» 07. Februar 2007 « 

 

 

  WIRTSCHAFT

 

• »Neues von der Kreditfront (Dezember '06 + Gesamtjahr 06)«

• »Verschuldung, Geld und Zins – Grundlegende Kategorien einer Wirtschaftstheorie« (>>)

• »US-Immobiliensektor - ein Boden in Sicht?« (>>)

POLITIK

 

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Neues vom black01_next.gifBig Brother!

 

  WIRTSCHAFT

 


                                Neues von der Kreditfront (Dezember + Gesamtjahr '06)


 

Vorab 1: Dezember 06  ; Gesamtjahr 06 , wenn nicht sogar nur

(Kurz nochmal erwähnt: Natürlich handelt es sich naturgemäß um Daten der Vergangenheit. Eine darauf basierende "Hochrechnung" und konkrete Aussage für die Zukunft ist nur bedingt möglich. Aber es gibt uns doch einen groben Überblick über den "Stand der Dinge". Und allein der ist schon dermaßen elementar, daß es sich allemal lohnt!!)


Vorab 2:
Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus black01_next.gif"DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....
     
     

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitteblack01_next.gifHIER kurz reinschauen.

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)

1Nichtbanken (Nicht-MFIs) (>>) =
In- und Ausländer:
• Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)
Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 

Nov 04

81,8

0,51

Dez 04

82,8

-1,00

Jan 05

84,6

0,97

Feb 05

70,0

-0,08

März 05

68,8

0,00

April 05

44,3

2,36

Mai 05

72,7

-0,79

Juni 05

85,4

-1,11

Juli 05

68,8

0,24

Aug 05

68,3

0,14

Sep 05

69,6

0,16

Okt 05

65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

 Juli 06

50,9

-0,03

 Aug. 06

63,8

+0,07

 Sep. 06

78,7

+0,71

 Okt. 06

55,9

+0,37

 Nov.06

59,4

+0,44

 Dez.06

77,8

-1,43

( >> ,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Für den Dezember '06 müssen wir leider ein Einknicken der Neukreditvergabe bei den Nichtbanken1 konstatieren. Ein Minus von 54,71 Mrd. Euro, oder -1,43 Prozent. Recht heftig!! "Auslöser" sind beinahe zur Gänze die Buchkredite, die alleine schon um 46,6 Mrd.€ nachgaben.
Verschaffen wir uns einen Überblick. Dazu behelfsweise zur...

...Emissionsstatistik für Wertpapiere (Buba >>):
Grundsätzlich weißt die Statistik eine recht hohe Tilgung von 77,8 Mrd.€ aus (Tabelle links), womit sich ein Netto-Absatz von -15,1 Mrd.€  ergab. Im Einzelnen wie folgt:
»Die öffentliche Hand hat ihre Kapitalmarktverschuldung bei hohen Brutto-Tilgungen um 4,7 Mrd € verringert. Der Umlauf von Schuldverschreibungen des Bundes ging um 4,4 Mrd € zurück....Der Umlauf von Schuldverschreibungen der Länder ging im Ergebnis leicht um 0,2 Mrd € zurück. [...]
Die Kreditinstitute reduzierten ihre Rentenmarktverschuldung im Berichtsmonat um 9,6 Mrd €. Sie tilgten im Ergebnis vor allem Öffentliche Pfandbriefe (8,7 Mrd €) und Hypothekenpfandbriefe (3,1 Mrd €). Dagegen wurden Schuldverschreibungen von Spezialkreditinstituten und Sonstige Bankschuldverschreibungen per saldo abgesetzt (1,6 Mrd € bzw. 0,6 Mrd €).
• Wie im Vormonat reduzierten die nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften auch im Dezember ihre Marktverschuldung in Industrieobligationen. Der Umlauf solcher Titel verringerte sich um 0,7 Mrd €, was vor allem auf Tilgungen von Anleihen mit Laufzeiten bis zu vier Jahren zurückzuführen ist.«

Voriges Mal (Nov '06) schrieb ich: »Allerdings, »Wie im Vormonat [=11,9 Mrd.€] entfiel der größte Teil des Mittelaufkommens auf Emissionen der öffentlichen Hand (9,1 Mrd €).«
Daraus lassen sich meiner Meinung nach drei Dinge ableiten:
Erstens, daß prinzipiell eher die niedrige Tilgung zu dem positiven Wert beigetragen hat, als die tatsächliche zusätzliche Neuverschuldung.[...]«

Nun, kaum sehen wir mal wieder eine etwas höhere Tilgungsrate, schwächelt auch schon die Neuverschuldung. Das ist zwar nicht immer so, aber durchaus in der Mehrzahl der Fälle. Meiner Meinung nach, spricht das nicht gerade für eine solide "Eigendynamik" der inländischen Neukreditaufnahme, sondern gleicht eher einem "Eiertanz" -- sozusagen.

Wie auch immer, für das Gesamtjahr (Endwert) der Nichtbanken ergibt sich somit ein Plus der Neukreditvergabe von +71,4 Mrd. Euro, oder +1,91%. Der Dezember verhagelt das bis dato noch einigermaßen positiv Bild doch recht gründlich. Zwar sind 1,91 Prozent im Vergleich zu den jüngeren Vorjahren noch halbwegs beachtlich. Langfristig hingegen, ist dieser Wert deutlich zu gering!!

Gehen wir zu den Privaten (oben ist ja teilweise auch die öffentliche Hand enthalten):
 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

 März 06

2460,01

+0,27

 April 06

2496,11

+1,47

 Mai 06

2489,28

-0,27

 Juni 06

2466,19

-0,93

 Juli 06

2460,55

-0,23

 Aug. 06

2463,94

+0,14

 Sep. 06

2484,76

+0,84

 Okt. 06

2477,42

-0,30

 Nov. 06

2475,23

-0,09

 Dez. 06

2452,43

-0,92

Auch hier sieht's nicht viel besser aus!
Wie oben bereits deutlich wurde, die Buchkredite gingen im Dezember '06 auch bei den Unternehmen und Privatpersonen kräftig nach unten!! Eine Abnahme der Neukreditaufnahme um 25,84 Mrd. Euro, oder -1,14 Prozent!

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle), müssen wir ebenfalls ein erhebliches Minus festhalten. Wir notieren einen Rückgang um -22,8 Mrd.€, oder -0,92%. Wobei die Wertpapiere selbst um 3,04 Mrd.€ zunahmen!

Das Gesamtjahr 2006 geht somit wie folgt zu Ende:
Bei den Buchkrediten ein Plus von 16,36 Mrd.€, oder +0,76%. Inklusive der Wertpapiere sieht das Bild wie folgt aus: +37,63 Mrd.€, oder +1,56%. Der Dezember haut wahrlich ins Kontor. Die Daten sind einfach nach wie vor zu mies, um einen wirklich nennenswerten, innerdeutschen "Aufschwung" zu generieren.

Das Saldo der deutschen Leistungsbilanz (der Blick zu den -- sozusagen -- ausländischen, für die BRD "ersatzweise" einspringenden, stellvertretenden Kreditnehmern) lag in den ersten elf Monaten 2006 bei +91,6 Mrd.€ (Vorjahr +84,6) (>>). Die BRD hängt weitestgehend am Tropf des Auslands. Wehe, "jemand" dreht den Hahn zu!!

Besagten "Hahn" sehen wir uns im europäischen Ausland etwas näher an:
 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" (Mrd. €) (>>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Dez 05

9 552,1

+0,88

Jan 06

9 672,5 1,26

Feb 06

9 786,5 1,18

März 06

9 912,3 1,29

April 06

10 067,7 1,57

Mai 06

10 129,8 0,62

Juni 06

10 173,9 0,44

Juli 06

10 266,5 0,91

Aug.06

10 286,5 0,19

Sep.06

10 415,2 1,25

Okt.06

10 503,3 0,85

Nov.06

10 599,7 0,92

Dez.06

10 635,6 0,34

Differenz von Dezember '06 zu November '06 = +35,9 Mrd.€, oder +0,34% (Vormonate siehe Tabelle links). Teile ich die +35,9 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +2,99 Mrd.€ (ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig).

Wie schon zuletzt, geht das Plus im Grunde in Gänze auf das Konto der Buchkredite (Vormonate 86, 63 und 82%). Die Aktien und sonstige Dividendenwerte gingen diesmal sogar um rund 5 Mrd.€ zurück. Ich meine, eine durchaus "gesunde" Entwicklung (Abgesehen davon, daß wir ganz allgemein und ständig immerhin über zusätzliche »Verschuldung« sprechen. Aber so ist das halt!! Es ist eben nicht Geld, "what makes the world go around, world go around...", sondern Schulden, bzw. Kredite!!).

Für das Gesamtjahr sehen wir demnach eine Steigerung der Kreditvergabe von 1083,5 Mrd. Euro, oder 11,34%. Mein lieber Mann, daß nenn ich mal "saftig" (und das trotz der deutschen Daten)! Viel "besser" kann es auch in China oder Indien nicht laufen. Wer hätte das gedacht? Ich gebe zu, ich war diesbezüglich zu skeptisch. Dazu ein Zitat:

»Unternehmerische Investitionskredite stellen die beste Schuldenform dar. Der Unternehmer kann den Verlust des verpfändeten Vermögens nur abwenden, indem er mit den vorfinanzierten Investitionsmitteln – der Verschuldung also – ein marktfähiges Produkt erstellt, welches ihm die vorfinanzierten Mittel und die darauf anfallenden Zinsen am Markt einbringt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss er, wie oben schon erwähnt, Bedürfnisse so stark kultivieren, dass Wirtschaftsakteure bereit sind, sich diese zu erfüllen. Die Investitionskredite der Unternehmer sind die Antriebsquelle von Fortschritt und Wohlstand.« (>>)

Ganz offensichtlich hat die "Kultivierung der 'Bedürfnisse'" bestens funktioniert! Und wenn zukünftig noch zusätzlich bei ein paar Milliarden Indern, Chinesen und Russen usw. "kultiviert" wird, kippt zwar irgendwann Mütterchen Erde um, aber bis dahin leben wir im kreditvergabetechnischen Paradies !

2Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.

Ich schweife ab! Zurück zur Bestandsaufnahme und zum Dezember: Plus 0,34 Prozent stellt nun auch nicht gerade einen "Topwert" dar. Für den Dezember ergibt sich allerdings ein "Spezialfall": Luxemburg. Die folgende Tabelle2 gibt einen Überblick:

 

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
Hier:
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften + Private Haushalte + Sonstige Private

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Finn-
land

Ø

April '06

250,3

2.348,9

144,5

1.315,7

1.501,9

287,5

1.252,2

96,0

861,4

260,3

204,4

114,5

719,8

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Zuwachs [%]

1,48

-0,12

0,62

1,45

0,67

2,57

0,79

1,15

0,96

0,77

1,52

0,96

1,07

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Juni '06

256,8

2.347,5

148,2

1.371,1

1.520,0

300,1

1.279,0

99,7

868,1

265,1

214,8

117,0

732,28

Zuwachs [%]

1,10

0,06

1,93

2,72

0,53

1,76

1,34

2,68

-0,18

1,07

3,52

1,21

1,48

Juni '06

256,8

2.347,5

148,2

1.371,1

1.520,0

300,1

1.279,0

99,7

868,1

265,1

214,8

117,0

732,28

Juli '06

258,0

2.342,0

149,9

1.402,6

1.535,3

304,1

1.288,5

103,1

875,5

266,2

217,3

117,9

738,37

Zuwachs [%]

0,47

-0,32

1,15

2,30

1,01

1,33

0,74

3,41

0,85

1,41

1,16

0,77

1,11

Juli '06

258,0

2.342,0

149,9

1.402,6

1.535,3

304,1

1.288,5

103,1

875,5

266,2

217,3

117,9

738,37

August '06

260,0

2.344,8

149,9

1.407,6

1.534,0

307,5

1.286,8

103,6

876,0

267,2

218,8

118,6

739,57

Zuwachs [%]

0,78

0,12

0,00

0,36

-0,08

1,12

-0,13

0,48

0,06

0,38

0,69

0,59

0,36

August'06

260,0

2.344,8

149,9

1.407,6

1.534,0

307,5

1.286,8

103,6

876,0

267,2

218,8

118,6

739,57

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

119,8

748,28

Zuwachs [%]

1,92

0,98

1,80

2,36

0,95

1,76

0,96

2,12

0,17

1,16

0,18

1,01

1,28

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

119,8

748,28

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

120,6

753,21

Zuwachs [%]

-0,15

-0,26

0,52

1,72

1,49

2,01

0,22

1,13

0,70

-0,70

0,82

0,67

0,68

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

120,6

753,21

November '06

266,1 2357,2 152,4 1496,0 1579,9 325,5 1333,0 106,9 892,3 269,3 220,6 121,8 760,08

Zuwachs [%]

0,57 -0,18 -0,65 2,07 0,53 1,97 2,38 -0,09 0,98 0,34 -0,18 1,00 0,73

November '06

266,1 2357,2 152,4 1496,0 1579,9 325,5 1333,0 106,9 892,3 269,3 220,6 121,8 760,08

Dezember '06

271,4 2.328,0 156,7 1.527,3 1.590,1 328,7 1.345,2 99,0 891,7 271,5 221,7 123,6 762,9

Zuwachs[Mrd.€]

15,30 -29,20 4,30 31,30 10,20 3,20 12,20 -7,90 -0,60 2,20 1,10 1,80 2,38

Zuwachs [%]

1,99 -1,24 2,82 2,09 0,65 0,98 0,92 -7,39 -0,07 0,82 0,50 1,48 0,30

Die graphische Umsetzung:

Die Tabelle weist für Luxemburg ein Minus von sage und schreibe 7,39 Prozent (-7,90 Mrd.€) aus. Keinen Schimmer, was dort los war, aber das ist fast nicht zu glauben. Da ich diesen Wert kaum ordentlich einordnen kann, lassen wir ihn einfach mal beiseite. Wir werden beim nächsten Mal sehen, was es damit auf sich hatte.

Ohne Luxemburg ergibt sich ein wesentlich positiveres Bild für Europa (siehe auch Graphik rechts, ex Luxemburg). Der Schnitt lag bei rund +1,1%!. Wie das im Vergleich zu dem deutschen Wert zu sehen ist, verdeutlicht die Graphik (und die Tabelle) ebenfalls. Deutschland abgehängt ... setzen ... sechs!
Ich kann nicht einschätzen, wie sich die Lage bei den europäischen "Nachbarn" darstellt, für die BRD jedoch, kann ich mir nur schwerlich vorstellen, daß dergleichen nicht eine gewisse Rolle spielen sollte: black01_next.gif»Die jüngsten Steuererhöhungen«. Nehme ich noch das Gehampel um die ach so "große Gesundheitsreform" und den üblichen, sonstigen Quatsch, der aus Berlin kommt, dann sollte es uns nicht Wunder nehmen, was die Verschuldungsbereitschaft der deutschen privaten angeht.
Nun gut, es gibt sicherlich noch weitere black01_next.gifGründe, für die heutige "Datenerfassung" soll's das aber erstmal gewesen sein!
 

 


                                Verschuldung, Geld und Zins – Grundlegende Kategorien einer Wirtschaftstheorie


KLASSE Text!!! Stellenweise nicht ganz einfach zu lesen und insgesamt immerhin 46 Seiten, aber ihr solltet ihn wirklich nicht übergehen!

An dieser Stelle möchte ich nur mal ein paar wenige Passagen zitieren und kurz kommentieren. Die ganze Arbeit solltet ihr euch trotzdem nicht entgehen lassen (Link unten).

Der Schutz des materiellen sowie immateriellen Eigentums ist also die unabdingbare Grundlage jeder demokratischen, freiheitlichen und marktwirtschaftlichen Ordnung.

So ist es!!!! Das Fundament des Systems ist das Eigentum!! Das komplette System fußt auf genau dieser Tatsache!!!

Diese exekutive Gewalt [der Staat] sichert mit ihrem Machtmonopol die konstituierten Eigentumsrechte vor unrechtmäßiger Aneignung durch Dritte und darf diese Rechte auch nicht durch ihre Monopolstellung verletzen – darf also nicht enteignen. Wenn der Staat als Machtmonopolist dennoch enteignet, muss er dem Enteigneten mindestens den Marktpreis des enteigneten Vermögenswertes als Kompensation anbieten, damit eine (effiziente) Belastung und Verpfändung eben dieses Vermögenswertes in privaten Kontrakten möglich ist.

Genau das ist die Aufgabe des Staates, die »Absicherung« der Eigentumsrechte, auf der Basis, daß er »diese Rechte auch nicht durch ihre Monopolstellung verletzen darf«!! Denn dadurch »ist dieses [das Eigentum] in Form von Eigentumstiteln unumschränkt belastbar, verpfändbar und verkaufbar« und stellt somit die Grundlage für die unabdingbare Neuverschuldung dar!! Diese Feststellungen sind durchaus bemerkenswert, denken wir da an die Zwangssysteme Renten- und Krankenkassen usw. Hier kommt der Staat nicht seiner eigentlichen Aufgabe -- nämlich der Besicherung des Eigentums -- nach, sonder tritt in Gestalt des Eigentumenteigners auf!! Gleiches gilt im Grunde auch für die Zwangsabgaben namens Steuern. ==> Die unlösbare Crux: Der Staat ist zugleich Engel und Teufel in einer "Person"!! Die entscheidende Frage ist jedoch, in wie weit sich der Teufel breit macht!!

Wirtschaften dreht sich also immer um Schulden: Kern ist die Urschuld. In Eigentumswirtschaften kann in Bezug auf die Institution zur Einwerbung von Schulddeckungsmitteln – dem Markt also – nichts (administrativ) geplant, sondern nur unter Unsicherheit "spekuliert“ werden. Jeder Wirtschafter muss zur Abmilderung der Unsicherheit sein Vermögen maximieren, sofern dies mit anderen individuellen Zielvorstellungen kompatibel ist. Zur Vermögensmaximierung muss er entweder

als Bank auftreten und sein existentes Vermögen belasten,

sein existentes Vermögen verpfänden, um erhaltene Geld mit Gewinn zu investieren oder

- sein Humankapital derart interessant machen, dass er einen Dritten zur Verschuldung bewegen kann, um Arbeitslohn zu erhalten.

Der von mir gefettete Satz beschreibt im Grunde genau das, was ich black01_next.gifhier versucht habe hervorzuheben, was aber -- genauso wie die hinterlegte Aussage der Metapher "Engel-Teufel -- diverse Konsorten nie verstehen werden, oder verstehen wollen. Die "pösen" Unternehmen sind diejenigen, die in der Kette (=Kredit/Verschuldungskette) zwangsläufig das erste Glied darstellen. Sie stehen an der Spitze der Verschuldungspyramide und repräsentieren -- sozusagen -- die Initiatoren, den Beginn, des Systems (Staat mal beiseite gelassen). Erst dann, im zweiten Schritt, kann es Arbeitslohn überhaupt geben!! Er setzt bereits die Verschuldung eines Unternehmers voraus!! Das beinhaltet zwar keineswegs einen "Freibrief", zu tun und zu lassen was sie wollen. Aber dieses Faktum sollte ganz klar sein!!

Das Geld selbst stellt heute also in der Regel durch die Zentralnotenbank umlauffähig gemachte private (bspw. Wechsel) oder staatliche Schuldtitel (bspw. Staatsanleihen), nach deren Hereinnahme von bonitätsgeprüften und selbst mit Eigentum haftenden Gläubigern, dar – Vermögenswerte also. Umlauffähig sind diese Schulden deshalb, weil es in dem betreffenden Währungsgebiet keine besseren – im Sinne von besser besicherten – Schulden geben kann. Das liegt daran, dass die Zentralnotenbank selbst im Fall der Aufzehrung ihres Eigenkapitals durch den Staat immer mit Eigenkapital in Form von verbrieften zukünftigen Steuereinnahmen – Staatsschuldtiteln also – ausgestattet werden kann und historisch auch wurde.50 Die Positionen einer Zentralnotenbank als De-jure-Schuldner in (Forderungs-) Vermögenswerten und einem im betreffenden Währungsgebiet ansässigen Geld-Schuldner unterscheidet sich im Extremfall fundamental, da die Zentralnotenbank als Hausbank und meist im Eigentum des Staates befindlich immer auf das Besteuerungsmonopol des Staates „zurückgreifen kann“, um mit Eigenkapital ausgestattet zu wer-den.

50Dass diese Eigenkapitalausstattung dann im Normalfall eben nicht mehr mit Hilfe marktfähiger Staatsschuldtitel geschieht und somit die Zentralnotenbank zur Staatsbank macht, führt zu den in der Geschichte zahllos beobachtbaren Währungsreformen, wie in Deutschland 1948. Die Ursache solcher Zerrüttungen von Währungssystemen liegt aber immer schon in vorangegangenen Emissionen „zukünftiger“ Steuereinnahmen durch den Staat, die aber niemals realisiert werden und somit immer „zukünftig“ bleiben, weil die Besteuerungsgrundlage – Schulden aus privaten Kontrakten – und die abgetretenen zukünftigen Steuern in ein Missverhältnis geraten sind. Dazu im Kapitel von der Verschuldung und insbesondere im Abschnitt zur Verschuldung des Staates mehr.

Eigentlich kein zusätzlicher Kommentar nötig. Ich zitiere mich von weiter oben nur mal eben selbst: »Die entscheidende Frage ist jedoch, in wie weit sich der Teufel breit macht!!«. Hierzu sollte insbesondere der letzte Absatz (»Die Staatsschulden«) gelesen werden, auch wenn dort die Unmöglichkeit »Die Staatsschulden...müssten...bestenfalls jedoch vollständig ausgeschlossen werden.« gefordert wird!!

black01_next.gif»Verschuldung, Geld und Zins – Grundlegende Kategorien einer Wirtschaftstheorie«
 

 


                                US-Immobiliensektor - ein Boden in Sicht?



Einfach noch ein sehr interessanter Link: black01_next.gif»US-Immobiliensektor - ein Boden in Sicht?«

 

- die Ausfallsrate für Immobilienkredite hat vom Tief ist 2005 aus in 2006 rapide zugenommen; ein Ansteigen auf 3,5% wird in einem Jahr erwartet:

- die Hypothekenverschuldung der US Amerikaner beläuft sich auf 8,2 Billionen USD mit einer zweistellige, jährlichen Zuwachsrate. Gewöhnlich liegen die Kreditausfallraten niedriger in Zeiten starken Kreditwachstums, nicht so in 2006.

 


 

  POLITIK

 


                                Impf-Industrie: Ein Insider packt aus



Ein ehemaliger Impfmittelforscher enthüllt, was Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden uns nicht wissen lassen wollen: Dass Impfstoffe unzuverlässig, ungenügend getestet und der größte Betrug unserer Zeit ist.

 Aus Zeitgründen hier leider nur der Link: black01_next.gif»Impf-Industrie: Ein Insider packt aus«

Zusätzlich noch der Verweis zur offiziellen CDC-Seite, in der die Rede von 36.000 jährlichen Influenza-Toten ist: black01_next.gif»Key Facts about Influenza«

 

 » 28. Januar 2007 « 

 

 

  WIRTSCHAFT

 

• »Wissenswertes zur Rentenkass«

• »Wie Geld nicht funktioniert« (>>)

POLITIK

 

• »Die Lüge als Instrument der politischen Manipulation« (>>) • 

 • »Das Lügennetz über dem Iran« (>>) • 

• »Bilderberger« (>>) • 

SONSTIGES

 

• »Bertold Brecht: Zitate!!« (>>) • 

 

  WIRTSCHAFT


Untenstehende "Ausarbeitung" über black01_next.gifInflation und was so die "gängige" Meinung dazu ist usw, habe ich mal dauerhaft abgespeichert. Unter der Überschrift »Schulden "weginflationieren -- Wie geht das?« findet ihr es entweder direkt black01_next.gifhier, oder auf dieser black01_next.gifSeite als Link!

 

 


                                Wissenswertes zur Rentenkasse


Nicht ganz uninteressant, so meine ICH jedenfalls!
Nachstehend eine zusammengebastelte Tabelle über die Einnahmesituation der Rentenkasse von 1957 - 1970 (die vollständigen Datensätze findet ihr black01_next.gifhier; für diese Betrachtung reichen die Zahlen bis 1970 aus, hat sich seit dem nichts geändert).

 

Jahr

Aus-
gaben

Einnahmen

Ein-

nahme-

über-

schuss

Ins-

gesamt

davon

Bei-

träge

Bundes-

zuschuss

Zusätz-

liche

Bundes-

zuschüsse

Vermö-

gens-

erträge

Erstat-

tungen

Sons-

tige

Ein-

nahmen

- in Mio. Euro -

Alte Bundesländer

1957

 7 130

8 037

5 476

2 009

x

310

230

13

888

1958

 8 609

8 945

6 097

2 322

x

337

172

17

317

1959

 9 110

9 553

6 532

2 471

x

353

182

16

417

1960

 10 024

10 734

7 418

2 728

x

393

186

9

718

1961

 11 000

13 009

8 380

2 912

x

485

1 219

13

1 986

1962

 12 024

13 073

9 232

3 135

x

527

145

34

1 032

1963

 12 971

14 070

9 880

3 418

x

587

163

21

1 079

1964

 14 302

15 446

10 878

3 771

x

644

145

9

1 126

1965

 16 139

17 105

12 118

4 127

x

684

163

14

966

1966

 17 905

18 528

13 009

4 540

x

783

182

14

669

1967

 20 256

19 083

13 139

5 030

x

798

75

42

- 1 134

1968

 21 812

21 014

15 169

4 993

x

733

94

24

- 799

1969

 24 008

23 905

17 900

5 251

x

672

65

17

- 90

1970

 26 710

28 560

22 302

5 402

x

778

60

18

1 857

Das Bemerkenswerte daran, ist, daß die Einnahmen von Anfang an wesentlich geringer waren, als die Ausgaben. Rechnen wir nämlich den »Bundeszuschuss« heraus, ergeben sich nur und ausschließlich Einnahmedefizite. Die ganze Choose hat demnach von Beginn an nicht ohne zusätzliche Überweisungen von Steuergeldern der "Allgemeinheit" funktioniert.
 

Allerdings gibt es ein nicht ganz unwichtiges Detail, daß hierzu angesprochen werden muß: »Versicherungsfremde Leistungen«. Worum es geht, sei zunächst mal anhand von folgenden Ausschnitten erläutert (für 2002).

Die Lohnnebenkosten müssen runter - so der breite politische Konsens. Da lohnt sich ein Blick, wofür die Sozialversicherungen das Geld überhaupt ausgeben.
[...] Überwiegend finanzieren sich die Sozialversicherungen aus Beiträgen. Die Rentenversicherung erhält zudem einen Bundeszuschuss; bei der Bundesanstalt für Arbeit (seit 2004: Bundesagentur für Arbeit) ist der Bund verpflichtet, das Defizit auszugleichen. Unterm Strich machen die Bundeszuschüsse aber nicht wett, dass die Sozialversicherungen für Leistungen aufkommen, die eigentlich von der Allgemeinheit getragen werden müssten, also aus Steuermitteln. 83,7 Milliarden Euro blieben 2002 als versicherungsfremde Leistungen übrig - dabei geht das DIW von einer weiten Definition der "versicherungsfremden Lasten" aus. Selbst wenn man diese enger fasst, bleiben nach Berechnungen des Instituts 35,3 Milliarden Euro, die falsch - zu Lasten von Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern - finanziert sind.

[...] Den größten Brocken machen die versicherungsfremden Leistungen bei der Rentenversicherung aus. Von zehn Euro, welche die Rentenversicherung ausgibt, gehören vier eigentlich nicht zu ihren Leistungen. Der Bund zahlt zwar einen Zuschuss, aber es verbleiben immer noch 39,2 Milliarden. Den weitaus größten Teil machen Witwen- und Witwerrenten aus. Sie galten bis 1986 als versicherungseigene Leistung. Seitdem werden allerdings die Einkünfte des hinterbliebenen Ehepartners auf die Witwenrente angerechnet. Diese Rentenart sei damit "von einer Versicherungsleistung zu einer Fürsorgeleistung" geworden, die nur noch bei Bedürftigkeit gezahlt wird, sagen die Wirtschaftsforscher.

Auch die Frührenten (Altersrente vor dem 65. Lebensjahr, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten wegen Arbeitsmarktlage) gelten als versicherungsfremd - dies umso mehr, seitdem es versicherungsmathematische Abschläge für diejenigen gibt, die vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die "normalen" EU-/BU-Renten (also nicht wegen Arbeitsmarktlage) gehören allerdings zu den Risiken, welche die Rentenversicherung abdecken soll. Rückläufig sind die Ausgaben für Kriegsfolgelasten: 1985 machten sie noch 9,5 Prozent der gesamten Rentenausgaben aus, 2002 waren es nur noch 6,7 Prozent. Auch der Anteil der Anrechnungszeiten wird weiter zurückgehen - weil die Renten auslaufen, bei denen die Ausbildungszeiten großzügig berücksichtigt wurden, und weil Neurentner ab 2005 geringere oder gar keine Anrechnungszeit-Ansprüche mehr erwerben. Rentenzuschläge (etwa für Kindererziehungsleistungen) spielen eine fast untergeordnete Rolle. Ein Teil der Zuschläge ist - ebenso wie die Vereinigungslasten - auf die politisch gewollte deutsche Einheit zurückzuführen. [...]

black01_next.gifKomplett...

Weiteren Überblick erhaltet ihr z.B. hier black01_next.gif»Fakten und Argumente: Versicherungsfremde Leistungen - sachgerecht finanzieren!« und hier black01_next.gif»Versicherungsfremde Leistungen« bei der BfA. Oder sucht eben black01_next.gifselbst!!

Nach Durchsicht kann ich persönlich folgende Punkte festhalten:

Die »versicherungsfremden Leistungen« sind größenordnungsmäßig wahrlich ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.  Man könnte auch sagen: "Daß iss schon 'en ordentliches "Pfund"!! Und ganz egal wie man dazu steht, oder was man davon hält usw., in der "öffentlichen" Diskussion kommt dieser Sachverhalt ungerechtfertigterweise so gut wie gar nicht vor (oder ich hab's nur nicht mitbekommen??)! Ein Fehler!!

Die Definition von »versicherungsfremd«, ist zum Teil recht schwammig und wird -- wie sollte es auch anders sein -- "regelmäßig" staatlicherseits "angepasst".

• Auch scheint mir die dies betreffende "Kritik", mindestens teilweise, eher ein Verschiebebahnhof, denn eine "Lösung". In »Fakten und Argumente...« (siehe Link oben) lesen wir beispielsweise: »Zu den Anrechnungszeiten zählen u.a. Zeiten der Krankheit und Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug. Diese Zeiten sind versicherungsfremd, weil über sie Risiken abgedeckt werden, die anderen Sozialleistungsträgern - der Kranken- und der Arbeitslosenversicherung - zuzuordnen sind.« Rein formell wahrscheinlich sogar korrekt. Nur, was wären die ganz praktischen Auswirkungen, wenn diese Lasten nicht der Rentenversicherung, sondern der Kranken- und Arbeitslosenversicherung zugeschlagen werden würden? Würde "Arbeit" dadurch wirklich "billiger" (?), oder ist dies nicht vielmehr das berühmte "linke-Tasche-rechte-Tasche-Spielchen"?? Wo ist da der gesamtwirtschaftliche (positive) Effekt auszumachen??

1Aber genau dieses "darüber klar sein", stelle ich -- nach meinem Eindruck --  vielfach in Abrede.

 

2"Diese Steuererhöhung ist Gift für die Konjunktur, weil sie die Massenkaufkraft weiter schwächt, und verteilungspolitisch fragwürdig, weil besonders einkommensschwache Bevölkerungsgruppen die Zeche zahlen müssen." [...] "Es handelt sich um einen weiteren Schritt in der Verteilung von unten nach oben" (>>)

Bei allen durchaus berechtigten Einwänden, die Kritiker sollten sich bei Lösungsvorschlägen- und Diskussionen über ein paar Punkte ganz, ganz klar sein1. Meiner Ansicht nach, gibt es genau drei inform_white.gif grundsätzliche Möglichkeiten damit umzugehen:

1.) Die versicherungsfremden Leistungen könnten theoretisch komplett gestrichen werden. Der Aufschrei würde einem Vulkanausbruch gleichen und ist somit wohl kaum eine reelle Alternative.

2.) Sie verbleiben gänzlich in den Rentenkassen. Um diese damit aber per Saldo nicht zu belasten (=kostenneutral für die Rentenkassen), müßte der Bund seine Zuschüsse entsprechend hochfahren. Daraus folgen unmittelbar und zwangsläufig zwei Szenarien:
~ Erhöhung von allgemeinen Steuern, wie beispielsweise der MwSt <==> Wir erinnern uns, was diesbezüglich nicht gerade selten verlautbart wurde2.
~ Erhöhung der Staatsverschuldung. Ein Weg der immer geht , zunächst mal auch "keinem weh tut", und deshalb oft genug auch als weniger "schlimm" angesehen wird. Jedoch führt das selbstverständlich und notwendigerweise wieder zu gerade vorgenanntem Punkt: Steuererhöhungen.

3.) Die versicherungsfremden Leistungen werden völlig aus den Rentenkassen herausgenommen. Im Endeffekt das gleiche Resultat wie unter 2.).

Konkretes Beispiel für 2.) und 3.) aus 2003: »Versicherungsfremde Leistungen wie Mutterschaftsgeld werden künftig aus Steuermitteln finanziert. Zur Gegenfinanzierung wird die Tabaksteuer in drei Stufen um insgesamt einen Euro pro Zigarettenpackung erhöht.« (>>) <=> (Wagt euch bloß nicht, mit dem Rauchen aufzuhören!! )

Und nur um mal die Dimensionen zu verdeutlichen -- bei den Zahlen die da im Raume stehen (Bilb oben). »Grund dafür ist vor allem die geplante Mehrwertsteuererhöhung. Sie allein soll mit 19,4 Mrd. Euro zu Buche schlagen.« (>>) Es stehen also drei Prozenpunkte MwSt-Erhöhung (=18,75%-Erhöhung absolut gesehen) mit geplanten Mehreinnahmen von rund 20 Mrd.€, einer »insg. durch Beiträge fehlfinanzierten« Summe von 83,7 Mrd.€, gegenüber!!! Ganz egal, wie man was berechnet, noch mit einbezieht oder nicht und miteinander vergleicht, die notwendigen Steuererhöhungen, bei kompletter Übernahme durch "den Staat", wären überaus gewaltig und hätten kolossale Auswirkungern!!

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Man kann durchaus berechtigterweise für 2.) oder 3.) plädieren (ich persönlich denke sogar, daß dies, innerhalb des vorhandenen Systems (!!), höchstwahrscheinlich der bessere Weg wäre). Jedoch müssen die dabei entstehenden Konsequenzen völlig klar sein. Und das, wie gesagt, scheint mir oft genug schlicht nicht der Fall zu sein. Auch wenn evtl. im gleichen Maße, oder zumindest annähernd, die Lohnnebenkosten sinken würden, die Folgen wären immens!!

Zu guter letzt, der für mich im Grunde wichtigste Punkt:
Kritik hin oder her, berechtigt oder nicht, eins ist sonnenklar. Wundern dürfen wir uns auf keinen Fall.
Immer wenn der Staat seine Finger im Spiel und Zugriff hat (und/oder ihn sich schafft), geht unvermeidbar der große Verschiebebahnhof los! Wenn man will oder akzeptiert -- und innerhalb dieser Prämisse bewegt sich ALLES bisher gesagte bzw. gezeigte, auch und gerade die vorgestellte Kritik -- daß der Staat für die Organisation derlei Instrumente zuständig ist, dann muß man im Endeffekt auch die ausnahmslos eintretenden "Verteilungsverluste" akzeptieren!! Hart formuliert, ist dergleichen Kritik sogar absolut unangebracht!!! Sie beanstandet nämlich genau das, was sie selbst eigentlich als Grundlage hat. Ein unzulässiger black01_next.gifZirkelschluß!
Wir müssen uns schon entscheiden was wir wollen!! Um es klar zu machen, male ich mal ein wenig schwarz-weiß:
~ Entweder heißt man gut, daß der Staat das System "arrangiert". Dann aber hat man gefälligst auch die logischen Folgen mindestens zu billigen!!
~ Oder man tritt für einen echten Systemwechsel ein (wenn's dafür nicht eh schon zu spät ist, aber egal...). Dann sieht die Kritik allerdings deutlich anders aus, ist aber nichtsdestsotrotz wenigstens glaubwürdig!!
!!! Entweder oder !!!
Im Zweifelsfall wäre doch immerhin die persönliche Wahlfreiheit einem, wie auch immer gestalteten ineffizienten, da monopolistischen, Zwangsverfahren vorzuziehen. Meine jedenfalls ich, für meinen Teil!!

Hoffe euch nicht gelangweilt zu haben !!
 

 


                                Wie Geld nicht funktioniert



Eine meiner Meinung nach durchaus gelungene Grundsatzarbeit! Wer sich neu in der Materie bewegt, sollte ihn sich durchlesen!!

Daran ändert auch nichts, daß auch hier wieder nicht auf die Rolle des Staates eingegangen wird. Zwar schreibt der Autor völlig richtig...

Die Vorraussetzung für das Funktionieren einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist ein funktionierendes Geldsystem. Die Grundlage eines funktionierenden Geldsystems ist Eigentum.

...jedoch geht er nicht weiter auf die Fragen ein, wer das Eigentum besichert, wer die gesetzlichen Grundlagen für Kreditverträge schafft, wer bestimmt, was das Geld für das funktionierende Geldsystem überhaupt ist, usw. usf., wer also die zwingend vorauszusetzende Grundlage der genannten Grundlagen ist -- mit allen bekannten Folgen (Staatsverschuldung, Umverteilung, etc)!! Wie gesagt, trotzdem auch hier wieder ein Schrittchen zu spät "angesetzt" wird, "ab dann" ist aber alles recht empfehlenswert gut erklärt!

black01_next.gif»Wie Geld nicht funktioniert«

  

  POLITIK

 


                                Die Lüge als Instrument der politischen Manipulation



Die Lüge als Instrument der politischen Manipulation/ Die Strategie der Spannung und die Nato

[...]
Dies ist richtig. Man kann Strukturen auflösen und daneben neue aufbauen. Es ist wichtig zu erklären wie in der Strategie der Spannung die Taktik und die Manipulation funktioniert. Dies alles ist illegal.
Aber für die Staaten ist es viel leichter die Menschen zu manipulieren als ihnen zu sagen, dass man versuchen will die Hand über das Erdöl anderer zu legen. Natürlich sind nicht alle Attentate auf die Strategie der Spannung zurückzuführen. Aber es ist schwierig zu wissen welche Terroranschläge durch wirkliche Terroristen ausgeführt werden und welche durch die Geheimdienste manipuliert sind. Sogar jene die wissen dass manche Terroranschläge durch Staaten manipuliert werden um politische Feinde zu diskreditieren, können an eine psychologische Barriere gelangen. Nach jedem Anschlag haben die Menschen Angst, sie sind durcheinander. Es ist sehr schwer zu akzeptieren, dass die Strategie der Spannung, und die Strategie des False flag eine Realität sind. Es ist einfacher die Manipulation zu akzeptieren und sich zu denken: ’Seit dreissig Jahren informiere ich mich und ich habe nie von diesen kriminellen Geheimarmeen gehört. Die Muslime greifen uns an und aus diesem Grunde bekämpfen wir sie.’

Silvia Cattori: Von 2001 an hat die EU Anti-Terror Massnahmen ergriffen. Es hat sich dann gezeigt, dass diese Massnahmen der CIA erlaubte Menschen zu entführen, sie an geheime Orte zu transportieren und zu foltern. Sind die europäischen Staaten nicht ein wenig Opfer ihrer Unterwerfung der USA geworden?

Daniele Ganser: Die europäischen Staaten haben nach den Attentaten des 11. Septembers 2001 gegenüber den USA eine schwache Haltung eingenommen, wie Vasallen. Nachdem sie erklärt hatten, dass geheime Gefägnisse illegal sind, liessen sie es geschehen. Das gleiche mit den Gefangenen von Guantanamo. In Europa wurden Stimmen laut die sagten: ‚Man kann Gefangenen nicht den anwaltlichen Beistand verweigern.’ Als Frau Angela Merkel diese Frage wegen Guantanamo aufbrachte haben die USA ihr klar gemacht, dass Deutschland im Irak mitverwickelt sei, dass ihre Geheimdienste mitgeholfen hatten den Krieg vorzubereiten und deshalb zu schweigen hätte.

Silvia Cattori: In diesem Kontext, in dem es noch viele ungeklärte dunkle Stellen gibt, stellt sich die Frage welche Sicherheit kann die Nato den Völkern, die sie beschützen sollte, noch geben, wenn sie den Geheimdiensten erlaubt, die Bevölkerung zu manipulieren?
[...]

black01_next.gifKomplett...

Zwei Zitate (>>) noch, die zwar keinerlei weitere Kommentare "benötigen", um so mehr aber -- falls nicht eh schon geschehen -- die Überprüfung der eigenen Position bedingen:

»Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um grössere Sicherheit zu bitten. Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.«
Vincenzo Vinciguerra, 1990 wegen Mordes an drei Carabinieri verurteilter Rechtsextremist und Gladio-Mitglied.

»Terror eignet sich mehr als irgendeine andere militärische Strategie dazu, die Bevölkerung zu manipulieren.«
Dr. Daniele Ganser, Historiker und Gladio-Forscher (Quelle: Der Europäer, Jg. 9 / Nr. 6 / April 2005)

 


 APROPOS LÜGEN!!


                                Das Lügennetz über dem Iran


Analyse des österreichischen Autors Malte Olschewski über die manipulierte Berichterstattung über den Iran und seinen Präsidenten Ahmadinedschad (veröffentlicht auch bei 'journalismus - nachrichten von heute') - 22.1.2007

[...] Der iranische Präsident Mahmut Ahmadinejad hatte am 26.10.2005 bei einer Konferenz im Innenministerium nach westlichen Medienberichten erklärt: „Israel muss von der Landkarte ausradiert werden.“ Das Institut MEMRI (Middle East Media Research Institut) hat die Rede genau übersetzt. Dabei hörte sich das Zitat völlig anders an. Ahmadinejad hatte dabei lediglich einen Ausspruch des verstorbenen Religionsführers Ayatollah Khomeini zitiert:

„Unser verehrter Imam hat gesagt, dass das Besatzungsregime einmal aus den Seiten der Geschichte verschwinden muss.

[...] “Das ist nicht die einzige Fälschung. Es gibt kaum eine Äusserung Ahmadinejads zu Israel, die nicht verzerrt oder verfälscht worden wäre. Am 14.12.2005 erklärte er laut DPA: „Der Westen widmet sich dem Märchen vom Massaker an den Juden....“ Unabhängige Übersetzungen lauteten anders: „Einige haben im Namen des Holocausts einen Mythos geschaffen und schätzen diesen sogar höher ein als den Glauben.“

[...] Es gibt eine Reihe anderen Zitate, in denen Ahmadinejad Fragen zum Holocaust stellt, aber nirgends ist eine glatte Leugnung nachweisbar. Es mag sein, dass bei Versammlungen der Chor ertönt: „Marg bar Esrail!“ (Für Israel den Tod!) Doch ist der iranische Präsident klug genug, um nicht in solche religiös populistische Rufe einzustimmen. Aber aus seinen Reden haben die Medien eine ganze Lawine von Schlagzeilen entwickelt:

„Der Staat Israel soll dem Erdboden gleichgemacht werden! (taz)... Kriegserklärung gegen den jüdischen Staat - Irans Präsident fordert die Vernichtung Israels (Berliner Zeitung).... Mit Empörung hat die internationale Gemeinschaft auf den Aufruf des neuen iranischen Präsidenten zur Vernichtung Israels reagiert ... Irans Präsident will den jüdischen Staat von der Landkarte tilgen (Die Welt) ... Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat zur Zerstörung Israels aufgerufen (Der Spiegel) - Irans neuer Staatschef: „Israel von Landkarte radieren!“ (Focus) ... Iran schürt Nahost-Konflikt: „Israel zerstören!“ (N24) usw.usf.....[...]

 black01_next.gifKomplett...


 Nochmal apropos!! Jetzt aber apropos "ausradieren"!!!


(>>)

Tja nun, ein Volk braucht eben Lebensraum!!

Bantustans
Bantustans, so genannte Homelands, ab 1951 für die verschiedenen ethnischen Gruppen und Stämme der Bantu in Südafrika eingerichtet. (>>)

 The South African bantustans:
 

Irgendwelche Flickenteppich-Ähnlichkeiten auszumachen?? Offenbar scheint das die relevanten Personen aber auch nicht im Mindesten zu interessieren! Die haben sich durch die Bank wohlweislich einer gewissen Armbinde mit drei Punkten bedient.

Und am wichtigsten: die black01_next.gifMauer, die offiziell „Trennungsanlage“ genannt wird. In black01_next.gifAfrikaans bedeutet „Apartheid“ Trennung. (>>)

Also bitte!!! Wer wird denn hier so kleinlich sein und etwaige Paralellen auftun?? Ihr Korinthenkacker, Erbsenzähler, Klugscheißer, Schlauberger, Haarspalter, Krümelkacker, Besserwisser, Schlaumeier, Kleinkarierte, Pingelige, Pedanten....die ihr seit!

 

 

 

 


                                Bilderberger



Für die, die nicht wissen worum es sich bei "den Bilderbergern" handelt, sei nochmals ein Artikel verlinkt, der einen schönen Überblick verschafft.

black01_next.gif»Die Bilderberger -- Hinter den Kulissen der Macht«

Auch 2006 fand wieder ein solches Treffen statt. Die Teilnehmerliste ist immer wieder äußerst beeindruckend. Aus Deutschland nahmen unter anderem teil (mehr dazu black01_next.gifhier):

  • Hubert Burda, Verleger und Vorstandsvorsitzender der Hubert Burda Media
  • Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Zeitungen der Axel Springer AG
  • Josef Joffe, Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit"
  • Matthias Naß, stellvertretender Chefredakteur der "Zeit"
  • Friedbert Pflüger, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung
  • Otto Schily, ehemaliger deutscher Bundesinnenminister
  • Jürgen E. Schrempp, bis 2005 Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG
  • Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp
  • Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG

Um den Kern des "Bilderberger-Problems" erneut zu verdeutlichen, zitiere ich aus gleicher Quelle mal den letzten Absatz:

Würde beispielsweise bekannt, daß sich Manager der Fifa, Trainer der Nationalmannschaften, bekannte Spieler, mehrere Schiedsrichter und Sportreporter einmal jährlich unter größter Geheimhaltung treffen, das Interesse an der Fußballweltmeisterschaft würde aufgrund der unweigerlich aufkommenden Vermutungen der Manipulation zweifellos deutlich abnehmen. 


US-Medienunternehmer Haim Saban umarmt Merkel am 13.02.2005 bei der Verleihung des Deutschen Medienpreises in Baden-Baden (>>)

Jeder Schluckauf, jeder Furz den irgendjemand der "oberen Zehnttausend" läßt  -- und dergleichen weltbewegende Dinge mehr --, wird tagelang breit und lang getreten. "Problembären" füllen wochenlang die hiesigen Medien. Davos (World Economy Forum) wird per Live-Schalte rübergebracht. (Nur ganz nebenbei: Bild rechts. Man kennt sich, man neckt sich. Ist DAS die Grundlage für unabhängige Politik?) Wenn sich aber die "Creme de la Creme" der weltweiten Entscheidungsträgern aus allen möglichen verschiedenen, aber entscheidenden Richtungen der Gesellschaft treffen, dann soll das keiner Erwähnung wert sein?? Das kann doch wohl nicht sein!! Wenn so etwas nicht eine rege -- ja vielleicht tatsächlich sogar eine wirklich investigative (Gott bewahre uns davor ) -- Tätigkeit der ach so objektiven Medien rechtfertigen würde, was denn dann?

Offensichtlich wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Denn wagt es trotzdem mal jemand, betreffende Fragen zu stellen, prallen die einfach ab wie ein Flummi.  

Gordon Brown beantwortet Bilderberg-Frage (>>)

Indem er einen unterrangigen Minister die Frage abblocken lässt

Steve Watson, Infowars.net, Tuesday, January 16, 2007

Der britische Parlamentsangehörige Norman Baker hatte bereits Premierminister Tony Blair aufgefordert, Details von den Bilderberg-Konferenzen preiszugeben an denen er bisher teilgenommen hat. Jetzt forderte Baker von dem amtierenden Kanzler der Exchequer und vermutlich nächsten Premierminister Gordon Brown, Details von den Bilderberg-Konferenzen zu enthüllen, bei denen Brown anwesend war.

Bakers Anfrage wurde nun "beantwortet", allerdings nicht von Brown selbst, sondern von John Healey, dem Finanzsekretär. Die Frage und die Antwort sind nun im Protokoll des Parlaments nachzulesen:

Norman Baker: Die Frage an den Kanzler der Exchequer, in welchen Jahren seit 1997 (a) er und (b) andere Finanzminister an Treffen der Bilderberg Group teilgenommen hat.  [115142]

John Healey: Minister des Finanzsektors und Funktionäre haben als Teil der Politikentwicklung Treffen mit einer großen Bandbreite an Organisationen und Individuen im privaten und öffentlichen Sektor. Wie bei vergangenen Administrationen gibt diese Regierung nicht die Details von allen solchen Treffen preis.

Das heißt im Klartext: Die Regierung kann tun was immer sie möchte, sie kann an Treffen teilnehmen um politische Entscheidungen zu formen und umzusetzen mit jeden ungewählten Funktionären und ausländischen Businessgruppen, ohne den Bürgern irgendwas davon zu sagen.
 

  SONSTIGES


!! Überaus beeindruckend und bedenkenswert !!



 Zitate von Bertold Brecht:

Wenn das Volk eine andere Meinung als der Staat hat,
dann suche sich der Staat ein neues Volk.
(>>)
 

Für den Rest bitte black01_next.gifHIER nachschauen

Das große Karthago führte drei Kriege.
Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten.
Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
 

 

 » 14. Januar 2007 « 

 

 

Wie angekündigt, vermutlich die letzte Aktualisierung für die nächsten zwei, drei, vier Wochen!

 

 

  WIRTSCHAFT

 

• »Rentenkasse + Versorgungsemfänger + Beispiel Machterhaltungskosten« (>>)

• »Grundsätzliches zum Debitismus usw.« (>>)

POLITIK

 

• »Wie die USA halfen, den fundamentalistischen Islam zu entfesseln« (>>) • 

 • »Nach Exxon die Sintflut & Klimawandel« (>>) • 

 

  WIRTSCHAFT

 


                                Rentenkasse + Versorgungsemfänger + Beispiel Machterhaltungskosten



Der Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß ich die Daten der Tabellen auf die bis dato angegebenen Zahlen aktualisiert habe (bis einschließlich Okt. '06). black01_next.gifLook at this.... Das allein erschien mir doch ein wenig ärmlich. Deshalb noch ein paar Zusatzinformationen:

Offensichtlich holt auch das "Wirtschaftswunderland" China die "debitistische" Realität so langsam ein: black01_next.gif»China kämpft gegen Riesenloch in der Rentenkasse«

Wohingegen diese Realität in der BRD zur Zeit ganz gut auszusehen scheint: black01_next.gif»Rentenkasse verzeichnet im November Rekordeinnahme«

Zwar nicht ganz zur Rentenkasse passend, aber nichtsdestotrotz keinesfalls zu vergessen (irgend jemand muß ja für den Vermut in der momentanen Weinorgie sorgen ): »Die Versorgungsempfänger« (auch wenn's einigen schon zu den Ohren rauskommen sollte , hier nochmal der Link zu einer ausführlicheren Gesamtbetrachtung: black01_next.gifLink...)

Jetziges Beispiel black01_next.gif»Nachhaltige Finanzierung zukünftiger Pensionslasten im Landeshaushalt von Baden-Württemberg«

Dramatischer Anstieg der Pensionslasten bis 2030
Die Leistungen für die heute rund 86.000 Versorgungsempfänger des Landes werden in den nächsten Jahren dramatisch zunehmen. Bereits heute sind für Pensionen und Beihilfen jährlich fast 3,2 Mrd € (oder monatlich ca. 3100 Euro € pro Versorgungsempfänger) im Landeshaushalt veranschlagt, darunter die Beihilfeleistungen mit 420 Mio. Euro jährlich. Diese Ausgaben werden nach der Prognose der Landesregierung bis zum Jahr 2030 auf jährlich 7,6 Mrd anwachsen.
Diese Pensionslawine gefährdet die langfristige Handlungsfähigkeit des Landes und stellt die künftigen Pensionszahlungen für heute noch im aktiven Dienst stehende Landesbeamte in Frage.
(usw., siehe Link)

Tja ja, "der Staat" und seine Machterhaltungskosten.... Er sorgt für seine Schäfchen, da gibt's nichts. Beispielsweise unsere (am Hindukusch stattfindende ) "Landesverteidigung".

Das Wehrdienstverhältnis der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten endet in der Regel mit Eintritt in den Ruhestand (§ 44 Abs. 1 des Soldatengesetzes (SG)) nach Erreichen der allgemeinen Altersgrenze. Diese liegt zurzeit bei der Vollendung des 61. Lebensjahres. Vor Erreichen dieser allgemeinen Altersgrenze können Berufssoldatinnen und Berufssoldaten mit Ausnahme der Offiziere des Sanitätsdienstes, des Militärmusikdienstes und des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr nach Überschreiten einer besonderen Altersgrenze in den Ruhestand versetzt werden, wenn eine weitere Verwendungsmöglichkeit nicht gegeben ist (§ 44 Abs. 2, § 45 SG). Die besonderen Altersgrenze liegen - abhängig vom Dienstgrad - zwischen dem vollendeten 53. Lebensjahr (Unteroffiziere) und dem vollendeten 60. Lebensjahr (Oberste). (>> & Tabelle)

Aus gut informierten Kreisen (=Vater , selbst unfreiwillig (!!) mit 53 pensioniert worden) weiß ich, daß diese "besondere" Altersgrenze alles andere als "besonders" ist. Vielmehr stellt sie im Grunde den Regelfall dar. Begründet wird dies dann u.a. wie folgt:

Der DBwV möge sich dafür einsetzen, dass die Zeiten der Teilnahme an Auslandseinsätzen auf das jeweilige Pensionsalter von Soldaten und gleichzeitig als ruhegehaltfähige Dienstzeit gem. § 25 Abs. 2 SVG angerechnet werden, sodass sich deren Gesamtdienstzeit entsprechend verringert ohne Abflachung der Versorgungsbezüge. (auch die Unmenge an anderen Forderungen und "Empfehlungen" sind wahrlich nicht von schlechten Eltern >>)

Auch nicht schlecht! Das sollte sich mal ein Kumpel von mir zum Beispiel nehmen, der beruflich, je nach dem, insgesamt mehrere Wochen bis ein paar Monate im Jahr im Ausland unterwegs ist. Mal sehen, was sein Chef und die Rentenkasse dazu sagen würden!!!

Auch wenn es zur Zeit niemand hören mag, es gibt kein entrinnen. Die Abschlußrechnung kommt irgendwann auf den Tisch. Und irgendwann wird meiner Meinung nach nicht erst der Zeitpunkt meiner Rentenansprüche sein (in ca. 30 Jahren).

Apropos Abschlußrechnung. Dergleichen gab es selbstverständlich eine ganze Menge in der Geschichte. Einen kleinen Überblick verschafft black01_next.gif»Fallende Weltreiche und ihre Währungen«, wobei ich dazu zwei kurze Anmerkungen machen möchte. Erstens: Auf Seite drei ist die Rede von »Markkräften, die Bretton Woods zum Einsturz brachten.«. Bei den genannten Marktkräften handelt es sich meiner Ansicht nach eher um Staatskräfte. Denn erst der "Einsturz" ermöglichte es den USA, die weitere Finanzierung (Verschuldung) für den Vietnam-Krieg hochzufahren. Zweitens: Ich möchte hinweisend dazu anhalten, die letzten Abschnitte -- dort, wo es um die weitere Entwicklung von Gold und Silber geht -- zumindest kritisch zu betrachten. Denn der Autor ist »Manager Tell Gold & Silber Fonds«.

 

 


                                Grundsätzliches zum Debitismus usw.!!


Dem Vorthema angepasst und weil ich ja, wie angekündigt, berufsgeschuldet vermutlich ein paar Wochen nichts mehr von mir hören lassen werde und ich jetzt auch keine Zeit mehr habe, möchte ich nochmals ein paar "Schriftstücke" zu grundsätzlichen Aspekten loswerden. Bei diesen "Schriftstücken" handelte es sich ursprünglich um Maildokumente (alles im original Wortlaut), die ich irgendwann mal als Antwort verfasst hatte. Ist ein bißchen viel zu lesen, aber ihr habt ja laaaaaaange Zeit !

Ich bitte jedoch zu bedenken, daß es sich dabei um meine Gedankengänge, Interpretationen und Sichtweisen usw. handelt. Übt also Nachsicht und habet Verständnis !! Trotzdem, vielleicht bringt es dem Ein oder Anderen ja was, auch wenn ich hier und da möglicherweise etwas "unsauber" argumentiert haben sollte. Wie gesagt, just my 2 Cents!!!
Im Folgenden gilt: • Erwähnter Michael bin ich!   |   • In diesen Fällen: Alles weinrote ist von mir!!

black01_next.gif»KLICKKLACK 1«

black01_next.gif»KLICKKLACK 2«

Und wer das alles jetzt tatsächlich durchgearbeitet haben sollte, kann nun auch folgende Meldung "besser" einordnen:

black01_next.gif»Liberty Dollar unter Druck der US-Behörden«

 

 

  POLITIK

 


                                Teuflisches Spiel – «Devil’s Game»



 Wie die USA halfen, den fundamentalistischen Islam zu entfesseln

Einer DER zentralen Sätze für mich ist dieser: »Religion war für ihn ein simples Werkzeug zur Verfolgung machtpolitischer Interessen.« -- bedeutet, nicht NUR bezogen auf Religionen, instrumentalisieren!!! Wie wir immer wieder sehen, funktioniert daß auch nach wie vor bestens (Beispiel "Karikaturenstreit" usw.). Allenthalben -- auf allen Seiten --  wird auf die spinnengleichen Zampanos hereingefallen.

Abgesehen davon, ist der Artikel natürlich auch deshalb interessant -- mehr oder weniger bildlich gesprochen:

 ...das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." (Siehe vollständig black01_next.gifhier)

Wobei ich mich unentwegt am fragen bin, wie das regelmäßig erneut passieren kann. Macht wird einem in letzter Konsequenz immer gegeben, niemals wird sie sich genommen. Mindestens ganz sicher auf Staatenebene. Brezel-Bush -- nur als Beispiel -- maschiert schließlich nicht selbst ein!! Ohne eine Mindestzahl von (weltweiten??) Mitläufern, Abnickern und Jasagern usw. wäre es schlicht unmöglich. Wie zum Teufel kommt diese Mindesanzahl immer wieder zustande??

Na ja, sei es wie es sei, es folgt der Link:

black01_next.gifTeuflisches Spiel – «Devil’s Game»

Offensichtlich klappt es auch diesmal wieder. Es geht bereits los: black01_next.gif»US-Soldaten stürmen iranisches Konsulat im Irak«. Aber das ist selbstverständlich nur zur Befriedung des Iraks gedacht. Ganz genau so wie die black01_next.gifUS-Truppenverstärkung im Irak. Wer diesbezüglich eher in Richtung Iran denkt, kann nicht ganz bei Sinnen sein. Spielt aber eigentlich auch keine Rolle! Denn die, wie wir ja ohne Unterlaß eingehämmert bekommen, sind ja sowieso die Bösen und hätten es eh verdient!!

Zwei weitere Links zum Thema -- mit recht deutlichem Inhalt.
• Bei black01_next.gif»Lammert in Israel« dürfen wir zur Kenntnis nehmen, daß »Viele in Israel dagegen mittlerweile auf eine militärische Lösung setzen. Dies wurde klar beim Gespräch mit Oppositionsführer Benjamin Netanjahu, der für einen Präventivschlag gegen den Iran plädierte - mit deutscher Beteiligung. Bei einer solchen Aktion sei ein Parlamentsvorbehalt, wie es ihn in Deutschland gebe, eher hinderlich, belehrte Netanjahu den Bundestagspräsidenten. Lammert gab sich zurückhaltend und erklärte, dass zur Abschaffung des Parlamentsvorbehalts eine Verfassungsänderung notwendig wäre, die nach den Erfahrungen mit dem Irak-Krieg aber keine Aussicht auf die erforderliche Mehrheit hätte.« Dreister geht's nimmer. Wir dürfen gespannt sein, wie lange sich, aufgrund der allanwesenden und kritiklosen "historischen Pflichtverantwortung" gegenüber Israel, genannter Parlamentsvorbehalt noch halten kann.
• Bei black01_next.gif»Bush steuert auf den großen Endkampf zu« können wir, ganz typisch »Die Welt«, erfahren: »Theoretisch hat die Strategie Charme, doch in der Praxis fehlen ihr zwei Voraussetzungen: positive TV-Bilder und sichtbare Verbündete in der Region.« Der Fehler liegt also nicht im grundsätzlichen Vorgehen -- nein nein, damit ist alles in Ordnung --, das Falsche daran sind nur ein paar begleitende Parameter, die nicht so richtig "laufen". Würden die noch hingebogen, dann ... ja dann würde aus dem theoretischen Charme doch glatt eine ganz praktische Glanzstrategie. Dann wäre alles in Ordnung.

Vor einem Dreivierteljahr bekam ich mal ein Mail, in dem geschrieben stand: »Auch wäre das für die Glaubwürdigkeit einiger Phamplete die Du verlinkst sehr wichtig auch mal später zu recherchieren was aus so manchem Szenario überhaupt geworden ist.« Ich weiß nicht mehr, wann u.a. ich das erste "Pamphlet" zu einem möglichen Iran-Angriff o.ä. verlinkt habe, aber es sieht zumindest im Moment so aus, als ob auch diesbezüglich mal wieder was dran zu sein scheint. Die überwiegende Mehrzahl der einschlägigen "Mainstreammedien" kommt jedenfalls -- wenn überhaupt -- immer erst aus ihren Löchern, wenn's überhaupt nicht mehr anders geht, oder/und wenn »positive TV-Bilder« gefordert sind.

»Paranoia, das heißt doch nur, die Wirklichkeit realistischer zu sehen als andere.«    (Filmzitat aus »Strange Days«)

Dem gibt's nicht hinzuzufügen, außer des mittlerweile leider schon obligatorischen  und der Hoffnung, daß das alles großer Quark ist!!

 

 


                                Nach Exxon die Sintflut & Klimawandel



Seit Jahren bemüht sich der weltgrößte Ölkonzern, die Öffentlichkeit mit millionenschweren Kampagnen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu täuschen

black01_next.gif»Nach Exxon die Sintflut«

Klingt zunächst mal recht eindeutig! Ist es das aber auch wirklich??

Nicht daß ich besagten -- und sämtlich allen anderen -- Großkonzernen auch nur einen Millimeter über den Weg traue (ich tanke z.B., wenn es nur irgendwie geht, immer bei freien Tankstellen o.ä.). Aber, wie das nun mal so ist, gibt es auch hierzu durchaus differenzierte Sichtweisen. Beispielsweise hier:

black01_next.gif»Klimawandel, Apokalypse und der Staat: Eine nüchterne Betrachtung«

[...] Ein ähnlicher Mechanismus existiert bei Wissenschaftlern, die vom Staat beauftragt sind. Gerade beim Thema Klimawandel hat das Resultat einer wissenschaftlichen Untersuchung ausschlaggebende Auswirkungen auf das Handeln des Staats. Wenn herausgefunden wird, dass der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hat, kann der Staat nichts machen. Wenn aber das Gegenteil herausgefunden wird, dann hat der Staat nach der verbreiteten Ansicht eine Handlungslegitimation. Der Staat muss zur Rettung eilen! [...]

Zum Grundthema »Klimawandel« kam vor kurzem eine Sendung im ZDF (Joachim Bublath), die ich recht gelungen fand. Und zwar deshalb, weil sie für mich mehr ausgewogen daherkam, als das meiste, was ich bis dato in der Richtung gesehen/gehört habe (was, zugegebenermaßen, noch nicht übermäßig viel ist). Als "mainstream-konträres" Beispiel können wir dort unter anderem folgendes Erfahren:

Treibhauseffekt durch Wälder?
Für die Klimaforscher hat die Natur noch andere Überraschungen parat - zum Beispiel bei den Treibhausgasen. Der Ausstoß von Kohlendioxid wird in den Klimamodellen mit Vorgängen verrechnet, die das Treibhausgas absorbieren. So etwa mindern Pflanzen durch ihr Wachstum den Kohlendioxidgehalt. Im Kyoto-Protokoll bewertet man deshalb große Waldflächen als positiv.
Neuere Forschungsergebnisse zeigen jedoch die Pflanzen in einem anderen Licht. Zwar entziehen sie der Atmosphäre durch ihr Wachstum Kohlendioxid. Doch etwas wurde bislang völlig übersehen: Pflanzen produzieren auch das viel stärkere Treibhausgas Methan. Einige Forscher schätzen inzwischen, dass die tropischen Wälder für rund ein Drittel des gesamten globalen Methanausstoßes verantwortlich sind. Damit wandelt sich das positive Bild.

Ach so, jetzt hätte ich beinahe den Link vergessen ... black01_next.gif»Rettung für das Klima?« (inkl. mehrerer Unterpunkte, die die eigentlich interessanten Sachverhalte enthalten!!). Sollte sich lohnen, dort reinzuschauen!!

Und um die Verwirrung komplett zu machen, noch ein Forenbeitrag.

Die Daten dieser Graphik wurden mittels einer sog Eiskern-Bohrung in Vostok (Antarktis) ermittelt und 1995 von J. R. Petit et al. in einem Aufsatz mit dem Titel „Climate and atmospheric history of the past 420,000 years from the Vostok ice core, Antarctica“ in dem Wissenschafts-Magazine “Nature“ publiziert und steht im Zentrum der historischen Zusammenhänge. Die Daten (auf komplizierte Weise gewonnen – siehe Link oben) zeigen eine beinahe perfekte Korrelation zwischen atmosphärischem CO2 (oben –blau) und den Temperaturen (unten – schwarz) der vier betrachteten Eiszeitzyklen. Zur Erinnerung: Eine statistische Korrelation sagt zunächst nichts über einen Kausalzusammenhang aus; vielmehr misst ein Korrelationskoeffizient lediglich die mathematische Beziehung zwischen zwei Variablen!

Der Fall schien klar der Bösewicht – das Kohlendioxid – war festgenagelt. Genau das sagt die Graphik zwar nicht, aber das kümmerte niemanden, weil der sog. Treibhauseffekt von Kohlendioxid schon seit dem 19. Jh. bekannt war (Jean-Baptiste Fourier > Gustav Kirchhoff > John Tyndall > James Clerk Maxwell > Ludwig Boltzmann > Svante Arrhenius).

Die Sache hatte nur einen kleinen Haken: Bei genauerer Analyse der Vostok-Daten (z.B. Fischer et al., 1999 in „Science“ oder , Mundelsee, 2001) stellte sich heraus, das erst die Temperatur anstieg und dann das Kohlendioxid. Der zeitliche Abstand dieser beiden Entwicklungen betrug 1.300 (plus/minus 1.000) Jahre. Wie also konnte das Kohlendioxid ursächlich für den Temperaturanstieg dieser Jahre sein? Zusätzlich ergaben diese Untersuchungen, dass das Eisvolumen noch langsamer reagiert als das Kohlendioxid – nämlich 2.300 (plus/minus 1.300) Jahre später.
[...]

 

Hier schauen wir ab Beginn des Kambriums auf ca. 550 Mio. Jahre Erdgeschichte. Im Pleistozän (ganz rechts) beginnt die Gattung Homo ihr Unwesen und der kleine Anstieg der Temperatur ganz rechts repräsentiert (nach dem letzten Teilstrich) das sog. Holozän – grob die letzten 10.000 Jahre. Unschwer ist zu erkennen, dass wir (homo sapiens) erdgeschichtlich bisher in einer der längsten kälteren Perioden mit leicht ansteigenden Temperaturen gelebt haben von der (der oben bereits zitierte) Petit sagt: „As judged from the Vostok record, the long, stable Holocene is a unique feature of climate during the past 420 kyr, with possibly profound implications for evolution and the development of civilizations.“ (S. 435). [Übers.: Aus Sicht der Vostok Daten geurteilt ist das lange, stabile Holozän eine einzigartige Klimaphase der letzten 420.000 Jahre mit wohlmöglich weitreichenden Konsequenzen für die Evolution und die Entwicklung von Zivilisationen.]

black01_next.gifKomplett: »Hexenjagd – mal wieder«

Resümee? Hab kein's im Angebot!! Deshalb sei mir erlaubt, als Schlußwort den letzten Absatz aus dem zweiten Link zu verwenden. Ich denke, er bringt es noch am ehesten auf den Punkt:

Leider beantwortet das alles die Frage nach dem menschlichen Einfluss auf das Klima nicht. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich die wissenschaftliche Wahrheit – wie auch immer sie lauten mag – eines Tages durchsetzten wird. Bis dahin  ist es aber bestimmt kein Fehler, wenn man nicht sinnlos Energie verbraucht.

 

 » 06. Januar 2007 « 

 

  WIRTSCHAFT

 

• »"Neues von der Kreditfront (November '06)" + "Politikergewäsch, bei dem wir uns über gar nicht mehr wundern müssen"« •

 

!!! Wünsche allen ein schönes neues...!!!
 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                Neues von der Kreditfront (November '06)



+ »Politikergewäsch, bei dem wir uns über gar nicht mehr wundern müssen«!!
 

Heute ausnahmsweise mal in einer ausgelagerter Datei und deshalb verlinkt:

black01_next.gif»Neues von der Kreditfront (November '06)« + »Politikergewäsch, bei dem wir uns über gar nicht mehr wundern müssen«!!

Ansonsten möchte ich nur noch an meine Aussage vom "Vortag" erinnern. Leider hat sich daran nicht geändert!

Bis dahin...schöne Grüße vom MARSCH!!

 

 

 » 21. Dezember 2006 « 

 

  WIRTSCHAFT

 

• »Staatsschulden sind keine Privatschulden« •

• »Quarks & Co. zum Zweiten« (>>) • 

SONSTIGES

 

• »Das Ende der Verantwortung!« (>>) • 

 

 

Neues vomblack01_next.gifBig Brother!

  

 

IN EIGENER SACHE!!

Ich danke ganz, ganz herzlichst dem »anonymen, treuen Leser und Briefschreiber«!!!! Gehe ich recht in der Annahme, daß du nichts dagegen hast, wenn ich mich damit an black01_next.gifdiese hier wende? Ich setzte dein Einverständnis einfach mal voraus. Wird schon passen! Nochmals, vielen Dank!!! Ich werde mich auch zukünftig weiterhin bemühen!!

Apropos bemühen!
Für etwaig nicht beantwortete Mails (black01_next.gifmein Hirn), Dreckfuhler und Schreibrechtsfehler , beschissene Formatierungen und Formulierungen, evtl. ausgelöste Langeweile, Themenverfehlungen, Verständnis- und Erklärungsprobleme meinerseits, logische Fehler, falsche Sichtweisen, tote Links, Erdbeben und schlechtes Wetter (ach ne, Tschuldigung, das war ja die CIA ) die black01_next.gifSchlechtigkeit der Welt, usw. usf. etc...eben für all das, was ich zwar zu vermeiden versuche, sich aber irgendwie nicht vermeiden läßt, bitte ich um Verzeihung und Nachsicht!! Ich kündige hiermit schonmal an, daß dies auch zukünftig nicht ausbleiben wird . Es aber in halbwegs akzeptablen Grenzen zu halten, werde ich mich auch weiterhin bemühen!!

Ausdrücklich bedanken möchte ich mich auch noch bei allen, die mich -- gewissermaßen -- "unterstützt" haben. Sei es per Mail, durch gelegentliches vorbeischauen (ohne daß ab und an jemand mitliest, wäre daß äußerst motivationstötend), oder wie auch immer sonst!! Mercieeeeee!!!

Ich wünsche allen von ganzen Herzen frohe und friedvolle Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Dies schon jetzt, da ich mich in die "Winterpause" verabschiede. Ein bißchen Abstand gewinnen, kann nicht schaden!! Wie lange kann ich leider nicht genau sagen. Wahrscheinlich (wie sicher, weiß ich allerdings noch nicht) folgt Ende der 1.KW 2007 noch ein hiesiges "Update".
---- Danach Fische ich aktualisierungsmäßig allerdings noch mehr im Trüben. Aus beruflichen Gründen werde ich, wenn's "schlecht" läuft, eventuell erst wieder Anfang/Mitte Februar zu was kommen können. Ich will aber nicht zu viel versprechen , ich weiß es einfach noch nicht genau. Jedenfalls, falls ich bis dahin wirklich nichts von mir hören lasse, bitte nicht wundern. Ansonsten bleibt nur, immer mal vorbeizuschauen. Vielleicht klappt ja doch was. Genauer geht's von meiner Seite im Augenblick nicht! Sorry!! ----

Also, ich begebe mich ins temporäre Nichtstun . Vorher jedoch noch kurz ein aufmunternder Seelenschmeichler: 

 »Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.«
Xhosa (Südafrika, Botswana und Lesotho) (>>)

 In diesem Sinne: schönes Leben, bis nächstes Jahr!!

P.S.:
Mehr als das, was ihr halt eben unten seht, habe ich einfach nicht mehr hinbekommen. In der Tat habe ich die Pause dringend nötig. Kennt ihr das Gefühl, daß der Kopf mit Watte verstopft zu sein scheint und irgendwie nichts mehr richtig reinpasst und gescheit verarbeitet werden kann? An diesem Punkt bin ich gerade.

 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                Staatsschulden sind keine Privatschulden



Anmerkungen vorab:

Den Originalartikel könnt ihr black01_next.gifhier einschauen.

Ich konnte mich einfach nicht zurückhalten... Als ich den Artikel las, kam mir spontan das Wort "Volksverdummung" in den Sinn. Vielleicht ist das ein bißchen heftig gedacht, möglich. Nichtsdestotrotz sah ich mich deshalb "genötigt", ein "wenig" ausführlicher darauf einzugehen. Ursprünglich wollte ich allerdings eigentlich nur zu dem Unterpunkt »Hinzu kommt noch die Inflation« ausgiebiger schreiben, weshalb ihr diesen Punkt als Hauptpunkt ansehen könnt. Von daher black01_next.gifhier der direkte Link dort hin. Die Kommentare zum Rest sind quasi nur belangloses Beiwerk , für die Hardcore-Vielleser unter euch .

Selbstverständlich und wie immer handelt es sich um meine Meinung. Unnötig zu erwähnen, niemand muß ihr folgen!!
Wie auch immer, meine Meinung ist, daß dergleichen Texte, gelinde formuliert, eher verharmlosenden Nebelkerzen gleichen, denn ernstzunehmender Information. Aber macht euch selbst ein Bild. Ich hoffe jedenfalls, daß ich halbwegs für sinnvolle und informative "Unterhaltung" sorgen kann/konnte.

 

P.S.: Sarkasmus und oberlehrerhaftes Gebahren gehen voll zu meinen Lasten. Auch auf die Gefahr hin, hier und da daneben liegen zu können, manchmal muß es eben und trotzdem raus...

 

Staatsschulden sind keine Privatschulden

von Jochen Steffens

[...]

Schulden und Ertrag

Es geht letzten Endes darum, ob Schulden für Investitionen oder für „Nichts“ aufgenommen werden.

Knapp vorbei!! Nicht für "Nichts", aus dem "Nichts" !!

Privatschulden sind, sofern nicht ein Gegenwert (z.B. Haus) vorhanden ist, gefährlich. Wenn Sie allerdings ein Haus damit abbezahlen, das einen entsprechenden Gegenwert hat, die monatliche Belastung nicht allzusehr die finanzielle Freiheit einschränkt, sind Schulden sogar vernünftig. Sie investieren ihre ehemalige Miete zum Teil in ihr eigenes Vermögen. Ansonsten wäre die Miete weg, sinnloses Geld. Die Miete kann aber die Zinsbelastung und die normalen Kosten eines Hauses im Verhältnis zum aufgebauten Vermögen finanzieren. Also, man macht zwar Schulden, verdient (oder spart) dadurch unter dem Strich Geld. Zudem sind gesamtwirtschaftlich betrachtet keine Schulden vorhanden (Gegenwert des Hauses).

 "Vermögensbildung" auf japanisch!!

Unterschwellig vorausgesetzte "Unterstellung", daß der Gegenwert auch tatsächlich immer "entsprechend" ist und, vor allem, bleibt. Zugegebenermaßen könnte man auf diese Idde angesichts der black01_next.gifEntwicklung des letzten Jahrzehnts schon kommen, und ganz sicher gibt es "dümmere" Gründe Schulden zu machen (insofern hat er ja in gewissem Maße recht). Aber erstens zeigt die Graphik (Link Entwicklung) auch, daß dies durchaus anders sein kann (siehe zusätzlich rechts) und zweitens ist mir, genau aufgrund dessen, die gewählte Formulierung des Hr. Steffens einfach viel zu "harmlos" und eindimensional. Was aus den »"gesamtwirtschaftlich nicht vorhandenen Schulden" und seinem "Gegenwert des Hauses"« wird, wenn die gesamtwirtschaftliche Neuverschuldung mal wieder rückläufig werden sollte, wird ihm dann jede/r verschuldete/r Hausbesitzer/in schmerzlich beantworten können.

Wenn Sie jedoch Schulden machen, um sich ein teures Auto zu kaufen, damit Sie der Frau des Nachbarn imponieren können, dann beinhaltet das Auto keine „Investition“ im Sinne eines Ertrags. Das Auto wird an Wert verlieren UND Sie müssen noch Zinsen zahlen. Sie verlieren also auf zwei Seiten Geld. Solche Schulden sind absolut unnütz und auch aus diesem Grund gefährlich. Gleiches gilt für alle Schulden, die für Konsumgüter genutzt werden. Sie erhalten nichts „zurück“, Ihre Investition erwirtschaftet keinen Ertrag.

Schulden unnütz? Grundgütiger!!

Unternehmensschulden sind hin und wieder wichtig

Hin und wieder wichtig? Wie "niedlich"!!! Ich hätte in diesem Zusammenhang gerne die Frage beantwortet, ob Löhne und Gehälter auch nur hin und wieder wichtig sind. Die Unternehmen sind -- neben dem Staat, anderes Thema -- die einzig möglichen "Erstschuldner" (bei "Bedarf", Lust und Zeit bitte black01_next.gifhier nachlesen). Ein hin und wieder bei denen, würde bei allen geradewegs in den Sumpf führen.

Etwas anders sehen Schulden bei Unternehmen aus: Hier kann man Schulden auch als Investitionspotenzial sehen. Also die Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen, zu expandieren, notwendige Schritte gegen die Konkurrenz einzuleiten oder neue Geschäftsfelder zu erschließen, um sich breiter aufzustellen. Ein Unternehmen zu führen, ohne Schulden zu machen, ist sicherlich ein ehrenhaftes Ziel, aber anders geht es einfach schneller. Natürlich ist auch hier das rechte Maß von großer Wichtigkeit.

Staatschulden sind ganz anders

Ganz anders verhält es sich jedoch mit Staatsschulden. Und hier liegt der große Unterschied, der oft in Diskussionen übersehen wird:

Recht hat er !!!

Der Private aber auch das Unternehmen „verlieren“ die Zinsen, diese sind einfach weg.

Einfach weg? Ob er zu den Unternehmen wohl auch die Banken mit knapp 700.000 black01_next.gifBeschäftigten mitzählt, die ganz genau von diesem "einfach weg" leben? Wir wissen es bis auf weiteres nicht!!

Wie kann es bei "einfach weg" dann einen black01_next.gifStatistikposten "Empfangene Zinsen" geben? Keine Frage, die Privaten und "nichtfinanziellen" Unternehmen sind insgesamt Nettozinszahler. Aber "einfach weg" ... ts ts ts, wo er doch später selbst von "Kreislauf" spricht...

Sie müssen also die Schulden so gut investieren, dass sie diesen „Verlust“ ausgleichen. Das ist jedoch beim Staat anders.

Und wieder: Recht hat er !!! Der Staat läßt die Zinsen/Schulden nämlich einfach stehen ohne dafür zu leisten -- und/oder leisten zu lassen.

Der Staat leiht sich Geld über Staatsanleihen, Bundesschatzbriefe, kommunale Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere. Er leiht sich also quasi bei der eigenen Bevölkerung Geld und dafür erhält die eigene Bevölkerung Zinsen.

Grundsätzlich durchaus richtig!! Nur...

...ist die Wortwahl »die Bevölkerung«, zumindest in dieser Umfänglichkeit, einigermaßen irreführend. Wie viele Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger werden -- ob nun indirekt (Versicherungen, Fonds o.ä.) oder direkt sei mal dahingestellt -- etwas von staatlichen Zinszahlungen haben? Keine Frage, Staatspapiere sind sehr wohl in der "breiten" Bevölkerung "unterwegs". Wie "breit" ist »die Bevölkerung« aber? Nur so zum Nachdenken: 
»Steuerzahler und Zinsempfänger sind ein und dieselbe Person. Diese Aussage muß berichtigt werden, wenn man beachtet, daß Steuerzahler alle Bürger des Staates sind. Geld zum Verleihen haben in der Regel nur die Bessergestellten und die bekommen dann auch die Zinszahlungen des Staates. In diesem Sinne bewirkt die Staatsverschuldung eine Umverteilung von Arm zu Reich.« (>>)

...finde ich es erstaunlich, daß Herr Steffens die Zinsen der Privaten und Unternehmen »einfach weg« sieht, die des Staates aber als Einnahmen der Bevölkerung deutet. Da passt was nicht zusammen...!!

Nur der Staat ist doch eigentlich nichts anderes als die eigene Bevölkerung!

Wenn es doch nur mal so wäre (großer Seufzer)!!

Er zahlt also die Zinsen quasi an sich selbst.

Aha!! Wie hat er es dann geschafft, trotzdem 1,5 Bio. Euro Schulden (ohne zukünftige Pensionsverpflichtungen usw.) anzuhäufen? Vielleicht sollte mal jemand dem Staat bescheid geben, daß das eigentlich gar nicht sein kann!!

Das ist jedoch nicht alles: Diese Zinserträge fließen nämlich in den „normalen Kreislauf des Wirtschafts- und Steuersystems“.

Wie gesagt, selbstverständlich ganz im Gegensatz zu denen der Privaten und Unternehmen...das sind die bösen Zinsen!

Diese Zinserträge werden dann auf vielfältige Art und Weise teilweise mehrfach besteuert. Unter anderem in der letzten Konsequenz sogar auch noch einmal über den Konsum (Mehrwertsteuererhöhung) oder wenn die Zinserträge in Löhne fließen (z.B. bei den Banken) etc.

Frage: Wenn der Staat »die Zinsen quasi an sich selbst« zahlt, heißt das dann, daß er dann von den zur Zeit knapp black01_next.gif70 Mrd.€ im Jahr, auch wieder die ganzen 70 Mrd.€ durch Besteuerung zurückbekommt? Und wenn nicht, was ist dann