLITIK«, ist alles
ein bißchen durcheinander heute •
Military spending in 2005 ($ Billions, and percent of total)
Was könnte die "Friedensnation" USA mit 420,7 Mrd.$ (für 2006 sind sogar 441,6 Mrd.$ geplant) sonst so alles anfangen? Was könnten die Länder dieser Welt mit ingesamt 950 Mrd.$ sonst so alles anfangen? Wenn Staatsverschuldung schon sein muß, warum zum Teufel dann ausgerechnet für so einen Schei.. und in diesen Ausmaßen? Bruchteile davon umgeleitet, und die "Notwendigkeit" derlei überdimensionierter Militärausgaben würde sich von selbst in Luft auflösen!! Franz Oppenheimer hat schon
recht, wenn er in seinem, meiner Meinung nach, Standardwerk
über Staatenenstehung, Das ist »das Gesetz, nach dem er angetreten«, und das ist der Staat geblieben. Er ist seiner Entstehung nach ganz und seinem Wesen nach auf seinen ersten Daseinsstufen fast ganz eine gesellschaftliche Einrichtung, die von einer siegreichen Menschengruppe einer besiegten Menschengruppe aufgezwungen wurde mit dem einzigen Zwecke, die Herrschaft der ersten über die letzte zu regeln und gegen innere Aufstände und äußere Angriffe zu sichern. Und die Herrschaft hatte keinerlei andere Endabsicht als die ökonomische Ausbeutung der Besiegten durch die Sieger. Bis heute hat sich daran nichts geändert!! Und trotzdem scheint "der Staat" im Allgemeinen als der einzig mögliche Problemlöser angesehen zu werden -- von Probleme, die er selbst verursacht hat! Aber auch das heutige Weltimperium wird untergehen! Und daß gewiss nicht aufgrund einer militärischen Niederlage, sondern....>>.....und das nächste wartet schon irgendwo!!
Ist mir zufällig "über den Weg gelaufen", und ich fand es interessant genug, ein paar Worte darüber zu verlieren. Es geht um die Wirtschaftsinstitute, die ja unablässig in den Medien auftauchen und alle nach eigenem Dafürhalten unabhängig, überparteiich, gemeinnützig usw. bla bla bla sind. Fangen wir mit dem Und tatsächlich, es »IST« auch
kaum der Rede wert!!! Jedenfalls nicht beim ifo
selbst. Denn gerade genannte Einzelheiten können wir
leider nicht auf der normalen Homepage-Standartseite
Aber auch die restlichen Verwaltungsratsmitglieder
finde ich erwähnenswert. Oder genauer, deren Tätigkeiten.
Der ganze Rat ist gespickt mit Ministerialdirektoren
der verschiedensten Ministerien und außerdem noch mit
dem Direktoriumsmitglied der europäischen Zentralbank
Prof. Dr. Jürgen Stark (Staatssekretär
a.D.). Es wird noch besser!!
Da brat mir doch einer 'nen Storch
-- das sind also die Persönlichkeiten,
die »den Vorstand bei der Erfüllung seiner Aufgaben
unterstützen«!! Und nicht das ihr auf den Trichter
kommt, daß das bei den anderen Wirtschaftsinstituten
entscheidenend unterschiedlich wäre, folgend eine
Nochmal kurz zurück zu Prof. Dr. Wilhelm Simson (E.ON)
und dem ifo!! Jener Herr ist erst seit 2001 dortiges
Mitglied des Verwaltungsrates (dafür müßt ihr die Die Verbraucherschutzverbände sehen dies anders und haben bereits Klage gegen die Entscheidung angekündigt. Sie wissen aber nicht, was sie tun, denn sie unterstellen, dass der Zusammenschluss zu höheren Preisen und insofern zu einer Übervorteilung der Verbraucher führen wird. Abgesehen davon, dass der Zusammenschluss schon aus den erwähnten Gründen mehr Investitionen in die Gasversorgung, höhere Absatzmengen und trendmäßig niedrigere Preise bringen wird, übersehen die Verbraucherschutzverbände einen grundlegenden Unterschied zwischen vertikalen und horizontalen Unternehmenszusammenschlüssen. Während letztere in der Tat regelmäßig zu oligopolistischen Preiserhöhungen zu Lasten der Verbraucher führen, haben vertikale Zusammenschlüsse genauso regelmäßig die gegenteilige Implikation. [...] Die Verbraucherverbände sollte sich noch einmal genau überlegen, was sie tun. Big Business ist für sie nicht immer ein Nachteil. (>>) Da wird -- neben dem höchst arroganten Hinstellen der Verbraucherschützer als Vollidioten -- mit viel pseudowissenschaftlichem Blabla die Sache völlig kritiklos schlicht schön geredet. Man könnte grad meinen, Herr Simson hätte den Artikel selbst geschrieben, wenn als Autor nicht explizit Hans-Werner Sinn (ifo-Vorstand) persönlich genannt wäre.
Keine Frage, es ist sinnvoll, wenn nicht sogar geboten, z.B. bei staatlichen Entscheidungsfindungen Rat bei ausgewiesenen Fachleuten einzuholen. Wenn also bei staatlichen Institutionen z.B. unabhängige Wirtschafswissenschaftler und Firmenbosse am Tisch sitzen, ist dies nicht per se zu kritisieren. Wenn umgekehrt aber staatliche Institutionen und Firmenbosse an den Tischen von unabhängigen Wirtschaftswissenschaftlern und deren Instituten sitzen, ist das zu kritisieren. Was zum Teufel hat ein Herr Simson von E.ON, oder ein Herr Dr. Thilo Sarrazin, Senator für Finanzen, Berlin, in den Kuratorien solcher Einrichtungen zu suchen?? -- zumal viele dieser "Durchlauchten" ihre Tentakeln gleichzeitig auch noch in einer Vielzahl, z.T. durchaus recht einschlägiger, anderer Institutionen drin haben. Ich meine, wenn meinethalben Microsoft
Institut für Wirtschaft auf der Tür steht, dann
weiß sofort jeder das richtig einzuschätzen. Wenn
aber unabhängig und gemeinnützig an der
Tür steht, und erstens die Auftraggeber auch noch selbst
mit am Tisch sitzen, und dann, zweitens, auch noch einer
dieser Auftraggebergruppe, nämlich der Gesetzgeber,
der sich oft genug nach den Richtlinien und Vorgaben
dieser Institute richtet, zusammen mit einer
ausgewählten Gruppe am Tisch sitzt, die
diesen Gesetzen folge leisten soll -- den Unternehmen
--, was ist dann davon zu halten?? Wissen wir, was die
da aushecken?? Rechenschaft?? Zu guter letzt, sei ergänzend noch ein zum Thema passender
Artikel angefügt: P.S.: Freilich sollten wir nicht zwangsläufig in den "Umkehrschluß" verfallen, nämlich das nun alles Verschwörung und/oder grober Unfug oder Schwachsinn ist, was an Informationen und Stellungnahmen aus diesen Häusern kommt. Ich glaube schon, daß dies nicht so ist. Trotzdem ist es wichtig darüber Bescheid zu wissen, wer da evtl. so alles seine Griffel mit drin hat!!
Gentechnische Behandlung von Lebens- und Genussmitteln: Kennzeichnung sowie Strafmaß Anbetracht des Berichtes, den ich
beim Vorletztenmal vorstellte und den ich gleich unten
nochmals verlinke, mag es den ein oder anderen interessieren,
daß bzgl. »Auszeichnung von Gentechnik behandelter
Waren« eine öffentliche Petition eingereicht wurde.
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» 21. Oktober 2006 «
Kurze Anmerkung zu Beginn: In diesem Fall geht es um die Seiten
An jenen Fragen, die so schön plakativ,
groß und fett dargestellt sind, bin ich zunächst mal
hängen geblieben, weshalb sie auch erstmal das
Thema sind (
Bruttolöhne - Abzüge = Nettolöhne (=Nominallöhne) ==> Nettolöhne - Inflation = Reallöhne Ich bitte darum, diese Definition
vorläufig nur mal im Gedächtnis zu behalten. Ich komme
gleich darauf zurück! Vorher wollen wir uns die angegebenen
Zahlen zu Gemüte führen. Behauptet wird: Reallöhne
bis 1980 = Steigerung um 5% / Jahr, ab
1Als Beispiel die Entwicklung des "Reallohnindex der Arbeiter im Produzierenden Gewerbe" (>>) Weder
das Eine (=Steigerung bis 1980 im Durchschnitt von 5%),
noch das Andere (=sinkende Reallöhne seit
1980) können die Daten der Tabelle bestätigen. Ich habe
natürlich keinen blassen Dunst, welche Quellen der Frage zu Grunde liegen,
aber nach allem was ich selbst eruieren
konnte (z.B. auch noch
Sprich, in dieser Art der Argumentation
(=das Abheben auf die sinkenden Reallöhne)
liegt -- zwar wohl eher ungewollt, ändert jedoch
nichts -- eine ganz klare Kritik
an der Verschuldung des Staates, am Sozialsystem (Renten,
Kranken- und Arbeitlosenkassen etc.) und
im Endeffekt am Staat an sich. Er
ist es, der durch seine Abgaben und seine Verschuldung
(=Inflation | und damit wiederum steigende Abgaben) für
-- ich erinnere, wir unterstellen
dies immer noch -- sinkende Reallöhne sorgt!! **Zu
den sonstigen Lohnkomponenten (Tarif, Bruttolöhne etc.)solltet
ihr euch Eine solche Kritik -- mal ganz abgesehen von den "dubiosen"
Daten -- ist ja nun alles andere als illegitim. Ganz
im Gegenteil sogar, sie ist vom Grundsatz her mehr als
angebracht. Nur, sie wird hier eigentlich gar nicht ausgesprochen!!!
Reihenweise (auch im Ich denke, die erste "bohrende Frage" ist, vorsichtig ausgedrückt, schon äußerst löchrig gestellt und die Beantwortung derselben hat weniger mit der Globalisierung zu tun, als vielmehr mit der Tatsache der Existenz des Staates und dessen Folgen.
Diesbetreffende Gründe sind reichlich gesät. Ich versuche mich halbwegs kurz zu fassen und nur mal die wichtigsten zu nennen.
Das Resultat all dieser Faktoren,
ist, die von mir unaufhörlich präsentierte Entwicklung
der Neukreditvergabe (»Neues von der Kreditfront«, siehe Eine derartige simple "Schuldzuweisungsfragestellung" muß dringend ergänzt werden. Da ich mich ja nun schon öfter über ähnliches ausgelassen habe, sollten an dieser Stelle nur mal zwei Links ausreichend sein: 1.) Erklärungen zur Globalisierungskritik
des NPD-"Aktionsprogramms" Die "bohrende Frage" zwei scheint mir doch etwas sehr vereinfachend gestrickt. Das mag zur Pointierung der Sachverhalte -- als Blickfang -- manchmal sogar durchaus angebracht sein, aber dann sollten die Ausarbeitungen dazu wenigstens derlei Hintergründe mit einbeziehen. Auch wenn der gute Mann letztlich sein Buch verkaufen will, etwas mehr müßten die Seiten schon hergeben! Das gleicht dem BILD-Niveau! Weiter im Text:
Laut eigener Aussage des Autors definiert sich "neoliberal" wie folgt: »Neoliberal steht als Abwendung von der sozialen Marktwirtschaft. Der Staat gibt dem Kapitalismus wieder die Zügel in die Hand, er betreibt und propagiert Lohn- und Sozialabbau.« (>>). Damit gehen wir die Frage an!
1in 60% der einzelnen Jahre lag dieses Wachstum über dem des BIP -- zum Teil sogar recht weit darüber!! In Spalte 1} kann keine Rede von Sozialabbau
sein. Allenfalls handelt es sich um ein Abschwächung
(die nichtsdestotrotz immer noch positive Werte aufweist)
der exorbitanten Steigerungen der Jahrzehnte zuvor (ich
erinnere nochmal an Bickerich's
Dazu einige Fakten aus meiner frühesten Kindheit. Zeitraum: Ende der sechziger bis MItte der siebziger Jahre. Gebiet: Hunsrück. • Familie: Zwei Erwachsenen,
zwei Kinder. Und wie sieht das diesbezüglich heute
bei einer Durchschnittsfamilie aus? Allerdings -- das nur als Beipiel -- konnten wir damals noch auf der Straße und im Feld spielen. Heute ist die Straße die Hauptzufahrt zu einem Neubaugebiet. Ein Neubaugebiet, daß just auf dem Feld errichtet wurde, wo wir früher die Gegend unsicher gemacht haben. Das aber hat meiner Meinung nach direkt wenig bis nichts mit der Globalisierung zu tun, sondern zunächst mal mit dem "höher-schneller-weiter-Zwang" (Bedienung der Schulden) des laufenden Kreditgeldzyklus der ohne Globalisierung auch vorhanden wäre und dem Gegenteil von Bickerich's Beschreibung der "Anfänge" (wobei sich die Sehnsucht nach Konsum mitnichten geändert hat). Es war eine Mischung aus glücklichen Umständen und Fleiß. Aufbäumen und Sehnsucht nach Konsum, Konsenswillen der Tarifpartner und Verzichtbereitschaft der Bürger. Natürlich hätten übertriebene Lohnforderungen der Gewerkschaft den Erfolg gefährden können; es gab keinen Aufschrei benachteiligter Gruppen, kein Verlangen nach Privilegien. Ein weiteres Mal ist die Frage um die "Politiker und Medien einen weiten Bogen schlagen" erstens mehr eine Feststellung, und zweitens, noch dazu, in dieser eindeutigen Bestimmtheit schlicht nicht beleg- und haltbar!
Zusammenfassend frage ich mich, was genau Hr. Müller eigentlich meint. Ich nehme aber an, dafür müssten wir das angepriesene Buch lesen.
Dieser Fragestellung kann ich freilich
voll und ganz zustimmen!! Vielleicht mit der kleinen
Einschränkung, daß der Wähler nicht darauf hoffen darf,
daß »irgendwer« nachdenkt, sondern daß der Wähler
anfangen sollte, »selbst« nachzudenken!!
Um nicht Mißverstanden zu werden (!!!)...: Ich will gar nicht alle Aussagen und Folgerungen usw. dieser Homepage als unsinnig hinstellen. Einige Sachverhalte und Beschreibungen etc. würde ich durchaus unterschreiben, mit vielem gehe ich konform. Genau so wenig will ich so tun, als ob "die Globalisierung" keine Auswirkungen hätte, oder daß da nicht auch Sauereien durchgezogen werden (siehe z.B. Stiglitz, "Die Schatten der Globalisierung"). Aber regelmäßig fallen bei mir bei solchen Seiten grundsätzliche Dinge auf, die zu kritisieren sind und die immer und immer wieder auftauchen. Diese Seiten sind eben ein bezeichnendes Beispiel dafür!!
!! Soweit zum Grundsätzlichen !! Hr. Müller schreibt: Im ersten Moment klingt es recht einleuchtend: "Der Dritten Welt kann nur durch weiteren Zollabbau geholfen werden"! Hintergrund dieser Empfehlung ist die Behauptung, der Westen behindere die Wareneinfuhr aus Entwicklungsländern durch Zollbarrieren und Einfuhrbeschränkungen, während er im Gegenzug die armen Länder mit westlichen Produkten überschwemmt. Eine derartige Argumentation ist an Hinterlist kaum zu überbieten. Denn natürlich verhält es sich ganz anders. Der allgemeine Zollabbau soll geadelt werden, und deshalb bedient man sich solcher Schauermärchen. Die Einfuhrzölle für Dritte-Welt-Produkte sind extrem niedrig, daran scheitert es bestimmt nicht. Wie ich eben zu den Löhnen schrieb,
"extrem niedrig" für sich genommen
ist völlig nichtssagend. Ein Sinn ergibt sich erst,
wenn ich einen Bezug habe und das Verhältnis betrachten
kann. Und, mit Verlaub, diesbezüglich vertraue ich eher
Quellen wie beispielsweise Insbesondere die EU und die USA versuchen in einer protektionistischen Gegenoffensive, den durch das Auslaufen des MFA bedingten Machtverlust auszugleichen, indem sie hohe und diskriminierende Zölle auf Textilimporte erheben. Zum Beispiel zahlt Kambodscha für seine Exporte in die USA - hauptsächlich Bekleidungsgüter - Zölle in Höhe von 152 Millionen US Dollar. Norwegen dagegen zahlt nur 24 Millionen US Dollar, obwohl sein Exportvolumen in die USA fünfmal größer ist als das Kambodschas. Außerdem missbrauchen die EU und die USA die so genannten Herkunftsregeln und Anti-Dumpingmaßnahmen, um konkurrierende Importe aus Entwicklungsländern abzuwehren. Einen noch, aus Entwicklungsländer stehen seit langem unter dem Druck internationaler Finanzinstitutionen und großer Agrarexporteure wie den USA, ihre Märkte für Reis und andere Grundnahrungsmittel zu öffnen. Seit den frühen 1980er Jahren zwingen der IWF und die Weltbank Entwicklungsländer, als Bedingung für die Vergabe von Krediten, ihre Agrarmärkte zu deregulieren und zu liberalisieren. In der Zeit von 1990 bis 2000 haben die Entwicklungsländer ihre angewandten Einfuhrzölle von durchschnittlich 30% auf 18% reduziert. So setzte der IWF 1995 Haiti unter Druck, seine Importzölle für Reis von 35% auf 3% zu senken; dies hatte zur Folge, dass die Importe von 1994 bis 2003 um mehr als 150% anstiegen. Heute kommen drei von vier Reismahlzeiten, die in Haiti gegessen werden, aus den USA. Das sind gute Nachrichten für „Riceland Foods“ in Arkansas, die größte Reismühle der Welt. Ricelands Gewinne stiegen von 2002 bis 2003 schlagartig um 123 Mio. US$, was größtenteils dem 50-prozentigen Exportanstieg, hauptsächlich nach Haiti und Kuba, zu verdanken war. Nun, diesbezüglich scheinen mir Hr. Müllers Thesen nicht stichhaltig. DA sehe ich DAS Problem, die "westlichen" Länder gehen einseitig vor!! Hätten wir -- rein hypothetisch -- wirklich vollkommen freie Märkte ohne Zölle, könnten große Teile der "Entwicklungsländer", in bestimmten Bereichen, ohne weiteres konkurrieren und abhängig machende "Entwicklungshilfe" usw. wäre kaum noch nötig. Das aber scheint mir mitnichten das Ziel, von WTO, GATT und wie sie alle heißen, zu sein. Läuft die Choose aber mal in die andere Richtung, wird sofort von "Dumping" gesprochen. Ganz aktuelles Beispiel: Vietnam befürchtet den Verlust zehntausender Jobs wegen der
Schuh-Strafzölle durch die EU. Europas größter Schuhhändler Deichmann
sagt einen Preisanstieg voraus. Nach der Verhängung von EU-Strafzöllen gegen Schuhe aus Vietnam
fürchtet das Land den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen. Es sei
bereits sicher, dass zwischen 60.000 und 70.000 Jobs in der Branche
verloren gehen würden... Zweierlei dazu: Erstens gibt es so
etwa wie einen "Anti-Dumping-Zoll" in der
EU schon längst (siehe unter Im Juni 1930 wurde der Hawley-Smoot Tariff Act verabschiedet, mit dem die höchsten Einfuhrzölle in der Geschichte der USA in Kraft traten. Die anderen Staaten erhöhten daraufhin ebenfalls die Zölle und brachen damit dem Welthandel endgültig das Genick. All das bis hierhin gezeigte, rechtfertigt allerdings
trotzdem, in keinster Weise schreiende Ungerechtigkeiten
wie z.B. Ihrem Auftrag [der indischen Regierung] entsprechend hat die im Jahr 2002 gebildete Kelkar- Kommission weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen. Diese zielten insbesondere darauf ab, das Steueraufkommen zu erweitern, Steuerbefreiungen abzuschaffen, die Besteuerung im Handelsbereich zu rationalisieren und landesweit eine Mehrwertsteuer einzuführen. Ohne Kohle geht also urplötzlich nichts
mehr (wer noch kann und dabei ist Ansonsten denke ich, daß die
Im Übrigen glaube ich nicht, dass das Hauptproblem der Globalisierung im Finanzsystem zu suchen ist. Entscheidend für das Aufbrechen des weltweiten Dumpingsystems scheint mir, wie bereits angedeutet, die Zähmung des ungezügelten Freihandels. Okay, möglicherweis ist das Hauptproblem der Globalisierung nicht das Finanzsystem, aber es ist ganz sicher die Hauptursache für Globalisierung!! Zumindest sehe ich das so. Und wer die Hintergründe dazu (Schuldgeld usw usf) übergeht, kommt meines Erachtens zu falschen Schlußfolgerungen. Deutlicher als im nächsten Zitat läßt sich das kaum noch zeigen. Man muss sich nur einmal vergegenwärtigen, dass auch die Chinesen gerne einen westlichen Lebensstandard hätten. China wäre auf seinen Export als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme also gar nicht angewiesen, wenn im eigenen Lande genug Kaufkraft vorhanden wäre. Würde der chinesische Arbeitnehmer einen durchschnittlichen Monatsverdienst von 1000 Euro erhalten, so würde er das Geld auch weitgehend ausgeben, also wieder in Umlauf bringen. Das heißt: Nur durch die künstliche Verknappung des inländischen Geldes - dadurch, dass Produktionskraft und inländische Kaufkraft sich nicht im Gleichklang befinden, sind die Chinesen im Übermaß auf den Export angewiesen. Um ein Land mit genügend Geldmitteln bzw. Kaufkraft auszustatten, bedarf es aber keiner Globalisierung. Da ist es wieder, das Nettogeld, daß nur ausgegeben werden und dann nur wieder in Umlauf gebracht werden muß -- und schon ist alles gut! Und künstlich verknappt ist es auch noch. Na dann...! Wenn es »künstlich« verknappt ist (von wem oder was wohl?), sollte es doch auch kein Problem sein, es »künstlich« zu vermehren!! Was hält irgendeine Regierung (vor allem die, der armen Länder) der Welt davon ab, genau das zu tun? Die sind vielleicht arm, aber bestimmt nicht blöd!! Warum also drücken sie nicht jedem Arbeiter 1000 Euro in die Hand -- oder wahlweise werden die Unternehmen dazu gezwungen --, wenn damit die Probleme gelöst werden könnten? Um es mal bewußt hart zu formulieren: Es ist doch immer wieder das Gleiche, ein totales und gänzliches Unwissen um das reale "Geldwesen" und allem was damit zu tun hat. Drum sei mal ganz saublöd gefragt.
Wenn gilt (womit er ja zunächst mal vollkommen unrecht
hat), »Um ein Land mit genügend Geldmitteln bzw.
Kaufkraft auszustatten, bedarf es aber keiner Globalisierung.«, dann
würde ich doch zu gerne mal hören, was es ansonsten
bedarf?????!!! Und so jemand schreibt Bücher, die auch
noch mit fünf Sternen
Ich konnte es kaum Glauben, aber im Laufe meiner "Recherchen" bin ich über sage und schreibe ACHT verschiedene Domains gestolpert, die Hr. Müller betreibt!! http://www.kapitalismuskritiker.de
| http://www.antinationalismus.de/
| http://www.anti-globalisierung.de/
Ich meine schon, daß die besprochenen Seiten ins Bild passen. Globalisierungskritik -- und alles was so dazu gehört -- ist en vogue und es läßt sich ordentlich Geld damit verdienen; oder gar, wie im Falle der NPD, ein Gutteill eines politischen Programmes stützt sich darauf. Mit "der Globalisierung" läßt sich eben wunderbar einfach ein "Schuldiger" ausmachen. So einfach ist es aber leider nicht. Im Gegenteil, die Sache ist teuflisch vertrackt. Und was mir besonders unangenehm aufstößt, ist die Tatsache, daß dabei fast nirgends die...wie soll ich's nennen?...die "monetären" Aspekte (ihr versteht was ich meine) halbwegs korrekt beleuchtet werden. Wobei ich auch noch betonen will, daß man, im Falle daß dies doch mal so ist, durchaus zu anderen Schlußfolgerungen als ich kommen kann. Das ist okay und überhaupt kein Problem. Aber wenn die fundamentalen Grundlagen schon verfälscht sind, dann läßt sich dies möglicherweise gut verkaufen (nicht nur im Sinne von "Geldmachen"), bringt aber ansonsten letztendlich recht wenig. Genaues hinschauen ist also angesagt. P.S.: Wie heißt es in Neusprech? Just my 2 Cents!! |
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» 08. Oktober 2006 «
Vorab 1:
Vorab
2:
Zu dieser ganzen
Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge
aus
.....
Vorab
3:
Für
grundsätzliche Erklärungen zu diesem
Thema, bitte
1.) Kredite
deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen,
Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T.
auch Euro-Raum)
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