WIRTSCHAFT

»Maastricht-Kriterien / Rentenkassen« (>>)

 »Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null")« (>>)

POLITIK

»EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel« (>>)

WIRTSCHAFT

»US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien« (>>)

 »Fetish contra Mantra (ein bißchen was zu "Geld")« (>>)

POLITIK

»Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne« (>>)

»Palästina (Gaza, Hamas etc.« (>>)

WIRTSCHAFT

  »Neues von der Kreditfront (April 07)« (>>)

»Der Leit"zins"« (>>)

POLITIK

»Afghanistan« (>>)

»23 Punkte zur EU-Verfassung« (>>)

 WIRTSCHAFT

  »Einführung in das Rechtsystem der geordneten Anarchie« (>>)

»Raus aus der (Arbeitslosen-) Statistik« (>>)

»Schuldsklave« (>>)

»DAY-Chart« (>>)

POLITIK

»Neocon Zoellick soll Chef von Weltbank werden / G8-Gipfel (Genua 2001)« (>>)

»CO2-Schwindel - Teil IV« (>>)

»RCTV Venezuela, Desinformation via DPA und AFP« (>>)

»Warum ich die Demokratische Partei verlasse« (>>)

WIRTSCHAFT

  »Versorgungsempfänger - (Personal)Ausgaben des Staates + Statistiktrickserien« (>>)

»Autos kaufen keine Autos« (>>)

»Bank Lending Survey« (>>)

POLITIK

»Kampf der Kulturen« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (März '07)« (>>)

  »Debitismus ultrakurz und Reaktionen darauf« (>>)

POLITIK

»Stadionpläne: Finanzpolitischer Offenbarungseid [Mainz]« (>>)

»Die modernen Kreuzritter der USA« (>>)

SONSTIGES

»Antwort vom Bundesverkehrsministerium« (>>)

  

 » 07. Juli 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»In der Demokratie geht die Macht vom Volke aus, doch häufig kehrt sie nicht zu ihm zurück.«

HELLMUT WALTERS

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

(08.07.07)

!! In eigener Sache !!
(!! Muß leider sein, SORRY !!)

 

Seit geraumer Zeit schwirren unmengen an Gästebucheinträgen durch's Netz, innerhalb derer unter anderem auf meine Seite verlinkt wird. Dabei tauchen häufig die gleichen Namen auf:

Einige Beispiele:

black01_next.gif
»Alexander Müller«
black01_next.gif»Germar Rudolf«
black01_next.gif
»Anastasia Berkhoff«
black01_next.gif»Lothar Kannegiesser«

Mir ist das zwar schon anhand meiner Domain-Statistiken aufgefallen; aber gut, weitere Gedanken habe ich mir darüber auch nicht gemacht! Warum auch, ist ja zunächst mal nichts dabei! Nun hat sich aber just obengenannter Alexander Müller am 05.07.07 auch bei mir selbst ins black01_next.gif»Gästebuch« eingetragen:

»Da mir die Seite hier ausserordentlich gut gefällt habe ich einen direkten Link von miprox auf meine Seite gesetzt. Deshalb ist Ihre Seite jetzt so stark besucht, auch wegen der Gästebucheinträge unserer Mitglieder für miprox. Viele liebe Grüße aus Hannover von Alex www.zdd.dk«

Tja, und damit hat's dann auch bei mir endlich Klick gemacht!! Offensichtlich läuft da 'ne ganz große "Mobilmachung". Denn erstens, schauen wir uns die Einträge in den Massen an Gästebüchern mal genauer an (obigen Links folgen und durchklicken!), sehen wir auch noch unter vielen anderen Namen (Pseudonymen) verdächtig ähnlich aussehende und inhaltliche Einträge. Und zweitens taucht dabei immer wieder z.B. ein Link - neben vielen anderen "Seltsamkeiten" - zu der Seite black01_next.gif»http://www.bfed.dk/« ("Bund für echte Demokratie") auf. Diesbezüglich fand ich dann dies:

»Als Mitglied einer "KRR" kann man Dipl.-Ing. Norbert Steinbach nicht bezeichnen. Der von ihm gegründete "Bund für echte Demokratie" (BfeD) ist eher ein Sammelbecken für Menschen, die sich selbst als "Justizopfer" bezeichnen. [...] Auch wenn es zunächst so aussehen mag: der BfeD ist mithin beileibe kein Soloprojekt des Herrn Steinbach. Auf der Internetseite des BfeD finden sich Kontaktadressen von Mitgliedern aus Deutschland, ja sogar aus Europa. [...] Steinbach war kurze Zeit Mitglied der "Schill"-Partei, bis er dieser zu extrem und ausgeschlossen wurde. In dem Beschluß des Partei-Schiedsgerichts vom 21.10.2002 (1 S 110/02) heißt es u.a.

"Selbst wenn der Antragsgegner grundsätzlich das Recht zur freien Meinungsäußerung hat, zeigen seine Behauptungen und seine Ausdrucksweise eine menschenverachtende Gesinnung und ein Vergreifen in der Wortwahl."

Auf den Internetseiten seines BfeD befinden sich neben einem "Pranger" u.a. für Richter/innen und Staatsanwälte weitere antisemtische Texte; hier zeigen sich zumindest ideologische Verbindungen zu Horst Mahler, den er gerne zitiert. Außerdem hängt Steinbach der "Chemtrail"-Verschwörungstheorie an. Für Steinbach stecken natürlich die "Zionisten" dahinter, welche die Menschen vergiften wollen...[...]

black01_next.gif»Komplett...«

Interessant hierzu auch noch ein Artikel von Telepolis (2005): black01_next.gif»Bitte sofort die Fenster schließen!«

»[...] So startete sie um die Jahreswende eine bombastische Aufklärungskampagne. Nein, nicht auf der Straße oder vor Arbeitsämtern und Schulen, das wäre wegen der Volks-Vergasung, die diesmal ja von oben kommt, viel zu gefährlich, sondern im Internet oder genauer gesagt: in Internet-Gästebüchern. Wer Norbert Steinbachs Namen nämlich bei Google eingibt, der findet in zahllosen und offensichtlich völlig beliebig ausgewählten Gästebüchern seine Botschaften ans Volk: [...]«

Also, ich sag's, bzw. frag's mal so: Jeder - mich eingeschlossen - setzt Links mit irgendeinem "Hintergedanken"! Würdet ihr euch hinsetzen und euch in hunderten von Gästebüchern eintragen? Und wenn dann dabei dann auch noch unentwegt dergleichen Seiten wie http://www.bfed.dk/ (und noch so einige andere RECHT(S) merkwürdige) verlinkt werden, was haben wir dann davon zu halten?

Nun bin ich durchaus der Meinung, daß grundsätzlich jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung hat. Das schließt für mich auch das Eintragen in massenweise, warlos ausgewählte Gästebüchern und das Setzen beliebiger Links mit ein! Allerdings nehme ich für mich das selbe Recht in Anspruch!! Deshalb will hier klarstellen...

...daß ich absolut NICHT darum gebeten habe, meine Seite im gleichen Atemzug mit den diversesten Seiten zu nennen, oder/und sie dort zu verlinken, mit denen ich definitiv aber auch gar nichts am Hut habe.

...daß ich nichts dafür kann und ganz sicher bin ich NICHT der Initiator!!

...zudem distanziere ich mich vorsichtshalber ausdrücklich von den, zugleich mit meiner Seite verlinkten Domains!

...überdies behalte ich mir vor, den oben zitierten Eintrag des Alexander Müller in meinem Gästebuch, zu gegebener Zeit evtl. zu löschen! (vorerst, um den Zusammenhang nicht auseinander zu reißen, lasse ich ihn allerdings beabsichtigt noch stehen) Das ist mein Recht, daß ich habe und höchst wahrscheinlich anwenden werde!! Denn das grundsätzliche Recht auf freie Meinungsäußerung bedeutet nicht, daß ich mit dieser Meinung auch konform gehen muß. Außerdem schließt es auch nicht automtisch mit ein, daß ich Links auf meiner Seite lasse, von deren Inhalt ich nicht überzeugt bin!! Ich habe überhaupt nichts gegen das bloße Vorhandensein solcher Seiten (das gehört ganz sicher dazu), aber ich muß sie nicht auch noch weiter verbreiten helfen oder gar unterstützen!! Und wenn jemand ein derartiges Vorgehen an den Tag legt - nämlich hunderte Gästebücher, mit 'zig verschiedenen Pseudonymen und Personen, mit Links zu versehen (das allein ist schon ein Grund), mit denen ich nichts anfangen kann, meine Seite auch noch ungefragt mit einbezieht und sich dann auch noch in meinem Gästebuch einträgt, für das ich verantwortlich zeichne -, dann ist dies für mich ein Grund, diesen Eintrag ziemlich sicher zu löschen! Mal ganz abgesehen von so einigen Eintragstexten, die mir RECHT(S) fragwürdig vorkommen.

Das sind mir einfach zu viele, zu weitläufige Verquick- bzw. Verbindungen, die ich nicht im Detail überblicken kann.

Holzauge sei Wachsam!!!!

 

 

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»Maastricht-Kriterien / Rentenkassen« (>>)

 »Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null")« (>>)

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»EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

  

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                                 Maastricht-Kriterien / Rentenkassen


 

Zur Defizitquote der öffentlichen Haushalte für 2006 gibt es bei black01_next.gif»staatsverschuldung.de« ein durchaus erwähnenswertes Detail:

»Im Jahre 2006 ist die deutsche Staatsverschuldung wiederum stark angestiegen, nämlich um 39 Mrd. EUR. Dies teilt das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung mit. [...]

Aber: Das Ergebnis ist durch einen einmaligen Sonderfaktor verfälscht. Bis Ende 2005 mussten die Betriebe in Deutschland die Sozialversicherungsbeiträge am 10. des Folgemonats bezahlen. Die Beiträge für Dezember 2005 wurden also am 10. Januar 2006 gezahlt. Um die Kassenlage der Sozialversicherung zu verbessern, muss nun früher gezahlt werden, nämlich am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats! Für Dezember 2006 wurde also schon am 27. Dezember 2006 gezahlt. Auf diese Weise wurden einmalig im Jahre 2006 Sozialversicherungsbeiträge für 13 Monate gezahlt! Es geht um etwa 20 Mrd. EUR!

Realistisch betrachtet betrug das Defizit also 60 Mrd. EUR, das entspricht 2,6% des Bruttoinlandsprodukts!

Außerdem enthält die Pressemitteilung nur die halbe Wahrheit. Denn das andere Kriterium des Maastricht-Vertrags, die Verschuldungsgrenze, wird nicht erwähnt! Bis zu 60% des Bruttoinlandsprodukts darf die Gesamtverschuldung betragen. Diese hatte Ende 2006 1560 Mrd. EUR erreicht, das sind 67%!
Es kann also keine Rede davon sein, dass Deutschland den Europäischen Stabilitätspakt einhält.«

Es gibt eben nichts, was nicht hurtig mit ein bißchen Gesetzesänderungen und "gutmeinenden" Statistiken vordergründig ins Lot gebracht werden könnte. Oder sollten wir es eher Flickschusterei nennen?
 

Tabelle 2007:
Nachhaltigkeitsrücklage (ehemals Schwankungsreserve) und liquide MIttel
(>>)

Am Ende des Monats

Nachhaltigkeits-
rücklage

in Millionen Euro

Nachhaltigkeits-
rücklage

in Monatsausgaben

Verfügbare liquide Mittel in Millionen Euro
Verfügbare liquide Mittel in Monatsausgaben

Dezember Vorjahr

9.550,1

0,60

9.885,1

0,62

Januar

8.952,9

0,56

9.118,9

0,57

Februar

8.085,5

0,51

8.253,7

0,52

März

7.621,6

0,48

7.785,4

0,49

April

7.820,3

0,49

7.991,7

0,50

Mai

8.003,8

0,50

8.199,5

0,51

Juni

0,0

0,0

0,0

0,0

Juli

0,0

0,0

0,0

0,0

August

0,0

0,0

0,0

0,0

September

0,0

0,0

0,0

0,0

Oktober

0,0

0,0

0,0

0,0

November

0,0

0,0

0,0

0,0

Dezember

0,0

0,0

0,0

0,0

Rentenkassen: Keinen Schimmer, ob oben angesprochener Sachverhalt auch jetzt noch Auswirkungen zeitigt, die nakten Daten sehen jedenfalls ganz gut aus. Alsoooo, vorbehaltlich etwaiger Statistikfinessen, die nicht immer unmittelbar durchschaubar sind ("man" weiß ja nie), stellt sich die finanzielle Lage der Rentenkassen momentan dergestalt dar, wie in der Tabelle rechts zu sehen ist!

Langfristig:
Schwankungsreserve: und als Tabelle (inkl. Euro-Angaben) black01_next.gif»hier«.


Jahr

Verfügbare liquide Mittel
[Mill. €]

Gesamt

2000

10.917,9

2001

10.439,1

2002

7.115,2

2003

5.799,9

2004

4.938,8

2005

1.793,7

2006

9.885,1

 

Was für ein Sprung von 2005 auf 2006! Dergleichen ist einfach nicht auschließlich in "gutem Wachstum" zu begründen! Und trotz der augenblicklich soliden, absoluten Zahlen, läßt sich durchaus erkennen, daß die Reserven tendenziell schon wieder rückläufig sind! Wobei hierzu zu sagen ist, daß die »Deutsche Rentenversicherung (DR)« schon selbst von Folgendem ausgeht:

Ergebnisse (>>)

2006

2007

2008

2009

2010

Beitragssatz in Prozent

19,5

19,9

19,9

19,9

19,9

Nachhaltigkeitsrücklage in Millionen Euro

8.249 

5.811

4.347

4.948

7.596

Warum allerdings die Schwankungs-
reserve ausgerechnet 2010 wieder dermaßen "aufgefüllt" werden sollte (??) ... keine Ahnung. Abgesehen davon, schaue ich mir die zugrundeliegenden black01_next.gif»Annahmen« an, so geht die »DR« hierfür von stetig steigenden Bruttoentgelten, steigenden Beitragszahlern und fallenden Arbeitlosenzahlen (siehe unten) aus.

Ich will's mal so ausdrücken: Trotz der laufenden und gelaufenen Statistik"unreinheiten"  - durch die dem Laien eine wirklich genaue und konkrete Einschätzung kaum möglich ist - denke ich schon, daß die Lage derzeit tatsächlich einigermaßen "entkrampft" ist (jedenfalls im Vergleich zu der jüngeren Vergangenheit). Aber wenn selbst die »DR«, mit ihren eigenen unterstellten Annhamen, die ich wenigstens für gewagt positiv halte, eine trendmäßige Reduktion der "Reserven" sieht, was geschieht dann erst, wenn diese Annahmen auch nur teilweise nicht eintreffen? Wie schnell das geht, durften wir vor gar nicht allzu langer Zeit feststellen und werden wir, meines Dafürhalten, in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder zur Kenntnis nehmen müssen!  Und im Falle des Falles sind dann die ganzen "Verschleierungstaktiken" alles andere als hilfreich, weil sie schlicht nicht die Wirklichkeit widerspiegeln. Wenn man am Spiegelbild herumdoktort, bringt das relativ wenig!

Kurz zusammengefasst: Für "den Augenblick" - trotz der allgemeinen Aufschwungshysterie - lediglich einigermaßen "zufrieden", für die nicht mal übermäßig weit entfernte Zukunft sogar eher skeptisch. Diese meine allgemeine Grundskepsis werde ich erst dann ablegen - ihr werdet nicht allzu überrascht darüber sein -, wenn sich in den beiden Graphiken links wirklich wieder Nennenswertes nach oben tut (allein mir fehlt der Glaube). 

Hierzu werfen wir dann auch noch einen extra schnellen Blick auf die neuesten Zahlen (Mai 07) der Kreditvergabe an die »Unternehmen und Privatpersonen« (Bild rechts!). Wir sehen einen Rückgang um 0,16% ggüb. Vormonat; die Wertpapiere mit einbezogen, zeigt sich sogar eine Einbuße um -0,88%. Nicht sonderlich überzeugend! "Es" kommt einfach nicht richtig aus dem Quark!
(Mehr Details dann beim nächsten mal, wie immer unter »Neues von der Kreditfront!«)

 

 

 


                                 Bundeshaushalt 2007-2011 ("Wir schaffen die Null!")


 

Das muß für die Nachwelt festgehalten werden!! Unter der Überschrift »Wir schaffen die Null« und mithilfe nebenstehender, überaus  anschaulichen Werbebotschaft, wird auf der black01_next.gif»Seite des BMF« vom 04.07.07 (oder auch black01_next.gif»hier«) das Ende der Staatsverschuldung eingeläutet.

Obwohl, ich Blödmann, das stimmt ja so gar nicht - ich bitte um Pardon (!!) - es ist ja nur das Ende der zusätzlichen Nettokreditaufnahme, und das auch nur beim Bund!! Aber egal, lasset uns Frohlocken und ein fröhlich Tänzlein wagen!! Diesmal wird's endlich und garantiert klappen!!

Diesmal? Wieso diesmal? Ähhh, na ja, also den ersten "Versuch", uns das fiskalische Paradies schmackhaft zu machen, kann ich aus dem Jahre 2000 (November) dokumentieren. Damals hatte ich kurzzeitig regen Mail-Austausch mit Hr. Eichels Ministerium. Aus seinen damaligen black01_next.gif»Finanzpolitischen Leitplanken« möchte ich denn doch mal eine Tabelle zeigen:
 

 

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

 

 - in Mrd DM -

Ausgaben

478,8

478,7

487,7

495,2

502,5

 

 

Einnahmen

429,3

432,6

446,5

464,8

482,5

 

 

Nettokreditaufnahme

49,5

46,1

41,2

30,4

20,0

10,0

0,0

Und hartnäckig - und gleichsam realitätsresistent - wie Politiker in dieser Beziehung nun mal sind, konnten sie (insbesondere der Eichel, Hans) auch bis 2002 nicht von ihrem Traum Abstand nehmen (Bild rechts)! Wenn auch, im Vergleich zur Tabelle, mit leicht differierenden Einnahmen bzw. Ausgaben, so hielten sie für die Nettokreditaufnahme nach wie vor an ihrer Seifenblase fest!!

Eine Seifenblase, deren "Geplatztsein" wir dann endgültig in 2006 "bestaunen" durften (Bild links, aus BMF-Monatsbericht 03/06. >>).

Also denn, auf ein Neues!! Diesmal wird alles anders!!

Nehmt die untenstehende, aktuell präsentierte Graphik des BMF, sowie oben die "Wir schaffen die Null"-Animation,  in euch auf und speichert sie vorsichtshalber für die Zukunft ab!! Irgendwann hauen wir sie dann den Sand-in-die-Augen-streuenden-Traumtänzern um die Ohren!

Okay, okay, (!!ernsthaft!!) genug des Hohns!! Gelegentlich neige ich zu etwas Sarkasmus; ihr verzeiht (hoffentlich)!!

Selbstverständlich besteht, meines Erachtens, durchaus die theoretische Chance, daß diese Rechnung aufgehen könnte!
Durch die historisch - so glaube ich - wirklich einmalige, weltweite "Durchdringung" "der Globalisierung", und die dadurch unter Umständen weiter zu steigernden externen Einnahmen (Stichwort unter anderem Neuverschuldungspotential black01_next.gif»Chinas & Indiens«, das in der Tat beeindruckender kaum sein könnte), kann das tatsächlich nicht kategorisch und von vornherein ausgeschlossen werden.

1Weshalb ich persönlich auch recht überzeugt davon bin, daß das doch nichts wird, mit der "ausgeglichener Haushalt Rechnung"! Ich selbst - als notorischer Realist  - gewichte die Gefahren eindeutig höher, als die möglichen Chancen. Das muss zwar nicht (kann aber natürlich) zwangsläufig und unmittelbar in einem vollständigen Systemcrash münden (zumindest noch nicht bis 2011), wird aber doch Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte haben. Keinen Schimmer was und wie, aber es würde mich in der Tat sehr wundern, wenn bis 2011 nicht irgendwas geschieht, daß den berühmten Strich durch die Rechnung macht!!

Wir befinden uns wohl wirklich in einer, in dieser Art geschichtlich noch nicht dagewesenen, Situation, welche kaum von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen läßt. Daß manigfaltig, zweifelsohne ebenso weltweit und komplett systemgefährdende Gefahren vorhanden sind, brauche ich wohl kaum noch explizit zu erwähnen1. Gleichwohl halte ich die dargestellte, haushaltmäßige Hochrechnung des BMF, ...wie soll ich sagen..., ähhh, zumindest ist sie nicht gänzlich unmöglich. Nun gut, es bleibt uns wohl nichts übrig, als abzuwarten. Jedenfalls werden "sie" weiter unter der Lupe betrachtet. Es wird uns nichts entgehen !!

 


 

  POLITIK

  


                                 EU / Biokraftstoffe & Live-Earth & persönliches zum Klimawandel


Zunächst mal die grundsätzliche Zielvorgabe der black01_next.gif»EU-Strategie für Biokraftstoffe«.

»Die Biokraftstoffrichtlinie legt als „Bezugswerte“ Marktanteile der Biokraftstoffe von 2 % im Jahr 2005 und von 5,75 % im Jahr 2010 als Ziel fest.«

Und damit diese Vorgaben auch umweltverträglich umgesetzt werden können, kommen wir als nächstes zu dem theoretischen Aspekt der EU-Maßnahmen:

»In Ländern, in denen die Rohstofferzeugung voraussichtlich deutlich zunehmen wird, wird befürchtet, dass umweltsensible Gebiete, wie Regenwälder, zunehmend unter Druck geraten. Es gibt auch Befürchtungen betreffend die Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit, die Verfügbarkeit und die Qualität von Wasser, den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. Zu den Vorbehalten hinsichtlich der sozialen Folgen gehören die mögliche Auflösung von Gemeinschaften und die Konkurrenz zwischen der Erzeugung von Biokraftstoffen und von Nahrungsmitteln. Diesen Befürchtungen ist einzeln nachzugehen, und die jeweiligen Wirkungen müssen quantifiziert und erforderlichenfalls durch eindeutige Gesetzesrahmen verhindert werden. Die Entwicklungspolitik der EU wird darauf ausgerichtet werden, geeigneten Entwicklungsländern zu helfen, die Vorteile der Biokraftstoffe zu nutzen, und gleichzeitig angemessen auf diese Bedenken einzugehen.
[...]
Wichtig ist, dass für die Erzeugung der Rohstoffe für Biokraftstoffe angemessene Mindestumweltnormen gelten, die an die lokalen Gegebenheiten in der EU und in Drittländern angepasst werden. Wegen der potenziellen Beeinträchtigung der Artenvielfalt und Böden wurden Bedenken namentlich hinsichtlich der Nutzung von stillgelegten Flächen und des Anbaus von Biokraftstoffen in ökologisch sensiblen Gebieten laut. Damit diese befürchtete Wirkung nicht eintritt, muss darauf geachtet werden, wo Energiepflanzen generell in den Fruchtwechsel passen, und eine Beeinträchtigung der Biodiversität, die Verunreinigung der Gewässer, eine Bodenverschlechterung sowie die Zerstörung von Lebensräumen und die Störung von Arten in Gebieten mit hohem Naturwert verhindert werden.«

Wie hervorgehoben, daß ist die Theorie! Nun liegen Theorie und Praxis aber nicht selten meilenweit auseinander. Insofern sollte es uns nicht wirklich überraschen, daß dies auch hierbei der Fall ist? Die Praxis:

Katastrophaler Fehlschlag

Als billiger Biodiesel sollte Palmöl den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Doch je mehr Palmöl erzeugt wird, desto dramatischer sind die sozialen und ökologischen Auswirkungen: Der Treibstoff der Zukunft ist das Desaster der Gegenwart.

[...]
Jahr für Jahr, so eine von den niederländischen Organisationen Wetlands International und Delft Hydraulics Ende 2006 veröffentlichte Studie, werden durch diese Torf- und Waldbrände etwa 1.400 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt – das Fünffache jener Menge, um welche die Industriestaaten laut Kioto-Protokoll bis 2012 ihre Emissionen im Vergleich zu jenen von 1990 senken sollen. Hauptursache ist neben dem Kahlschlag des Regenwalds für den Holzexport inzwischen die massive Ausweitung der Ölpalmplantagen, auf denen laut Satellitenbeobachtungen im Jahr 2002 drei Viertel aller Feuer wüteten. Indonesien hat sich dadurch hinter den USA und China zum Land mit dem weltweit drittgrößten CO2-Ausstoß „entwickelt“.
[...]
Die 60% der tropischen Torfböden, die auf Indonesien entfallen, enthalten etwa 50 Mrd. Tonnen Kohlenstoff. Werden diese zunächst sumpfigen Böden trockengelegt, beginnen Bakterien den meterdicken trockenen Torf zu oxidieren, wobei der gespeicherte Kohlenstoff nach und nach frei wird. Die betroffenen Flächen verwandeln sich von einer Kohlenstoffsenke in eine Quelle massiver Emissionen; Feuer beschleunigt diesen Prozess.
Nach Angaben von Wetlands International sind bereits fast die Hälfte der indonesischen Torfböden entwaldet. Ein Viertel der 6,5 Mio. Hektar Ölpalmplantagen des Landes liegt auf Torfböden. Die indonesische Regierung hat kürzlich grünes Licht für weitere 6,5 Mio. Hektar Plantagen gegeben, die zur Hälfte durch das Trockenlegen und Abbrennen von Torfgebieten gewonnen werden sollen.
Eine Tonne Biodiesel aus Palmöl, das auf solchen Flächen gewonnen wird, wäre mit der Emission von 10 bis 30 Tonnen Kohlendioxid verknüpft – bis zum Zehnfachen dessen, was bei der Verbrennung einer Tonne Diesel aus Erdöl frei wird. Insgesamt gehen in Indonesien pro Jahr etwa 2,4 Mio. Hektar Regenwald verloren. In Malaysia, dem zweiten großen Palmölproduzenten, war die Expansion der Ölpalmplantagen zwischen 1985 und 2000 für 87% der Urwaldzerstörung verantwortlich. Marcel Silvius, Klimaexperte bei Wetlands International, sieht in diesen Daten „eines der größten Umweltdesaster unserer Zeit“ und zieht, was die Erzeugung von Palmöl für den Einsatz als Biotreibstoff betrifft, den nüchternen Schluss: „ein Fehlschlag“.
Traditionell wurde Palmöl zu 80% in der Nahrungsmittelproduktion (z.B. Margarine, Backwaren, Süßigkeiten) eingesetzt, findet aber auch Verwendung in der Erzeugung kosmetischer, pharmazeutischer und anderer industrieller Produkte. Doch die im Norden beschlossene Beimengung von Bioethanol und Biodiesel zu konventionellen Treibstoffen hat auch die weltweite Nachfrage nach Palmöl enorm gesteigert: Der Preis stieg allein im Vorjahr um 35%. Dennoch ist Palmöl, das mit etwa 4,5 Tonnen pro Hektar den vierfachen Ertrag von Raps liefert, mit rund 600 Dollar pro Tonne (Anfang April) relativ preisgünstig.

black01_next.gif»Komplett...«

Ich sprach soeben davon, Theorie und Praxis; oftmals Universen voneinander entfernt!! Und ich glaube kaum, daß sich das zum Besseren ändern wird, wenn folgende "Überlegungen" der EU Realität werden:

»Die Kommission wird 2006 einen Bericht über die Umsetzung der Biokraftstoffrichtlinie vorlegen, in dem sie sich mit deren etwaiger Überarbeitung befasst. In diesem Bericht werden unter anderem die folgenden Punkte behandelt:

...
– Einführung von Verpflichtungen bezüglich der Biokraftstoffverwendung,
...

Die Verpflichtungen bezüglich der Biokraftstoffverwendung bieten sich als vielversprechender Weg an, Schwierigkeiten zu beheben, die sich durch Steuerbefreiungen ergeben. Sie würden außerdem eine Vorzugsbehandlung derjenigen Biokraftstoffe erleichtern, mit denen sich eine besonders hohe Treibhausgasreduzierung erreichen lässt, was die Kommission unterstützen möchte.«

1Mit »diesen Kriterien« sind natürlich u.a. die obigen Zitate der hehren "theoretischen" EU-Strategie gemeint!!

Es lebe der Sozialismus!!! Zu anderen Zeiten und anderen LänDDRern bezeichnete "man" dies wohl gemeinhin als Planwirtschaft! Aber zurück zum Thema. Wir müssen keine prophetischen Visionen bemühen, um absehen zu können, was eine solche "Anwendungsverpflichtung" auf dem Weltmarkt auslösen würde. Zwangsweise Nachfrageerhöhung mündet in quasi zwangsweiser Angebotserhöhung!! Die resultierenden Konsequenzen werden mit Sicherheit nichts mit Umweltverträglichkeit und/oder Klimaschutz zu tun haben!! Wenn das mal keine weitsichtige "Klima"-Politik darstellt ... ungefähr bis zur vielfach zitierten Nasenspitze!! Warum sollte das ausgerechnet nach der Verpflichtung anders sein, als es zur Zeit ist: »In der Praxis sind diese Kriterien1 bisher nicht wirksam geworden.« (>>). Das mag jetzt vielleicht etwas seltsam klingen, aber der, meines Erachtens, große Vorteil von Erdöl -und gas steckt schon im Namen selbst, es "liegt" in der Erde!! Stellen wir uns doch einfach mal vor, wir (die Menschheit an sich) hätten, anstelle von Erdöl & Co. als Energiequelle, weiterhin Holz (= Bäume) verwenden müssen. Wie sähe die Welt in diesem Falle heute ausblack01_next.gif»???« Der angedachte Biokraftstoffersatz schlägt, wenn auch indirekt, ein wenig in diese Kerbe. Unserer Energiebedarf hat dann wieder unmittelbaren Einfluß auf den Baumbewuchs! Irgendwie kann ich mich mit einer solchen "Idee" nicht anfreunden - freundlich formuliert!!

Andererseits, um die Schuldzuweisungen ein bißchen zu verteilen , fällt dergleichen Problematik in besagten Ländern (z.B. Indonesien) wohl schon auf recht "fruchtbaren" Boden. Schließlich könnten die jeweiligen Entscheidungsträger ja auch dagegen angehen, oder doch zumindest auf irgendwelche umweltverträgliche Standards achten. Nur, auch das ist eigentlich kein Geheimnis...

»Die von westlichen Banken mitfinanzierte Expansion der Plantagenkonzerne hat also weitaus mehr Regenwald vernichtet, als die 6,4 Millionen Hektar vermuten lassen. [...] Die Liste der indonesischen Konglomerate, die eine Genehmigung für Ölpalmplantagen beantragt haben, liest sich wie das „Who is Who“ der indonesischen Business- und Politikelite, plus staatliche chinesische Unternehmen, Firmen aus den Nachbarstaaten Singapur und Malaysia und internationale Konzerne. Der Zellstoffmulti Sinar Mas (APP), der auf Sumatra für ein „multidimensionales Desaster“, so ein deutscher Banker, verantwortlich ist, gehört dazu, die Bakrie-Gruppe des koordinierenden Ministers für Volkswohlfahrt, London Sumatera ist ein Gemischtwarenkonzern des Militärs, diverser Tabakkönige und der Suharto-Cronies...«
black01_next.gif»„Löst eure Energieprobleme nicht auf unsere Kosten“«

...und sollte den hiesigen EU-Honoratioren durchaus bekannt sein!! Zudem kommt mir dabei (gerade zu Indonesien) unmittelbar Joseph Stiglitz' black01_next.gif»Die Schatten der Globalisierung« in Erinnerung, wo beschrieben wird daß »...der IWF sich gegenüber den Entwicklungsländern wie ein kleiner Kolonialherrscher aufgeführt hat«. Nicht daß ich jetzt konkret irgendwas von etwaigen "Verwicklungen" des IWF zu diesem Thema wüßte. Aber ich kann mir grundsätzlich schon vorstellen (mehr ist es allerdings wirklich nicht), daß gewisse Teile "des Westens" nicht ganz unbeteiligt sein werden!!

Zuletzt möchte ich noch zwei "immerhins" abgeben.
Immerhin scheint sich die Problematik doch langsam rumzusprechen...

»Einige Unternehmen haben inzwischen aber vom Einsatz von Palmöl Abstand genommen. Großbritanniens größter Energieversorger RWE npower etwa hat sich gegen Palmöl entschieden, da es keine Garantie dafür gebe, dass die Lieferungen nicht aus zerstörten Regenwäldern oder Torfmooren stammten. Auch der niederländische Energieerzeuger Essent kündigte im Dezember an, Palmöl so lange nicht zu verheizen, bis die Unbedenklichkeit der Quellen geklärt sei.«

2»Generell« ist vielleicht ein wenig zu absolut negativ formuliert. In jedem Fall aber ist ein großvolumiger, weltweiter Einsatz in meinen Augen nicht möglich. Oder besser gesagt, klimatologisch und umweltmäßig vollkommen idiotisch!

...was im gegenteiligen Fall sicherlich als noch schlimmer einzustufen wäre. Und immerhin hat die EU überhaupt solche Passagen, wie die obigen wiedergegeben, in ihrer "Strategie". Das ändert meiner Ansicht nach zwar überhaupt nichts an der generellen2 Untauglichkeit von Biokraftstoffen, aber auch das wäre andernfalls noch übler! Allerdings ist Papier natürlich äußerst geduldig; gerade wenn es aus Brüssel kommt! Insofern halte ich diese "Strategie" für einen riesen Fehler, dessen katastrophalen Folgen kaum absehbar sind!! Aber unser Zentralorgan Brüssel wird's schon richten ... alles wird guuuuut!!

Und wo wir gerade beim Thema Klima sind, möchte ich noch ein paar kurze, bedacht provokante Kommentare zu black01_next.gif»LIVE-EARTH« abgeben! Ich gehe dabei von der offiziellen Klimawandel-Theorie aus, die ja Grundlage für Al Gores Konzertmarathon ist!!

• Kann es dann wirklich wahr sein, daß SWR3 60 Gewinnspiel-Sieger nach London schickt? (>>) Ich habe zwar keine Ahnung, wie die dort hin gelangen (Flugzeug, Busse & Bahnen...). Spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle. Ein energetischer Mehraufwand ist in jedem Falle vorhanden! Und ist es nicht genau das, auf das Live-Earth aufmerksam machen will?  Ist das nicht irgendwie ein wenig kontraproduktiv? Ad Absurdum Führung gar?? Freilich kann »Live-Earth« selbst dafür nichts! Ein G'schmäkle hat das aber schon!

• Wofür »Live-Earth« selbstredend aber schon was kann, sind wenigstens eine Million Zuschauer in den Stadien und zwei Milliarden an diversen Medien!! (>>) Wie und womit kommen ein Million Zuschauer in die Stadien? Mit dem Fahrrad? Was für ein energietechnischer Aufwand muss geleistet werden, um ein derartiges Mega-Ereignis weltweit übertragen zu können?

• Mega-Konzerte wie dieses, setzen unglaublich viel Energie um! Beispiele:

- Eifeler Rockvestival (also nicht gerade eine vergleichbare Größenordnung), Tonanlage: 30.000 Watt, Lichtanlage: 70.000 Watt (>>)

- Konzert Erlebnispark Tripsdrill (ebenfalls nicht gerade eine vergleichbare Größenordnung), Tonanlage: 50.000 Watt, Lichtanlage: 97.000 Watt (>>)

- Legend of Pop (das kommt schon eher hin), Tonanlage: 120.000 Watt, Lichtanlage: 250.000 Watt  (>>)

- Monsters of Rock, (ziemlich wahrscheinlich reicht hier Live-Earth nicht heran) Tonanlage: 180.000 Watt, Lichtanlage: 1.400.000 Watt (>>)

"Beeindruckend"!! Selbstverständlich habe ich keinen Schimmer, was bei Live-Earth konkret "verbraucht" wird. Aber bei »24 Stunden Musik auf 7 Kontinenten« (>>) wird einiges zusammen kommen!! Und das sind "nur" die Bühnenanlagen!! Die Stadien selbst, wie gesagt, die An- und Abreise der Zuschauer und Künstler, die ganze Elekrotechnik für die Versendung in alle Welt usw, usf, wären ebenfalls noch zu nennen (kein Anspruch auf Vollständigkeit!!). Wie viel Tonnen an CO2 wären das dann zusammen genommen??

3Ich kann das - Thema Cookies und Surfverhaltenerfassung usw. - hier jetzt nicht ausführlich behandeln, aber wer es etwas genauer wissen will, schaut bitte bei black01_next.gif»Big Brother« rein!!

• Ist es nicht ein klein bißchen seltsam, daß als Online-Sponsor der deutschen Webseite (>>) ausgerechnet Chevrolet "ausgesucht" wurde? Etwas befremdlich finde ich das schon!! Ganz besonders dann, wenn der unterlegte Link auch noch über »ad.doubleclick.net«3 abläuft!

Richtig, man kann (!!) natürlich argumentieren, daß dies alles geradezu eine Lächerlichkeit ist, im Verhältnis zu den möglichen (!!) Einsparungen, die durch die weltweit geweckte Aufmerksamkeit eventuell (!!) ausgelöst werden. Kann man, muß man aber nicht! Das muß jeder selbst entscheiden. Aber darüberhinaus sind die Fragen doch u.a. die (auch hier kein Anspruch auf Vollständigkeit!!):

• Wird Al Gore zukünftig auf Flüge - z.B. nach London - mit seinem 20 Mio.$ Gulfstream Jet verzichten? (>>) Die Dinger haben einen wahnsinns Verbrauch (black01_next.gif»Beispiel«). Und da kann er noch so viele Bäumchen pflanzen, CO2-Zertifikate kaufen und angeblich erneuerbare Energien benutzen (>>), das ändert letzthin gar nichts! Das Öl ist weg, das CO2 da, die black01_next.gif»Wärme wurde erzeugt«!!

• Wie viele der Live-Earth besuchenden Zuschauer werden tatsächlich bereit sein, zum "Klimaschutz" zukünftig auf weitere Konzertbesuche in Gänze zu verzichten? Werden sie sich tatsächlich kleinere Wohnungen oder PKW  zulegen, oder gar komplett auf das Auto verzichten? Zu Ökostrom" wechseln?

• Wie viele der autretenden Künstler werden zum "Klimaschutz" zukünftig auf Auftritte verzichten?

• Und was passiert, wenn die große Mehrzahl dergleichen Fragen wirklich und konsequent mit Ja beantwortet?

Versteht mich nicht falsch! Ich habe weiß Gott nichts gegen "Energie sparen" oder Umweltschutz usw, wirklich nicht (ich erwähnte es früher schonmal, ich bin selbst seit Jahren bei einem alternativen Stromanbieter)! Ich halte es jedoch für um einiges sinnvoller, sich selbst solche (und ähnliche; vor allem, als Endresultat, die letzte!) Fragen ehrlich zu stellen und, wichtig, auch ehrlich zu beantworten, als ein solches (zweifelhaftes) Mega-Ereignis aufzuziehen! Denn wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat, wird sich die Musik anhören, und das war's dann (wie die 60 SWR3-Hörer, die ja EXTRA deswegen nach London reisen; würden die das TATSÄCHLICH ernst nehmen, dürften sie eigentlich gar nicht dort hin!). black01_next.gif»Lie Earth 2007«

Ich merkte es eingangs an, das alles unter der Prämisse der "offiziellen" Sichtweise! Andernfalls würde das Urteil noch verheerender ausfallen!!

Persönliches zum Klima: Zum nun Folgenden habe ich seeeehr lange überlegt, ob ich es überhaupt schreiben soll, weil ich, außer meinem Wort und vielleicht noch den ein oder anderen subversiven Artikel von subversiven Seiten , der meine Aussagen eventuell halbwegs bestätigen könnte, absolut Null weitere Belege oder Beweise dafür habe!! Überdies kann ich aus - hoffentlich - verständlichen Gründen nicht so richtig Roß & Reiter nennen (!!!!)!! Ihr habt somit definitiv keine Möglichkeit irgendwas davon nachzuprüfen; jedenfalls nicht in konkretem Bezug auf meine Aussagen! Von daher mache ich das eigentlich nicht sonderlich gerne. Na ja, was soll's, ich laß es trotzdem mal raus! Ein bißchen aus dem Nähkästchen schad' ja nix und möglicherweise kann ja doch jemand was damit anfangen!!

Also ... ein Freund von mir ist Doktor der Geologie. Im Zuge seiner Uni-Tätigkeit (u.a auch und gerade Forschung, diverse Auslandsymposien, Exkursionen, Lehrveranstaltungen etc.), die auch unmittelbar mit dem Thema Klima zu tun hat, "durfte" er auch so manche "Koryphäe" (z.B.black01_next.gif»Linkomat«) der Klimaforschung kennenlernen und hat dementsprechend Einblick in die Materie. Und das nicht nur fachlich, sondern auch - gar nicht unwichtig - politisch und medial.

Nun ergab es sich letztens, daß wir bei ein paar Bierchen , eben auf das Thema Klima zu sprechen kamen. Die wichtigsten Punkte möchte ich mal wiedergeben (sinngemäß (!!), an den genauen Wortlaut kann ich mich nun beim besten Willen nicht mehr erinnern):

• Würde jemand behaupten - wovon ich mich selbstverständlich weit distanziere -, daß ein gewisser Professor, der überaus überdurchschnittlich in den Medien vetreten ist (der nun folgende Link ist nur rein zufällig gewählt und hat somit überhaupt nichts damit zu tun black01_next.gif»Linkomat«), nur deshalb so häufig zu sehen und zu hören ist, weil...

...er, vor nicht allzu langer Zeit, als das Thema Klimawandel so richtig hochgepusht wurde, bei einer Anfrage eines Fernsehsenders rein zufällig der einzig "greifbare" Prof. in seiner Institution war, und er sich seit dem reichlich wichtigtuerich immer in den Vordergrund spielt - womit er seinen Kollegen durchaus auf den Nerv geht und sie ihn nicht gerade als besten Vertreter ihrer Fachkreise sehen -, und...

...er tatsächlich häufig überhaupt nur deshalb angefragt wird, weil er eine gewisse (offizielle) Meinung vertritt, die sich medial einfach besser darstellen und verkaufen läßt,...

...würde also jemand (wie gesagt, ich nicht!!) dergleichen behaupten wollen, dann läge er damit wohl nicht ganz daneben !!

• Es begab sich, daß ein Team "Klimatologen", mehrere (ich glaube es waren sechs) Computermodelle gleichzeitig in der "Pipeline" hatten. Letzten Endes kam heraus, daß sie, je nach Modell, für die zukünftige Entwicklung (bis 2100) eine Atmospheren-Erwärmung von ca. 1,5-2,0°C bis ca. 6,0°C errechneten.
Was es dann aber, gewissermaßen am nächsten Tag, in aller "Hektik", in der lokalen Tageszeitung zu lesen gab, war in etwa dieses: »Experten errechnen globale Erwärmung um 6°C!!«. Wobei irgendwie vergessen wurde zu erwähnen, daß es dabei auch noch fünf andere Ergebnisse gab, von denen das niedrigste Resultat eben "nur" von ca. 1,5°C bis 2°C ausging!
Wobei es keineswegs darum geht, die Befunde zu verniedlichen (selbst "nur" 1,5°C wäre immer noch genug). Aber es zeigt doch sehr eindringlich, wie tendenziös die Berichterstattungen oftmals sind! Der/die "Ottonormalleser(in)", der/die nicht zufällig einen involvierten Kumpel hat, bekommt davon einfach nichts mit.

• Das kann er auch ganz grundsätzlich bestätigen. Offenbar ist die Masse an Berichten und Sendungen in der Tat tendenziös. So einig, wie das bisweilen in den Medien rüber kommt, ist sich die "versammelte" Professorenschaft mitnichten!

• Weiter zu der Vergabe öffentlicher Gelder. Nachstehendes Zitat verdeutlicht die Situation:

»Nigel Calder, britischer Wissenschaftsautor: "Wenn ich zum Beispiel Forschung betreiben wollte - sagen wir, über das südenglische Eichhörnchen - müsste mein Förderantrag, um das Geld zu bekommen, lauten: 'Erforschung des Nusssammelverhaltens des Eichhörnchens in Bezug auf die Erderwärmung'. Sollte ich diesen Bezug vergessen, adé Fördergelder."« (>>)

Dieses Beispiel brachte ich, nach dem mein Kumpel ein paar Sätze über die Veragabe von Fördergeldern (zu einem Gutteil von der EU) hat fallen lassen. Er wollte und konnte dem nicht widersprechen. Wobei noch hinzuzufügen wäre, daß, zwar nicht ausschließlich, aber doch sehr, sehr häufig, weitere Gelder nur dann fließen, wenn die Resultate genug "aufsehenerregend" ausfallen. Und was sind "aufsehenerregende" Resultate? Niemand wird weiter gefördert, wenn er veröffentlicht, daß in den nächsten 100 Jahren absolut nichts passieren wird! Da läuft im Hintergrund so einiges an Rangeleien, bei denen Eitelkeiten und Animositäten etc. eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen. Immerhin geht es um den eigenen Job.

• Noch ein Wort zu den Computermodellen zur Klimaentwicklung:

4Ganz anders, als beisspielsweise die Temperaturverläufe. Die sind aus der Vergangenheit definitiv bekannt.

5Mein Kumpel brachte ein Beispiel, bei dem an diesem Parameter, bei zwei unterschiedlichen Berechnungen, nur eine Kleinigkeit verändert wurde. Mit dem Ergebnis, daß vollkommen unterschiedliche, meilenweit voneinander entfernte Ergebnisse herauskamen!

Bei diesen Modellen gibt es anscheinend eine ganz, ganz große Schwierigkeit! Einen Parameter, der einfach nicht in den Griff zu bekommen ist: WOLKEN (Wasserdampf). Hierbei liegt die Betonung auf dem Wörtchen »Parameter«!! Denn durch die höchst chaotischen Eigenschaften des Komplexes Wolken / Wasserdampf, müssen die Modelle mit diesem »Parameter» sozusagen von Hand gespeist werden4. Das heißt, den Wissenschaftlern bleibt immer noch nichts anderes übrig, als schlicht Annahmen zu treffen. Annahmen, die einerseits ungeheueren Einfluß auf das Ergebnis haben, andererseits aber durchaus nichts mit der Realität zu tun haben müssen. Je nach Herangehensweise und entsprechender Ausgestaltung, ist das System damit "richtungsweisend" zu beeinflussen5.
Natürlich liegt es in der Natur der Sache, daß bei Modellen irgendwelche Annahmen getroffen werden müssen. Der Faktor Wolken / Wasserdampf ist hierbei (=Klimaentwicklung) aber so überaus gewichtig und gleichzeitig aber so wenig - im Grunde gar nicht - konkret greifbar, daß damit letzthin alles und nichts bewiesen werden kann!
Interessant in diesem Zusammenhang, ist - so mein Kumpel -, daß KEINE EINZIGE Modellrechnung für die Zukunft, bei Rückrechnungen für die Vergangenheit, funktioniert hat. Will sagen, die bekannten Temperaturverläufe aus der Vergangenheit konnten mit den Zukunftsmodellen nicht bestätigt werden (jedenfalls nicht im nötigen Maße; mal passte es für ein paar Jahrunderte, lag dann aber für die nächsten komplett daneben usw). Das wiederum kann aber eigentlich nicht sein! Denn wenn die Modelle nicht mal die bekannte Vergangenheit simulieren können, wie sollten sie dann die Zukunft korrekt berechnen? Nur wird darüber nicht ganz so gerne gesprochen <==> siehe Vorpunkt "Öffentliche Gelder".

So, da soll mal genügen! Damit aber keine Mißverständnisse aufkommen, noch einige Erläuterungen!

5»Geologisch« gesehen!!! D.h., sie (die Kaltzeit) kann noch Jahrhunderte oder gar Jahrtausende weg sein, oder aber schon morgen kommen. Wenn sie dann aber ansteht, kann das ruckzuck gehen. Er sprach dabei von wenigen Jahrzehnten!

~ Persönlich geht mein Kumpel zwar durchaus davon aus, daß die natürlichen Einflüsse (nur ein Beispiel: black01_next.gif»Milankovitch-Zyklen«) weitaus schwerwiegender einzustufen sind, als die menschlichen und wir demnach - nach den normalen geologischen Rhythmen - eher vor einer neuen Kaltzeit5 stehen und die momentan Veränderung noch absolut in normalen Bahnen laufen (Temperaturänderungen um einige Grad gab es schon immer). ALLERDINGS, auch ihm fällt es schwer den menschlichen Einfluß konkret zu benennen. Was einerseits zwar heißt, daß auch er ihn nicht komplett ausschließen kann und will, andererseits aber schon einer, dem IPCC & Co. nicht gerade zustimmenden Meinung entspricht (!!den Unterschied halte ich für wichtig, weil genau ER den Raum für alle oben genannte Punkte bietet!!). Denn die wissen ja, daß der Mensch an allem Schuld ist!! Womit wir beim nächsten Punkt sind
~ Der Großteil der Berichterstattungen und viele seiner Kollegen gehen auch ihm fürchtelich auf den Geist (es gibt, zu beidem, selbstverständlich immer auch wohltuende Ausnahmen)!! Da hat sich eine wirklich ungute Verquickung von Eitelkeiten, Interessen und Geldern entwickelt, die kaum noch Platz für echte, unabhängige Wissenschaft läßt.

Nach einigen, wenigen, weiteren Bierchen , haben wir uns dann darauf geeinigt, daß Umweltschutz (z.B. keine Waldabrodungen für Biodiesel) in jedem Fall nicht schaden kann. Und solange es in ausreichendem Maß HOPFEN-Monokulturen gibt, ist eh alles halb so schlimm !! PROST!!

 

P.S.:
Für die, die hier einigermaßen regelmäßig reinschauen, will ich doch noch den Stand der Dinge bzgl. meiner Korrespondenz mit dem Bundesverkehrsministerium los werden. Kurz und knapp: Ich werde weiterhin ignoriert!!

Für "Neulinge": Ich bitte euch zunächst mal black01_next.gif»hier« nachzuschauen, wo auch die black01_next.gif»Originalmail« (vom 23.02.07) von mir an das Bundesverkehrsministerium (Herr Tiefensee) verlinkt ist. Daraufhin bekam ich dann doch noch, "schon" am 05.05.07 , eine black01_next.gif»Antwort«! Die empfand ich dann aber doch ausnehmend als Frechheit (weil absolut nichtssagend!), weshalb ich mich seit dem, so alle ein, zwei Wochen, weiterhin bei "denen" per Mail melde und nachhakend auf konkrete Antworten dränge!! Wie gesagt:

 Ich werde weiterhin ignoriert!!

Zusasmmengefasst, lassen wir die eine Antwort mal beiseite, die im Grunde genommen eigentlich keine war, werde ich also seit nunmehr über vier Monaten mit Ignoranz bedacht!! WAS FÜR EINE BODENLOSE !!

DAS ist die Art und Weise, wie hierzulande mit konkreten, kritischen Fragen, abseits der offiziellen Richtung, umgegangen wird. Passt es nicht zu den politischen Vorgaben, ist es mit demokratischem Austausch nicht mehr weit her! Sa-gen-haft, Maulkörbe allenthalben!! Ich könnt kot...!!

 

 » 27. Juni 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden«

HONORÉ DE BALZAC (1799-1850)

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

»US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien« (>>)

 »Fetish contra Mantra (ein bißchen was zu "Geld")« (>>)

POLITIK

 

»Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne« (>>)

»Palästina (Gaza, Hamas etc.« (>>)

  

  WIRTSCHAFT

 


                                US-Debt Growth (2007-Q1) & Immobilien


 

     (Quelle: >>) 

    Datenveröffentlichung vom 07.06.07

    Jahr

    Summe [Mrd. $]
    Zuwachs [%]

    1997

    21149,7 6,98

    1998

    23260,8 9,98

    1999

    25313,3 8,82

    2000

    27025,1 6,76

    2001

    29287,9 8,37

    2002

    31783,8 8,52

    2003

    34680,1 9,11

    2004

    37912,1 9,32

    2005

    41375,5 9,14

    2006

    45081,7 8,96

    2007-Q1

    45970,2 1,97

Also, "man" kann ja über "die Amis" sagen was man will, in Sachen Verschuldung - und damit dem reibungslosen Fortbestand des Kreditgeldsystems - lassen sie sich einfach nicht lumpen!! Wie in der Tabelle rechts ersichtlich, hat sich die Gesamtverschuldung der USA AG im ersten Quartal 2007 prächtig entwickelt. Beinahe plus 2 Prozent (ggüb. Vorquartal)! Sehr, sehr ordentlich! Und die Quelle weist dazu noch einen bei allen "Beteiligten" (Consumer, Business, Government) mehr oder weniger gleichwertigen Zuwachs aus. Es sind also alle, die sich weiter in Schulden "stürzen" (zur Staatsverschuldung unten ein wenig mehr!).

Zwei Zahlen sind vielleicht noch von Interesse (wenn auch nicht wirklich neu):

1.) Das Verhältnis US-Gesamtverschuldung zum US-BIP (>>) beträgt somit für's erste Quartal 2007 338%!! Damit strebt black01_next.gif»dieses "Kürvchen"« unaufhaltsam weiter gen "The-sky-is-the-limit". Und das trotz der "optimistischen" BIP-Berechnungen1. Nicht daß die Ist-Werte black01_next.gif»bei uns« großartig anders wären, aber solche Steigerungsraten haben wir schon seit Äonen nicht mehr generieren können.
 

1Nochmal ein kleines, grundsätzliches Beispiel (2003):
»Auffällig positiv war der Bereich „Computers and peripheral equipment“mit einem Anstieg um „reale“ 38,4 Mrd. USD. Nominal lag der Zuwachs lediglich bei 6,3 Mrd. USD. Dank des hedonischen Ansatzes in der US-Statistik werden aus einem Zuwachs von 6,3 Mrd. USD ( 8,6 % des Wachstums) in der Statistik 38,4 Mrd. USD oder circa 52 % des US Wachstums.
Fakt ist, dass lediglich 6,3 Mrd. USD zur Begleichung von Löhnen, Krediten, Vorprodukten, Marketing etc. in der US-Wirtschaft zirkulieren. Die Statistik zeichnet insbesondere im Computerbereich ein Bild, das mit der Realität des Investitionszyklus nichts zu tun hat. Phantomdollars dominieren das Bild, so wie Phantomgewinne das Bild bei Enron und Worldcom bestimmten.«
(
>>)

2.) Das Schuldenwachtum erstes Quartal 2007 betrug 1421,2 Mrd.$, das BIP-Wachstum 336,4 Mrd.$. Somit können wir konstatieren, das für einen Dollar BIP, 3,88 Dollar zusätzliche Verschuldung "benötigt" wurden. Zwar geht damit der Wert weiterhin leicht zurück (Bild links), liegt historisch aber immer noch auffällig hoch. (Habe ich schon erwähnt, daß an diesem Rückgang u.a. gewisse Statistik"umformungen" möglicherweise nicht ganz schuldlos sein könnten ?). Auch in dieser Kategorie liegen "wir" black01_next.gif»ganz ähnlich«.

Noch flott zu oben bereits angekündigten Blick auf die öffentliche US-Verschuldung! Beim black01_next.gif»"Dept to the Penny"« können wir sehen, daß die offizielle, öffentliche US-Verschuldung am 13.04.07 noch 8,893 Bio.$ betrug (black01_next.gif»Bildchen«). Am 25.06.07 hingegen waren das "nur noch" 8,806 Bio.$, und damit ein Rückgang um nicht gerade läppische 87 Mrd.$!! Daß es diesbzgl. immer mal Schwankungen geben kann und gibt ist soweit klar. Aber in nur zwei Monaten gleich 87 Mrd.$ weniger?? War da nicht mal was mit einem Goldesel?? Offenbar "lebt" der augenblicklich in den USA!?!? Äußerst dubios! Ist mir nur so aufgefallen, völlig ohne Hintergedanken !!!

Gegenwärtig können wir uns also nicht beschweren! Auf Amerika - als "debitistischer Treibsatz" - ist zur Zeit offenbar noch Verlaß!! Nach wie vor rückt am Horizont allerdings eine überaus dunkle Wolke heran, die, ohne übertreiben zu wollen, wahrhaftig das Zeug dazu haben könnte, aber auch so richtig die Suppe zu versalzen. Anzeichen dafür scheinen vorhanden!

»US-Hauskrise bedroht Hedge-Fonds - Die Krise am US-Immobilienmarkt droht zwei Hedge-Fonds der Investmentbank Bear Stearns in die Pleite zu treiben. Bear Stearns stellt bereits 1,5 Mrd. Dollar für die Rettung zurück.« (auch wenn die black01_next.gif»Rettung« aller Vorraussicht nach erst mal funktioniert, so ganz kosher schein mir das alles nicht)

»Rate Rise Pushes Housing, Economy to 'Blood Bath'«

 

Selbstverständlich ist kaum abschätzbar (schon gar nicht von mir!), wie sich das Große-Ganze weiterentwickeln wird. Die augenblickliche, (übliche) allgemeine "Leichtigkeit des Seins" jedenfalls, scheint mir recht unangebracht! Dieser Meinung sind offensichtlich auch noch andere!

black01_next.gif»Neues von der Finanzblase«
» [...] Christopher Wood, der bekannte Stratege von CLSA, befürchtet, daß sich die Schieflage am amerikanischen Hypothekenmarkt zu einer großen Krise ausweiten könnte, weil die in den USA an finanzschwache Kunden vergebenen Kredite (auch "Giftmüll" genannt) zum großen Teil weitergereicht wurden und längst im globalen vier Billionen Dollar großen Kreditmarkt für CDOs (Collateralized Debt Obligations) vergraben sind - so daß gar nicht mehr überschaubar ist, wer in welchem Ausmaß von Zahlungsausfällen betroffen wäre. CDOs sind Kreditpakete verschiedenen Typs und mit unterschiedlichem Risiko, die von den Banken an Investoren auch in Europa verkauft wurden, vor allem an Versicherungen und andere Institutionen. [...]«

Zum "runden" Abschluß der Thematik will ich noch auf diverse Indikatoren von »markt-daten.de« hinweisen:

Eigenheimverkäufe aus Bestand

NAHB Immobilienmarkt-Index

Verkäufe von Hausneubauten

Baubeginne, Baugenehmigungen

Hypotheken - Anträge

 


 

 


                                 Fetisch contra Mantra - Ein Vorwurf an attac


 

Ich fand den Text -black01_next.gif»Fetisch contra Mantra - Ein Vorwurf an attac« - nicht schlecht. Und zwar aus zwei Gründen:

• Erstens, weil er (Ernst Dorfner) in Bezug auf die platte Einteilung "die Guten und die Bösen" wesentlich differenzierter herangeht, als beispielsweise eben attac (soweit ich das beurteilen kann), und/oder auch vielfach sonst noch!! Diesbezüglich habe ich mir schon mal an früherer Stelle kurz Gedanken gemacht. Deshalb jetzt nur der Link: black01_next.gif»Links längs...«

• Zweitens, weil er einen ungeheuer wesentlichen Sachverhalt anspricht. Ich zitiere:

»[...] Es ist schon richtig, wenn vermerkt wird, dass die Reichen immer reicher werden. Worin aber besteht ihr Reichtum, der da verteilt werden soll? Schauen wir uns doch Tab. 1 nochmals an: Das Geldvermögen der privaten Haushalte besteht zum Teil  auch in den Schulden privater Haushalte. Wohlgemerkt: Schulden. Also in längerfristig zu erfüllenden Ansprüchen an andere Haushalte, die aber gerade das Geld nicht oder noch nicht haben. Denn sonst würden sie ja ihre zinsbelasteten Schulden tilgen. Verkürzt: Der Reichtum der einen besteht in noch nicht erfüllbaren Verpflichtungen von anderen.

Des weiteren kann man sagen: Dem Netto-Vermögen der Haushalte entsprechen auf der anderen Seite die Netto-Schulden der Unternehmen und des Staates zusammen. Oder wiederum verkürzt: Das Vermögen besteht in den Schulden der anderen, also in Forderungen. „Geld ist eine soziale Beziehung ....“ schreibt Altvater weiter oben. Dem ist zuszutimmen. Wenn es aber dann weiter heißt: „ .... zwischen denen, die es haben, und denjenigen, die es benötigen, zwischen Geldvermögensbesitzern und Kapitaleigentümern einerseits und Schuldnern andererseits“, dann ist das ein Bruch, ein Rückfall in der so richtig eingeleiteten Beschreibung von Geld: Die soziale Beziehung, die immer nur zwischen zwei (oder mehr) Menschen bestehen kann, wird rasch wieder in ein Ding verwandelt, das einer allein haben kann. Geld ist eine soziale Beziehung zwischen Schuldnern und Gläubigern, aber keine soziale Beziehung zwischen denen, die es haben, und jenen, die es benötigen.

Der Reichtum besteht in längerfristig zu erfüllenden Forderungen in Geld an andere, nicht aber in etwas, das den einen genommen und den anderen gegeben werden kann. Diese zeitlich gebundenen Forderungen können aber soweit „zu Geld gemacht“ – also in sofort fällige Forderungen verwandelt -- werden, soweit sich hierfür Käufer am Vermögensmarkt finden. Das aber heißt auch, dass es Geldvermögen nur so lange gibt, wie es Vermögende gibt, die es wegen eines Vorteils an sich bringen wollen. Geldvermögen ist also nichts Absolutes, sondern nur ein Relatives, eben eine Beziehung.

Da also die Geldvermögen nur umgeschichtet, nicht aber in Summe zu Geld gemacht werden können, stellt sich die Frage, welche Folgen auf dem Vermögensmarkt eine - so wie sie angedacht ist - bessere Verteilung der Vermögen der Vermögenshaushalte  auf alle Haushalte hätte. Weil ja  der zu erzielende Preis  vom Verhalten der Verkäufer einerseits und der Käufer andererseits abhängt.[...]«

Und weil es so wichtig ist, sei mir noch eine Verinnerlichung gestattet....

»Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das aus einer riesigen Anzahl von Gläubigern und Schuldnern besteht. [...] Die >Geldvermögen< sind vielmehr bei fallenden Preisen immer schneller unbedienbar werdende Schulden weltweit immer schneller krachender Schuldner.«    black01_next.gif»Kapitalismus - Ein System, das funktioniert«

... die ich prinzipiell - erwähnte ich schon, das dies bedeutend ist? - in aller gebotenen Kürze ein weiteres mal glasklar stellen möchte:

»[...] Das Kredit-Nehmen, alias das Schuldig-Werden gibt es, seit es Menschen gibt. Mensch-Sein heißt »schuldig sein«. Es gibt keinen Kredit, der irgendwo »begann«. Jeder Kredit diente immer nur dazu, einen anderen, früheren Kredit abzulösen, zu versuchen, eine noch viel ältere Schuld zu tilgen.

Es gibt weder »Kredit«, noch »Geld« noch »Nachfrage« als solche. Alles sind nur Schulden, entstanden aus früheren Schulden, gierig nach späteren Schulden. Leben läuft über die Zeit. Wirtschaften als eine »Bestandsgröße« kann es daher niemals geben, hat es auch nie gegeben.

Unsere »Einkommen« sind Schulden, die die Firma macht, indem sie ihre Bankkonten belastet. Das Haushaltsgeld, das wir der Frau auf den Tisch legen, ist Ausdruck unserer Verpflichtung, uns selbst und die Familie am Leben zu erhalten. Was wir sparen, wird über die Bank zu einer Forderung an jemand, der sich unbedingt den 16-Ventiler leisten will, ohne das Geld dafür zu haben.

Alles in uns und um uns, vor uns und nach uns, über, unter, neben uns ist Schuld. Wirtschaft und Welt sind nur als eine unendliche Kette von Schulden, Verpflichtungen, Belastungen, Ansprüchen, Krediten, Forderungen, Guthaben und ergo wieder Schulden zu erklären. Das treibt, peitscht, motiviert.[...]«     Aus »Aufwärts ohne Ende« von Paul C. Martin

Auch das sagte ich bereits 'zig-fach, kann einer abermaligen Wiederholung aber nicht im Wege stehen (bis zum Erbrechen, wenn es sein "muss" ): Das alles ist, selbst bei einer nur relativ oberflächlichen Beschäftigung mit dem Thema, nichts wirklich Neues; aber so wenig neu es allgemein eigentlich sein sollte, so wenig wird üblicherweise darauf eingegangen.

Jede Wirtschafts/Geld usw.-Kritik jedoch - ganz gleich von wem -, muß diese Sachverhalte, der "kapitalistischen" Gläubiger / Schuldner Paare und deren über die Zeit laufenden Schulden, integrieren!! Bleibt dies außen vor, brauchen wir über "den Kapitalismus" gar nicht erst beginnen zu diskutieren. Eine Debatte darüber wird erst sinnvoll, wenn Kritik diese Punkte beinhalten!! DANN allerdings, kann "man" über die unterschiedlichsten Dinge sehr wohl unterschiedlicher Meinung sein. Aber eben erst dann!!!

 


 

  POLITIK

  


                                 Deutsche DemokRATTie am Beispiel Mindestlöhne


Eins kurz im Voraus: Es geht mir im Folgenden nicht um das Für oder Wider zu MIndestlöhnen, sondern lediglich um den richtungsweisenden Umgang bestimmter Führungsratt... damit !! Also gut, der Reihe nach:

 

1.) Die SPD hat unter der Parole »Politik für Gute Arbeit - Deutschland braucht Mindestlöhne.« und dem wunderschönen Schlagwort-Schild rechts einen black01_next.gif»Aufruf pro Mindestlöhne (inkl. Unterzeichnerliste« ins Leben gerufen. ERSTunterzeichner dieser "Petition" sind, unter vielen anderen, Elke Ferner, Hubertus Heil, Olaf Scholz und Peter Struck!!

2.) Die Linke hat am 27.03.07 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der da fordert »Deutschland braucht Mindestlöhne«. Der Clou (!!!): Dieser black01_next.gif»Antrag« (Drucksache 16/4845) ist WORTWÖRTLICH von gerade gezeigter SPD-Aktion übernommen !! (Eine gewisse "Bauernschläue können wir "denen" einfach nicht absprechen!)

3.) Sodann wurde der »Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss)« black01_next.gif»emsig tätig«, der in seiner »Beschlussempfehlung« zu genannter Drucksache 16/4845 als »Lösung« angibt: »Ablehnung des Antrags auf Drucksache 16/4845...«

Und jetzt kümmets!!!!!

1Abgesehen von sage und schreibe vier "Abtrünigen". RESPEKT!

2Bitte nicht verwirren lassen!! Die angegebene Quelle (=namentliche Abstimmung) bezieht sich auf die »Lösung des Ausschusses für Arbeit und Soziales«, der ja die Ablehung des Antrags der Linken empfiehlt. Und dieser Ablehnung wurde dann im Bundestag zugestimmt, womit der eigentliche Antrag der Linken gleichzeitig abgelehnt wurde!! Alles klar?

4.) DIE SELBE SPD, DIE DEN, DEM ANTRAG DER LINKEN ABSOLUT WORTGLEICHEN, AUFRUF MIT UNTERSCHRIFTENAKTION, SO THEATRALISCH INS LEBEN RIEF, DIESE SELBE SPD, STIMMTE BEI DER ABSTIMMUNG IM BUNDESTAG NUN "URPLÖTZLICH" DAGEGEN - IM GRUNDE ALSO GEGEN IHRE EIGENE INITIATIVE!!!!
Das ist zwar schon schlimm genug, aber noch gar nicht mal das Schlimmste. Immerhin könnte es ja rein theoretisch so sein, daß sich schlicht keine Mehrheit der Einzelstimmen innerhalb der SPD-Fraktion fand, trotz allen Zinobers, den die SPD im Vorfeld selbst veranstalltet hat.
DAS SCHLIMMSTE DARAN IST, DASS DIE SPD-FRAKTION GESCHLOSSEN1 DAGEGEN STIMMTE!! UND DAS ALLERSCHLIMMSTE IST, DAS SELBST U.A. DIE OBEN AUFGEFÜHRTEN ERSTUNTERZEICHNER black01_next.gif»DAGEGEN WAREN«2!!!

Um Himmels Willen (!!), wie kann "man" sich nur dermaßen verbiegen?? Und das ausgerechnet in DER Institution unserer (angeblichen) "Demokratie", wo das, was allenthalben und öffentlich und ohne Unterlaß so dermaßen hoch gehängt wird, nämlich eben "die Demokratie", wo genau dies eigentlich (VOR)GELEBT werden sollte!!

Angesichts solcher, an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbeitenden "Volksvertretern" - die uns stets zu jeder Gelegenheit unser ach so tolles demokratisches System eintrichtern -, kann dann auch ein Zitat eines der SPD-Aktion Erstunterzeichner, Gewissensverbieger und black01_next.gif»Grundgesetzbrecher«, in Persona des Herren von und zu auf und davon Herr Dr. Peter Struck, nicht mehr wirklich überraschen!

»Jeder weiß, man kann im Parlament nicht so abstimmen, wie man das im Augenblick gerade für richtig hält« (>>)

2Überaus verräterisch, dieses »man«! Bedeutet es doch nichts anderes, als das dies offensichtlich die ÜBLICHE Praxis von ALLEN - oder doch zumindest mehrheitlich - im Bundestag ist!

Grundgütiger!!! Sehr geehrter Herr Struck, wenn "man"3 nicht so abstimmen kann, wie "man" es für richtig hält, wie, zum Teufel nochmal, wird denn ansonsten abgestimmt? Viel bleibt da nicht mehr übrig! Wenn "man nicht so abstimmt, wie "man" es für richtig hält, ja dann stimmt "man" wohl offenkundig FÜR Sachen, die "man" für falsch hält! Das muss man sich mal ganz in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen! Es geht also nicht um die persönliche Einschätzung der Parlamentarier ob richtig oder falsch, es geht um ... ja worum geht es eigentlich? Was nimmt da anstelle der eigenen Überzeugung den Platz ein? Eins ist sicher, es ist garantiert nicht der im Grundgesetz festgelegte "Wille des Volkes" (ein "winziges" Beispiel: black01_next.gif»Hamburg und die SPD: Glückwunsch, Genossen!«)!! Den Rest könnt ihr euch wohl selbst denken!!

Das sind die Leute die und die Art und Weise wie über unser aller Wohl und Weh entschieden wird! Was das noch mit Demokratie zu tun hat, erschließt sich mir nicht mehr!! Apropos Parteiendiktatur ... ähhh, ich bitte um Pardon, Demokratie natürlich:

»[...] Die eben schon erwähnte Entmachtung des Wählers bei Europawahlen, bei denen er nur eine Stimme hat, die er für starre Parteilisten abgeben muss, findet faktisch auch bei Bundestags- und Landtagswahlen statt (siehe S. 262 ff., 313 f.). Dies wurde durch Untersuchungen zur Bundestagswahl 2002, zur hessischen Landtagswahl 2003 und zur Wahl der deutschen Abgeordneten zum Europaparlament 2004 bestätigt. Dass der größte Teil der Abgeordneten schon vor der Wahl feststand, weil die Parteien sie auf sicheren Plätzen nominiert hatten, habe ich dadurch demonstriert, dass die faktisch schon Gewählten vor dem Wahltermin namentlich genannt wurden. So standen bei der Europawahl schon lange vor dem 13. Juni 2004 77 der zu wählenden 99 deutschen Europaabgeordneten namentlich fest. [...]«
Aus: black01_next.gif»Das System - Die Machenschaften der Macht« von Hans Herbert von Arnim

P.S.: Unseren Kindern wird von derlei Machenschaften selbstredend nichts erzählt. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir solch subversive Realitäten - =die bittere Wahrheit - schon den Kleinen einpflanzen würden. Nicht auszudenken!! Wahren wir lieber den schönen Schein und decken den zuckersüßen, rosaroten Mantel der Unwissenheit darüber: black01_next.gif»Die Sendung mir der Maus...«

 


                                 Palästina (Gaza, Hamas etc.)


Zu Beginn will schon mal klarstellen, daß ich weit davon entfernt bin behaupten zu können, das dortigen Durcheinander vollständig entwirren zu können. Warum sollte das zu diesem Thema auch anders sein als sonst so? Aber ein paar Zusatzinfos meine ich beitragen zu können, wenn auch hier vor Ort nur per Textausschnitte. Die Quellen sind ja angehängt!! (Reinschauen!!!)

Apropos "...sonst so?" und "...Durcheinander...": "Schön" exemplarisch hierzu dürfen wir dieses hier zur Kenntnis nehmen!

»[...] Gleichzeitig werden unter den Augen der deutschen Geheimdienste neue Rekruten für "Terroranschläge", also verdeckte militärische Aktionen, nach Kurdistan (Irak) geschleust, die von dort aus in Kurdistan (Iran) operieren und dort bereits einen Stellvertreterkrig gegen den Iran führen. Allein im Jahre 2005 töteten die westlichen Söldner 120 iranische Soldaten. Unterstützt, ausgebildet und finanziert werden die Terroristen und Söldner der PJAK/PEJAK von den Militärs und Regierungen in den USA und Israel [...]     black01_next.gif»USA, Deutschland und Israel kooperieren mit Terroristen im Irak gegen Iran«

Offensichtlich haben wir in Deutschland die letzten Deppen als Geheimdienste, "flutschen" denen doch tatsächlich unentwegt Terroristen zum Iran durch. Aber was soll man schon erwarten? Sind das nicht die selben, denen "versehentlich" vier Jahre Auslandseinsatz-Daten verlustig gegangen sind?

»[...] Wenn ein Staatschützer laufend zu einer "erhöhten Gefahrenlage"rufen? worauf beziehen sie das? Kaffeesatz lesen? - Sie wissen doch offensichtlich gerade über die entscheidenden Letzten Jahre der "angeblich teigenden Terrorgefahr" nicht mehr als im Kaffeesatz und ihren Köpfen steckt - Traumgebilde eben.«    black01_next.gif»Märchen und Sagen ....«

Glauben wir nicht alle an Märchen und Sagen? Nein?? Schade!! Ich hätte da noch was dazu! So von wegen "EU-Friedenspolitik", die präziser eigentlich eher mit black01_next.gif»EU-Politik führt zu einer beispiellosen Eskalation der Gewalt« beschrieben werden sollte:

»[...] Muriel Asseburg, Forschungsgruppenleiterin Naher/Mittlerer Osten und Afrika bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, also einer Einrichtung, die sonst sogar zu den regierungsnahen Strategiefabriken zählt, hat in einem Analysebeitrag vom Anfang des Jahres dargelegt, dass die Politik der EU – Versuch einer Isolation der Hamas-Regierung, Ablehnung eines jeglichen Dialogs mit der Regierung, völlige Streichung der Haushaltsunterstützung – die Lage in Palästina dramatisch verschlechtert hat. [...] Die europäische Politik habe «das proklamierte Ziel einer friedlichen Konfliktlösung in der Region unterminiert». Anhänger des Präsidenten Abbas hätten «die Haltung des Westens als indirekte Aufforderung interpretiert, nach einem baldigen Scheitern der Hamas-Regierung die Macht wieder zu übernehmen». Anhänger des Präsidenten hätten sogar «die Haltung des Westens dahingehend interpretiert, dass der Westen selbst eine Rückeroberung der Macht durch Waffengewalt decken würde». Und: «Diese Deutung erhält zusätzliche Nahrung durch Waffenlieferungen und militärisches Training für die Abbas unterstehenden Sicherheitskräfte.» Die Isolationspolitik der EU habe aber auch die zur Gewalt neigenden Kräfte der Hamas gestärkt. «Eine beispiellose Eskalation der innerpalästinensischen Gewalt war die Folge», so das Fazit der Analystin. [...]
Die EU fordert von der palästinensischen Regierung, sie müsse vor einer Gesprächsaufnahme das «Existenzrecht des Staates Israel» und alle «bisherigen Abkommen zwischen Israel und der PLO» anerkennen sowie einen «generellen Verzicht auf Gewalt» erklären. [...]«

Hierzu - insbesondere zum letzten Satz - sollte durchaus mal Klartext geredet werden. Denn dieses Dingen mit "dem Existenzrecht Israels" wird allzu leicht dahergesagt! »Viele Bürger mit gutem Willen und achtbaren Werten mögen auf die vordergründige Einfachheit der Wörter von „Israels Recht zu existieren“ hereinfallen (und erst recht auf die Kurzformulierungen) und glauben, dies stelle eine selbstverständliche vernünftige Forderung dar.« So simpel ist die Sache aber einfach nicht!!

»Nun, da der palästinensische Bürgerkrieg – auf den Israel, die US und die EU  lange gewartet haben – im Begriff ist, auszubrechen, mag es an der Zeit sein, die Rechtfertigung zu prüfen, die von Israel vorgebracht wurde und von den USA und der EU als kollektive Strafe für das palästinensische Volk angeblich als Vergeltung dafür gedacht war, dass es bei den letzten demokratischen Wahlen im Januar 2006 falsch gewählt hatte: die Weigerung der Hamas, „Israel anzuerkennen“ oder „Israels Existenz anzuerkennen“ oder „Israels Existenzrecht anzuerkennen “.
Diese drei Formulierungen sind von den Medien, den Politikern und sogar von Diplomaten mal so, mal so verwendet worden, als ob sie dasselbe bedeuten. Das tun sie nicht.
„Israels Existenz anerkennen“ ist ein unlogischer Unsinn. Auf den ersten Blick scheint das eine relativ normale Anerkennung einer Tatsache des Lebens zu sein, so wie die des Todes oder der Steuern. Doch gibt es ernsthafte praktische Probleme mit dieser Formulierung. Was für ein Israel denn, innerhalb welcher Grenzen: Die 55% des historischen Palästina, die für einen jüdischen Staat von der UN-Vollversammlung 1947 festgelegt wurden? Oder die 78% des seit 1948 von Israel besetzten historischen Palästinas und die nun vom den meisten Staaten der Welt als das „eigentliche“ Israel angesehen werden ? Oder die 100% des seit 1967 von Israel besetzten historischen Palästinas, so wie es in den  israelischen Schulbüchern gezeigt wird? Israel hat nie seine Grenzen definiert; denn würde es dies tun, wären ihm Grenzen gesetzt. [...]
Es besteht nämlich ein gewaltiger Unterschied zwischen „Israels Existenz anzuerkennen“ und „Israels Existenzrecht anzuerkennen“. Aus palästinensischer Perspektive könnte dies in etwa mit folgendem verglichen werden: Man fordert von einem Juden, dass er das Geschehen des jüdischen Holocaust anerkennt; und fordert ihn dann auf zuzugeben, dass  es richtig war, dass er stattgefunden hat, ja, dass der jüdische Holocaust moralisch gerechtfertigt war.
Zu verlangen, daß die Palästinenser „Israels Existenzrecht“ anerkennen, hieße zu verlangen, dass die Angehörigen eines Volkes, die wie Untermenschen behandelt wurden – als der grundlegenden Menschenrechte unwürdig – öffentlich erklären, daß sie Untermenschen sind. [...]     
black01_next.gif»Mit der Anerkennung des Existenzrechts Israels würden sich die Palästinenser einverstanden erklären, als Untermenschen behandelt zu werden.«

In meinen Augen überaus wesentliche Punkte (!!!), die leider üblicherweise wie Stiefmütterchen behandelt werden - wie es so schön heißt!!!! Wie wichtig tatsächlich, wird im Folgenden deutlich! Einmal hier...

»[...] Eine weitere 'Idee' war nun, dass Israel den Grenzzaun (bzw. die Mauer), der sich zu 80 % auf palästinensischem Boden befindet und viel Land abschneidet, als vorläufige Grenze anerkannt haben möchte. Ein wahrlich aufopferungsvoller, 'friedenstiftender' Vorschlag, der da an die Palästinenser herangetragen wird. [...]«     black01_next.gif»Die USA wollen einen Bürgerkrieg in Palästina«

... und auch noch hier ...

»[...] Nur wenige Tage nach dem Wahlsieg der Hamas kam es zu einem Treffen des Nahostquartetts USA, EU, Russland und Uno in London. Es endete mit ultimativen Forderungen an die neu zu bildende palästinensische Regierung: Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit, Anerkennung Israels, Einhaltung aller bisherigen Abkommen und Verpflichtungen. Die Wahlsieger proklamierten demgegenüber in zahllosen Erklärungen die Aufrechterhaltung des von der Hamas eingegangenen Waffenstillstands (aber kein Verzicht auf den Widerstand gegen die andauernde Besatzung) und die Zustimmung zu einer Zweistaatenlösung (also eine implizite Anerkennung Israels). Ausserdem werde man die internationalen Verträge einhalten - sofern diese im Interesse des palästinensischen Volkes seien.
Im Grunde genommen fehlte damit nur die ausdrückliche Anerkennung des Staates Israel. Der palästinensische Premier Ismail Hanije erklärte dazu schon Ende Februar 2006, dass Israel nur dann anerkannt werden könne, wenn es den PalästinenserInnen einen Staat ermögliche und ihnen ihre Rechte zurückgebe.
Für die von den USA angeführte internationale Politik schien dies nicht genug zu sein. Stattdessen nahm sie intensive Verhandlungen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas von der Fatah auf - und versprach der Fatah eine baldige Rückkehr an die Regierung. Man müsse sich nur gedulden. In wenigen Monaten sei der Hamas-«Spuk» vorbei. Jetzt gelte es durchzuhalten. [...]«     black01_next.gif»Abbas und die Bushtruppe«

Wenn auch schon vom Februar 2007 (und deshalb z.T. schon von der Wirklichkeit eingeholt), so ist dieser Artikel nichtsdestotrotz gar nicht schlecht.

»[...] Zwar versucht die Hamas immer wieder (und manchmal auch mit Erfolg) ihre Bewaffneten unter politischer Kontrolle zu halten - trotz der Provokationen, die die Fatah-Milizen und politischen Gruppierungen immer wieder inszenieren. Die führende Rolle spielt dabei der ehemalige palästinensische Sicherheitschef aus Gasa, Mohammad Dahlan, den sich die CIA schon in den neunziger Jahren systematisch herangezogen hat und der seit einigen Wochen dabei ist, auch im Westjordanland eine Machtbasis aufzubauen.
Die letzten Waffenlieferungen der USA an die Fatah (die US-Regierung hat ihr nun zusätzlich 86 Millionen US-Dollar Militärhilfe versprochen) waren offensichtlich der Auslöser für die schweren Zusammenstösse der vergangenen Tage.[...]«

Wie wir mittlerweile wissen, hat die "Idee" mit dem "Zögling" Fatah nicht recht funktioniert. Womit wir wieder am Anfang sind, nämlich dem Punkt "...Durcheinander...", das gänzlich zu durchdringen kaum möglich ist.

»[...] Der Sieg der Hamas passte vollkommen zu ihren Zielen. Mit der Hamas muss man nicht reden, auch nicht den Rückzug aus den besetzten Gebieten anbieten oder gar über die Auflösung der Siedlungen verhandeln. Die Hamas ist das Monster unserer Zeit, eine „Terroristenorganisation“ – und mit Terroristen verhandelt man nicht.
WARUM ALSO waren die Leute in Jerusalem in dieser Woche nicht zufrieden? Und warum entschieden sie sich, sich „nicht einzumischen“?
Zwar zeigten sich die Medien und die Politiker, die seit Jahren mitgeholfen hatten, die palästinensischen Organisationen gegen einander zu hetzen, befriedigt und rühmten sich mit „wir haben es euch doch gesagt!“. Schaut, wie die Araber sich nun gegenseitig umbringen. Ehud Barak hatte Recht, als er vor Jahren sagte, unser Land sei wie „eine Villa mitten im Dschungel“
Aber hinter den Kulissen konnte man Stimmen der Beunruhigung und Angst vernehmen.
Die Verwandlung des Gazastreifens in ein Hamastan hat eine Situation geschaffen, auf die unsere Führer nicht vorbereitet waren. Was muss jetzt getan werden? [...]«     black01_next.gif»Krokodilstränen«

Ich verwirre noch ein wenig weiter...

»[...] Andererseits wird bei der gegenwärtigen Diskussion bewußt ausgeblendet, daß andere Länder seit langem bzw. jahrelang eine Unterstützung an Hamas geleistet haben oder noch leisten. Besonders wichtig ist hier Saudi Arabien, das aber trotzdem keine Kritik zu befürchten hat. Es handelt sich schließlich um einen wichtigen westlichen Verbündeten.
In der gegenwärtigen Debatte wird auch bewußt ignoriert, daß ausgerechnet Israel in den siebziger  Jahren und bis weit in die achtziger hinein in den besetzten Gebieten die Muslimbruderschaft (und deren Ableger, Hamas) förderte. Dabei ging es darum, der als gefährlicher betrachteten, nationalistischen PLO eine scheinbar harmlose, religiös-konservative Konkurrenz als Gegengewicht heranzuzüchten. Die US-Zeitschrift Newsweek - anti-westlicher oder anti-israelischer Tendenzen vollkommen unverdächtig - erklärte das so: "Jahrelang schienen die arabischen Fundamentalisten zuverlässige Bauern in Stellvertreterkonflikten mit hohem Einsatz zu sein. Sie widersetzten sich massiv den wichtigsten Feinden des Westens, dem Kommunismus und seinen regionalen Verbündeten, dem linken arabischen Nationalismus. Da sie der PLO feindlich gegenüberstanden, erschienen sie für eine israelische Teile-und-Herrsche-Strategie genau passend. Und sie waren ideologisch mit dem wichtigen Verbündeten und Öllieferanten des Westen, Saudi Arabien, auf einer Wellenlänge. ... In den siebziger Jahren begann Israel die Muslimbruderschaft als Gegengewicht zur PLO aufzubauen - und setzte das sogar noch fort, als israelische Truppen im Libanon mit schiitischen Radikalen zu kämpfen begannen." [...]«     
black01_next.gif»Ein trojanisches Pferd - Hamas und die Hintermänner«

Na da schau her!! Wie ich sagte: verwirrend!! Aber wie dem auch sei, für mich persönlich sind die entscheidenden Sätze folgende:

»Zwar zeigten sich die Medien und die Politiker, die seit Jahren mitgeholfen hatten, die palästinensischen Organisationen gegen einander zu hetzen, befriedigt und rühmten sich mit „wir haben es euch doch gesagt!“. Schaut, wie die Araber sich nun gegenseitig umbringen.«

»...es wird alles dafür getan, dass sich die palästinensische Seite radikalisiert,...« (>>)

Im Grunde ist es gleichgültig, wer genau da nun an der Macht ist und/oder wer nicht. Wichtig ist, daß "sie" sich uneins sind!! Der berühmte Keil der Uneinigkeit!!! Das realpolitische Pendant zum fiktiven, Zwietracht sähenden black01_next.gif»Tullius Destructivus«, scheint mir hier entscheidend zu sein! Aus Sicht der entscheidenden Machthaber (!!) haben sich damit beinahe alle Israel/Palästina Probleme quasi in Luft aufgelöst, oder sind zukünftig zumindest um ein nicht geringes Maß "leichter" zu handhaben! Menschlich-moralisch absolut pervers, aber nun wahrhaftig nicht Neues und deshalb halbwegs plausibel - wie ich meine!! DAS scheint mir der vorrangigste Punkt. Jedoch sollte auch nicht unerwähnt bleiben - wenn auch in meinen Augen als "nachgelagert" anzusehen -, daß, ebenfalls wie immer, sich selbstredend auch noch genügend genau so machtgeile, verstockte und verblendete (in diesem Falle PLO und Fatah) finden, die sich "bereitwillig" instrumentalisieren lassen! Und wie stets in der Menscheitsgeschichte, bleibt "das eigentliche Volk" mal wieder auf der Strecke! Zum Kot....!!!

Und für die, die bis hierher immer noch nicht genug zu lesen bekamen , zum Schluß noch zwei Links, die vielleicht noch von Interesse sein könnten:

black01_next.gif»Der Gazastreifen ist nicht nur ein Gefängnis – er ist auch ein Laboratorium«

black01_next.gif»Hintergrundinformation zur Israelisch-Palästinensischen Krise in Frage u. Antwort«

 

 » 17. Juni 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Leicht lassen wir uns von Dingen überzeugen, die uns Freude machen«

MADELEINE DE FONTAINE

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

  »Neues von der Kreditfront (April 07)« (>>)

»Der Leit"zins"« (>>)

POLITIK

 

»Afghanistan« (>>)

»23 Punkte zur EU-Verfassung« (>>)

  

  WIRTSCHAFT

 


                                Neues von der Kreditfront (April '07)


 
 

Vorab 1:

(Kurz nochmal erwähnt: Natürlich handelt es sich naturgemäß um Daten der Vergangenheit. Eine darauf basierende "Hochrechnung" und konkrete Aussage für die Zukunft ist nur bedingt möglich. Aber es gibt uns doch einen groben Überblick über den "Stand der Dinge". Und allein der ist schon dermaßen elementar, daß es sich allemal lohnt!!)


Vorab 2:
Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus black01_next.gif"DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....
     
     

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitteblack01_next.gifHIER kurz reinschauen.

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)

Nichtbanken (Nicht-MFIs) (>>) =
In- und Ausländer:
• Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)
Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 Neu-
kredit-
vergabe
[%]

April 05

44,3

2,36

Mai 05

72,7

-0,79

Juni 05

85,4

-1,11

Juli 05

68,8

0,24

Aug 05

68,3

0,14

Sep 05

69,6

0,16

Okt 05

65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

 Juli 06

50,9

-0,03

 Aug. 06

63,8

+0,07

 Sep. 06

78,7

+0,71

 Okt. 06

55,9

+0,37

 Nov.06

59,4

+0,44

 Dez.06

77,8

-1,43

 Jan.07

73,5

+1,35

 Feb.07

81,8

+0,01

 Mrz.07

80,6

+0,33

Apr. 07

??

+1,05

( >> ,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Im April '07 zog die Neukreditvergabe ziemlich kräftig an. Ein Plus von 1,35 Prozent oder 40,41 Mrd.€ steht zu notieren! Wobei dieses "Wachstum" - und das ist nicht ganz unerheblich, wie ich meine - zu 33,0 Mrd.€ allein auf die auf die Wertpapiere von Nichtbanken entfällt. Ich wiederhole an dieser Stelle schon mal kurz:

            »Als Wertpapiere auszuweisen sind Aktien, Zwischenscheine, Investmentanteile, Optionsscheine, Zins- und Gewinnanteilscheine, börsenfähige Inhaber- und Ordergenuss-Scheine, börsenfähige Inhaberschuldverschreibungen, auch wenn sie auf den Namen umgeschrieben oder vinkuliert sind und unabhängig davon, ob sie in Wertpapierurkunden verbrieft oder als Wertrechte ausgestaltet sind, ferner börsenfähige Orderschuldverschreibungen, soweit sie Teile einer Gesamtemission sind, andere festverzinsliche Inhaberpapiere, soweit sie börsenfähig sind, und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, soweit sie börsennotiert sind.« (>>)

Dazu dann mehr weiter unten (Punkt 2) und unter 3.), Stichwort "Aktien und sonstige Dividendenwerte".

Die Tilgungswerte (Tabelle links) werden seit Feb.'07 nicht mehr in der "normalen" Pressenotiz (>>) mit angegeben!! Damit fehlt der zeitnahe Abgleich, ob wirklich die Neuverschuldung angezogen hat, oder einfach nur eine niedrige Tilgung vorlag. Ersatzweise könnten wir die Daten in der übergreifenden Kapitalmarktstatistik (>>) einsehen. Nur leider liegen diese Zahlen immer zwei Monate im Rückstand. Die gehen mir langsam aber sicher auf den Senkel (Entschuldigung!!).

Emissionsstatistik für Wertpapiere (inländischer Rentenmarkt, ohne Aktien) (Buba >>):

Insgesamt lag der Netto-Absatz deutscher Emittenten im April '07 bei +8,7 Mrd. Euro (März. 07 = +9,4).

••• An dieser Stelle wollte ich zum Abgleich eigentlich einen Vergleich zum Vorjahr bringen. So langsam verstehe ich aber gar nichts mehr!! Anscheinend gab's auch bei dieser Statistik mal wieder eine "geringfügige" Änderung (oder ich bin wirklich einfach zu blöde). Denn die Original-Vorjahrsstatistik weist gänzlich andere Werte aus, als die diesmonatliche des April '07, die ebenfalls Vorjahreswerte aufführt. Und zwar dergestalt:

 

black01_next.gif»Emissionsstatistik aus 2006 für April 2006«

black01_next.gif»Diesmonatliche April 07 Statistik«, ebenfalls für April 2006 ausgewiesen

Wertpapierabsatz, jeweils Netto-Absatz [Mrd.€]

Inländische Schuldverschreibungen insgesamt

7,9

0,0

Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand

5,2

1,5

Also ich blicke da nicht mehr durch! Teilweise andere Benennungen, gänzlich andere Werte ... da ist überhaupt nichts mehr irgendwie vergleichbar. Wie soll "man" damit noch vernünftige Aussagen treffen, wenn die Vorjahresvergleiche im Grunde nicht mehr möglich sind?? Das Einzige, was an den ganzen Statistiken noch Beständigkeit zeigt, ist die penetrante Unbeständigkeit durch diverse "Revisionen" und/oder Erfassungsänderungen usw. usf. Ob beabsichtigt oder nicht , eine einigermaßen vernünftige "Überwachung" des Status Quo ist mit derlei Nebelwänden kaum mehr möglich! Es sei denn, ich seh da irgendwas nicht oder vollkommen falsch und schnall nix!! •••

Nun gut, wie auch immer; weiter im "normalen" Text ...

Auffällig außerdem, daß...

 

• ... ein weiteres Mal und mit großem Abstand (öffentliche Hand beiseite gelassen) die Kreditinstitute die größten inländischen Emittenten (netto +4,9 Mrd.€) darstellen! "Halsabschneider" hin oder her, verschuldungswillig- und fähig sind die Kreditinstitute allemal. Da sich gleichzeitig bei den Unternehmen aber weniger als nichts tat (»...per saldo tilgten sie im Berichtsmonat Schuldverschreibungen im Wert von 0,9 Mrd €«, was, nebenbei, meines Erachtents für meine "Aktienthese" weiter unten spricht), frage ich mich, ob das wirklich eine gute Entwicklung ist??

• ... die öffentliche Hand in der Summe diesmal mit +4,7 Mrd.€ als Kapitalmarktschuldner auftrat! Wie gesagt, abgesehen von den Banken und der öffentlichen Hand ist hier im Grunde kein Schuldner existent! Ich weiß nicht, ich weiß nicht, optimal ist das alles irgendwie nicht!!

 

Für das Gesamtjahr 2007 der Nichtbanken, ergibt sich somit bis dato ein Plus der Neukreditvergabe von +104,55 Mrd. Euro oder +2,77%. Zum selben Zeitpunkt (April) des Vorjahres lagen wir mit +2,80% im Grunde gleich auf.
Grundsätzlich ja keine schlechten Zahlen. Das aber seit Dez. 06 allein auf die Wertpapiere von Nichtbanken 61,6 Mrd.€ der 104,55 Mrd.€ entfallen, halte ich schon zumindest für ein klein wenig bedenklich. Wie gesagt, mehr dazu weiter unten und unter 3.) zu den "Aktien und sonstige Dividendenwerte".

 

Desweiteren sei noch kurz erwähnt, das sich nur Bund und Länder bis einschließlich März 07 mit insgesamt 5,78 Mrd.€ neuverschuldet haben und...

 

»...Trotz der deutlich besser als veranschlagten Entwicklung wird der Bund im laufenden Jahr die reguläre Kreditobergrenze ohne Vermögensverwertungen, die lediglich einmalig nennenswerte Haushaltsentlastungen bewirken, voraussichtlich allenfalls knapp einhalten und von einem dauerhaft ausgeglichenen Haushalt noch weit entfernt sein....« (>>)

 

Trotzdem sich die öffentliche Hand bis dato also tatsächlich mäßigen kann (zumindest gegenüber der jüngeren Vergangenheit), gehen wir doch weiter zu den Privaten (oben ist ja teilweise eben doch auch die öffentliche Hand enthalten):
 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 2006

2452,43

+1,56

 Jan 07

2470,48

+0,74

 Feb 07

2462,96

-0,30

 Mrz. 07

2471,48

+0,35

 Apr. 07

2495,96

+0,99

Die Buchkredite gingen bei den Unternehmen und Privatpersonen im April '07 leicht nach unten!! Und zwar um 4,18 Mrd. Euro oder -0,18%!

Inklusive der Wertpapiere allerdings (nebenstehende Tabelle, Summe Buchkredite & Wertpapiere) gab's einen kräftigen Zuwachs von  +24,38 Mrd.€ oder +0,99%!! Die Wertpapiere selbst legten dabei um rd. 28,6 Mrd.€ zu! Das ist, wie oben ja auch schon erkennbar, nun wirkllich bemerkenswert. Auch wenn zu den Wertpapieren nicht nur und ausschließlich Aktien zählen, so glaube ich trotzdem, daß es nicht allzu gewagt ist, einen nicht ganz unbedeutenden Teil der Zuwächse, den Aktien zuzuschreiben! Und da bei dieser "rein privaten" Statistik nun wirklich überhaupt keine Buchkredite mehr auftauchen - und auch im gesamten bisherigen Jahresverlauf die Wertpapiere einen ordentlichen Batzen ausmachten -, halte ich dies nicht für eine nachhaltig positive Entwicklung. Überspitzt formuliert: Mit Maschinen werden Autos gebaut, nicht mit Aktien!!

Wie dem auch sei, das Gesamtjahr 2007 sieht somit bisher wie folgt aus:
Bei den Buchkrediten ein Plus von 14,45 Mrd.€ oder +0,64% (Vorjahr im April +0,29%). Inklusive der Wertpapiere stellt sich das Bild so dar: +73,43 Mrd.€ oder +1,77% (Vorjahr im April +1,47%).
Betrachten wir die Wertpapiere nicht als "Vermutstropfen", so können wir durchaus von einer einigermaßen positiven Situation ausgehen. Tja, und was den "Vermutstropfen" selbst angeht, müssen wir wohl der Dinge harren, die da kommen, und uns "überraschen" lassen!

Das Saldo der deutschen Leistungsbilanz (der Blick zu den -- sozusagen -- ausländischen, für die BRD "ersatzweise" einspringenden, stellvertretenden Kreditnehmern) lag im April 07 bei +9,6 Mrd.€ (>> & Graphik rechts). Im Vergleich zum Vormonat mit den "sagenhaften" +17,3 Mrd.€ bedeutet dies zwar einen starken Rücksetzer, ist für sich genommen aber immer noch ein recht guter Wert! Von Jan. bis April 07 weist sie insg. die Zahl von +46,8 Mrd.€ aus (Jan.-Apr. '06 = +34,1 Mrd.€).

Ein Prosit auf "unsere" ausländischen "Kreditgeber", die uns freundlicherweise weiterhin hochhalten!!

Die europäischen "Hochhalter" schauen wir uns als nächstes an:

 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" (Mrd. €) (>>)

Ab sofort kürze ich in dieser Kategorie ein bißchen ab und nutze das Angebot der BuBa!

Links die Graphik zeigt die Entwicklung: im März +1,5 % für Europa gesamt (alle Kreditarten zusammen). Für 2007 bedeutet dies bisher einen Zuwachs von insgesamt +4,7% (>>). Was soll ich sagen, beinahe sensationell!!

Allerdings muß hier ein Wort zu den Aktien und sonstige Dividendenwerte der Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen (Bild rechts) fallen gelassen werden; die sind in obigen "sensationellen" Daten nämlich mit enthalten!! Seit 1997 haben sie sich, von rd. 220 Mrd.€ auf jetzige 909,5 Mrd.€, mehr als vervierfacht; mit einem im April '07 zu verzeichnenden Anstieg von allein knapp 60 Mrd.€ - was 7% entspricht!! Keine Frage, auch der Rest der Kreditvergabe (z.B. die Buchkredite) zieht regelmäßig deutlich an. Allerdings hat sich auch der Anteil der Aktien und sonstige Dividendenwerte am gesamten Kreditbestand der privaten seit 1997 fast verdoppelt, nämlich von 4,4% in 1997 auf jetzt 8,2%. Ich weiß nicht, wie weit das noch unfallfrei gehen kann, aber mich persönlich beschleicht diesbzgl. ein eher beklemmendes Gefühl. Ob das tatsächlich alles noch als "gesund" bezeichnet werden kann, ist für mich durchaus fraglich.

Überdies fällt auf, daß die genannte 7%-Steigerung im April seit 1997 nur viermal annähernd erreicht oder übertroffen wurde. Als da wären 1998, 2000, 2005 und 2006. Bis auf 2005, wo der Abtaucher nicht ganz so ausgeprägt war, nichtsdestoweniger aber vorhanden, folgte auf eine derartige Kreditvergabeexplosion der Aktien und ... in allen Fällen eine deutliche Aktien"korrektur" (siehe als Beispiel den black01_next.gif»DAX«). Ich weiß, nichts muß so werden, wie es mal war, zumal der April ja auch schon ein Weilchen her ist.. Aber alles in allem gefällt mir diese Entwicklung einfach nicht. Das "riecht" mir ein wenig zu sehr nach "locker und leicht" verdientem Geld, in dem "schmutzmachende Machinen" zunehmend an die Außenlinie gedrängt werden. Mag sein, daß ich das falsch sehe. Ich kann mich diese Eindrucks aber irgendwie nicht erwähren!

1Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.

Zurück zur allgemeinen Kreditvergabe!! Die folgende Tabelle1, sowie die nachstehende Graphik, geben einen Überblick über die Verteilung zu den einzelnen Ländern der EU!

 

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
 Hier: Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften + Private Haushalte + Sonstige Private 

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Slo-
wenien

Finn-
land

Ø

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

-

119,8

748,28

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

Zuwachs [%]

-0,15

-0,26

0,52

1,72

1,49

2,01

0,22

1,13

0,70

-0,70

0,82

-

0,67

0,68

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Zuwachs [%]

0,57

-0,18

-0,65

2,07

0,53

1,97

2,38

-0,09

0,98

0,34

-0,18

-

1,00

0,73

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Dezember '06

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

-

123,6

762,9

Zuwachs [%]

1,99

-1,24

2,82

2,09

0,65

0,98

0,92

-7,39

-0,07

0,82

0,50

-

1,48

0,30

Dezember '06

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

-

123,6

762,9

Januar '07

275,90

2343,30

157,30

1543,40

1615,50

332,00

1353,80

103,10

910,20

273,20

222,20

20,00

124,60

772,9

Zuwachs [%]

1,66

0,66

0,38

1,05

1,60

1,00

0,64

4,14

2,07

0,63

0,23

-

0,81

1,24

Januar '07

275,90

2343,30

157,30

1543,40

1615,50

332,00

1353,80

103,10

910,20

273,20

222,20

20,00

124,60

772,9

Februar '07

277,70

2349,30

159,80

1557,50

1631,10

336,70

1363,20

104,00

911,00

274,90

224,50

20,30

125,20

777,93

Zuwachs [%]

0,65

0,26

1,59

0,91

0,97

1,42

0,69

0,87

0,09

0,62

1,04

1,50

0,48

0,92

Februar '07

277,70

2349,30

159,80

1557,50

1631,10

336,70

1363,20

104,00

911,00

274,90

224,50

20,30

125,20

777,93

März '07

281,70 2357,30 164,10 1587,60 1646,40 338,00 1376,50 105,20 932,30 276,00 226,60 20,80 126,70 786,60

Zuwachs [%]

1,44 0,34 2,69 1,93 0,94 0,39 0,98 1,15 2,34 0,40 0,94 2,46 1,20 1,43

März '07

281,70 2357,30 164,10 1587,60 1646,40 338,00 1376,50 105,20 932,30 276,00 226,60 20,80 126,70 786,60

April '07

286,90 2353,20 165,30 1611,90 1679,60 341,20 1391,10 106,00 933,10 277,30 229,60 21,60 128,00 793,73

Zuwachs[Mrd.€]

5,20 -4,10 1,20 24,30 33,20 3,20 14,60 0,80 0,80 1,30 3,00 0,80 1,30 7,13

Zuwachs [%]

1,85 -0,17 0,73 1,53 2,02 0,95 1,06 0,76 0,09 0,47 1,32 3,85 1,03 1,29

Die graphische Umsetzung obiger Tabelle:

Spezielle, großartige Kommentare hierzu erübrigen sich im Grunde.

Vielleicht bis auf die "Standardfeststellung", das Deutschland eigentlich nie eines der Länder ist, die den EU-Schnitt anheben.

 


Was aber wirklich noch ganz interessant ist, ist folgendes. Aus obiger Kreditvergabe(Verschuldungs)-Tabelle habe ich mir mal die Endergebnisse für 2006 herausgezogen und diese zum BIP der jeweiligen Länder ins Verhältnis gesetzt (Statistikverschönerungen mal außen vor gelassen). So schaut's aus:
 

2006 Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Slo-
wenien

Finn-
land

Ø

Kredite/Verschuldung Dez. 2006

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

20,0

123,6

762,9

BIP 2006 [Mrd.€] (>>)

313,2

2307,2

195,2

976,2

1786,3

175,8

1475,4

33,1

527,9

256,4

155,3

29,7

167,9

646,2

Verhältnis Verschuldung/BIP 2006 [%]

86,7

100,9

80,3

156,5

89,0

187,0

91,2

300,0

167,0

105,9

142,8

67,3

73,6

126,8

Das sind zum Teil schon ziemlich "aufrüttelnde" Zahlen. In Spanien beispielsweise, liegt die Verschuldung der privaten bei 156,5 Prozent des dortigen BIP. In Deutschland immerhin auch bei rd. 100%. Geradezu erschreckend wird das Ganze aber, wenn wir uns analog dazu ältere Jahre anschauen.

1999 & 2003 Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Slo-
wenien

Finn-
land

Ø

Verhältnis Verschuldung/BIP 2003 [%]

76,9 106,6 65,0 103,5 75,4 120,9 79,7 288,7 143,5 95,8 128,0 -- 60,6 112,1

Verhältnis Verschuldung/BIP 1999 [%]

81,6

105,9

40,7

83,0

70,4

109,5

68,7

321,2

122,6

92,3

102,8

--

50,4

104,1

 BIP für 1999 (>>)

Was für eine Entwicklung, was für ein "Wachstum" (bis auf Deutschland und Belgien, die Spielverderber )!! Soweit ich dies korrekt einordne und etwas pauschalisieren darf, wächst die Verschuldung der privaten demnach um einiges zügiger als die einzelnen Länder-BIP. Wie weit kann das gehen? Wo ist die Grenze? Gibt es überhaupt eine? Ehrlich gesagt fällt mir nur eine einigermaßen konkrete Antwort dazu ein: Nichts, außer - laut Einstein - die black01_next.gif»menschliche Dummheit«, ist grenzenlos!! Präziser wäre in der Tat schön, kann ich aber leider nicht. Immerhin haben wir so den zeitlichen Überraschungseffekt weiterhin auf unserer Seite.

Zu guter Letzt noch ein kleines Anhängsel. Und zwar die noch feinere Unterteilung der deutschen Privaten (oben unter 2.) in Unternehmen und Privatpersonen (Graphik rechts). Ich will nicht nochmal alles durchkauen; grundsätzlich gilt natürlich auch hier alles bisher Gesagte.

Was hier kredit- und privatpersonenbezogen eher noch erwähnenswert ist, ist die Sache mit den Baugenehmigungen, die laut black01_next.gif»Statistischem Bundesamt« gegenüber dem Vorjahresmonat jüngst heftigst eingebrochen sind. Wie wir allerdings im linken Bild sehen, waren die Vergleichswerte des Vorjahres, aufgrund der Vorzieheffekte durch die auslaufende Eigenheimzulage (siehe auch hier >>), extrem gut. Insofern ist das für sich genommen noch nicht sonderlich aussagekräftig. Wenn wir und als Abgleich aber das Jahr 2005 vornehmen (ohne Vorzieheffekte etc.), müssen wir die bisherigen 2007'er Daten endgültig als mies einstufen! Zwar sind Baugenehmigungen und Veranschlagte Kosten der Bauwerke schon seit 1994 stärker rückläufig (>>), bisher stiegen jedoch - im Großen und Ganzen - wenigstens immer noch die Wohnungsbaukredite stetig an (>>). Im ersten Quartal 2007 fielen diese hingegen. Genauer gesagt fielen sie bei den Privatpersonen um -2,29 Mrd. Euro oder -0,30%; inkl. Unternehmen und Selbständige -0,34%. Noch (!!) ist das alles nicht wirklich als besorgniserregend anzusehen. Da die Wohnungsbaukredite bei den Privatpersonen jedoch knapp 78% der gesamten Kreditvergabe ausmachen (>>), könnte (!!) eine zukünftige  Verfestigung dieser Abnahme echte Probleme auslösen!

Wie gesagt, alles noch lange kein Grund zu echter Sorge. Zumindest aber ein Grund weiterhin ein Auge drauf zu werfen!
 

 


                                  Der Leit"zins"


 

Ein paar Begrifflichkeiten, bzw. Definitionen zum Thema »Leit"zins"«.

Der Zins!:

BGB, Buch 2: Recht der Schuldverhältnisse;
§ 488 Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag
(>>)

(1) ...
(2) Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuerstatten ist, bei der Rückerstattung zu entrichten.
(3)...

Wie unschwer zu erkennen, ist das entscheidende Wörtchen das Wort »vereinbart«. Um es nicht von meiner subjektiven Erläuterung abhängig und es zugleich ganz deutlich zu machen, noch folgende Definition:

Kein schuldrechtlicher Typenzwang [zum Schuldrecht]
[...]
Daher kann jedes beliebige Schuldverhältnis vereinbart werden und so neue Vertragstypen geschaffen werden, soweit diese mit der Rechtsordnung in Einklang stehen,... (>>)

Lange Rede kurzer Sinn: Der Zins ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei gleichberechtigten Vertragspartnern.

Jetzt ein kleiner Schwenk: Die Gebühr!

Eine Gebühr ist eine öffentlich-rechtliche Geldleistung, die aus Anlass individuell zurechenbarer, öffentlicher Leistungen dem Gebührenschuldner (durch eine öffentlich-rechtliche Norm oder sonstige hoheitliche Maßnahme) einseitig auferlegt wird und dazu bestimmt ist, in Anknüpfung an diese Leistung deren Kosten ganz oder teilweise zu decken (vgl. BVerfGE 50, 217 [226]). (>>)

Aha!!! Eine Gebühr ist also hoheitlich und einseitig auferlegt, der Zins dagegen eine vertragliche Vereinbarung von Vertragspartnern.

Der LEIT"ZINS" höchstselbst:

• Er wird zwischen Vertragspartnern vereinbart?  

• Er wird hoheitlich und einseitig auferlegt?

Was ist also der sagenumwobene Leit"zins" schlußendlich? Geeeenau (!!), nichts anderes als eine staatliche Gebühr!!! Oder, mit der Definition das »"Abgaben" also der Oberbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge sind« (>>), ist der Leit"zins" ein Abgabe an den Staat und somit alles andere als ein Zins!!

Okay, das hätten wir dann schonmal!!
Wenn nun einerseits der Zins aber aus einem Schuldverhältnis (=Kredit, Kreditvertrag) entspringt, der Bundesbank-Leit"zins" aber andererseits eigentlich "nur" eine Abgabe (nix Vertrag!) darstellt , wie kann es dann sein, das »Die wichtigsten Aktiva der Deutschen Bundesbank ... Kredite an Geschäftsbanken und Kredite an den Staat.« sein sollen, wie uns und unseren Kindern beispielsweise überaus lehrreich unter »WIRTSCHAFT & SCHULE WISSEN - Was ist Geld? Welche Funktionen hat es? Welche Institutionen gibt es?« (>>) beigebracht wird?

Ich meine, wenn der Bundesbank"zins" doch gar kein Zins ist (wie oben nachgewiesen), Zinsen aber nur und ausschließlich auf Kredite lauten können, wie schafft die Bundesbank es dann, angeblich Kredite zu vergeben? Schon mal drüber black01_next.gif»nachgedacht«??

Und noch was! Wenn zum Beginn des Wirtschaften Geld unabdingbar ist (und wie oder womit sonst sollte gewirtschaftet werden?), auf dieses Geld aber schon zu diesem Beginn, unmittelbar und direkt eine staatliche Abgabe zu leisten ist, wie können die Wirtschaftssubjekte diese Abgabe im weiteren Kreislauf (auch und gerade im Geld"kreislauf" = Kredite der Banken mit "echten" Zinsen) dann überhaupt begleichen, wenn zum Begleichen eben das Geld benötigt wird, auf dem dann wieder die Abgabe liegt?? Schon mal drüber black01_next.gif»nachgedacht«??
 


 

  POLITIK

  


                                 Afghanistan


Um einfach noch mal ganz klar zu machen (falls es jemand vergessen haben sollte), wie und warum "wir" - oder besser, "unsere heimatverteidigenden Jungs" - unsere Heimat am Hindukusch verteidigen, um alle Zweifel ein für alle mal zu beseitigen, sei im Folgenden ein kleines Potpourri an Textstellen aus verschiedenen Quellen gezeigt. Beabsichtigt "kurz" gehalten, müsst ihr euch, im "Bedarfsfall", die gesamten Texte und Zusammenhänge leider selbst per Quellen-Links antun .

» Allmählich thematisieren auch deutsche Medien, was im Lande schon lange kritisiert wird: die rücksichtslose Kriegsführung, die der Kultur der Stämme keine Achtung schenkt, die nicht zwischen Zivilisten und Kämpfenden unterscheidet und sich immer wieder über Völkerrecht und Genfer Konventionen hinwegsetzt. Es gibt keine wahrnehmbare Unterscheidung mehr zwischen dem Antiterrorkampf der Operation »Enduring Freedom« (OEF) und den die Regierung stützenden Aktivitäten der ISAF. Kürzlich wurden in der Provinz Paktia an der Grenze zu Pakistan mehrere tausend OEF-Kämpfer in ISAF-Soldaten »verwandelt« – nicht weil es keine Aufgaben im Antiterrorkampf mehr gab, sondern weil es sich im neuen Gewand offensichtlich besser arbeiten ließ. Auch die viel beschworene Unterscheidung zwischen der Kriegsführung der Bundeswehr und der US-Army verschwindet allmählich.«     black01_next.gif»Kollateralschaden Afghanistan«

» Bei Kriegsbeginn waren Frau Bush und Frau Blair in vielen Fernseh- und Radioshows erschienen und hatten erklärt, dass das Ziel des Krieges darin läge, die afghanischen Frauen zu befreien. Versuch, das heute nochmal zu sagen, und die Frauen werden dir ins Gesicht spucken. [...] Und so wuchs die Korruption unter den Eliten wie ein unbehandelter Tumor. Westliche Gelder, die einige Wiederaufbauprojekte unterstützen sollten, wurden umgeleitet, um extravagante Wohnungen für deren Umsetzer zu bauen. Im Jahr 2 der Besatzung gab es einen riesigen Bauskandal. Kabinettminister hatten sich und ihren Günstlingen Grundstücke in Kabul vermacht, wo die Grundstückspreise nach der Besatzung ein Hoch erreicht hatten, da die Besatzer und ihr Anhang in der Weise wohnen mussten, an die sie sich gewöhnt hatten. Karzais Kollegen errichteten ihre großen Villen, geschützt von NATO-Truppen und in Sichtweite der Armen.«     black01_next.gif»Für einen Abzug aus Afghanistan«

» Büro von MdB Arnold:
Die gewaltbereite Opposition, regionale „War-Lords“ und die organisierte Kriminalität sind immer noch bestimmende Faktoren für die Sicherheitslage in Afghanistan.

1Hierzu prinzipiell ganz interessant black01_next.gif»Michael Levine: Die großen Lügen im Kampf gegen die Drogen«

und ein kleines Zitat aus erwähntem McCoy-Buch:

»"CIA-gestützte Interessen wiederum kontrollierten diesen Heroinhandel. In dem Maße wie die Mudschahedin Gebiete innerhalb Afghanistans eroberten, befahlen sie den Bauern Opium als eine revolutionäre Steuer anzubauen. Jenseits der Grenze in Pakistan betrieben die afghanischen Führer und örtliche Syndikate unter der Protektion des pakistanischen Geheimdienstes Hunderte von Heroinlabors. Während dieses Jahrzehnts des weit offenen Drogenhandels gelang es der Drug Enforcement Agency (=Rauschgiftverfolgungsgehörde) der USA nicht, in Islamabad größere Beschlagnahmen oder Verhaftungen zu veranlassen ... US-Beamte hatten sich geweigert, aufgrund von Anzeigen ihrer afghanischen Verbündeten wegen Heroinhandel zu ermitteln, 'weil die US-Drogenpolitik in Afghanistan dem Kampf gegen den sowjetischen Einfluss dort untergeordnet worden ist.' Im Jahr 1995 gestand der frühere CIA-Direktor der afghanischen Operation, Charles Cogan, dass der CIA in der Tat den Antidrogenkrieg geopfert hatte, um den Kalten Krieg zu führen. 'Unsere Hauptmission war, den Sowjets so viel Schaden wie möglich zuzufügen. Wir hatten eigentlich nicht die Ressourcen oder die Zeit, uns einer Untersuchung des Drogenhandels zu widmen,'...'Ich denke nicht, das wir uns dafür entschuldigen müssen. In jeder Situation gibt es Nebenwirkungen ... Es gab Nebenwirkungen in Form von Drogen, ja. Aber das Hauptziel war erreicht. Die Sowjets verließen Afghanistan.' "« (>>)

Christoph R. Hörstel (Vorsitzende des Friedenskreises Deutschland):
Korrekt - und wenn Sie meine Briefe an die Abgeordneten und die Friedensbewegung zur Kenntnis genommen hätten, dann wüssten Sie (aus einem von mir zitierten vertraulichen Dossier der Organisation TLO im Auftrag der niederländischen Botschaft in Kabul), dass die so genannte "Anti-Terror-Koalition" an dieser Entwicklung schlicht selbst Schuld ist. Besonders schlimme Vorwürfe müssen sich die USA und Großbritannien gefallen lassen, die völkerrechtlich relevantes Fehlverhalten in zahlreichen eklatanten Fällen zu verantworten haben. Ich erinnere nur an BND-Erkenntnisse zum größten Drogenpaten des Landes: des Bruders des Präsidenten Karzai. Im Fall USA haben Sie auch die Literatur nicht gelesen, wiederholt empfehle ich das Standardwerk des weltweit renommierten US-Wissenschaftlers Alfred McCoy zur black01_next.gif»Drogenpolitik der CIA«1.

Büro von MdB Arnold:
Nach wie vor sickern militante Taliban-Anhänger über die 2.400 km lange Grenze zu Pakistan ein. Diese stellen nicht nur für die Soldaten der internationalen ISAF-Schutztruppe eine Gefahr dar – sie drohen auch die gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Fortschritte für die Menschen im Land kaputt zu machen. Darüber hinaus fordern die Anschläge der Taliban-Kämpfer immer mehr zivile Opfer.

Christoph R. Hörstel:
Richtig - und wenn Sie meine Warnrufe und Vorwürfe an die Bundesregierung wegen Desinformation und Nicht-Information des Bundestages zur Kenntnis genommen hätten, wüssten Sie, dass Grundlage dieser Situation u. a. auch ein entsprechender Vertrag mit den Taliban ist. Er wurde am 6. September 2006 in Nordwaziristan zwischen Taliban und Pakistan geschlossen, Mullah Omar und US-Verteidigungsminister Gates haben zugestimmt. Der Vertrag brachte (nach Zahlen der NATO) eine dreieinhalbfache Steigerung der Taliban-Attacken im Gebiet. Aber auch ohne dieses bizarre Vertragswerk operieren alle Widerständler fröhlich und unbehelligt von CIA und Pakistan im Grenzgebiet, wie ich immer wieder persönlich in Augenschein nehmen darf, ich bin gestern aus Peschawar/Pakistan zurückgekommen.
[...]
Büro von MdB Arnold:
Unser Ziel ist schließlich den Stabilisierungsprozess in Afghanistan voranzubringen und nicht die Konflikte zu verschärfen.


Christoph R. Hörstel:
Es ist an dieser Stelle zu danken, dass Sie noch einmal klarlegen, was Sie am Hindukusch seit über fünf Jahren zu erreichen versuchen. Und es ist damit auch ganz klar: Sie haben

• mit Ihrer ganzen Politik in Afghanistan grundsätzlich und völlig versagt

deutsche Steuergelder verschwendet

deutsche Soldaten unnötig gefährdet

die historisch gewachsene besondere Beziehung zwischen Deutschland und Afghanistan unnötig belastet

die aus meinem persönlichen Augenschein nachweislich in Teilen korrupte und in viel mehr Teilen völkerrechtswidrige Politik von NATO-Verbündeten am Hindukusch mit abdecken helfen

dafür gesorgt, dass die Extremisten einen enorm hohen Zulauf haben und weiteren bekommen werden

damit ein ganzes - ohnehin schon bitter armes - Land destabilisieren helfen

[...]
Büro von MdB Arnold:
Militärische Mittel sind dabei nur ein – allerdings unerlässliches – Element, das von polizeilichen, politischen, entwicklungspolitischen zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen begleitet werden muss.

Christoph R. Hörstel:
Also los, One by One:

2Beispiel von black01_next.gif»Ärzte ohne Grenzen« aus 2004:
 

»Die Gewalt gegen humanitäre Helfer spielt sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Instrumentalisierung der Hilfe durch die US-geführte Koalition in Afghanistan ab. Ärzte ohne Grenzen zufolge missbrauchen die Koalitionsstreitkräfte die Hilfe beständig für ihre militärischen und politischen Ziele und versuchen damit, die "hearts and minds" der afghanischen Bevölkerung zu gewinnen. Dadurch wird humanitäre Hilfe nicht mehr als unparteilich und neutral angesehen. Dies wiederum gefährdet die Helfer und die Hilfe selbst. Erst am 12. Mai 2004 hatte Ärzte ohne Grenzen öffentlich gegen die Verteilung von Flugblättern der Koalition protestiert. Darin wurde die Bevölkerung aufgefordert, Informationen über die Taliban oder Al Kaida weiterzugeben, wenn sie weiterhin humanitäre Hilfe erhalten wolle.«

• wer sagt, dass am Hindukusch militärische Mittel unerlässlich sind? Ich sage, gemeinsam mit den besten Experten: Diese militärischen Mittel stören gewaltig - und haben, wie oben dargestellt, die gegenwärtige Pleite unserer Politik am Ort mit verursacht!2

• polizeilich sind wir am Ende: Wenn Sie meine entsprechende Korrespondenz zur Kenntnis genommen hätten, wüssten Sie, dass in Afghanistan nur der Polizeioffizier wird, der gute Beziehungen zum ortsansässigen Drogen-/Warlord hat.

• politisch ist es offenbar auch relativ einfach geworden, sich durchzusetzen: 100.000 US$ an den örtlichen US-General sollen die Wahl zum Provinzgouverneur sehr erleichtern. Über die US-Zusammenarbeit mit einheimischen Drogenbaronen hatten wir gehört.

• entwicklungspolitisch ist dann nicht mehr viel drin, wenn das meiste Geld für "Sicherheit" ausgegeben werden muss. Diese verschleiernde Formulierung heißt im Deutschen: Militäraktionen. Und dass die nichts bringen, besonders nicht das, was Sie davon angeblich erwarten, das haben wir bewiesen. Nicht sinnvoll ist auch, ganze Landesteile von der Entwicklung zunächst abzukoppeln, wie es die britische Außenministerin jüngst im SPIEGEL-Gespräch als geplantes und bewusstes Vorgehen dargestellt hat. Das wirft dann wieder die Frage nach den angeblichen oder tatsächlichen Zielsetzungen auf. Schließlich gibt es keine sinnvolle Entwicklungshilfe in Afghanistan, die ohne fachmännische und politische strategische Ausrichtung und schließlich Zustimmung der Lokalbevölkerung entschieden und durchgeführt wird. Da benötigen wir, glaube ich, noch etwas Entwicklungshilfe ...

• zivilgesellschaftlich haben wir in der ländlichen Bevölkerung immer wieder einmal versäumt, uns für die von uns auch in Deutschland nicht verwirklichte Gleichstellung der Frau von den Afghanen zumindest für den Hindukusch autorisieren zu lassen. Jedenfalls haben wir es geschafft, mit dieser Arroganz so manchen Afghanen zu verärgern.

• wirtschaftlich wäre es besonders erfolgreich gewesen, politisch und militärisch nicht so gewaltig zu versagen.«

black01_next.gif»Eine Mail an SPD-MdB Rainer Arnold«

»De facto ist Afghanistan ein Protektorat der USA, der Vereinten Nationen und großer Finanzorganisationen wie der Weltbank oder der Asiatischen Entwicklungsbank. Weit über die Hälfte des afghanischen Haushalts liegt in den Händen ausländischer Akteure. Der Staat hat lediglich auf die Vergabe von 25 Prozent der Hilfsgelder Einfluss. Das schafft Frustration. Mehr Mitsprache würden afghanische Regierung und Parlament in den Augen der Bevölkerung glaubwürdiger machen. Dass die Geberländer die Oberhand über die Hilfsgelder behalten begründen diese mit der weit verbreiteten Korruption in Afghanistan.
Pfusch am Bau
Tatsächlich liegt hier eines der größten Probleme. Betrug, Missmanagement und Pfusch sind aber auch unter den internationalen Akteuren zu finden. Die Schnellstrasse zwischen Kabul und Kandahar, ein Vorzeigeprojekt, ist bereits nach zwei Jahren wieder reparaturbedürftig. Sie wurde mit der billigsten aller möglichen Teer-Mischungen gebaut. Hier wie bei anderen Bauvorhaben wurden große Teile der Gelder durch US-Beraterfirmen zweckentfremdet als Gehälter für Spitzenpersonal und Komfortwohnen.«     black01_next.gif»Korruption und Missmanagement« (lobenswert hebe ich hervor, da die Quelle die "Bundeszentrale für politische Bildung" ist)

Grundsätzlich soll das hier mal genügen. Mehr ("Artikelsammlungen") gibt es z.B. hier: black01_next.gif»Mohn in Afghanistan« & black01_next.gif»hier« & black01_next.gif»hier«, oder einfach selbst auf die Suche gehen!!

Ich hoffe, die letzten Zweifler zweifeln nunmehr an ihren zweifellos und unzweifelhaft völlig überflüssigen Zweifeln. Wenn DAS ALLES mal keine ausnehmend guten Gründe sind - die selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben sind - unsere Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen, dann weiß ich auch nicht mehr!! Ich bin überzeugt, ich konnte alle Zweifel entkräften!!

Ach ja, was ich noch anmerken wollte (falls es jemand nicht bemerkte ) : Das war selbstredend .

 


                                 23- Punkte zur EU-Verfassung


Also da fange ich doch eher an wieder an den Weihnachtsman zu glauben, als der EU - vor allem mit einer solchen "Verfassung" - Demokratie zu unterstellen! Und da dieses vollständig undurchschaubare, undemokratische und komplett abgehobene Verwaltungs- und Machtkonglomerat auch noch massivst von "unserer" Volksvertretungen vorangetrieben und durchgepeitscht wird (nur leider irgendwie am Volke vorbei!), muß, jedenfalls nach meinem Verständnis, die Frage erlaubt sein, was diese selbst noch mit demokratischen Strukturen am Hut haben?
Wie auch immer, »Mehr Demokratie e.V.« hat ein paar besonders verwerfliche Punkte kurz zusammengefasst und kommentiert, von denen ich widerum ein paar - unvollständig, gewissermaßen als "Appetithäppchen"; vollständig dann als Link unten! - herausgezogen habe. Als da wären...

» 1. Wussten Sie, dass unsere Volksvertreter einer Verfassung zugestimmt haben, die bestimmt:
Was Brüssel sagt, das müssen wir machen...

2. Hätten Sie geglaubt, dass Brüssel Teile dieser Verfassung nach eigenem Gutdünken abändern kann?
Von 321 Bestimmungen des Teils 3 dürfen 154 geändert werden – ohne eine Regierungskonferenz, und ohne dass das EU-Parlament zustimmen muss...

4. Haben Sie gemeint, dieser Verfassungsentwurf sei demokratisch zustande gekommen?
"...ich habe noch keine dunklere Dunkelkammer gesehen als diesen Konvent...."

6. Wissen Sie in welcher Eile in manchen Ländern diese Verfassung durchgepeitscht wurde?
„Die litauischen Abgeordneten ratifizierten den Text ohne öffentliche Debatte, noch ehe auch nur der Entwurf im Amtsblatt der Union veröffentlicht worden war.

7. Der EU – Verfassungsvertrag wird durch ein Gesetz als für die deutschen Bürger verbindlich erklärt, dass der Bundestag erlässt. Doch wollen Sie einen Vertrag befolgen müssen, von dem selbst ein Bundestagsabgeordneter sagt (Hermann Scheer, SPD, Alternativer Nobelpreis `99):
„Es gibt kaum Korrekturmöglichkeiten internationaler Verträge,...

8. Halten Sie es für akzeptabel, dass unsere Volksvertreter solche Beton – Verträge einfach abnicken? Der Verfassungsexperte Prof. Schachtschneider stellt dazu fest:
„Die meisten Abgeordneten jedenfalls des Deutschen Bundestags pflegen den Gemeinschaftsverträgen blindlings zustimmen…;

9. Haben Sie Vertrauen zu einer Verfassung, die von einem Parlament durchgewunken wurde, dessen Präsident Lammert ungeniert sogar die Gewaltenteilung in Frage stellt:
„Es ist nicht überzeugend, den Grundsatz der Gewaltenteilung ohne weiteres auf die EU zu übertragen.“

10. Soll man durch diese Verfassung ein Zustand verfestigen, von dem Roman Herzog schreibt:
„Es stellt sich die Frage, ob man die Bundesrepublik Deutschland noch uneingeschränkt als eine parlamentarische Demokratie bezeichnen kann“.

16. Akzeptieren Sie, wenn die EU – Verfassung vorsieht:
Die EU darf einen Krieg anfangen, ohne das Europäische Parlament zu fragen

17. Wollen Sie mit ihren Steuern mehr Panzer und Tornados finanzieren?
Die EU – Bürger sind mit dieser Verfassung verpflichtet, mehr Geld für militärische Aufrüstung auszugeben.

18. Wollen Sie, dass in Ihrer Verfassung steht:
In gewissen Fällen ist die Todesstrafe erlaubt

19. Finden Sie eine Verfassung gut, in der erlaubt wird
Man darf in eine revoltierende Menge schießen

21. Wollen Sie eine Verfassung einer Machtzentrale, die von ihrem eigenen Vizepräsidenten Günter Verheugen öffentlich angeprangert wird:
„Die Entwicklung hat den Beamten eine solche Machtfülle eingebracht… Es wird zu viel von Beamten entschieden….Wenn ich Schreiben von (EU) Beamten lese, bin ich entsetzt: technisch, arrogant, von oben herab“.

22. Wollen Sie, dass den EU – Beamten ein Freibrief ausgestellt wird?
40.000 EU – Leute wollen immerwährende Immunität

23. Wussten Sie, dass unsere Volksvertreter einer Verfassung zugestimmt haben, die bestimmt:
Die „Achtung des Privat – und Familienlebens“ darf eingeschränkt werden, jedenfalls die der Wohnung oder von Telefon und Briefen – „für das wirtschaftliche Wohl des Landes“ oder „zum Schutz der Moral“«

black01_next.gif»Hier längs komplett...«

1Rein subjektive Beobachtung natürlich!!! Aber im Fernsehen entgeht mir nicht sonderlich viel , das könnte demnach also hinkommen! Andererseits, stellt eurem Umfeld mal Fragen in diese Richtung; mal sehen, was sie schon davon gehört haben, oder gar konkret kennen!
 

2Leider nur Zahlen für 2002 gefunden:
67,1% der Befragten interessierten sich »'überhaupt nicht' bis 'mittel'« für Politik (
>>). Da haben sich die beiden Richtigen gesucht und gefunden (pauschalisiert): Einmal die "tumbe" Masse, die lieber nach black01_next.gif»Erdbeertorte und Nicole Kidman« sucht, als sich um "ihre" zukünftige Verfassung zu kümmern. Zum Anderen die Politikerkaste, denen das nur recht ist, und die sich in Scheingefechten lieber um die Dickheit der Deutschen kümmert, als einen wirklich demokratischen Diskussionsprozeß in Gang zu bringen!

Meine Güte, hierbei geht es um eine »VERFASSUNG« und nicht um die Normlänge von Standardgurken. Nehme ich aber DAS Massenmedium Fernsehen, wird jedoch mehr über die Gurkenlänge berichet, als über dergleichen elementare Kritikpunkte einer elementaren EU-Verfassung1! Ganz und gar gleichgültig, daß sich die Mehrheit nicht allzu sehr für Politik interessiert2, da stimmt eindeutig was mit der Gewichtung nicht!

Derartig Wichtiges, müsste beinahe tagtäglich und im Detail behandelt werden - sag ich mal so, idealistisch und blauäugig wie ich nun mal bin!!

Demokratie kann nicht nur durch offensichtliche Diktatoren entfernt werden! Das geht auch subtiler, wie wir bei genauerem Hinsehen feststellen können!! Nur Hinsehen muß man schon!!

 

 » 07. Juni 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig?«

JOHANN NESTROY

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

  »Einführung in das Rechtsystem der geordneten Anarchie« (>>)

»Raus aus der (Arbeitslosen-) Statistik« (>>)

»Schuldsklave« (>>)

»DAY-Chart« (>>)

POLITIK

 

»Neocon Zoellick soll Chef von Weltbank werden / G8-Gipfel (Genua 2001)« (>>)

»CO2-Schwindel - Teil IV« (>>)

»RCTV Venezuela, Desinformation via DPA und AFP« (>>)

»Warum ich die Demokratische Partei verlasse« (>>)

 

 Und sie hatten doch recht!!    (Danke an HAL!)

sueddeutsche.de: Demnach unterschreibt der Chef der Zentralbank einen Schuldschein?
Bünemann [EZB]: Genau. (>>)

 

  WIRTSCHAFT

 


                                 Einführung in das Rechtsystem der geordneten Anarchie


 

Es liegt absolut im möglichen Bereich, daß ich vereinzelten Lesern, mit der abermaligen Strapazierung dieses Themas (welches wird unten klar!), fürchterlich auf den Nerv gehe . Den(r)jenigen sei ein kräftiges »Enschuldigung« entgegengeschleudert! Ich halte das aber für recht elementar, weil es aus meiner Sicht für das Grundverständnis "des Systems" unabdingbar ist. Und da mir dergleichen unentwegt über den Weg läuft, die Denkfehler aber genauso unentwegt immer wieder die selben sind, komme ich einfach nicht drumherum , ebenso "penetrant" meinen Blickwinkel darzulegen!

Wie auch immer, erst mal der Link: black01_next.gif»Da längs...«

Ach ja, worum geht's eigentlich?

Es handelt sich

1) um die Annahme, dass Gesetze von einer monopolistischen Institution deklariert werden müssen um allgemeine Gültigkeit zu bekommen und
2) um die Annahme, dass zur Durchsetzung von Gesetzen eine monopolistische Kontrolle über ein bestimmtes Gebiet existieren muss.

Diese Annahmen sind aber beide falsch.

Was, ihr werdet's erraten haben, nichts anderes bedeutet, als den ganzen, hier vielfach behandelten Klumbatsch Macht, Staat etc. Nach genauerer Durchsicht des kompletten Artikels (gelesen??), wird meines Dafürhaltens nach gut erkennbar, daß der Autor gedanklich wieder mal zu spät einsetzt.

• Der WICHTIGSTE Punkt direkt zu Beginn! Er spricht von Preisen, Pleite und 9,99 im Monat, von kommerziellen Versicherungen und ökonomischen Gründen.
Preise IN WAS? Pleite aufgrund von WAS zu wenig? 9,99... WAS? BANANEN? LUTSCHBONBONS? Kommerziell und ökonomisch? DUDEN: kommerziell = Wirtschaft und Handel betreffend, auf Gewinn bedacht; ökonomisch = die Wirtschaft betreffend. Gehandelt und gewirtschaftet IN WAS? Gewinn IN WAS?
All das setzt WAS als bereits vorhanden voraus?? Richtig: GELD!! Stillschweigend setzt der Schreiber, bei all seinen Überlegungen, also das Vorhandensein von Geld voraus. Es ist schon da, und erst dann hakt er mit seinen Gedanken ein!! Wo, zum Teufel, kam "das Geld" aber her? Wie entstand es? Wer hat es als Standard festgelegt? Wer sichert seine Umläufigkeit? Usw, usf...? Ich will nicht wieder über Gebühr darauf herumreiten.

1DUDEN: Anarchie = Zustand der Herrschaftslosigkeit

Deshalb kurzum: Geld entsteht nicht im luftleeren Raum. Ist Geld anwesend, muss es zuvor auch schon eine, wie auch immer letzlich geartete oder bezeichnete, Macht - eine »monopolistische Institution« - geben. Eine Beweisführung, die Geld als vorhanden ansieht, gleichzeitig aber die »monopolistische Institution« "auflösen" will, ist ein Widerspruch in sich. Eine »geordnete Anarchie1«, in der es Geld gibt, ist desahalb ein Widerspruch in sich!! Es gibt kein Geld, ohne eine »monopolistische Institution«! Anarchie ohne Geld ist hingegen dar- bzw. vorstellbar, war aber nicht Inhalt des Artikels. Ob und wie dieser Zustand als "geordnet" angesehen werden kann, bleibt jedem selbst überlassen!

P.S. zu diesem Absatz: Vorgenanntes hat überhaupt nichts mit »Staatgläubigkeit« - wie der Autor das so schön von seinem hohen Roß herunter nennt - zu tun. Vielmehr ist es nicht ein »es wäre so schön wenn; ich hätte aber gerne daß...«, sondern ein betrübliches  »es ist und läßt sich leider NICHT ändern...«, vor dem die Augen zu schließen zwar die schöne Illosion nährt, aber nichts mit der Realität zu tun hat; und vor allem, noch wichtiger, nichts mit einer MACHBAREN Änderung der Realität!

Wie gesagt, der entscheidende Punkt ist genannt. Aber abgesehen davon, gibt es noch mehr der Ungereimtheiten. Beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)...

• Er schreibt Fazit ziehend: »Voraussetzung dafür ist, dass das Recht in den Händen von kommerziell arbeitenden Firmen liegt...«
Mal abgesehen davon, daß er mehrfach Dinge, recht schwammig einfach als Voraussetzung zum gelingen der »geordneten Anarchie« anführt, deren Realitätsfestigkeit ganz gewiss diskussionswürdig sind (hypothetisch voraussetzen kann ich alles und damit dann auch alles begründen und als machbar ansehen), fällt zu dieser Aussage doch eines direkt auf!! Er geht davon aus, das es "das Recht" gibt, auch noch NACH der Übernahme von kommerziellen Anbietern. DER ENTSCHEIDENDE PUNKT hierbei ist, daß er auf der einen Seite zwar von »dem Recht« (EINZAHL!!) spricht, auf der anderen Seite aber von »den Firmen« (MEHRZAHL!!) redet. Es gibt also nichtsdestotrotz nur EIN Recht für alle und nicht etwa mehrere "Rechte" für mehrere Firmen. Wer, von der Vielzahl der Firmen, definiert nun im weiteren Zeitablauf was das Recht ist und was nicht? Da es nach wie vor nur ein einziges Recht gibt, kann das nur funktionieren, wenn es einen runden Tisch gibt, an dem sich die Vertreter der Vielzahl der Recht-in-der-Hand-haltenden-Firmen zusammensetzen und beschließen, was "das Recht" ist! Oder seht ihr eine andere, tatsächlich gangbare Variante? Bezeichnen wir die Vertreter nun nicht als Vertreter sondern als Abgeordnete (=Volksvertreter [Duden]) und setzen sie sich nicht an einen runden Tisch, sondern in einen Abgeordneten-Saal (=Plenarsaal=Reichstag), dann sind wir wieder genau dort angelangt, von wo der Schreiber eigentlich wegkommen wollte: bei einer »monopolistische Institution«. Die sieht bei ihm im Detail zwar völlig anders aus als die vorhandene, ist im Kern aber just genau das Selbe!! EINE Institution, die DAS Recht beschließt (und wie durchsetzt?)! Und ist ja nun wirklich nicht so, als wenn es in der Geschichte der Menschheit nicht schon alle möglichen Sorten von derlei Institutionen gegeben hätte. Es ändert nichts, sie waren allesamt nichts anderes als »monopolistische Institution«. Es gibt EIN Recht (was der Autor selbst ja auch so sieht), also gibt es irgendEINE Institution dazu!! PENG!! Der Autor widerspricht sich selbst. Wenn auch erst bei genauerem Hinschauen und Überlegen der Konsequenzen!!

1DUDEN: Anarchie = Zustand der Herrschaftslosigkeit

2Was untergelagert ja eigentlich sowieso der Fall ist. BGB, StGB, HGB usw.

Natürlich könnte es theoretische mehrere Rechte geben2. Wo gelten die dann? Einzugsbereich Firma A, oder Firma B oder C, oder gar nicht oder wo? Welches steht über dem Anderen, oder sind alle gleichberechtigt? Wenn ja, welches wird angewandt und warum? Warum ausgerechnet dieser Paragraph von Gesetz X des Rechts1 und nicht jener Paragraph von Gesetz Y des Rechts2? Wer entscheidet über solche Fragen?

• Er schreibt: »Eine Firma die im Ruf steht ihre Verträge nicht einzuhalten und das auch noch in einem so wichtigen Bereich, wäre über Nacht pleite.« Der Grundgedanke ist möglicherweise nicht mal ganz falsch.
~ Was aber heißt "pleite"? Pleite a la Scheeballsystem, bei dem die letzten die Hunde beißen, die Initatoren aber mit der eingenommenen Kohle bereits auf den Cayman Islands sitzen? "Der Firma" ginge das am Ars... vorbei, den geschädigten Personen dagegen mitnichten! Was aber könnten sie tun? Da die Vertragseinhaltung ja ausschließlich auf der »drohenden« Pleite beruht, die aber in diesem Falle keine Abschreckung darstellt, könnten die Geschädigten absolut nichts mehr tun. Zu glauben, daß nur die möglicherweise eintretende Pleite (=drohende Sanktion) "die Firmen" zur Vertragseinhaltungen "zwingt", halte ich für überaus "leichtsinnig", wenn nicht sogar für vollkommen unzureichend!
~ Worauf er gar nicht eingeht(!!): Was geschieht, wenn eine Privatperson als Vertragspartner ihre Verpflichtungen nicht einhält?? Was macht dann "die Firma"? Nichts? Geld eintreiben? Durch wen oder was? Durch selbst engagierte "Eintreibertrupps"? Gut möglich! Ist das dann aber noch die Definition von »Herrschaftslosigkeit«? »Geordnete« Herrschaftslosigkeit? Oder sind wir dann nicht im Grunde wieder genau da, wovon er denkt, ohne auskommen zu können? 
Um es kurz zu machen: Dergleichen (und mehr Beispiele, die ich der Kürze geschuldet nicht ausführen will) passierte und passiert natürlich auch innerhalb und mit der "Herrschaftlichkeit". Ja nicht gerade selten war und ist es die Herrschaft (der Staat) selbst, die/der vergleichbares veranstaltet. Nur, eine »Deklarierung der Allgemeingültigkeit der Gesetze« (welche er ja trotz allem nicht in Abrede stellt, siehe oben Punkt 1) auschließlich auf der Basis von Konkurrenz und der daraus resultierenden, möglichen Sanktion Pleite abzuleiten, halte ich für im höchsten Maße löchrig!

Das soll mal genügen; das Maßgeblich ist erfasst - denke ich. Ich gebe zu, ich "verbeiß" mich zur Zeit ein bißchen in diese Thematik, was auf der anderen Seite vermutlich vielfach Gähnausbrüche provozieren wird.
Aber... wenn ich über gelbe Elefanten schreibe, dann habe ich mit den Elefanten an sich selbstverständlich recht. Nur sind sie halt mal einfach nicht gelb. Ich kann dann zur "Unterstützung" meiner These natürlich vereinfachend voraussetzen, daß alle Elefanten gelb sind. Und schon passt's wieder! Das hat zwar nichts mit der Realität zu tun, aber unter dieser Voraussetzung stimmen die Überlegungen dann wieder. Kann ich damit aber tatsächlich das Leben der Elefanten, oder die Elefanten selbst richtig beschreiben? Kann ich, beispielsweise zum elefantösen  Artenschutz, sinnvolle Veränderungen einleiten, wenn gelbe Elefanten real schlicht nicht existieren? Selbstverständlich kann es durchaus Sinn machen, unter gewissen Umständen, überzeichnend einfach mal von gelben Elefanten auszugehen. Vielleicht werden dadurch bestimmte Dinge eher sichtbar oder besser beschreibbar; angedachte Veränderungen möglicherweise deutlicher. Als theoretische Gedankenspiele kann ein wenig "Spinnerei", können idealistische, illosorische Ideen oder vollkommen "verquere" Überlegungen absolut bereichernd sein. Ich behaupte sogar, daß wir dergleichen zu wenige finden. Nur muss irgendwann der Abgleich mit den Tatsächlichkeiten erfolgen. Solcherlei Gedankenspiele sollten kein Mittel zum Selbstzweck darstellen. Beschreibe ich dann beim Abgleichen aber schon die Wirklichkeit als gelbe Elefanten, dann sind eben bereits die Grundannahmen falsch. Dienen diese falschen Grundannahmen sodann als Basis für Änderungsentwürfe, kann damit einfach was nicht stimmen!! Ich kann mit noch so tollen Ideen einfach nichts sinnvolles bewirken, wenn ich die vorhandenen Realitäten verkenne!!

Und meines Erachtens gibt es leider VIEL ZU VIELE, die von GELBEN Elefanten ausgehen!! Damit habe ich einfach meine Probleme, weshalb ich mich auch dauernd damit beschäftige! Irgendwie nervt mich das! Obiger Artikel zählt für mich dazu! Immer und immer wieder finden sich die gleichen Argumentationslücken. In diesem Fall bezüglich "geordneter Anarchie". Zwar Anarchie, aber bitte schön doch innerhalb einer geldbasierten Wirtschaft. Ein Paradoxon (siehe auch unten)!!! »Eine geordnete Anarchie ist [NICHT] möglich«. Allerdings noch zweierlei.
~ Erstens: Ein Paradoxon, daß mir vom Grundgedanken her durchaus gefällt, weil es ein (Menschen)Bild zeichnet, daß mir durchaus zusagen würde. Letztlich und nach meiner Definition eher ein Bild des Miteinanders. So gesehen, nehmen wir das einfach als ideologischen "Auftrag" mit!
~Zweitens: Ich denke schon, daß der Artikel zumindest überlegenswert macht, daß ein Weniger an Herrschaftlichkeit (respektive ein Mehr an "Anarchie") nicht zwangsläufig den Untergang des Abendlandes bedeuten würde.

Zu guter letzt, vollkommen zusammenhangslos , ohne irgendeinen Bezug zum Vorgenannten , absolut ohne jegliche Verbindung zu obigen Ausführungen , ohne eine wie auch immer geartete Beziehung zu Gesagtem, einfach nur so aus dem Blauen heraus noch eine kleine Anfügung. Und zwar handelt es sich um die Herkunft des Wortes »REICH«!!

 »REICH«: (8. Jahrhundert), mittelhochdeutsch, ''rich(e)', althochdeutsch 'rihhi', altsächsisch 'riki', gotisch 'reikeis'  »mächtig, Herrscher«, das aus keltisch 'rig' »König« entlehnt ist (hierher auch die Namen auf -rich, wie Heinrich). Die Ausgangsbedeutung ist also »herrscherlich«

Quelle: Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache (De Gruyter Verlag)

Wie erwähnt, reiner Zufall, daß ich das ausgerechnet an dieser Stelle zitiert habe !!
 


 


                                  Schuldsklave


Sklaverei
Die Versklavung ist das typische Schicksal des gekrachten Schuldners in voll durchkomponierten debitistischen (= lupenrein kapitalistischen) Gesellschaften. Der Ablauf, wie zum Beispiel im Alten Testament beschrieben, ist üblicherweise der:
Schuldner kann nicht zahlen, muß dann als erstes Familienmitglieder »in Dienst« geben.) Schließlich ist er selber dran. Sein Eigentum (Land, Viehherde) bleibt ihm bis zuletzt, da ein Schuldner ohne Eigentum ohnehin keine Rückzahlchancefl mehr besitzt.

(Aus »Der Kapitalismus - Ein System, das funktioniert« von Paul C. Martin)

Buch Jesaja, Altes Testament (>>):

»...der Arme ist einerseits ein zwar verarmter, aber doch noch grundbesitzender Vollbürger, er ist aber andererseits vollkommen verschuldet und daher Schuldsklave«

König Hammurabi von Babylon (1728 v. Chr., † 1686 v. Chr.) (>>):

»Kam der Kreditnehmer in Verzug, konnte er in die Schuldknechtschaft verurteilt werden. Er konnte aber auch als Ersatz Sklaven, Haus oder Verwandte als Zinsen dem Gläubiger geben.«

Im Mittelalter ging's so weiter (>>):

»Ein anderes Beispiel schöner mittelalterlicher Strafen sieht man noch mitten in Nürnberg: Der Schuldturm. Alle Schuldner, die Ihre Schulden nicht mehr nicht bedienen konnten sind hier gelandet und wimmerten bei Brot und Wasser, bis ein gnädiger Mensch ihn auslöste.«

Und dann ... vielmehr und jetzt (>>)

»Nach „PR-SOZIAL“ vorliegenden Informationen plant die Arge Rhein-Lahn-Kreis die Kasernierung von Hartz IV-Betroffenen unter 25 Jahren.«

Wie penetrant sich Geschichte doch wiederholt; und wie ekelhaft dazu!! "Man" sollte doch meinen, daß wir, in unserer aufgeklärten Zeit, andere Möglichkeiten haben sollten! Oder doch nicht (Fluch des Debitismus?)? Okay, eine Eins zu Eins Fortführung der Historie ist der letztgenannte, aktuelle Punkt nicht unbedingt. Aber es ist - gewissermaßen - die "Übersetzung" in die Neuzeit! Der Nichtleistende (aus welchen Gründen auch immer er dazu verdammt ist) wird zur Leistung gezwungen. Früher per Gesetz des Machthabers, heute gleich vom Gesetzgeber selbst (z.B. auch 1-Euro Jobs; Diskussion, daß Sozialhilfeempfänger ja ruhig die Parks sauber halten könnten etc....!)! Knapp 1,6 Billionen Euro Staatsschulden müssen eben irgendwie abgeleistet werden. Und das ausgerechnet von denen, die quasi die Folge dieser Verschuldung darstellen (vereinfacht gesagt)! Außerdem ergibt sich so auch zugleich eine "günstige Gelegenheit", die "Probanten" "erzieherisch" auf Staatslinie zu bringen. Spitzenklasse ... jedenfalls aus Sicht des Staates! Pervers!!!

 


                                  Raus aus der Statistik


Ein weiteres - oder besser fortsetzendes - Kapitel aus der Kategorie "Wir rechnen es schön!" black01_next.gif»Potjomkin« wäre stolz auf sie!!

Zum jüngsten Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit: Jeder zweite Bezieher von Arbeitslosengeld wird in der staatlichen Analyse zum Nichtarbeitslosen

black01_next.gif»Komplett...«

Einen kann ich mir allerdings nicht verkneifen. Die Junge Welt spricht von einer »neoliberal gestalteten Wirtschaft«, obwohl sich doch beinahe der komplette Artikel um staatliche Eingriffe dreht. Einerlei wie "man" im Einzelnen dazu steht, die black01_next.gif»Gesamt-Dimensionen« sind jedenfalls nicht dazu angetan, dabei von "Neoliberal" im eigentlichen Sinne sprechen zu können. Rechnen wir noch den ganzen anderen Krempel hinzu (Armee, Sozialkassen, Versorgungsempfänger, Subventionen etc...), "konsolidieren" dann gedanklich dass statistisch aufgeblasenen BIP um eben "das Aufgeblasene" (=hohe Staatsquote), dann bleibt von "Neoliberal" nicht mehr viel übrig!! Allenfalls will "man selbst" die staatliche Umverteilung anders gestalten. Was jedoch nichts an dem Fakt ändert, daß auch die momentane staatsseitige Umverteilung und unterstellter "Neoliberalismus" einen Widerspruch darstellen!
 

 
 


                                  DAX-Chart


Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß ich selbstverständlich keinen Schimmer habe, wie die Entwicklung im DAX weiter geht. Oft genug ist das scheinbar Offensichtliche nicht der beste Ratgeber (gewesen). Unabhängig davon fand ich den Chart einfach faszinierend! Dieser beinahe deckungsgleiche Verlauf ... eindrucksvoll!!

Da mir, wie eben beschrieben, gerade die delphischen Orakeleien ausgegangen sind , werft eventuell besser einen Blick hierhin: black01_next.gif»„Eines Tages kommt es zu einem gewaltigen Krach an den Märkten“«. Ist nun auch nicht wirklich was neues. Nichtsdestoweniger kann ich mich einer Aussage nur uneingeschränkt anschließen: »Über den Zeitpunkt kann ich natürlich auch nichts Genaues sagen.« Leider, leider geht es nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wann! Und auch wenn ich wieder die Gebetsmühle auspacke, jeder sollte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten so gut wie irgend möglich darauf vorbereiten. Wie ich sagte, Gebetsmühle ... ein paar, kurze Gedanken hatte ich mir darüber ja schonmal gemacht: black01_next.gif»Guggst du...«

 


 

  POLITIK

  


                                 Neocon Zoellick soll Chef von Weltbank werden


Hier nur eine kurze Passage aus folgend verlinktem Text.

Der nun von Bush "designierte" zukünftige Präsident der Weltbank, Robert Bruce Zoellick, ist ebenfalls im internationalen Beratergremium der Investment Bank Goldman Sachs. Gleichzeitig ist er dort "managing director" seit 2006, als er als Vize-Aussenminister der USA zurücktrat und dann zu Goldman Sachs wechselte.
Wer aber holte ihn dorthin?
Der Finanzminister der USA, Henry Paulson, gleichzeitig Chef von Goldman Sachs. Chef des Stabes im "Weissen Haus" von Präsident George Bush ist übrigens Joshua Bolten - ebenfalls ehemaliger Banker bei Goldman Sachs.

black01_next.gif»Komplett...«

Grundsätzlich finde ich es schon mehr als erstaunlich - aber auch bezeichnend und bedenklich -, daß Typen wie Wolfowitz zwar ungestraft Kriege anzetteln können und tausende Tote mitverschulden, um dann einer vergleichsweise (!!) harmlosen Sache wie "Vetternwirtschaft" zum "Opfer" zu fallen. Da stimmt doch eindeutig was mit der Gewichtung nicht !! Nun ja, weiter im Text...

Überdies wäre/war da noch...

...die Mitgliedschaft Zoellick's beim black01_next.gif»Council on Foreign Relations«.

... »Alle Welt spricht über den G8-Gipfel in Heiligendamm vom 6. bis 8. Juni 2007. Doch das wirklich wichtige Treffen findet jetzt statt. In Istanbul trifft sich die Bilderberg Gruppe vom 31. Mai bis zum 3 Juni im Ritz Carlton Hotel oder im the Klassis Resort Hotel [...] Laut Teilnehmerliste von Bilderberg.org wird auch Robert B. Zoellick am Treffen teilnehmen.« (>>)
Im Bedarfsfall grundsätzliches zu den Bilderbergern:black01_next.gif»Die Bilderberger - Hinter den Kulissen der Macht«

... »He [Zoellick] must also have gained insights through his membership of the Trilateral Commission, a secretive top peoples’ club (though the official website no longer has him listed).« (>>)
Im Bedarfsfall grundsätzliches zu der trilateralen Kommission:black01_next.gif»Das Geheimnis der Trilateralisten: Wer steuert die Welt?«

... »Vom 12. bis 15. September [2004] findet in der Kölner Messe die Agricultural Biotechnology International Conference (ABIC 2004) statt. Die ABIC gehört nach eigenen Angaben zu den „weltweit wichtigsten Konferenzen zur Bio- und Gentechnik“ und richtet sich an „Wissenschaftler, Industrie-Vertreter, Investoren und Politiker“. Neben Philippe Busquien (EU-Forschungs-kommissar), NRW-Ministerpräsident Steinbrück, Robert Zoellik (US-Handelsbeauftragter) nehmen die 20 größten Agrar- und Nahrungsmittelmultis der Welt teil: Monsanto, Nestlé, Bayer CropScience, Pioneer Europe, Syngenta und BASF. Mit von der Partie sind Professoren, die in gesponserten Universitäten Weltmarkt-Innovationen fabrizieren und die Lobby des Biotech-Business, die zweifelnden Konsumenten und Konsumentinnen Gen-Food schmackhaft machen sollen.« (>>)

... seine Mitgliedschaft im »Aufsichtsrates von Viventures/Vivendi Universal, eines der Giganten, die das Trinkwasser in der Welt beherrschen, außerdem Waffen produzieren und einen privilegierten Platz in der Medienindustrie einnehmen, der auch Druck ausübt, daß die Telefongesellschaften der armen Länder privatisiert werden. [...] Zoellick arbeitete auch bei SAID, einer Firma auf dem Gebiet der Sicherheit von Kommunikationssystemen, die ihre Geschäftsbasis in Südafrika hat, aber auf den Bermudas registriert ist. Zu ihren Aktivitäten gehört die Verteidigung des intellektuellen Eigentums wie Patente und Autorenrechte, speziell von solchen, die sich im Besitz von US-Gesellschaften befinden. SAID kämpft auch gegen Piraterie im Internet.« Aus black01_next.gif»Bushs freier Handel: Zweierlei Maß«

Langt erstmal, sowohl inhalts- als auch mengenmäßig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß bei weiterem Kramen noch mehr zu Tage kommen würde!

Sensationell!!! Solch ein "Subjekt" wird nun also, allem Anschein nach, neuer Weltbankchef (und daß auch noch bejubelt, wie dieser black01_next.gif»SPD'ler«). Das flößt einem doch so richtig Vertrauen ein. Wirklich sagenhaft! Ganz sicher ist das die Sorte Mensch, die die Probleme der Welt zu lösen vermag. Kein Wunder, daß sich die angeblichen Volksvertreter hinter einem millionenschweren Zaun einsperren lassen müssen! Einfach zu lassen ... Ruh iss!! So'ne Chance bekommen wir nie wieder !!

 

Apropos "Bilderberger'sches Ablenkungsmanöver" zum G8-Gipfel! Wir erinnern uns ... Genua 2001 ... G8-Gipfel ... Tumulte, Randale ... UND DIES ...

[...] Reporter hatten beobachtet und teilweise gefilmt, wie sich Schläger des sogenannten Schwarzen Blocks mit der Polizei absprachen, dann unbehelligt randalierten und so den Vorwand für Angriffe auf friedliche Demonstranten lieferten. Verhaftete berichteten über Folter, Schläge, manipulierte Beweise und erpresste Aussagen.

 [...] Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das am 2. September über die Erkenntnisse der Staatsanwälte berichtete, vergleicht das Vorgehen der italienischen Ordnungshüter mit den Methoden der "Schergen eines Dritte-Welt-Diktators". So setzten die Sicherheitskräfte in großem Stile Polizeiprovokateure und bekannte Rechtsextremisten ein, die als Anarchisten getarnt Hunderte Schaufenster zertrümmerten und Autos in Brand steckten.

[...] In italienischen Medien wurden mehrfach Fotos und Videos veröffentlicht, die zeigen, wie vermummte Mitglieder des Schwarzen Blocks friedlich mit Polizisten plauderten, bevor sie sich wieder ins Kampfgetümmel stürzten. Beobachtern war schon während des Gipfels aufgefallen, dass die Polizei die Randalierer unbehelligt gewähren ließ und diese selbst dann nicht festnahm, wenn sie in ihrer unmittelbarer Nähe Straftaten begingen. [...]

black01_next.gif»Komplett...«

Weniger "linkslastig", nämlich vom black01_next.gif»WDR«, eine Dokumentation über die "Vorkommnisse" in Genua bei Google-Video:

black01_next.gif»Gipfelstuermer - Die blutigen Tage von Genua« (A MUST!! Nehmt euch die Zeit! Nicht zu glauben )

Nicht das es nicht auch genügend hohlbirnige Dumpfnasen geben würde, die nicht kapieren, daß sie mit Randalen lediglich dem Großen Bruder Schäuble, seiner Kleinen Schwester Merkel und den Oberbrüdern Bush & Co. in die Karten spielen. Aber, jeder Großbrand kann mit nur einem kleinen Streichholzflämmchen gezündelt werden. Was, wenn auch diesmal - so wie in Genua - besagtes Streichholz zwar außen schwarz, innen aber grün (Polizei-Grün) ist? Ganz abwegig erscheint mir das auch für Rostock nicht: black01_next.gif»Polizeipsychologe Sieber verurteilt Rostocker Polizeieinsatz«

Sieber: [...] Und was mich sehr wundert, zum Beispiel dieser sogenannte Schwarze Block, von dem immer die Rede ist: Kein einziger von diesem Schwarzen Block wurde festgenommen, die Identität des Schwarzen Blocks ist bis heute noch nicht belegt oder bewiesen. [...]

Roelcke: Das heißt aber in der letzten Konsequenz, Sie machen wirklich der Polizeispitze, der Einsatzleitung die Vorwürfe, nicht dem einfachen Polizisten?

Sieber: Nein, das ist kein Vorwurf, das ist ja womöglich sogar auch politisch so gewollt. Also das ist kein Vorwurf, das ist einfach eine Feststellung. Nur was immer ein bisschen nach Doppelmoral riecht, dass man jetzt sagt, oh, die Demonstranten haben es eskalieren lassen - und das ist natürlich gar nicht richtig. Das ist ganz objektiv so, dass es bis jetzt keine Großveranstaltung gab, die derartig im Vorfeld schon vorgeheizt und vorgesichert wurde. [...]

Glaube doch niemand, das sich die einschlägigen Kreise tatsächlich über solcherlei Entwicklungen Grämen täten. Gibt es eine bessere Bestätigung der eigenen, volksentfremdeten- und entfremdenen "Hardcore-Politik"? "Sehr her, anders als mit Bundeswehr im Innern, GSG9 oder, ganz allgemein, weiter zu verschärfenden Gesetzen, ist 'das Problem' einfach nicht in den Griff zu bekommen!"

black01_next.gif»Rostock – geheime Staatsbedienstete im "Schwarzen Block"?«

Auch wenn dieser Artikel meines Dafürhaltends alles in allem ziemlich schwammig und letztlich ohne Beweise daherkommt, ich für meinen Teil, nehme das allerwenigstens als gedankliche Option ins Repertoire. Wahrlich wäre es (oder Vergleichbares) mitnichten eine Prämiere (ganz im Gegenteil sogar)!! black01_next.gif»Rote Heringe« sind überaus beliebt und Wachsen und Gedeihen in jüngster Zeit wieder prächtig!!!!
Wie gesagt, volldeppige Randalinskis gibt es zweifelsohne, und selbst das vorsätzlich gelegte Streichholzflämmchen muß erst mal auf von vornherein "brennbares" (geistiges) Material treffen (sprich, selbst bei "Agents Provocateurs" muß schon eine Grundbereitschaft vorhanden sein; niemand wird gezwungen...). Von daher ist die Sache recht verzwickt! Aber ich lege wert darauf, mindestens die Möglichkeit "a la Genua" nicht kategorisch auszuschließen! Wir wurden schon zu oft hinters Licht geführt. Ansonsten bleibt wohl nur: Augen auf und weiterhin Infos sammeln!!

Nachdem ich das nun alles geschrieben hatte, holten mich die Ereignisse selbst ein. Gestern (06.06.07), zwischen 2100 und 2200 Uhr brachte N-TV zwei, drei mal die Meldung, daß in Bad Doberan ein "verkleideter Polizist" (von oben bis unten in schwarz, Slipknot T-Shirt) von Demonstranten "entdeckt" wurde. Bemerkenswert, daß N-TV tatsächlich dergleichen vermeldet! Andererseits, ich gehe jede Wette ein, daß dem, bis auf vereinzelte, kleinere Meldungen (z.B.black01_next.gif»Welt«) nicht weiter nachgegangen werden wird. Wie gesagt, immerhin wurde tatsächlich darüber berichtete; das ist ja schon mal sehr okay!! Aber in meinen Augen haben solche "Vorfälle" eine kaum hoch genug anzusiedelnde Bedeutung (was sagt das über "unsere" Staatsmacht aus, wenn sie zu derartigen Mittels greift?), so daß dem kaum zu viel Platz in den Berichterstattungen eingeräumt werden kann. Anstatt immer die gleichen Bilder von sitzenden, mit Wasserwerfern traktierten, Demonstranten zu zeigen, müsste vielmehr unentwegt über diese "Ereignisse" berichtet werden. Dem ist gefälligst intensivst und "großflächig" nachzugehen!! Und das nicht nur mit kurzen Tickermeldungen!!

black01_next.gif»Dumm gelaufen: G8-Gegner enttarnen Polizeispitzel Angeblicher Autonomer fordert friedliche Demonstranten wiederholt zur Gewalt auf« (inklusive interessanter Kommentare!)

Nun gut, wir werden sehen! Vielleicht sehe ich das Ganze ja auch zu voreingenommen. Ich lasse mich jedenfalls gerne - "genuaesisch" - überraschen!

 


                                  Der CO2-Schwindel - Teil IV


Eine These wird zur politischen Ideologie - Die großen Profiteure

[...] Der Ablasshandel nach dem Kyoto-Protokoll
Um den CO2-Ablasshandel wirksam zu organisieren, mussten Instrumente geschaffen werden, wie der „Chicago Climate Exchange“. Immer mehr namhafte Unternehmen sind darin vertreten, von Rolls Royce über Bayer, Ford bis hin zu namhaften Universitäten. Strong wiederum ist im Vorstand dieser privaten „Chicago Climate Exchange“. Viele der als Umweltverschmutzer bekannten Unternehmen haben sich bereits auf den Kohlenstoffdioxid-Handel eingelassen, auch in den Vereinigten Staaten, wo die Kredite (Differenz zwischen zugestandener und erreichter niedrigerer Quote) an das Chicago Climate Exchange verkauft werden. Einige Experten haben berechnet, dass zu einem Preis von 14 $ pro Tonne Kohlenstoff die im Rahmen des Kyoto-Protokoll ermöglichten "Emissionsrechte" einem Wert von 2.345 Milliarden Dollar entsprechen, was als "größte Geldbeschaffungsmaschine durch internationale Verträge in der Geschichte der Menschheit" bezeichnet werden kann. Und das ist erst der Anfang, man kann jederzeit mehr Kredite schaffen. All das muss vom Steuerzahler und Konsumenten aufgebracht werden, von niemandem sonst.
Man muss sich an dieser Stelle klarmachen, es geht keinem der führenden Beteiligten ( das manipulierte Fußvolk an der Basis natürlich ausgenommen ) um wirkliche Reduzierung von CO2. Deutlich sichtbar ist es z.B. in Deutschland, wo man gerade plant, 26 neue Riesen-Kohlekraftwerke, CO2-Schleudern par excellence, neu zu errichten. Es geht, nicht nur, aber hauptsächlich, um den Handel mit CO2-Emmissionsrechten, für alle Beteiligten eine Lizenz zum Gelddrucken auf Jahrzehnte, die alles bisherige in den Schatten stellt. 2007 wurde als das Jahr ausgewählt, in dem die Basis dafür zementiert wird und alle Gegenstimmen medial zum verstummen gebracht werden sollen. [...]

black01_next.gif»Komplett...«

Was muß ich da lesen? Eine neue Möglichkeit die "lebenswichtigen" New Credits (=Neuverschuldung) zu generieren?  Leute, das ist doch prima!! Die Zukunft ist gerettet - zumindest die monetäre! Dafür lassen wir uns doch gerne ein bißchen an der Nase herum führen, oder?

P.S.: Weil's mir in diesem Zusammenhang gerade wieder einfällt: Bitte nicht Klimawandel mit Umweltverschmutzung in einen Topf werfen. Das ist insofern erwähnenswert, als das "man" der offiziellen CO2- Klimawandel-Theorie durchaus skeptisch gegenüberstehen kann, ohne zwingend zugleich ein überprportionaler "Umweltverschmutzer" sein zu müssen!

 

 


                                  RCTV Venezuela, Desinformation via DPA und AFP


Die Tendenziöse Berichterstattung und Desinformation über die angebliche “Abschaltung” des Fernsehsenders RCTV Venezuela von DPA und AFP

black01_next.gif»Komplett...«

Schwer einzuschätzen, wer da was wie warum initiiert! Aber ein wenig "Mainstreamschelte" kann nie schaden !!

Zum beinahe Schluß noch ein Link, der es in sich hat - wie ich meine!

 


                                  Warum ich die Demokratische Partei verlasse


Offener Brief von Cindy Sheehan an die Demokratische Mehrheit im US-Kongress

[...] An den Kongress: Im Durchschnitt sterben im Irak derzeit 3,72 Soldaten pro Tag. Somit haben sie weitere 473 frühe Gräber gegraben. 473 verschwendete Leben - geopfert der politischen Gier: Tausende gebrochene Herzen, weil Sie feige und gierig sind. Können Sie nachts schlafen, können Sie noch in den Spiegel sehen? Wie können Sie den schreienden Müttern auf beiden Seiten des Konflikts den Rücken zukehren? Wie können Sie die von ihnen erzeugte Agonie nur verdrängen? Wie kann das sein? Mir gelingt das Verdrängen nicht... Ich kann nicht weit genug rennen, mich nicht gut genug verstecken. [...]

 black01_next.gif»Komplett...«

Ohne weitere Worte!!! 

 

Jetzt wirklich zum Schluß kommend, sei mir noch die Bemerkung gestattet, daß ich beruflich momentan ein Projekt an der Backe habe, das nervtötender kaum sein könnte und darüber hinaus auch noch ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt (debitistischer Druck in Reinkultur ). Ich bitte das zu beachten, sollten sich bei den hiesigen Aktualisierungen ungewöhnliche Verzögerungen ergeben! Danke!

 » 29. Mai 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Europa bauen. Aus lauter Vorwänden und Hintertüren?«

JEANNINE LUCZAK

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

 

  WIRTSCHAFT

 

  »Versorgungsempfänger - (Personal)Ausgaben des Staates + Statistiktrickserien« (>>)

»Autos kaufen keine Autos« (>>)

»Bank Lending Survey« (>>)

POLITIK

 

»Kampf der Kulturen« (>>)

 

 

• Vor zwei, drei Monaten ließ ich mich hier mal über »Bedürfnisse« und »Wünsche« aus. Ich fand es wert, es einzeln abzuspeichern. Ihr findet es black01_next.gif»hier«, oder direkt hier: black01_next.gif»„Bedürfnisse“ vs. „Wünsche“ (Prioritäten)«

 

 

  WIRTSCHAFT


                                Versorgungsempfänger - (Personal)Ausgaben des Staates


 

 - Statistiktricksereien -

 

1»Versorgungsempfänger« bedeutet letztlich nichts anderes, als die Altersversorgung (Pensionen) der Beamten und Angestellten (und Kirche) von Bund, Ländern und Gemeinden.

Vor etwas über zwei Jahren hatte ich das Thema1 ja schon mal kurz beleuchtet (black01_next.gif»hier«). Da ich "soeben" zufällig nochmal drauf gestoßen bin, dachte ich mir, erneut kurz ein paar Zahlen hierzu, können sicherlich nicht schaden (auch wenn z.T. vielleicht als Wiederholung).
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, daß es sich bei den Versorgungsausgaben ausschließlich um die Altersversorgung handelt, und keinerlei laufenden Bezüge der aktiven Beamten und Angestellten beinhalten. Die Versorgungsausgaben sind also tatsächlich Zahlungen, die zusätzlich anfallen!!

Zunächst scheint mir die Entwicklung der längeren Vergangenheit recht bemerkenswert. Rechnen wir alles zusammen, betrugen die Versorgungsausgaben 1970 gerade mal 6,9 Mrd. Euro. 1980 waren's dann schon 24,4 Mrd. Euro, und 2002 sogar 41 Mrd. Euro.

Nun könnte man natürlich argumentieren, daß sich die Ausgaben im Verhältnis zu den black01_next.gif»Steuerereinnahmen« nicht wesentlich verändert haben. Stimmt!! Nur meine ich, daß die umgekehrte Sichtweise viel mehr Sinn ergibt. Nämlich die, die die Frage stellt, ob die höheren Steuereinnahmen nicht vielleicht durch diese zusätzlichen Ausgaben notwendig wurden. Und da die Steuereinnahmen des Staates auf der anderen Seite Zahlungen der Privaten sind, stellen sie schlicht auch zusätzliche Belastungen für Unternehmen usw. dar. Belastungen, die, vereinfacht formuliert, alles teurer machen. Man stelle sich einfach vor, es hätte die Versorgungsausgaben nicht, oder zumindest nicht in diesem gesteigerten Maße gegeben. Welchen Einfluß hätte das wohl auf die Kette ...Arbeitskosten --> Arbeitslose --> Ausgaben Sozialkassen --> höhere Verschuldung des Staates --> höhere Steuereinnahmen bzw. Kassenbeiträge --> Arbeitskosten... gehabt? Ich lasse mich dazu hinreißen, erwähnten Einfluß als deutlich positiv anzusehen!!

Grundsätzlich in diesem Zusammenhang: Die gesamtstaatlichen Personalausgaben stiegen von 1970 bis 2004 von 31,4 Mrd. Euro auf 187,3 Mrd. Euro. Die Zuwächse der Versorgungsausgaben waren sicherlich nicht ganz schuldlos daran!

----------- An dieser Stelle muß ich einfach einen Einschub machen. -----------

Es geht mal wieder um Statistiktricksereien. Durch die Örtlichkeit des Einschubs zu erahnen, geht es in diesem Falle hauptsächlich um die Höhe der Personalausgaben. Denn das Dokument des Statistischen Bundesamtes (auch black01_next.gif»Quelle« der gerade oben genannten Zahlen), weist für 1997 ZWEI Werte der Personalausgaben aus: 201,5 Mrd.€C) und 177,8 Mrd.€D). Offensichtlich gab's da einen (Statistik)"Break". Und zur Überraschung aller, führte auch dieser "Break" mal wieder - wie so viele andere auch, die die Ausgaben des Staates wiedergeben - zu nachträglich nicht gerade unbedeutend niedriger ausgewiesenen Werten. Als Erläuterung für C) und D) finden wir:

C) Bis 1997 C) einschl. Krankenhäuser und Hochschulkliniken mit kaufmännischem Rechnungswesen und einschl. Zusatzversorgungskassen der Sozialversicherung.
D) Ab 1997 D) ohne Krankenhäuser und Hochschulkliniken mit kaufmännischem Rechnungswesen und ohne Zusatzversorgungskassen der Sozialversicherung.

Offenbar wird das Krankenhauspersonal seit 1997 nicht mehr bezahlt . Das fand ich dann doch etwas suspekt! Da hätte ich doch mit Sicherheit irgendwas von mitbekommen! Am Beispiel des Landes Berlin können wir diese "Merkwürdigkeit" auflösen!

1998 ist auch das Jahr, in dem die ersten Krankenhäuser (Max-Bürger-Krankenhaus und Krankenhaus Moabit) in eine neue Organisationsform überführt wurden. 2001 gingen sie dann mit allen restlichen städtischen Krankenhäusern zusammen in die Vivantes GmbH ein. Entsprechend dem europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen werden Krankenhäuser mit kaufmännischem Rechnungswesen nicht mehr den öffentlichen Haushalten zugeordnet. Diese Entwicklungen führen zur Schwierigkeit der Statistik, den Staatssektor im Zeitablauf adäquat abzubilden. (>>)

Schwierigkeiten der Statistik? Ts ts ts! Vivantes GmbH? Herrje! ... Um es vorab schon mal klar zu stellen:

Berlin ist Eigentümer (!!!) der beiden größten und bedeutendsten Krankenhausunternehmen der Stadt, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Vivantes GmbH. ... die Koalition [wird] am Erhalt der öffentlichen Trägerschaft von Charité und Vivantes festhalten. Hierzu sind alle Maßnahmen zu unterstützen, die es den Einrichtungen der Krankenversorgung von Charité und Vivantes ermöglichen, ihren Versorgungsauftrag effizient zu erfüllen und kostendeckend zu wirtschaften. (>>)

Was ist nur mit »alle Maßnahmen...« gemeint?? Wir werden sehen! Schauen wir mal, was es mit dieser ominösen Vivantes GmbH so auf sich hat! Just im Kontext zu dem Personalausgaben/Krankenhäuser-Komplex ist das durchaus bemerkenswert!

Allerdings ist festzuhalten, dass das Volumen des Personalabbaus seit 1996 durch Umgruppierungen wie die Gründung von „Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH“ oder von LHO-Betrieben im Bereich der Theater und anderswo überzeichnet ist. Die scheinbar gesparten Personal- und Verwaltungskosten finden in diesen Fällen als Zuwachs bei den Zuweisungen oder als Risiken im mittelbaren Landeshaushalt ihren Niederschlag. (>>)

So so, ein überzeichneter Personalabbau also! Da schau her! Tja, wenn im Gegenzug wenigstens tatsächlich »der Zuwachs bei den Zuweisungen Niederschlag im Landeshaushalt« finden würde ... Lassen wir den Berliner Rechnungshof zu Worte kommen (2003, >>):

T64: Über die vorstehenden Feststellungen zur Kreditaufnahme 2001 hinaus sieht sich der Rechnungshof veranlasst, auf folgenden Sachverhalt hinzuweisen, ... Die früheren städtischen Krankenhäuser haben, kurz vor ihrer Einbringung in die NET-GE Kliniken für Berlin GmbH (jetzt: Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH), zum 27. bzw. 29. Dezember 2000 Kredite von 321,5 Mio. DM aufgenommen, um die spätere Liquidität der GmbH sicherzustellen. Darüber hinaus bestanden zu diesem Zeitpunkt noch laufende Kredite der Krankenhäuser von 81 Mio. DM. Da die Vivantes GmbH nach dem Auslaufen der o. g. Kreditverträge zum 27. Dezember 2001 selbst noch keine Kredite aufnehmen konnte, nahm die Senatsverwaltung für Finanzen für die Vivantes GmbH Kredite von 370,5 Mio. DM auf, die die Bank direkt an die GmbH auszahlte (aus der Sicht des Landes: nicht kassenwirksame Kassenverstärkungskredite - vgl. T 70 -‚ die weitgehend zur Tilgung der o. g. Kredite eingesetzt wurden). Auch vor dem 27. bzw. 29. Dezember 2000 bestanden von den Krankenhäusern begründete Kredite.

Die vor dem 27. Dezember 2001 aufgenommenen Kredite sind wegen ihrer Laufzeit als Deckungskredite zu bewerten. Sie sind zu keinem Zeitpunkt auf die gesetzlichen Ermächtigungen angerechnet und als Schulden des Landes Berlin ausgewiesen worden. [...]

T70: Auf die Kassenverstärkungskreditermächtigung mussten auch die Kredite angerechnet werden, die die Senatsverwaltung für Finanzen zum 27. Dezember 2001 für die Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH aufgenommen hat. Es handelt sich um Kredite in Höhe von 370,5 Mio. DM, die die Bank direkt an die GmbH auszahlte (aus der Sicht des Landes: nicht kassenwirksame Kassenverstärkungskredite). Die Senatsverwaltung für Finanzen hat die Anrechnungspflicht der Kredite für die Vivantes Gmbh zwar betont. Dennoch sind sie in den von ihr geführten Übersichten des Jahres 2001 und im Liquiditätsbericht für das Abgeordnetenhaus nicht dokumentiert.

Den genannten Krediten für die Vivantes GmbH sind bereits Kredite vorausgegangen, die die früheren städtischen Krankenhausbetriebe noch selbst aufgenommen hatten. Diese Kredite sind damit für das Land ebenfalls nicht kassenwirksam geworden und in keiner Nachweisung enthalten. Einer Bewertung dieser Verträge als Kassenverstärkungskredite steht allerdings § 18 Abs. 2 Nr. 2 LHO entgegen, sodass diese Verträge als Deckungskredite im Sinne von § 18 Abs. 2 Nr. 1 LHO gewertet werden müssen (vgl. T 64).

Sofern ich das Beamten-Kauderwelsch zusammenfassend richtig bewerte, wurde auf der einen Seite zwar der GmbH ausgliederungsbedingte Personalabbbau (und damit einhergehende geringere Ausgaben) dem Landeshaushalt zugerechnet, gleichzeitig aber auf der anderen Seite die GmbH bedingte Kreditaufnahme im Landeshaushalt NICHT erfasst; was laut Rechnungshof aber hätte geschehen müssen! Kurzum: Weniger Personalaufwand UND weniger Verschuldung!! Ein staatliches, finanztechnisches Perpetuum Mobile!! Sagenhaft!! Kein Wunder, das seit 1997 der staatliche Personalaufwand um 'zig Milliarden geringer ausfällt.

Den Einschub abschließend, noch zwei höchst beachtliche Punkte der »Zusammenfassenden Bewertung« des Rechnungshofes:

• Die Haushalts- und Verrnögensrechnung ist teilweise so fehlerhaft und unvollständig, dass der Rechnungshof die Richtigkeit des ZahIenwerks erstmals nicht bestätigen kann.

• Die Jahresrechnung schließt mit einem kassenmäßigen Fehlbetrag von 3,8 Mrd. DM ab. Tatsächlich hätte ein noch um 563 Mio. DM höherer Betrag ausgewiesen werden müssen, da Einnahmen aus Darlehen aufgrund der Vorgriffsermächtigung für 2002 fälschlicherweise dem Haushaltsjahr 2001 zugerechnet wurden...

Nicht das ich bei dem ganzen Durcheinander auch nur annähernd den Überblick bekommen könnte. Nichtsdestoweniger, soll mir bloß keiner kommen und sagen, daß dies nur in Berlin und nur in 2003 so wäre, bzw. war. Also mich beschleicht jedenfalls so ein komisches Gefühl, daß wir unter Umständen rundherum verar...t werden. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch!?!??

----------- ENDE Einschub  -----------

Trotzdem die Statistiken also "mittelschwer" realitätsfern scheinen, kommen wir wieder zu den »Versorgungsausgaben« zurück!

2Jährliche Bezügeanpassungen:
Variante 0 (keine Bezügeanpassung), Variante 1 (Bezügeanpassung 1,5 %), Variante 2 (Bezügeanpassung 2 %) und Variante 3 (Bezügeanpassung 3 %)

______________

3Die Bundesregierung hat im Jahr 2001 in ihrem zweiten Versorgungsbericht diese Prognosen selbst vorgelegt ... Die Schätzungen sind dabei noch recht optimistisch. So geht die Bundesregierung beispielsweise davon aus, dass die Lebenserwartung der Beamten langsamer steigt als die der Bevölkerung in Deutschland insgesamt. Ein sechzigjähriger Beamter hat gegenwärtig eine um gut zwei Jahre höhere Lebenserwartung als die allgemeine Bevölkerung. Bis 2030 unterstellt die Bundesregierung, dass der Abstand auf ein Jahr schrumpft. Außerdem unterstellen die Prognosen der Bundesregierung und des Sachverständigenrates ein stetiges reales Wachstum des Sozialproduktes und somit der Steuereinnahmen – und das trotz der schrumpfenden Arbeitsbevölkerung. (>>)

Oben durften wir zur Kenntnis nehmen, daß die Versorgungsausgaben in 2002 schon 41 Mrd. Euro betrugen. Picken wir uns diesbezüglich einfach mal das Jahr 2020 heraus (sind ja schließlich gerade mal noch 13 Jahre bis dahin). Je nach unterlegter Berechnungsvariante der zukünftigen, jährlichen Bezügeanpassungen2, kommt der black01_next.gif»Versorgungsbericht« auf Versorgungsausgaben von insgesamt...

2020

 

... 55,0 Mrd.€     (Variante 0)3

siehe hierzu bitte auch noch dringenst rechts im Kasten!!! 3

... 68,4 Mrd.€     (Variante 1)3

... 71,7 Mrd.€     (Variante 2)3

... 79,3 Mrd.€     (Variante3)3

Ich weiß leider nicht wo wir aktuell (also für 2006 oder 2007) damit liegen und welches Szenario letztlich effektiv zum Tragen kommt. Aber eins ist klar, wir sprechen hier über den dicken Daumen gepeilte 10 - 30 Mrd.€ an rein zusätzlichen Ausgaben nur für 2020. Würden wir die jährlichen Mehrausgaben der kommenden 13 Jahre aufsummieren - was im Endeffekt konkret nicht möglich ist, da wir keine Referenzgröße aus 2006 haben - kämen insgesamt viele viele Milliarden obenauf. Aber ganz gleich, welche Beträge wir nun tatsächlich unterstellen, für mich wird eines deutlich: Diese Thematik betreffend, wird in den kommenden Jahren noch einiges an "Blut fließen". Sowohl bei den staatlichen Bediensteten (aktive und pensionierte), die sich auf weitere, drastische Kürzungen einstellen sollten, als auch bei der privaten Wirtschaft, die schlußendlich (=Steuern) ja für alles aufkommen muss! Es würde mich in der Tat nicht wundern, wenn es aus Richtung der Staatsdiener anfängt zu "rummsen"!!
Ja ja, der Staat...! Ohne ihn geht's nicht (viel Zeit? siehe dazu unten!), mit ihm auf Dauer aber eben auch nicht!! WENIGER hätte es allerdings auch erst mal getan. Aber es soll ja welche geben, die gar nicht genug "davon" bekommen können...

----------- Nochmal ein kurzer Einschub  -----------

Gelegentlich fabuliere ich über die "Vorfinanzierungsproblematik" des Staates, womit dann folgendes gemeint ist:

Es muss immer erst BIP entstehen, bevor es besteuert werden kann, da das BIP die Besteuerungsbasis ist (Objektsteuern wie Grund und Boden bzw. Vermögen ausgenommen). Da BIP seinerseits aber erst entstehen kann, nachdem es den Staat gibt, der das Eigentum sichert (Kapital, Volksvermögen) und der die Kontrakte erfüllbar macht bzw. Vollstreckug in Schuldner bei nicht erfüllten Kontrakten ermöglicht, ist der Staat immer zur Vorfinanzierung [=Verschuldung] seiner eigenen Aktivitäten gezwungen, bevor es zu Aktivitäten innerhalb der von ihm regierten Volkswirtschaft kommen kann (vgl. Murray/Nagel, The Myth of Ownership u.a.). Deshalb ist jeder Staat in einem Kredit- und Kreditgeldsystem zum Untergang verurteilt. (>>)

In konkretem Bezug zum eigentlichen Thema Versorgungs- und Personalausgaben, habe ich ein echt interessantes Sätzchen gefunden. In diesem Falle handelt es sich um Baden-Württemberg, über das sich der dortige Steuerzahlerbund black01_next.gif»Gedanken gemacht« hat und zu folgendem Schluß kommt:

4Bundesbesoldungsgesetz:
§ 3 Anspruch auf Besoldung:

.....

(5) Die Dienstbezüge ... werden monatlich im Voraus gezahlt. (>>)

Nach den Vorgaben der Finanzplanung werden die Personalausgaben bis 2005 voraussichtlich um mehr als zwei Prozentpunkte auf dann 43 Prozent steigen. Nimmt man zu den reinen Personalkosten noch die sächlichen Verwaltungsausgaben hinzu, denn schließlich brauchen die Staatsdiener zum Arbeiten auch Arbeitsmaterial, dann machen die Personalausgaben im weiteren Sinne rund 50 Prozent der Gesamtausgaben aus. Der Zusammenhang zwischen Personalausgaben und Neuverschuldung ist unverkennbar.4
- (siehe bitte auch Kasten rechts!!)4 -

Teufel auch! Geht's noch deutlicher?? Also, wenn schon dergleichen wie ein Staat unabdingbar ist (und das ist er/es!!), dann doch bitte so wenig wie möglich davon. Aber wie ich schon sagte, es soll ja nach wie vor welche geben (und vor allem GAB es sie), die gar nicht genug "davon" bekommen können. Am Ende konnte es wieder keiner kommen sehen und Schuld ist sowie so immer jemand Anderes!

----------- ENDE Einschub  -----------

Zum Themenabschluß schnell noch zwei Textpassagen, die, so denke ich, mehr oder minder durchaus für ganz Deutschland exemplarisch stehen:

black01_next.gif »Prognose der Entwicklung der Anzahl der Versorgungsempfänger und Höhe der Versorgungsausgaben des Landes Brandenburg im Zeitraum 2005-2035«

In den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten ist auf der Basis der gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der heutigen aktiven Bediensteten und Versorgungsempfänger mit einem erheblichen Anstieg der Versorgungsempfänger und der Versorgungsausgaben des Landes Brandenburg zu rechnen. Lagen in 2005 bei etwas über 1000 Versorgungsempfängern die Ausgaben (auf der Basis des Prognosemodells) für diesen Bereich bei knapp 30 Mio. €, so ist bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg der Anzahl der Versorgungsempfänger auf rd. 28.000 zu rechnen. Gleichzeitig werden sich die vom Land aufzubringenden Versorgungsleistungen ebenfalls vervielfachen und sich dann – je nach durchschnittlicher jährlicher Steigerung der individuellen Versorgungsbezüge – voraussichtlich zwischen 670 Mio. € und 850 Mio. € bewegen. [...]
Die Belastungen des Landeshaushalts durch die stetig wesentlich wachsenden Versorgungsausgaben fallen zusammen mit deutlich rückläufigen Einnahmen des Landes in den kommenden zwei Jahrzehnten, insbesondere aufgrund des Auslaufens des Solidarpaktes II im Jahr 2019. Sie resultieren aus den Verpflichtungen, die das Land in der Vergangenheit durch die Verbeamtung von Beschäftigten bei gleichzeitiger Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen eingegangen ist. Eine dauerhafte Entlastung durch die im Aufbau befindliche Versorgungsrücklage des Landes gem. § 14a BBesG ist dabei nicht zu erwarten. Bei Fortsetzung der derzeitigen jährlichen Zuführungen von 7-8 Mio. € ist im Jahr 2018, wenn erstmals eine Entnahme möglich ist, ein Vermögensbestand von ca. 200 Mio. € zu erwarten. Diese Summe wird dann im günstigsten Fall bei vollständiger Aufzehrung des Vermögens zur Finanzierung der Versorgungsleistungen eines ¾ Jahres reichen. Entscheidungen über künftige Verbeamtungen werden den Anstieg von Versorgungsempfängern und Versorgungsleistungen bis zum Jahr 2035 weder abmildern noch verschärfen, da bei heute in den Landesdienst eintretenden Beamten regelmäßig von einer Dienstzeit von mehr als 35 Jahren auszugehen ist. [...]

black01_next.gif »Stellungnahme zur Anhörung des Ausschusses für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages am 14.02.2007 (Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen e.V.)«

Bei heute bereits etwa 66.000 Versorgungsempfängern und zu erwartenden rund 106.000 im Jahr 2027 müsste zur vollständigen Bewältigung aller künftigen Versorgungslasten ein Grundkapital zur Verfügung stehen, das vermutlich den Schuldenstand des Landes von rund 50 Milliarden Euro übersteigt. Das Land Niedersachsen wäre nicht in der Lage, diesen Kapitalbetrag aufzubringen. Dies gilt selbst für den Fall, dass das gesamte veräußerbare Landesvermögen zur Fondsfinanzierung herangezogen würde.
Selbst wenn man bisher erworbene Versorgungsansprüche ausklammert und ab sofort für jeden Beamten eine Zuweisung von 25 Prozent der Dienstbezüge an einen Fonds leisten würde, käme eine zusätzliche Haushaltsbelastung von etwa 1,12 Milliarden Euro im Jahr zustande. Dabei wird von 100.000 Beamten und Richtern und durchschnittlichen Dienstbezügen von 45.000 Euro/Jahr ausgegangen. Auch diese Summe würde den Haushalt bereits überfordern. Wenn aber hierfür neue Schulden aufgenommen würden, käme es gleichermaßen zur Verschiebung von Lasten in die Zukunft.

That's it! (bis auf das P.S. )

P.S.: Auch wenn die augenblickliche (Steuer)Situation ja tatsächlich recht passabel aussieht und durchaus schon über diese Problematik "nachgedacht" wird (wie die Quellentexte ja belegen), so glaube ich doch, daß das zukünftig reichlich Sprengstoff beinhaltet. Selbst um den etattechnischen Status Quo halbwegs halten zu können, müßten für die kommenden, zusätzlichen Milliarden, entweder die laufenden Bezüge der aktiven Bediensteten, die Versorgungsaufwendungen, oder beides zugleich, um eben diese 'zig Milliarden verringert werden. Die einzige Alternative wären Steuererhöhungen um diese Beträge (wenn auch vermutlich über den (zeitlichen) "Umweg" Neuverschuldung des Staates). Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, gleichgültig welche "Alternative" gegangen wird, es wird meiner Ansicht nach richtig krachen im Gebälk! Keinen Schimmer, ob die Balken allein dadurch brechen werden. Eine enorm große (Haupt)Last stellt es aber mit Sicherheit dar!!!


 


                                Autos kaufen keine Autos


ifo Standpunkt Nr. 82

Seine Forderung nach einer Tariferhöhung um 6,5 Prozent begründete der nordrhein-westfälische Vertreter der IG Metall, Detlef Wetzel, vergangene Woche mit einem Zitat Henry Fords: „Autos kaufen keine Autos.“ Man müsse die Löhne kräftig erhöhen, damit neue Kaufkraft in der Wirtschaft entstehe und sich die Nachfrage weiter belebe.

Es ist rührend zu sehen, wie sich die IG Metall um das Gemeinwohl sorgt. Doch leider ist das Kaufkraftargument schon aus logischen Gründen falsch:....

black01_next.gif»Komplett...«

Kurz auf drei Punkte hin:

• Ein Blick zu black01_next.gif»!! Wirtschaftsinstitute !! Unabhängig ??« aus den NEWS von Oktober letzten Jahres sollte sich lohnen (auch wenn sich seit dem möglicherweise einiges geändert haben sollte!?)! Die "Seilschaften" sind schon nicht ganz ohne!

• Darunter fällt auch die Tatsache, daß der Autor obigen Artikels, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn, aktuell im black01_next.gif»Aufsichtsrat« der HypoVereinsbank sitzt.

• Trotz vorgenannter Punkte und einschließlich Nachstehendem, will ich nicht verhehlen, das ich in diesem Fall, grundsätzlich und im Großen und Ganzen, eher der Auffassung von H-W Sinn folge! Im Endeffekt sind seine Schlußfolgerungen stichhaltiger!

Ohne jetzt den "Großkotz" raushängen lassen zu wollen, aber  ich fand den Artikel insofern interessant, als das er recht anschaulich verdeutlicht, daß sowohl (und vor allem) die Gewerkschaften, aber auch H-W Sinn (das ifo), die Grundzüge "unseres" Kreditgeldstandards entweder nicht verstanden haben, einfach ignorieren, oder noch nie was davon gehört haben.

Da ich zu früheren Zeitpunkten schon häufiger auf diesen Themenkomplex eingegangen bin, möchte ich es an dieser Stelle eher knapp halten. Wobei ich aus eben diese "früheren Zeitpunkten" ein paar Zitate meiner selbst zu Hilfe ziehe. Vollständig zur Einsicht black01_next.gif»hier« und black01_next.gif»hier«.

Die Gewerkschaften:

»Was aber offensichtlich niemand kapiert - schon gar nicht die Gewerkschaften ( "Wir brauchen kräftige Gehaltssteigerungen zur Stärkung der Binnennachfrage" >>) - ist, daß es nicht die Löhne sind, die die Nachfrage steigern.«

»Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer können keinerlei zusätzliche Nachfrage ("Mehrwert") bedeuten, da die zum Kauf stehenden Waren - wie auch die Löhne selbst - ja schon durch die vorangegangene Verschuldung der Unternehmen "finanziert" wurden und auf dem Markt sind. Die Nachfrage fand schon vorher statt!! Durch die Verschuldung der Unternehmen!! «

Diesen Punkt - zudem noch ein wichtiger - werden die Gewerkschaften in der Tat nie verstehen. Und wenn doch, würden sie ihn niemals zugeben, würde es doch ihre komplette Ideologie über den Haufen schmeißen. Schlicht inakzeptabel!! Das kann nichts geben. Ich verweise mit dem Stichwort »Fixkostenblock« nochmals auf »Vollständig zur Einsicht black01_next.gif»hier« und black01_next.gif»hier«.

Hans-Werner Sinn:

Auch H-W Sinn hat's letztlich nicht kapiert - zumindest nicht vollständig! Wenn er Lohn bezogen schreibt »Konsum ist schädlich für das wirtschaftliche Wachstum und unnötig für die Konjunktur.«, dann ist das SO selbstverständlich Nonsens. Herr Sinn hat folgenden Punkt schlicht nicht auf seiner Agenda:

»Erst dann [nach der Lohnzahlung] kann eine zusätzliche Verschuldung durch die Arbeitnehmer starten!! Sie - nur die NEUverschuldung - sorgt ihrerseits dann aber auch dafür, daß die Unternehmen in die Lage versetzt werden, die zuvor aufgenommenen Schulden zu begleichen.
Theoretisch wäre es ausreichend, wenn ausschließlich Unternehmen zusätzliche Neuverschuldung eingehen. Nur wäre in diesem Fall der "Sättigungspunkt" (=Pleiten) recht schnell erreicht. Allein schon deshalb, weil die Anzahl der Unternehmen "natürliche" Grenzen hat. Und somit auch die Summe der möglichen Zusatzkreditaufnahme!!
Ohne den gehaltsbeziehenden und verschuldungswilligen Arbeitnehmer, wäre der Kreditvergabe-Zyklus ungleich kürzer. Quasi ein Rohrkrepierer !!«

H-W- Sinn begreift meines Erachtens zweierlei nicht. Erstens, daß Konsum natürlich notwendig ist, auch der, der "privaten Konsumenten". Nicht für das Wachstum, aber... Jede Art von Konsum macht die Schuldenbewälltigung prinzipiell erst möglich. Er ist quasi das Fangnetz zum Einholen der vorangegangenen Verschuldungsvorgänge. Dazu gehört AUCH der "Ottonormal-Konsument". Und hier sind wir bei zweitens. Zwar hat er indirekt recht, wenn er sich ausschließlich auf die Lohnzahlungen bezieht. Die sind, wie oben gezeigt, für sich genommen nicht unmittelbar relevant. Dabei übersieht er allerdings geflissentlich, daß der Konsum aus möglicher eingegangener, zusätzlicher NEUverschuldung des(r) Ottonormalo, sehr wohl zum Tragen kommt! H-W Sinn bekommt die Unterscheidung, bzw. "Erweiterung", in Konsum, einerseits aus laufenden Gehältern (=nicht relevant), und andererseits aus zusätzlicher Verschuldung (=überaus relevant), nicht hin!! Herr Sinn sollte durchaus etwas "pfleglicher" mit dem(r) Konsument(in) umgehen. Sollte "er/sie" sich entscheiden, noch mehr, als aktuell sowie so schon, die Neuverschuldung "runter zu fahren", dann leidet beispielsweise gerade auch "seine" HypoVereinsbank darunter.

Zu guter Letzt noch ein paar verkomplizierende Gedanken; gewissermaßen ins Unreine und einfach mal so in den "leeren" Raum gefragt! (Nicht das ich auf alles konkrete Antworten darauf hätte!!)
Wie bis zum "Erbrechen" dargelegt, die zusätzliche Verschuldung ist DER springende Punkt . Wie bekommt man nun die einzelnen Subjekte dazu, eben genau dies zu tun? Kreditaufnahme ist immer auch das Eingehen von Risiken!

• Können nicht z.B. auch Lohnsteigerungen die Unternehmen quasi dazu ZWINGEN, sich höher und zusätzlich zu Verschulden? Wenigstens bis zu einem gewissen Punkt? Wenn ja, wann ist er erreicht und wovon hängt er ab?

• Selbiges gilt auch für Steuererhöhungen: Können nicht auch Steuererhöhungen die Unternehmen und Konsumenten quasi dazu ZWINGEN, sich höher und zusätzlich zu Verschulden? Wenigstens bis zu einem gewissen Punkt? Wenn ja, wann ist er erreicht und wovon hängt er ab?

• Könnte nicht beispielsweise auch ein Mindestlohn dafür Sorge tragen? Einerseits, weil er eben evtl. die Unternehmen zur Neuverschuldung zwingt? Andererseits, weil er den Arbeitnehmern möglicherweise die Sicherheit gibt, sich "guten Gewissens" in die Verschuldung zu stürzen? Es sei denn, dadurch würden diese Jobs gleich ganz wegfallen, dann wäre natürlich "sofort" Essig! Würden sie wegfallen?

• Grundsätzlich gilt die Fragerei für alle Sicherheitsnetze (Kündigungsschutz, Mieterschutz, ZWANGSkrankenversicherung?, usw.). Wer verschuldet sich schon gerne, wenn er/sie in ständiger Unsicherheit leben muß? Auf der anderen Seite, wie weit darf diese "Sicherheit" getrieben werden?
~ Welches Unternehmen geht schon das Risiko ein, nennenswert neue Arbeitnehmer einzustellen - und sich dadurch zusätzlich zu Verschulden? - wenn es sie später, sollte es mal nicht so laufen, im Grunde nicht mehr los wird? Andererseits ist es vielleicht genau dieser Punkt, der die Verschuldungsbereitschaft der Arbeitnehmer erhöht?
~ Nimmt irgendjemand noch frohgemut Verschuldung auf sich, wenn er/sie nicht mehr sicher, sondern nur noch potentieller, staatsfeindlicher Terrorist / Verbrecher und / oder durchleuchtetes Melkvieh diverser Unternehmen unter dem Mikroskop, ist?

• Was für eine Rolle spielt "das Ausland" dabei? Zum Einen sicherlich als potentieller "Zusatz-Ersatzschuldner"! Was durchaus positiv ist!! Zum Anderen aber auch als möglicher Grenzsetzer für oben erwähnten "gewissen Punkt" (wann ist er erreicht und wovon hängt er ab?)? Denn gleichzeitig zum "Zusatz-Ersatzschuldner" ist es selbstredend auch Konkurrenz!

• Usw, usw, usf, etc .....

Reichlich kompliziert! Nun ja, so wird's wenigstens nie langweilig ! Ist ja immerhin auch schon mal was!!
 

 
 


                                BANK LENDING SURVEY



Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird. Ergebnisse für Deutschland

Bank-Lending-Survey_Frage4.gifIch persönlich finde das ganz interessant., weil es die Sicht der "Quelle" der Neuverschuldung darstellt! Und die, nämlich die Bänker, sind überaus positiv eingestellt. Was meiner Ansicht nach aber nur bedingt durch die anderen Daten bestätigt wird.

Rechts sehen wir beispielsweise, daß die "Kreditfritzen" , abgesehen von ihren eigenen Einschätzungen zum zukünftigen Verlauf, nur von einer nachlaßenden Nachfrage nach Wohnungbaukrediten erzählen können. Ich kann mir nicht helfen; zwar läuft "es" ganz klar wesentlich besser als noch vor ein, zwei, drei Jahren, aber den allgemeinen Jubelarien kann ich mich einfach nicht anschließen.

Den Rest zum "BLS" - zuzüglich kurzer Kommentare meinerseits - könnt ihr ja selbst lesen und, vor allem, sehen:

black01_next.gif»Bank Lending Survey«

 __________

Und einfach mal einen Link, nur so zur Info:

black01_next.gif»Trotz Aufschwung - Jeder zehnte Erwachsene überschuldet / Trotz Konjunkturaufschwungs in Deutschland wächst nach Experten-Angaben die Zahl der privaten Überschuldungen und Verbraucherinsolvenzen.«

 


 

  POLITIK

  


                                Der 'Kampf der Kulturen'


Zwei Teile gibt es hierzu:

black01_next.gif»Teil 1«

Von allen Seiten – Politik – Massenmedien und auch gewissen Internet-Seiten – wird uns ins Ohr geblasen, nun sei der ‚Kampf der Kulturen’ auf der Tagesordnung – jetzt ginge es nicht mehr um den Kalten Krieg, sonder um die säkulare Auseinandersetzung zwischen der westlichen Kultur und dem Islam, zuweilen auch Krieg der Zivilisationen genannt. Kriege seien unvermeidlich, denn nur einer könne als Sieger hieraus hervorgehen. Stellt man den Propagandisten dieser These einige einfache Fragen, kommen sie allerdings schon ins Schleudern. [...]
(als "kleine" Ergänzung dazu noch dies: black01_next.gif»Die Foltermethoden der USA und einiger Staaten«)

black01_next.gif»Teil 2«

In diesem Teil von “Kampf der Kulturen“ wird nun untersucht, wie es denn nun mit der Gefährdung „des Westens“ aussieht. Stehen wir wirklich kurz vor der Übernahme der Regierungen in Europa und den USA durch die Muslims?

Und um die über allem stehenden, dringend zu verbreitenden, "westlichen Werte" ein für alle mal klar zu machen - es soll ja Zweifler geben -, noch ein "wunderbares" Beispiel hierfür:

black01_next.gif»11'000 Tote - Soldaten wurden durch abgereichertes Uran verstrahlt«

[...] Arthur Bernklau, Vorsitzender der Vereinigung „Veteranen für verfassungsmäßiges Recht” in New York hat erklärt, die Anzahl von toten US-Soldaten durch „depleted Uranium“ (abgereichertes Uran) habe die Marke von 11 000 überschritten. Das abgereicherte Uran ist als Ursache des „Golf-Krieg-Syndroms“ bekannt, an dem nach seinen Angaben im Moment 325.000 der 580.000 Soldaten leiden, die im ersten Golfkrieg 1991 eingesetzt waren. Die Zahl bezieht sich auf Veteranen, die dauernd arbeitsunfähig sind. [...]

Ein bißchen Verlust gibt's immer! Das ist es schon wert, das westliche Wesen, an dem die Welten genesen!! Augen zu und durch: black01_next.gif»USA fördern Bürgerkrieg - Bekämpfung von Shiiten um jeden Preis«.
Immer diese einseitige Anti-Amerika Sichtweise..... Friedenserhaltungsmaßnahmen benötigen eben ein gerüttelt Maß an Investitionen: black01_next.gif»Die Rüstungsausgaben der USA machten BICC zufolge 2005 mit 478 Milliarden US-Dollar rund 46 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben aus.« Okay, vielleicht ein winziges bißchen über's Ziel hinausgeschossen. Aber mal ehrlich Leute, mit 478 Mrd.$ kann man dermaßen viele Menschen und Länder vom Frieden und Westen überzeugen (ob sie wollen oder nicht spielt keine Rolle, was wissen die schon), daß das Schlaraffenland nur noch eine Frage der Zeit sein kann! Zu diesem Zwecke verdienen die USA selbstredend "unsere" Unterstützung. Da dürfen wir uns nicht Lumpen lassen. Es gibt eben nichts für umsonst! Und voilá, da isses ja auch schon:

Bilateral cost sharing is divided into two categories, according to whether the costs are borne by the host nation on-budget (direct cost sharing), or as imputed values of forgone revenues (indirect cost sharing). Direct cost sharing includes costs borne by host nations in support of stationed U.S. forces for rents on privately owned land and facilities, labor, utilities, and vicinity improvements. Indirect cost sharing includes forgone rents and revenues, including rents on government-owned land and facilities occupied or used by U.S. forces at no or reduced cost to the United States, and tax concessions or customs duties waived by the host nation. (>>)

Ist auch alles gar nicht so schlimm, denn es handelt sich ja kaum um direkte Überweisungen ans Pentagon, sondern lediglich um entgangenen Einnahmen, die potentiell möglich wären, wenn die Damen und Herren Friedenserhaltungsarmeesoldaten des Imperiums NICHT bei uns wären. Wie gesagt, alles in Butter!!

Oléééééééééééééé...

  

 » 19. Mai 2007 « 

 

 Heutiges Zitat

 

»In Kriegszeiten sind die lautesten Patrioten die größten Profiteure«

AUGUST BEBEL

 

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

»Neues von der Kreditfront (März '07)« (>>)

  »Debitismus ultrakurz und Reaktionen darauf« (>>)

POLITIK

 

»Stadionpläne: Finanzpolitischer Offenbarungseid [Mainz]« (>>)

»Die modernen Kreuzritter der USA« (>>)

SONSTIGES

 

»Antwort vom Bundesverkehrsministerium« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

 

 

  WIRTSCHAFT

 


                                Neues von der Kreditfront (März 07)


 
 

Vorab 1:

(Kurz nochmal erwähnt: Natürlich handelt es sich naturgemäß um Daten der Vergangenheit. Eine darauf basierende "Hochrechnung" und konkrete Aussage für die Zukunft ist nur bedingt möglich. Aber es gibt uns doch einen groben Überblick über den "Stand der Dinge". Und allein der ist schon dermaßen elementar, daß es sich allemal lohnt!!)


Vorab 2:
Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus black01_next.gif"DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....
     
     

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitteblack01_next.gifHIER kurz reinschauen.

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)

Nichtbanken (Nicht-MFIs) (>>) =
In- und Ausländer:
• Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)
Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 Neu-
kredit-
vergabe
[%]

April 05

44,3

2,36

Mai 05

72,7

-0,79

Juni 05

85,4

-1,11

Juli 05

68,8

0,24

Aug 05

68,3

0,14

Sep 05

69,6

0,16

Okt 05

65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

 Juli 06

50,9

-0,03

 Aug. 06

63,8

+0,07

 Sep. 06

78,7

+0,71

 Okt. 06

55,9

+0,37

 Nov.06

59,4

+0,44

 Dez.06

77,8

-1,43

 Jan.07

73,5

+1,35

 Feb.07

81,8

+0,01

 Mrz.07

??

+0,33

( >> ,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Im März '07 zog die Neukreditvergabe leicht an. Ein kleineres Plus von 0,33 Prozent oder 12,76 Mrd.€ steht zu buche! Wobei dieses "Wachstum" in etwa hälftig einerseits auf die Buchkredite und andererseits auf die Wertpapiere von Nichtbanken zurückzuführen ist.

Emissionsstatistik für Wertpapiere (inländischer Rentenmarkt) (Buba >>):

Insgesamt lag der Netto-Absatz deutscher Emittenten im März '07 bei +9,4 Mrd. Euro (Feb. 07 = +9,6). Was sich in durchaus überschaubaren Grenzen hält, legen wir den März 2006 mit + 26,5 Mrd.€ als Vergleich zu Grunde!

 

Die Tilgungswerte (Tabelle links) werden seit Feb.'07 nicht mehr in der "normalen" Pressenotiz (>>) mit angegeben!! Damit fehlt der zeitnahe Abgleich, ob wirklich die Neuverschuldung angezogen hat, oder einfach nur eine niedrige Tilgung vorlag. Ersatzweise könnten wir die Daten in der übergreifenden Kapitalmarktstatistik (>>) einsehen. Nur leider liegen diese Zahlen immer zwei Monate im Rückstand. Die gehen mir langsam aber sicher auf den Senkel (Entschuldigung!!).

Auffällig außerdem, daß...

 

• ... wiederholt und mit großem Abstand die Kreditinstitute die größten inländischen Emittenten (+5,8 Mrd.€) darstellen! Als Käufer traten sie demgegenüber nur im Ausland auf (Ausland = +13,0 Mrd.€, Inland = -1,6 Mrd.). Im Übrigen war das im Feb. '07 ganz ähnlich!.

• ... die öffentliche Hand in der Summe lediglich mit +1,1 Mrd.€ als Kapitalmarktschuldner auftrat! Im März 06 lag das noch bei 11,0 Mrd.€! Die Schwimmen offensichtlich in Steuereinnahmen und haben eine eigene Neuverschuldung kaum mehr nötig !

 

Andererseits muß festgehalten werden, daß die inländischen privaten für komplett 2007 (Jan. - März) nur mit insg. 50,8 Mrd.€ Wertpapiere absetzten. In 2006 lag das, analog dazu, noch bei 66,7 Mrd.€. Ein Ausgleich für all dies, ist sicherlich im Saldo der Leistungsbilanz zu sehen (siehe ein Stückchen unten).

 

Für das Gesamtjahr 2007 der Nichtbanken, ergibt sich somit bis dato ein Plus der Neukreditvergabe von +64,14 Mrd. Euro oder +1,70%. Zum selben Zeitpunkt (Mrz) des Vorjahres lagen wir mit +1,50% noch etwas schlechter. Wahrlich nicht übel!!

 

Trotzdem sich die öffentliche Hand bis dato tatsächlich "vornehm" zurück hält -- zumindest nach allem, was ich so eruieren konnte --, gehen wir doch weiter zu den Privaten (oben ist ja teilweise eben auch die öffentliche Hand enthalten):
 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 2006

2452,43

+1,56

 Jan 07

2470,48

+0,74

 Feb 07

2462,96

-0,30

 Mrz. 07

2471,48

+0,35

Die Buchkredite gingen bei den Unternehmen und Privatpersonen im März '07 erneut nach oben!! Und zwar um 4,72 Mrd. Euro oder +0,21%!

Auch inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle, Summe Buchkredite & Wertpapiere) können wir diesmal (im Gegensatz zum Vormonat) ein Plus konstatieren. Wir notieren einen Zuwachs um +8,52 Mrd.€ oder -0,35%. Die Wertpapiere selbst legten dabei um rd. 3,8 Mrd.€ zu!

Das Gesamtjahr 2007 sieht somit bisher wie folgt aus:
Bei den Buchkrediten ein Plus von 18,63 Mrd.€ oder +0,83%. Inklusive der Wertpapiere stellt sich das Bild so dar: +19,05 Mrd.€ oder +0,78%.
Im Vergleich zum selbigen Zeitpunkt 2006 bedeutet dies -- grob gesagt -- achtmal so großen Werte für die Buchkredite allein und rund dreifach höhere Werte für die Buchkredite plus Wertpapiere. Das muß für die "Endabrechnung" zwar noch nichts besagen, zeigt eben aber eine bis jetzt wesentlich bessere Entwicklung als im Vorjahr auf. Wer hätte das gedacht?

Das Saldo der deutschen Leistungsbilanz (der Blick zu den -- sozusagen -- ausländischen, für die BRD "ersatzweise" einspringenden, stellvertretenden Kreditnehmern) lag im März 07 bei sagenhaften +17,2 Mrd.€ (>>). Von Jan. bis März 07 weist sie insg. die Zahl von +36,8 Mrd.€ aus. Womit die ohnehin schon gute Vorjahreszahl von +25,3 Mrd.€ nochmals übertroffen wurde! Hier tut sich erstaunliches und zugleich bemerkenswertes!!!

Denn wenn ich das korrekt interpretiere, stehen die 17,2 Mrd. Euro aus dem März für einen absoluten Allzeithoch-Rekordwert (siehe black01_next.gif»lange Reihe der BuBa« und seit 1994 in der Graphik rechts!)!! Seit Mitte 2000 geht's da so richtig ab.

Diesbezüglich fällt nun natürlich auf, daß beinahe zeitgleich zusätzlich zwei weitere Ereignisse auftraten. Nämlich erstens die Einführung des Euro als Buchgeld 1999, und zweitens die seitdem (2000) absackende inländische  Neuverschuldung "meiner" Graphiken oben! Auch wenn zweifelsohne die geplatzte Aktien-Bubble aus 2000 (und alles was da so dran hing) der Hauptauslöser für die nachgebende inländische Kreditvergabe gewesen sein wird, so beschleicht mich doch das "ungute" Gefühl, daß es da weitere Zusammenhänge gibt, die ich noch nicht so recht durchschaue. Ein solch zeitnahes Zusammentreffen verschiedener "Vorfälle" kann wohl kein Zufall sein. Nun, vielleicht kommt ja noch irgendwann die "Erleuchtung" . Momentan muß ich jedenfalls leider passen !
Wie auch immer (ich kann ja nicht alles wissen ), die Vermutung liegt nahe, daß die Leistungsbilanz-"Geldimporte" der ausländischen Neuschuldner und die nun mehr auch wieder leicht anziehende inländische Neuverschuldung im Zusammenspiel das initiieren, was im Augenblick gemeinhin als "der Aufschwung" proklamiert wird. Keinen Schimmer, in wie weit sich das zukünftig fortsetzt (Gefahren lauern nach wie vor, wenn nicht sogar mehr denn je, hinter jeder Ecke), aktuell jedenfalls, könnte es im Großen und Ganzen durchaus schlechter laufen!

Den inländischen Teil abgehakt, gehen wir weiter zu den europäischen Nachbarn:

 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" (Mrd. €) (>>)

Ab sofort kürze ich in dieser Kategorie ein bißchen ab und nutze das neue Angebot der BuBa!

Links die Graphik zeigt die Entwicklung: im März +1,3 % für Europa gesamt (alle Kreditarten zusammen). Für 2007 bedeutet dies bisher einen Zuwachs von insgesamt +3,2% (>>). Wahnsinns Daten, die an die "gute-alte-Zeit" auch in Deutschland erinnern.

Bemerkenswert scheint mir noch, daß sich die Aktien und sonstige Dividendenwerte der Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen (Bild rechts) seit 1997 rund vervierfacht haben; auf nun mehr 850 Mrd.€, mit zuletzt +1,60%.
 

Welcher Dödel will, ob solcher Entwicklungen, schon diesen komischen gelben Kack sein Eigen nennen ?? Dieses Teufelszeug, daß, wenn überhaupt, nur rein ästhetisch gesehen überzeugen kann ! Und damit das auch so bleibt, und der Teufel nicht doch die ein oder andere unschuldige Seele verführen kann, wird von Seiten der offiziellen Monopol-Papierlappenhersteller dankenswerterweise alles dafür getan, den großen Beelzebub, von unser aller überaus schwachen Geiste, fern zu halten: black01_next.gif»E-Gold unter Anklage Kinderpornographie und Geldwäsche«. Wir verneigen uns in unendlich dankbarer Demut!! Bloß ein Schelm, wer Böses dabei denkt und garstige Arglist vermuten würde!

Aber ich schweife ab!!
Zurück zu den Statistiken ... die ich leider nicht vervollständigen kann, da die BuBa mit den Daten hinterherhängt. Sprich, die folgende Tabelle und Graphik haben noch den alten Stand. Aber weiter unten gib's noch was zu den Österreichern!!

1Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.

Die folgende Tabelle1, sowie die nachstehende Graphik, geben einen Überblick über die Verteilung zu den einzelnen Ländern der EU!

 

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
 Hier: Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften + Private Haushalte + Sonstige Private 

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Slo-
wenien

Finn-
land

Ø

Juli '06

258,0

2.342,0

149,9

1.402,6

1.535,3

304,1

1.288,5

103,1

875,5

266,2

217,3

-

117,9

738,37

August '06

260,0

2.344,8

149,9

1.407,6

1.534,0

307,5

1.286,8

103,6

876,0

267,2

218,8

-

118,6

739,57

Zuwachs [%]

0,78

0,12

0,00

0,36

-0,08

1,12

-0,13

0,48

0,06

0,38

0,69

-

0,59

0,36

August'06

260,0

2.344,8

149,9

1.407,6

1.534,0

307,5

1.286,8

103,6

876,0

267,2

218,8

-

118,6

739,57

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

-

119,8

748,28

Zuwachs [%]

1,92

0,98

1,80

2,36

0,95

1,76

0,96

2,12

0,17

1,16

0,18

-

1,01

1,28

September '06

265,0

2.367,7

152,6

1.440,8

1.548,6

312,9

1.299,1

105,8

877,5

270,3

219,2

-

119,8

748,28

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

Zuwachs [%]

-0,15

-0,26

0,52

1,72

1,49

2,01

0,22

1,13

0,70

-0,70

0,82

-

0,67

0,68

Oktober '06

264,6

2.361,5

153,4

1.465,6

1.571,66

319,2

1.302,0

107,0

883,6

268,4

221,0

-

120,6

753,21

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Zuwachs [%]

0,57

-0,18

-0,65

2,07

0,53

1,97

2,38

-0,09

0,98

0,34

-0,18

-

1,00

0,73

November '06

266,1

2357,2

152,4

1496,0

1579,9

325,5

1333,0

106,9

892,3

269,3

220,6

-

121,8

760,08

Dezember '06

271,4

2.328,0

156,7

1.527,3

1.590,1

328,7

1.345,2

99,0

891,7

271,5

221,7

-

123,6

762,9

Zuwachs [%]

1,99