INHALT:

 

 WIRTSCHAFT

»Typisch Deutschland - LEIDER !!« (>>)

»BRD - kostenloses Studium?????« (>>)

»BANK LENDING SURVEY (4. Quartal '07)« (>>)

»Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen« (>>)

»Unannehmlichkeiten« (>>)

POLITIK

»Eingriffe und Bündnisrücksichten - Ullrich Tilgner verläßt das ZDF!« (>>)

»Kosovo« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Schüler-Studie zur DDR (+im Gefolge abermals Grundsätzliches)« (>>)

»IG Metall fordert acht Prozent Tariferhöhung für Stahlindustrie / Details zum Stahlmarkt« (>>)

»IUS-Unternehmensgewinne« (>>)

POLITIK

»Die evangelische Kirche und der Holocaust + Relikte aus der Vergangenheit noch heute« (>>)

»Peter Scholl-Latour: Der Chronist des Zeitgeschehens sieht in Pakistan und Saudiarabien die derzeit grössten Gefahrenherde« (>>)

 WEIHNACHTEN

»Weihnachten – Christi Geburt oder heidnischer Aberglaube?« (>>)

POLITIK

»Kfz-CO2, Lachgas (N2O), Ammoniak, Platin etc.(PKW-Ökobilanz)« (>>)

WIRTSCHAFT

»Wie sich die Krise ausweitet« (>>)

POLITIK

»Der Staat - eine »soziale« Einrichtung, oder doch eher Mafia?« (>>)

»Der Treibhaus-Schwindel« (>>)

SONSTIGES

»Zeitgeistmovie!! (die Bibel-Story wird auseinander genommen!)« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (Sep 07) & US-Hypotheken(subprime)krise!« (>>)

POLITIK

»Die Geheimarmeen der Nato« (>>)

SONSTIGES

»"Mutter Teresa - Der Todesengel von Kalkutta + unschönes, aber Interessantes zu Martin Luther!« (>>)

WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (Aug 07) & US-Hypotheken(subprime)krise!« (>>)

»Bank Lending Survey (3. Quartal '07)« (>>)

»Umverteilungsstaat« (>>)

POLITIK

»Ein paar Links...« (>>)

SONSTIGES

»"MAN" eMANzipiert sich... « (>>)

 

WIRTSCHAFT

»Die Regierung und die Inflation«

»Neues von der Kreditfront (Juli 07)« (>>)

»Mortgage Delinquencies & Foreclosures« (>>)

POLITIK

»Terroranschlag in Deutschland vereitelt?« (>>)

»Afghanistan:Taliban,Karzai und CIA sind ein- und dieselbe Partei« (>>)

»Chinas Wirtschaftswunder basiert auf Fälschungen!!« (>>)

WIRTSCHAFT

»Die Krisenschaukel« (>>)

In eigener Sache!!!           (24.08.07)

Was bin ich? »"PDS-lastig" oder "braunes fascho gesocks?"« Auch wenn meine eigentliche "Arbeit" leider mal wieder darunter leidet, muß das jetzt einfach mal sein. Mit so einem Scheiß muß ich mich befassen! Ist leider ein bißchen was zu lesen, lag mir aber auf der Seele: black01_next.gif»Bitte hier lang...«

WIRTSCHAFT

»Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen« (>>)

»Moral Hazard (SachsenLB)« (>>)

»Federal Deficit Reality« (>>)

»BRD - Überschuß des Staates« (>>)

POLITIK

»Globale Elite plant den Tod des freien Internets...« (>>)

»Tagebuch Iran« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (Juni '07) + Bank Lending Survey (2. Quartal 07)« (>>)

»Hypothekenkrise« (>>)

»Die Brisanz der Geldentstehungsfrage...« (>>)

 WIRTSCHAFT

»Engame« (>>)

»Kredite an inländische Nichtbanken« (>>)

POLITIK

»Steuerpflichtige können grundsätzlich nicht darauf vertrauen...« (>>)

»Das amerikanische Ermächtigungsgesetz?« (>>)

WIRTSCHAFT

»Auszuge aus 'Aufwärts ohne Ende'« (>>)

POLITIK

»Broderman und die Brandstifter & mehr...« (>>)

»Der "grüne" Punkt und die Heuschrecken« (>>)

»Ölverbrauch vs. Militärausgaben & "Putins Wettrüsten"« (>>)

WIRTSCHAFT

»Neues von der Kreditfront (Mai 07)« (>>)

 »Zeitungsausschnitt von 1958« (>>)

 »US-Hypothekenmarkt« (>>)

POLITIK

»Putins zensierte Pressekonferenz...« (>>)

»Kampf gegen al-Qaida - Rumsfeld und das Risiko« (>>)

»Wissenschaft bizarr - Klima-Demoskopen« (>>)

  

 » 06. Februar 2008 «

Heutiges Zitat

 

»Regierungserklärung: es ist viel zu ändern. Packen wir's weg.«

WINFRIED THOMSEN

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

  

  WIRTSCHAFT

 

»Typisch Deutschland - LEIDER !!« (>>)

»BRD - kostenloses Studium?????« (>>)

»BANK LENDING SURVEY (4. Quartal '07)« (>>)

»Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen« (>>)

»Unannehmlichkeiten« (>>)

POLITIK

 

»Eingriffe und Bündnisrücksichten - Ullrich Tilgner verläßt das ZDF!« (>>)

»Kosovo« (>>)

 

  WIRTSCHAFT


                                  Typisch Deutschland - LEIDER !!


Anhand zweier Beispiele, die zufällig meine Wege kreuzten, wird "eindrucksvoll" klar, was für dieses Land leider so typisch ist. Mehr oder minder nur "Kleinigkeiten". Meines Erachtens aber repräsentative "Kleinigkeiten", die, in Massen vorkommend, in der Summe ganz sicher Wirkung zeigen. Negative wohlgemerkt!! Und das nicht nur monetär (was selbstverständlich schlimm genug ist), sondern - nicht zu unterschätzen - auch die Bevölkerung beeinflußt hat - seit Jahrzehnten!!

Beispiel 1: Staatsbad Bad Ems GmbH

Die Staatsverschuldung ist deshalb so bedrohlich, weil kein Ende abzusehen ist. Die kreditfinanzierten Staatsausgaben fließen meist nicht in investive, sondern in konsumtive Zwecke; mit ihnen werden Umverteilungswünsche bedient.

Die Ostdeutsche Bevölkerung hat uns vor der Wiedervereinigung gelehrt: „Das Volk sind wir". Das heißt, die öffentliche Verschuldung ist die Schuld jedes einzelnen Bürgers, die Ihre und die meine, unser aller..... Von Ihrem Jahreseinkommen nimmt Ihnen der Staat rund die Hälfte über die unterschiedlichsten Steuern. Von dem verbleibenden Rest bestreiten Sie Ihren Lebensunterhalt und legen etwas auf die hohe Kante. Dieses Geld leiht sich der Staat von Ihnen. Da Sie das Volk sind, leihen Sie sich also Ihr eigenes Geld. Möchten Sie nun für Ihr Darlehen Zinsen haben, erhöht der Staat die Steuern damit er das Geld für die Zinszahlungen zur Verfügung hat oder Sie leihen ihm weiteres Geld, aus dem er Ihre Zinsansprüche befriedigt. Je mehr sich der Staat verschuldet, um so mehr hat er für die Zinszahlungen aufzubringen.[...]

Steuerzahler und Zinsempfänger sind ein und dieselbe Person. Diese Aussage muß berichtigt werden, wenn man beachtet, daß Steuerzahler alle Bürger des Staates sind. Geld zum Verleihen haben in der Regel nur die Bessergestellten und die bekommen dann auch die Zinszahlungen des Staates. In diesem Sinne bewirkt die Staatsverschuldung eine Umverteilung von Arm zu Reich. (>>)

Einleitend zunächst mal dies: Das Staatsbad Bad Ems gehört zu 87,2% dem Land Rheinland-Pfalz, der Rest der Stadt Bad Ems (Quellen siehe unten; »Beteiligungsberichte des Landes Rheinland-Pfalz«). Also voll und ganz in des Staates Hand!! Bevor wir uns chronologisch von hinten nach vorne bewegen (1997-2006), schon mal ein Zitat, welches mindestens seit 2001 in jedem der Beteiligungsberichte des Landes Rheinland-Pfalz zum Besten gegeben wird.

Gründe für die Beteiligung

Das Land hat eine historisch gewachsene Verantwortung für die überwiegend in strukturschwachen Regionen befindlichen Staatsbäder. So dienen die Beteiligungen der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Verbesserung der örtlichen Rahmenbedingungen für private Investitionen.

Sensationell! Staatliche Beteiligungen als Sicherung von Arbeitsplätzen . Ganz abgesehen davon, daß das Bad 1997 noch 324 Mitarbeiter beschäftigte, und 2006 nur noch 75, ist das natürlich grundsätzlich ein schlechter Scherz! Aber dafür steht das in den Beteiligungsberichten bereits seit über sechs Jahren!  Tja, auch Fußpilz ist hartnäckig... (An dieser Stelle will ich's diesbezüglich nicht unnötig lang werden lassen. Nur kurz sei auf den Kasten rechts und die geraffte black01_next.gif»Debitismuserklärung« verwiesen). Als wenn das Geld, wie weiland das Manna, vom Himmel fällt... Grundgütiger!!!!

Keineswegs will ich jedoch verhehlen, daß "man" sich duchaus bemüht hat, all die Jahre, einer Endlosschleife gleich...!

Los geht's mit dem Bericht aus 1999:

Bericht 1999

Weitere Entwicklungen

Die Gesellschaft wird sich in den folgenden Jahren darauf konzentrieren, die Angebotsinhalte der Kur zuverbessern, neue Angebote zu entwickeln und am Markt einzuführen. Die Verbesserung des örtlichen Straßennetzes mit einer Verkehrsberuhigung im Kurviertel und die Sanierung des Kurhotels sollen zu einer Steigerung der Gästezahlen beitragen.

Fehlbeträge 1997/1998:
7,90 / 18,41 Mio.€

Landeszuschüsse 1997/1998:
3,63 / 6,31 Mio.€

Ich bitte eindringlich die Fehlbeträge und Landeszuschüsse zu beachten!! Aaaaber ... gar nicht faul, man hatte ja die »Weitere Entwicklung« fest im Blick, und ...

Bericht 2001

Weitere Entwicklungen

Die im vergangenen Jahr begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen werden fortgesetzt um sich im Wettbewerb an führender Stelle zu positionieren. Dazu sind noch erhebliche Investitions- und Bauunterhaltungsmaßnahmen notwendig.

Fehlbeträge 1999/2000:
5,52 / 0,81 Mio.€

Landeszuschüsse 1999/2000:
7,53 / 7,28 Mio.€

...langte voll ins Klo! Die Landeszuschüsse haben sich im Mittel mal eben um rund zweidrittel erhöht! Im Übrigen ist der Mini-Fehlbetrag von 0,81 Mio.€ die Folge der Entlassung von ebenfalls zweidrittel der Beschäftigten (von 237 auf 82). Nun ja, kann ja mal passieren ... von dergleichen geringfügigen Rückschlägen läßt man sich doch nicht abschrecken, und setzt die bis dato "offensichtlich" ja überaus fruchtbaren Restrukturierungsmaßnahmen einfach mal fort. Das wird schon!

Bericht 2003

Weitere Entwicklungen

Für das Wirtschaftsjahr 2003 erwartet die Gesellschaft einen Betriebsverlust von 4,6 Mio. €. Den bedeutendsten Kostenfaktor stellt dabei das Sanierungsprojekt „Lahnufermauer“ mit 2,6 Mio. € dar. Weiter sinkende Kurgast und Übernachtungszahlen bergen die Gefahr, bisher eingestellte Ertragserwartungen reduzieren zu müssen. Ggf. muss – je nach Dauer der Gästezurückhaltung – über die bereits vorgenommenen Kostenreduzierungen hinaus nach weiteren Sparpotenzialen gesucht werden.

Fehlbeträge 2001/2002:
3,16 / 3,56 Mio.€

Landeszuschüsse 2001/2002:
3,63 / 4,03 Mio.€

Und tatsächlich, die Zuschüsse konnten nahezu halbiert werden - wie auch immer geschafft - und bewegen sich somit wieder auf dem beinahe schon lächerlichen Stand von 1997. Das die Fehlbeträge im Schnitt dabei nicht schmelzen ... aber egal, lassen wir das. Mitnichten wollen wir die Bemühungen und Resultate klein reden. Immerhin konnten die (offiziell ausgewiesenen) Zuschüsse ja tatsächlich reduziert werden. Und ganz gewiss wird's ab jetzt noch vieeel besser, denn nun werden Sparpotenziale aufgetan. Zudem auch noch Kostenreduzierungen; das muß doch einfach klappen, aber so richtig! 

Bericht 2005

Weitere Entwicklungen

Für das Wirtschaftsjahr 2005 erwartet die Gesellschaft einen Betriebsverlust von 3,3 Mio. €. Von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie „Emser Therme“ werden neue Erkenntnisse hinsichtlich einer Neupositionierung bzw. Neustrukturierung der Therme erwartet.

Fehlbeträge 2003/2004:
5,05 / 2,88 Mio.€

Landeszuschüsse 2003/2004:
3,99 / 3,71 Mio.€

Und ging dann komischerweise doch wieder in die Hose! So sehr ich mich auch anstrenge, Einsparpotentiale und Kostenreduzierungen möchten sich mir einfach nicht erschließen. Alles in allem schien dieser Umstand auch "denen" ein klein wenig zu unbefriedigend. Deshalb wurden in der »Weiteren Entwicklung« dazumal nicht nur REstrukturierungen ins Auge gefasst. Nein nein, diesmal auf's Ganze gehend, liebäugelte man in der Tat gleich mit einer NEUstrukturierung! Wenn das mal gut geht...?

Bericht 2007

Weitere Entwicklungen

Für das Wirtschaftsjahr 2007 erwartet die Gesellschaft einen Betriebsverlust von 2,89 Mio. €. Die Gesellschaft beabsichtigt, das Gesundheitszentrum mit Thermalbad auf einen privaten Investor mit dem Ziel zu übertragen, eine zeitgemäße und attraktive Therme an dem Standort zu errichten und deren Betrieb langfristig abzusichern. Hierzu erfolgt derzeit eine europaweite Ausschreibung.

Fehlbeträge 2005/2006:
3,77 / 5,28 Mio.€

Landeszuschüsse 2005/2006:
3,25 / 2,60 Mio.€

Und, gut gegangen? Okay, lassen wir diese bösartigen, widerborstigen Fehlbeträge einfach mal weg, die partout nicht die Bohne daran denken, zu verschwinden, haben sich die Landeszuschüsse gewissermaßen nahezu verflüchtigt . Jetzt aber, nach kaum nennenswerten zehn Jahren Rumgemurkse und Geld in den Gulli schmeißen, wird endgültig alles besser werden. Wir dürfen gespannt sein.

Fassen wir zusammen: Die Subventionen der vergangenen zehn Jahre summieren sich somit auf sage und schreibe 45,96 Mio. Euro. Das waren mal knapp 90.000.000 DM! Nur für dieses EINE Bad!! Nur für Rheinland-Pfalz!! In gerade mal zehn Jahren!! Da kann's dem Debitist nur Grausen!!

• Eckdaten Haushalt Rheinland-Pfalz (>>)

1997-2006

...von...um...auf...

...kumuliert

[Mrd.€]

Verschuldung

...13,38...10,24...26,62....

...211,37

Nettokreditaufnahme

...1,037...-0,004...1,03...

...11,04

Zinszahlungen

...0,961...0,14...1,10...

...10,49

Mal ernsthaft, ich kann einfach nicht verstehen, daß sich so gut wie niemand im Volke, über eine Verdoppelung der Verschuldung, und, in Folge dessen, über Zinszahlungen von 10,49 Mrd. Euro, aufregt. Innerhalb lächerlicher zehn Jahren! Das wird einfach nicht wahrgenommen! Ein blinder Fleck!! Und obschon genau so was, wie das Staatsbad Bad Ems, die Ursache für dergleichen unsoziale "Würgeeffekte" darstellt (siehe hierzu auch weiter unten: »BRD - kostenloses Studium???«), habe ich noch nie davon gehört, daß sich eine "Bürgerinitiative zur Verminderung der Verschuldung und Zinszahlungen" gegründet hätte.

Das Geschrei geht immer erst dann los, wenn mal wieder irgendwo ein Schwimmbad geschlossen wird (selbst in Heimatnähe miterlebt). Das sei ja sowas von unsozial, wo sollen denn jetzt unsere Kinder Schwimmen lernen usw. usf... Ganz besonders wird dabei dann natürlich an die sozial Schwächeren gedacht - was grundsätzlich ja kein Fehler ist. Aber, Grundgütiger, ja was glaubt ihr denn, wie viele von den sozial Schwächeren im Vorfeld etwas von dem 10,49 Mrd. Euro Zinszahlungskuchen abbekommen haben? Wer bekommt denn wohl seit Jahrzehnten die Milliarden in den Allerwertesten geschoben? Hartz IV Empfänger vielleicht? Nicht das sich die Zinszahlungen nicht recht "flächendeckend" im Volke verteilen würden (Lebensversicherungen etc.); das schon. Aber in erster Linie eben nur qualitativ. Quantitativ, so richtig in Euro und so, werden die wirklichen Profiteure sicherlich nicht beim Ottonormalschwimmbadbesucher zu finden sein!  Sind nicht die kolossale Verschuldung und "deren" Zinszahlungen eine überaus gewichtige Ursache für genau die sozial Schwächeren (und deren Anzahl), die sich eine Fahrt ins nun weiter weg gelegene, nächste Schwimmbad nicht leisten können?
Nicht mal einbegriffen, daß Subventionen ohnehin viel zu häufig an die falschen Adressaten gehen und grundsätzlich für Verzerrungen sorgen. Die "Big Bosse" sitzen halt näher an den Trögen, als eine alleinerziehende Mutter!

(Schilda)Beispiel gefällig (aus 2006):

»Das operative Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig verbessert. Ursächlich hierfür sind Erlössteigerungen infolge der Schließung eines nahegelegenen Konkurrenten (Schwimmbad mit Sauna) sowie...«

Zwei Möglichkeiten: Entweder war das Konkurrenzsbad ebenfalls ein öffentliches, oder alternativ halt ein privates. In jedem Fall muß es recht gut besucht gewesen sein, andernfalls würde sich dessen Schließung nicht in, offensichtlich nennenswerten, Erlössteigerungen in Bad Ems äußern!! Und nun? War der Konkurrent ein öffentliches, scheinen dessen Subventionen offenbar nicht ausreichend genug gewesen zu sein. Da es sich augenscheinlich nicht selbst tragen konnte (sonst wär's ja noch offen), gewinnt den Kampf dasjenige Bad, welches im Verhältnis die meiste Kohle in den Rachen geschoben bekommt. Konkurrenzkampf der Subventionen, nicht des Angebots und der Qualität. Das ist doch pervers!  War es ein privates, kann nur kopfschüttelnd die Frage gestellt werden, wie, zum Teufel, es denjenigen möglich sein soll, gegen knapp 46 Mio. Euro "Subventionsbilliggeld" anzustinken? So viel zum Thema »Sicherung von Arbeitsplätzen« und bla bla blal!! Wie in Schilda.....!!!

Verschuldung muß auf dem Markt wieder eingefangen werden; ob's einem genehm ist oder nicht!  Sonst fängt's an zu kneifen!! Wie das ausgerechnet vom Staat und nur »mit einer historisch gewachsene Verantwortung für die überwiegend in strukturschwachen Regionen befindlichen Staatsbäder« bewerkstelligt werden soll, ist mir schleiherhaft! Und was daran sozial sein soll, ebenso!! Eigentlich Totes, jahrzehntelang künstlich zu Beatmen, resultiert auf Dauer nur in einem: nach wie vor Totes, plus kaputter Beatmungsmachine!!

»Es ist wie im Märchen von der guten Fee. Wir alle wissen, dass es sie nicht gibt, aber es ist so schön, an ein solches Fabelwesen zu glauben. Die liebliche Version: Wir alle hoffen, vom Segen der Subventionen möglichst viel abzubekommen, und stellen uns vor, sie fielen gleichsam als Manna vom Himmel. Die bösartige Version: Wir hoffen, von der guten Fee viele Subventionstaler geschenkt zu erhalten, und wissen, dass sie diese als böse Fee vorher dem Nachbarn weggenommen hat. Die Wirklichkeit: Es gibt keine Fee.«

P.S.: Auf das Thema bin ich überhaupt nur deshalb gekommen, weil ich "zwischen den Jahren" per Mail in Bad Ems anfragte, ob und wie es mir möglich wäre, an Tageskarten für zwei Erwachsene zu kommen, ohne extra dort hin fahren zu müssen (ca. 25 km). Und weil ich auf deren Homepage das Wort »STAATsbad« vernahm, habe ich dann mal etwas genauer hingeschaut.  Abgesehen davon, jetzt breche ich mal eine Lanze: Nach anfänglichen Schwierigkeiten (meine Mails landeten anfangs im Spamordner), wurde ich dann überaus nett, zuvorkommenden und bürokratielos "bedient". Absolut zufriedenstellend!! Zumindest in diesem Fall gibt's von dieser Seite her definitiv nichts zu bemäkeln. Wenn es doch nur immer so wäre. Ändert aber leider auch nichts an den größeren Zusammenhängen!

_______________________________

Quellen, soweit nicht im Text angegeben:

»Beteiligungsbericht 1999 des Landes Rheinland-Pfalz«

»Beteiligungsbericht 2001 des Landes Rheinland-Pfalz«

»Beteiligungsbericht 2003 des Landes Rheinland-Pfalz«

»Beteiligungsbericht 2005 des Landes Rheinland-Pfalz«

»Beteiligungsbericht 2007 des Landes Rheinland-Pfalz«

 

Beispiel 2: Glücksspiel (Keno) privat online, und/oder bei den staatlichen an der Bude

Seit etwas mehr als einem Vierteljahr fröne ich ein wenig des Glücksspielspaßes. Und zwar spiele ich black01_next.gif»KENO«. Keine große Sache, finde ich aber aufgrund der täglichen Ziehungen ganz lustig. Richtig reich kann man zwar nur werden, wenn man bei den Einsätzen vorher arm wird . Aber immerhin winkt, bei meiner persönlichen Spielestruktur (Einsatz 25€ / Monat), rein theoretisch - überaus theoretisch sogar  -, ein Hauptgewinn von 100.000 Euro. Zur Spielausübung habe ich mich damals bei einem privaten Onlineanbieter angemeldet. Super Sache, weil schön übersichtlich und logisch gestaltet. So viel zur einleitenden Erklärung!

Und jetzt zur eigentlichen Thematik: Eine Option, die von mir auch wahrgenommen wurde, ist, daß der Spielschein als Dauerschein läuft. Bedeutet, daß die Einsätze regelmäßig abgebucht werden und die entsprechende Spieldauer automatisch verlängert wird; solange bis ich Änderungen vornehme. Mache ich nichts, geht's immer weiter.
Anfang des Jahres bekam ich dann von meinem Anbieter folgende Nachricht zugesandt:

»[...] im Zuge der Neuregelung des Glücksspiels in Deutschland durch den neuen, seit dem 01.01.2008 geltenden Lotterie-Staatsvertrag, ist die Teilnahme an Keno über das Internet einzuschränken.

Aus diesem Grund steht Keno bei Tipp24.de ab sofort nur noch montags und donnerstags zur Verfügung. Vor dem 01. Januar abgegebene Laufzeit- oder Dauerscheine sind hiervon selbstverständlich nicht betroffen. Lediglich bei Neuabgabe eines Spielscheins greift diese Änderung.

Hintergrund ist die nach Ansicht der Landesregierungen angeblich hohe Suchtgefahr bei der Teilnahme an Keno über das Internet.

Wir bitten um Verständnis, dass wir uns an bestehende Gesetze und Verordnungen halten müssen, auch wenn der neue Lotteriestaatsvertrag aus unserer Sicht gegen bestehendes EU-, Wettbewerbs- und Kartellrecht verstößt.«

PENG!! Zwar läuft mein vor Jahresfrist "abgegebener" Schein nach den alten Bedingungen, als uneingeschränkter Dauerschein, weiter. Sollte ich aber so Frech sein und irgendwas ändern wollen, kann ab nun nur noch maximal Montags + Donnerstags gespielt werden (Bild rechts, roter Kasten). Und das nicht mal mehr permanent, sondern wirklich nur noch der nächste Montag + Donnerstag, was eine ständige Neueinrichtung nötig macht! Mehr geht nicht mehr. Jedenfalls nicht bei den privaten Onlineanbietern!!

Etwas anders stellt sich das Bild bei den staatlichen Lottogesellschaften dar. Ich möchte gar nicht mal in Abrede stellen, daß auch dort Verschärfungen bzgl. des Zugangs etc. Einzug gehalten haben. Das ist schon so, keine Frage! Jedoch - wie sollte es auch anders sein - weisen diese Einschränkungen meines Dafürhaltens nichtsdestotrotz entscheidende Vorteile auf. Vorteile, die einen Wechsel, weg von den privaten, hin zu den staatlichen, durchaus erwägenswert erscheinen lassen. Zwar unterscheiden sich die Kriterien je nach Bundesland ein wenig (wer will, kann sich black01_next.gif»hier« ja mal durchklicken), grundsätzlich ist es aber folgendermaßen (Voraussetzung: über 18 Jahre alt, das gilt jedoch auch für die privaten!!):

Für die Teilnahme muß man sich bei den Annahmestellen eine - meist kostenlose -  "Lotto-Card" o.ä., als eine Art personengebundene Kundenkarte, zulegen. Zugegebenermaßen ist das gegenüber dem Online-Spiel eine kleine Hürde. Ob sich ein wirklich Spielsüchtiger aber von dergleichen verhältnismäßig geringem Aufwand abschrecken läßt, wage ich mal stark zu bezweifeln.

Hat man das Dingen dann aber erst mal, kommen besagte Vorteile so richtig zum Tragen!! Das Bild-Beipiel der Hessen-Lotto Ges. - den Schein habe ich übrigens erst am 17.01 abgegriffen, ist also ganz frisch - zeigt den nicht ganz unerheblichen Unterschied zu den privaten. Es ist möglich, ab Tag X, an bis zu 28 Ziehungen in Folge teilzunehmen, oder, alternativ, per "Dauerspiel XXL" einen kompletten Monat am Stück mitzumachen!! Und wie war das doch gleich weiter oben: maximal Montag + Donnerstag zusammen!! Also wenn das mal nicht einen "geringfügigen" Unterschied darstellt, dann weiß ich auch nicht mehr. Ich bin selbst schon am Überlegen, ob ich das nicht vielleicht mal in Anspruch nehmen sollte .

Und wenn jetzt tatsächlich jemand daherkommt und erzählen will, daß das alles zum Wohle und Schutze der Glücksspielsüchtigen geschieht, mag man dem grundsätzlich vielleicht ja sogar noch zustimmen. Erklärt werden muß dann aber auch insbesondere, wie eine solche Ungleichbehandlung zu rechtfertigen ist. Selbstverständlich bin ich kein Experte, aber meiner Ansicht nach wurde in der Hauptsache nur eine Wirkung erzielt, zu der »die staatliche Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG« die passende Beschreibung liefert:

»Ein staatliches Wettmonopol ist nur dann mit dem Grundgesetz vereinbar, wenn es sich am Ziel der Bekämpfung von Suchtgefahren ausrichtet; das hatte das Bundesverfassungsgericht festgestellt. Das staatliche Monopol wird nunmehr weiter gestärkt.« (>>)

Denn so wie die Sache liegt, kann man zwar auch für die staatlichen Anbieter eine gewisse Anhebung der Zugangshürden keineswegs leugnen. Der suchtpräventive Effekt hält sich meiner Meinung nach aber in überschaubaren Grenzen. Im Gegensatz zum schwächenden Effekt bei den privaten, und damit zugleich der Stärkung des staatlichen Monopols. Das ist deutlich zu erkennen!!

P.S.: Bezieht sich ausschließlich auf KENO. Keine Ahnung, ob das beim LOTTO usw. genau so ist!

Beide vorgezeigten Beispiele sind absolut typisch für Deutschland - LEIDER!! Absolut typisch, weil, so bedauerlich es auch ist, beileibe keine Einzelfälle!! Damit aufgewachsen und über Jahrzehnte als "Normal" erlernt, schafft das alles bei der Mehrheit der Bevölkerung eine geistige Grundhaltung, die dann, etwas plakativ, lapidar und nur als ein "Vorschlag", in Gedanken und Aussagen à la »Das Studium muß kostenlos bleiben« mündet!

Was daran - allermindestens - fragwürdig ist, zeige ich am Besten an einem weiteren Beispiel.

 


                                  BRD - kostenloses Studium?????


Um die Richtung aufzuzeigen, folgt gleich erneut eine Pasage aus »Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt« von Günter Ederer.

»[...] Der Präsident der Technischen Universität Berlin, Hans-Jürgen Ewers, ist ein konsequenter Befürworter von Studiengebühren. Aber er macht auch klar, dass damit eine Reform unseres ganzen Universitätssystems einhergehen muss. Seine Vorstellung: Jeder Student, der die Aufnahmeprüfung an einer Universität oder einer Fachhochschule besteht, hat das Recht auf ein Stipendium, das Studiengebühren und Lebenshaltungskosten abdeckt. Diese Stipendien werden von den Universitäten bezahlt und über den Kapitalmarkt refinanziert. Sie sind unabhängig vom Einkommen der Eltern. Mit anderen Worten: Ein Student kann sich sehr früh auf eigene Füße stellen, Eigenverantwortung für sich selbst übernehmen. [...] TU-Präsident Ewers will, anders als in den USA, die Rückzahlung der Kredite mit einer sozialen Komponente versehen. Dies ist wahrscheinlich notwendig, um eine Reform in Deutschland überhaupt erst einmal in die Diskussion zu bringen. Ähnlich wie in Großbritannien soll die Rückzahlung einkommensabhängig sein.[...]«

Kurz und knapp und beabsichtigt provozierend: "Verschulden für's Studieren!!". Klingt im ersten Moment schier unfassaber! Wie kann ein nur einigermaßen verantwortungsbewußter Verstand, auch nur annähernd in Erwägung ziehen, junge Studierende schon zu Beginn in Schulden zu stürzen? Das geht gar nicht!! Oder???

An dieser Stelle muß unabdingbar die absolut elementare Grundthese zu dergleichen "Frechheiten" abgerufen werden!! »DER DEBITISMUS«!! Kapitalismus, Sozialismus, soziale Marktwirtschaft und was weiß ich noch, all diese Systembezeichnungen sind nichts anderes, als Ausformungen, die dem Debitismus letztlich übergestülpt werden. Dort noch leidlich passgenau, woanders in keinster Weise mehr unter einen Hut zu bringen, ändert das alles jedoch definitiv nichts an der Allgegenwärtigkeit des Debitismus zu jeder Zeit! Und wenn man sich noch so sicher fühlt und meint, den debitistischen Zwangspunkten ein für alle mal ein Schnippchen geschlagen zu haben, so wenig ändert es die Tatsachen: "Er" läßt sich auf Dauer nicht ausschalten!! Keine Chance! Um die Sache hier nun nicht wieder ausarten zu lassen (bei Mehrbedarf muß ich einfach darauf verweisen, sich durch die Homepage zu wühlen), folgt zur kurzen Erinnerung die kompremierteste aller möglichen Zusammefassungen "des Debitismus": »!!Alles Geld sind Schulden!!« (=im Folgenden bitte unbedingt immer wieder ins Gedächtnis rufen!!!)

Damit zurück zu den »jungen Studierenden, die von keinem einigermaßen verantwortungsbewußten Verstand schon zu Beginn in Schulden zu stürzen sind?«. DABEI HABEN SIE SIE DOCH SCHON! SIE SIND BEREITS VERSCHULDET!! Jeder der Studenten(innen) ist mit rund 19.000 Euro verschuldet. Neugeborene, Alte ... und eben auch jede(r) Studierende, ALLE und JEDER haben wir 19.000 Euro Schulden. STAATSSCHULDEN!

1Und schon gar nicht in diesem speziellen Fall. Denn die, die sich ihr Studium aus der Allgemeinheitskasse - und damit auch durch Staatschulden - bezahlen lassen, sind die selben, die später mehrheitlich zu den Besserverdienenden gehören, und somit im Nachhinein auch noch am ehesten von den staatlichen Zinszahlungen profitieren. Zinszahlungen, die aus Schulden resultieren, die sie zuvor selbst mitverursacht haben!

De facto sieht's demnach so aus: Zum einen kommen wir, aus der debitistischer Betrachtung heraus, nicht um die Schulden herum, zum Anderen sind die Studierenden ohnedies von Beginn an verschuldet! Und da Staatsschulden alles andere als sozial1, die Schulden selbst zugleich aber unvermeidbar, sind, macht es dann nicht ungleich mehr Sinn, wenn sich die PRIVATEN Protagonisten direkt selbst verschulden?

Das hätte gleich mehrere, positive Effekte zur Folge:

• Die Staatsverschuldung würde weniger schnell ansteigen. Wer daß für unwesentlich hält, sollte sich die simple Frage stellen, was denn effektiv dagegen spricht, nicht gleich ALLE (Neu)Verschuldung vom Staat generieren zu lassen? Warum nicht? Und es geht keineswegs um Peanuts. 2004 lagen die Ausgaben nur für die Hochschulen, je nach Dateneinbezug, bei 20-25 Mrd. Euro!! (>>). Kostenlos ist da ganz bestimmt nichts!!

• Die persönliche Verschuldung - und damit die Finanzierung des Studiums - wäre vollkommen unabhängig vom Einkommen der Eltern oder/und der sozialen Herkunft im Allgemeinen. Den Status Quo könnt ihr nebenstehend betrachten. Gut Zweidrittel der Studierenden entstammen der "gehobenen und hohen" Herkunftsgruppe! (Nebenbei, diesbezüglich gibt's black01_next.gif»hier« eine ganz nette Diskussion.) Anlehnend an diesen Punkt,  gibt es einen weiteren Aspekt, der der Erwähnung bedarf: black01_next.gif»Die Umverteilung von unten nach oben durch gebührenfreie Hochschulen«. Kaum zu Glauben? Macht euch selbst ein Bild und lest die Studie!! Selbstverständlich müssten im Gleichschritt vorhandene Strukturen aufgebrochen und gewisse Voraussetzungen (Modalitäten der Kreditvergabe?!?!!?, der Hochschulbetrieb selbst,  etc.) geschaffen werden. Ich denke jedoch, daß dies durchaus machbar wäre. Das sich in der Richtung schon was tut, will ich natürlich auch nicht zurückhalten: black01_next.gif»Studienkredit-Test«. Gut, auch hiermit wären soziale Unterschiede nicht gänzlich auszumärzen. DAS wird sowieso niemals gelingen. Ich meine aber schon, daß sich auf Dauer die Chancen für "sozial Schwächere" erhöhen würden. Wie gesagt, die strukturellen Voraussetzungen müssen natürlich passen! Die betreffende Gestaltung ist dabei entscheidend, aber auch realisierbar!!

• Die Motivation der Studierenden wäre ungleich höher (ohne irgend jemandem was unterstellen zu wollen). Das ist ja das "Nette" an der persönlichen Verschuldung, die dem debitistischen Fortgang den ungeheuren "Drive" gibt - ja den Fortgang erst ermöglicht!. Ich gebe zu, daß sich das hart anhört - und vielleicht sogar tatsächlich ist. Ich habe selbst studiert. Ich hätte mich wahrlich bedankt , wenn ich damals Kredite hätte aufnehmen müssen. (Einschub) Andererseits, und das ist ein grundsätzliches Problem, das es dringend zu hinterfragen gilt (!!!), hatte ich zu dieser Zeit nicht den blassesten Schimmer, was den Laden am Laufen hält und wie die grundlegenden Zusammenhänge aussehen. Nicht anders ist das heutzutage!! Die Frage muss erlaubt sein, wieso derart Elementares nach wie vor keine Rolle spielt! (Einschub ende) Ich habe aber auch erlebt, wie sich ein paar (wenige!!) meiner Kommilitonen bereits im 15-20 Semester rumdrückten - bei einer damaligen Regelstudienzeit von 7 Semestern (FH). Auch habe ich erlebt - und das in durchaus nennenswerterer Menge -, daß sich die Herren und Damen einfach mal irgendwo eingeschrieben haben (oder blieben), hauptsache Student(in) und "geparkt". Letztlich, wir kommen ja doch nicht dran vorbei!! Staatsbankrott ist jedenfalls um Längen härter!!!

• Überdies gehe ich davon aus, daß sich "statistische Fehlentwicklungen" schon im Vorfeld weitestgehend nivellieren würden. 2002-2005: Wenn bei rund 1800-2300 offenen Stellen für Juristen, regelmäßig ebenfalls rund 20.000 ein Jurastudium beginnen, dann passt da was nicht zusammen. Resultat: Etwa 7200-8900 arbeitslose Rechtsverdreher (>>).

• Im Endresultat würde diese vermehrte Rücksichtnahme auf den debitistischen Ablauf für alle Beteiligten mehr Freiräume schaffen. Für den Staat sowieso, die Hochschulen hätten mehr Spielräume, ja selbst die verschuldeten Studierenden hätten im Endeffekt mehr davon. Denn der spätere Job wäre nicht mit exorbitanten Abgaben belegt (=Kreditbegleichung des Staates), so daß es erstens von vornherein weniger sozial Schwächere gäbe, und zweitens dadurch die Rückzahlung der Kredite wohl selten ein Problem wäre, da das Nettogehalt schlicht höher läge. Wahrscheinlich würde mehr hängen bleiben, als momentan!

Ich räume durchaus ein, daß es einen Haufen Fragen zu klären gibt. Einfach nur mir nichts dir nichts Studiengebühren einzuführen, kann's auch nicht sein. Fraglos muß beispielsweise gewährleistet sein, daß auch wirklich JEDER die Kredite aufnehmen kann! Andernfalls hätten wir nur eine umso extremere Verschiebung der Herkunftsgruppen. Eine Menge Fragen also, die sich jedoch mit ein bißchen Willen, Mut und Horizonterweiterung lösen ließen. Ich hier kann freilich nur versuchen, die Sichtweise etwas auszuweiten, damit solche Fragen nicht schon im Keim erstickt werden - wie das leider so häufig der Fall ist. Darüber hinaus gestehe ich auch gerne ein, daß ich mich durchaus ein klein bißchen  (nur) in theoretischen Gefilden bewege. Die "Studierfront" ist reichlich weit weg. Möglicherweise ist die Realität schon weiter, als ich dies im Moment einschätze. Andererseits muß man eben zunächst mal an die Theorie ran, bevor sich ganz praktisch was bewegen läßt.

Abschließend noch ein Link, der ein paar Anregungen zur praktischen Umsetzung aufzeigt. So könnte es beispielsweise aussehen: black01_next.gif»Studiengebühren als Option für autonome Hochschulen«. Vieles ist denkbar und sollte diskutiert werden. Um dies zu untermauern, verweise ich abermals auf die Kurzversion des Debitismus aus der black01_next.gif»Krisenschaukel«. Wir dürfen gewisse Grundlagen einfach nicht verdrängen!!!

Dazu gehört auch noch ein weiterer Gesichtspunkt, der, wie ich finde, ausnehmend gut zu all den Themen gehört, die ich heute oben "vorgetragen" habe: »Die Zahl der Finanzierer«

Das Statistische Bundesamt weist in black01_next.gif»dieser Tabelle« Arbeitsmarktdaten aus. • Das Augenmerk richten wir zunächst auf die Erwerbstätigen, rund 39 Mio., und die Einwohnerzahl mit rund 82 Mio. (es wird auch im Weiteren gerundet). • Das allerdings unter der Voraussetzung von lediglich circa 4 Mio. Erwerbslosen. Begründeterweise und ruhigen Gewissens dürfen wir wohl eher in etwa das doppelte unterstellen (siehe lila Bildtabelle). Womit wir für die Erwerbstätigen nur noch bei etwa 35 Mio. liegen. • Das offiziell ausgewiesene Personal des öffentlichen Dienstes beläuft sich auf 5,5 Mio. Personen (>>). Und wer weiß schon, ob das nicht sogar noch ein paar mehr sind (>>).

Führen wir all diese Zahlen zusammen, so erhalten wir, über den dicken Daumen, knapp 30 Millionen Erwerbspersonen. Erwerbspersonen, die einer Arbeit nachgehen und NICHT vom Staat bezahlt werden! DIESE SIND ES, DIE FÜR ALLE UND ALLES ANDERE DIE GRUNDLAGE DER FINANZIERUNG DARSTELLEN!! Läppische 30 Mio., oder etwas mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Bevölkerung (36,5%), müssen für alle und alles andere aufkommen!! Diese Minderheit, brechen wir es wirklich auf die Basis herunter, stellt die Finanziers Deutschlands dar!!

Keinen Dunst, wie sich diese Zahl international und/oder im langfristigen Vergleich "schlägt". Ist aber auch egal. Wichtig ist, sich dieser Minderheit von Zeit zu Zeit bewußt zu werden! Denn DIE stehen für die knapp 46 Mio. Staatszuschüsse für das chronisch defizitäre Staatsbad Bad Ems ein. SIE "bezahlen" die 20-25 Mrd. Euro für die Hochschulen. SIE müssen die anstehenden Entlassungen der privaten Wettanbieter ausbügeln. SIE müssen die anderen 52 Mio. "durchfüttern".
Zweifelsohne eine gehörige Portion Milchmädchenrechnung und Grobschlächtigkeit. Aber mich persönlich hat diese Zahl in der Tat erschreckt!! Keinesfalls wollte ich geschmeidig darüber hinweg sehen!

 

 

 


                                  BANK LENDING SURVEY (4. Quartal '07)


...der Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird. Ergebnisse für Deutschland...

... vor!! Auch heuer gibt es einen Standardbericht, sowie zusätzlich eine Ad-Hoc Umrage zur US-Subprime-Hypothekenkrise!!

• Standardumfrage:

 

Beispiel:

Frage 3: Wie haben sich die Bedingungen (credit terms and conditions) Ihres Hauses für die Gewährung von Krediten an Unternehmen (inklusive Kreditlinien) in den letzten drei Monaten verändert? Bewerten Sie bitte die genannten Faktoren anhand der folgenden Skala:

Bank-Lending-Survey_Frage3.gifKommentar:
DAS ist vermutlich durchaus der US-Hypothekenkrise geschuldet. Offensichtlich entwickeln sich bei den Krediten die Margen der Banken  nicht wie gewollt.
Auffällig zudem noch (Tabelle unten), daß die "Sicherheitenerfordernisse" weiter angezogen haben. Noch liegen die Werte allerdings beiweitem nicht auf dem Niveau von 2003. Insofern kann die höchste Alarmstufe zunächst mal in der Schublade bleiben. Gut ist trotzdem anders!


 

 

2003

2007

2008

Januar

Januar

April

Juli

Oktober

Januar

Saldowert*

A) Preis

 

 

 

 

 

 

Marge Ihres Hauses für durchschnittliche Kredite

75

-25

-75

-63

-13

19

Marge Ihres Hauses für risikoreichere Kredite

94

0

0

-25

38

40

B) Andere Bedingungen

 

 

 

 

 

 

Kreditnebenkosten

31

6

6

0

13

0

Höhe des Kredits oder der Kreditlinie

53

-13

-13

-6

6

6

Sicherheitenerfordernisse

63

0

-13

-6

6

19

Zusatz- oder Nebenvereinbarungen (covenants)

47

-13

-6

-19

6

6

Fristigkeit

44

-13

-13

-19

6

6

 

Vorab eine für's gesamte Bild zusammenfassende Kurzeinschätzung: "Noch kein Grund zur Verzweiflung. Aber die Sorgenfalten werden nicht weniger". Mehr von mir dazu, könnt ihr im "Bedarfsfall" hier einsehen:black01_next.gif»Bank Lending Survey«

• Ad-Hoc Umrage zur US-Subprime-Hypothekenkrise:

Ist gegebenenfallls vielleicht 'ne ganz interessante Zusatzinfo: black01_next.gif»Drückst du hier...«.
»Im Großen und Ganzen noch keine übermäßige Nervosität. Allerdings geben die Fragen 22 & 23 durchaus Grund zur Beunruhigung! Bei »Verbriefungen« und »Kreditrisiken« klemmt's, nach Ansicht der Kreditinstitute, schon ganz gewaltig. Die Frage ist, in wie weit sich dieses  - noch bankeninterne (??) - Problem auf den allgemeinen Gesamtmarkt auswirken wird.«

In diesem Zusammenhang, nach längerer Zeit, rasch und in aller Kürze, mal wieder die...

...»Neuverschuldung (Kreditvergabe an...) der Unternehmen und Privatpersonen« (= Summe beider!).

Und das auch gleich noch mit den Jahresabschlußwerten für 2007!!

Wie ihr sicherlich unschwer erkennen könnt , ist die Neuverschuldung der Unternehmen und Privatpersonen in der Summe um 45,86 Mrd. Euro angestiegen. Prozentual kam damit gegenüber 2006, in 2007 ein Plus von 2,04% heraus; für die Buchkredite allein! Inklusive der Wertpapiere schmilzt das Plus in der Summe auf +0,72% (= +17,70 Mrd.€). Nichtsdestoweniger können wir eine deutliche Steigerung, im Vergleich zu der jüngeren Vergangenheit, konstatieren. DAS ist ein nicht unerheblicher Teil "des Aufschwungs" - wenn man es denn mal so nennen mag! Ein anderer ist sicherlich der hier: der black01_next.gif»Saldo der Leistungsbilanz« (China und Indien lassen grüßen )

Wie dem auch sei, angesichts der Vorjahresdaten können wir damit sicherlich zufrieden sein. Die Buchkredite sind für mich der entscheidendere Indikator für die allgemeine Lage, und die sehen in der Tat gar nicht so schlecht aus. Allerdings - ich schrieb es bereits im »Bank Lending Survey« - sind dafür ausschließlich die Unternehmen verantwortlich (siehe als ersten Anhaltspunkt black01_next.gif»EU-Statistik« unter "Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften" und "Private Haushalte"). Trotz der im Gesamten recht zufriedenstellenden Zahlen, ist dieser Aspekt durchaus als Vermutstropfen zu verbuchen!! Zumal sich auch noch der "Wohnungsbaukredit" als Schwachposten erweist. "Der" macht gleich mal rund Zweidrittel der gesamten Kreditvergabe an die Haushalte aus, und ist demnach möglichwerweise als echte Achillesferse einzustufen. Wenn's hier weiterhin abwärts gehen sollte, wird's wahrlich spannend.

P.S.: Das komplette »Neues von der Kreditfront« werde ich wohl beim nächsten Mal fertigstellen. Und ganz allgemein wird es die nächste Zeit höchstwahrscheinlich vermehrt die Statistikabschlüsse für das Jahr 2007 geben. (je nach Datenlage in allen möglichen Kategorien).

Um die gute Laune, ob der wirklich passablen Daten für die Neuverschuldung, nur ja nicht überschäumen zu lassen , folgt nun, den Wirtschaftsteil abschließend, einiges an "Unannehmlichkeiten". Ich beschränke mich dabei nur auf die Links!

 

Ohne Kommentar!! Spricht für sich!

 

black01_next.gif»Überleben und Überdenken«

black01_next.gif»KREDITKRISE - Anbieter melden über zwei Millionen geplatzte US-Hypotheken«

black01_next.gif»Mortgage bond insurers 'need $200bn boost'«

black01_next.gif»S&P Lowers or May Cut $534 Billion of Subprime Debt«

black01_next.gif»$ 146 Billion - And Countinng......«

 

 


 

  POLITIK

 


                                   Eingriffe und Bündnisrücksichten - ...


...Ulrich Tilgner verläßt das ZDF!!

Eine zunächst mal recht unspektakuläre black01_next.gif»Meldung«; wären da nicht die Nennungen seiner Gründe.

»Tilgner begründet seinen Schritt gegenüber dem Migros-Magazin damit, dass er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt, «gerade auch was die Berichterstattung aus Afghanistan angeht, jetzt, wo dort deutsche Soldaten sterben».

Es gebe Bündnisrücksichten, die sich in der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten. Gleichzeitig werde Politik immer mehr in Nischen verdrängt.«

Wenn ein Kenner der Materie dergleichen vom Stapel läßt, empfinde ich persönlich das schon als ziemlichen Hammer! Darüber hinaus unterstelle ich, daß das sicherlich nicht das ungeschminkte, volle Ausmaß beschreibt. Von wegen ausgewogener und wahrheitsgemäßer - vielleicht gar investigativer (ui ui ui) - Bericherstattung und so weiter .... Pfeifendeckel! Was wir zum überwiegenden Teil vorgesetzt bekommen, hat damit bestimmt nichts zu tun!

»Mit der Regierung des Gerhard Schröder habe der eingebettete Journalismus in Deutschland angefangen, und Steinmeier setze die Tradition durch, sagt Tilgner schon mal Vertrauten.

Es kann passieren, dass in Kabul deutsche Militärs nicht mit ihm reden, weil gerade die Politik exklusiv was mit einem Boulevard-Blatt macht. Längst ist nach seiner Wahrnehmung ein geschlossener Kreislauf entstanden, in dem Journalisten die Adressaten symbolischer Politik sind und die Wahrheit auf der Strecke bleibt. In Kabul ist Tilgner neulich von deutschen Diensten abgehört worden - Vorsicht, da redet einer, der nicht dazugehört.« (>>)

So so, eingebettete Journalisten also auch bei uns in Deutschland! Na denn ... wenn das mal nicht die allerbesten Voraussetzungen für eine objektive Berichterstattung darstellt, dann weiß ich auch nicht mehr. Der Herr General wird sich ganz sicher darüber freuen, und derartiges selbstredend mit allen seinen Kräften unterstützen, wenn irgendwelche garstigen, ganz und gar unsaubere, so widerlich negativ unreine Bilder und Darstellungen, über seine Truppen und ihren Auftrag, gesendet werden sollen. Und Herr Steinmeier kocht den Kaffee; Herr Jung serviert die Schnittchen... Sischa datt, wir werden allerbestens informiert

»Festgestellt wird eine beschleunigte Reproduktion des Immergleichen. Der Aktualitätsdruck schwäche letztlich die Position der Medien gegenüber den organisierten Interessen. Angesichts der Informationsflut orientierten sich die Medien zunehmend an einer Art «Mainstream-Themenagenda«. (>>)

P.S.: Wie immer, selbstverständlich gibt es auch ab und an rühmliche Ausnahmen der Regel!!

 

 


                                   Kosovo


Eins vorab: Kein Gedanke daran, daß ich auch nur ansatzweise wirklich schlau aus der Sache werde. Nehmen wir es einfach als weiteren, flüchtigen Beleg dafür, erstens, was grundsätzlich für "große Räder" gedreht werden - und wir davon ausgehen dürfen, nur ein Bruchteil davon überhaupt aufgetischt zu bekommen. Zweitens, wer wieder mal der Hauptprotagonist beim fröhlichen Drehen ist: "The land of the free, And the home of the brave!" bla bla bla...

black01_next.gif»Auszüge aus der "Kosovo-Wunschliste" der USA veröffentlicht« (Slowenische Zeitung stellt Protokoll eines Gesprächs zwischen EU- und US-Diplomaten ins Netz)

Nicht schlecht, Herr Specht... Darüber hinaus ist folgendes recht interessant. In black01_next.gif»Bush spielt die Kosovo-Karte - USA wollen Unabhängigkeit der serbischen Provinz durchdrücken« vom 11. Dezember 2007 dürfen wir zur Kenntnis nehmen:

»[...] Das Kalkül der USA dürfte ein doppeltes sein: im slawisch-orthodoxen Umfeld auf dem Balkan eine starke und treue albanische Bastion zu errichten und zugleich den Spaltkeil in die Europäische Union zu treiben. Denn mit der bevorstehenden administrativen Übernahme Kosovos durch die EU werden die wirtschaftlich, sozial und ethnisch nicht gelösten Probleme Brüssel und den EU-Mitgliedstaaten aufgebürdet. Viele von ihnen – wie Zypern, Griechenland, Spanien, Rumänien, die Slowakei – stehen einer formalen Unabhängigkeit ablehnend gegenüber.[...]«

Am 30. Januar 2008 vernehmen wir dann im Handelsblatt unter black01_next.gif»Kleinkrieg ums Kosovo« u.a., das besagter Spaltkeil zumindest schon mal in einer Bedrouille gemündet ist.

»[...] Außerdem ist die EU selbst noch nicht vorbereitet für den Tag X. Zwar bereitet sie ihre Polizeimission im Kosovo bereits seit 2006 vor. Doch einige EU-Staaten – allen voran Zypern – zweifeln die Rechtsgrundlage an. In der Uno-Resolution 1244 aus dem Jahre 1244 wird das Kosovo nämlich ausdrücklich als Teil Serbiens bezeichnet. Und die geplante EU-Mission wird dort mit keinem Wort erwähnt. Brüssel ist wieder einmal in der Bedrouille. Beim Außenministertreffen am Montag wurde der Startschuss für den Kosovo-Einsatz vertagt; ein neues Datum wurde nicht genannt.«

Offensichtlich wird nicht nur an der Wirtschaftsfront gekämpft. Und Herr jung schickt auf Geheiß des großen Herrn überdies noch Kampftruppen dahin, wo ja - Gott seis gedankt - die Freiheit verteidigt wird . Möglicherweise wäre dem Leinenführer USA ein schwacher Pudel BRD recht genehm. Diverse Kriegseinsätze können ein Land schon substanziell treffen.

Aber, wie schon gesagt, ich hab da auch keinen konkreten Durchblick! Aber als abschließende "Globalschelte" ist ja genau das, das durchaus empörende. Es wird von "unseren" angeblichen Volksvertretern nicht gerade viel unternommen, diesen Mangel an Volksdurchblick zu beheben - geschönt formuliert!!

 

 » 13. Januar 2008 «

Heutiges Zitat

 

»Alles hängt irgendwie zusammen: Wenn Du Dir am Hintern ein Haar raus ziehst, tränt das Auge.«

Dettmar Cramer

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

  

  WIRTSCHAFT

 

»Schüler-Studie zur DDR (+im Gefolge abermals Grundsätzliches)« (>>)

»IG Metall fordert acht Prozent Tariferhöhung für Stahlindustrie / Details zum Stahlmarkt« (>>)

»IUS-Unternehmensgewinne« (>>)

POLITIK

 

»Die evangelische Kirche und der Holocaust + Relikte aus der Vergangenheit noch heute« (>>)

»Peter Scholl-Latour: Der Chronist des Zeitgeschehens sieht in Pakistan und Saudiarabien die derzeit grössten Gefahrenherde« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

 

  WIRTSCHAFT

  

 


                                 Schüler-Studie (+ im Gefolge abermals Grundsätzliches)


zur  DDR-Romantik und pure Ahnungslosigkeit    black01_next.gif»hier lang...«

Leider, wie es immer ist, werden sich diejenigen welche, die dort befragt wurden und gelehrt haben, nicht die Bohne um dergleichen Themen kümmern, weshalb meine (und natürliche die, der vielen anderen) Bemühungen im Grunde komplett für die Füße sind. Nicht sehr motivierend, möchte ich hinzufügen! Dennoch kann ich da natürlich nicht einfach so drüber weg gehen! Was auch immer die Gründe sind (würde hier jetzt zu weit führen), angesichts solch realitätsfremder, ignoranter Einschätzungen, einer nicht gerade belanglosen Anzahl, kann einem wirklich nur Angst und Bange werden. Dieses umfassende Nichtwissen über ein paar grundlegende Dinge ist in der Tat höchst beunruhigend!! Wobei ich den Focus an dieser Stelle lediglich auf zwei der gezeigten Aussagen legen möchte.

„Ich finde es gut, dass in der DDR sich der Staat um alle Bürger kümmerte, auch wenn dadurch der Einzelne weniger Freiheit hatte.“ Dieser Aussage stimmten 31,6 Prozent aller Schüler zu. Ablehnend äußerten sich 34,1 Prozent. Der Rest kreuzte „neutral“ an.

„Die Wirtschaft kann nur gut funktionieren, wenn der Staat alles plant und lenkt.“ Dieser Aussage stimmten 32,5 Prozent aller Schüler zu. 40,2 Prozent lehnten die Aussage ab. Der Rest kreuzte „neutral“ an.

Nur um es klipp und klar deutlich zu machen: Die stark überwiegende Mehrzahl (65,9% und 59,8%) lehnten diese Aussagen nicht von vornherein und rundweg ab, was aber auch so was von uneingeschränkt geboten gewesen wäre...

Allen Repräsentanten, Sympatisanten und Befürwortern besagter Mehrheit und dementsprechend des inhaltlichen Hintergrunds kann ich nur dringendst ans Herz legen, sich die Passagen und zugehörigen Ausführungen der black01_next.gif»Krisenschaukel« zu Gemüte zu führen. Auch und gerade weil's weh tut!!! Eine kurze Passage mit eigenem, damaligem Kommentar sei schon hier nochmals aufgezeigt:

»Ein Unternehmer, der sich verschuldet, um zu investieren, muß dafür sorgen, daß er die investiven Schulden mit Hilfe der Produktion aus der Investition auf dem Markt abträgt (gesamtwirtschaftlich für alle Unternehmer: dort Nachschuldner findet, die sich ihrerseits netto neu verschulden, wie gehabt). Das tut weh. Der Unternehmer wird in durchwachten Nächten den Tag verfluchen, da er zum erstenmal zur Bank gegangen ist und sich verschuldet hat.

Der Verbraucher, der sich für Haus-, Einrichtungs- und Autokauf verschuldet, muß mit höherem Einkommen dafür sorgen, daß er seine Schulden bedienen und abtragen kann (damit er aber ein höheres Einkommen erzielt, muß sich sein Arbeitgeber seinerseits wieder verschulden usw. usf.). Das tut weh. Auch der Verbraucher wird den Tag verfluchen, da er den Ratenkredit unterschrieben hat. Und der Unternehmer wird nochmals fluchen, weil er den Arbeitnehmer überhaupt eingestellt hat (noch dazu, wenn der dauernd krankfeiert oder in Mutterschaftsurlaub geht, woran aber weder der Kranke noch die Schwangere »schuld« ist).

So oder so: Wenn Schulden in der Welt sind, muß gearbeitet werden, um sie abzutragen. Je höher die Schulden sind, desto mehr muß gearbeitet werden.

[...] Weiter oben steht »Das tut weh«. Staatsverschuldung aber tut zunächst mal niemandem weh - weshalb sie auch so beliebt ist! Die Bolliddigger können weiter den schönen Schein wahren (wenn sie denn überhaupt "die Wahrheit" wissen, wo dran wir durchaus zweifeln dürfen); das erhöht ungemein die Wiederwahlchancen und ist so wundervoll einfach! Und die Wiederwahlchancen erhöhen sich natürlich nur deshalb, weil die Mehrzahl des Wahlvolkes eben hauptsächlich wundervoll einfache, den schönen Schein wahrende Bolliddigger wählt!

»Statt die Menschen in Ost und West auf „blood, sweat and tears“ einzuschwören, wofür in dieser historischen Situation die Bereitschaft seitens der Bevölkerung beider deutscher Staaten durchaus gegeben gewesen wäre, wurden vollmundig und in unverantwortlicher Weise „blühende Landschaften“ – und diese auch noch kurzfristig – angekündigt, was nachfolgende Enttäuschung und Unzufriedenheit fast zwingend zur Konsequenz hatte. „Blühende Landschaften“ ließen sich zwar nach Vollzug der Währungsunion nicht mehr schaffen, wohl aber Bundestagswahlen gewinnen.« (>>)

"There's no free lunch"!! "Es gibt nichts umsonst"! Wie banal!! Und doch, wie brutal!! Denn just so ist es! Zunächst mal bedeutet eben leider auch »befristet«. Ist "die Frist" um, tut das Abreißen des vormals geklebten Staatsverschuldungspflasters nur umso mehr weh! Eine verschleppte Lungenentzündung greift nicht selten das Herz an!«

Man kann es kaum treffender formulieren wie Günter Ederer in seinem Buch »Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt«:

»[...] Wenn sich aber eine ganze Nation auf die Flucht begibt, sich eine Welt vorgaukelt, die es so nicht gibt, sich vor Realitäten und Wahrheiten drückt, weil sie zum Umdenken zu bequem ist, wenn eine ganze Nation sich in einer Wunschwelt verliert, sich nach einer verlogenen Welt sehnt, dann steuert sie auf einen Crash zu. Kapitalvernichtung und Kriege sind die Folge unvernünftigen Handelns, das Ergebnis von Wunschdenken und Wahnvorstellungen. Der Zusammenbruch eines Staates erfolgt, wenn die Sehnsüchte nach der verlogenen Welt an der Realität zerschellen. Wunschvorstellungen und Wirklichkeit klaffen in unserem Land gefährlich auseinander. [...]

Es ist wie im Märchen von der guten Fee. Wir alle wissen, dass es sie nicht gibt, aber es ist so schön, an ein solches Fabelwesen zu glauben. Die liebliche Version: Wir alle hoffen, vom Segen der Subventionen möglichst viel abzubekommen, und stellen uns vor, sie fielen gleichsam als Manna vom Himmel. Die bösartige Version: Wir hoffen, von der guten Fee viele Subventionstaler geschenkt zu erhalten, und wissen, dass sie diese als böse Fee vorher dem Nachbarn weggenommen hat. Die Wirklichkeit: Es gibt keine Fee. Wir lassen uns das Geld mehr oder weniger unfreiwillig vom Staat abnehmen und bedanken uns dann artig bei einer Partei mit einem Kreuzchen auf dem Wahlzettel, wenn wir davon wieder etwas zurückerhalten. In einer Art kollektiver Verdrängungsangst blenden wir diese Realität aus. Sie stempelt uns ja auch als ziemliche Dummköpfe ab, wenn wir so etwas mit uns machen lassen. [...]«

Dieser realitätsleugnende, aber dafür unerschütterliche Glaube an die märchenhafte (Staats)Fee - nicht nur, aber insbesondere bei den tiefroten-, grünen und braunen -,  einfach nicht zu fassen!!! Ja, wie auch von mir schon unzähligemale dargestellt, der Staat ist unabdingbar, er ist notwendig, ohne ihn geht es nicht!! Jedoch, um es extra vereinfachend auf einen Nenner zu bringen, nur zu EINEM EINZIGEN Zwecke: der Besicherung von black01_next.gif»Eigentum«! Das war's!! (das hierfür eine Vielzahl verschiedener "Tätigkeiten" notwendig sind, sei im Augenblick beiseite gelassen!)

»[...] Um es klar zu sagen: Der Sozialismus (no property) ging gegen den Kapitalismus (maximum property) nicht etwa unter, weil er „unfrei“ war, sondern weil er nicht genügend Besteuerungsbasen finden konnte, die ihrerseits die Grundlage für arbeitsteiliges und demnach auf Schuldkontrakten beruhendes Wirtschaften war.

Oder noch einfacher: Je tiefer gestaffelt bzw. je stärker maximiert das private Eigentum, desto erfolgreicher sowohl die Machthalter als auch die Nichtmachthalter, deren Erfolg wiederum den Machthaltern eine immer weiter verbreitete Besteuerungsbasis und damit Chance zu andauerndem Machterhalt offeriert. Und da privates Eigentum zur Basis privater Verschuldung dient, heißt dies zugleich:

Je mehrstufiger Eigentum und die auf jeder Stufe erneut möglichen privaten Schulden sind, die ihrerseits (wie die Staatsschulden) immer nur Diskont auf sich aus diesem Eigentum ergebenden zeitlich späterem Eigentum („Einnahmen“) sein können und dies gegenüber öffentlich-rechtlichem Eigentum in einer Volkswirtschaft, das sich seinerseits nur auf einer Stufe diskontieren lässt - desto größer der wealth-maximizing-Prozess. Der Staat als Eigentümer der Macht kann nur Staatsschulden machen. Private Eigentümer können aber Grund und Boden beleihen, Automobile, Einrichtungsgegenstände (Ratenkredite), Urheberrechte, Wertpapiere, Forderungen, Geschäftsideen usw., und am Ende sogar ihre künftigen Einkünfte selbst (Dispo-Kredite), die im Nichtzahlungsfall dann der Lohnpfändung unterliegen. Dies berechtigt zweifellos die Forderung nach einer Eigentums-Maximierung und auch die nach der Schaffung von zusätzlichen property rights etwa im Bereich des „geistigen“ Eigentums. [...]«       Aus black01_next.gif»Macht, der Staat und die Institution des Eigentums«

1Definition aus black01_next.gif»Wikipedia«:
»Zynismus kann auch ein Zeichen von Resignation sein.«

Sehr geehrter Herr Ig.... , Sie warfen mir einen gewissen Zynismus1 vor, und ich gab Ihnen diesbezüglich zumindest teilweise auch recht! Aber mal ganz im Ernst, in Anbetracht derartig eklatanter Fehleinschätzungen, kann man es mir da wirklich verübeln, bisweilen in ein bißchen Zynismus zu flüchten? (Übrigens, herzlichen Dank für den netten Gedankenaustausch!!!)

Derart gelagerte ideologische Prägungen, wie die der Studienprobanten, kommen natürlich nicht von ungefähr. Nichts materialisiert sich einfach so aus dem Nichts heraus! Alles hat Ursache und Wirkung!! Ein excellentes Beispiel hierfür stammt abermals aus Günter Ederer's »Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt«. Wobei ich vorab ausdrücklich darauf hinweise, daß das gleich genannte UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) 2004 black01_next.gif»neu gefasst« wurde!!! Ederer bezieht sich jedoch noch auf die black01_next.gif»alte Fassung« von zuvor. Nichtsdestotrotz muß man sich das ganz langsam und genüßlich auf der Zunge zergehen lassen!!

»Die massive Behinderung des amerikanischen Versandhauses Lands‘ End hat mittlerweile dazu geführt, dass sich die angel­sächsische Presse so richtig auf die Witznummern aus Deutsch­land eingeschossen hat.

1996 besuchte ich das Unternehmen in Dodgeville in der Prärie des US-Bundesstaates Wisconsin. In dem vor 25 Jahren gegründeten Versandhaus haben die Amerikaner Service und Qualitätsgarantien auf die Spitze getrieben. 22 Millionen US­Kunden werden seither mit einer unbegrenzten Rückgabegarantie verwöhnt. Wir haben selbst gesehen, wie ein mehrere Jahre alter Strickpullover zurückgeschickt wurde. Der Kunde beschwerte sich, dass einige Maschen aufgegangen waren. Die Sachbearbeiterin musste mühsam in alten Katalogen blättern, um das Produkt überhaupt noch zu finden. Dann erstattete sie den damaligen Kaufpreis — ein für mich unvorstellbares Geschäftsgebaren. Doch die amerikanischen Verbraucher haben dies Lands‘ End mit steigenden Umsatzzahlen und ordentlichen Gewinnen honoriert.

Meine Vermutung, solche Großzügigkeit werde schamlos ausgenutzt, konnte die Vizepräsidentin Joan Brown widerlegen. Unter den 22 Millionen Kunden waren gerade mal 2000 herausgefiltert worden, die im Frühjahr die Winter- und im Herbst die Sommerkollektion zurückschickten. »Wir behandeln unsere Kunden als ehrliche Leute, und deshalb sind sie auch uns gegenüber ehrlich. «

Zurück in Deutschland wurde mir von Handelsunternehmen versichert, dass dies hierzulande undenkbar wäre. Hier würde eine solche Geschäftspolitik hemmungslos ausgenutzt, das könne kein Versandhandel überstehen. Anderthalb Jahre später startete Lands‘ End vom saarländischen Mettlach aus den Versuch, die Deutschen mit garantiertem Umtauschrecht und lebenslanger Garantie zu umwerben. Und tatsächlich: Diese kundenfreundli­che Leistung funktioniert in Deutschland nicht. Aber nicht etwa, weil die Deutschen hier mehr betrügen würden — im Gegenteil:

Geschäftsführer Franz P. Kriegl konnte nach zwei Jahren feststellen, dass die Deutschen genauso ehrlich und genauso positiv auf dieses Angebot reagiert hatten wie die Amerikaner. Nein: Lands‘ End bekam Ärger mit dem deutschen Wettbewerbsrecht. Soviel Kundenfreundlichkeit ist hierzulande verboten. Aufgrund einer Anzeige des famosen Vereins aus Bad Homburg kam es zum Prozess, und in zweiter Instanz entschied das Oberlandesgericht Saarbrücken ganz im Sinne der wilhelminischen Zeit...

dass die Einräumung eines in jeder Hinsicht uneingeschränkten Umtausch- und Rückgaberechtes nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung und der herrschenden Auffassung in der rechtswissenschaftlichen Literatur eine verbotene Zugabe im Sinne des § 1 Abs. 1 der Zugabeverordnung darstelle, zumal kein entsprechender Handelsbrauch bestehe.

Mit anderen Worten: Weil Verbraucher mit so etwas in Deutschland noch keine Erfahrung haben, bleibt es auch verboten, damit derartige kundenfreundliche und wettbewerbsfördemde Sitten gar nicht erst einreißen.

Unser ganzes Land ist mit solchen juristischen Peinlichkeiten übersät. In Bielefeld gewährte die Betteneinkaufsgenossenschaft Ambra für fünf Jahre eine »Wohlfühlgarantie«. Wenn Kunden nach einiger Zeit herausfanden, dass ihnen die Matratze doch zu hart oder zu weich war, durften sie sie umtauschen. Auch das war ein Fall für die Justiz, und die urteilte...

»... dass Matratzen nach dauernder 5-jähriger Inanspruchnahme als abgenutzt und damit als verbraucht anzusehen sind... Bei der Erstattung des vollen Kaufpreises nach fünf Jahren bzw. Umtausch handelt es sich um eine übertriebene Wertreklame... Hierin liegt zusätzlich zu dem Verstoß gegen die Zugabeverordnung auch eine unzulässige Werbung im Sinne von § 1 UWG vor.«

Es wäre zum Lachen, wenn dahinter nicht das Menschenbild des unmündigen Verbrauchers stände, der vom Staat geschützt werden muss vor seiner eigenen Dummheit. Die Obrigkeit weiß, was für ihn gut ist,...«

Sensationell !! DAS ist das geistige Milieu, in dem die Nachkriegsgenerationen aufgewachsen sind und das jetzt offensichtlich an unsere Kinder weitergegeben wird! Wie gesagt, Ursache und Wirkung! Von irgendjemandem müssen sie ja ihre "Ideen" eingetrichtert bekommen! Von nichts kommt nichts!

Ich wies weiter oben ja schon darauf hin, daß das UWG zwischenzeitlich geändert wurde. Insofern kann ich mir durchaus vorstellen, daß dergleichen heutzutage zumindest nicht mehr in dieser eklatanten, kaum zu glaubenden Zuspitzung möglich wäre - positiv gedacht! Dennoch bin ich der Ansicht, daß das dahinterstehende "Gedankengut" nach wie vor viel zu häufig auf allzu fruchtbaren Boden fällt. Und das will ich nicht mal auf einzelne Parteien oder Gesellschaftsschichten beschränkt sehen. Vielmehr stellt sich mir das, mal mehr, mal weniger, durchaus gruppenübergreifend dar.

Herrje (!!!) ... die einen (inklusive einer Herrschar von Politikern) verleugnen geflissentlich die vorgegebenen, debitistischen Zwänge und hoffen - auch diesmal wieder vergebens, die rosa Brille ändert nur die subjektive Wahrnehmung, nicht die Wirklichkeit selbst  - sie durch das staatliche Rundumsorglospaket umgehen zu können und lassen sich lieber von morgens bis abends bevormunden, als sich der Realität zu stellen. Die anderen unterlaufen besagte Zwänge an anderer Stelle, nämlich in dem sie  - taktvoll ausgedrückt - den letzten unappetitlichen, kredittechnischen Schrott "unvorsichtigerweise" in leckere Sahneschnittchen umdeklarieren (black01_next.gif»Wut auf die Ratingagenturen«) - womit sie allerdings zugegebenermaßen zunächst mal den debitistischen Kettenbrief ordentlich befeuern und alles bestens läuft. Wie bei einem Strohfeuer!! Ruckzuck angefacht und alle fühlen sich wohlig warm ... ruckzuck ausgebrannt und alle frieren sich wieder den Ar... ab. Auch mit bürokratischen black01_next.gif»Papiertricksereien« lassen sich die "natürlichen Gesetze" letztlich nicht aushebeln, sondern nur temporär verschleiern (black01_next.gif«Schlimmer als der Crash von 1987»).
Eine Gemengelage, die ganz und gar unschön daher kommt! Harte Jahre stehen uns bevor (das meine ich ernst!!!)!! Wenngleich natürlich niemand sagen kann, wie sich das letzhin im Detail darstellen wird. Vielleicht sehe ich ja doch wieder mal alles zu schwarz? Oder nicht? Oder doch? Wer weiß? Eine Idee, wie das 2008 konkret aussehen könnte, hat Michael Winkler auf seiner Homepage. Ein Blick sollte sich lohnen : black01_next.gif»Das Jahr 2008«.

 

Und da wir gerade die Rede von der Fee hatten, können wir im fließenden, nach wie vor themenbezogenen Übergang wie folgt weitermachen: 

 


                                  IG Metall fordert acht Prozent Tariferhöhung für Stahlindustrie


Es geht also wieder los (black01_next.gif»Zur Meldung«)!! ACHT PROZENT!!!! Gut, daß werden dann - nach Ritualbeendung - im Endresultat wahrscheinlich weniger werden, wird aber dennoch beachtlich sein! Begründet wird das wie folgt: »Finanzierbar ist sie in der Stahlindustrie zweifelsfrei. Höchste Auslastung der Betriebe, hohe Produktivitätssteigerungen und gute Perspektiven für 2008...«.

Chinese Exports Keep Breaking Records

Chinese steel exports in 2006 reached 49.2 million tonnes - an increase of 92% over 2005's 25.7 million tonnes.  Meanwhile Chinese steel imports fell to 18.6 million tonnes, down 30% on 2005's 26.8 million tonnes.  In 2006 China registered a steel trade surplus of 30.6 million tonnes (USD 7.3 billion).  This represents a 3 year turnaround of 66 million tonnes (USD 25.6 billion) since China's trade deficit peaked at 35.4 million tonnes (USD 18.3 billion) in 2003.

Bevor ich wieder zu den Löhnen selbst komme, schauen wir uns aufgrund dieser Aussage mal ein wenig die Stahlbranche an! Wobei ich vorausschicken will, daß kein Zweifel darin besteht, daß es die letzte Zeit tatsächlich sehr gut lief! Aber bleibt das auch so? Selbst wenn wir die Subprime-Kreditkrise für einen Momemt vergesesen (Was wir eigentlich natürlich nicht machen sollten!!  Da geht's gleich um mehrere tausend Milliarden Dollar:black01_next.gif »Das große Zittern der Banken«), gibt es durchaus Aspekte, die diesbezüglich begründete Skepsis hervorrufen!!

Einen meines Erachtens überaus gewichtigen Faktor könnt ihr dem Kasten rechts entnehmen. China, ohnehin schon zum black01_next.gif»weltgrößten« Stahlhersteller aufgestiegen, ist seit einiger Zeit auch noch vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur mutiert! Noch (!!!) scheint das einfach durch die gute "Großwetterlage" aufgefangen zu werden. Aber »Zu Zeiten, in denen die europäische Stahlindustrie das weltweit höchste Preisniveau ausweise...« (>>), stellt sich mir "spontan" die Frage, was wohl geschieht, wenn sich die Großwetterlage mal einzutrüben beginnt?!?! Erste leise Hinweise gibt es schon: black01_next.gif»Die Stahlindustrie im Herbst 2007: Aufschwung legt Pause ein«. Zwar gehen die Autoren nur von einer vorrübergehenden Schwäche aus, wären aber auch nicht die ersten, die mit derartigen Aussagen falsch liegen!

Abgesehen von vorgenannter Großwetterlage, gibt es aber noch andere Punkte, die sich recht unschön zu ändern beginnen (könnten?).

»Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: erodierende Margen treiben die erstarkenden Stahlanbieter der Schwellenländer aus ihrem angestammten Gebiet der Billigstahlproduktion beispielsweise in die Produktion von höherwertigem Qualitätsflachstahl für die Autoindustrie. In diesem Segment, das traditionell von europäischen Herstellern dominiert wird, konnten in den vergangenen Jahren zum Teil erhebliche Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Die Autoren der Studie halten es für entscheidend, dieses "Filetstück" der Stahlindustrie strategisch und industriepolitisch für Europa zu verteidigen. "Wenn die multinationalen Stahlkonzerne mit europäischer Basis jetzt nicht konsequent die strategischen Hebel in Bewegung setzen, besteht die akute Gefahr, dass die angestrebten Größenvorteile ins Leere laufen und die chinesische Stahlindustrie auf Jahrzehnte hinaus zur dominanten Stahlerzeugerregion wird", konstatiert Rotering.« (>>)

1Wobei mindestens (!!) die deutschen Unternehmen lieber die Füße still halten sollten; von wegen Subventionen und so! Denn im black01_next.gif»Förderkatalog der Bundesregierung« werden wir auch zu Stahlunternehmen fündig - und das nicht zu knapp!

Beispiel: Eintrag im Eingabefeld "Zuwendungsempfänger/Auftragnehmer": %Thyssen%. Eintrag im Auswahlfeld neben "suche Ausführen": Alle Vorhaben anzeigen.

Versucht's selbst! Es bieten sich weitere Begriffe an: Thyssen; salzgitter; stahl; Stahlwerke; saarstahl; etc.

So viel zum Thema "mit dem Finger auf andere zeigen"!!

Und das, wie bereits erwähnt,  »Zu Zeiten, in denen die europäische Stahlindustrie das weltweit höchste Preisniveau ausweise...«! Wenn da mal nicht Ungemach heraufzieht!! Da kann Die EU (einerlei ob berechtigt oder nicht) noch so sehr mit Anti-Dumping Klagen drohen1 - black01_next.gif»China überschwemmt Europa mit Billig-Stahl. Nun fordern die deutschen Unternehmen rechtliche Konsequenzen« - und jammern, an der Grundproblematik wird sich nichts ändern; selbst bei erfolgreichem Ende!

Darüber hinaus (jetzt muß ich doch wieder die Subprime-Kreditkrise als ein gefährdendes Beispiel ins Feld führen, der Ölpreis und Dollar wären weitere), wer kann schon sicher sagen, daß sich die black01_next.gif»Stahlpreise« auch zukünftig in den momentan luftigen Höhen halten können? Auch und gerade weil...  »[...] Die Volksrepublik könnte mit ihren Stahlmassen in kurzer Zeit den Weltmarkt aus dem Gleichgewicht bringen und die Preise in den Keller schicken. [...]« (>>)

Ohne diesen kurzen Abriß weiter ausdehnen zu wollen, es gibt reichlich Faktoren, die absolut das Potential besitzen, den augenblicklichen Sonnenschein alsbald in Trübnis zu wandeln! Und was dann??

An dieser Stelle kommen wir zurück zu den Lohnforderungen. Der für mich entscheidende Punkt ist folgender:

»Es sind die Löhne, die innerhalb der Unternehmen Fixkostenblöcke geschaffen haben, von denen die Unternehmer bei rückläufiger Nachfrage niemals mehr »gleitend«, also mit Hilfe von innerbetrieblichen Anpassungen, herunterkommen, sondern nur durch Beseitigung der Fixkostenblöcke, das heißt: durch Entlassungen im großen Stil und/oder der Einfachheit halber gleich durch Betriebsaufgabe und Stillegung.«       ("Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert", Seite 52)

Was also wird passieren, wenn sich die Stahlkonjunktur eintrübt, die Fixkostenblöcke zuvor aber kräftig gestiegen sind? (Zu diesem Thema hatte ich mich ja schön öfter geäußert. Zum Beispiel meine Grundsatzüberlegungen von vor rund eineinhalb Jahren, wo ihr durchaus mal black01_next.gif»reinschauen könnt«! Das werden "die" niemals kapieren!! ). black01_next.gif»Arbeitsplatzabbau ohne Ende«, wie Mitte der 80er, ist zumindest nicht ausgeschlossen, meines Erachtens sogar zu erwarten!

Um dem Sturm der Entrüstung zuvor zu kommen ... ich bin aber auch sowas von dafür, die Arbeitnehmerschaft an gut laufenden Geschäften partizipieren zu lassen!!!! Nur eben nicht als Fixkostenblock!!

»Audi beteiligt seine knapp 45 000 Mitarbeiter an den deutschen Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm an dem Ergebnis. Im Mai [2007] würden 81,5 Millionen Euro an sie ausgezahlt. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies fast eine Vervierfachung. Im Durchschnitt bekomme jeder Mitarbeiter 1959 Euro.« (>>)

DAS IST ES! Wenn's gut läuft wird ausgeschüttet! Und offensichtlich handelt es sich dabei um keinen Einzelfall: black01_next.gif»Gewinnbeteiligung - In jedem vierten Unternehmen praktiziert«. Die Crux ist nun für mich, daß, obwohl viele Unternehmen ihr Belegschaft offenbar schon an den Überschüssen beteiligen, die Gewerkschaften trotzdem noch und zusätzlich ständig die Fixkosten hochschrauben (Verdi haut ja auch mächtig auf die Pauke)! Ich fände es viel sinnvoller und effektiver, wenn sich die Gewerkschaften vornehmlich um die Moladitäten der Gewinnbeteiligungen kümmern würden. Da gäbe es genügend zu tun, ist ein weites Feld! Beispielsweise könnte ich mir durchaus vorstellen, ein niedrigeres Grundgehalt im Voraus auf Jahre hinaus festzuzurren, auf dieser Basis dafür dann aber höhere Gewinnausschüttungen auszuarbeiten! Ist das denn wirklich soooo unvorstellbar oder gar abwegig??

Okay, ich will nicht alles wiederholen! Ich sagte ja schon, wo ihr black01_next.gif»reinschauen könnt«. Jedenfalls schwant mir nichts Gutes. Ich glaube, hier werden wieder mal Gefahren ignoriert, die, so sie denn eintreten (wovon ich persönlich natürlich ausgehe !!), nicht mehr aufzufangen sein werden.

»Es sind die Löhne, die innerhalb der Unternehmen Fixkostenblöcke geschaffen haben, von denen die Unternehmer bei rückläufiger Nachfrage niemals mehr »gleitend«, also mit Hilfe von innerbetrieblichen Anpassungen, herunterkommen, sondern nur durch Beseitigung der Fixkostenblöcke, das heißt: durch Entlassungen im großen Stil und/oder der Einfachheit halber gleich durch Betriebsaufgabe und Stillegung

2Das soll keinesfalls in einer generellen Managerschelte münden. Es gibt genügend "Manager", die ihren Job noch auf dieser Welt machen. Wir sollten, so glaube ich, nicht den Fehler machen, von einigen wenigen der durchaus fragwürdigen AG-Zampanos auf das Gros des Restes zu schließen!

 

3Es läuft nicht wegen guter Politik, sondern es läuft gut, trotz der Politik. Der Offenbarungseid wird kommen.

Wenn dann noch einige der großkopferten, gierschlündigen Manager und Aufsichtsratsmitglieder - was ja nicht selten in Personalunion vorliegt - wieder auf der Erde landen und ihren Job ordentlich machen würden2, wären wir insgesamt ein gutes Stück weiter. Nicht zu vergessen natürlich die Politik3 ... bürokratischer Wasserkopf ... die gute Fee (siehe oben) ... Steuern ... Machtgeilheit ... Parteiengeklüngel ... Pfründe sichern ... usw. usf. ... es gäbe reichlich zu tun ... aber damit gleite ich nun endgültig ins Reich der Utopie ab!!

»Wenn in "guten" Zeiten mehr Menschen auf etwas "verzichten" würden, gäbe es in schlechten Zeiten weniger, die auf mehr verzichten müssen!!«

P.S.: black01_next.gif»Das billigste Auto der Welt kommt aus Indien - Für nur 100.000 Rupien, etwa 1700 Euro.« Ich weiß auch nicht, wie ausgerechnet an dieser Stelle darauf komme !

 

 


                                  US-Unternehmensgewinne


 

Aus dem black01_next.gif»Quartalsbericht« (Dez 07) der black01_next.gif»BIZ« stammt nebenstehende Bild. Wie heißt es gemeinhin so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Wort. Wie wahr!!

Beim black01_next.gif»Markt-Daten-Blog« gibt es dazu folgendes zu lesen...

»Die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen zu den US-amerikanischen Unternehmensgewinnen (”Corporate Profits”) im dritten Quartal ergibt folgendes Bild: Rückgang zum Vorquartal um 20,5 Mrd. US-Dollar nach einem Anstieg im Quartal zuvor um 94,7 Mrd. US-Dollar.«

...und darüber hinaus unten abgebildete Graphik zu sehen. Freilich passen die beiden irgendwie nicht so ganz genau zusammen (warum auch immer, oder ich kapiers einfach nicht!), aber eins wird in jedem Fall sichtbar, es geht deutlich abwärts mit den Gewinnen. Noch (!!) bin ich durchaus geneigt zu sagen, nicht übermäßig dramatisch!! Zumal es sich momentan noch (!!) überwiegend auf die Finanzbranche beschränkt. Aber angesichts des Hintergrundes der Kredit,- Subprime,- etc-Krise können wir Schlimmeres für die Folgequartale wohl kaum ausschließen.

Wie auch immer, hoffen wir das Beste!!! Ich fand's jedenfalls mal erwähnenswert!

 

 

 


 

  POLITIK

 


                                  Die evangelische Kirche und der Holocaust


Ich weiß nicht warum, aber irgendwie "stolpere" ich die letzte Zeit vermehrt über den Themenkomplex Kirche (Grüße an Hr. Ig...). Ich hoffe doch, daß reißt nicht noch weiter ein . Wie auch immer, ich fand das erwähnenswert!

Ein unglaublich langer Text, den ihr aber, wenn ihr's schon nicht ganz schafft, wenigstens quer Lesen solltet. Das ist schon EIN HAMMER!! Mindestens solltet ihr euch die Einleitungen und die letzten paar Punkte durchsehen!

black01_next.gif»Die evangelische Kirche und der Holocaust«  

Ein Sätzchen möchte aber doch schon hierher ziehen...

»20.7.1933 - Der Vatikan schließt mit dem Deutschen Reich ein Konkordat ab und sichert sich weit reichende Rechte (z. B. Selbstverwaltung, Gesetzesvollmacht, katholischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an staatlichen Schulen, Schutz der katholischen Verbände und Vereine)....«

...wobei ich dabei auf den Religionsunterricht abheben möchte! Grundsätzlich aber, ist das schon mehr als ungeheurlich, wenn die selbsternannten irdischen Gottesvertreter quasi mit dem Teufel selbst einen Vertrag abschließen. Irgendwie meine ich da - gutmütig ausgedrückt - eine gewisse Inkonsequenz ausmachen zu können!

Aber es wird noch besser! Fallen euch im Folgenden unter Umständen nicht auch ein paar Ähnlichkeiten auf?

black01_next.gif»Konkordat« von 1933

Artikel 7, Grundgesetz der BRD

»Der katholische Religionsunterricht in den Volksschulen, Berufsschulen, Mittelschulen und höheren Lehranstalten ist ordentliches Lehrfach und wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der katholischen Kirche erteilt.«

»Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen [...] ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.« (>>)

Nicht nur, daß der damalige Vertrag an sich schon kaum zu glauben ist und erst seit dem Religionsunterricht in den Schulen stattfindet, der Namen auch "verdient" (>>), nein-nein (!!), der relevante Artikel des bestehenden Grundgesetzes ist auch noch beinahe identisch mit dem (verbrecherichen) Konstrukt der damaligen Zeit! Grundgütiger (!!!), da sage noch einer, daß sich das ganz und gar weltliche, dafür aber recht geschmeidige Verbiegen in Richtung brauner Schandtaten, nicht für die Kirche gelohnt habe! Ich werd' nicht mehr....!!!!

Nicht das ihr denkt, hier wäre schon Schluß mit diesen "Merkwürdigkeiten"!! Ohhh nein, es geht noch weiter!! Aus dem Jahre 1997:

»Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Mecklenburg-Vorpommern ... unter Anerkennung der Fortgeltung des Konkordats zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich vom 20. Juli 1933« (>>)

Derartiges gibt es zu jedem Bundesland! Und nicht nur zwischen "heiligem Stuhl" (wenn ich so was schon les ) und Staat. Die andere war auch fleißig: black01_next.gif»Vertrag zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche vom 20. Januar 1994«. Beschämend!!

Mein erster Gedanke nach Lesen des Einganszitates (»Der Vatikan schließt mit dem Deutschen Reich ein Konkordat ab...«), war: "Nun, was soll's? Irgendwann muß man die Vergangenheit halt auch mal ruhen lassen. Ewig draufrumreiten bringt niemanden wirklich weiter!". Abgeschminkt!! Offensichtlich hat sich ein Teil dieser Vergangenheit recht wacker bis in die Gegenwart gerettet. Was zum Einen schon recht aussagekräftig eben für die Gegenwart ist (siehe auch gleich unten). Zum Anderen wirft das natürlich Fragen für die Zukunft auf. Bei einer derart engen, vorteilsgebenden Verflechtung zwischen Staat und Kirchen (von wegen Trennung und so...), was wird da wohl geschehen, wenn der Staat mal wieder (noch mehr) in unrühmliche Richtungen abrutschen sollte? Glaubt allen ernstes jemand daran, daß sich die Kirchen diesem Staat dann entgegen stellen und sich um die geschundenen Menschen kümmern? Damit würden sie alles verlieren, außer natürlich ihre Glaubwürdigkeit. Dafür kann sie sich aber nichts kaufen - im wahren Wortsinne! Ich kann nicht erkennen, das sich diesbezüglich wirklich Grundlegendes geändert hat!

Doch, wie angekündigt, zurück zur Gegenwart. Hierzu sollen nur mal zwei Links genügen. Wer will, kann sich zusätzlich ja selbst kundig tun!

black01_next.gif»Verbrechen, Vergehen, Skandale und Verharmlosung von Grausamkeiten in der Kirche«

black01_next.gif»Hochrangiger Gangster beschuldigt Vatikan«

Abschließend noch ein Zitat aus dem eigentlichen "Hauptlink" ganz oben, daß ich, zum Raum für eigene Gedanken, unkommentiert lasse.

»Jesus gründete kein Kirche. Er wollte keine Priester und Pfarrer und kirchliche Obrigkeiten, und Er führte keine Zeremonien, Riten und Kulte ein. Auch sprach Er nicht davon, dass Menschen Dome und  Kirchen aus Stein bauen sollen. Denn jeder Mensch ist ein "Tempel Gottes", und alle sind Brüder und Schwestern, Kinder Eines Gottes, und alle sind gleich. Keiner braucht also eine Kirche zu besuchen, denn Gott ist in jedem Menschen, in jedem Tier und in der ganzen Natur.«

 

 

 


                                  «Das ganze Gerede um Demokratie ist doch die reinste Heuchelei»


Peter Scholl-Latour: Der Chronist des Zeitgeschehens sieht in Pakistan und Saudiarabien die derzeit grössten Gefahrenherde.  (das Interview wurde vor Bhuttos Ermordung am 27. Dezember 2007 geführt, die Red.)

Fand ich ganz interessant und wollte ihn euch deshalb nicht vorenthalten: black01_next.gif»Hier lang...«! Zwar handelt es sich dabei nun nicht gerade um DIE Enthüllungsstory, auf die die Welt sehnsüchtig gewartet hat, aber ein paar Details sind erwähnenswert. Beispielsweise die "böswillige" Unterstellung, daß black01_next.gif»...die angeblichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad ... Israel dem Erdboden gleichzumachen, zu zerschlagen, zu vernichten, zu zerstören, zu tilgen, auszuradieren, von der Landkarte zu löschen...« so nie gemacht wurden, ist gar nicht so "böswillig" und findet bei Scholl-Latour Bestätigung.

»[...] Die Rhetorik von Ahmadinejad geht weiter.

Andere haben auch schon so geredet. Abgesehen davon sind die Übersetzungen nicht über alle Zweifel erhaben. Er hat nicht gesagt: «Ich will Israel auslöschen.» Er hat gesagt: «Israel hat keine Existenzberechtigung.» Das hat Khatami auch schon gesagt. Wie alles werden auch die Übersetzungen manipuliert. Ich sympathisiere nicht mit Ahmadinejad. Aber man muss die Kirche, besser die Moschee, im Dorf lassen. [...]«

Auch wenn dieser Punkt nur einer von vielen aus dem Artikel ist (bitte lesen), verharre ich an dieser Stelle nochmals kurz und erinnere erneut an einen diesbetreffenden, durchaus diskussionswürdigen Sachverhalt, der in der allgemeinen Berichterstattung - wie sollte es auch anders sein - überhaupt keine Beachtung findet. Aus black01_next.gif»Mit der Anerkennung des Existenzrechts Israels würden sich die Palästinenser einverstanden erklären, als Untermenschen behandelt zu werden.«

 »[...] „Israels Existenz anerkennen“ ist ein unlogischer Unsinn. Auf den ersten Blick scheint das eine relativ normale Anerkennung einer Tatsache des Lebens zu sein, so wie die des Todes oder der Steuern. Doch gibt es ernsthafte praktische Probleme mit dieser Formulierung. Was für ein Israel denn, innerhalb welcher Grenzen: Die 55% des historischen Palästina, die für einen jüdischen Staat von der UN-Vollversammlung 1947 festgelegt wurden? Oder die 78% des seit 1948 von Israel besetzten historischen Palästinas und die nun vom den meisten Staaten der Welt als das „eigentliche“ Israel angesehen werden ? Oder die 100% des seit 1967 von Israel besetzten historischen Palästinas, so wie es in den  israelischen Schulbüchern gezeigt wird? Israel hat nie seine Grenzen definiert; denn würde es dies tun, wären ihm Grenzen gesetzt. [...]«

Sollte dringend mal drüber nachgedacht werden!!

 

 » 24. Dezember 2007 «

Heutiges Zitat

 

»Den Kopf in den Sand stecken verbessert die Aussicht nicht.«

???

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

  

  WEIHNACHTEN

 

»Weihnachten – Christi Geburt oder heidnischer Aberglaube?« (>>)

POLITIK

 

»Kfz-CO2, Lachgas (N2O), Ammoniak, Platin etc.« (>>)

 

  WEIHNACHTEN

Die Kreditmarktkrise lassen wir über die Feiertage einfach mal links liegen und wenden uns direkt dem aktuellen Ereignis zu. Als Ergänzung zum vor kurzen (unten) gezeigten »Zeitgeistmovie« un dem Thema »Glauben«, möchte ich erneut auf's Weihnachtsfest eingehen.

 

 


                                  Weihnachten – Christi Geburt oder heidnischer Aberglaube?


»[...] Die Christen beanspruchen eine Monopolstellung auf die Idee der Weihnachten. Ein durch und durch christliches Fest, würde man meinen. Aber ist das denn wirklich so? Woher nimmt Weihnachten seinen Ursprung? Doch nicht etwa in der Marktwirtschaft? Obschon Weihnachten eine zentrale Gestalt im Christentum einnimmt, ist es kein christliches Fest, und wer denkt, dass das Weihnachtsfest das Fest der Geburt Jesu Christi ist, der irrt. Die Tradition des Weihnachtsfestes ist älter als das Christentum und ist von diesem erst im 4. Jahrhundert n. Chr. aus Gründen der Taktik übernommen worden. Tatsächlich haben schon viele Kulturen diesen Tag als das Wintersonnenwendfest gefeiert.

 Wenn wir mal davon ausgehen, dass Jesus eine historische Gestalt gewesen ist, so können die Umstände um seine Geburt nicht eindeutig geklärt werden. Nicht einmal das Jahr, geschweige denn das Datum sind heute bekannt. Die Urchristen haben sich für die Figur Jesu Christi auch nicht besonders interessiert. Stattdessen bereiteten sie sich mit ihrer asketischen Lebensweise ähnlich den heutigen Zeugen Jehovas auf den Weltuntergang vor. Fröhlich zu sein und seinen Geburtstag zu feiern war nicht in ihrem Sinn. Parallel dazu existierten im römischen Reich und um ihn herum mehrere Religionen, die in friedlicher Koexistenz einander die Gottheiten stahlen und sich die Riten absahen.

Etwa im Jahre 70 vor unserer Zeit begann sich in Rom eine neue Religion auszubreiten: der Mithraskult. Mithras war ein aus Persien stammender Sonnengott, der zuerst über Kleinasien und dann über Griechenland nach Rom gelangte. Vor allem die Griechen trugen zur Verbreitung des Kultes bei, da sie Mithras mit ihrem Sonnengott Helios gleichsetzten. Der Mithraskult hielt unaufhaltsam den Siegeszug über das ganze Römische Reich und fand in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz. Insbesondere bei den Legionären und Händlern erfreute sich der Kult großer Beliebtheit.

Der Mithraskult blieb nur Männern vorbehalten, die ihn in sogenannten Mithräen (Grotten) zelebrierten. Die Religionsgemeinde war streng hierarchisch gegliedert, an deren Spitze ein Oberpriester pater patrum (Vater der Väter) stand. Der Mithraskult kannte die sieben Sakramente mit der Taufe, Firmung und Kommunion. Frömmigkeit und Nächstenliebe, Keuschheit und Askese waren in der Mithrasreligion eine große Tugend. Die Gläubigen nannten sich "Brüder", die an die Lehre der Dreifaltigkeit glaubten und die Messe mit einem Kreuzzeichen versehten Hostien und Weihwasser zelebrierten. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele, an das letzte Gericht und die Wiederauferstehung und verehrten Mithras als Heiland und Erlöser. Seine Anhänger glaubten, dass er einst wiederkehren würde, um über die Lebenden und die Toten zu richten. Mithras war Gott des himmlischen Lichtes. Sonntag, der Tag der Sonne, war der Tag des Herrn. "Mithras' Höhlentempel befand sich auf den Hügeln des heutigen Vatikans (!) und wurde 376 n. Chr. von der Kirche vereinnahmt." [1] Der Geburtstag von Mithras war der 25. Dezember, Tag der Wintersommerwende, die längste Nacht des Jahres. [11] [...]

black01_next.gif»Rest der "Geschichte"...«

Tja, ihr lieben Leut, so überaus "friedlich" und "nächstenliebend" enstand "unsere" Religion. Es ist doch immer wieder das selbe, nämlich nichts anderes als Manipulation zum Zwecke des Machtmißbrauchs. Abgesehen davon würde man dergleichen Ideenklau heutzutage schlicht, aber knallhart, als Plagiieren und/oder Verletzung des Urheberschutzrechtes zum Zwecke der Machterweiterung und eigenen Begünstigung (oder so) nennen und würde somit unter Strafe stehen!!!!

Darüber hinaus ist auch Detail zum Weihnachtsmann recht "lustig". Falls ihr's noch nicht wußtet, aus black01_next.gif»Der Weihnachtsmann und sein rotes Kostüm«:

»[...] Erst 1931 wurde sein heutiges Erscheinungsbild festgelegt. Die Firma Coca Cola beauftragte den Zeichner Haddon Sundblom, den Weihnachtsmann für eine Anzeige zu gestalten. Angeblich diente sein eigenes Gesicht als Vorlage. Aber das die Gestalt des Weihnachtsmannes auch der germanischen Mythologie entlehnt worden sein kann und den Gott Thor darstellt, wäre ebenfalls denkbar. Sundblom wird sich, da er schwedische Wurzeln hat, seiner nordischen Götterwelt erinnert haben. In dieser wird Thor als älterer, korpulenter Mann, der stets freundlich ist und einen langen weißen Bart hat, beschrieben. Wie dem auch sei, fest steht, dass die Werbekampagne äußerst erfolgreich war und seitdem in der Weihnachtswerbung von Coca Cola verwendet wurde. Mitnichten hat also Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden. Coca Cola hat ihm lediglich das uns heute vertraute Gesicht gegeben. [...]«

Nichtsdestotrotz ist die Weihnachtszeit eine schöne Gelegenheit mal wieder in aller Ruhe Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!! Erholt euch gut, 2008 wird hart genug werden!!



 

  POLITIK

 

 


                                  Kfz-CO2, Lachgas (N2O), Ammoniak, Platin etc.


(Zum Lachgas-, Ammoniak-, Platin- etc-Thema bitte weiter unten ff. schauen, einen »Offenen Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon« gibt's dann ganz unten)

Zuvorderst will ich mich schonmal entschuldigen! Irgendwie ist es mir mal wieder viel umfangreicher ausgefallen, als ich ursprünglich eigentlich "geplant" hatte. Bitte um PARDON!!

Laßt uns die Thematik also etwas auffrischen!!

Zunächst mal eine kleine Wiederholung!!
Vor einem ¾-Jahr betrachtete ich die "ganzheitliche Bilanz" von PKW. Anders gesagt, es ging um die ÖKOBILANZ über die vollständige Gesamtprozesskette; also inklusive Herstellung, Transport der Rohstoffe, Entsorgung usw.

Bitte hier nachlesen: black01_next.gif»CO2 & KFZ & Klima«

Im Gegensatz zu der massenmedialen und politischen "Aufbereitung" dieses Aspektes, bei der man gelegentlich zu dem Schluß kommen könnte, daß es so etwas "Obskures" wie eine ganzheitliche ÖKOBILANZ gar nicht gibt, ist die Betrachtung des gesamten Lebenszyklusprozesses absolut unerläßlich!! Geht es wirklich ums Klima, macht alles andere wenig bis gar keinen Sinn!

Als damalige Grundlage diente mir dies hier: black01_next.gif»Öko-Bilanzen von Fahrzeugen«. Die zentrale Graphik daraus seht ihr rechts. Einige resümierende Aussagen möchte ich schnell wiederholen (darüber hinaus, wie gesagt, bitte nachlesen: black01_next.gif»CO2 & KFZ & Klima«):

»Es ist absoluter Mumpitz -- ja sogar vollkommen "kontraproduktiv" --, sich alle paar Jahre einen Neuwagen zuzulegen, um "die Umwelt zu schonen". [...] Im Grunde muß die "Kauffrequenz" von PKW so lange wie möglich in die Länge gezogen werden.«

Kurz formuliert: Aus klimatechnischer Sicht muß nach Ansicht der kompletten Ökobilanz das Alt-Kfz so lange wie irgend möglich in Betrieb gehalten werden!!

Warum die Wiederholung an dieser Stelle? Nun, zwei Gründe sind zu nennen!

Für den Fall, daß ihr euch selbst mal Luft verschaffen wollt, nenne ich ausnahmsweise mal den Namen (was ich normalerweise nicht mache, aber der Typ hat's einfach verdient). Der mich ignorierende "Ansprechpartner" beim Bundesverkehrministerium ist:

Rene Schaarschmidt, ReferatA 16

ref-a16@bmvbs.bund.de

Wen's interessiert, der kann sich hier zudem meine letzte Anfrage an das Bundesverkehrsministerium ansehen:
black01_next.gif»zu Hd. Herr Schaarschmidt«

1.) Einige werden sich vielleicht erinnern können, daß ich diesbezüglich das Bundesverkehrsministerium anschrieb und nachfragte, wie denn obiges mit der geplanten CO2-Steuer etc. zusammenpasst. Um es abzukürzen: Zunächst wurde ich monatelang gänzlich ignoriert, dann bekam ich, nach mehreren Nachfragen meinerseits - erneut Monate später -, ein absolut nichtssagendes Antwortmail, woraufhin ich abermals konkret nachhakte (und weiterhin hake), und bis heute - angefangen hat das Ganze Mitte Februar - aber auch so was von penetrant ignoriert werde, daß einem nur noch das große kommen kann.
Da dieses Thema seitens der Politik immer höher gekocht wird, sollten wir uns regelmäßig vergegenwärtigen, was da für ein Schwachsinn läuft und wie wir (möglicherweise?) verarscht werden!! Womit ich zum eigentlichen Anlaß der heutigen Behandlung des Themenkomplexes komme.

Quelle: black01_next.gif»Emissionsvorteile von Brennstoffzellen im mobilen Einsatz« (ab Seite 109)

2.) Die vorerwähnte Wiederholung macht zusätzlich zu 1.) auch deshalb Sinn, weil ich nun ein paar andere Quelle gefunden habe (siehe rechts und im weiteren), die sich dieser Aspekte annehmen, so daß es möglich wird, die damaligen Aussagen zu überprüfen und den Herren und Damen Politikern um die Ohren zu hauen! Zwar dreht diese Ausarbeitung im Grunde um Brennstoffzellen. Im Zuge dessen werden aber vergleichsweise auch Verbrennungsmotoren-KFZ herangezogen.
Und welch Wunder, abseits der öffentlichen/politischen Propaganda dürfen wir dann zur Kenntnis nehmen:

»Die Beurteilung dieses neuen Antriebssystems sollte allerdings auf Basis einer Lebenszyklusanalyse (Ökobilanz) vollzogen werden, um die Umweltverträglichkeit aller Systemkomponenten zu gewährleisten,...«

Da schau her!!! Was für Brennstoffzellen gilt, gilt selbstverständlich auch für alles andere. Insbesondere eben auch für PKW. Frage: Wann habt ihr das letzte mal eine gesamtprozessuale Ökobilanz für irgendeinen PKW gesehen (oder gehört)? Ganz gleich wo! Wann war das? Na...? Etwa noch nie?? Ich wette aber, ihr habt in den letzten Tagen schon 'zig mal, mehr oder minder völlig zusammenhangslos, das Wort »CO2« gehört oder gesehen, und daß das doch irgendwie, irgendwo gefälligst vermindert werden soll, oder so... Wo, zum Teufel, findet dieser ungeheuer wichtige Punkt auch nur annähernd Berücksichtigung in der öffentlichen/politischen "Entscheidungsfindung"?? Ja, es gibt durchaus dergleichen Dokumente, so ist das nun wieder nicht! Was von dieser elementaren Sichtweise findet aber den Weg in die "allgemeine" Berichterstattung? Ist das auch nur annähernd ausreichend? (Fragt Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de)

Desweiteren führt die Quelle folgendes auf (Wichtig (!): Der zitierte Auszug bezieht sich explizit auf stinknormale PKW mit Verbrennungsmotoren (die linken zwei Säulen in der Graphik)):

»Aus Abbildung 10 [links zu sehen] ist ersichtlich, dass die Herstellung des Fahrzeuges Einfluss auf die Lebenszyklusemissionen hat. Bei der Emission von Treibhausgasen trägt die Herstellung des Fahrzeuges (Recycling von 75 % der PGMs) bei Annahme einer Kilometerleistung von 150.000 Kilometern knapp 30 % der Umweltwirkungen bei, die durch Nutzung, Kraftstoffbereitstellung und Herstellung insgesamt entstehen.«

Na so was!! (Jetzt muß ich leider etwas langatmig ins Detail gehen!! Sorry!!)
Umgerechnet auf das black01_next.gif»CO2-Äquivalent« (="Treibhauseffekt"), entstehen also durchaus nicht unerhebliche knapp 30% Prozent der Treibhausgasemissionen gar nicht während des laufenden Betriebs auf der Straße, sondern vor- und nachgelagert, durch Herstellung, Entsorgung, Transport, Rohstoff- und Kraftstoffgewinnung usw. Sie (die 30%) stellen somit eine feste, unabänderliche Größe dar, die in jedem Fall anfällt, sobald ein NEUfahrzeug hergestellt wird.

Kommen wir zu der Einordnung dieser Daten! Der fragliche Bezugspunkt ist ja, ob sich die Anschaffung eines Neuwagens, im Verhältnis zum weiteren Betrieb des Altfahrzeugs, "emissions(klima)mäßig" lohnt? Das Dumme ist nun aber, daß die Absolutwerte in »mg CO2«, unter Annahme von 150.000 gefahrenen Kilometer, auf »pro Kilometer« runtergebrochen wurden. Das heißt, wir müssen erst mal Rückrechnen:

• die 30% entsprechen 50.113 mg/km (aus Graphik); 50113 mg/km * 150.000 km / 1000 = 7.516.950 g CO2.

1Vorgenannte, damalige Quelle black01_next.gif»Öko-Bilanzen von Fahrzeugen« kommt hier, grob gesagt, auf den doppelten Wert.  Ist aber wurscht, da das die Betrachtung nur noch ungünstiger aussehen lassen würde! Ich liege also quasi auf der sicheren Seite!

 

2Als kleine Orientierungshilfe hier die reinen CO2-Werte von PKW: black01_next.gif»Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen«. Aus black01_next.gif»Öko-Bilanzen...« können wir auf Seite 20 entnehmen, daß das Verhältnis CO2-Äquivalent/CO2 bei ca. 1,15 liegt, Die 50 und 100 g/km passen also schon ganz gut!

7.516.950 g CO2-Äquivalent1 entstehen demnach bei der Herstellung und Transport usw. eines Neuwagens. Nehmen wir nun mich mal als Beispiel. Ich fahre seit nunmehr 22 Jahren privat ausschließlich gebrauchte PKW. Übertragen auf das deutsche durchschnittliche Fahrzeugalter von rund 7-8 Jahren (>>), habe ich dadurch - gewissermaßen - vier Neuwagen eingespart. Entsprechend hat meine ganz persönliche (PKW-Klima)Bilanz also 30.067.800 Gramm CO2-Äquivalent vermieden! Diese 30,067 Mio. Gramm CO2 sind es nun, die ich in den 22 Jahren, mit dem Kauf von Neuwagen mindestens hätte einsparen müssen!

Und wieder müssen wir rechnen. Unterstellen wir, daß ich mit den Neuwagen 1.) 50 g/km und 2.) 100 g/km CO2-Äquivalent2 nicht in die Luft geblasen hätte, dann ergibt sich folgendes:

• 1.) 30.067.800 g / (22 Jahre / 50 g/km) = 27.334 km/Jahr

• 2.) 30.067.800 g / (22 Jahre / 100 g/km) = 13.667 km/Jahr

3Wobei die 100 g/km als Einsparpotential schon ein echtes Pfund sind. »In 2006 betrug der Flottendurchschnitt ca. 160 g CO2/km.« (>>) Im groben Schnitt dürften daher eher die 50 g/km realistisch sein!!

Anders gesagt: Hätte ich tatsächlich regelmäßig die Altwagen in besagte 4 Neuwagen "getauscht", dann müßte, damit sich das "klimatechnisch" rechnet, meine jährlich vorausgesetzte Fahrleistung 27.334 km, bei 50 g/km CO2-Äquivalent Einsparung, betragen; bei 100 g/km3 CO2-Äquivalent analog 13.667 km (ganz zu Schweigen davon, daß ich dann permanent Pleite gewesen wäre). Meine real gefahrenen km/Jahr werden im langjährigen Mittel aber eher so um die 7000 betragen (seit 7-8 Jahren sogar nur rd. 3500 km/J)! Hätte ich mir also immer brav neue, "sauberere" Autos besorgt, dann müßtet ihr mich in der Tat als "Klimasau" betitulieren !! So viel zu mir!

Allgemein sieht das so aus: Die durchschnittliche Fahrleistung pro PKW betrug 2006 in etwa 11.000 km/Jahr (>>). Nehmen wir wieder die am ehesten realistischen 50 g/km CO2-Äquivalent Einsparungen und rechnen rück, dann ergibt sich, daß sich eine Neuwagenanschaffung nur rund alle 13-15 Jahre positiv auf's Klima "auswirkt". Klingelt's???

VW kommt in einer eigenen black01_next.gif»Studie«, bei vier verschiedene Golf-Modellen, übrigens zu ganz ähnlichen Werten (ab Seite23, 27-29 % würde ich mal schätzen, die auf »Aggregateherstellung, Fahrzeugherstellung, Kraftstoffbereitstellung und Verwertung« entfallen). Auch hier wurden 150.000 km Fahrleistung unterstellt. Analog zu "meinen" obigen 7.516.950 g CO2 errechnen sich dort somit im Schnitt circa 8.365.000 g CO2. Die von mir verwendeten Daten sind also ganz gewiss nicht aus der Luft gegriffen!!

Lassen wir erneut kurz das "Graphikdokument" sprechen:

»Einfluß der Lebensdauer des Fahrzeuges: Die Abschreibung der Herstellung ist umgekehrt proportional zu der während der Lebensdauer gefahrenen Fahrstrecke. Je länger also das Fahrzeug betrieben wird, desto weniger ist die Aufwendung für die Herstellung von Bedeutung.«

Okay, grundsätzlich solltet ihr hier mal Rene Schaarschmidt, ReferatA 16, ref-a16@bmvbs.bund.de vom BMVBS Bescheid geben. Ich glaube, der weiß das noch nicht .

Selbstverständlich ist meine Rechnerei alles andere als präzise. Es gibt viele Parameter, die eine Rolle spielen, so daß trotz aller Bemühungen meinerseits, noch viele Fragen offen bleiben. Beispielsweise, so auf die Schnelle...

• Eventuell könnte bei einem Porsche (229-423 g/km C2), der 100.000 km pro Jahr fährt, ein "frühzeitiger Umstieg" doch sinnvoll sein. Allerdings ergeben sich dann neue Fragen. Ganz sicher wird die Herstellung eines Porsches um einiges aufwendiger sein, als die obigen Daten es gemittelt annehmen. D.h., ein Umstieg machte nur dann Sinn, wenn der neue ein Kleinwagen wäre, oder alternativ der neue Porsche sehr viel weniger CO2 emitiert. Wie realistisch ist das, wenn wir von staatlichen Verboten absehen? (Und ich hoffe, daß tut ihr!!)

»Mit dem Aluminium-Leichtbau sind im Vergleich zur konventionellen Stahlbauweise in der Herstellungsphase Mehraufwendungen für Energie und energiebedingte Emissionen verbunden. [...] Aus dem Aluminium-Leichtbau im Fahrzeug ergibt sich eine gewichtsbedingte Kraftstoffeinsparung in der Betriebsphase und damit verbunden Einsparungen von Energie und Emissionen. Für eine Kompensationsrechnung wird der herstellungsbedingte Mehraufwand der gewichtsbedingten Einsparung gegenübergestellt. Dabei wird eine Laufleistung von 200.000 km angenommen. [...] Im Rahmen der hier getroffenen Szenarioannahmen reichte die Ausweitung der Systemgrenzen für die Betriebsphase der Fahrzeuge nicht aus, um den gewünschten Ausgleich des Energiemehraufwands und der Mehrausscheidungen von CO2-, SO2-, NOx- und NMVOC-Emissionen, die durch Aluminium-Leichtbau in der Herstellungsphase entstehen, in jedem der betrachteten Szenariofälle zu erreichen. Eine vollständige Kompensation wird in den Szenariofällen I und II für die NMVOC- und NOx-Emissionen erzielt.« (>>)

• Darauf basierend auch schon der nächste offene Punkt. Es gibt einfach nichts umsonst! Auch nicht die angestrebte, nennenswerte CO2-Reduzierung während des Betriebs. Irgendwie muß das schließlich erreicht werden (Forschung, andere Baustoffe etc.). Wie viel CO2 "kostet" aber dieser "Erreichungsprozeß", durch vor- und nachgelagerte, zusätzliche Aufwendungen? Nehmen wir beispielsweise Aluminium im Fahrzeugbau (Kasten rechts). Selbst bei sage und schreibe 200.000 km (!!!) unterstellter Laufleistung ist die Sache nicht gerade als uneingeschränkt positiv zu bezeichnen - vorsichtig ausgedrückt! Aber wer fragt schon danach!!! Oder der "sagenumwobene" Toyota Prius (104 g/km CO2) und seine Hybridtechnik (=Batterien) als weiteres Beispiel. Ist die diesbezüglich Euphorie tatsächlich berechtigt? Mindestens (!!) kann man dazu durchaus geteilter Meinung sein: black01_next.gif»Hybrid-PKWs: Kleiner Durst, hoher Energieverbrauch«. In diesem Artikel wird auf eine Studie verwiesen (>>), aus der ich ein paar Passagen dringend aufzeigen will. Auch wenn es dadurch wieder mal etwas länger wird,  der leider allzu verbreitete bis-zur-Nasenspitze-"Weitblick" (vor allem der Politik) muß mal deutlich gemacht werden (aus »Hidden cost of driving a Prius«):

»[...] The nickel for the battery, for instance, is mined in Sudbury, Ontario, and smelted at nearby Nickel Centre, just north of the province's massive Georgian Bay.

Toyota buys about 1,000 tons of nickel from the facility each year, ships the nickel to Wales for refining, then to China, where it's manufactured into nickel foam, and then onto Toyota's battery plant in Japan.

That alone creates a globe-trotting trail of carbon emissions that ought to seriously concern everyone involved in the fight against global warming. All told, the start-tofinish journey travels more than 10,000 miles - mostly by container ship, but also by diesel locomotive. [...]

On the perimeter of the area, skeletons of trees and bushes stand like ghostly sentinels guarding a sprawling wasteland. Astronauts in training for NASA actually have practiced driving moon buggies on the suburban Sudbury tract because it's considered a duplicate of the Moon's landscape.

"The acid rain around Sudbury was so bad it destroyed all the plants, and the soil slid down off the hillside," David Martin, Greenpeace's energy coordinator in Canada, told the London Daily Mail.

"The solution they came up with was the Superstack. The idea was to dilute pollution, but all it did was spread the fallout across northern Ontario," Martin told the British newspaper, adding that Sudbury remains "a major environmental and health problem. The environmental cost of producing that car battery is pretty high." [...]«

EXAKT DAS IST ES, warum ich mir hier die Finger franselig schreibe!! Auch wenn ich im Detail nicht nachprüfen kann, ob dem nun ganz genau so stimmt oder nicht - oder ob die Studie vielleicht von der neidischen Konkurrenz bezahlt wurde -, das "Dilemma" dieser ganzen scheinheiligen CO2-Diskussion wird anhand dieser Ausschnitte nichtsdestotrotz überdeutlich. Denn zu  lesen und zu hören bekommt man zum Prius fast nur so einen Mist: black01_next.gif»Und dann schwebt man emissionsfrei«.

Trotz der Menge offener Punkte, Ungenauigkeiten aufgrund fehlender konkreter Datenbasis, Vielzahl der Parameter, Interpretationsspielräume usw., läßt sich meines Erachtens freilich festhalten, daß...

1.) ...ich auch durch die neuen Quellen, in meinen black01_next.gif»damaligen« Mutmaßungen, im Großen und Ganzen, bestätigt werde. Im Mittel, tendierend hin zur beinahen Allgemeingültigkeit, ist die vorzeitige Anschaffung eines Neuwagens zur "Klimaschonung" nichts anderes als nonsens. Der alte PKW muß aus dieser Sicht schlicht so lange wie möglich gefahren werden. Und solange mir niemand was "besseres" vorlegen kann, bleibe ich einstweilen bei dieser Einschätzung!

2.) ...die geplante KFZ-Steueränderung und der Steuer-Status Quo...

»[...] Für PKW mit Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2008 [also alle alten] gilt die bisherige Besteuerung nach der Größe des Hubraums und dem Schadstoffausstoß weiter. Für Euro2- und Euro3-Fahrzeuge kann es laut Bundesregierung zu einer angemessenen Anhebung der Steuersätze kommen. Die schon heute deutlich höheren Tarife für Euro1-Altautos und für schlechtere Abgasstufen werden beibehalten. [...]« (>>)

... sind deshalb auch zu einem Gutteil totaler Schwachsinn!! Denn was zum Geier soll wohl diese angeblich ach so »"angemessene" Anhebung« bewirken, wenn nicht den Anreiz, auf einen Neuwagen umzusteigen? Ich kann ja noch nachvollziehen, daß bei Neuwagen diejenigen mit weniger Verbrauch "bevorzugt" werden. Warum aber werden die CO2-einsparenden Alt-PKW zugleich auch noch bestraft? Wo steckt da der Sinn?

P.S.: Die gesamten Betrachtungen beziehen sich ausschließlich auf den "öffentlich" propagierten Klimaaspekt. Aus rein wirtschaftlicher (=debitistischer) Sicht gibt's nur eins zu sagen: verschuldet euch bis über beide Ohren, und kauft euch dafür jedes Jahr ein neues Auto !!! Dann habe ich die nächsten Dekaden auch ausreichend Gebrauchte zur Auswahl . Auch etwaige Steuermehreinnahmen - immerhin werden die Autos im Schnitt immer älter - spielen dabei keine Rolle!

Da schwadroniert Herr Tiefensee von »...Denn je umweltfreundlicher ein Auto in der Gesamtbetrachtung, desto geringer sollte die Steuerlast sein. Wer die Umwelt wenig belastet, der spart...« (>>) und macht aber das genaue Gegenteil! Was soll diese Verblödung? (Fragt Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de) Und was, zum Henker, meint Herr Tiefensee mit »Gesamtbetrachtung«? Etwas eine vollständige Ökobilanz? Weshalb, verdammt noch mal, findet sich dergleichen dann nicht auf den Seiten des Bundesverkehrsministeriums? Ich habe dort jedenfalls keine gefunden (>>)!! (Fragt Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de) Wenn er das nicht damit meint, auf welcher Datenbasis werden dann die zukünftigen Steuer"modelle" ausgearbeitet? (Fragt Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de).

Es gibt auch noch andere Ecken auszuleuchten, die dieser verlogenen, aber publikumswirksamen Diskussion abgehen. Teilweise waren auch die schon vor einem dreiviertel Jahr dabei. Macht aber nix! Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß alles abseits der gerade mal wieder durch's Dorf getriebenen Säue, nicht zu laut ausgesprochen werden soll. Dazu habe ich auch "zufällig" das passende Beispiel parat:

»Forscher des Wuppertal-Instituts haben herausgefunden: selbst Sparautos emittieren weitaus mehr Treibhausgase als angegeben. Der Vorwurf der Wuppertaler Wissenschaftler lautet: Politik und Automobilindustrie haben sich zu sehr auf die CO2-Verminderung konzentriert - und damit Chancen zum Klimaschutz vertan(>>)

Recht hatten (und haben) sie!! Noch eindimensionaler - wie aktuell - kann man sich kaum noch geben. Dieser ganze CO2-Hype-Schuß könnte in der Tat komplett nach hinten los gehen, und damit schlicht höchst kontraproduktiv werden. Gemeint ist in diesem Falle folgendes:

»N2O - Lachgas Faktor: 300 x schädlicher als CO2
"Das Lachgas. Es entsteht im Katalysator und hat um ein rund 300fach höheres Treibhauspotential als CO2. Vor allem Fahrzeuge mit Benzin-Direkteinspritzung erzeugen besonders viel Lachgas. Man könnte auch sagen: je moderner der Motor, desto mehr Lachgas. Und zwar in einer Menge, wie sie dem Treibhauseffekt von zusätzlichen 0,4 Litern Benzinverbrauch pro hundert Kilometern entspricht."« (>>)

Ups! Laßt mich raten: Euch ging es so wie mir bis eben noch, und ihr habt noch nie was davon gehört?!?!?! Ich meine, das goldene Kalb Katalysator ... nur popeliges Blattgold? Scheint aber alles halb so wild zu sein, ansonsten hätten wir das ja jeden Tag in den Nachrichten; so wie bei CO2 eben! Komisch nur, das die Uni Stuttgart (>>) weitere Detail bereit hält:

»Auffällig sind die erhöhten Emissionen von Distickstoffmonoxid (N2O, Lachgas) und Ammoniak (NH3) bei Fahrzeugen mit Katalysator. Offensichtlich läuft die schrittweise Reduktion von NO2 über NO und N2O zum erwünschten Stickstoff (N2) nicht immer vollständig ab. Gründe hierfür können alternde, belegte oder zu kalte Katalysatoren sein. Nicht ideale Reaktionsbedingungen können auch zu einer weiteren Reduktion führen, sodass schließlich im Übermaß Ammoniak (NH3) entsteht. Im Durchschnitt ergibt sich durch den Drei-Wege-Katalysator eine Erhöhung der Distickstoffoxid(Lachgas)-Emissionen um das 7,7-fache und eine Erhöhung der Ammoniak-Emissionen um das 50-fache - jeweils im Vergleich zu einer Verbrennung ohne Kat.«

Sapperlot, jetzt wird's aber langsam wirklich unangenehm. Das um das 300-fach höhere Treibhauspotentialgas N2O (Lachgas) wird aufgrund des eingesetzten KAT um den Faktor 7,7 (=770%!!) mehr ausgestoßen, als gänzlich ohne KAT? Das kann schlechterdings nicht sein!! Ich bin entrüstet!! CO2 - und bitte schön NUR CO2 -  ist doch allen Übels Quelle!!!

Recht erhellend ist ein flotter Blick auf nebenstehende Tabelle. Rein rechnerisch wird das Klima durch den Einsatz des KAT erstens um 2304 mg/km CO2-(Lachgas)Äquivalent, zweitens um plus 7500 mg/km CO2 selbst, und somit insgesamt um knapp 10.000 mg/km zusätzlich "belastet". (57,6-7,5 mg/km * 300). Ich werd nicht mehr! Beeindruckend!!

Zweifelsohne, im Verhältnis zu den CO2-Werten nimmt sich das N2O hier trotz Faktor 300-310 eher bescheiden aus; keine Frage!! Das ist aber gar nicht der Punkt. Der Punkt ist, daß es N2O-Emissionen im Verkehr ohne KAT überhaupt nicht geben würde; ganz im Gegensatz zu CO2, das sowieso immer ensteht, sobald irgendwas verbrennendes losfährt. Es handelt sich bei diesem "klimaschädigenden" Umstand also um ein ganz und gar "hausgemachtes", durch den "Saubermann KAT künstlich hinzugefügtes Emissions-Problem. Gehe ich völlig fehl, wenn ich mich der Behauptung hingebe, daß dies nicht bekannt war? Ich jedenfalls wußte von dergleichen bis "eben" noch nichts (was natürlich nichts heißen muß!). Ist das nicht irgendwie komisch, das darüber in den üblichen Medien nichts zu vernehmen ist?

Bemerkenswertes verdient es etwas vertieft zu werden. Dazu schauen wir kurz bei den Schweizern vorbei (wobei ich unterstelle, daß sich das für die BRD ganz ähnlich darstellt!). Wie wir der Graphik links entnehmen können, haben sich die N2O-Emissionen Verkehr (ockerfarbend) seit 1985/86 vollständig vom BIP entkoppelt, und sind seit dem um circa das 4-fache angestiegen. Wie kümmet's??

Wie der Zufall so will gilt: »Alle seit Oktober 1986 in der Schweiz neu zugelassenen  Personenwagen mit Benzinmotor verfügen über einen Katalysator (>>).

Ein Schelm, wer...!

Das Interessante an dieser Graphik ist die Indexierung zum BIP. Denn erstens könnt ihr der Diagramm-Quelle auf Seite 92 vergleichend entnehmen (auf Graphik klicken), daß besagte Entkopplung des N2O für das CO2 beiweitem (=1,3-fach!!) nicht dieses Ausmaß angenommen hat. Und zweitens - jetzt muß ich Mangels schweizerischer Daten auf BRD-Werte zurückgreifen (>>, obere Graphik Seite 4), und diesmal umgekehrt unterstellen, daß dies auch für die Schweiz annähernd passt - ist die Gesamtfahrleistung (Fahrzeugkilometer) im selben Zeitraum (1985-2000) nur rund um das 1,6-fache angestiegen. Der Wert passt zwar ganz gut zum CO2 (1,6/1,3), das N2O liegt aber jenseits von "Gut und Böse"!!

Anders formuliert: Die stark gestiegenen (zusätzlichen, unnötigen) N2O-Emissionen sind recht eindeutig ausschließlich der Einführung und Beibehaltung des KAT zuzuordnen. Auch hierzu muß die Frage gestattet sein, ob dieser Umstand letzthin tatsächlich "klimaschonend" ist!! Wie gesagt, insgesamt gesehen macht N2O - als CO2-Äquivalent berechnet - nicht allzu viel aus (>>). Und selbst von diesem "nicht allzu viel" ist dem Verkehr dann auch nur ein Bruchteil zuzurechnen (>>). Nichtsdestotrotz, als ein durch den "Saubermann" KAT rein "künstlich" erzeugtes Zusatz-CO2-Äquivalent, sollte das doch mal allgemein Erwähnung finden!

Selbstverständlich wollen wir auch die bereits weiter oben angerissene (Tabelle) »Erhöhung der Ammoniak-Emissionen um das 50-fache« nicht unter den Tisch fallen lassen! Auch ein Punkt, worauf - milde formuliert - nicht gerade der Focus gerichtet ist!! Reichlich zu unrecht, wie black01_next.gif»Gefahr aus dem 3-Wege-Kat: "Entgiftete" Autos schädigen die Pflanzenwelt« aus dem Jahre 2005 zeigt:

»Autos mit 3-Wege-Kat sind längst nicht sauber wie bislang gedacht. Demnach pusten die "entgifteten" Fahrzeuge große Mengen Ammoniak in die Luft - ein Gas, das beispielsweise bei der Viehhaltung entsteht und für den stechenden Geruch von Mist und Gülle verantwortlich ist. Dass Katalysatoren überhaupt nennenswerte Mengen Ammoniak produzieren, war bislang nahezu unbekannt. [...] "Alle Pkw pusteten Ammoniak in die Luft - und das in Konzentrationen, die man zum Teil bereits mit der Nase wahrnehmen konnte." Bis zu 25 ppm (parts per million) erreichten die Werte bereits im Leerlauf; bei höheren Drehzahlen stiegen sie gar auf das drei- bis zehnfache - die Grenze dessen, was das Messgerät nachweisen konnte. [...] Gefahr für die menschliche Gesundheit geht von den gemessenen Mengen dennoch nicht aus, da sich das Gas schnell verdünnt. Gefährlicher ist da schon der "Düngeeffekt" von Ammoniak: "Die Düngung ist so hoch, dass sie nur von wenigen Moos- und Flechtenarten toleriert wird", betont Frahm. "Die anderen halten das gar nicht aus." Auch Blütenpflanzen, die Stickstoff anders als Moose und Flechten nicht aus der Luft aufnehmen, sind gefährdet: Ammoniak verbindet sich nämlich mit den Stickoxiden in der Luft zu Ammoniumnitrat - das ist der Dünger, den man in jedem Gartencenter kaufen kann. Mit dem Regen gelangt der Dünger dann in den Boden. Folge: Seltene Arten sterben aus und werden durch Stickstoffanzeiger wie Brennessel oder Brombeere ersetzt. "Anders als beim Sauren Regen sterben wegen des Ammoniaks keine Bäume", sagt Frahm. Er fürchtet jedoch die schleichenden Veränderungen: "Das langfristige Resultat ist eine zunehmende Verarmung der Natur - wir leben bald in einer Güllewüste."«

Jetzt wissen wir auch, warum sich allenthalben Brombeerenhecken breitmachen, wie Unkraut! Im Übrigen ist dieser Artikel so ziemlich der einzige, den ich über diesen Sachverhalt finden konnte. Merkwürdig?!?! In leicht abgewandelter Form haben ihn weiland (2005) mehrere Medien gebracht, aber zusätzliche Infos konnte ich dazu nicht auftun. Apropos abgewandelt! Einer dieser abgewandelten Quellen stammt aus dem black01_next.gif»Stern«. Auffällig an besagter, leichter Änderung ist nachstehender Absatz. Der könnte dann auch gleich als Erklärung dienen, warum es von davor und danach irgendwie nichts wirklich Substantielles zu erhaschen gibt.

»Luftmessstationen, die die Ammoniakkonzentration regelmäßig erfassen, gibt es in Deutschland nicht. Zwar gibt es EU-Grenzwerte, doch diese beziehen sich auf einen Jahresausstoß pro Jahr und Land. Somit werden allenfalls Durchschnittswerte ermittelt und hochgerechnet, jedoch nicht lokale Konzentrationsunterschiede erfasst. "Die Umweltbehörden behaupten, sie könnten Ammoniak nicht messen. Das stimmt nicht. In Holland zum Beispiel werden die Ammoniakwerte erfasst", beklagt Frahm.«

Nicht das noch ein schlechtes Licht auf den KAT fällt. Aber selbst hier sind wir noch nicht am Ende. Als nächstes wäre - neben Keramikfasern - Platin zu nennen! Es geht um das Problem,... »Metalle lösen sich von Fahrzeugen nicht nur in Form verlorener Schrauben, Felgengewichte und abgerüttelten Rostes. Sobald der Motor läuft, werden in kleinsten Mengen die Platin-Gruppen-Metalle (PGM) Platin, Rhodium und Palladium aus den Abgaskatalysatoren in die Umwelt geblasen.«, ...über welches wir in black01_next.gif»Feinstaub wird auf Dieselruß reduziert - Aktuelle Debatte vernachlässigt andere Gefahrenquellen« genaueres Erfahren können (wie oben gezeigt, vergeßt den Teil über den Prius). Dort steht:

»[...] Rund 25 Prozent der Edelmetalle bleiben während des Fahrzeugbetriebes auf der Strecke. Weitere PGM-Verluste entstehen durch Nichterfassung der Kats (36 Prozent) und durch die Weiterverarbeitung (vier Prozent). Dies deckt sich mit Statistiken der Edelmetallwirtschaft. In den vergangenen zehn Jahren wurden demnach durchschnittlich nur 35 Prozent der Edelmetalle, die in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt waren, auch wieder zurückgewonnen. 65 Prozent gingen verloren. [...] Erhöhte Konzentrationen von Platin-Metallen wurden in schwedischen Raubvögeln, Moorhühnern und Spatzen, spanischen
Süßwasserasseln, englischer Baumrinde, grönländischem Schnee, Teichschlamm in den USA und sogar im Urin italienischer Verkehrspolizisten festgestellt. In den Städten München, Frankfurt, London, Kopenhagen, Göteborg, Rom, Neapel, Madrid, Honolulu, Biaystok in Polen, Perth in Australien und Accra in Ghana waren die PGM-Werte in Straßenstaub oder der Luft stark erhöht.

Wissenschaftler im US-Staat Indiana fanden derart hohe Konzentrationen von Platin-Metallen an Straßenrändern, dass sie fast schon eine Rückgewinnung für wirtschaftlich halten. Ein Kilogramm Fahrbahnrand enthielt Edelmetalle im Wert von über 2 US-Dollar. In Madrid und im polnischen Biaystok wurden ähnlich abbauträchtige Konzentrationen gefunden. In England ist die Platinkonzentration in Straßennähe innerhalb von fünf Jahren nach der Katalysatoreinführung um das 90-fache gestiegen. In etlichen Städten stellte man fest, dass der PGM-Gehalt in der Luft mit der Verkehrsdichte und im Straßendreck, etwa in London und Rom, mit Stop-And-Go-Verkehr zunimmt.

Eigentlich sind Platinmetalle kaum chemisch reaktionsfähig. Sorge bereitet den Forschern jedoch, dass sie sich im Boden, Gewässern, Pflanzen und Lebewesen anreichern können, bereits nachgewiesen mit Aalen und Muscheln. Hinzu kommt, dass von den Autoherstellern aus Kostengründen statt Platin und Rhodium zunehmend Palladium eingesetzt wird. Dieses Edelmetall ist allergieauslösend, kann sich in Säuren auflösen, ist in der Umwelt mobil und für Pflanzen und Tiere biologisch verfügbar. Es kann also auch in unsere Nahrungsmittel gelangen. [...]«

Eine übermäßige Dramatisierung scheint tatsächlich nicht angebracht, aber immerhin "dürfen" wir unter black01_next.gif»Spezies der KFZ-emitierten Platingruppenelemente...« zur Kenntnis nehmen:

Schlussfolgerungen und Ausblick
Mit den im Rahmen des Projekts durchgeführten Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass PGE-haltige Partikel von kultivierten menschlichen Zellen aufgenommen werden und dass daraufhin eine intrazelluläre Mobilisierung der Metalle aus diesen Partikeln erfolgt. Dies führt zu einer Anreicherung von PGE in der Zellkernproteinfraktion. In der Folge kommt es zu einer konzentrations- und zeitabhängigen Bildung von PGE-DNA-Addukten, die teilweise sehr fest kovalent gebunden sind. Dabei zeigte ein Teil der gebildeten DNA-Addukte eine ähnliche chemische Stabilität wie die durch das Cytostatikum Cisplatin induzierten DNA­Addukte. Im Gegensatz zu Cisplatin konnten jedoch mit den verwendeten Testverfahren keine zytotoxischen, mutagenen oder Mikrokerninduzierenden Effekte der PGE-Partikel nachgewiesen werden. Hierbei kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die fehlenden Effekte darauf zurückzuführen sind, dass nur wenige Zellen Partikel aufnehmen und somit von einer sehr heterogenen Schadensverteilung innerhalb der Zellpopulation auszugehen ist, die mit den eingesetzten Genotoxizitätstests nicht empfindlich genug nachgewiesen werden können. Zur näheren Charakterisierung der DNA-Addukte und deren Reparatur sind weitere Experimente notwendig. In Anbetracht der grundsätzlich höheren Bioverfügbarkeit von Palladium sowie seiner zunehmenden Verwendung bei der Katalysatorfertigung besteht darüber hinaus Handlungsbedarf bei dessen toxikologischer Bewertung; hier wäre insbesondere die Herstellung von geeigneten Modellsubstanzen analog den Al203-Pt- Partikeln sehr wünschenswert, um entsprechende Untersuchungen durchzuführen.

Alles in allem: wirklich Beruhigend klingt anders! Im Gegensatz zur offiziellen Seite des Umweltbundesamtes black01_next.gif»Edelmetall-Emissionen aus Pkw-Katalysatoren« = "Alles völlig harmlos"!! Dies als Stichwort verwendend, komme ich auch schon zum zusammenfassenden Schluß.

Der unglaublich langen Rede "kurzer" Sinn...

 

• Zum KAT: Immer mehr beschleicht mich das Gefühl, daß durch den KAT der Beelzebub mit dem Teufel ausgetrieben wurde/wird. An sich ist das zwar nicht zwingend kritikwürdig - und auch ich will den KAT hier in der Tat nicht grundsätzlich verdammen!!! Abwägungen müssen eben ab und an sein. ABER: Erstens glaube ich keine Sekunde, daß diesbezüglich wirklich »abgewägt« wurde. Es winkte die Wunderwaffe, der die Politik ad hoc einfach nicht widerstehen konnte. Zweitens: Im Grunde hat der KAT nichts anderes bewirkt, als die ballungsraumrelevanten Umwelt-Schadstoffe (SO2 etc.) zu mindern (mit Ausnahme des Ammoniak!!!!), jedoch auf Kosten der "klimarelevanten Schadstoffe". Das kam den Städten sicherlich zu gute und ist von daher auch nicht auf Teufel komm raus zu verurteilen. Was mich dabei aber auch so was von unsäglich annervt, ist, daß bei dem ganzen, tagtäglichen Brohei um CO2 und Klima usw. nicht ein auch nur annähernd kritisches Wort in den Massenmedien über den "Saubermann" KAT verloren wird. Denn klimatechnisch gesehen ist die Rolle des KAT keineswegs so strahlend, wie sie - jedenfalls nach meinem Empfinden - dargestellt wird. Und wer weiß schon, was für Auswirkungen die zusätztlichen Platin- und Ammoniakemissionen langfristig bewirken. Meiner Ansicht nach besteht hier in jedem Fall mehr Aufklärungsbedarf, als öffentlich "bereitgestellt" wird. Jeder CO2-Pups wird medienmäßig täglich plattgetreten, platter geht's nicht mehr; alles andere wird dagegen einfach ausgeblendet. Im Ernst, wer von euch, Familie oder Freunden usw. (auch mir ging's ja nicht anders) hat von diesen Punkten schon mal was gehört. Da passt einfach mal wieder was nicht zusammen!! (Fragt einfach Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de)

 

• Zum CO2 und Alt-PKW: DAS war der ursprüngliche Aspekt, der mir wichtig war, zu dem ich überprüfend nochmal mit anderen Daten nachbohren wollte (das "KAT-Ding" ist eigentlich nur ein etwas zu lang geratenes "Abfallprodukt" dessen). Es war mir deshalb so wichtig, weil dies für mich ein Paradebeispiel sinnloser, politischer "operativer Hektik" ist, bei der, ob vorsätzlich oder nicht, hinten wieder mal nur kontraproduktiver Müll raus kommt. Es sei denn, es geht gar nicht um "das Klima".

Oder kapier ich da am Ende irgendwas nicht?? Selbst sowas wie das Öko-Institut e.V., Institut für angewandte Ökologie läßt unter black01_next.gif»PROSA – PKW-Flotte« folgendes ab: »Angesichts der Ergebnisse der Auswertung vorliegender Ökobilanzen ist eine Bewertungsmethode, die ausschließlich auf die Nutzungsphase abstellt, gerechtfertigt.« Ja bin ich denn wirklich so verblödet, wenn ich ganz entschieden der Meinung bin, daß das Quatsch ist?? Sehr wohl spielt die Herstellung etc. eine gewichtige Rolle!! Bei keinem der von mir gesichteten Dokument (black01_next.gif»scroogle-search«) konnte ich eine Empfehlung oder Schlußfolgerung entnehmen, die da sagt, daß zur "klimaschonenden" CO2-Reduzierung Altfahrzeuge (PKW) im Durchschnitt so lange wie möglich gefahren werden sollten; und/oder daß dies betreffend eine Steuererhöhung von Alt-PKW geradezu eine bodenlose Frechheit ist, konnte ich auch nicht finden! Liegt das nun wirklich an mir und meinen Fehlinterpretationen, oder was...? Und dabei bin ich noch nicht mal auf die Reihe anderer Schadstoffe eingegangen, die überwiegend (z.B. Stickoxide, NOx) oder sogar ausschließlich (z.B. Schwefeldioxid, SO2) bei der Herstellung usw. eines PKW anfallen (siehe Bild links, klick). Wie, zum Teufel, kann ich aufgrund dessen ruhigen Gewissens von einer gerechtfertigten Bewertungsmethode sprechen, die ausschließlich auf die Nutzungsphase abstellt?? Entweder ich habe den totalen Hirnkrampf und kapier tatsächlich nichts, oder hier läuft irgendwas grundlegend falsch!! (Fragt einfach Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de).

 

Ich für meinen Teil kann jedenfalls mal festhalten, daß kein Alt- bzw. Gebrauchtwagenbesitzer (einerlei ob mit oder ohne KAT), aus der Tatsache des ALT-PKW heraus, mit schlechterem Gewissen durch die Gegend fahren muß, als jeder andere sowieso auch. Im Gros würde ich sogar sagen, daß das Gegenteil zutrifft!!

Fahrer von Neufahrzeugen, die sich möglicherweise auch noch alle paar Jahre und/oder 100.000 km Fahrleistung oder so einen "sauberen" neuen zulegen, sollten sich herablassende Belehrungen jedenfalls sparen und sich keinesfalls "in Sicherheit" wiegen!! Vielmehr sollte "man" sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, ob dem ganzen CO2-Gezeter und Altfahrzeug-Steuererhöhungsplan unter Umständen nicht ganz andere Überlegungen zu Grunde liegen, als uns gemein hin weis gemacht wird, und wir eventuell mal wieder verarscht werden?!?!?!? Als völlig abwegig sollte dergleichen ganz sicher nicht abgetan werden, lesen wir beispielsweise etwas in der Art (black01_next.gif»Niedrigstes Pkw-Neuzulassungsergebnis seit der Wiedervereinigung«):

 

»[...] Volker Lange [Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e. V.] weiter: "Die Politik muss jetzt endlich handeln. Ich begrüße daher die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Umstellung auf eine CO2-bezogene Kfz-Steuer ab dem 1. Januar 2009 als ersten Schritt. Das Gesetzgebungsverfahren muss nun gemeinsam mit den Bundesländern schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Die konkreten Inhalte der Reform, die Anreiz für die stärkere Nachfrage nach klima- und umweltschonenden Pkw geben soll, müssen sauber und verständlich an die Bürger kommuniziert werden. Jede weitere Verunsicherung belastet in erster Linie den Markt der privaten Neuzulassungen, lässt den Autofahrer weiter abwarten, bevor er den Tausch alt gegen neu vornehmen wird!"

Als zweiter Schritt müssen staatliche Fördermaßnahmen und steuerliche Entlastungen zum Umstieg auf abgas- und verbrauchsärmere Fahrzeuge beschlossen und damit der Austausch alter gegen neue Fahrzeuge unterstützt werden. Nur dies kann die Bürger motivieren, in 2008 auf das vorhandene, breite Angebot moderner Fahrzeuge zurückzugreifen.[...]«

 

Fragt dazu doch einfach mal Rene Schaarschmidt, ReferatA 16; ref-a16@bmvbs.bund.de, der muß es schließlich wissen!!

Wenn ihr bis hier her tatsächlich aufmerksam durchgehalten habt, wird euch nicht entgangen sein, daß ich Begriffe wie "klimaschonend, "-belastend", "-auswirkend" u.ä., in Anführungsstriche gesetzt habe. Natürlich nicht ohne Grund! Sämtliche Argumentationen unterstellen bisher die Richtigkeit der offiziellen Darstellung, wenngleich sie auch die "Lösungen" in Frage stellen. Die Anführungsstriche sollten nun schonmal subtil darauf "vorbereiten", daß diese "Richtigkeit" selbst vielleicht schon in Frage zu stellen ist. Mindestens läßt sich dazu sagen, daß über das Thema Klimawandel keineswegs eine solche Einigkeit herrscht, wie sie durch die Massenmedien kommuniziert wird. Ein Offener Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon läßt diesbezüglich keinen Zweifel aufkommen. Folgend eine Übersetzung (>>) des Originals aus der National Post (>>), mit dem ich nun endgültig für heute abschließen möchte (ich nehme an, auch der ist euch noch nicht unter gekommen??):

13. Dezember 2007

Ihre Exzellenz Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, New York, N.Y.

Sehr geehrter Herr Generalsekretär

Betrifft: UNO-Klimakonferenz führt die Welt in eine ganz falsche Richtung

Es ist nicht möglich die Klimaveränderung anzuhalten - ein natürliches Phänomen, dass die Menschheit die ganze Weltgeschichte hindurch immer wieder betroffen hat. Geologische, archäologische, mündliche und geschriebene Überlieferungen zeigen allesamt die dramatischen Herausforderungen, welche vergangene Kulturen durch die unerwartete Änderung der Temperatur, des Niederschlags, der Winde und anderer klimatischen Variablen erlebt haben. Wir müssen deshalb die Nationen durch die Förderung des Wirtschaftswachstums und der Schaffung von Wohlstand auf die ganze Palette dieser natürlichen Phänomene vorbereiten und belastbar machen.

Die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über den Klimawandel (IPCC) der UNO hat verstärkt alarmierende Schlussfolgerungen über den Einfluss auf das Klima durch das vom Menschen produzierte CO2 veröffentlicht - ein Gas, das nicht die Umwelt verschmutzt und lebenswichtig für die pflanzliche Fotosynthese ist. Wenngleich wir die Gründe, die sie zu ihrer Einstufung der CO2-Emmisionen als "schädliche" Gase geführt haben, nachvollziehen können, sind wir doch der Ansicht, daß die Schlussfolgerungen der IPCC unangemessen sind, die Implementierung einer Politik zu rechtfertigen, welche den zukünftigen Wohlstand erheblich verringern wird. Insbesondere ist nicht bewiesen, dass man das Weltklima durch die Reduzierung der menschlichen Treibhausgase verändern kann. Hinzu kommt, daß die Versuche, die Emissionen zu verringern, die Wirtschaftsentwicklung verlangsamen wird - der jetzige Ansatz der UNO, das CO2 zu reduzieren, dürfte das Leiden der Menschheit durch die Klimaveränderung eher erhöhen als verringern.

Der Schlussbericht der IPCC für die Entscheidungsträger ist das am meisten gelesenen IPCC-Dokument unter den Politikern und Nichtwissenschaftlern - und es ist die Basis für die meisten Entscheidungen über die Politik der Klimaveränderung. Diese Zusammenfassung wird durch eine kleine Gruppe von Autoren erstellt, wobei das Schlussdokument Zeile für Zeile durch Regierungsvertreter abgesegnet wird. Die Mehrheit der IPPC-Textbeiträger und -Überprüfer sowie die Zehntausend andere Wissenschaftler, die qualifiziert sind, zu diesem Thema Kommentare abzugeben, sind nicht in der Vorbereitung dieses Dokuments involviert. Diese Schlussfolgerungen können deshalb nicht als regelrechten Konsens unter Experten angesehen werden.

Im Gegensatz zum Eindruck, den der IPPC-Schlussbericht hinterlässt...

... sind die kürzlich beobachteten Phänomene des Gletscherschwunds, der Meeresspiegelerhöhung und der Wanderung von Lebewesen, die auf Temperaturerhöhungen reagieren, kein Beweis für eine abnormale Klimaveränderung, denn keine dieser Veränderungen liegen ausserhalb der Grenzen natürlicher Schwankungen.

... fällt die durchschnittliche Erwärmung von 0.1 bis 0.2 Grad Celsius pro Dekade welche durch Satelliten am Ende des 20. Jahrhunderts aufgezeichnet wurden, innerhalb des natürlichen Tempos einer Erwärmung oder Abkühlung der letzten 10'000 Jahre.

... bestätigen führende Wissenschaftler, einschliesslich ranghoher IPPC Repräsentanten, dass die heutigen Computermodelle nicht das Klima vorhersagen können. Damit vereinbar und trotz der Vorhersage eines Temperaturanstiegs durch Computermodelle gibt es keine globale Erwärmung seit 1998. Das jetzige Temperaturniveau folgt einer Periode der Erwärmung am Ende des 20. Jahrhunderts, welche mit dem Zyklus der Klimaveränderung alle 10 oder 100 Jahre übereinstimmt.

Im krassen Gegensatz zu der oft wiederholten Behauptung, die Klimaveränderung wäre wissenschaftlich „entschieden“, haben maßgebliche neue Forschungen, die von Fachleuten überprüft wurden, noch mehr Zweifel an der Hypothese einer gefährlichen,vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zutage gebracht. Da jedoch die IPPC-Arbeitsgruppe generell angewiesen wurde, nur Arbeiten zu berücksichtigen, die bis Mai 2005 veröffentlicht wurden, sind diese wichtigen Forschungsergebnisse nicht im Bericht enthalten - das heisst, der IPPC-Bericht ist inhaltlich bereits veraltet.

Die UNO-Klimakonferenz in Bali wurde geplant, um die Welt in Richtung einer CO2-Reduzierung zu führen - wobei allerdings die Lektion des Versagens des Kyotoprotokolls, die chaotischen Zustände im europäischen CO2-Handelsmarkt, und die Wirkungslosigkeit der kostspieligen Initiativen, die Treibhausgase zu verringern, ignoriert wurde. Eine ausgewogene Analyse der Kosten-/Nutzenrechnung unterstützt nicht die Vorstellung, weltweite Massnahmen zur Kappung bzw. Reduzierung des Energieverbrauchs könnten die CO2 Emissionen verringern. Des weiteren ist es irrational ,ein „Vorsorgeprinzip“ anzuwenden, weil viele Wissenschaftler erkennen, dass beides, eine Abkühlung und eine Erwärmung eine realistische Möglichkeit in der nahen Zukunft sind.

Das derzeitige Hauptaugenmerk der UNO „die Klimaerwärmung zu bekämpfen“, so wie im UN Development Programme's Human Development Report vorgestellt, lenkt die Regierungen von einer Anpassung an die Gefahren einer unvermeidlichen Klimaveränderung ab - wie immer sie ausfallen mag. Eine nationale und internationale Planung wegen dieser Veränderungen ist notwendig - mit dem Schwerpunkt, jenen Menschen, die am meisten dafür anfällig sind, dabei zu helfen, sich künftigen Bedingungen anpassen zu können. Versuche, die globale Klimaveränderung zu verhindern, sind letztendlich vergeblich und bedeuten eine tragische Fehlleitung der Ressourcen, die besser für die wirklichen und drückenden Probleme der Menschheit ausgegeben werden sollten.

Hochachtungsvoll

(black01_next.gif»Liste der Unterzeichner«)

 

 » 06. Dezember 2007 «

Heutiges Zitat

 

»Alle sagten: Das geht nicht. Da kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.«

???

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

 

Ich erinnere nur noch mal kurz an nebenstehendes Bildchen, daß die lange Zeitspanne ohne Aktualisierung, die "Fülle" und die "zeitliche Nähe zum Geschehen" derselben erklärt  (siehe Vortag; runterscrollen).

 

 

  WIRTSCHAFT

 

»Wie sich die Krise ausweitet« (>>)

POLITIK

 

»Der Staat - eine »soziale« Einrichtung, oder doch eher Mafia?« (>>)

»Der Treibhaus-Schwindel« (>>)

SONSTIGES  

 

»Zeitgeistmovie!! (die Bibel-Story wird auseinander genommen!)« (>>)

 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                 Wie sich die Krise ausweitet



Wie ihr sicherlich bereits ahnt, geht's natürlich mal wieder um die US (wirklich nur noch US?) Verbrecheriche-Hypotheken(subprime)krise! Folgend zwei "schön" anschauliche Artikel aus der FTD, die mal ein bißchen Ordnung in den ganzen Wust bringen! Nicht daß es einem danach besser ging. Aber wenigstens wird in einigermaßen nachvollziehbarer Weise und kurz und knackig Tacheles geredet!

Wie sich die Krise ausweitet

[...] Wenn die Zahl der Firmeninsolvenzen einmal nach oben geht, was über kurz oder lang passieren wird, insbesondere während eines starken Abschwungs, dann knallt es im Kreditmarkt an allen Ecken und Enden. Genau das ist die versteckte Botschaft all dieser kleinen obskuren Geschichten - auch wenn sie in den Finanzzeitungen ganz weit hinten versteckt sind.

black01_next.gif»Komplett...«

Die Krise, zweiter Akt

Vor kurzer Zeit stand ich auf einem Podium mit einem Banker einer großen deutschen Bank, der dem Publikum versicherte, die Kreditkrise sei im Frühjahr vorbei. Ich verstehe zwar, warum Großbanken die Anleger nicht verunsichern wollen, aber wir müssen vorsichtig sein, die Kreditkrise zu verniedlichen. Diese Krise ist mitnichten im Frühjahr vorbei, auch nicht im Frühjahr 2009. Mit dem Rücktritt der Chefs von Merrill Lynch und Citigroup und vor allem der erneuten Milliardenabschreibung bei der Citigroup haben wir die zweite große Phase dieser Krise erreicht, und wir haben noch eine Menge Phasen vor uns. Vor allem sollte es jetzt dem letzten Gesundbeter klar sein, dass es sich hier nicht um eine amerikanische Hypothekenkrise handelt, sondern um eine Krise des gesamten Kreditmarkts.[...]

black01_next.gif»Komplett...«

Was geschieht zur Zeit? Ist es möglicherweise bereits tatsächlich das, vor dem "einschlägige" Seiten seit Jahren warnen, was aber eigentlich niemnad hören wollte? Nämlich nichts anderes, als der angekündigte, unausweichliche "Big Bang"? Der ultimative "Bumms", der weltweit für laaaange Zeit die Menscheit erzittern läßt? Ich weiß es nicht!!!! Ich weiß es einfach nicht!!! Ganz sicher gibt es genügend Hinweise dafür; zumindest für den "Auftakt" desselben. Siehe z.B. hier black01_next.gif»California prices could plunge 35%, costing $2.6 trillion in lost wealth«, oder auch vom Vortag: Hypothekenkrise usw. etc., oder die black01_next.gif»ABX« (Erläuterung black01_next.gif»hier«), die sich teilweise nahezu im freien Fall befinden. Auch nicht von schlechten Eltern ist bei www.marktdaten.de die black01_next.gif»Chartseite zu den US-Immobilien« und ebenso dieser hier: black01_next.gif»Hundreds of banks threatened by new subprime crisis«. Dies alles - und dergleichen mehr, das "man" so zwischendurch zur Kenntnis nehmen "darf" - bereitet mir in der Tat ein ganz und gar mieses Gefühl; aber so richtig ein schei... Gefuihl !!! (Ganz abgesehen von der völligen Undurchschaubarkeit des "Klumpens", mit recht fragwürdigen "Auswüchsen": black01_next.gif»Verkaufte Kredite Mit welchen Machenschaften Immobilieneigentümer geschädigt werden«)

1Damit meine ich in diesem Falle nicht so ein Krempel wie "Riester-Rente" und "Bausparverträge" o.ä. NEIN! Ich hebe tatsächlich auf Geldabheben, Proviant- und Wasserreserven für XX Tage, ausreichend viele Kerzen und Taschenlampen, Auto voll tanken usw. usf. etc. ab!!

Augenblicklich passiert genau das, worüber ich - und natürlich viele andere - immer wieder geschrieben habe: der Start der Rückabwicklung (Ausbuchung) der aufgehäuften Kredite. Die Dominosteine fallen nach und nach um. Und zwar mit Wucht und Getöse!! Selbst beim "Crash" anno 2000/2001 hatte ich nicht annähernd ein solch üblen Kloß in der Magengegend!! Selbstverständlich muß dieses mein persönliches Befinden kaum was bis gar nichts bedeuten! Nichtsdestotrotz laßt es mich also mal so formulieren: Die Dringlichkeit zu einer echten Vorsorge1 wird nicht gerade geringer und sollte vorsichtshalber unmittelbar in Angriff genommen werden! (Was, nebenbei gesagt, generell nicht vernachlässigt werden sollte, ganz gleich was zum Thema Finanzsystem etc. passiert! Notreserven können nie schaden!). Was verliert man schon, wenn wir diesmal doch noch mal ungeschoren - oder wenigstens nur mit "leichten" Blessuren - "davon" kommen. Im Grunde nichts!! Also, was soll's? Es sollte angegangen werden!! Nicht das ich in Panik machen möchte.

Andererseits läuft die dringender denn je benötigte zusätzliche Neuverschuldung weiterhin auf durchaus nennenswert hohem Niveau: beispielsweise black01_next.gif»siehe Eurodaten« oder black01_next.gif»US Consumer Credit«. Spätestens für die Septemberzahlen hätte ich aufgrund der Verwerfungen am Kreditmarkt dann schon einen wirklich signifikanten Rückgang erwartet. Nix davon zu sehen!! Diesbezüglich läuft es weiterhin wie geschmiert, beinahe wurscht, welche Statistik betrachtet wird. Und da der Sachverhalt der (positiven) Neukreditvergabe nun beileibe nicht gerade als belanglos bezeichnet werden kann, kann, von dieser (bedeutenden) Warte her gesehen, einfach (noch??) kein Alarm geschlagen werden!! Im Gegenteil, das sieht sogar richtiggehend gut aus - selbst in black01_next.gif»Deutschland« wieder (insbesondere die Unternehmen)! Wobei ausgerechnet diesbezüglich Ungemach am Horizont aufziehen könnte: black01_next.gif»Zahlungssausfälle, Pleiten, Zwangsvollstreckungen: In der US-Kreditkrise steht Bank-Prognosen zufolge das Schlimmste noch bevor.«. Denn bei Unterkante Oberlippe-Kreditbelastungen der US-Hypothekarlern, tut jedes Pünktchen Zinssteigerung für die variablen Zinsverträge doppelt weh. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Neuverschuldung bei diesem Hintergrund in der bisherigen Art weiterlaufen wird.

Was behält die Oberhand? Was davon ist einflußreicher und somit ausschlaggebend für den (näheren) zukünftigen Verlauf? In wie weit wird die derzeitige (noch) HOCHfinanzkrise nach unten - gewissermaßen an die Basis, an uns - durchgereicht, und schlägt damit wirklich flächendeckend zu? Keinen Schimmer!! Wie "reagieren" China, Indien und ähnliche, mit ihrem beinahe unglaublichen (Neuverschuldungs-) Potential? Können die das Auffangnetz stellen? Sicherlich durchaus möglich! Was bleibt neben all den unbeantworteten Fragen? Mein Kloß im Magen!!! Und ich kriege ihn im Moment einfach nicht weg!

P.S.1: Zur Sicherheit erneut wiederholt: Ich stimme Jubelarien an - oder gehe wenigstens  "zur Feier des Tages" drei oder fünf Weizen trinken - wenn sich mein Magenkloß mirnichts-dirnichts in Wohlgefallen auflöst, weil sich die Lage entsprechend entspannt; was ich mitnichten kategorisch ausschließen möchte. Keinenfalls würde mir, nicht mal andeutungsweise, Recht behalten gefallen!

P.S.2: Zwischenzeitlich haben sich die ABX auf niedrigem Niveau wieder etwas erholt. Zudem scheint mal wieder das gute alte black01_next.gif»CpD-Konto« Staat - die alle Probleme lösende Wundertüte - heftigst aktiviert zu werden: black01_next.gif»Zinsmoratorium für Subprime-Schuldner?«. Ich denke als Schlußwort eignen sich ein paar Passagen aus ein paar Passagen von black01_next.gif»Aufwärts ohne Ende«:

 »[...] Auch das Endspiel läuft nach festen Regeln. Wir kennen diese Regeln jetzt. Wir wissen, was mit einer kapitalistischen Wirtschaft, die unter dem Schuldendruck des Debitismus steht und durch ihn überhaupt definiert ist, geschieht, sobald ein Aufschuldner herein­gelassen wird.

Wir kennen historische Parallelen noch und noch.

Wir wissen aber auch um die große Neuerung, wir kennen den Trick mit dem black01_next.gif»CpD-Konto« »Staat«, bei dem jeder seine Schulden abladen kann, wie der Katholik im Beichtstuhl seine Sünden. Das Konto, an dem jeder zugleich als Aktiv-Berechtigter beteiligt ist, woraus er alles zieht, was ihm sein Leben schön macht: Gutschriften, Zinsen, Renten- und Pensionsansprüche. [...]

Die Gegenseite, die Politiker, die Notenbanker haben inzwischen dazu gelernt. Sie können zwar rechnen und wissen, daß ihr Spiel mit dem Aufschulden verloren ist. Aber sie können das Spiel noch eine Weile weitertreiben. Wie lange, weiß keiner. Und niemand weiß, was während des Spiels jetzt noch geschehen kann, weil alle Mitspieler, auch Du und ich, noch möglichst lange mitspielen wollen, aber wissen, daß wir uns rechtzeitig erheben müssen, um zu verschwinden.

Nur: Wer zu früh verschwindet, macht einen großen Fehler. Und wer zu spät aufsteht, erst recht.

Das Spiel wird völlig skrupellos gespielt, soviel ist sicher. Die Karten sind gezinkt, das Geld, das sich in der Mitte immer höher auftürmt, ist Falschgeld. Aber wenn alle die gezinkten Karten kennen, was dann? Wenn das falsche Geld immer noch, ohne daß eine Wimper zuckt, in richtiges Geld gewechselt werden kann, was soll‘s. Noch!

Die einzige, die letzte Regel, die gilt, die wichtigste, sie lautet:

Das Spiel soll open end gespielt sein, nur wird es irgendwann beendet werden. Die Spieler sind also aufgefordert, sich zugleich ahnungslos zu geben und dennoch voll bescheid zu wissen.

Wie bei allen solchen komplizierten Spielen kann man jetzt nur noch mit Wahrscheinlichkeiten operieren. Vermutungen über Ablauf und Ende anstellen. [...]«

Wie treffend beschrieben, diese vermaledeite Zwickmühle: »Wer zu früh verschwindet, macht einen großen Fehler. Und wer zu spät aufsteht, erst recht.«. Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten ... nichts anderes gebe auch ich hier von mir. Jede(r) einzelne ist dazu angehalten selbst abzuwägen und mögliche Konsequenzen zu ziehen. AMEN

 

 


 

  POLITIK

 

 


                                  Der Staat - eine »soziale« Einrichtung, oder doch eher Mafia?


In »Die Sehnsucht nach einer verlogenen Welt« von Günter Ederer fand ich folgende Abschnitte, die man, den Staat betreffend, nicht von vornherein "wegwischen" sollte. Über dergleichen Ansatzpunkte sollte durchaus intensiv nachgedacht werden!

»Es war im Jahre 1883. Seit zwölf Jahren gab es das Deutsche Reich, das fast doppelt so groß war wie die heutige Bundesrepublik. Mit Krieg, List, Bestechung und vor allem der Aussicht auf wachsenden Wohlstand hatte es der erzkonservative Fürst Otto von Bismarck zusammengeschmiedet. Liberale und Sozialisten waren dem Adligen ein Gräuel. Das politische Genie Bismarck erkannte, dass ein ausgemergeltes, ausgebeutetes Proletariat dem Staat innen- wie außenpolitisch gefährlich werden konnte. So etwa beschwerten sich die Generäle, dass die Rekruten schwach und oft auch zu krank waren und deshalb für den Militärdienst nicht taugten. Zwecks Anhebung der Volksgesundheit und zur Abwehr der Sozialisten in den schnell wachsenden Industriestädten baute Bismarck ein Netz von staatlichen Sozialfürsorgegesetzen auf, auf das bis heute alle Schichten Deutschlands mit Stolz verweisen: 1883 Krankenversicherungspflicht, 1884 Unfallversicherungspflicht und schließlich 1889 die Einführung der Invaliden- und Rentenversicherungspflicht für die Arbeiter. Etliche Jahre nach seinem Abgang, aber noch im Geiste des autoritären Kaiserreichs, wurde das bis heute gültige Gerüst des deutschen Sozialsystems 1913 durch die Erweiterung der Sozialversicherungspflicht für Angestellte ergänzt.

Seither sind die Deutschen stolz auf ihr Sozialsystem, das sie als einen Teil ihres Staatsgefühls, ihres Staatsbewusstseins empfinden. Es dient als Messlatte für die Bewertung anderer Staaten. Nur wenn sie ähnliche »Errungenschaften« vorweisen, halten wir sie für ebenbürtig. Gehen sie andere Wege, wie die USA oder Japan, stufen wir sie gleich als unterlegene, nicht erstrebenswerte Gesellschaftsmodelle ab, die es in ihrer Unterentwicklung noch nicht so weit gebracht haben wie wir. [...]

Ein furchtbares Mißverständnis hat sich in das Sozialsystem als Erbfehler eingeschlichen. Für Bismarck war die Sozialgesetzgebung eine praktische politische Tat. Die Volksgesundheit verbesserte sich, und den Arbeitern wurde bewiesen, dass die herrschende Schicht für ihre Untertanen sorgt und dass der Staat dafür keine Sozialisten und keine Gewerkschaften braucht. Der eiserne Kanzler wollte alle Bevölkerungsschichten an den Staat binden. Der Herrscher kümmert sich um sein Volk — nicht der aufrührerische Plebs.

Die Nachfolger Bismarcks übersahen, dass dieser seine eigentlichen Ziele verfehlt hatte. Weder ist es ihm gelungen, die Parteien der Arbeiterklasse zu unterdrücken, noch konnten seine politisch einfältigen Nachfolger mit den »gesunden deutschen Soldaten« einen Krieg gewinnen. Egal ob Kaiser, Republikaner der Weimarer Zeit, Nazis, Kommunisten oder westdeutsche Demokraten sie alle haben sich an der Aufblähung der Sozialgesetzgebung beteiligt, um auf diese Weise das Volk an ihren Staat zu binden.«

Entgegen der allgemein leider sehr verbreiteten Auffassung, zäumt Ederer das Pferd meines Erachtens von der richtigen Seite auf; nämlich der, die den Staat grundsätzlich ins rechte Bild rückt! Und zwar weg vom "sozialen Menschenfreund", hin zum eher menschenverachtenden, puren Egoisten (siehe auch vom 09.05.07 black01_next.gif»Timeline of Wars«. "Menschenfreunde" machen so was nicht!). Ich verdeutliche die Grundaussage anhand einer Passage, die ich innerhalb eines Mailaustauschs "zum Besten" gab: 

»Zusätzlich stellt sich selbstverständlich auch immer die Frage, ob "der Zehnte" rein massen- bzw. mengen- bzw. summenmäßig für den laufenden Staatsunterhalt ausreicht. Natürlich ist es auch vorstellbar - und wird in der Historie auch oft genug passiert sein - daß die Untertanen so lange und so intensiv ausgepresst werden, bis der laufende Staatsunterhalt vollständig abgedeckt ist. KURZFRISTIG!!! Denn verhungernde Untertanen sind furchtbar miese Untertanen. Wie soll man denen auch zukünftig noch weiteres abpressen? Geht dies nicht mehr, würde das gleichbedeutend mit dem Untergang der Macht selbst sein! Ganz abgesehen von machtgefährdenden Revolutionen und der dann doch notwendigen Verschuldung. Den Untertanen muß also immer mindestens so viel "übrig" bleiben, so daß sie auch für den Rest ihres Lebens steuerzahlungsfähig bleiben und währenddessen gleichzeitig ruhig gestellt sind. Ich denke, da wurde im Laufe der Geschichte alles mögliche "ausprobiert". Mit den über alle Zeiten, Kulturen, Regionen und Gesellschaftsformen immer gleichen Ergebnissen. Staatsbankrott und/oder Aufstand der Untertanen. Sodann beginnt das "Spielchen" von Neuem...«

Es geht dem Staat also nicht darum, so gut wie irgend möglich für seine Schäfchen sorge zu tragen, sondern in erster Linie darum, sich selbst "am Laufen" zu halten!! Wobei das eine dem anderen nicht immer und zwangsläufig zuwider laufen muß. Sehr wohl kann das - zumindest temporär - für beide Seiten von Vorteil sein, ...

»[...] Wenn man also den Kampf um Macht als primäres Ziel ansieht, dann ergibt tatsächlich einiges Sinn, was vorher nicht zusammenpasste. Es geht nicht um das größte Wohl der größten Zahl und nicht um Menschenrechte, sondern um das Erlangen und Erhalt von Machtpositionen. Passen Wohlstand und Machtstreben zusammen, ist alles prima. Widerspricht etwas dem Machtstreben, wird dagegen etwas unternommen (Homeland Security statt Social Security). Die in der amerikanischen Politik so wichtige "nationale Sicherheit" ist vor allem der Erhalt des Machtsystems und seiner Positionsinhaber, sprich des Status quo.

Was also sicher passt, ist dies: Herrschaft erfordert Untertanen. Daher kann das Ziel des Spiels nicht darin bestehen, dass alle gleich viel Macht/Eigentum haben. Es ist auf jeden Fall ein Spiel der Wenigen gegen die Vielen, auch wenn sich die Zusammensetzung der Wenigen im Laufe der Geschichte ändert (wiewohl es einige Familien wohl geschafft haben, sich dauerhaft "oben" zu halten, aber es gibt wohl noch mehr "gefallene" Dynastien). [...]« (>>)

... was letzthin, wie dieser Forenbeitrag verständlich macht, jedoch nichts an der Grundausrichtung Staat ändert. Selbstverständlich gab und gibt es innerhalb dieser Grundausrichtung auch erhebliche "Abweichungen". Trotz aller (berechtigten!!) Kritik, nach wie vor läßt es sich in der BRD wohl doch angenehmer Leben, als beispielsweise in Nordkorea (ohne jemals dort gewesen zu sein!). So was kann sich allerdings ruckzuck ändern, weshalb ich vehement für mehr prinzipielles Mißtrauen dem Staat gegenüber plädiere. Leider ist die Mehrheit meiner Meinung nach immer noch zu vertrauensselig und blauäugig, was die Rolle des Staates betrifft.

Um vollends die Maske herunter zu reißen, macht sich folgender, nicht übermäßig langer Artikel ganz gut: black01_next.gif»Wo ist der Unterschied zwischen Staat und Mafia«. Auf's Wesentliche reduziert, sollte er unbedingt gesichtet und dann drüber nachgedacht werden. Denn so unmöglich die Überschrift zunächst mal klingt, so logisch und einleuchtend wird es bei genauerem Hinsehen! An black01_next.gif»anderer Stelle« fand ich nachstehendes, recht passendes Zitat:

»Was anders sind also Reiche, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden? Sind doch auch Räuberbanden nichts anders als kleine Reiche. Auch da ist eine Schar von Menschen, die unter Befehl eines Anführers steht, sich durch Verabredung zu einer Gemeinschaft zusammenschließt und nach fester Übereinkunft die Beute teilt. Wenn dies üble Gebilde durch Zuzug verkommener Menschen so ins Große wächst, daß Ortschaften besetzt, Niederlassungen gegründet, Städte erobert, Völker unterworfen werden, nimmt es ohne weiteres den Namen Reich an, ..."«
(Augustinus, Aurelius, Vom Gottesstaat, übers. v. W. Thimme, Bd.1, Buch 1 - 10, München. 1977, 173f.).

Apropos Mafia und Beute!! Geradezu ein Paradebeispiel für rücksichtslose "Beutezüge" findet sich hier: black01_next.gif»Kriminell versteuert - Mit dem Entwurf zum Jahressteuergesetz 2008 wirft die Bundesregierung wieder ein Stück Rechtsstaat über Bord« ...

»[...] Offenbar passte das einigen Spitzenbürokraten nicht, denn künftig sollen nicht mehr Richter im Streitfall das Gesetz auslegen, sondern der jeweils zuständige Finanzbeamte vor Ort. Entsprechend ist die Definition von „ungewöhnlich“ formuliert: „Ungewöhnlich ist eine Gestaltung, die nicht der Gestaltung entspricht, die vom Gesetzgeber…vorausgesetzt wurde.“ [...]«

... wohingegen folgendes - ausnahmsweise "Big Brother" auf dieser Seite - schon irgendwie an mafiöses Gebahren erinnert!! Unter black01_next.gif»Googlen nach "Bombe, Töten, Terrorismus" soll verboten werden« findet sich rechtsstehendes Bildchen, das, gerade weil es so ernst und traurig ist, durchaus als überaus gelungen bezeichnet werden darf. Darüber hinaus solltet ihr natürlich den dortigen Text nicht vernachlässigen! Ebenso wie diesen Text, den solltet ihr auch nicht übersehen: black01_next.gif»...statt Straftaten aufzudecken, werden Verdächtige geschaffen« (oder auch bei black01_next.gif»Frontal«)

Ferner kann ich euch noch eine Wachstumskurve per excellence bieten. Leider handelt es sich dabei aber nicht um eine Wirtschafts- oder Neuverschuldungskurve o.ä., sondern um die black01_next.gif»Jahresstatistik zur Telefonüberwachung 2006« (Kommentare nicht vergessen!!). Na immerhin, Wachstum ist Wachstum. Wer wird denn da so kleinlich sein und nach dem was und woher fragen !

P.S.: Besten Dank (!!!) an Martin, für den ein oder anderen Link!

 

 

 


                                  Der Treibhaus-Schwindel



Da aus dieser "Ecke" gemeinhin wenig bis gar nicht zu hören oder zu sehen ist, wird es mal wieder Zeit für etwas Gegenpositionierung! Nicht das wir vor lauter "in-den-Schädel-einhämmern" vergessen, daß es durchaus alternative Ansichten zu diesem Thema gibt. Aus black01_next.gif»Der Treibhaus-Schwindel« fand ich insbesondere folgenden Absatz erwähnenswert:

»[...] Heute ist es die Treibhaus-Theorie, die zu einer Art Ideologie geworden ist, die zur Political Correctness dazugehört. Wie weit der Glaube daran bereits zu einer Frage der richtigen Moral gemacht worden ist und damit der objektiven wissenschaftlichen Diskussion entgleitet, zeigt ein Artikel in den Boston News, in dem Ellen Goodman die „Globalen-Erwärmungs-Leugner“ mit Holocaust-Leugnern vergleicht (21). Dabei wird übersehen, dass man durchaus für die Reduzierung von Schadstoffen, für regenerative Energien, für Energie-Einsparung und Umweltschutz und gegen die Politik der Ölkonzerne sein kann und trotzdem die Treibhaus-Theorie aus wissenschaftlichen Gründen ablehnen kann. Sobald in der öffentlichen Debatte in solchen Fragen keine Differenzierung stattfindet, wird es gefährlich, weil es dann möglich wird, alle Andersdenkenden schlicht als Anhänger einer falschen Moral schlecht zumachen und mit einer Lehrmeinung Macht auszuüben. [...]«

Dem gibt's "verbal" von meiner Seite nichts hinzuzufügen!! Hinzufügen will ich nur noch einen weiteren Link: black01_next.gif»Argumente gegen die Klimakatastrophen-Hypothese«

Verdammt, jetzt habe ich so lange gebraucht, um fertig zu werden, nun muß ich doch noch was anfügen! Und zwar das Ministerienhopping zwischen Bonn und Berlin. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel CO2 allein dieser schwachsinnige "Umzug", inklusive der prächtigen Neubautenpaläste "verbraucht" hat (nicht zu reden von den exorbitanten Kosten). Aber das hier ist doch der Gipfel:

»2006 sind 132 000 Flüge zwischen Bonn und Berlin angefallen - mit einem CO2-Ausstoß von 17 000 Tonnen.« (>>)

Man-o-man, dieser verlogene Mist geht mir vielleicht auf den Senkel...!!

 


 

  SONSTIGES

 


                                  
Zeitgeistmovie


Den Link bekam ich per Mail zugesandt (herzlichen Dank an Alexander!), u.a. mit diesem Kommentar (wobei ich mich im Folgenden ausschließlich auf diesen Teil - Bibel-Story - beziehe (!!), da ich mir den Rest noch nicht angeschaut habe):

»Allein die ersten Minuten, in denen der Bibel-Story auf den Grund gegangen wird, sind eine kleine Sensation.«

Okay, als "Sensation" - wenn auch nur eine kleine - würde ich es nun nicht gerade bezeichnen. Geschmälert wird der Informationsgehalt dadurch aber keine bißchen! Es lohnt sich, schaut rein!!! (wenn auch daß Intro arg lang geraten ist!)

• Original in Englisch (1:56 h am Stück): black01_next.gif»zeitgeistmovie.com«

• Version mit deutscher Vertonung (in drei Teile unterteilt; soweit ich das durchschaut habe, nicht ganz vollständig; Teil 1 - knapp 37 min, darum ging's mir hauptsächlich - ist die Bibel-Story ): black01_next.gif»http://infokrieg.tv/zeitgeist_deutsch.html#part1«

Wie gesagt, nehmt euch die Zeit!! Überaus interessant!! In diesem Zusammenhang empfehle ich auch das Buch »Der gefälschte Glaube« von Karlheinz Deschner. Zwar ein etwas trockener Schreibstil, aber inhaltlich informativ und aufschlußreich! Dort wird das Filmchen weitgehend bestätigt.

Ich nehme die Gelegenheit war und hole zu dem Thema mal etwas weiter aus (kann ja nicht schaden):
Ist schon ein komisch Dingen, das mit dem Glauben. In etwa vergleichbar mit Musikgeschmack oder der Lieblingsfarbe. Argumentativ gegen Geschmackssachen anzugehen ist schlechterdings unmöglich! Wenn jemand an etwas glaubt, ist das ganz genau so. Mit Logik und "Beweisführung" - und sei sie noch so stichhaltig - ist einfach nichts zu machen. Da kannst du dich sinnvoller mit deiner Topfpflanze unterhalten.

Wobei - jetzt muß ich irgendwie den Dreh hinbekommen - ich das weniger auf den Glauben per se beziehe. Offenbar ist das ein Teil des Menschseins, der an sich ja auch nicht weiter "schlimm" ist (Immerhin ist die Beantwortung der Fragen "Warum sind wir hier? Und wie ging das alles so vor sich?"  recht vertrackt - so man sie denn unbedingt stellen will. Zugegebenermaßen kann man da schon ins Grübeln kommen, und von mir aus - mangels Alternativen - auch an ein "höheres Wesen" glauben. Wer weiß...?). Vielmehr sind damit zwei leider sehr weitverbreitete, und über die gesamte Menscheitsgeschichte vorhandene "Auftrittserscheinungen" gemeint, die oft Hand in Hand gehen und bei mir regelmäßig für sich sträubende Nackenhaare sorgen!

1.) Blinder, kritikloser Glaube, meist einhergehend mit absolutistischem, missionarischem Anspruch.

2.) Das Sammelbecken für "Gläubige". Die komischen Vereine, die die Stellvertretung Gottes (welcher auch immer) auf Erden für sich in Anspruch nehmen, sich aber doch permanent so ganz und gar menschlich (Machtausübung, Kohle scheffeln usw.) benehmen - und/oder sonstige Heilsversprecher: die Kirchen, Sekten, Glaubensgemeinschaften etc.

Wie gesagt, beides tritt oft genug in "schöner" Symbiose auf (muß aber natürlich nicht so sein, z.B. Hardcore-Fußballfans können wir durchaus nur unter 1.) ausmachen)! Um die Unterscheidung klarer zu machen, mag folgendes eventuell hilfreich sein!?!?

Zum Glaube per se:

»Das liegt wohl daran, dass jede wissenschaftliche Theorie auch (wie die Wissenschaft selbst falsifizierbar ist. Genauso ist es mit jeder religiösen Lehre. Sogenanntes Wissen beruht immer darauf, dass ich glaube, dass es richtig ist. Allein wenn man die Mathematik als logischste aller Wissenschaften nimmt, stößt man auf Grenzen oder gar Widersprüche. Oder wie es der Gödelsche Unvollständigkeitssatz besagt: Ein jedes System ist ab an einer hinreichenden Mächtigkeit widersprüchlich oder unvollständig. Bei allem Wissen, das man glaubt zu haben, kann man nur von einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass es richtig ist, ausgehen. Und so ist es auch mit Gott. Es geht nicht darum, zu beweisen, ob es ihn gibt oder nicht, sondern nur darum, wie wahrscheinlich es ist.« (>>)

Zu Kirchen, Sekten etc., Beispiel katholische Kirche:

»Und wer in dieser Kirche noch »etwas retten« will, ist entweder unwissend oder Opportunist oder von Mystik besoffen. Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur sich noch und andere vor ihr! Denn Kirche, das ist eine Praxis, die blind macht, um führen, die krank macht, um heilen zu können; die in Nöten hilft, die man ohne sie gar nicht hätte; das Gängeln derer, die noch immer glauben, durch jene, die es nicht mehr tun.«     Aus »Der gefälschte Glaube« von Karlheinz Deschner.

1Im wahrsten Sinne des Wortes »verkaufen«. Die weltlichen Messias-Vertreter leben alle gar nicht schlecht ... vom Scheren ihrer Schäfchen!

So gesehen handelt es sich bei obigem Filmchen eigentlich eher um eine "Kirchen-Story". Und zwar deshalb, weil sie es in der Tat geschafft haben, etwas lääääängst Vorhandenes neu aufzuwärmen, das dann aber - gewissermaßen als "Erfinder" - alleinig in Anspruch zu nehmen, und es die nächsten 2000 Jahre als ihr ureigenes "Werk" zu verkaufen1. Aus dieser Sicht eine nahezu grandiose Leistung!

Worauf es letztlich wohl hinausläuft, ist .?.?.?. ich nenne es mal "Personenkult" (wobei die Betonung eindeutig auf »Kult« liegt, und ich unter "Personen" selbstverständlich auch virtuelle "Wesen" oder ähnliches [z.B. Lieblingsvereine, Ideologien etc.] einbezogen wissen will). Jedwede Art von Personenkult ist gefährlich - seeehr gefährlich -, weil er von vornherein überanfällig für blinde, kritiklose Folgsamkeit macht. Folgsamkeit, die auf der anderen Seite der Medaille nicht selten aktive (!!) Diskriminierung anderer - in allen möglichen Varianten - stehen hat. Und wenn es verschiedentlich doch keine aktive Diskriminierung aufzeigt, dann zumindest eine passive. Auch nicht viel besser! In jedem Fall steht die starke Steuer- und Beeinflußbarkeit der Protagonisten im Raum. Dergleichen "Gehirngewaschene" sind beliebte, weil leichte "Opfer". Opfer, mit denen die eigenen Ziele der großen Guru-Zampanos erst möglich werden; wie auch immer die im Detail aussehen!

Leider Gottes sind die Grenzen vielfach fließend und unscharf. Wohl beinahe jeder kam schon mal in die Verlegenheit einem "Kult" (wie angedeutet sollte der Begriff recht weit gefasst werden) zu folgen, oder doch zumindest starke Sympathien zu entwickeln. Wo hört normale, gesunde "Anhängerschaft" auf (?) - die ja durchaus auch stark ausgeprägt sein darf -, wo fängt blindmachender Glaube, kritiklose "Jüngerschaft" an? Mitunter ist das nicht so einfach auszumachen!

Ich für meinen Teil beispielsweise - ihr werdet's beobachtet haben - hege eine gewisse Affinität für die "Theorie" eines Paul C. Martin (um nur mal den "Hauptvertreter" zu nennen, es gibt ja auch noch andere). Eben die "Theorie" des Debitismus ("Neulinge" bitte black01_next.gif»hier« reinschauen)!! Der/die ein oder andere wird nun eventuell tatsächlich der Meinung sein, daß ich diesbezüglich, mit ein bißchen gutem Willen , als einer der vorerwähnten blinden Jünger eines Martin'schen Debitismus-Kultes bezeichnet werden könnte - was ich hiermit selbstverständlich vehement zurückweise 

Ich denke der entscheidende, ganz allgemein geltende Unterschied ist - jedenfalls meiner Ansicht nach -, das hierbei die Kombination aus...

# Nichtwissen wird durch Glauben ersetzt, plus

# der Glaube verdrängt dann irgendwann zusätzlich auch noch vorhandenes Wissen,

... nicht zum Tragen kommt!!          (Ich hoffe, ich konnte damit allgemeinverständlich ausdrücken, was ich meine??)

Wenn beides tatsächlich eingetreten ist, haben wir den blinden, kritiklosen, beinahe suchtähnlichen Zustand, der alles andere ausblendet, und den Menschen zum - im schlimmsten Falle - willenlosen, aber zu allem bereitem Werkzeug macht. Einen Jünger des Kultes! Mindestens ist die Grundlage gelegt! (Passt das so ungefähr, oder völliger Schwachsinn?) Wie oben schon angedeutet, die Abstufungen sind breitgefächert und nuancenreich. Wie viel Nichtwissen wird durch Glauben ersetzt, wie viel Glaube ersetzt dann Wissen? Schwierig zu definieren, wo wann was wie passiert und welche Auswirkungen es zeitigt! Sehr schwierig! Bei mir selbst fängt der "Ausschlag" bei Sichtung socher Symptome relativ früh an, weshalb ich ab und an vielleicht etwas "überreagiere". Andererseits, bei derartigen Bildern, Videos und Berichten, wie ich sie vor etwas über einem Jahr schon mal gezeigt habe (hier zum black01_next.gif»Jesuscamp« ), da muß einem doch Angst und Bange werden. Vorsichtig formuliert fällt mir für so was absolut jedes Verständnis. Drastisch ausgedrückt ... na das laß' ich besser, sonst gleitet mir die Sprache ab!

Niemand muß ständig das Rad neu erfinden. Es gibt haufenweise clevere Leute, von denen man haufenweise clevere Dinge lernen kann. Das Erlernte darf dann als Anhänger auch ruhig mit Vehemens verteidigt werden. Kein Ding. Ganz normal!

Der Podest, auf den man die Person, die Ideologie, oder was auch immer erhebt, darf nur nicht so hoch werden, daß man die Person (oder was auch immer) vor lauter Entfernung gar nicht mehr erkennt, und nur noch den Podest selbst anstarrt!

Um zurück zum Eingangsthema Kirchen/Glauben und zugleich zum Schluß und zu kommen. Es ist keineswegs der Glaube selbst, der zu beanstanden ist. Ganz gewiss kann man auch von den diversen Glaubenslehren reichlich brauchbare Dinge lernen! Es ist der Personenkult, der leider zu häufig deshalb betrieben wird. Die Kirchen liefern dazu die Kultstätten und den propagandistischen, gehirnwaschenden Kultaufbau- bzw. erhalt. Kirche und Glaube passt in meinen Augen einfach nicht zusammen! Jedenfalls nicht, wenn sie sich so gibt, wie es größtenteils in der Geschichte war und auch heute noch überwiegend ist!

P.S.: Gelegentlich kann man schon mal auf den Gedanken kommen, die Existenz eines "Gottes" (oder irgendwas in der Art) vorauszusetzen. Ganz so weit möchte gehe ich denn aber doch nicht gehen! Ich persönlich tendiere ich zu Folgendem: Ich schließe nicht aus, daß es dergleichen geben könnte. Glauben, im eigentlichen Sinne, tue ich jedoch nicht daran. Glaube ich...

  

 » 10. November 2007 «

Heutiges Zitat

 

»Die Umstände lassen sich oft nicht ändern. Trotzdem kannst Du immer etwas ändern: Nämlich Deine Einstellung zu den Umständen.«

???

(Wenn man wirklich mal drüber nachdenkt, ein sehr, sehr tiefsinniger und weitreichender "Spruch"!)

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

 

Ist mir jetzt überaus peinlich, das ewige hin und her!! Aber nach dem ganzen, vormaligen Sermon, hat sich terminlich "natürlich" doch wieder was geändert. Um es wirklich kurz zu machen: Ich habe absolut keine Ahnung wie, wann und in welchem Umfang ich die nächsten ein bis drei Monate hier zu Gange sein kann!! Nebenstehendes Bildchen fasst es vermutlich am Besten zusammen . Genaueres kann ich leider nicht von mir geben. Ich hänge da selbst unwissend in der Luft!!! Wie dem auch sei, folgend dann halt doch noch eine "Kleinigkeit"!

 

 

  WIRTSCHAFT

 

»Neues von der Kreditfront (Sep 07) & US-Hypotheken(subprime)krise!« (>>)

POLITIK

 

»Die Geheimarmeen der Nato« (>>)

SONSTIGES  

 

»"Mutter Teresa - Der Todesengel von Kalkutta + unschönes, aber Interessantes zu Martin Luther!« (>>)

 

 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                Neues von der Kreditfront (BRD, September '07)...


... & US-Hypotheken(subprime)krise!

Vorab:  !

 

Für den Moment sieht das alles gar nicht mal schlecht aus. Wäre da nicht diese vermaledeite US-Subprime-Hypothekenkrise (siehe gleich unten), wäre das große Bild für die BRD in der Tat nicht übel. Oder besser gesagt: Es IST im Augenblick eigentlich nicht übel (!!!): black01_next.gif»Hier geht's zur dedalierten Kreditfront« (am Schluß mit aktueller Verschuldungssituation!)

Jedoch ist diese Finanzkrise tatsächlich dazu angetan, weltweit überaus heftig ins Kontor zu hauen. Und zwar so heftig, das möglicherweise wirklich (??) das komplette, globale Finanzsystem auf dem Spiel stehen könnte (!!). Ich schreibe extra »könnte« (!!), weil wohl niemand so ganz genau weiß, was da eigentlich alles in welchen Büchern schlummert und was für Auswirkungen in Zukunft effektiv daraus enstehen könnten. Die nackten Daten - die gesamten Dimensionen - sind jedenfalls erst mal überaus beunruhigend bzw. echt erschreckend (wie gesagt, siehe gleich unten). Wenn wir diesmal doch noch mal mit einem blauen Auge davon kommen sollten (natürlich auch nicht auszuschließen), war's wahrscheinlich knapper denn je.

Vielleicht täuschen mich meine Sinne auch, aber ich meine feststellen zu können, daß über alles, was mit "der Krise" zu tun hat, recht offen berichtet wird. Selbst der "Mainstream" wartet mit tatsächlich einigermaßen detailierten Berichterstattungen auf. Ja sogar N-TV nimmt sich ab und an des Themas an. DAS können wir, denke ich, als durchaus positives Zeichen vermerken.

Wie auch immer, da ich nicht weiß, was ich zur Hypothekenkrise selbst großartig Sinnvolles schreiben soll, folgt nun einfach eine kleine Auswahl. Sucht euch das für euch Interessante raus:

black01_next.gif»Liquiditätskrise - Die Krise weitet sich auf Gewerbeimmobilien aus« (Graphik rechts)

black01_next.gif»Kommunalobligationen - Sorgen um amerikanische Kommunalobligationen« (Graphik unten)

black01_next.gif»Markets fear banks have $1 trillion in toxic debt«

black01_next.gif»Citigroup Fighting For Its Financial Life«

black01_next.gif»US housing: How much will lenders lose from the US mortgage mess? The total could reach as high as $1 trillion.«

black01_next.gif»Foreclosure wave sweeps America«

black01_next.gif»Kreditmärkte - „Sachsen Funding I“ bittet um Zahlungsaufschub«

black01_next.gif»Katerstimmung an der Wall Street«

black01_next.gif»As clear as alphabet soup: banks’ CDO exposures«

Und "last, baut not least":

black01_next.gif»Conduits, ABCP-Programme und CDOs«

black01_next.gif»Anatomie eines Finanz-Tsunamis« (nichts für schwache Gemüter, die es vorziehen, die rosa Brille aufzulassen!) 


 

 

 


                                  Geldentstehung


Wenn ihr "mir" schon nicht glauben wollt, dann vielleicht einem ehemaligen »Mitgliedern im Direktorium der Europäischen Zentralbank (verantwortlich für die Generaldirektionen "Forschung" und "Wirtschaft") sowie der Chefökonom der EZB«, Ottmar Issing! (>>). Jener schreibt in seinem Buch »Einführung in die Geldtheorie« auf Seite 1 folgenden, bedeutungsschwangeren Satz:

»Historisch gesehen dürfte der Ursprung des Geldes in der Verwendung als Rangzeichen und Schmuck sowie für sakrale Zwecke zu suchen sein. Als widerlegt kann damit die lange vorherrschende Konventionstheorie des Geldes angesehen werden, nach der die Menschen aus Gründen der Zweckmäßigkeit, d.h. zur Erleichterung des Wirtschaftsverkehrs ein allgemeines Tauschmittel „vereinbart“ haben.«

Okay, die Sache mit der Schmuck-Geld Beziehung kann ich nicht einordnen. Seisdrum, der Rest trifft den Nagel auf den Kopf! Rangabzeichen und sakrale Zwecke sind was? Genau, sie sind Zeichen für die Anwesenheit von Macht!! Denn wer kann sonst wohl "Ränge" verteilen bzw. zuweisen? Ich? Du? Ne, ne! Vielleicht doch eher der Thronsitzende? Jau!  Und was werden "sakrale Zwecke" wohl sein? Eventuell der am Tempel abzuliefernde black01_next.gif»Obolus«, für die Erlangung des geistigen Seelenheils? Ja ja, auch die geistigen Führer waren/sind letztlich ganz weltlich und erzwangen/erzwingen die Abgaben. Auch sie waren/sind eine Form der Macht! Nichts ist mit Friede-Freude-Eierkuchen-ich-habe-ein-Huhn-gib-mir-deine-Kuh-dafür-Tauschtheorie! Geld ist die machterfundene, standardisierte Vereinfachung zur Erzwingung der Abgaben.

»[...] Dass die Mainstream-Geldtheoretiker dies - selbst nach Abschied von der Tausch- und/oder Konventionstheorie - nicht akzeptieren werden/wollen, versteht sich von selbst. Wer führt schon gern seinen Gegenstand auf Gewalt, unbeschränkte Machtausübung und letztlich eingesetzten oder angedrohten Waffengebrauch und damit (in moderner Terminologie) auf Kriminalität bzw. Verbrechen zurück? [...]«    
black01_next.gif»Forumsbeitrag«

Um mal deutlich zu werden: Ob's einem in den Kram passt oder nicht, spielt dabei keine Geige. Nur, sämtliche Lösungsansätze, die diesen grundlegenden Sachverhalt von vornherein nicht akzeptieren (können und/oder wollen) - weil er eben nicht in das "gutmenschliche" Weltbild passt, oder warum auch immer -, sind vergebene Liebesmühe und verschwendete Energie.

»[...] Aber es ist halt so gekommen wie es gekommen ist. Mit den Ergebnissen muss man nicht zufrieden sein, mit der Fährtensuche kann man zufrieden sein. Es soll auch kein "Idealsystem" entwickelt werden, sondern eine Erklärung versucht werden, warum sich die "Ökonomie", mit der wir heute leben, so entwickelt hat wie wir sie heute erleben.

Eben aus Stammesgesellschaften, aus Waffeneinsatz, aus Fremdzwang, usw. und nicht - wie das als Grundlage der mainstream-Ökonomie dargestellt wird - aus einer "Gesellschaft" von allseits Freien und Gleichen, die sich ihre Interaktionen dadurch zu erleichtern trachteten, dass sie auch noch "Geld" zur Erleichterung dieser Interaktionen "erfunden" haben. Am besten gleich noch als Teil des ominösen "Gesellschaftsvertrages". Diese Vorstellung ist völlig kraus und falsch.«
black01_next.gif»Forumsbeitrag«

P.S.: Bedarf es tatsächlich noch weiterer Illusionsdetonatoren? Oookay, die Realität (!!!): black01_next.gif»Die Jagd beginnt - Silber konfisziert! ... Ich möchte Sie hiermit davon in Kenntnis setzten, dass um 8 Uhr morgens rund 1 Dutzend FBI und Secret Service Beamte das Liberty Dollar Büro in Evansville gestürmt haben....«


 

  POLITIK

 

 


                                  Die Geheimarmeen der Nato


«[...] Man musste Zivilisten angreifen, die Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren», erklärte Vincenzo Vinciguerra, der von Untersuchungsrichter Casson als Täter eines Anschlages überführt worden war. «Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten die Menschen, das italienische Volk, dazu bringen, den Staat um grössere Sicherheit zu bitten. Diese politische Logik liegt hinter all den Massakern und Terroranschlägen, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich nicht selber verurteilen kann, er kann sich nicht selber für das Geschehene verantwortlich erklären. [...]»

black01_next.gif»Komplett...«

Selbstverständlich, selbstredend, in jedem Falle, natürlich, klarer- und logischerweise ist das alles nur Vergangenheit, und hat aber auch absolut überhaupt gar nichts mit heutigen Verhältnissen zu tun! Vergleichbares ist heutzutage einfach vollständig undenkbar! Staatlich initiierter Terror? Wo kämen wir denn da hin? Nein, nein, nein, schlicht nicht darstellbar! Offenbar sehen das tatsächlich genügend viele in der Art: >> !

 


 

  SONSTIGES

 


                                  
Mutter Teresa - Der Todesengel von Kalkutta...


... + unschönes, aber Interessantes zu Martin Luther!

Tja ja, und noch eine Illusion weniger! Von wegen "Mutter Teresa" als Synonym für Barmherzigkeit und Nächstenliebe etc.

»Am 19. Oktober 2003 fand in Rom die offizielle Seligsprechung von Mutter Teresa statt. Derzeit wird bereits mit Eile die Heiligsprechung vorbereitet. Schon zu Lebzeiten umgab die kleine Ordensgründerin ein Mythos, der die höchst unerfreuliche Wirklichkeit öffentlichkeitswirksam kaschierte. www.mutter-teresa.info dokumentiert die gerne verdrängten Schattenseiten der Ordensgründerin: So hielt die Freundin von Diktator „Baby Doc“ Duvalier die Demokratie für „Teufelswerk“, zweifellos in der Annahme, dass das „Gute stets von oben kommt“. Die millionenfach eingesammelten Spendengelder setzte sie nicht dazu ein, um die Not vor Ort (beispielsweise in Kalkutta) zu lindern, sondern hortete sie auf Konten des Vatikans. Ihr Leben lang verachtete sie das Diesseits so sehr, dass sie ihren Kranken in Kalkutta keine schmerzlindernden Tabletten geben ließ, da die Kranken in ihrem Leid und ihrem Schmerz dem Herrn Jesu Christi so viel näher seien. Statt irdischer Hilfe bekehrte sie Tausende von Menschen, die Zuflucht bei ihr suchten, zum Christentum (zweifellos in dem Glauben, sie dadurch vor dem Höllenfeuer zu retten). Lebensrettende oder -verlängernde Maßnahmen waren in ihrem Sterbehospiz jedoch unerwünscht, da Teresa nach erfolgter Bekehrung das Bett frei haben wollte, um weitere Seelen retten zu können. Kein Wunder, dass viele Slumbewohner große Angst hatten, dem „Todesengel von Kalkutta“ jemals zu begegnen«

black01_next.gif»www.mutter-teresa.info«

Zum Thema noch ein ausführlicher Artikel von heise.de: black01_next.gif»Zur Seligsprechung von Agnes Gonxha Bojaxhiu, alias Mutter Teresa«

Ein weiterer Mythos kann als "erledigt" betrachtet werden. Nicht das wir von dieser kriminellen ... ähhh ... katholischen, heißt das ... Organisation ... ähhh ... Kirche natürlich, etwas anderes erwarten sollten....!!!

Allerdings ist es auch nicht viel besser, wenn die Konkurrenzfirma - die Evangelischen nämlich - quasi gegründet wurden, von jemandem, der ... ach lest einfach selbst (aus »Aufwärts ohne Ende« von Paul C. Martin):

Martin Luthers Anti-Juden-/Anti-Wucher-Pamphlet von 1543 erscheint ohne konkreten Anlaß, ohne zeitbedingte Notwendigkeit. Weder sind die Juden, noch ist das »Wuchern« irgendwo ein Problem. Das Ganze wirkt wie die Pflichtübung eines Predigers, der mit seinem Kanon durch ist, und jetzt kommt halt das noch dran. Aber wie!

In einem ausführlichen Katalog gibt der Reformator präzise Anleitung zur Judenverfolgung und Juden- Vernichtung. Schon in seinen einleitenden Worten kann man den Brandgeruch des Holocaust ahnen:

»Was wollen wir Christen nu thun mit diesem verworffen, verdampten Volck der Jüden? ... So können wir das unleschliche feur Göttlichs zorns (wie die Propheten sagen) nicht lesschen, noch die Jüden bekeren. Wir müssen mit gebet und Gottes furcht eine scharffe barmhertzigkeit uben, ob(wohl) wir doch etliche aus der flammen und glut erretten kündten ... Sie haben die Rache am halse...«

Danach Luthers Pogrom-Programm:

1. Ihre Synagogen und Schulen »mit Feuer anstecken«.

2. Ihre Häuser »desgleichen zerbrechen und zerstören«.

3. Ihre Bücher wegnehmen (eine »Bücherverbrennung« kennt Luther noch nicht).

4. Den Rabbinern »bei Leib und Leben« verbieten, zu lehren.

5. Das freie Geleit verbieten, was sie vogelfrei machen würde.

6. »Das man inen den Wucher verbiete und neme inen alle barschafft und kleinot an Silber und Gold.«

7. Zwangsarbeit für die »jungen, starken Juden und Jüdinnen«. Gottes Zorn ist so groß über sie, daß sie durch »sanfte Barmherzigkeit« nur »ärger und ärger«, durch »Schärfe aber wenig besser werden«: »Drumb imer weg mit inen.«

Dann faßt Luther seine Vorstellungen, wie mit den Juden zu verfahren sei, zusammen. Die Judenverfolgung habe so zu geschehen, wie die Ärzte bei den Gliedmassen vorgehen, in denen der Brand wütet, mit »Schneiden, Sägen, Brennen«. Der Judenmord solle so abgewickelt werden, wie unter Moses in der Wüste (Exodus, 32, 28), als 3 000 Menschen erschlagen wurden. Die Textstelle, uns zum Gedächtnis, hier im Original:

Sagenhaft!! Das ist also der große Reformator und, etwas lax formuliert, der Gründer einer Kirche?? Grundgütiger, muß uns da noch irgendwas wundern? Mich würde wirklich interessieren, auf welcher Kanzel das schon mal thematisiert wurde?

P.S.: Ich kann sehr wohl zwischen Glaube und Kirche unterscheiden. Allzuviele, jedweder Richtung, können das offenbar aber leider nicht! Denn häufig - vieeeeel zu häufig - hat Letzteres leider nichts mehr mit Ersterem zu tun! Leider erliegen nach wie vor zu viele der ganz irdischen Propaganda, nämlich daß dies ein und das Selbe sei! Kirche - gleichgültig welche - war/ist bedauerlicherweise zu oft Verrat am Glaube - oder besser, an den Glaubenslehren - und wird es wohl auch immer sein! Schäfchen fragen halt nicht nach, sondern grasen dumpf weiter, egal, was passiert!

 

 » 28. Oktober 2007 «

Heutiges Zitat

 

»Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.«

SIR PETER USTINOV

(Hoffentlich unzutreffend!!)

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

 

Tja, WIE DER TEUFEL SO WILL, nach meiner "Schonfrist" Urlaub darf ich nun unmittelbar danach bis mindestens Ende November heimatfern für zusätzliches BIP sorgen und dort der Maloche frönen. Bedeutet, ich werde zwar immer mal wieder Zuhause sein, daß aber unregelmäßig und nur ganz kurz, sodaß ich einfach nicht in der Lage sein werde, bis dahin hier noch was sinnvolles zu bewerkstelligen. Im Grunde ist dieses Jahr NEWSmäßig somit LEIDER größtenteils gelaufen (möglicherweise klappt vor der Weihnachtspause noch was "Schnelles" im Dezember). Ich werde schlichtweg kaum bis keine Zeit dafür haben. Auch bei mir schlägt der Debitismus unerbittlich zu, und die Arbeit hat selbstredend Priorität - die Krake Staat will schließlich gefüttert werden! SO LEID ES MIR TUT, wir werden uns wohl so richtig erst wieder Anfang nächsten Jahres sehen! Sollte sich daran was ändern (was nervtötenderweise recht häufig vorkommt) ... ähhh, naja, alsooo ... eigentlich bekommt ihr das dann nur mit, wenn ihr immer mal wieder hier reinschaut. ICH BITTE UM PARDON!!!

 

 

  WIRTSCHAFT

 

»Neues von der Kreditfront (Aug 07) & US-Hypotheken(subprime)krise!« (>>)

»Bank Lending Survey (3. Quartal '07)« (>>)

»Umverteilungsstaat« (>>)

POLITIK

 

»Ein paar Links...« (>>)

SONSTIGES  

 

»"MAN" eMANzipiert sich... « (>>)

 

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                Neues von der Kreditfront (BRD, August '07)...


... & US-Hypotheken(subprime)krise!

1.) Kreditfront BRD:
Da "demnächst" ja schon wieder die Zahlen für den September auf dem Tisch liegen werden, für diesmal nur die stark gekappte Version. Sprich, nur mal der schnelle Blick auf die Unternehmen und Private in der BRD (ohne den restlichen Kladderadatsch).

Vorab:  , beinahe schon !

 

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 2006

2452,43

+1,56

 Jan 07

2470,48

+0,74

 Feb 07

2462,96

-0,30

 Mrz. 07

2471,48

+0,35

 Apr. 07

2495,96

+0,99

 Mai 07

2474,00

-0,88

 Juni 07

2452,60

-0,86

 Juli 07

2454,58

0,08

 Aug 07

2457,07

0,19

Die Buchkreditvergabe ging bei den Unternehmen und Privatpersonen im August 07 leicht nach oben!! Und zwar um 5,65 Mrd. Euro oder +0,25%! Nun, gerade auch angesichts der Hypothekenkrise ein durchaus recht ansehnliches Ergebnis.

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle, Summe Buchkredite & Wertpapiere) gab's wie schon zuletzt mal wieder ein kleines Plus. Wobei die Wertpapiere selbst um 3,16 Mrd.€ abnahmen.

Das Gesamtjahr 2007 sieht demnach bisher wie folgt aus:
Bei den Buchkrediten ein Plus von 28,99 Mrd.€ oder +1,29%. Inklusive der Wertpapiere stellt sich das Bild so dar: +4,64 Mrd.€ oder +0,19%.

Die nun doch schon etwas länger währende "Verschnaufspause" bei den Wertpapieren ordne ich mal als weniger schlimm ein. Und die Buchkredite allein betrachtet, machen beinahe richtig Freude. So kann man es denke ich formulieren, wenn man nicht unbedingt den Maßstab der langfristigen Entwicklung anlegen will.

Im Gesamten will ich ob der Hypothekenkrise definitiv keine Entwarnung geben (beispielsweise ist der NAHB-Housing Market Index weiter abgeschmiert ; außerdem siehe folgend unter 2.)). Das Dingen ist nicht noch lange nicht durch. Es würde mich in der Tat wundern, wenn da nicht noch was richtig heftiges folgen würde. Aber die aktuellen, nackten Kreditvergabedaten aus dem Heimatländle, sind für's erste jedenfalls mal nicht so übel. Für mich persönlich sogar - verhältnismäßig - überraschend gut!

Europäisch betrachtet läßt sich nach wie vor schon gar nicht klagen: black01_next.gif»Hier...«. Auch der Saldo der deutschen black01_next.gif»Leistungsbilanz« kann weiterhin gefallen. Lediglich der hiesige black01_next.gif»Rentenmarkt« schwächelte - und daß auch noch recht kräftig. Trotzdem, alles in allem kein so übles Bild! Wäre da nicht die US-Subprimekrise - bei der ich ein wirklich echt richtig mieses Gefühl habe, weitaus schlimmer noch, als damals beim 2000/2001'er "Crash" - könnte man fast von "keine Gefahr im Verzug" reden. Aber leider, leider ... für wäre, hätte, tätste, könnste usw. können wir uns nichts kaufen.

Kurz was Grundsätzliches eingeschoben, daß mir auf der Seele liegt: Ganz egal, was für "Schreckensmeldungen" ich hier vorstelle, zitiere und/oder mehr oder weniger hypothetisch in die Zukunft projeziere; seien es die Kreditgeldzusammenhänge und deren mögliche Folgen, politische Ereignisse die dies oder jenes bedeuten könnten, oder die sich immer mehr und beschleunigt zusammenziehende "Big Brother-Schlinge" und die möglichen Konsequenzen für die kommenden Jahre, oder sonst irgendwas, das ich klärend versuche aufzuzeigen etc. etc. ... nichts, aber auch überhaupt gar nichts, von all diesen womöglich, evtl., u.U. eintretenden "Unannehmlich- bzw. Ungeheuerlichkeiten", sehne ich auch nur ansansatzweise herbei, nur damit ich letzthin recht behalte!!! Ein für allemal sei das jetzt mal festgehalten! Nichts wäre mir lieber, als wenn der ganze Schei.. nicht vorhanden wäre!! Also, ich bitte verschärft darum, nicht den Überbringer der schlechten Nachrichten, als Ursache der Nachrichten selbst anzusehen. »Don't hang the messenger!« Und selbst wenn ich ab und an mit meinen Einschätzungen vielleicht mal über's Ziel hinausschießen und verschiedentlich tatsächlich zu schwarz malen sollte, so ist dies immer noch besser, als den Kram einfach zu ignorieren oder ungerechtfertigterweise winzig zu reden, nur weil "er" nicht ins so schön zurechgebastelte Weltbild passt!!            Okay, zurück zu den "Schwarzmalereien" !

2.) US-Hypotheken(subprime)krise

Vor rund drei Monaten bin ich schon mal etwas ausführlicher auf das Thema eingegangen. Ihr solltet euch das nochmal kurz durchlesen: black01_next.gif»Hier drücken...« (nicht wundern, die damals verwendeten Graphiken scheinen mittlerweile "umgezogen" zu sein, kommen aber jetzt nachstehend aktuell). Der zentrale, erläuternde Satz war:

»Der Credit Derivative Index ABX.HE zeige die Kosten der Absicherung gegen Insolvenz am US Hypothekenmarkt. Der Index falle, wenn das Risiko steige, dass Hypotheken notleidend würden. Im Februar habe die Subprime Panik zu einem Kollaps der BBB oder BBB-bewerteten Derivative geführt.« (>>)

Hier also beispielhaft ein Bildchen der BBB's dazu (beide Stand: 28.10.07):

- BBB -

Die schmieren beinahe ins Bodenlose ab!! Noch tiefer, als zum bisherigen Hoch der Krise im August. Und noch ein Satz von vor drei Monaten: »Nur die besten Qualitäten seien verschont geblieben.« Beste Qualitäten, wie AAA eingestufte zum Beispiel. Auch diesen ging es bereits im August an den Kragen, erholten sich zwischenzeitlich allerdings wieder recht ordentlich, um dann jetzt auch wieder heftig abzugeben.

- AAA -

Hier könnt ihr euch weiteres, stets aktualisiertes "Material" dazu ansehen: black01_next.gif»www.markit.com«. Sieht bei allen ähnlich aus. Ihr lieben Leut, ich sehne mir ganz gewiss nichts an Schlechtem herbei (ich will einfach nur in Ruhe mein Leben leben), aber diese Datenlage ist einfach mal schlichtweg beunruhigend (zurückhaltend formuliert). Ich weiß nicht konkret, was wie und ob überhaupt usw. passieren wird. Aber eins ist klar, das sind alles andere, als "normale" Entwicklungen! Und wenn sie nicht "normal" sind, dann wird da schon was als ("unnormaler") auslösender Verursacher dahinterstecken. Und in diesem Falle könnte (!!!) das in der Tat was wirklich nenneswert Großes sein, daß deshalb auch wirklich nennenswert, größere (negative) Auswirkungen haben könnte (!!). Ich hoffe inständig das nicht, aber die Möglichkeit ist einzukalkulieren. Alles andere wäre eine »sieht du mich nicht, sehe ich dich auch nicht« "Taktik", die einen zwar selbst in subjektiver (trügerische?) Ruhe wiegt, aber an der objektiven Situation absolut nichts ändert.

Denn wer glaubt, das »ihn/sie« das Ganze letztlich ja doch nichts anginge, der sollte sich beispielhaft das Fondsportrait des Deka-Euro Flex Plus TF (>>) dringend anschauen (vor allem die Wertentwicklung >>)...

»Deka-EuroFlex Plus TF konzentriert sich bei seinen Anlagen auf sogenannte Asset Backed Securities, mit Forderungen besicherte Wertpapiere. Darüber hinaus können auch sonstige variabel verzinsliche Papiere sowie Anleihen mit geringen Zinsänderungsrisiken erworben werden. Die Anleihen weisen zum größten Teil Ratings innerhalb des Investmentgrade-Segmentes auf (AAA bis BBB-)....«

...in dem über Zweidrittel der enthaltenen Anleihen mit AA und schlechter (allein BBB mit 18,6%) bewertet sind. Weiß der Geier, in wie vielen Lebensversicherungen, Riester-Renten und sonstigem Krempel solche Fonds enthalten sind.
Okay, offen gestanden weiß ich natürlich auch nicht, wie dem konkret zu begegnen ist - in irgendeiner Art und Weise sind wir ja ALLE davon betroffen. Ich meine, was kann unsereins schon effektiv dagegen tun? Nicht allzuviel, fürchte ich (physisches Gold? Bargeld? Schaden kann's nix! Zumindest anteilig nicht!). Mehr oder weniger sind wir wohl zum Zuschauer degradiert! Nichtsdestotrotz sollte der Kopf aus dem Sand gezogen werden und der Chose offensiv begegnet werden!!

P.S. 1: black01_next.gif»Inzwischen machen auch deutsche Volks- und Raiffeisenbanken die Öffentlichkeit sachte darauf aufmerksam, daß auch sie zum Jahresende wegen Anleihen von anderen, größeren und international tätigen Geschäftsbanken zu Wertberichtigungen im Bereich von einigen Millionen Euro gezwungen sein könnten.«

P.S. 2: Noch eine Graphik aus black01_next.gif»Game Over for the American Consumer«

 

 

  

 

 


                                ...BANK LENDING SURVEY (3. Quartal '07)...


...der Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird. Ergebnisse für Deutschland...

... vor!! Für diesmal gibt es einen Standardbericht, sowie zusätzlich eine Ad-Hoc Umrage zur US-Subprime-Hypothekenkrise!!

• Standardumfrage:

 

Beispiel:

Frage 3: Wie haben sich die Bedingungen (credit terms and conditions) Ihres Hauses für die Gewährung von Krediten an Unternehmen (inklusive Kreditlinien) in den letzten drei Monaten verändert? Bewerten Sie bitte die genannten Faktoren anhand der folgenden Skala:

Bank-Lending-Survey_Frage3.gifKommentar:
Diese Frage hatte ich bei meiner Auswahl bisher noch nicht im "Angebot". Aufgrund der US-Kreditmarktkrise erschien mir das aber sinnvoll!

DAS ist ganz sicher der US-Hypothekenkrise geschuldet. Offensichtlich schlägt die Krise so langsam durchaus nennenswert auf die Margen der Banken durch - zumindest im Bereich Kredite. Und nicht nur die Margen sind betroffen, wie die Tabelle unten zeigt. Auch die "anderen Bedingungen" verschärften sich zusehens.
Das gefällt mir nicht, ganz und gar nicht sogar!!


 

  2007
Januar April Juli Oktober

Saldowert*

A) Preis        
Marge Ihres Hauses für durchschnittliche Kredite -25 -75 -63 -13
Marge Ihres Hauses für risikoreichere Kredite 0 0 -25 38

B) Andere Bedingungen

 

 

 

 

Kreditnebenkosten 6 6 0 13
Höhe des Kredits oder der Kreditlinie -13 -13 -6 6
Sicherheitenerfordernisse 0 -13 -6 6
Zusatz- oder Nebenvereinbarungen (covenants) -13 -6 -19 6
Fristigkeit -13 -13 -19 6

Vorab eine für's gesamte Bild zusammenfassende Kurzeinschätzung: "Private hui, Banken pfui, pfui !!!" Mehr von mir dazu, könnt ihr im "Bedarfsfall" hier einsehen:black01_next.gif»Bank Lending Survey«

• Ad-Hoc Umrage zur US-Subprime-Hypothekenkrise:

Ist gegebenenfallls vielleicht 'ne ganz interessante Zusatzinfo: black01_next.gif»Drückst du hier...«.
Im Großen und Ganzen scheint noch keine übermäßige Nervosität vorhanden zu sein. Lediglich »mittlere Auswirkungen« der US-Hypothekenkrise sind momentan, gewissermaßen als "Worst Case", angegeben. Allerdings mit zwei Ausnahmen: die Fragen 22 und 23 solltet ihr euch im Hinblick auf die »Verbriefung von Unternehmenskrediten« genauer ansehen! Dieser Punkt scheint schon jetzt durchaus im Argen zu liegen (!!) - was mir überhaupt nicht gefällt!

 


 

 


                                   Umverteilungsstaat


 

Ich glaube, viel besser kann man den Finger nicht in die Wunde legen, wie Roland Baader das im Folgenden kurz und bündig getan hat. Auch wenn ich mit den "Christ" und "Herrgott" Einschüben so meine Probleme habe (es ist halt doch nichts perfekt) ... ein echt nettes Fundstück!

Ich träume von einem vollbesetzten Bundestag (wohl nur bei Abstimmung über Diäten-Erhöhung möglich). Plötzlich erhebt sich einer der Abgeordneten, allen anderen als aufrechtes Mannsbild bekannt, und tritt ans Mikrofon. Lange schaut er schweigend ins Hohe Haus, bis gespannte Stille eingetreten ist. Dann sagt er:

»Meine Damen und Herren:
Ich bin ein glühender Anhänger des demokratischen Rechtsstaats; ich bekenne mich zur freiheitlichen, individualistischen und christlichen Kultur, Tradition und Zivilisation des Abendlandes und der freien westlichen Welt.
Und genau aus diesem ernsten Grund sage ich allen hier versammelten Volksvertretern, allen Parteien, Politikern und Regierungsmitgliedern: Ich brauche Eure Subventionen und Transferzahlungen nicht; ich will nicht Euer Kinder-, Mutterschafts- und Sterbegeld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt - und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich brauche keine subventionierte Butter, kein Quoten-Rindfleisch und keine preisgarantierte Milch, keine EG-genormten Planwirtschafts-Erbsen und keine ministergelisteten Medikamente; ich brauche keinen Schwerbeschädigten-Ausweis für meine Plattfüße und keinen Almosen-Freibetrag für meine pflegebedürftige Großmutter, auch keine Kilometerpauschale und keinen Kantinen-Essensbon über eine Markdreißig.

All Eure Wahlfang-Pfennige und -Scheine könnt Ihr Euch an den Hut stecken. Aber: Laßt mich dafür auch in Frieden. Ich bin nicht Euer Buchhalter, Statistiker und Belegsammler, der die Hälfte seiner Lebenszeit damit zubringt, Eure Schnüffel-Bürokratie zu befriedigen, der von einem Paragraphen-Knäuel zum anderen taumelt und sich wie eine gehetzte Ratte durch alle Kanalwindungen Eurer kranken Steuergehirne windet. Schickt Euer Millionenheer von Faulärschen und parasitären Umverteilern nach Hause, Eure Vor- und Nachdenker moderner Wegelagerei und Strauchdiebeskunst, Eure Bataillone von Steuerfilz-Produzenten, Labyrinth-Pfadfindern und Paragraphen-Desperados, Eure Funktionärs-Brigaden von Verordnungs-Guerilleros und Stempelfuchsern, all' die nutzlosen Formularzähler und Arbeitsverhinderungs-Fürsten.

Laßt mich einen festen, eindeutigen und ein-für-alle-mal fixierten Steuersatz zahlen, und bezahlt damit eine angemessene Verteidigungs-Armee und ein verläßliches Rechtswesen, aber haltet Euch ansonsten heraus aus meinem Leben. Dies ist mein Leben; ich habe nur eines, und dieses eine soll mir gehören. Ich bin niemandes Sklave, niemandes Kriecher und niemandes Liebediener.

Ich bin ein freier Mann, der für sein Schicksal selbst und allein verantwortlich ist, der sich in die Gemeinschaft einfügt und die Rechte anderer genauso respektiert wie er seinen eigenen Pflichten nachkommt, der aber keine selbsternannten Ammen und scheinheilige Gute Onkels, keine ausbeuterischen Wohltäter und von mir bezahlte Paradiesverkünder braucht.

Was ich brauche, das sind: Freunde, Familie und rechtschaffene Christenmenschen, in guten und in schlechten Zeiten; und ich bin Freund, Familienglied und Christ, auch dann, wenn es anderen schlecht geht; aber dazu brauche ich keine Funktionäre und Schmarotzer, keine bezahlten Schergen und staatsversorgte Wohltäter. Dazu brauch ich nur die mir Nahestehenden und den Herrgott.

Hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!«           Quelle: black01_next.gif»Wickipedia«

OHNE WEITEREN KOMMENTAR!! Ähhh, okay, ganz ohne kommt ihr mir dann doch nicht davon . Zwei Punkte möchte ich doch noch kurz einkreisen (ich weiß, ich wiederhole mich, müßt ihr durch , ist wichtig):

1.) Folgender Satz »...,und bezahlt damit eine angemessene Verteidigungs-Armee und ein verläßliches Rechtswesen,...« verdient näheres hinsehen.

a) Es mag überflüssig sein, aber trotzdem sei es nochmals explizit erwähnt: genau DAS ist die Definition von "der Macht", von der hier immer wieder die Rede ist (ein Beispiel: black01_next.gif»Macht, der Staat und die Institution des Eigentums«, in dem sehr schön die Konsequenzen und Zusammenhänge erklärt sind). Denn Armee und Polizei (=Teil des »verläßlichen Rechtswesens«) und vergleichbare "Institutionen" SIND DIE MACHT. Sie sind das Herzstück der Macht; der verlängerte Arm. Erst sie definieren die Macht überhaupt. Sie sind die Waffenträger!!! Hört sich wie eine Selbstverständlichkeit an, sollte aber nicht vergessen werden. Die Macht - DER STAAT - definiert sich über seinen Waffenbesitz. Er ist von seinem "natürlichen" Wesen her ein Militarist (!!!) und keine barmherzige, humanitäre Vereinigung von lauter "gutmenschlichen" Moralisten!. Und DAS kann und wird sich die Macht schlicht nicht nehmen lassen (können)!! Geschieht dies doch, sind wir schon mitten im Endspiel: Revolution! Zurück auf Start, ein neuer Durchgang beginnt!

1Bei "Bedarf", ausführlicher bitte hier reinschauen:
black01_next.gif
»Verschuldung, Geld und Zins – Grundlegende Kategorien einer Wirtschaftstheorie«

b) Gleichzeitig ist das von Baader zugestandene »verläßliche Rechtswesen« DIE Kernaufgabe des Staates/der Macht (oder besser, sie sollte es zumindest sein; machtgeile, wahnsinnige Despoten beispielsweise neigen dazu, daß ihnen dergleichen meilenweit am Ars.. vorbei geht). Die Kernaufgabe - für einen schwungvollen "Debitismus", von dem letztendlich "jeder" was hat, unabdingbar - liegt in der Besicherung von Eigentum und Kontrakten: SCHULDkontrakten!!!. Sprich Verschuldungsvorgänge, sprich Kreditvorgänge, sprich NEW CREDITS!!!1 Selbst bei höchstmöglicher Durchdringung von Privatisierung (die durchaus machbar und meines dafürhaltens auch sinnvoll ist), muß es eine allerletzte Instanz geben. Das wiederum kann nur der Waffenträger selbst sein (mit Wattebällchen kommt man eben nicht allzu weit!). Eben der Staat/die Macht!

2.) Damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen: nichts, auch keine theoretische "Baader-Umsetzung", ändert etwas an dem grundsätzlichen Ablauf. Ein Ablauf, der, wie die Geschichte unendlich oft beweist, am Ende im Staatsbankrott endet. Gleichwohl macht es einen Unterschied - einen kaum zu überschätzenden noch dazu-, ob "der Bumms" alle 50 oder erst alle 150 Jahre über die Bühne geht. Auch die "Fallhöhe" spielt eine Rolle. Ein praller Ballon platzt eben lauter und unkontrollierbarer, als ein schlaffer, aus dem die Luft nur leise raussäuselt!

Aprpopos Umverteilungsstaat! Das Non Plus Ultra dieser Monster ist wohl die EU. Eine EU, die sich gerade ein "neues" (Mogel)Gewand anlegen will: black01_next.gif»200.000 Tausend demonstrierten gegen EU-"Verfassung"«.

»Was allein in Deutschland unter “Ratifizierung” verstanden wird, hat Frank-Walter Steinmeier deutlich gemacht. Man sollte es besser “durchpeitschen” nennen: “Deutschland sollte den Ehrgeiz haben, zu den ersten zu gehören”. Das heißt, erneutes Durchwinken im Bundestag. Genauso wie 2005 im Falle der in allen wesentlichen Punkten identischen “EU-Verfassung”, werden die Abgeordneten wieder nicht wissen, wofür sie ihre Stimme abgeben. Und wenn doch, dann ist es ihnen egal. Fraktionszwang oder Herdentrieb. Disqualifiziert haben sie sich bereits bei der ersten Abstimmung - und nicht nur da.«

Das dies nicht nur leeres Gerede ist, um unsere Politikergilde fälschlicherweise zu diskriminieren, wird überdeutlich, wenn ihr euch dieses Video anschaut: black01_next.gif»Panorama befragt Politiker zur EU-Verfassung« . Ist zwar schon älter, zeigt aber nichtsdestoweniger, mit was für stümpernden Dilletanten wir es in "unserer" Volksvertretung zu tun haben. Vor allem diejenigen, die immer noch der Meinung sind, daß es mit Volksentscheiden schlechter laufen würde, weil das dämliche Volk (was es im Gros ja auch ist) keine Ahnung von nichts hat, sollten sich das aufmerksam ansehen. Auch Politiker sind ein Teil der Bevölkerung und somit mehrheitlich dämlich (remember black01_next.gif»Stoiber« ). Und wenn die Dämlichkeit eh in der Überzahl ist, dann doch bitte wenigstens wirklich demokratisch (=Volksentscheide) und nicht in einer Parteiendiktatur (=Status Quo). Würde es tatsächlich schlechter laufen, wenn stimmenkaufende und gekaufte Politiker, und sich kaufen lassendes Wahlvolk, wenigstens zum Teil durch Volksentscheide wegfallen würden?

 


 

  POLITIK

 


                                  
Ein paar Links...


... die ich diesmal unkommentiert stehen lasse. Was soll ich dazu auch schon großartig sagen? Spricht alles für sich!!

black01_next.gif»Muslim-Markt interviewt Wolfgang Eggert, Autor des Buches "Erst Manhatten, dann Berlin"« (VORSICHT!! Verschwörung! »..."Die CIA besitzt jeden von irgendeiner Bedeutung in den Massenmedien." So sprach der ehemalige CIA-Chef William Colby zur Zeit des Mauerfalls. Als er einmal gefragt wurde, ob die CIA ihren Presse-V-Leuten jemals gesagt habe, was diese schreiben sollten, antwortete er: "Aber sicher, das wird ständig gemacht." Kontrolle des Fußvolks ist Teil des politischen Spiels, gerade in Spannungszeiten wie diesen. Auch Kriegsfanfaren brauchen Mundstücke. Als solches dient die Medienlandschaft....«)

black01_next.gif»Chronik eines angekündigten Dritten Weltkriegs« (hat was, der Artikel!)

black01_next.gif»Geht die Türkei in die US-"PKK"-Falle in Kurdistan und Irak?«

black01_next.gif»Die Spur der Dienste« (»... Die entscheidende Frage wird dabei eben nicht gestellt: Könnte es sein, daß Mitglieder bestimmter Geheimdienstfraktionen gar nicht an der Verhinderung von Terrorattacken, sondern an deren Vorbereitung mitwirken? Hier lohnt es sich für Journalisten weiter zu recherchieren!«)

black01_next.gif»Neue Linke - sponsored by CIA’s Ford Foundation?« (Auch die anhängenden Kommentare - insbesondere Nr. 6 - sollten gelesen werden!)

 


 

  SONSTIGES

 


                                  
"MAN" eMANzipiert sich...


... oder vielmehr, die Frauen-Emanzipation durch Ablehnung und/oder Nichtgebrauchs des Wörtchens »man(n)«, hier und da auch durch ein "gezwungenes" »Mensch« ersetzt zu sehen. Zur Verdeutlichung, worum es geht, einfach weiter lesen! ("Hat" - von englisch Hut - ist in diesem Falle als Name zu verstehen)

[...] »Er ist wunderschön, Dick«, sagte Rye.

»Ja, nicht wahr? Und endlich ist jemand hier, der würdig ist, darauf zu sitzen. Da gibt es keinen Zweifel, was meinen Sie, Hat? Rye muß unser Obmann sein. >Königin und Jägerin, keusch und schön . .

Mit diesen Worten hatte er ihre Hand ergriffen und sie genötigt, auf dem Sessel Platz zu nehmen.

Hat, der über diese Vertraulichkeit nicht erbaut war, glaubte, sich durch linguistische Korrektheit Pluspunkte verdienen zu können. »Obfrau, meinen Sie wohl. Oder wenigstens Obmännin.«

»So habe ich das gemeint, denken Sie?« erwiderte Dee freundlich. »Aber Mann war ursprünglich keineswegs geschlechtsspezifisch, sondern bedeutete Mensch. Manche leiten aus demselben indogermanischen Stamm men oder mon ab, der für mahnen im Sinne von »denken, erinnern« angenommen wird, also in Bezug zur Kraft des rationalen Denkens steht, die uns von den Tieren unterscheidet. Ob das nun stimmt oder nicht, fest steht, daß das Wort erst wesentlich später die männlichen Mitglieder der Spezies bezeichnete. Und deshalb ist die Behauptung, jene Fälle, da es noch in seiner ursprünglichen Bedeutung menschliches Wesen gebraucht wird, demonstrierten männliche Arroganz und Alleinvertretungsansprüche, ebenso unsinnig wie die Vermutung, der Verbrennungsmotor sei erfunden worden, weil Henry Ford mir der Produktion von Kraftwagen begonnen hat!...« [...]      Aus dem Roman »Die rätselhaften Worte« von Reginald Hill

Wer dem Roman nicht glauben mag, kann sich black01_next.gif»hier« und black01_next.gif»hier« weitere Bestätigungen obiger Aussage anschauen.

Fand ich ganz interessant, weil mir das bis dato nicht bekannt war. Wenn ihr also mal wieder ein krampfhaftes »Mensch« anstelle eines eigentlich gut passenden »man« zu lesen, oder gar tadelnd-besserwisserich zu hören bekommt ... alles Unfug! Wenn schon jemand alles besser weiß, sind das gefälligst »WIR« hier !!

P.S.: Nur um sicher zu gehen : Das war keine grundsätzliche Kritik an "der" Frauen-Emanzipation; nur an den überschießenden Stilblüten, welche derartigem mitunter wachsen!

 

 » 20. September 2007 «

Heutiges Zitat

 

»Zwei Bosse - Sie glichen sich wie ein Hai dem anderen«

WOLFGANG BEUTIN

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

So, Leute, jetzt habt'ers !! Das ist vorrübergehend (!!) die letzte Aktualisierung! Komme was da wolle - und ich hoffe inständig, daß das nicht zuuuu arg wird, was da u.U. kommt -, Urlaub und homepagefreie Zeit ist angesagt!! Irgendwie bin ich für den Moment ziemlich ausgelutscht! Ich nehme an, ihr habt es bereits gemerkt (immer weniger Inhalt und längere "Wartezeiten"). Ich brauch dringend 'ne Pause!

Wie lange? Also zwei Wochen "Total"abstinenz (mal sehen, wie "total" ich das durchhalte ) habe ich mir selbst schon auferlegt (bis auf einige Mailantworten höchstwahrscheinlich, da hänge ich doch um einiges hinterher (sorry!!), ein paar werde ich wohl endlich schaffen). Bis ich nach diesen zwei Wochen dann wieder in der Materie bin, interessantes zusammengesammelt und irgendwas dazu geschrieben habe, ich denke bis dahin vergehen dann schon vier bis fünf Wochen. Grobe Richtschnur: Ende Oktober!! Wie gesagt, wird höchste Zeit dafür!!

Okay, bis dahin!! Ich hoffe es geht unterdessen nicht komplett in die Grütze!! Schöne Zeit zusammen - trotz allem!!

 

  WIRTSCHAFT

 

»Die Regierung und die Inflation«

»Neues von der Kreditfront (Juli 07)« (>>)

»Mortgage Delinquencies & Foreclosures« (>>)

POLITIK

 

»Terroranschlag in Deutschland vereitelt?« (>>)

»Afghanistan:Taliban,Karzai und CIA sind ein- und dieselbe Partei« (>>)

»Chinas Wirtschaftswunder basiert auf Fälschungen!!« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

 

  WIRTSCHAFT

 


                                  
Die Regierung und die Inflation


Ein bemerkenswertes Stück!! Unter anderem deshalb, weil es dem unausrottbaren Mythos der staatlichen Entschuldung mittels Inflationierung an den Kragen geht. Das ist nach wie vor leider keinesfalls selbstverständlich, wie ich gerade vor ein wenigen Wochen wieder "an eigenem Leibe" feststellen mußte!

Sonntagsfrühstück bei Sonnenschein ... Diskussion über Geld, Finanzen, Wirtschaft ... aufgetischt wurde just das "Weginflationieren" der Staatsschulden ... Diskussionspartner ist Zahnarzt: trotzdem ein wirklich netter und intelligenter Mensch ... umso erschreckender (!!), wie überaus wenig grundlegendes Wissen in der Bevölkerung über diese Themen vorhanden ist!! Und das, obwohl es kaum einen Bereich gibt, der das eigene Leben mehr beeinflußt (mindestens indirekt, aber oft genug auch absolut direkt), als diese Materie! Mal abgesehen von der eigenen Gesundheit vielleicht! Wiewohl wir auch über diese Ecke wieder ruckzuck bei Geld, Wirtschaft und Finanzen anlangen! Oder behandelt euch euer Arzt umsonst?? Wie gesagt: erschreckend!! 

Und die so erzeugte Inflation kann natürlich, ähnlich dem Versuch Münchhausens, sich am Zopf aus dem Sumpf zu ziehen, systemnotwendig niemals hoch genug sein, um den sie verursachenden Schuldenbestand zu entwerten, auf dem sie ja gerade basiert.

black01_next.gif»Komplett...«

Wer zuviel Zeit hat , sollte auch hier noch reinschauen: black01_next.gif»Schulden "Weginflationieren" - Wie geht das?«

 

 

 


                                Neues von der Kreditfront (Juli '07)


 

 Vorab:  

 

 Hier das komplette Update:black01_next.gif »Neues von der Kreditfront«

 

 
 

 


                                   Mortgage Delinquencies & Foreclosures


 

...also die Ausfallraten des US-Hypothekenmarktes. Wobei »Delinquencies« Zahlungsrückstände bedeutet, und »Foreclosures« für Zwangsvollstreckungen steht!

 

Beginnen wir mit der Gesamtzahl der Zahlungsrückstände (Delinquencies). Die Graphik rechts zeigt diesbezüglich einen etwas langfristigeren Chart. Damit läßt sich eine black01_next.gif»aktuelle Meldung« (vom 06.09.07) der Mortgage Bankers Association (MBA) besser einordnen.

The delinquency rate for mortgage loans [...] stood at 5.12 percent of all loans outstanding in the second quarter of 2007 on a seasonally adjusted (SA) basis, up 28 basis points from the first quarter of 2007, and up 73 basis points from one year ago, according to MBA’s National Delinquency Survey. 

Wir sehen eine recht unschöne Entwicklung. Nicht daß die "aktuellen" 5,12% nicht schon mal dagewesen wären (Ende 2000 z.B. etwas mehr als 5,3%). Aber erstens bedeutet das nicht, daß, nur weil es Vergleichbares bereits gegeben hat, dies nicht trotzdem ein Grund zur Beunruhigung wäre. Und Zweitens decken die 5,12% ja nur das zweite Quartal 2007 ab. "Voll zugeschlagen" hat die Krise jedoch erst ungefähr ab Juli / August 2007. Wir können demnach wohl leider davon ausgehen, daß da weiteres, größeres Ungemach droht!

 

Weiter schauen wir uns nun die Aufteilung der Zahlungsrückstände in Subprime und Prime an!

The SA delinquency rate increased 15 basis points for prime loans (from 2.58 percent to 2.73 percent) and 105 basis points for subprime loans (from 13.77 percent to 14.82 percent).

Zwar kam auch der Prime-Sektor nicht ungeschoren davon, aber es zeigt sich doch, daß (noch!!) vornehmlich der Subprime-Markt betroffen zu sein scheint. Angesichts der bereits oben erwähnten Einschränkung bzgl. des zweiten Quartals, sieht das wahrlich nicht gut aus. Eine der entscheidenden Fragen ist, ob sich ein noch stärkeres "Übergreifen" in den Prime-Bereich - und damit vermutlich auch in die allgemeine Finanz(Banken)- bzw. Wirtschaftswelt - als bisher eh schon einstellt, oder eben nicht?

 

Quelle dieser und aller folgenden Graphiken: black01_next.gif»Subprime Statistics« (JULI 07)

Interessant hierzu ist der Anteil der Subprime-Kredite am Gesamtmarkt (Bild rechts) und die Aufteilung von fixer (FRM), sowie flexibler (ARM) Zinsgestaltung (Bild links. Letzeres hätte, bei etwaig weiteren Zinssteigerungen, unter Umständen natürlich sehr unfeine Auswirkungen!!

Tja, jetzt stehen wir da, mit unserem kurzen Hemd (wie es so schön heißt). Je nach Gusto, können wir wohl von horrenden oder nur mickrigen 14% Subprime-Anteil sprechen (Graphik rechts); von überaus hohen oder kaum nenneswerten 26% flexibler Zinsgestaltung! Ich persönlich neige selbstverständlich zur jeweils ersten Annahme , kann aber weder Einschätzen, ob ich damit tatsächlich richtig liege, noch kann ich letzten Endes die möglichen Auswirkungen überschauen! Ein paar Sätzchen aus black01_next.gif»USA: Hypothekenmarkt weiterhin in der Krise« sind jedenfalls nicht sonderlich dazu angetan, mich diesbezüglich wirklich umzustimmen:

So hat sich im Bereich der schwerwiegenden Zahlungsverzögerungen (Seriously Delinquent, definiert als mehr als drei ausstehende Zahlungen) der Anteil im Subprime-Segment mit variabler Verzinsung von 10,13 % auf 12,40 % deutlich erhöht. In der Vergangenheit gab es nur ein Quartal (4Q 2000) mit einem kräftigeren Anstieg. Im variabel verzinsten Prime-Segment stieg der Anteil von 1,66 % auf 2,05 % zwar auf den ersten Blick nur marginal. Gleichwohl neigt diese Zeitreihe nicht zu großen Ausschlägen, sodass der Zuwachs tatsächlich der stärkste jemals ausgewiesene ist.

Nun ja, betrachtet es einfach als Datenlieferung, und versucht selbst irgendwie eine Meinung herauszubilden. Offen gestanden, mir fällt es anhand dieser Daten schwer!

Der nächste Blick richtete sich auf die Foreclosures, die Zwangsvollstreckungen. Zunächst mal die Gesamtübersicht der tatsächlichen Vollstreckungen:

The percentage of loans in the foreclosure process was 1.40 percent of all loans outstanding at the end of the second quarter, an increase of 12 basis points from the first quarter of 2007 and 41 basis points from one year ago.

Wenn ich das richtig interpretiere, handelt es sich im Folgenden um die Aufschlüsselung des Vorgenannten:

• Department of Veterans Affairs = VA mortgages
• Federal Housing Administration = FHA mortgages

The foreclosure inventory rate increased five basis points for prime loans (from 0.54 percent to 0.59 percent), and increased 42 basis points for subprime loans (from 5.10 percent to 5.52 percent). FHA loans saw a four basis point decrease in foreclosure inventory rate (from 2.19 percent to 2.15 percent), while the foreclosure inventory rate for VA loans decreased three basis points (from 1.05 percent to 1.02 percent).

Offenbar sind lokal und je nach Statistikerhebung (kleiner Kasten rechts) auch leicht fallende (=decreased) Werte festzustellen. Im Gesamten scheint mir das aber eher eine "Randnotiz", denn echter Entspannung.
 

Darüber hinaus, und hier kommen wir zur nächsten Graphik rechts, finden wir auch Zahlen über die beginnenden (quasi noch nicht vollzogen, aber in Bearbeitung) Zwangsvollstreckungen.

The SA foreclosure starts rate in the second quarter was 0.65 percent, seven basis points higher than the first quarter of 2007 rate of 0.58 percent. By loan type, the foreclosure starts rate increased two basis points for prime loans (from 0.25 percent to 0.27 percent), 29 basis points for subprime loans (from 2.43 percent to 2.72 percent).

Wir vergleichen mit der Graphik, und können auch hier im Subprime-Sektor (2,72%) einen "Run" auf den vormaligen (2000) Peak feststellen.

 

Alles in allem empfinde ich die vorliegenden Daten doch durchaus als beunruhigend! Zwar haben sie die Spitzen aus 2000 bis 2002 noch nicht gaaaaanz erreicht, aber es gibt ein paar Punkte, die mir zusätzlich echtes Unbehagen bereiten:

• Damals sackten die Aktienmärkte überaus heftig ab. Davon ist momentan gerade mal ansatzweise was zu sehen. Gleichwohl befinden sich die Delinquencies und Foreclosures jetzt schon beinahe auf damaligem Niveau. Wenn nun noch zusätzlich DOW & Co. - ähnlich wie dazumal - in die Grütze gehen, dann ... ui ui ui???

• 2000 / 2002 wurden (konnten!!) gnadenlos die Zinsen gesenkt werden (siehe Graphik rechts). Ob dergleichen in dieser Art und Weise nochmals möglich ist, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Der Druck von dieser Seite, wird allenfalls kaum merklich nachlassen können!

• Wie gesagt, die Zahlen stammen schon aus dem zweiten Quartal 2007! Richtig offensichtlich wurde die Hypothekenkrise aber eigentlich erst danach! Wir müssen für die kommenden Quartale präventiv also von noch Schlimmerem ausgehen.

Wie es weitergeht? Keinen Schimmer! Ist das nun DER Trigger zum - von einigen "Subversiven" - "angekündigten" weltweiten Crash? Ist es wirklich bereits DAS, wovon auch ich regelmäßig rede?? Der allumfassende Downturn mit allem drum und dran? Ich weiß es schlichtweg nicht!! Super, oder? Da beschäftigt "man" sich regelmäßig und recht intensiv mit dem ganzen Mist, und wenn dann tatsächlich was Gröberes vor der Tür stehen könnte (!!), ist "man" genau so schlau wie alle anderen, und hat schlußendlich eigentlich keine Ahnung! Saublöd!!

Wie auch immer. Lediglich den "Erstauslöser" betrachtend - die Subprimes - scheint mir, ob der Anteile und des Volumens derer am Gesamtmarkt, die Sache in der Tat handhabbar! Es wird nicht ganz ohne "Schmerzen" ablaufen, aber wohl doch ohne den ganz großen, oder einen größeren Bumms. Das es sich aber leider nicht ausschließlich auf die Subprimes beschränken wird, ich glaube, davon müssen wir leider ausgehen; und zeigt sich ja auch bereits an allen Ecken und Enden! Aber auch das muß selbstverständlich noch lange nicht zwangsläufig im "Endcrash" enden!! Kann aber!!

1Ich selbst habe mir deshalb vorsichtshalber erst mal einen neuen Fernseher bestellt . Dann kann ich mir, im Falle des Falles, das Desaster wenigstens in Breitband, Dolby und HD-Ready anschauen.

Alles und - »verhältnismäßig«!!! - wenig ... genau das ist es, was passieren kann. Vorläufig!! Und das auch noch in nächster Sekunde oder erst in 20 Jahren. Oder tatsächlich erst 2040/2070 (siehe unten)??? Nix genaues weiß man nicht! Schön, daß wir mal drüber geredet haben und ich euch weiterhelfen konnte !
Es hilft alles nichts, jeder muß sich im Rahmen seiner Möglichkeiten auf den schlimmsten aller Fälle vorbereiten1; vorbereitet haben!!! Bei dieser Materie, wäre alles andere, als "auf Nummer sicher gehen", sträflicher Leichtsinn! Was hat "man" schon zu verlieren?

Zum "Schluß" nochmal die enthaltenen Links...

black01_next.gif»Delinquencies Increase in Latest MBA National Delinquency Survey«

black01_next.gif»Subprime Statistics«

black01_next.gif»USA: Hypothekenmarkt weiterhin in der Krise«

...einen ganz aktuellen...

black01_next.gif»U.S. Home Foreclosures Soar in August«

...noch drei zusätzliche...

black01_next.gif»SOCIALISM FOR THE RICH -The Fed's subprime solution« (»...capitalism without financial failure is not capitalism at all, but a kind of socialism for the rich. ... the Fed can impose the appearance of stability today, but only at the cost of instability tomorrow....)

black01_next.gif»Housing Markets«

black01_next.gif»Die Lunte schwelt«

 ...und noch dies...

[...] »“So haben im Vereinigten Königreich Banken in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegen 14.000 private Schuldner Zwangsversteigerungen eingeleitet, die ihre Raten für Häuser und Eigentumswohnungen nicht mehr bezahlen können. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg von 30 Prozent.”«

»Laut dem Dubliner “Sunday Independent” haben die Banken allein in den ersten beiden Augustwochen im dünnbesiedelten Irland (4,2 Mio. Einwohner) gegen 120 Hauseigentümer Verfahren eingeleitet. Sie waren mit ihren Raten in Rückstand geraten, nun droht ihnen die Zwangsversteigerung. Im gesamten Jahr 2006 gab es dagegen nur 50 Zwangsversteigerungen.« [...]

Aus black01_next.gif»Zwangsversteigerungen nach der Hypothekenkrise«

Okay, im Falle Irlands ist das "Startniveau" natürlich ungleich niedriger. Insofern würde ich diese Zahlen, bei einer Einzelbetrachtung, als durchaus noch harmlos betrachten. Im Gesamtkontext allerdings, ist es zumindest ein weiteres - wenngleich auch ein eher winziges -  Bausteinchen, daß das große Bild nicht besser aussehen läßt! Das große Bild, bei dem die Einschläge immer heftiger und näher daherkommen (siehe rechts, ihr werdet es mitbekommen haben). Auch im ferneren Osten scheint es bereits leise zu donnern: black01_next.gif»US-Hypothekenkrise reißt russische Banken ins Finanzierungsloch«

Die "Einschläge" kommen näher!!

Northern-Rock-Filiale am Freitag in Croydon im Süden von London.
Foto: ap

black01_next.gif»Ein Hauch von Weltwirtschaftskrise«

Der führende britische Baufinanzierer Northern Rock ist das bislang größte Opfer der weltweiten Kreditmarktkrise auf der Insel. Die Filialen werden von verängstigten Kunden belagert, die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen.

Nun ... ohne in Panik machen zu wollen, aber ... wer weiß, alle Infos sind wichtig: black01_next.gif»Bundesregierung trifft Vorbereitungen für wirtschaftlichen Notstand«

P.S.: Nach der Zinssenkung ist jetzt eh wieder alles in Ordnung. Wahrscheinlich machen wir uns viel zu viel Gedanken. Und so eine Kleinigkeit, wie nebenstehendes Bild, ist sowieso für die Füße. Braucht kein Mensch. Wir werden sehen...

Um etwaige Fehl-
interpretationen von vornherein im Keim zu ersticken: Ich profitiere selbst von steigenden Märkten; auch Aktien betreffend (und die güldene Kacke erst, herrlich , selbst in Euros). Ich werd damit nicht reich, für ein paar zusätzliche Pizzen und Bierchen würd's trotzdem reichen. Aber diese "Leichtigkeit des Seins", diese "Sorglosigkeit" ... ich weiß nicht, mir gefällt das nicht! Ich zitiere es erneut: »...the Fed can impose the appearance of stability today, but only at the cost of instability tomorrow...« (>>). Und die genannte Instabilität von morgen, wird nur umso größer und größer...

  

 

Chinas Wirtschaftswunder basiert auf Fälschungen!!

Der betrogene Bauer

„Ein Bauer kauft mit seinem wenigen Geld das er besitzt das Saatgut für die bevorstehende Saison. Die Samen waren gefälscht und sprießen nicht, so wollte er sich das Leben nehmen, jedoch waren die Medikamente falsch und er überlebte. Aus Frust darüber wollte er sich betrinken, starb dabei an einer Alkoholvergiftung – Es war ein gefälschter Schnaps.“ (>>)

 

 


 

  POLITIK

 


                                  
Terroranschlag in Deutschland vereitelt?


 Oder false flag-Terror?

Ein ganz ausgezeichneter Artikel!! Link: black01_next.gif»Terroranschlag in Deutschland vereitelt? - Oder false flag-Terror?«

Abgesehen von den vielen anderen "Merkwürdigkeiten", möchte ich eure Augenmerk hier kurz auf eine sehr, seeeehr merkwürdige Merkwürdigkeit lenken. Die Ceiberweiber schreiben:

Zu Mittag wird am 5.9. eine Pressekonferenz von Innenminister Schäuble übertragen, der recht vage von der Schwierigkeit spricht, auch "Konvertiten" im Auge zu behalten. Besonders solche, die bemerken, dass die Behörden sie observieren, und unverdrossen weitermachen.

Wieder mal - wie auch z.B. hier schon: black01_next.gif»Die erfundene Terrorgefahr« - bestätigt sich, daß die hiesigen "Terroristen" totale Volldeppen sind! Denn, die Ceiberweiber berichten es, bereits am 12.05.07 brachte der Focus diesen Artikel: black01_next.gif»Islamisten drehten schon Abschiedsvideos«, in dem es genau um jene "Volldeppen" geht, die vor kurzem endlich "hochgenommen" wurden. Da brat mir doch einer 'nen Storch!! Übersehen wir einfach mal, daß »...Den deutschen und amerikanischen Sicherheitsbehörden bei der Überwachung der verdächtigen Männer mehrere Fehler....« unterliefen - MAL WIEDER!!! -, so bleibt nichtsdestoweniger die Tatsache, daß sich der Focus groß und breit über die "Truppe" ausläßt, die daraufhin natürlich nichts besseres zu tun hat, als in aller Selenruhe, monatelang weiter an ihrer Bombe zu basteln. Herrje, noch blöder kann doch kein Mensch sein! Menschenskind, was haben wir doch für ein Glück!! Oder kapier ich da am End irgendwas nicht richtig??!!??!

Und noch was; aus eigenem Mitbekommen. Kurz nach den Festnahmen hörte ich in WDR 2 (Radio) zur Thematik sinngemäß in etwa folgende Aussage (auch wenn ich nicht den haargenauen Wortlaut wiedergeben kann, so stimmt doch ganz sicher die inhaltliche Grundaussage!): "Es wäre leider ziemlich leicht, nach Pakistan einzureisen, und sich dort zur Ausbildung in Terror-Camps zu begeben. Schon nach wenigen Wochen würde man dann dort mit führenden al-Qaida Persönlichkeiten zusammentreffen!!".  So, und jetzt überlegen wir mal, was daran so bemerkenswert ist?? Ihr braucht im Ernst einen Hinweis? Aaaalso ... wenn es doch so überaus einfach ist, nach Pakistan einzureisen und sich in "deren" Camps mit führenden al-Qaida Cracks zu treffen, ja, zum Teufel noch eins, warum ... CIA, NSA,, BND, MAD ... verdeckte Ermittler ... hochnehmen ... etc. usw. usf. Noch Fragen?? Keine Ideen? Na, ich denke doch!!! Hält man uns für blöd? Ja!! Irgendwelches, tiefergehendes "Stochern in der Logiklücke" durch WDR 2?? Ach iewo!! Wo kämen wir denn hin...??

Ich "entlasse" euch zu diesem Thema mit black01_next.gif»Terrorfahndung auf Bestellung: Warum gerade jetzt?« und der dazugehörigen, offensichtlichen, aber resignierenden Feststellung, daß derartige "Ungereimtheiten" - vorsicht, ich pauschalisiere!! - eh keine Sau interessieren: black01_next.gif»Umfrage: 76 Prozent fürchten Anschläge in Deutschland«. Darauf ein fröhliches OLEEEEE!!

Ich weiß auch nicht so recht, was konkret wir gegen dergleichen tun können. Aber so viel ist mal sicher: sooo (76% !!!), machen wir es den HERRSCHaften zu leicht!

Und um zu versuchen, diese verwirrenden Chimären ein wenig in den globalen Kontext einzubetten, kann ein Blick zu black01_next.gif»Afghanistan:Taliban,Karzai und CIA sind ein- und dieselbe Partei« nicht schaden.

Rund um die ganze IJU-Pistole tauchte immer wieder das "Islamzentrum" in Neu-Ulm auf, der angebliche Kopf dieser IJU-Bande soll dort zuhause gewesen sein. Chef dieses Islam-Zentrums war aber ein gewisser Dr. Yehia Yousif, Spitzel des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg.

Nicht daß jetzt alles klar wäre - ich glaube nicht, daß da irgendjemand den vollen Durchblick hat -, aber immerhin handelt es sich um eine wohltuend weitläufigere Sichtweise. Zumindest ein Versuch, über den "wir-füttern-den-deutschen-Michel"-Tellerrand zu schauen.

Im Übrigen bestehen schon seit langem recht einträgliche Beziehungen zu Pakistan. Gleichzeitig ist es ein "wundervolles" Beispiel was die offiziellen Rüstungsexportstatistiken wert sind. NICHTS!! black01_next.gif»"The force behind the forces”: seit über 40 Jahren produzieren die Pakistan Ordnance Factories das G3«

Das Bundesverteidigungsministerium, Inhaber der G3-Lizenz, überließ im März 1963 der damaligen Regierung in Islamabad, dem Militärregime Ayub Khans, kostenfrei die Nachbaurechte für das Sturmgewehr. Fünf Monate später unterzeichnete die Oberndorfer Rüstungsschmiede Heckler & Koch (HK) einen Kooperationsvertrag mit den pakistanischen Machthabern, in dem der Aufbau der Produktionsanlagen in den Pakistan Ordnance Factories (POF) in Wah nahe Islamabad vereinbart wurde. Ein Veto des Auswärtigen Amtes war nicht zu befürchten. Die Beamten dort freuten sich, dass "die Förderung der Herstellung von Waffen (...) uns der Notwendigkeit enthebt, Anträge auf Lieferung von Fertigwaffen entsprechend unserer grundsätzlichen Haltung in dieser Frage abzulehnen." Ebenso passte die Lizenzvergabe in die Strategie des Auswärtigen Amtes, "unseren Freunden auf kommerzieller Basis beim Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie zu helfen."

NOCHMAL?? Okay, okay ... wenn ihr unbedingt wollt !!

OLLLEEEEE!!

 


                                  
Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod


Obgleich der Artikel nicht die ganz großen "Geheimnisse" lüftet, sollten wir uns doch regelmäßig vergegenwärtigen, was wir oftmals vorgesetzt bekommen: PR-gefiltertes!! Hier am Bespiel des Balkans:

Die von den Kriegsparteien engagierten PR-Agenturen arbeiteten im wesentlichen mit folgenden Elementen, die sie formal und inhaltlich miteinander kombinierten: politische Propaganda, Lobbying, Krisenkommunikation, Medienkommunikation, Informationsmanagement, Issues Management, Public Affairs (also politische Kommunikation), Consulting und Intelligence. PR-Agenturen, die für nicht serbische Klienten arbeiteten, gaben folgende Ziele ihrer Arbeit an:

•  die Anerkennung der Unabhängigkeit Kroatiens und Sloweniens durch die USA,
•  die Wahrnehmung Sloweniens und Kroatiens als fortschrittliche Staaten westeuropäischen Zuschnitts,
•  die Darstellung der Serben als Unterdrücker und Aggressoren,
•  die Gleichsetzung der Serben mit den Nazis,
•  [...]

black01_next.gif»Komplett...«

Und wo ich gerade beim Thema bin, noch ein Link: black01_next.gif»Und wie Jugoslawien zerstört wurde«

Artikel VII dieser Verfassung besagt, daß der Präsident der bosnischen Zentralbank vom IWF bestimmt wird, und "weder ein Bürger Bosnien-Herzegowinas, noch einer der Nachbaarstaaten (...)" sein darf.

Und während der Präsident der Zentralbank vom IWF ausgewählt wird, darf die Zentralbank keine wirkliche Zentralbank sein. "Im Zeitraum der ersten sechs Jahre (...) darf sie keine Kredite mit dem Effekt der Geldschöpfung vergeben. Dadurch fungiert sie nur als einfache Emissionsbank" (Artikel VIII).

Und dem neuen "souveränen" Staat wird eine eigene Währung verweigert, indem er dazu verdammt wird, Papiergeld nur dann schaffen, wenn es voll durch ausländische Devisen gedeckt ist, was heißt, daß er seine eigenen wirtschaftlichen Ressourcen gar nicht mobilisieren kann.

Wie in den anderen Nachfolgestaaten, wird seine Fähigkeit zur Selbstfinanzierung (ohne massive Verschuldung im Ausland) von Anfang an sabotiert. Das Management der bosnischen Wirtschaft ist mit Bedacht unter den Institutionen der Geberländer aufgeteilt worden:

 

Heutiges Zitat

 

»Einige tun für Geld alles. Andere nichts«  

GÜNTHER MAYER

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 » 05. September 2007 « 

 

In gewisser Weise, wenn "man" so will", im Grunde also, sozusagen ... ähh, folgend also lediglich ein kleines, bescheidenes "Zwischenupdate", weil ich nicht weiß, ob ich diese Woche ansonsten noch irgendwas hinbekomme? Wahrscheinlich eher nicht. Drum halt schon mal das, was ich bis dato geschafft habe! Da es aber nicht so ganz wenig zu lesen ist, reicht es ja vielleicht auch schon!

P.S.: Wer von Paul C. Martin die Nase voll hat, sollte bereits jetzt eine Kehrtwendung machen und irgendwann später wieder reinschauen!

 

  WIRTSCHAFT

 

»Die Krisenschaukel«

 

  WIRTSCHAFT

 


                                 Die Krisenschaukel


Buch von Paul C. Martin (alias dottore).

Rein subjektiv bewertet, ein paar (wenige) recht bedenkenswerte Auszüge aus diesem Buch. Wer es überdrüssig ist, von ihm etwas zu lesen, kann ja wegzappen (ist ja keine Zwangsveranstaltung hier ). Aber selbstverständlich nur temporär, bitte schön !! "Normale" Kost kommt auch irgendwann wieder ! Da ich das Buch aber nun mal gerade am lesen bin, dachte ich denn schon, daß es verschiedentlich vielleicht doch auf Interesse stößt.

Noch was kurz vorangestellt (auch wenn ich sinngemäß schon mehrfach - bzgl. anderer Bücher des Autors - die Rede davon hatte):
»Die Krisenschaukel« ist 1997 erschienen. Inzwischen hat sich viel getan, auch beim Autor selbst. Einige Dinge wurden verfeinert oder weiterentwickelt, einige komplett verworfen, anderes hinzugefügt usw. Ich selbst halte gewisse Punkte des Buches wenigstens für stark diskussionswürdig (ein Beispiel: den Teil mit den Grünen ab Seite 122, falls es jemand lesen sollte, halte ich teilweise für Unsinn), manche Passagen sogar für gar nicht tragbar oder zumindest wenig sinnvoll. Wer sich aber einen grundsätzlichen Einblick in "den Debitismus" gönnen möchte, wer die Prinzipien und grundlegenden Mechanismen verstehen lernen will, sollte nichtsdestotrotz unbedingt einen Blick hineinwerfen!! Ich persönlich kann es nur empfehlen!!

Okay, zunächst mal dies:

Besuch im Finanzamt und Schröders flacher Gag

In Deutschland zahlen die Menschen mit den höchsten Einkommen, die mit ca. 57 Prozent besteuert werden (inklusive Solidaritätszuschlag), bekanntlich kaum Steuern. In Nienstetten, dem wohlhabendsten Stadtteil von Hamburg, der reichsten Stadt Europas, nistet nicht gerade das Elend. Wieviel Steuern zahlen dort die Einkommensmillionäre? »Keine«, klagt der Chef des zuständigen Finanzamts. Die Millionäre sind nämlich zugleich »Abschreibungskünstler«, die unter Ausnutzung legaler Steuergestaltung ihre Einkommen und damit auch ihre Steuern nach unten drucken

Nach deutschem Einkommensteuerrecht darf jeder Steuerzahler das Plus in einer der sieben Einkunftsarten (Gewerbe, Zinsen, Gehalt, Mieten usw.) mit dem Minus in einer andren Einkunftsart verrechnen. Also Eine Million Einkommen aus mühelosen Profiten, etwa dem Kassieren von Zinsen aus der Staatsschuld, dazu eine Million Verlust aus dem Bau von Im­mobilien. Macht wieviel? Macht null Steuern. [...] Gerhard Schröder wollte im Bundestagswahlkampf 1998 einen schnellen Gag landen, indem er eine Mindeststeuer von 20 Prozent für alle verlangte. Er hatte wohl speziell die Reichen in Hamburg-Nienstetten im Visier, doch schauen wir uns den Schröder-Vorschlag mal genauer an.

Da die Überschüsse der Einnahmen über die Ausgaben in einer Einkunftsart (Lohn, Gewinn, Mieten, Zinsen usw.) nicht dem steuerlich relevanten Gesamteinkommen entsprechen, ist der Schröder-Vorschlag — eine neue Umsatzsteuer! Löhne, Gewinne, Mieten, Zinsen usw. — alles muß mit 20 Prozent versteuert werden, jedes für sich.

Diese neue Steuer wird folgendes bewirken: Ein »Reicher« hatte bisher eine Million im Jahr Einkünfte aus Zinsen. Um davon nicht mehr als 50 Prozent Steuern zahlen zu müssen, investiert er in Immobilien, und zwar so, daß aus der Investition im gleichen Jahr eine Million Mark Verlust entsteht. Nehmen wir an, er hat die Immobilie ganz normal gebaut, ohne Ausnutzung von Sonderabschreibungen (wie sie für den Aufbau Ost gewährt wurden), sie ist in einem Jahr gebaut und bezugsfertig und darf ab dem zweiten Jahr, nachdem also Mieter eingezogen sind, abgeschrieben werden.

Dann ergibt sich für den Investor folgende (stark vereinfachte) Rechnung: Zinseinkünfte eine Million, Ausgaben für Bau der Immobilie: eine Million. Der Reiche zahlt im ersten Jahr keine Steuern, weil er kein Einkommen hat. Ab dem zweiten Jahr sieht es schon anders aus: Zinseinkünfte wieder eine Million, Mieteinkünfte 50000, davon ab: Abschreibung für die Immobilie 20000. Der Mann müßte im zweiten Jahr 1,03 Millionen versteuern. Das will er nicht, also baut er die nächste Immobilie usw. 20 Jahre lang.

Abschreibungskünstler sparen zwar Steuern, aber immer nur für ein Jahr. Durch die Investitionen, die sie in diesem Jahr vornehmen, um steuerfrei zu werden, schaffen sie sich zusätzliche Einkünfte, so daß sie immer mehr Steuern zahlen müßten. Die sich durch die permanenten Investitionen und die daraus fließenden Erträge immer höher schraubenden Steuerpflichten zwingen den Investor, immer mehr zu investieren. Er schiebt die Besteuerung also vor sich her.

Bricht er diesen Prozeß ab, passiert zweierlei: Erstens muß er eines Tages ein Vielfaches der Steuern zahlen, die er gezahlt hätte, wenn er jedes Jahr nur die 57 Prozent aus der ursprünglich kassierten Million an den Staat abgeführt hätte. Die Steuern wurden nämlich nicht erlassen, sondern durch dieses investive Rollover immer nur vor dem Anleger hergeschoben. Dabei türmten sie sich immer höher auf. Klar, denn ein Mann mit einer Million Zinseinkünften pro Jahr und 20 Häusern, in denen er Miete kassiert, zahlt mehr Steuern als ein Mann, der immer nur eine Million Zinseinnahmen versteuert.

Die zweite Folge: Weitere Häuser werden nicht gebaut. Die Bauarbeiter, die bisher für den Mann mit Steuersorgen tätig waren, sind arbeitslos.

So wird der Schröder-Vorschlag zum flachen Gag: Der Steuerzahler kann nicht mehr eine Million in neue Wohnungen investieren, sondern nur noch 800 000 Mark. Er baut im gleichen Zeitraum nicht 20 Häuser zu je einer Million, sondern nur noch 20 Häuser zu je 800 000 Mark. Er investiert nicht 20 Millionen, sondern nur noch 16 Millionen. Klartext: 20 Prozent der Bauarbeiter werden arbeitslos.

Die Gewerkschaft der Bauarbeiter ist zu blöd, das zu durchschauen und dem Kollegen Schröder aufs Maul zu hauen. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, statt zu fallen. Der Genosse Schröder hat weder von Wirtschaft noch vom Steuerrecht eine Ahnung. Dabei hat er doch Rechtsanwalt gelernt.

Nebenbei, so pauschal wie der erste Absatz die Nichtzahlung von Einkommensteuer der Einkommensteuermillionäre benennt, scheint mir das denn doch nicht zu sein. Auch wenn die Zahlen bereits aus 1998 stammen und sich mittlerweile wohl einiges geändert haben mag, so können wir sie vielleicht doch als grobe Richtschnur ansehen: black01_next.gif»Guggst du hier...«

Wie gesagt, das nur nebenbei, denn darum geht es im Grund ja gar nicht! Selbst wenn kein einziger "Reicher" auch nur einen müden Cent an Steuern zahlen würde, würde sich nichts an der grundsätzlichen Betrachtungsweise und deren Schlußfolgerung ändern. Eine recht radikale Betrachtungsweise, will ich hinzufügen.

Aber auch eine, deren Logik kaum von der Hand zu weisen ist. Allerdings tut sich für mich persönlich das Problem auf, daß ich den unterstellten, vereinfachten "Steueraspekt" nicht so recht beurteilen kann (meine Einkommensteuererklärung könnte einfacher kaum sein und ist an einem Nachmittag erledigt ). Lassen sich Steuern letzlich wirklich nur dann "sparen", wenn, wie in diesem Beispiel in Häuser, tatsächlich konkret in irgendwas investiert wird? Mir fehlt da offen gestanden der Überblick! Wenn diesbezüglich unbedingt jemand Aufklärungsarbeit leisten will , sei er hiermit herzlich eingeladen: entweder direkt über oder black01_next.gif»hier« über das Kontaktformular.

Gehen wir derweilen aber mal von der - wenn auch möglicherweise nur grundsätzlichen - Richtigkeit der Ausführungen aus, so ergibt sich freilich nichts weniger als eine Ungeheuerlichkeit; rüttelt das doch beinahe an jedem der allgemeinbräuchlichen Anschauungsmodellen! Wobei ich hierbei ausdrücklich sämtliche Couleur einbezogen wissen will. Pauschal gesagt, hat dergleichen Überlegungen letzthin eigentlich niemand im Repertoire. Wo gibt's denn sowas? Ein Reicher der keine Steuern zahlt und trotzdem dem "Allgemeinwohl" dient? Unmöglich!!

Selbst wenn die Ausführung in dieser Form nicht durchgehend korrekt sein sollten, so zeigen sie doch zumindest ein paar Dinge auf, über die durchaus nachgedacht werden kann:

• Die Definition von "sozial" bedeutet nicht zwangsläufig und ausschließlich, daß die Hauptsache darin besteht, Steuern zu zahlen und somit den Staat zu füttern, der das dann wieder per Füllhorn und überaus "sozial" unter "den Bedürftigen" verteilt! Nein, denn selbst wenn jemand nicht die Bohne Steuern zahlt, kann (!!) das trotzdem sehr sozial sein. Möglicherweise entstehen die "Bedürftigen" dann in diesem Maße erst gar nicht! Solchen prinzipiellen Gedankengängen sollte "man" sich nicht von vornherein verschließen!!

• Auch wenn es einigen nicht in den Kram paßt und ich diesen Punkt schon desöfteren angesprochen habe: die Unternehmen(r) sind die ersten in der Verschuldungskette!!! Wer - Staat beiseite geschoben (!!) - sollte das wohl sonst sein? Damit obliegt den Unternehmen eine ganz spezielle Position in der Gesellschaft: das Verschuldungsfundament! Das Fundament, auf denen im Grunde alle weiteren Kreditvorgänge aufgebaut sind (nochmals betont, Staat neban gelassen!!). Wenn ihnen die Puste ausgeht - gleichgültig aus welchem Grund - dann wird Essig aus dem süßen Wein. Weder das Gros der politischen Kaste (was überaus bedeutsam ist, sind sie doch letzten Endes die Entscheidungsträger) , noch die Mehrheit der "Zivilisten", nicht zu reden von vielen der Unternehmen selbst (speziell einiger (!!) besonders gieriger AG-Lenker) , sind sich dieser "Verantwortung", dieser Schlüsselrolle bewußt!

Ein Unternehmer, der sich verschuldet, um zu investieren, muß dafür sorgen, daß er die investiven Schulden mit Hilfe der Produktion aus der Investition auf dem Markt abträgt (gesamtwirtschaftlich für alle Unternehmer: dort Nachschuldner findet, die sich ihrerseits netto neu verschulden, wie gehabt). Das tut weh. Der Unternehmer wird in durchwachten Nächten den Tag verfluchen, da er zum erstenmal zur Bank gegangen ist und sich verschuldet hat.

Der Verbraucher, der sich für Haus-, Einrichtungs- und Autokauf verschuldet, muß mit höherem Einkommen dafür sorgen, daß er seine Schulden bedienen und abtragen kann (damit er aber ein höheres Einkommen erzielt, muß sich sein Arbeitgeber seinerseits wieder verschulden usw. usf.). Das tut weh. Auch der Verbraucher wird den Tag verfluchen, da er den Ratenkredit unterschrieben hat. Und der Unternehmer wird nochmals fluchen, weil er den Arbeitnehmer überhaupt eingestellt hat (noch dazu, wenn der dauernd krankfeiert oder in Mutterschaftsurlaub geht, woran aber weder der Kranke noch die Schwangere »schuld« ist).

So oder so: Wenn Schulden in der Welt sind, muß gearbeitet werden, um sie abzutragen. Je höher die Schulden sind, desto mehr muß gearbeitet werden.

Und damit mit wir nicht das Große-Ganze aus den Augen verlieren, folgend nochmals eine erklärende Übersicht zur Materie:

Bravo Debitismus! Ein Dakapo

1Ein ganz wichtiger Punkt!!! Jede Politikernase, die wieder mal was von »Abbau der Verschuldung« oder vergleichbarem faselt, soll mir erst mal erklären, wie er/sie gedenkt das umzusetzen!!! Es sei denn, es geschieht tatsächlich ein chinesich - indisch - russisches etc. Verschuldungswunder, an dem die öffentliche BRD-Hand auch noch voll und ganz partizipieren kann! Allerdings scheint mir das bei knapp 1,6 Billionen Euro ... denkt such den Rest!!

Die Gegenüberstellung der »FT«-Autoren Wolf und Toporowski zeigt: Wer ernsthaft Schulden streichen will, muß gleichzeitig Guthaben vernichten. Nur wer Guthaben vernichtet, kann entschulden1. Wer das nicht kapiert, hat offenbar zuwenig Verstand. Oft scheint mir, als seien die Schulden in der einen Gehirnhälfte vorhanden, die Guthaben in der anderen. Die eine Hälfte denkt immer nur an was Schlimmes (Mein Geld ist in Gefahr!), die andere nur an etwas Schönes (Es ist ganz leicht, mein Geld zu retten!).

Obendrein geht es nicht nur um ein Rechte-Tasche-linke-Tasche-Phänomen. Sondern um das, was Schulden und Guthaben über den Zeitablauf vorantreibt: der auf beiden liegende Zinssatz, also der beide aufquellende Zins.

Diese Sicht der Dinge erreichen, also mit beiden Hirnhälften denken, kann nur, wer versteht, was Debitismus heißt. Die Gleichung Schulden = Guthaben ist nicht einfach nur eine Gleichung, sondern sie besitzt eine unglaubliche Dynamik, die wie eine Sturzflut alles mit sich reißt. Nur wenn wir das verstehen, sind wir imstande, endlich aus den Problemen der Weltwirtschaft herauszufinden.

Es gibt nur eine einzige Erklärung des Phänomens Wirtschaft, die richtig ist. Nur der Debitismus kann erklären, wie Wirtschaft funktioniert und wodurch sie gefährdet ist. Jede nichtdebitistische Weitsicht ist vom Ansatz her falsch.

Bitte lassen Sie sich daher noch einmal von dieser Theorie überzeugen:

• Es wird nicht getauscht, also aufgrund von irgendwelchen Nettobeständen aus gewirtschaftet, sondern ausschließlich aufgrund von Schuldverhältnissen.

 Schulden sind dadurch definiert, daß sie im Zeitablauf größer werden; Schulden, die »stehenbleiben«, gibt es nicht. Das Anwachsen von Schulden bestimmen bei der Urschuld physische Gegebenheiten (Hunger, Durst), bei der Kontraktschuld die von den Vertragsparteien vereinbarten Zinssätze.

 Schulden sind nur möglich, wo es privates Eigentum gibt. In eigentumslosen Gesellschaften (Sozialismus) wird nicht gewirtschaftet, sondern das, was auf Geheiß von oben produziert wird, verteilt.

 Arbeitsteilung ist nichts als eine Summe von Kontraktschuldenketten Dabei mussen sich die Unternehmer, die Arbeit schaffen, in ihrer Gesamtheit verschulden. Arbeitsteiliges Wirtschaften ohne Zins ist nicht vorstellbar. Arbeitsteilung als solche, von der Adam Smith, der Begründer der modernen Nationalokonomie, behauptet, sie würde »die produktiyen Kräfte der Arbeit mehr als alles andere fördern«, fördert in Wahrheit gar nichts.

 Nur der die Schulden über Zeitablauf automatisch vergrößernde Zins erzeugt jenen Druck, der zur »Wachstumsdynamik« führt. Die Marxisten nannten diese Dynamik »Entfesselung der Produktivkräfte«, die im realen Sozialismus nur leider nirgends stattgefunden hat.

 Zusätzliches Sozialprodukt läßt sich nicht mit den vorhandenen Schuldendeckungsmitteln vermarkten, also mit Hilfe der sogenannten Geldmenge. Alles vorhandene Geld ist immer nur das Resultat zeitlich vorangegangener Kontrakte. Geld als solches oder »netto« gibt es nicht. Die Vorstellung von einer Geld-»Menge«, die als Tauschmittel außerhalb oder neben der Wirtschaft vorhanden ist, ist Blödsinn. Jeder Geldmenge entspricht eine gleich hohe Schuldenmenge.

In einer kapitalistischen Wirtschaft ist immer zuwenig Geld vorhanden beziehungsweise »im Umlauf«! Um alle laufenden Schuldverhältnisse vertragsgemäß abzuwickeln, also die Schulden plus die Zinsen (oder die erwarteten Gewinne) zu bezahlen, braucht die Wirtschaft immer zusätzliche Schuldendeckungsmittel. Dieses »neue Geld« aber kann nur durch endlos fortgesetzte Nettoneuverschuldung ge­schaffen werden. So heckt dann Geld doch Geld und gleichzeitig gleich hohe neue Schulden. Das hatte der große Aristoteles nicht begriffen.

• Die neuen Schuldverhältnisse helfen nicht nur bei der Erfüllung alter Kontrakte, sondern sie führen ihrerseits zum bekannten Schuldendruck, dem man nur durch die Erstellung von Gütern und Diensten entkommen kann, die zeitlich später mit Hilfe wiederum neuer Kredite/Schulden vom Markt genommen werden. Daraus resultiert eine ad infinitum laufende Verschuldung. Der Kapitalismus ist ein Kettenbrief.

• Das Angebot einer Volkswirtschaft (auch der gesamten Weltwirtschaft) kann sich nie seine (gesamte) Nachfrage schaffen. Die zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorhandene Nachfrage reicht niemals aus, um den Markt zu räumen. Das »wirtschaftliche Gleichgewicht« ist eine Schimäre.

• Tritt der Staat als Schuldner auf den Plan, hilft er zunächst den vom Untergang bedrohten Schuldnern. Deshalb sind alle von »Ankurbelungsprogrammen« begeistert. Da der Staat aber weder etwas leistet noch potentielle Nachschuldner nachhaltig zur systemnotwendigen Nettoneuverschuldung zwingen kann, verpufft der Effekt schnell. Das ist das bekannte »Strohfeuer«, das nach solchen Schnellschüssen immer wieder beobachtet wird.

• Da die Staatsschulden nach Erlöschen des Strohfeuers aber nicht verschwinden, sondern als Guthaben bei jenem Teil der Bevölkerung stehenbleiben, der sich den Kauf von Staatsanleihen leisten konnte, kassieren diese »Reichen« arbeitslose Einkommen. Weder der Schuldner (Staat) noch die Gläubiger (reiche Bürger) leisten etwas. Das teilt die Gesellschaft immer schneller in Arme und Reiche.

So verschärft der Staat jene sozialen Mißstände, die zu bekämpfen er vorgibt. Am Ende ist der Staat überschuldet, der Crash (Staatsbankrott) droht, Finanzkrise und Deflation starten. Im einen Teil der Bürger wächst die Angst um den Arbeitsplatz, im anderen Teil wächst die Angst ums Geld.

• Staatsschulden sind gut. Die Staatsverschuldung ist schlecht.

So sieht also die grobe "Fernsicht" aus!! Wobei - ich bitte dafür an dieser Stelle bei den Autoren-Verabscheuern und für die abermalige Wiederholung schon mal um Entschuldigung - der Autor mittlerweile, ich deutete es eingangs an, durchaus einige Schritte weitergegangen ist: black01_next.gif»Die Institution der Macht und die Institution des Eigentums: Eine alternative Theorie von Zins und Geld«.

Diese Sicht der Dinge hat durchaus praktische Auswirkungen. Oder präziser, könnte sie zumindest haben, wenn sich, außer ein paar "Aussätzigen" , noch ein paar mehr Leutchen wenigsten mal gedanklich damit auseinandersetzen würden! Das bedeutet dann natürlich mitnichten, zu allem Ja und Amen zu sagen. Auch ich selbst (und ich glaube sagen zu können, auch viele andere, die grundsätzlich in die selbe Richtung tendieren), der ja erkennbar immer wieder darauf rumreitet, weiß nach wie vor so einiges nicht recht einzuschätzen. Die Choose ist dermaßen komplex und vielschichtig ... es ist einfach unmöglich sich da vollumfänglich auszukennen. Für unterschiedliche Meinungen und "Lösungsansätze" bleibt also Raum genug! Aber schon die grundlegenden Strukturen erkennen zu versuchen, ist an potentiellem "Nutzen" kaum zu überschätzen!!

Wie dem auch sei (ich habe mich gerade ein wenig verzettelt), zurück zu den praktischen Auswirkungen. Auch hierzu bekommen wir in der Krisenschaukel ein "Idee".

 

Wie schaffe ich blühende Landschaften?

Sehr schön ist die umfassende Arbeitsplatzvernichtung am Beispiel der deutsch-deutschen Vereinigung zu studieren.

Zunächst einmal wurde die Bevölkerung der Ex-DDR, die keinerlei marktfähige Titel oder »Geld« besaß, großzügig alimentiert. Die Zahlungen, die an die neuen Länder gegangen sind, werden inzwischen auf 1,2 Billionen Mark beziffert. Damit sind zwar schönere Landschaften entstanden mit neuen Straßen, sanierten Städten, einwandfreier Infrastruktur und dem modernsten Telefonnetz der Welt. Aber es sind Landschaften wie Kunstblumen. Diese Landschaften werden niemals blühen. Warum nicht?

Die 1,2 Billionen haben das Leben im Osten lebenswerter gemacht, aber so fein ein lebenswerteres Leben auch sein mag — es ist kein Druck entstanden zu wirtschaften, also sich das lebenswertere Leben selbst zu erarbeiten oder zu erhalten. Im Gegenteil: Durch die gigantischen Zahlungen an den Osten (die zum Teil aus dem Osten selbst gekommen sind) wurde der Anreiz genommen, sich um sich selbst zu kümmern.

Die Forderung, die neuen Länder hätten sich ihre Landschaften selbst, ohne irgendwelche Hilfe, aufbauen müssen, mag herzlos klingen, doch nur sie macht wirtschaftlich Sinn. Nur wenn unter äußerstem Druck gearbeitet worden wäre, vor allem wenn man den Wiederaufbau mit Hilfe von geliehenem Geld bewerkstelligt hätte, und wenn danach jeder einzelne selbst aus diesen Krediten verpflichtet gewesen wäre — dann hätte es blühende Landschaften gegeben. Blühend im Sinne von vollbeschäftigten Landschaften.

Nur wenn die Bevölkerung ihre Städte selbst sanieren und sich das benötigte Material obendrein auf Pump besorgen muß und entsprechend hoch verschuldet ist, nur dann herrscht jener unerbittliche Zwang, der zum Arbeiten treibt. Das ist eben Kapitalismus. Was in den neuen Ländern in den letzten Jahren gelaufen ist, war nichts anderes als wieder Staatssozialismus bloß auf höherem Niveau.

Betrachten wir den Unterschied zum Wiederaufbau des zerstörten Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals gab es zwar Startkredite (Marshall-Plan), aber die wurden an private Unternehmer vergeben und mußten zurückgezahlt werden. Den Rest mußten die Deutschen selbst besorgen. Sie haben ihr Land wiederaufgebaut, weil sie es aufbauen mußten. Sie wären sonst schlicht im immerwährenden Elend steckengeblieben.

Was war der Motor des Wiederaufbaus, der nach dem Zweiten Weltkrieg Vollbeschäftigung herbeizauberte, beim Wiederaufbau der Ex-DDR aber rätselhafte Rekordarbeitslosigkeit schuf weil er fehlte.

Der Motor ist das private und verschuldete Eigentum.

Der größte Fehler nach der Wiedervereinigung war, das »volkseigene« Eigentum nicht ans Volk verteilt zu haben. Alle Firmen, so heruntergewirtschaftet sie auch waren, hätten zuerst in Aktiengesellschaften umgewandelt werden müssen. Danach hätten die Beschäftigten nach einem zu vereinbarenden Schlüssel Aktien ihrer Firmen bekommen. Und das Wirtschaftwunder hätte seinen Lauf genommen.

[...]

Die unwürdige Behandlung der Menschen in der Ex-DDR

Die deutschen Politiker hatten aber — ebenso wie die »Fachleute« leider keine Ahnung, wie man vom Kommunismus zum Kapitalismus, also dem System der »Marktwirtschaft«, übergeht. Vor allem hatten sie überhaupt nicht begriffen, welch zentrale Funktion das Eigentum dabei hat.

Die Deutschen hätten die Menschen in den neuen Ländern mit Eigentum reichlichst ausstatten sollen, was dieses Aktivum äußerst mobil und obendrein beleihungsintensiv gemacht hätte.

Die Menschen in den neuen Ländern hätten Anteile an ihren Städten und Straßen, an ihren Leitungen und Kanalisationen bekommen müssen. Alles in Form von handel- und beleihbaren Aktien. Der gesamte Grund und Boden hätte an die DDR-Bürger verteilt werden müssen — nach einem ähnlichen Schlüssel wie damals in Amana.

Viele im Westen hätten selbstverständlich solche Aktien gekauft. Der »Aufbau Ost« wäre wirklich »erwirtschaftet« worden. Heute wirkt das alles wie das Geschenk eines reichen Onkels. Wer schenkt, bricht den Stolz des Beschenkten, macht ihn von sich abhängig (»Ach so, und Dankbarkeit kennt ihr auch nicht...«). Ein unwürdiger und unhaltbarer Zustand.

Vor allem hätte man den Deutschen im Osten jene Wohnungen schenken müssen, in denen sie gerade lebten, und zwar lastenfrei. Jeder hätte in seiner Wohnung mietfrei und als Eigentümer gelebt. Ansprüche sogenannter »Alteigentümer« hätte man als albern vom Tisch wischen müssen. Jeder Ex-DDRler hätte seine Wohnung weiterverkaufen oder selbst nutzen können. Hätte er sie saniert, hätte er sich einen Kredit nehmen müssen (Hypothek, Grundschuld). Um diesen Kredit bedienen zu können, um so sein Eigentum zu erhalten und zu verbessern, hätte er sich zwar unter Druck setzen müssen, aber, wie gesagt, ohne Druck ist Wirtschaften nicht möglich, von zusätzlicher Beschäftigung ganz zu schweigen.

Ich höre immer den Einwand: Die Häuser waren doch komplett verfallen, die Sanierung hätten sich die Rentner niemals leisten können. Dieser Einwand ist nicht durchdacht. Jeder Rentner hätte entsprechend seinem Lebensalter viel mehr Anteile am privatisierten und neuverteilten Eigentum erhalten. Also außer seiner Wohnung weitere Grundstücke, Aktien der Stadt Halle AG, Aktien des Cottbusser Wasserwerks, Anteile an der Dresdner Zwinger AG usw. Dazu ein Stück Strand an der Ostsee. Grundbesitz, Aktien, Strandanteile, Kunstwerke alles hätten die Rentner entweder beliehen oder verkauft. Damit hätte jeder (jeder!) zumindest seine Wohnung sanieren können. Und er hätte seinen Stolz behalten.

Die Wohnungsbaugesellschaften, denen die meisten DDR­Immobilien gehörten, wären sang- und klanglos enteignet worden — na und? Das Geld, mit dem sich diese Moloche »refinanziert« hatten und das auf den Sparbüchern der Menschen im Osten lag, war fast wertlos, konkret: hatte gerade den Wert der heruntergewirtschafteten Immobilien. Alle Sparbücher sind ohnehin in D-Mark umgetauscht worden (in gestaffelter Höhe). Das Geld für diesen »Umtausch« ist übrigens bis heute nur zu Bruchstücken bezahlt.

Die Verteilung der gesamten DDR an ihre 17 Millionen Bewohner das wäre eine Revolution gewesen, die diesen Namen verdient hätte. Die Karten wären neu verteilt gewesen. Jeder »Ossi« wäre schlagartig Mehrfacheigentümer geworden. Und dann wäre es losgegangen! Und die Landschaften wären von sich aus erblüht.

So holen die neuen Länder niemals auf

Aber was hat man getan? Die Betriebe wurden von der Treuhand verwurstet, und außerdem wurden »Alteigentümer« bedacht, die entweder einen schnellen spekulativen Gewinn machen wollten oder ihr Eigentum liegenließen ohne es investiv, also mit Schulden befrachtet einzusetzen. Die Wohnungen blieben bei den Wohnungsbaugesellschaften, die nichts anderes im Sinn haben, als teuer zu sanieren und die Mieten heraufzusetzen.

Das »Wall Street Journal« untersuchte am 16. Juni 1998 den Abstand zwischen West- und Ostdeutschland und kommt zu niederschmetternden Ergebnissen. Alles in den neuen Bundesländern ist auf Sand gebaut. 43 Prozent des dort »erwirtschafteten« Bruttoinlandsprodukts sind Subventionszahlungen aus dem Westen, der dafür zwischen fünf und sechs Prozent seines Sozialprodukts hergibt. Seit 1993 ist der Zuwachs an Produktivität im Osten »anämisch«, die Wirtschaftsleistung Ost (BIP pro Arbeitnehmer) stagniert bei ca. 45 Prozent des westlichen Standards.

Die Schere zwischen den im Osten bezahlten Löhnen und der im Osten erreichten Arbeitsproduktivität geht immer weiter auseinander, Klartext: Die Arbeiter im Osten sind — verglichen mit dem, was sie leisten kraß überbezahlt (obwohl sie noch nicht einmal 80 Prozent der Westlöhne beziehen). Das »Wall Street Journal« weist auch auf das »eherne Gesetz der Konvergenz« hin, das der US-Professor und Clinton-Berater Larry Summers entwickelt hat. Es besagt, daß arme Regionen zu reichen Regionen nur mit einer Jahresrate von zwei bis drei Prozent aufschließen können. Sein Gesetz hatte Summers aus zahlreichen historischen Beispielen gewonnen.

Das »Wall Street Journal« folgert: Demnach werden die Ostarbeiter erst im Jahr 2030 etwa drei Viertel der westlichen Arbeitsproduktivität erreichen können und damit — gemessen an der Arbeitsproduktivität das verdienen, was sie heute schon bezahlt bekommen.

Ich halte solche Berechnungen für fragwürdig. Denn das Amana-Beispiel zeigt, daß es erheblich schneller geht, wenn nur an der richtigen Stelle angesetzt wird.

Verantwortlich für den Zustand der Wirtschaft in den neuen Ländern ist ausschließlich die Politik, die mit Hilfe von Massiv-Subventionen gearbeitet hat.

Das »Wall Street Journal« dazu: »Die Folge dieser Politik für den Osten wird massive Arbeitslosigkeit sein, und wahrscheinlich wird eine Bevölkerung heranwachsen, die permanent auf Subventionen angewiesen ist.« Und als Folge dieser irrwitzigen Politik wird die Steuerbelastung im Westen ansteigen und werden die Menschen im Osten extremistische Parteien wählen. Rechte, die ihnen einreden, die »Ausländer« seien an allem schuld, linke, die eine Rückkehr in den sozialistischen Mief verheißen. Die Wahrheit aber sagt ihnen niemand, auch die großen Volksparteien nicht.

Warum werden die Erblastzinsen nicht investiert?

Die für die Einheit ausgegebenen Summen sind überdies allesamt Schulden, die nirgendwo und von niemandem bezahlt sind und hochgebucht werden abzüglich gelegentlicher Sonderdotationen wie jener mit Hilfe eines Buchungstricks entstandenen Bundesbank-»Gewinne«, die dem Erblastentilgungsfonds gutgeschrieben werden. Der Buchungstrick war die berüchtigte Höherbewertung der Dollarbestände der Bundesbank, die nicht mehr nach dem für Kaufleute geltenden Niederstwertprinzip in der Bilanz erscheinen mußten, was beim Dollar 1,36 D-Mark waren, sondern aufgewertet werden durften auf 1,53 D-Mark.

Die insgesamt für den Osten aufgebrachten, fast komplett schuldenfinanzierten 1,2 Billionen Mark haben gleich hohe Guthaben in die Welt gesetzt, aus denen jedes Jahr mindestens 60 Milliarden Mark Zinsen fließen, arbeitslose Einkommen. So verrentet sich der Westen mit Hilfe der Ostsubventionen immer mehr. Bis sich eines Tages alle, die ihr Geld eigentlich hätten investieren und marktfähige Arbeitsplätze hätten schaffen sollen, zurücklehnen und auf die Früchte ihrer Staatspapiere warten. Diese Früchte könnten nur Nettosteuereinkünfte aus dem Osten sein, die aber niemals eintreffen wer­den, da — wie gezeigt der Osten auf Generationen hinaus am Tropf des Westens hängen dürfte.

Machen wir doch einen Test mit den 60 Milliarden Mark Zinsen aus den vereinigungsbedingten Guthaben. Wieviel wird davon im Osten investiert? In neuen Betrieben in Halle, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen auf Rügen und in Riesa? Vermutlich nicht einmal ein Zehntel!

Nein, die 60 Milliarden Mark Wiedervereinigungszinsen bleiben schön in sicheren Staatspapieren gebunkert. Kein Anleger (es sei denn ein »Steuersparer«) käme auf die Idee, sein Geld in den neuen Ländern zu riskieren. Die wahren Wendegewinnler wollen warm und trocken sitzen.

Das ist es, was ich meine, wenn ich behaupte, daß Staatsverschuldung Arbeitslosenheere schafft.

So könnte die Wiedervereinigung das ganze schöne Deutschland in die Tiefe ziehen und politisch immer mehr destabilisieren. Und das nur, weil die wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung mit Schulden zugekleistert wurden, statt daß man die Bevölkerung im Osten über eine Eigentümermaximierung plus Eigentumsverschuldung und den sich dann automatisch ergebenden Druck auf den Weg in einen selbsterarbeiteten Wohlstand und damit in die wirkliche Freiheit entlassen hätte.

Bevor ich's vergesse ... zu diesem Thema (="Die Wende") ist auch untenstehender Buchausschnitt (nicht von Paul C. Martin) nicht ganz ohne Brisanz: »Als Notenbank-Chef ist Opportunist Greenspan kein Einzelfall«.

Abgesehen davon entbehren auch diese Schlußfolgerungen von PCM nicht einer gewissen Radikalität. Eine Radikalität, die zwar vielen nicht zusagen wird, meines Erachtens aber gleichwohl Sinn ergibt! Wir kommen an den, durch "den Debitismus" beschriebenen Zwängen, schlichtweg nicht vorbei! Sie können lediglich temporär vertuscht werden. Hierzu ist Staatsverschuldung geradezu prädestiniert!

Weiter oben steht »Das tut weh«. Staatsverschuldung aber tut zunächst mal niemandem weh - weshalb sie auch so beliebt ist! Die Bolliddigger können weiter den schönen Schein wahren (wenn sie denn überhaupt "die Wahrheit" wissen, wo dran wir durchaus zweifeln dürfen); das erhöht ungemein die Wiederwahlchancen und ist so wundervoll einfach! Und die Wiederwahlchancen erhöhen sich natürlich nur deshalb, weil die Mehrzahl des Wahlvolkes eben hauptsächlich wundervoll einfache, den schönen Schein wahrende Bolliddigger wählt!

»Statt die Menschen in Ost und West auf „blood, sweat and tears“ einzuschwören, wofür in dieser historischen Situation die Bereitschaft seitens der Bevölkerung beider deutscher Staaten durchaus gegeben gewesen wäre, wurden vollmundig und in unverantwortlicher Weise „blühende Landschaften“ – und diese auch noch kurzfristig – angekündigt, was nachfolgende Enttäuschung und Unzufriedenheit fast zwingend zur Konsequenz hatte. „Blühende Landschaften“ ließen sich zwar nach Vollzug der Währungsunion nicht mehr schaffen, wohl aber Bundestagswahlen gewinnen.« (>>)

"There's no free lunch"!! "Es gibt nichts umsonst"! Wie banal!! Und doch, wie brutal!! Denn just so ist es! Zunächst mal bedeutet eben leider auch »befristet«. Ist "die Frist" um, tut das Abreißen des vormals geklebten Staatsverschuldungspflasters nur umso mehr weh! Eine verschleppte Lungenentzündung greift nicht selten das Herz an!

Lösen wir uns zum Schluß von der konkreten "Wendethematik", so gilt gerade Gesagtes natürlich grundsätzlich!! In der Tat mögen solche Forderungen oder Überlegungen vordergründig oft herzlos und "unsozial" erscheinen, eben weil sie zunächst mal weh tun! Schlußendlich ist der gesamtgesellschaftliche "Gewinn" aber größer, als beim "einfachen Weg"! Zugegeben, oft genug ist die (theoretische) "Wahl der Mittel", zu einer einigermaßen "reinen" Umsetzung der debitistischen Sichtweise, durchaus eine Gratwanderung, bei denen - zumindest mir - manchesmal nicht hundertprozentig klar ist, ob sie den Menschen im Endeffekt tatsächlich was Positives bringt oder nicht. Andererseits, wie gesagt, wir kommen an den Zwängen schlichtweg nicht vorbei; ganz und gar gleichgültig, wie wir es auch versuchen (siehe Bild )!! So sicher der "Big-Bang" auch kommt (es gibt keine "Lösung", die diesen bloßen Fakt vollständig verhindern könnte!!!), so sicher kann "man" aber - meine ich jedenfalls - seine Intensitäten und Erscheinungsfrequenzen "positiv" beeinflußen. Rein theoretisch!! Denn das tut weh!! !!!Aber das hier erst, das tut nicht nur weh, sondern....!!!!

Die Politiker der Weimarer Republik hatten keine Gold- und Silbermünzen mehr, die sie mit minderwertigem Metall versetzen konnten. Und sie hatten nicht den Mut, einfach Geld zu drucken, sie fürchteten sich vor der Inflation. Das Gelddrucken hat dann Adolf Hitler besorgt, der die Menschen mit frisch fabriziertem Baren wieder in Stimmung brachte und dafür in den ersten Jahren seiner Diktatur frenetisch bejubelt wurde.

Die Geschichte von Hitlers Geldfabrikation endete mit einem Schreiben, das das Reichsbankdirektorium am 7. Januar 1939 dem Diktator zugehen ließ, der daraufhin die Herren feuerte. Darin heißt es:

»Das unbegrenzte Anschwellen der Staatsausgaben (Unterstreichung im Original) sprengt jeden Versuch eines geordneten Etats, bringt trotz ungeheurer Anspannung der Steuerschraube die Staatsfinanzen an den Rand des Zusammenbruchs und zerrüttet von hier aus die Notenbank und die Währung ... Keine Notenbank ist imstande, die Währung aufrechtzuerhalten gegen eine inflationistische Ausgabenpolitik des Staates (Unterstreichung im Original) ... Eine Vermehrung der Gütererzeugung ist nicht durch eine Vermehrung von Geldzetteln möglich.«

Wiederholt sich Geschichte? Was meinen Sie?

 

 

 

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 Als Notenbank-Chef ist Opportunist Greenspan kein Einzelfall

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Als Beispiel für die mehr als fragwürdige Rolle von Notenbankern, die ganz im Geiste der von Mises'schen Analyse Fehlentscheidungen treffen oder unwidersprochen mittragen, die zu ökonomischen Ungleichgewichten mit schwerwiegenden Folgen führen, mag der ehemalige Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl dienen. 

Der auch von uns hoch geschätzte Pöhl gab uns einen Einblick in das, wie wir meinen, charakteristische Denken und Handeln eines Notenbankers. Als Bundesbank-Präsident war er bekanntlich in der Verantwortung, als 1990 die deutsche Währungsunion beschlossen und somit die Deutsche Mark in der DDR eingeführt wurde. 

Seinerzeit wurden in ökonomisch weitsichtigen und verantwortungsvoll denkenden Kreisen Modelle favorisiert, die eine schrittweise Integration der DDR vorsahen. Produktivitätsfortschritte der DDR- Wirtschaft spielten in diesen Stufenplänen eine entscheidende Rolle. Eine sofortige Währungsunion und ein Urntauschverhältnis D-Mark zu DDR-Mark von 1 zu 1 oder auch 1 zu 2 galt als wirtschaftspolitisch falsche, Unheil stiftende Maßnahme. Diesem Kreis gehörte auch der damalige Bundesbank-Präsident Pöhl an, was er die Regierung Kohl natürlich wissen ließ. Bundeskanzler Kohl erweckte Pöhl gegenüber den Eindruck, er teile die der Radikallösung entgegengebrachten Bedenken und unterstütze den Stufenplan. 

Im Februar 1990 wurde Pöhl an einem Sonntag zu einer politischen Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen unter Führung von Helmut Kohl nach Bonn geladen. Dort sollte unter anderem das Thema Währungsunion besprochen und entschieden werden. Zu Pöhls großer Überraschung ließ die hochkarätige Runde an diesem Tag jedoch dieses aus Sicht einer betroffenen Notenbank extrem wichtige Thema aus. Der Bundesbankpräsident interpretierte diese Unterlassung als Zustimmung zu der von ihm bekanntlich favorisierten Vorgehensweise. Er bestand allerdings nicht auf einer offiziellen Klarstellung, sondern reiste in diesem Glauben wieder ab. 

Am nächsten Morgen traf er sich in Berlin mit dem Präsidenten der DDR-Staatsbank Kaminski und der Wirtschaftsministerin Christa Luft. Ihnen stellte er den Stufenplan vor und erhielt erwartungsgemäß ihre Zustimmung. Die bankrotte DDR war bekanntlich nicht in der Position, Bedingungen zu stellen. 

Noch während dieses Treffens reichte man ihm eine dpa-Meldung. Diese informierte die Welt darüber, dass die Regierung Kohl gerade die Umsetzung der radikalen Variante der Währungsunion für August 1990 beschlossen hatte. 

„Das war keine gut vorbereitete Entscheidung, sondern aus der Hüfte geschossen", so Originalton Pöhl, allerdings erst Jahre später. Der auf diese Weise Brüskierte trat ein Jahr später als Bundesbank- Präsident zurück. Für diese scheinbar konsequente Haltung erntete er breite Anerkennung. 

Roland Leuschel veröffentlichte damals einen offenen Brief an den Bundesbank-Präsidenten, der in Zeitungen wie „Wall Street Journal", „Herald Tribüne" und anderen internationalen Blättern abgedruckt wurde. Seltsamerweise fanden aber alle größeren deutschen Zeitungen keinen Platz zum Abdrucken dieses Schreibens. Darin schrieb Leuschel, dass Pöhl offensichtlich nicht mehr bereit sei, die Politik der Regierung mitzutragen. Nach dem aus der Geschichte reichlich bekannten Motto „Wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt" durfte er gehen. Damals hielt Roland Leuschel diese Entscheidung Pöhls fiir konsequent.

Heute muss er allerdings zugeben, dass er trotz der regelmäßigen Gespräche, die er seinerzeit mit Pöhl während gemeinsamer Mittag- essen bei der Bundesbank in Frankfurt führte, nicht ahnte, welches Ausmaß die Fehlentscheidungen annehmen würden. Die vorgegebene Schuldenaufnahme von 40 Milliarden DM, die die Wiedervereinigung kosten sollte, stand nämlich in keinem Verhältnis zu dem, was die Bundesbank später veröffentlichen sollte. Tatsächlich betrugen die Kosten nämlich 140 Milliarden DM pro Jahr und stehen damit in einem krassen Missverhältnis zu den damals von Regierungsseite abgegebenen Schätzungen von insgesamt nur 40 Milliarden DM. 

Unter Berücksichtigung dessen, was diese falsche Weichenstellung der Regierung und das „Nachgeben" des Bundesbank-Präsidenten für den deutschen Steuerzahler auch heute noch bedeutet, hätte ich, Roland Leuschel, diesen Brief damals so nicht geschrieben. Eher hätte ich meine Entrüstung über Pöhls Rücktritt bekannt gegeben. Er hätte die Unabhängigkeit seines Amtes voll ausschöpfen und den Wünschen der Bundesregierung vehement entgegentreten müssen. Er hätte mit den ihm vorliegenden Schätzungen der Bundesbank an die Öffentlichkeit gehen müssen, um einer ohnehin skeptischen Bevölkerung reinen Wein einzuschenken. Heute behauptet Pöhl, er hätte es als „schäbig" empfunden, die Regierung nach ihrer Entscheidung zu kritisieren. Ich bezeichne seine damalige Haltung als feige und gegen das Interesse der Betroffenen in Ost und West gerichtet. Insofern gleichen sich Pöhl und Greenspan. Letzterer warnte bereits 1996 vor den Gefahren der überzogenen Börsenkurse und sprach von irrationaler Überschwänglichkeit. Taten ließ er diesen Worten jedoch nicht folgen. 

Ein bezeichnendes Licht auf die bescheidene Rolle, die die Bundesbank in dieser traurigen Episode spielte, wirft ein mit einer deutschen Zeitung im Juni 2000 geführtes Interview Karl Otto Pöhls. Wir halten die hieraus zu gewinnenden Erkenntnisse für aufschlussreich. Sie gewähren einen Einblick in das untertänige Selbstverständnis der Notenbank-Bürokraten. 

Die Frage, ob die Bundesbank damals überrumpelt worden sei, bejaht Pöhl. Dann ergänzt er: „Die Bundesbank war überhaupt nicht vorbereitet, ist auch nicht vorher konsultiert worden. Die einzige Entschuldigung, die ich dafür habe, ist, dass die Regierung auch nicht vorbereitet war. Und auch nicht damit gerechnet hat." Es muss sich also um eine Entscheidung des bekannten Wirtschafts- und Währungsspezialisten Helmut Kohl gehandelt haben. Offensichtlich folgten die gesamte Regierung und auch die Experten der Bundesbank in nicht nur für Deutsche typischem Gehorsam, ohne zu widersprechen, und zumindest teilweise wider besseres Wissen. Mangelnde Vorbereitung von Entscheidungen, die auf Jahre hinaus Wohl und Wehe eines ganzen Landes bestimmen, soll als Entschuldigung für krasse Fehlentscheidungen gelten? Nicht nur angesichts des riesigen Apparats, den sowohl die Bundesbank als auch andere Teile des Staats auf Kosten der Steuerzahler und angeblich zu deren Wohl unterhalten, ist diese Haltung, gelinde gesagt, verblüffend. 

Auf die Frage, ob die heutigen Schwierigkeiten Ostdeutschlands auch mit diesen Fehlern der Währungsunion zu tun hätten, antwortet Pöhl ganz im Sinne der Vertreter des seinerzeit auch von ihm favorisierten Stufenplans: "Ökonomisch war das vollkommen unsinnig." 

Wie kann ein Mensch in einer so verantwortungsvollen Position wie der eines Bundesbank-Präsidenten eine „ökonomisch vollkommen unsinnige" Weichenstellung der Regierung mittragen, indem er ihr nicht vehement und kraft seines Amts entgegentritt? Wieso findet er erst zehn Jahre, nachdem die Fehlentscheidungen getroffen und ihre Auswirkungen zumindest teilweise sichtbar geworden sind, den Mut zu diesen klaren Worten? 

Ganz offensichtlich war sein Selbstverständnis als Notenbanker das eines klassischen und gerade in Deutschland so weit verbreiteten Untertans und Opportunisten: „Aber wir hatten auch eine Loyalitätspflicht gegenüber der damaligen Regierung", so Pöhl im Juni 2000. 

Wir fragen: Wo bleibt die Loyalität gegenüber den Bedürfnissen des zahlenden Bürgers? 
.....

Quelle: »Das Greenspan Dossier« von Roland Leuschel und Claus Vogt

 

 » 26. August 2007 «

 

In eigener Sache!!!           (24.08.07)

Was bin ich? »"PDS-lastig" oder "braunes fascho gesocks?"« Auch wenn meine eigentliche "Arbeit" leider mal wieder darunter leidet, muß das jetzt einfach mal sein. Mit so einem Scheiß muß ich mich befassen! Ist leider ein bißchen was zu lesen, lag mir aber auf der Seele: black01_next.gif»Bitte hier lang...«

Heutiges Zitat

 

»Koalition: eine Partei wäscht die andere«

LOTHAR SCHMIDT

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

  

  WIRTSCHAFT

 

»Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen« (>>)

»Moral Hazard (SachsenLB)« (>>)

»Federal Deficit Reality« (>>)

»BRD - Überschuß des Staates« (>>)

POLITIK

 

»Globale Elite plant den Tod des freien Internets...« (>>)

»Tagebuch Iran« (>>)

 

  WIRTSCHAFT

 

 


                                 Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen


 

Ich will nicht verhehlen, daß diese ganze Rumreiterei auf den Neuverschuldungszahlen vielleicht verschiedentlich zu ausgeprägter Langeweile führen könnte. Ich halte das, aus vielfach erläuterten Gründen, jedoch für absolut elementar, so daß ich dieses "Risiko" einfach eingehen muß.  

Schauen wir uns also die detailiertere Einteilung der Kreditvergabe an die Privaten an, die - wie die meisten wissen werden - in ihrer Summe ja regelmäßig in black01_next.gif»Neues von der Kreditfront« (Punkt 2) dargestellt wird. Hier wird nochmals unterteilt in Unternehmen und Selbständige (blau), sowie in die Privatpersonen und Unselbständigen (weinrot)! (>>)

Zu den Unternehmen... solltet ihr kurz zur black01_next.gif»Kreditfront« unter Punkt 2 reinschauen. Dort ist diesbezüglich im Grunde alles momentan Wichtige ausgeführt!

Bei den Privat-
personen...
sehen wir seit Sep. 06 einen Rückgang. Der sieht in der Graphik rechts zwar nicht allzu dramatisch aus, beträgt jedoch immerhin knapp -0,80 Prozent!! Und da alles andere als Pluswerte - selbst eine Null ist zu wenig - auf Dauer zu echten Problemen führen, sind diese -0,80% durchaus zu beachten und sollten nicht kleingeredet werden! Zumal wir so langsam von einem unschönen Trend reden dürfen, im Gegensatz zu kurzfristigen "Ausrutschern", die immer wieder vorkommen!

77,83 Prozent (!!) der Kreditvergabe an die Privatpersonen... stammen zur Zeit aus der Kategorie »Kredite für den Wohungsbau« (weinrot gepunktet). Das zeigt, wie "abhängig" die Neuverschuldung vom Häuslebauen etc. ist und wie sensibel der Gesamtwert auf miese Stimmung in diesem Bereich reagieren würde. Noch (!!) beträgt die Abnahme der Wohnungbaukredite (seit Dez. 06) "lediglich" 0,43 Prozent oder 3,38 Mrd. Euro. Für den Augenblick hält sich der Verschuldungs- und Bauwillige also noch einigermaßen pasabel (auch wenn, wie gesagt, jedes Nachgeben der Kreditvergabe an sich negativ zu bewerten ist), so daß noch (!!) kein Grund für übermäßige Furcht besteht. Angesichts der aktuellen Turbulenzen würde es mich aber doch wundern, wenn sich diese nicht auch in einer weitaus stärkeren Reduktion der Wohnungsbaukredite niederschlagen würden. Erste Anzeichen scheinen sich jedenfalls breit zu machen: black01_next.gif»Schockstarre am deutschen Immobilienmarkt«
Überdies besteht natürlich grundsätzlich die Schwierigkeit, in dieser Kategorie noch eine Steigerung der Verschuldung herbeizuführen. Das riecht verdächtig nach Sättigung! Irgendwann hat halt jede Familie ihr kreditfinanziertes Häuschen und jede(r) Single ihre/seine vom Vermieter kreditfinanzierte Mietwohnung. Unter diesem Kontext können wir möglicherweise auch dergleichen Gesetzesverschärfungen wie zum Beispiel black01_next.gif»Vermieter sollen in Klimaschutz investieren« abbuchen. Wenn, aufgrund von besagter Sättigung, schon für Neubauten keine ausreichende Neuverschuldung mehr generiert werden kann, dann muß eben der Bestand irgendwie dafür herhalten. Da macht sich der "Klima(nonsens)faktor" doch ganz hervorragend als Begründung. Aus dieser Neukreditvergabe-Sicht, sollten wir also vielleicht gar nicht mal nicht zu hart mit derlei Staatsdoktrinismus ins Gericht gehen . Wer weiß, eventuell kann dadurch ja tatsächlich nochmal eine weitere, kleinere (??) Runde eröffnet werden. Oder sie gehen erst recht alle Pleite. Alles in allem macht sich so gesehen denn doch so langsam Besorgnis bei mir breit. Sinne schärfen, Augen auf und luchsgleich die Situation beobachten!!!

P.S.: Gesamteuropäisch weisen die black01_next.gif»Wohnungsbaukredite« der privaten Haushalte im Übrigen nicht die Bohne einer Schwäche aus; trotz der deutschen "Beteiligung". Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen, wie sich der Klumbatsch weiter entwickelt.

 


                                 Moral Hazard


 

Okay ... grundsätzlich erklärend zunächst mal Wikipedia zum Thema: black01_next.gif»Moral Hazard«

Konkreter werdend finden wir unter black01_next.gif»Ein Modell für Finanzkrisen bei Moral Hazard und Überinvestition« einleitend folgenden Absatz:

»Im Anschluss an die Krise wurden mehrere neue Erklärungsansatze für Finanzkrisen entwickelt. Ein sehr verbreiteter Ansatz zur Erklärung der Krise stellt die Moral-Hazard-Problematik in den Mittelpunkt. Die These ist, dass eine staatliche Kreditgarantie Moral-Hazard-Verhalten auslöst, und somit einen Kreditboom und Überinvestition in der Volkswirtschaft bewirkt. Auf Dauer führen die Überinvestitionen zu Verlusten bei den Haushalten, so dass die Kredite nicht zurückgezahlt werden können. Daraus entsteht eine Krise.«

Wobei dann aus der einleitenden These im weiteren Verlauf schlußendlich diese zusammenfassende Konklusion wird:

»In dieser Arbeit wurde gezeigt, wie die Einführung einer staatlichen Kreditgarantie die Risikoneigung der Haushalte erhöhen kann, und wie es dadurch zu Überinvestition in der Volkswirtschaft kommen kann. Diese Überinvestition macht eine Krise und somit eine Einforderung der Kreditgarantie sehr wahrscheinlich. Das eigentliche Ziel der staatlichen Kreditgarantie, nämlich die Verhinderung einer Finanzkrise wurde somit nicht erreicht. Im Gegenteil dazu hat die Kreditgarantie die Krise in diesem Modell erst ermöglicht. Weiterhin wird gezeigt, dass die staatliche Kreditgarantie Evergreening bei der Kreditnahme begünstigt. Die Folgen sind ein Kreditboom im Vorfeld der Krise und ein weit höheres Ausmaß an nicht gedeckten Krediten in der Krise.«

Soviel zum "Vorgeplänkel". Nun explizit und aktuell bezugnehmend auf die SachsenLB (siehe bitte flott "Vortags") lief mir nachstehende Pressenotiz der BuBa - als eine von vielen Meldungen - über den Weg:

Gemeinsame Stellungnahme von Bundesbank und BaFin zur ad-hoc-Mitteilung der Sachsen LB

Bundesbank und BaFin begrüßen die wirkungsvollen Maßnahmen der Sparkassen-Finanzgruppe zur Sicherstellung der Liquidität des von der Sachsen LB Europe plc betreuten Conduits Ormond Quay.

Zu der Problemlösung hat die Klarstellung des Freistaats Sachsen beigetragen, dass für die sich aus der Ormond Quay-Struktur ergebenden Risiken die Haftung des Gewährträgers greift, so dass für die Kredit gebenden Institute kein Wertminderungsrisiko besteht. Positiv zu bewerten ist die rasche und konstruktive Art, in der eine tragfähige Lösung gefunden wurde.

Was ist Moral Hazard? DAS IST MORAL HAZARD!!! Sensationell!

Und nur damit's kein Vertun gibt, seit 2005 gilt: »Die Gewährträgerhaftung für öffentlich-rechtliche Banken wurde nach mehrmonatiger Diskussion im Rahmen der „Brüsseler Konkordanz“ abgeschafft und die Anstaltslast ersetzt, um etwaige ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile gegenüber den Mitbewerbern auszuschließen.« (>>) Klartext: Die »Kredit gebenden Institute« aus der BuBa-Pressenotiz - im Speziellen unter anderem black01_next.gif»Sparkasse«, die indirekt über die Beteiligungen an den LB mit im Boot sitzen (weiteres Beispiel black01_next.gif»NordLB«) - sind seit 2005 eigentlich ausschließlich eigenverantwortlich für ihre seit dem vergebenen Kredite; vollkommen ohne staatliche Haftung bei etwaigen "Schieflagen". Was "soeben" offenbar wieder in die Tonne getreten wurde. Wie schön, wenn der Verursacher der Krise  - oder von mir aus "nur" der Hauptverursacher - zugleich selbst regelmäßig als Retter der von ihm selbst initiierten Krisen einspringt! Der Pyromane als Feuerwehrman ... großartig!!

 

 

 


                                 Federal Deficit Reality 


 

Das hat was! Würde der amerikanische Staat seine Finanzsituation wie "seine" eigenen Unternehmen bilanzieren - nämlich nach black01_next.gif»US-GAAP Standard« - dann sähe seine vollständige Bilanz dergestalt aus:

                                 GAAP-Based       GAAP-Based
   Fiscal        "Official"    Deficit Without   Deficit With
    Year          Deficit      Soc. Sec., Etc.  Soc. Sec., Etc.
   ------------------------------------------------------------
   2004 est.   $445 Billion     $800 Billion     $4.3 Trillion
   2003        $374 Billion     $665 Billion     $3.7 Trillion
   2002        $158 Billion     $365 Billion     $1.5 Trillion
   ------------------------------------------------------------

So ähnlich wie die black01_next.gif»implizite Staatverschuldung«.

»Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die in den Pensionsverpflichtungen und den Sozialversicherungen verborgene implizite Staatsverschuldung in Deutschland für das Jahr 2002 auf rund 270 % des BIP kalkuliert. Zusammen mit der für 2002 offen ausgewiesenen Schuldenstandsquote von 60 % kommt der Sachverständigenrat für die deutsche Finanzpolitik auf eine so genannte Tragfähigkeitslücke in Höhe von 330 % des BIP. Im Klartext bedeutet diese hohe Quote: Die heute vom Staat zur Verfügung gestellten Leistungen können in Zukunft nur bei einem kräftigen Anstieg der Abgabenbelastung oder einer drastischen Senkung des Leistungsumfangs aufrecht erhalten werden.«

Diese letzte Aussage ist natürlich nicht ganz korrekt, denn wir wissen, das dies nur gilt, wenn sich nicht in ausreichendem Maße Nettoneuverschuldung einstellt. Rein theoretisch - gerade auch wenn wir das Neuverschuldungspotential weltweit betrachten - könnte der Status Quo vorübergehend durchaus gehalten werden (auch bei den kommenden Pensionverpflichtungen usw.). Die dargestellte Sicht ist ein typisches Beispiel für den in seiner Größe vordefinierten Kuchen, bei dem die einzelnen, zu verteilenden Stücke zwar variieren können, der Kuchen insgesamt aber gleichgroß bleibt. Der Kuchen ist aber mitnichten statisch (also immer gleichgroß) ausgeformt, vielmehr ist er absolut dynamisch ausgebildet und ändert permanent seine Ausdehnung. Die Zug- bzw Druckkräfte dafür sind, zur allgemeinen Überraschung , Verschuldungvorgänge. Entweder zusätzliche Nettoneuverschuldung (= Zugkraft = Wachstum), oder nachgebende Nettoneuverschuldung (= Druckkraft = Rezession usw.). Insofern sind beispielsweise auch die üblichen Ausagen zur demographischen Entwicklung mit Argwohn zu betrachten. Einerseits weil wir, je nach Berechnungsart, 3,5 Mio. (offizielle) bis black01_next.gif»9 Mio.« (inoffizielle ) Arbeitslose haben. Miese Demographie hin oder her (!!), eines DER Problem ist das fehlende Neuverschuldungspotential u.a. dieses Reservoirs, das, auch nur halbwegs aktiviert, den demographischen "Druck" schon nennenswert abmildern würde!! Andererseits weil ganz allgemein den Deutschen ja durchaus einfallen könnte, sich zukünftig über alle Maßen in Neuverschuldung zu stürzen. Und schon wäre das kolossale Demographieproblem nur noch ein beachtenswertes.

Okay, ist ja richtig, ich geb's ja zu, daß war jetzt in der Tat besserwisser- und klugscheißerisch. Letztenendes wird es natürlich tatsächlich so sein! Ich wollte anhand dieser Aussage (»Die heute vom Staat zur Verfügung gestellten Leistungen...ff) einfach nur verdeutlichen, daß die allermeisten der üblicherweise gebräuchlichen Gedankengänge, Äußerungen und Folgerungen usw. den wichtigsten Sachverhalt schlicht vollkommen ignorieren. Eben die alles entscheidende Nettoneuverschuldung!!

  

Wo ich oben schon mit der nicht ganz so offensichtlichen, dafür aber horrenden Staatsverschuldung begonnen habe, komme ich um folgende Glanzmeldung des Statistischen Bundesamtes natürlich dennoch nicht herum: black01_next.gif»1,2 Milliarden Euro Überschuss des Staates im ersten Halbjahr 2007«

Auch wenn selbst ich diese Nachricht durchaus nicht für die schlechteste welche halte, gibt es dabei freilich durchaus Facetten, die unbedingt einer genaueren Erwähnung bedürfen.

Da wäre zunächst mal die Tatsache, daß der Bundeshaushalt trotz allem mit 11,2 Mrd. Euro in den Miesen steckt (siehe black01_next.gif»heute journal« ab Minute 13:20) und sich die Verschuldung des Bundes im ersten Halbjahr um 26,62 Mrd. Euro vergrößert hat (>>, Seite 60; fragt mich jetzt bloß nicht, wo die Differenz herkommt. Keinen Schimmer). Heißt, daß einzig und alleine die Sozialkassen das Plus generiert haben. Selbstverständlich ist das besser, als wenn die auch noch im Minus stecken würden (gar keine Frage!!), aber der vordergründige Glanz der Meldung trübt sich doch ein wenig ein. Zumal mir im ZDF nicht so ganz klar wird, wo denn eigentlich die Länder&Gemeinden bleiben?!?! Sind die in diesem Fall beim Bundeshaushalt mit drin? Das ist schon von Belang, denn ...

... noch trüber - und beinahe schon hinterhältig - wird's dann, wenn wir die Nachricht tatsächlich bis ganz zum Ende gelesen haben! Dort steht nämlich ein nicht ganz unerhebliches Detail, daß wir nicht einfach übergehen sollten:

»Hierbei handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995. Die Daten beinhalten nicht die Einnahmen/Ausgaben aus Swapgeschäften. Insoweit sind sie nicht vergleichbar mit den Jahresdaten, die für das europäische Verfahren bei einem übermäßigen staatlichen Defizit (Maastricht-Vertrag) maßgeblich sind.«

Wir bekommen also Daten aufgetischt, die mit den eigentlichen Defizitberechnungen nach Maastricht gar nichts zu tun haben!! So richtig pikant wird das dann aber erst, wenn wir uns nochmals den Satz »Die Daten beinhalten nicht die Einnahmen/Ausgaben aus Swapgeschäften« vergegenwertigen und uns daraufhin folgende Nachricht zu Gemüte führen: black01_next.gif»Städte sollen mit Zinswetten Steuergelder verloren haben«. Da die genannten Zinswetten aber nichts anderes sind als diejenigen Swapgeschäfte, die nicht in die Berechnung der Plus 1,2 Mrd. Euro eingeflossen sind, sollten wir durchaus aufmerken!! Denn »Jede dritte Kommune in Deutschland soll einem Zeitungsbericht zufolge mit riskanten Zinswetten Steuergelder verloren haben.[...] "Bundesweit ist mit Sicherheit ein Milliarden-Schaden entstanden"«.

Da schau her! Ein Milliardenschaden, der nicht in den angeblichen (??) "Überschuss" einfloß ... so geht das aber nicht . Auch wenn anscheinend niemand genau weiß, wie groß der Schaden tatsächlich ist und ob und wie er die Überschußberechnung überhaupt beeinflußt hätte, so finde ich dieses Detail doch bemerkenswert. "Man" muß eben doch immer ganz genau hinschauen!!

Ich bin gespannt, wie sich die "Zinswetten" mit Steuergeldern weiter entwickeln werden. Wenn irgend so ein sesselpupsender Beamtenfutzi schon in den großen weiten Finanzdschungel einsteigt, was wird da auf Dauer wohl bei rauskommen? Und das die Deutsche Bank sich ein solches Geschäft nicht entgehen läßt, ist doch wohl sonnenklar. DIE sind nämlich nicht dämlich. Dämlich sind die, die sich darauf einlassen - oder es gar von sich aus initiieren - und sich auf völlig bescheuerte Verträge einlassen: black01_next.gif»Die Deutsche Bank in einer Doppelrolle: als Berater und Verkäufer - Erstaunlich.«.

Wie dem auch sei, wir sollten von der "Maastrichten" Jahresenddefizitabrechnung - die dann wieder inkl. der Swapgeschäfte ausgewiesen wird - nicht allzu viel erwarten. Auch wenn's im Augenblick wirklich gar nicht mal so übel aussieht, bin ich echt gespannt, wie "glanzvoll" die Meldungen im nächsten Jahr letztlich ausfallen werden.

  

 

 

 


                                 Virtuelle Banken-Pleite macht Avatare mittellos


 

Hi hi hi ... etwaige Paralellen zur realen Welt sind selbstverständlich nichts anderes als purer Zufall und liegen äonenweit abseits jeglicher sinnvollen Vergleichsdiskussion. Ganz besonders die armen Teufel von Schwachköpfen, die ihre Kohle unbedingt dergleichen Wundergeldvermehrern anbiedern "mussten", müssen einfach virtuell sein!! So doof kann doch kein Mensch in der wirklichen Welt sein! Oder etwa doch?

 

Guggst du: black01_next.gif»Virtuelle Banken-Pleite macht Avatare mittellos«

Neben der virtuellen Welt gibt es allerdings noch - mehr oder weniger - ganz echte Implosionen. Wer sich ein bißchen Frust und Deprie abholen will, kann hier nachschauen:

Since mid-2007

black01_next.gif»13«

major outfits have had "imploded" funds

 


 

  POLITIK

Eigentlich ja die Kategorie »Big Brother«, hatte aber keine Lust, faul wie ich nun mal bin, auf die andere Seite zu springen !

 


                                 
Globale Elite plant den Tod des freien Internets...


...und die Schaffung eines rundum besteuerten und zensierten Netzes an dessen Stelle

  • [...] CHIP-Online klärte in einem Interview auf, dass es bei Schäubles Forderungen nicht etwa nur um einen wenig effizienten Staatstrojaner geht, sondern um stasiähnliche Wohnungseinbrüche und die Installation von speziell zugeschnittener Hard-und Software auf den Computern von Leuten die die Regierung als sogenannte "Gefährder" einstuft.
  • Kurz vor der Übergabe seines Amtes verurteilte Tony Blair in einer Rede die Online-Medien und erklärte der freien Berichterstattung den Krieg; er nannte die neuen Formen der Medien "sogar noch schädlicher, weniger ausgeglichen, mehr versessen auf die neueste Verschwörungstheorie hoch 3"
  • Time Magazine berichtete im Mai 2007, dass eine Gruppe Forscher die von der Regierung finanziert werden, dass Internet abschalten und einen Neuanfang machen wollen. Schlupflöcher im bestehenden System würden immerhin eine lückenlose Überwachung und schrankenlose Kontrolle unmöglich machen. Diese Projekte sind Teil einer Agenda, laut welcher die Internet-Neutralität beendet werden und ein neues Internet, genannt Internet 2, etabliert werden soll. [...]

Und leider, leider noch vieles mehr in der Art, daß ihr hier bestaunen dürft: black01_next.gif»Globale Elite plant den Tod des freien Internets...«

Ich bin wahrlich kein Experte, insofern hörte sich diese Aussage für mich im ersten Moment beinahe schon lächerlich an: »Time Magazine berichtete im Mai 2007, dass eine Gruppe Forscher die von der Regierung finanziert werden, dass Internet abschalten und einen Neuanfang machen wollen....«. Das Internet abschalten? Das ist ja wohl ein Scherz !! Oder vielleicht doch nicht??

»[...] Die Internet Exchange Points sind Internet Knoten in der ganzen Welt. Teilweise werden diese auch als GIX (Global Internet Exchange) bezeichnet. Diese Internetknoten verbinden mehrere MANS, WANS und GANS. An die Internetknoten sind meistens mehrere kommerzielle ISP’s angeschlossen. Die Internetknoten sind untereinander verbunden (Backbones) und bilden im Verbund das Internet. Weltweit existieren ca. 108 Internetknoten von denen sich 60 in den USA und 24 in Europa befinden. Die wichtigsten IXP Europas befinden sich in London, Paris, Amsterdam und Frankfurt. Der Internet-Verkehr der Schweiz wird grössten Teils über Frankfurt und Paris abgewickelt. In der Schweiz gibt es ein IXP (SwissIX). In Frankfurt befindet sich das DE-CIX. Über diesen Punkt werden ca. 85% des deutschen Internetverkehrs abgewickelt. [...]« (>>)

Gerade mal 108 Knoten weltweit? Über einen einzigen davon (Frankfurt) alleine 85 % des deutschen Internetverkehrs? Also wenn das mal keine Datenflußkonzentration ist, dann weiß ich auch nicht! Zumindest theoretisch und aus technischer Sicht sollte demnach ein Abschalten des Internets in der Tat kein größeres Problem darstellen. Und noch was:

»Der gesamte Internet-Verkehr zwischen Europa und Asien läuft über Amerika.« (>>)

Ui ui ui!!! Wenn das mal nicht "stör"anfällig ist ... Wie gesagt, zumindest theoretisch scheint mir das nicht völlig aus der Luft gegriffen. Ob das rein praktisch tatsächlich machbar ist und/oder sich die "globale Elite" damit nicht eher ins eigene Fleisch schneiden würden (weltweite Finanzströme und Bankenkommunikationen, Informationsaustausch der "Eliten" und ihrer Helfer (z.b. Armeen) selbst usw.) kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nicht wie - und ob überhaupt - das rein technisch zu bewerkstelligen wäre. Aber ein ungutes Gefühl beschleicht mich schon.

 

 


                                 Tagebuch Iran...


...Notizen aus dem Kontext des drohenden Krieges gegen den Iran

Damit's vor lauter Hypothekenkrise usw. nicht in Vergessenheit gerät - und auch, weil ein winziges bißchen Krieg, in einer von Crash bedrohten Situation, nun wahrlich nichts Neues wäre und irgendwie ja auch nicht so richtig schaden kann (=das war Sarkasmus) -, sollte ein Schlenker zu folgendem Link nicht von Nachteil sein. Nach wie vor läuft die Propagandamachine auf Hochtouren, auch wenn das Thema für den Augenblick ein wenig in die zweite Reihe gerutscht ist.

black01_next.gif»Tagebuch Iran - Notizen aus dem Kontext des drohenden Krieges gegen den Iran«

Das ist besser als jede Soap! Realsatire pur!!

»Anders George W. Bush, ein Mann, der das Böse erkennt, wenn er es sieht, und der unermüdlich seine mutige Bereitschaft demonstriert hat, Spott und Schmähungen zu ertragen und sich dem Terror entschlossen entgegen gestellt hat.«

Hoffentlich bleibt und das Lachen nicht im Hals stecken.

 

 » 14. August 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Die Regierungen sind gewöhnlich nicht besser als die Regierten«

SAMUEL SMILES

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

»Neues von der Kreditfront (Juni '07) + Bank Lending Survey (2. Quartal 07)« (>>)

»Hypothekenkrise« (>>)

»Die Brisanz der Geldentstehungsfrage...« (>>)

"Neues" vom black01_next.gifBig Brother!!

 

  WIRTSCHAFT


                                Neues von der Kreditfront (Juni '07)


 

Da sich dieser Punkt mittlerweile doch recht umfangreich darstellt und es dadurch hier vor Ort so elend lang wird, habe ich mich entschlossen, ihn gewissermaßen auszulagern. Ab sofort findet ihr die "Ausarbeitung" in untenstehendem Link.

 

Einleitend, in aller Kürze, und für "Einsteiger" zur ersten Orinentierung, gibt's an dieser Stelle nur noch folgendes:

 

1.) Schnelle Vorabeinschätzung der Kreditvergabeentwicklung:  

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus black01_next.gif"DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

.....55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitteblack01_next.gifHIER kurz reinschauen.

 

Ich bitte sodann dem Link zu folgen:  

black01_next.gif»Neues von der Kreditfront (Juni '07)«

 


Desweiteren liegen die neuesten Zahlen für den...

 

 


                                ...BANK LENDING SURVEY (2. Quartal '07)...


...der Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird. Ergebnisse für Deutschland...

... vor!! Auch hierzu an dieser Stelle nur eine kleiner "Appetithappen":
 

Frage 8: Wie haben sich die Kreditrichtlinien (credit standards) Ihres Hauses für die Gewährung von Krediten an private Haushalte in den letzten drei Monaten verändert?

Bank-Lending-Survey_Frage8.gifKommentar:
Nun, ich denke in diesem Fall (=das Auffälligste für dieses Umfragequartal) dürfen wir zwar guten Gewissens, aber zugleich mit schlechterer Laune, von einer signifikanten Verschlechterung reden. Sollte (??) sich das tatsächlich ganz real als Neuverschuldungsreduktion auswirken, dann nähern sich größere Probleme! Schaun mer mal!


 

Mehr von mir dazu könnt ihr im "Bedarfsfall" hier einsehen:   black01_next.gif»Bank Lending Survey«

 

 

 


                                 Hypothekenkrise


 

Auch wenn ich oben die Ticker laufen habe, möchte ich hier doch noch kurz weiteres dazu liefern. Einmal einen Artikel, der die Zusammenhänge recht einfach darstellt, und gerade darum für den ein oder anderen (beispielsweise mir ) vielleicht ganz nützlich ist.

black01_next.gif»"Subprime-Krise: Viele haben profitiert"«

Einen Satz möchte ich zitieren, weil er, wie die Überschrift ja auch, aufzeigt, daß dergleichen "Ereignisse" viele Väter und Mütter hat.

»Wegen ihrer mit Blick auf das gute Rating ungewöhnlich hohen Rendite gingen die CDO in enormen Mengen in die Depots von Hedge Funds und anderen gut rentierenden Anlagegefässen, die unter privaten und institutionellen Investoren willige Abnehmer fanden.«

Mich würde wirklich mal interessieren, wer, von der Unzahl an privaten Anlegern, auch nur ansatzweise die Frage gestellt hat, wo denn die ganzen schönen, überaus ansehnlichen Renditen ihrer Fonds, Lebensversicherungen usw. im Ursprung herkommen! Wer, der unüberschaubaren privaten Anlegerschar, wüßte bei expliziter Nachfrage, in was sie da eigentlich anlegen? Wer wäre in der Lage, irgendeine Position aus seinem Portefeuille beim Namen zu nennen? Wozu auch selbst drum kümmern, daß bringt nur Streß! Wobei ich selbstverständlich nicht in Abrede stellen will, daß die Choose im Detail wirklich kaum zu durchschauen ist. Welche(r) "Ottonormalo" - ich schließe mich da ausdrücklich mit ein - kann hierbei schon konkrete Einzelheiten durchblicken. Praktisch unmöglich!!

Aber auch gar nicht notwendig, wie ich meine. Es reicht aus, sich im Groben zu informieren und lediglich gewisse Zusammenhänge und Grundlagen zu erkennen. Dazu ein bißchen mehr an black01_next.gif»Bescheidenheit«, eine Spur weniger an Gier und Statusdenken, und schon wäre "es" wahrscheinlich noch nicht so weit gekommen! Um es bewußt hart und schonungslos, am Beispiel aus dem Artikel anlehnend, zu formulieren: Wie blöde muß man eigenlich sein, um sich als »...Langzeitarbeitslose, Invalide, allein erziehende Mütter...« Kredit zu nehmen? Und das nicht etwa zum bloßen "Überleben", was voll und ganz nachvollziehbar wäre. Nein, sondern um »sich ein Heim zu erwerben«. Bei Kindern bezeichnet man derartiges Verhalten als "Da waren die Augen wohl mal wieder größer als der Magen"!

Aber gut, immerhin handelt es sich dabei um ganz individuelle Entscheidungen, mit deren Folgen dann im Nachhinein eben auch jeder persönlich fertig werden muß. So betrachtet, kann man es sogar noch halbwegs akzeptieren. Zumal dies, wie überhäufig erwähnt, den Kettenbrief bis dato am Laufen hielt (möglicherweise auch noch hält?).

Was aus meiner Sicht aber vollkommen inakzeptabel ist, ist die Tatsache, daß sich öffentliche Institutionen am großen Casino-Spiel beteiligen. Öffentliche Institutionen, wie Landesbanken (LB, Helaba) zum Beispiel, hinter denen schlußendlich niemand anderes als der Steuerzahler steht.

black01_next.gif»Spekulierende Landesbanken«

»Brisant ist, dass die Landesbank, die im Konzern über rund 1,5 Milliarden Euro Eigenkapital verfügt, in einer Analyse von S&P als einziger Liquiditätsspender der Ormond Quay aufgeführt wird, der für die 17,5 Milliarden Dollar vollständig geradestehen soll. Da kommt beim deutschen Steuerzahler sicher Freude auf.«

Darauf eine kräftige . Nur zur Verdeutlichung, womit ich auch gleichzeitig erbost schließen will, noch die...

... Eigentümerstruktur Sachsen LB (>>)

Wobei die »Sachsen-Finanzgruppe« selbst wie folgt "unterfüttert" ist.

Anteilseigner

Beteiligung per 31. Dezember 2005
(in Prozent)

Freistaat Sachsen

22,37

Sparkassenzweckverband Leipzig

18,93

Landeshauptstadt Dresden

14,41

Sparkassenzweckverband Elbtal-Westlausitz

10,61

Sparkassenzweckverband Vogtland

8,92

Landkreis Freiberg

5,84

Mittlerer Erzgebirgskreis

4,74

Sparkassenzweckverband Erzgebirge

4,67

Landkreis Aue-Schwarzenberg

3,49

Landkreis Delitzsch

2,97

Landkreis Mittweida

2,90

Landkreis Torgau-Oschatz

0,15

 

 


                                 Die Brisanz der Geldentstehungsfrage...


...für die wirtschaftswissenschaftliche Theorie

 

Es ist schon erstaunlich (!!!) - und nahezu tragisch -; immer und immer wieder wird das letzte "kleine" Schrittchen nicht gegangen! Obwohl, wie auch in diesem Fall, der Autor bis zu einem gewissen Punkt alles sehr schön beschreibt (was keineswegs selbstverständlich ist, und sich die Durchsicht des Artikels deshalb in jedem Fall lohnt), wird dieser besagte Punkt dann letztendlich doch einfach nicht überschritten. Als gäbe es da eine natürliche, gedankliche Grenze, die, warum auch immer, unmöglich ist zu überschreiten.

black01_next.gif»Guggst du...«   (ich setze das Gelesenhaben im Weiteren voraus!)

Er ist wirklich gaaaaaaanz nah dran! Seeeehr nah sogar! Am Deutlichsten wird das an dieser Passage:

»Über die Schuldenbegleichungsfunktion und dadurch, dass vom Staat emittiertes Geld auch als Steuerforderungserfüllungsinstrument akzeptiert wird, erhält es die Zahlungsmittelfunktion.«

Per se eine durchaus korrekte Aussage, will ich meinen. Und trotzdem, er bekommt letzthin den Zusammenhang, die Reihenfolge nicht vollständig hin. Denn diese Aussage ist die allererste Textstelle (und das erst in der letzten Spalte), in der so etwas wie der Staat (die Macht) in unmittelbarem (!!) und wissentlichen (!!) Kontext zum Geld gebracht wird und gleichzeitig der wichtigste Aspekt, die Steuerschuld, ins Spiel kommt. Zwar spricht er in seinem einleitenden Beispielmärchen selbst schon von dem »Stammesfürst«, der auch bereits als »Emittent« auftritt und daraufhin verspricht »Ich garantiere euch also den Wert der Münzen und sichere damit ihren Umlauf!«. So weit so gut!

Aber (!!) ... obschon es sich bis hierher "lediglich" um ein einführendes, erklärendes "Märchen" handelt (was ja durchaus legitim ist, um Sachverhalte zu verdeutlichen), wird trotzdem schon hier die grundsätzliche Lücke erkennbar. Eine Lücke, die dann auch im Weiteren nicht geschlossen werden kann (beinahe schon, aber eben doch nicht komplett). Denn wie bewerkstelligt der Stammesfürst die Garantie? Wie will er es schaffen, das seine untertänigen Indianer, diese nur auf einem Versprechen basierende Garantie, auch tatsächlich ganz allgemeingültig akzeptieren? Diese unbeantwortete Fragestellung wird auch später noch "präsentiert". Beispielsweise wenn er schreibt:

»Der Landeigentümer hofft darauf, im Tausch für seine Überschüsse alles Lebensnotwendige erhalten zu können und ist gezwungen, diese irgendwohin, also auch gesellschaftsintern, zu exportieren.«

Gesellschaftsintern? Eine Gesellschaft ist demzufolge schon etabliert? Und Landeigentum gibt es auch schon? Wer oder was definiert Eigentum? Wir brauchen bloß einen Blick auf Bestehendes zu werfen:

»Eigentum ist die rechtliche Zuordnung einer beweglichen oder unbeweglichen Sache zu einer natürlichen oder juristischen Person...« (>>)

Langsam lichtet sich der Nebel. Einen haben wir noch:

»Auf der anderen Seite sind alle bereits ansässigen Eigentümer daran interessiert ihre zum Tauschen hergestellten Waren loszuwerden, und dieser Umstand ist es, der zur Entstehung des Kredits (von lat. credere = glauben) und damit des Geldes geführt haben mag: die Neuankömmlinge borgen sich von den Besitzern großer Sicherheitsvorräte Glaubwürdigkeit, indem sie von dieser unabhängigen Instanz ihre Schuldnerpfänder bewerten lassen bzw. sich zu Arbeitsleistungen im Falle der Nichtrückzahlungsfähigkeit der Kredite verpflichten, und erhalten mit den Zeichen dieser Glaubwürdigkeit auf dem Markt dann Waren, mit Hilfe derer sie sich ihre Existenz vorfinanzieren können.«

Hier wird nun überdeutlich, das er den letzten Gang nicht wagt oder einfach übersehen hat.. Er spricht von »dieser unabhängigen Instanz« und bezieht dies auf »den Besitzer großer Sicherheitsvorräte«. Wie kann der private »Besitzer großer Sicherheitsvorräte« zugleich der Borger und die »unabhängige Instanz« in Personalunion sein? Borgen ist ein Vertragsverhältnis!! Und einer der Vertragspartner soll darüber hinaus dann auch noch gleichermaßen die unabhängige Instanz repräsentieren? Unmöglich!! Deshalb erneut die Frage von oben:

Wie will er es schaffen, das seine untertänigen Indianer, diese nur auf einem Versprechen basierende Garantie, auch tatsächlich ganz allgemeingültig akzeptieren?

~ Es gibt nur ein Möglichkeit dies durchzusetzen; durch Androhung von SANKTIONEN bei Nichtakzeptanz! (Das schreibt er ja im Grunde auch noch!)

~ Sanktionen widerum, benötigen zweierlei zwingend als Voraussetzung: Erstens, einen für alle und jeden gleichermaßen gültigen Sanktionskatalog, GESETZE!  Und zweitens ausführende Organe, die diesen Katalog in der Praxis auch durchzusetzen vermögen; GERICHTE und POLIZEI!

~ Gesetze, Gerichte und Polizei aber sind nichts anderes als DER STAAT!!! Oder die Macht! Der Stammesfürst! ER ist die unabhängige Instanz, und sonst niemand!!

~ Die auf einem Versprechen basierende Garantie - oder noch präziser, die notwendige Umsetzung derselben -  setzt also bereits unweigerlich einen STAAT voraus! Wahr und wahrhaftig ZEITLICH voraus!!

~ Und dann ist es nicht etwa nur so, daß »...von nun an viele Männer nicht mehr auf den Feldern arbeiten könnten...«, weil sie »...in die dunklen und feuchten Minen steigen müssten, um dort Gold zu schürfen und ihre Gesundheit zu ruinieren.«. Sondern vielmehr ist es dann so, daß die vielen Männer nicht mehr auf den Feldern arbeiten können, weil sie RICHTER, POLIZISTEN und FINANZBEAMTE sind!

~ Finanzbeamte deshalb, weil die Richter, Polizisten und der Stammesfürst natürlich von irgendwas leben müssen: STEUERN. Steuern, die eingetrieben werden müssen!

~ Dies widerum bedeutet, das, wie auch der Staat selbst, die Steuern zwangsläufig vor dem existent sind, aus dem sie nur bedient werden können! Nämlich, in letzter Konsequenz, den beschriebenen Kredit(=Schuld)verträgen.

~ Diesem "zeitlich vorangehenden" Umstand entspringen unweigerlich zumindest drei Folgen:

- Zum einen, die sich hieraus automatisch ergebende Staatsverschuldung. Denn die untertänigen Staatsdienerindianer müssen bereits bezahlt werden, obwohl, wie gerade gezeigt, noch gar nicht gewirtschaftet (=Schuldverträge usw.) wird, und somit noch gar keine Steuereinnahmen generiert werden können.

1Ich kann jetzt an dieser Stelle nicht ausführlicher darauf eingehen. Das würde den Rahmen sprengen. Jedoch, selbstverständlich, hier werden Sie geholfen!! Wer viel Zeit und Lust hat, sollte black01_next.gif»HIER« reinschauen! Dort habe ich die ganze Thematik als Mailkontakt schonmal behandelt!

- Zum anderen, daß die Steuerzahler urplötzlich einer Schuld gegenüber stehen: der Steuerschuld. Die letzthin nichts anderes ist, als der ZINS1; wenn man so will der Erstzins1!

- Und, last but not least, muß für den Steuereinzug unausweichlich ein generell gültiges Medium bestimmt werden. Anders ist eine flächendeckende Steuererhebung nicht denkbar, bzw. umsetzbar! GELD!!! Der Staat (der Stammesfürst) bestimmt was Geld ist! Geld ist genau das, und NUR das, in dem die Steuern bezahlt werden!! Und sonst nichts!!

~ Wie will er es schaffen, das seine untertänigen Indianer, dieses Geld auch tatsächlich als allgemeingültig akzeptieren?

~ Es gibt nur ein Möglichkeit dies durchzusetzen; durch Androhung von SANKTIONEN bei Nichtakzeptanz! [.........]

Und so schließ sich der Kreis!!!

Wie ich sagte, der Schreiber ist wirklich nicht weit weg! Aber ein Fitzelchen, ein entscheidendes Fitzelchen, ist doch wieder nicht vorhanden! Ansonsten meiner Ansicht nach definitiv brauchbar!!

Der "Politikbereich" entfällt für dieses Mal. Ich bin zeit- und konditionsmäßig ein klein bißchen überfordert. Bitte untertänigst um Verzeihung !

 

 » 5. August 2007 « 

Heutiges Zitat

 

»Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muß man ein Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.«

ALBERT EINSTEIN  (>>)

Siehe zukünftig auch unter black01_next.gif»Zitatesammlung«, die so nach und nach "aufgefüllt" wird!

 

  WIRTSCHAFT

 

»Engame« (>>)

»Kredite an inländische Nichtbanken« (>>)

POLITIK

 

»Steuerpflichtige können grundsätzlich nicht darauf vertrauen...« (>>)

»Das amerikanische Ermächtigungsgesetz?« (>>)

 

Ist alles ein bißchen "schmal" heute. Na ja, hat einfach nicht für mehr gereicht. Bitte um Pardon!!

Eins noch: Vor gut vier Wochen hielt ich euch bzgl. meiner Korrespondenz mit dem Bundesverkehrsministerium auf dem Laufenden (siehe folgend!!). Daran hat sich nach wie vor nichts geändert, außer, daß ich mittlerweile seit FÜNF Monaten ignoriert werde. Wollte ich nur kurz erwähnt haben!

 

Für die, die hier einigermaßen regelmäßig reinschauen, will ich doch noch den Stand der Dinge bzgl. meiner Korrespondenz mit dem Bundesverkehrsministerium los werden. Kurz und knapp: Ich werde weiterhin ignoriert!!

Für "Neulinge": Ich bitte euch zunächst mal black01_next.gif»hier« nachzuschauen, wo auch die black01_next.gif»Originalmail« (vom 23.02.07) von mir an das Bundesverkehrsministerium (Herr Tiefensee)