WIRTSCHAFT

»Maastricht-Kriterien / Rentenkassen« (>>)

 »Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null")« (>>)

POLITIK

»EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel« (>>)

WIRTSCHAFT

»US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien« (>>)

 »Fetish contra Mantra (ein bißchen was zu "Geld")« (>>)

POLITIK

»Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne« (>>)

»Palästina (Gaza, Hamas etc.« (>>)

WIRTSCHAFT

  »Neues von der Kreditfront (April 07)« (>>)

»Der Leit"zins"« (>>)

POLITIK

»Afghanistan« (>>)

»23 Punkte zur EU-Verfassung« (>>)

 WIRTSCHAFT

  »Einführung in das Rechtsystem der geordneten Anarchie« (>>)

»Raus aus der (Arbeitslosen-) Statistik« (>>)

»Schuldsklave« (>>)

»DAY-Chart« (>>)

POLITIK

»Neocon Zoellick soll Chef von Weltbank werden / G8-Gipfel (Genua 2001)« (>>)

»CO2-Schwindel - Teil IV« (>>)

»RCTV Venezuela, Desinformation via DPA und AFP« (>>)

»Warum ich die Demokratische Partei verlasse« (>>)

WIRTSCHAFT

  »Versorgungsempfänger - (Personal)Ausgaben des Staates + Statistiktrickserien« (>>)

»Autos kaufen keine Autos« (>>)

»Bank Lending Survey« (>>)

POLITIK

»Kampf der Kulturen« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (März '07)« (>>)

  »Debitismus ultrakurz und Reaktionen darauf« (>>)

POLITIK

»Stadionpläne: Finanzpolitischer Offenbarungseid [Mainz]« (>>)

»Die modernen Kreuzritter der USA« (>>)

SONSTIGES

»Antwort vom Bundesverkehrsministerium« (>>)

  

 » 07. Juli 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»In der Demokratie geht die Macht vom Volke aus, doch häufig kehrt sie nicht zu ihm zurück.«

HELLMUT WALTERS

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

(08.07.07)

!! In eigener Sache !!
(!! Muß leider sein, SORRY !!)

 

Seit geraumer Zeit schwirren unmengen an Gästebucheinträgen durch's Netz, innerhalb derer unter anderem auf meine Seite verlinkt wird. Dabei tauchen häufig die gleichen Namen auf:

Einige Beispiele:

black01_next.gif
»Alexander Müller«
black01_next.gif»Germar Rudolf«
black01_next.gif
»Anastasia Berkhoff«
black01_next.gif»Lothar Kannegiesser«

Mir ist das zwar schon anhand meiner Domain-Statistiken aufgefallen; aber gut, weitere Gedanken habe ich mir darüber auch nicht gemacht! Warum auch, ist ja zunächst mal nichts dabei! Nun hat sich aber just obengenannter Alexander Müller am 05.07.07 auch bei mir selbst ins black01_next.gif»Gästebuch« eingetragen:

»Da mir die Seite hier ausserordentlich gut gefällt habe ich einen direkten Link von miprox auf meine Seite gesetzt. Deshalb ist Ihre Seite jetzt so stark besucht, auch wegen der Gästebucheinträge unserer Mitglieder für miprox. Viele liebe Grüße aus Hannover von Alex www.zdd.dk«

Tja, und damit hat's dann auch bei mir endlich Klick gemacht!! Offensichtlich läuft da 'ne ganz große "Mobilmachung". Denn erstens, schauen wir uns die Einträge in den Massen an Gästebüchern mal genauer an (obigen Links folgen und durchklicken!), sehen wir auch noch unter vielen anderen Namen (Pseudonymen) verdächtig ähnlich aussehende und inhaltliche Einträge. Und zweitens taucht dabei immer wieder z.B. ein Link - neben vielen anderen "Seltsamkeiten" - zu der Seite black01_next.gif»http://www.bfed.dk/« ("Bund für echte Demokratie") auf. Diesbezüglich fand ich dann dies:

»Als Mitglied einer "KRR" kann man Dipl.-Ing. Norbert Steinbach nicht bezeichnen. Der von ihm gegründete "Bund für echte Demokratie" (BfeD) ist eher ein Sammelbecken für Menschen, die sich selbst als "Justizopfer" bezeichnen. [...] Auch wenn es zunächst so aussehen mag: der BfeD ist mithin beileibe kein Soloprojekt des Herrn Steinbach. Auf der Internetseite des BfeD finden sich Kontaktadressen von Mitgliedern aus Deutschland, ja sogar aus Europa. [...] Steinbach war kurze Zeit Mitglied der "Schill"-Partei, bis er dieser zu extrem und ausgeschlossen wurde. In dem Beschluß des Partei-Schiedsgerichts vom 21.10.2002 (1 S 110/02) heißt es u.a.

"Selbst wenn der Antragsgegner grundsätzlich das Recht zur freien Meinungsäußerung hat, zeigen seine Behauptungen und seine Ausdrucksweise eine menschenverachtende Gesinnung und ein Vergreifen in der Wortwahl."

Auf den Internetseiten seines BfeD befinden sich neben einem "Pranger" u.a. für Richter/innen und Staatsanwälte weitere antisemtische Texte; hier zeigen sich zumindest ideologische Verbindungen zu Horst Mahler, den er gerne zitiert. Außerdem hängt Steinbach der "Chemtrail"-Verschwörungstheorie an. Für Steinbach stecken natürlich die "Zionisten" dahinter, welche die Menschen vergiften wollen...[...]

black01_next.gif»Komplett...«

Interessant hierzu auch noch ein Artikel von Telepolis (2005): black01_next.gif»Bitte sofort die Fenster schließen!«

»[...] So startete sie um die Jahreswende eine bombastische Aufklärungskampagne. Nein, nicht auf der Straße oder vor Arbeitsämtern und Schulen, das wäre wegen der Volks-Vergasung, die diesmal ja von oben kommt, viel zu gefährlich, sondern im Internet oder genauer gesagt: in Internet-Gästebüchern. Wer Norbert Steinbachs Namen nämlich bei Google eingibt, der findet in zahllosen und offensichtlich völlig beliebig ausgewählten Gästebüchern seine Botschaften ans Volk: [...]«

Also, ich sag's, bzw. frag's mal so: Jeder - mich eingeschlossen - setzt Links mit irgendeinem "Hintergedanken"! Würdet ihr euch hinsetzen und euch in hunderten von Gästebüchern eintragen? Und wenn dann dabei dann auch noch unentwegt dergleichen Seiten wie http://www.bfed.dk/ (und noch so einige andere RECHT(S) merkwürdige) verlinkt werden, was haben wir dann davon zu halten?

Nun bin ich durchaus der Meinung, daß grundsätzlich jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat. Das schließt für mich auch das Eintragen in massenweise, warlos ausgewählte Gästebüchern und das Setzen beliebiger Links mit ein! Allerdings nehme ich für mich das selbe Recht in Anspruch!! Deshalb will hier klarstellen...

...daß ich absolut NICHT darum gebeten habe, meine Seite im gleichen Atemzug mit den diversesten Seiten zu nennen, oder/und sie dort zu verlinken, mit denen ich definitiv aber auch gar nichts am Hut habe.

...daß ich nichts dafür kann und ganz sicher bin ich NICHT der Initiator!!

...zudem distanziere ich mich vorsichtshalber ausdrücklich von den, zugleich mit meiner Seite verlinkten Domains!

...überdies behalte ich mir vor, den oben zitierten Eintrag des Alexander Müller in meinem Gästebuch, zu gegebener Zeit evtl. zu löschen! (vorerst, um den Zusammenhang nicht auseinander zu reißen, lasse ich ihn allerdings beabsichtigt noch stehen) Das ist mein Recht, daß ich habe und höchst wahrscheinlich anwenden werde!! Denn das grundsätzliche Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet nicht, daß ich mit dieser Meinung auch konform gehen muß. Außerdem schließt es auch nicht automtisch mit ein, daß ich Links auf meiner Seite lasse, von deren Inhalt ich nicht überzeugt bin!! Ich habe überhaupt nichts gegen das bloße Vorhandensein solcher Seiten (das gehört ganz sicher dazu), aber ich muß sie nicht auch noch weiter verbreiten helfen oder gar unterstützen!! Und wenn jemand ein derartiges Vorgehen an den Tag legt - nämlich hunderte Gästebücher, mit 'zig verschiedenen Pseudonymen und Personen, mit Links zu versehen (das allein ist schon ein Grund), mit denen ich nichts anfangen kann, meine Seite auch noch ungefragt mit einbezieht und sich dann auch noch in meinem Gästebuch einträgt, für das ich verantwortlich zeichne -, dann ist dies für mich ein Grund, diesen Eintrag ziemlich sicher zu löschen! Mal ganz abgesehen von so einigen Eintragstexten, die mir RECHT(S) fragwürdig vorkommen.

Das sind mir einfach zu viele, zu weitläufige Verquick- bzw. Verbindungen, die ich nicht im Detail überblicken kann.

Holzauge sei Wachsam!!!!

 

 

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»Maastricht-Kriterien / Rentenkassen« (>>)

 »Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null")« (>>)

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»EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

  

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                                 Maastricht-Kriterien / Rentenkassen


 

Zur Defizitquote der öffentlichen Haushalte für 2006 gibt es bei black01_next.gif»staatsverschuldung.de« ein durchaus erwähnenswertes Detail:

»Im Jahre 2006 ist die deutsche Staatsverschuldung wiederum stark angestiegen, nämlich um 39 Mrd. EUR. Dies teilt das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung mit. [...]

Aber: Das Ergebnis ist durch einen einmaligen Sonderfaktor verfälscht. Bis Ende 2005 mussten die Betriebe in Deutschland die Sozialversicherungsbeiträge am 10. des Folgemonats bezahlen. Die Beiträge für Dezember 2005 wurden also am 10. Januar 2006 gezahlt. Um die Kassenlage der Sozialversicherung zu verbessern, muss nun früher gezahlt werden, nämlich am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats! Für Dezember 2006 wurde also schon am 27. Dezember 2006 gezahlt. Auf diese Weise wurden einmalig im Jahre 2006 Sozialversicherungsbeiträge für 13 Monate gezahlt! Es geht um etwa 20 Mrd. EUR!

Realistisch betrachtet betrug das Defizit also 60 Mrd. EUR, das entspricht 2,6% des Bruttoinlandsprodukts!

Außerdem enthält die Pressemitteilung nur die halbe Wahrheit. Denn das andere Kriterium des Maastricht-Vertrags, die Verschuldungsgrenze, wird nicht erwähnt! Bis zu 60% des Bruttoinlandsprodukts darf die Gesamtverschuldung betragen. Diese hatte Ende 2006 1560 Mrd. EUR erreicht, das sind 67%!
Es kann also keine Rede davon sein, dass Deutschland den Europäischen Stabilitätspakt einhält.«

Es gibt eben nichts, was nicht hurtig mit ein bißchen Gesetzesänderungen und "gutmeinenden" Statistiken vordergründig ins Lot gebracht werden könnte. Oder sollten wir es eher Flickschusterei nennen?
 

Tabelle 2007:
Nachhaltigkeitsrücklage (ehemals Schwankungsreserve) und liquide MIttel
(>>)

Am Ende des Monats

Nachhaltigkeits-
rücklage

in Millionen Euro

Nachhaltigkeits-
rücklage

in Monatsausgaben

Verfügbare liquide Mittel in Millionen Euro
Verfügbare liquide Mittel in Monatsausgaben

Dezember Vorjahr

9.550,1

0,60

9.885,1

0,62

Januar

8.952,9

0,56

9.118,9

0,57

Februar

8.085,5

0,51

8.253,7

0,52

März

7.621,6

0,48

7.785,4

0,49

April

7.820,3

0,49

7.991,7

0,50

Mai

8.003,8

0,50

8.199,5

0,51

Juni

0,0

0,0

0,0

0,0

Juli

0,0

0,0

0,0

0,0

August

0,0

0,0

0,0

0,0

September

0,0

0,0

0,0

0,0

Oktober

0,0

0,0

0,0

0,0

November

0,0

0,0

0,0

0,0

Dezember

0,0

0,0

0,0

0,0

Rentenkassen: Keinen Schimmer, ob oben angesprochener Sachverhalt auch jetzt noch Auswirkungen zeitigt, die nakten Daten sehen jedenfalls ganz gut aus. Alsoooo, vorbehaltlich etwaiger Statistikfinessen, die nicht immer unmittelbar durchschaubar sind ("man" weiß ja nie), stellt sich die finanzielle Lage der Rentenkassen momentan dergestalt dar, wie in der Tabelle rechts zu sehen ist!

Langfristig:
Schwankungsreserve: und als Tabelle (inkl. Euro-Angaben) black01_next.gif»hier«.


Jahr

Verfügbare liquide Mittel
[Mill. €]

Gesamt

2000

10.917,9

2001

10.439,1

2002

7.115,2

2003

5.799,9

2004

4.938,8

2005

1.793,7

2006

9.885,1

 

Was für ein Sprung von 2005 auf 2006! Dergleichen ist einfach nicht auschließlich in "gutem Wachstum" zu begründen! Und trotz der augenblicklich soliden, absoluten Zahlen, läßt sich durchaus erkennen, daß die Reserven tendenziell schon wieder rückläufig sind! Wobei hierzu zu sagen ist, daß die »Deutsche Rentenversicherung (DR)« schon selbst von Folgendem ausgeht:

Ergebnisse (>>)

2006

2007

2008

2009

2010

Beitragssatz in Prozent

19,5

19,9

19,9

19,9

19,9

Nachhaltigkeitsrücklage in Millionen Euro

8.249 

5.811

4.347

4.948

7.596

Warum allerdings die Schwankungs-
reserve ausgerechnet 2010 wieder dermaßen "aufgefüllt" werden sollte (??) ... keine Ahnung. Abgesehen davon, schaue ich mir die zugrundeliegenden black01_next.gif»Annahmen« an, so geht die »DR« hierfür von stetig steigenden Bruttoentgelten, steigenden Beitragszahlern und fallenden Arbeitlosenzahlen (siehe unten) aus.

Ich will's mal so ausdrücken: Trotz der laufenden und gelaufenen Statistik"unreinheiten"  - durch die dem Laien eine wirklich genaue und konkrete Einschätzung kaum möglich ist - denke ich schon, daß die Lage derzeit tatsächlich einigermaßen "entkrampft" ist (jedenfalls im Vergleich zu der jüngeren Vergangenheit). Aber wenn selbst die »DR«, mit ihren eigenen unterstellten Annhamen, die ich wenigstens für gewagt positiv halte, eine trendmäßige Reduktion der "Reserven" sieht, was geschieht dann erst, wenn diese Annahmen auch nur teilweise nicht eintreffen? Wie schnell das geht, durften wir vor gar nicht allzu langer Zeit feststellen und werden wir, meines Dafürhalten, in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder zur Kenntnis nehmen müssen!  Und im Falle des Falles sind dann die ganzen "Verschleierungstaktiken" alles andere als hilfreich, weil sie schlicht nicht die Wirklichkeit widerspiegeln. Wenn man am Spiegelbild herumdoktort, bringt das relativ wenig!

Kurz zusammengefasst: Für "den Augenblick" - trotz der allgemeinen Aufschwungshysterie - lediglich einigermaßen "zufrieden", für die nicht mal übermäßig weit entfernte Zukunft sogar eher skeptisch. Diese meine allgemeine Grundskepsis werde ich erst dann ablegen - ihr werdet nicht allzu überrascht darüber sein -, wenn sich in den beiden Graphiken links wirklich wieder Nennenswertes nach oben tut (allein mir fehlt der Glaube). 

Hierzu werfen wir dann auch noch einen extra schnellen Blick auf die neuesten Zahlen (Mai 07) der Kreditvergabe an die »Unternehmen und Privatpersonen« (Bild rechts!). Wir sehen einen Rückgang um 0,16% ggüb. Vormonat; die Wertpapiere mit einbezogen, zeigt sich sogar eine Einbuße um -0,88%. Nicht sonderlich überzeugend! "Es" kommt einfach nicht richtig aus dem Quark!
(Mehr Details dann beim nächsten mal, wie immer unter »Neues von der Kreditfront!«)

 

 

 


                                 Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null!")


 

Das muß für die Nachwelt festgehalten werden!! Unter der Überschrift »Wir schaffen die Null« und mithilfe nebenstehender, überaus  anschaulichen Werbebotschaft, wird auf der black01_next.gif»Seite des BMF« vom 04.07.07 (oder auch black01_next.gif»hier«) das Ende der Staatsverschuldung eingeläutet.

Obwohl, ich Blödmann, das stimmt ja so gar nicht - ich bitte um Pardon (!!) - es ist ja nur das Ende der zusätzlichen Nettokreditaufnahme, und das auch nur beim Bund!! Aber egal, lasset uns Frohlocken und ein fröhlich Tänzlein wagen!! Diesmal wird's endlich und garantiert klappen!!

Diesmal? Wieso diesmal? Ähhh, na ja, also den ersten "Versuch", uns das fiskalische Paradies schmackhaft zu machen, kann ich aus dem Jahre 2000 (November) dokumentieren. Damals hatte ich kurzzeitig regen Mail-Austausch mit Hr. Eichels Ministerium. Aus seinen damaligen black01_next.gif»Finanzpolitischen Leitplanken« möchte ich denn doch mal eine Tabelle zeigen:
 

 

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

 

 - in Mrd DM -

Ausgaben

478,8

478,7

487,7

495,2

502,5

 

 

Einnahmen

429,3

432,6

446,5

464,8

482,5

 

 

Nettokreditaufnahme

49,5

46,1

41,2

30,4

20,0

10,0

0,0

Und hartnäckig - und gleichsam realitätsresistent - wie Politiker in dieser Beziehung nun mal sind, konnten sie (insbesondere der Eichel, Hans) auch bis 2002 nicht von ihrem Traum Abstand nehmen (Bild rechts)! Wenn auch, im Vergleich zur Tabelle, mit leicht differierenden Einnahmen bzw. Ausgaben, so hielten sie für die Nettokreditaufnahme nach wie vor an ihrer Seifenblase fest!!

Eine Seifenblase, deren "Geplatztsein" wir dann endgültig in 2006 "bestaunen" durften (Bild links, aus BMF-Monatsbericht 03/06. >>).

Also denn, auf ein Neues!! Diesmal wird alles anders!!

Nehmt die untenstehende, aktuell präsentierte Graphik des BMF, sowie oben die "Wir schaffen die Null"-Animation,  in euch auf und speichert sie vorsichtshalber für die Zukunft ab!! Irgendwann hauen wir sie dann den Sand-in-die-Augen-streuenden-Traumtänzern um die Ohren!

Okay, okay, (!!ernsthaft!!) genug des Hohns!! Gelegentlich neige ich zu etwas Sarkasmus; ihr verzeiht (hoffentlich)!!

Selbstverständlich besteht, meines Erachtens, durchaus die theoretische Chance, daß diese Rechnung aufgehen könnte!
Durch die historisch - so glaube ich - wirklich einmalige, weltweite "Durchdringung" "der Globalisierung", und die dadurch unter Umständen weiter zu steigernden externen Einnahmen (Stichwort unter anderem Neuverschuldungspotential black01_next.gif»Chinas & Indiens«, das in der Tat beeindruckender kaum sein könnte), kann das tatsächlich nicht kategorisch und von vornherein ausgeschlossen werden.

1Weshalb ich persönlich auch recht überzeugt davon bin, daß das doch nichts wird, mit der "ausgeglichener Haushalt Rechnung"! Ich selbst - als notorischer Realist  - gewichte die Gefahren eindeutig höher, als die möglichen Chancen. Das muss zwar nicht (kann aber natürlich) zwangsläufig und unmittelbar in einem vollständigen Systemcrash münden (zumindest noch nicht bis 2011), wird aber doch Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte haben. Keinen Schimmer was und wie, aber es würde mich in der Tat sehr wundern, wenn bis 2011 nicht irgendwas geschieht, daß den berühmten Strich durch die Rechnung macht!!

Wir befinden uns wohl wirklich in einer, in dieser Art geschichtlich noch nicht dagewesenen, Situation, welche kaum von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen läßt. Daß manigfaltig, zweifelsohne ebenso weltweit und komplett systemgefährdende Gefahren vorhanden sind, brauche ich wohl kaum noch explizit zu erwähnen1. Gleichwohl halte ich die dargestellte, haushaltmäßige Hochrechnung des BMF, ...wie soll ich sagen..., ähhh, zumindest ist sie nicht gänzlich unmöglich. Nun gut, es bleibt uns wohl nichts übrig, als abzuwarten. Jedenfalls werden "sie" weiter unter der Lupe betrachtet. Es wird uns nichts entgehen !!

 


 

  POLITIK

  


                                 EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel


Zunächst mal die grundsätzliche Zielvorgabe der black01_next.gif»EU-Strategie für Biokraftstoffe«.

»Die Biokraftstoffrichtlinie legt als „Bezugswerte“ Marktanteile der Biokraftstoffe von 2 % im Jahr 2005 und von 5,75 % im Jahr 2010 als Ziel fest.«

Und damit diese Vorgaben auch umweltverträglich umgesetzt werden können, kommen wir als nächstes zu dem theoretischen Aspekt der EU-Maßnahmen:

»In Ländern, in denen die Rohstofferzeugung voraussichtlich deutlich zunehmen wird, wird befürchtet, dass umweltsensible Gebiete, wie Regenwälder, zunehmend unter Druck geraten. Es gibt auch Befürchtungen betreffend die Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit, die Verfügbarkeit und die Qualität von Wasser, den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. Zu den Vorbehalten hinsichtlich der sozialen Folgen gehören die mögliche Auflösung von Gemeinschaften und die Konkurrenz zwischen der Erzeugung von Biokraftstoffen und von Nahrungsmitteln. Diesen Befürchtungen ist einzeln nachzugehen, und die jeweiligen Wirkungen müssen quantifiziert und erforderlichenfalls durch eindeutige Gesetzesrahmen verhindert werden. Die Entwicklungspolitik der EU wird darauf ausgerichtet werden, geeigneten Entwicklungsländern zu helfen, die Vorteile der Biokraftstoffe zu nutzen, und gleichzeitig angemessen auf diese Bedenken einzugehen.
[...]
Wichtig ist, dass für die Erzeugung der Rohstoffe für Biokraftstoffe angemessene Mindestumweltnormen gelten, die an die lokalen Gegebenheiten in der EU und in Drittländern angepasst werden. Wegen der potenziellen Beeinträchtigung der Artenvielfalt und Böden wurden Bedenken namentlich hinsichtlich der Nutzung von stillgelegten Flächen und des Anbaus von Biokraftstoffen in ökologisch sensiblen Gebieten laut. Damit diese befürchtete Wirkung nicht eintritt, muss darauf geachtet werden, wo Energiepflanzen generell in den Fruchtwechsel passen, und eine Beeinträchtigung der Biodiversität, die Verunreinigung der Gewässer, eine Bodenverschlechterung sowie die Zerstörung von Lebensräumen und die Störung von Arten in Gebieten mit hohem Naturwert verhindert werden.«

Wie hervorgehoben, daß ist die Theorie! Nun liegen Theorie und Praxis aber nicht selten meilenweit auseinander. Insofern sollte es uns nicht wirklich überraschen, daß dies auch hierbei der Fall ist? Die Praxis:

Katastrophaler Fehlschlag

Als billiger Biodiesel sollte Palmöl den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Doch je mehr Palmöl erzeugt wird, desto dramatischer sind die sozialen und ökologischen Auswirkungen: Der Treibstoff der Zukunft ist das Desaster der Gegenwart.

[...]
Jahr für Jahr, so eine von den niederländischen Organisationen Wetlands International und Delft Hydraulics Ende 2006 veröffentlichte Studie, werden durch diese Torf- und Waldbrände etwa 1.400 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt – das Fünffache jener Menge, um welche die Industriestaaten laut Kioto-Protokoll bis 2012 ihre Emissionen im Vergleich zu jenen von 1990 senken sollen. Hauptursache ist neben dem Kahlschlag des Regenwalds für den Holzexport inzwischen die massive Ausweitung der Ölpalmplantagen, auf denen laut Satellitenbeobachtungen im Jahr 2002 drei Viertel aller Feuer wüteten. Indonesien hat sich dadurch hinter den USA und China zum Land mit dem weltweit drittgrößten CO2-Ausstoß „entwickelt“.
[...]
Die 60% der tropischen Torfböden, die auf Indonesien entfallen, enthalten etwa 50 Mrd. Tonnen Kohlenstoff. Werden diese zunächst sumpfigen Böden trockengelegt, beginnen Bakterien den meterdicken trockenen Torf zu oxidieren, wobei der gespeicherte Kohlenstoff nach und nach frei wird. Die betroffenen Flächen verwandeln sich von einer Kohlenstoffsenke in eine Quelle massiver Emissionen; Feuer beschleunigt diesen Prozess.
Nach Angaben von Wetlands International sind bereits fast die Hälfte der indonesischen Torfböden entwaldet. Ein Viertel der 6,5 Mio. Hektar Ölpalmplantagen des Landes liegt auf Torfböden. Die indonesische Regierung hat kürzlich grünes Licht für weitere 6,5 Mio. Hektar Plantagen gegeben, die zur Hälfte durch das Trockenlegen und Abbrennen von Torfgebieten gewonnen werden sollen.
Eine Tonne Biodiesel aus Palmöl, das auf solchen Flächen gewonnen wird, wäre mit der Emission von 10 bis 30 Tonnen Kohlendioxid verknüpft – bis zum Zehnfachen dessen, was bei der Verbrennung einer Tonne Diesel aus Erdöl frei wird. Insgesamt gehen in Indonesien pro Jahr etwa 2,4 Mio. Hektar Regenwald verloren. In Malaysia, dem zweiten großen Palmölproduzenten, war die Expansion der Ölpalmplantagen zwischen 1985 und 2000 für 87% der Urwaldzerstörung verantwortlich. Marcel Silvius, Klimaexperte bei Wetlands International, sieht in diesen Daten „eines der größten Umweltdesaster unserer Zeit“ und zieht, was die Erzeugung von Palmöl für den Einsatz als Biotreibstoff betrifft, den nüchternen Schluss: „ein Fehlschlag“.
Traditionell wurde Palmöl zu 80% in der Nahrungsmittelproduktion (z.B. Margarine, Backwaren, Süßigkeiten) eingesetzt, findet aber auch Verwendung in der Erzeugung kosmetischer, pharmazeutischer und anderer industrieller Produkte. Doch die im Norden beschlossene Beimengung von Bioethanol und Biodiesel zu konventionellen Treibstoffen hat auch die weltweite Nachfrage nach Palmöl enorm gesteigert: Der Preis stieg allein im Vorjahr um 35%. Dennoch ist Palmöl, das mit etwa 4,5 Tonnen pro Hektar den vierfachen Ertrag von Raps liefert, mit rund 600 Dollar pro Tonne (Anfang April) relativ preisgünstig.

black01_next.gif»Komplett...«

Ich sprach soeben davon, Theorie und Praxis; oftmals Universen voneinander entfernt!! Und ich glaube kaum, daß sich das zum Besseren ändern wird, wenn folgende "Überlegungen" der EU Realität werden:

»Die Kommission wird 2006 einen Bericht über die Umsetzung der Biokraftstoffrichtlinie vorlegen, in dem sie sich mit deren etwaiger Überarbeitung befasst. In diesem Bericht werden unter anderem die folgenden Punkte behandelt:

...
– Einführung von Verpflichtungen bezüglich der Biokraftstoffverwendung,
...

Die Verpflichtungen bezüglich der Biokraftstoffverwendung bieten sich als vielversprechender Weg an, Schwierigkeiten zu beheben, die sich durch Steuerbefreiungen ergeben. Sie würden außerdem eine Vorzugsbehandlung derjenigen Biokraftstoffe erleichtern, mit denen sich eine besonders hohe Treibhausgasreduzierung erreichen lässt, was die Kommission unterstützen möchte.«

1Mit »diesen Kriterien« sind natürlich u.a. die obigen Zitate der hehren "theoretischen" EU-Strategie gemeint!!

Es lebe der Sozialismus!!! Zu anderen Zeiten und anderen LänDDRern bezeichnete "man" dies wohl gemeinhin als Planwirtschaft! Aber zurück zum Thema. Wir müssen keine prophetischen Visionen bemühen, um absehen zu können, was eine solche "Anwendungsverpflichtung" auf dem Weltmarkt auslösen würde. Zwangsweise Nachfrageerhöhung mündet in quasi zwangsweiser Angebotserhöhung!! Die resultierenden Konsequenzen werden mit Sicherheit nichts mit Umweltverträglichkeit und/oder Klimaschutz zu tun haben!! Wenn das mal keine weitsichtige "Klima"-Politik darstellt ... ungefähr bis zur vielfach zitierten Nasenspitze!! Warum sollte das ausgerechnet nach der Verpflichtung anders sein, als es zur Zeit ist: »In der Praxis sind diese Kriterien1 bisher nicht wirksam geworden.« (>>). Das mag jetzt vielleicht etwas seltsam klingen, aber der, meines Erachtens, große Vorteil von Erdöl -und gas steckt schon im Namen selbst, es "liegt" in der Erde!! Stellen wir uns doch einfach mal vor, wir (die Menschheit an sich) hätten, anstelle von Erdöl & Co. als Energiequelle, weiterhin Holz (= Bäume) verwenden müssen. Wie sähe die Welt in diesem Falle heute ausblack01_next.gif»???« Der angedachte Biokraftstoffersatz schlägt, wenn auch indirekt, ein wenig in diese Kerbe. Unserer Energiebedarf hat dann wieder unmittelbaren Einfluß auf den Baumbewuchs! Irgendwie kann ich mich mit einer solchen "Idee" nicht anfreunden - freundlich formuliert!!

Andererseits, um die Schuldzuweisungen ein bißchen zu verteilen , fällt dergleichen Problematik in besagten Ländern (z.B. Indonesien) wohl schon auf recht "fruchtbaren" Boden. Schließlich könnten die jeweiligen Entscheidungsträger ja auch dagegen angehen, oder doch zumindest auf irgendwelche umweltverträgliche Standards achten. Nur, auch das ist eigentlich kein Geheimnis...

»Die von westlichen Banken mitfinanzierte Expansion der Plantagenkonzerne hat also weitaus mehr Regenwald vernichtet, als die 6,4 Millionen Hektar vermuten lassen. [...] Die Liste der indonesischen Konglomerate, die eine Genehmigung für Ölpalmplantagen beantragt haben, liest sich wie das „Who is Who“ der indonesischen Business- und Politikelite, plus staatliche chinesische Unternehmen, Firmen aus den Nachbarstaaten Singapur und Malaysia und internationale Konzerne. Der Zellstoffmulti Sinar Mas (APP), der auf Sumatra für ein „multidimensionales Desaster“, so ein deutscher Banker, verantwortlich ist, gehört dazu, die Bakrie-Gruppe des koordinierenden Ministers für Volkswohlfahrt, London Sumatera ist ein Gemischtwarenkonzern des Militärs, diverser Tabakkönige und der Suharto-Cronies...«
black01_next.gif»„Löst eure Energieprobleme nicht auf unsere Kosten“«

...und sollte den hiesigen EU-Honoratioren durchaus bekannt sein!! Zudem kommt mir dabei (gerade zu Indonesien) unmittelbar Joseph Stiglitz' black01_next.gif»Die Schatten der Globalisierung« in Erinnerung, wo beschrieben wird daß »...der IWF sich gegenüber den Entwicklungsländern wie ein kleiner Kolonialherrscher aufgeführt hat«. Nicht daß ich jetzt konkret irgendwas von etwaigen "Verwicklungen" des IWF zu diesem Thema wüßte. Aber ich kann mir grundsätzlich schon vorstellen (mehr ist es allerdings wirklich nicht), daß gewisse Teile "des Westens" nicht ganz unbeteiligt sein werden!!

Zuletzt möchte ich noch zwei "immerhins" abgeben.
Immerhin scheint sich die Problematik doch langsam rumzusprechen...

»Einige Unternehmen haben inzwischen aber vom Einsatz von Palmöl Abstand genommen. Großbritanniens größter Energieversorger RWE npower etwa hat sich gegen Palmöl entschieden, da es keine Garantie dafür gebe, dass die Lieferungen nicht aus zerstörten Regenwäldern oder Torfmooren stammten. Auch der niederländische Energieerzeuger Essent kündigte im Dezember an, Palmöl so lange nicht zu verheizen, bis die Unbedenklichkeit der Quellen geklärt sei.«

2»Generell« ist vielleicht ein wenig zu absolut negativ formuliert. In jedem Fall aber ist ein großvolumiger, weltweiter Einsatz in meinen Augen nicht möglich. Oder besser gesagt, klimatologisch und umweltmäßig vollkommen idiotisch!

...was im gegenteiligen Fall sicherlich als noch schlimmer einzustufen wäre. Und immerhin hat die EU überhaupt solche Passagen, wie die obigen wiedergegeben, in ihrer "Strategie". Das ändert meiner Ansicht nach zwar überhaupt nichts an der generellen2 Untauglichkeit von Biokraftstoffen, aber auch das wäre andernfalls noch übler! Allerdings ist Papier natürlich äußerst geduldig; gerade wenn es aus Brüssel kommt! Insofern halte ich diese "Strategie" für einen riesen Fehler, dessen katastrophalen Folgen kaum absehbar sind!! Aber unser Zentralorgan Brüssel wird's schon richten ... alles wird guuuuut!!

Und wo wir gerade beim Thema Klima sind, möchte ich noch ein paar kurze, bedacht provokante Kommentare zu black01_next.gif»LIVE-EARTH« abgeben! Ich gehe dabei von der offiziellen Klimawandel-Theorie aus, die ja Grundlage für Al Gores Konzertmarathon ist!!

• Kann es dann wirklich wahr sein, daß SWR3 60 Gewinnspiel-Sieger nach London schickt? (>>) Ich habe zwar keine Ahnung, wie die dort hin gelangen (Flugzeug, Busse & Bahnen...). Spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle. Ein energetischer Mehraufwand ist in jedem Falle vorhanden! Und ist es nicht genau das, auf das Live-Earth aufmerksam machen will?  Ist das nicht irgendwie ein wenig kontraproduktiv? Ad Absurdum Führung gar?? Freilich kann »Live-Earth« selbst dafür nichts! Ein G'schmäkle hat das aber schon!

• Wofür »Live-Earth« selbstredend aber schon was kann, sind wenigstens eine Million Zuschauer in den Stadien und zwei Milliarden an diversen Medien!! (>>) Wie und womit kommen ein Million Zuschauer in die Stadien? Mit dem Fahrrad? Was für ein energietechnischer Aufwand muss geleistet werden, um ein derartiges Mega-Ereignis weltweit übertragen zu können?

• Mega-Konzerte wie dieses, setzen unglaublich viel Energie um! Beispiele:

- Eifeler Rockvestival (also nicht gerade eine vergleichbare Größenordnung), Tonanlage: 30.000 Watt, Lichtanlage: 70.000 Watt (>>)

- Konzert Erlebnispark Tripsdrill (ebenfalls nicht gerade eine vergleichbare Größenordnung), Tonanlage: 50.000 Watt, Lichtanlage: 97.000 Watt (>>)

- Legend of Pop (das kommt schon eher hin), Tonanlage: 120.000 Watt, Lichtanlage: 250.000 Watt  (>>)

- Monsters of Rock, (ziemlich wahrscheinlich reicht hier Live-Earth nicht heran) Tonanlage: 180.000 Watt, Lichtanlage: 1.400.000 Watt (>>)

"Beeindruckend"!! Selbstverständlich habe ich keinen Schimmer, was bei Live-Earth konkret "verbraucht" wird. Aber bei »24 Stunden Musik auf 7 Kontinenten« (>>) wird einiges zusammen kommen!! Und das sind "nur" die Bühnenanlagen!! Die Stadien selbst, wie gesagt, die An- und Abreise der Zuschauer und Künstler, die ganze Elekrotechnik für die Versendung in alle Welt usw, usf, wären ebenfalls noch zu nennen (kein Anspruch auf Vollständigkeit!!). Wie viel Tonnen an CO2 wären das dann zusammen genommen??

3Ich kann das - Thema Cookies und Surfverhaltenerfassung usw. - hier jetzt nicht ausführlich behandeln, aber wer es etwas genauer wissen will, schaut bitte bei black01_next.gif»Big Brother« rein!!

• Ist es nicht ein klein bißchen seltsam, daß als Online-Sponsor der deutschen Webseite (>>) ausgerechnet Chevrolet "ausgesucht" wurde? Etwas befremdlich finde ich das schon!! Ganz besonders dann, wenn der unterlegte Link auch noch über »ad.doubleclick.net«3 abläuft!

Richtig, man kann (!!) natürlich argumentieren, daß dies alles geradezu eine Lächerlichkeit ist, im Verhältnis zu den möglichen (!!) Einsparungen, die durch die weltweit geweckte Aufmerksamkeit eventuell (!!) ausgelöst werden. Kann man, muß man aber nicht! Das muß jeder selbst entscheiden. Aber darüberhinaus sind die Fragen doch u.a. die (auch hier kein Anspruch auf Vollständigkeit!!):

• Wird Al Gore zukünftig auf Flüge - z.B. nach London - mit seinem 20 Mio.$ Gulfstream Jet verzichten? (>>) Die Dinger haben einen wahnsinns Verbrauch (black01_next.gif»Beispiel«). Und da kann er noch so viele Bäumchen pflanzen, CO2-Zertifikate kaufen und angeblich erneuerbare Energien benutzen (>>), das ändert letzthin gar nichts! Das Öl ist weg, das CO2 da, die black01_next.gif»Wärme wurde erzeugt«!!

• Wie viele der Live-Earth besuchenden Zuschauer werden tatsächlich bereit sein, zum "Klimaschutz" zukünftig auf weitere Konzertbesuche in Gänze zu verzichten? Werden sie sich tatsächlich kleinere Wohnungen oder PKW  zulegen, oder gar komplett auf das Auto verzichten? Zu Ökostrom" wechseln?

• Wie viele der autretenden Künstler werden zum "Klimaschutz" zukünftig auf Auftritte verzichten?

• Und was passiert, wenn die große Mehrzahl dergleichen Fragen wirklich und konsequent mit Ja beantwortet?

Versteht mich nicht falsch! Ich habe weiß Gott nichts gegen "Energie sparen" oder Umweltschutz usw, wirklich nicht (ich erwähnte es früher schonmal, ich bin selbst seit Jahren bei einem alternativen Stromanbieter)! Ich halte es jedoch für um einiges sinnvoller, sich selbst solche (und ähnliche; vor allem, als Endresultat, die letzte!) Fragen ehrlich zu stellen und, wichtig, auch ehrlich zu beantworten, als ein solches (zweifelhaftes) Mega-Ereignis aufzuziehen! Denn wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat, wird sich die Musik anhören, und das war's dann (wie die 60 SWR3-Hörer, die ja EXTRA deswegen nach London reisen; würden die das TATSÄCHLICH ernst nehmen, dürften sie eigentlich gar nicht dort hin!). black01_next.gif»Lie Earth 2007«

Ich merkte es eingangs an, das alles unter der Prämisse der "offiziellen" Sichtweise! Andernfalls würde das Urteil noch verheerender ausfallen!!

Persönliches zum Klima: Zum nun Folgenden habe ich seeeehr lange überlegt, ob ich es überhaupt schreiben soll, weil ich, außer meinem Wort und vielleicht noch den ein oder anderen subversiven Artikel von subversiven Seiten , der meine Aussagen eventuell halbwegs bestätigen könnte, absolut Null weitere Belege oder Beweise dafür habe!! Überdies kann ich aus - hoffentlich - verständlichen Gründen nicht so richtig Roß & Reiter nennen (!!!!)!! Ihr habt somit definitiv keine Möglichkeit irgendwas davon nachzuprüfen; jedenfalls nicht in konkretem Bezug auf meine Aussagen! Von daher mache ich das eigentlich nicht sonderlich gerne. Na ja, was soll's, ich laß es trotzdem mal raus! Ein bißchen aus dem Nähkästchen schad' ja nix und möglicherweise kann ja doch jemand was damit anfangen!!

Also ... ein Freund von mir ist Doktor der Geologie. Im Zuge seiner Uni-Tätigkeit (u.a auch und gerade Forschung, diverse Auslandsymposien, Exkursionen, Lehrveranstaltungen etc.), die auch unmittelbar mit dem Thema Klima zu tun hat, "durfte" er auch so manche "Koryphäe" (z.B.black01_next.gif»Linkomat«) der Klimaforschung kennenlernen und hat dementsprechend Einblick in die Materie. Und das nicht nur fachlich, sondern auch - gar nicht unwichtig - politisch und medial.

Nun ergab es sich letztens, daß wir bei ein paar Bierchen , eben auf das Thema Klima zu sprechen kamen. Die wichtigsten Punkte möchte ich mal wiedergeben (sinngemäß (!!), an den genauen Wortlaut kann ich mich nun beim besten Willen nicht mehr erinnern):

• Würde jemand behaupten - wovon ich mich selbstverständlich weit distanziere -, daß ein gewisser Professor, der überaus überdurchschnittlich in den Medien vetreten ist (der nun folgende Link ist nur rein zufällig gewählt und hat somit überhaupt nichts damit zu tun black01_next.gif»Linkomat«), nur deshalb so häufig zu sehen und zu hören ist, weil...

...er, vor nicht allzu langer Zeit, als das Thema Klimawandel so richtig hochgepusht wurde, bei einer Anfrage eines Fernsehsenders rein zufällig der einzig "greifbare" Prof. in seiner Institution war, und er sich seit dem reichlich wichtigtuerich immer in den Vordergrund spielt - womit er seinen Kollegen durchaus auf den Nerv geht und sie ihn nicht gerade als besten Vertreter ihrer Fachkreise sehen -, und...

...er tatsächlich häufig überhaupt nur deshalb angefragt wird, weil er eine gewisse (offizielle) Meinung vertritt, die sich medial einfach besser darstellen und verkaufen läßt,...

...würde also jemand (wie gesagt, ich nicht!!) dergleichen behaupten wollen, dann läge er damit wohl nicht ganz daneben !!

• Es begab sich, daß ein Team "Klimatologen", mehrere (ich glaube es waren sechs) Computermodelle gleichzeitig in der "Pipeline" hatten. Letzten Endes kam heraus, daß sie, je nach Modell, für die zukünftige Entwicklung (bis 2100) eine Atmospheren-Erwärmung von ca. 1,5-2,0°C bis ca. 6,0°C errechneten.
Was es dann aber, gewissermaßen am nächsten Tag, in aller "Hektik", in der lokalen Tageszeitung zu lesen gab, war in etwa dieses: »Experten errechnen globale Erwärmung um 6°C!!«. Wobei irgendwie vergessen wurde zu erwähnen, daß es dabei auch noch fünf andere Ergebnisse gab, von denen das niedrigste Resultat eben "nur" von ca. 1,5°C bis 2°C ausging!
Wobei es keineswegs darum geht, die Befunde zu verniedlichen (selbst "nur" 1,5°C wäre immer noch genug). Aber es zeigt doch sehr eindringlich, wie tendenziös die Berichterstattungen oftmals sind! Der/die "Ottonormalleser(in)", der/die nicht zufällig einen involvierten Kumpel hat, bekommt davon einfach nichts mit.

• Das kann er auch ganz grundsätzlich bestätigen. Offenbar ist die Masse an Berichten und Sendungen in der Tat tendenziös. So einig, wie das bisweilen in den Medien rüber kommt, ist sich die "versammelte" Professorenschaft mitnichten!

• Weiter zu der Vergabe öffentlicher Gelder. Nachstehendes Zitat verdeutlicht die Situation:

»Nigel Calder, britischer Wissenschaftsautor: "Wenn ich zum Beispiel Forschung betreiben wollte - sagen wir, über das südenglische Eichhörnchen - müsste mein Förderantrag, um das Geld zu bekommen, lauten: 'Erforschung des Nusssammelverhaltens des Eichhörnchens in Bezug auf die Erderwärmung'. Sollte ich diesen Bezug vergessen, adé Fördergelder."« (>>)

Dieses Beispiel brachte ich, nach dem mein Kumpel ein paar Sätze über die Veragabe von Fördergeldern (zu einem Gutteil von der EU) hat fallen lassen. Er wollte und konnte dem nicht widersprechen. Wobei noch hinzuzufügen wäre, daß, zwar nicht ausschließlich, aber doch sehr, sehr häufig, weitere Gelder nur dann fließen, wenn die Resultate genug "aufsehenerregend" ausfallen. Und was sind "aufsehenerregende" Resultate? Niemand wird weiter gefördert, wenn er veröffentlicht, daß in den nächsten 100 Jahren absolut nichts passieren wird! Da läuft im Hintergrund so einiges an Rangeleien, bei denen Eitelkeiten und Animositäten etc. eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen. Immerhin geht es um den eigenen Job.

• Noch ein Wort zu den Computermodellen zur Klimaentwicklung:

4Ganz anders, als beisspielsweise die Temperaturverläufe. Die sind aus der Vergangenheit definitiv bekannt.

5Mein Kumpel brachte ein Beispiel, bei dem an diesem Parameter, bei zwei unterschiedlichen Berechnungen, nur eine Kleinigkeit verändert wurde. Mit dem Ergebnis, daß vollkommen unterschiedliche, meilenweit voneinander entfernte Ergebnisse herauskamen!

Bei diesen Modellen gibt es anscheinend eine ganz, ganz große Schwierigkeit! Einen Parameter, der einfach nicht in den Griff zu bekommen ist: WOLKEN (Wasserdampf). Hierbei liegt die Betonung auf dem Wörtchen »Parameter«!! Denn durch die höchst chaotischen Eigenschaften des Komplexes Wolken / Wasserdampf, müssen die Modelle mit diesem »Parameter» sozusagen von Hand gespeist werden4. Das heißt, den Wissenschaftlern bleibt immer noch nichts anderes übrig, als schlicht Annahmen zu treffen. Annahmen, die einerseits ungeheueren Einfluß auf das Ergebnis haben, andererseits aber durchaus nichts mit der Realität zu tun haben müssen. Je nach Herangehensweise und entsprechender Ausgestaltung, ist das System damit "richtungsweisend" zu beeinflussen5.
Natürlich liegt es in der Natur der Sache, daß bei Modellen irgendwelche Annahmen getroffen werden müssen. Der Faktor Wolken / Wasserdampf ist hierbei (=Klimaentwicklung) aber so überaus gewichtig und gleichzeitig aber so wenig - im Grunde gar nicht - konkret greifbar, daß damit letzthin alles und nichts bewiesen werden kann!
Interessant in diesem Zusammenhang, ist - so mein Kumpel -, daß KEINE EINZIGE Modellrechnung für die Zukunft, bei Rückrechnungen für die Vergangenheit, funktioniert hat. Will sagen, die bekannten Temperaturverläufe aus der Vergangenheit konnten mit den Zukunftsmodellen nicht bestätigt werden (jedenfalls nicht im nötigen Maße; mal passte es für ein paar Jahrunderte, lag dann aber für die nächsten komplett daneben usw). Das wiederum kann aber eigentlich nicht sein! Denn wenn die Modelle nicht mal die bekannte Vergangenheit simulieren können, wie sollten sie dann die Zukunft korrekt berechnen? Nur wird darüber nicht ganz so gerne gesprochen <==> siehe Vorpunkt "Öffentliche Gelder".

So, da soll mal genügen! Damit aber keine Mißverständnisse aufkommen, noch einige Erläuterungen!

5»Geologisch« gesehen!!! D.h., sie (die Kaltzeit) kann noch Jahrhunderte oder gar Jahrtausende weg sein, oder aber schon morgen kommen. Wenn sie dann aber ansteht, kann das ruckzuck gehen. Er sprach dabei von wenigen Jahrzehnten!

~ Persönlich geht mein Kumpel zwar durchaus davon aus, daß die natürlichen Einflüsse (nur ein Beispiel: black01_next.gif»Milankovitch-Zyklen«) weitaus schwerwiegender einzustufen sind, als die menschlichen und wir demnach - nach den normalen geologischen Rhythmen - eher vor einer neuen Kaltzeit5 stehen und die momentan Veränderung noch absolut in normalen Bahnen laufen (Temperaturänderungen um einige Grad gab es schon immer). ALLERDINGS, auch ihm fällt es schwer den menschlichen Einfluß konkret zu benennen. Was einerseits zwar heißt, daß auch er ihn nicht komplett ausschließen kann und will, andererseits aber schon einer, dem IPCC & Co. nicht gerade zustimmenden Meinung entspricht (!!den Unterschied halte ich für wichtig, weil genau ER den Raum für alle oben genannte Punkte bietet!!). Denn die wissen ja, daß der Mensch an allem Schuld ist!! Womit wir beim nächsten Punkt sind
~ Der Großteil der Berichterstattungen und viele seiner Kollegen gehen auch ihm fürchtelich auf den Geist (es gibt, zu beidem, selbstverständlich immer auch wohltuende Ausnahmen)!! Da hat sich eine wirklich ungute Verquickung von Eitelkeiten, Interessen und Geldern entwickelt, die kaum noch Platz für echte, unabhängige Wissenschaft läßt.

Nach einigen, wenigen, weiteren Bierchen , haben wir uns dann darauf geeinigt, daß Umweltschutz (z.B. keine Waldabrodungen für Biodiesel) in jedem Fall nicht schaden kann. Und solange es in ausreichendem Maß HOPFEN-Monokulturen gibt, ist eh alles halb so schlimm !! PROST!!

 

P.S.:
Für die, die hier einigermaßen regelmäßig reinschauen, will ich doch noch den Stand der Dinge bzgl. meiner Korrespondenz mit dem Bundesverkehrsministerium los werden. Kurz und knapp: Ich werde weiterhin ignoriert!!

Für "Neulinge": Ich bitte euch zunächst mal black01_next.gif»hier« nachzuschauen, wo auch die black01_next.gif»Originalmail« (vom 23.02.07) von mir an das Bundesverkehrsministerium (Herr Tiefensee) verlinkt ist. Daraufhin bekam ich dann doch noch, "schon" am 05.05.07 , eine black01_next.gif»Antwort«! Die empfand ich dann aber doch ausnehmend als Frechheit (weil absolut nichtssagend!), weshalb ich mich seit dem, so alle ein, zwei Wochen, weiterhin bei "denen" per Mail melde und nachhakend auf konkrete Antworten dränge!! Wie gesagt:

 Ich werde weiterhin ignoriert!!

Zusasmmengefasst, lassen wir die eine Antwort mal beiseite, die im Grunde genommen eigentlich keine war, werde ich also seit nunmehr über vier Monaten mit Ignoranz bedacht!! WAS FÜR EINE BODENLOSE !!

DAS ist die Art und Weise, wie hierzulande mit konkreten, kritischen Fragen, abseits der offiziellen Richtung, umgegangen wird. Passt es nicht zu den politischen Vorgaben, ist es mit demokratischem Austausch nicht mehr weit her! Sa-gen-haft, Maulkörbe allenthalben!! Ich könnt kot...!!

 

 » 27. Juni 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden«

HONORÉ DE BALZAC (1799-1850)

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

»US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien« (>>)

 »Fetish contra Mantra (ein bißchen was zu "Geld")« (>>)

POLITIK

 

»Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne« (>>)

»Palästina (Gaza, Hamas etc.« (>>)

  

  WIRTSCHAFT

 


                                US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien


 

     (Quelle: >>) 

    Datenveröffentlichung vom 07.06.07

    Jahr

    Summe [Mrd. $]
    Zuwachs [%]

    1997

    21149,7 6,98

    1998

    23260,8 9,98

    1999

    25313,3 8,82

    2000

    27025,1 6,76

    2001

    29287,9 8,37

    2002

    31783,8 8,52

    2003

    34680,1 9,11

    2004

    37912,1 9,32

    2005

    41375,5 9,14

    2006

    45081,7 8,96

    2007-Q1

    45970,2 1,97

Also, "man" kann ja über "die Amis" sagen was man will, in Sachen Verschuldung - und damit dem reibungslosen Fortbestand des Kreditgeldsystems - lassen sie sich einfach nicht lumpen!! Wie in der Tabelle rechts ersichtlich, hat sich die Gesamtverschuldung der USA AG im ersten Quartal 2007 prächtig entwickelt. Beinahe plus 2 Prozent (ggüb. Vorquartal)! Sehr, sehr ordentlich! Und die Quelle weist dazu noch einen bei allen "Beteiligten" (Consumer, Business, Government) mehr oder weniger gleichwertigen Zuwachs aus. Es sind also alle, die sich weiter in Schulden "stürzen" (zur Staatsverschuldung unten ein wenig mehr!).

Zwei Zahlen sind vielleicht noch von Interesse (wenn auch nicht wirklich neu):

1.) Das Verhältnis US-Gesamtverschuldung zum US-BIP (>>) beträgt somit für's erste Quartal 2007 338%!! Damit strebt black01_next.gif»dieses "Kürvchen"« unaufhaltsam weiter gen "The-sky-is-the-limit". Und das trotz der "optimistischen" BIP-Berechnungen1. Nicht daß die Ist-Werte black01_next.gif»bei uns« großartig anders wären, aber solche Steigerungsraten haben wir schon seit Äonen nicht mehr generieren können.
 

1Nochmal ein kleines, grundsätzliches Beispiel (2003):
»Auffällig positiv war der Bereich „Computers and peripheral equipment“mit einem Anstieg um „reale“ 38,4 Mrd. USD. Nominal lag der Zuwachs lediglich bei 6,3 Mrd. USD. Dank des hedonischen Ansatzes in der US-Statistik werden aus einem Zuwachs von 6,3 Mrd. USD ( 8,6 % des Wachstums) in der Statistik 38,4 Mrd. USD oder circa 52 % des US Wachstums.
Fakt ist, dass lediglich 6,3 Mrd. USD zur Begleichung von Löhnen, Krediten, Vorprodukten, Marketing etc. in der US-Wirtschaft zirkulieren. Die Statistik zeichnet insbesondere im Computerbereich ein Bild, das mit der Realität des Investitionszyklus nichts zu tun hat. Phantomdollars dominieren das Bild, so wie Phantomgewinne das Bild bei Enron und Worldcom bestimmten.«
(
>>)

2.) Das Schuldenwachtum erstes Quartal 2007 betrug 1421,2 Mrd.$, das BIP-Wachstum 336,4 Mrd.$. Somit können wir konstatieren, das für einen Dollar BIP, 3,88 Dollar zusätzliche Verschuldung "benötigt" wurden. Zwar geht damit der Wert weiterhin leicht zurück (Bild links), liegt historisch aber immer noch auffällig hoch. (Habe ich schon erwähnt, daß an diesem Rückgang u.a. gewisse Statistik"umformungen" möglicherweise nicht ganz schuldlos sein könnten ?). Auch in dieser Kategorie liegen "wir" black01_next.gif»ganz ähnlich«.

Noch flott zu oben bereits angekündigten Blick auf die öffentliche US-Verschuldung! Beim black01_next.gif»"Dept to the Penny"« können wir sehen, daß die offizielle, öffentliche US-Verschuldung am 13.04.07 noch 8,893 Bio.$ betrug (black01_next.gif»Bildchen«). Am 25.06.07 hingegen waren das "nur noch" 8,806 Bio.$, und damit ein Rückgang um nicht gerade läppische 87 Mrd.$!! Daß es diesbzgl. immer mal Schwankungen geben kann und gibt ist soweit klar. Aber in nur zwei Monaten gleich 87 Mrd.$ weniger?? War da nicht mal was mit einem Goldesel?? Offenbar "lebt" der augenblicklich in den USA!?!? Äußerst dubios! Ist mir nur so aufgefallen, völlig ohne Hintergedanken !!!

Gegenwärtig können wir uns also nicht beschweren! Auf Amerika - als "debitistischer Treibsatz" - ist zur Zeit offenbar noch Verlaß!! Nach wie vor rückt am Horizont allerdings eine überaus dunkle Wolke heran, die, ohne übertreiben zu wollen, wahrhaftig das Zeug dazu haben könnte, aber auch so richtig die Suppe zu versalzen. Anzeichen dafür scheinen vorhanden!

»US-Hauskrise bedroht Hedge-Fonds - Die Krise am US-Immobilienmarkt droht zwei Hedge-Fonds der Investmentbank Bear Stearns in die Pleite zu treiben. Bear Stearns stellt bereits 1,5 Mrd. Dollar für die Rettung zurück.« (auch wenn die black01_next.gif»Rettung« aller Vorraussicht nach erst mal funktioniert, so ganz kosher schein mir das alles nicht)

»Rate Rise Pushes Housing, Economy to 'Blood Bath'«

 

Selbstverständlich ist kaum abschätzbar (schon gar nicht von mir!), wie sich das Große-Ganze weiterentwickeln wird. Die augenblickliche, (übliche) allgemeine "Leichtigkeit des Seins" jedenfalls, scheint mir recht unangebracht! Dieser Meinung sind offensichtlich auch noch andere!

black01_next.gif»Neues von der Finanzblase«
» [...] Christopher Wood, der bekannte Stratege von CLSA, befürchtet, daß sich die Schieflage am amerikanischen Hypothekenmarkt zu einer großen Krise ausweiten könnte, weil die in den USA an finanzschwache Kunden vergebenen Kredite (auch "Giftmüll" genannt) zum großen Teil weitergereicht wurden und längst im globalen vier Billionen Dollar großen Kreditmarkt für CDOs (Collateralized Debt Obligations) vergraben sind - so daß gar nicht mehr überschaubar ist, wer in welchem Ausmaß von Zahlungsausfällen betroffen wäre. CDOs sind Kreditpakete verschiedenen Typs und mit unterschiedlichem Risiko, die von den Banken an Investoren auch in Europa verkauft wurden, vor allem an Versicherungen und andere Institutionen. [...]«

Zum "runden" Abschluß der Thematik will ich noch auf diverse Indikatoren von »markt-daten.de« hinweisen:

Eigenheimverkäufe aus Bestand

NAHB Immobilienmarkt-Index

Verkäufe von Hausneubauten

Baubeginne, Baugenehmigungen

Hypotheken - Anträge

 


 

 


                                 Fetisch contra Mantra - Ein Vorwurf an attac


 

Ich fand den Text -black01_next.gif»Fetisch contra Mantra - Ein Vorwurf an attac« - nicht schlecht. Und zwar aus zwei Gründen:

• Erstens, weil er (Ernst Dorfner) in Bezug auf die platte Einteilung "die Guten und die Bösen" wesentlich differenzierter herangeht, als beispielsweise eben attac (soweit ich das beurteilen kann), und/oder auch vielfach sonst noch!! Diesbezüglich habe ich mir schon mal an früherer Stelle kurz Gedanken gemacht. Deshalb jetzt nur der Link: black01_next.gif»Links längs...«

• Zweitens, weil er einen ungeheuer wesentlichen Sachverhalt anspricht. Ich zitiere:

»[...] Es ist schon richtig, wenn vermerkt wird, dass die Reichen immer reicher werden. Worin aber besteht ihr Reichtum, der da verteilt werden soll? Schauen wir uns doch Tab. 1 nochmals an: Das Geldvermögen der privaten Haushalte besteht zum Teil  auch in den Schulden privater Haushalte. Wohlgemerkt: Schulden. Also in längerfristig zu erfüllenden Ansprüchen an andere Haushalte, die aber gerade das Geld nicht oder noch nicht haben. Denn sonst würden sie ja ihre zinsbelasteten Schulden tilgen. Verkürzt: Der Reichtum der einen besteht in noch nicht erfüllbaren Verpflichtungen von anderen.

Des weiteren kann man sagen: Dem Netto-Vermögen der Haushalte entsprechen auf der anderen Seite die Netto-Schulden der Unternehmen und des Staates zusammen. Oder wiederum verkürzt: Das Vermögen besteht in den Schulden der anderen, also in Forderungen. „Geld ist eine soziale Beziehung ....“ schreibt Altvater weiter oben. Dem ist zuszutimmen. Wenn es aber dann weiter heißt: „ .... zwischen denen, die es haben, und denjenigen, die es benötigen, zwischen Geldvermögensbesitzern und Kapitaleigentümern einerseits und Schuldnern andererseits“, dann ist das ein Bruch, ein Rückfall in der so richtig eingeleiteten Beschreibung von Geld: Die soziale Beziehung, die immer nur zwischen zwei (oder mehr) Menschen bestehen kann, wird rasch wieder in ein Ding verwandelt, das einer allein haben kann. Geld ist eine soziale Beziehung zwischen Schuldnern und Gläubigern, aber keine soziale Beziehung zwischen denen, die es haben, und jenen, die es benötigen.

Der Reichtum besteht in längerfristig zu erfüllenden Forderungen in Geld an andere, nicht aber in etwas, das den einen genommen und den anderen gegeben werden kann. Diese zeitlich gebundenen Forderungen können aber soweit „zu Geld gemacht“ – also in sofort fällige Forderungen verwandelt -- werden, soweit sich hierfür Käufer am Vermögensmarkt finden. Das aber heißt auch, dass es Geldvermögen nur so lange gibt, wie es Vermögende gibt, die es wegen eines Vorteils an sich bringen wollen. Geldvermögen ist also nichts Absolutes, sondern nur ein Relatives, eben eine Beziehung.

Da also die Geldvermögen nur umgeschichtet, nicht aber in Summe zu Geld gemacht werden können, stellt sich die Frage, welche Folgen auf dem Vermögensmarkt eine - so wie sie angedacht ist - bessere Verteilung der Vermögen der Vermögenshaushalte  auf alle Haushalte hätte. Weil ja  der zu erzielende Preis  vom Verhalten der Verkäufer einerseits und der Käufer andererseits abhängt.[...]«

Und weil es so wichtig ist, sei mir noch eine Verinnerlichung gestattet....

»Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das aus einer riesigen Anzahl von Gläubigern und Schuldnern besteht. [...] Die >Geldvermögen< sind vielmehr bei fallenden Preisen immer schneller unbedienbar werdende Schulden weltweit immer schneller krachender Schuldner.«    black01_next.gif»Kapitalismus - Ein System, das funktioniert«

... die ich prinzipiell - erwähnte ich schon, das dies bedeutend ist? - in aller gebotenen Kürze ein weiteres mal glasklar stellen möchte:

»[...] Das Kredit-Nehmen, alias das Schuldig-Werden gibt es, seit es Menschen gibt. Mensch-Sein heißt »schuldig sein«. Es gibt keinen Kredit, der irgendwo »begann«. Jeder Kredit diente immer nur dazu, einen anderen, früheren Kredit abzulösen, zu versuchen, eine noch viel ältere Schuld zu tilgen.

Es gibt weder »Kredit«, noch »Geld« noch »Nachfrage« als solche. Alles sind nur Schulden, entstanden aus früheren Schulden, gierig nach späteren Schulden. Leben läuft über die Zeit. Wirtschaften als eine »Bestandsgröße« kann es daher niemals geben, hat es auch nie gegeben.

Unsere »Einkommen« sind Schulden, die die Firma macht, indem sie ihre Bankkonten belastet. Das Haushaltsgeld, das wir der Frau auf den Tisch legen, ist Ausdruck unserer Verpflichtung, uns selbst und die Familie am Leben zu erhalten. Was wir sparen, wird über die Bank zu einer Forderung an jemand, der sich unbedingt den 16-Ventiler leisten will, ohne das Geld dafür zu haben.

Alles in uns und um uns, vor uns und nach uns, über, unter, neben uns ist Schuld. Wirtschaft und Welt sind nur als eine unendliche Kette von Schulden, Verpflichtungen, Belastungen, Ansprüchen, Krediten, Forderungen, Guthaben und ergo wieder Schulden zu erklären. Das treibt, peitscht, motiviert.[...]«     Aus »Aufwärts ohne Ende« von Paul C. Martin

Auch das sagte ich bereits 'zig-fach, kann einer abermaligen Wiederholung aber nicht im Wege stehen (bis zum Erbrechen, wenn es sein "muss" ): Das alles ist, selbst bei einer nur relativ oberflächlichen Beschäftigung mit dem Thema, nichts wirklich Neues; aber so wenig neu es allgemein eigentlich sein sollte, so wenig wird üblicherweise darauf eingegangen.

Jede Wirtschafts/Geld usw.-Kritik jedoch - ganz gleich von wem -, muß diese Sachverhalte, der "kapitalistischen" Gläubiger / Schuldner Paare und deren über die Zeit laufenden Schulden, integrieren!! Bleibt dies außen vor, brauchen wir über "den Kapitalismus" gar nicht erst beginnen zu diskutieren. Eine Debatte darüber wird erst sinnvoll, wenn Kritik diese Punkte beinhalten!! DANN allerdings, kann "man" über die unterschiedlichsten Dinge sehr wohl unterschiedlicher Meinung sein. Aber eben erst dann!!!

 


 

  POLITIK

  


                                 Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne


Eins kurz im Voraus: Es geht mir im Folgenden nicht um das Für oder Wider zu MIndestlöhnen, sondern lediglich um den richtungsweisenden Umgang bestimmter Führungsratt... damit !! Also gut, der Reihe nach:

 

1.) Die SPD hat unter der Parole »Politik für Gute Arbeit - Deutschland braucht Mindestlöhne.« und dem wunderschönen Schlagwort-Schild rechts einen black01_next.gif»Aufruf pro Mindestlöhne (inkl. Unterzeichnerliste« ins Leben gerufen. ERSTunterzeichner dieser "Petition" sind, unter vielen anderen, Elke Ferner, Hubertus Heil, Olaf Scholz und Peter Struck!!

2.) Die Linke hat am 27.03.07 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der da fordert »Deutschland braucht Mindestlöhne«. Der Clou (!!!): Dieser black01_next.gif»Antrag« (Drucksache 16/4845) ist WORTWÖRTLICH von gerade gezeigter SPD-Aktion übernommen !! (Eine gewisse "Bauernschläue können wir "denen" einfach nicht absprechen!)

3.) Sodann wurde der »Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss)« black01_next.gif»emsig tätig«, der in seiner »Beschlussempfehlung« zu genannter Drucksache 16/4845 als »Lösung« angibt: »Ablehnung des Antrags auf Drucksache 16/4845...«

Und jetzt kümmets!!!!!

1Abgesehen von sage und schreibe vier "Abtrünigen". RESPEKT!

2Bitte nicht verwirren lassen!! Die angegebene Quelle (=namentliche Abstimmung) bezieht sich auf die »Lösung des Ausschusses für Arbeit und Soziales«, der ja die Ablehung des Antrags der Linken empfiehlt. Und dieser Ablehnung wurde dann im Bundestag zugestimmt, womit der eigentliche Antrag der Linken gleichzeitig abgelehnt wurde!! Alles klar?

4.) DIE SELBE SPD, DIE DEN, DEM ANTRAG DER LINKEN ABSOLUT WORTGLEICHEN, AUFRUF MIT UNTERSCHRIFTENAKTION, SO THEATRALISCH INS LEBEN RIEF, DIESE SELBE SPD, STIMMTE BEI DER ABSTIMMUNG IM BUNDESTAG NUN "URPLÖTZLICH" DAGEGEN - IM GRUNDE ALSO GEGEN IHRE EIGENE INITIATIVE!!!!
Das ist zwar schon schlimm genug, aber noch gar nicht mal das Schlimmste. Immerhin könnte es ja rein theoretisch so sein, daß sich schlicht keine Mehrheit der Einzelstimmen innerhalb der SPD-Fraktion fand, trotz allen Zinobers, den die SPD im Vorfeld selbst veranstalltet hat.
DAS SCHLIMMSTE DARAN IST, DASS DIE SPD-FRAKTION GESCHLOSSEN1 DAGEGEN STIMMTE!! UND DAS ALLERSCHLIMMSTE IST, DAS SELBST U.A. DIE OBEN AUFGEFÜHRTEN ERSTUNTERZEICHNER black01_next.gif»DAGEGEN WAREN«2!!!

Um Himmels Willen (!!), wie kann "man" sich nur dermaßen verbiegen?? Und das ausgerechnet in DER Institution unserer (angeblichen) "Demokratie", wo das, was allenthalben und öffentlich und ohne Unterlaß so dermaßen hoch gehängt wird, nämlich eben "die Demokratie", wo genau dies eigentlich (VOR)GELEBT werden sollte!!

Angesichts solcher, an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbeitenden "Volksvertretern" - die uns stets zu jeder Gelegenheit unser ach so tolles demokratisches System eintrichtern -, kann dann auch ein Zitat eines der SPD-Aktion Erstunterzeichner, Gewissensverbieger und black01_next.gif»Grundgesetzbrecher«, in Persona des Herren von und zu auf und davon Herr Dr. Peter Struck, nicht mehr wirklich überraschen!

»Jeder weiß, man kann im Parlament nicht so abstimmen, wie man das im Augenblick gerade für richtig hält« (>>)

2Überaus verräterisch, dieses »man«! Bedeutet es doch nichts anderes, als das dies offensichtlich die ÜBLICHE Praxis von ALLEN - oder doch zumindest mehrheitlich - im Bundestag ist!

Grundgütiger!!! Sehr geehrter Herr Struck, wenn "man"3 nicht so abstimmen kann, wie "man" es für richtig hält, wie, zum Teufel nochmal, wird denn ansonsten abgestimmt? Viel bleibt da nicht mehr übrig! Wenn "man nicht so abstimmt, wie "man" es für richtig hält, ja dann stimmt "man" wohl offenkundig FÜR Sachen, die "man" für falsch hält! Das muss man sich mal ganz in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen! Es geht also nicht um die persönliche Einschätzung der Parlamentarier ob richtig oder falsch, es geht um ... ja worum geht es eigentlich? Was nimmt da anstelle der eigenen Überzeugung den Platz ein? Eins ist sicher, es ist garantiert nicht der im Grundgesetz festgelegte "Wille des Volkes" (ein "winziges" Beispiel: black01_next.gif»Hamburg und die SPD: Glückwunsch, Genossen!«)!! Den Rest könnt ihr euch wohl selbst denken!!

Das sind die Leute die und die Art und Weise wie über unser aller Wohl und Weh entschieden wird! Was das noch mit Demokratie zu tun hat, erschließt sich mir nicht mehr!! Apropos Parteiendiktatur ... ähhh, ich bitte um Pardon, Demokratie natürlich:

»[...] Die eben schon erwähnte Entmachtung des Wählers bei Europawahlen, bei denen er nur eine Stimme hat, die er für starre Parteilisten abgeben muss, findet faktisch auch bei Bundestags- und Landtagswahlen statt (siehe S. 262 ff., 313 f.). Dies wurde durch Untersuchungen zur Bundestagswahl 2002, zur hessischen Landtagswahl 2003 und zur Wahl der deutschen Abgeordneten zum Europaparlament 2004 bestätigt. Dass der größte Teil der Abgeordneten schon vor der Wahl feststand, weil die Parteien sie auf sicheren Plätzen nominiert hatten, habe ich dadurch demonstriert, dass die faktisch schon Gewählten vor dem Wahltermin namentlich genannt wurden. So standen bei der Europawahl schon lange vor dem 13. Juni 2004 77 der zu wählenden 99 deutschen Europaabgeordneten namentlich fest. [...]«
Aus: black01_next.gif»Das System - Die Machenschaften der Macht« von Hans Herbert von Arnim

P.S.: Unseren Kindern wird von derlei Machenschaften selbstredend nichts erzählt. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir solch subversive Realitäten - =die bittere Wahrheit - schon den Kleinen einpflanzen würden. Nicht auszudenken!! Wahren wir lieber den schönen Schein und decken den zuckersüßen, rosaroten Mantel der Unwissenheit darüber: black01_next.gif»Die Sendung mir der Maus...«

 


                                 Palästina (Gaza, Hamas etc.)


Zu Beginn will schon mal klarstellen, daß ich weit davon entfernt bin behaupten zu können, das dortigen Durcheinander vollständig entwirren zu können. Warum sollte das zu diesem Thema auch anders sein als sonst so? Aber ein paar Zusatzinfos meine ich beitragen zu können, wenn auch hier vor Ort nur per Textausschnitte. Die Quellen sind ja angehängt!! (Reinschauen!!!)

Apropos "...sonst so?" und "...Durcheinander...": "Schön" exemplarisch hierzu dürfen wir dieses hier zur Kenntnis nehmen!

»[...] Gleichzeitig werden unter den Augen der deutschen Geheimdienste neue Rekruten für "Terroranschläge", also verdeckte militärische Aktionen, nach Kurdistan (Irak) geschleust, die von dort aus in Kurdistan (Iran) operieren und dort bereits einen Stellvertreterkrig gegen den Iran führen. Allein im Jahre 2005 töteten die westlichen Söldner 120 iranische Soldaten. Unterstützt, ausgebildet und finanziert werden die Terroristen und Söldner der PJAK/PEJAK von den Militärs und Regierungen in den USA und Israel [...]     black01_next.gif»USA, Deutschland und Israel kooperieren mit Terroristen im Irak gegen Iran«

Offensichtlich haben wir in Deutschland die letzten Deppen als Geheimdienste, "flutschen" denen doch tatsächlich unentwegt Terroristen zum Iran durch. Aber was soll man schon erwarten? Sind das nicht die selben, denen "versehentlich" vier Jahre Auslandseinsatz-Daten verlustig gegangen sind?

»[...] Wenn ein Staatschützer laufend zu einer "erhöhten Gefahrenlage"rufen? worauf beziehen sie das? Kaffeesatz lesen? - Sie wissen doch offensichtlich gerade über die entscheidenden Letzten Jahre der "angeblich teigenden Terrorgefahr" nicht mehr als im Kaffeesatz und ihren Köpfen steckt - Traumgebilde eben.«    black01_next.gif»Märchen und Sagen ....«

Glauben wir nicht alle an Märchen und Sagen? Nein?? Schade!! Ich hätte da noch was dazu! So von wegen "EU-Friedenspolitik", die präziser eigentlich eher mit black01_next.gif»EU-Politik führt zu einer beispiellosen Eskalation der Gewalt« beschrieben werden sollte:

»[...] Muriel Asseburg, Forschungsgruppenleiterin Naher/Mittlerer Osten und Afrika bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, also einer Einrichtung, die sonst sogar zu den regierungsnahen Strategiefabriken zählt, hat in einem Analysebeitrag vom Anfang des Jahres dargelegt, dass die Politik der EU – Versuch einer Isolation der Hamas-Regierung, Ablehnung eines jeglichen Dialogs mit der Regierung, völlige Streichung der Haushaltsunterstützung – die Lage in Palästina dramatisch verschlechtert hat. [...] Die europäische Politik habe «das proklamierte Ziel einer friedlichen Konfliktlösung in der Region unterminiert». Anhänger des Präsidenten Abbas hätten «die Haltung des Westens als indirekte Aufforderung interpretiert, nach einem baldigen Scheitern der Hamas-Regierung die Macht wieder zu übernehmen». Anhänger des Präsidenten hätten sogar «die Haltung des Westens dahingehend interpretiert, dass der Westen selbst eine Rückeroberung der Macht durch Waffengewalt decken würde». Und: «Diese Deutung erhält zusätzliche Nahrung durch Waffenlieferungen und militärisches Training für die Abbas unterstehenden Sicherheitskräfte.» Die Isolationspolitik der EU habe aber auch die zur Gewalt neigenden Kräfte der Hamas gestärkt. «Eine beispiellose Eskalation der innerpalästinensischen Gewalt war die Folge», so das Fazit der Analystin. [...]
Die EU fordert von der palästinensischen Regierung, sie müsse vor einer Gesprächsaufnahme das «Existenzrecht des Staates Israel» und alle «bisherigen Abkommen zwischen Israel und der PLO» anerkennen sowie einen «generellen Verzicht auf Gewalt» erklären. [...]«

Hierzu - insbesondere zum letzten Satz - sollte durchaus mal Klartext geredet werden. Denn dieses Dingen mit "dem Existenzrecht Israels" wird allzu leicht dahergesagt! »Viele Bürger mit gutem Willen und achtbaren Werten mögen auf die vordergründige Einfachheit der Wörter von „Israels Recht zu existieren“ hereinfallen (und erst recht auf die Kurzformulierungen) und glauben, dies stelle eine selbstverständliche vernünftige Forderung dar.« So simpel ist die Sache aber einfach nicht!!

»Nun, da der palästinensische Bürgerkrieg – auf den Israel, die US und die EU  lange gewartet haben – im Begriff ist, auszubrechen, mag es an der Zeit sein, die Rechtfertigung zu prüfen, die von Israel vorgebracht wurde und von den USA und der EU als kollektive Strafe für das palästinensische Volk angeblich als Vergeltung dafür gedacht war, dass es bei den letzten demokratischen Wahlen im Januar 2006 falsch gewählt hatte: die Weigerung der Hamas, „Israel anzuerkennen“ oder „Israels Existenz anzuerkennen“ oder „Israels Existenzrecht anzuerkennen “.
Diese drei Formulierungen sind von den Medien, den Politikern und sogar von Diplomaten mal so, mal so verwendet worden, als ob sie dasselbe bedeuten. Das tun sie nicht.
„Israels Existenz anerkennen“ ist ein unlogischer Unsinn. Auf den ersten Blick scheint das eine relativ normale Anerkennung einer Tatsache des Lebens zu sein, so wie die des Todes oder der Steuern. Doch gibt es ernsthafte praktische Probleme mit dieser Formulierung. Was für ein Israel denn, innerhalb welcher Grenzen: Die 55% des historischen Palästina, die für einen jüdischen Staat von der UN-Vollversammlung 1947 festgelegt wurden? Oder die 78% des seit 1948 von Israel besetzten historischen Palästinas und die nun vom den meisten Staaten der Welt als das „eigentliche“ Israel angesehen werden ? Oder die 100% des seit 1967 von Israel besetzten historischen Palästinas, so wie es in den  israelischen Schulbüchern gezeigt wird? Israel hat nie seine Grenzen definiert; denn würde es dies tun, wären ihm Grenzen gesetzt. [...]
Es besteht nämlich ein gewaltiger Unterschied zwischen „Israels Existenz anzuerkennen“ und „Israels Existenzrecht anzuerkennen“. Aus palästinensischer Perspektive könnte dies in etwa mit folgendem verglichen werden: Man fordert von einem Juden, dass er das Geschehen des jüdischen Holocaust anerkennt; und fordert ihn dann auf zuzugeben, dass  es richtig war, dass er stattgefunden hat, ja, dass der jüdische Holocaust moralisch gerechtfertigt war.
Zu verlangen, daß die Palästinenser „Israels Existenzrecht“ anerkennen, hieße zu verlangen, dass die Angehörigen eines Volkes, die wie Untermenschen behandelt wurden – als der grundlegenden Menschenrechte unwürdig – öffentlich erklären, daß sie Untermenschen sind. [...]     
black01_next.gif»Mit der Anerkennung des Existenzrechts Israels würden sich die Palästinenser einverstanden erklären, als Untermenschen behandelt zu werden.«

In meinen Augen überaus wesentliche Punkte (!!!), die leider üblicherweise wie Stiefmütterchen behandelt werden - wie es so schön heißt!!!! Wie wichtig tatsächlich, wird im Folgenden deutlich! Einmal hier...

»[...] Eine weitere 'Idee' war nun, dass Israel den Grenzzaun (bzw. die Mauer), der sich zu 80 % auf palästinensischem Boden befindet und viel Land abschneidet, als vorläufige Grenze anerkannt haben möchte. Ein wahrlich aufopferungsvoller, 'friedenstiftender' Vorschlag, der da an die Palästinenser herangetragen wird. [...]«     black01_next.gif»Die USA wollen einen Bürgerkrieg in Palästina«

... und auch noch hier ...

»[...] Nur wenige Tage nach dem Wahlsieg der Hamas kam es zu einem Treffen des Nahostquartetts USA, EU, Russland und Uno in London. Es endete mit ultimativen Forderungen an die neu zu bildende palästinensische Regierung: Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit, Anerkennung Israels, Einhaltung aller bisherigen Abkommen und Verpflichtungen. Die Wahlsieger proklamierten demgegenüber in zahllosen Erklärungen die Aufrechterhaltung des von der Hamas eingegangenen Waffenstillstands (aber kein Verzicht auf den Widerstand gegen die andauernde Besatzung) und die Zustimmung zu einer Zweistaatenlösung (also eine implizite Anerkennung Israels). Ausserdem werde man die internationalen Verträge einhalten - sofern diese im Interesse des palästinensischen Volkes seien.
Im Grunde genommen fehlte damit nur die ausdrückliche Anerkennung des Staates Israel. Der palästinensische Premier Ismail Hanije erklärte dazu schon Ende Februar 2006, dass Israel nur dann anerkannt werden könne, wenn es den PalästinenserInnen einen Staat ermögliche und ihnen ihre Rechte zurückgebe.
Für die von den USA angeführte internationale Politik schien dies nicht genug zu sein. Stattdessen nahm sie intensive Verhandlungen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas von der Fatah auf - und versprach der Fatah eine baldige Rückkehr an die Regierung. Man müsse sich nur gedulden. In wenigen Monaten sei der Hamas-«Spuk» vorbei. Jetzt gelte es durchzuhalten. [...]«     black01_next.gif»Abbas und die Bushtruppe«

Wenn auch schon vom Februar 2007 (und deshalb z.T. schon von der Wirklichkeit eingeholt), so ist dieser Artikel nichtsdestotrotz gar nicht schlecht.

»[...] Zwar versucht die Hamas immer wieder (und manchmal auch mit Erfolg) ihre Bewaffneten unter politischer Kontrolle zu halten - trotz der Provokationen, die die Fatah-Milizen und politischen Gruppierungen immer wieder inszenieren. Die führende Rolle spielt dabei der ehemalige palästinensische Sicherheitschef aus Gasa, Mohammad Dahlan, den sich die CIA schon in den neunziger Jahren systematisch herangezogen hat und der seit einigen Wochen dabei ist, auch im Westjordanland eine Machtbasis aufzubauen.
Die letzten Waffenlieferungen der USA an die Fatah (die US-Regierung hat ihr nun zusätzlich 86 Millionen US-Dollar Militärhilfe versprochen) waren offensichtlich der Auslöser für die schweren Zusammenstösse der vergangenen Tage.[...]«

Wie wir mittlerweile wissen, hat die "Idee" mit dem "Zögling" Fatah nicht recht funktioniert. Womit wir wieder am Anfang sind, nämlich dem Punkt "...Durcheinander...", das gänzlich zu durchdringen kaum möglich ist.

»[...] Der Sieg der Hamas passte vollkommen zu ihren Zielen. Mit der Hamas muss man nicht reden, auch nicht den Rückzug aus den besetzten Gebieten anbieten oder gar über die Auflösung der Siedlungen verhandeln. Die Hamas ist das Monster unserer Zeit, eine „Terroristenorganisation“ – und mit Terroristen verhandelt man nicht.
WARUM ALSO waren die Leute in Jerusalem in dieser Woche nicht zufrieden? Und warum entschieden sie sich, sich „nicht einzumischen“?
Zwar zeigten sich die Medien und die Politiker, die seit Jahren mitgeholfen hatten, die palästinensischen Organisationen gegen einander zu hetzen, befriedigt und rühmten sich mit „wir haben es euch doch gesagt!“. Schaut, wie die Araber sich nun gegenseitig umbringen. Ehud Barak hatte Recht, als er vor Jahren sagte, unser Land sei wie „eine Villa mitten im Dschungel“
Aber hinter den Kulissen konnte man Stimmen der Beunruhigung und Angst vernehmen.
Die Verwandlung des Gazastreifens in ein Hamastan hat eine Situation geschaffen, auf die unsere Führer nicht vorbereitet waren. Was muss jetzt getan werden? [...]«     black01_next.gif»Krokodilstränen«

Ich verwirre noch ein wenig weiter...

»[...] Andererseits wird bei der gegenwärtigen Diskussion bewußt ausgeblendet, daß andere Länder seit langem bzw. jahrelang eine Unterstützung an Hamas geleistet haben oder noch leisten. Besonders wichtig ist hier Saudi Arabien, das aber trotzdem keine Kritik zu befürchten hat. Es handelt sich schließlich um einen wichtigen westlichen Verbündeten.
In der gegenwärtigen Debatte wird auch bewußt ignoriert, daß ausgerechnet Israel in den siebziger  Jahren und bis weit in die achtziger hinein in den besetzten Gebieten die Muslimbruderschaft (und deren Ableger, Hamas) förderte. Dabei ging es darum, der als gefährlicher betrachteten, nationalistischen PLO eine scheinbar harmlose, religiös-konservative Konkurrenz als Gegengewicht heranzuzüchten. Die US-Zeitschrift Newsweek - anti-westlicher oder anti-israelischer Tendenzen vollkommen unverdächtig - erklärte das so: "Jahrelang schienen die arabischen Fundamentalisten zuverlässige Bauern in Stellvertreterkonflikten mit hohem Einsatz zu sein. Sie widersetzten sich massiv den wichtigsten Feinden des Westens, dem Kommunismus und seinen regionalen Verbündeten, dem linken arabischen Nationalismus. Da sie der PLO feindlich gegenüberstanden, erschienen sie für eine israelische Teile-und-Herrsche-Strategie genau passend. Und sie waren ideologisch mit dem wichtigen Verbündeten und Öllieferanten des Westen, Saudi Arabien, auf einer Wellenlänge. ... In den siebziger Jahren begann Israel die Muslimbruderschaft als Gegengewicht zur PLO aufzubauen - und setzte das sogar noch fort, als israelische Truppen im Libanon mit schiitischen Radikalen zu kämpfen begannen." [...]«     
black01_next.gif»Ein trojanisches Pferd - Hamas und die Hintermänner«

Na da schau her!! Wie ich sagte: verwirrend!! Aber wie dem auch sei, für mich persönlich sind die entscheidenden Sätze folgende:

»Zwar zeigten sich die Medien und die Politiker, die seit Jahren mitgeholfen hatten, die palästinensischen Organisationen gegen einander zu hetzen, befriedigt und rühmten sich mit „wir haben es euch doch gesagt!“. Schaut, wie die Araber sich nun gegenseitig umbringen.«

»...es wird alles dafür getan, dass sich die palästinensische Seite radikalisiert,...« (>>)

Im Grunde ist es gleichgültig, wer genau da nun an der Macht ist und/oder wer nicht. Wichtig ist, daß "sie" sich uneins sind!! Der berühmte Keil der Uneinigkeit!!! Das realpolitische Pendant zum fiktiven, Zwietracht sähenden black01_next.gif»Tullius Destructivus«, scheint mir hier entscheidend zu sein! Aus Sicht der entscheidenden Machthaber (!!) haben sich damit beinahe alle Israel/Palästina Probleme quasi in Luft aufgelöst, oder sind zukünftig zumindest um ein nicht geringes Maß "leichter" zu handhaben! Menschlich-moralisch absolut pervers, aber nun wahrhaftig nicht Neues und deshalb halbwegs plausibel - wie ich meine!! DAS scheint mir der vorrangigste Punkt. Jedoch sollte auch nicht unerwähnt bleiben - wenn auch in meinen Augen als "nachgelagert" anzusehen -, daß, ebenfalls wie immer, sich selbstredend auch noch genügend genau so machtgeile, verstockte und verblendete (in diesem Falle PLO und Fatah) finden, die sich "bereitwillig" instrumentalisieren lassen! Und wie stets in der Menscheitsgeschichte, bleibt "das eigentliche Volk" mal wieder auf der Strecke! Zum Kot....!!!

Und für die, die bis hierher immer noch nicht genug zu lesen bekamen , zum Schluß noch zwei Links, die vielleicht noch von Interesse sein könnten:

black01_next.gif»Der Gazastreifen ist nicht nur ein Gefängnis – er ist auch ein Laboratorium«

black01_next.gif»Hintergrundinformation zur Israelisch-Palästinensischen Krise in Frage u. Antwort«

 

 » 17. Juni 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Leicht lassen wir uns von Dingen überzeugen, die uns Freude machen«

MADELEINE DE FONTAINE

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

  »Neues von der Kreditfront (April 07)« (>>)

»Der Leit"zins"« (>>)

POLITIK

 

»Afghanistan« (>>)

»23 Punkte zur EU-Verfassung« (>>)

  

  WIRTSCHAFT

 


                                Neues von der Kreditfront (April '07)


 
 

Vorab 1:

(Kurz nochmal erwähnt: Natürlich handelt es sich naturgemäß um Daten der Vergangenheit. Eine darauf basierende "Hochrechnung" und konkrete Aussage für die Zukunft ist nur bedingt möglich. Aber es gibt uns doch einen groben Überblick über den "Stand der Dinge". Und allein der ist schon dermaßen elementar, daß es sich allemal lohnt!!)


Vorab 2:
Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus black01_next.gif"DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....
     
     

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitteblack01_next.gifHIER kurz reinschauen.

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)

Nichtbanken (Nicht-MFIs) (>>) =
In- und Ausländer:
• Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)
Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 Neu-
kredit-
vergabe
[%]

April 05

44,3

2,36

Mai 05

72,7

-0,79

Juni 05

85,4

-1,11

Juli 05

68,8

0,24

Aug 05

68,3

0,14

Sep 05

69,6

0,16

Okt 05

65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

 Juli 06

50,9

-0,03

 Aug. 06

63,8

+0,07

 Sep. 06

78,7

+0,71

 Okt. 06

55,9

+0,37

 Nov.06

59,4

+0,44

 Dez.06

77,8

-1,43

 Jan.07

73,5

+1,35

 Feb.07

81,8

+0,01

 Mrz.07

80,6

+0,33

Apr. 07

??

+1,05

( >> ,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Im April '07 zog die Neukreditvergabe ziemlich kräftig an. Ein Plus von 1,35 Prozent oder 40,41 Mrd.€ steht zu notieren! Wobei dieses "Wachstum" - und das ist nicht ganz unerheblich, wie ich meine - zu 33,0 Mrd.€ allein auf die auf die Wertpapiere von Nichtbanken entfällt. Ich wiederhole an dieser Stelle schon mal kurz:

            »Als Wertpapiere auszuweisen sind Aktien, Zwischenscheine, Investmentanteile, Optionsscheine, Zins- und Gewinnanteilscheine, börsenfähige Inhaber- und Ordergenuss-Scheine, börsenfähige Inhaberschuldverschreibungen, auch wenn sie auf den Namen umgeschrieben oder vinkuliert sind und unabhängig davon, ob sie in Wertpapierurkunden verbrieft oder als Wertrechte ausgestaltet sind, ferner börsenfähige Orderschuldverschreibungen, soweit sie Teile einer Gesamtemission sind, andere festverzinsliche Inhaberpapiere, soweit sie börsenfähig sind, und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, soweit sie börsennotiert sind.« (>>)

Dazu dann mehr weiter unten (Punkt 2) und unter 3.), Stichwort "Aktien und sonstige Dividendenwerte".

Die Tilgungswerte (Tabelle links) werden seit Feb.'07 nicht mehr in der "normalen" Pressenotiz (>>) mit angegeben!! Damit fehlt der zeitnahe Abgleich, ob wirklich die Neuverschuldung angezogen hat, oder einfach nur eine niedrige Tilgung vorlag. Ersatzweise könnten wir die Daten in der übergreifenden Kapitalmarktstatistik (>>) einsehen. Nur leider liegen diese Zahlen immer zwei Monate im Rückstand. Die gehen mir langsam aber sicher auf den Senkel (Entschuldigung!!).

Emissionsstatistik für Wertpapiere (inländischer Rentenmarkt, ohne Aktien) (Buba >>):

Insgesamt lag der Netto-Absatz deutscher Emittenten im April '07 bei +8,7 Mrd. Euro (März. 07 = +9,4).

••• An dieser Stelle wollte ich zum Abgleich eigentlich einen Vergleich zum Vorjahr bringen. So langsam verstehe ich aber gar nichts mehr!! Anscheinend gab's auch bei dieser Statistik mal wieder eine "geringfügige" Änderung (oder ich bin wirklich einfach zu blöde). Denn die Original-Vorjahrsstatistik weist gänzlich andere Werte aus, als die diesmonatliche des April '07, die ebenfalls Vorjahreswerte aufführt. Und zwar dergestalt:

 

black01_next.gif»Emissionsstatistik aus 2006 für April 2006«

black01_next.gif»Diesmonatliche April 07 Statistik«, ebenfalls für April 2006 ausgewiesen

Wertpapierabsatz, jeweils Netto-Absatz [Mrd.€]

Inländische Schuldverschreibungen insgesamt

7,9

0,0

Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand

5,2

1,5

Also ich blicke da nicht mehr durch! Teilweise andere Benennungen, gänzlich andere Werte ... da ist überhaupt nichts mehr irgendwie vergleichbar. Wie soll "man" damit noch vernünftige Aussagen treffen, wenn die Vorjahresvergleiche im Grunde nicht mehr möglich sind?? Das Einzige, was an den ganzen Statistiken noch Beständigkeit zeigt, ist die penetrante Unbeständigkeit durch diverse "Revisionen" und/oder Erfassungsänderungen usw. usf. Ob beabsichtigt oder nicht , eine einigermaßen vernünftige "Überwachung" des Status Quo ist mit derlei Nebelwänden kaum mehr möglich! Es sei denn, ich seh da irgendwas nicht oder vollkommen falsch und schnall nix!! •••

Nun gut, wie auch immer; weiter im "normalen" Text ...

Auffällig außerdem, daß...

 

• ... ein weiteres Mal und mit großem Abstand (öffentliche Hand beiseite gelassen) die Kreditinstitute die größten inländischen Emittenten (netto +4,9 Mrd.€) darstellen! "Halsabschneider" hin oder her, verschuldungswillig- und fähig sind die Kreditinstitute allemal. Da sich gleichzeitig bei den Unternehmen aber weniger als nichts tat (»...per saldo tilgten sie im Berichtsmonat Schuldverschreibungen im Wert von 0,9 Mrd €«, was, nebenbei, meines Erachtents für meine "Aktienthese" weiter unten spricht), frage ich mich, ob das wirklich eine gute Entwicklung ist??

• ... die öffentliche Hand in der Summe diesmal mit +4,7 Mrd.€ als Kapitalmarktschuldner auftrat! Wie gesagt, abgesehen von den Banken und der öffentlichen Hand ist hier im Grunde kein Schuldner existent! Ich weiß nicht, ich weiß nicht, optimal ist das alles irgendwie nicht!!

 

Für das Gesamtjahr 2007 der Nichtbanken, ergibt sich somit bis dato ein Plus der Neukreditvergabe von +104,55 Mrd. Euro oder +2,77%. Zum selben Zeitpunkt (April) des Vorjahres lagen wir mit +2,80% im Grunde gleich auf.
Grundsätzlich ja keine schlechten Zahlen. Das aber seit Dez. 06 allein auf die Wertpapiere von Nichtbanken 61,6 Mrd.€ der 104,55 Mrd.€ entfallen, halte ich schon zumindest für ein klein wenig bedenklich. Wie gesagt, mehr dazu weiter unten und unter 3.) zu den "Aktien und sonstige Dividendenwerte".

 

Desweiteren sei noch kurz erwähnt, das sich nur Bund und Länder bis einschließlich März 07 mit insgesamt 5,78 Mrd.€ neuverschuldet haben und...

 

»...Trotz der deutlich besser als veranschlagten Entwicklung wird der Bund im laufenden Jahr die reguläre Kreditobergrenze ohne Vermögensverwertungen, die lediglich einmalig nennenswerte Haushaltsentlastungen bewirken, voraussichtlich allenfalls knapp einhalten und von einem dauerhaft ausgeglichenen Haushalt noch weit entfernt sein....« (>>)

 

Trotzdem sich die öffentliche Hand bis dato also tatsächlich mäßigen kann (zumindest gegenüber der jüngeren Vergangenheit), gehen wir doch weiter zu den Privaten (oben ist ja teilweise eben doch auch die öffentliche Hand enthalten):
 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 2006

2452,43

+1,56

 Jan 07

2470,48

+0,74

 Feb 07

2462,96

-0,30

 Mrz. 07

2471,48

+0,35

 Apr. 07

2495,96

+0,99

Die Buchkredite gingen bei den Unternehmen und Privatpersonen im April '07 leicht nach unten!! Und zwar um 4,18 Mrd. Euro oder -0,18%!

Inklusive der Wertpapiere allerdings (nebenstehende Tabelle, Summe Buchkredite & Wertpapiere) gab's einen kräftigen Zuwachs von  +24,38 Mrd.€ oder +0,99%!! Die Wertpapiere selbst legten dabei um rd. 28,6 Mrd.€ zu! Das ist, wie oben ja auch schon erkennbar, nun wirkllich bemerkenswert. Auch wenn zu den Wertpapieren nicht nur und ausschließlich Aktien zählen, so glaube ich trotzdem, daß es nicht allzu gewagt ist, einen nicht ganz unbedeutenden Teil der Zuwächse, den Aktien zuzuschreiben! Und da bei dieser "rein privaten" Statistik nun wirklich überhaupt keine Buchkredite mehr auftauchen - und auch im gesamten bisherigen Jahresverlauf die Wertpapiere einen ordentlichen Batzen ausmachten -, halte ich dies nicht für eine nachhaltig positive Entwicklung. Überspitzt formuliert: Mit Maschinen werden Autos gebaut, nicht mit Aktien!!

Wie dem auch sei, das Gesamtjahr 2007 sieht somit bisher wie folgt aus:
Bei den Buchkrediten ein Plus von 14,45 Mrd.€ oder +0,64% (Vorjahr im April +0,29%). Inklusive der Wertpapiere stellt sich das Bild so dar: +73,43 Mrd.€ oder +1,77% (Vorjahr im April +1,47%).
Betrachten wir die Wertpapiere nicht als "Vermutstropfen", so können wir durchaus von einer einigermaßen positiven Situation ausgehen. Tja, und was den "Vermutstropfen" selbst angeht, müssen wir wohl der Dinge harren, die da kommen, und uns "überraschen" lassen!

Das Saldo der deutschen Leistungsbilanz (der Blick zu den -- sozusagen -- ausländischen, für die BRD "ersatzweise" einspringenden, stellvertretenden Kreditnehmern) lag im April 07 bei +9,6 Mrd.€ (>> & Graphik rechts). Im Vergleich zum Vormonat mit den "sagenhaften" +17,3 Mrd.€ bedeutet dies zwar einen starken Rücksetzer, ist für sich genommen aber immer noch ein recht guter Wert! Von Jan. bis April 07 weist sie insg. die Zahl von +46,8 Mrd.€ aus (Jan.-Apr. '06 = +34,1 Mrd.€).

Ein Prosit auf "unsere" ausländischen "Kreditgeber", die uns freundlicherweise weiterhin hochhalten!!

Die europäischen "Hochhalter" schauen wir uns als nächstes an:

 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" (Mrd. €) (>>)

Ab sofort kürze ich in dieser Kategorie ein bißchen ab und nutze das Angebot der BuBa!

Links die Graphik zeigt die Entwicklung: im März +1,5 % für Europa gesamt (alle Kreditarten zusammen). Für 2007 bedeutet dies bisher einen Zuwachs von insgesamt +4,7% (>>). Was soll ich sagen, beinahe sensationell!!

Allerdings muß hier ein Wort zu den Aktien und sonstige Dividendenwerte der Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen (Bild rechts) fallen gelassen werden; die sind in obigen "sensationellen" Daten nämlich mit enthalten!! Seit 1997 haben sie sich, von rd. 220 Mrd.€ auf jetzige 909,5 Mrd.€, mehr als vervierfacht; mit einem im April '07 zu verzeichnenden Anstieg von allein knapp 60 Mrd.€ - was 7% entspricht!! Keine Frage, auch der Rest der Kreditvergabe (z.B. die Buchkredite) zieht regelmäßig deutlich an. Allerdings hat sich auch der Anteil der Aktien und sonstige Dividendenwerte am gesamten Kreditbestand der privaten seit 1997 fast verdoppelt, nämlich von 4,4% in 1997 auf jetzt 8,2%. Ich weiß nicht, wie weit das noch unfallfrei gehen kann, aber mich persönlich beschleicht diesbzgl. ein eher beklemmendes Gefühl. Ob das tatsächlich alles noch als "gesund" bezeichnet werden kann, ist für mich durchaus fraglich.

Überdies fällt auf, daß die genannte 7%-Steigerung im April seit 1997 nur viermal annähernd erreicht oder übertroffen wurde. Als da wären 1998, 2000, 2005 und 2006. Bis auf 2005, wo der Abtaucher nicht ganz so ausgeprägt war, nichtsdestoweniger aber vorhanden, folgte auf eine derartige Kreditvergabeexplosion der Aktien und ... in allen Fällen eine deutliche Aktien"korrektur" (siehe als Beispiel den black01_next.gif»DAX«). Ich weiß, nichts muß so werden, wie es mal war, zumal der April ja auch schon ein Weilchen her ist.. Aber alles in allem gefällt mir diese Entwicklung einfach nicht. Das "riecht" mir ein wenig zu sehr nach "locker und leicht" verdientem Geld, in dem "schmutzmachende Machinen" zunehmend an die Außenlinie gedrängt werden. Mag sein, daß ich das falsch sehe. Ich kann mich diese Eindrucks aber irgendwie nicht erwähren!

1Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.

Zurück zur allgemeinen Kreditvergabe!! Die folgende Tabelle1, sowie die nachstehende Graphik, geben einen Überblick über die Verteilung zu den einzelnen Ländern der EU!

 

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
 Hier: Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften + Private Haushalte + Sonstige Private 

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Slo-
wenien

Finn-
land

Ø

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

-

119,8

748,28

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

Zuwachs [%]

-0,15

-0,26

0,52

1,72

1,49

2,01

0,22

1,13

0,70

-0,70

0,82

-

0,67

0,68

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Zuwachs [%]

0,57

-0,18

-0,65

2,07

0,53

1,97

2,38

-0,09

0,98

0,34

-0,18

-

1,00

0,73

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Dezember '06

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

-

123,6

762,9

Zuwachs [%]

1,99

-1,24

2,82

2,09

0,65

0,98

0,92

-7,39

-0,07

0,82

0,50

-

1,48

0,30

Dezember '06

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

-

123,6

762,9

Januar '07

275,90

2343,30

157,30

1543,40

1615,50

332,00

1353,80

103,10

910,20

273,20

222,20

20,00

124,60

772,9

Zuwachs [%]

1,66

0,66

0,38

1,05

1,60

1,00

0,64

4,14

2,07

0,63

0,23

-

0,81

1,24

Januar '07

275,90

2343,30

157,30

1543,40

1615,50

332,00

1353,80

103,10

910,20

273,20

222,20

20,00

124,60

772,9

Februar '07

277,70

2349,30

159,80

1557,50

1631,10

336,70

1363,20

104,00

911,00

274,90

224,50

20,30

125,20

777,93

Zuwachs [%]

0,65

0,26

1,59

0,91

0,97

1,42

0,69

0,87

0,09

0,62

1,04

1,50

0,48

0,92

Februar '07

277,70

2349,30

159,80

1557,50

1631,10

336,70

1363,20

104,00

911,00

274,90

224,50

20,30

125,20

777,93

März '07

281,70 2357,30 164,10 1587,60 1646,40 338,00 1376,50 105,20 932,30 276,00 226,60 20,80 126,70 786,60

Zuwachs [%]

1,44 0,34 2,69 1,93 0,94 0,39 0,98 1,15 2,34 0,40 0,94 2,46 1,20 1,43

März '07

281,70 2357,30 164,10 1587,60 1646,40 338,00 1376,50 105,20 932,30 276,00 226,60