# 08.11.04 #

! W I R T S C H A F T !!     |   !! P O L I T I K !!

Ich hoffe es nervt euch nicht ! Ich für meinen Teil, finde daß jedenfalls äußerst interessant !
 
Historisches !

Ein weiteres mal ein paar Textpassagen zum Thema: "Macht, Steuern, Zinsentstehung (die Anfänge)" und allen dort enthaltenen Links. Diesmal aber einfach so, also unkommentiert. Ich denke, ihr könnt es einordnen. 
Ähnlichkeiten zu heute, sind, wie immer, rein zufällig. !
Außerdem noch der Hinweis, daß auch der Rest der Texte, der angegebenen Links, z.T. wirklich interessant ist. Wen es grundsätzlich interessiert, sollte sich durchaus die Zeit nehmen, da mal intensiver reinzuschauen.

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Die älteste Abgabe, die die Bauern zu tragen hatten, war der Zehnte, im 9. Jahrhundert von Karl dem Großen im Zuge der Christianisierung eingeführt. Ursprünglich war es eine Abgabe an die Kirche, die aber häufig als Lehen vergeben, verpachtet oder verkauft wurde. Nur Hausgärten blieben zehntfrei. Von Feldfrüchten und jährigem Vieh war der Zehnte abzuliefern, der auch in Geld abgegolten werden konnte.
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Da der Landesherr Eigentümer aller unkultivierten Flächen war, also der Allmende/ Gemeinheit, durfte nur mit seiner Erlaubnis gerodet werden. Für alles später urbar gemachte Land stand ihm der Rott-Zehnte zu.
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Dem Grundherrn zahlte der Bauer für die Überlassung des Acker- und Wiesenlandes jährlich Zins, das waren festgelegte Abgaben an Korn und/oder Geld, oft beides. Außerdem mußten Hand- und Spanndienste erbracht werden.

Hieraus...

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Bauern, welche von ihrer Produktion lebten und mancherorts noch leben, hatten für Geld keine Verwendung. Geld war eine städtische Erfindung. Bauern, die bis ins 18 JH. die Mehrheit der Bevölkerung stellten, produzierten vorwiegend für den direkten Konsum, fürs Überleben. Geld wurde allenfalls für Steuern nötig.
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Geld wurde auch nötig zur Bezahlung von Söldnern, die ihren Acker nicht mehr bestellen konnten. Mit der zunehmenden Anbindung an den geldwirtschaftlich organisierten  Markt, wurde die Landwirtschaft aber auch krisenempfindlicher. Die breiten Schichten der ländlichen Bevölkerung haben auch bei intensivster Arbeit nur ein geringes Geldeinkommen und erzielen keinen wesentlichen Vermögenszuwachs. Die Wert-Akkumulation findet in der Mittel- und Oberschicht statt, sowie bei den staatlichen Institutionen.
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Hieraus...

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Steuern:
Zwangsabgabe die alle Einwohner eines Gebietes ihrem Herrn zu entrichten hatten. Die Vielfalt der Steuern war im Mittelalter außerordentlich. (s.) Besthaupt, Frondienst, Futterabgabe, Holzgeld, Mahlzins, Mastzins, Mietzins, Pferdezins, Weidegülte, Wegezoll, Zehnt. 

Zinsbote:
Geldeintreiber eines Adligen, der die Abgaben (Steuern) einsammelte. Die Aufgabe wurde hauptsächlich dem (s.) Büttel übertragen. 

Büttel:
Vom Grundherrn eingesetzter Amtsträger ähnlich einem heutigen Polizisten. Er diente auch gleichzeitig als Verwalter auf den Ländereien des Herrn und sammelte die Abgaben, sprich Steuern, ein. 
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www.rittertum.de

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Auch die Tatsache, daß die staatlichen Obrigkeiten ihre Steuern lieber in beständiger Münzform als in leicht verderblichen und mühselig zu lagernden Getreide oder gar lebendigen Tieren einzog, trug zur Einführung des Geldes in das tägliche Leben bei.
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Finanzielle Engpässe bei manchen Landesherren wirkten sich auf den Wert des Geldes aus. Es gab allgemeine Übereinkommen, wieviele Münzen man aus einem Pfund Silber schlagen durfte. Mancher in Geldnot geratene Landesherr versuchte allerdings durch Beimischung unedler Metalle seinen Reichtum zu vermehren. Wenn das ruchbar wurde, trat das in Kraft was wir heute Inflation oder Geldentwertung nennen. Ein Taler eines solchen Fürsten wurde im Nachbarland nicht mehr für einen Taler, sondern nur noch für 50 Kreuzer angenommen. Wechselkurse gab es also auch damals schon.
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Hieraus...

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Motive der Stadtgründungen:

1.      Wirtschaftlich: Einnahmen durch Markt, Zoll, Münzwesen und Gericht. Dies wurde verstärkt durch das Gesetz, das nur derjenige Münzen prägen darf, der über einen Markt mit eigenem Herrschaftsbereich verfügt.

Der Bedarf der Märkte an Geld und die Gewinne (seignorage*) bei der Herstellung von Geld trieben sich also gegenseitig an.
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Hieraus...

* Der Begriff leitet sich aus dem französischen Wort seigneur für Feudalherr bzw. Lehnsherr ab, da diese im Mittelalter das ausschließliche Recht zur Münzprägung hatten. Der Gewinn aus der Geldschöpfung ergab sich in jener Zeit allerdings nur aus dem Unterschied zwischen Metallwert und Produktionskosten einerseits und dem Wert der ausgegebenen Münzen andererseits. Da der Feudalherr in der Regel das Prägemonopol für Münzen hatte, fiel ihm auch der Seignioragegewinn zu.
http://de.wikipedia.org/wiki/Seignorage-Gewinn
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"Die in unserm Volk auf Zinsen ausgelegten Gelder werden noch lange nicht zum zehnten Teil an Geschäftsleute ausgegeben, um damit ihre Geschäfte zu betreiben; sie werden zum größten Teil ausgeliehen für Luxusartikel und für die Ausgaben von Leuten, die, obwohl große Grundbesitzer, doch rascher Geld ausgeben, als ihr Grundbesitz es einbringt; und da sie den Verkauf ihrer Güter scheuen, sie lieber verhypothekieren." ("Discourses upon Trade", London 1691, p. 6, 7.)

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Die Kreditassoziationen, die sich im 12. und 14. Jahrhundert in Venedig und Genua bildeten, entsprangen aus dem Bedürfnis des Seehandels und des auf denselben gegründeten Großhandels, sich von der Herrschaft des altmodischen Wuchers und den Monopolisierern des Geldhandels zu emanzipieren. Wenn die eigentlichen Banken, die in diesen Stadtrepubliken gestiftet wurden, zugleich als Anstalten für den öffentlichen Kredit sich darstellen, von denen der Staat Vorschüsse auf einzunehmende Steuern erhielt, so darf nicht vergessen werden, daß die Kaufleute, die jene Assoziationen bildeten, selbst die ersten Leute jener Staaten und ebenso interessiert waren, ihre Regierung wie sich selbst vom Wucher zu emanzipieren (23) und zugleich sich den Staat dadurch mehr und sicherer zu unterwerfen.
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http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_607.htm

Beides hieraus...



 
Gold !!

Ein Zitat aus: "A brief history of Panama"

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The Indians in the region of Belen at the time of Columbus' discovery were very friendly; they wore plates of gold suspended around their necks and weighted their fishing nets with gold nuggets.
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http://www.trainweb.org/panama/history.html
Anscheinend schien den Indios die korrekte Einschätzung des Wertes von Gold abhanden gekommen sein. Was für Idioten würden ansonsten ihre Fischernetze mit Goldklumpen beschweren ? Hmmmm, oder ist denen vielleicht gar nichts abhanden gekommen, weil es schlicht nie vorhanden war (die "korrekte Einschätzung" ist gemeint) ? Warum aber, lag der Wert des Goldes für die Indios nur im Beschweren der Netze, wenn Gold doch einen Wert an/in sich hat ? Oder hat es das am Ende gar nicht ? Hat es nicht vielmehr hiermit zu tun:
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„Gott gebe, dass ich ein reiches Goldlager entdecke, bevor ich zurück nach Spanien fahre“, schreibt er sich die Angst von der Seele. Und da er die Reichtümer nicht findet, die er im Auftrag der Katholischen Majestäten für Spanien suchen soll, muss er in seinem Bericht beschönigen, erfinden und verschweigen.
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http://www.digischool.nl/du/schueler/schoolbank/oefenen/examens/2002vwo/vwo2002_tijdvak1_teksten.pdf 

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Das Unternehmen Armada hatte Spanien an den Rand des Bankrotts gebracht und den Niedergang Spaniens als See- und als Hegemonialmacht in Europa eingeleitet. Ebenso wie die Staatsfinanzen war auch die Wirtschaft zerrüttet, die Steuern waren drückend, das Gold und das Silber aus Südamerika reichten bei weitem nicht mehr aus, die wachsenden Staatsschulden zu begleichen
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http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761575057_5/Spanien.html

Gold diente also zur Begleichung der Staatsschulden. Es war demnach offizielles Zahlungsmittel der Macht. Kommt daher vielleicht der Wert des Goldes (an/in sich?) ? Nur so'en Gedanke !


Muß ich bringen:
 
4% mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2004

 
Insolvenzen in Deutschland

Gegenstand der Nachweisung
August 
2004
Veränderung 
gegenüber 
August 2003 in %
Januar bis August
2004
Veränderung
gegenüber 
Vorjahreszeit-
raum in %
Insgesamt
9 985 
+ 29,1
76 982
+ 15,9
Unternehmen
3 141
+ 4,0
26 489
– 0,3
Übrige Schuldner
6 844
+ 45,2
50 493
+ 26,6
davon:
  – Verbraucher
4 343
+ 66,0
30 444
+ 42,3
  – natürliche Personen als
      Gesellschafter
384
+ 40,7
2 966
+ 24,0
  – ehemals selbstständig Tätige
1 901
+ 18,7
15 412
+ 6,7
  – Nachlässe
216
– 3,6
1 671
+ 1,4

Komplett...


Wir wissen zwar alle was passieren wird, aber 'ne Meldung ist es trotzdem Wert:
 
USA stoßen bei 7,384 Billionen Dollar an die Schuldengrenze

Schatzministerium warnt vor nie dagewesenem Zahlungsausfall - Regierung will nächste Woche 51 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt einsammeln

Hier lang...

!! P O L I T I K !!
 
MIT DEM FEIND IM BETT - Zu den intimen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA

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Laut einem Bericht des US-Senats hat Machfus' Saudi National Commercial Bank während der achtziger Jahre Transaktionen im Zusammenhang mit der Iran-Contra-Affäre abgewickelt, bei denen Israel amerikanische Waffenlieferungen an den Iran vermittelte. Ebenfalls in die Affäre verwickelt war ein anderer angesehener saudischer Bürger, Adnan Khashoggi, ein Waffendealer, Playboy, Mitglied des Jet-sets und Magnat, der als Bürge bei einem geheimen, 17 Milliarden Dollar teuren Waffenverkauf der US-Regierung an Teheran auftrat. Die Niederlassung der Bank of Credit and Commerce International (BCCI) in Monte Carlo, wo damals die meisten Gelder für Geheimoperationen des CIA gewaschen wurden, erledigte bei dieser Transaktion die Geldtransfers.

Die BCCI war eine islamische Bank, die von drei Familien beherrscht wurde: den Machfus aus Saudi-Arabien, den Pharaon aus Abu Dhabi und den Gokan aus Pakistan. Obwohl sie in Pakistan eingetragen war, wurde das Kapital der Bank von den Saudis und ihren Freunden aufgebracht. Machfus' National Commercial Bank zum Beispiel gehörten zwanzig Prozent, ein weiterer Großaktionär war Kamal Adham, ein ehemaliger saudischer Geheimdienstdirektor, dessen Geschäftspartner der frühere CIA-Ortschef in Saudi-Arabien, Raymond Close, war. William Casey, der frühere CIA-Direktor, war so beeindruckt von den „speziellen" Dienstleistungen der Bank, daß er sie persönlich auserkor, um geheime CIA-Mittel zu den Mudschaheddin nach Afghanistan zu schleusen. Im übrigen gelang es Ronald Reagan dank der BCCI, die Iraner zu überreden, die amerikanischen Geiseln nach seiner Wahl zum Präsidenten freizulassen – eine Aktion, die heute unter als October Surprise bekannt ist.
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Komplett...

Teufel auch, zur BCCI fallen mir noch ein paar andere Textausschnitte ein. Man, ist das alles komplziert !

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George Bush war in der Zwischenzeit Präsident geworden - und einer seiner engsten Mitarbeiter hatte sowohl Kontakte zur BCCI als auch zur Banca Nazionale del Lavoro. Dieser Mann war gleichzeitig in jeder Hinsicht direkt in sämtliche Aspekte der Irakfrage involviert. Es handelt sich um den Chef des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, Brent Scowcroft. Er arbeitete für die Consulting-Firma Henry Kissingers, deren Kunde auch die Banca Nazionale del Lavoro war. Und Scowcroft war eben mit dieser Angelegenheit betraut. Zudem war er ein wichtiger Aktionär der First National Bank in Washington, die von der BCCI unter zweifelhaften Umständen übernommen wurde, und unterhielt enge Beziehungen zum pakistanischen Premierminister Nawaz Sharif, einem großen Freund des Gründers der BCCI, Abedi. 
.....
Hieraus:Die Kriege der Familie Bush - Die wahren Hintergründe des Irak-Konflikts

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Es war bekannt, dass die Militaers von Guatemala und Haiti, denen die CIA verdeckte Unterstuetzung gewaehrte, an dem ueber Suedflorida abgewickelten Drogenhandel beteiligt waren. Und wie durch die Iran-Contra-Affaere und die Skandale der Bank of Commerce and Credit International (BCCI) bekannt, gibt es schwerwiegende Beweise dafuer, dass verdeckte Operationen durch die Waesche von Drogengeld finanziert wurden. "Schmutziges Geld", recycled durch das Bankensystem - oft durch eine anonyme Scheinfirma - wurde "verdecktes Geld", dass verwendet wurde, um verschiedenste Rebellengruppen und Guerillabewegungen, einschliesslich Nicaraguas Contras und die afghanischen Mujaheddins zu finanzieren. Aus einem 1991er Bericht des Time Magazines: "Da die USA die Mujaheddins Rebellen mit Stinger-Raketen und anderen Ruestungsguetern versehen wollten, brauchten sie die volle Kooperation Pakistans. Mitte der 80er Jahre war die CIA- Niederlassung in Islamabad zur groessten US- Geheimdienst-Basis der Welt geworden. éWenn die BCCI eine solche Blamage fuer die USA ist, dass keine oeffentliche Untersuchung durchgefuehrt wird, hat dies eine Menge damit zu tun, dass die USA bezueglich des Heroinschmuggels in Pakistan beide Augen zudrueckten', sagte ein US-Geheimdienstmann." 
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Hieraus: CIA-Verbrechen und Propaganda Ein "kleines" Potpourri.


Eigentlich "Big Brother". Da für heute aber nur die eine Meldung in der Richtung, ausnahmsweise hier.
 
Verpflichtung zur E-Mail-Überwachung trifft die Providerbranche hart

Und ich wiederhole mich zum wiederholten Male (aus der "Big Brother Seite):

-- Echte Terroristen -sind sie nur halbwegs bei Verstand- können sich doch noch am ehesten vor all diesen Maßnahmen "schützen".  Als wenn es da nicht genügend Möglichkeiten** für Profis geben würde.

Sehr wohl sind diese Bestrebungen aber dazu angetan, Hinz und Kunz, Lieschen Müller und/oder dich und mich unter Kontrolle zu halten, oder zu bringen !!

** Nur mal als Beispiel: "Eine sichere Sache! Wer seine Daten schützen will, kann der "Security Suite 7" dank ihrem bislang ungeknackten Verschlüsselungsverfahren (128 Bit AES) vertrauen....."


 
Irgendwie gehirngewaschen ?

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Dieses Zeug inhalieren die Delegierten seit Jahren tief in ihre Lungen, und sie konnten auch bei diesem Parteitag nicht genug davon bekommen. „Die Muslime hassen uns einfach, weil wir die Freiheit lieben", sagte eine Frau aus Iowa mit einem Stoffelefanten auf ihrem Kopf. „Sie haben keine Kultur, und sie hassen uns dafür, daß wir eine großartige Kultur haben. Und die Bibel hassen sie auch."
„Wirklich?" fragte ich. „Die Iraker hatten schon vor Jahrtausenden eine Kultur, bevor die Bibel überhaupt geschrieben wurde."
„Was sagen Sie da?"
„Ich sage, die Muslime haben schon Tempel gebaut, als New York noch ein Sumpf war."
„Sind Sie für die Iraker?"
„Nein."
„Sie finden es richtig, daß unschuldige Leute auf dem Weg zur Arbeit umgebracht werden? Leute, die dann aus Fenstern springen müssen?"
„Sie hören mir nicht zu."
„Nein, mein Freund. Sie hören nicht zu. Diese Leute, für die Sie sind, versuchen unsere Kinder in ihren Betten zu ermorden. Wo kommen Sie überhaupt her, von der New York Times?"
......
Komplett...


 
# 04.11.04 #
 
!! Neues vom "Big Brother" !!


! W I R T S C H A F T !!     |   !! P O L I T I K !!
 

Fundstücke !
 
Geld im Mittelalter - Als der Pfennig noch aus Silber war ...
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Die Grundlage des mittelalterlichen Münzwesens bildete die von Karl dem Grossen auf der Frankfurter Synode von 794 verkündete Münzreform.
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Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ach ja, ist ja gar nicht so lange her:
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Die Regierungen der Mitgliedstaaten haben den Euro zusammen entwickelt. Im Dezember 1995 beschloss der Europäische Rat in Madrid, die neue Währung "Euro" zu nennen.
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http://www.euro.ecb.int/de/what/whyeuro.html
.....
Die Münzhoheit lag zu dieser Zeit nicht mehr beim Kaiser, sondern war allmählich auf die Territorialherren übergegangen. Für die Fürsten stellte das Münzrecht eine Einnahmequelle dar, denn in ihre Kasse floss eine Gebühr für jede Münze, die in Umlauf gelangte.
.....
Die heutigen "Fürsten" ? Den "Kaiser" können wir mit "Staat" "übersetzen" !

1.) .....
Hauptquelle der Geldschöpfung ist heute die Kreditgewährung der Geschäftsbanken
.....
http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_g.php

2.) .....
Als Bestandteil des Bankensystems ist die Zentralbank allein zur Ausgabe gesetzlicher Zahlungsmittel berechtigt.
.....

... floss eine Gebühr... ? Eine Gebühr ? So so ! Können wir diese "Gebühr" nicht auch einfach als daß bezeichnen, was sie ist: Die "Steuer" ? Ich denke doch ! Und heute ?

Die Zinssätze für diese drei geldpolitischen Instrumente bilden die Leitzinsen des Eurosystems.
......
http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_z.php

Deutsche Bundesbank; Gesetz über die Deutsche Bundesbank
.....
§ 27 Gewinnverteilung
Der Reingewinn ist in nachstehender Reihenfolge zu verwenden:
1. zwanzig vom Hundert des Gewinns, jedoch mindestens zweihundertfünfzig
Millionen Euro, sind einer gesetzlichen Rücklage, soweit sie den Betrag von 2,5
Milliarden Euro unterschreitet, bis zu ihrer Auffüllung zuzuführen; die gesetzliche
Rücklage darf nur zum Ausgleich von Wertminderungen und zur Deckung
anderer Verluste verwendet werden;
2. derRestbetrag ist an den Bund abzuführen.

Wenn die damalige "Gebühr" nichts anderes als eine Steuer ist und die heutigen "Gebühren" Zinsen heißen, dann können wir wohl guten Gewissens unterstellen, daß die Steuer der Zins selbst ist !

.....
Wer der Geldfälscherei überführt wurde, musste im Mittelalter mit drakonischen Strafen rechnen. Unter König Heinrich I. von England (1100-1135) wurde 94 Arbeitern der königlichen Münzanstalt die rechte Hand abgeschlagen. Zusätzlich wurde jeder von ihnen entmannt. Sie waren für schuldig befunden worden, bei der Prägung der Münzen das Silber zum Teil durch billigeres Zinn ersetzt zu haben.
.....
Entmannt ? Ach du Schande !!! Was der Macht / dem Gesetzgeber nicht so alles einfällt. Gut das wir nicht mehr im Mittelalter leben. Keine Panik also. ! Heute ist das, gegenüber früher, geradezu human:

Deutsche Bundesbank; Gesetz über die Deutsche Bundesbank

§ 35 Unbefugte Ausgabe und Verwendung von Geldzeichen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft,
1. wer unbefugt Geldzeichen (Marken, Münzen, Scheine oder andere Urkunden,
die geeignet sind, im Zahlungsverkehr an Stelle der gesetzlich zugelassenen
Münzen oder Banknoten verwendet zu werden) oder unverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen
ausgibt, auch wenn ihre Wertbezeichnung nicht auf
Euro lautet;
2. wer unbefugt ausgegebene Gegenstände der in Nummer 1 genannten Art zu
Zahlungen verwendet.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Handelt der Täter in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 fahrlässig, so ist die Strafe
Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagess
ätzen.

http://secure1.moneymuseum.com/frontend/moneymuseum/de/tESmjDMByGW690ph/TextCollection/print-text

Kurz noch mal zur Gegenwart:
 

Europa in schlechter Verfassung
Mehr als 450 Millionen Menschen in 25 Staaten bilden heute als Europäische Union den größten geschlossenen Markt der Welt. Nun soll unter dem Titel "Europäische Verfassung" eine neue "Marktordnung" erlassen werden. 
.....
Das Innenministerium der Bundesrepublik Deutschland hat mir, auf entsprechende Anfrage mit Schreiben vom 6. Juli 2004 zum voraussichtlichen Erlöschen nationalen Rechts folgendes mitgeteilt:

"(...) Art. 23 GG, der 1992 aus Anlass des Vertrages über die Europäische Union in das Grundgesetz eingefügt wurde, (...) ist mit weitreichenden Ermächtigungen ausgestattet. Sie erlauben die Übertragung von Hoheitsrechten, Schaffung und Änderung des primären EU-Rechts sowie auch eine Verfassungsgebung, die die nationale Verfassungslage verändert und die man als verfassungsrelevante Mitgestaltung des primären EU-Rechts bezeichnen kann. (...) "

Diese Aussage kann nur bedeuten, dass mit der Annahme der EU-Verfassung alle Bestimmungen nationalen Rechts, angefangen vom Grundgesetz bis hin zur letzten, scheinbar unwichtigen Gemeindeordnung obsolet werden, soweit sie mit dem dann geltenden EU-Recht nicht vereinbar sind.

Für Deutschland bringt die EU-Verfassung eine ganze Reihe gravierender Einschnitte.

Komplett...

Die EU wird auf Dauer nicht funktionieren. Leider !!! Im Moment "sorgt" sie noch für die nötigen Nachschuldner des Kettenbriefes. Meiner Meinung nach, der eigentliche Erweiterungsgrund. Aber es ist ja nicht so, daß es dererlei nicht schon mal gegeben hat. Hierzu also ebenfalls ein historisches Beispiel:
Die Lateinische Münzunion um 1890

Die Lateinische Münzunion war ein Münzvertrag aus dem Jahre 1865 zwischen Frankreich, Belgien, Italien und der Schweiz. 1868 trat Griechenland dazu. Die französische Gold-Silberwährung auf der Basis des Franc war die Grundlage des Vertrages. Die Länder Belgien, Schweiz und Italien hatten ja schon vorher den Franc als Nationalwährung nach dem französischen Vorbild eingeführt. Der Vertrag sollte Präge- und Umlaufbestimmungen der Münzen in den Teilnehmerstaaten regeln und einen gemeinsamen Standard für den Feingehalt der Münzen festlegen.
Das Frankensystem war in halb Europa gängig. Wer weiss heute noch, dass nur gerade drei Prozent der in der Schweiz umlaufenden Fünfliber schweizerischen Ursprungs waren? 97 Prozent stammten nämlich aus den Mitgliedstaaten. Keiner störte sich an diesem Umstand; Geldwechseln war eine überflüssige Sache. 

Die Lateinische Münzunion um 1900 - grösste Verbreitung

Die Franc-Währung weitete sich aus. Finnland, Spanien und Rumänien, Griechenland, Serbien und Bulgarien wurden Mitglieder, ebenso Spaniens Kolonien und viele Staaten in Südamerika. Eine übergeordnete Kontrollinstanz war jedoch nicht eingerichtet worden; Sanktionen bei Verletzung der Vertragsregeln fehlten. Die Hauptziele des Münzbundes konnten so nie dauerhaft erreicht werden. Die Münzunion scheiterte an den grossen Unterschieden der Teilnehmerstaaten und ihren Schulden und Haushaltdefiziten. 

http://secure1.moneymuseum.com/frontend/moneymuseum/
de/LizE4fJDll7PVZqi/SFModernAge/showmap

Was ist davon übrig geblieben ? Nada ! Ich fürchte, selbiges Schicksal wird die EU erleiden. Früher oder später. Und je größer das "Haus", um so gewaltiger der Einsturz. Wie schön, daß "wir" vor kurzem noch ein paar Stockwerke drauf gesattelt haben. Nichts neues auf'em Globus !



 
Households Run Record $342 Billion Deficit!

With today’s release of third quarter GDP data, we see that households outdid themselves by spending a record $342 billion at an annual rate on consumer goods and services and residential investment more than they received in disposable (after-tax) income. The history of household surpluses, now deficits, is shown in Chart 1.
.....
Now, of course, this is a little “yellow” journalism on my part. To be more forthright, this $342 billion household deficit should be scaled against something – something like Disposable Personal Income (DPI). So, that’s what is shown in Chart 2 – the household surplus or deficit as a percent of DPI. Both the quarterly as well as the 4-quarter moving average observations of this percentage are presented in Chart 2. As a percent of DPI, the household deficit in this past third quarter was 4.0%. So, for every dollar of after-tax income received by households, they spend a dollar and 4 cents. For a given quarter, this is not a record relative deficit. The record was set in third quarter of 1950 when folks spent $1.05 for every dollar of after-tax income received. But on a 4-quarter moving average basis, we American households did set a post-WWII relative deficit record of 3.1%.

Komplett... (incl. der Charts)



 
«Zombie» am Abgrund - Der japanische Supermarktkonzern Daiei ist bankrott - Regierung verordnet Zwangssanierung

Die drittgrösste japanische Detailhandelskette Daiei steht vor dem Abgrund. Nun greift die Regierung ein. 

Komplett...

!! P O L I T I K !!
US-WAHL

War da nicht was mit "dem Zünglein an der Waage" ? War das nicht OHIO ? Dazu die "junge Welt" am 09.10.04 (!!):

Wahlmaschinen für Bush

Stimmabgabe per Knopfdruck: Entscheiden Computerproduzenten über den zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika?
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Etwa dreißig US-Bundesstaaten benutzen in vielen ihrer Wahlbezirke Wahlmaschinen, darunter sogenannte »Black Box«-Computersysteme, zu denen die weithin bekannten Apparaturen der US-Firma Diebold Inc. gehören. Diese sollen in den Bundesstaaten Kalifornien, Georgia, Maryland und auch in Ohio zum Einsatz kommen. In Ohio hat sich Walden O’Dell, Chefmanager von Diebold, Ende 2003 auf einer der wichtigsten Wahlpartys zum Spendensammeln für George W. Bush persönlich für die erneute Wahl des Kandidaten eingesetzt. O’Dell selbst hat diese Party organisiert, die am Ende 600000 Dollar für die Wahlkampfkasse der Republikaner erbrachte, und gut vorbereitet: Bereits im März 2003 hatte er in einem Brief an die potentiellen Spender versichert, er setze sich dafür ein, »Ohio zu helfen, im nächsten Jahr für den amtierenden Präsidenten zu stimmen«. (Newsweek, 3. März 2003).

Mit der Hilfe der Diebold-Wahlcomputer dürften Bush die Stimmen der 23 Wahlmänner von Ohio sicher sein. 
Der einfache Grund dafür ist, daß diese Wahlcomputer – ähnlich wie einige andere Systeme – anfällig für interne oder externe Manipulationen sind. Avi Rubin, ein Computer-Sicherheitsexperte der Johns Hopkins University, hat diese Maschinen als eine Bedrohung der Demokratie bezeichnet, weil sie nur über einen minimalen Sicherheitsstandard verfügten. In der Baltimore Sun vom 10. März 2004 erklärte Rubin: »Ich bin nach wie vor davon überzeugt, daß die Diebold-Maschinen, ähnlich wie die von anderen Herstellern, eine direkte Bedrohung für unsere Demokratie darstellen. Wir vertrauen auf ein korrektes Wahlergebnis und haben es in die Hände von ein paar Unternehmen gelegt (Diebold Election Systems, Ohio, Sequoia Voting Systems, Kalifornien, und Election Systems & Software, Nebraska). Diese Firmen sind in der Lage, das Wahlergebnis zu kontrollieren, und niemand weiß, ob sie – oder jemand, der in ihrem Auftrag handelt – heimlich etwas in dieser Richtung getan hat. Und stichhaltiges Nachzählen ist nicht mehr möglich mit diesen Maschinen.« Das liegt daran, daß diese Computer nichts mehr auf Papier dokumentieren. Sollte es sich als notwendig erweisen, das Wahlergebnis zu überprüfen, dann gibt es nichts mehr, was man nachträglich noch einmal zählen könnte. Ein wirklich gutes System!
.....
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Aber ansonsten alles in Ordnung. Denn, wie wir unentwegt hören und sehen können, "...George W. Bush hatte nicht nur die Mehrheit der Wählerstimmen im Land errungen. In Ohio gab es keine statistische Möglichkeit mehr, den Vorsprung Bushs wettzumachen." Kann das wirklich alles Zufall sein ? Nachstehende Quelle meint jedenfalls das nicht !
USA: Nachwahlbefragungen und Beobachtungen deuten auf massiven Wahlbetrug

......
Eine Auswertung der Unterschiede zwischen ‚Exit Poll’ und Wahlergebnis Staat für Staat ergab, daß überall da, wo mit elektronischen Wahlurnen abgestimmt wurde, die ohne Papierausdruck sind und daher keine nachträgliche Überprüfung zulassen, eine auffallende und jedes Mal Bush bevorteiligende Abweichung festgestellt werden konnte und zwar dort, wo es wichtig war, in den „Wackel“-Staaten
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In Florida lag Bush beim ‚Exit Polling’ von über 3 Millionen Wählern [!] mit nur 5 355 Stimmen vorne. Das Endergebnis gab ihm 326 000 Stimmen Vorsprung.

In Wisconsin gaben die ‚Exit Polls’ Kerry einen 7%-Vorteil, jetzt führt Bush mit einem Prozent, ein unerklärlicher Unterschied von 8% [Dies bezieht sich auf den Zeitpunkt der Analyse am Mittwoch vormittag. Später wurde Wisconsin im Endergebnis Kerry mit einem Plus von 1% zugeschlagen. Das Argument bleibt aber gültig].

In Neu Mexiko führte Kerry vor Bush mit 3,8%. Jetzt führt Bush mit 3%.

In Minnesota, (...) führte Kerry mit 9,6% im ‚Exit Poll’. Im jetzigen Stand der Ergebnisse liegt Kerry nur noch mit 5% vorne, eine Veränderung zugunsten von Bush von annähernd 5 %.

In Ohio, wo es Papier-Ausdruck und auch elektronische Stimmabgabe [ohne Papierausdruck] gibt, zeigen die Befragungen am Ausgang einen Gleichstand von Bush und Kerry. Nahe dem Endresultat, führt Bush mit 3 %.
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HERRSCHAFT IM ALL - US-Militär besitzt Anti-Satelliten-Waffe

Die USA verschärfen ihre Kontrolle über den Orbit. Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die US-Luftwaffe ein System in Dienst gestellt, mit dem sie jederzeit die Satelliten anderer Staaten ausschalten kann.

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Potentielle Gegner ? Das wird wohl bald die ganze Welt sein !



 
Leukämie-Fälle durch Atomexperimente? - Schleswig-Holstein weist Vorwürfe zurück

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Vorwürfe der Verschleierung

Am Montag hatten sechs Mitglieder der achtköpfigen Leukämiekommission ihre Ämter niedergelegt und der Kieler Landesregierung Verschleierung vorgehalten . Sie erneuerten ihre Theorie, geheime Atomexperimente könnten Ursache für die auffällige Häufung von Leukämiefällen in der Umgebung des AKW Krümmel sein.
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Kommissionsmitglied war auch der Strahlenmediziner Edmund Lengfelder von der Ludwig-Maximilian-Universität München. Er hatte die Vermutung geäußert, in der Gegend könne es Versuche mit kleinen Atombomben gegeben haben, der "Atombombe in der Aktentasche".

Komplett...

Noch ein Link: Atomperlen aus Geesthacht

Ist es nicht beruhigend, was so alles -im Sinne des "Allgemeinwohls" (siehe auch Big Brother News)- für uns getan wird ?


 
# 01.11.04 #

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NEUES VON DER KREDITFRONT !

Gar nicht so übel !!

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

Zuerst mal die Graphik:


(Klick !!)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12021.PDF

Eine Steigerung um 4,3 Mrd. €, oder 0,12 %. Nicht eben üppig, aber immerhin noch positiv ! 

Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert, daß sich die Zunahme fast ausschließlich im kurzfristigen Bereich abspielte. Bei den Buchkrediten (Aug. '04 = 3020,38; Sept. '04= 3027,23; Zuwachs = 6,85 Mrd. €) wurden allein 9,529 Mrd. € (Aug. '04 = 450,04; Sept. '04= 459,56) mehr, als "kurzfristige Kredite" genommen (dementsprechend gingen die mittel- und langfristigen Kredite zurück). 

Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht so ganz. Bei den zur Zeit relativ niedrigen Zinsen, müßte das doch eher umgekehrt sein. Ich will da jetzt nicht zu viel hinein interpretieren -möglicherweise hat das schlicht überhaupt nichts zu sagen-, aber die einzigen Erklärungen die mir einfallen, ist einmal, daß da dringend irgendwelche "Löcher" zu stopfen waren, und zum anderen, daß sich die meisten momentan nicht zu weit "aus dem Fenster" lehnen wollen. Beides spräche -wie gesagt, muß ja nicht so sein- nicht gerade für einen langfristigen Planungshorizont.

Vielleicht, eine wilde Spekulation meinerseits, hat ja das hier was damit zu tun:

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Der September ist einer der wichtigsten Steuermonate in Deutschland.
......
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/22/0,1367,WIRT-0-2072182,00.html
Evtl. sind das die Löcher, die zu stopfen waren ? Keine Ahnung, für ganz unmöglich halte ich das nicht. Aber, und das meine ich ernst, dies ist wirklich nur eine Hypothese, die mir gerade so einfiel. Kann auch gänzlich Schrott sein !
 

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Zuerst mal die Graphik:


http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF

Beim letzten mal schrieb ich "In sechs von sieben Monaten dieses Jahres, waren die Neukredite rückläufig. Im Juli sogar wieder etwas kräftiger (-4,3 Mrd. €, oder -0,193 %). Nun sind es sieben von acht Monaten. Mal wieder tote Hose."

Nun, zumindest für diesmal trifft das nicht mehr zu. Ein Zuwachs um 7,6 Mrd. €, oder 0,345 % (Aug. '04 = 2222,5; Sept. '04= 2230,1). Durchaus nennenswert ! Ob das wirklich eine Trendwende ist, werden wir sehen. Für den Moment, sieht das jedenfalls nicht so schlecht aus.

Allerdings, auch hier ist der oben beschrieben Sachverhalt der "kurzfristigen Kredite" zu beobachten. Zuwachs "mittel- und langfristige Kredite" nur 1,61 Mrd.€. (Aug. '04 = 1941,29; Sept. '04= 1942,90). Allein die Steigerung der "kurzfristigen Kredite" liegt jedoch schon bei 6,04 Mrd.€ (Aug. '04 = 281,17; Sept. '04= 287,21).
 

Noch kurz zu der "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

2004 (Mrd.€)
Jan. = 8168,7;  Febr. = 8206,9;  März = 8254,7;  April = 8337,8;  Mai = 8372,7;  Juni = 8425,5;  Juli = 8452,7 ;  August = 8436,7; September = 8490,5

Differenz August '04 zu September '04 = +53,8 Mrd. €, oder +0,64 ! (Vormat -16,0 Mrd. € , -0,19 %)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S101ATIB01013.PDF

Teile ich die +53,8 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +4,48 Mrd.€. Das passt in obiges Bild.

Beim letzten mal schrieb ich: "Laut Statistik ist dies die erste Abnahme der Kreditvergabe seit Aug. 2001 !!. Das ist durchaus beachtenswert !! Bis jetzt glänzte der Rest Europas immer mit zusätzlicher Kreditaufnahme. Geht auch denen mittlerweile die Puste aus ?"

Offensichtlich geht ihnen nicht die Puste aus! Na ja, ich habe ja gar nichts dagegen. Weiter so !!


Nochmals was zu einer Aussage aus vorstehendem Link (erste Graphik oben). Dort heißt es:

.....
Wir sehen also auch hier, daß es nur auf zusätzliche Kredite ankommt ! Bleiben die zusätzlichen gleich -oder fallen sogar- hat dies unmittelbar Auswirkungen auf das BIP. 
......
Dazu -erneut- meine Sicht der Dinge (hatte es sowieso gerade im "Gebrauch"):
Jedem Euro liegt ein Kredit zugrunde. Bargeld:

Bargeld kommt nur ins Publikum, wenn durch die GB (Geschäftsbanken) bei der ZB Pfänder hinterlegt werden, für die diese dann, das Bargeld an die GB ausgibt (zzgl. der daraufliegenden Steuer, dem sogenannten Leitzins. Das soll hier jetzt aber nicht weiter verfolgt werden). Die BuBa dazu:

Der Kreis der Sicherheiten, die die Bundesbank für die geldpolitischen Operationen des Eurosystems akzeptiert, ist weit gezogen. Unterschieden wird zwischen zwei Gruppen: Zu den so genannten Kategorie-1-Sicherheiten zählen ausschließlich marktfähige Schuldtitel, welche die von der EZB festgelegten einheitlichen und im gesamten Euro-Raum geltenden Zulassungskriterien erfüllen. Zur Kategorie 2 zählen weitere marktfähige Sicherheiten sowie nicht marktfähige Schuldtitel. Deren Zulassungskriterien werden von den nationalen Zentralbanken auf der Basis von EZB-Mindeststandards festgelegt. In die Liste ihrer Kategorie- 2-Sicherheiten hat die Bundesbank in erster Linie nicht marktfähigeSchuldtitel in Form von Handelswechseln und Kreditforderungen aufgenommen. Die Restlaufzeit solcher Sicherheiten bei Hereinnahme durch die Bundesbank muss mindestens einen Monat betragen und darf bei Wechseln sechs Monate,

Quelle: Deutsche Bundesbank Geschäftsbericht 2002

Von den GB geht das Bargeld dann, bei Bedarf des Publikums, eben an das Publikum. Die Pfänder aber, sind nichts anderes, als bereits vorhandene Kredite.

Jedem Euroschein liegt also ein Kredit zugrunde –der vorher von irgend jemandem aufgenommen werden mußte-, ohne den es diesen Schein gar nicht geben würde. Dieser Kredit ist es, der "kauft". Mit diesem Kredit wurde bereits der Kauf –von was auch immer- getätigt. 

Der Schein selbst, ist nichts anderes, als eine Art "Träger" dieses Kredites. Eine Form, in der der Kredit erscheinen kann. Sozusagen werden wir dadurch befähigt, den Kredit mit uns herum zu tragen. Aber er ist und bleibt nichts anderes, als eine Schuld, ein Kredit.

Nun habe ich eine solch dinglich gemachte Schuld, einen Euroschein, im Portemonnaie. Nicht vergessen, im gleichen Augenblick, ist jemand anderer "diesen" schuldig. Ich "kaufe" damit nun ein. Somit hat mein gegenüber (A) nun den Schein und ist seine Ware (mit was wurde diese bezahlt?) los geworden. Ich habe die den 100 entsprechende Ware, bin aber den Schein los. BIP Zuwachs gleich Null. Ob speziell mein gegenüber Schulden hat, oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Die Schuld, die diesem Schein entspricht, muß von dem Kreditnehmer (B, ein völlig anderer als mein gegenüber), der den Kredit für diesen Schein genommen hat, beglichen werden. DAS passiert natürlich mit anderen Scheinen als dem meinen, der eigentlich B's Kredit "entspricht". Mit anderen Scheinen, für die wiederum eine anderer Schulden gemacht hat. 

B, der ursprüngliche Kreditnehmer meines Scheines, hat in dem Moment, in dem ich etwas mit "seinem" Schein bei A gekauft habe, die dem Schein entsprechende Kreditsumme zu begleichen. 100, in Form von einem Schein, gehen über die GB's an die ZB zurück und sind ab dann bilanztechnisch nicht mehr existent. Obwohl ich etwas gekauft habe, sind nun 100 weniger im "Umlauf". Nämlich die 100, die B vor Begleichung seines Kredites noch hatte. Ich kaufe für 100 bei A ein, B zahlt die 100 zurück. Damit fehlen B die 100 um einzukaufen. 

Kauft jetzt A mit "meinem" Schein, der ursprünglich von B's Kredit stammt, bei einem weiteren Teilnehmer C für 100 ein, hat A 100 weniger, und C 100 mehr. Zwischen A und C ist, gesamtwirtschaftlich betrachtet, nichts passiert. Der eine hat nun die den 100 entsprechende Ware, dafür hat der andere die 100 selbst. BIP Zuwachs gleich Null. Aus den 100 werden nicht 200, nur weil zweimal damit gekauft wurde. 

B jedoch, muß weitere 100 zurückzahlen. Somit sind schon 200 weniger im "Umlauf", mit denen B kaufen kann. Und das, obwohl mein, von B kommender, Schein, zum zweiten mal gekauft hat.

Bei jeder "Transaktion" "meines" Scheines (zwei Stück, von mir zu A, von A zu C) fand lediglich ein "Wertetausch" statt, der, BIP-mäßig gesehen, keinerlei Effekt hat. Im Prinzip 100 als Geld, gegen 100 als Ware. Da B aber 200 begleichen mußte, ist gleichzeitig der BIP-Effekt negativ ? Deflation !

"Mein Schein" kann hunderte von "Transaktionen/Käufen" durchlaufen. Es hat keinen ZUSÄTZLICHEN Effekt. Den kann es nur geben, wenn ein Marktteilnehmer dazu bereit ist, sich zusätzlich zu verschulden. Diese ZUSÄTZLICHEN Kredite, sind es die "Kaufen". Beim ersten mal ! Und nur einmal !

Es kann nicht mit ein und dem selben Schein, eine entsprechende Kreditsumme mehrfach beglichen werden. Also mit 100 z. B. 1000, wenn er nur zehn mal eine "Transaktion" durchläuft. Wie soll das funktionieren ? Mit 100 als Schein, können genau die 100 Kredit wieder zurückbezahlt werden, durch die der Schein "auf die Welt" gekommen ist. Nicht mit genau den selben 100, aber die 100 als Summe bleiben !

Bargeld selbst hat in dem Sinne keine "Laufzeit", daß mir jemand den Schein abnehmen kann (es sei denn durch Klau). Aber: 

1.) werden sie (die Scheine) von der ZB nur gegen Laufzeit an die GB's ausgegeben. Ich zitiere ein weiteres mal die BuBa:

Zentrales geldpolitisches Instrument der Geldmarktsteuerung durch das Eurosystem sind weiterhin die wöchentlich angebotenen Haupttender mit einer Regellaufzeit von zwei Wochen, über die im Jahresdurchschnitt rund 70% des Zentralbankgeldbedarfs gedeckt wurden. Insgesamt wurden im Jahr 2002 49 Offenmarktgeschäfte als Zinstender zum Mindestbietungssatz von 3,25% und vier Geschäfte zu 2,75%abgeschlossen. Der ausstehende Betrag im Eurosystem belief sich im Jahresdurchschnitt auf 132 Mrd €, wovon mit 65,8 Mrd. € knapp die Hälfte auf deutsche Banken entfiel. Der hohe deutsche Anteil ist insbesondere auf die relativ hohe Banknotennachfrage bei der Bundesbank zurückzuführen.

Quelle: Deutsche Bundesbank Geschäftsbericht 2002

70 % unseres schönen Geldes marschieren demnach nach zwei Wochen Laufzeit zurück zur BuBa.

2.) hat der dem Geld zugrundeliegende Kredit eine vereinbarte Laufzeit. Dieser wiederum, kann nur durch NEUE Kredite, oder/und durch das, ebenfalls auf Krediten basierende, bereits vorhandene Geld "bezahlt" werden.

Das alles gilt selbstverständlich für alle Kreditnehmer, auch für den Staat. Nur müssen dessen Kredite von A, B, C und D usw. noch zusätzlich zurückbezahlt werden.

So ungefähr !! 


Städten drohen Schadenersatzforderungen

Das Steuerschlupfloch Cross-Border-Leasing ist gestopft - nun kündigt sich Ärger mit Altverträgen an
Das endgültige Aus für das Steuersparmodell "Cross-Border-Leasing" ist seit Freitag beschlossen. Das verabschiedete US-Gesetz gilt zwar nur für neue Verträge. Aber auch für die bisherigen Transaktionen droht Gefahr. Auf deutsche Städte könnten hohe Schadenersatzforderungen zukommen.

Komplett...
Wer konnte das auch schon vorher wissen... 

!! P O L I T I K !!

Unser aller OBERHÄUPTLING "HORST KÖHLER"...

... tat u.a. dies, bevor er Bundespräsident wurde:

.....
Horst Köhler übernahm am 1. Mai 2000 das Amt des Geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds, nachdem er am 23. März 2000 einstimmig durch das Exekutivdirektorium des IWF zum Geschäftsführenden Direktor und Vorsitzenden des Exekutivdirektoriums gewählt worden war. Er legte sein Amt am 4. März 2004 im Anschluss an seine Nominierung zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nieder. [...]
Davor, von 1993 bis 1998, war Horst Köhler Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Von 1990 bis 1993 übte er das Amt des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium aus....       http://www.imf.org/external/np/omd/bios/deu/hkd.htm

Ich hatte das schon mal ! Aber es ist, gerade in Bezug auf diese Person, höchst interessant, dies ein weiteres mal zu betrachten.

Die bis dato größten prozentuallen Schuldenzuwächse der öffentlichen Haushalte gegenüber Vorjahr:

1975, 33,26 % (Schmidt, Ölkrise); 
1976, 15,72 % (Schmidt & CO.)
1981, 16,43 % (Schmidt & FDP)
1990, 13,43 % (Kohl und die blühenden Landschaften); AMTSZEIT KÖHLER
1992, 14,59 % (Kohl und die....) AMTSZEIT KÖHLER
1995, 20,11 % (Kohl & CO.)

Das waren sozusagen die "Highlights". Der Rest seiner damaligen Amtszeit ist aber auch "nicht schlecht":

1991, 11,98 %
1993, 12,60 %

Nur zum Vergleich: Von 2003 auf 2002 lag der entsprechende Wert ca. bei "schlappen" 4 %.

Nun stellen sich mir doch glatt ein paar Fragen:

Wie kann die CDU -ohne rot zu werden- über Eichel herfallen, wo sie doch gleichzeitig, den für die Misere zum großen Teil Mitverantwortlichen, ins Bundespräsidentenamt buxiert hat ? 

Der selbe H. Köhler, der seinerzeit die "blühenden Landschaften" "mitgestaltet" hat, sieht das jetzt plötzlich völlig anders: Wegen Neuverschuldung - Stoppt Köhler Eichel-Etat?. Wäre da von ihm nicht ein klitzekleines Wörtchen zur Vorgeschichte angebracht ?

Und ganz grundsätzlich stellt sich mir die Frage, wie ein solcher Mann, der maßgeblich an der Waigel'schen / Kohl'schen Finanzpolitik mitgewirkt hat, Bundespräsident werden kann. Mal abgesehen von seiner Tätigkeit beim IWF. Das ist in etwa so, als wenn ein Kleptomane zum Polizeichef ernannt wird.

Immer wieder "schön" zu sehen, wer so unsere "Volksdiener" sind. Irgendwie finde ich, daß da zu großzügig drüber weg gegangen wurde und wird !! Um es höflich zu formulieren !

--------------------

Apropos "Volksdiener". Hier habt ihr einen Überblick über die bayerische Gattung derselben:

Ich will noch dazusagen, daß ich beiweitem nicht alle selbst gelsen habe. Aber der ist z.B. nicht schlecht:

Bayerische Landesbank: Die Zockerbude der Landesregierung

.....
Lukrative Beraterverträge „unter Freunden“
Während bei Landesbank und Kirch Media die Beschäftigten alles ausbaden und um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, haben CSU-Politiker von Kirch dank lukrativer Beraterverträge massiv profitiert. Nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 schien der Münchner Medienkonzern für die Konservativen eine Art Heimstatt mit Pensionsregelung zu werden. Ex-CSU-Chef und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel zum Beispiel beriet von April 1999 bis Februar 2002 für viel Geld Patron Kirch. Mit Ex- Postminister Wolfgang Bötsch stand eine weitere bayerische CSU-Größe auf der Honorarliste von Kirch mit vermutlich 300.000 Mark jährlich. Wurde hier die politische Landschaft gepflegt? Gibt es einen technischmedialen Komplex? War das Geld für die Politpensionäre vielleicht ein kleines Dankeschön?97


Zitate von Volker Pispers

.....
Das Kabarett ist die gelbe Tonne dieser Gesellschaft für Themenmüll. Kennen Sie, gelbe Tonne! Duales System! Getrennt sammeln, vereint deponieren.
So etwas kann man nur mit uns Deutschen machen. Das funktioniert mit keinem denkenden Volk der Erde. Eine Bevölkerung dazu zu bringen, für einen kleinen grünen Punkt auf der Verpackung extra Geld zu bezahlen, die Verpackung zu Hause zu spülen - mit Pril und heißem Wasser wegen der Umweltverträglichkeit-, sie zu sortieren, in kleine gelbe Säcke zu stecken, die dann hinterher mit allem anderen Müll auf der Deponie wieder zusammengekippt oder verbrannt werden.
Das geht nur mit Deutschen.
......
Ich sehe das sogar so: Wenn einer gewählt wird, der verspricht, daß die Steuern auf gar keinen Fall erhöht werden, und drei Monate nach der Wahl werden die Steuern plötzlich doch erhöht, dann sollten fairerweise nur die höhere Steuern zahlen, die das angekreuzt haben.
.....
Komplett...



 
# 28.10.04 #

Heute mal was völlig anderes ! Leider bekomme ich ansonsten nichts mehr hin. Bis Montag (wenn nichts dazwischen kommt) !

Macht, Zinsentstehung, Steuern (die Anfänge)

Meine Sicht der Dinge, so wie ich sie bis jetzt verstanden habe. Als Beispiel sollen "Fischer Schmidt" und "die Rüstung" dienen. Ich hoffe ihr findet es nicht zu albern.
 

"Fischer Schmidt" und "die Rüstung"

Vor sehr, sehr, seeehr langer Zeit, lebte an einem See ein Fischer namens Schmidt. Um sich und seine Frau zu versorgen, ging er jeden Tag mit seiner Angel auf den See. 50 Fische pro Monat langten zum Überleben. Die Hälfte zum Selbstverzehr. Die andere Hälfte wurde in der nahegelegenen Siedlung gegen Dinge des täglichen Lebens (Werkzeug, Feuerholz usw.) und -zur Abwechslung- in andere Nahrungsmittel getauscht. So lebten sie so vor sich hin.

Eines Tages -Fischer Schmidt ist zum Tauschen wieder mal im Ort- kommt ein Typ in die Siedlung. Hoch zu Roß, mit Rüstung, einem Schwert in der Hand, und einer Schar laufenden Schwertträgern an seiner Seite. "Liebe Leute", sagt die Rüstung, "folgender Vorschlag: Ab jetzt werde ich euch mit meinen Männern beschützen. Niemand wird mehr eure Siedlung überfallen. Zudem sorge ich dafür, daß es keinen Diebstahl etc. mehr innerhalb des Ortes gibt. Natürlich gibt es diese Sicherheit nicht umsonst. Jeder von euch zahlt mir und meinen Männern ein zehntel seiner hergestellten Waren. Überlegt es euch ! Morgen komme ich wieder und höre eure Entscheidung."

Der Vorschlag wurde angenommen.
(Nebenbei sei gesagt, das die Bürger dieser Siedlung Glück hatten. Die Rüstung ist ein halbwegs friedlicher Zeitgenosse. Zwei Siedlungen weiter, wurden die Bewohner gar nicht gefragt. Das dortige Pendant zur hiesigen Rüstung, hat einfach die Macht übernommen. Ein paar wollten das nicht ohne weiteres hinnehmen. Sie schauen sich jetzt die Radischen von unten an. Das Schwert ist eben doch mächtiger als der Pflug !)
 

I ) Die Rüstung

Zum Volk: "Wie ihr wollt. Ab nun ist ein Teil meiner Männer für die Sicherung des Gebietes zuständig [die erste Armee ist geboren]. Der andere Teil sichert euch innerhalb der Siedlung gegen Diebstahl usw. ab [die erste Polizei ist geboren]. Zudem muß ich, aus Gründen der Gleichbehandlung aller Einwohner und zur Sicherung des Friedens und des gerechten Tauschens, ein paar Regelungen und Gesetze erlassen. Diese gelten für alle und werden von mir und meinen Männern überwacht und durchgesetzt

Wie gesagt, dafür fordere ich von jedem den zehnten Teil -den Zehnt [die Steuer ist geboren]- eurer hergestellten Waren, soweit es sich dabei um Nahrungsmittel handelt. Diejenigen, die anderes herstellen, müßen dies eben gegen Nahrungsmittel eintauschen. Diese Schuld, von euch an mich und meine Männer, sei ab sofort gültig ! Wer dem nicht nachkommen will, wird, im Interesse des Allgemeinwohls, von meinen Männern dazu gezwungen !"
 

II ) Fischer Schmidt

Er überlegt: "Wir haben 50 Fische im Monat. Das bedeutet für mich, das wir fünf Fische (ein zehntel) an die Rüstung und seine Männer abgeben müßen. Drei Möglichkeiten haben wir nun:

1.) Ich und meine Frau wollen nicht weniger essen, als wir bis jetzt hatten, oder fünf Fische weniger zum Tauschen haben. Was wenn etwas unvorhergesehenes passiert ? Dann könnten uns diese fünf Fische fehlen ! Um dies auszugleichen, müßten wir uns also etwas einfallen lassen, um, quasi aus dem nichts, zusätzlich fünf Fische zu fangen.

2.) Wir geben die fünf Fische einfach ab und schränken uns zukünftig eben in ein paar Dingen ein. 

3.) Je nach Lage, zeitweise 1.), oder zeitweise 2.).

Tatsache ist jetzt jedoch, das wir von unserer ursprünglichen Summe Fische, einen Teil an die Rüstung geben müssen. Ständig schulde ich also der Rüstung fünf Fische. Hoffentlich 'erdrückt' uns das nicht !"
 

III ) Zeitgleich bei der Rüstung

"Hmmm, das ist natürlich dumm, die Herstellung -und damit die Möglichkeit der Ablieferung- der 'Zehnt-Waren' dauert seine Zeit. Wie soll ich in der Zwischenzeit meine Männer ernähren ? Außerdem, wo soll ich die ganzen Waren, z.T. verderbliche, lagern ? Wie soll ich jetzt mich und meine Männer ernähren, wenn der Zehnt erst später bei mir eintrifft ? Das ist alles viel zu kompliziert. Ich muß mir was einfallen lassen, damit meine Männer nicht hunger leiden und deswegen zur Rebellion gegen mich neigen, oder einfach die Arbeit einstellen. 
Ahh, Idee !!!!
 

IV ) Die Rüstung zum Volk

"Liebes Volk ! Von jetzt ab werde ich den Zehnten, ab nun Steuer genannt, nicht mehr in Naturalien, nicht mehr als Waren annehmen. Ab nun müßt ihr die Steuern als kleine Silberscheiben bei mir abgeben. Ich nenne es Geld. Für einen reibungslosen Ablauf werden hiermit außerdem ein paar Dinge festgelegt:

Um allen Eventualitäten vorzubeugen, mir aber keiner meiner Männer mehr zur Verfügung steht -alle sind schon mit Aufgaben betraut- werde ich einen von euch zum Eintreiber dieser Steuern ernennen [Zusätzliche 'Beamte' werden nötig]. Damit ist gesichert, daß auch wirklich jeder seinen Teil für die Allgemeinheit beträgt und sich nicht ein einzelner auf Kosten der anderen bereichert.

Damit ihr auch gewiss sein könnt, daß es sich wirklich um Geld handelt und tatsächlich aus Silber ist, werde ich, zur Unverwechselbarkeit, mein Konterfei darauf drucken. 

Da der Gold- und Silberschmied [...als besonders geeignet gilt, die Reinheit und Echtheit der Münzen zu prüfen und darüber hinaus stabile Kassettten besitz, in denen er das Silber sicher vor Dieben verwahren kann...], hat er ab sofort für die Ausgabe der Münzen zu sorgen. Zu diesem Zwecke gründe er ein 'Haus'. Dort könnt ihr an seinen Tisch treten und euch das Geld abholen. Diese Haus, mit dem Tisch darinnen, nenne ich Bank.

Ich lege hiermit fest, das ein Silbergeldstück, mit dem Wert 1, fünf Fischen entspricht. [Die ersten Preise]

Dieses 'Geld' ist von nun ab das einzige gültige Mittel, um Dinge zu zahlen. Ab sofort, ist es das alleinig anerkannte, gesetzlich festgelegte, Zahlungsmittel. Zuwiederhandlungen werden von mir und meinen Männern bestraft !"

Da ihr die, der Steuer entsprechenden, Geldmünzen erst erwirtschaften müßt, lege ich hiermit fest, das die Steuern zu jedem Ende des Monats bei mir einzugehen haben !"
 

V ) Zurück zu Fischer Schmidt

"Aha, so ist das nun also. Gut, gut, dann muß ich wohl zur Bank." 

Dort angekommen: "Guter Mann, ich fange 50 Fische im Monat. Fünf Fische entsprechen einer Silbermünze. Somit leihe mir bitte zehn Münzen." 

Der Mann hinterm Tisch (der Schmied): "Warum sollte ich das tun ? Sehe ich die Münzen je wieder ?" Fischer Schmidt: "Selbstverständlich, als Sicherheit folgendes: Sobald ich die Fische verkauft habe, bezahle ich dir die zehn Münzen wieder zurück. Wenn nicht gehören die Fische dir !" 

Der Schmied: "Lieber Fischer Schmidt, das würde ich gerne so tun, kann ich aber nicht ! Höre, meine Ware ist jetzt das Geld ! Davon muß ich ab jetzt Leben ! Auch ich muß meinen Zehnten zum Allgemeinwohl beisteuern. Das bedeutet, daß ich dir von den zehn Münzen nur acht geben kann. Eine muß ich der Rüstung zahlen, so daß es nur neun sind, die du bekommen kannst [Spätestens hier, im Grunde aber schon bei I (nämlich der Zehnt selber, die Steuer), ist die Geburt des Urzinses. Der Zehnten ist der Grundzins des Lehenmannes an den Lehenherrn.]. Und einen muß ich als Gewinn für mich einbehalten. Wovon soll ich sonst meinen Unterhalt bestreiten ? [Dies ist sozusagen der Zweitzins. Beide zusammen, der Urzins + Zweitzins, ergeben den eigentlichen Zins] Du kannst also acht Münzen von mir bekommen, schuldest mir aber zehn. Mach es, oder laß es bleiben." 

Fischer Schmidt nimmt die acht Münzen ! Was bleibt ihm übrig. Er muß ja nun damit alles bezahlen. Tut er es nicht, bekommt er Ärger mit der Rüstung. Wer will das schon.

Fischer Schmidt auf dem Nachhauseweg, die acht Münzen in der Tasche. Ein Gedanke nimmt Besitz von ihm: "Sapperlott, jetzt habe ich also acht Münzen. Davon muß auch ich den Zehnt (die Steuer) an die Rüstung bezahlen. Mache ich das nicht -man kann ja mal darüber nachdenken- kommt der [Zinsbote, der Geldeintreiber des Adligen (der Rüstung), der die Abgaben (Steuern) einsammelt]. Unangenehm. Ich bezahle lieber. 

Das heißt aber für mich, daß ich -grob gerechnet- noch eine Münze weniger habe. Demnach nur noch sieben. Ich muß dem Schmied aber zehn zurück geben. Wie, zum Teufel, komme ich an die drei fehlenden Münzen ran ?

Im Prinzip ist es doch so: Ich habe für meine, den Schulden zu Grunde liegenden, 50 Fische, nur sieben Münzen erhalten. Ich will zukünftig aber nicht weniger als vorher haben ! Ich will die zehn Münzen (= 50 Fische) zur freihen Verfügung, wie früher [Siehe II-1]. Ok, ich muß also irgendwie 15 Fische mehr fangen, damit ich dann insg. 65 Fische pro Monat verkaufen kann. Das wären für mich 13 Münzen an Einnahmen. Sieben habe ich noch von der Bank. Das ergibt mit den 13, insg. 20 Münzen. Wunderbar, das passt !! Mit den zwanzig kann ich dann zehn dem Schmied geben und zehn kann ich behalten. So wie früher !!

(Verzweifelt) Wie mache ich das nur ?? Wie soll ich mit der Angel 65 Fische fangen ? 15 mehr als früher. Geht nicht ! Verdammt noch mal, wie kann ich das nur bewerkstelligen, daß ich diese verflixten zusätzlichen Einnahmen generieren / erwirtschaften kann

Vieleicht sollte ich was anderes als die Angel benutzen. Ich muß pro Fangaktion, mehr als einen Fisch an Land ziehen !! Dann könnte es klappen.

Flux seiner Frau das Problem erklärt. Die, gar nicht dumm, hat auch prompt eine Idee und knüpft ihm ein Netz !!

[Der, aus den Steuern entstehende, Schuldendruck, "zwingt" zu Ideen, Initiative, Versuche, Lösungsansätze, Erfindungen, usw.; Folge: Wirtschaften; Voraussetzung: die Macht / der Staat / die Rüstung]
 

VI ) Zurück zur Rüstung

"Na also, geht doch. Tolle Idee !! Ich habe zwar immer noch das Problem, das ich schon jetzt sofort meine Männer bezahlen muß, die Steuern aber erst am Monatsende bei mir eingehen, jedoch habe ich nun die Möglichkeit zur Bank zu gehen und mir dort das nötige Geld zu holen. Damit kann ich sie schon bezahlen bevor die Steuern bei mir sind. [Bundesbesoldungsgesetz (BBesG);..... § 3 Anspruch auf Besoldung;.....(5) Die Dienstbezüge nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 und 6 werden monatlich im voraus gezahlt.....] 

Die Rüstung geht zur Bank: "Bank, gib mir bitte sofort 100 Münzen, damit ich meine Schwertträger + den Steuereintreiber (Zinsbote) bezahlen kann. Außerdem müssen die Wege verbessert werden. Als Sicherheit biete ich dir die am Ende des Monats eingehenden Steuern."

Der Bänker (Schmied): "Liebe Rüstung, das würde ich gerne so tun, kann ich aber nicht ! Höre, meine Ware ist jetzt das Geld ! Davon muß ich ab nun Leben ! Auch ich muß meinen Zehnten zum Allgemeinwohl beisteuern. Das bedeutet, daß ich dir von den 100 Münzen nur 80 geben kann. Zehn muß ich dir zahlen, so daß es nur 90 sind, die du bekommen kannst. Und zehn muß ich als Gewinn für mich einbehalten. Wovon soll ich sonst meinen Unterhalt bestreiten ? Du kannst also 80 Münzen von mir bekommen, schuldest mir aber 100. Dafür kannst du das Geld sofort haben und brauchst nicht auf die Steuern zu warten, oder bis mir die anderen ihre Schulden/Münzen zurückgeben. Solltest du damit nicht einverstanden sein, oder mich zwingen wollen, dir die vollen 100 zu geben, bin ich in Kürze pleite oder verhungert. Damit kann sich aber niemand mehr deiner Untertanen bei mir Geld holen. Das würde für dich bedeuten, daß du keine Steuern mehr bekämest. Denn was willst du in diesem Falle noch besteuern ? Mach es also, oder laß es bleiben."

Die Rüstung: "Alles klar. Her mit den 80. Ist zwar blöd, daß ich trotzdem 100 zahlen muß, geht aber nicht anders ! Ich muß meine Männer bezahlen, sonst tun die keinen Handschlag. Tun die nichts mehr, bricht die Organisation der Siedlung zusammen. Die Folge wäre, daß ich kaum noch Steuern bekäme und, ein gar widerlicher Gedanke,  vermutlich aus dem Dorf verjagt werden würde. Die 80 langen erst mal.

Nur, wo bekomme ich bei fälliger Rückzahlung die 20 Münzen her, die mir fehlen ? Wo ich doch nur 80 habe, und selbst die ich bin gleich an meine Männer los. Natürlich, auch sie bezahlen die Steuern. Aber wie soll ich aus 10 % von diesen 80, die mir wieder zurück fließen, insg. 100 begleichen ? Das alleine langt nicht ! Sicherlich, meine Männer geben die -nach Steuern nur noch 72- Münzen ja auch aus, und kaufen sich etwas damit. Aber selbst dann, es sind nicht mehr als 72 Münzen, die 'verteilt' werden können und somit besteuerbare Einnahmen der 'normalen' Bewohner sind. So geht's also nicht !

Meine einzige Einnahme ist die Steuer. Ich schaff' ansonsten ja nichts. Keine Zeit. Ich kann nur hoffen, daß meine Untertanen ausreichend Steuern erwirtschaften. Mal sehen: Ich muß 100 zahlen, müßte demnach mind.100 an Steuern einnehmen. Dazu müßten meine Untertanen -bei 10 %, dem momentan gültigen Zehnt- 1000 Münzen Überschuß hin kriegen. Das kann nicht klappen.

Nun ja, was solls, ich habe ich ja immer die Möglichkeit mir bei der Bank neues Geld zu holen. 

Mal angenommen ich bekomme 90 Münzen an Steuern. Damit kann ich schon mal 90 der ersten 100 begleichen. Bleiben nur noch 10 übrig. Super !! Oder doch nicht ? 
Meine depperten Männer wollen auch nächsten Monat 80 als Sold haben. Dafür muß ich wieder 100 aufnehmen. Dumm, jetzt habe ich schon 110 Schulden.

Egal, im Endeffekt alles halb so wild. Wenn es eng wird, kann ich ja ein klein bißchen die Steuern erhöhen." 
 

VII ) 20 Jahre später

Fischer Schmidt hat mittlerweile mehrere Boote und ein paar Angstellte. Es lief bestens. Die Bewohner haben sich mächtig ins Zeug gelegt / legen müssen ! Allerdings hat er immer weniger Lust für seinen Job. Er bezahlt seit neuestem 50 % seiner Einnahmen an die Rüstung. Der muß nun seine ursprünglichen Männer -zwecks Vermeidung von Hunger, schließlich muß man was bieten, wer würde sonst noch für die Rüstung arbeiten- weiter bezahlen, obwohl sie schon längst durch neue ersetzt wurden. Die Rüstung ihrerseits, hat Schulden noch und nöcher und weiß nicht mehr ein noch aus. Fischer Schmidt kann sich selbst gar nicht genug zusätzlich verschulden, um auch noch die 50 % Steuern zahlen zu können. Und er hörte von vielen anderen, denen es genauso geht. Zwangsläufig mußte er kürzer treten. 

Außerdem ist der See bald leergefischt. Dies teilte Fischer Schmidt der Rüstung mit. Der Bänker (immer noch der alte Schmied) und die Rüstung sehen ihre "Schmidt'chen" Einnahmen in Gefahr. Der eine seine Steuern,- der andere seine Zinseinnahmen. Daraufhin haben die zwei sich mal zusammengesetzt. Denn sie hörten von einem größeren See. Ganz in der Nähe und voller Fische. Beide kamen überein, daß es für sie durchaus sinnvoll ist, diesen See zu okkupieren. Die Finanzierung der Rüstung und seiner dafür nötigen Männer, macht der Bänker möglich. Schließlich könnte sich Fischer Schmidt dort ungeheuer vergrößern. Die Einnahmen wären sicher, oder würden sogar steigen ! Außerdem gibt es dort einen ganzen Haufen Leute, die sich "verbessern" könnten.

Die endgültige Entscheidung steht noch aus. Aber der Druck wächst ! Allenthalben !! 

Jedenfalls wird unterdessen überall in der Bevölkerung diskutiert, daß der Zins an der miesen Situation schuld ist. Niemand sieht, daß sie ihre "Sicherheit" mit dem Zins, der Steuer, erkauft haben. Die Abschaffung des Zinses, wäre gleichbedeutend mit der Rückkehr zur Tauschgesellschaft und Fischer Schmidts 50 Fischen im Monat. Ob sich das die Rüstung und seine Männer gefallen lassen ? Will das überhaupt jemand und ist es überhaupt noch möglich ? 


Ich bitte darum, nicht alles wortwörtlich zu nehmen und eins zu eins zu übertragen.
Die einzelnen Phasen liefen historisch wohl keineswegs gradlinig und sind gewachsene Strukturen. 
Aber ich denke, so ungefähr können wir uns die Anfänge durchaus erklären / vorstellen. 
Gröbestens vereinfacht und stark gerafft !
 



Wenn man sich heute 1000 Euro für ein Jahr bei einem Jahreszins von 5% beschafft, dann erklärt man sich vertraglich bereit, nach diesem Jahr für einen Geldwert von 1050 Euro einzustehen. Man schöpft dann 1050 Euro! Davon bekommt man selbst allerdings nur 1000 Euro und der Gläubiger den Rest und erst im Laufe der Zeit. Es wird alo nicht "draufgerechnet", sondern von einer Summe etwas abgezogen !

[zurück zum Text]


 
 
# 25.10.04 #

!! Neues vom "Big Brother" !!


! W I R T S C H A F T !!     |   !! P O L I T I K !!
 

Rentenkassen !!!!

ACH DU SCHANDE !!!!
 
Am Ende des Monats Schwankungsreserve
AV ArV Gesamt
Dezember Vorjahr
6.112,8 
1.342,4 
7.455,2 
Januar
5.646,8 
1.015,7 
6.662,5 
Februar
4.883,8 
632,2 
5.516,0 
März
4.595,0 
486,7 
5.081,7 
April
3.667,4 
717,4 
4.384,8 
Mai
3.270,7 
1.088,2 
4.358,9 
Juni
3.152,5 
543,3 
3.695,8 
Juli
3.653,3 
395,8 
4.049,1 
August
3.462,4
-109,6
3.352,8
September
2.742,7 
-266,6
2.476,1
Oktober
0,0 
0,0 
0,0 
November
0,0 
0,0 
0,0 
Dezember
0,0 
0,0 
0,0

Soweit ich das überblicken kann, haben wir das erste mal in der Geschichte negative Werte ! 
Oh man, langsam wird's wirklich eng !! HIER etwas mehr Details !

Dazu auch folgende Meldung:

Rentenkasse leer - Rente auf Kredit

Die Situation bei der Rentenversicherung wird immer kritischer. Die BfA (Bundesanstalt für Arbeit) und die Politik sendet klare Singale, die alle Rentner in Deutschland aufs höchste verunsichern...die Rentenkasse ist fast leer. Ist unsere Rente jetzt in Gefahr ?

Ab September 2004 reichen die Mittel zur vollständigen Zahlung der Rente nicht mehr aus. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, daß die Bundesregierung die Finanzreserven der Renten - Kasse, die sog. Schwankungsreserve, dramatisch gekürzt hat um die Beitragssätze zur Rente stabil zu halten.

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit sind jetzt jedoch die erwarteten Einnahmen des Bundes ausgegblieben. Die Folge hieraus ist das spätestens gegen Ende des Jahres die Gelder für die Renten - Auszahlungen fehlen. Lt. BfA können dann die Renten nur noch ausgezahlt werden, wenn der Bund vorzeitig seine Zuschüsse an die Rentenkasse leiste und zudem Ende November ein zinsloses Darlehen zur Verfügung stelle. Dies würde bedeuten, daß unsere Renten dann erstmalig in der deutschen Geschichte auf Kredit finanziert werden müßten. 

http://www.altersvorsorge-rentenfonds.de/rente-altersvorsorge-neues77.html

Ich habe es schon mehrfach gesagt. Wie das "unfallfrei" entknotet werden soll, ist mir schleierhaft. Irgend jemand wird "rasiert" werden müssen. Wer auch immer das im Endeffekt sein wird, auf Dauer wird "er" sich wehren wollen !


"Der Spatz" zitiert Stiglitz !

Terrorismus und Arbeitsplätze bei Opel usw.

.....
BBC und Observer, für die Palast arbeitete, hatten in Amerika verschiedene interne Dokumente der Weltbank mit dem Vermerk "vertraulich", "nur für den Dienstgebrauch" und "nicht zur Veröffentlichung" aufgegabelt. In einem von ihnen, "Interim Country Assistance Strategy" (Vorläufige Beistands-Strategie) für Ecuador drückt die Bank mehrmals kalt berechnend die Erwartung aus, ihr Plan werde "soziale Unruhen" auslösen, so der bürokratische Ausdruck dafür, daß eine Nation in Flammen aufgeht. Dem geheimen Bericht zufolge würde der Plan, den US-Dollar zur ecuadorianischen Währung zu machen, 51 Prozent der Bevölkerung unter die Armutsgrenze drücken. Der "Hilfs"-Plan der Weltbank schlug vor, der Auflehnung und dem Leid der Bürger mit einem "entschiedenen politischen Auftreten" zu begegnen - und die Preise weiter anzuheben.
.....
Komplett...

Für die, die es noch nicht gelesen haben: "Die Schatten der Globalisierung" von Joseph Stiglitz

Ich will noch anmerken, das für mich persönlich der Ausdruck "freie Marktwirtschaft" nicht stimmig ist. Wenn IWF, diverse Regierungen (z.B. USA) und sonst wer noch, im "Hintergrund" eingreifen, dann ist das schon keine "freie Marktwirtschaft" mehr, sondern ein Okktruieren in die gewünschte Richtung. Mit "frei" hat das nichts zu tun. Meine ich !

Ebenfalls vom "Spatz":

.....
Im dritten demokratischen Musterland in England entdeckt die vor zwei Jahren eingesetzte staatliche Renten-Kommission, daß in der Rentenkasse jährlich 57 Mrd. Pfund fehlen. Ihr Vorsitzender Adair Turner zählt nach einem BBC-Bericht vom 12.10. dafür vier Lösungsmöglichkeiten auf, 1. Rentenalter auf 70 Jahre anheben, 2. Steueranhebungen, um die Finanzierungslücke zu schließen, 3. Rentenbeitrage auf bis zu 25% anheben, 4. Renten um bis zu 30% senken. Schuld an der Misere sei nach Turner: "Der Aktienmarkt weckte bei den Leuten den Glauben, man bekäme etwas um sonst". Dieser Glaube hatte aber auch dazu geführt, daß die Regierung unter Geld-Kanzler Nigel Lawson 1985 und Gordon Brown 1997 den überschäumenden Rentenfonds mehr Steuern aufbürdeten. Die englische Regierung nimmt sich nun jährlich 5 Mrd. Pfund aus der Rentenkasse. So bekommt einer, der 2003 in Rente geht genau ein Drittel weniger Rente als sein Vorgänger, der das schon im Jahr 2000 tat. Inzwischen können sich 11,3 Millionen über 25 Jahre alte, englische Arbeiter nicht mehr leisten, in die Rentenkasse einzuzahlen. Sie kaufen sich wahrscheinlich vom letzten Gehalt eine Pistole, um gleich drei Probleme, das Bevölkerungs-, das Generationen- und das Umweltproblem im Sinne der City zu lösen. Irgend jemand muß schließlich für die Spekulationsverluste der Finanzmärkte aufkommen.
.....
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Mal wieder: Der Griff ins Klo !

Hartzsche Fehlplanung - Die Personal-Service-Agenturen werden zum Januar dichtgemacht

.....
Es ist nicht die erste Rücknahme von zunächst als Heilmittel gelobten Hartz-Projekten. So werden auch die vor Jahresfrist eingeführten Ich-AG’s faktisch wieder gestrichen. Nicht nur, daß künftig ein Geschäftsplan vorzulegen ist, was noch einen gewissen Sinn hat. Vor allem sind ALG II-Empfänger künftig von der Maßnahme ausgeschlossen, womit die wichtigste Zielgruppe außen vor bleibt.

Gut macht sich das ganze auch für die Statistik. Ob PSA, Weiterbildungsmaßnahmen, Frühverrentungen und ähnliches: faktisch geben Ökonomen die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland mit sechs Millionen an. Die kann man wohl aus der Statistik streichen, wie künftig die Ein-Euro-Jobber schon bei geringsten Einkommen. Aber da sind sie dennoch. Und irgendwann werden sie sich bemerkbar machen.

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Nur kurz:

Insolvenzen: Beispiele aus der Baupraxis Flughafen Stuttgart GmbH

Zitat: "Die Insolvenz wird bei der Realisierung von Bauprojekten zum Regelfall"

Ui, ui, ui !!

!! P O L I T I K !!

"Wahrnehmungen der Wirklichkeit"

Am Donnerstag veröffentlichte das Programme on International Policy Attitudes (Programm für Internationale politische Stimmungen, PIPA) der US-University of Maryland die Ergebnisse einer Umfrage, denen zufolge noch immer fast drei Viertel der Anhänger des derzeitigen US-Präsidenten George W. Bush der Überzeugung sind, daß der Irak vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg durch die USA Massenvernichtungswaffen besessen oder an deren Herstellung gearbeitet hat.

Ebenso überzeugt zeigten sie sich, daß der durch die US-Invasion gestürzte irakische Präsident Saddam Hussein Terroristen "erhebliche Unterstützung" gewährt habe - all dies im Gegensatz zu - zumindest theoretisch - allgemein bekannten Informationen und sogar Aussagen der US-Regierung selbst.

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Vor einiger Zeit habe ich mal folgenden Spruch im Radio gehört. Leider kann ich ihn nur noch sinngemäß wiedergeben, und ich weiß auch nicht mehr von wem er stammt !

"Reden halten ist im Grunde völlig sinnlos. Deine Feinde wirst du dadurch nicht überzeugen. Deine Freunde brauchst du nicht zu überzeugen. Wofür also ?"
Da ist wohl in der Tat was dran. Im übertragenen Sinne (in Bezug zur Homepage), habe ich mir auch schon des öfteren die selbe Frage gestellt. Wobei das "Feinde" und "Freunde" diesbzgl. natürlich nicht im Wortsinn zu verstehen ist. 
Es ist grundsätzlich doch so: Die, die eh schon -zumindest annähernd- in die Richtung denken, die hier z.g.T. gezeigt wird, werden hier sicherlich ganz interessiert hereinschauen. Alle anderen werden sich nach ein "paar Sekunden" kopfschüttelnd abwenden. Also, was bringts letztlich ?


Die Amerikaner in Europa – und die Europäer selbst – sind in ihrer überwältigenden Mehrheit gegen George Bush:

"Diese Neokonservativen sind sehr, sehr schlechte", sagte mein Freund, der letzte Woche eine BBC-Dokumentation zu diesem Thema gesehen hatte (ich hatte davon hier im Investor's Daily erzählt). "Es scheint ihnen nichts auszumachen, zu lügen. um das zu erhalten, was sie möchten. Sie denken, dass sie die Wächter der westlichen Zivilisation sind ... und dass die Nation hinter einer großen Sache zusammenstehen muss ... deshalb denken sie, dass Lügen gut ist, wenn es für eine solche große Sache ist. Und sie denken, dass sie eine solche große Sache erfinden können, hinter der die Nation zusammenstehen muss."

"Ich war überrascht, wie Rumsfeld und seine Gang damals in den 1970ern über die sowjetischen Waffen gelogen haben. Die Neokonservativen haben eine spezielle Kommission gegründet, die beweisen sollte, dass die Sowjetunion eine größere Bedrohung war, als CIA und Pentagon vorher geglaubt hatten. Und sie erstellten eine Analyse, die diese These bewies. Aber der Geheimdienst CIA sagte ihnen, dass jeder der größeren Punkte dieser Analyse eine Lüge war. Das gefiel mir ... der Geheimdienst CIA wusste, dass das Lügen waren, weil sie sie selbst gemacht hatten. Die Sowjets planten überhaupt keinen Angriff auf die USA. Die Sowjetunion zerfiel. Kissinger und CIA hatten Recht: Wir mussten nur abwarten."

"Aber Rumsfeld und Wolfowitz glaubten entweder die Lügen selbst, oder sie fanden sie nützlich ... und dann, selbst nachdem sie wussten, dass es Lügen waren, nutzten sie sie, um Reagan und die gesamte Nation irrezuführen. Und selbst heute scheint sich niemand daran zu stören, dass wir Milliarden ausgegeben für Waffen, die wir nicht brauchen ... und das dieses ganze Gerede vom 'Reich des Bösen' auf Lügen basierte. Nicht, dass die Sowjets nicht böse gewesen wären. Aber sie waren nur ein Teil des Bösen in der Welt. Auch die USA machen Fehler. Und auch sie haben von Zeit zu Zeit böse Menschen in hohen Positionen ..."

Invetors Daily; Newsletter: http://www.investor-verlag.de/
 

Ähnliches habe ich doch schon mal gelesen ?! Ach ja, hier:

TOPS UND FLOPS - Die Geschäfte der Geheimdienste

.....
Nicht zuletzt litten die CIA-Analytiker selbst unter dieser wissenschaftlichen Unredlichkeit. Und nicht selten schütten sie ihr Herz aus, wenn man dieses Problem abends bei einem Glas Wein zur Sprache brachte. Auftragsstudien müßten sie schreiben, wobei das Ergebnis bereits von Anfang an durch die Politik vorgegeben sei, ohne jede Rücksicht auf die Fakten. Das war eine Klage, die ich oft zu hören bekam. Etliche sind dabei zu Zynikern geworden, die einfach ihren Job machten und taten, was von ihnen verlangt wurde. Sie verdienten ihr gutes Geld, der Rest war ihnen egal. Andere fühlten sich in ihrem wissenschaftlichen selbstverständnis zutiefst verletzt und suchten sich eine neue Arbeit. So traf ich z.B. zwei ehemalige CIA-Analytiker später als Mitarbeiter von Kongreßabgeordneten wieder. Sie taten sich nun als scharfe Kritiker der CIA und deren Methoden hervor.

Im Laufe des Kalten Krieges haben die von der US-Regierung vorgegebenen Auftragsstudien der CIA wesentlich dazu beigetragen, die aggressive Politik washingtons gegen das sozialistische Lager durch ein regelrechtes lügengebäude über die sowjetischen militärischen und militär-technologischen Kapazitäten und Intentionen zu zementieren. Über Jahrzehnte hinweg wurden so durch Falschinformationen und Übertreibungen die sowjetische Bedrohung als existenzgefährdent dargestellt, die amerikanische bevölkerung auf einen antikommunistischen kreuzzug eingeschworen und der Kongreß dazu motiviert, immer höhere Rüstungsausgaben zu bewilligen. Mit der Zeit entwickelte dieses komplizierte Blendwerk, an das alle glauben wollten, eine eigendynamik, denn schließlich hingen wichtige Wirtschafts- und Forschungszweige und ein großer Teil des militärisch-industriellen Komplexes vom fortbestand der "sowjetischen Bedrohung" und "Überlegenheit" ab.

Die Eckpunkte dieses Bedrohungsszenariums waren immer wieder neue "Lücken", die die CIA "entdeckte". Zuerst war es die Bomberlücke, wonach die UdSSR bedeutend mehr Langstreckenbomber aks die USA hatte, eine Lücke, die unbedingt geschlossen werden mußte und die zu einem riesigen Rüstungsprogramm für die US-Luftwaffe führte. Als dann der Sputnik im Weltraum piepte, wurde die Raketenlücke entdeckt. Danach kam die Sprengkopflücke (Nuklearsprengköpfe für Raketen). Und schließlich folgte, ganz allgemein die Lücke bei den Rüstungsausgaben. Dazwischen lagen viele kleine Lücken in Teilbereichen, die immer wieder Anlaß zum Auflegen von neuen Rüstungsprogrammen in den USA gaben und die UdSSR zwangen nachzuziehen. Mittlerweile weiß jedes Kind, daß die meisten dieser Lücken frei erfunden waren, und das wird auch ganz offen eingestanden, nachdem der Zweck erreicht wurde.
.....
Komplett...


Nur Link:

Chomsky: "Bei Wiederwahl Bushs droht nukleare Katastrophe"

In Anlehnung an diesen Bericht noch dies. Die Wahl heißt Pest, oder Chollera !

Bush und Kerry: Die Totenkopfkameraden (Skull and Bones)

Deutschland und der Islam durch die hypothetische Brille eines israelischen Schlitzohrs...

Das nenn ich "konspirativ" ! Oder ist es das gar nicht ?


 
# 21.10.04 #

!! Neues vom "Big Brother" !!


! W I R T S C H A F T !!     |   !! P O L I T I K !!
 

Einkaufen auf Pump nimmt zu - CC-Bank verbucht zweistelliges Plus

MÖNCHENGLADBACH - Die deutschen Verbraucher kaufen immer häufiger auf Kredit ein. Der bundesweit führende Anbieter von Konsumentenkrediten, die CC-Bank, verzeichnete in den ersten neun Monaten 2004 zweistellige Zuwachsraten.

Die Zahl der Kreditkonten stieg um 28 Prozent auf 3,2 Millionen, wie die deutsche Tochter der spanischen Bank Santander Central Hispano SA (SCH) am Donnerstag in Mönchengladbach meldete. Das Kreditvolumen wuchs gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 22 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro.

FAHRZEUGBEREICH BRUMMT

Kreditkäufe seien bei Autos inzwischen fast schon gang und gäbe: Drei von vier Wagen werden in Deutschland mit geliehenem Geld finanziert. Die CC-Bank steigerte in den ersten neun Monaten 2004 ihr Neugeschäft im Fahrzeugbereich um fast ein Viertel auf 6,1 Milliarden Euro. Das Institut finanzierte den Kauf von 626.000 Fahrzeugen.
.....
© dpa 

Einerseits ist es ja gut, daß New Credits* genommen werden. Andererseits, jeder Motor hat nach oben eine Grenzdrehzahl, die er nur temporär durchhält. Eine Zeitlang geht's flott vorwärts. Bei ständiger Belastung in diesem Bereich -oder sogar einer Drehzahlerhöhung-, platzt der Motor jedoch irgendwann. Im mittlerern Drehzalbereich geht es zwar langsamer voran, dafür aber länger und weiter. Die Verlockungen sind offensichtlich für viele zu groß ==> Zu viele Rennfahrer in 'nem ollen Polo. Helm auf und in Deckung...
 

* Quote from Robert Hemphill (Credit Manager of Federal Reserve Bank, Atlanta, Ga.)

"This is a staggering thought. We are completely dependent on the commercial Banks. Someone has to borrow every dollar we have in circulation, cash or credit. If the Banks create ample synthetic money we are prosperous; if not, we starve. We are absolutely without a permanent money system. When one gets a complete grasp of the picture, the tragic absurdity of our hopeless position is almost incredible, but there it is. It is the most important subject intelligent persons can investigate and reflect upon. It is so important that our present civilization may collapse unless it becomes widely understood and the defects remedied very soon." 

http://quotes.liberty-tree.ca/quotes.nsf/quotes/dde730786fd6c0fd8525687a0077ca66
 

Übersetzung (nebenbei, nicht von mir)

Zitat von Robert Hemphill (Credit Manager of Federal Reserve Bank, Atlanta, Ga.)

Ein entsetzlicher Gedanke. Wir sind völlig abhängig von den Geschäftsbanken. Jeder Dollar der umläuft, sei es als Bargeld oder Buchgeld, muss von jemandem geborgt sein. Wenn die Banken reichlich Geld aus dem Nichts erzeugen, geht es uns gut, wenn nicht, verhungern wir. Es gibt nicht so etwas wie ein dauerhaftes Geldsystem. Wenn man das erst einmal wirklich verstanden hat, erscheint das Absurde dieser hoffnungslosen Situation fast unglaublich, aber so ist es. Es ist wohl der wichtigste Sachverhalt, über den intelligente Menschen sich jetzt klar werden und nachdenken müssen. Es ist so wichtig, dass ein Zusammenbruch unserer gegenwärtigen Zivilisation auf dem Spiel steht, wenn es nicht allgemein verstanden wird und die Fehler rasch korrigiert werden.


Na ja, das paßt jedenfalls ins Bild !

Entwicklung der Zwangsversteigerungsimmobilien der letzten Jahre
.
Jahr
2004*
2003 
2002
2001
2000
1999
Objekte
49.192
44.539
39.893
36.232
33.496
33.876
gegenüber Vorjahr
+10,4%
+11,6%
+10,1%
+8,2%
-1,1%
Stand 23.7.2004
*Prognose
     

http://www.zwangsversteigerung.de/statistik.php


Der monatliche Überblick (aus BuBa Monatsbericht 10/04):

Marktmäßige Nettokreditaufnahme; Gebietskörperschaften, insgesamt

Jan./ Aug 2004 = 80,3 Mrd. €


Bringt alles in Sicherheit, was nicht niet- und nagelfest ist:

Sozialamt kann Schenkungen rückgängig machen

Berlin - Für die Klärung eines Anspruches auf Leistungen vom Sozialamt werden auch bereits vom Antragsteller gemachte Schenkungen einbezogen. Darauf machen die Notarkammern Neue Bundesländer in Berlin aufmerksam.

Komplett...

--------------------

Gesetzliche Rente taugt nur noch als Basis-Sicherung

--------------------

"abgeschrödert.de" hat noch weitere, ausnehmend gute, Vorschläge. Z.B. den hier:

..Und zu guter Letzt: RISIKOABHÄNGIGE KRANKENVERSICHERUNGSBEITRÄGE

Wer riskant und ungesund lebt, wird deutlich mehr Krankenkassenbeiträge bezahlen müssen und gleichzeitig für alle risikobedingten Krankheiten und Verletzungen nicht mehr versichert sein.

Besonders risikobehaftet sind demnach die folgenden Aktivitäten: Der Verzehr von Fett, Zucker und Alkohol, die Benutzung von Verkehrsmitteln aller Art, die sportliche Betätigung genauso wie der Verzicht auf Sport, Skifahren, Motorradfahren, ungeschützter Sex, Übergewicht, Abmagerungskuren, Reisen, Fensterputzen, Rauchen und generell fast alle anderen Tätigkeiten des Menschen, insbesondere auch Arztbesuche (wußten Sie, daß die meisten Menschen sterben, wenn ein Arzt in der Nähe ist? Das muß doch einen Grund haben!).

Wer mindestens einen dieser Risikofaktoren erfüllt, zahlt 50% Beitragsaufschlag. 

Hier lang...

Sehr gut -von der gleichen Seite- ist auch "DER TÄGLICHE ABSCHRÖDER". Wenn's vom Grundsatz her nur nicht so traugrig wäre... 


Öl in China wird knapp

Händler und Schwarzhändler von Heizöl, Benzin und anderen Ölsorten halten in Festlandchina in Erwartung weiter steigender Preise ihre Ware zurück.

Komplett...


Offensichtlich ist bei GM noch einiges mehr im Argen, als bis jetzt rausgelassen:

SEC prüft bei Ford und GM Bilanzierung der Pensionspläne

!! P O L I T I K !!

Weißrußland

– Slawische Kooperation contra NATO- Spionage im Dienste demokratischer Wühlarbeit

Dass der weißrussische Präsident Lukaschenko für westliche Belange ein Despot ist und eine gescheite Demokratisierung mal gebrauchen könnte, das ist für die Wertegemeinschaft der NATO-Staaten eine klare Sache. Nachdem nun Milosevic abgeräumt ist mit freundlicher militärischer und ziviler westlicher Unterstützung, läuft die Sanduhr Lukaschenkos nun erst recht. Militärisch einzugreifen verbietet sich jedoch – das würde Russland gewiss nicht mehr hinnehmen, zumal ja da auch noch eine »Slawen-Allianz« eingegangen wurde. Zumal Lukascheko zwar ein Despot ist, sich die Menschenrechtsverletzungen aber im Vergleich zu »Balkanien« und »Absurdistan« (Scholl-Latour) in Grenzen halten. Während da die OSZE-Mission in Minsk von deutscher Seite von Ex-BND-Chef Wieck betreut wird, die Opposition  ihre Logistikunterstützung aus Polen erhält , dort auch Hinterlandsfilialen unterhält, sowie von Radio Liberty/Radio Free Europa aus Prag sekundiert wird, ist nun eine weitere Zentrale in Sachen »Systemtransformation« ins Blickfeld gerückt: Das Marshall-Centre der NATO in Garmisch-Partenkirchen. Ein Professor dieser Institution wurde nun aus einer Vorlesung in Moskau vom russischen Geheimdienst herausgeholt und den weißrussischen Behörden überstellt - so gut funktioniert die »slawische« Geheimdienstzusammenarbeit. Nun soll er wegen Spionagevorwurfs vor Gericht gestellt werden. Anfängliche und obligatorische Dementis des Marshal-Centres sind inzwischen recht kleinlaut geworden. Während sich die Familie des Inhaftierten »naturgemäß« für ihren Ernährer einsetzt, nichts von einer Agententätigkeit des Familienoberhaupts gewusst haben will, wurde von Seiten der NATO-Institution eingeräumt, dass der Herr Professor möglicherweise doch als Spion gearbeitet habe. Vorwürfe in Richtung »Freiheit der Wissenschaft« oder der »Meinung« wurden nicht einmal versuchsweise angetestet.

(Ein Professor als Spion – das sollte nicht verwundern: Schon im Falle des Professor Adler an der LMU wurde in der SZ publik, dass der gute Mann für den BND gearbeitet hatte. Das gerade aufgelöste Ost-Institut, wie auch das Südost-Europa-Institut zu München galten ja nicht nur als Hans-Seidl-Stiftung-/ CSU- sondern auch als BND-nah).

Auffälligerweise lobte Lukaschenkow nun Deutschland für seine »korrekte Handhabung« des Falls. Will wohl heißen, dass der weißrussische Präsident momentan auch kein Interesse hat, die Sache hochzuschaukeln und sich möglicherweise auch fest im Sattel wähnt. Möglicherweise hat auch BND-Präs. a.D. und zu Minsk Hans-Georg Wieck mittels OSZE-Büro da vermittelnd interveniert. Zumindestens kann ein/e Studi daraus lernen, dass auch einige der Herr oder Frauen Professor da Nebenverdienstmöglichkeiten nachgehen, die sich der Vulgärgeschmack nur als »Mission Impossible« zu Gemüte führt. Aber die meisten dürften das ja auch noch als ganz spannend und toll befinden.

http://www.streitblatt.de/streitblatt/sb13/spione.htm

Dazu noch ein Bericht, der annähernd in die gleiche Kerbe haut: "Der ehemalige Chef der deutschen Auslandsspionage fordert Berlin zum ,,Handeln" auf..."

Zu oben erwähntem "Marshall-Center" hatte ich ja schon mal was. Ich will an dieser Stelle nochmals darauf verweisen. 
Äußerst interessant ist z.B. die "WEISUNG des US-Verteidigungsministeriums; BETRIFFT: George C. Marshall European Center for Security Studies". Deutlicher geht's kaum noch ! Dort halten dann so Leute wie Charles (Chuck) Wald Vorlesungen. Jener Wald, der solcherlei Sachen von sich gibt: "Afrikanisches Öl für die USA; afrikanische Sicherheit für Europa".

Das passt schon alles um 'zig Ecken zusammen. Andererseits, letzlich habe ich kaum Ahnung, was in Weißrußland tatsächlich los ist. Diplomatisch ausgedrückt: Ganz "koscher" wird Lukaschenko nicht sein. Aber wir wurden schon zu oft angelogen, so daß ich die Berichterstattung über Weißrußland einfach nicht in Gänze glauben kann. 

Ganz allgemein (also auch incl. Thema Weißrußland), tendiert der ganze "Klumbatsch" langsam zur "Übersichtlichkeit" á la 3d-Schach..Wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, daß mittlerweile, sowohl die Figuren (sowas wie ich), als auch die Spieler, den Überblick verlieren. Bei 3d Schach, wüßte ich zumindest noch wer den nächsten Zug macht. Wer soll da noch durchblicken..


Ich muß mich verbessern. Es darf nicht heißen "...tendiert der ganze "Klumbatsch" langsam zur "Übersichtlichkeit" á la 3d-Schach...". Es muß vielmehr heißen, daß der ganze "Klumbatsch" schon immer dazu tendiert hat ! Der Rest kann stehen bleiben 

Interview, US-Amerika und Europa

von Noam Chomsky und Timo Stollenwerk
.....
Tatsächlich spielt dabei auch Deutschland eine große Rolle. 1952 machte Stalin das Angebot einer Wiedervereinigung Deutschlands inklusive international überwachter demokratischer Wahlen, Wahlen, die die Kommunisten mit Sicherheit verloren hätten. Er stellte nur eine Bedingung, nämlich die, dass es keine Wiederbewaffnung Deutschlands im Rahmen eines westlichen Militärbündnisses geben dürfe, eine Forderung, die angesichts der Geschichte der vorausgegangenen Jahrzehnte ziemlich einleuchtend war. Dieses Angebot wurde, als es gemacht wurde, in den Vereinigten Staaten erst einmal unterschlagen, weil es zum falschen Zeitpunkt kam – nämlich als die US-Regierung sich darum bemühte, die Mittel für einen rasanten Anstieg der Militärausgaben zusammenzubringen. Aber dann sickerte es doch durch, und es gab einige Diskussionen darüber.

Damals wurde ein Buch von einem ziemlich bekannten und einflussreichen politischen Kommentator, James P. Warburg aus der Warburg-Familie, einem recht bedeutenden Mann also, veröffentlicht, und er brachte dieses Thema auf. Das Buch hieß Germany, Key to Peace und kam 1953 heraus,[3] und er sprach darin über dieses Angebot, worauf er heftig kritisiert und verhöhnt wurde: „Wie konnte er auf die Idee kommen, dass Stalin Frieden geschlossen hätte?“ Nun, auf die Frage, ob Stalin das wirklich getan hätte, gibt es keine definitive Antwort. Wie sich jetzt anhand der Materialien in den russischen Archiven herausstellt, meinten die Russen es wahrscheinlich ernst.

Uns gegenüber hat man im Geschichtsunterricht behauptet, das sei kein ernstgemeintes Angebot, sondern nur eine taktische Finte Stalins gewesen.

Das stimmt einfach nicht. Genau dasselbe wurde damals gesagt, aber der richtige Weg, herauszufinden, ob es nur Taktik war, wäre gewesen, das Angebot anzunehmen und zu sagen, gut, machen wir es so, und wenn Stalin dann einen Rückzieher gemacht hätte, hätte es sich als Finte erwiesen, aber genau das wollte man im Westen nicht tun. Und die Historiker weisen auf diesen einfachen Tatbestand nicht hin. Aber jetzt werden die Archive geöffnet und es gibt andere Materialien, und sie deuten in zunehmendem Maß darauf hin, dass die Stalin-Offerte ernstgemeint war – nicht zuletzt deshalb, weil sich jetzt herausstellt, dass die Russen sehr gut verstanden hatten, dass die Vereinigten Staaten versuchten, sie auf dem Wege des Wettrüstens wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Sie wussten, dass die USA eine viel stärkere Wirtschaft hatten und dass sie mit den Militärausgaben der USA auf keinen Fall mithalten konnten. Selbst die schlimmsten Verbrecher wie Berija[4] machten in Bezug auf Deutschland dasselbe Angebot wie Stalin: Wiedervereinigung Deutschlands durch demokratische Wahlen, unter der Voraussetzung, dass Deutschland entmilitarisiert bleibt. Und Beria war eines der schlimmsten Ungeheuer. Aber er und später Chruschtschow vertraten glasklar die Meinung, die Vereinigten Staaten versuchen uns tot zu rüsten, wir können mit diesen Militärausgaben nicht mithalten, und 1954, als Chruschtschow an die Macht kam, machte er Eisenhower den Vorschlag, beide Seiten sollten ihre Militärausgaben zurückschrauben und ihre offensiven Militärpotentiale zurückfahren. Die Eisenhower-Administration ging nicht darauf ein, aber die Russen taten es trotzdem, einseitig und gegen den Widerstand der russischen Generäle, denen das gar nicht gefiel. Später fuhren sie die russischen militärischen Offensivkräfte scharf zurück und forderten die Kennedy-Administration auf, dasselbe zu tun. Dort dachte man darüber nach, aber das Ergebnis war stattdessen eine rapide Steigerung der Militärausgaben der USA. Dann kam die Kubakrise, in der die Russen wirklich gedemütigt wurden. Die Kennedy-Administration unternahm alles, um die Russen zu erniedrigen, und das wurde den russischen Militärs schließlich zu viel. Sie stürzten Chruschtschow und beteiligten sich an diesem wahnwitzigen Rüstungswettlauf, bis sie in den Militärausgaben ungefähr mit den USA gleichgezogen, dabei aber ihre Wirtschaft ruiniert hatten. Tatsächlich kann man, wenn man sich die russischen Statistiken anschaut, sehen, dass die sechziger Jahre die Zeit waren, in der die Wirtschaft zu stagnieren begann, die Gesundheitsstatistiken schlechter wurden und vieles andere mehr. Es war die Kennedy-Administration, die dafür sorgte, dass ihrer Wirtschaft die Puste ausging. Wenn die Kennedy-Regierung den russischen Vorschlägen zugestimmt und kooperiert hätte, wäre vielleicht schon früher eine Figur wie Gorbatschow aufgetaucht, und der Welt wären vielleicht alle möglichen Schrecken erspart geblieben. Russland wäre möglicherweise ein sanfterer Übergang zu einer Art sozialdemokratischer Wirtschaftsform gelungen, und es hätte nicht die Katastrophe der letzten zehn Jahre durchleiden müssen. Auch was diese Lektion betrifft, bezweifle ich, dass man bei euch im Geschichtsunterricht darüber spricht. Aber unter ernsthaften Wissenschaftlern sollte all das eigentlich nicht mehr kontrovers sein.

Selbst die antikommunistischsten Wissenschaftler, wie der mir persönlich bekannte, vor ein paar Jahren verstorbene Adam Ulam,[5] der ein sehr guter polnisch-amerikanischer Sowjetologe in Harvard war, wie alle Polen die Russen hasste und ein großer Antikommunist war – selbst er begann kurz vor seinem Tod Artikel über das Angebot von 1952 zu schreiben, in denen er sagte, es sehe mehr und mehr danach aus, als sei es ernstgemeint gewesen. Beweisen lasse sich das natürlich nicht, aber es sei sicherlich ein Fehler gewesen, nicht auszuloten, was es damit auf sich hatte – wenn deine Lehrer also noch weiter rechts stehen als Adam Ulam, dann kann ich dir nur sagen, dass sie wirklich sehr weit rechts stehen!
.....
Komplett...

Wo sind die "guten, alten, Zeiten", in denen alles so schön schwarz und weiß war ? Mittlerweile müßen wir uns mit der kompletten Spektralfarben-Palette rumschlagen !


Die "European Security Advocacy Group"

Vorgestern im Fernshen gesehen. Ein Werbespot im Fernsehen, der ziemlich genau den Anzeigen dieser "Gruppe" entsprach. Sowas:

.....
Seit einigen Monaten lesen Sie diese Anzeigen, die sich mit der häßlichen Fratze des Terrorismus und seinen Folgen auseinander setzen. Die einfache Antwort auf die Frage nach dem Warum einer solchen Kampagne lautet: irgendjemand muss es tun.
.....
Folgend einfach ein paar Links zur Information:

Diese Anzeige ist nur die jüngste Veröffentlichung dieser mysteriösen Vereinigung...

Anonymität ist eine Frage der Sicherheit

Das Pentagon und die strategische Kommunikation

Stimmungsmache im Gewand der Aufklärung

.Die US-Wahl ! Haben die Wähler tatsächlich die Wahl ?..

---------------------

Und wio ich gerade bei Humor bin;

Kofi, Sir?

George W. Bush: Condi! Nice to meet you. What's happening?
Condoleezza Rice: Sir, I have the report here about the new leader of China.
Bush: Great. Lay it on me.
Condi: Hu is the new leader of China.
Bush: That's what I want to know.
Condi: That's what I'm telling you.
Bush: That's what I'm asking you. Who is the new leader of China?
Condi: Yes.
Bush: I mean the fellow's name.
Condi: Hu.
Bush: The new leader of China.
Condi: Hu.
Bush: The guy in China.
Condi: Hu.
Bush: The Chinaman!
Condi: Hu is leading China!
Bush: Now whaddaya asking me for?
Condi: I'm telling you Hu is leading China.
Bush: Well, I'm asking you. Who is leading China?
Condi: That's the man's name.
Bush: That's who's name?
Condi: Yes.
Bush: Will or will you not tell me the name of the new leader of China?
Condi: Yes, sir.
Bush: Yassir? Yassir Arafat is in China? I thought he was in the Middle East.
Condi: That's correct.
Bush: Then who is in China?
Condi: Yes, sir.
Bush: Yassir is in China?
Condi: No, sir.
Bush: Then who is?
Condi: Yes, sir.
Bush: Yassir?
Condi: No, sir.
Bush: Look, Condi. I need to know the name of the new leader of China. Get me the Secretary General of the UN on the phone.
Condi: Kofi?
Bush: No, thanks.
Condi: You want Kofi?
Bush: No.
Condi: You don't want Kofi.
Bush: No. But now that you mention it, I could use a glass of milk. And then get me the UN.
Condi: Yes, sir.
Bush: Not Yassir! The guy at the UN!
Condi: Kofi?
Bush: Milk! Will you please make the call?
Condi: And call who?
Bush: Who is the guy at the UN?
Condi: Hu is the guy in China.
Bush: Will you stay out of China?
Condi: Yes, sir.
Bush: And stay out of the Middle East! Just get me the guy at the UN.
Condi: Kofi.
Bush: All right. With cream and two sugars. Now get on the phone (Condi picks up the phone).
Condi: Rice, here.
Bush: Rice? Good idea. And a couple of egg rolls. Maybe we should send some to the guy in China. And the Middle East.


 
# 18.10.04 #

!! Neues vom "Big Brother" !!


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FUNDSTÜCK !!

Pleitestaat und Co: Schulden überall

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Die Ursachen für diesen Trend sind so vielfältig und kontextspezifisch wie die Gegenstrategien, die man sich hat einfallen lassen. Oder gerade einfallen läßt; vor allem auf staatlicher Ebene. Schließlich ist die Schuldenbekämpfung wahrscheinlich das zentrale Anliegen der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre. Auch dort, wo es - wie in den USA - keine Konvergenzkriterien zu erreichen gilt. So emsig wird über Schulden und deren Beseitigung diskutiert, daß man darüber die eigentlich wichtige Frage zu stellen vergißt - und zwar was Schulden überhaupt sind. Immerhin handelt es sich bei diesen ja nicht nur um ein negatives ökonomisches Moment, um ein Zeichen von Unfähigkeit, um einen Störfaktor: Man hat auch was an ihnen; sogar etwas sehr wichtiges.
Beispielsweise sind Schulden ein Medium der Zeit und Transzendenz. Letzteres deshalb, weil sie uns - mehr noch als das stets mit dem Konsum und folglich mit dem Dingrealismus der Gegenwart verwobene Geld - in die Zeitlichkeit drängen. Wer Schulden hat, muß permanent Vergangenheit und Zukunft zusammendenken;muß sich in der Welt des abstrakten Denkens und der Ideen heimisch machen.
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Ein Medium der Zeit wiederum sind sie in dem Sinn, als sie uns - wenn wir uns ihrer als Mittel bedienen - im Gegenzug eine bestimmte Zeit-Vorstellung aufzwingen: Schulden sind nur in einer Gesellschaft möglich, in der an eine offene Zukunft geglaubt wird. Nur wo in Entwicklungsprozessen und spontanen Ordnungen gedacht wird und man dementsprechend Zeit weder zyklisch noch starr-mechanistisch, geschweige denn als eigene, substanzgleiche Dimension begreift, sondern sie als semantische Idee, als Maßeinheit versteht, kann sich ein komplexes System von Schulden, wie wir es heute kennen, entwickeln. Denn lediglich vor einem solchen metaphysischen Hintergrund kann die Hoffnung gedeihen, daß sich in einem Verlauf, den man mittels Zeit-Kategorien zwar schematisieren mag, der prinzipiell aber unabgeschlossen ist, ökonomische Chancen und Optionen herausbilden werden, die es erlauben, die Schuld zurückzuzahlen. Schulden sind so gesehen immer auch der erste Schritt in eine evoltierende Welt, eine Keimzelle des Modernismus europäischer Prägung.
Was sich auch an einem weiteren Faktum zeigt: Schulden ökonomisieren. Sie bewirken eine Monofinalisierung des Existenz, hin zu Leben als Arbeit und Leistung. Wer finanzielle Verpflichtungen hat, muß notgedrungen zum "homo oeconomicus" werden; zum Betreiber einer pragmatischen Vernunft, die weniger nach ihren Grundlagen fragt als in einem kreativen Trial-and-Error-Prozeß das Beste aus der Situation zu machen versucht.
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Aus den Schulden weht mithin der Geist der Modernität - selbst dann, wenn die Rückzahlung und damit die Ökonomie nicht zum alles beherrschenden Faktor wird. 
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Indirekt wird so Geld von den Nachkommen geborgt, als Resultat von Leistungen, die man selbst nicht erbringt und die vielleicht nie erbracht werden.
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http://www.google.de/search?q=cache:lEBrXqPbtzcJ:www.zum-thema.com/www/home/print.php
%3Fp_id%3D68+geldentstehung+schulden+kredit&hl=de

Klasse formuliert ! Vor allem dieser Satz bringt's auf den Punkt: "Wer Schulden hat, muß permanent Vergangenheit und Zukunft zusammendenken; muß sich in der Welt des abstrakten Denkens und der Ideen heimisch machen." 

Das ist Debitismus; kurz und bündig.
Wobei der Erstschuldner der Staat/die Macht (oder wie auch immer genannt) ist (Beispiel BRD). Erst durch seine/ihre Sicherstellung der Rechtssicherheit, wird rechtsbesichertes Wirtschaften überhaupt erst möglich. Das dadurch enstehende "Vorfinanzierungsproblem" des Staates/der Macht und die wiederum daraus zwangsläufig resultierenden Steuererhebungen usw., bringen den Schuldendruck* zu den Wirtschaftssubjekten (Untertanen etc.). 

Somit sind wir wieder bei den Aussagen des obigen Artikels. Dieser Schuldendruck* ist es, der alle zum Wirtschaften zwingt (versucht mal eure Steuern nicht zu zahlen). Um den Schuldendruck* zu begleichen, "erwachsen" dann Innovationen, Ideen, wird gedacht, getan, gemacht...-eben gewirtschaftet.

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* Schulden im vom Staat/der Macht festgelegtem gesetzlichem Zahlungsmittel !


Steht den USA für 2005 der wirtschaftliche Kollaps ins Haus?

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Eine neue Weltwirtschaftskrise?

Klar ist heute schon, dass dieser unhaltbare Aufwand mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz nach den Wahlen irgendwann im Jahre 2005 ein Ende nimmt, unabhängig davon, wer Präsident wird. Angesichts der Menge des von der amerikanischen Zentralbank Fed und dem amerikanischen Finanzministerium seit 2001 gedruckten Geldes ist es vorprogrammiert, dass die «Korrektur» der neuesten Greenspan-Kredit-Orgie das gesamte globale Finanz- und Wirtschaftssystem beeinflussen wird. Einige Wirtschaftswissenschafter befürchten eine neue grosse Depression wie in den dreissiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Welt hängt heute von billigen US-Dollarkrediten ab. Steigen die Zinssätze in den USA schliesslich gezwungenermassen, werden Europa, Asien und die gesamte globale Wirtschaft dramatische Schläge erleiden, die sich von allem unterscheiden, was die Welt seit den 1930er Jahren erlebte. Schulden, die jetzt handhabbar erscheinen, werden plötzlich unbezahlbar werden. Zahlungsunfähigkeit und Bankrott werden um sich greifen, so wie dies unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Creditanstalt im Jahre 1931 der Fall war.
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Komplett...

Schaun 'mer mal. Ich bin mir nur in einem sicher: Irgendwas wird passieren ! Was, wann, wie, wo, woher.... ? Wenn ich das wüßte, hätte schon ein paar "Jünger" an meiner Seite 


OPEL/GM

Zwei Sachen dazu:

1.) Den Link hatte ich schon mal. Will ich aber aufgrund der Lage erneut bringen:

Opel-Arbeitsplätze nach Polen: Folgen eines Rüstungsdeals
2.) Andererseits sieht's bei GM so aus:
GM's debt ratings to one step above junk

GM earnings grow less than expected as pricing, Europe weigh on results

"ERST FLINT, DANN RÜSSELSHEIM - Ein Fall für Michael Moore"

284 Mrd. $ Schulden !!! Verluste der Autosparte (Nullzinzfinanzierung incl. immer länger dauernder Fristen [siehe Graphik unten], Preisnachlässe, etc.). Geld wird nur noch mit der Finanztochter verdient. Usw....

Alles ziemlich kompliziert, verdammischt.... Ich glaube jedoch nicht, das es sich in diesem Falle um Entscheidungen, rein aus möglichen Standortnachteilen (Bochum) handelt. Eher schon um ein "Zusammenspiel" beider Punkte. Das grundsätzliche Problem bleibt jedoch. 

Nebenbei, bei Ford sieht es ganz ähnlich aus:

Ford's $108 Billion of Bonds Skid to the Junkyard
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While the bond market endured the 2002 bankruptcy of phone company WorldCom Inc., which owed $41 billion to creditors, it has never seen a $100 billion-plus ``fallen angel,'' the term used for companies that lose investment-grade privileges. Ford's fall from grace, when it comes, will be quite spectacular.

(Klick !)


Nur Link:

Überschuldung: Betroffenen helfen, finanzielle Allgemeinbildung verbessern/Bundesministerinnen Renate Schmidt und Brigitte Zypries stellen Zahlen überschuldeter Haushalte vor:

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«World War IV» oder Diplomatie? - Der Irak-Krieg - nur «die zweite Szene des ersten Aktes eines Fünf-Akt-Dramas»?

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Irakischer Top-Atomspezialist im Solde der USA

Interessant in diesem Zusammenhang auch die Stellungnahme des Top-Atomspezialisten des gestürzten irakischen Diktators Saddam Hussein, Mahdi Obeidi, der seine Erfahrungen unter Saddam in der Zwischenzeit in Buchform niedergelegt hat und in den USA wohnt - als freier Mann. Er betont in einem grossen Artikel in der «IHT» vom 28. September, dass der Irak seit dem Krieg von Bush Vater keine Bedrohung mehr dargestellt habe, allerdings hätte ein Atomprogramm durch ein Fingerschnippen Saddams sofort wiederaufgenommen werden können. Und dann der interessante Link: genau so wie das heute im Iran geschehen könne.

Nicht dass Saddams Atomscherge Obeidi den USA einen Krieg gegen den Iran explizit empfehlen würde, doch meint er zum Schluss seines Artikels, er hoffe, das Beispiel des Irak möge den Menschen helfen zu verstehen, wie man mit der Gefahr der Weiterverbreitung von Nuklearwaffen am besten umgehe. Also mit Drohung und Krieg! Und was tun mit den Hunderten von hochrangigen Atomphysikern? Die müssten eine hohe Besoldung bekommen und gute Jobs an westlichen Universitäten, in Laboratorien und in der Privatwirtschaft.

Dass der Top-Atomexperte des grossen Schurken Saddam in Ehren in den USA leben kann, mag man ihm und seinen Angehörigen zwar gönnen, dennoch ist man überrascht, wie schnell die Bush-Administration aus einem Schurken wieder einen einfachen, «guten» Wissenschafter machen kann. Doch dies scheint Methode zu haben: Wurden nicht auch unzählige hochrangige Nazi-Wissenschafter von jeglichem Verbrechen freigesprochen und in den Dienst der USA genommen, selbst wenn sie als KZ-Ärzte grauenhafte Menschenversuche durchgeführt hatten? Oder gerade weil? Man lese dazu das enthüllende Buch «Deckname Artischocke» von Egmont R. Koch und Michael Wech.1
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"Irak war erst der Anfang"

taz: Herr Cirincione, müssen wir uns auf eine militärische Konfrontation der USA mit dem Iran einstellen?

Joseph Cirincione: Diese Angelegenheit entwickelt sich so ähnlich wie einst die Krise im Irak - und das nicht aus Zufall. Es gibt offensichtlich einige in der US-Regierung, die eine Anklage gegen den Iran konstruieren wollen. Aber obwohl der mit 35 Staaten besetzte Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA eindeutig will, dass Iran sein Programm stoppt, sind die dort vertretenen Staaten doch sehr vorsichtig, irgendetwas zu tun, was unilaterales Handeln durch die USA rechtfertigen könnte.

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Lesenswert !!

Was die Welt (noch) zusammenhält

Beginnen wir heute. Was die Welt heute zusammenhält ist eine Medien- und Wissenschaftsgläubigkeit, die fast alle Menschen durchdringt. Die meisten gehen einer abhängigen Tätigkeit nach, oder sie werden von anderen Menschen und Firmen fremdbestimmt (dazu zählen auch Unternehmer).

Wie kommen Menschen dazu, etwas zu für richtig, wichtig und relevant zu halten? Hier sollten wir sagen, daß nur 5 Prozent aller Nachrichten (AP, AFP, Reuters, DPA, etc.) überhaupt in Zeitungen oder im Fernsehen ihren Niederschlag finden. Selbst wenn die ganzen hundert Prozent Nachrichten verbreitet würden, fallen immer noch diejenigen heraus, die die Nachrichtenagenturen erst gar nicht anbieten und dieses Nachrichtenvolumen übersteigt bei weitem jenes, was sie den Medien verkaufen wollen. Wir bekommen demnach vielleicht 0,001 Prozent der Nachrichten, die Journalisten nämlich für wichtig erachten, zur Speise vorgesetzt. Das heißt also, führen wir als Beifahrer eine angenommene Strecke von 500 Kilometern, daß wir fünfmal für eine Millisekunde die Augen öffnen dürften. Was haben wir nach der Fahrt für einen Eindruck von der Strecke bekommen? Wahrscheinlich fast gar nichts. Leider wird diese spärliche Nachrichtenkost durch viele weitere Journalisten verwässert und verfälscht. Je nachdem, welche Gesinnung der betreffende Journalist gerade hegt, wird die Nachricht in "seinem" Medium umgeschrieben, umgedeutet und mitunter stark vereinfacht. Aus dieser Speise meinen die meisten Menschen ihre Wirklichkeitsvorstellung der Welt beziehen zu können. Mehr noch: sie glauben diese Wirklichkeitsvorstellung sei die Welt in der sie leben an und für sich. Wir wissen ja soviel.

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# 14.10.04 #

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Verschuldung der privaten Haushalte und gesamtwirtschaftliche Folgen

Im Laufe der letzten 20 Jahre ist die Verschuldung der privaten Haushalte in einer Reihe entwickelter Länder sowohl absolut als auch im Verhältnis zum Haushaltseinkommen erheblich gestiegen. Der starke Anstieg dieser Verschuldung gibt Anlass zur Sorge um ihre Tragbarkeit und – falls sie nicht tragbar ist – um die Folgen für die Stabilität des Finanzsystems.
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Verwendet man die Aktiva der Privathaushalte als Skalierungsfaktor, so steigt der Verschuldungsgrad dieses Sektors nicht annähernd so dramatisch. Grafik 2 zeigt, dass die Schuldenquoten generell um nicht mehr als 5 Prozentpunkte gestiegen sind; die Quote für Frankreich ist sogar gesunken. Dies ist zum grossen Teil auf den gleichzeitigen Anstieg der Immobilienpreise in den meisten Ländern zurückzuführen – in manchen Fällen allerdings auch auf einen Wertzuwachs der Aktienvermögen. Bei einem Verfall der Immobilienpreise würde sich der so gemessene Verschuldungsgrad der Haushalte rasch verschlechtern, da der Wert der Aktiva sinken würde, die Schuldenbelastung hingegen nicht. Deshalb muss diese Messzahl zur Prüfung der Tragbarkeit der Verschuldung der Haushalte mit Vorsicht angewandt werden.
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In manchen Ländern hat der Schuldendienst jedoch schon einen historischen Höchststand erreicht und würde weiter steigen, wenn die Hypothekenzinsen angehoben würden.
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Unabhängig davon, ob der Sektor der Haushalte „überschuldet“ ist, hat sein grösserer Fremdmittelbestand gesamtwirtschaftliche Folgen von einiger Tragweite. Hierzu zählt seine erhöhte Sensitivität gegenüber Veränderungen der Einkommen, Zinssätze und Immobilienpreise. Darüber hinaus kann sich der Prozess der Kapitalabschöpfung durch Höherbeleihung von Wohneigentum, der in den letzten Jahren ein kräftiges Wachstum des Konsums ermöglichte, in einigen Ländern umkehren.
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So haben die aggregierten Schuldendienstkennzahlen in einigen Ländern derzeit trotz des Rückgangs der Zinssätze fast die Höchstwerte der letzten 20 Jahre erreicht. 
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Die höhere aggregierte Verhältniszahl Verschuldung/Einkommen bedeutet, dass die Haushalte störanfälliger gegenüber wirtschaftlichen Schocks sein werden, und dies über längere Zeiträume als in der Vergangenheit.
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Ein makroökonomisch folgenreicher Aspekt der Mehrverschuldung der Haushalte ist die zunehmende Tendenz der Haushalte, Kapital aus ihrem Wohneigentum abzuschöpfen, um ihren Konsum oder den Erwerb anderer Vermögenswerte zu finanzieren. Dieser Prozess hat in den letzten Jahren in einigen Ländern erheblich zur Stärkung des Konsums beigetragen, insbesondere in den USA, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Australien und Irland. In den Niederlanden, wo er für einen gewissen Zeitraum ein kräftiges Wachstum ermöglicht hatte, hat sich dieser Prozess vor kurzem umgekehrt. Ein signifikanter Rückgang der Kapitalabschöpfung hat die Konjunktur in den letzten beiden Jahren erheblich geschwächt (De Nederlandsche Bank 2003).
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Zusammenfassung
Dass die Mehrverschuldung der Haushalte selbst einen negativen Schock in der Volkswirtschaft auslöst, ist unwahrscheinlich. Ihre wichtigste makroökonomische Folge wird eher in der Verstärkung von Schocks bestehen, die andere Ursachen haben, insbesondere wenn sie sich auf die Haushaltseinkommen auswirken wie vor allem ein Anstieg der Arbeitslosigkeit.
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Allerdings zeigt die Erfahrung der Niederlande, dass eine Verlangsamung oder Umkehrung dieses Prozesses als mögliche Folge einer Wachstumsschwäche der Immobilienpreise auch negative makroökonomische Wirkungen von einiger Tragweite haben kann.

Komplett...  (BIZ-Quartalsbericht, März 2004)

Für mich sind die -von mir- gefetteten Sätze ausschlaggebend. Vieles steht oder fällt mit der Bewertung/den Preisen von Immobilien und Aktien. Sollte so etwas wie in den Niederlanden, in den USA passieren, dann wirds arg eng. Weltweit ! 

Und immer dran denken: 
~~ Eine Erhöhung der Zinsen um 0,25 Basispunkten ist, bei einem Zinssatz von z.B. 6 %, nur eine Steigerung um 4,167 %. Bei einem Zinssatz von 1,25 % jedoch, entspricht das einer Steigerung von 20 % !!
~~ Die BIZ sagt zu "schwarz" nicht "schwarz", sondern "unter Umständen nicht ganz so hell" 


Vielleicht langweile ich den ein oder anderen damit. Ich persönlich finde es jedenfalls interessant, was früher so passiert ist. Im "Notfall" einfach überlesen. Ein Forenbeitrag zum Thema "damals":

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"Infolge der wirtschaftlichen Überlegenheit Italiens und später Deutschlands waren es vor allem diese Länder, wo das Naturalsystem und das damit zusammenstehende Zinsverbot am stärksten durchbrochen wurde und diese Durchbrechung systematische Formen annahm. Dort bildeten sich zuerst die Handels- und Kommanditgesellschaften, Bodmereianlehen und Pfandleihhäuser (montes), und hier blühte der Rentenverkehr.

Bei all diesen Formen ist der kapitalistische Kern und Zweck verhüllt, bis er endlich die Schale sprengte. Die mittelalterliche Gebundenheit und sittliche Motive umhüllen ihn. Es gab daher allerlei Kompromisse zwischen den veralteten Anschauungen und den neuen Bedürfnissen. So verschmolz sich im Rentenkauf das mittelalterliche Immobilienprinzip mit den neuen kapitalistischen Bedürfnissen. Der Grundbesitz kapitulierte vor der Geldmacht. Denn die Städte blühten, während Ritter und Bauern in Schulden gerieten, allerdings nur in Renten-, nicht in beliebig kündbaren Hypothekenschulden, die einer späteren Zeit vorbehalten blieben.

Nicht weniger charakteristisch sind die italienischen Leihhäuser; man hieß sie montes pietatis und stellte damit den sittlichen, wohltätigen Zweck in den Vordergrund. Es gewann den Anschein, als ob die Kapitalienaufnahme nur dazu dienen würde, den Notleidenden und Armen Geldhilfe zu verschaffen. Aber diese Hilfe konnte eben doch nicht unentgeltlich geboten werden: es mußte ein Faustpfand bestellt und unter dem Titel der Betriebskosten Zinsen von etwa 10% bezahlt werden. Das waren zwar keine Wucherzinse, die waren aber auch nicht niedriger, als der gewöhnliche Geschäftszins. Für Geldeinlagen wurden 5% bezahlt. Das Mittel der monti benutzte indessen auch der Staat, um Geldanlehen zu machen oder Steuern zum voraus erheben zu können. Anfangs waren die Bedingungen sehr liberal. In Florenz konnte nach einer Bestimmung von 1424 ein Teil des Anlehens zur Aussteuer für die Söhne und Töchter verwendet werden: wer 104 Goldgulden einzahlte, der erhielt nach 15 Jahren 1000 Gulden. Aber 1485 wurde durch Lorenzo de Medici der monte delle doti so geändert, daß nur ein Fünftel der Mitgift ausgezahlt, der Rest mit 3% verzinst wurde. Das war soviel wie Staatsbankrott."
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"Die Anfänge der Geldwirtschaft" von Georg Grupp

Aha ! Also: "Geldanlehen" des Staates (Staatsverschuldung) = Erhebung von Steuern im Voraus ! Staatsschulden sind "nach vorne" geholte, zukünftige Steuereinnahmen. Damals wie heute. So trivial das klingt, so oft sollte man sich das vergegenwärtigen!!


Bund zahlt 2005 rund 5,5 Mrd EUR für Postpensionen

HAMBURG (Dow Jones-VWD)--Die Pensionen für frühere Postbeamte kommen den Steuerzahler anscheinend immer teurer zu stehen. Wie die "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Haushaltsausschuss des Bundestages berichtet, steigen die Kosten für die 227.000 früheren Postbeschäftigten und ihre Hinterbliebenen im kommenden Jahr auf 5,5 Mrd EUR. In diesem Jahr habe sich der Bund dagegen nur mit 4,9 Mrd EUR an den Versorgungslasten beteiligen müssen. Post und Telekom tragen jährlich rund 1,5 Mrd EUR. Bis zum Auslaufen der Zahlungen 2090 werden die Steuerzahler dem Bericht zufolge noch 555 Mrd EUR für die ehemaligen Postbeamten und ihre Angehörigen aufbringen müssen. 

http://finanzen.tiscali.de/tiscali/news.htm?u=0&k=0&id=23248940

Wenn auch schon des öfteren geschehen, ich verlinke es in diesem Zusammenhang erneut: "Verhältnis Steuereinnahmen Bund zu Ausgaben für Rentenkasse, Pensionen usw."


"Vorzeigeland" Dänemark !

Nur so zur Info, weil ich die Daten anderweitig sowieso gerade gebraucht habe.

Das war mir bis gestern neu. Dänemark ist Erdölproduzent:

Erdölverbrauch (Barrel pro Tag) = 218.000
Erdölproduktion (Barrel pro Tag) = 346.200

http://www.welt-in-zahlen.de/seite_laenderinfo.php?land=D%E4nemark

Unemployment

Öffentliche Schulden Dänemark (bill. Kronen)

1996;    788,6
1997;    777,3
1998;    744,7
1999;    738,6
2000;    711,2
2001;    694,8
2002;    708,6
2003;    694,9
Jan 04;    707,8
Feb 04;    703,9
mar 04;    732,6
Apr 04;    746,2
maj 04;    734,5
Jun 04;    743,7
Jul 04;    753,8
Aug 04;    749,6
sep 04;    757,3
okt 04;    759,4

http://www.nationalbanken.dk/DNUK/Publications.nsf/side/SoS20040922TT/$file/sos20040922tt.pdf

Sieht auch nicht mehr so dolle aus !! Die Arbeitslosenzahlen gehen hoch und seit Ende des Jahres 2003 (nur acht Monate!) eine Erhöhung der Schulden um satte 7,87 % !! Offensichtlich geht’s bei denen auch wieder los, bzw. weiter !. 

Ich vermute mal ganz dreist, das die ihre eigenen Prognosen, wie bei uns, nicht halten werden:

Fiscal balance

http://www.fm.dk/1024/visPublikationesForside.asp?artikelID=6770


Geheimnisse der Unternehmenssteuern

Lorenz Jarass und Gustav M. Obermair
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Wie es zu dieser Schieflage der Staatsfinanzen kommt, analysiert nun ein Buch zweier Steuerfachleute, Lorenz Jarras und Gustav M. Obermair. Ihr Werk namens Geheimnisse der Unternehmenssteuern hat Thomas Weinert für uns gelesen:
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Hier lang...

Das eigentlich bemerkenswerte ist gar nicht mal der Artikel an sich, sondern folgendes Details. Von seiner eigenen, persönlichen Homepage dies:

Prof. Dr. Lorenz JARASS
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* 1998 - 2000 Mitglied der Kommission zur Reform der Unternehmensbesteuerung, die die Grundlagen für die deutsche Steuerreform im Zeitraum 2001 - 2005 legte.
* 2002 - 2003 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen.
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http://www.jarass.com/jarass.de/ger/dat/lebenslauf.html
Wie habe ich das denn bitte zu verstehen? Erst an dem Mist mitschuld sein, und dann über Hans Eichel herfallen? Seltsame Dinge geschehen. Oder ich kapier mal wieder was nicht !

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Teure Schnäppchen - Der geheime Preis der Billigflieger

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12,5 Millionen Euro investierte die Landesregierung in den ehemaligen Militärflughafen. Fast die gesamten Betriebskosten trägt der Kreis. Dafür aber seien hier Arbeitsplätze entstanden, sagt der Flughafenbetreiber.
 "Momentan arbeiten hier 15 Festangestellte und für die Abfertigung von Ryanair haben wir Personen eingestellt, die dann auf Geringfügigkeitsbasis hier arbeiten", erläutert Geschäftsführer Wolfram Schlegel.
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Komplett...


Zum Iran...

....möchte ich zuerst abermals auf etwas aufmerksam machen. Ist mir gerade so eingefallen:

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Iran verkauft bereits seit geraumer Zeit sein Öl nicht mehr in Dollar, sondern zum größten Teil in Euro.
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Hieraus: Syrien, Iran, Nordkorea - Wer ist als Nächster dran?

Die selben, die diese, als exemplarisch anzusehnede, Aussage vom Stapel lassen...
"Es ist eine schwierige Situation, wo ich fürchte, dass der Iran dabei sein könnte, einer gefährlichen Fehlkalkulation zu unterliegen und falsche Entscheidungen zu treffen. Das sollten wir vermeiden", warnte Fischer.

http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1356365,00.html

... drehen sich um und liefern U-Boote nach Israel .
Das Gewaltkartell - Deutsche U-Boote werden doch nach Israel geliefert

In einem Interview mit dem Handelsblatt kündigte der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck an, daß die Bundesregierung die von Israel gewünschte Lieferung von zwei Unterseebooten genehmigen werde. Für politische Bedenken, hochentwickeltes Kriegsgerät in ein explosives Krisengebiet zu liefern, bestünde kein Anlaß, will der SPD-Minister wissen, da die U-Boote nur zum Küstenschutz gedacht seien. Welcher Verwendung sie tatsächlich zugeführt werden, dürfte freilich außerhalb der Entscheidungsgewalt der deutschen Bundesregierung liegen. Die Israelis werden es sich auch nicht nehmen lassen, ihre Fähigkeit, diese Unterseeboote zum nuklearen Gebrauch umzurüsten, zur Anwendung zu bringen.

Israel ist eine gewaltige Nuklearmacht. Es ist dies unter Mißachtung internationaler Vereinbarungen, vor allem des Atomwaffensperrvertrages, also des Vertrages über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen, geworden. Auch andere Länder, wie Indien und Pakistan, haben sich zum Club der Nuklearstaaten kraft eigener Ermächtigung Zutritt verschafft. Doch kein Land tat dies mit einer solch dreisten Selbstverständlichkeit wie Israel, das die Ausübung eines Gewaltmonopols über seine Nachbarstaaten als ein "angeborenes", internationalen Regelungen enthobenes Recht betrachtet. Denn Israel hat das Völkerrecht als positives Recht nie wirklich anerkannt und es immer in einem Gegensatz zu seinen spezifischen Existenzbedingungen wahrgenommen. In seiner Selbstgerechtigkeit zählt es sich auch noch zu jener obersten Kontrollinstanz, in deren Ermessen es liegt, welche Länder über Atomwaffen verfügen dürfen und welche nicht. Das einzige Nahostland, das eine atomare Bedrohung für seine Nachbarn darstellt, droht nun dem Iran mit Maßnahmen zur Beendigung seines - nach der Versicherung Teherans zu friedlichen Nutzung bestimmten - Atomprogramms. Wie das geht, hat der israelische Staat 1981 mit der Bombardierung eines irakischen Atomreaktors vorgeführt.

Das Aufziehen einer Drohkulisse gegenüber dem Iran erfolgt in Kampagneneinheit mit den USA, die im UN-Sicherheitsrat eine Verurteilung Teherans erwirken wollen. Wie schon bei der "Vernichtung" nichtexistenter Massenvernichtungswaffen im Irak soll nun die Menschheit erneut vor einer tödlichen, vom iranischen Atomprogramm ausgehenden Bedrohung gerettet werden. Die Bushisten erhoffen von einer weiteren Eskalation in Nahost, von ihrem Versagen im Irak ablenken zu können. Bush wird Scharon immer ähnlicher - und umgekehrt. Und Deutschland, das sich unter Schröder als Friedensmacht darzustellen beliebt, steht dem Duo Infernale zu Diensten. 

http://www.jungewelt.de/2004/09-10/002.php

Kommt das nur mir so vor, oder ist das tatsächlich doppelmoralisch ? Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte Craig Unger hat recht, wenn er sagt:
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Ich fürchte, daß der Iran als nächstes dran sein wird. Die amerikanischen Flugzeuge haben schon den Luftraum eingenommen. Wenn man beachtet, was die Neokonservativen sagen,  zu denen Bush nicht gehört, die aber innerhalb seiner Regierung eine Machtstellung einnehmen, erhalten sie die Illusion aufrecht, daß sie den Nahen Osten in der Art und Weise demokratisieren können, wie dies in Westdeutschland nach 1945 geschah.
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Hieraus...

 
# 11.10.04 #

Heute gibt's reichlich  !!


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Also, ich will wirklich nicht in Panik machen, aber zum Thema "damals und heute" ergeben sich einfach immer wieder, wahrlich unlustige, Parallelen ! Ignorieren bringt einfach nichts ! Wobei ich mich hier weitestgehend auf den wirtschaftlichen Aspekt beschränke. Den Rest könnt ihr bei Bedarf ja in der Quelle (unten) nachschauen:

Fettungen durch mich !

BRD-1929 ff, Chronik

1929

* 15. 1. Die Arbeitslosenzahl in Deutschland übersteigt die Zwei-Millionen-Grenze.
* 28. 2. Die Zahl der in Deutschland registrierten Arbeitslosen ist auf 3,2 Millionen gestiegen. 
* 12. 5. Bei den Landtagswahlen in Sachsen gewinnen die Nationalsozialisten fünf von 96 Sitzen.
* 26. 9. Im bisher größten Bankenzusammenschluß fusionieren die Deutsche Bank und die Disconto-Gesellschaft. Man erhofft sich Rationalisierungseffekte.
* 25. 10. Der "Schwarze Freitag" an der New-Yorker Börse leitet die Weltwirtschaftskrise ein. Der Crash an der Wallstreet hat vor allem für die deutsche Wirtschaft gravierende Folgen. Die kurzfristigen Auslandskredite werden aus Deutschland zurückgezogen. Die Konkurse häufen sich, Arbeitslosenzahl und die Kurzarbeit steigen sprunghaft an.
* 14. 12. Die Regierung erhält im Reichstag nur eine knappe Mehrheit für ein Finanzprogramm zur Überbrückung des Haushaltsdefizits. Das Defizit entstand vor allem durch Zahlungen an die "Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung".
* 21. 12. Der Reichstag verabschiedet ein Sofortprogramm zur Beilegung der Finanzkrise. Es beinhaltet auch eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und der Tabaksteuer.

1930

* 13. 2. Gründung des "Reichsverbands der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften - Raiffeisen e.V." in Berlin. Der Verband will die notleidende Landwirtschaft unterstützen.
* 27. 3. Rücktritt der Reichsregierung unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD). Während die DVP auf Leistungsminderung der Arbeitslosenversicherung bestand, beharrte die SPD auf ihrer Forderung nach weiteren Beitragserhöhungen und Solidarzahlungen des Reichs.
* 22. 6. Bei den Landtagswahlen in Sachsen wird die NSDAP mit 14 Sitzen zweitstärkste Fraktion hinter der SPD mit 33 Sitzen.
* 16. 7. Der Reichstag lehnt mit den Stimmen von KPD, SPD, DNVP und NSDAP die von der Reichsregierung eingebrachte Vorlage zur Deckung des Defizits des Reichshaushalts ab. Die Staatsausgaben sollten gekürzt, die Steuern erhöht werden. Reichspräsident Hindenburg wandelt daraufhin mit dem Artikel 48 der Reichsverfassung erstmals einen vom Reichstag abgelehnten Gesetzentwurf in eine Notverordnung um.
* 1. 9. Die Reichsregierung erhebt eine "Reichshilfe zur finanziellen Sanierung der Arbeitslosenversicherung": Alle festangestellten Arbeitnehmer müssen bis Ende März 1931 2,5 Prozent ihres Gehalts abführen.Wegen der sprunghaft gestiegenen Arbeitslosenzahl verfügt die Arbeitslosenversicherung bereits seit Winter 1929 nicht mehr über ausreichende Mittel. Das Statistische Reichsamt gibt bekannt, daß die Spareinlagen der Deutschen mit rund zehn Milliarden Reichsmark den höchsten Stand seit 1923 erlangt haben. Damit ist der Vorkriegsstand noch lange nicht erreicht.
* 29. 12. Die Tarifgespräche im Ruhrbergbau scheitern. Der Zechenverband des Ruhrbergbaus kündigt daraufhin am 1. Januar 1931 295.000 Bergarbeitern zum 15. Januar 1931. 
* Ende 1930: Als erstes wird der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung auf 4,5 Prozent angehoben und eine Zwangsgebühr für Krankenscheine sowie eine Beteiligung an den Arzneimittelkosten eingeführt. [Quelle dieses Punktes]

1931

* 1. 1. Nach gescheiterten Tarifverhandlungen kündigt der Zechenverband 295.00 Arbeitern zum 15. Januar.
* 10. 1. Im Tarifkonflikt im Ruhrbergbau beschließt eine Schlichtungskommission mit Zustimmung der Regierung eine sechsprozentige Lohnkürzung, zugleich aber die Rücknahme der Massenkündigungen.
* 12. 3. Der Reichstag billigt eine neue Kraftfahrzeugsteuer. Sie sieht für Pkw mit Verbrennungsmotoren eine jährliche Steuer von 12 Reichsmark pro 100 Kubikzentimeter Hubraum vor.
* 15. 3. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland beträgt fast fünf Millionen. Nur die Hälfte von ihnen ist durch die Arbeitslosenversicherung abgesichert. 19 Prozent erhalten Mittel aus der Krisenunterstützung, der Rest ist auf die Wohlfahrt angewiesen. Die wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der Weltwirtschaftskrise erzeugen eine allgemeine Katastrophenstimmung und bringen den radikalen Parteien Zulauf.
* 5. 6. Reichspräsident Hindenburg erläßt die Notverordnung "Zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen", die weitreichende Sparmaßnahmen vorsieht.
* 11. 6. In mehreren Städten veranstaltet die KPD Kundgebungen und "Hungermärsche". Sie will damit auf die Arbeitslosigkeit hinweisen und Arbeitslose mobilisieren.
* 13. 7. Zusammenbruch des drittgrößten Geldinstituts des Deutschen Reichs, der Darmstädter und Nationalbank (Danat-Bank) aufgrund des Abzugs ausländischer Kredite.
* 3. 8. Der dem Deutschen Reich im Juni gewährte Finanzkredit wird um drei Monate verlängert. 
  Der "freiwillige Arbeitsdienst" wird durch eine Verordnung von Reichsarbeitsminister Adam Stegerwald (1874-1945) zur öffentlichen Einrichtung. Arbeitslose können nun zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen werden.
* 24. 8. Infolge der internationalen Schuldenverflechtung schlägt die deutsche Finanzkrise auf Großbritannien durch.
* 7. 9. Die Reichsregierung diskutiert erstmals über Siedlungen für Arbeitslose. Land im Besitz der öffentlichen Hand soll zur Bebauung freigegeben werden. Die Siedler sollen überwiegend "Selbstversorger" werden.
* 1. 10. Die Höchstdauer der Arbeitslosenunterstützung wird von 26 auf 20 Wochen gekürzt.
* 6. 10. Reichspräsident Hindenburg erläßt eine weitere Notverordnung zur "Sicherung von Wirtschaft und Finanzen" sowie zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen: Rentenbezüge werden gesenkt, und ein Nothaushalt für das zweite Quartal 1932 wird aufgestellt
* 21. 10. Auf Initiative des Reichspräsidenten wird in Berlin der Reichswirtschaftsbeirat gebildet. Er besteht aus 25 Vertretern des Handels, der Schiffahrt und der Industrie.
* 31. 12. Die Arbeitslosenzahl erreicht die Höhe von 5,6 Millionen. 

1932

* 27. 1. Vor dem Düsseldorfer Industrieclub erklärt Adolf Hitler (NSDAP), die Überwindung des parlamentarischen Systems sei die wichtigste Voraussetzung zur Beseitigung der wirtschaftlichen Krise. Die Mehrheit der anwesenden Wirtschaftsführer nimmt die Rede mit Zustimmung auf.
* 15. 2. Nach Angaben des Reichsarbeitsministeriums sind in Deutschland 6,127 Millionen Menschen arbeitslos. Jeder dritte Arbeitnehmer ist ohne Beschäftigung. Die katastrophale wirtschaftliche Lage der meisten Arbeitslosen und Kurzarbeiter führt zu zunehmender Unzufriedenheit mit der Republik.
* 15. 4. Die Reichsregierung billigt eine weitere Million Reichsmark für mehrere Arbeitsbeschaffungsprogramme. Die Gesamthöhe der Summe, mit der die Regierung für den "freiwilligen Arbeitsdienst" aufkommt, beträgt im Juli 55 Millionen Reichsmark. 66.000 Arbeitslose werden für durchschnittlich 2 RM pro Tag beschäftigt. Die von Staat und Gemeinden gewährte Arbeitslosenunterstützung beträgt 1,80 RM pro Tag.

usw.... Hieraus...

Jede Zeit hat natürlich ihre eigenen Variationen. Reparationszahlungen haben wir heute keine. Dafür andere Faktoren (Nettozahlungen an die EU, Schuldenstreichung des Irak und Rußland, usw.). Letzlich spielt es aber auch kaum eine Rolle, was die Ursachen sind. Ich wollte nur aufzeigen, daß die "Problemlösungen" von damals, jedenfalls zum Teil, identisch mit den heutigen sind. Was für Aussichten..... 

Noch mehr ! Ergänzend zum "Fuggerbeitrag" vom Vortag und -indirekt- obigem, habe ich noch was gefunden:

"Wirtschaft und Politik - Damals und Heute"

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Obwohl Jakob dafür bekannt war, nie ein Geschäft zu riskieren, das keinen ausreichenden Gewinn versprach, reichten doch die selbstverdienten Erträge bei weitem nicht aus, die stürmische Expansion des Unternehmens zu finanzieren. Das Eigenkapital betrug 1509 nur etwas ein Zehntel des Umsatzes. Ein solches Missverhältnis war damals lebensgefährlich.

Heute ranken sich die Gerüchte einerseits um die Hypotheken-Giganten der USA, Fannie Mae und Freddie Mac und andererseits um J.P. Morgan, welche in riesige Derivat-Spekulationen im Zinsen- und Edelmetallbereich involviert sein soll. Aber auch die Hilfe für japanische und deutsche Banken durch staatliche Finanzinstitute (Bad Bank) zeigen Aehnlichkeiten zu damaligen Verhältnissen auf.
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Komplett...


Meine Fresse ! Das fährt an die Wand ! 

Schwankungsreserve und verfügbare Liquidität der Rentenversicherung

Und HIER detailierter / umfangreicher ! Vor allem der Punkt "Die Zusammensetzung der Schwankungsreserve", weiter unten auf der Seite, wird immer "kniffliger". Wenn es an Zeile 2.) in der dortigen Tabelle geht, geht's an's Eingemachte ! Im Moment werden gerade die Zeilen 7.), und wohl auch 8.), "abgearbeitet" ! ==> "Immobilien-Milliarden stopfen Löcher der Rentenkassen"


Forex - Tageskommentar von Folker Hellmeyer, Chefanalyst Bremer Landesbank

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Wenden wir uns damit dem Berichtsmonat September zu. Zunächst eine kurze Rückschau auf den Monat August: „Nonfarm-Payrolls“ legten um 144.000 zu und verfehlten damit die Marke von 200.000 neu geschaffenen Stellen nachhaltig, die für eine neutrale Lage am US-Arbeitsmarkt erforderlich sind. Von diesen 144.000 Jobs resultierten 120.000 Jobs aus dem „CES Net Birth/Death Model“, das eine rein statistische Annahme ist. Mit anderen Worten entstammen nur 24.000 neue Jobs aus den Umfragen (Establishment Survey) und den daraufhin vorgenommenen Extrapolationen.
.....
Die Anzahl der Massenentlassungen stieg von 74.000 im August um 45 % auf knapp 108.000.
.....
Komplett...


Nur mal so:

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The global market for foreign exchange continues to set the pace for the financial service industry. The industry barometer, a triennial survey of the FX market indicates a 57% increase (at current exchange rates) in the three year period ended April 2004.  Daily FX turnover rose from $1.2 trillion in 2001 to $1.88 trillion in 2004. 
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http://www.saxobank.com/?id=481&Lan=DE&Au=2&Grp=6&NID=142

Das tägliche Handelsvolumen auf den Währungsmärkten beträgt inzwischen 1.880.000.000.000, d. h. 1,88 Billionen (umgerechnet in US-Dollar), vor drei Jahren waren es noch 1,2 Billionen. 

Wenn die Handelsware in zunehmendem Maße das Geld selbst ist, anstatt mit dem Geld Waren zu handeln, dann kann da was nicht stimmen !

Nicht mehr so ganz taufrisch, aber zur grundsätzlichen Einschätzung trotzdem ganz hilfreich, eine Graphik.

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß sich das verselbständigt hat ! 


Nur kurz:

Na, die werden doch wohl nicht... Die sollen gefälligst weiter "reinhauen"...

Consumer credit decreased at a seasonally adjusted annual rate of about 1-1/2 percent in August, following a 6-1/2 percent increase in July.  Revolving credit fell 5-1/2 percent while nonrevolving credit edged up.

Hier lang...


Nur Link:

Haushaltslage der Gemeinden und Gemeindeverbände (Rechnungshof RP)

Platzt die Blase? - Immobilien: Tödliche Kombination

!! P O L I T I K !!

Krieg nach Gottes Willen?

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Immer wieder gehen die Bilder vom »Ground Zero« in New York, wo einmal die Twin Towers standen, um die Erde. Es war ein wüstes Verbrechen, kein Zweifel, und die Erschütterung darüber hat ihr Recht. Doch wer von uns weiß, dass bis auf diesen Tag kein Foto von dem »Ground Zero« in Hiroshima oder Nagasaki in einer offiziellen Ausstellung in den USA gezeigt werden durfte? Als das Smithonian Institute in Washington 1995, fünfzig Jahre nach dem verhängnisvollen Abwurf der Atombomben auf diese beiden japanischen Städte, darüber eine umfassende Ausstellung veranstalten wollte, setzten sich Veteranenverbände und konservative Politiker solange zur Wehr, bis der Plan aufgegeben wurde.
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Dieser biblizistische Glaube vereinfacht die Welt und ihre Probleme. Wir dürfen nicht übersehen, dass in eben diesen Kreisen zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Ausdruck »Fundamentalismus« gebildet wurde. Angesichts der liberalen Bibelkritik mit ihren radikalen Infragestellungen, angesichts der verstörenden wissenschaftlichen Entdeckungen, der multikulturellen Verunsicherungen und konkurrierenden Weltanschauungen war es für einen gläubigen Menschen außerordentlich verlockend, sich auf einige wenige fundamentale Wahrheiten zurückziehen zu können. Deshalb hat Fundamentalismus stets mit einer Reduktion von Komplexität zu tun. Es wird alles ganz einfach. Diese Fundamentalisten sagen von sich, sie seien »bibeltreu«. Sie sind es aber nicht; denn sie wählen nur bestimmte Texte aus, die in ihr Weltbild passen. Sie vereinfachen auch das biblische Zeugnis. 
.....
Präsident Bush hat sich wiederholt als ein »born-again Christian«, als ein wiedergeborener Christ, bezeichnet. Er eröffnet seine Sitzungen im Weißen Haus mit Schriftlesung und Gebet und versteht sein politisches Amt als eine Aufgabe, die ihm Gott gegeben hat. Der spirituelle Kontext, in dem er sich bewegt, das sind eben die konservativ-fundamentalistischen Kreise des amerikanischen »Bible belt«. Die 40 oder 50 Millionen LeserInnen von »Left Behind« bilden seine Welt und Gefolgschaft. Sie unterstützen seine Mission.5
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Komplett...

Ganz interessanter Text. Wie so oft reichlich lang, aber eben recht interessant. Und, für mich persönlich, gleichzeitig ziemlich erschreckend !! Behaupten nicht fast alle Despoten/Diktatoren usw. von Gott gesand zu sein ?


Die einzige Wachstumsindustrie Amerikas sind die Gefängnisse

Anlässlich des Literaturfestivals ist der amerikanische Schriftsteller und Bush-Kritiker Gore Vidal zu Gast in Berlin
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Sie sagen, in Amerika gäbe es nur eine Partei, mit zwei rechten Flügeln - den Republikanern und den Demokraten. Welcher Flügel wird die Wahl gewinnen?

Die größte Story in diesem Jahr, merken Sie sich meine Worte: Drei Firmen produzieren Wahlgeräte, auf Computerbasis. Man berührt einen Bildschirm, und man hat Bush oder Kerry gewählt, elektronisch. In Wirklichkeit aber hat man nicht gewählt. Diejenigen, die für die Elektronik verantwortlich sind, können die Wahl ändern. Es gibt da keine Aufzeichnung, man kann nicht das Gerät öffnen und sagen, der Wähler morgens um 9.10 Uhr war definitiv für Kerry. Es gibt keine Papierspur, wie sie es nennen. Das wird die größte Story des Wahljahres. Die Hölle wird losbrechen. Ich denke, Kerry wird die Wahl gewinnen, und Bush wird als Präsident vereidigt. So wie Gore 2000 die Wahl gewann und Bush vereidigt wurde, weil der Supreme Court auf seiner Seite war. 
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Komplett...

Falls noch nicht mitbekommen, genaueres zur Sache "Wahlmachinen" findet ihr in den "Big Brother News". ! HIER !


Seymour Hersh im Interview / "Das Rätsel bleibt, wie Verrückte die Regierung übernehmen konnten"

Der beste investigative Reporter der Welt über die Neokonservativen um US-Präsident Bush, die Folterer von Abu Graib und den neuen irakischen Staatschef. 

Hier lang...


 
# 07.10.04 #

!! Neues vom "Big Brother" !!


!! Z W I T T E R T H E M A !!     |   !! P O L I T I K !!

Geschichte/Heute: Parallelen vorhanden ?

Beispiel: "Fuggerzeit", 15./16 Jahrhunderts. (Quelle: "Jacob Fugger der Reiche")

Möglicherweise, für den ein oder anderen, ein bißchen viel zu lesen. Aber nur so werden die Parallelen deutlich ! 
Fettungen durch mich !

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1479 
Erzbischof Melchior von Meckau hinterlegt eine geheime Einlage von 100.000 Gulden beim Bankhaus Fugger. Das Geld stammt offensichtlich aus Quellen, die der Kirchenfürst vor der Kurie in Rom verbergen wollte. Dieses Geld – und auch viele andere Einlagen von Schwarz- Geld-Sündern – bilden das Grundkapital des Unternehmens.
.....

1484 
Erster Kredit an Herzog Sigismund Habsburg von Tirol. Als Gegenleistung erhalten die Fugger eine Silbermine in den Alpen. Mit jeder Silbermine, die Sigismund als Sicherheit hinterlegen muss, sinken seine Einnahmen. Damit benötigt er dann um so schneller einen neuen Kredit. Dies ist der Beginn eines Teufelskreises, der den Fürsten immer mehr in die Schulden treibt und Jacob Fugger nach Jahren schließlich ein Monopol auf die Tiroler Bergwerke einbringt.
.....

1493 
Maximilian I. wird deutscher Kaiser. Jacob hat die Wahl mit 400.000 Gulden unterstützt und praktisch den gesamten deutschen Adel bestochen.
Der Fugger ist für den neuen Kaiser nicht nur Finanzier, sondern auch Freund und Berater.

1498
Vasco da Gama umrundet zum ersten Mal das Kap der Guten Hoffnung und sichert damit für Portugal den Seeweg nach Indien und Mozambique. In den folgenden Jahrzehnten etabliert sich Lissabon nach Venedig immer mehr zum wichtigsten Umschlagplatz für Waren aus exotischen Ländern. Ein Großteil des europäischen Gewürzhandels wird über die Flotte der Portugiesen abgewickelt. Die Familie Fugger knüpft sehr früh Kontakte nach Portugal und baut in Lissabon eine große Niederlassung auf. [Globalisierung läßt grüßen !]
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1504 
Jacob Fugger leiht Maximilian 100.000 Gulden und erhält im Gegenzug alle Minen und Kupferbetriebe in Tirol.
.....

1507 
Jacob Fugger erhält zum ersten Mal eine Grafschaft als Gegenleistung für ein Darlehen von Maximilian I. Die Fugger sind von diesem Zeitpunkt nun auch Feudalherren und erweitern ihre Besitzungen dramatisch.
.....

1509 
Durch den Tod des Kardinals Meckau droht dem Unternehmen eine große Gefahr. Das Eigenkapital Der Augsburger betrug zu diesem Zeitpunkt nur rund 200.000 Gulden. Dies war angesichts des weit mehr als zehnmal so hohen Umsatzes nur ein auch nach heutigen Maßstäben nur recht geringer Anteil.8
.....
Jacob Fugger setzte sich schließlich im August 1509 mit einem Vertreter Maximilians und dem neuen Fürstbischof von Brixen, Christoph von Schrofenstein, wegen des Meckau-Erbes an einen Tisch. In einem Verhandlungsmarathon einigte man sich schließlich auf einen Kompromiss. Der Kaiser erhielt einen Restposten Wolldecken für seine Soldaten sowie die Abtretung eines unsicheren Schuldscheins über 26.200 Dukaten, die der Papst dem Bankhaus Fugger angeblich schuldig sei. Der neue Bischof erhielt eine größere Geldsumme. Allerdings musste er sich zur unbefristeten Anlage dieses Geldes bei den Fuggern verpflichten. Die Gefahr für das Unternehmen war mit diesem geradezu unglaublichen Schachzug erledigt und das Eigenkapitalproblem überraschend und nachhaltig gelöst.
.....

1511 
.....
Die Firma hat inzwischen Niederlassungen in allen Großstädten Europas. Sie kontrolliert den Gewürzhandel des Deutschen Reiches mit Portugal.

Das Unternehmen ist der „erste multinationale Konzern“ mit drei wesentlichen Geschäftsfeldern: 

- Bankgeschäfte
- Handel
- Bergbau und Veredelung
.....

1515 
Jacob Fugger erhält das Monopol auf den Verkauf von Ablässen im Deutschen Reich. Die Hälfte der Einnahmen verbleibt als Provision in seiner Kasse. Die verbleibenden Erlöse überweist er an den Pabst, der mit den Ablässen den Neubau des Petersdomes finanzieren möchte.
.....

1517 
Martin Luther schlägt am 15. Oktober seine 95 Thesen in Wittenberg an. Vor allem kritisiert er den schändlichen Ablasshandel und den Zinswucher. Ein Zitat des Mönches zielt direkt gegen den Augsburger Magnaten:

„Wie ist’s möglich, daß es sollt göttlich und recht zugehen, daß bei einem Menschen [=Fugger] sollten auf einem Haufen so große königliche Güter gebracht werden? Ich weiß die Rechnung nicht, wie man mit hundert Gulden mag des Jahres erwerben zwanzig, ja ein Gulden den anderen... Denn Geld ist eine unfruchtbare Ware, trägt und heckt nicht wieder Geld, da mans gleich säet, wie Getreide tut, das kann man nicht verkaufen durch meine Geschicklichkeit. Darum sind die jetzigen Händel mit dem Gelde unrecht und wider Gott, die Land und Leute verderben und aussaugen... Man müßte wirklich diesem Fugger und dergleichen Gesellschaft einen Zaum ins Maul legen“14.
.....

1518
In der „Neuen Welt“ beginnt die systematische Eroberung des südamerikanischen Kontinents. Spanische Heerführer wie Diego de Velázquez, Francisco Pizarro, Hernán Cortés oder Diego Colón unterwerfen die Ureinwohner während der so genannten Conquista mit nur einigen Hundert Soldaten. [Globalisierung ? Oder auch DAS hier !]
.....

1519 
Maximilian I. stirbt am 12. Januar 1519 ohne eine Regelung seiner Nachfolge.
.....
Fugger entscheidet sich nach langem Überlegen für Karl und schlägt ein lukratives Angebot des Franzosen aus. Er besticht wieder mit insgesamt 825.000 Gulden den gesamten deutschen Hochadel. Der spanische König wird schließlich gewählt und unter dem Namen Karl V. Kaiser des Deutschen Reiches.
.....
Die Fugger befinden sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Als Bankiers des Kaisers haben sie in ganz Europa eine Vormachtstellung erreicht. Sie beteiligen sich am Aufbau der spanischen Kolonien und haben so großen Anteil an den Reichtümern, die aus Übersee nach Spanien fließen.
.....
Zwischen Karl und Jacob wird es nie die enge Freundschaft gegen, die zuvor Kaiser und Bankier unter Maximilian verbunden hat. Beide kennen sich zu Beginn der Regentschaft nur flüchtig. Die hohen Ausgaben Karls und das Finanzgenie Jacobs sorgen jedoch dafür, dass beide über Schuldscheine und gegenseitige Verträge eng zusammen geschweißt werden.
.....

1523 
Das Augsburger Machtzentrum gerät zunehmend in Bedrängnis: die deutschen Fürsten wollen das Finanzimperium Fugger sprengen. Der Begriff „Monopol“ ist in aller Munde. Sie verlangen ein Gesetz, dass es Banken verbietet mehr als 50.000 Gulden zu verleihen und mehr als drei Filialen im Reich zu unterhalten. Dies wäre der Bankrott von Fuggers Imperium gewesen. Karl interveniert und verbietet dieses Ansinnen. Jacob hatte ihn darauf hingewiesen, dass er bei einer Zerschlagung des Bankhauses mit keinen weiteren Krediten rechnen könnte. Der Staatshaushalt Karls war zu diesem Zeitpunkt bereits fast völlig von ständig neuen Krediten aus Augsburg abhängig. Im Konflikt mit den deutschen Fürsten war dies für Jacob ein Vorteil. Immer mehr entwickelte sich jedoch die klamme Finanzsituation des Habsburgers zum Problem. Karl konnte den Fuggern kaum noch etwas bieten. Fast alle wertvollen Sicherheiten (Ländereien, Minen, Handelsrechte, usw.) waren bereits im Besitz der Augsburger. Der Kapitalbedarf des Kaisers war dennoch unersättlich...
.....

1524 und 1525
Die wachsende Unzufriedenheit im Reich führt zum Aufstand der Bauern und der Bergarbeiter zunächst in Tirol und dann im gesamten Land.
.....
Jacob Fugger ist als Repräsentant der Geldwirtschaft und als Großgrundbesitzer doppelt betroffen17. Der Aufstand richtete sich auch direkt gegen den reichen Augsburger, da die Bauern in ihm das Symbol der Ausbeutung sahen18. 

Fugger lässt die Revolte durch Soldaten des Kaisers in seinen Besitzungen und Minen blutig niederschlagen. Unter Erzherzog Ferdinand beginnt im Herbst 1524 ein groß angelegter Feldzug, der schließlich zum Bauernkrieg eskaliert.
.....

Das soll reichen. Der Rest ist allerdings durchaus auch einen Blick wert ! 

Ist irgendwas davon heute wiederzufinden ? Nun, lese ich mir diesen, nebenbei gesagt in vielen Punkten recht zutreffenden, Artikel durch..."Humanwirtschaft - Ausweg aus der Krise"...und lege gleichzeitig obigen Text zugrunde, dann könnte der heutige auch ohne weiteres von einem Zeitgenossen Fuggers von vor 500 Jahren stammen. Klar, das ist alles nicht eins zu eins übertragbar. Aber wirklich neu ist der ganze Krempel, der heute so vor sich geht, auch nicht.

Zu den eben zitierten drei letzten Absätzen (1542 und 1525), kommt folgender Link in Frage: 

"Umfrage: Wie sieht's aus, Deutschland?

Mehr als 1800 GEO.de-Leser beteiligten sich an unserer großen Umfrage zur (Gemüts-)Lage der Nation 
.....
Frage 9: Wenn Sie an Ihre Zukunft denken: Welche der genannten Punkte bereiten Ihnen Sorgen?

 Arbeitslosigkeit  1168  64.1%
 Krankheit  786  43.1% 
 Probleme in der Familie  347  19.0% 
 Terroranschläge  457  25.1% 
 persönliche Finanzprobleme  800  43.9% 
 Krieg  366  20.1% 
 soziale Konflikte in Deutschland  1187  65.1% 
 Ausländerproblematik  531  29.1% 
 keiner der genannten Punkte  69  3.8% 

Komplett...

Offensichtlich und leider Gottes, scheint der Ablauf ein menschliches Axiom zu sein. Wir können nämlich auch noch weiter zurückblicken. Beispiel:
.....
Als Mitkonsul steht ihm Marcus Licinius Crassus zur Seite – der reichste Mann des römischen Reichs über- haupt: kurz vor seinem Tod beträgt sein Vermögen 170 Mio. Sesterzen, mehrere hundert Millionen Mark. Durch geschickte und geglückte Spekulation ist es ihm gelungen, ererbten Reichtum beharrlich zu vermehren. Gerissen ist er als Bankier, großzügig als Geldgeber; halb Rom ist bei ihm verschuldet, Bestechungsgelder stammen fast immer aus seiner Schatulle.
.....
http://www.duerrholz.de/latein-welt/geschichte/republik/triumvirat.html
Dottore bringt es immer so "schön" auf den Punkt:
.....
Dass diese Abfolge keine geradlinige Sequenz sein konnte, sondern "krisenhaft" verlief, versteht sich von selbst, da Macht, Gewalt und Zwang zwar eine Konstante in sich darstellen, aber in ihren jeweiligen konkreten Ausformungen höchst schwankend abliefen, worüber die Machtgeschichte (Kriege, "Staatsformen", Revolutionen, usw.) höchst beredt Auskunft gibt.

Machtkrisen sind letztlich immer Machtmonopol-, d.h. Abgabenkrisen, die ihrerseits dann über
"Geldkrisen" automatisch in "Wirtschaftskrisen" und von dort aus wiederum in weitere Staats- und
Machtkrisen münden.

Eine Stabilisierung des Prozesses ist heute weniger denn je in Sicht. Eine Machtbeseitigung ist nicht vorstellbar, Machtwechsel sind es durchaus, die indes nach kurzer Zeit jedoch wieder in dem selben um die Machtkonstante herum schwankenden Prozess münden.
..... 
Mal wieder Hieraus...(Seite 31)

Ein schönes englisches Sprichwort sagt: »Wenn ich dir zehn Pfund schulde, habe ich ein Problem. Wenn ich dir tausend Pfund schulde, hast du das Problem.«

Ich füge hinzu: »Wenn der eine dem anderen 100000 Pfund schuldet, haben beide ein Problem.«

Besser kann man die wechselseitige Abhängigkeit der "Machtklumpen" kaum beschreiben. "Macht 1", die Geldgeber (primär Banken und Großkonzerne, Großkonzerne über den Umweg der Masse der Arbeitnehmer als Steuerzahler), und "Macht 2", dem Geldnehmer, dem Staat. "Macht 1" & "Macht 2" versuchen gerade, die allseits zu sehenden Probleme zu lösen. Böswillig wie ich bin, vermute ich mal, daß dies, so lange wie irgend möglich, nicht mit Machtverlust einher gehen wird/soll. Diesbzgl. haben wir noch einige Winkelzüge zu erwarten !! Wie heißt es doch so treffend: "Erwartet das unerwartete !"


Unternehmen droht Pleitenrekord

München (AP) In der deutschen Wirtschaft droht in diesem Jahr ein Pleitenrekord, obwohl die Konjunktur langsam anzieht. Im Gesamtjahr sei mit 39.000 bis 41.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen, sagte Helmut Rödl von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag in München. 2003 gingen 39.470 Firmen pleite, davon hatten die meisten nicht mehr als 5 Beschäftigte. Im Mittelstand liefen die Geschäfte laut einer Studie zuletzt besser, der Stellenabbau verlangsamte sich. Allerdings misstrauen die Betriebe dem leichten Aufschwung.

"An der Pleitenfront gibt es für 2004 noch keine Entwarnung", sagte Creditreform-Vorstandsmitglied Rödl. Von den Insolvenzen seien rund 600.000 Arbeitsplätze bedroht. Gemeinsam mit den Verbraucherinsolvenzen sei mit 110.000 bis 115.000 Fällen zu rechnen, nach rund 100.000 im Vorjahr.

Komplett...


Nur Link:

Immobilienfonds - Deka nur die Spitze des Eisberges

!! P O L I T I K !!

Holbrooke und andere Kriegsgewinnler

.....
Holbrooke war nicht nur Mr.Clintons und Mrs.Albrights Geheimwaffe bei den "Verhandlungen" mit Milosevic, d.h. er führte diese Gespräche so, daß es freie Bahn für den Krieg gab. Holbrooke ist auch Stellvertretender Vorstandschef der Investmentbank Credit Suisse Boston. Deren Job wiederum war es, die kroatische Telecom zu privatisieren. Und Telecom Croatia wiederum strebt inzwischen danach, den ganzen Balkan zu vernetzen bzw. mit Elektrosmog für Handys zu überziehen.

Übrigens: Holbrooke kassiert in seiner Funktion als Vizeboss der erwähnten Investmentbank laut dem New Yorker Blatt Village Voice pro Jahr 1,153 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus verbuchte er allein 1998 Einnahmen von 370.000 Dollar mit seinen Vorträgen, vor allem zum Thema "US-Politik auf dem Balkan". Diese "Nebeneinkünfte" liegen um ein Vielfaches über dem Salär, das die Clinton-Administration ihm für seinen Regierungsjob bezahlt. Ein überzeugender neutraler "Friedensvermittler", der vor allem als Kriegsgewinnler verdient! Village Voice schreibt dazu sarkastisch: "Doch Holbrooke behauptet, er übe diese Jobs nur als Privatmann aus."

Komplett...

Ich will ausdrücklich darauf hinweisen, daß das aus 1999 stammt. Ist aber ein weiteres Beispiel, für...
1.) immer wieder zu erkennende persönliche "Interessen" an gewissen Entwicklungen 
und
2.) für die "Machklumpenbildung" a lá Fugger (siehe oben).

Zudem, ist ja nicht so, daß das heute anders wäre, wie wir sehen....

A Handy Guide to Halliburton for the VP Debate

.....
Directory of information:

1) Conflict of interest: Cheney continues to receive income from Halliburton
2) Cheney’s involvement in awarding no-bid contract to Halliburton
3) Iraq contracts: Criminal investigations and rampant waste, fraud and abuse
4) Doing business with “Axis of Evil” countries like Iran
5) Halliburton’s sales to Saddam Hussein under Cheney
6) Halliburton paid bribes during Cheney's reign, say investigators
7) Halliburton and ‘frivolous’ lawsuits
8) Leaving workers and retirees behind
9) Accounting fraud
10) Corporate welfare
11) Asbestos liability: Cheney’s legacy
12) Donald Rumsfeld

Hier lang...

Nachdenkenswert !

Niemand weiß irgendwas!

von unserem Korrespondenten Bill Bonner

Das Problem mit der alten Mutter Erde, auf der wir leben, ist, dass das Leben unendlich vielschichtig ist. Je näher man hinschaut, desto mehr sieht man. Was von Ferne einfach scheint – sagen wir, die Erziehung eines Pubertierenden oder südafrikanische Politik – wird bei näherer Betrachtung erschreckend kompliziert. Die ganze Wahrheit, unendlich wie sie ist, ist nicht in ihrer Gänze erkennbar. Für jeden kleinen Schnipsel von ihr steckt einer armen Seele ein Revolver im Mund ... und ein Winkel in der Hölle wartet auf sie.

"Niemand weiß irgendwas" sagt man in Hollywood in Bezug auf die Komplexität des Filmgeschäfts. Es kann sein, dass ein Filmstudio 100.000.000 US$ für einen Blockbuster ausgibt, der dann total floppt. Genauso kann es aber auch sein, dass ein junger Kerl mit 20.000 US$ einen Sensationserfolg landet. Die alten Hasen wissen, dass selbst lebenslange Praxis und Erfahrung keine Garantie bedeutet. Sogar die Profis vertun sich, wenn es darum geht, einen Knaller vorherzusagen.

Doch fragen Sie jemanden auf der Straße, und er hat vielleicht eine Meinung zu Erfolg oder Misserfolg in diesem Gewerbe. Vielleicht hat er sich sogar Aktien einer der Traumfabriken gekauft, nachdem er gehört hat, was für Großprojekte sie für den nächsten Sommer planen. Er hat natürlich keines der Drehbücher gelesen, mit keinem Schauspieler gesprochen und auch sonst noch nie Erfahrungen in diesem Beruf gemacht – noch nicht einmal als Platzanweiser. Dennoch hat er eine Erwartungshaltung, die aus denjenigen Informationen resultiert, die er aus Zeitschriften oder dem Fernsehen erhält.

Die Leute haben zu allem eine Meinung – besonders aber zu Dingen, von denen sie keine Ahnung haben. Die Wähler von Baltimore brachten es während der 1980er kaum fertig, ihre Stadtverwaltung zum Abholen ihres Hausmülls oder zum Stopfen der Schlaglöcher ihrer Straßen zu bewegen. Dennoch hatten sie alle eine sehr entschiedene Meinung zur Restrukturierung der Regierung von Südafrika, obwohl nur eine verschwindend geringe Zahl von ihnen dem Land die größten ethnischen Gruppen zuordnen oder deren Sprachen verstehen konnte.

Je mehr die Leute aber über die Situation in Südafrika erfuhren, desto schwerer fiel es ihnen, sich eine einfach gestrickte Meinung zu bilden. Ein gut informierter Mann, den man um eine Stellungnahme zu dem Thema bat, begann mit den Worten "Ich weiß nicht ..."

Dank der Kommunikation des Informationszeitalters, werden die Menschen täglich unkundiger. Das Gruppendenken schießt ins Kraut und erstickt die wenigen zarten Keimlinge wahrer Weisheit und Wahrheit. Die kollektive Verblödung wuchert wie Wicken. Bald schon wird nichts anderes mehr gedeihen können: Dann wissen wir gar nichts mehr.

Invetors Daily; Newsletter: http://www.investor-verlag.de/

Wir "sehen" uns am Montag wieder (jedenfall ist das so geplant). Schönes Wochenende !!


 
# 04.10.04 #
 

!! W I R T S C H A F T !!     |   !! P O L I T I K !!
 

NEUES VON DER KREDITFRONT !

Es dümpelt !!

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

Zuerst mal die Graphik:


(Klick !!)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12021.PDF

Nichts außergewöhnliches passiert ! Mal abgesehen von der Tatsache daß die Kreditvergabe einfach nicht so recht "aus dem Quark" kommt. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Zuerst mal die Graphik:

Beim letzten mal schrieb ich "In sechs von sieben Monaten dieses Jahres, waren die Neukredite rückläufig. Im Juli sogar wieder etwas kräftiger (-4,3 Mrd. €, oder -0,193 %)." Nun sind es sieben von acht Monaten. Mal wieder tote Hose.

Da auch hier ansonsten nichts wichtiges ins Auge springt, nur nochmals folgendes (ebenfall schon vom letzten mal):

In Bezug auf die Unternehmen, muß noch auf diesen Aspekt hingewiesen werden. Die Unternehmen finanzieren sich seit 1997 zunehmend über Anleihen. Allerdings betrug der Anleiheumlauf im Sept. '03 gerade einmal 143 Mrd. €.  Damit kommen wir incl. der Kreditvergabe (1997 bis 2003) auf eine Summe von ca. 395 Mrd. €, die von Unternehmen aufgenommen wurden. 
Über einen vergleichbaren Zeitraum, nämlich von 1987 bis 1993 lag dieser Wert bei 605 Mrd. €. Und das nur mit der "normalen" Kreditnahme bei den Banken, also ohne Anleihen ! Eine Summe die um ca. 53 % höher lag ! 
Es wird somit also doch ziemlich deutlich, daß die Unternehmen sich, alles in allem, seit Jahren deutlich zurückhalten !! Leider mit den bekannten negativen Effekten !!

Datenquelle u.a: http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF
 

Noch kurz zu der "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

2004 (Mrd.€)
Jan. = 8168,7;  Febr. = 8206,9;  März = 8254,7;  April = 8337,8;  Mai = 8372,7;  Juni = 8425,5;  Juli = 8452,7 ;  August = 8436,7

Differenz Juli zu August '04 = -16,0 Mrd. €, oder -0,19 % ! (Vormat +27,2 Mrd. € , +0,32 %;  davor = +52,8 Mrd. €, + 0,63 %)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S101ATIB01013.PDF

Teile ich die -16,0 Mrd. € auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Minderung von im Schnitt -1,33 Mrd. €. 
Laut Statistik ist dies die erste Abnahme der Kreditvergabe seit Aug. 2001 !!. Das ist durchaus beachtenswert !! Bis jetzt glänzte der Rest Europas immer mit zusätzlicher Kreditaufnahme. Geht auch denen mittlerweile die Puste aus ? Das wäre -bei Trendetablierung- auch nicht gerade gut für uns. Schließlich geht ein großer Teil des Exportes in die EU ! Allerdings war der August auch schon in der Vergangenheit ein tendenziell schwacher Monat, wie HIER zu sehen ist. Ich behalte das weiter im Auge.

Alles in allem, wohl nicht sehr positiv !!! 


Netter Artikel:

Verschuldung - Bettelrepublik Deutschland

Mit Musik ins Armenhaus - seit Jahrzehnten und mit beiden Händen gibt der Staat mehr Geld aus, als er verdient. Gigantische 1,4 Billionen Euro zu viel. Wo kommt das viele Minus her? Wer sind die Täter? Wer die Opfer? Eine Spurensuche im Land der Schulden.
.....
Komplett...

Dazu noch dies:

Kommunale Finanzkrise hält an

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Während die Gewerbesteuer gestiegen ist, sind die Ausgaben der Kommunen für soziale Leistungen im gleichen Zeitraum um schätzungsweise 7 bis 8 % angewachsen. Hinzu kommt, dass der Großteil der Städte und Gemeinden, und dies gilt insbesondere für den Osten des Landes, vorrangig auf Zuweisungen von Bund und Ländern angewiesen ist. Diese Zuweisungen sind im gleichen Zeitraum um ca.10 % zurückgegangen. So hat z.B. die Regierung Thüringens vorgesehen, die Zuweisungen an die Städte und Gemeinden um fast 35 Mio. Euro zu kürzen.

Insgesamt werden die Kommunen auch im Jahr 2004 ein Defizit von 8 bis 9 Mrd. Euro zu verzeichnen haben. Gleichzeitig explodieren die kommunalen Kassenkredite, mit denen die Kommunen die Löcher in ihren Verwaltungshaushalten stopfen müssen. Die Kassenkredite haben sich allein im größten Bundesland NRW verzehnfacht. Im Jahre 2000 betrugen sie dort 507 Millionen Euro und werden im Jahr 2004 voraussichtlich 5,6 Mrd. Euro betragen.

Ein großer Teil der zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen resultiert aus der vom DStGB seit langem geforderten Senkung der Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder von 30 % auf 20 %. Durch diese lange fällige Senkung ist den Städten und Gemeinden nur das wieder zurück gewährt worden, was ihnen im Rahmen der Unternehmensteuerreform im Jahr 2000 weggenommen wurde. Dennoch zeigen die Zahlen für das erste Halbjahr 2004 schon jetzt, dass die Gewerbesteuereinnahmen nicht das Niveau vor dem Einbruch im Jahr 2000 erreichen werden. Hinzu kommt, dass der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer im ersten Quartal 2004 bundesweit um minus 12,9 % (Ostdeutschland ca. minus 15 %) zurück gegangen ist. 
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http://www.rlp-buergerinfo.de/dstgb_pressesupport/kundendetail.asp?back=
kundensuche&suche=&trefferanzahl=&EintragID=980&SubkategorieID=1


Explosive Mischung

Das Geschäft mit Kreditderivaten ist hoch riskant – das muss jetzt auch die HSH Nordbank erfahren

Kreditderivate sind finanzielle Zeitbomben«, warnte schon vor mehr als einem Jahr der US-Großinvestor Warren Buffet. In Hamburg ist nun ein Exemplar detoniert: Die HSH Nordbank muss einen hohen zweistelligen Millionenbetrag – möglicherweise sogar noch mehr – abschreiben, weil sie sich mit diesen komplexen Finanzkonstruktionen verspekuliert hat. Damit dürfte das Institut nach Ansicht vieler Bankenexperten nur die Spitze eines Eisbergs bilden, denn Verluste aus solchen Transaktionen können in den Bankbilanzen gut versteckt werden. Öffentlich wurde dieser Fall nur, weil die HSH Nordbank nun die britische Investmentbank Barclays als Verkäuferin der wertlos gewordenen Wertpapiere auf Schadenersatz verklagen will. 
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In der Gebührenfalle

Berlin - Wo nächtigen eigentlich unsere Spitzenpolitiker? In kleineren Hotels und Pensionen offensichtlich nicht. Sonst wüssten sie, dass den überwiegend mittelständischen Betrieben das Wasser bis zum Halse steht. Der Plan der Ministerpräsidenten der Bundesländer, die Fernsehgebühren für die heimische Hotellerie zu verdoppeln, zeugt jedenfalls von wenig Realitätsnähe.

Bislang mussten die Beherberger monatlich rund acht Euro je Zimmer an die öffentlich-rechtlichen Anstalten entrichten, im nächsten Jahr sollen es mehr als 17 Euro sein – also eine Steigerung um über 100 Prozent. Gemeinhin wird so etwas Wucher genannt. Der schamlose Dreh an der Gebührenschraube ist um so schlimmer, wenn man weiß, dass jede Nacht im Schnitt 60 Prozent der Hotelzimmer leer stehen. Würden die Erhöhungspläne Realität, müsste die ohnehin gebeutelte Hotelbranche eine zusätzliche Belastung von rund 80 Millionen Euro im Jahr verkraften.

Besonders hart trifft es wieder einmal die jungen Pensionsbetriebe in Ostdeutschland. Sie wurden nach der Wende so gut wie ohne Eigenkapital aufgebaut und kämpfen nun mit hohen monatlichen Kreditbelastungen. Der kleine Hotelbetreiber steckt in der Gebührenfalle: Ihm bleibt keine andere Wahl, als die Gebührenanhebung über den Übernachtungspreis auf den Hotelgast abzuwälzen. Tut er dies aber, dürfte die Belegungsrate weiter sinken. Ein Teufelskreis.

Es wird dem Übernachtungsgast schwer zu erklären sein, warum er gleich doppelt berappen muss. Im Hotel wird er für die Glotze auf dem Zimmer zur Kasse gebeten, gleichzeitig laufen die Gebühren für das Empfangsgerät im eigenen Haushalt weiter. Vielleicht soll er von der Politik ja auch für die Entscheidung bestraft werden, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. In Holland beispielsweise sind die Fernsehgebühren für Hotels bereits abgeschafft worden. Das schlägt sich positiv im Pensionspreis nieder.

Was tun? Die kleinen Hotelinhaber könnten – so sie einen Politpromi oder Intendanten unter ihren Gästen entdecken – diesem zur Strafe den Fernseher aus dem Zimmer nehmen... Am Erfolg darf gezweifelt werden. Auch der Weg einer Gebührenverweigerung dürfte sich als Sackgasse erweisen. Letztlich hat immer der Schwarzseher das Nachsehen. Deshalb ist es besser, vor der wohl im Oktober anstehenden Entscheidung der Ministerpräsidenten Druck zu machen.

Wenn Tausende Betreiber kleiner Hotels und Pensionen ihre Landesregierung mit Protestbriefen, -faxen und -mails bombardieren, bleibt das nicht ohne Wirkung. Sicherlich werden auch viele Hotelgäste eine solche Aktion mit ihrer Unterschrift unterstützen. Parallel dazu drängen die Verbände, darunter auch der BVMW, hinter den politischen Kulissen auf Abhilfe: Getrennt marschieren, vereint schlagen. Damit Hotel und Gast nicht gemeinsam in die Röhre gucken.

http://www.neuenachricht.de/A556D3/NENA/NENA_NEU.nsf/0/FA32F08EE1CDB1B2C1256F1F005181C3?OpenDocument

!! P O L I T I K !!

Zitat !

Harry S. Truman - als Reaktion auf den Beginn des Russlandfeldzuges Hitlers im Juni 1941:

„If we see that Germany is winning we ought to help Russia, and if Russia is winning we ought to help Germany, and that way let them kill as many as possible.“(*)

(Quelle: David McCullough, Truman, New York, 1992, Seite 262)

(*)Freie Übersetzung: Wenn wir erkennen, dass Deutschland gewinnt, sollten wir Russland helfen und wenn Russland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen, damit sich auf diese Weise möglichst viele gegenseitig umbringen

Und so läufts bis heute ! Je nach gusto, sind Typen wie Hussein, oder die Taliban usw., etc. pp, zuerst unterstützenswert, um dann urplötzlich zu "Ungeheuern" deklariert zu werden. Nichts passiert aus Humanität, sondern ausschließlich aus Gründen des Machterhalts !!


Vier von zehn Pentagon-Aufträgen laut Studie ohne Ausschreibung

WASHINGTON - Das US-Verteidigungsministerium hat in den vergangenen sechs Jahren mehr als 40 Prozent seiner Aufträge ohne Ausschreibung vergeben. Insgesamt wurden Arbeiten im Umfang von 362 Mrd. Dollar (456 Mrd. Franken) ohne Wettbewerb vergeben
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Na, das passt doch zu untenstehender Meldung über den "Financial Report of the United States Government". Bitte nochmals HIER schauen. Da werden Unsummen an Geldern hin- und hergeschoben, ohne daß sich dafür irgend jemand rechtfertigen müßte. Wo landen diese Gelder nur ? Als kurzes, ich denke aber durchaus repräsentatives, Beispiel nenne ich mal die "Carlyle Group"
Zu den Namen dort:

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Viele der Kriegsherren von damals arbeiten heute für Carlyle und verdienen daran. Bush senior berät die Firma, alte Bekannte von Bush führen sie, und Frank Carlucci, unter Ronald Reagan Verteidigungsminister, agiert als CEO. An der Princeton University gehörte er zusammen mit dem jetzigen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dem Ringteam der Universität an. Die beiden hätten oft ihre Kräfte gemessen. James Baker, einst Aussenminister von Bush senior und Kampagnenberater von Bush junor, ist Chefberater und leitender Manager. Der jetzige Vizepräsident, Dick Cheney, war während des Golfkriegs Verteidigungsminister.
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Hieraus...
Zu Louis V. Gerstner, Jr. findet ihr hier was: "Memorial Sloan-Kettering Cancer-Center"

Und noch was dazu:

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Die Carlyle Group wurde 1987 von den Rechtsanwälten Daniel A. D´Aniello und William E. Conway Jr. sowie David Rubenstein, einem politischen Assistenten in Jimmy Carters Regierung, als eine im Finanzsystem der USA zunächst völlig unbekannte und unbedeutende private Firma gegründet. (3)

Die drei Gründer ließen sich nicht in New York, sondern mitten im Machtzentrum Washingtons nieder und eröffneten dort eine Handelsbank, die sich auf den Ankauf, die Sanierung und den anschließenden Höchstgewinne einbringenden Verkauf maroder Rüstungs- und Weltraumfirmen, aber auch von Unternehmen aus anderen Branchen, spezialisierte. Die Höchstgewinne kamen zustande, weil die drei Gründer die einträgliche Idee hatten, ehemalige Republikanische US-Regierungsmitglieder mit besten Kontakten zu amtierenden Regierungskreisen für ihre Firma zu verpflichten und sie entsprechend großzügig für ihre Arbeit zu honorieren. Zwar verbietet das US-Gesetz Lobbyarbeit ehemaliger Regierungsmitglieder, aber man muß es ja nicht so nennen. Im Falle des Carlyle-Beraters George Herbert Walker Bush, Altpräsident der USA, wird es so gehandhabt, daß Bush für die Carlyle Group teuer bezahlte Reden hält und dafür mit Anteilen an von der Group gehaltenen Firmen belohnt wird.

Aufsichtsratsvorsitzender der Carlyle Group ist Frank C. Carlucci (4), der ehemalige Verteidigungsminister und Stellvertretende CIA-Direktor unter US-Präsident Ronald Reagan und Schulfreund (college classmate) des jetzigen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld. Frank C. Carlucci ist einer der Unterzeichner des Offenen Briefes, vom 19. Februar 1998, an den Ehrenwerten William Jefferson Clinton, mit der Aufforderung, sofort Krieg gegen den Irak zu führen. (5) Carlucci war zu der Zeit schon acht Jahre als Managing Director für die Carlyle Group und deren Rüstungs- und Weltraumfirmen tätig. Seit Carlucci 1989 in die Carlyle Group eintrat, hat er mehrere ehemalige Regierungsmitglieder der Reagan- und der Bush Senior-Regierung nachgezogen, wie den Ex-Außenminister James Baker III und den ehemaligen Etatchef Richard Darman. James Baker III ist neben Frank C. Carlucci und 16 weiteren Besitzern sowie einem von außen kommenden Investor Mitbesitzer der Carlyle Group, deren Kapital derzeit den Marktwert von 3,5 Milliarden Dollar hat. Wer wieviel an der Firma besitzt, ist nicht bekannt. Carlyle ist nicht verpflichtet, Auskunft darüber zu geben. (6) 
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Inzwischen sind Berater aus aller Welt für die Carlyle Group tätig. In Europa sind das neben den bereits erwähnten John Major und Karl Otto Pöhl die derzeitigen oder ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden von BMW Eberhard von Kuenheim, von Hoffmann-LaRoche, Nestlé, LVMH (Louis Vuitton - Moët Hennessy) und Aérospatiale. (7) Für Asien sind der ehemalige philippinische Präsident Fidel V. Ramos und der ehemalige Premierminister von Thailand Anand Panyarachun im Beratungsgremium.
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Tja, muß ich noch weiter machen....? 

 
# 01.10.04 #

!! POLITIK !!

Volker Rühe und ein wenig grundsätzliches

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Rühe hatte erklärt, die CDU solle den am 6. Oktober erwarteten Bericht der EU-Kommission "akzeptieren und ihn nicht diffamieren und so tun, als wäre er eine einseitige Darstellung". Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags warnte in der "Financial Times Deutschland" Merkel davor, in der Türkei-Debatte mit "Totschlag-Argumenten" Ängste der Bevölkerung zu schüren. Rühe kritisierte vor allem Warnungen vor türkischer Zuwanderung nach einem Beitritt. dpa

http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/28/346190.html

Ich spinne mal so vor mich hin:

1.) Wir versetzen uns in die Zeit, in der die Türkei bereits EU-Vollmitglied ist !
2.) "Urplötzlich" gibt es Anschläge im Herzen Europas mit hunderten Toten, bei denen "festgestellt" wird, daß es sich dabei um islamistische türkische Nationalisten/Fundamentalisten -oder irgendwas in der Richtung, ihr wißt was ich meine- handelt. 
3.) Ein politisches Pulverfass wäre die Folge. Eine Zerreißprobe für die EU !
4.) Mindestens eine starke Schwächung wäre die Folge, wenn nicht -im schlimmsten Falle- sogar ein Auseinanderbrechen der EU !

Und nun die entscheidende Frage: "Cui Bono?" - "Wem nützt es?"

An diesem Punkt komme ich zurück zu Volker Rühe. Der ist....

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Mitglied des Deutschen Lehrerverbandes und des Deutschen Beamtenbundes; Vorstandsmitglied Atlantik-Brücke e. V.; Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP);
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http://www.mitmischen.de/deputies_detail.php?deputyID=2369
1.) Zur "Atlantik Brücke" !!

2.) Zur Homepage der "Atlantik Brücke". Schaut euch dort einfach mal ein bißchen um. Recht interessant sind z.B. die Links. Dort wird u.a. zum "Aspen Institut Berlin" verlinkt. Zum "Aspen Institut" kann ich nur empfehlen HIER rein zu schauen. Recht vielsagend, wie ich meine.

3.) Zum DGAP finden wir folgendes:

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Es gibt eine Weltweite Vereinigung, die sich in jeden Land meist als ein Verein für Auswärtiges tarnt (INFO über CFR und Co.)  , daraus stammen dann die ,,Bilderberger”. In Deutschland sind das D.G.f.A.P.e.V. = DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR AUSWERTIGE POLITIK e.V. 
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Komplett... (incl. Links)
Die Überschrift dort heißt "Was sind Bilderberger ?". Weiter unten dann:
DEUTSCHE MITGLIEDER: ..... / Rühe, Volker / .....
Was im Übrigen hier -"Die Bilderberger"- bestätigt wird. 

Hatte ich zwar schon mal, aber zum Thema passt einfach folgender Artikel: "Vorstufe der Weltregierung: Bilderberger-Treffen vom 3. bis 6. Juni 2004 in Stresa (Lago Maggiore)"
 

Auch wenn meine Spinnerei jeglicher Grundlage entbehren sollte (gut möglich daß dem so ist), so ist es doch immer wieder höchst interessant zu sehen, wer da wo und wie und mit wem "verflechtet" ist. Apropos Verflechtungen:

Bundestagsabgeordnete in Verflechtungen mit der Energiewirtschaft des Bundestages im Frühjahr 2004 (nicht vollständig)

Münchner Rück
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Volker Rühe CDU/CSU;  Unternehmen: Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Hamburg, (Mitglied des Beirates) 
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Komplett...

Schaut mal rein ! Das sind keine Verflechtungen mehr, das sind dicke Knoten ! 

Zurück zur Spinnerei. Wie gesagt, ich weiß natürlich nicht ob da konkret was dran ist, oder ob das in der Tat absoluter Schwachsinn ist, aber aus reiner "Menschenliebe" wird die USA nicht nachstehender Meinung sein:

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Ungeachtet heftiger Kritik von Frankreichs Staatspräsident Chirac hat George W. Bush seine Forderung nach einem EU-Beitritt der Türkei erneuert. "Die Türkei in die EU einzubeziehen, würde beweisen, dass Europa kein exklusiver Club einer einzigen Religion ist", sagte der US-Präsident in Istanbul."Amerika denkt, dass die Türkei als europäische Macht in die Europäische Union gehört", sagte Bush laut Redetext bei einer Universitätsveranstaltung in Istanbul weiter.
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Komplett...
Also "Cui Bono?" - "Wem nützt es?"

Und im Grunde ist es auch egal, ob da nun genau so was dran ist oder nicht ! Wichtig ist die Erkenntnis, daß wir im allgemeinen bei allen Aussagen in der Öffentlichkeit sehr vorsichtig sein sollten. Immerhin wird man nicht einfach so Mitglied irgendeines Vereins, oder ähnlichem !! 

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Falls nicht schon gelesen, verdient das hier vielleicht noch Beachtung: Der "Transatlantic Business Dialogue"


 
27.09.04 

!! Neues vom "Big Brother" !!


!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Deutschland 1923 !

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Die Lage der Bürger schildert eine offiziöse Denkschrift des Berliner Reichsschatz-Ministeriums vom 27. luli, die beklagt, daß die Mark ihre Bedeutung als Wertmesser und Entgelt verloren habe: 
«Bei allen Kreisen, die sich nicht durch Vorräte helfen können, herrscht eine verzweifelte Stimmung ... Es mag gelingen, mit schärfen Einsätzen von Polizei vorübergehend größere Revolten zu verhindern. Auf längere Sicht ist dieses nicht möglich, wenn der Austausch zwischen Stadt und Land aufhört und in den Städten die nötigen Lebensmittel fehlen. Es ist weniger zu befürchten, daß eine große politische Gegenbewegung der schlecht versorgten städtischen Bevölkerung eintritt, als daß der Kampf Aller gegen Alle um das tägliche Brot in den Städten beginnt und daß zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den eigenen Gebieten die einzelnen Teile des Reiches selbständig vorgehen, das Reich damit auseinanderfällt. Der Staat, der nicht mehr in der Lage ist, den völligen Währungszerfall aufzuhalten und sich in dieser Beziehung bankrott erklärt, der nicht in der Lage ist, seinem von ihm herausgegebenen Gelde irgendwelche Kaufkraft zu geben, muß restlos alle Autorität und letzten Endes seine Existenzberechtigung verlieren.»
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Quelle: "Die D-Mark" von Wolfram Bickerich

Zwei "Punkte" erscheinen mir in Sicht auf evtl. kommendes erwähnenswert:

1.) Heute besteuertes Steuerzahlungsmittel,  Als Antwort auf: Was ist Geld ?

Hi,

Geld heute gesetzliches Zahlungsmittel (GZ, legal tender), als Münzen (Münzgewinn = Steuer) und Banknoten (ZB-"Zins" = Banknotensteuer) existent.

Herstellung von Geld als Münzen und Banknoten vom Staat monopolisiert (Form, Ausssehen, Merkmale, Nominal usw.). Gegensatz: Silber- bzw. Goldstandard, wo das Material (Silber, Gold) privat erstellt werden konnte (Bergbau, Stichwort dazu: Berg- und Münzregale).

Historisch: 

1. Geld = Waffenmetallabgabe (Cu, Zinn).

2. Geld in diversen Formen als one-way-money (wurde von der empfangenden bzw. einfordernden Stelle thesauriert, vgl. Gerloff, vgl. Herodot).

3. Start der Geldzirkulation (multi-way-money) durch a) Tribut und b) Wiederausgabe des Tributs durch Herrscher, die sich Söldner kauften, um Herrschaft (Macht) zu erhalten bzw. zu expandieren. Daher Münzhorte (Gotland, keltische Gebiete, usw.) in Gegenden, aus denen nicht Waren, sondern Krieger (Dienstleistungen) exportiert wurden. 

4. Geldbeschaffungszwang ex Abgabenzwang (staatlich gesetzter Termin!) führt zum Zwang, es gegen andere Güter oder Leistungen einzutauschen. Beginn des Handels. Beginn dieses niemals Gattungs-, sondern Einzelkäufe. 

5. Geld ohne Termin (zunächst staatlich, dann staatlich besicherte private ex Kontrakten) ist wertlos (bei Metallen bleibt individuell eingeschätzter Gebrauchs- oder Schmuckwert). Preisbildung startet: Wieviel Ware(n) muss ich abgeben, um an das Abgabenmittel selbst zu kommen?

6. Aktuell erscheinen Banknoten fast nur noch gegen Staatstitel (Bonds), die von den ZBs angekauft bzw. als Pfand genommen werden. Banknoten (currency) daher vorgezogene Quittung auf noch zu leistende Steuern (Staatstitel sind Steuerzession des Staates an Private). 

7. Steuerzahlungsmittel kann gehortet bzw. an andere Private zediert werden (Bankensystem). Über alle Fälligkeiten saldiert (Fälligkeit gegen Fälligkeit) saldiert sich der Nichtstaatssektor auf Null. 

8. Was bliebe? a) Der Staat als Nettoschuldner gegenüber dem Nichtstaatssektor. b) Der Nichtstaatssektor als Eventualschuldner (Steuerzahler) gegenüber dem Staat. c) Die jeweils ausgegebenen Banknoten mit Rückgabeverpflichtung (Termin) gegen Verpflichtung Herausgabe von Staatstiteln ex ZB (mit jeweils späterem Termin). 

Heißt: Ohne Steuern (allgemeine und ZB-Steuer ex staatlichem Abgaben- und Geldmonopol) entfällt Geld als GZ und demnach als "Zahlungsmittel". Geld ist demnach Macht-Derivat und hat mit privaten Interaktionen nichts zu tun (wiewohl derzeit die gesetzliche [!] Verpflichtung, da Geld = GZ, besteht, auch private Interaktionen mit seiner Hilfe (tägliche Fälligkeit, also wieder GZ mit Termin Null) zu regulieren. 

Verschwindet das GZ-Monopol können die Privaten, falls sie Interaktionen wollen, jeweils interaktiv (einer mit einem anderen) Ware und Leistung gegen Gegenware und Gegenleistung vollziehen - oder es bleiben lassen. Ein "allgemein" gültiges (= geltendes, d.h. zu konstantem Kurs in sich) Geld ist dann nicht mehr vorstellbar. "Noten" (= Notierungen wie Kerbhölzer) können in eng begrenzten Arealen vorkommen. Auf welchen "Standard" sie sich dann beziehen, müsste ermittelt werden. Da ein macht-basiertes GZ fehlt, das einen Standard liefert, liefe es auf minimalen Tauschverkehr, sich wiederum auf Stückkäufe zurückentwickelnd hinaus. 

Am Ende stünde wieder die Eigen-, Familien- oder Stammeswirtschaft. "Tauschringe" versuchen dies zu simulieren. Je größer der Tauschring, desto stärker die Notwendigkeit wieder mit Termin, Zwang, Sanktion usw. zu arbeiten. 

Die Vorstellung, es könne jemals ein "für alle" (wie viele auch immer) geltendes Geld ohne Macht geben ist irrig und die Suche danach zwecklos. Und sobald mit privatem Eigentum und privaten Kontrakten gearbeitet wird, stellt sich wieder die Besicherungs- bzw. Vollstreckungsproblematik, d.h. die Machtfrage erscheint erneut. 

Aus: "Debitismus usw." von Paul C. Martin

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2.) Ich will nicht unnötig in Panik machen, ich kann auch nichts dafür , aber folgende Meldung fiel mir spontan ein. Also gebe ich auch meinen Senf dazu ab.

Verbraucherministerin Künast - Bürger sollen Lebensmittel horten

Verbraucherministerin Renate Künast will die Deutschen auf Terroranschläge und Naturkatastrophen vorbereiten. Die Grünen-Politikerin ruft die Bürger im Internet dazu auf, einen Notvorrat an Lebensmitteln anzulegen!

Wobei für mich natürlich nicht der Scheiß mit Terrorismus usw., als Hintergrund für dererlei "Fürsorge", zum Zuge kommt. Vielmehr ziele ich selbstverständlich auf obiges -bezogen auf heute- als "Beweggrund" ab. 

Ich erinnere in diesem Zusammenhang mal wieder an Nachstehendes (aus den NEWS vom 18.08.04):

Wirtschaftssicherstellungsverordnung: Rot-Grün bereitet die Kommandowirtschaft vor

Deutsche Gesetzeslyrik ist immer für Überraschungen gut, besonders in der Sommerpause. Da die halbe Nation im Urlaub ist, erließ der Gesetzgeber gestern klammheimlich die "Wirtschaftssicherstellungsverordnung", die faktisch eine totalitäre Kommandowirtschaft ermöglicht. Warum aber werden Notstandsgesetze für die Wirtschaft eingeführt?

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In den 60er Jahren wurde gegen die damaligen Notstandsgesetze protestiert. Die jetzt vorliegenden Gesetzeswerke ähneln wirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzen. Das scheint aber niemanden mehr zu interessieren da die Nation damit beschäftigt ist, Hartz IV abzutreiben. So dient der Volkszorn den Mächtigen, noch weitaus schlimmere Einschränkungen ins Werk zu setzen. Erich hätte seine Freude an diesem Regime gehabt!

Ihr solltet unbedingt den Links zu den Gesetzestexten folgen (Bundesanzeiger + Gesetz zur Sicherung von Verkehrsleistungen (Verkehrsleistungsgesetz - VerkLG)) und euch mind. ein paar Sätze davon zu Gemüte führen !!! Was folgt als Nächstes ? Reisefreiheit ? Watt denn datt denn ?  Soll keiner sagen, daß wir es nicht kommen sehen konnten !!!

Beispiel:


Italien "frisierte" Haushaltszahlen

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Die EU-Kommission befürchtet nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus", dass die Regierung in Rom Verstöße gegen den Euro-Stabilitätspakt verheimlicht, wie die Zeitschrift am Samstag vorab aus ihrer aktuellen Ausgabe berichtete. Italien melde zwar seit 2001 stets ein Haushaltsdefizit knapp unter der Drei-Prozent-Grenze, doch Brüsseler Finanzfachleute zweifelten den Wahrheitsgehalt an. "Da passt einiges nicht zusammen", sagte ein ranghoher EU-Diplomat dem Magazin.
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Alles wird guuuuuuuuuuut ! 

Der Finanzplan des Bundes 2004 bis 2008

Nettokreditaufnahme; Soll 2004 = 29,3 Mrd. €

Und so sieht's laut BuBa (Monatsbericht 09.04) aus:

Marktmäßige Nettokreditaufnahme Bund, Jan./Juli 2004 = 53,5 Mrd. €

Aber in Zukunft wird's schon klappen !?


Mehr wirklich nenneswertes konnte ich für diese Bereich nicht auftrtreiben. Bis die Woche !

!! POLITIK !!

Israel/Palästina

101 Thesen von Uri Avnery: Wahrheit gegen Wahrheit

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Nur mal so, zwei "passende" Meldungen:

1.) Etwas älter:

Deutsche U-Boote für Israel atomar bestückbar?

Am 12. Oktober 2003 veröffentlichte die Los Angeles Times einen Bericht über die Fähigkeit der israelischen Marine, von den drei in Deutschland gebauten U-Booten des Typs Dolphin Raketen mit atomaren Sprengköpfen zu verschießen. Damit rückte eines der kontroversesten Rüstungsexportgeschäfte Deutschlands wieder in den Blickpunkt. Zu Recht wurde die Frage aufgeworfen, ob die Bundesregierung damals (un-)wissentlich einen Beitrag zur nuklearen Proliferation im Nahen Osten geleistet hat. Inzwischen wurde außerdem bekannt, dass die israelischen Behörden derzeit "technische Vorgespräche" über den Bau von zwei weiteren U-Booten in Deutschland führen. Der weitere Verlauf dieser "Gespräche" ist nichts anderes als ein Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der rot-grünen Rüstungsexportkontrollpolitik.

2.) Aktuell:

Deutsche U-Boote nach Israel

09.09.2004
Die Bundesregierung hat die Lieferung von zwei U-Booten nach Israel genehmigt. Bundesverteidigungsminister Peter Struck sagte, politisch sei dies kein Problem, da die Boote von Israel im Küstenschutz eingesetzt werden sollten.

Gegenüber dem "Handelsblatt" aus Düsseldorf sagte Struck zum israelischen Anliegen: "Wir sind selbstverständlich bereit, Israel beim Erwerb zu helfen". Eine Finanzierung aus dem Verteidigungsetat sei indes nicht möglich. (js)

http://www.israelnetz.de/show.sxp/7288.html?sxpident=4960lH-80714731538588--2832340--r1365071-r---28988


Nur Link:

Änderungen am Parteiengesetz - Bund der Steuerzahler warnt vor Aufweichung


 
23.09.04

"Le Bon" vom Vortag habe ich mal dauerhaft abgespeichert (Neuaufnahme). HIERdirekt zum Text (falls erwünscht), und HIER findet ihr ihn ab jetzt !

Weiterhin will nur noch mal kurz erwähnen, daß ich den Aktualisierungsrhythmus von Montags, Mittwochs und Freitags, zukünftig nicht mehr einhalten kann und vor allem will. Ich werde das etwas lockerer -sprich weniger oft- handhaben, aber trotzdem noch regelmäßig am Ball bleiben !


!! Neues vom "Big Brother" !!


!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Schon ein wenig älter (01.09.04). Wollte ich aber auf jeden Fall noch bringen ! Wegen der "Potemkinschen Dörfer" und so... ihr wißt schon !!

Bush To Alter Economic Stats Again

Last week, the Census Bureau released statistics showing that for the first time in years, poverty had increased for three straight years, while the number of Americans without health care increased to a record level.1 But instead of changing its economic and health care policies, the Bush administration today is announcing plans to change the way the statistics are compiled. The move is just the latest in a series of actions by the White House to doctor or eliminate longstanding and nonpartisan economic data collection methods.

In a Bush administration press release yesterday, the Census Bureau said next week it "will announce a new economic indicator" as "an additional tool to better understand" the economy. The change in statistics is being directed by Bush political appointees and comes just 60 days from the election. It will be the first modification of Census data in 40 years.2

This is not the first time the White House has tried to doctor or manipulate economic data that exposed President Bush's failed policies. In the face of serious job losses last year, the Associated Press reported "the Bush administration has dropped the government's monthly report on mass layoffs, which also had been eliminated when President Bush's father was in office."3 Similarly, Business Week reported that the White House this year "unilaterally changed the start date of the last recession to benefit Bush's reelection bid." For almost 75 years, the start and end dates of recessions have been set by the National Bureau of Economic Research (NBER), a private nonpartisan research group. But the Bush administration decided to toss aside the NBER, and simply declare that the recession started under President Clinton.4 

http://www.misleader.org/daily_mislead/Read.asp?fn=df09012004.html

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Und wo ich gerade dabei bin (Potemkin...):

Financial Report of the United States Government

Keine Panik !! Das Ding hat 142 Seiten (natürlich habe ich das auch nicht alles durchgelesen!). Ich will  nur auf zwei Sachen aufmerksam machen:

a.) [Seite 32, ff]: Die Verweigerung des Testates der Rechnungsprüfer aufgrund von...

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There are three primary reasons why the consolidated financial statements remained  unauditable for fiscal year 2003: (1) serious financial management problems at the Department of Defense (DOD), (2) the federal government's inability [Unfähigkeit oder beabsichtigt ?] to account for billions of dollars of transactions between federal government entities, and (3) the federal government's ineffective process for preparing the consolidated financial statements.
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b.) [Seite 142]; Die regulären "Ausnahmen", welche von vornherein nicht im Bericht auftauchen !
Significant Entities Excluded from these Statements:

Army and Air Force Exchange Service
Board of Governors of the Federal Reserve System (Including the Federal Reserve Banks)
Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)
Farm Credit System
Federal Home Loan Banks
Federal Retirement Thrift Investment Board (Including the Thrift Savings Fund)
Financing Corporation
Federal Home Loan Mortgage Corporation (Freddie Mac)
Marine Corps Exchange 
Navy Exchange Service Command
Resolution Funding Corporation
U.S.A. Education Inc. (Sallie Mae)

Donnerlittchen ! Niemand weiß nichts genaues ! Allein bei a.)/(2) können sie, oder wollen sie nicht, ein paar Mrd. $ (um wie viel wird es wohl gehen?) nicht ausweisen, und kein Schwein interessiert's. Wer weiß schon, um was für eine Summe es sich insg. wirklich handelt. Zumal die ganzen Ausnahmen eh nicht erfasst werden. Vielleicht ist der Rüstungsetat doppelt so hoch wie offiziell ausgewiesen usw. ? Mit all den ganzen anderen Manipulationen können die im Prinzip machen was sie wollen, und keiner kann es im Detail nachvollziehen. Ich wiederhole mich nochmals.... und kein Schwein interessiert's !


Um auf dem Laufenden zu bleiben !!

Verschuldung der Gebietskörperschaften 

Die Verschuldung der Gebietskörperschaften stieg im Juli stark um 20,5 Mrd €. In den ersten sieben Monaten 2004 betrug die Nettokreditaufnahme 74,9 Mrd € (gegenüber 62,5 Mrd € im entsprechenden Vorjahrszeitraum).
.....
Die Länder weiteten im Juli ihre Verbindlichkeiten per saldo um 2,6 Mrd € aus. Dabei beschafften sie sich 3,7 Mrd € über Kassenkredite*. Dagegen sank der Umlauf an Schatzanweisungen um 1,4 Mrd €. Die Verschuldung der Gemeinden dürfte sich im Juli weiter leicht erhöht haben.
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Verschuldung der öffentlichen Haushalte [Mrd.€]

2004 
März  1403,438

2003 
Dez. 1358,121
Sept. 1346,412
Juni 1326,312

2002 = 1277,630

Quelle: BuBa-Monatsbericht 09.04
 

* zu den Kassenkrediten

Erst mal ein Bildchen:

Demnach sind wir jetzt bei ungefähr 20 Mrd. € als Kassenkredite ! Und dann noch einen Link dazu:

Steuerzahlerbund: Kommunen verschleiern wahren Schuldenstand

Kämmerer missbrauchen angeblich Kassenkredite

Städten und Gemeinden fehlt Geld. Das besorgen sie sich immer häufiger über so genannte Kassenkredite, die eigentlich für das Vermeiden kurzfristiger Engpässe gedacht sind, behauptet der Bund der Steuerzahler. Statt offiziell 25 Milliarden Euro hätten die Kommunen in NRW einen Schuldenberg von rund 32 Milliarden Euro.


IMMOBILIENFINANZIERUNG - Der lange Arm der Börsenkrise

Immer häufiger wackeln Immobilienfinanzierungen, weil sie auf die Rückzahlung einer Kapitallebensversicherung bauen. Doch weil sich viele Assekuranzen an der Börse verspekuliert haben, erreichen die Policen nicht mehr die erwarteten Überschussbeteiligungen. Viele Häuslebauer stehen plötzlich vor einer Deckungslücke. 

Komisch, daß das immer alles "überraschend" kommt !


Ich denke, ein wenig Gold kann durchaus nicht schaden ! HIER !! 


Nur Link:
Athen meldete Brüssel falsche Zahlen - "Verheerende Wirkung auf den gesamten Euro-Raum"

!! POLITIK !!

Government Insider Says Bush Authorized 911 Attacks

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SH: Our case is alleging that Bush and his puppets Rice and Cheney and Mueller and Rumsfeld and so forth, Tenet, were all involved not only in aiding and abetting and allowing 9/11 to happen but in actually ordering it to happen. Bush personally ordered it to happen. We have some very incriminating documents as well as eye-witnesses, that Bush personally ordered this event to happen in order to gain political advantage, to pursue a bogus political agenda on behalf of the neocons and their deluded thinking in the Middle East. I also wanted to point out that, just quickly, I went to school with some of these neocons. At the University of Chicago, in the late 60s with Wolfowitz and Feith and several of the others and so I know these people personally. And we used to talk about this stuff all of the time. And I did my senior thesis on this very subject - how to turn the U.S. into a presidential dictatorship by manufacturing a bogus Pearl Harbor event. So, technically this has been in the planning at least 35 years.
.....

Ergänzend folgender Link, der zwar nichts wirklich Neuses bringt, lesen kann man so etwas jedoch nicht oft genug !

Dieser Krieg gegen den Terrorismus ist Schwindel

Die Ereignisse des 11. September gaben den USA den idealen Vorwand, um mit Gewalt ihre globale Vorherrschaft zu sichern

Am 06.09.2003 erschien im britischen "Guardian" ein bemerkenswerter Beitrag vom Labour-Abgeordneten Michael Meacher, der von Mai 1997 bis Juni 2003 britischer Umweltminister im Kabinett Blair war. In diesem Artikel beschäftigt er sich mit dem Zusammenhang zwischen dem "Project of a New American Century" (PNAC) und den Ereignissen des 11. September 2001. In ihm heißt es u.a.: "Die Liste der Beweise nimmt aber erst zusammen mit dem PNAC-Entwurf ihren richtigen Platz ein. Danach scheint es, dass der sogenannten "Krieg gegen den Terrorismus" weitgehend als Deckmantel für die Erreichung umfassenderer strategischer geopolitischer amerikanischer Ziele benutzt wird. In der Tat deutete Tony Blair selbst dies an, als er vor dem Verbindungs-Komitee des Unterhauses sagte: 'Um die Wahrheit zu sagen, gab es keinen anderen Weg, die Zustimmung der Öffentlichkeit für einen schnellen Feldzug gegen Afghanistan zu bekommen als die Geschehnisse des 11. September'." Meachers Artikel schließt mit der Feststellung: "Wenn es jemals die Notwendigkeit gab, einen objektiveren britischen Standpunkt zu begründen, der von unseren eigenen unabhängigen Zielen angetrieben wird, so liefert dieses ganze deprimierende Epos [er meint seinen Artikel] sicherlich alles benötigte Beweismaterial für einen radikalen Kurswechsel."


 
20.09.04

Da das Folgende insgesamt recht viel zu lesen ist, ich dies aber gleichzeitig für durchaus wichtig halte, beschränke ich mich für heute nur auf eben dieses !
 

!! POLITIK !!

Thema: M a s s e n p s y c h o l o g i e !!

Immer wieder lesenswert: "Börseninfo" vom Tac 2000 (Trierer Aktienclub), von Marco Veiten.

Für mich diesmal besonders erwähnenswert, deshalb auch hier unter "Politik/Massenpsychologie", ist der Abschnitt "Terror, Massenpsychologie und Propaganda"

.....
1895 veröffentlichte der französische Arzt und Soziologe Gustave Le Bon sein Werk "Psychologie des foules" (Psychologie der Massen), welches als Klassiker der psychologischen Fachliteratur gilt. Nachfolgend werden Auszüge daraus17 dargestellt und teils kommentiert:

.....
"Die reine, einfache Behauptung ohne Begründung und jeden Beweis ist ein sichres Mittel, um der Massenseele eine Idee einzuflößen. Je bestimmter eine Behauptung, je freier sie von Beweisen und Belegen ist, desto mehr Ehrfurcht erweckt sie. [...] Die Behauptung hat aber nur dann wirklichen Einfluß, wenn sie ständig wiederholt wird, und zwar möglichst mit denselben Ausdrücken. Napoleon sagte, es gäbe nur eine einzige ernsthafte Redefigur: die Wiederholung. Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als bewiesene Wahrheit angenommen wird." 

Hierzu sei es abschließend erlaubt, auch aus Adolf Hitlers "Mein Kampf" zu zitieren:

"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jede Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag." 
.....

Ich erlaube mir ein weiteres "Zitat" anzufügen (hieraus):
.....
Ich habe an anderer Stelle die Rolle der Propaganda in der Manipulation der Massen und ihres Glaubens besprochen, aber ich möchte hier besprechen, was zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, Hitler und Mussolini, darüber geschrieben haben, wie man Massen bewegt. Ihnen zufolge müssen die Massen ohne Unterlass mit Propaganda bombardiert werden. Des weiteren würden die Massen mit ihrem primitiven Verstand viel eher Opfer einer "große Lüge" als einer "kleine Lüge", weil es für das Volk üblich sei, in kleinem Maßstab zu lügen, während der Durchschnittsmensch zu schüchtern für große Lügen sei. Deswegen würde die Masse niemals überhaupt in Betracht ziehen, daß jemand rücksichtslos genug sei, die Wahrheit in solch extremen Grade zu verdrehen. Überdies würden, wenn später die Wahrheit aufgedeckt würde, Zweifel daran bleiben.
.....
Oben wird ja schon Le Bon* zitiert. Nachstehend nun ausführlicher:

Ein kurzer Ausschnitt:

DIE WIRKUNGSMITTEL DER FÜHRER
Und hier die Langfassung, incl. Kommentaren. Ich bitte allerdings darauf zu achten -wichtig in Bezug auf die Börse-, daß diese aus dem Jahr 2000 stammen. Vor allem aber, meine ich jedenfalls, sollten die Ausführungen "Le Bon's" mitnichten nur in Bezug zur Börse gesetzt werden, sondern u.a. eher zu obigen Hintergründen.
Gustave Le Bon* "Psychologie der Massen"
Das Schlußwort möchte ich vorab schon mal zitieren:
.....
"Wenn irgend etwas die Stunde des Niedergangs aufhalten kann, so ist es nur die außerordentliche Veränderlichkeit der Meinungen und die wachsende Gleichgültigkeit der Massen gegen alle allgemeinen Grundanschauungen."

(Da hatte sich Le Bon schwer geirrt, wie die Jahre 1917 und 1933 usw. markieren. Die Massen, definiert hier als z.B. Gesamtheit der Bevölkerung, nicht als die extrem agilen "kleinen" Massen, erscheinen zwar in "normalen Zeiten" ziemlich gleichgültig, aber in der Stunde der Not, beginnen sie zu rasen. Und sollte eine solche Stunde wiederkehren, ist bei der Verflachung der Grundanschauungen damit zu rechnen, dass sogar minimale "Denkansätze" und seien sie noch so wirr die Massen sofort ergreifen und in die bekannten unangenehmen Richtungen führen. Die ganz großen Massen heute liegen dösig in der Sonne, aber wehe, eine unangenehme Sache schreckt sie auf! 

Dies bedeutet für jeden von uns, und nicht nur hier im Board, extrem wachsam zu sein, um die "unangenehme Sache" - und sei es nur der "Trigger" für Crash oder Krise - so früh wie möglich zu erkennen. Denn dass wir die nächsten zehn Jahre so easy weitermachen und -leben können wie bisher, dürfte doch wohl fraglich sein). 


Vorrangig solltet ihr euch erst mal obiges durchlesen !! Ich möchte jedoch noch ein privates Wort los werden (viel mir spontan dazu ein):

Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem Major der Bundeswehr. Ich kann hier natürlich nicht das ganze Gespräch wiedergeben. Kurz gesagt ging es um Afghanistan und den dortigen Einsatz der BW. Zusammenfassend kann ich sagen, daß auch er gegen den Einsatz ist. Nichtsdestotrotz antwortete er auf meine Frage, ob er, bei einem entsprechenden Befehl, denn trotzdem dorthin ginge, sinngemäß folgendermaßen:

"Wir leben in einem Rechtsstaat, und das ist auch gut so. Für mich bedeutet dies Befehl und Gehorsam !!!  Wenn der Befehl kommt, werde ich gehen !"
Nicht falsch verstehen, ich kann und will ihn nicht dafür verurteilen. Aber mir viel unmittelbar ein, daß genau dies auch die Schergen Husseins und sonstiger Diktatoren, die "Privats" der US-Army in Vietnam und sonst wo, die ex NVA "Bediensteten", die "Milchbubis" der sowejtischen Armee in Afghanistan, die "Todesschwadronen" von sonst wem usw, usf, etc, etc, gesagt haben dürften. 

Wollte ich einfach mal diesbzgl. von mir geben. Mehr nicht !
 
 

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* Gustave Le Bon (7. Mai 1841 in Nogent-le-Retrou; † 15. Dezember 1931 in Paris) war zunächst als Arzt tätig. Später befaßte er sich vorwiegend mit Hygiene und Physiologie sowie mit Archäologie, Völkerkunde, Politik, Psychologie und Soziologie.

Le Bon wurde mit seinem Buch "Psychologie der Massen" ("Psychologie des foules") zum Begründer der Massenpsychologie und für die Sozologie bedeutsam. Er vertritt die Auffassung, daß der einzelne, auch der Angehörige einer Hochkultur, in der "Masse" seine Kritikfähigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhält. In der Massensituation ist der einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Führern leicht zu lenken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Le_Bon


17.09.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Amerikanische Verbraucher stecken bis zum Hals in Schulden

.....
Die Amerikaner schulden den Banken und Sparkassen für ihre Immobilien inzwischen fast acht Billionen Dollar.
Die extrem niedrigen Zinsen nutzten sie prompt aus, um ihre Hypothekenzinsen deutlich zu senken und sich durch diese Umschuldungen in den vergangenen drei Jahren noch einmal rasch 400 Milliarden Dollar zusätzlich zu pumpen. Dieses Geld haben sie konsumiert statt es zu sparen. 80 Prozent der existierenden amerikanischen Hypotheken sind zu Festzinsen vergeben worden. Der Prozentsatz der mit variablen Zinsen ausgestatteten Hypothekenkredite hat in letzter Zeit jedoch 30 Prozent erreicht. In anderen Worten: Immer mehr US-Hausbesitzer geraten bei den jetzt rasch steigenden Zinsen in die Schuldenfalle.

Weitere 1,6 Billionen Dollar entfallen auf Kreditkarten- und andere Teilzahlungskredite, die variable Zinsen tragen. 190 Millionen der knapp 280 Millionen US-Bürger besitzen insgesamt rund 1,2 Milliarden Kreditkarten. Im Schnitt haben die Amerikaner jeweils mehr als sechs Kreditkarten. Pro Haushalt betragen die Kreditkartenschulden mehr als 8400 Dollar. Die US-Bürger finanzieren jährlich Käufe im Wert von 1,4 Billionen Dollar mit Plastikgeld-Krediten. 80 Prozent der 18- bis 20-jährigen Amerikaner besitzen bereits Kreditkarten. Etwa 15 Prozent aller US-Bürger haben Kreditprobleme.
.....

Dazu:


(Klick!)


«Ich bete, dass es keine Krise gibt»

Der bekannte Republikaner und Geldmanager Peter Peterson glaubt, die Wirtschaftspolitik Präsident Bushs basiere auf Hoffnung statt auf Fakten. 

......
Was ist, wenn weder die einen noch die anderen mitmachen?

Demokratien sind tatsächlich kaum in der Lage, mit schleichenden Krisen umzugehen. Deshalb befürchtet der ehemalige amerikanische Notenbankchef Paul Volcker auch, dass es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent in den nächsten 5 Jahren zu einer Weltwirtschaftskrise kommt.
Warum sollte die Regierung handeln, wenn trotz allen Alarmrufen bisher keine Katastrophe eingetreten ist?

Weil die Zeit sehr eng wird. In den USA gibt es 77 Millionen Babyboomer, also Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen. Die ersten gehen in 5 Jahren in Pension. Aber nur ein Drittel hat genügend gespart, um den Ruhestand sorgenfrei zu geniessen. Im Schnitt haben unsere 55- bis 64-jährigen nur 46 000 Dollar Erspartes, und die ärmsten 20 Prozent der Amerikaner beziehen 91 Prozent ihrer Einkommen vom Staat. Seltsamerweise gibt es in unserer Partei eine zweite Schule, deren Glaubenssätze im Gegensatz zu Bush stehen. Sie wollen die Steuern so tief senken, dass der Staat ausgehungert wird. Was passiert, wenn der Staat eines Tages den Rentnern sagt: «Sorry, ihr bekommt nicht mehr, was ihr braucht?» Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ohne Revolte abgeht. Die unheilige Allianz bei den Republikanern führt mit den gleichermassen festgefahrenen Demokraten dazu, dass wir unseren Kindern und Grosskindern eine riesige, ungedeckte Rechnung hinterlassen. 
......



Nur kurz:

Zu dieser Meldung "Städte nehmen deutlich mehr Gewerbesteuer ein Bundesfinanzministerium: Plus von 12,8 Prozent im ersten Halbjahr" möchte ich nur kurz ein paar Anmerkungen machen:

Das "Plus" tatsächlich deswegen (?):

Der wirtschaftliche Aufschwung führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der finanziellen Situation der Kommunen, besondern ins Ostdeutschland", erklärte das Bundesfinanzministerium.
oder eher deswegen (?):
Die Bundesregierung hat im Gesetzgebungsverfahren die zuvor den Städten und Gemeinden versprochenen Entlastungsvolumina durchgesetzt: Aus der Gewerbesteuer werden die Kommunen im laufenden Jahr 2,5 Mrd. Euro mehr erhalten, ab 2005 steigt dieser Betrag dann auf über 3 Mrd. Euro an. Aus dem so genannten Hartz IV-Gesetz werden die Kommunen dann um weitere 2,5 Mrd. Euro entlastet. Diese Entlastungen von insgesamt über 5,5 Mrd. Euro ab 2005 wirken dauerhaft. Zusammen mit dem Haushalt sbegleitgesetz 2004 und der Koch-Steinbrück- Initiative erreichen die Entlastungen im Jahr 2007 ein Volumen von über 7 Mrd. Euro.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Anlage26382/Massnahmen-des-Bundes-zur-finanziellen-Entlastung-der-Kommunen.pdf
 

Wer erhebt diese Steuer?

Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer und die wichtigste originäre Einnahmequelle der Kommunen zur Bestreitung ihrer öffentlichen Ausgaben. Der Bund und die Länder werden durch eine Umlage an der Gewerbesteuer beteiligt.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Service/Lexikon-Steuern-A-Z-.580.1255/Lexikon/Gewerbesteuer.htm

Vermutlich werden wir dafür dann wieder "Horrorzahlen" vom Eichelchen Haushalt zu hören bekommen !!

!! POLITIK !!
 

Thema: TSCHETSCHENIEN !

Terrorhelfer - FBI, CIA, BND und die tschetschenischen Kindermörder

Hier lang...

Dazu sei auch nochmals eine Passage aus "Mzoudi, Schily und der Tanz der Schlapphüte - Ein Zwischenbericht" zitiert:

Kiew
In diesem Zusammenhang ist erkennbar, dass unter aktiver Mitwirkung des Auswärtigen Amts z.B. in der Form, dass Visaerlangung gezielt erleichtert wurde, Kriminelle, Prostituierte und auch mutmaßliche Terroristen ab 2000 nach Deutschland geschleust wurden. Die Botschaft in Kiew ließ z.B. im Jahre 2001 ca 150.000 "Touristen" mehr einreisen als sonst pro Jahr üblich war. Obwohl der zugrundeliegende Erlaß Volmers für alle Botschaften galt, fand der Visaboom nur in Kiew statt. Und die Ukraine grenzt halt an den Kaukasus, wo in Afghanistan ausgebildete "tschetschenische" Freiheitshelden operieren. In unseren Medien gilt ein Tschetschene per se als kaukasischer "Wilhelm Tell" - eine Sichtweise, die bezweifelbar ist. Mittlerweile laufen gegen mindestens drei Mitarbeiter des AA Strafanzeigen. Denn es ist aktenkundig, dass zumindest zwei mutmaßliche Terroristen, die für das Drama im Moskauer Musical-Theater im Jahr 2002 verantwortlich waren, trotz einer Warnung des russischen FSB mit den Hunderttausenden "Touristen" mit einreisten. Auch war das BKA schon im Jahr 2000 in der Botschaft in Kiew tätig und untersuchte die verdächtige Schwemme. Oberster Chef des BKA ist Schily. Und die BKA-Aktivitäten verliefen im Sande. MdB von Klaeden schrieb in seiner Pressemitteilung vom 8.März 2004: "Wirksame Gegenreaktionen blieben aus oder erfolgten in deutlicher zeitlicher Verzögerung. Nach bisherigen Erkenntnissen hat Bundesinnenminister Schily dies geduldet."  (Das Muster des ausgebremsten BKA wiederholte sich in den Folgejahren, s.u., und die Parallele zur Kürzung der Gelder für die Terrorbekämpfung beim FBI drängt sich auf http://www.newsday.com. Die CDU/CSU-Fraktion stellte unter 50 Fragen auch folgende Frage Nr. 27 an die Regierung: "Warum ist dieser Erlass nicht umgehend nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der seitdem bestehenden Terrorbedrohung entsprechend Sinn und Zweck des Ausländerrechts (im Zweifel für die Sicherheit) aufgehoben oder geändert worden?"
Die Regierungsantwort (durch Frau Kerstin Müller) ist, wenn auch ausweichend formuliert, eben darin wieder aussagekräftig: "In allen derartigen Fällen muss der Antrag auf ein Schengenvisum grundsätzlich abgelehnt werden, wenn bei irgendeinem der notwendigen Prüfschritte ein "rotes Licht" aufleuchtet."
http://dip.bundestag.de
Alle diese Sätze nach dem Radio Eriwan-Verfahren ("im Prinzip ist und war alles bestens geregelt") erklären nicht, dass auch nach dem (von Frau Müller argumentativ bemühten) Erlaß des "Gesetzes zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus" vom 9. Januar 2002 noch im selben Jahr 2002 etwa 100.000 Visa MEHR ausgestellt wurden als z.B. 1999 oder 2003. Legt man eine Grobrechnung an (200 Arbeitstage pro Jahr mit je 8 Stunden á 60 Minuten = 96.000 Minuten), kommt man bei 314.000 Anträgen im Jahr 2001 und 2002 265.000 auf einen Mittelwert pro Antrag von 20 Sekunden Bearbeitungszeit. Im 20-Sekundentakt soll an der Botschaft über Terrorverdächtigkeit entschieden worden sein?

Nehmen wir an, über Kiew wäre das "Fußvolk", also der "Bodensatz" von Kleinkriminellen, sowie Drogen und Prostituierte für die Geldbeschaffung für terroristische Aktivitäten in verschiedenen Ländern Europas geschleust worden, und Geheimdienste hätten diesen Strom aus Afghanistan sanft genutzt, überwacht und gelenkt (Fax BfV an CIA: "Marwan kommt nach Hamburg" ) vgl.  http://www.stern.de/politik/deutschland/index.html?id=511535&nv=hp_rt_al
, dann  wäre ein Zusammenhang zwischen dem 11.9., dem Balkan-Terrorismus und den Diensten mittels eines "zufällig" entstandenen Touristenstroms gut verdeckbar.

De facto kommt keine Antwort der Regierung auf die Frage nach dem "Warum" des Volmer-Erlasses. Es gibt andererseits auch (noch) nicht einen einzigen handfesten Beleg für einen Zusammenhang zwischen den Hamburger Vorgängen und der Kiewer Schleusung. Es gibt nur Parallelen im Muster der Vorgänge. So war in den USA ab Ende der 90er Jahre eine Schwemme an arabischen Flugschülern zu verzeichnen, basierend u.a. auf einer "laxen" Visa-Genehmigungspraxis in der US-Botschaft von Dschiddah, Saudi-Arabien.
Gegen eine direkte Verbindung Hamburg-Kiew spricht zunächst auch, dass die "Hamburger" sich nicht per Bus durch die Ukraine über Tage hinweg nach Deutschland quälten, sondern entspannt flogen. Nur klärt das alles nicht das Verhalten von Schilys BMI und Fischers AA, denn "ein durchaus bemerkenswerter Vorgang, der auch von Sicherheitsbehörden mehrmals und massiv gerügt wurde" ("Spiegel-online",10.3.2004), der Hunderttausende von Menschen betrifft, wird nicht vollzogen aus reiner Menschenfreundlichkeit oder um die CDU in Zuwanderungsfragen zu ärgern oder ihr Munition für Wahlkämpfe zu liefern. Angesichts des Verhaltens der Bundesregierung zum Terrorismus in der Balkanfrage (Unterstützung der Terror-UCK) sowie der Warnungen aus dem BKA bleibt bis zur Lieferung einer überzeugenden anderweitigen Begründung eine Recherchenotwendigkeit in Richtung Geheimdienstoperation auf dem Tisch. Das ist der Zwischenstand mit einer Garantie für weitere Nachrichten. 

------------------

Ebenfalls sehr interessant, sind ein paar Äußerungen von Putin in der NOVOSTI....

.....
Einige wollen uns ein ‚fetteres' Stück abzwacken und andere helfen ihnen, weil sie meinen, dass Russland als eine der größten Kernwaffenmächte für sie noch eine Gefahr darstellt. Deshalb muss man diese Gefahr beseitigen.
Und der Terrorismus ist natürlich nur ein Instrument für die Erreichung solcher Ziele. ..
.. Als Präsident, Oberhaupt des Russischen Staates, als Mensch, der einen Schwur geleistet hat, das Land, seine territoriale Integrität zu schützen, und einfach als Bürger Russlands bin ich überzeugt, dass wir in Wirklichkeit keine Wahl haben. Weil wir, wenn wir uns werden erpressen lassen und der Panik nachgeben werden, Millionen Menschen in eine unendliche Reihe von blutigen Konflikten gleich Karabach, Transnistrien und anderen ähnlichen Tragödien versinken werden. Man kann nicht umhin, das Offensichtliche zu sehen.
Wir haben nicht mit einzelnen Aktionen der Abschreckung, nicht mit abgesonderten Ausfällen der Terroristen zu tun. Wir haben mit einer direkten Intervention des internationalen Terrors gegen Russland zu tun. ..
.. Jene, die Banditen für die Verübung dieses schrecklichen Verbrechens geschickt haben, haben sich zum Ziel gesetzt, unsere Völker aufeinanderzuhetzen, die russischen Bürger einzuschüchtern und blutige Fehden im Nordkaukasus zu entfesseln. ..
.....
http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=567&msg_id=4812868&startrow=21&date=2004-09-06&do_alert=0

.....und ein Kommentar eben dieser NOVOSTI über eben diese Rede Putins:

.....
Erstmalig genierte sich die Macht nicht, das, was im Lande vor sich geht, den Krieg zu nennen und den zweifelhaften Euphemismus zu verwerfen, der schon seit Jahren strapaziert wurde - zur Bestätigung dessen, dass das Land nur eine "antiterroristische Operation" durchführe. Erstmalig wurde in der Ansprache des Präsidenten so offen von der Schwäche Russlands, der sozialen und ideologischen Uneinigkeit seiner Gesellschaft, von den gröbsten Fehlern gesprochen, die die Führung des Landes in den Jahren des Übergangs von der alten, kommunistischen zu der neuen, demokratischen Formation zugelassen hat. Erstmalig wurden - zwar nicht namentlich, aber doch durchsichtig genug - die Auftraggeber und Beschützer der Kindermörder bezeichnet: die unverbesserlichen Russenhasser, die immer noch von Russlands Zerfall träumen. Wahrheit ist ein großartiges Ding, mit ihr beginnt die Heilung.

Tatsächlich ist der internationale Terrorismus nur ein Instrument, genauer: der Stachel, der ins Herz der Russen zielt. Die Auftraggeber des Kindermordes sind verbrecherischer, zynischer und unmenschlicher als die Ausführenden, jene, die den Kindern in den Rücken schossen, jene, die ihnen (selbst einjährigen Säuglingen) keinen Schluck Wasser gönnten. Erwähnt wurden sowohl das Heldentum als auch die Fehler der Rechtsschutzorgane, die Korruption, die das Gerichtssystem wie Rost zerfrisst, und eine "fünfte Kolonne" innerhalb des Landes, die bereit ist, dem Gegner in die Hand zu spielen oder sich zumindest zu ergeben und auf den Kampf zu verzichten. "Schwache werden geschlagen", sagte der Präsident, und das ist nicht zu bestreiten. Gesagt wurde schließlich auch, dass es zum Widerstand einfach keine Alternative gibt.

Russland hat die Herausforderung des internationalen Terrorismus und aller, die ihn manipulieren, angenommen. 
....
http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=567&msg_id=4813310&startrow=11&date=2004-09-06&do_alert=0
 

Damit will ich nichts was in Tschetschenien passiert entschuldigen. Und auch will ich auf keinen Fall einen "Persilschein" für Rußland ausgeben. Aber wir wissen, das es da gewisse Strategen gibt die meinen das... "Diese Geheimoperation war eine ausgezeichnete Idee. Sie lockte die Russen in die afghanische Falle und Sie möchten, daß ich das bedaure?" (Zitat Zbigniew Brzezinski zu Afghanistan)

UND NUN DIES HIER !!!!! 


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Morton Abramowitz
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S. Frederick Starr
Leonard R. Sussman
Barry Tharaud
Jack Thomas Tomarchio
Sinan Utku
George Weigel
Caspar Weinberger
Curtin Winsor
R. James Woolsey
Tatiana Yankelevich
Kommen euch da ein paar Namen bekannt vor ? Z.B hiervon ? 

"Projekt For The New American Century" (bitte DRINGEND weiter unten nochmals reinschauen !!): 

Elliott Abrams | Gary Bauer | William J. Bennett | Jeb Bush | Dick Cheney | Eliot A. Cohen | Midge Decter | Paula Dobriansky | Steve Forbes (Direktorium "Memorial Sloan-Kettering Cancer-Center") | Aaron Friedberg | Francis Fukuyama | Frank Gaffney | Fred C. Ikle (HIER unter "I") | Donald Kagan | Zalmay Khalilzad | I. Lewis Libby | Norman Podhoretz | Dan Quayle | Peter W. Rodman | Stephen P. Rosen | Henry S. Rowen | Donald Rumsfeld | Vin Weber | George Weigel | Paul Wolfowitz

Ursache und Wirkung ?? ALLES ZUFALL ???????? 


03.09.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

NEUES VON DER KREDITFRONT !

Jetzt also komplett !

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

Zuerst mal die Graphik:


(Klick !!)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12021.PDF

Ein Anstieg der Neukreditvergabe von 11,07 Mrd. €, oder 0,31 %. Gar nicht so schlecht ! Wenn da nicht folgender Punkt wäre:

Allein die kurzfristigen Kredite sind von 463,48 Mrd. € auf 473,06 Mrd. € gestiegen. Das sind 9,58 Mrd. €, oder 68,54 % der gesamten zusätzlichen Kreditvergabe von 11,07 Mrd. €. Für eine Erklärung ziehe ich schon mal einen Punkt von unten hier hoch:

.....
2.) Deutlich ins Auge fällt außerdem noch die Kreditvergabe an die öffentlichen Haushalte, Kategorie "kurzfristige Kredite". Diese stiegen, von Juni bis Juli '04, um 11,52 Mrd. €  (von 36,66 Mrd. € auf 48,18 Mrd. €). Das ist -incl. jährlichem + monatlichen Vergleich- der zweithöchste Anstieg seit 1996. Der größte Sprung (seit 1996) fand übrigens von Febr. auf März diesen Jahres statt (um 12,72 Mrd. €). Kein besonders gutes Zeichen !
Somit relativiert sich der schöne Anstieg wieder !

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Zuerst mal die Graphik:


 

In sechs von sieben Monaten dieses Jahres, waren die Neukredite rückläufig. Im Juli sogar wieder etwas kräftiger (-4,3 Mrd. €, oder -0,193 %). Von dieser Seite kommt einfach nichts ! Zwei Punkte dazu etwas ausführlicher:

1.) In Bezug auf die Unternehmen, muß noch auf diesen Aspekt hingewiesen werden. Die Unternehmen finanzieren sich seit 1997 zunehmend über Anleihen. Allerdings betrug der Anleiheumlauf im Sept. '03 gerade einmal 143 Mrd. €.  Damit kommen wir incl. der Kreditvergabe (1997 bis 2003) auf eine Summe von ca. 395 Mrd. €, die von Unternehmen aufgenommen wurden. 
Über einen vergleichbaren Zeitraum, nämlich von 1987 bis 1993 lag dieser Wert bei 605 Mrd. €. Und das nur mit der "normalen" Kreditnahme bei den Banken, also ohne Anleihen ! Eine Summe die um ca. 53 % höher lag ! 
Es wird somit also doch ziemlich deutlich, daß die Unternehmen sich, alles in allem, seit Jahren deutlich zurückhalten !! Leider mit den bekannten negativen Effekten !!

2.) Deutlich ins Auge fällt außerdem noch die Kreditvergabe an die öffentlichen Haushalte, Kategorie "kurzfristige Kredite". Diese stiegen, von Juni bis Juli '04, um 11,52 Mrd. €  (von 36,66 Mrd. € auf 48,18 Mrd. €). Das ist -incl. jährlichem + monatlichem Vergleich- der zweithöchste Anstieg seit 1996. Der größte Sprung (seit 1996) fand übrigens von Febr. auf März diesen Jahres statt (um 12,72 Mrd. €). 
Kein besonders gutes Zeichen ! Siehe hier.

Datenquelle u.a: http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF
 

Noch kurz zu der "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

2004 (Mrd.€)
Jan. = 8168,7;  Febr. = 8206,9;  März = 8254,7;  April = 8337,8;  Mai = 8372,7;  Juni = 8425,5Juli = 8452,7

Differenz Juni zu Juli '04 = +27,2 Mrd. €  (Vormat +34,9 Mrd. € , +0,42 %;  davor = +47,8 Mrd. €, + 0,58 %)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S101ATIB01013.PDF

Teile ich die 27,2 Mrd. € auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land ein Zuwachs von im Schnitt 2,27 Mrd. €. Offensichtlich ist bei den restlichen Europäern ("Unternehmen und Privatpersonen") -anders als bei uns, siehe oben- die Verschuldungsneigung -und fähigkeit noch gegeben. 

Ein Satz noch dazu: Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht ganz sicher, wer nun mittlerweile genau in dieser Statistik erfasst wird. Je nach dem wie viele Länder enthalten sind, würde sich natürlich dementsprechend der Betrag pro Land ändern. Ist also mit ein bißchen Unsicherheit befrachtet. 

Ungebrochener Aufwärtstrend bei den Gründungen

Die seit 2003 zu beobachtende Zunahme bei den Unternehmensgründungen hält unvermindert an. Sank die Zahl der Neugründungen vom 1. Halbjahr 1999 bis 2001 von 434.000 auf 384.000, ist seit dem ersten Halbjahr 2003 eine Zunahme festzustellen. Insbesondere der aktuelle Anstieg um 8,5 Prozent auf 419.000 zeigt eine deutliche Aufwärtsbewegung.

Hört sich erstmal gut an ! Doch:

Seit dem 1. Januar 2003 besteht die Möglichkeit, sich mit einer so genannten Ich- bzw. Familien-AG selbstständig zu machen. (http://www.ich-ag-foerderung.de/ichag.php?pid=)

Seit Januar 2003 haben bundesweit 180 400 Menschen eine Ich-AG gegründet.
(http://www.abendblatt.de/daten/2004/08/19/330862.html)

Im Jahr 2003 wurden knapp 90.000 "Ich-AGs" gefördert. 
(http://www.dihk.de/inhalt/themen/starthilfe/unternehmensgruendung/2003_rueckblick.html)

Man stelle sich vor, daß die aus der Statistik rausfallen. Denn so richtig "eingeschlagen" haben die anscheinend nicht (hierzu der verweis zu einem Artikel von vor ein paar Tagen: "Die amtliche Erfolgsbilanz bei den Ich-AGs beruht auf einem einfachen Rechentrick"). 


WASSER - Mindestrendite ohne Risiko

BERLIN, 1. September. Bei den Wassertarifen hat sich die Berliner Politik in eine prekäre Situation manövriert. Mit der vom Abgeordnetenhaus gebilligten Neufassung des Konsortialvertrages hat das Land, das mit 50,1 Prozent an den Wasserbetrieben (BWB) beteiligt ist, den Mit-Gesellschaftern RWE und Veolia den Anspruch auf eine ergebnisunabhängige Mindestrendite eingeräumt. Als Bemessungsgrundlage dient das auf 3,5 Milliarden Euro veranschlagte betriebsnotwendige BWB-Kapital, das um zwei Prozent über der längerfristigen Durchschnittsrendite der Bundesschatzbriefe verzinst wird. Für 2004 liegt dieser Renditeanspruch von RWE und Veolia bei acht Prozent. Damit steigt die auf die privaten Gesellschafter entfallende Ausschüttung 2004 auf 140 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 120 Millionen Euro.

Das BWB-Betriebsergebnis dürfte auch mittelfristig kaum ausreichen, um diese Ansprüche durch eine den Beteiligungsquoten entsprechende Gewinnausschüttung zu decken. Laut Konsortialvertrag wird in diesem Fall der Gewinnanteil des Landes zu Gunsten der RWE- und Veolia-Ausschüttung gekürzt. Steigen nun die Kosten der Wasserbetriebe - wie aktuell durch die Energiepreise oder den anteiligen Rückabwicklungsaufwand des fragwürdigen Molavia-Deals - geht dies ausschließlich zu Lasten Berlins. Die Politik kann diese Kosten - über welches Tarifmodell auch immer - auf die Preise umlegen. Dann zahlen die Verbraucher. Oder die Politik verzichtet auf diesen unpopulären Schritt und akzeptiert, dass der Landesanteil am BWB-Gewinn noch stärker schrumpft. Das Ergebnisrisiko der BWB-Miteigner RWE und Veolia aber ist gleich Null.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/wirtschaft/372927.html

Super Alternativen. Entweder Berlin überweist Steuereinnahmen direkt an RWE und Veolia (bildlich gesprochen), oder die Verbraucher müssen zusätzlich löhnen. Ist doch immer wieder lohnend mit der öffentlichen Hand Geschäfte zu machen. Ooooooooh man, das sind die selben Typen, die Lösungen für die Probleme unsres Landes finden sollen. Das kann nichts geben !


Nur Link:

Statistisches Bundesamt: Datenreport 2004  (vielleicht kanns jemand gebrauchen)

Depfa auf die Bermudas

!! POLITIK !!

T S C H E T S C H E N I E N - Im Bunker der Folterer

Tortur, Vergewaltigung, Mord - Alltag in den Gefangenenlagern der russischen Armee in Tschetschenien. Anna Politkowskaja hat es selbst erlebt.

Hier lang...

Oder auch hier:

Tschetschenien: Terror gegen die Zivilbevölkerung nicht übergehen!

Seit der russische Präsident Wladimir Putin sich an die Seite der Koalition gegen den internationalen Terrorismus gestellt hat und die Politik von USA und NATO gegen Osama bin Laden unterstützt, ist die Kritik am Vorgehen russischer Truppen in Tschetschenien weitgehend verstummt. Auch Bundeskanzler Schröder plädierte Ende September 2001 vor dem Bundestag dafür, vor dem Hintergrund des Terrors in den USA die Situation in Tschetschenien "differenzierter" zu betrachten. Dass die Tschetschenen derzeit zum dritten Mal in den vergangenen 60 Jahren Opfer eines Völkermords werden, droht in Vergessenheit zu geraten.
.....
Der erste Tschetschenienkrieg, der mit der Invasion vom 11. Dezember 1994 begann, kostete nach Schätzungen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) 80.000 Menschen das Leben. General Lebed, dessen Initiative 1996 den Angriffskrieg Jelzins beendete, ging sogar von 90.000 Toten (10 Prozent der damaligen Bevölkerung) aus. Wie andere Menschenrechtsorganisationen beschuldigte auch die GfbV die russische Armee des Genozid gemäß der UN-Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermords. Denn bei den Angriffen auf Menschenansammlungen und Flüchtlingskonvois, Massakern an Zivilisten, Plünderungen und Vergewaltigungen von Frauen wurde die Vernichtung eines großen Teils der tschetschenischen Zivilbevölkerung billigend in Kauf genommen.
.....
Die russische Führung argumentiert, sie nehme in Tschetschenien ihr legitimes Recht wahr, sich gegen abtrünnige Rebellen und Terroristen zur Wehr zu setzen. So wird der gegenwärtige Krieg, der im September 1999 begann, auch mit den Bombenanschlägen in Moskau und Wolgodonsk begründet. Ihnen waren 300 Menschen zum Opfer gefallen . Die Attentate wurden tschetschenischen Terroristen angelastet. Den Beweis für diese Anklage blieb Moskau bislang schuldig. Stattdessen gibt es immer wieder Hinweise auf eine Beteiligung des russischen Geheimdienstes FSB, der Nachfolgeorganisation des KGB.  So zitierte die britische Tageszeitung Independent am 7. Februar 2000 einen russischen General, der den FSB für die Anschläge verantwortlich machte.
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Die Motive, die immer mehr tschetschenische Frauen zur lebenden Bombe werden lassen, beschreibt eine Frau, die lange mit dem Gedanken spielte, auch Attentäterin zu werden: "Ich habe gesehen, wie die russischen Soldaten sich freuen, wenn sie unsere Jungs quälen. Glauben sie mir, keiner, der so etwas gesehen hat, braucht noch eine besondere Schulung oder muss extra vorbereitet werden."
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So schlimm auch ich diese Geiselnahme finde, wir sollten uns trotzdem fragen, in wie weit die Bericherstattung wirklich objektiv auf die Situation eingeht. Wieviel Sendezeit gab es jüngst für Berichte über Massaker, Morde usw. an der Zivilbevölkerung in Tschetschenien ? Aktionen der "Terroristen" laufen live und in farbe und stundenlang über den Äther (wie gerade wieder erlebt). Selbstverständlich gibt es auch Berichte oder Sendungen über "nicht terroristische" Säuberungsaktionen usw. Sei es in Israel oder in Tschetschenien oder sonst wo. Die gibt es, klar. Aber wir müssen sie suchen ! Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Live-Bericht über Bombadierungen von z.B. tschetschenischen Dörfern gesehen zu haben. Warum nicht ?

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Ach ja, ein Beispiel von nichtterroristischem Terror !

Afrika als Spielball des Westens?

Hinter dem geplanten Putsch in Afrika stehen offenbar handfeste Wirtschaftsinteressen westlicher Staaten.

Der geplatzte Putschversuch in Äquatorialguinea zieht immer weitere Kreise. Nachdem vor wenigen Tagen der Sohn der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher, Mark Thatcher, wegen mutmaßlicher Verwicklung in den geplanten Coup in Südafrika verhaftet worden war, wurde nun bekannt, dass hinter dem geplanten Coup offenbar eine Reihe westlicher Geheimdienste steckt.

Die USA, Großbritannien und Spanien hätten davon gewusst bzw. den Coup mitgeplant, berichteten die britischen Zeitungen "The Observer" und "The Times" am Wochenende.


Interessantes Flash-Video zum 11.09. ! Genauer, zum Pentagon-"Einschlag" ! (Ca. 1 Minute Ladezeit)

Guckst du hier !!


Eigentlich Big Brother ! Da ich aber diesbzgl. nur diesen einen Link für heute habe, bring ich das hier:

Hamburger Senat im Law-and-Order-Wahn

01.09.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

NEUES VON DER KREDITFRONT !

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

LIEGT NOCH NICHT VOR !!
 

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Zuerst mal die Graphik:


(Klick !!)

In sechs von sieben Monaten dieses Jahres, waren die Neukredite rückläufig. Im Juli sogar wieder etwas kräftiger (-4,3 Mrd. €, oder -0,193 %). Von dieser Seite kommt einfach nichts ! Zwei Punkte dazu etwas ausführlicher:

1.) In Bezug auf die Unternehmen, muß noch auf diesen Aspekt hinweisen möchte. Die Unternehmen finanzieren sich seit 1997 zunehmend über Anleihen. Allerdings betrug der Anleiheumlauf im Sept. '03 gerade einmal 143 Mrd. €.  Damit kommen wir incl. der Kreditvergabe (1997 bis 2003) auf eine Summe von ca. 395 Mrd. €, die von Unternehmen aufgenommen wurden. 
Über einen vergleichbaren Zeitraum, nämlich von 1987 bis 1993 lag dieser Wert bei 605 Mrd. €. Und das nur mit der "normalen" Kreditnahme bei den Banken, also ohne Anleihen ! Eine Summe die um ca. 53 % höher lag !
Es wird somit also doch ziemlich deutlich, daß die Unternehmen sich, alles in allem, seit Jahren deutlich zurückhalten !! Leider mit den bekannten negativen Effekten !!

2.) Deutlich ins Auge fällt außerdem noch die Kreditvergabe an die öffentlichen Haushalte, Kategorie "kurzfristige Kredite". Diese stiegen, von Juni bis Juli '04, um 11,52 Mrd. €  (von 36,66 Mrd. € auf 48,18 Mrd. €). Das ist -incl. jährlichem + monatlichen Vergleich- der zweithöchste Anstieg seit 1996. Der größte Sprung (seit 1996) fand übrigens von Febr. auf März diesen Jahres statt (um 12,72 Mrd. €). 
Keine besonders gutes Zeichen ! Siehe hier.

Datenquelle u.a: http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF


Schuldenspirale dreht sich schneller

Fast 900.000 gerichtliche Zwangsmaßnahmen seit Januar 2004 / Gläubiger greifen schneller und härter durch

Der Schulden-Trend deutscher Konsumenten hält ungebrochen an. Die Zahl der gerichtlichen Zwangsmaßnahmen* gegen Privatpersonen in Deutschland stieg im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 % auf 888.830 Fälle. Vor allem in den östlichen Bundesländern ergab sich ein deutlicher Anstieg um 15 % auf 155.978. In den westlichen Bundesländern stieg die Zahl der Maßnahmen zur gerichtlichen Eintreibung offener Forderungen um 4,3 % auf 732.852.
.....
Im Westen deutlich mehr Privatinsolvenzen als im Osten
Als letzten Ausweg aus der Schuldenspirale suchen immer mehr private Schuldner den Weg in die Insolvenz: 41.158 Privatinsolvenzen wurden im ersten Halbjahr 2004 beantragt. Das sind 28,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Forciert wurde die Gesamtentwicklung in 2004 vor allem in den westlichen Bundesländern mit einem Anstieg um 33,9 % auf 33.687. In den östlichen Bundesländern stieg die Zahl der Privatpleiten um 8,4 % auf 7.471 Fälle.
.....


(Klick !!)


Erinnert ich euch noch an diesen Artikel von vor ein paar Tagen ? "HVB erwägt Verkauf notleidender Kredite"

Das war mein Kommentar dazu:

Das meiner Meinung nach eigentlich Interessante an der Meldung ist, daß indirekt zugegeben wird, daß notleidende Kredite von "einigen Milliarden" überhaupt vorhanden sind ! Wie sonst könnten sie sie sonst "verkaufen" ? 
Wenn (!) das exemplarisch für den Rest der Bankenwelt sein sollte.... Warm anziehen !
Und nun dies:

Ad-hoc Mitteilung der Aareal Bank AG

.....
Die Risikovorsorge wird 2004 das Jahresergebnis vor Steuern einschließlich bereits budgetierter Einzelwertberichtigungen in Höhe von 385 Mio. EUR belasten. Danach beträgt das voraussichtliche Jahresergebnis nach Steuern ca.-100 Mio. EUR.
.....
Mit diesem Schritt beabsichtigt die Bank, abschließend ihre Altlasten aus Krediten der neunziger Jahre der ehemaligen Deutschen Bau- und Bodenbank zu bereinigen.
.....

Selbstverständlich muß das nicht allzuviel heißen. Es muß nicht, es kann aber ??! Jedenfalls sollten wir die Augen offen halten !!

Zudem paßt dieser Artikel recht gut dazu:

Investmentbanken vor schwierigem zweiten Halbjahr -  Die führenden Investmentbanken haben ihre Risiken im zweiten Quartal 2004 beträchtlich ausgeweitet

......
Das Risiko abschätzen

Der BCG-Studie zufolge haben die zehn größten Investmentbanken der Welt ihr "Value at Risk" vom ersten auf das zweite Quartal von zusammen 780 auf 872 Millionen Dollar erhöht - den höchsten Wert seit mindestens zehn Quartalen. Offensichtlich sind zumindest einige der Häuser deutlich höhere Risiken eingegangen, um so die ansonsten eher flauen Gewinne aufzupolstern.

"Value at Risk" (VAR) ist eine Meßziffer, mit der Investmentbanken den größtmöglichen Tagesverlust aus ihren Handelspositionen abzuschätzen versuchen. Dazu werden mit Hilfe großer Datenbanken die historischen Kursschwankungen jedes einzelnen Finanzinstruments statistisch aufbereitet und zu der Kennziffer VAR zusammengefaßt.
.....


Nochmal Regio oder Freigeld usw. ! (siehe Gesetzesparagraph am Vortag)

Hier: "Der Kann Was". Eine steuerliche Beurteilung

Die meiner Ansicht nach entscheidenden Sätze:

.....
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass das Kann Was-Währungssystem als regionales Tauschsystem steuerlich durchaus anerkannt wird, wenn die den Kann Was-Relationen zugrundeliegenden Bewertungen nachvollziehbar und durch am Markt übliche Werte nach Umrechnung in Euro repräsentiert werden. Die Wertumrechung in Euro muß allerdings in einer zweiten Stufe erfolgen, wobei je nach Buchführungs- bzw. Dokumentationsform eine zentrale Erfassung und Bewertung durch Buchhaltung, Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung und die Überschussrechnung oder durch "nachgelagerte Dokumentation" bei der jährl. Einkunftsermittlung erfolgen muß.

Umsatzsteuerlich ist aufgrund der Formvorschriften der §§ 14, 15 UstG eine schriftlich oder elektronisch gesonderte Berechnung des Entgeltes für Kann Was in Euro mit Vorsteuerausweis vorzunehmen, da sonst das Finanzamt die empfangenen Vorsteuerbeträge nicht anerkennen wird und dennoch für die Leistungserbringung Umsatzsteuer aus den "Sachwerten" herausrechnet, die dann auch abzuführen ist. Hier könnte bei nichtbeachten der Formvorschriften eine erhebliche Gefahrenquelle bestehen.
.....

!! POLITIK !!
 

Greueltaten im Irak - "Ich habe für unsere Regierung unschuldige Menschen umgebracht"

Der Irakkrieg hat Massey verändert. Die Brutalität, das reine Gemetzel der US-Invasion berührte sein Gewissen und änderte ihn für immer. Er wurde am vergangenen 31.12. ehrenvoll und bei voller Abfindung entlassen und ist nun zurück in seinem Heimatort Waynsville, N.C.

Als ich letzte Woche mit Massey sprach, drückte er seine Reue über die zivilen Verluste bei Vorfällen aus, in die er selbst verwickelt war.
.....

Ich habe mit meinem befehlshabenden Offizier geredet.

Was passierte dann?

Nachdem ich mit dem obersten Kommandanten geredet hatte, wurde ich irgendwie schnell aus dem Verkehr gezogen. Ich war im Wesentlichen unter Hausarrest gestellt. Ich redete nicht mit anderen Soldaten. Ich wollte sie nicht verletzen. Ich wollte sie nicht in Gefahr bringen.
Ich möchte Menschen helfen. Es war mir wichtig. Ich musste etwas sagen. Als ich zurück in die Staaten geschickt wurde, ging ich zum Hauptfeldwebel. Er ist verantwortlich für 3500 Marineinfantristen. " Sir", sagte ich ihm, "Ich möchte nicht Ihr Geld. Ich möchte nicht Ihre Vorteile. Was Sie taten, war falsch."
Es war meine persönliche Überzeugung. Ich hatte eine makellose Karriere. Ich entschied auszusteigen. Und wissen Sie, wem ich die Schuld gab? Ich gab dem U.S.-Präsidenten die Schuld. Es geht mir nicht um die Degradierung. Ich gebe dem Präsidenten die Schuld, weil er sagte, dass sie Massenzerstörungswaffen hatten. Es war eine Lüge.


 

Zitat von Herrmann Göring:

18. April 1946

Abend im Gefängnis. Görings Zelle:

" ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." (S. 270)

Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.

Ohne weiteren Kommentar !!!!


30.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Kredite statt Aktien?

Eine neue Anlageform erblickt das Licht der deutschen Börsenwelt: Die so genannte "Verbriefung von Krediten". Dabei werden Bankenkredite ausgelagert, gebündelt und in Form von Wertpapieren wieder verkauft.
.....
Erste Produkte ab Juni

Bislang war in Deutschland, im Gegensatz etwa zu den USA und Großbritannien, nur die "synthetische Verbriefung" möglich. Dabei werden zwar die Kredit-Risiken ausgelagert, die Kredite selbst bleiben aber in den Bilanzen der Banken gefangen. Damit soll nun Schluss sein. 13 Kreditinstitute haben am Freitag in Frankfurt Zweckgesellschaften gegründet, über die die Kredit-Verbriefung abgewickelt werden soll. Das Projekt läuft unter dem Namen „True Sale Initiative“ (TSI). Federführend bei der Initiative war die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Deren Vorstandssprecher Hans Reich kündigte am Freitag an, die Plattform werde im Juni an den Start gehen. Ursprünglich waren allerdings bereits erste Produkte für Ende 2003 vorgesehen gewesen.

Sinkende Rückstellungen = steigende Gewinne
Mit der "echten" Verbriefung von Krediten will die Branche nun also mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Banken können einerseits ihre Risikostruktur um riskante Kredite bereinigen. Wie wichtig dies für die Bankenbilanzen ist, zeigten ausgerechnet am Freitag die Quartalsergebnisse der Deutschen Bank. Vor allem wegen der "verbesserten Kreditstruktur" konnte das Institut seinen Gewinn deutlich nach oben schrauben. Die Bank hatte in den vergangenen Monaten fleißig Kredite im Ausland verbrieft und konnte so seine Rückstellungen um rund 250 Millionen Euro absenken. 
.....
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_54784
 

Zur Info: Aus der FTD vom 23.8.2004: Initiative True Sale startet im September
 

Rolle der KfW Bankengruppe
.....
Als Gesellschafterin der TSI - GmbH hat sie
* gleichen Anteil am Kapital
* gleiches Stimmrecht
* gleiche Haftung
.....
https://www.commerzbank.de/presse/pool_data/p300404/tsi_handout_300404.pdf
 

KfW Bankengruppe, Gesetz über die KfW

§ 1a
HAFTUNG DES BUNDES
Der Bund haftet für die von der Anstalt aufgenommenen Darlehen und begebenen Schuldverschreibungen, die als Festgeschäfte ausgestalteten Termingeschäfte, die Rechte aus Optionen und andere Kredite an die Anstalt, sowie für Kredite an Dritte, soweit sie von der Anstalt ausdrücklich gewährleistet werden.

http://www.kfw.de/DE/Unsere%20Wertpapiere/DownloadAr7/Gesetz_D_11_03.pdf

Das nennt man wohl "Sozialisierung" von Verlusten ! Wie schön, daß die Bücher der Banken dann wieder stimmen. Dafür die von Hans Eichel nicht mehr. Was ist Umverteilung ? Das ist Umverteilung ! Und alle sitzen sie am selben Tisch:

Der Verwaltungsrat der Kfw

Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung, genehmigt die größeren Kreditobligos und den Jahresabschluss.
.....
Vorsitzender des Verwaltungsrats:
Wolfgang Clement
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit

Stellvertretender Vorsitzender:
Hans Eichel
Bundesminister der Finanzen

Weitere Mitglieder sind:
.....
Dr. Rolf-E. Breuer
Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.
.....
Joschka Fischer
Bundesminister des Auswärtigen
.....
Jürgen Grieger
Präsident des Verbandes deutscher Hypothekenbanken e.V.
.....
Dr. Dietrich H. Hoppenstedt
Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.V.
.....
Friedrich Merz
Mitglied des Deutschen Bundestages
.....
Dr. Michael Rogowski
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.
.....

.... und viele, viele bekannte Namen mehr !!!


Regio oder Freigeld usw. !

Das sagt Vater Staat dazu !!

Handelsgesetzbuch, 3. Buch - Handelsbücher (§§ 238 - 342a); 1. Abschnitt - Vorschriften für alle Kaufleute (§§ 238 - 263)
2. Unterabschnitt - Eröffnungsbilanz. Jahresabschluß (§§ 242 - 256); 1. Titel - Allgemeine Vorschriften (§§ 242 - 245)

§ 244  Sprache. Währungseinheit

Der Jahresabschluß ist in deutscher Sprache und in Euro aufzustellen. 

http://dejure.org/gesetze/HGB/244.html

So leid mir das tut (das meine ich ehrlich, der "bessere" sollte gewinnen), auch in dieser Hinsicht ist alles "bestens" geregelt. Geld ist genau das, was die Macht dazu ernennt. Einzig legales Zahlungsmittel ist und bleibt der EURO ! Das Zahlungsmittel, in dem die Steuern zu entrichten sind ! Die Altenativgeldler können sich abstrampeln wie sie wollen, sollte das tatsächlich im großen Stil "um sich greifen", ist vorgesorgt:
§ 334  Bußgeldvorschriften

(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Mitglied des vertretungsberechtigten Organs oder des Aufsichtsrats einer Kapitalgesellschaft

   1.  bei der Aufstellung oder Feststellung des Jahresabschlusses einer Vorschrift
      a)  des § 243 Abs. 1 oder 2, der §§ 244, 245, 246, 247, 248, 249 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 3, des § 250 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2, des § 251 oder des § 264 Abs. 2 über Form oder Inhalt,
.....
zuwiderhandelt.
.....
(3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden. 


Da ich gerade diesen Link sehe....

Karl Otto Pöhl ist überzeugt: "Der Kurs beim Umtausch war verhängnisvoll"

Welt am Sonntag: Herr Pöhl, war die Einführung der D-Mark im Jahr 1990 zum Kurs eins zu eins auch aus heutiger Sicht falsch? 

(incl. weiterführender Links untendrunter)

..... möchte ich dem interessierten Leser nochmals ein paar Details zu Pöhls "Rolle" damals zeigen: 

Als Notenbank-Chef ist Opportunist Greenspan kein Einzelfall

.....
Als Beispiel für die mehr als fragwürdige Rolle von Notenbankern, die ganz im Geiste der von Mises'schen Analyse Fehlentscheidungen treffen oder unwidersprochen mittragen, die zu ökonomischen Ungleichgewichten mit schwerwiegenden Folgen führen, mag der ehemalige Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl dienen. 
.....

(ist auf dieser Seite unten)

!! POLITIK !!

400000 Arbeitslose weniger? - Ein-Euro-Jobs sollen Statistik verbessern

Berlin. Mit den im Rahmen der Hartz-Reformen geplanten rund 600 000 Ein-Euro-Jobs will Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die Arbeitslosen-Statistik beträchtlich nach unten drücken. Arbeitslose, die Ein- oder Zwei-Euro-Jobs annehmen, werden künftig nicht mehr in der Erwerbslosenstatistik aufgeführt. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Mit diesem Trick könnte die Arbeitslosenzahl nach Ansicht von Fachleuten im nächsten Jahr offiziell um bis zu 400 000 sinken, hieß es weiter.
.....
http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=1828750

Besser gehts nicht !! Mal unterstellt, meine Befürchtung wird eintreten, dann steigen dadurch nicht mal die Arbeitslosenzahlen ! Das ist das Arbeitslosenzahlen-Perpetuum-Mobilé ! Brilliant !!!

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Apropos Rechentricks !

Die amtliche Erfolgsbilanz bei den Ich-AGs beruht auf einem einfachen Rechentrick

Was auf den ersten Blick als wichtiger Schritt zum Abbau der Arbeitslosigkeit erscheint, nämlich eine Erfolgsquote bei den Ich-AGs von 80 Prozent, beruht in Wahrheit aber auf einem einfachen Rechentrick. Untersucht man die vorhandenen Zahlen nämlich genauer, ergibt sich in Nordrhein-Westfalen ein weitaus höherer Prozentsatz an gescheiterten Unternehmensgründern im Rahmen der so genannten Ich-AG als die genannten 20 Prozent. Die Rechnung müsste nämlich wie folgt lauten:
.....

Hier lang...


Teilen und Vertreiben

Blut für Öl im Sudan. Unter der Menschenrechtsfahne wird ein Stimmungsteppich für westliches Eingreifen ausgebreitet.

.....
Human Rights Watch meint: Talisman (Kanada), Ludin (Schweden), CNPC (China), Petronas (Malaysia) und OMV (Österreich) haben von den andauernden Menschenrechtsverletzungen der sudanesischen Regierung profitiert. Vier Jahre lang, vom Geschäftseinstieg 1998 bis zum Ausstieg 2002, leugnete Talisman die Verletzungen, führte Journalisten in die Irre, ignorierte die von kanadischen NGOs vorgelegten Beweise, schob »Stammesfehden« vor, bezeichnete Berichte des damaligen UN-Sonderberichterstatters Dr. Leonardo Franco als »Hörensagen« und verweigerte den Rückzug unter Verweis auf die eigene Entwicklungshilfe für den Sudan – die Ausgaben dafür im Jahre 2000 betrugen 0,12 Prozent des Talisman-Gewinns nach Steuern. Die vom Khartum-Regime zugelassene Opposition beschuldigte den kanadischen Konzern, Agenten in den USA und Europa dafür zu bezahlen, daß sie »die irre Propaganda verbreiten, Südsudanesen seien unfähig, den wirtschaftlichen Segen der Ölförderung zu schätzen«.

Für Einsätze gegen die südsudanesische Zivilbevölkerung stellte Talisman sein Straßensystem und seinen Flugplatz zur Verfügung. Die chinesische und die malayische Staatsfirma waren Human Rights Watch zufolge Komplizen, Lundin trat in Talismans Fußstapfen, OMV aus Österreich rührte keinen Finger. Die Aktivitäten aller Ölfirmen im Sudan, so urteilt Human Rights Watch, »sind unlösbar verflochten mit den Regierungsverstößen; die Verstöße wiegen schwer; die Firmen nähren und erleichtern mit ihrer Präsenz die Verstöße oder profitieren davon«. Die Menschenrechtsorganisation empfahl deshalb fortlaufend, zuletzt im September 2003, alle ausländischen Ölfirmen sollten sofort ihre Tätigkeit im Sudan einstellen, bis rechtliche Mindeststandards erfüllt sind.
.....


28.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Anleihenvolumen: Unternehmen und Staat (BRD)

Einfach als Vergleich, wer den Markt diesbzgl. mehr "strapaziert" !

Staat

Umlauf festverzinslicher Wertpapiere, Anleihen der öffentlichen Hand

946,793 Mrd. €

BuBa Monatsbericht 08.04

Anleihevolumen neu aufgelegter Anleihen für 2003 = 208 Mrd. € 

(Leider habe ich nur die Zahlen der Planungen vom Dez. 2002 dazu gefunden. Vermutlich hat sich das im Laufe des Jahres um einiges erhöht. Zum Vergleich der Größenordnungen sollte das jedoch reichen. Immerhin ist das noch der günstigere Fall.) 

Unternehmen
.....
Auch wenn deutsche Unternehmen mittlerweile einen Anleiheumlauf in Höhe von 143 Mrd € (September 2003) auf sich vereinigen, ist dies in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 6% deutlich geringer.....

http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2004/200404mba_anleihen.pdf

Selbst wenn wir für die Unternehmen, für das gesamte Jahr 2003, einfach mal 160 Mrd. € ansetzen, wird die Dimension doch recht deutlich. Die umlaufenden Anleihen des Staates, haben das sechsfache Volumen der Anleihen der Unternehmen. Und nur die neu aufgelegten Anleihen des Staates für 2003, liegen immer noch um das 1,3-fache über den gesamten umlaufenden Anleihen der Unternehmen. 

Dementsprechend:

Zinsaufwendungen der Unternehmen (2001) = 55,5 Mrd. €
Nettozinsaufwendungen der Unternehmen (2001) = 31,5 Mrd. €

Nettozinszahlungen der öffentlichen Haushalte (2001) = 67,8 Mrd. €

Der nichtleistende Staat hat sechsmal so viel Anleihen im Umlauf (volumentechnisch gesehen), als die für die Leistung zuständigen Unternehmen. Wohl den Besitzern von Staatsanleihen, den zukünftigen Empfängern von Steuergeldern ! Damit läßt es sich gute Leben. Nur wird das zu einem großen Teil nicht "Lieschen Müller" sein ! Schon eher solcherlei Kosorten ! Machtklumpen ! Oder siehe auch den Bericht über die "Bilderberger" weiter unten !


Kapital oder Konkurs - Neue Kreditregeln und knauserige Banken sorgen dafür, dass dem Mittelstand in Deutschland das Geld ausgeht

.....
Einige große Firmen zahlten bei neuen Darlehen inzwischen nur noch vier Prozent Zinsen, sagt Unternehmensberater Evers – es sind Kampfpreise der Banken, um Marktanteile zu sichern. Diese rechnen sich nicht. Bei den kleinen und mittleren Firmen dagegen sind oft zwischen 14 und 16 Prozent fällig, weil diese Betriebe kein normales Darlehen bekommen, sondern dazu gedrängt werden, doch einfach das Konto zu überziehen. Für viele Firmen ist das unbezahlbar. Experten verwundert das kaum: Laut einer Untersuchung fallen heute mehr als 70 Prozent der mittelständischen Unternehmen in die Rating-Stufe BB oder schlechter, sie gelten als problematisch (siehe Grafik); für mehr als die Hälfte aller Betriebe müssen die Banken mehr Eigenkapital hinterlegen als bisher. Also steigen die Kreditzinsen.
.....

Auch das passt ins Bild (siehe oben "Anleihen", siehe unten "Bilderberger") ! Wer wird da wohl übrig bleiben ? Sicher nicht der Eisenwarenladen Schmidt, sondern der Baumarkt Praktiker (Metro). 


Potemkin !!

"A Primer on Government Economic Reports -- Things You've Probably Suspected But Perhaps Were Afraid to Ask!"

.....
· As former Labor Secretary Bob Reich explained in his memoirs, the Clinton administration had found in its public polling that if the government inflated economic reporting, enough people would believe it to swing a close election. Accordingly, whatever integrity had survived in the economic reporting system disappeared during the Clinton years. Unemployment was redefined to eliminate five million discouraged workers and to lower the unemployment rate; methodologies were changed to reduce poverty reporting, to reduce reported CPI inflation, to inflate reported GDP growth, among others.

· The current Bush administration has expanded upon the Clinton era initiatives, particularly in setting the stage for the adoption of a new and lower-inflation CPI and in further redefining the GDP and the concept of seasonal adjustment. 
.....
As a result of the systemic manipulations, if the GDP methodology of 1980 were applied to today's data, the second quarter's annualized inflation-adjusted GDP growth of 3.0% would be roughly three percent lower (effectively netting to zero percent or below). In like manner, current annual CPI inflation is understated by about 2.7% against the pre-Clinton CPI methodology (would be about 5.7%), and the unemployment rate is understated by about seven percent against its original design and what many people would consider to be actual unemployment (would be about 12.5%).
.....



Überraschung  !!

EU ringt um Reform des Stabilitätspaktes

Die EU-Kommission und die Finanzminister der Union wollen in der ersten Septemberhälfte erste Weichen für eine Reform des Stabilitätspakts stellen, die einen flexibleren Umgang mit dem Regelwerk ermöglichen soll.

!! POLITIK !!

Vorstufe der Weltregierung / 50. Bilderberger-Treffen vom 3. bis 6. Juni 2004 in Stresa (Lago Maggiore)

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Nicht ein Hauch von Demokratie

Der Bilderberger Giovanni Agnelli liess sich wie folgt vernehmen: «Die europäische Integration ist unser Ziel, und wo die Politiker versagten, werden wir Industriellen erfolgreich sein.» Dazu sind sie auf dem besten Weg, denn der Einfluss der multinationalen Konzerne ist in stetem Wachsen begriffen. Der erste Vorsitzende der Bilderberger, Prinz Bernhard der Niederlande, bekannte: «Es ist schwierig, die im Nationalismus aufgewachsenen Völker umzuerziehen und sie an die Idee zu gewöhnen, ihre Souveränität an übernationale Organisationen abzutreten.» Es darf nicht verkannt werden, dass letztere auch nicht einen Hauch von Demokratie aufweisen. Er machte auch keinen Hehl aus dem Hauptziel der Bilderberger, eine Weltregierung und eine globale Armee durch die Uno einzusetzen. Zwar verfügen die Bilderberger nicht über eine Exekutive, es stehen ihnen jedoch mächtige nationale und transnationale Instrumente zur Verfügung, um ihre Interessen, die ganz offenbar nicht die unsrigen sind, unter Umgehung der nationalen Parlamente zu koordinieren. Im Zusammenhang mit dem, was als Umgehung bezeichnet wird, sei daran erinnert, dass der für das Machtgefüge entscheidende institutionelle Teil der EU-Verfassung nicht etwa in den Arbeitsgruppen des Konvents erstellt, sondern von Giscard d'Estaing und dem von ihm beherrschten Konventspräsidium mehr oder weniger diktiert wurde. Merkwürdig ist der Zusatz, der sich bei dem jetzt an der Konferenz anwesenden holländischen Parlamentsmitglied Bert Koenders findet: «President of the Parliamentary Network of the World Bank». Einen Hinweis auf ein derartiges Netzwerk konnte ich bislang nirgends finden. Es stellt sich somit die Frage, ob dieses mit dem Ausschuss 133 zusammenarbeiten soll, damit ein zusätzliches, über die Weltbank laufendes Lobbying aufgebaut werden kann. Der Ausschuss 133 regelt die Zuständigkeiten der Mitgliedsstaaten der EU bei Verhandlungen über Handelsfragen. Dort haben sich die Beauftragten der transkontinentalen Gesellschaften eingenistet. Er unterliegt keinerlei Kontrolle, da er in den Statuten und Verträgen der EU gar nicht vorkommt, was den Ausschuss 133 nicht daran hindert, die Interessen und Gesichtspunkte der wichtigsten transnationalen Gesellschaften und Finanzgruppen Europas vor jeder neuen Verhandlungsrunde unter einen Hut zu bringen.3 Ich zweifle daran, dass dieser Ausschuss der Mehrheit der EU-Parlamentsmitglieder überhaupt bekannt ist. Offenbar sind auch die wenigsten über die Bilderberger-Treffen orientiert.

«Was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise»

Der wie üblich anwesende David Rockefeller liess sich bereits 1994 vor dem Wirtschafts-ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council) wie folgt vernehmen: «Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise und die Nationen werden die ÐNeue Weltordnungð akzeptieren.» Wie man solche Krisen auslöst, dürfte mittlerweile jedermann klar sein. Dem Buch von Robin de Ruiter «Der 11. September 2001 - Osama bin Ladin und die okkulten Kräfte hinter den Anschlägen auf die USA» ist eine weitere vielsagende, an Arroganz nicht zu überbietende Erklärung David Rockefellers zu entnehmen. Dieser sagte an der Bilderberger-Konferenz im Juni 1991 in Baden-Baden: «Wir sind der ÐWashington Postð, der ÐNew York Timesð, dem Time Magazine und anderen grossen Publikationen dankbar, deren Direktoren seit fast vierzig Jahren unseren Treffen beigewohnt und ihr Versprechen der Verschwiegenheit gehalten haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre dem Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt worden wären. Inzwischen ist aber die Welt höher entwickelt und darauf vorbereitet, einer Weltregierung entgegenzugehen. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen.» 
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Und hier noch mal zur "CURRENT LIST OF PARTICIPANTS" ! Illustre Namen können wir dort vernehmen 


Fürs Wochenende langt das ! Ein schönes selbiges !!


25.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Mal wieder was zur Hedonik (und mehr):

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Nach Schätzungen in der Bundesbank wäre das reale BIP-Wachstum in Deutschland im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 1999 um knapp 0,2 Prozentpunkte höher ausgewiesen worden, wenn hier zu Lande die hedonische Preismessung bei EDV-Gütern und ein dem amerikanischen Deflationierungskonzept recht nahe kommender methodischer Ansatz (sog. verketteter Laspeyres-Mengenindex) ange- wandt worden wären.
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Überträgt man die amerikanischen Methoden und Rechenansätze auf Deutschland, fällt der Wachstumsunterschied zwischen den beiden Ländern in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre um durchschnittlich rund 0,4 Prozentpunkte pro Jahr geringer aus. Bei einer analogen Anpassung der entsprechenden USAggregate auf der Basis der in Deutschland verwendeten Methoden und Rechenansätze flacht sich das Wachstumsgefälle sogar noch etwas stärker ab.
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Aus BuBa Monatsbericht 2001. Wobei die Betonung auf 2001 (!) liegt. Denn wir wissen ja, daß seit 2002 auch bei uns vermehrt hedonisch berechnet wird. Damals wurden also + 0,2 % zusätzlich fürs BIP geschätzt. Seit dem hat sich ja einiges getan. Z.B. auch noch dieses:
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Ein sehr wichtiges Element der konzeptionellen Neuregelung ist, dass das Entgelt für die Bankdienstleistung – anders als bisher – auf die Verwender aufgeteilt wird. Diese Aufteilung der FISIM2 wirkt sich vor allem auf die Höhe der Bruttowertschöpfung, des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und des Bruttonationaleinkommens (BNE) in merklichem Umfang aus. Nach ersten Testrechnungen wird sich das Bruttoinlandsprodukt durch die FISIM-Neuregelung um rund 1,5 % erhöhen.
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Genaueres HIER !

Es wird geschraubt und gedreht, wo und wie es nur geht. Allein durch diese beiden Änderungen ergibt sich ein zusätzliches BIP von 1,7 %, gegenüber der alten Berchnungsmethode ! Sagenhaft ! Einfach so 1,7 % mehr BIP !

Immer dran denken, wenn ihr zukünftig die Zahlen fürs BIP zu hören bekommt ! Denn es kommt noch mehr:

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Für Oktober 2004 sind zwei weitere hedonische Preisindizes - für elektrische Haushaltsgeräte und für Unterhaltungselektronik - innerhalb der Verbraucherpreisstatistik angekündigt.
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http://www.destatis.de/download/d/vgr/Neue_Deflationierungsmethoden.pdf

Ob sie's noch zweistellig kriegen ?




HVB erwägt Verkauf notleidender Kredite

Volumen von einigen Milliarden Euro denkbar

ski/maf Frankfurt - Die HypoVereinsbank (HVB) ist dabei, sich mit der Idee des Verkaufs notleidender Kredite anzufreunden. Das ließ Vorstandsmitglied und Chief Risk Officer (CRO) Michael Kemmer im Interview der Börsen-Zeitung durchblicken. Ohne einen Deal mit so genannten Distressed Assets konkret anzukündigen, wies Kemmer darauf hin, dass solche Transaktionen aufgrund der Marktentwicklung heute aus Verkäufersicht interessanter sein könnten als noch vor einem Jahr. Falls man mit Problemkrediten in den Markt gehe, müssten es mindestens "einige 100 Mill. Euro" sein, damit sich eine Transaktion lohne. Theoretisch könnte das Volumen auch bis zu einigen Milliarden reichen. Der Markt scheine Distressed-Asset-Deals "geradezu zu lieben", sagte Kemmer und erinnerte daran, dass ein solcher Verkauf durch die Hypo Real Estate an der Börse mit einem Kurssprung honoriert worden sei. Kemmer vertrat die Ansicht, dass die HVB mit ihrem Risikomanagement inzwischen auf dem richtigen Weg sei. Dies zeige sich beispielsweise daran, dass die Bank bei den größeren Problemfällen der jüngeren Vergangenheit nicht engagiert sei. Dass die Risikovorsorge der HVB in diesem Jahr noch deutlicher sinkt, als sich zuletzt abzeichnete, sei bisher durch die Immobilienrisiken verhindert worden.

Börsen-Zeitung, 24.8.2004 (http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/bz162014.htm)

Das meiner Meinung nach eigentlich Interessante an der Meldung ist, daß indirekt zugegeben wird, daß notleidende Kredite von "einigen Milliarden" überhaupt vorhanden sind ! Wie sonst könnten sie sie sonst "verkaufen" ? 
Wenn (!) das exemplarisch für den Rest der Bankenwelt sein sollte.... Warm anziehen !


Streit um Mehrwertsteueranteil an UMTS-Lizenzgebühren in den Niederlanden vor Gericht – Steueranteil würde in Deutschland rund acht Milliarden Euro betragen

Schon seit längerer Zeit findet in einigen europäischen Ländern eine Diskussion über die UMTS-Lizenzgebühren statt. Auch in Deutschland wurden im Jahr 2000 die erzielten Erlöse der Versteigerung ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen. Längst aber hat sich in der Branche die Meinung durchgesetzt, dass eine Mehrwertsteuer enthalten sein müsste, die dann wiederum vorsteuerabzugsfähig wäre. Jetzt hat das niederländische Telekommunikationsunternehmen KPN http://www.kpn.com, zu dem auch E-Plus in Deutschland gehört, die Regierung der Niederlande verklagt und verlangt 120 Millionen Euro an Mehrwertsteuer zurück. Diese Summe – so die Argumentation - sei vor vier Jahren beim Kauf der UMTS-Lizenz gezahlt worden und damit in den Lizenzkosten von 711 Millionen Euro enthalten. Sollte KPN Erfolg haben, könnte die Situation in den Niederlanden ein Präzedenzfall für Deutschland sein, wo der Mehrwertsteueranteil an den Lizenzgebühren rund acht Milliarden Euro betragen würde.
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Wenn ich die Antwort nicht wüßte, würde ich mich in der Tat bis heute fragen, warum diese mistigen Lizenzen überhaupt versteigert, und nicht einfach vergeben wurden. Mal abgesehen davon, daß "unsere" weitsichtigen Manager 'en Haufen Geld in den Sand gesezt haben, und jetzt versuchen zu Retten, was noch zu retten ist.


Zitat vom Grünspan:

"This observation raises thew possibility that real estate prices, at least in some markets, could be out of alignment with the fundamentals."

http://www.reuters.com/newsArticle.jhtml;jsessionid=W4MJWHHN021WUCRBAEZSFEY?type=businessNews&storyID=6059696

!! POLITIK !!

Ökonomie und Strategie globaler Kriegsführung

Trotz des Teilabzugs von US-Truppen bleibt Deutschland weiterhin Sprungbrett und Drehscheibe amerikanischer Interventionskriege

Obwohl hiermit von den ca. 70.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten etwa 30.000 abgezogen werden, ist dies leider kein Grund zum Feiern. Denn beide Divisionen sind aufgrund ihrer schweren Bewaffnung und langen Verlegungszeiten strukturell nicht für die von der US-Regierung anvisierten globalen Interventionskriege geeignet. Deswegen werden sie auch keineswegs ersatzlos gestrichen, sondern durch drei schnell stationierbare und hochflexible Brigaden mit jeweils zwischen 3.000 und 5.000 Soldaten ersetzt, die hierfür weitaus besser vorbereitet sind. Dabei handelt es sich um eine Panzer- und eine Fallschirmbrigade, sowie eine noch nicht näher spezifizierte Einheit.4

Obwohl auch andere Motive eine Rolle gespielt haben dürften, geht es Washington im Wesentlichen darum, die Tauglichkeit der amerikanischen Truppen in Europa und anderswo für die Präventivkriegsstrategie der Bush-Doktrin zu erhöhen. Hintergrund ist die Absicht, das US-Militär künftig als “Systemadministrator” und Stabilitätsgarant des neoliberalen Systems fungieren zu lassen, weshalb Markus Pflüger von der Trierer Arbeitsgemeinschaft Frieden richtigerweise betont: “Die aktuelle Umstrukturierung des US-Militärs ist leider keine Abrüstung, sondern eine qualitative Aufrüstung hin zu flexibleren Strukturen für weitere weltweite Kriegseinsätze.”5
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Der gegenwärtig einflussreichste Vordenker US-amerikanischer Militärplanung ist der Pentagon-Berater und Professor am Naval War College, Thomas P. Barnett. Er vertritt, analog zur amerikanischen Sicherheitsstrategie, die Auffassung, die größte Bedrohung für die Vereinigten Staaten gehe von einer so genannten Bedrohungstriade, bestehend aus der Zunahme des Terrorismus, der Verbreitung von Massenvernichtungsmitteln und dem Scheitern staatlicher Systeme aus. Diese Gefahren würden überall dort auftreten, wo sich Länder westlichen Ordnungsvorstellungen widersetzen. Deshalb sei es die Aufgabe des US-Militärs, der “Nichtintegrierten Lücke”, den Staaten, die sich nicht in das Schema neoliberaler Globalisierung einpassen (lassen), zu verdeutlichen, dass die USA nicht gewillt sind, dies zu tolerieren: “Verliert ein Land gegen die Globalisierung oder weist es viele Globalisierungsfortschritte zurück, besteht eine ungleich höhere Chance, dass die Vereinigten Staaten irgendwann Truppen entsenden werden. […] Umgekehrt gilt: Funktioniert ein Land halbwegs im Rahmen der Globalisierung, dann sehen wir in der Regel keine Veranlassung, unsere Truppen zu schicken, um für Ordnung zu sorgen, oder eine Bedrohung zu beseitigen.”
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An der Geographie ändert sich nichts, und von hier aus ist man weitaus schneller in Mittelasien, als von Amerika aus. Washington plant deshalb die Stationierung einer mobilen Eingreiftruppe in Deutschland: Militärisch ist dies bedeutsamer als Heeresdivisionen, deren Panzer vor sich hinrosten, und deren Soldaten ohnehin im Irak kämpfen.
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Deutlicher kann man es nicht formulieren, dass Deutschland sich mit der fortgesetzten Stationierung amerikanischer Truppen weiterhin willentlich zum Komplizen der amerikanischen Interventionskriege macht. Die nun verkündete Umstrukturierung des US-Militärs soll diesen faustischen Pakt lediglich effektivieren.
 

1.) So gut der Artikel auch ist, so wenig kann ich verstehen, wie innerhalb eines Artikels, einerseits von "Neoliberalismus", und gleichzeitig von "Eingriffen" usw. die Rede ist. Ist dies nicht ein Wiederspruch in sich ?

2.) Wenn ich so etwas lese, kann ich Nachstehendes fast verstehen (so unglaublich mir das alles grundsätzlich auf die Ei... geht):
 

Putin schraubt Rüstungsetat nach oben - Dramatischer Zuwachs bei russischen Militärausgaben. Sicherheitsexperten sehen Rückstand zu USA

Hier lang...

Eine neue Runde scheint eröffnet ! 

Nur nebenbei: Was würden die Herren/Damen Politiker nur ohne Fiat-Money machen ? Mangels Finanzierungsmöglichkeiten am Ende wohlmöglich noch Frieden. Wo kämen wir denn da hin ?! Für die, die in der Materie noch nicht so drin stecken, zitiere ich mal kurz:

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Zum dritten und vorläufig letzten Versuch eine Art Goldstandard einzuführen, kam es gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Unter der neuen Führungsmacht USA wurde das "Bretton-Woods-System" eingeführt und Anfang der siebziger Jahre von Präsident Nixon einseitig aufgekündigt.
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Doch als die USA im Zuge von Johnsons «New Society»-Programm und mit den gewaltigen Defiziten des Vietnamkrieges über ihre Verhältnisse lebten, auf Teufel komm raus Dollars (aus dem Nichts) produzierten und damit die weltweite Inflation anheizten, begann das Vertrauen in die Härte des Dollars zu schwinden.
Die Dollarreserven aller nichtamerikanischen Zentralbanken überstiegen die US-Goldreserven bei weitem.
Die USA waren theoretisch gesehen bankrott.
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http://www.goldseiten.de/content/goldstandard/standard2.php#ww2


Aus Angst als Antisemiten verleumdet zu werden, stimmen wir den schrecklichsten Taten im Nahen Osten zu

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In ihrer Februarausgabe beging die Newsweek ein wirkliches virtuelles Vergehen, als sie auf dem Titelbild unter der Überschrift "Terror goes global - exclusive: Bin Ladens international Network" ein angsterregendes Foto von einem Mann zeigte, dessen Gesicht mit einem arabischen Tuch verdeckt war, und der eine Pistole in der Hand hielt. Der Leser denkt natürlich, daß dies ein Mitglied von Osama bin Ladens Netzwerk des "globalen Terrors" sei. Aber ich habe den finnischen Photografen ausfindig gemacht, der dieses Foto geschossen hat. Er nahm es auf bei einem Begräbnis in der Westbank. Dieser Mann war ein bewaffnetes Mitglied der palästinensischen Tanzimmiliz - und hatte nichts mit Bin Laden zu tun. Die Tanzim sind zwar auch gewalttätig genug, aber dieses Titelbild diffamierte das gesamte palästinensische Volk, in dem man es in Verbindung brachte mit dem Mann, der verantwortlich ist für die Bombardierung von US-Botschaften in Afrika.
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RÜSTUNGSAFFÄRE - Beweisunterlagen im Fall Pfahls gezielt entwertet?

Nicht an Zufall glauben mag die Postverwaltung im Fall der auf dem Transport von Paris nach Deutschland geöffneten Beweisunterlagen zum Verfahren gegen Ex-Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls. Der Grund: Umschlag und Verschnürung der unverpackt gefundenen Dokumente sind spurlos verschwunden.

Wenn "das" nicht hilft, hat er halt einen "Unfall" !


Nur Link:

AUSBILDUNGSKOSTEN - Eichels heimlicher Steuertrick


23.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Neues vom "Big Brother" !!


Interessantes Detail:

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Wie auch immer, die Lage bei den deutschen Staatsfinanzen spitzt sich mehr denn je zu. So wurde bekannt, dass im ersten Halbjahr diesen Jahres das Haushaltsdefizit des Bundes auf 40,7 Milliarden Euro explodiert ist. Ursprünglich ging der deutsche Finanzminister für das Gesamtjahr von einem "Hauhaltsloch" in Höhe von nur 29,6 Milliarden Euro aus. Auffällig war, dass sich allein die Zinszahlungen des Bundes um über vier Prozent auf 18,7 Milliarden Euro erhöhten. Es scheint fast schon so, dass sich der Bund immer mehr in die Schulden- bzw. Zinsfalle manövriert, zumal schon jetzt in einer Niedrigst-Zinsphase 20,7 Prozent der Einnahmen des Bundes für Zinsen ausgegeben werden müssen. Eines dürfte sicher sein: die Entwicklung in der Bundesrepublik dürfte angesichts der massiven Strukturprobleme extrem spannend werden!
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/


Handys – Schuldenfalle für Jugendliche

Jedes zweite deutsche Kind zwischen 11 und 12 Jahren und 84 Prozent der 13- bis 22-Jährigen haben nach Angaben des Instituts für Jugendforschung (München) ein eigenes Handy. Das kann teure Konsequenzen haben: Der sorglose Umgang mit Mobiltelefonen lässt Kinder und Jugendliche Schulden machen.

Fotos verschicken und im Internet surfen - kein Problem für ein modernes Mobiltelefon. Diese oft teuren Zusatzangebote haben nach Ansicht der Experten vor allem eine Zielgruppe: „Da werden Produkte auf den Markt geworfen, die speziell auf Kinder und Jugendliche abzielen“, sagt Werner Sanio vom Schuldnerfachberatungszentrum Mainz. Er stellt bei der Überschuldung wegen Handys generell eine steigende Tendenz und teilweise dramatische Ausmaße fest. „Ich kenne Einzelfälle, da betrugen die Handy-Schulden mehrere tausend Euro.“

Laut Bundesverband der deutschen Inkasso-Unternehmen haben zwölf Prozent der 13- bis 24-Jährigen Schulden - im Durchschnitt sogar rund 1800 Euro. Mobiltelefon-Rechnungen sind eine Ursache: „Handys haben immer anspruchsvollere Funktionen, häufig verbunden mit für Kinder kaum durchschaubaren Gebühren“, teilt der Verband mit. Neben Gesprächen und Textmitteilungen sind es vor allem die Extras wie Klingeltöne, die Geld kosten.

http://www.tecchannel.de/news/mobile/mobilfunk/16930/index.html

Ich mach mir's mal einfach: Wo sind die Eltern ??


Nur so zur Info (Quelle):

Personalzusatzkosten

Zu den so genannten Personalzusatzkosten gehören alle Personalaufwendungen, die sich nicht unmittelbar auf die geleistete Arbeit beziehen. Einige Teile von ihnen finden sich im Jahresverdienst wieder, so die Vergütung arbeitsfreier Tage und Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder vermögenswirksame Leistungen. Die anderen Posten sind nicht Bestandteil des Jahresverdienstes. Der bedeutendste sind die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber. Im Jahr 2003 sind die Personalzusatzkosten im Produzierenden Gewerbe in Westdeutschland im Schnitt um 3,5% auf 22.350 Euro je Mitarbeiter gestiegen. Das Entgelt für geleistete Arbeit machte dagegen "nur" einen Sprung um 3,1% auf 28.580 Euro. Die Zusatzkostenquote, also die Personalzusatzkosten bezogen auf das Direktentgelt, stieg dadurch innerhalb eines Jahres von 77,9 auf 78,2%. In den neuen Ländern sind die Zusatzkosten um 3,8% auf 13.480 Euro gestiegen. Die Zusatzkostenquote kletterte um 0,7 Prozentpunkte auf 66,9%.

Das soziale Netz

Die Sozialleistungen haben in Deutschland einen Rekordwert erreicht. Die Ausgaben für Renten, Pensionen, Krankenversicherung, Sozialhilfe und andere soziale Extras betrugen im Jahr 2002 knapp 723 Milliarden Euro. Das war mehr als ein Drittel (34,3%) des Bruttoinlandsprodukts. Mit Abstand größter Posten im sozialen Netz ist die Rentenversicherung: für sie wurden 233 Milliarden Euro ausgegeben. Zweitgrößter Bereich ist die Krankenversicherung mit 141 Milliarden Euro, gefolgt von der Arbeitsförderung einschließlich der Zahlungen für Arbeitslose mit 71 Milliarden Euro. Allein diese drei Bereiche machen rund 62% der gesamten Sozialleistungen aus. 

Zum Punkt "Rentenversicherung" darf ich mal wieder HIERAUF verweisen !!

!! POLITIK !!

Ich weiß, ist immer viel zu lesen. Aber wenn wir die Zusammenhänge verstehen wollen, geht das nicht anders. Augen zu  und durch !!

Vom kalten Krieg zum „Vierten Weltkrieg“

Ronald Reagan, Senator Jackson  und das Netzwerk der Neocons (Erweiterte Fassung)

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1997 wurde  das Project for the New American Century (PNAC) unter der Leitung William Kristols gegründet. Das PNAC residiert im Gebäude des AEI und tritt oft mit Erklärungen an die Öffentlichkeit. Die Gründungserklärung berief sich auf die Tradition der Außenpolitik Reagans und fordete eine beträchtliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben und die Bekämpfung von Regimen „die unseren Interessen schaden wollen und unsere Werte ablehnen“. „Wir müssen im Ausland die Sache der wirtschaftlichen und politischen Freiheit voranbringen.“ „Wir müssen die Verantwortung für Amerikas einzigartige Rolle für die Aufrechterhaltung und Ausdehnung einer Weltordnung annehmen, die förderlich ist für unsere Sicherheit, unser Wohlergehen und unsere Prinzipien.“  Das PNAC fordert, „die Aufgabe der Führerschaft Amerikas ernstzunehmen“. Unter den Unterzeichnern der Gründungserklärung sind sowohl Politiker wie Rumsfeld, Cheney und Jeb Bush (Bruder von George W. Bush, Gouverneur von Florida), als auch neokonservative Intellektuelle wie Norman Podhoretz, Midge Decter, Elliott Abrams, Paul Wolfowitz und Zalmay Khalilzad (unter Reagan einer der Mittelsmänner zwischen der US-Regierung und den afghanischen Mudshahedin, unter George W. Bush im Nationalen Sicherheitsrat für die Golfregion und Afghanistan zuständig, seit Ende 2003 Gesandter in Kabul). In diesem Zusammenhang kann man auch darauf hinweisen, daß sowohl die Familie Bush als auch Dick Cheney ihr Vermögen in der Ölbranche gemacht haben, während Rumsfeld eng mit dem militärisch-industriellen Komplex verbunden ist. Spätere Erklärungen des PNAC wurden auch von Richard Perle, Robert Kagan und Joshua Muravchik unterzeichnet. Einer der Direktoren des PNAC ist Bruce Jackson, ein ehemaliger Vizepräsident bei Lockheed. Im Januar 1998 forderte das PNAC in einem Offenen Brief an Clinton den Sturz Saddam Husseins. Unter den Unterzeichnern waren Rumsfeld, Richard  Perle und Paul Wolfowitz, die nach der Wahl Bushs den Kurs des Pentagon bestimmten. Im September 2000, kurz vor der Präsidentenwahl, veröffentlichte das PNAC eine Studie „Amerikas Verteidigung neu aufbauen“. Auftraggeber der Studie waren Rumsfeld, Cheney und Wolfowitz. Die Studie fordert die Einrichtung amerikanischer Stützpunkte in ganz Zentralasien und dem Mittleren Osten mit dem Ziel der weltweiten ökonomischen Vormachtstellung und der Unterdrückung eines jeglichen möglichen Rivalen und jeglicher in Erscheinung tretender Alternative zur US-amerikanischen Version der Freien Marktwirtschaft. Fast genau ein Jahr vor den Attentaten des 11. September 2001 sprach das PNAC von der Notwendigkeit „eines katastrophalen und klärenden Ereignisses, eines neuen Pearl Harbor“, welches die öffentliche Meinung in den USA mobilisieren könnte.
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Hier noch mal die Links:

Zitat aus: Rebuilding America's Defenses

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Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.
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Nettes Zitat, oder ? Damit ihr auch noch wißt, wer dafür verantwortlich zeichnet: Unterschreibende des "Statement of Principal" obiger Seite, von der das Dokument des entnommenen Zitates herkommt (mit ein paar kurzen "erklärenden" Links zu einigen der Person):
Elliott Abrams | Gary Bauer | William J. Bennett | Jeb Bush | Dick Cheney | Eliot A. Cohen | Midge Decter | Paula Dobriansky | Steve Forbes (Direktorium "Memorial Sloan-Kettering Cancer-Center") | Aaron Friedberg | Francis Fukuyama | Frank Gaffney | Fred C. Ikle (HIER unter "I") | Donald Kagan | Zalmay Khalilzad | I. Lewis Libby | Norman Podhoretz | Dan Quayle | Peter W. Rodman | Stephen P. Rosen | Henry S. Rowen | Donald Rumsfeld | Vin Weber | George Weigel | Paul Wolfowitz

Zusatzjobs für Empfänger von Arbeitslosengeld II

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Die Arbeiten im Rahmen eines Zusatzjobs müssen gemeinnützig und zusätzlich sein.
(Beispiel: soziale Betreuungsarbeiten in der Altenpflege und bei der Kinderbetreuung. Diese sind gemeinnützig, da sie der Gesellschaft zugute kommen und sie sind zusätzlich, wenn sie ergänzend zu den Aufgaben erbracht werden, die Altenpflegekräfte und Erzieherinnen üblicherweise leisten. 
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Ich verwette meinen Ars... darauf, daß wir in ein, zwei Jahren diese Schlagzeile lesen dürfen: "Zusatzjobs verdrängen zunehmend reguläre Tätigkeiten !!". Die "Versuchung" wird einfach zu groß sein. In der Praxis wird früher oder später die "Zusätzlichkeit" in  "oh, 'ne billige Arbeitskraft..." wechseln. Hundertprozentig !!
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Für die Wiedereingliederung der Arbeitsuchenden stehen 2005 insgesamt 6,35 Mrd. Euro und für Personal- und Verwaltung 3,3 Mrd. Euro zur Verfügung. Davon werden auch die Zusatzjobs finanziert. 
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Aha, dafür brauchen die also die 6,7 Mrd. € aus der Beitragskasse der Bundesanstalt für Arbeit ! (Das, was ich weiter unten als Diebsathl bezeichnet habe)

20.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Nicht daß wir das nicht schon wüßten, aber ist trotzdem recht interessant !

URSACHEN DER SCHATTENWIRTSCHAFT IN DEN OECD-STAATEN

Über das Ausmaß und das Wachstum der Schattenwirtschaft sowie über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit wird kontrovers diskutiert. Neue Schätzungen und Analysen belegen, dass härtere Strafen und stärkere Kontrollen eine Ausweitung der Schattenwirtschaft in Deutschland nicht verhindern konnten. Auch die im Zeitraum 2002 bis 2004 geplanten Steigerungen der Personal- und Sachkosten, beispielsweise für verschärfte Kontrollen, um fast 50 Prozent auf dann schätzungsweise eine halbe Milliarde Euro dürften daran wenig ändern. Die Bekämpfung der irregulären Aktivitäten muss vielmehr an deren Ursachen ansetzen. Empirische Ergebnisse einer Ursachenanalyse zeigen, dass die Hauptgründe für die zunehmende Schattenwirtschaft in der Steuer- und Abgabenbelastung, den Arbeitsmarktregulierungen sowie in der Qualität der staatlichen Institutionen und der Verwaltung zu sehen sind. Diese können etwa 70 Prozent der Größenunterschiede zwischen den Schattenwirtschaften in den hier betrachteten 21 OECD-Ländern erklären.

Bei der ganzen "Politikerei" geht es nicht um die Schaffung von Arbeitsplätzen. Vielmehr geht es -nur und ausschließlich- um die Schaffung BESTEUERBARE Arbeitsplätze ! 
Ich wiederhole ein weiteres mal:

Personalausgaben des Staates

Nach einer Modellrechnung von Färber (1995) werden die Personalausgaben der Gebietskörperschaften von 10,5% des BIP in 1995 auf rund 16,5% des BIP steigen [Die Modellrechnung unterstellt dabei eine absolute Konstanz, d.h. Anzahl und Struktur der Beamten, Arbeitern und Angestellten der Gebietskörperschaften bleiben konstant, d.h. der Staat paßt die Zahl seiner Beschäftigten nicht der schrumpfenden Zahl der Erwerbsfähigen an. Selbst wenn der Staat aber per Einstellungsstop die Zahl der aktiven Beschäftigten vermindert, verändert sich qualitativ wenig, treibender Faktor sind die Pensionslasten.] . Allein die Versorgungsbezüge von Bund, Ländern und Gemeinden erhöhen sich real von DM 39 Mrd. in 1995 auf DM 172 Mrd. in 2030 und DM 237 Mrd. in 2040. Dabei entwickeln sich die Ausgaben der Länder weit überproportional. Gegeben eine optimistische Wachstumsprognose des BIP in Höhe von real 2,3% p.a. werden im Jahre 2030 rund 3% des BIP nur für die Versorgung der Pensionäre (und ihrer Hinterbliebenen) aufzuwenden sein. Diese Entwicklung ist Folge der erheblichen Ausweitung des Stellenplans und Stellenkegels Anfang der 70er Jahren, einem weiter sinkenden Pensionierungsalter und der steigenden Lebenserwartung. Langfristig steht einem aktiven Beamten ein Pensionär gegenüber. Nach einer Erhebung der bayrischen Landesverwaltung betrug das Pensionseintrittsalter im Bereich „Allgemeine Verwaltung" 1993 noch 53,9 Jahre.

Abbildung 5: Versorgungsausgaben der Gebietskörperschaften 1984 - 2040 

(Klick !!)

An dieser Stelle möchte ich mal grundsätzlich*, aber auch ausdrücklich, festhalten, daß ich, auch und gerade aus meiner beruflichen Erfahrung heraus, für viele "Fälle" keine Alternative, als eine "neutrale" Instanz als letzten "Entscheider" sehe. Und dazu fällt mir einfach nichts anderes ein, als eine staatliche Instanz ! Das ändert jedoch nichts an den Tatsachen, und an dem "Weg", den wir beschreiten werden !

* "Grundsätzlich" deshalb, weil es innerhalb dieser Grundsätzlichkeit -leider Gottes- natürlich unendlich viel Kritik gibt. In jeder Beziehung und Richtung ! Ich glaube, daß habt ihr mittlerweile mitbekommen, oder ? 
Drum sei noch ein "kurzer" Link gestattet. Wobei der Link an sich eigentlich Normallänge hat. Der verlinkte Artikel ist dafür aber überschaubar :

Der grosse Bluff mit Staatsschulden

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Nur um die Aktualität zu wahren:

Entwicklung des Bundeshaushalts
 
    Soll  Januar bis Juli
2004 2004 2003
Ausgaben Mio. € 257.300 160.318 160.341
Einnahmen Mio. € 227.730 106.768 113.330
Steuereinnahmen Mio. € 197.677 97.022 99.017
Finanzierungs-
saldo
Mio. € - 29.570 - 53.530 - 46.998
Münzeinnahmen Mio. € - 270 - 131 - 326
Nettokreditauf-nahme/aktueller Finanzmarktsaldo Mio. € - 29.300 - 36.750 - 17.106
http://www.bundesfinanzministerium.de/Aktuelles/Neue/Weitere-Veroeffentlichungen-.393.25961/Artikel/Kurzuebersicht-der-Haushalts-u...htm

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Interessante Details:

Steuer- und Abgabenquote

Sozialistische Politiker aller Parteien operieren gerne mit der Behauptung, daß die Steuerlast bei uns niedriger sei als in den meisten anderen entwickelten Staaten. Als Beleg dafür verweist man auf die von der OECD für Deutschland errechnete Steuerquote von 21,7% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2001. Das wäre der niedrigste Wert in der EU. Wir wollen diese Quote, die so gar nicht der subjektiven Erfahrung der Steuerzahler entspricht, auf ihre Aussagefähigkeit untersuchen, und uns dabei fragen, ob bei der Erstellung derartiger Kennziffern manipulative Absichten erkennbar sind.

    * Durch einen Buchungstrick verschleiert die deutsche Regierung einen Teil ihrer Steuereinnahmen. Im Gegensatz zu anderen EU-Staaten wird bei uns das Kindergeld als Steuermindereinnahme verbucht. Allein durch diese Maßnahme wurde das Steueraufkommen in 2001 um 31,2 Milliarden Euro zu niedrig ausgewiesen. Eine gleichartige Fehlbuchung erfolgte mit der Eigenheimzulage, die in 2001 5,5 Milliarden Euro betrug. Insgesamt werden die Steuerzahlungen durch diese kreative Buchführung in 2001 um 42 Milliarden Euro geringer angegeben, als sie tatsächlich waren.

    * Zu den Steuern sind auch noch die zwangsweisen Sozialversicherungsbeiträge zu rechnen, wenn man die wahre Abgabenbelastung ausdrücken will. Die dafür zuständige Kennziffer ist die Abgabenquoe, die in Deutschland in 2001 bereits 42,1% des BIPs betrug. Wichtige Konkurrenten der BRD, wie Spanien, Großbritannien, Niederlande, USA und Japan, liegen deutlich unter diesem Wert.

    * Es ist grob irreführend, als Bezugsgröße für die Steuer- und Abgabenlast das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu wählen, denn dieses enthält viele Bestandteile, wie z. B. Abschreibungen auf abgenutzte Anlagen, die nicht zur Finanzierung des Steueraufkommens herangezogen werden können. Die Steuern und obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge sind aus dem gesamtwirtschaftlich erzieltem Einkommen, dem Volkseinkommen (VE), zu bezahlen. Nun ist das BIP naturgemäß erheblich größer als das VE. In 2001 belief sich das BIP in Deutschland auf 2.071 Milliarden Euro, das VE hingegen nur auf 1.531 Milliarden Euro. Man erhält also ein viel niedrigere Quote, wenn man sie als Prozentsatz des BIPs berechnet, das um ein Drittel höher ist als das VE.

Die wahre Belastung ergibt sich, wenn man die tatsächlich gezahlten Steuern und Sozialabgaben als Prozentsatz des Volkseinkommens ausweist: diese Einkommensbelastungs- oder Staatsquote betrug 55% in 2001. Andere Kennziffern ergeben ein ähnliches Bild. So hat z. B. ein kinderloser Lediger mit Durchschnittsverdienst eine persönliche Abgabenquote von 52%. Damit ist Deutschland in der Schlechtestenliste Vizeweltmeister. Nur Belgien hat eine noch ungünstigere persönliche Abgabenquote, in Japan hingegen beträgt dieser Wert 24%, in den USA 33%.

Auch bei den absoluten Zahlen ergibt sich ein eindeutiger Verlauf. Die tatsächlichen Steuereinnahmen stiegen von 413,1 Milliarden Euro in 1994 auf 488,3 Milliarden Euro in 2001, nachdem sie in 2000 deutlich die 500 Milliarden Grenze überschritten hatten. Die Politiker haben die Steuerschraube so angezogen, daß wir uns bereits weitgehend dem sozialistischen Ideal des Taschengeldstaates angenähert haben. 

http://www.mehr-freiheit.de/faq/steuern.html#k6

Dazu folgende Tabelle:
 
Jahr
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
Steuereinnahmen
+ 9,1
+ 3,2
+ 4,6
+ 2,1
+ 3,5
+ 1,0
+ 5,2
+ 7,3
+ 4,1
- 4,4
+ 0,3
+ 1,0

Genaueres hier: http://www.bmgs.bund.de/download/statistiken/stat2004/Stb1_22.xls

Schauen wir uns die langfristigen Daten in obiger Quelle an, sehen wir, daß die Steuereinnahmen des Staates bis auf die Jahre 1974 (marginal -0,2 %) und 2001 (-4,4 %) JEDES Jahr gestiegen sind !! Auch in den letzten zwei Jahren, in denen es doch so richtig "ab ging". Ich stelle jetzt einfach mal die Frage in den Raum: Warum, zum Teufel, reichen ständig steigende Steuereinnahmen (bis auf zwei Außnahmen in 53 Jahren) nicht aus ??? Also, an den Einnahmen kann es dann doch schlicht nicht liegen, oder ? 


Chinesischer Notenbankchef: China am Rande einer Finanzkrise

Bei einer Rede in Shanghai gab erstmals ein führender Kader- Notenbankpräsident Zhou Xiaochuan- zu, daß Chinas Wirtschaft am Rande einer Krise steht.
.....
Die Schätzungen über die Höhe der faulen Kredite liegen zwischen 50 und 80 % aller Kredite. Ständig berichten die vier Staatsbanken über die steigende Anzahl fauler Kredite, obwohl der Staat immer neue Richtlinien erließ, um dieses Problem in den Griff zu kriegen
.....

!! POLITIK !!

ZITAT !

Gutmenschen und gerechte Kriege

"Ich glaube an eine angemessene Verteidigung an unseren Küsten und nichts anderes. Wenn eine Nation hierher kommt, um zu kämpfen, dann werden wir kämpfen. Aber ich würde nie mehr in den Krieg ziehen, wie ich es getan habe, um die lausigen Investitionen der Bankiers zu schützen. Es gibt nur zwei Dinge, für die wir kämpfen sollten. Eines ist die Verteidigung der Heimat und das andere die Erklärung der Menschenrechte. Jeder andere Krieg ist nichts als Erpressung. Und ich war ein Erpresser, ein Gangster, für das Big Business, für die Wallstreet und die Banken.

Ich setze mich ein für die Verteidigung unserer Heimat und unserer Freiheit. Aber unsere Tragödie ist, daß der US-Dollar nervös wird, wenn er zuhause nur 6% Zinsen einfährt; dann geht er in die Fremde, um 100% zu holen.

Dem Dollar folgt dann regelmäßig unsere Flagge, und unserer Flagge folgen unsere Soldaten. Und dann finden wir uns plötzlich in der Situation wieder, für einige verdammte Banker unseren Kopf hinhalten zu müssen.

Diese Gangster haben ihre Fingerleute, welche auf die sogenannten Feinde zeigen, sie haben ihren Gehirntrust, der minutiös ihre Kriege plant, und ihre Muskelmänner, welche dann die angeblichen Feinde vernichten; ihr Big Boss sind die Supranationalen Kapitalisten.

Ich habe 30 Jahre und 4 Monate im aktiven Militärdienst verbracht; ich habe 1909-12 bei der Reinigung Nicaraguas für das Bankhaus von Baron Broches geholfen, ich habe für unsere Zuckerinteressen in der Dominikanischen Republik gekämpft und in China dafür, daß Standard Oil unbelästigt blieb. 1914 half ich Tampico in Mexiko für American Oil, Kuba und Haiti für die Kerle von der City Bank sicher zu machen.

Solcherart Kriege dienen nicht unserer Freiheit und Sicherheit, sie erhöhen lediglich den Blutzoll unseres Volkes und nutzen einzig einem internationalen Syndikat, deshalb finden sie auch kein Ende.

Generalmajor Smedley Butler (1881-1940)

http://www.toko-hagen.de/gedanken/4_kriege.htm + http://www.toko-hagen.de/kompass/030217.htm#butler


Was der Wähler für politischen Diskurs hält ist sein Schafott. 

US-Wahlkampf / Von Juli- und Oktoberüberraschungen 

.....
Eine dritte Quelle, ein Offizieller, der unter Generalleutnant Ehsan ul-Haq, dem Leiter des pakistanischen Geheimdiensts Inter-Services Intelligence (ISI), arbeitet, informierte The New Republic, dass die Pakistani "auf jeder nur möglichen Ebene instruiert worden seien, dass die Ergreifung bzw. Tötung höchstwertiger Ziele noch vor den US-Wahlen ein absolutes Muß darstelle." Mehr noch, die gleiche Quelle gibt an, dass Vertreter der Bushadministration ihren pakistanischen Kollegen mitteilten, dass sie ein konkretes Zeitfenster vor Augen hätten, an dem die Erreichung dieser Zielvorgabe zu verkünden sei. "Die letzten zehn Tage im Juli sind immer wieder von den Besuchern in Islamabad und während der Zusammenkünfte (ul-Haqs) in Washington genannt worden. 
.....
Einige der damaligen Akteure residieren heute wieder im Weißen Haus, darunter der Chef des Nationalen Sicherheitsrats Elliott Abrams, der stellvertretende Außenminister Dick Armitage sowie Vizepräsident Dick Cheney. Insider befürchten, dass das gegenwärtige Bush-Team in seinem verzweifelten Kampf um einen erneuten Einzug ins Weiße Haus noch weitere schmutzige Tricks in der Hinterhand hält. So warnte CIA-Veteran Ray McGovern, der nicht weniger als 27 Jahre für die "Agency" als Analyst gearbeitet hatte, erst am 4. Juni in einem Interview mit dem alternativen Radio- und TV-Programm "Democracy Now": Mehr als zu irgendeiner Zeit während der letzten 3½ Jahre fürchte ich heute, dass diese Administration zu außerlegalen Methoden greifen wird, um etwas zu tun, was sicherstellt, daß es vier weitere Amtsjahre für George Bush gibt.
.....


Nochmal zu untenstehendem Bericht über die "Wirtschaftssicherstellungsverordnung" (der mit den Lämpchen).

Kriegsvorbereitungen

.....
In Anbetracht des neusten Entwurfs der Telekommunikations-Überwachungsverordnung (TKÜV), die Vorkehrungen für das vollständige Abhören jeglicher Telekommunikation vorsieht als auch wiederholter Diskussionen über den Einsatz der Bundeswehr "im Innern" drängt sich hier einmal mehr der Gedanke auf, daß die Regierung sich insgeheim bereits auf schwerwiegende Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung vorbereitet.

Schon komisch, versucht mal darüber irgendwas in den Nachrichten zu finden. Abgesehen von den "einschlägigen" Foren und Seiten, gibts dazu absolut nichts !! Na ja, eigentlich doch nicht komisch.... 


Nur Link:

GEFLÜGELGRIPPE-ERREGER IN SCHWEINEN - "Kein Land der Welt könnte einen solchen Erreger stoppen"


 
18.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Neue Zahlen von der Kreditfront

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen


http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S11CATIB13435.PDF

Tendenziell nichts neues ! Die "Unternehmen und Selbstständigen" halten sich "vornehm" zurück, warum auch immer. Vielleicht deshalb: Kredit = lat. credere; Vertrauen

Hingegen die "unselbstständig & sonstigen Privaten", haben dieses Vertrauen offenbar noch. Wobei -und dies völlig ohne Wertung-  es sich bei der Ausweitung der Kredite dieser Gruppe von insges. 7,81 Mrd. €, zu 85 % um "Kredite für den Wohnungsbau" handelt (März = 742,57, Juni = 749,24 Mrd. €). Ich hoffe, die haben ihre Zinsen langfristig festgezurrt. 

Sieht so aus, als ob das eigene Häuschen als Altersvorsoge immer noch zieht (was ja auch durchaus einzusehen ist). Das merken auch die Kommunen. Und siehe da.... ! Und ich fürchte, daß das nur der Anfang ist. Häuslebauer sind "Besitzer". Bei Besitzern ist was zu holen... ! Und schaue ich mir den Bericht unten an (den mit den Lämpchen), dann halte ich persönlich ALLES für möglich !!! Incl. Zwangshypotheken usw. !!!! Und das dann mit den ganzen Schulden an der Backe..... ?

Ganz ähnlich auch in den USA:


(Klick !!)


King Kong debt meets middle-class life

In a generational shift, Americans have come to accept big credit-card balances as inevitable.
.....
Statistics confirm the change:

• In 2003, the average credit-card debt of US households with at least one card was $9,205, up from $2,966 in 1990, according to the research firm CardWeb.com.

• In 1970, 44 percent of families with credit cards reported having a balance after their most recent payment, the Federal Reserve Board reports. Since the 1980s, not only have more people used credit cards, but about 60 percent have carried a balance.

• The personal savings rate in the United States averaged about 8 percent from just after World War II through the 1980s. But since 2000, it has averaged just under 2 percent, according to the Bureau of Economic Analysis.

• Personal bankruptcy filings hit a record 1.6 million in 2003, compared with 300,000 a year in the early 1980s.
.....

A RISING TIDE OF RED INK:  All income groups piled up credit-card debt in the 1990s. 
The chart below shows what card-carrying households owe, according to the credit-card industry.

!! POLITIK !!
 

  Wirtschaftssicherstellungsverordnung: Rot-Grün bereitet die Kommandowirtschaft vor

Deutsche Gesetzeslyrik ist immer für Überraschungen gut, besonders in der Sommerpause. Da die halbe Nation im Urlaub ist, erließ der Gesetzgeber gestern klammheimlich die "Wirtschaftssicherstellungsverordnung", die faktisch eine totalitäre Kommandowirtschaft ermöglicht. Warum aber werden Notstandsgesetze für die Wirtschaft eingeführt?

.....
In den 60er Jahren wurde gegen die damaligen Notstandsgesetze protestiert. Die jetzt vorliegenden Gesetzeswerke ähneln wirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzen. Das scheint aber niemanden mehr zu interessieren da die Nation damit beschäftigt ist, Hartz IV abzutreiben. So dient der Volkszorn den Mächtigen, noch weitaus schlimmere Einschränkungen ins Werk zu setzen. Erich hätte seine Freude an diesem Regime gehabt!

Ihr solltet unbedingt den Links zu den Gesetzestexten folgen (Bundesanzeiger + Gesetz zur Sicherung von Verkehrsleistungen (Verkehrsleistungsgesetz - VerkLG)) und euch mind. ein paar Sätze davon zu Gemüte führen !!! Was folgt als Nächstes ? Reisefreiheit ? Watt denn datt denn ?  Soll keiner sagen, daß wir es nicht kommen sehen konnten !!!

Beispiel:


Militäreinsatz in Georgien gefordert

Angesichts neu aufgeflammter Kämpfe in Südossetien hat Georgiens Präsident Michail Saakaschwili einen internationalen Militäreinsatz in der nach Unabhängigkeit strebenden Region gefordert.
Damit sollten politische Gespräche eingeleitet und der Konflikt "dauerhaft beigelegt werden", sagte Saakaschwili. Er forderte die USA, die EU und die OSZE auf, eine aktive Rolle bei Verhandlungen mit hochrangigen Vertretern der Konfliktparteien einzunehmen.
Zugleich warf er Südossetiens Behörden und "bestimmten Elementen" in Moskau vor, "die Situation an den Rand eines bewaffneten Konflikts zu bringen."

http://news.search.ch/?cat=2&id=e49dec8856daaebc7cec52d772be13d4

1.) Dann wissen wir ja auch, warum die USA im "alten" Europa ihre Truppen abziehen.

2.) Und wohin sollte auch klar sein. Hier ist nichts mehr zu holen. Im Gegensatz zu der Gegend dort drüben. Guckst du Karte - Georgien !


(Klick !!)




DIEBSTAHL ! Wie anders soll das bezeichnet werden ?

Arbeitgeber und DGB werfen Rot-Grün Griff in Kasse der BA vor

.....
Nach Angaben Clevers habe eine Untersuchung des Verwaltungsrates ergeben, dass die Beitragszahler zwölf Milliarden Euro für andere Aufgaben als für die eigentlichen Versicherungsleistungen aufbringen müssten, berichtet die Zeitung. Die 6,7 Milliarden Euro kämen nun noch dazu.

Hier gehts zur gesetzlichen Grundlage:

Sozialgesetzbuch Zweites Buch; Grundsicherung für Arbeitsuchende

§ 46 Finanzierung aus Bundesmitteln
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DIEBSTAHL die 2. !

HARTZ IV - Staat kann ALG-II-Zahlungen vom Erbe zurückfordern

Die Einschnitte von Hartz IV werden auch die künftigen Erben zu spüren bekommen. Der Staat kann das Arbeitslosengeld II, das er an Langzeitarbeitslose gezahlt hat, von den Nachkommen zurückfordern.


Nur Link:

Fahrenheit raises heat in the Arab world


13.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Neues vom "Big Brother" !!


Zur Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen

.....
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die in den Pensionsverpflichtungen und den Sozialversicherungen verborgene implizite Staatsverschuldung in Deutschland für das Jahr 2002 auf rund 270 % des BIP kalkuliert. Zusammen mit der für 2002 offen ausgewiesenen Schuldenstandsquote von 60 % kommt der Sachverständigenrat für die deutsche Finanzpolitik auf eine so genannte Tragfähigkeitslücke in Höhe von 330 % des BIP. Im Klartext bedeutet diese hohe Quote: Die heute vom Staat zur Verfügung gestellten Leistungen können in Zukunft nur bei einem kräftigen Anstieg der Abgabenbelastung oder einer drastischen Senkung des Leistungsumfangs aufrecht erhalten werden.
.....
Gleichwohl lässt sich für Deutschland Folgendes festhalten:

Über die umlagefinanzierten Sozialversicherungen sowie über die Pensionszusagen für Beamte hat sich eine verborgene Staatsverschuldung aufgebaut, die die offen ausgewiesene Staatsversschuldung um ein Mehrfaches übersteigt.

In der Diskussion um die Staatsverschuldung in Deutschland reicht der Blick allein auf die offen ausgewiesenen Schuldenstand nicht aus. Erst die Summe von expliziter und impliziter Staatsverschuldung, die so genannte Tragfähigkeitslücke, liefert einen Eindruck vom tatsächlichen finanzpolitischen Konsolidierungsbedarf. Gemessen an der vom Sachverständigenrat für das Jahr 2002 ermittelten Tragfähigkeitslücke, fehlt in Deutschland zur Aufrechterhaltung des gegenwärtigen staatlichen Leistungsumfangs langfristig das Bruttoinlandsprodukt von drei Jahren.

....


.....

Angesicht solcher "Kleinigkeiten" erscheint mir das Fazit noch zu optimistisch. Die (die Rentner und Pensionäre) haben wir nun mal "an der Backe" kleben. Wie sich das ohne gröbere "Verwerfungen" (z.B. Enteignung und folgend Randale, oder eben Insolvenz des Staates usw.) lösen lassen soll, ist mir ein Rätsel. Aber ich bin wohl ein unverbesserlicher Pessimist. Oder doch eher Realist ? Wer weiß !!


Zahlungsmoral: Weiter gesunken

Die Zahl der gerichtlichen Zwangsmaßnahmen, die wegen offener Forderungen gegen private Schuldner erlassen wurden, ist im vergangenen Jahr um mehr als 17 Prozent auf 1,67 Millionen gestiegen. Das zeigt eine von Bürgel jährlich durchgeführte Studie zur Zahlungsmoral deutscher Konsumenten. Seit 1996 hat die Zahl der stark verschuldeten Privatpersonen um zwei Drittel zugenommen. Lediglich in den Boomjahren 1999 und 2000 gab es leichte Rückgänge, seit 2001 jedoch dreht sich die Schuldenspirale immer weiter. Die Zahl der gegen Privatpersonen durch Gerichtsvollzieher vollstreckten eidesstattlichen Versicherungen übersprang erstmals die Millionengrenze und hat sich seit 1996 verdoppelt. Auch die Zahl der Haftanordnungen gegen Privatpersonen stieg im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 526.748 Fälle. Damit endete im vergangenen Jahr jede dritte eidesstattliche Versicherung vor Gericht oder musste mittels Beugehaft durchgesetzt werden. Mehr als 60.000 Privatpersonen und Kleingewerbe mussten im Jahr 2003 Antrag auf Insolvenz stellen. 

http://www.die-bank.de/index.asp?issue=082004&channel=131010&art=333


Na also !! Die guten, alten Zeiten sind wieder da !!

Google mit IPO KGV von über 800

.....
Die erwartete IPO-Bewertung liegt bei einem Ausgabepreis von 120 USD damit nicht bei einem KGV von 90 sondern von 810.
.....

Hier lang...

!! POLITIK !!
 

Betreuung der Gaststreitkräfte (BRD)

.....
 
Ausgaben
Hj. 2003
Hj. 2004
Hj. 2005

in T€

Hj. 2006
Hj. 2007
Personalausgaben
13.300
12.500
12.500
12.500
12.500
Sächliche Verwaltungsausgaben
25.060
25.560
25.560
25.460
25.460
Zuweisungen und Zuschüsse(ohne Investitionen) 
32.170
30.175
28.800
27.775
27.775
Ausgaben für Investitionen
56.420
55.100
55.000
55.000
55.000

Summe Kapitel
127.555
123.335
121.860
120.735
120.735

Hier lang...

Na ja, wie immer !! Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit -wenn überhaupt !? Mir scheint da was verschwiegen zu werden !!

Wir lesen:

.....
Germany contributed over $861 million in 2001 to offset the costs of maintaining U.S. military forces on its soil, representing about 21 percent of U.S. non-personnel stationing costs in Germany. Almost all cost sharing was in the form of indirect contributions (i.e., waived taxes, rents and other forgone revenues).
.....
http://www.defenselink.mil/pubs/allied_contrib2003/Allied2003_Chap_2.html
Außerdem gibt es auf dieser Seite noch zwei anschauenswerte Tabellen (siehe weiter unten). Wir sehen, die Verteidigung der Demokratie gibt es nicht umsonst !  Zusätzlich zu den üblichen Kosten natürlich (Eurofighter, neues Transportflugzeug A-sowieso, schnelle Eingreiftruppe, oh das sind ja mehr als ich dachte: HIER!):
.....
Die Beschaffung der neuen Transportflugzeuge A 400 M ist dabei nur die Spitze des neuen militärischen Eisberges. Bekanntermaßen hatte der ehemalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping 73 dieser Flugzeuge für 8,6 Mrd. Euro bestellt, obwohl das Parlament dafür nur 5,1 Mrd. Euro bewilligt hatte. Die seit Juli 2003 hergestellten Eurofighter werden bis 2015 mit rund 18 Mrd. Euro veranschlagt; das Gesamtsystem dieser 180 Kampfflugzeuge sind mit Kosten in Höhe von etwa 25 Mrd. Euro verbunden. Das liegt deutlich über den Planungen, weil dieser Jäger jetzt auch als Jagdbomber für Einsätze gegen Bodenziele nachgerüstet wird. Dazu kommen noch 219 Transporthubschrauber NH90 und 212 Kampfhubschrauber Tiger. Ohne die zu erwartenden Preissteigerungen, werden dafür für ein Jahrzehnt jährlich noch einmal 3,5 Mrd. Euro benötigt.

Auch die Marine darf kräftig zulegen: zunächst mit 3 Fregatten und 15 Korvetten für zusammen 4,7 Mrd. Euro. In den Schubladen liegen schon Pläne für einen Flugzeugträger samt trägertauglichen Marineflugzeugen und ein Einsatztruppen-Unterstützungsschiff.

Innerhalb des Heeres wurden mittlerweile zwei neue Elitedivisionen formiert: die ‚Division Luftbewegliche Operationen’, welche die Heeresfliegerkontingente von fast 400 Hubschraubern zusammenfasst und die ‚Division Spezielle Operationen’ (DSO), der neben zwei Luftwaffenbrigaden und unterstellten Divisionstruppen auch das bereits einsatzerprobte Kommando Spezialkräfte (KSK) angehört. Eine weitere Art Sonderdivision stellt das Luftwaffentransportkommando (LTKdo) mit 96 Flugzeugen und 85 Hubschraubern dar. Außerdem werden bereits Waffensysteme wie der neue Schützenpanzer NSPZ Igel für ‚Schlüsselvorhaben des Heeres besonders für Auslandseinsätze’ konstruiert.
.....
http://www.arbeitermacht.de/ni/ni88/militarismus.htm

Soooooo klamm sind wir anscheinend doch nicht !! Nun, zur Not werden noch ein paar Steuern erhöht, oder andere Ausgaben gekürzt, oder beides, oder.., oder... usw. usf....



Glückliches Großbritannien

Angesichts einer Meldung des britischen Observers vom Sonntag könnte man auf den Gedanken kommen, daß ein hier geäußerter "Vorschlag", die Menschen hinsichtlich des immer weiter voranschreitenden Sozialabbaus glücklich zu stimmen, indem das Trinkwasser mit Antidepressiva angereichert wird, bereits umgesetzt worden sei.

Der britischen Umweltbehörde zufolge steigt in den Flüssen und im Grundwasser des Landes die Konzentration von Fluoxetin ("Prozac") stetig an und ist dementsprechend auch im Trinkwasser zu finden. Umweltschützer bezeichneten dies als "versteckte Medikamenten-Massenbehandlung"


Nur Link:

Arbeiterunruhen in Nigeria gegen Unternehmerwillkür

"Mit den Turnschuhen kommst Du hier aber nicht rein!"

Fröhlichen Besuch der Olympischen Spiele ! Wer sich DAS gefallen läßt, ist selbst dran schuld !!


11.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Neues vom "Big Brother" !!


Nochmal zu Großbritannien

grossbritannien - 1000000000000 Pfund… (ZEIT)

…Schulden haben die Briten – so viel wie noch nie. Schon warnen Experten vor einem Zusammenbruch der ganzen Volkswirtschaft. Doch die Ängste sind übertrieben

--------------------

Explosion in number of bankrupts

The number of bankruptcies has shot up to an all-time high with nearly 1,000 people a week buckling under the weight of the country's £1 trillion debt mountain.
.....
Official figures released yesterday by the Department of Trade and Industry showed there were 11,214 individual insolvencies in England and Wales in the second quarter of this year, 8% more than in the first quarter, and a 29% increase on the same quarter of 2003.
.....

Zum Thema noch zwei Sachen, wobei zweitens grundsätzlich ganz interessant ist:

1.)

 

2.) Entwicklungder europäischen Wohn-und Büroimmobilienmärkte

Wobei besonders die Graphiken "Hauspreise" + "Hauspreise und verfügbare Einkommen" zu beachten sind. Im Falle Großbritanniens liegen die Werte über denen der Ende 80'er (siehe Zeit-Bericht oben). Es steht oder fällt mit den Zinsen !


Nur kurz:

Deutsche Bundesbank Gesetz über die Deutsche Bundesbank (Bundesbank Act)

§ 19 Geschäfte mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern

Die Deutsche Bundesbank darf....

6. auf eine andere Währung als Euro lautende Zahlungsmittel einschließlich Wechsel und Schecks, Forderungen und Wertpapiere sowie Gold, Silber und Platin kaufen und verkaufen;
.....
http://www.bundesbank.de/download/presse/publikationen/bbkgesetz0902.pdf

Die BuBa DARF demnach KEINE Euro reinnehmen !! Dies nur zur Verdeutlichung, daß die eigene Währung der ZB's, niemals ein Aktivum sein kann (und das wären sie im Falle der Reinnahme. Siehe auch BuBA Bilanz (Aktiva) unten). Es ist ein Passivum, daß nach Ablauf des Termins wieder zur BuBa zurück muß ! Mit all den bekannten "Effekten". Ihr wißt was ich meine...


(Klick zum Vergrößern !)


Nur Link:

2. Volkswirtschaftliche Grundbegriffe und Rahmendaten

Schuften für Olympia - Wie Näherinnen von der Sportartikelindustrie ausgebeutet werden

!! POLITIK !!

Sau viel zu lesen, aber genau so einzuordnen: saumäßig interessant !!! (Zur Not ausdrucken und irgendwann in aller Ruhe lesen)

Mzoudi, Schily und der Tanz der Schlapphüte 
.....
Offenbar wird die Obstruktion der Justiz und zudem der Verstoß gegen die eigenen Prinzipien, gegen die Sicherheitsratsresolution 1373. Es sind dies Verhaltensweisen, die man eher in einem sogenannten „Schurkenstaat“ ansiedeln würde. Kaum zu fassen, aber schwarz auf weiß ist wahr und nachlesbar, dass die US-Regierung und ihr folgend die Bundesregierung mit ihrem Verhalten gegen die seitens der USA selbst eingebrachte Forderung aus der Resolution 1373 des UN-Sicherheitsrates vom 28.9.2001 verstoßen:

"Der Sicherheitsrat, ...
2. beschließt außerdem, dass alle Staaten ...
f) einander größtmögliche Hilfe bei strafrechtlichen Ermittlungen oder Strafverfahren im
Zusammenhang mit der Finanzierung oder Unterstützung terroristischer Handlungen gewähren werden, einschließlich Hilfe bei der Beschaffung des für die Verfahren notwendigen Beweismaterials, das sich in ihrem Besitz befindet;" 

Im Dezember gibt das BKA die Selbstbezichtigung Binalshibs samt der Mzoudi entlastenden Aussage nun endlich doch dem Gericht, und Mzoudi kommt am 11.12.2003 frei. Zugleich ist dies aber auch der Befreiungsschlag Schilys, denn die unkalkulierbare Fragerei im Gerichtssaal nach Beweisen für die offizielle Version der Abläufe des 11.9. hört damit auf.
.....
Die Net-Zeitung schrieb am 9.8.2003, http://www.netzeitung.de/deutschland/250395.html
nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA habe auch Generalbundesanwalt Kay Nehm nach Besprechungen im Bundeskanzleramt genaue Vorgaben erhalten, „wann er im Zuge seiner Recherchen welchen Anfangsverdacht wie zu bejahen hat“. Nach Darstellung von Eingeweihten habe Nehm sich dies gefallen lassen, „weil ihm die Abberufung drohte“, zitiert die Net-Zeitung den „Spiegel“. 
.....


Öl und Weltbevölkerung !


(Klick !)
 
Die Weltbevölkerung

http://www.genwirtschaft.de/bilder/abbs72.html

Beispiel aus der näheren Zukunft:

2020

Weltbevölkerung: knapp 8 Mrd. (also 33,33 % mehr als heute) !!
Fossile "Energiemenge": Niveau der 80'er Jahre !

Vorausgesetzt daß dies tatsächlich genau so eintritt; kann das gut gehen (China, Indien usw.) ?


09.08.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Nochmal kurz zu dem "Nachschlagewerk" "DEBITISMUS - Macht, Staat, Zins, Wirtschaften, Geld, uvm." vom Vortag (Freitag). 

Datt Dingen findet ihr bei Bedarf zukünftig HIER !!


FUNDSTÜCKE !

Die regulierende Rolle von Staatshaushalt und Staatsschulden

......
Dabei würden hundert Milliarden neue Schulden absolut ausreichen, um die Rückkehr zu einer prachtvollen Vollbeschäftigung und damit zum Ende der Krise der Sozialsysteme zu ermöglichen, die Beitragssätze könnten in Folge tatsächlich sinken und (hört, hört, das hilfreiche Gegenargument) durch die wieder ansteigende Inflation würden die Schulden - gemessen am BIP - auch von selbst geringer.
.....

Aus: Der Fluss des Geldes, Verfasser: Egon W. Kreutzer

So etwas lesen wir ja öfter mal. Gucken wir uns das mal genauer an !!

1.) Marktmäßige Nettokreditaufnahme: Gebietskörperschaften, insgesamt Jan./Mai = + 50,7 Mrd. € (HIER). 
Demnach werden wir dieses Jahr vermutlich seine segensreichen 100 Mrd. €  erreichen. Ist also alles in Butter !! Es kann bergauf gehen  !!

2.) Die Realität für die BRD:

.....würden die Schulden - gemessen am BIP - auch von selbst geringer.

Betrachten wir den Zeitraum ab 1974, da vorher noch "Bretton Woods" installiert war. Erst seit dem haben wir den "Vollkreditgeldstandard" !!

Das Jahr 2000 können wir auch nicht ansetzen, weil ab dort, erstens, das  BIP hedonisch berechnet wird, und, zweitens, dort die UMTS Milliarden überwiesen wurden.

Bleibt noch 1990/91. In diesem Jahr fiel in der Tat das Verhältnis Schulden/BIP. 

Schauen wir aber mal genauer hin (folgende 1. Graphik !!), sehen wir, daß sich die Schuldenquote nur deshalb rückläufig entwickelt hat, weil sich die Privaten wie blöd NEU verschuldet haben, und deshalb das BIP stark anstieg. Was man hingegen von 1995 (2. Graphik unten) nicht behaupten kann !! Dort hat sich der Staat mit dem historisch hohen Batrag von 170 Mrd. € neu verschuldet. Das BIP ist trotzdem abgeschmiert !! 

In allen anderen Zeiträumen hat sich das Verhältnis Staatsschulden/BIP ständig erhöht !

Ist die Argumentation des Herrn Kreutzer somit noch haltbar ?? Oder habe ich was übersehen ?


 

Noch was von Hr. Kreutzer. Er schreibt:

.....
Nach meinen Beobachtungen (?!!?) ist es so, daß wir uns in einer beschleunigten Entwicklung auf einen Zustand zubewegen, in dem der absolut überwiegende Teil der gesamten Geldschöpfung dem Wirtschaftkreislauf nur noch für eine einzige Transaktion zur Verfügung steht. Ein Versuch, diese Vermutung (?!!?) zu erhärten, führt zu dem Ergebnis, daß die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen, die mit frisch geschöpftem Geld durchgeführt werden können, bevor es sich in Geldvermögen verwandelt oder in der Tilgung untergeht, bei einem Wert von 1,3 liegt. Anders ausgedrückt heißt das: Nur jeder vierte Euro aus einem neuen Kredit unterstützt mehr als eine Transaktion.

.....
http://home.knuut.de/EWKberater/Geld/Grundlagen2.html

Die Transaktionshäufigkeit ???Lassen wir die Bundesbank zu Wort kommen:
Zentrales geldpolitisches Instrument der Geldmarktsteuerung durch das Eurosystem sind die wöchentlich angebotenen Hauptrefinanzierungsgeschäfte (sogenante Haupttender) mit einer Regellaufzeit von einer Woche, über die im Jahresdurchschnitt rund drei Viertel des Zentralbankgeldbedarfs gedeckt werden.
.....
http://www.bundesbank.de/gm/gm_tender_haupttender.php
Beispiel dazu:
Zuteilung
Liquiditaetsbereitstellung ueber Offenmarktkredite (Betraege in Mio. Euro)
Hauptrefinanzierungsoperation, Tender-ID: 20040045
Durchfuehrung: Standardtender (Zinstender, amerik. Zuteilungsverfahren)
Gebotsfrist: 03.08.2004, 09:30 Uhr, Zuteilungstag: 03.08.2004
Valutierungstag: 04.08.2004, Verfalltag: 11.08.2004, Laufzeit: 7 Tage
Mindestbietungssatz: 2,00 %, Mindestzuteilungsbetrag: -
Mindestbietungsbetrag: 1,00, Hoechstbietungsbetrag: -
Gesamtes Bietungsvolumen: 342.842, Anzahl der Bieter: 359
Gesamter Zuteilungsbetrag: 255.000, Repartierungsquote: 32,6385 %,
Akzeptierter marginaler Zuteilungssatz: 2,01 %
Gewogener Durchschnittssatz d. Zuteilung: 2,02 %
Bietungsspanne: 2,00 % - 2,06 %
Aktualisierte Schaetzung autonomer Faktoren vom 2.8.-10.8.04: 189,0 Mrd. Euro.
Daraus resultierende Benchmark-Zuteilung: 255,0 Mrd. Euro.

http://www.bundesbank.de/download/gm/tender/2004/20040803MRO.pdf

Nun, 3/4 unsere Scheinchen "leben" also nur eine Woche. Nicht einunderselbe Schein ! Der kann durchaus länger "umlaufen" ! Aber (!), vorne kommen die Scheinchen rein (aus der BuBa), und hinten kommen sie nach einer Woche wieder raus (zurück zur BuBa). Welcher Schein das ist, spielt keine Rolle. Es ist die Summe, die vorher bei der BuBa "abgeholt" wurde !! Da dies, bedingt durch die ständigen Auslauftermine, quasi unentwegt passiert, kann das den Eindruck erwecken, daß der Euro ununterbrochen "umläuft" (incl. einer Anzahl von "Transaktionshäufigkeiten" währenddessen). Dem ist aber nicht so !!

Noch deutlicher wird dies, bei Betrachtung folgender Aussagen. Die EZB spricht:

......
4.1 SPITZENREFINANZIERUNGSFAZILITÄT

A. ART DES INSTRUMENTS

Die Geschäftspartner können die Spitzenrefinanzierungsfazilität in Anspruch nehmen, um sich von den nationalen Zentralbanken Übernachtliquidität zu einem vorgegebenen Zinssatz gegen refinanzierungsfähige Sicherheiten (wie in Kapitel 6 dargestellt) zu beschaffen. Diese Kreditlinie ist zur Deckung eines vorübergehenden Liquiditätsbedarfs der Geschäftspartner bestimmt.
.....

D. LAUFZEIT UND ZINSGESTALTUNG

Kredite im Rahmen der Fazilität haben eine Laufzeit von einem Geschäftstag.
......
http://www.bundesbank.de/download/ezb/publikationen/ezb_publication_geldpolitik_dt.pdf

Es gibt keine "Transaktionshäufigkeit", keine Umlaufgeschwindigkeit usw. Es gibt Laufzeiten ! Sind die erreicht --> ab zurück zur BuBa !!

Was genau soll die "Geschwindigkeit" sein ? Ob ich dem Zigarettenhändler die Euro innerhalb einer Nanosekunde, oder erst nach einer Minute gebe, ist völlig   unerheblich. Erheblich ist aber, ob der Zigarettenhändler meine Euros bei Fälligkeit  hat !! Die Anzahl der Fälligkeiten und die Rückzahlungssumme kann sich erhöhen ! Dadurch entwickelt sich eine gewisse Dynamik, da zu einem Zeitpunkt x mehr Fälligkeiten -die bedient werden müssen- als vorher vorhanden sind und sich immer mehr Schuldner abstrampeln müssen, diese Termine einzuhalten. Das läßt den Anschein zu, daß sich die "Geschwindigkeit" des "Umlaufes" erhöht hat. Es handelt sich, wie gerade gesagt, aber lediglich um ein mehr an Rückzahlungsterminen.  Wobei jeder einzelne der Termine, um bei obigem Beispiel zu bleiben, nach wie vor nach Ablauf EINER WOCHE liegt !! Die Anzahl der Fälligkeiten wiederum, ist ausschließlich von den vielfach erwähnten "new Credits" abhängig.

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Weiterhin muß hierzu noch ein wichtiges Detail genannt werden:

.....
Dass wir es bei Offenmarkt-Papieren nicht mehr mit Eigentum zu tun haben, zeigen die laufenden Ausweise der US-Notenbanken (a. Jahresbericht 2001, 332) , die ihr „Geld“ in Form von Banknoten („currency in circulation“) nur noch gegen Staatspapiere ausgibt („treasuries“ in Form vo n Bills, Notes und Bonds), die keinerlei Bezug mehr zu irgendeinem Eigentum haben.

Die „treasuries“ sind mit keinerlei Eigentum mehr „unterlegt“, sondern sind Schulden des amerikanischen Staates, die nur mit Hilfe von zusätzlich abgeforderten Steuern bedient bzw. zurückgezahlt werden können.
.....
Selbst die Bundesbank (2001, 136) weist als an sie verpfändete Sicherheiten 25 % Staatsanleihen aus, die durch keinerlei Eigentum kollateriert, sondern durch noch nicht entstandene Steuerforderungen "besichert" sind, ungedeckte (!) Bankschuldverschreibungen in Höhe von 15 % und knapp 55 % gedeckte Bankschuldverschreibungen (Pfandbriefe, die ihrerseits inzwischen zu 50 % durch Staatsanleihen "gedeckt" sind), bei denen noch zum Teil die Möglichkeit der Vollstreckung in Eigentum (Grund und Boden) besteht (Rest von 5 % sind sonstige „marktfähige“ Sicherheiten, wohl zumeist Wechsel).

Würde die Bundesbank also „eigentumstechnisch“ vorgehen, müsste sie zwei Drittel ihres Geldes sofort einziehen, da es letztlich nicht mit Eigentum (Sache), sondern mit einer Forderung (Schuld) besichert ist, die, da es sich wiederum um eine (ungebuchte – das Staat bilanziert nicht!) Forderung ans Publikum handelt, nicht vollstreckbar wäre (siehe oben).
.....
Macht, der Staat und die Institution des Eigentums

"Übersetzt" heißt das nichts anderes, als das es Bargeld mittlerweile nur noch -oder, für die BRD, zumindest zum Großteil- aufgrund von Staatsschulden gibt !!! Müssen wir uns da noch über irgendwas wundern ? Tolles System. Platt gesagt: kauft ihr euch morgen einen neuen Kühlschrank, zwingt ihr den Staat sich zu verschulden. Klasse, oder ? 

DAS ist das Resultat der jahrzehntelangen Ausrichtung auf den Staat, den Staat mit seiner "unerschöpflichen" Einkommensquelle, den Steuern !! In diesem Punkt hat Hr. Kreutzer recht (wenn auch aus anderen Gesichtspunkten), der Staat muß sich weiter verschulden, allein schon aus diesem Sachverhalt heraus. Es sei denn, Grünspan & Co. kriegen den Dreh zurück zu "privaten" ZB-fähigen Sicherheiten. Dann haben wir nur noch die "normale" anstehende zusätzliche Staatsverschuldung  !

!! POLITIK !!

Frontal21 - Überflüssige Straßen

Die A39 von Wolfsburg nach Lüneburg zählt zu den teuersten Projekten im neuen Bundesverkehrswegeplan. Doch nur VW scheint sie zu benötigen.

Ist ein Video. Solltet ihr euch aber anschauen ! Denn:

1.) Ein schönes Beispiel für die Verquickungen von Staat (respektive seiner Vertreter) und dem "Großkapital" (mal ganz allgemein gesehen, z,B. auch Banken, oder auch andere Multis usw.).

VW - Mandate des Aufsichtsrats (Stand 31.12.2003)

Christian Wulff (44),Niedersächsischer Ministerpräsident
Sigmar Gabriel (44)
Dr. jur. Gerhard Cromme (60)
Heinrich Aller (56), Minister a.D.
Dr. jur. Dr.-Ing. E. h. Heinrich v. Pierer (63)

Um nur die ein paar zu nennen. Da gibt es sehr wohl noch mehr ! Bei etwaigem Interesse für den Rest: Guckst du hier (ab Seite 21) !

2.) Das nenne ich effektiven Einsatz von Ressourcen ! Wo es doch auch kaum Bedarf an anderer Stelle gibt:

.....
Das mehr als 50 Jahre alte Kanalnetz in Deutschland ist sanierungsbedürftig und steht an einigen Stellen vor dem Zusammenbruch. Ständig versickert Abwasser aus Kanälen und stellt damit eine Gefahr für das Grundwasser dar. Auch die Versorgungsleitungen sind marode, und schätzungsweise acht Prozent des hergestellten Trinkwassers kommt nicht beim Empfänger an.
.....
Nach Einschätzung von Wolfgang Krah (Wirtschaftsvereinigung Bauindustrie NRW) seien bundesweit 45 Mrd. Euro notwendig, um dringendste (!!) Schäden zu beheben.
.....
http://www.wasser-wissen.de/abwassernews/2003/november2003.htm

Blickpunkt Bundestag, Mai 3/2003

Ausgaben - Wo geht das Geld hin?

Was macht der Staat mit diesem Geld? Legen wir Bund, Länder und Gemeinden zusammen, kommen wir auf ungefähr 600 Milliarden Euro Gesamtvolumen. Brechen wir dies auf 100 Euro herunter, dann fließen rund 28,10 Euro in die Personalausgaben, 13,20 Euro in Investitionen, 12,30 Euro in Zuschüsse an Sozialversicherungen, 11,30 Euro in die Zinsausgaben, 10,40 Euro in den laufenden Sachaufwand und 9,50 Euro in die Renten (ohne Altersrenten) und andere Unterstützungen.
.....
http://www.bundestag.de/bp/2003/bp0303/0303027.html

Und das nicht etwa von irgendwelchen "systemkritischen" Seiten. Nein, sondern von der ganz offiziellen Bundestag-Seite !


04.08.04 

Heute ein bißchen was "ungewöhnliches" !!

Und zwar eine Sammlung von Forumsbeiträgen von Dr. Paul C. Martin zu den Themen "DEBITISMUS -Macht, Staat, Zins, Wirtschaften, Geld, uvm.". Ich habe die mal zu einem Dokument zusammengefasst.

Die *pdf hat 71 Seiten und ist 1 Mb groß !

Natürlich kann das kein Mensch alles auf einmal lesen (außer echten Hardcore-Typen ). Betrachtet es als eine Art "Nachschlagewerk", daß ihr euch auf die Platte legt, oder auch ausdruckt, und so nach und nach reinziehen könnt/solltet. 

Da daß verdammischt viel Kopiererei usw. war, gibts, bis auf folgende Verlustierung, heute sonst nichts ! 

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Zudem weiß ich nicht, ob ich am Freitag zu einer Aktualisierung komme (langer Arbeitstag in Sicht !). Möglicherweise schaff ich "ersatzweise" morgen was (ist aber auch kein Versprechen). Dafür dann erst wieder am nächsten Montag !! Alles in allem, ist daß alles für die nächsten Tage ziemlich ungewiß !! 
Tut mir Leid, aber der debitistische Schulden/Steuerdruck schreit nach Begleichung  !!! Na ja, Lesestoff habt ihr ja erst mal  !!



Ausgangssituation - Ein Huhn überquert die Straße. Warum?

Eine Analyse aus berufenen Mündern.

Plato:
Für ein bedeutendes Gut.

Aristoteles:
Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren.

Karl Marx:
Es war historisch unvermeidlich.

George W. Bush:
Dies war ein unprovozierter Akt des internationalen Terrorismus und wir behalten uns gegen das Huhn jede Maßnahme vor, die geeignet ist, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten sowie die Werte von Demokratie und Rechtgläubigkeit zu verteidigen.


02.08.04 

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Neues vom "Big Brother" !!


NEUES VON DER KREDITFRONT !

Ich hatte es ja schon am Freitag. Etwas vollmundig habe ich "für genaueres" auf heute verwiesen. Im Grunde war aber schon alles gesagt. Nichts wirklich nennenswertes oder "aufregendes" passiert (bis auf die Tatsache daß eben nichts passiert). Deshalb, der Vollständigkeit halber, nur noch die längerfristigen Tabellen und die "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion" dazu ! Für die Graphiken, siehe bitte Vortag !!

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

Zuerst mal die Zahlen:
 
Mrd. €
Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vormonat in %
1999
3300,55
7,77
2000
3479,49
5,42
2001
3584,42
3,02
2002
3556,01
-0,79
2003
3571,88
0,45
Jan 2004
3580,34
0,23
Feb. 2004
3593,50
0,37 (=13,16 Mrd.€)
Mar. 2004
3633,35
1,11 (=39,85 Mrd. €)
Apr. 2004
3648,74
0,42 (=15,39 Mrd. €)
Mai 2004
3626,68
-0,60 (= -22,06 Mrd. €)
Juni 2004
3622,41
-0,12 % (= -4,27 Mrd. €)
http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12021.PDF
 

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Unternehmen und Privatpersonen (ohne Wertpapiere) / insgesamt / Alle Bankengruppen
 
Mrd. €
Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vormonat in %
1999
2094,16
6,364
2000
2187,26
4,446
2001
2237,24
2,285
2002
2241,19
0,177
2003
2242,79
0,071
Jan 2004
2231,71
-0,494
Feb. 2004
2231,33
-0,017 (= -0,38 Mrd. €)
Mar. 2004
2229,75
-0,071 (=-1,58 Mrd. €)
Apr. 2004
2231,12
0,061 (=1,37 Mrd. €)
Mai 2004
2230,66
-0,021 (= -0,46 Mrd. €)
Juni 2004
2230,02
-0,029 % (= -0,64 Mrd. €)
http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF
 

Noch kurz zu der "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

2004 (Mrd.€)
Jan. = 8168,7;  Febr. = 8206,9;  März = 8254,7;  April = 8337,8;  Mai = 8372,7; Juni = 8427,5

Differenz Juni zu Mai '04 = +89,7, +1,08 % (Vormonat +34,9 Mrd. € , +0,42 %; davor = +47,8 Mrd. €, + 0,58 %)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S101ATIB01013.PDF

Heftig ! Wie in den guten alten Zeiten !! Teile ich die 89,7 Mrd. € auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land ein Zuwachs von im Schnitt 7,475 Mrd. €. Die BRD-Zahlen im Vergleich... O Graus. Wir leben im Moment von der Verschuldungsbereitschaft der "Rest-EU" (und der Restwelt). Die Frage ist nur, wie lange das "Maler Müller", "Schreiner Schmidt" und "der Laden um die Ecke" durchhalten. Ich glaube nicht, daß der Großteil der "Scheinchen" bis dahin "durchdringen".
Folgend ein schönes Beispiel für die Verschuldungs"orgien" der Anderen (auch wenn die nicht den Euro haben):

KREDITREKORD - Briten schulden eine Billion Pfund

Kreditkarten, Hypotheken, Autofinanzierung: Der typische Brite hat so viele Schulden, dass sogar die kreditverliebten Amerikaner sparsam dagegen aussehen. Nun hat die Bevölkerung im Vereinigten Königreich einen neuen Kreditrekord aufgestellt - und das trotz steigender Zinsen.


Immobilen - Sorgen über eine globale Immobilienpreisblase

27. Juli 2004 An den Finanzmärkten und bei den Zentralbanken nehmen die Sorgen über den starken Anstieg der Preise für Wohneigentum in vielen Ländern zu. Eine wachsende Zahl von Fachleuten warnt, daß sich die Immobilienmärkte in einigen Ländern überhitzt hätten und deshalb nun ein Preisrutsch drohe. Solch ein "Platzen der spekulativen Preisblase" an den Märkten für Eigenheime könne die gesamte Wirtschaft in diesen Ländern in Mitleidenschaft ziehen.


2. Implizite Staatsschuld

Die implizite Staatsschuld umfasst alle Zahlungszusagen, die der Staat gegenüber Bürgern bereits ausgesprochen hat und die in Zukunft als Ansprüche an das Bruttosozialprodukt geltend gemacht werden können. Das künftige BSP ist in weit höherem Maße schon vorweg verteilt als dies in der Höhe der Staatsschuld zum Ausdruck kommt. In erster Linie sind dies die Zahlungszusagen aus den Sozialversicherungen sowie die Pensionszusagen. In der Wirkung ähnlich sind die Versicherungen (Gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung), die den Mitgliedern im Versicherungsfall einen Anspruch an die Versicherungsgemeinschaft eröffnen. Andere implizite Staatsschulden (z.B. Sell-and-lease-back Instrumente, langjährige Verträge, z.B. Kosten des Atomausstiegs, internationale Verpflichtungen oder auch Verpflichtungsermächtigungen aus früheren Jahren, die in den kommenden Jahren eingelöst werden müssen) sollen hier nicht berücksichtigt werden.

Die Generationenbilanzen von Raffelhüschen et al. (1995, 1996) geben Antwort über die Höhe und Entwicklung der Gesamtverschuldung, die heutige Generationen den zukünftigen hinterlassen. Würde den heute und allen zukünftig Geborenen die Möglichkeit verwehrt, ihrerseits die Altlasten zu erhöhen und an die folgenden Generationen weiterzureichen, würde sich deren Steuer- und Abgabenlast im Vergleich zu ihren Vorgängern um 156 % erhöhen. Die Belastung entsteht dabei etwa zu einem Drittel aus der expliziten Staatsschuld und zu zwei Dritteln aus der demographischen Entwicklung (Raffelhüschen, Walliser, 1995). Allein die implizite Staatsschuld aus den heute bereits aufgebauten Anwartschaften der Rentenversicherung beträgt 10 bis 12 Billionen DM, das ist mehr als das gesamte Anlagevermögen der Bundesrepublik und ein vielfaches der offen ausgewiesenen Staatsschuld von 2,2 Billionen DM.


Nur noch mal zur Info:

Thema Auslandsverschuldung: "US - Staatsanleihen; wer besitzt wie viele davon im Ausland?"

Laffer Kurve


(Klick !!)

!! POLITIK !!

Hartz IV und die Folgen - und der Trost des Bundeswirtschaftsministers

.....
»Wen wir nicht arbeiten lassen, der soll auch nicht medizinisch betreut werden und keine Rente erhalten«. Das hat die WAZ jetzt aufgedeckt. Auf ihre Anfrage hat der Verband der Angestellten-Krankenkassen darauf hingewiesen, daß Arbeitslose, die ab Januar keine Leistungen von der Agentur mehr erhalten, auch nicht mehr renten- und krankenversichert sind.
.....


Der Sozialstaat – Fallbeispiel Arbeitsamt

.....
1. Personalbestand
Die Bundesanstalt für Arbeit („Arbeitsamt“) hat rund 80.000 festangestellte und 10.000 weitere Beschäftigte, insgesamt 90.000. Davon sind 22.500 Beamte.
Nach Mitarbeiterzahl gerechnet liegt das Arbeitsamt zwischen dem Bayer-Konzern, mit 117.000 Beschäftigten das 15größte deutsche Unternehmen, und der Preussag AG, mit 70.000 Beschäftigten auf dem 18. Rang.
Das Arbeitsamt ist eine riesige Jobmaschine – für sich selbst.
.....

Und noch zwei Links und eine Graphik dazu:
 

Die Kathedrale des Sozialstaats

90 000 Mitarbeiter, 180 Filialen, die Bundesagentur für Arbeit ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Bislang beschäftigte sie sich vor allem selbst. Ob die Hartz-Reformen das ändern, ist mehr als fraglich

Haushaltsplan der Bundesagentur für Arbeit


(Klick !!)


Mehr als zwei Millionen US-Bürger im Gefängnis

Hierzu spontan eingefallen:

.....
Anderswo greift der Rechtsstaat um so mehr: „HUD und DoJ [Justizministerium] haben kürzlich einen Prozeß vor dem Obersten Bundesgericht gewonnen, der ihnen erlaubt, eine Großmutter aus einer HUD-subventionierten Wohnung herauszuwerfen (...) In diesem Präzedenzverfahren soll Großmutter Perlie Rucker zwangsgeräumt werden, weil sie es unterlassen hat, ihre geistig behinderte Teenager-Enkelin am Konsum illegaler Drogen einige Blöcke weiter weg zu hindern, obwohl die Aktivitäten ihrer Enkelin ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung erfolgt waren. Diese Operationen erfolgen in mit DynCorp-Verträgen unterstützen Gebieten.“[28] Im Justizministerium verwaltet DynCorp u.a. auch das Asset Forfeiture Program für die Beschlagnahmung kriminell erworbenen Besitzes, etwa im Rahmen des „Drogenkrieges“. In den gleichen Zonen also, insistieren Fitts u.a., in denen  DynCorp und liierte Unternehmen die sozialethnische Gentrification steuern. (Vergleichbar mit Kolumbien, wo das Beschlagnahmungsprogramm auch greift, und die Entwicklung für die Multis über den Plan Kolumbien durchgesetzt werden soll). Die Ghettowertschöpfung wird in die explodierende Industrie der Privatknäste verlängert, auch ein DynCorp Geschäftsbereich, wohin immer mehr Unterklassenopfer des „Drogenkrieges“ zwecks Zwangsarbeit „alloziert“ werden. 

Aus: "DynCorp – globalisierte technologische Gewalt"
 


Als Notenbank-Chef ist Opportunist Greenspan kein Einzelfall

.....
Als Beispiel für die mehr als fragwürdige Rolle von Notenbankern, die ganz im Geiste der von Mises'schen Analyse Fehlentscheidungen treffen oder unwidersprochen mittragen, die zu ökonomischen Ungleichgewichten mit schwerwiegenden Folgen führen, mag der ehemalige Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl dienen. 

Der auch von uns hoch geschätzte Pöhl gab uns einen Einblick in das, wie wir meinen, charakteristische Denken und Handeln eines Notenbankers. Als Bundesbank-Präsident war er bekanntlich in der Verantwortung, als 1990 die deutsche Währungsunion beschlossen und somit die Deutsche Mark in der DDR eingeführt wurde. 

Seinerzeit wurden in ökonomisch weitsichtigen und verantwortungsvoll denkenden Kreisen Modelle favorisiert, die eine schrittweise Integration der DDR vorsahen. Produktivitätsfortschritte der DDR- Wirtschaft spielten in diesen Stufenplänen eine entscheidende Rolle. Eine sofortige Währungsunion und ein Urntauschverhältnis D-Mark zu DDR-Mark von l zu l oder auch l zu 2 galt als wirtschaftspolitisch falsche, Unheil stiftende Maßnahme. Diesem Kreis gehörte auch der damalige Bundesbank-Präsident Pöhl an, was er die Regierung Kohl natürlich wissen ließ. Bundeskanzler Kohl erweckte Pöhl gegenüber den Eindruck, er teile die der Radikallösung entgegengebrachten Bedenken und unterstütze den Stufenplan. 

Im Februar 1990 wurde Pöhl an einem Sonntag zu einer politischen Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen unter Führung von Helmut Kohl nach Bonn geladen. Dort sollte unter anderem das Thema Währungsunion besprochen und entschieden werden. Zu Pöhls großer Überraschung ließ die hochkarätige Runde an diesem Tag jedoch dieses aus Sicht einer betroffenen Notenbank extrem wichtige Thema aus. Der Bundesbankpräsident interpretierte diese Unterlassung als Zustimmung zu der von ihm bekanntlich favorisierten Vorgehensweise. Er bestand allerdings nicht auf einer offiziellen Klarstellung, sondern reiste in diesem Glauben wieder ab. 

Am nächsten Morgen traf er sich in Berlin mit dem Präsidenten der DDR-Staatsbank Kaminski und der Wirtschaftsministerin Christa Luft. Ihnen stellte er den Stufenplan vor und erhielt erwartungsgemäß ihre Zustimmung. Die bankrotte DDR war bekanntlich nicht in der Position, Bedingungen zu stellen. 

Noch während dieses Treffens reichte man ihm eine dpa-Meldung. Diese informierte die Welt darüber, dass die Regierung Kohl gerade die Umsetzung der radikalen Variante der Währungsunion für August 1990 beschlossen hatte. 

„Das war keine gut vorbereitete Entscheidung, sondern aus der Hüfte geschossen", so Originalton Pöhl, allerdings erst Jahre später. Der auf diese Weise Brüskierte trat ein Jahr später als Bundesbank- Präsident zurück. Für diese scheinbar konsequente Haltung erntete er breite Anerkennung. 

Roland Leuschel veröffentlichte damals einen offenen Brief an den Bundesbank-Präsidenten, der in Zeitungen wie „Wall Street Journal", „Herald Tribüne" und anderen internationalen Blättern abgedruckt wurde. Seltsamerweise fanden aber alle größeren deutschen Zeitungen keinen Platz zum Abdrucken dieses Schreibens. Darin schrieb Leuschel, dass Pöhl offensichtlich nicht mehr bereit sei, die Politik der Regierung mitzutragen. Nach dem aus der Geschichte reichlich bekannten Motto „Wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt" durfte er gehen. Damals hielt Roland Leuschel diese Entscheidung Pöhls fiir konsequent.

Heute muss er allerdings zugeben, dass er trotz der regelmäßigen Gespräche, die er seinerzeit mit Pöhl während gemeinsamer Mittag- essen bei der Bundesbank in Frankfurt führte, nicht ahnte, welches Ausmaß die Fehlentscheidungen annehmen würden. Die vorgegebene Schuldenaufnahme von 40 Milliarden DM, die die Wiedervereinigung kosten sollte, stand nämlich in keinem Verhältnis zu dem, was die Bundesbank später veröffentlichen sollte. Tatsächlich betrugen die Kosten nämlich 140 Milliarden DM pro Jahr und stehen damit in einem krassen Missverhältnis zu den damals von Regierungsseite abgegebenen Schätzungen von insgesamt nur 40 Milliarden DM. 

Unter Berücksichtigung dessen, was diese falsche Weichenstellung der Regierung und das „Nachgeben" des Bundesbank-Präsidenten für den deutschen Steuerzahler auch heute noch bedeutet, hätte ich, Roland Leuschel, diesen Brief damals so nicht geschrieben. Eher hätte ich meine Entrüstung über Pöhls Rücktritt bekannt gegeben. Er hätte die Unabhängigkeit seines Amtes voll ausschöpfen und den Wünschen der Bundesregierung vehement entgegentreten müssen. Er hätte mit den ihm vorliegenden Schätzungen der Bundesbank an die Öffentlichkeit gehen müssen, um einer ohnehin skeptischen Bevölkerung reinen Wein einzuschenken. Heute behauptet Pöhl, er hätte es als „schäbig" empfunden, die Regierung nach ihrer Entscheidung zu kritisieren. Ich bezeichne seine damalige Haltung als feige und gegen das Interesse der Betroffenen in Ost und West gerichtet. Insofern gleichen sich Pöhl und Greenspan. Letzterer warnte bereits 1996 vor den Gefahren der überzogenen Börsenkurse und sprach von irrationaler Überschwänglichkeit. Taten ließ er diesen Worten jedoch nicht folgen. 

Ein bezeichnendes Licht auf die bescheidene Rolle, die die Bundesbank in dieser traurigen Episode spielte, wirft ein mit einer deutschen Zeitung im Juni 2000 geführtes Interview Karl Otto Pöhls. Wir halten die hieraus zu gewinnenden Erkenntnisse für aufschlussreich. Sie gewähren einen Einblick in das untertänige Selbstverständnis der Notenbank-Bürokraten. 

Die Frage, ob die Bundesbank damals überrumpelt worden sei, bejaht Pöhl. Dann ergänzt er: „Die Bundesbank war überhaupt nicht vorbereitet, ist auch nicht vorher konsultiert worden. Die einzige Entschuldigung, die ich dafür habe, ist, dass die Regierung auch nicht vorbereitet war. Und auch nicht damit gerechnet hat." Es muss sich also um eine Entscheidung des bekannten Wirtschafts- und Währungsspezialisten Helmut Kohl gehandelt haben. Offensichtlich folgten die gesamte Regierung und auch die Experten der Bundesbank in nicht nur für Deutsche typischem Gehorsam, ohne zu widersprechen, und zumindest teilweise wider besseres Wissen. Mangelnde Vorbereitung von Entscheidungen, die auf Jahre hinaus Wohl und Wehe eines ganzen Landes bestimmen, soll als Entschuldigung für krasse Fehlentscheidungen gelten? Nicht nur angesichts des riesigen Apparats, den sowohl die Bundesbank als auch andere Teile des Staats auf Kosten der Steuerzahler und angeblich zu deren Wohl unterhalten, ist diese Haltung, gelinde gesagt, verblüffend. 

Auf die Frage, ob die heutigen Schwierigkeiten Ostdeutschlands auch mit diesen Fehlern der Währungsunion zu tun hätten, antwortet Pöhl ganz im Sinne der Vertreter des seinerzeit auch von ihm favorisierten Stufenplans: "Ökonomisch war das vollkommen unsinnig." 

Wie kann ein Mensch in einer so verantwortungsvollen Position wie der eines Bundesbank-Präsidenten eine „ökonomisch vollkommen unsinnige" Weichenstellung der Regierung mittragen, indem er ihr nicht vehement und kraft seines Amts entgegentritt? Wieso findet er erst zehn Jahre, nachdem die Fehlentscheidungen getroffen und ihre Auswirkungen zumindest teilweise sichtbar geworden sind, den Mut zu diesen klaren Worten? 

Ganz offensichtlich war sein Selbstverständnis als Notenbanker das eines klassischen und gerade in Deutschland so weit verbreiteten Untertans und Opportunisten: „Aber wir hatten auch eine Loyalitätspflicht gegenüber der damaligen Regierung", so Pöhl im Juni 2000. 

Wir fragen: Wo bleibt die Loyalität gegenüber den Bedürfnissen des zahlenden Bürgers? 
.....

Quelle: "Das Greenspan Dossier" von Roland Leuschel und Claus Vogt


 
30.07.04 

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Da ich's eben erst entdeckt habe, nur kurz die aktualisierten Graphiken (Juni 04). Genaueres nächste Woche !

2004 Mai = 3626,68 (-0,6 %)
2004 Jun = 3622,41( -0,12 %)
Den zweiten Monat in Folge negatives Kreditwachstum !! Nicht gut, gar nicht gut !!

---------------------

Mai 04 = 2230,66 (-0,021 %)
Jun 04 = 2230,02 (-0,029 %)
Seit 2002 absolute "Kreditstille" !! Willkommen Aufschwung  !! 


Thema AUSSLANDSverschuldung

"Nackter" Vergleich der Verbindlichkeiten Argentinien/BRD
 

Als EIN einleitendes Beispiel für dieses Thema, möchte ich folgende Aussage wiedergeben:

.....
Die Hauptursache dieser Krise sind die untragbaren Auslandsschulden von mehr als 141 Mrd. US$, die jegliche Entwicklungschancen für das südamerikanische Land unmöglich machen. Jeder Versuch, Wirtschaftsstabilität zu erreichen, wird durch die Auslandsverschuldung zunichte gemacht.
.....
http://www.hackemesser.de/Argentinien.html


Nun habe ich mir das mal, im Verhältnis des Bankrottstaates Argentinien und der BRD, angeschaut.
 
 
Argentinische Auslandsverschuldung 2000
BRD Auslandsverschuldung 2003
     
Gesamtverschuldung (öffentliche + private) 
156,85 Mrd. $
1170,81 Mrd. € *
Ges. ext. Verschuldung in % der Exporte
384,3 
167,28 **
Ges. Schuldendienst in % der Exporte
51,7
55,73 ***
Ges. ext. Verschuldung in % des BIP
76,5
58,90
     
 
(Quelle)
Bruttoinlandsprodukt BRD = 1987,7 Mrd. €
* Quelle
** Ausfuhr (Exporte) BRD 2003 = 664,19 Mrd. €
*** Ges. Schuldendiesnt = Tilgung + Zinsen ! Hierzu mußte ich mir wie folgt eine "Krücke" bauen, da ich für die gesamtstaatliche Tilgung keine Daten gefunden habe: Tilgung Bund 2003: 185 Mrd €, bei einem Schuldenstand von 826,53 Mrd.€. Die Tilgung der Länder und Gemeinden habe ich darauf basierend einfach "hochgerechnet". Schuldenstand Länder und Gemeinden = 531,23 Mrd. €. Somit Tilgung = 118,92 Mrd. €. Summe Tilgung Bund, Länder und Gemeinden = 303,92 Mrd. €. Plus 66,2 Mrd. € Zinsen = Summe insg. von 370,12 Mrd. € ! Das ist zwar nicht ganz "astrein". Aber die Größenordnungen werden passen !!
 

Von argentinischen Verhältnissen sind wir zwar noch ein Stückweit entfernt, aber sonderlich beruhigend sind diese Daten nicht. Besonders wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahre anschauen (! beim BIP hat sich so gut wie nichts getan !). Im Dez. 2001 lag die Auslandsverschuldung (ohne Banken) noch bei 921 Mrd. €. Und GANZ besonders besonders, wenn wir die öffentlichen Haushalte anschauen. Die Auslandsverschuldung der öffentlichen Haushalte lag im Dez. 2001 bei 439,27 Mrd. € (Dez. 2003 = 564,37 Mrd. €).

Also auch unter diesem Gesichtspunkt schreites "es" voran. Die Frage -ganz allgemein gesehen- ist immer wieder die selbe: WANN ist "DER Punkt" erreicht ?


Warum der Goldstandard Geschichte ist

Der alles entscheidende Satz daraus ist dieser:

Goldstandards jeder Couleur sind Geschöpfe der Gesetzgebung. Sie sind Erzeugnisse der Macht und wie jeder glühende Anhänger der Österreichischen Schule weiß, geht alles, was der Staat anfasst, irgendwann schief. Obwohl Gold natürlich schon etwas Realeres ist als fiat money kann man doch sagen, dass der Goldstandard genauso eine gesetzliche Fiktion ist wie etwa eine juristische Person - oder wie sog. gesetzliches Zahlungsmittel - das wie die juristische Person auch ein Geschöpf des Staates ist. 
Damit ist im Grunde alles gesagt. Geld -und damit der Wert- ist das, was der Staat (respektive die Macht) dazu erklärt. Nichts anderes !! 
In den letzten Absätzen wiederspricht sich der Autor -oder vielmehr seiner obigen Aussage- deshalb selbst. Trotzdem lesenswert. Man kann ja nie wissen !


US-Haushaltsdefizit klettert 2004 auf Rekordhoch: 445 Mrd. Dollar im Minus!

Das Haushaltsdefizit der USA dürfte im Fiskaljahr 2004 auf das Rekordhoch von 445 Mrd. Dollar (370 Mrd. Euro) steigen. Das geht aus dem Haushaltsbericht für die im September zu Ende gehende Fiskalperiode hervor, den das US-Präsidialamt am Freitag in Washington vorgelegt hat.

Das Defizit liegt zwar 76 Mrd. Dollar unter der Prognose von 521 Mrd. Dollar, die das US-Präsidialamt im Februar bekanntgegeben hatte. Doch es dürfte sich auf den Wahlkampf zwischen US-Präsident George W. Bush und seinem demokratischen Herausforderer John Kerry auswirken. Trotz der Verringerung wird das Defizit, das 3,8 Prozent des BIP entspricht, noch immer das höchste aller Zeiten sein.
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http://www.networld.at/index.html?/articles/0431/30/88388.shtml

Der gefettete Satz ist ein schönes Beispiel für den "praktischen" Nutzen der Hedonik (siehe Tag zuvor). Vor allem wenn ich an die EU denke. Da vielen Grenzwerten (Maastricht-Defizit usw.), den diversesten Vergleichen und Berechnungen uvm., immer wieder das BIP zu Grunde liegt, verschafft man sich, durch das künstliche Aufblähen mittels Hedonik, rechnerisch Luft.

!! POLITIK !!

Propaganda !

Ein paar Links:

Rally around the flag?

Der 11. September löste den Afghanistan-Krieg aus. Zwei Studien untersuchen die US-Propagandamaschinerie in Afghanistan und die Tendenzen der Berichterstattung von FAZ, SZ und New York Times.

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Die zugrundliegende Literatur- und Internetrecherche zeigt zudem, dass das OSI zu seinen Strategietreffen in bekannter Pentagon-Manier Filmemacher aus Hollywood einlud. Diese produzierten und verbreiteten danach patriotische "reality shows" über den Afghanistan-Einsatz amerikanischer Soldaten. 400.000 Dollar vom Werbekuchen bekam die Agentur Rendom Group. Sie war bereits während des ersten Golfkrieges in den USA als Promoter Kuwaits in Erscheinung getreten. Nun filterte das Unternehmen in 79 Ländern Gruppen von Meinungsführern heraus, die als Multiplikatoren für OSI-Ideen dienen sollten.
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Militainment made in Washingwood

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Laut seiner   Army-Broschüre für Filmproduzenten fördert das Verteidigungsministerium solche Produktionen logistisch und finanziell, die „das öffentliche Verständnis der Streitkräfte fördern und die Streitkräfte in ihren Rekrutierungsanstrengungen und Geheimhaltungs-richtlinien unterstützen“. Das „richtige“ Bild des amerikanischen Militärs soll gezeigt werden: US-Soldaten rauchen und fluchen nicht, reden von Werten und Moral, Ehre und Pflicht, natürlich von Heldentum und davon, für das Vaterland zu sterben. Dazu greift  das Pentagon in die Arbeit der Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten ein: Es kürzt und streicht beliebig Szenen und liefert Requisiten.
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Es begann mit einer Lüge

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Heinz Loquai, General a. D. -OSZE:
"Hier muss ich mich wirklich beherrschen, weil der Vergleich mit Auschwitz und der Situation im Kosovo eine ungeheuerliche Behauptung ist. Man muss sich als Deutscher schämen, dass deutsche Minister so etwas getan haben, denn ein normaler Mensch, ein normaler Deutscher, wird vor Gericht zitiert, wenn er in derartigem Ausmaße Auschwitz verharmlost. Und dass ein deutscher Minister von KZs im Kosovo sprach, ist auf der gleichen Linie, denn KZs sind Einrichtungen einer bestimmten historischen Situation, nämlich der nationalsozialistischen Zeit in Deutschland. Und ich finde es im Grunde genommen ungeheuerlich, dass gerade Deutsche diese Vergleiche gewählt haben."

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Kriegspropaganda: Die Mutter aller Lügen

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Viele derjenigen, die an der Nazi-Propaganda mitwirkten, sind uns aus der Nachkriegszeit in Erinnerung geblieben, jedoch als liberale Lichtgestalten wie etwa der „Stern“-Gründer Henry Nannen oder der WDR-Hörfunkdirektor Werner Höfer. Ein gewendeter Nazi-Propagandist war auch der Karikaturist Wolfgang Hicks (er zeichnete früher für das Nazi-Blatt „Das Reich“, später ausgerechnet für den israelfreundlichen Springer-Verlag.) Der Verbindungsmann zwischen dem Goebbels-Ministerium und dem Auswärtigen Amt brachte es gar bis zum Bundeskanzler: Kurt Georg Kiesinger (CDU).
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Thema Sudan

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Unterdessen hat die designierte südsudanesische Autonomieregierung, der die gegen Khartum gerichtete Politik Berlins Rückendeckung verschafft, ein deutsches Unternehmen (Thormählen Schweißtechnik) mit dem Bau einer milliardenschweren Eisenbahnlinie beauftragt. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dieser Redaktion bestätigt, dient das von Deutschen durchgeführte Projekt der Erschließung gewaltiger, neu entdeckter Rohstoffvorkommen im Südsudan und gilt als Keimzelle einer zukünftigen ostafrikanischen Freihandelszone. Es gerät mit Ölinteressen der Volksrepublik China in Konflikt.
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Gefährliche Kriegsspiele

Das chinesische Militär probt die Eroberung einer Inselgruppe; auch Taiwanesen und Amerikaner halten große Manöver ab.


26.07.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Ab Berichtsmonat Mai 2004 nutzt das Statistische Bundesamt auch für die Preismessung bei EDV-Investitionsgütern die so genannte hedonische Methode.

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In den Vereinigten Staaten werden hedonische Methoden schon seit längerer Zeit zur Qualitätsbereinigung in der Preisstatistik eingesetzt. Der geringere Anstieg der Preisindizes im Vergleich zum Matched-Model-Index führte dort rechnerisch zu einer höheren Zuwachsrate des realen Wirtschaftswachstums. Aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen in den Vereinigten Staaten und in Deutschland sind diese Effekte bei der Einführung hedonischer Methoden in Deutschland jedoch nicht in ähnlichem Umfang.
Aha ! Nicht in "ähnlichem" Umfang also. Keineswegs mit "keinem" oder nur "vernachläßigbarem" Umfang. Nur nicht in "ähnlichem" Umfang. Was nach meiner bescheidenen Auffassung "durchaus nennenswert" heißt. Ich erinnere nochmals an die USA:
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Auffällig positiv war der Bereich „Computers and peripheral equipment“mit einem Anstieg um „reale“ 38,4 Mrd. USD. Nominal lag der Zuwachs lediglich bei 6,3 Mrd. USD. Dank des hedonischen Ansatzes in der US-Statistik werden aus einem Zuwachs von 6,3 Mrd. USD ( 8,6 % des Wachstums) in der Statistik 38,4 Mrd. USD oder circa 52 % des US Wachstums.
Fakt ist, dass lediglich 6,3 Mrd. USD zur Begleichung von Löhnen, Krediten, Vorprodukten, Marketing etc. in der US-Wirtschaft zirkulieren. Die Statistik zeichnet insbesondere im Computerbereich ein Bild, das mit der Realität des Investitionszyklus nichts zu tun hat. Phantomdollars dominieren das Bild, so wie Phantomgewinne das Bild bei Enron und Worldcom bestimmten.
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http://www.markt-daten.de/themen/hellmeyer-bip.htm
"Nicht in ähnlichem Umfang" wäre ja z.B. -rein spekulativ- schon die Hälfte der US-Verhältnisse. Nicht schlecht ! Jedenfalls scheinen mir die Jungs reichlich am Aufpumpen zu sein. Irgendwie hiefen die das BIP über die Nullkommanull. Wär' doch gelacht !!!

Jedoch will ich nicht den Folgeabsatz unterschlagen:

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Insbesondere werden in Deutschland EDV-Investitionsgüter in deutlich größerem Umfang eingeführt als in den Vereinigten Staaten, sodass bezüglich der Tabelle 4: Hedonische Indizes und Matched-Model-Indizes für EDV-Güter sowie Gesamtindizes Wirkung auf das Bruttoinlandsprodukt der positive Effekt auf die „realen“ Investitionen zu einem Großteil von einem entgegengesetzten Effekt auf die preisbereinigten Importe kompensiert wird. Allerdings dürfte es in Deutschland zu einer Verlagerung zwischen den Verwendungsaggregaten des Bruttoinlandsprodukts kommen, das heißt mehr Investitionsdynamik und geringere Wachstumswirkung des Außenbeitrags.
Quelle: WIRTSCHAFT UND STATISTIK

Auf alle Fälle sollten wir den Aufbau dieser Potemkinschen Dörfer im Auge behalten !!!


„In der Frühphase des Kondratieff-Winters“

Smart Investor im Gespräch mit dem Kanadier Ian Gordon,
Herausgeber von „The Long Wave Analyst“, über die Kondratieff-Wellen-Theorie
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Nochmal: Die größten Bullenmärkte ereignen sich im Herbst, die größten Bärenmärkte im Winter. Falls der augenblickliche Bärenmarkt auch nur annähernd so schlimm werden sollte wie derjenige von 1929 bis 1932, so dürfte der Boden erst im Bereich von 1.200 bis 500 Dow Jones-Punkten erwartet werden.
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Die 1.000-Milliarden-Dollar-Party 
Unsere These, daß allein der Staat für den USBoom sorgt, ist übrigens nicht an den Haaren herbeigezogen. Der legendäre Investor Warren Buffett deutete ähnliches an, indem er folgenden Satz sagte: „Gebt mir 1.000 Milliarden Dollar und ich schmeiße auch eine schöne Party.“ Zu deutsch: Wenn man – wie Bush – keine Hemmungen hat, die Staatsfi nanzen zu ruinieren, dann lassen sich sehr wohl positive Effekte auf die Wirtschaft erzielen, aber eben nur auf Pump und vermutlich nur für einen begrenzten Zeitraum. So erklärt sich übrigens auch, warum die infl ationären Entwicklungen in denjenigen Bereichen zu fi nden sind, die mehr oder weniger dem Staatseinfluß unterliegen, also bei Steuern, Gebühren und Abgaben, Energie, Tabakwaren, Versicherungen usw. Hingegen sind überall dort, wo die privaten Unternehmen „unter sich“ agieren, also dort, wo freier Wettbewerb herrscht, deflationäre Tendenzen festzustellen (Automobile, Elektronik usw.).
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Zu dem von mir gefetteten Abschnitt fällt mir sponten folgende Grundsazterklärung ein. Aus "Das 1x1 der Wirtschaft". Immer wieder lesenswert !

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7. INFLATION I. 
Jede Nachfrage steigert tendenziell den Preis - es sei denn der Unternehmer ist zu blöd, die Preise anzuheben, wenn der Laden voller Leute ist. Jeden Tag erleben wir also an einzelnen Märkten und in einzelnen Produkten Mini-Inflationen. 

8. DEFLATION I. 
Nun habe ich also mein Ding, das tendenziell im Preis gestiegen ist. Aber ich habe noch nicht das Geld, um es zu bezahlen. Dazu muss ich mich nun anstrengen und etwas leisten oder produzieren - also ein Zusatzangebot in die Welt zu schicken. Und das senkt den Preis auf diesem Markt wieder. Also Mini-Deflationen. 

9. STABILITÄT. 
So besteht die Welt aus lauter kleinen Inflationen und Deflationen - und am Ende bleibt das Preisniveau stabil. Dass das ganze vor dem Hintergrund der permanent benötigten "Zusatzverschuldung" stattfindet, spielt keine Rolle, denn 7 und 8 sind genau das, was damit gemeint war. 

Das war's eigentlich schon: Alles paletti! 
Zwar gibt's niemals Gleichgewicht, weil sich das System immer wieder aus sich heraus vorwärts treibt. Aber es läuft - es sei denn, die Nachschuldner fallen komplett aus. Aber warum sollten sie? Wir alle wollen doch besser leben und da stecken wir schon mal was ins Geschäft (der Unternehmer in seine Firma, wir in unser Ego). 

Doch dann! 

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13. INFLATION II. 
Die Staatsschulden sind zunächst zusätzliche Nachfrage und deshalb auch so beliebt, weil ins System des "Debitismus" (1) scheinbar passend. Da der Staat aber nicht leistet, fehlt die "Warenmenge", die das Preisniveau wieder senken könnte. Es kommt zur richtigen Inflation: 
Immer nur Nachfrage, aber die erlösende Warenmenge erscheint nie. Es gibt demnach nur eine einzige (!) Ursache für Inflation - das ist der STAAT. 

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Schöne Zusammenfassung der aktuellen Situation !

Wie weit tragen die Aktienkurse noch?

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Das Gebräu aus historisch höchstem Schuldenstand und künstlich niedrig gehaltenen Zinsen ist laut Gross der Hauptgrund dafür, dass die Weltwirtschaft heute verletzlicher ist als in den gesamten 25 bis 30 Jahren zuvor. Zu niedrig gehaltene kurzfristige Realzinsen führen zu Inflation auf den Asset-Märkten und ziehen beschleunigte Preissteigerungen auf den Gütermärkten nach sich. Werden die Realzinsen zu schnell erhöht, platzen die Vermögensblasen und eine Rezession folgt. Der goldene Mittelweg bewahrt zwar relative Stabilität, aber eventuelle Fehler werden vom ökonomischen System in viel geringerem Maße toleriert als in früheren Jahrzehnten. Was die gerade richtige Zinsdosis ist, verbirgt sich im Nebel. Das müssten selbst die Notenbankchefs zugeben, schließt Gross seinen „Outlook".
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JAWOLL !!

Manchmal frage ich mich wirklich ...

Gerade lese ich einen Artikel darüber, dass die Anhebung der Arbeitszeiten, Deutschland "an den Rand einer Deflation" bringen soll. Da hat offenbar jemand fleißig etwas auswendig gelernt – der Gedankengang in Kürze:

Mehr Arbeitszeit bedeutet das die Löhne sinken – wenn die Löhne sinken, dann haben die Menschen weniger Geld zum konsumieren. Angesicht der sowieso schon schwachen Binnenkonjunktur, wird das den überall bereits jetzt zu beobachtenden Preisverfall noch weiter anheizen und die Inflationsrate trotz hoher Energiepreise hier in Deutschland in die Deflation treiben. Dann wird noch auf Japan verwiesen und ängstlich und erschrocken Panikmache betrieben.

Diese Argumentationskette hat nur einen riesigen Haken – direkt am Anfang – haben Sie ihn entdeckt?

Zwar sinken durch eine Verlängerung der Arbeitszeit die Löhne, jedoch nur in Relation zur gearbeiteten Zeit. Das heißt der reale Stundenlohn sinkt.

Der reale Lohn, als der Lohn, den die davon betroffenen Arbeitnehmer am Ende des Monats in der Geldbörse haben, bleibt der konstant. Es ist also nicht weniger Geld im Anlauf – ergo ist diese oben genannte Argumentation insofern erst einmal unsinnig! Es steht genau gleichviel Geld dem Markt zur Verfügung.
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/


Nur so zur Info !!

Schweiz

Arbeitslosenquote  Mai 04  in %  3,8  (http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber00/dkan_ch.htm)
Super Arbeitslosenquote ! Da kann man wirklich nicht meckern ! Oder doch ? 
In der Schweiz gehen alle Arbeitslose nach einem Jahr (ich glaube 400 Tage) in die Sozialhilfe über. Sprich, sie fallen aus der Arbeitslosenstatistik heraus.

Quelle: HR 1 (Radio)

Und nun dies:

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Der gestern Dienstag publizierte Kennzahlenvergleich der Städteinitiative Sozialpolitik – der Lobbygruppe gehören 50 Städte an – weist für 2003 mit rund zehn Prozent die stärkste Zunahme der Sozialfälle seit der ersten Erhebung 1999 auf.
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http://www.ebund.ch/artikel_27421.html
Und das BIP sieht auch nicht so toll aus !


Nur Link:

Tests ergaben drastische Mängel bei Vermögens- und Anlageberatern

Autobanken: In voller Fahrt  (mit Geld, Geld verdienen)

!! POLITIK !!
 

"Die Europäische Union ist nicht liberal"

Der tschechische Staatspräsident Václav Klaus über Deutschland, den "europäischen Superstaat" und den neuen Modetrend EU-Skepsis

Recht hat er !!!!!! Viel Spaß beim Vereinigen:

Öffentliches Defizit 2004 im EU-Vergleich - Finanzierungssaldo (net lending) des Gesamtstaates in % des BIP (Zu der Trefferquote diesbzgl. Prognosen, muß ich, glaube ich, nichts mehr sagen)

Andererseits, wo doch sowas winkt:

(Klick !)


Selbstmordrate in Japan auf Rekordhoch

Die Selbstmordrate in Japan hat im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht: Mehr als 34'000 Menschen nahmen sich das Leben, wie die Regierung in Tokio mitteilte.

Das entspricht einer Steigerung um 7,1 Prozent und ist der höchste Wert seit Beginn der Statistiken im Jahr 1978.
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Knapp ein Drittel der Todesfälle waren der Polizei zufolge auf finanzielle Sorgen wie Schulden oder Arbeitslosigkeit zurückzuführen. 
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http://www.winti-guide.ch/News/Aktuelle_Nachrichten/?Ressort=73&Artikel=444024


Nur Link:

Das Fell des Bären von Uri Avnery


23.07.04

Jetzt muß ich mich doch mal wieder entschuldigen !! Ich krieg' heute einfach nicht mehr hin. I'm so sorry !! Vielleicht (??) noch was am Wochenende !!


!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Immer wieder lesenswert !

Diskussion: Debitismus

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Der erste Zins ist historisch die Abgabe (census) selbst und ist erforderlich, sofern überhaupt gewirtschaftet werden soll. Ist die Abgabe beim Abgabenschuldner zum Termin nicht vorhanden und will der Abgabenschuldner nicht die ex ante feststehende Sanktion bei Nichtleistung der Abgabe tragen (Schuldknechtschaft, Vollstreckung in seine sonstigen Vermögenswerte, "Steuerstrafen", usw.), muss er sich das (in was auch immer festgelegte) Abgabengut "leihen". Dabei zediert er seinerseits später bei ihm eintreffende oder von ihm erwartete Abgabengüter. Darunter fällt auch "Geld" in Form des "gesetzlichen Zahlungsmittels" (legal tender), mit dessen Hilfe Abgabenschulden getilgt werden können. Der "Geldzins" ist ein Abgaben-Derivat und ohne Abgabe nicht definierbar. Auch der "Notenbankzinssatz" ist kein "Zins", sondern eine Steuer auf das Abgabengut "gesetzliches Zahlungsmittel", fällig bei Beschaffung bei der Notenbank.
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Na das passt doch zu obigem ! Heute also: "Nichts neues unter Sonne" !

Finanzen und Steuern vor der Zeitenwende

Frühe Formen "staatlicher" Finanzwirtschaft und der Besteuerung werden bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten und Mesopotamien, später auch in anderen Kulturen sichtbar.

Viele Bild- und Textzeugnisse aus den Jahrhunderten vor Christi Geburt geben Auskunft über die Tätigkeit von Verwaltungen, die mit der Beschaffung und Bewirtschaftung der für den Bedarf des Herrschers und des Gemeinwesens erforderlichen finanziellen Mitteln betraut waren. Diese Mittel wurden durch Nutzung des dem Herrscher gehörenden Grundbesitzes, durch Frondienste, Abgaben der Untertanen, Zölle auf den Handelsverkehr und Tribute von unterworfenen Völkern aufgebracht.
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Diese Quellen zeigen auch, wie Amtspersonen damals mit den Abgabe- und Arbeitspflichtigen umgingen. Sie enthalten vielfach Klagen der Pflichtigen über drückende Lasten. Zu hohe Belastungen führten nicht selten zu Verweigerungen und Aufständen.
Etwa seit dem 16. Jh. v. Chr. bildete sich das erste historisch faßbare Reich in China heraus. Es war zunächst ein von einem Priesterkönig regierter Verband von tributpflichtigen Fürstentümern. Die Bauern waren zu Frondiensten und Abgaben verpflichtet. Im 1. Jtd. v. Chr. ging mit einer Stärkung der fürstlichen Regierungsgewalt ein tiefer sozioökonomischer Wandel einher: Mit der Käuflichkeit des bisher unverkäuflichen Grund und Bodens verwandelten sich die Bauern von abgabepflichtigen Hörigen ihrer Grundherren zu freien, grundbesitzenden Steuerbürgern des Landesherrn. Im 3. Jh. v. Chr. wurden unter dem ersten Kaiser eines einheitlichen und zentralistischen China die Frondienste für zahlreiche öffentliche Projekte erheblich ausgeweitet. Auch die Steuern wurden drastisch erhöht (bis zur Höhe von zwei Dritteln der Ernte). Der durch diese gewaltige Belastung entstandene Volkszorn entlud sich in einem Volksaufstand, der die Herrscherdynastie auslöschte.
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Wirtschaftsweise rechnen mit Rekorddefizit

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Gremium revidiert Schätzung
Nach FTD-Informationen revidierte das Gremium seine Defizitschätzung auf "knapp unter vier Prozent" des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach oben - trotz der besseren Konjunktur. Damit verbleibe das Minus "in etwa" auf der Höhe des vergangenen Jahres, als 3,9 Prozent des BIP erreicht worden seien, heißt es. Da die Wirtschaftsleistung aber zunimmt, liegt der Fehlbetrag in absoluten Zahlen sogar noch über jenem Rekordwert von 82,1 Mrd. Euro aus dem Jahr 2003.
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Bei Eichels Hans am 19. September 2003 ("Weltwirtschaftslage - Reformvorhaben in Deutschland") klang das noch ganz anders:

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Wir werden aber auch unter schwierigen Rahmenbedingungen die Konsolidierung fortsetzen. Nur über die nachhaltige Begrenzung der konsumtiven Ausgaben und die Fortsetzung des Subventionsabbaus schaffen wir Raum für die Finanzierung von Zukunftsaufgaben.
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Diese ungleichgewichtige Entwicklung verdeutlicht, dass jede gestaltende Finanzpolitik langfristig zum Scheitern verurteilt ist, wenn es nicht gelingt, die Neuverschuldung zu begrenzen und insbesondere die Ausgaben für die soziale Sicherung in den Griff zu bekommen.
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Die Einsparungen für den Bundeshaushalt summieren sich für 2004 insgesamt auf 14 Mrd. €. Dies belegt: wir sind umfassend herangegangen.
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Der Reformpfad wird dabei manchmal ein steiniger, ein unbequemer Weg sein. Aber wir werden ihn gehen. So bringen wir Deutschland gemeinsam wieder in Schwung!
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http://www.bundesfinanzministerium.de/dokumente/ix-..20307/Reden.htm

Trööööt !! Setzen !! Sechs !!


Die Liga am finanziellen Limit - Bundesligisten sparen am Personal - die Etats sinken

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Die Tendenz ist alarmierend: Drei Viertel der Bundesliga-Manager sehen durch Verschuldung "existenzgefährdende Probleme" auf den deutschen Profi-Fußball zukommen.
Trotz Kostenreduktion bei den Bundesligisten kommen Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG zunächst auf wenig Erfreuliches: In einer Studie aller 36 Profivereine nennen sie den Gesamt-Schuldenstand von 700 Millionen Euro (Stand: 2003).
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Nur Link:

Dank der ausgelassenen Stimmung der Investoren befindet sich das Marktsentiment auf einem All-Zeit-Hoch

That's because insiders at most firms have been heavy net sellers of their firms' stock in recent weeks, even as the market has declined.
 

!! POLITIK !!

Hatte ich zwar schon mal (HIER ! Incl. eigenen Kommentares), aber das ist schon ein Ding... Monitor dazu:

Opel-Arbeitsplätze nach Polen - Folgen eines Rüstungsdeals

Für die Polen war es ein Jahrhundert-Geschäft: der Kauf von 48 US-Kampfjets vom Typ F-16. Zwar muss der polnische Steuerzahler dafür 3,5 Milliarden US-Dollar zahlen, doch der Kaufvertrag sieht ein lukratives Gegengeschäft vor. Der amerikanische Rüstungs-Konzern Lockheed Martin versprach den Polen Investitionen in Höhe von mehr als 6 Milliarden Dollar. Dazu holte der Kampfjet-Hersteller unter anderen den amerikanischen Automobilkonzern General Motors mit ins Boot. Seine Konzern-Tochter Opel wird nun einen Teil der Autoproduktion von Deutschland nach Polen verlagern. Bei Opel in Rüsselsheim bangen die Beschäftigten jetzt um ihre Jobs. Mindestens 1.200 Stellen sind in Gefahr.

Oder alternativ: http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml


Weil ich gerade drüber gestolpert bin:

Syrien, Iran, Nordkorea - Wer ist als Nächster dran?

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Schurkenstaaten sind Staaten, die nicht mehr in US-Dollar abrechnen

Bereits seit Ende des Jahres 2000 berechnete Irak seine tägliche Ölförderung nicht mehr in Dollar, sondern in Euro. Iran verkauft bereits seit geraumer Zeit sein Öl nicht mehr in Dollar, sondern zum größten Teil in Euro. Nordkorea hat seine gesamten Devisen in Euro eingewechselt, so eine dpa-Meldung am 12.11.02. China kündigte bereits im November 2001 an, seine 200 Milliarden Dollar-Devisen-Reserve zu einem großen Teil in Euro umzutauschen (1). Wenn diese Beispiele Schule machen - und dies tun sie - ist der American way of life aufs Höchste gefährdet.
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21.07.04

!! WIRTSCHAFT !!

Irgendwas davon in den Nachrichten gehört (N-TV & Co.) ? Von der offiziellen Ford Seite:

Ford Announces Second Quarter Financial Results

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These statements involve a number of risks, uncertainties, and other factors that could cause actual results to differ materially from those stated, including, without limitation [Fettung durch mich]:

* greater price competition resulting from currency fluctuations, industry overcapacity or other factors;
* a significant decline in industry sales, particularly in the U.S. or Europe, resulting from slowing economic growth, geo-political events or other factors;
* lower-than-anticipated market acceptance of new or existing products;
* work stoppages at key Ford or supplier facilities or other interruptions of supplies;
* the discovery of defects in vehicles resulting in delays in new model launches, recall campaigns or increased warranty costs;
* increased safety, emissions, fuel economy or other regulation resulting in higher costs and/or sales restrictions;
* unusual or significant litigation or governmental investigations arising out of alleged defects in our products or otherwise;
* worse-than-assumed economic and demographic experience for our post-retirement benefit plans (e.g., investment returns, interest rates, health care cost trends, benefit improvements);
* currency or commodity price fluctuations;
* changes in interest rates; [siehe "debt" (=Schulden) unten]
* a market shift from truck sales in the U.S.;
* economic difficulties in any significant market;
* reduced availability of or higher prices for fuel;
* labor or other constraints on our ability to restructure our business;
* a change in our requirements under long-term supply arrangements under which we are obligated to purchase minimum quantities or pay minimum amounts;
* credit rating downgrades; [siehe "debt" (=Schulden) unten]
* inability to access debt or securitization markets around the world at competitive rates or in sufficient amounts;
* higher-than-expected credit losses;
* lower-than-anticipated residual values for leased vehicles;
* increased price competition in the rental car industry and/or a general decline in business or leisure travel due to terrorist attacks, acts of war, epidemic diseases or measures taken by governments in response thereto that negatively affect the travel industry; and
* our inability to implement the Revitalization Plan.
Durchaus erwähnenswert finde ich auch...
First Half  2004 (Mrd. $)

AUTOMOTIVE: Operating income/(loss) = 2,068
FINANCIA SERVICE: Income/(loss) before income taxes = 2,642

Mittlerweile verdient Ford also mehr mit seiner Finanzsparte, als mit Autos bauen ! Bei GM und VW ist das ähnlich. Mich jedenfalls, beschleicht mich diesbzgl. ein etwas "mulmiges" Gefühl !

Auch noch von Interesse ist sicherlich...

Debt (June 30) = 149,199 Mrd. $
http://media.ford.com/newsroom/release_display.cfm?release=18715
 

Dazu so halbwegs passend:

Mich düngt, daß da latent immer noch eine leichte Überbewertung vorhanden ist.


SIMBABWE

Dr. Tsumba: ein neues Mitglied im Gruselkabinett

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet das zu Recht viel gescholtene Simbabwe erweist sich plötzlich als Vorreiter. Das unter seinem langjährigen Präsidenten Robert Gabriel Mugabe zu fragwürdigem Ruhm gekommene und einst als Perle Afrikas gerühmte Land verfügt selbst- verständlich auch über eine Zentralbank. Deren Präsident, Dr. Leonard Ladislus Tsumba, studierte und promovierte in den USA. Er ist ein Inflationist erster Güte, kann es hinsichtlich seiner Rankings auf der Beliebtheitsskala aber trotzdem nicht mit Alan Greenspan aufnehmen. In einem mutigen Versuch, das zu ändern, macht die Regierung Simbabwes, angespornt von der in Notenbank-Kreisen salonfähig gewordenen Diskussion „unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen", als Erste Nägel mit Köpfen. Das bereits jetzt von Hyperinflation und wirtschaftlichem Niedergang, den typischen Folgen einer extrem interventionistischen Politik, geplagte Land gab Ende Juli 2003 die Einführung einer neuen Banknote innerhalb von 60 Tagen bekannt. Die 500-Zimbabwe-Dollar-Note, der größte Schein des Landes, soll durch einen Neudruck ersetzt werden. Die alten Scheine, die nicht zum Umtausch in das marode Bankensystem eingereicht werden, sollen dann ihren Status als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren, also wertlos verfallen. Außerdem informierte die Regierung die Bevölkerung über die Vorbereitung eines Gesetzes, mit dem die hohe Bargeldhaltung unterbunden werden soll.

Diese beherzt beschlossenen „unkonventionellen Maßnahmen" lassen sicherlich die Herzen der speziell in den USA so lautstarken Gruppe unkonventioneller Notenbanker höher schlagen. Ist Simbabwe etwa das Vorbild von Greenspan, Bernanke und Gefolge? 

Gerüchte, wonach Mugabe versucht haben soll, den von der Königin von England geadelten und seither gern als „Sir Print-a-lot (of money)" titulierten Alan Greenspan als Berater der Bank zu gewinnen, können wir übrigens nicht bestätigen.

Quelle: "Das Greenspan Dossier" von Roland Leuschel und Claus Vogt

Zimbabwe inflation on course for 1000%

afrol News, 19 July - Zimbabwe's inflation rate is projected to reach 1,000 percent within the end of the year. The country's labour movement has called on President Robert Mugabe and his entire cabinet to resign as inflation again has soared from 300 percent to 364.5 percent. 
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Inflation is on course to reach the 1,000 percent peak predicted by many economists by the year-end. The country is already subject to hyperinflation with day-to-day price rises and no remaining trust in the Zimbabwe dollar.

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Simbabwe befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen (Rückgang des BSP 2003 um 18,5%, Inflation Frühjahr 2004 über 600%) und sozialen Krise (Arbeitslosigkeit im formellen Sektor: 75%, Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 80%), die ihre wesentlichen Ursachen in einer verfehlten Politik der Regierung findet.
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http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=152

OK !! Laßt sie uns also "weginflationieren", unsere Schulden !

!! POLITIK !!

Muß ich bringen:

Taiwan bereitet sich auf chinesische Invasion vor

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Wie ernst die Eroberungspläne inzwischen sind, zeigt sich an der Tatsache, das die amerikanische Regierung einen Großteil ihrer Flotte in Richtung Taiwan losschickte. Ebenfalls gab es internen Informationen zufolge ein Krisentreffen der mit Taiwan befassten Regierungstellen bezüglich der aktuellen Lage.

In diesem Zusammenhang drängt die deutsche Bundesregierung auf ein schnelles Ende des Waffenembargos gegen die VR China bei der EU, da China immer rasanter aufrüstet.

Aus aktuellem Anlaß noch einmal unser Artikel über den Blutbrief von Peking vom Frühjahr. 

Einerseits geht es China aber auch nicht das geringste an, was Taiwan mit wem macht. Andererseits verbittet sich aber genau jenes Land, daß in Taiwan jetzt den großen Bruder spielt, selbst eine Einflußnahme anderer Mächte auf eine Insel in ihrem Vorhof (Kuba). Zusammengefasst: Die haben alle einen an der Waffel !!!


Der amerikanische Staatsstreich

Wie FirstCoastNews am Donnerstag berichtete, hat eine US-Abgeordnete die Präsidentschaftswahlen des Jahres 2000 als einen "Staatsstreich" bezeichnet.

Die demokratische Abgeordnete Corrine Brown für den Wahlkreis Jacksonville in US-Bundesstaat Florida wurde als Folge ihrer Bemerkung anläßlich der Diskussion des Resolutionsentwurfs HR-4818 für den Rest des Tages ein Redeverbot für das Repräsentantenhaus erteilt. Dabei geht es um die Möglichkeit, internationale Beobachter für die im November stattfindenden Präsidentschaftswahlen zu stellen. Der Kongreß denkt angesichts der Unregelmäßigkeiten der vorangegangenen Präsidentschaftswahlen in Florida über derart unabhängige Beobachter nach.

Brown sagte: "Ich komme aus Florida, wo Sie und andere an dem teilnahmen, was ich den Staatsstreich der Vereinigten Staaten nenne. Wir müssen sicherstellen, daß es nicht wieder passiert. Wieder und wieder nach der Wahl, nachdem Sie die Wahl gestohlen haben sind Sie hierher zurückgekommen und haben gesagt, wir sollten darüber hinwegkommen. Nein, wir werden nicht darüber hinwegkommen und wir wollen eine Überprüfung durch die Welt."

Als Folge dieser Worte wurde ihr nicht nur das Redeverbot erteilt, sondern diese Sätze wurden auf einen sofortigen Einspruch republikanischer Abgeordneter hin aus dem Protokoll gestrichen.

In einer Erklärung hierzu schrieb Brown: "Das Streichen meiner Worte ist nur ein weiteres Beispiel für die Versuche der Republikanischen Partei, zu vertuschen, was während der Wahlen vom Jahr 2000 passierte."

http://www.freace.de/artikel/200407/170704a.html

Pedantin !! Wer wird denn das mit der Redefreiheit so genau nehmen...

Bißchen "kahl" heute ! Nun ja, habe jobtechnisch viel zu tun. Also jammert hier nicht immer so rum (es geht bergab usw). Alles wird guuuuut.... 


19.07.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Marktmäßige Nettokreditaufnahme

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Im ersten Halbjahr 2004 ist die Verschuldung des Bundes mit insgesamt 35,9 Mrd € sehr kräftig gestiegen. Zwar kann dieser Zuwachs wegen der unregelmäßigen Nettokreditaufnahme im Jahresverlauf nicht auf das ganze Jahr hochgerechnet werden, doch zeigt sich damit, dass der im Haushaltsplan 2004 veranschlagte Betrag von 29,3 Mrd € (nach tatsächlich 38,6 Mrd € im Jahr 2003) erheblich überschritten werden wird.
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Gebietskörperschaften, insgesamt Jan./Mai = + 50,7 Mrd. €
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BuBa Monatsbericht 07.04

So 'ne "Planung" würde ich auch noch hinbekommen. Na ja, Japan hat ca. 140 % des BIP an öffentlichen Schulden !! Keine Panik also !! Apropos Japans "140 %-Schulden". Irgendwo müssen die ja herkommen:

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Wie beispielsweise im Falle der UFJ Holding in Japan. Die viertgrößte Bank Japans gab am 14. Juli bekannt, sie habe die Mitsubishi-Tokio, die zweitgrößte Bank Japans, formell zur Aufnahme von Fusionsverhandlungen aufgefordert. Die neue Mega-Bank wird insgesamt eine Bilanzsumme von 1,6 Billionen Dollar haben und dadurch die amerikanische Citigroup (1,3 Billionen Dollar) als größte Bank der Welt ablösen. Es ist kein Geheimnis, warum UFJ die Großfusion anstrebt. Es handelt sich um die Bitte zur Rettung in höchster Not. Obwohl UFJ durch die Abschreibung fauler Schulden binnen dreier Jahre insgesamt 20 Mrd. Dollar Verluste machte, finden sich in den Büchern der Bank immer noch weitere 36 Mrd. Dollar an ausstehenden Krediten, die der jeweilige Kreditnehmer niemals zurückzahlen wird. Auch diese Angaben über den angelaufenen Bestand an faulen Schulden sind vermutlich in drastischer Weise geschönt. Die faulen Schulden, die bei UFJ sogar deutlich größer sind als der gesamte Börsenwert (24 Mrd. Dollar) der Bank, sind ein Relikt der vor 14 Jahren geplatzten Spekulationsblase bei japanischen Aktien und Immobilien. Ohne massive Unterstützungen seitens des japanischen Steuerzahlers sowie der Bank von Japan im Gesamtumfang von rund einer Billion Dollar wären UFJ und die übrigen Großbanken Japans schon längst zusammengebrochen.
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Neue Solidarität Nr. 30/2004


Fast vier Billionen Euro auf der hohen Kante

16. Juli 2004 - Ende 2003 erreichte das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland 3,92 Billionen Euro. Damit ist das Geldvermögen der Deutschen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent gestiegen. 2002 war das Geldvermögen erstmals seit Gründung der Bundesrepublik gesunken. Mehr als ein Drittel ihres Geldes haben die Deutschen in Spar-, Sicht- und Terminanlagen angelegt oder als Bargeld zur Verfügung. Gut ein Viertel des Geldvermögens ist in Lebensversicherungen, bei Pensionskassen, berufständischen Versorgungswerken sowie in Zusatzversorgungseinrichtungen investiert. Wieder leicht zugenommen hat im vergangenen Jahr das Vermögen in Aktien, das im Vorjahr aufgrund der Börsenbaisse auf 166 Milliarden Euro geschrumpft war. Auch das Volumen des in Investmentfondsanteilen angelegten Geldvermögens ist um 39 Milliarden Euro weiter gestiegen, seit 1991 hat es sich sogar mehr als verdoppelt.

http://www.bankenverband.de/index.asp?channel=142010&art=1213&ttyp=1&tid=1639

Ob die mit "Bargeld" wirklich Scheinchen meinen, oder nur die ganzen digitalen "Nullen und Einsen" als Anspruch auf Bargeld (=Verbindlichkeit der Bank gegenüber den Kunden). Und nochmal:

"Es sei unmöglich, die Bankenkrise zu bewältigen, wenn die Bürger ihre Sparbücher weiter plündern", mahnte [argentiniens] Wirtschaftsminister Roberto Lavagna . "Sie schwächen das Finanzsystem." 
Ansonsten verweise ich hierzu auf: "Das Vermögen der Deutschen und der Effekt dessen "Mobilisierung


Daimler/Chrysler: Steuern

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Ertragsteuern. Im Jahr 2003 ergab sich aus den »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« ein Aufwand von € 1,0 (i. V. € 1,1) Mrd. Bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 0,6 (i. V. € 5,9) Mrd. ergibt sich somit eine Steuerquote von 164,3% nach 18,8% im Vorjahr. Die sehr hohe Steuerquote im Jahr 2003 ist im Wesentlichen durch die steuerlich nicht ansetzbare Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts der EADS bedingt. In Kombination mit dem sehr geringen Ergebnis vor Steuern im Jahr 2003 wirkte sich diese Abschreibung stark erhöhend auf die Steuerquote aus. Darüber hinaus war die Steuerquote im Jahr 2003 durch steuerlich nicht ansetzbare Verluste der at equity einbezogenen Beteiligungen negativ beeinflusst. Positiv wirkten Steuererträge aus noch nicht endgültig veranlagten Jahren. Im Steueraufwand des Jahres 2003 in Höhe von € 1,0 Mrd. ist ein Steuerertrag einschließlich Zinsen von zusammen € 0,6 Mrd. enthalten, der sich aufgrund einer Einigung mit der US-amerikanischen Steuerbehörde im Jahr 2003 ergab.
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Bei den inländischen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2003 für die Berechnung der latenten Steuern ein Körperschaftsteuersatz von 25% (2002: 26,5% für die latenten Steuern, die sich im Jahr 2003 auflösen werden und 25% für die latenten Steuern, die sich nach dem Jahr 2003 auflösen werden; 2001: 25%) verwendet. Weiterhin berücksichtigt wurde ein Solidaritätszuschlag von jeweils 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie ein effektiver Gewerbesteuersatz von 12,125% (2002: 11,842% für die latenten Steuern, die sich im Jahr 2003 auflösen werden und 12,125% für die latenten Steuern, die sich nach dem Jahr 2003 auflösen werden; 2001: 12,125%). Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags und der Gewerbeertragsteuer ergab sich für die Berechnung der latenten Steuern bei den inländischen Gesellschaften somit ein Steuersatz von 38,5% (2002: 39,8% für die latenten Steuern, die sich im Jahr 2003 auflösen werden und 38,5% für die latenten Steuern, die sich nach dem Jahr 2003 auflösen werden; 2001: 38,5%). 

http://www.daimlerchrysler.com/Projects/c2c/channel/documents/215436_292a_2003.pdf  (Seite 17)

Ok, ich bin definitiv kein Steuerexperte, aber obschon die 38,5 % im Vergleich zu meinem persönlichen Steuersatz geradezu ein nichts sind , können wir doch sagen, daß es keineswgs so ist, daß AG's in der BRD keine Steuern bezahlen. Natürlich können wir nun darüber streiten, ob mein Satz zu hoch, oder "deren" Satz zu niedrig ist, ob 1 Mrd. € Steuern zu wenig oder zu viel sind usw, uvm. Ich wollte jedoch einfach nur ein paar Aussagen ein klein wenig relativieren, mehr nicht.
Und wenn "Meisterstratege" Schrempp und Co. , die Mitsubishi und Chrysler Milliarden nicht in den Sand gesetzt -und seine/ihre eigenen Milliönchen geschäffelt hätten-, wären es vielleicht noch mehr.


Ende der krummen Leasing-Geschäfte

Finanzwirtschaft. US-Repräsentantenhaus und Senat bereiten der wunderbaren Geldvermehrung durch Cross Border Leasing (CBL) ein jähes Ende. Im schlimmsten Fall müssen die Kommunen mit erheblichen Schadensersatzforderungen rechnen.
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Rückwirkende Geltung?

Schon 1999 hat die amerikanische Steuerbehörde IRS die Cross-Border-Leasing-Verträge mit ausländischen Städten als Scheingeschäfte bezeichnet, die aus zirkulären Geldflüssen bestehen und keine ökonomische Substanz haben; deswegen könnten sie auch nicht zu Steuervorteilen führen. Eine Zeitlang gelang es den Banken, Investmentfonds und Kapitalgesellschaften in den USA noch, Widerstand gegen eine Änderung der Gesetze aufrechtzuerhalten. Jetzt aber haben das Repräsentantenhaus und der Senat eine Reihe von Gesetzespaketen verabschiedet, die dieser Finanzpraxis einen Riegel vorschieben. Zwar brauchen beide Kammern noch die Zustimmung der jeweils anderen, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, aber eines ist jetzt schon klar: Es ist Schluß mit dem Cross Border Leasing. Was noch nicht so klar ist: Werden die amerikanischen Gesetze rückwirkend wirksam oder gelten sie nur vom Zeitpunkt ihres Inkrafttretens?

Die Düsseldorfer Wirtschaftsberatungsgesellschaft Due Finance, die sich rühmt, den Kommunen bei insgesamt 36 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 12 Milliarden Euro beratend zur Seite gestanden zu haben, und der jetzt offensichtlich ein lukrativer Geschäftszweig verloren geht, schreibt auf ihren Internetseiten: "Die Neuregelung (durch den Kongreß) wird aber zumindest alle Leasinggeschäfte erfassen, die nach dem 12. März 2004 abgeschlossen worden sind. Die Senatsvorlage sieht eine weitergehende Rückwirkung für alle bereits abgeschlossenen Leasingtransaktionen vor. Dies wäre zwar nicht verfassungswidrig, wird aber aller Voraussicht nach keine Gesetzeskraft erlangen."

Da spielt natürlich jede Menge Wunschdenken mit! Und dann werden die Erklärungen für eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft reichlich tendenziös: "Die Gesetzesänderung zeigt selbstverständlich nicht, daß die in den letzten Jahren abgeschlossenen Altverträge illegal waren. Gleichermaßen fadenscheinig und interessengesteuert ist das Vorbringen, daß Altverträge von der Finanzverwaltung in allen Fällen steuerlich anerkannt werden. Die aufgeheizte politische Diskussion in den USA und das dort bestehende gewaltige Budgetdefizit führen vielmehr dazu, daß Cross-Border-Leasing-Transaktionen inzwischen als inakzeptabel angesehen und ihre steuerliche Anerkennung zukünftig aggressiv angegriffen werden."

Trotz völlig fehlenden Unrechtsbewußtseins fühlt man sich doch irgendwie auf den Schlips getreten. Vor allem, weil man dann doch mit der Wahrheit herausrücken muß. "Die steuerliche Anerkennung des amerikanischen Steuersparmodells bleibt somit der Einzelfallprüfung in der Betriebsprüfung des Investors überlassen. Insoweit ist vom deutschen Leasingnehmer sicherzustellen, daß er für ein Entfallen des Steuervorteils nicht verantwortlich gemacht werden kann. Anderenfalls sehen die üblichen vertraglichen Regelungen bekanntermaßen vor, daß er hierfür in vollem Umfang schadensersatzpflichtig ist. Daneben muß der Leasingnehmer verhindern, daß er den US-Steuerschaden über den Umweg eines Vertragsbruchs zahlt. Kommunen, Zweckverbände und kommunale Unternehmen sollten durch ein sachgerechtes Risikomanagement sicherstellen, daß es bei der bisherigen Win-win-Situation bleibt. In diesem Bereich verfügt Due Finance über eine jahrelange Erfahrung." In einem anderen Papier schreibt Due Finance: "Sämtliche abgeschlossenen Verträge enthalten Regelungen, in welchen Fällen der Leasingnehmer direkt oder indirekt für tatsächliche oder fiktive Steuervorteile des Investors einzustehen hat." Geschäftsführer Ulrich Eder ist sich sicher, daß den Kommunen, die sein Unternehmen beraten hat, nichts passieren wird, weil es keine Rückwirkung (des Gesetzes) geben wird.

So optimistisch geben sich Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums nicht. Und der Landesrechnungshof, der die Kommunen schon mehrfach vor dem Cross Border Leasing gewarnt hatte, schlägt jetzt noch einmal Alarm, und warnt, daß diese Geschäfte mit nicht unerheblichen Risiken verbunden seien und daß im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Cross-Border-Leasing-Transaktion die der Kommune obliegende Zahlungsverpflichtung den Barwertvorteil um ein Vielfaches überschreiten kann. Der Haushaltsexperte des Bundes der Steuerzahler, Eberhard Kanski, ein vehementer Kritiker des Cross Border Leasing, hält den Kommunen vor: "Wenn Rückforderungen und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, wird das sehr, sehr teuer für die Kommunen." Und was machen die Kommunen? Die pfeifen laut im dunklen Wald: "Wir sind auf der sicheren Seite, wir warten ruhig ab, was passiert." Das nächste große Haushaltsloch kommt bestimmt. 

Neue Solidarität Nr. 30/2004

Ich muß doch nochmal darauf hinweisen, daß die Kommunen im Falle des Falles überhaupt nichts bezahlen würden, sondern WIR, die Steuerzahler. Entweder "sofort", über höhere Gebühren/Steuern, oder "später", über den Umweg höhere Schulden, die dann letzlich wiederum in höheren Gebühren/Steuern münden.


Im Grunde gehört das in die "Big Brother" Kategorie, aber ich bin gerade zu Faul...

Viel Arbeit für Arbeitslose

Die Bundesagentur für Arbeit und die Sozialämter verschicken von diesem Montag an die Antragsformulare für das künftige Arbeitslosengeld II. Empfänger müssen einen veritablen Papierkrieg bewältigen.

Download (*pdf's)

ALG II: Grundantrag (Muster)
ALG II: Feststellung Unterkunft und Heizung (Muster)
ALG II: Feststellung Einkommen und Verdienst (Muster)
ALG II: Feststellung Vermögen (Muster)
ALG II: Feststellung Angehörige (Muster)

!! POLITIK !!

Regime change in Iran now in Bush’s sights

PRESIDENT George Bush has promised that if re-elected in November he will make regime change in Iran his new target.

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The final report from the cross-party inquiry, which is examining the origins of the September 11 attacks, is believed to contain concrete evidence of contacts between al-Qaeda and Iran.
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Ich denke, wir können davon ausgehen, daß sich im Iran demnächst das "Volk" erhebt (Haiti usw. läßt grüßen).


Ijad Allawi – ein Killer?

Bagdads »Übergangspremier« soll sechs Iraker erschossen haben. Unabhängige Untersuchungskommission gefordert

Der »Fall Allawi« muß untersucht werden! Das forderte in der Montagausgabe der seriösen australischen Tageszeitung Sydney Morning Herald der ehemalige britische Außenminister Robin Cook. Nach den schwerwiegenden Vorwürfen gegen den am 28. Juni von den US-Besatzern eingesetzten »Übergangspremierminister« Ijad Allawi sollte nun das Internationale Komitee des Roten Kreuzes den Vorwürfen nachgehen.

Bereits am Samstag hatte der Chefkorrespondent des Herald, Paul McGeough, unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, daß Allawi mit eigener Hand sechs gefangene und wehrlose Widerstandskämpfer erschossen hat. Das sei wenige Tage vor der sogenannten Machtübergabe durch die US-Besatzer geschehen. Die Weigerung der US-Behörden vom Wochenende zu den erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen, seien »rund um die Welt mit großer Besorgnis aufgenommen worden«, stellte der Sydney Morning Herald dann am Montag in einem Folgebericht fest. In der Antwort der US-Botschaft im Irak hatte es geheißen: »Wir würden keine Zeit mehr für andere Sachen haben, wenn wir versuchten, jedes Gerücht zu dementieren. Für uns ... ist diese Sache erledigt.«

Siehe auch HIER !


Exzessiver Anbau von Gen-Soja in MERCOSUR-Staaten

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Der Hauptgrund für den Einsatz von Gen-Soja, das vom US-Konzern Monsanto, der Schweizer Syngenta oder Nidera aus die Niederlanden angeboten wird, ist ihre Immunität gegen die wichtigsten Pestizide und Unkrautvernichter, die wiederum von Chemieriesen wie Bayer, Adventis oder Dow hergestellt werden. Damit wird der großflächige Sojaanbau resistenter und kostengünstiger.
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In allen fünf Ländern häufen sich bereits die Klagen über Folgeschäden durch den Chemieeinsatz. Beispielsweise in Paraguay nehmen Augen- und Hautkrankheiten zu, mehrfach wurde der Tod von Kindern mit den Pestiziden in Zusammenhang gebracht. In Uruguay macht vor allem die Verseuchung von Flüssen und des Grundwassers Sorgen.


16.07.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

EU - STABILITÄTSPAKT

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1. Überschreitet ein öffentliches Defizit den Referenzwert (3 % des BIP), so gilt der Referenzwert als ausnahmsweise und vorübergehend überschritten,

* wenn dies auf ein außergewöhnliches Ereignis zurückzuführen ist, das sich der Kontrolle des betreffenden Mitgliedstaats entzieht und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigt;

* wenn dies auf einen schwer wiegenden Wirtschaftsabschwung zurückzuführen ist (wenn das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb eines Jahres um mindestens 2 % zurückgegangen ist).
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http://europa.eu.int/scadplus/leg/de/lvb/l25020.htm

Ich weiß gar nicht, was es da rumzudeuteln gibt ?! Bin mal gespannt wie lange "ausnahmsweise" und "vorübergehend" dauert 
 

In diesem Zusammenhang, damit wir auf dem Laufenden bleiben:

* BRD: Marktmäßige Nettokreditaufnahme Jan./April 2004; Gebietskörperschaften, insgesamt = 44,9 Mrd. €


US/Schuldenlimit für Bundeshaushalt wird Ende September erreicht

WASHINGTON (Dow Jones-VWD)--Die US-Regierung dürfte bereits Ende September oder Anfang Oktober wieder die Höchstgrenze für die Verschuldung erreichen. Dies hat ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums, Timothy Bitsberger, nach einer Anfrage des Finanzausschusses des Senats schriftlich eingeräumt. Er verwies allerdings darauf, dass mit Hilfe von Sondermaßnahmen vermieden werden könnte, das Schuldenlimit von 7,384 Bill USD zu erreichen. 
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http://www.vwd.de/vwd/news.htm?id=22944800

Momentan (15/07/2004):  $7,273,199,540,537.28


Kann das gut gehen ?

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"Zum Glück für GE ist der Juli ein neuer Monat", so die "Automotive News" voller Hoffnung. Unglücklicherweise hat GM nun so teure Kaufanreiz-Programme, dass steigende Umsätze nicht unbedingt steigende Gewinne bedeuten würden. "Das wird gut", sagte mir ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager vorgestern, "GM zahlt Ihnen 250 Dollar, wenn Sie KEINEN Wagen von General Motors kaufen – aber eine Probefahrt machen! Können Sie sich das vorstellen! Das lässt einen am Wert der Marke 'General Motors' zweifeln."

Ich frage mich auch, warum sich bei General Motors Kreativität nur in der Marketing-Abteilung finden lässt. Warum wird dieses Talent nicht angewendet, um den Wagen ein neues Design zu geben?

Technisch gesehen geht dem Automobilriesen GM bereits jetzt das Geld aus. Zumindest dann, wenn man die Multi-Milliarden Dollar schweren Pensionsverpflichtungen berücksichtigt.
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/


Zum Nachdenken, ein Satz zum Zins:

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Wenn man sich heute 1000 Euro für ein Jahr bei einem Jahreszins von 5% beschafft, dann erklärt man sich vertraglich bereit, nach diesem Jahr für einen Geldwert von 1050 Euro einzustehen. Man schöpft dann 1050 Euro! Davon bekommt man selbst allerdings nur 1000 Euro und der Gläubiger den Rest und erst im Laufe der Zeit (was bei hohen Zinsen und langlaufender Verschuldung grosse Beträge sein können).
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http://f23.parsimony.net/forum52169/messages/40039.htm


Schon älter, dennoch interessant:

Der Rentenbetrug - Die grundgesetzwidrige Enteignung der Versicherten

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Der Beitrag aber wird weiter vom Bruttolohn errechnet und eingezogen, während die daraus resultierende Rente vom Nettolohn errechnet wird. Somit ergäben sich bei einer angenommenen Lohnerhöhung von 2,5% für das Jahr 1996: 2,5% x (2,3 + 0,4) = 6,75 Milliarden DM Beitragseinnahmen sowie 0,95% x (2,3 + 0,7) = 2,85 Milliarden DM Ausgaben -- folglich Mehreinnahmen im Jahre 1996 von 3,90 Milliarden DM! (Zahlen der VDR). Trotzdem "erleben" wir ein immer mehr steigendes Defizit in der Rentenkasse.
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Noch 'en ganz netter Text dazu: Narrenduell - Altersvorsorge


Der deutsche Steuer-Dschungel

Das deutsche Steuerrecht mit seinen gut 200 Gesetzen und fast 100.000 Verordnungen hat byzantinische Ausmaße angenommen. Eine Studie belegt, dass es pro Jahr allein mindestens 15 Milliarden Euro kostet, die Steuern zu erheben. Zwei Drittel davon zahlen Bürger und Unternehmen

!! POLITIK !!

Die Bush-Regierung bereitet Absage der US-Wahl vor

Der von Beamten der Bush-Regierung erteilte Auftrag für eine detaillierte Analyse, welche juristischen Schritte nötig wären, um die Präsidentschaftswahl 2004 zu verschieben, läuft auf eine Drohung hinaus, die amerikanische Verfassung außer Kraft zu setzen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, grundlegende demokratische Rechte zu suspendieren und eine auf Militär und Polizei gestützte Diktatur zu errichten. Es sind die verzweifelten Handlungen einer vollkommen diskreditierten und verachteten Regierung, die nicht nur eine Wahlniederlage befürchtet, sondern den Ausbruch explosiver gesellschaftlicher und politischer Unruhen.

Der Auftrag wurde durch die Newsweek bekannt, in der berichtet wurde, dass schon drei Bundesbehörden damit befasst seien: die neugebildete Wahlhilfekommission, die diese Idee zuerst in die Diskussion geworfen hatte, das Heimatschutzministerium, das wiederholt völlig unbelegte Terrorwarnungen im Zusammenhang mit der Wahl herausgegeben hat, und das Büro für juristische Beratung des Justizministeriums, das nun auf Bitten des Heimatschutzministers Tom Ridge die juristischen und verfassungsmäßigen Fragen untersucht.


 

Dazu MUSS ich einfach abermals auf folgende Artikel (incl. eigenem Kommentar) hinweisen, die ich am 26.05.04 zu DIESEM Bericht gebracht habe:

Zivile Internierungslager sind Realität - Das geplante U.S. und kanadische Konzentrationslager-Programm

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Die Operation "Cable Splicer"(Kabelteiler) und "Garden Plot"(Gartenanschlag) sind die zwei Nebenprogramme, die dann ausgeführt werden sollen, nachdem das REX 84 Programm in die Wege geleitet ist.  "Garden Plot" ist das Programm, um die Bevölkerung zu kontrollieren. "Cable Splicer" ist das Programm für eine ordentliche Übernahme des Staates und deren lokalen Regierungen, dies von der Bundesregierung.  FEMA ist der ausführende Arm, von diesem, auf uns zukommende Polizeistaat, und wird somit alle Operationen leiten und überwachen.  Die Exekutive Anordnungen des Präsidenten sind bereits aufgelistet, in dem Bundesregister, also ein Teil einer legalen Struktur dieser Operation.
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  (bitte dort auch den "zurück" Button benutzen)
 

Es ist angerichtet:

U.S. CONCENTRATION CAMPS - FEMA AND THE REX 84 PROGRAM

Operation Garden Plot - The United States Civil Disturbance Plan 55-2

Unschwer sind gewisse Verknüpfungen herzustellen (Stichwort Präsindentschaftswahlen z.B). HOFFENTLICH(!!) ist das tatsächlich alles nur Verschwörungsparanoia !!!
 

Außerdem will ich dringend auf die "Alternative" Kerry und Co., mittles nachstehendem Link hinweisen:
ELECTION 2004 - Bilderberg 'performance' key to Edwards VP pick 

'He reported back directly to Kerry' said participant in super-secret conference

Der Bericht beinhaltet auch einen Link zur Teilnehmerliste der Konferenz. Dort finden wir u.a. uns durchaus bekannte, unten zitierte, Namen uvm. Ein Blick lohnt sich !!!!
Ackermann, Josef - Chairman, Group Executive Committee, Deutsche Bank AG; 
Weber, Jurgen - Chairman of the Supervisory Board, Deutche Lufthansa AG
Zumwinkel, Llaus - Chairman, Deutche Post Worldnet AG.

Here is the entire Bilderberg attendance list as published previously by WND.


Putin baut Macht des Geheimdienstes aus

MOSKAU. Mit dem schlichten "Erlass Nr. 870" hat Russlands Präsident Putin die Macht des Geheimdienstes FSB derart ausgebaut, dass er in aller Form wieder an den sowjetischen KGB erinnert.


Nur Link:

Alle machen mit - aber keiner war's


14.07.04

Bin gesundheitlich etwas angeschlagen, deshalb alles ein wenig abgespeckt !


Neues vom Big Brother ! (diesmal recht viel und äußerst erschreckend !!)


!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Staatsverschuldung - Bonitätszweifel setzen Italien zu

13. Juli 2004 Italien ist eines der ersten Euro-Länder, das für seine Rückkehr zum ausgiebigen Schuldenmachen die Quittung erhält. Absender ist dieses Mal nicht der Europäische Ministerrat, der nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs künftig Verletzungen des Stabilitätspakts gewissenhaft ahnden muß. Der Denkzettel wird derzeit direkt von den Investoren ausgestellt. Nach Italiens Herabstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) beträgt der Renditeaufschlag für italienische Anleihen inzwischen etwa 18 Basispunkte im Vergleich zu Bundesanleihen. Vor einem Jahr lag dieser Abstand noch bei 7 Basispunkten.


"Externalisierung" der Einnahmen !

"Die Angeln sollen - so habe ich es oft gehört - durch Sven Haraldsohn, den wilden Dänenkönig [gemeint ist Sven Gabelbart], unsägliches Unheil erlitten haben und zur Zahlung eines ihnen von diesen unreinen Hunden auferlegten Tributes gebracht worden sein ", heißt es in der Chronik des Thietmar von Merseburg ( 975 - 1018).
Tributzahlungen zu erpressen war wikingischer Brauch. In England wurde er zeitweilig, besonders in der Regierungszeit des schwachen Königs Ethelreds des Ratlosen, mit solcher Regelmäßigkeit betrieben, daß das "Dänengeld" zum Synonym
für Steuern wurde. Noch in Quellen des 12. Jahrhunderts, als weit und breit keine wikingische Bedrohung mehr zu sehen war, ist vom "census, qui geld vel scot vel Denegeld nominatur" (Abgabe , welche Geld oder Schoß oder Danegeld genannt wird) die Rede. Auf schwedischen Runeninschriften des 10. und 11. Jahrhunderts wird an Männer erinnert, die in England Geld kassiert haben, und bei Ausgrabungen verschiedener Horte in Skandinavien wurden insgesamt zirka 50 000 englische Münzen gefunden - Reste der in England eingetriebenen Tribute.

Reinhard Barth , Taschenlexikon , Winkinger , Piper Verlag 

Schönes weiteres Beispiel für die "Externalisierung" der Einnahmen, wenn es Zuhause eng wird. Heute wird dermaßen externalisiert, daß wir es anstatt Kolonialisierung, schon Globalisierung nennen müssen. Im Grunde aber "im Westen nichts Neues" ! Bis auf die Quantität !


Verwaltungskosten der Krankenkassen offenbar auf neuem Höchststand

Berlin (AP) Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr mit 8,2 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber dem Vorjahr seien die Kosten 2003 noch einmal um 2,3 Prozent gestiegen, berichtet die Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine kürzlich erstellte interne Abschlussstatistik für gesetzliche Krankenkassen des Bundesgesundheitsministeriums. Demnach betrugen die Verwaltungskosten 2002 noch 8,02 Milliarden Euro.

Der Anteil der Verwaltungsausgaben an den gesamten Leistungsausgaben habe im vergangenen Jahr 5,66 Prozent betragen. Seit 1989 seien die Verwaltungsausgaben allein im Westen um mehr als 50 Prozent gestiegen, berichtet die Zeitung. Je Kassenmitglied lagen die durchschnittlichen Verwaltungskosten 2003 demnach bei brutto knapp 200 Euro. Zwischen den einzelnen Krankenkassenarten bestünden jedoch erhebliche Unterschiede, vor allem wegen der Personalkosten, die bei den Betriebskrankenkassen am niedrigsten seien.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte die gestiegenen Verwaltungskosten scharf. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der Zeitung, andere Verwaltungseinrichtungen hätten erfolgreich vorgemacht, wie man Kosten senkt und verlangte, alle Möglichkeiten zur Senkung der Krankenkassenbeiträge müssten genutzt werden. "Einsparpotenzial gibt es genug, es muss nur erkannt und ausgeschöpft werden. So müssten beispielsweise die neuen Kommunikationstechniken konsequent eingesetzt werden: mehr Internet weniger Filialen", forderte Braun.

© 2004 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved

http://www.solms-braunfelser.de/ap/apnews.php?code=20040713APD5096
 

Tja, Schuldenverwaltung ist teuer ! Vom 24.05.04:
 

Schulden der Kassen offenbar deutlich höher als vermutet

BERLIN. Die gesetzlichen Krankenkassen sind offenbar mit insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet. „Die Schulden bei zahlreichen gesetzlichen Krankenversicherern sind zum Teil deutlich höher als prognostiziert“, sagte Andreas Pfohl, Abteilungsleiter beim Bundesversicherungsamt (BVA), der „Welt am Sonntag“ am 23. Mai. Daher sei nicht auszuschließen, „dass das BVA im Einzelfall nicht nur Beitragssenkungen ablehnt, sondern auch eine Beitragserhöhung durchsetzt“, fügte Pfohl hinzu.

Viele gesetzliche Krankenversicherer hätten hohe Kredite aufgenommen, um trotz Einnahmeausfällen ihre Beiträge senken zu können, berichtet das Blatt weiter. Bis zu 100 Kassen sollen demnach in finanziellen Schwierigkeiten sein. Nach Angaben eines ranghohen Funktionärs der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen müsse die Branche inzwischen jedes Jahr rund 500 Millionen Euro für Zins und Zinseszins zahlen.

Vor allem bei Großbanken hätten sich die Krankenkassen Geld geliehen. Laut Welt am Sonntag prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bereits, ob von den Banken die dafür erforderlichen Rückstellungen gebildet worden seien.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=16412

So weit zur Realität ! Zum Vergleich folgen die betreffenden Gesetze:
 

SGB V - Gesetzliche Krankenversicherung
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Aufbringung der Mittel; § 220; Grundsatz

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(1) Die Mittel für die Krankenversicherung werden durch Beiträge und sonstige Einnahmen aufgebracht. Die Beiträge sind so zu bemessen, daß sie zusammen mit den sonstigen Einnahmen die im Haushaltsplan vorgesehenen Ausgaben und die vorgeschriebene Auffüllung der Rücklage decken. Für die Bemessung sind der Betrag der vorgesehenen Einnahmen um den zu Beginn des Haushaltsjahres vorhandenen Betriebsmittelüberschuß und der Betrag der vorgesehenen Ausgaben um die erforderliche Auffüllung des Betriebsmittelbestands zu erhöhen.

   (2) Ergibt sich während des Haushaltsjahres, daß die Betriebsmittel der Krankenkasse einschließlich der Zuführung aus der Rücklage und der Inanspruchnahme eines Darlehens aus der Gesamtrücklage zur Deckung der Ausgaben nicht ausreichen, sind die Beiträge zu erhöhen. Muß eine Krankenkasse, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten oder herzustellen, dringend ihre Einnahmen vermehren, hat der Vorstand zu beschließen, daß die Beiträge bis zur satzungsmäßigen Neuregelung erhöht werden; der Beschluß bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. Kommt kein Beschluß zustande, ordnet die Aufsichtsbehörde die notwendige Erhöhung der Beiträge an. 
 

§ 222; Befristete Ausnahme vom Verbot der Finanzierung durch Aufnahme von Darlehen

   (1) Abweichend von § 220 Abs. 2 können Krankenkassen bis zum 31. Dezember 1998 Beitragserhöhungen in dem in Artikel 1 Abs. 1 des Einigungsvertrages genannten Gebiet einschließlich des Landes Berlin dadurch vermeiden, daß sie zum Haushaltsausgleich Darlehen aufnehmen.

   (2) Die Darlehensaufnahme bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn die Krankenkasse nachweist, daß sie alle Wirtschaftlichkeitsreserven ausgeschöpft hat und nach Abstimmung mit ihrem Bundesverband nachprüfbar darlegt, wie die Gründe für die bisherige Verschuldung innerhalb von fünf Jahren beseitigt und die Darlehen innerhalb von längstens zehn Jahren zurückgezahlt werden. Die Aufsichtsbehörde hat die Geschäfts- und Rechnungsführung der Krankenkasse, der eine Darlehensaufnahme genehmigt worden ist, mindestens in jährlichen Abständen zu prüfen.

   (3) Die Darlehen sollen vorrangig bei Krankenkassen oder deren Verbänden aufgenommen werden;
.....
http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb05/sgb05xinhalt.htm
 

1.) Ich bitte darum, sowohl im Artikel, als auch in den Gesetzen, die letzten Absätze zu vergleichen.
2.) Offensichtlich verstoßen die Krankenkassen gegen gültiges Gesetz ! 
3.) Die 10 Mrd. €  müssen laut Gesetz  also innerhalb der nächsten 10 Jahre zurückbezahlt werden .  Na denn ! Ich behaupte mal ganz frech, daß das nichts wird !
4.) Bei solchen bescheuerten Gesetzen wundert mich gar nicht mehr. Wie soll mit solch einer Grundlage wirtschaftlich gehaushaltet werden ? Eine weitere -grundsätzliche- Behauptung meinerseits: Ich glaube nicht, daß wirtschaftliche Erwähgungen -hätte man sie von Anfang an zugelassen- unser Gesundheitssystem zusammenbrechen lassen hätte. Jetzt ist es auch hier mal wieder zu spät, wie in so vielen Bereichen.
5.) Beitragserhöhungen sind vorprogrammiert

!! POLITIK !!
 

Butler's Irak-Bericht / Blairs Massenvernichtungswaffen

Nur mal eine kurze Beschreibung zu demjenigen, der diesen Bericht vorsitzt:

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Butler diente zwei Premierministern (Edward Heath und Harold Wilson) als Privatsekretär und dreien (Margaret Thatcher, John Major, bis 1998 Blair) als Kabinettssekretär und höchster Beamter. Es war der vornehme Lord, der den jubelnden Jungstar Blair nach dessen Wahlsieg in der Downing Street Nr. 10 empfing und das Personal animierte, beim Eintreffen des neuen Dienstherrn rhythmisch zu klatschen. 
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http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10325437/1167297/


12.07.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

Ich habs nie nachgezählt, aber wundern würde es mich nicht....

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70% der gesamten Steuerliteratur weltweit erscheint in Deutschland. Auf über 20.000 Seiten nehmen 58 Steuern, 2.600 Paragraphen und 11.900 Urteile von Finanzgerichten jeden deutschen Erwerbstätigen oder Eigenheimbesitzer in die Mangel.
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/


CHINA

Da scheints drunter und drüber zu gehen ?! Ein paar Beispiele:

D’Long-Konzern droht die Pleite

Als mögliche Folge der konjunkturellen Bremsmanöver von Chinas Zentralregierung droht eine der spektakulärsten Firmenpleiten seit Bestehen der Volksrepublik. Der Mischkonzern D’Long kann Kredite von über 280 Mill. Euro teils nicht mehr bedienen. Ein 30-köpfiges Krisen-Team unter Leitung von D’Long-Topmanager Xiang Hong versucht fieberhaft, den Konzern noch zu retten.

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D´Long-Boss verschwunden

In die lange Reihe untergetauchter, geflohener oder abhandengekommener Kader und Unternehmer reiht sich nun auch Tang Wanxin, der Gründer von D´Long ein.

Gab es bisher nur Vermutungen über das Verschwinden, so ist es jetzt quasi amtlich: Chinas Staatspresse berichtet über das Verschwinden von D´Longs Chef. Er wurde letztmalig auf Chinas Ferieninsel Hainan gesehen.
Über die Höhe der Verluste und Unterschlagungen bei D´Long gibt es jedoch bisher nur vage Vermutungen, man spricht von ca. 30 Mrd. RMB. Die Verantwortlichen der Börsenaufsicht drängen die Regierung, den Zusammenbruch von D´Long zu verhindern. Bislang gab die Regierung keine Stellungnahme ab. Die D´Long-Holding besitzt 177 Tochterunternehmen. 

http://www.chinaintern.de/article/Wirtschaft_Hintergrundberichte/1089219252.html

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Brilliance China Automotive von Schließung der Trusts belastet

Insgesamt befinden sich chinesische Unternehmen zurzeit in einem schwierigen Fahrwasser. Nicht nur die Pleite der größten privaten Investmentfirma D'Long, wir berichteten, belastet den Aktienmarkt sondern auch eine zukünftige Verschlechterung der Liquiditätslage aufgrund der Schließung der Trusts.

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Chinas Bank of Communic. im Gerede-Geschäftspartner verurteilt

Es häufen sich zunehmend Skandale um Unterschlagungen, Bestechung, Korruption und Pleiten. Heute hatten wir u.a. einen ausführlichen Bericht zum Pleitekandidat D´Long herausgebracht und verfolgen seit einiger Zeit die Ungereimtheiten um Far East Pharma.


Der Schuldenberg wächst

Allein Zinsen verschlingen sieben Mrd. Euro/Jahr

wien (SN-lei). Österreich und seine Schulden - ein ambivalentes Kapitel. Einerseits steht die öffentliche Hand unbeschwerter da als in Italien und Griechenland. Dort beträgt der Schuldenberg 106 und 103 Prozent des BIP - ein EU-Spitzenwert. In Österreich überschreiten die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen zwar nicht die Jahresleistung der Volkswirtschaft, doch sie erreichen immerhin zwei Drittel (65% des BIP oder 150 Mrd. Euro, siehe Grafik) davon. Überwiegend, nämlich zu 68 Prozent, handelt es sich dabei um Auslandsschulden. Der durchschnittliche Zinssatz sei mit 4,9 Prozent vergleichsweise günstig (Euroländer: 5,1%), wenn auch nicht so niedrig wie in Finnland (4,3%), betonte Helmut Frisch, Chef des Staatsschuldenausschusses, Freitag. Dort setze man überwiegend auf kurzfristige Finanzierungen auf dem Geldmarkt. In Summe müsse Österreich 7,1 Mrd. Euro (2003: 7,3 Mrd. Euro) oder drei Prozent des BIP pro Jahr allein für den Zinsendienst aufwenden. 
.....

http://www.salzburg.com/sn/04/07/10/artikel/998378.html


Ohne diese Meldung geht's natürlich nicht !

Insolvenzen in Deutschland
 
Gegenstand der Nachweisung
April 
2004
Veränderung 
gegenüber 
April 2003
%
Januar bis 
April
2004
Veränderung
gegenüber 
Vorjahreszeit-
raum
%
Insgesamt
9 574
+ 9,3
37 692
+ 13,8
Unternehmen
3 496
– 3,1
13 363
+ 0,1
Übrige Schuldner
6 078
+ 18,0
24 329
+ 23,0
davon:        
  – Verbraucher
3 552
+ 29,9
14 216
+ 37,5
  – natürliche Personen als
      Gesellschafter
412
+ 35,1
1 507
+ 19,3
  – ehemals selbstständig Tätige
1 890
– 0,8
7 780
+ 5,5
  – Nachlässe
224
+ 9,8
826
+ 3,1



Nur Link:

96 Prozent aller staatlichen Förderungen in Deutschland wirkungslos (Es lebe der Fünfjahresplan )

Wankende russische Banken: Zahlreiche Sparer räumen ihre Konten

!! POLITIK !!

Wie ein Virus ! Epidemie gleich !!

WASHINGTON HAT AFRIKA WIEDERENTDECKT - Terror bekämpfen und Öl importieren

NICHT nur im bürgerkriegsgeschüttelten Sudan, in den US-Außenminister Powell soeben gereist ist, sondern in ganz Afrika haben die Vereinigten Staaten ihre Präsenz deutlich verstärkt. Die Regierung in Washington weiß, wie sehr die USA von Rohstoffimporten abhängig sind, und bemüht sich um militärische und politische Abkommen mit vielen afrikanischen Staaten. US-amerikanische Ölfirmen, Streitkräfte und private Sicherheitsfirmen machen sich nun auch in Ländern breit, die traditionell zur Interessensphäre europäischer Staaten gehören
.....
Die Strategie der USA in Afrika ist auf zwei grundlegende Ziele gerichtet. Zum einen wünscht Washington ungehinderten Zugang zu den wichtigen Märkten und den Zugriff auf strategisch wichtige Rohstoffe und andere Ressourcen. Zum anderen geht es um die militärische Sicherung von Verkehrswegen, nicht zuletzt, damit die Rohstoffe auch bis in die USA gelangen können. James Schlesinger, Energieminister unter Präsident Carter, hat es auf dem 15. Weltenergiegipfel im September 1992 in erfrischender Klarheit formuliert: Aus dem ersten Golfkrieg habe das amerikanische Volk gelernt, dass es viel leichter ist, "den Leuten im Nahen Osten in den Hintern zu treten", als seinen eigenen Energieverbrauch einzuschränken, "um die Abhängigkeit der USA von den Ölimporten zu verringern".

Dass es den USA in Afrika um die Ölvorkommen geht, ist ganz unübersehbar.(10) Es zeigt sich zum Beispiel darin, dass US-Außenminister Colin Powell am 5. September 2002 auf dem Rückweg vom UN- Umweltgipfel in Johannesburg Zwischenstopps in Angola und in Gabun einlegte, also in zwei Öl exportierenden Ländern. Alle Experten gehen davon aus, dass der afrikanische Kontinent innerhalb der nächsten zehn Jahre für die USA zur nach dem Nahen Osten zweitwichtigsten Lieferregion für Erdöl und vielleicht auch für Erdgas werden wird - vorausgesetzt, dass sich die Lage dort beruhigt.

Dabei gilt das besondere Interesse der amerikanischen Militärplaner zwei wichtigen Versorgungssträngen: der Ölpipeline vom Tschad nach Kamerun in Westafrika und der Strecke vom sudanesischen Higleig zum Ölhafen Port Sudan am Roten Meer. Außerdem gibt es neuerdings auch Pläne für eine Pipeline zwischen Tschad und dem Sudan.
.....

Im letzen Absatz wird ein gewisser Charles Wald erwähnt. Zu dem hatte ich schon mal was (vom 23.04.04). Ich füge es einfach nochmal an. Allerdings scheint der Server vom unten verlinkten "Marshall Center" platt zu sein (20:30). Ich weiß also nicht, ob die Links irgendwann wieder funktionieren. Zur Not schaut euch einfach mal später bei "http://www.marshallcenter.org/"um !!

Afrikanisches Öl für die USA; afrikanische Sicherheit für Europa

Washington (dpa-AFX) - Ein neuer Wettlauf um Afrika ist im Gange. Die USA sind an dem gigantischen Kontinent mit seinen 800 Millionen Menschen nicht nur wegen seines Öls interessiert, sondern auch wegen des von Washington proklamierten weltweiten "Kriegs gegen den Terrorismus". Afrika war nicht nur Schauplatz blutiger Anschläge sondern gilt in manchen Ländern als Rückzugsgebiet für Terroristen. Nach den Vorstellungen Washingtons aber soll Afrika als eine Art Puffer gegen künftige terroristische Bedrohungen Europas dienen. 

Besagter Charles Wald muß es ja wissen !! Interessant wo der so seine Vorlesungen hält ! Nämlich u.a. hier: "General Wald spricht zu Marshall Center-Studenten".

Interessant deshalb, weil einem bei etwas intensiverem Hinschauen bei diesem Laden einfach nur schlecht wird ! Z.B.: 

WEISUNG des US-Verteidigungsministeriums

BETRIFFT: George C. Marshall European Center for Security Studies

Ich will jetzt nicht jede einzelne Seite verlinken (obwohl es sich im negativen Sinne "lohnen" würde). Schaut euch einfach mal dort um. Zum Gänsehaut kriegen (auch grundsätzlich gesehen, völlig unabhängig von Charles Wald) !!

VER.DI-CHEF BSIRSKE - Aufstieg ohne Ausschreibung

Dem alten Arbeiter-Motto "Wann wir schreiten Seit' an Seit'" folgt der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Bsirske, anscheinend auch im Privaten. Verhalf der Funktionär seiner Ehefrau zum Berliner Job?


Was Amerika mit Europa vorhat - Exklusivbeitrag von Gorbatschow-Berater Prof. Daschitschew

.....
Eine „Kubakrise“ in Europa droht

Mit der Eingliederung der osteuropäischen Länder in die NATO erhalten die USA ein weites Aufmarschgebiet unmittelbar an der westlichen Grenze Russlands. Ein Teil der in Deutschland stationierten Truppen wird laut dem Beschluss Bushs über die globale Umdislozierung der amerikanischen Streitkräfte in dieses Aufmarschgebiet transportiert. Daneben planen die Amerikaner, eine Bedrohung für Russland im Süden zu schaffen und ihre Basen im Kaukasus, an der Küste des Schwarzen Meeres und in Mittelasien zu errichten. Den Kaukasus haben sie zur Sphäre ihrer nationalen Interessen erklärt. Wie kann all das in Russland im Hinblick auf die amerikanische Doktrin des „präventiven Interventionismus“ wahrgenommen werden? Stellen wir uns vor: Die Amerikaner stationieren in Polen und in baltischen Staaten ihre Nuklearraketen, die imstande sind, in wenigen Minuten Moskau und die russischen strategischen Waffen zu zerstören. Russland wird der Möglichkeit eines Zweitschlages, die der Verhinderung eines Überfalls dient, beraubt. Wird die russische Führung das hinnehmen? Dies ist nicht möglich. Dann entsteht auf dem europäischen Territorium eine „umgekehrte Kubakrise“, eine Situation wie 1962.
.....

Zwei "weiterführende" Links dazu:

"Die Schatten der Globalisierung" (Russland betreffend) von Joseph Stiglitz 

Die "Osterweiterung" im Lichte der Pipelinepolitik   Vorab noch ein kurzes Zitat aus diesem Link:

.....
Erst dann erfuhren wir, dass Chodorkowski auch als Berater der Carlyle Group des ehemaligen Präsidenten George H.W. Bush, einer der größten Investmentfirmen der Welt, füngierte und dass er versucht hatte, seine gewaltige Beteiligung an Yukos teilweise an Exxon Mobil und Chevron Texaco zu verkaufen.
.....

Super Watergate: "Foltermemorandum stammt von Cheneys Anwalt"

Wie sich letzte Woche in Washington herausstellte, war David Addington, der Rechtsberater von Vizepräsident Dick Cheney, der tatsächliche Verfasser eines der berüchtigten "Rechtsgutachten" des Weißen Hauses, in denen behauptet wurde, der US-Präsident habe im Rahmen des sog. "Kriegs gegen den Terror" die Vollmacht, auch die Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen zu mißachten. Als Folge dieser Gutachten kam es zu den Mißhandlungen im Gefängnis Abu Ghraib und vermutlich zu ähnlichen Folterungen in anderen geheimen Gefängnissen im Irak, in Afghanistan und in Guantánamo auf Kuba sowie in anderen Ländern. 

Vergeßt die Eigenwerbung ! Aber die Info ist lesenswert !


09.07.04
 

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!

immobilien - Schulden auf Weltreise

Banken können künftig die Baukredite ihrer Kunden vollständig auf Investoren übertragen und so ihre Bilanz entlasten. Auf einmal haben die Häuslebauer mit Gläubigern in Übersee zu tun

Viele Bauherren haben in jüngster Vergangenheit ungewöhnliche Post von ihrer finanzierenden Bank erhalten. In freundlich formulierten Briefen werden die Kreditkunden aufgefordert, ihre Einwilligung zu geben, dass die Darlehen mitsamt den dazugehörigen Sicherheiten an andere Banken oder Investoren übertragen werden dürfen. »Im Zuge von Sanierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen haben einige Kreditinstitute damit begonnen, Hypothekendarlehen zu verkaufen«, beobachtet Bankenexperte Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen. So will sich die Hypo Real Estate – hervorgegangen aus einem Teil der HypoVereinsbank – ganz aus dem Privatkundengeschäft zurückziehen. Sie hat bereits Baudarlehen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro verkauft. Auch die Deutsche Herold Lebensversicherung will sich die Möglichkeit eröffnen, mit geänderten Darlehensbedingungen die Kredite an andere Konzerne übertragen oder an fremde Erwerber verkaufen zu dürfen.


Deflation oder Inflation ?

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Es gibt Fed-Gouverneure wie Ben Bernanke, die eine mögliche Deflation als kein Problem ansehen. Denn "wir haben eine Technologie, die sich Notenpresse nennt", meint er. Nun, in Japan, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, haben sie eine solche Politik des "leichten Geldes" jahrelang ausprobiert. Seit dem Platzen der Spekulationsblasen am japanischen Aktien- und Immobilienmarkt.

Man könnte argumentieren, dass Japan ohne diese Politik des leichten Geldes nicht nur eine jahrelange Stagnation, sondern eine jahrelange Depression erlitten hätte.

Jedenfalls hat die japanische Regierung so große Ausgabenprogramme mit geliehenem Geld gestartet, dass die japanischen Anleihen das Ranking eines Dritte-Welt-Landes bekommen haben. Und in den letzten 5 Jahren hat die Bank of Japan Geld "gedruckt", indem sie den Banken Kredite zu Zinsen von nahezu 0 % hat zukommen lassen.

Und dennoch sind die Preise gefallen.
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/

Schön formuliert. Meiner Ansicht nach gibt es nur zwei Wege wie die "Sache enden" wird:

1.) Hyperinflation !

Voraussetzung hierfür wäre die "Öffnung" der Zentralbanken, so daß sich der Staat direkt bei der ZB bedienen könnte. Im Prinzp das berühmte Hubschraubergeld (kurze Erklärung siehe HIER, die ersten 1 1/2 Absätze). Wobei diese Variante mitnichten ohne Probleme zu bewerkstelligen sein wird (siehe HIER). Aber selbst wenn das irgendwie funktionieren würde, ohne daß vorher der Finanzmarkt zusammenbricht, wären die Folgen wohl ähnlich wie die vor 80 Jahren (nur um ein Beispiel zu nennen).

Also keineswegs etwas, was wir als "Lösung" bezeichnen können ! Und schon gar nicht etwas, daß "wir" als erstrebenswertes Ziel für den Staat ansehen sollten. Nach dem Motto: "Laßt uns die Schulden einfach weginflationieren !". Ich glaube schon, daß von politischer Seite eher in diese Richtung gedacht wird. Aber:

Geschuldet wird nach wie vor GZ (Gesetzliches Zahlungsmittel). Und das "abzuwerten" (Beispiel: Inflation) geht nur durch Verschuldung in noch mehr GZ. Dabei werden die alten Schulden abgewertet, nicht die neuen. Die kommen immer zu pari dazu. Niemand kann Schulden machen und beim Schuldenmachen sagen: Ich habe zwar 100 Schulden gemacht, aber in Wirklichkeit sind es gleichzeitig nur 50.


2.) Deflation !

Die ganze seit jahrzehnten aufgebaute Kreditpyramide wird rückabgewickelt. Bis hin zum Staat, der der erste Kreditnehmer war (ich erinnere nochmals an das verteufelte "Vorfinanzierungsproblem" des Staates) !! 

Beides scheiße ! Wobei ich, trotz der durchaus möglichen "Tricksereien/Gaunereien/Gesetzesänderungen (und was weiß ich noch alles) der politischen Seite, im Moment ganz klar Variante 2 für die wahrscheinlichste halte. 

Aber wer weiß: "Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“  von Bruno Kreisky 

!! POLITIK !!

Zafira-Produktion nach Polen wegen Rüstungsdeal?

.....
General Motors sei in einen Rüstungsdeal der US-Regierung verwickelt, glaubt der Betriebsrat. Dabei gehe es um 3,5 Milliarden US-Dollar Auftragsvolumen, sagte ein Betriebsrat am Donnerstag (08.07.04) zu wdr.de. Bei seinem Besuch im Opelwerk Bochum bestätigte der neue Europachef von GM erstmals, dass es eine Verbindung gegeben hat. Es habe sich die Möglichkeit eröffnet, eine gewisse Unterstützung in Anspruch zu nehmen, erklärte Carl-Peter Forster dem WDR 2 Morgenmagazin.
......

Noch 'ne andere Quelle:

.....
Dabei stützt er sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Diese wiederum zitiert den polnischen Opel-Chef Romuald Rytwinski. Der soll am Freitag in Warschau berichtet haben, dass die Ansiedlung der Zafira-Produktion in Gleiwitz gefördert wurde durch einen ausgleichenden Anreiz in Kooperation mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin. Franz interpretiert dies so: „Mit polnisch-amerikanischen Waffengeschäften wurden staatliche Subventionen für die Zafira-Produktion in Polen erkauft.“ 700 neue Jobs sollen in Gleiwitz entstehen, wo bereits Agila und Astra gebaut werden.
.....

http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=246272

1.) Immer lese ich was von Neoliberalismus oder dem "freien Markt". DA hat er wieder zugeschlagen, der angebliche "Neoliberalismus", der ach so freie Markt, der soooo liberal und frei dann doch nicht zu sein scheint. Und das ist ja nur ein Beispiel für die ständigen Einmischungen der Politfuzzies. So etwas sollten wir immer im Hinterkopf haben, wenn wir wieder etwas über Neoliberalismus und den freien Markt lesen. Wir haben "ihn" faktisch nicht !! 
Siehe auch z.B. in folgendem Artikel, der ansonsten aber trotzdem lesenswert ist: "Freiheit, Freiheit hört man sie rufen..."

2.) Jedenfalls wissen wir jetzt wie wir den Aufschwung schaffen, einfach im Dutzend F-16 ordern !

3.) 1 und 2 unter Voraussetzung das obiges stimmt. Was mich aber nicht im geringsten wundern würde !

Nur Link:

Mathias Bröckers. Immer wieder lesenswert !

Der doppelte Atta
 

Nicht wirklich neu, kann aber nicht oft genug erwähnt werden:

Deutschland: 8,64 Millionen Menschen ohne Job - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland liegt etwa doppelt so hoch wie die 4,23 Millionen, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) offiziell ausweist.

Mehr geht nicht ! Schönes Wochende zusammen !!! Ah, doch noch was !! Von wegen Wochennde und Gesundheit !! 


07.07.04

Bis auf den "üblichen" Mist, ist heute irgendwie nichts "besonderes" los. Und außerdem habe ich recht wenig Zeit. Deshalb heute schön überschaubar ! 


Da ich beide Artikel für wichtig halte, habe ich sie dauerhaft neu aufgenommen:

China und die kommende Ölkrise (zukünftig HIER zu finden)

DynCorp – globalisierte technologische Gewalt (zukünftig HIER zu finden)


!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Moskau - Ein Gespenst der Bankenkrise geht um

Nachdem die Moskauer Guta-Bank sämtlichen Kundenverkehr stoppen musste, verdichten sich in Russland die Gerüchte über eine bevorstehende schwere Bankenkrise. Die 76 Filialen der Bank blieben am Dienstag geschlossen, Bankautomaten waren abgeschaltet. Pjotr Awen, Chef der Alfa-Bank, die zu den fünf größten des Landes zählt, musste am Dienstag im Fernsehen Gerüchte über eine Krise in seinem Haus dementieren.

!! POLITIK !!

NEUAUSLEGUNG DES STABILITÄTSPAKTS

Wer verteidigt, soll mehr ausgeben dürfen

Um den Fesseln des EU-Stabilitätspakts zu entrinnen, bieten die Finanzminister bei der Planung der Haushalte ihre ganze Kreativität auf. Ein Argument der französischen Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie dürfte dabei ganz in ihrem Sinne sein.

Laßt uns den Haushalt aus dem Haushalt nehmen, schon sind alle Defizitprobleme gelöst !


Relativ viel zu lesen, aber sehr bezeichnend ! !

STEUERN - Eichels kleiner Horrorladen

Unverständliche Gesetze, Beamtenwillkür und überforderte Gerichte - der deutsche Fiskus ist zu einem kaum kontrollierbaren Monster mutiert. manager magazin sagt, wo Anlegern Ärger mit den Steuerbehörden droht.

Die Macht heißt Macht, weil sie die Gesetze "macht" !   Der Nächste, der mir was von "Solidaritätsgesellschaft" erzählt.... 

Schon Augustinus schreibt:

Was anders sind also Reiche, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden? Sind doch auch Räuberbanden nichts anders als kleine Reiche. Auch da ist eine Schar von Menschen, die unter Befehl eines Anführers steht, sich durch Verabredung zu einer Gemeinschaft zusammenschließt und nach fester Übereinkunft die Beute teilt. Wenn dies üble Gebilde durch Zuzug verkommener Menschen so ins Große wächst, daß Ortschaften besetzt, Niederlassungen gegründet, Städte erobert, Völker unterworfen werden, nimmt es ohne weiteres den Namen Reich an, ..." (Augustinus, Aurelius, Vom Gottesstaat, übers. v. W. Thimme, Bd.1, Buch 1 - 10, München. 1977, 173f.).

http://evakreisky.at/2003/mafia/nachlese/einfuehrung_erste_einheit.php

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Dazu eine kleine Statistik:

Das Bundesministerium der Finanzen hat aus den Einspruchsstatistiken der Steuerverwaltungen der Länder die folgenden Daten zur Einspruchsbearbeitung bei den Finanzämtern im Jahr 2003 zusammengestellt:

* Eingegangene Einsprüche 3.546.514 (Veränderung gegenüber Vorjahr: + 6,7 %)
http://www.bundesfinanzministerium.de/Anlage25348/Statistik-ueber-die-Einspruchsbearbeitung-bei-den-Finanzaemtern.pdf


WISO: Bundesagentur für Arbeit zahlt versteckt für positive TV-Berichte

Klares Konzept für gezielt geworbene Produktionsfirmen

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt über eine "Gesellschaft für Medienwirtschaft" (GfM) für imagefördernde Fernsehbeiträge. Das berichtet das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. Derzeit, so WISO, werden über die "GfM" Fernseh-Produktionsgesellschaften angeworben, die positive Berichte über die Bundesagentur in TV-Sendungen gegen versteckte Zahlungen platzieren sollen.


Staatliche Verwicklungen

Spanische Untersuchungskommission zu den Madrider Anschlägen vom 11. März begann ihre Anhörung

.....
Merkwürdig ist auch, daß der gegen die Spitzel ermittelnde Richter seine Akten der Kommission nicht zur Verfügung stellen wird. Einige Akten waren nicht aufzufinden. Andere Dokumente des Geheimdienstes hat die Regierung nicht freigegeben und einige dürfen nur eingesehen werden.

Kommt uns das bekannt vor ? Keine Ahnung was da dahinter stecken könnte, aber es ist schon komisch, daß immer wieder der selbe "Ablauf" festzustellen ist.


Schuldenabbau ? So geht das !

.....
Frankfurt konnte seinen Schuldenberg nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Montag um knapp fünf Prozent auf 1,71 Milliarden Euro abtragen.
.....
Die Schulden der kommunalen Eigenbetriebe sind in den Zahlen nicht enthalten.
.....

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_1561834
 

Am Beispiel Stade sehen wir sehr schön wie das geht:

Schulden werden umgeschichtet - Abwasserentsorgung Stade übernimmt 18,9 Millionen Euro Kredite

Stade (pa). Die Gründung des stadteigenen Betriebes Abwasser-Entsorgung Stade (AES) hat erhebliche Folgen für den städtischen Haushalt. Die wurden jetzt in einem Nachtragshaushaltsplan festgeschrieben und vom Stader Rat beschlossen. Wesentlicher Punkt: Im Haushalt stehen nun knapp 19 Millionen Euro weniger Schulden. Die Grünen stimmten gegen das Zahlenwerk.

Weg sind die öffentlichen Schulden natürlich nicht. Die Kredite in Höhe von 18,9 Millionen Euro sind von der AES übernommen worden. Die AES trägt auch Zinslasten und künftige Investitionen. Allerdings verbucht das Unternehmen auch die Gebühren für sich. Im Grunde – so bewertete der von der AES beauftragte Wirtschaftsprüfer Höppner vor dem Rat – verliere und gewinne die Stadt nichts.
.....

http://www.tageblatt.de/db/mitte_liste.cfm?Aid=177865

Zudem gehen solcherlei "Aktivitäten" vermutlich auch in die Zahlen der Arbeitnehmer des Staates ein. Die Arbeiter der AES werden somit wohl aus der offiziellen Statistik herausfallen. Fragt sich nur wer im Falle der Pleite für alles aufkommt und wer die Gehälter zahlt ?


05.07.04

Ein bißchen was neues vom Big Brother !


!! WIRTSCHAFT !!

Überall Blasen ! Hier Immobilien ?

Spanien vor Immobiliencrash?

Seit wann platzt so etwas mit Ankündigung ? Zudem denke ich , daß da verschiedentlich die ein oder anderen Touries "mitgeholfen" haben. Sieht dennoch nicht so toll aus. Wir werden sehen ! Und wo ich gerade beim Thema bin. Offensichtlich scheint dies ein allgemeines Problem zu sein. Auch die Niederlande und Dänemark....
 

...und Überschuldung der Privathaushalte

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat eine neue Arbeit über Makroökonomische Auswirkungen der steigenden Verschuldung privater Haushaltevorgelegt. Darin heißt es: „Die Verschuldung der Privathaushalte ist in vielen Ländern in den vergangenen zwei Jahrzehnten sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zum Einkommen der Haushalte massiv angestiegen.“ Diese Entwicklung „nährt Besorgnis über ihre Aufrechterhaltung und die möglichen Auswirkungen auf das Finanzsystem und die Makroökonomie“. In vielen Ländern — u.a. USA, Großbritannien, Australien, Japan und Deutschland — liegt die Verschuldung der Privathaushalte inzwischen über dem Jahreseinkommen. Besonders dramatisch ist die Lage in Dänemark und den Niederlanden, wo die Durchschnittsverschuldung der Haushalte nun 230% bzw. 195% des Jahreseinkommens erreicht hat. Hypotheken machen in der Regel drei Viertel dieser Verschuldung aus. Als Hauptursache des Anstiegs der privaten Verschuldung nennt die BIZ die Deregulierung der Hypothekenfinanzierung in den 80er-90er Jahren und die extrem niedrigen Zinsen der letzten Jahre. Der Anstieg werde vermutlich keine „negativen Erschütterungen in der Wirtschaft“ auslösen, doch sei sehr wahrscheinlich, daß das hohe Schuldenniveau „Erschütterungen der Wirtschaft, die aus anderen Ursachen herrühren, verstärken wird“. 

http://www.eirna.com/html/alertd27a.pdf
 

Und noch was:

.....
Zu der Verschuldung der Privathaushalte, taucht in letzter Zeit vermehrt eine doch recht eigenwillige Argumentation einiger über die Jahre offenbar etwas betriebsblind gewordenen Bullen auf: Sie setzten die enorme Verschuldung der privaten Haushalte in Bezug zu den enorm gestiegenen "Vermögenswerten" der Amerikaner. Das klingt auf den ersten Blick auch recht einleuchtend. Natürlich kann ich mich mehr verschulden, wenn ich mehr Vermögen habe – schließlich sind dann meine Schulden durch mein größeres Vermögen abgedeckt.

Ich möchte, um diese Harakiri-Argumentation einmal zu enttarnen, ein uns allen bekanntes Ereignis in Erinnerung rufen: Die Spekulationsblase 1999–2000.

Die "Vermögenswerte" in den USA sind schließlich nur deswegen derart kräftig gestiegen, weil wir in den USA zurzeit eine Immobilienblase erleben, die eine ähnliche Qualität hat, wie die Spekulationsblase an den Aktienmärkten, die im März 2000 zusammenbrach.

Stellen Sie sich vor, damals hätte jemand gesagt: Es ist doch kein Problem, dass die Anleger alle Aktien auf Kredit kaufen und sich damit bis zur Halskrause verschulden, schließlich explodieren ihre Vermögenswerte (ihre Aktien) gerade in gleichem Maße. Vielmehr muss man sich sogar verschulden, damit man noch mehr Geld in Aktien investieren kann. Damals hätte jeder genickt und ich weiß, dass damals auch genau solche Aussagen von Analysten gekommen sind.

Heute würde jeder von Ihnen "Himmel Hilf" schreien und solche Analysten mit faulen Eiern bewerfen. Denn es sind eben nur Buchwerte und nicht reale Gewinne. Und genauso führt der Immobilien Boom in den USA dazu, dass die Häuser der Amerikaner nur auf dem Papier viel mehr Wert sind. Dabei gibt es noch einen recht gefährlichen Unterschied zwischen Aktien und Häusern: Aktien kann man sehr schnell verkaufen, wenn die Kurse fallen. Versuchen Sie das mal mit Häusern ...
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Newsletter: http://www.investor-verlag.de/



  China und die kommende Ölkrise

24.06.2004 Bekanntlich gibt es gegenwärtig bei der Stromverversorgung Chinas schwerwiegende Probleme. In der westlichen Öffentlichkeit wird bislang die Ernsthaftigkeit der Lage überhaupt nicht wahrgenommen, aber im Hintergrund droht eine ganz andere Gefahr.
.....
Er sagte wörtlich:
"Die Krise ist nah, sehr nah. Der dritte Weltkrieg hat begonnen. Er betrifft bereits jeden Bürger des nahen Ostens, bald wird er überschwappen und jeden Bürger der Welt betreffen. Syriens Ölproduktion geht zurück, die des Jemen ebenso. Saudi-Arabien hat den Peakoilpunkt erreicht oder wird ihn bald erreichen."
Im privaten Kreis sprach er noch offener über die drohende Weltenergiekrise.

Man o man, wenn das stimmt.... Da wirds einem Angst und Bange ! Kohlesubventionen vielleicht DOCH sinnvoll ?

Ein interessanter Link dazu (auf die Graphik klicken!).


(Klick!)

Außerdem möchte ich ein weiteres mal dieses Bild zeigen. In diesem Zusammenhang (China) zu beachten: Nr. 6 !


(Klick!)

Einen letzten Satz noch, der mir spontan dazu eingefallen ist:

.....
Inzwischen hatte man im (damals so genannten) Kriegsministerium, im Außenministerium und beim OSS begriffen, dass eines der wichtigsten Kriegsziele der USA die »Kontrolle des Öls um jeden Preis« sein musste. Es wurde nicht nur zur Versorgung ihrer Industrie, sondern auch als Treibstoff für ihre moderne Militärmaschine gebraucht, ein Punkt, der von Umweltschützern und Pazifisten oft übersehen wird, wenn sie sich für alternative Energiequellen einsetzen, um die USA aus ihrer Abhängigkeit vom Öl zu befreien. Wie es in der mitten im Zweiten Weltkrieg von der US-Regierung veröffentlichten Publikation World Oil, Fact und Policy richtig heißt, war »der Zweite Weltkrieg ein Krieg mit Öl und um Öl. Das Erdöl ist eine der wichtigsten Waffen in einem modernen militärischen Konflikt.«
.....
Aus: "Zensor USA, Pipelinepolitik"


Ich sags ja, der Tante-Emma-Laden um die Ecke hat was.

Brave new Metro-World

.....
Zeitgleich organisierte der Konzern die planmäßige Zerschlagung der Gewerkschaft. In einem jetzt von ver.di veröffentlichten Konzern-Protokoll mit dem Titel “Besuchsbericht Türkei 08.09.1999 – Gewerkschaften Metro C+C” steht: “Die Herabsetzung der gewerkschaftlichen Einflussnahme war Teil einer langvorbereiteten Strategie (Delta-Plan).” Die Beweggründe werden eindeutig benannt: “Die materiellen Inhalte des Kollektivvertrages stellten einen gravierenden Wettbewerbsnachteil dar.” Und weiter: “Hinzu kam, dass die Gewerkschaften alles andere als einen vernünftigen sozialen Dialog gesucht haben. Im Gegenteil waren deren Aktivitäten von abgehobenen Forderungen gepaart mit extremen Aktionen gekennzeichnet.” Zu den Entlassungen heißt es: “In manchen Fällen haben im Unternehmen beschäftigte Gewerkschaftsfunktionäre selbst um Auflösung des Arbeitsverhältnisses nachgesucht. In Einzelfällen wurde von Unternehmensseite mit Abfindungen – legal – “nachgeholfen ”. (!!!) Das Resultat dieser Maßnahmen: “Damit sank der Organisationsgrad bis Ende Juni des Jahres (= 1999) beträchtlich unter die 51 Prozent-Marke.”

Ich verweise in diesem Zusammenghang nochmals auf den Bericht von weiter unten:

Die Monopolisierung der „Lebensindustrie“

!! POLITIK !!

Arbeit macht frei !! :

Hartz-IV-Gesetz  (Beispiel Essen)
.....
Zugleich kommt ab Januar 2005 ein gewaltiger Verschiebebahnhof in Gang. Ein Jahr lang stehen Arbeitslose auf der Zahlungsliste der Agentur für Arbeit (früher Arbeitsamt). Danach können sie zu gemeinnützigen Tätigkeiten von der Stadt eingesetzt werden - für 1,25 Euro pro Stunde nebst Grundsicherung. Für arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren ist Beschäftigung dann sogar zwingend vorgesehen - was 3000 Personen betreffen wird.
.....

http://www.waz.de/waz/waz.blicknach.artikel.php?kennung=on1wazLOKStaEssen38168&zulieferer=
waz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Essen&auftritt=&dbserver=1


1.) Wer will bei Zahlungen von 1,25 € / h schon wirklich irgendjemanden vermitteln ? Ich meine, billigere Arbeitkräfte gibt es doch wohl nicht, oder ? So wirds kommen: Die Zwangsverpflichteten werden mind. z.T. den Job von "normalen" Arbeitnehmern übernehmen. Ob als "Ersatz" für private oder öffentliche sei mal dahingestellt. Dadurch werden garantiert, zumindest ein Teil dieser "normalen" Arbeiternehmer "freigesetzt", da gegenüber den 1,25 € viel zu teuer. Diese dürfen sich dann bei der BA melden und -weil nicht vermittelbar- nach Ablauf des einen Jahres für 1,25 € / h Parks säubern. Der Kreis schließt sich !

2.) Irgendwie alles schon mal dagewesen. Mindestens in der Tendenz:

Der Reichsarbeitsdienst

Seit 1935 war im NS-Regime der halbjährige Arbeitsdienst für männliche Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren obligatorisch, für weibliche freiwillig. Unter dem Motto "Mit Spaten und Ähre" zogen diese Arbeitskolonnen durch Deutschland, die - meist tatsächlich nur mit Spaten ausgerüstet - Moore trockenlegten, neues Ackerland kultivierten oder beim Bau der Reichsautobahnen und des Westwalls mitwirkten. Der Reichsarbeitsdienst (RAD), der dem Reichsinnenministerium angegliedert war und an dessen Spitze Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl (1875-1955) stand, diente ursprünglich der Bewältigung der Arbeitslosigkeit. Die kaum über dem Arbeitslosengeld liegende Bezahlung des Diensts machte deutlich, daß es sich bei diesen Einsätzen im wesentlichen um einen - wie es offiziell hieß - "Ehrendienst am deutschen Volke" handelte. 
.....
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/arbeitsdienst/

Wer es genauer nachlesen will:
Reichsarbeitsdienstgesetz vom 26. Juni 1935

02.07.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

NEUES VON DER KREDITFRONT !

Vorab: Stagnation (höchstens) !!
 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (kann auch EURO-Gebiet sein)

Zuerst mal die Zahlen:
 
Mrd. €
Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vormonat in %
1999
3300,55
7,77
2000
3479,49
5,42
2001
3584,42
3,02
2002
3556,01
-0,79
2003
3571,88
0,45
Jan 2004
3580,34
0,23
Feb. 2004
3593,50
0,37 (=13,16 Mrd.€)
Mar. 2004
3633,35
1,11 (=39,85 Mrd. €)
Apr. 2004
3648,74
0,42 (=15,39 Mrd. €)
Mai 2004
3626,68
-0,60 (= -22,06 Mrd. €)
http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12021.PDF

Das Bildchen dazu:


(Klick !)

Ui ui ui ! Satter Rückschlag um -22,06 Mrd. €, oder -0,6 % ! Das verheißt nichts gutes ! Vor allem, weil von diesen -22,06 Mrd. € allein -17,79 Mrd. € auf die Buchkredite entfallen (April '04 = 3040,55 Mrd. €; Mai '04 = 3019,11 Mrd. €). Also diejenigen Kredite, die wir -im Großen und Ganzen- als hauptsächlich "verantwortlich" für Investitionen mit Substanz machen können (Maschinen, Material usw.). 
 

Schauen wir uns nun die "inländischen Nichbanken" an.

Auch hier erst mal die "nackten" Zahlen:

2.) Kredite an inländische Nichbanken

Unternehmen und Privatpersonen (ohne Wertpapiere) / insgesamt / Alle Bankengruppen
 
Mrd. €
Veränderung gegenüber Vorjahr bzw. Vormonat in %
1999
2094,16
6,364
2000
2187,26
4,446
2001
2237,24
2,285
2002
2241,19
0,177
2003
2242,79
0,071
Jan 2004
2231,71
-0,494
Feb. 2004
2231,33
-0,017 (= -0,38 Mrd. €)
Mar. 2004
2229,75
-0,071 (=-1,58 Mrd. €)
Apr. 2004
2231,12
0,061 (=1,37 Mrd. €)
Mai 2004
2230,66
-0,021 (= -0,46 Mrd. €)
http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S131ATB12627.PDF

Als Graphik:

Nach wie vor ein "non-Event" ! Zusätzliche Investitionen können -gesamtwirtschaftlich gesehen- also nicht mehr getätigt werden.
Von Interesse ist vielleicht noch, das diesmal die "Wertpapiere" um durchaus stattliche 9,48 Mrd. € zurückgegangen sind (April '04 = 188,97 Mrd. €; Mai '04 = 179,49 Mrd. €). Allerdings war die Steigerung um 13,38 Mrd. € vom letzten Mal auch reichlich heftig. Es "normalisiert" sich also ein wenig. Ansonsten nichts erwähnenswertes (langt ja auch). 

Tja, da muß wohl der Rest der Welt die viel zitierten "new Credits" ranschaffen. Bei uns jedenfalls, ist bestenfalls Stagnation angesagt !

Ich habe mir stundenlang den Kopf darüber zerbrochen, wie ich ein kurzes, prägnantes, und trotzdem aussagekräftiges Fazit hinbekomme. Aber ich reiche einfach nicht an die Fachleute heran. Darum muß ich -mangels Alternative- an dieser Stelle nochmals die Finanzeliten dieser Republik zu Wort kommen lassen:

Fazit:

"Die schwache Kreditentwicklung in Deutschland ist weiterhin im Wesentlichen auf die geringe Kreditnachfrage zurückzuführen."

Quelle: Monatsbericht der BuBa vom Mai '04

Noch kurz zu der "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

2004 (Mrd.€)
Jan. = 8168,7;  Febr. = 8206,9;  März = 8254,7;  April = 8337,8;  Mai = 8372,7

Differenz April zu Mai '04 = +34,9 Mrd. € , +0,42 % (Vormonat = +47,8 Mrd. €, + 0,58 %)

http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S101ATIB01013.PDF

Teile ich die 34,9 Mrd. € auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land ein Zuwachs von im Schnitt 2,91 Mrd. €. Offensichtlich ist bei den restlichen Europäern ("Unternehmen und Privatpersonen") -anders als bei uns- die Verschuldungsneigung -und fähigkeit noch gegeben. 


Nochmal zu Großbritannien (siehe Vortag):

Bank warns about household debt
.....
Seven years ago UK households held as much debt as they were earning. Now outstanding debt stands at 135% of household income. Mortgage lending by banks, meanwhile, is growing by 10% a quarter and unsecured lending in the form of credit cards, loans and overdrafts by 13% a quarter over the past year.

"The UK household sector debt-to-income ratio has continued to rise rapidly, increasing households' vulnerability to any unexpected rises in interest rates or falls in incomes," warned the Review. 
.....


US-Arbeitsmarktdaten !!

Das ist das, was wir zu hören bekommen:

.....
Die Zahl der neu geschaffenen Jobs lag bei 112 000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?keyID=02FAED07-AC4E-423C-90C2AC226F4B680D&ObjectID=7FE21315-60CF-2062-F4DFAD6FB17F8399

Und das ist das, was wir nie zu hören bekommen:
.....
Das wurde mit statistischen Tricks ins Gegenteil verkehrt. Ein Großteil der neuen Arbeitsplätze entstand angeblich in neugegründeten Unternehmen. Da die genauen Zahlen über Firmenneugründungen bei der Veröffentlichung des Berichts am 2. April nicht verfügbar waren, mußte man sie "schätzen". Dafür gibt es das sog. "Net Birth/Death"-Modell, das davon ausgeht, daß um so mehr neue Unternehmen entstehen, je mehr alte liquidiert werden. Und da im März besonders viele US-Unternehmen untergegangen sind, schuf das "Net Birth/Death"-Modell 153 000 neue Arbeitsplätze, was allerdings an der Realität - natürlich - nichts änderte: Die Arbeitslosenquote stieg im März weiter an.

http://www.bueso.de/seiten/aktuell/23-04-04.htm#3

So werden aus -70000 neu geschaffener Jobs dann schnell + 112000 ! 

Berechnung wie folgt: Ursprungswert = -70000, "Justierungswert" durch "Net Birth/Death Model" = +182000, macht in der Summe +112000 !

Guggst du hier: "CES Net Birth/Death Model"


Geldanlage & Börse Wie sicher ist das Geld auf der Bank?

Berlin (AP) Bei den meisten Banken in Deutschland ist das Geld der Anleger fast unbegrenzt "sicher", berichtet die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". "Das gilt zum Beispiel für Einlagen auf Girokonten, für Sparbücher, Tagesgeld, Festgeld oder Sparbriefe."

Ich kanns mir einfach nicht verkneifen ! Dazu laß ich einfach mal drei Zitate für sich sprechen:

- Die Sicherungseinrichtungen greifen nicht ein im Falle einer allgemeinen Krise der Kreditwirtschaft.

- Wenn ein Bankenzusammenbruch einen Fonds überfordert oder gar das Bankensystem als solches in seinem Bestand gefährdet, ist es Sache der Regierung bzw. des Gesetzgebers zu entscheiden, wie mit dem wirtschafts- und finanzpolitischen Instrumentarium einem ,,too big to fail" Problem begegnet wird. Ihr Handeln sollte nicht vorher kalkulierbar sein.

Aus: "Die Einlagensicherung in der Bundesrepublik Deutschland"

Und direkt hinterher ein Vertreter von "Regierung bzw. Gesetzgeber":
"Es sei unmöglich, die Bankenkrise zu bewältigen, wenn die Bürger ihre Sparbücher weiter plündern", mahnte Wirtschaftsminister Roberto Lavagna. "Sie schwächen das Finanzsystem." 

Aus einem alten Bloomberg Artikel (URL nicht mehr auffindbar)

!! POLITIK !!

Israels Massenvernichtungswaffen - Aufstieg zur fünftstärksten Nuklearmacht der Welt

Von Jürgen Rose

“Wir haben die Möglichkeit, die Welt mit uns zusammen untergehen zu lassen. Und ich kann Ihnen versichern, dass dies auch geschieht, bevor Israel untergeht.” (Martin von Creveld, Professor für Militärgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, 2003)

Zweifellos stellen Massenvernichtungswaffen eine existenzielle Bedrohung dar. Folgerichtig räumen sowohl die USA als auch die Europäische Union dem Kampf gegen diese Geißel der Menschheit in ihren jeweiligen Sicherheitsstrategien Priorität ein - auf gleicher Stufe mit dem so genannten “Krieg gegen den Terror”. Umso mehr irritiert ein höchst selektiver Umgang mit diesem Gefahrenpotenzial. So finden die jeweils etwa 10.000 Atomsprengköpfe allein in den Arsenalen der USA und Russlands kaum noch Erwähnung, auch wirken die Begriffe “nukleare Rüstungskontrolle und Abrüstung” inzwischen wie anachronistische Relikte längst vergangener Epochen.

Mit den Bemühungen um die Kontrolle chemischer und biologischer Waffen verhält es sich nicht anders, soweit die USA und ihre Verbündeten betroffen sind. Das gilt besonders für den treuesten Alliierten im Nahen Osten. Ungeachtet der Tatsache, dass aus den USA stammende Marschflugkörper so verändert worden seien, dass man sie nun mit Nuklearsprengköpfen versehen und von Bord der aus Deutschland gelieferten U-Boote verschießen könne, betrachte die US-Regierung Israel nicht als Bedrohung, berichtete Anfang des Jahres die renommierte Österreichische Militärische Zeitschrift. 

Einfach nicht zu fassen !! Noch ein Zitat daraus:

.....
Van Creveld bemerkte in einem Interview mit dem niederländischen Magazin ELSEVIER zu den Plänen der Likud- Regierung, eine unüberwindliche Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland zu errichten, Sharon verfolge in letzter Konsequenz das Ziel, alle Palästinenser aus der dann errichteten “Festung Israel” deportieren zu können. Auf die Frage, ob die Welt eine derartige ethnische Säuberung zulassen würde, meinte van Creveld: “Das liegt daran, wer es tut und wie schnell es geht. Wir haben einige Hunderte von Atomsprengkörpern und Raketen und können sie auf Ziele überall werfen, selbst auf Rom. Bei einem Einsatz von Flugzeugen sind die meisten europäischen Hauptstädte ein Ziel.”
.....
Aber lieber noch ein bißchen auf den Iran zeigen. Nicht das ich dafür bin, daß sich Atomwaffen ausbreiten (egal bei wem, je weniger um so besser), aber wenn der Iran dieszgl. drangsaliert wird, hat dies GENAUSO für alle Anderen zu gelten. Es kann sogar ohne Probleme andersherum argumentiert werden: Unter obigen Voraussetzungen (nicht zu vergessen der neue Nachbar USA), ist es da wirklich ein Wunder, daß sich der Iran um Atomwaffen bemüht ?

Aber versucht mal, zu all dem irgendeine brauchbare Stellungnahme von von unseren "friedensichernden" Dumpfnasen zu bekommen. Sobald die Fragen auch nur den Hauch von Unbequemheit haben, wird man einfach ignoriert (wenn nicht sogar die Mailadresse zum Empfang gesperrt wird). Nichts mehr ! Null ! Die gehören alle.... 

Passend:

Westmarschenland - Anmerkung zu Ran HaCohen Ethnische Säuberung

HaCohen sucht nach einem Namen für das israelische Absperrunterfangen im Westjordanland. Ich als Nordmitteleuropäer (West) versuche ebenfalls, die Sache auf den Begriff zu bringen. 


Muslime ,,austrocknen"

BERLIN/BAGDAD/BONN (Eigener Bericht) - Das Auswärtiges Amt verstärkt die westliche Medienarbeit im Irak und finanziert Radiosendungen für irakische Hörer. Das in Berlin konzipierte und ausgestrahlte UKW-Programm kann seit Anfang Juli in Bagdad empfangen werden. Es richtet sich an die muslimischen Eliten (,,Akademiker, Existenzgründer oder Kulturschaffende"), denen die Berliner Außenpolitik ,,auch politische Themen" vermitteln will (,,Weltoffenheit", ,,Demokratie"). Gleichzeitig nimmt der innenpolitische Druck auf in Deutschland lebende Muslime zu, deren demokratische Grundrechte deutlich eingeschränkt werden.


30.06.04

!! WIRTSCHAFT !!     |     !! POLITIK !!
 

Detail aus Großbritannien !

.....
As a result, the UK household sector debt-to-income ratio has continued to rise rapidly (Chart 8), increasing households’ vulnerability [Verwundbarkeit, Anfälligkeit] to any unexpected rises in interest rates or falls in incomes.
.....

Mehr gibt's HIER !


Bahnt sich da was an ? Also was nicht nettes, meine ich !

Freddie Mac 2003 Profit Falls 52 Percent

WASHINGTON (Reuters) - U.S. mortgage finance provider Freddie Mac (NYSE:FRE - News), struggling to straighten out its books and its reputation after an accounting scandal, on Wednesday reported its 2003 profit fell 52 percent.

Zumal die Hypothekenanträge zurückgehen:

.....
The Market Composite Index of mortgage loan applications-a measure of mortgage loan applications for purchases and refinancings-decreased by 4.4 percent to 575.0 on a seasonally adjusted basis from 601.2 one week earlier.
.....

http://www.mortgagebankers.org/news/2004/wk0630.asp


Nach dem Verbot der Cross-Border-Leasing-Geschäfte in den USA stehen hunderte deutsche Gemeinden vor dem Aus

.....
In Deutschland müssen jetzt nach der Abschaffung des Cross-Border-Leasing etwa 200 Kommunen damit rechnen, wovor zahlreiche Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker seit Jahren gewarnt haben, nämlich mit Regreßzahlungen in enormer Höhe. Die kommunalen Haushaltskrisen würden sich dadurch enorm verschärfen. 
......

Mal wieder ein schönes Beispiel für die Weitsichtigkeit einiger unserer Volksvertreter !


Eichel will Zwang zum Abbau von Schulden in guten Zeiten

Der deutsche Finanzminister Hans Eichel warb im Gespräch mit Auslandskorrespondenten in Berlin für eine Neuinterpretation des EU-Stabilitätspakts. Die wirtschaftliche Lage müsse stärker als bisher berücksichtigt werden, um in schwierigeren Zeiten durch einen strikten Sparkurs nicht den Aufschwung zu gefährden: "Wenn es runter geht, nicht noch hinterher bremsen. Wenn es rauf geht, umso mehr Schulden zurückzahlen", so Eichels Credo. Er plädierte für "eine über den Konjunkturzyklus ausgeglichenen Haushalt". Dies bedeute, dass man "in richtig guten Zeiten Überschüsse produzieren" müsse.
.....

http://derstandard.at/?id=1712743

1.) Maastricht ist in naher Zukunft eine ex-Vereinbarung !
2.) Noch entscheidener: Warum zum Teufel, soll ausgerechnet in der Zukunft das funktionieren, was in den letzen 60 Jahren (oder den letzten 6000 Jahren) nicht geklappt hat ? Die gehen mir auf den Senkel !!


Nur zur Info ! 

Geplante Zinszahlungen Bund für 2004 = 39,938 Mrd. €  (Quelle)

Und zum Vergleich:


Weil ich gerade mal wieder drüber gestolpert bin: "SEHR WICHTIGE Erklärung des "Systems": Schulden, Notenbank, Liquidität, Gold"

Immer wieder lesenswert !!


Nur Link:

Our $8 trillion headache 

Foreign Direct Investment into OECD Countries Fell in 2003 for Third Consecutive Year

Bei den Managern des Schuldenstaates

!! POLITIK !!

Iraks neuer Ministerpräsident, die CIA und ihre Terroranschläge

Ein Artikel über Iraks neuen Ministerpräsidenten Ayad Allawi, der in der New York Times vom vergangenen Wochenende erschien, zeigt erneut, wie verlogen der "Krieg gegen den Terrorismus" und die Behauptung der Bush-Regierung ist, sie werde dem Irak Demokratie bringen.
.....

Die Durchführung hat schon begonnen. Im Dezember vergangenen Jahres flogen Allawi und Ibrahim al-Janabi, ein anderes führendes INA-Mitglied, in die CIA-Zentrale in den USA zu einem Treffen mit CIA-Direktor George Tenet und anderen hohen Beamten, um über Pläne zum Wiederaufbau eines Inlandsgeheimdienstes zu beraten. Janabi sagte der New York Times, dass die neue Behörde auch ehemalige Mitglieder von Husseins berüchtigter Geheimpolizei Mukhabarat beschäftigen werde. Er spielte zwar die in Frage stehende Anzahl herunter, betonte aber, dass Mukhabarat-Mitglieder unschätzbare Verbindungen und ebensolches Wissen und Erfahrungen hätten.

Auf der gleichen Veranstaltung sagte Allawi einem Kolumnisten des Philadelphia Inquirer : "Ich bin ein harter Hund". Er erklärte, mindestens fünf Divisionen der alten irakischen Armee zu je 10.000 Mann wieder aufbauen zu wollen. "Vollständige Einheiten werden nicht wieder zurückkommen," sagte er. "Aber 40 bis 50 Prozent der Armee wären wieder verfügbar, von den mittleren und unteren Rängen bis zu den Stabsoffizieren."

Das führt den Anspruch der Bush-Regierung, Demokratie im Irak zu verankern, ad absurdum. Washington hat einen Mann eingesetzt, der für seine Loyalität gegenüber den USA und für seine Rücksichtslosigkeit bekannt ist. Sein Auftrag lautet, eine feindselige Bevölkerung mit allen verfügbaren Mitteln bis zur Unterwerfung einzuschüchtern und zu terrorisieren. Es ist kein Zufall, dass er die Folterer, Henker und Schläger des alten Baathisten-Regimes wieder zu rekrutieren versucht.


Mind. moralisch äußerst fragwürdig !

Bin ein bißchen spät damit dran, wollte aber doch noch kurz meinen Senf dazu abgeben:

.....
Gesagt, getan. Und so gab das sonst so diskrete Geldhaus im vergangenen Jahr freimütig bekannt, dass ihr Chef 2002 insgesamt Bezüge in Höhe von 6,9 Millionen Euro erhalten hat. Im Jahr 2003 verdiente Ackermann laut Geschäftsbericht sogar 11,1 Millionen Euro - das entspricht einem Gehaltssprung um satte 60 Prozent.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/meinung/352713.html

Wir rechnen (rein überschläglich): Der Typ erhält also 4,2 Mill. € mehr ! Nehmen wir als Durchschnittsgehalt des Fußvolkpersonals der nicht ganz oberen Abteilungen der Deutschen Bank einfach mal 3000 € (Brutto) pro Monat an (nicht die geringste Ahnung ob das hinkommt, aber irgendwas muß ich ja ansetzen) ! Das macht dann 36000 € im Jahr.

Demnach könnten alleine mit diesen 4,2 Mill. €  jedes Jahr 117 Arbeiter/innen ihren Job behalten, oder eben 117 neue Stellen geschaffen werden !

Ist ja nicht so, daß der mit 6,9 Mill. € verhungern würde. Andererseits habe ich auch nichts dagegen, daß "dieJungs" gut verdienen. Lese ich aber im selben Atemzug folgende Meldung, bekomme ich Pickel am Ars.... !

Im Geschäftsjahr 2003 [der Deutsche Bank] wurden im Rahmen der verschiedenen Pläne für 2002 insgesamt circa 1.200 Stellen abgebaut,.....

http://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/erlaeuterungen/erlaeuterungen27-38/29restrukturierungs-aufwand.php?dbiquery=1%3Apersonal

 Die ganze Vodafone-Geschichte noch gar nicht beleuchtet ! 



stern: Deutscher Goldschatz besteht aus 274708 Barren - Bundesbank lehnt Komplettverkauf ab

Hamburg (ots) - Die Bundesbank hat erstmals detaillierte Angaben über den 36,5-Milliarden-Euro-Goldschatz der Deutschen gemacht und wehrt sich gegen den Verkaufdruck aus der Politik. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, bestehen die deutschen Goldreserven aus 274708 Barren à 12,5 Kilo und lagern überwiegend in einem Tresor in Manhattan. Dort betreibt die US-Notenbank für 60 Nationen das mit 550000 Baren größte Goldlager der Welt.

Aha, .....überwiegend in einem Tresor in Manhattan..... liegt unser Gold also (im besten Falle) ! Das würde ich mal unter "Gottvertrauen" abbuchen. Die Einschätzung, ob die USA dieses Vertrauen wirklich rechtfertigen, überlasse ich jedem selbst !


Nur Link:

Der Irak-Krieg und die „strategische Beeinflussung“ der Informationsgesellschaften

28.06.04

Jetzt kommt viel zu lesen ! Ihr solltet euch das aber unbedingt antun ! Was sich da so an Verknüpfungen ergibt... unfassbar !!

  DynCorp – globalisierte technologische Gewalt

.....
Gentrification

Was Catherine Austin Fitts beinahe das Genick brechen sollte, war wohl die erwähnte Internet-Veröffentlichung der HUD-Grafikdatei von South Central Los Angeles 1995. Zeitgleich mit der von Harvard und DynCorp entfesselten Verfolgung veröffentlichte 1996 der Journalist Gary Webb im San José Mercury News eine Reportage über die erste Crackepidemie in den USA in den 80-er Jahre in ... South Central Los Angeles[17]. Er wies nach, dass es sich dabei um eine CIA-gesponserte Aktion zur Finanzierung des Contrakrieges gegen das sandinistische Nicaragua gehandelt hatte. Die in der News-Homepage mit tausenden von eingescannten amtlichen Dokumenten hervorragend belegten Enthüllungen sorgten in den afroamerikanischen Communities für Demos und helle Empörung. Es war eine Frage der Zeit, bis jemand die absolute Übereinstimmung der Zone verfallener HUD-Kredite in South Central LA mit jener des von Webb aufgedeckten Crackdeals bemerken würde. Wäre dann noch ein Community Wizard zur Verfügung gestanden, wäre es ein Leichtes gewesen, herauszufinden, wer genau von dem durch die Crackzerstörung ausgelösten Bodenboom profitiert hatte. Der Mechanismus war simpel: Das Ghetto wurde mit Dope vollgepumpt, Bandenkriege folgten, wer konnte, haute ab, die HUD-Kredite verfielen und wurden von den HUD-Insidern zu einem Pappenstiel aufgekauft. Nach einer Phase von Law and Order-Brutalität „normalisierte“ sich die Situation und die Bodenoligarchie entwickelte in der nun sozialethnisch fragmentierten Gegend profitable Wohlstandsinseln.  Fitts interpretiert diese Episode als Teil eines grundlegenden Mechanismus, der Skandale wie Enron, HUD oder S&L, die Auslagerung  von Regierungs-IT u.a. als Momente einer illegalen Ökonomie im Dienste der Eliten, welche dabei „verschwindende“ Gelder u.a. für schwarze Kassen benutzen, wie im Fall von South Central LA für den Contrakrieg. [18]
 


1.) Besagter Gary Webb hat sich über eben diese "Crack Geschichte" in "Zensor USA" ausgelassen. Nochmals die Empfehlung: !! Kaufen !!

2.) Zu DynCorp noch zwei Links:

Der “unsichtbarer ” Krieg  der USA in Kolumbien - Amerikanischen Unternehmer in der Mitte des  kolumbianischen Krieges

.....
Die Zahl der amerikanischen Zivilisten, die das Anti-Drogenprogramm in Kolumbien unterstützen, hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Als die Finanzierung des Kolumbien Planes im Juli 2000 genehmigt wurde, setzte der Kongreß der Vereinigten Staaten die Zahl der amerikanischen militärischen und Zivilarbeiter, die den Kolumbien Plan „stützen“ konnten, fest.  Aber wegen der "ausgezeichneten“ Arbeit dieser Unternehmer, entschied Washington im letzten Mai die Zahl der amerikanischen Kräfte im Land von 400 auf 500 zu steigern und die Begrenzung für die Teilnahme der Privatunternehmen zu beseitigen. Der qualitative Sprung der amerikanischen Einmischung in Kolumbien liegt auf der Hand.
.....


 

DynCorp bekommt Vertrag für Polizei im Irak

Eine Firma, die der Verletzung von Menschenrechten beschuldigt wird, hat einen Vetrag im Wert von mehreren Millionen Dollar bekommen, um im Nachkriegsirak eine Polizei aufzubauen, so der britische Observer.

3.) Zum "Kampf (sic) gegen die Drogen" solltet ihr folgenden Artikel lesen (falls schon geschehen, nochmal lesen):
Die großen Lügen im Kampf gegen die Drogen

.....
Parallel dazu nahmen die CIA und das State Department rund um die Welt immer mehr und politisch immer mächtigere Drogenhändler unter ihre schützenden Fittiche: die afghanischen Mudschahedin, die bolivianischen Kokainkartelle, die Spitzen der mexikanischen Regierung, hochrangige panamaische Geldwäscher, die Contras in Nicaragua, rechtsgerichtete kolumbianische Drogenhändler und Politiker und andere mehr.
.....

4.) Ein Zitat aus : Warum der Bush-Clan auch ganz privat "scharf auf Krieg" ist  (solltet ihr auch komplett lesen)
.....
Neil Bush, CIA, Mafia & Contra: 500 Milliarden Dollar aus der Sozialhilfe

Neil Bush, einer von drei Bush-Söhnen, war Mitte der 80er/Anfang der 90er Jahre in den größten US-Finanzskandal der letzten 60 Jahre verwickelt, der zum Zusammenbruch von mehr als Tausend S&L-Banken führte. Als Direktotiumsmitglied der Silverado Savings & Loans Association (S&L) in Denver finanzierte der Präsidenten-Sohn zusammen mit Geschäftepartnern aus CIA, Mafia und sonstigem organisierten Verbrechen auf Kosten zigtausender amerikanischer Kleinsparer -vergleichbar mit dem hiesigen Volks- & Raiffeisenbanken-Klientel- zahllose Luftgeschäfte und Grundstücksspekulationen. Er versuchte unter Umgehung und Verletzung des US-BAnkengesetzes mit seiner Firma "JNB Internatioonal Inc." in Argentinien ins große Öl- und Erdgasgeschäft einzusteigen. (genau dem Sektor in dem ENRON zum 7. größten Energie-Mischkonzern aufgestiegen war). Waffenlieferungen und Propaganda für die nicaraguanische Contra wurden mit S&L-Krediten finanziert, während die offizielle Contra-Unterstützung durch den US-Kongress gestoppt war. Das Geld verschwand "in einem schwarzen Loch", die Kredite urden nie zurückgezahlt. Als sich Mitte 1990 die Opfer des zwischen 500 Milliarden und 1,3 Billiarden Dollar teuren S&L-Bankrotts unter der Forderung "Jail Neil Bush" ( die Kürzel seiner Firma JNB) zu sammeln begannen, waren mindestens zwei Ermittlungsakten auf höchste Anweisung hin bereits geschlossen. (Beim ENRON-Crash sind die Akten sogar verschwunden).

Neil Bush trat -eine Wochenachdem sein Vater die Präsidentschaftskandidatur im August 1988 gewonnen hatte- vom Vorstand der Silverado S&L zurück und die Reagan-Regierung vertagte eine Untersuchung seiner Machenschaften bis nach den Präsidentschaftswahlen im November 1988. Seit dieser Zeit habe sich die großen Medien geweigert, den Fall wieder aufzugreifen bis die Affaire Neil Bush im patriotischen Krigstaumel 1991 unterging ( siehe ENRON).
Da diese gigantische Bakenpleite durch staatliche Garantien der Reagab-Administration abgesichert war, wurde das Ganze aus nicht vorhandenen US-Haushaltsmitteln saniert -bei gleichzeitiger radikalster Streichung von Sozialprogrammen. Das Streichpaket konnte Bush senior sofort als patriotisches Opfer für die Verteidigung der Freiheit verkaufen.

4,5 Millionen Dollar für "ein Opfer der Umstände": Jeb Bush

Als nächstes Mitglied des Bush-Clans geriet Jeb Bushs Lebensunterhalt und Erwerbstätigkeit in die Schlagzeilen führender US-Print-Medien. Er war bei der S&L-Superlativ-Pleite mit einem 4,5 Millionen-Dollar-Gefälligkeitskredit dabei, den er für den Erwerb eines Bürokomplexes in Miami organisierte. Ungekärt ist bis heute, ob dieser Immobiliendeal mit einer illegalen Dauerfinanzierung zu sammenhängt, bei der mit Hilfe Jeb Bushs von 1981 bis 1990 rund eine Milliarde Dollar aus Regierungsmitteln in die "International Medical Centers (IMC)" gepumpt wurden, eld, was zum großen Teil bei den Contras in Nicaragua landete. So berichtet das Wall Street Journal am 9.8.88, dass Jeb Bush bei der illegalen Beschaffung öffentlicher Gelder für die Unterstützung der Contra deie Händer im Spiel hatte. Wieviel bei Jeb privat hängen blieb, ist unklar. Mindestens jedoch 75.000 Dollar, die ihm die der Mafia-Nähe verdächtigte IMC-Organisation für ein nie getätigtes Immobiliengeschäft zahlte: Jeb sollte ein neues IMC-Hauptquartier suchen, fand aber keines. Das Geld hat er nie zurückgezahlt. In der New York Times (14.10.90) bezeichnete Jeb Bush sich als "ein Opfer der Umstände".
.....

5.) Ob folgendes bei solchen Zusammenhängen noch als "Zufall" bezeichnet werden kann:
 
KOLUMBIEN - Repräsentantenkammer billigt Antiterrorstatut

(Montevideo, 11. Juni 2004, comcosur-poonal).- Die Regierung Álvaro Uribes hat einen Sieg errungen: das Repräsentantenhaus billigte mit 90 Stimmen bei 20 Gegenstimmen ein Gesetz, welches es dem kolumbianischen Militär erlaubt, ohne richterliche Anordnung Telefonate zu überwachen sowie Hausdurchsuchungen und Verhaftungen durchzuführen. Das neue Gesetz verpflichtet außerdem die Bewohner von Gebieten, die zur Kriegszonen deklariert wurden, zur Anmeldung ihres Wohnsitzes bei den Behörden.

Das Gesetz regelt die schon im Dezember 2003 verabschiedete Verfassungsreform, das sogenannte Antiterrorstatut, das von der Linken und von Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt wird. Die Entscheidung über das Inkrafttreten der Reform obliegt nun dem Verfassungsgericht. Das Antiterrorstatut ist Bestandteil der von Präsident Uribe verfolgten Strategie der „demokratischen Sicherheit“, zu der auch eine Erhöhung des Militärhaushalts und der Truppenstärke sowie der Aufbau eines Netzwerkes bezahlter ziviler Informanten gehören. Menschenrechtsorganisationen haben diese Strategie wiederholt verurteilt, weil sie, wie in der Vergangenheit schon beobachtet werden konnte, schwerem Missbrauch durch die Militärs Tür und Tor öffnet.

http://www.npla.de/poonal/aktuell.html#ko


So, diese Meldung noch (das sollte für heute langen ):

Öffentliche Haushalte 1. Quartal 2004: + 1,0% Ausgaben; – 0,7% Einnahmen

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Ausgaben der öffentlichen Haushalte (Bund, Sondervermögen des Bundes, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) nach dem Ergebnis der Kassenstatistik im ersten Quartal 2004 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,0% auf 263,2 Mrd. Euro. Die Einnahmen gingen dagegen um 0,7% auf knapp 204 Mrd. Euro zurück. Aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben (einschl. interner Verrechnungen) ergibt sich ein Finanzierungsdefizit in Abgrenzung der Finanzstatistik von 59,0 Mrd. Euro. Es war damit 3,7 Mrd. Euro höher als im ersten Quartal 2003.

Zu dem Ausgabenplus der öffentlichen Haushalte im ersten Quartal 2004 trugen in erster Linie höhere Ausgaben für Sozialleistungen (+ 2,5% auf 94,4 Mrd. Euro) und für Zinsen (+ 6,7% auf 25,5 Mrd. Euro) bei. Die Ausgaben für das Personal im öffentlichen Dienst stiegen um 1,1% auf 48,1 Mrd. Euro. Rückläufig waren im ersten Vierteljahr die laufenden Sachausgaben (– 2,2 % auf 51,1 Mrd. Euro) und die Ausgaben für Baumaßnahmen (– 1,0% auf 4,1 Mrd. Euro).

Weil mir das in Diskussionen schon öfter unter gekommen ist: Bitte nicht "Sozialleistungen" mit "Sozialhilfe" verwechseln. Sozialhilfe ist selbstverständlich ein Teil der Sozialleistungen, aber eben auch Zuschüsse zur Rentenkasse, Kindergeld usw.

Nur so zur Info: So sah's letztes Jahr aus (OHNE Sozialversicherungen, also nur Bund, Länder und Gemeinden). 


25.06.04

Neuaufnahme: "Mit Moneten und Kanonen"   |   Zukünftig HIER zu finden !

Weil die Produktion der Feuerwaffen nicht mehr dezentral im Rahmen der agrarischen Haus- und Naturalwirtschaft zu betreiben war, musste sie gesellschaftlich konzentriert werden. Dasselbe galt für die stehenden Heere und Militärapparate, deren Angehörige nunmehr hauptberufliche Killer waren und sich aus keiner eigenen hauswirtschaftlichen Produktion mehr ernähren konnten. Das einzig mögliche Medium für die Reproduktion der herausgelösten Militärmaschine war das Geld.


  Amerikas heilige Krieger – Christliche Missionare im Irak

Sie sprechen vom heiligen Krieg – sie sehen sich als Märtyrer – andere Religionen sind für sie Ketzerei. Klar, denken Sie – es geht um radikale Islamisten. Nein, diesmal nicht. Diesmal geht es um radikale Christen. Mehrere Millionen solch streng gläubiger Fundamentalisten gibt es in den USA. Ihnen verdankt George Bush seine Präsidentschaft. Aber diese christlichen Fanatiker treten nicht nur in Amerika auf– sie wollen die ganze Welt bekehren. Eine ungeahnte Chance dafür hat jetzt ausgerechnet der Irak-Krieg eröffnet. Gleich nach der militärischen Einnahme kamen die Missionare. Und während täglich – auch heute wieder – Menschen sterben – versuchen sie, Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren. Meist heimlich – aber mit Erlaubnis der US-Regierung. John Goetz und Volker Steinhoff über den heiligen Krieg von Christen. 


 

Folgend einfach noch ein paar Fundstücke dazu:

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Gen. Wesley Clark: .....wurde als Southern Baptist erzogen, konvertierte zum katholischen Glauben seiner Frau.....

http://www.poli-c-gev.de/poli-c/downloads/dossier_florida_II.pdf

Im Übrigen, dieser Wesley Clark: "Den Dritten Weltkrieg wagen - US-General Wesley Clark befahl im Juni den Angriff auf russische Truppen nahe Pristina."

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Clinton und Gore gehören dagegen der Southern-Baptist-Kirche, die ist doch ziemlich Fundamentalist geht und man mußt auch wiedergeboren sein um Baptist zu sein. Das ist ein Ritual der Baptist-Kirche Aber sie machen das nicht sehr aufmerksam, weil sie die Stimmen von links-orientierten wollten.

http://www.stern.de/community/forum/thread.jsp?forum=35&thread=52936&message=770472

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Aber die treibende Kraft ist nicht die US-Regierung allein: der Sendungsdrang des gesamten konservativen christlichen Establishments, darunter die Southern Baptist Convention mit allein 16 Millionen Mitgliedern, die "Sektenmultis" und die jüdischen Glaubensgemeinschaften drückten im Oktober 1998 das "Gesetz zum Schutz vor religiöser Verfolgung" durch, mit dem sich die Hypermacht USA ein weiteres Instrument imperialer Machtpolitik zugelegt hat, das je nach Wunsch ein- und abschaltbare Sanktionen vorsieht. Der Präsident kann, das Kosten-Nutzen-Verhältnis abwägend, die Sanktionen (öffentliche Verurteilung der Regierung, Einfrierung von Hilfsleistungen und Krediten, Wirtschaftssperren) aussetzen, wenn das dem "nationalen Wohl" dient - also allein den wirtschaftlichen und strategischen Interessen, der politischen Selbsterhöhung und dem weltweiten Expansionshunger auch der US-Religions-Wirtschaft.

http://web333.essen082.server4free.de/ku/usreligion.html

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Die Southern Baptists gelten dabei weltweit als eine der aggressivsten Missionskirchen. Seit dem Ende des Kalten Kriegs operieren sie vor allem in Osteuropa und im so genannten „10/40 Window“. Damit sind die Gebiete zwischen dem 10. und dem 40. nördlichen Breitengrad gemeint, zu denen der gesamte Nahe Osten, der indische Subkontinent und weite Teile Asiens gehören. All jene Länder also, in denen die Mehrzahl der Moslems, Hindus und Buddhisten leben. In den islamischen Ländern alleine hat sich die Zahl der evangelistischen Missionare seit 1990 vervierfacht. Alleine für den Irak stehen derzeit 25 000 ausgebildete Evangelisten bereit. 

http://www.der-islam.com/Nachrichten/arschiv4.htm

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Die Invasion der Täufer - In einer Hand ein Glas Wasser, in der anderen die Bibel, welcher "befreite" Iraker könnte da widerstehen?


Nach den Frühlingsstürmen nun der Zinsschock

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Die größte Schuldenvermehrung aller Zeiten, angetrieben durch die elektronischen Liquiditätspumpen der Zentralbanken, hat eine unhaltbare Lage geschaffen. Allein in den USA hat die Jahresproduktion an neuen Schulden inzwischen eine Rate von weit über zwei Billionen Dollar erreicht. Damit wachsen die amerikanischen Schulden fünf- bis sechsmal schneller als das durch kreative Statistik aufgeblähte US-Bruttoinlandsprodukt. Insgesamt wurden bereits 33 Billionen Dollar Schulden aufgehäuft.
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Sobald die Zinsen der Zentralbanken wieder ansteigen, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Schon eine durchgängige Erhöhung der verschiedensten Zinskategorien um einen Prozentpunkt würde die jährliche Zinslast der amerikanischen Privathaushalte, Unternehmen und der Regierung um 330 Milliarden Dollar ansteigen lassen
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Der Chef des 400 Mrd. Dollar schweren Investmentfonds Pimco, des größten auf Anleihen spezialisierten Fond der Welt, sieht die Weltwirtschaft daher im gefährlichsten Fahrwasser seit mehreren Jahrzehnten. In einem Interview mit der Londoner Financial Times erklärte Pimco-Chef Bill Gross am 17. Juni: "Zu viele Schulden, geopolitische Risiken und verschiedene Blasen haben eine sehr instabile Umgebung geschaffen, die jeden Moment umschlagen kann. Das Potential für einen Rückschlag ist heute größer als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen 20 oder 30 Jahren." Wir haben uns eine Weltwirtschaft geschaffen, sagt Gross, die auf Hebelkraft mittels Krediten ("Leverage") beruht. Dies ist insbesondere der Fall in Japan und in den USA. "Angesichts all dieser Konsumkredite, Unternehmensschulden und Regierungsschulden haben schon kleine Veränderungen der Zinsraten einen starken Effekt." Schon eine kleine Bewegung, so Gross, "könnte das Boot zum Umkippen bringen". Hinzu kämen Blasenbildungen bei Rohstoffen, auf dem britischen Immobilienmarkt und nicht zuletzt bei der amerikanischen Währung. "Der US-Dollar ist dem Wohlwollen von Fremden ausgeliefert - Japan und China. Er sollte 20% tiefer stehen als jetzt. Japan und China werden ihre Haltung ändern. Wir wissen nicht, wann. Aber wir wissen, daß sie es tun werden."

Die ganze Lage wurde noch dadurch verschlimmert, betont Gross, daß die rein spekulativ orientierten und keiner Aufsicht unterliegenden Hedge Funds eine immer stärkere Rolle im Finanzsystem spielen. Er spricht in diesem Zusammenhang vom "Aufstieg finanzieller Alchemie." Hier lauerten ganz erhebliche Risiken und es drohe ein neuer Kollaps à la LTCM (Long-Term Capital Management) im Jahre 1998. Auch viele Banken würden ähnliche "Carry-Trade"-Methoden einsetzen, das heißt, sich in kurzfristigen und niedrig verzinsten Papieren verschulden und das Geld dann in langfristigere, höher verzinsliche Papiere anlegen. Diese Banken "unternehmen heute Dinge, die sie bislang nicht getan haben." Dadurch seien die Risiken allein im Verlaufe der letzten fünf Jahre noch einmal massiv angewachsen. 

Neuen Solidarität Nr. 26/2004


Das muß ich natürlich bringen:

Immer mehr Haushalte in Deutschland sind überschuldet

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Die Pleitewelle in Deutschland hat bei den Unternehmen ihren Höhepunkt vorerst überschritten, bricht aber mit großer Wucht über immer mehr Verbraucher herein. Erstmals seit fünf Jahren ging die Zahl der Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2004 leicht zurück, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Donnerstag in Düsseldorf mit. «Von einer Entspannung kann jedoch keine Rede sein», betonte der Hauptgeschäftsführer Helmut Rödl. Er forderte mehr Aufklärung über den Umgang mit Geld in den Schulen.


Japan

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Die Schulden des japanischen Staates sind zum Ende des Fiskaljahres (per 31. März) auf einen neuen Rekordwert geklettert. Wie das Finanzministerium am Freitag berichtete, beliefen sich die ausstehenden Verbindlichkeiten auf 703,148 Bill JPY und waren damit um 4,9% höher als im Dezember 2003. 
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http://www.vwd.de/vwd/news.htm?id=22872338

Na das ging schnell, wie wir an folgender Graphik sehen können:


Interessantes Detail zum Thema Privatisierung (vom Bund):

Ein solches Vorgehen betrachte er als "schon gewagt", weil ja insgesamt nicht mehr als 30 Mrd zur Verfügung stünden, wenn alles verkauft würde. Einen so hohen Betrag in einem einzigen Jahr unterzubringen sehe er als Problem. 

http://www.vwd.de/vwd/news.htm?id=22862686

Das ist deshalb interessant, weil selbst die ganzen 30 Mrd. dem Bund vielleicht (!) gerade mal für ein Jahr -oder so- etwas (!) Luft verschaffen würden. Und das auch nur einmalig !! Nächstes Jahr wird dann die Bundesbank verkauft. Obwohl, die ist ja selbst bald pleite 


Ui ui ui, wenn da mal nicht Ungemach droht:

Attac begrüßt Verbot von Cross-Border-Leasing und fordert Offenlegung der Verträge


23.06.04

Keine Zeit, keine Zeit !!!! Drum heute reichlich "übersichtig" !!


Ich will euch nicht ständig mit Forenbeiträgen langweilen. Da dieses Thema aber unentwegt hochgekocht wird, trägt folgender Beitrag vielleicht ein bißchen zur Klärung bei !
 

Bundesbank und Goldraub - Innenansicht einer Schnapsidee

Geschrieben von dottore 

Es ist immer wieder die Rede von Goldverkäufen der Buba mit anschließender "Ausschüttung" an den Staat.

Tatsächlich ist es so:

Der Goldbestand wird mit 36,5 Mrd. € aktiv gebucht, dagegen passiv ein Ausgleichsposten aus Neubewertung von 28,4. Netto: 8,1.

Etwaige Bewertungsgewinne sind per se "nicht ausschüttungsfähig, stehen aber zum Ausgleich von Bewertungsverlusten" (Buba JB 199) zur Verfügung, was in 2003 dazu diente, die Verluste aus der Dollar-Position aufzufangen.

Verschwindet also Gold aktiv (die Buba könnte es dem Staat zur freien Verwendung übertragen, ohne einen anderen Aktivposten hereinzunehmen, wie es bei den Goldverkäufen beabsichtigt ist, eben etwas "Verzinsliches"), wird entsprechend passiv weniger.

Da die Position aber logischerweise anteilig verbucht wird, verschwindet auch das entsprechende Netto anteilig. Das würde beim Verkauf z.B. der Hälfte des Buba-Goldes bedeuten: Sie macht aus dem Verkauf keinen Gewinn, sondern einen Verlust, nämlich in Höhe von 4,05. Der würde das Kapital der Buba sogar übersteigen (2,5), was bedeutet: Nicht nur keine Ausschüttung an den Bund, sondern im Gegenteil: Der müsste das Kapital entweder herabsetzen oder neu auffüllen. Aus dem Verkauf von Buba-Gold gegen Hereinnahme von Titeln lässt sich also für den Bund absolut nichts gewinnen (in Form einer verlängerten Passivseite und der Gewinn ist nun mal ein Passivum).

Etwas anderes wäre das ersatzlose Abtreten des Goldes von der Buba an den Bund, der das Gold dann am freien Markt gegen Euro (die er braucht) verkaufen könnte, allerdings nur ein Mal. Da die Buba keine HV hat, die das ersatzlose Herschenken eines Aktivpostens beschließen könnte (mit entsprechender Minderung der Passivseite, u.a. Kapital, Rücklagen, Gewinn sowieso), müsste also ein entsprechendes Gesetz her, das die Bundesbank zur Abgabe des Goldes an den Bund direkt zwingen müsste.

Abgesehen davon, dass dies ein Unikum wäre, überdies politisch aufgrund der Verfassungslage, des Währungs- und des Bbk-Gesetzes usw. schon als Idee völlig absurd, steht dem auch entgegen, dass die Buba an den IWF ("deutsche Tranche in Gold") und an die EZB Gold übertragen hat (und nicht nur Devisen, weshalb die bei der EZB liegenden Buba-Aktiva auch nur mit 85 % des üblichen Refi-Satzes verzinst werden), was man nur zurückholen könnte, indem man diese Institutionen gleich mit plündert, was aber dann eine Änderung diverser internationaler Gesetze zur Voraussetzung hätte. Gute Reise!

Die Bundesbank ist nicht blöd. Auch sie weiß ganz enau, worum es geht. Deshalb der geniale Schachzug, die "stillen Reserven" am Gold zwar aufzulösen, aber zeitgleich den "Ausgleichsposten aus Neubewertung" in die Passivseite zu stellen.

Könnte man diesen Posten zum Verschwinden bringen, ließen sich die oben erwähnten 28,4 in der Tat als a.o. Erträge in den Gewinn einstellen und zur (einmaligen) Ausschüttung freigeben. Das könnte die Buba unschwer konterkarieren, indem sie bei der Bewertung des Goldes wieder zum Niederstwertprinzip zurückkehrt - und weg wäre der Passivposten. Dann liefe es wieder auf einen Goldraub netto hinaus.

Sobald sich dieser abzeichnet (wie gesagt, völlig skurriler Gedanke, aber warum ihn nicht durchdenken?), muss allerdings die Buba in Höhe des zu erwartenden Raubzugs eine entsprechende Rückstellung in gleicher Höhe bilanzieren, damit schon vor dem Raub ihre Passivseite verlängern, woraufhin aktiv ein entsprechender Verlust entstünde. Die Buba legt lt. BbkGes 26,2 die Grundsätze ihrer Rechnungslegung (konkret: Wie wird bewertet?) in ihrem Vorstand selbst fest. Dabei hat sie sich, was die Passivseite betrifft, jedoch an die üblichen Bilanzierungsvorschriften zu halten, muss also erkennbare Risiken passiverien.

Da GK [Grundkapital] und gesetzliche (!) Rücklage bei 5 liegen, wäre beim Beheben des Gesamtgoldes (inkl. des bei IWF und EZB liegenden) die Insolvenz der Buba eingetreten, nämlich in Form einer Überschuldung von 3,1 Mrd (8,1 minus 5, siehe oben).

Man kann es also drehen und wenden wie man will: Aus sog. "Goldverkäufen" der Buba lässt sich für den Bundeshaushalt überhaupt nichts melken - im Gegenteil: raubt man tüchtig (alles andere ist bilanzielles Larifari), ist die Buba im Konkurs (und zwar schon vor dem Raubzug!) und ihr gesamter Personal- und Sachaufwand, der noch eine Zeitlang weiterliefe (ca. 1,5) würde ein zusätzlicher Ausgabenposten des BFM.

Alles was geht, wäre der Aktivtausch (statt Gold US-Titel z.B.). Und was wäre das für den Bund? Angenommen es würden 20 Mrd Gold (Marktwert) am Markt in Titel geswitcht, könnte man z.Zt. etwa 4 % erwarten, macht 800 Mio p.a. Dagegen steht natürlich das Kursrisiko für die neue Position, das entsprechend abgesichert werden müsste. Der entsprechende Posten zum Auffangen von Bewertungsrisiken ist bereits auf Null (!) herunter gefahren worden. Fiele also die gesamte Auslandsposition (immerhin ist sie 2003 von 48,8 auf 40,2 gefallen) um einen nennenswerten weiteren Prozentsatz, wäre dies für die Buba, die ohnehin schon auf dem Zahnfleisch daherkommt, die nächste Verheerung. Was von den 800 Mio jemals "ausgeschüttet" würde, steht in der Sternen.

Langer Rede kurzer Sinn: Goldverkäufe, sogar Goldraub zugunsten des Bundeshaushalts sind nichts als eine Schnapsidee. Von der gesamtschuldnerischen Haftung des Vorstands mal ganz abgesehen. Wie ich die Herren kenne (vier davon ganz gut persönlich), treten die sofort zurück, bevor sie sich dem Risiko von Prozess und Haft auszusetzen. 

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/266125.htm

Und ein Satz, sowie ein BuBa-Bilanz als Graphiken,  sei zum besseren Verständnis nachgeschoben: Die Buba kann/darf keine Euro-Banknoten aktiv bilanzieren !!! Sie stellt sie her und gibt sie aus (auf Zeit !!), deshalb muß sie sie als Passiva verbuchen (da sie sie wiederhaben will/muß) !!

BEACHTE POSITIOIN 1: "Banknotenumlauf"

Bundesbankbilanz 2002

Auch hier Position 1

Bin gespannt, wie "sie" das versuchen hinzudrehen !!



Nur wegen der Vollständigkeit ! (und weil ich's einfach vergessen hatte  )

Ein Blick auf die europäische Zahlen der Banken/Kreditstatistiken
 

II. Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion (Mrd. €)

Kredite an Nichtbanken (Nicht-MFIs) im Euro-Währungsgebiet (Europäische Währungsunion)

"Unternehmen und Privatpersonen"

2004
Jan.  8 168,7
Febr.  8 206,9
März   8 254,7

Differenz Feb. zu März '04 = 47,8 Mrd. €   (+ 0,58 %)
 

Davon jedoch auch hier immerhin 15,9 Mrd. € (33,26 %) in der Sparte: "Aktien und sonstige Dividendenwerte"

Jan. 632,9
Febr.633,3
März  649,2

Teile ich die 47,8 Mrd. € auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land gerade mal ein Zuwachs von im Schnitt 3,98 Mrd. €. Bei uns waren es immerhin 4,16 Mrd. €  bei den "Unternehmen und Privatpersonen". Auf die Bevölkerungzahl hochgerechnet, würde die ganze Sache allerding wesentlich positiver als bei uns aussehen ! 

Also, auf gesamteuropäischer Ebene scheint es im Gegensatz zu uns (BRD) in der Tat (noch?) ein wenig besser zu laufen ! Muß ja auch mal gesagt werden !


Behördenwahnsinn (Powerpoint-Datei) 

Mein Favorit ist der Vorletzte  !!!!
 


21.06.04

Neues vom Big Brother !


Die EU mit ihren 25 Mitgliedstaaten, die Regierung der russischen Föderation und die Organisation, die die ganze Welt repräsentiert, haben, klein beigebend, das Edikt von Bush, dem Diktator der Welt, der wiederum Sharons Gefangener ist, akzeptiert. Sharon entschied vor langem, dass der gewählte Präsident des palästinensischen Volkes, zusammen mit der ganzen palästinensischen Führung, „irrelevant“ ist.

„Irreversibler psychischer Schaden“

Uri Avnery 

.....
Der frühere Chef der militärischen Nachrichtenabteilung, General der Reserve Amos Malka, der direkte Vorgesetzte von Gilad, brach sein jahrelanges Schweigen und veröffentlichte eine wuchtige Anklage: dass Amos Gilad zu seiner „Kontseptia“ ohne irgendwelche Nachrichtenunterlagen gekommen sei. Im Gegenteil: die große Menge vom Nachrichtendienst gesammelten Materials weise genau auf das Gegenteil hin. Anders gesagt: Gilad erfand seine Nachrichtenberichte, die sich auf seine eigenen politischen Ansichten gründeten und/ oder dem Wunsch, seinem politischen Boss, Barak und Sharon, zu gefallen.
.....
Einfach ausgedrückt: es gab überhaupt kein Nachrichtendienstmaterial, das die Behauptung stützt, dass Arafat an der Zerstörung Israels arbeite, dass Arafat den Friedensprozess abgebrochen habe, um mit einer Terrorkampagne zu beginnen, dass Arafat nicht zu einem vernünftigen Kompromiss bereit sei. All diese von verschiedenen israelischen Politikern und Generälen geäußerten Behauptungen gründeten sich auf die „Einschätzung“ eines Mannes, der , während er die Nachrichtendienstabteilung zu vertreten schien, tatsächlich die Berichte der Fachleute seines eigenen Ressorts als auch die des Sicherheitsdienstes (Shabak) unterdrückte.
.....
Als sich die Debatte aufheizte, mischte sich der Orientalist Matti Steinberg, ein früherer Berater des Shabak für palästinensische Angelegenheiten, ein. Steinberg bestätigte nicht nur, dass Gilads „Kontseptia“ vollkommen falsch war und den von seinen Leuten gesammelten Unterlagen des Nachrichtendienstes widersprachen, sondern behauptete auch, dass Gilads Konzeption „ ihre eigene Prophezeiung erfüllte“. 
.....
Also Gilads unmittelbarer Vorgesetzter (Malka) und sein unmittelbar Untergeordneter (Lavie) klagen ihn beide an, seine persönlichen von keinem Nachrichtendienstmaterial bestätigten Meinungen zu präsentieren, als ob sie die offizielle Einschätzung der Nachrichtendienstexperten wäre.
Gilad hat irreversiblen Schaden verursacht. Sein Mantra wurde vom größten Teil der Israelis übernommen und von einem großen Teil der internationalen öffentlichen Meinung. Seine Aufdeckung in Fachkreisen wird an dieser Tatsache kaum etwas ändern. Die Entscheidung des „Quartetts“ zeigt, wie tief diese Lüge tatsächlich in aller Welt Wurzeln geschlagen hat. 
.....
Ariel Sharon lehnt dies natürlich ab, weil er für Frieden unter diesen Bedingungen nicht bereit ist. Er will wenigstens 55% der Westbank annektieren und hofft, dass das Leben der Palästinenser in den restlichen 45% so unmöglich wird, dass sie das Land aus eigenem Antrieb verlassen. Shimon Peres ist eifrig darum bemüht, ihm bei der Verwirklichung dieses Planes zu helfen.
Für dies benötigt Sharon das „Wir haben keinen Partner“-Mantra. Amos Gilad lieferte die Ware. Nun hat das „Quartett“ dies akzeptiert und bringt damit Schande über sich selbst und behindert die Bemühungen um Frieden.

Na, ist es nicht wundervoll ? Aber wir sind ja nichts anderes als ewige Verschwörungstheoretiker (siehe Bericht unten, den ich schon vor ein paar Jahren reingestellt habe). Und "unsere" Herren/Damen Volksvertreter schleimen mal wieder herum. Mindestens ein Statement von "unserem" Betroffenheits-Fischer wäre wohl durchaus angebracht. Aber versucht mal in der Richtung etwas zu erreichen. Im Notfall wird einfach eure Mailadresse als Absender gesperrt. Mal sehen ob, und wenn ja in welchem Umfang und wie, irgendeine Nachricht diesbezüglich in den Nachrichten kommt !
 

Hintergrundinformation zur Israelisch-Palästinensischen Krise in Frage u. Antwort

Die Behauptung, daß "Israels Angebot den meisten wenn nicht gar allen berechtigten Palästinensischen Ansprüchen gerechtgeworden sei, ist lediglich ein Mythos", schreibt Robert Malley 39, und ebenso sei Mythos, daß "die Palästinenser von sich aus keine Zugeständnisse gemacht" hätten. Einige Israelische Analysten kommen zu einer ganz ähnlicher Einschätzung. So schreibt etwa der einflußreiche Israelische Kommentator Ze'ev Schiff:

"Die Palästinenser sahen ihre Aussicht auf einen lebensfähigen eigenen Staat praktisch vor ihren Augen zerrinnen. Sie sahen sich mit einer Reihe inakzeptabler Alternativen konfrontiert: entweder, sie nahmen die immer mehr ausufernde Okkupation hin... oder sie akzeptierten heruntergekommene 'Bantustans', oder aber sie griffen zum Mittel des Aufstands"




Die Monopolisierung der „Lebensindustrie“

-> Die zehn größten Pharma-Konzerne kontrollieren 53 Prozent des Markts.

-> Die zehn größten Multis aus dem Bereich Biotechnologie / Genmanipulation kontrollieren 54 Prozent des Marktes mit einem Jahresumsatz von 42 Mrd. US-Dollar.

-> Die zehn größten Firmen für Tier-Pharmazeutika kontrollieren 62 Prozent des 13,4 Mrd. Dollar schweren Marktes.

-> Die zehn größten Saatguthersteller kontrollieren ein Drittel des 23,3 Mrd. Dollar-Marktes für kommerzielles Saatgut.

-> Die zehn größten Pestizid-Multis kontrollieren 80 Prozent des globalen Pestizidgeschäfts mit einem Volumen von 27,8 Mrd. Dollars.

-> Mit einem Jahresumsatz von 246,5 Mrd. Dollar liegt die Lebensmittelkette Wal-Mart in der „Rangliste der Welt-Wirtschaftssubjekte“ auf Platz 19 vor ganz Schweden und ganz Österreich.

Quelle: ETC-Group, Nov./Dez. 2003, Communiqué

http://www.suedwind-magazin.at/z_detail.asp?ID=2922
 

Ich bin mal der Originalquelle gefolgt (ECT-Group). Dort habe ich das Originaldokument gefunden. Seeehr interessant, wie ich meine.

Oligopoly, Inc. - Concentration in Corporate Power: 2003

Issue: Over half of the world's 100 largest economic entities are transnational corporations (TNCs), not nations (see page 14).

Meiner ganz persönlichen Meinung nach, sind das nicht tragbare Machtkonzentrationen. Welcher Politiker, welche Institution, kann und will dagegen schon anstinken ? Das kann einfach nicht gut sein !

Nebenbei muß ich in diesem Zusammenhang noch mal die Buchempfehlung für "Zensor USA" aussprechen. Dort gibt es ein Essay namens "Die begrabenen Bücher: Zensur in der Verlagsbranche" von Gerard Colby (bei mir nicht wiedergegeben), in dem es u.a. um die Macht der "Du Ponts" geht. Absolut lesenswert ! 

Aber zurück zum Thema. Meiner -wiederum ganz persönlichen- Ansicht nach, gibt es nur ein probates Mittel dagegen (vorausgesetzt es "stört" einen überhaupt): Kaufverweigerung ! Da wo es machbar ist (geht leider nicht immer, und außerdem sind die Beziehungsgeflechte mittlerweile einfach nicht mehr zu durchschauen) sollten wir einfach auf Alternativprodukte ausweichen. Die gibt es nämlich sehr wohl noch. Anstatt den Rasierapparat bei Media Markt (Metro AG) zu kaufen, schlagt lieber beim Laden um die Ecke zu. Anstatt Jacobs Kaffee (Kraft Foods) zu kaufen, nehmt einfach irgendeinen anderen eines kleineren Herstellers. Das klappt leider nicht immer (Ich betone: schon gar nicht bei mir. Ich will hier nicht den Eindruck erwecken irgendwas "besseres" zu sein. Aber ich arbeite dran ), aber wenn jeder nur einen Teil seines Kaufverhaltens in dieser Richtung ändern würde, wäre glaube ich schon viel getan. Das sind natürlich nur spontane Beispiele, so aus der Hüfte sozusagen. Aber ich denke es wird klar was ich meine. Wie gesagt, nur meine Meinung. Und noch dazu so eine widerlich idealistische  ! Ätzend  !!


OCC BANK DERIVATIVES REPORT FIRST QUARTER 2004

.....
The notional amount of derivatives in insured commercial bank portfolios increased by $5.4 trillion in the first quarter, to $76.5 trillion.
.....
Holdings of derivatives continue to be concentrated in the largest banks. Seven commercial banks account for 96 percent of the total notional amount of derivatives in the commercial banking system, with more than 99 percent held by the largest 25 banks.

Nun wird sich ein guter Teil der Positionen gegenseitig aufheben, so daß im Endeffekt nur ein Teil der Positionen wiklich zum Tragen kommt und somit das Risiko nicht so dramatisch hoch ist, wie die $76,5 trillions erst mal suggerieren. Aber es scheint mir trotzdem ein schönes Beispiel für eine weitere Blase zu sein. Und Blasen haben die Tendenz zu platzen. Wir werden sehen ! Und es sei erwähnt, daß ich definitiv kein Fachmann bin !! Als Meldung fand ich es aber allemal erwähnenswert !


Um auf dem Laufenden zu bleiben: Telepolis (Bröckers) zu der Untersuchungskommission zum 11/09 !

Pleiten, Pech und Pannen / Alles untersucht, nichts geklärt, niemand verantwortlich - Mission erfüllt - Die 9/11-Untersuchungskommission hielt ihre letzten öffentlichen Hearings

Dazu noch mal ein Link zu einem interessanten Detail: "Map: Hijacked 9/11 Flights and Military Bases"


Gerüchte über erste Bankpleite

In den letzten Tagen wurde in Hongkong immer lauter über das bisher undenkbare "Worst-case-Szenario" diskutiert: Die Zwangschließung einer der überschuldeten Banken.

.....
Verbreitete Meinung unter den Hongkonger Analysten ist, dass die chinesische Regierung im Moment noch in der Lage sei, die vier großen Banken zu retten, auf denen fast alle Ersparnisse der Chinesen angelegt sind ( zumindest auf dem Papier! ), aber bei den Banken aus der zweiten Reihe ginge das vielleicht bald schon nicht mehr. Diese würden im Falle einer Krise geopfert werden. Bruce Murray von der Asian Development Bank meint, die Regierung Chinas sei aufgeschreckt über die durch die Überinvestition ausgelöste mögliche neue Welle fauler Kredite.

Nun, in erster Linie sind Gerüchte mal das was ihr Name schon sagt: Gerüchte eben. Aber "Enron" war anfangs auch nur ein Gerücht. Wer weiß..... Es würde mich jedenfalls nicht sonderlich überraschen ! 


Statistik -oder auch Verständnisproblem meinerseits zum BRD-BIP !!

Vielleicht bin ich nur zu blöde, aber das kapiere ich nicht. Auf dieser Seite lese ich:

Veränderung des realen BIP gegenüber dem Vorquartal in % (saisonbereinigt)

2004,  I. Quartal   + 0,2


Auf der Seite vom Statistischen Bundesamt lese ich jedoch:
 

Bruttoinlandsprodukt [...] in jeweiligen und konstanten Preisen Mrd. EUR

2004  I     527,90     490,90 
2003 IV    545,70     503,30 

Wie kann bei solchen Zahlen ein positives BIP-Wachstum von +0,2 % gegenüber dem Vorquartal herauskommen ? Im Vergleich zum VorJAHRESquartal (ist auf obiger Bankenseite extra ausgewiesen) schon, aber eben nicht zum VORquartal. 

Wenn jemand so nett wäre, mir das mal bitte kurz zu erklären (das ist ernst gemeint, ich kapiers nicht). Mail me ! Ich kann ja nicht alles wissen. Vielen Dank schon mal im Voraus !!


Nur Link:

Pro Sieben Sat 1 kämpft gegen Expansionspläne von Kabel Deutschland

eu-gipfel - Klüngel statt Demokratie


18.06.04

Wie meistens Freitags, für's Wochenende heute mal ein bißchen mehr.


Richtigstellung !!

Betreff: EU-Babylon vom 14.06.04 !

Ich schrieb dort:

Wir rechnen: Von 2 auf 2,5 € pro Einwohner entspricht einer Steigerung von schlappen 25 %. Demnach werden aus den 686 Mill. € nun 857,5 Mill. € !! Nur für so unflexible Deppen wie mich: Das wären früher 1,677 Mrd. DM gewesen ! Und das nur, damit jeder jeden versteht und jeder alles irgendwie lesen kann. 
Diesbezgl. mußte ich mich per Mail "eines besseren belehren lassen" (vielen Dank nochmal !!). Ich zitiere nochmal den Originaltext:
.....
Die Vielsprachigkeit im EU-Parlament sei weiter preiswert und koste pro EU-Bürger künftig 2,5 statt bisher 2,0 Euro im Jahr, rechnet Twidle vor. Die Zahl der Einwohner steigt mit der EU-Erweiterung von jetzt 380,8 Millionen auf rund 455 Millionen.
.....
http://www.stern.de/politik/ausland/?eid=521890&id=523012&nv=ex_rt
Und das kommt dann selbstverständlich raus:
Alt: ca 383 Mill. Einwohner * 2.00 Euro = 686 Mill Euro
Neu: ca 455 Mill. Einwohner * 2.50 Euro = 1137.5 Mill Euro 
Mit meinen ursprünglich "angesetzten" 857,5 Mrd. €  habe ich also immer noch zu tief gestapelt ! Stattdessen kostet dieser ganze bürokratische Sche... 1,1375 Mrd. € !! Denkt euch euren Teil.....


EZB - Wackelt die Unabhängigkeit ?

Vorab eine kurze, grundsätzliche Erläuterung, um die möglichen (!!) -ich wiederhole möglichen- Auswirkungen besser einschätzen zu können.

Inflation ist die Folge von Kreditzunahmen (mal ganz pauschal gesagt).

Wenn Inflation die Folge der ZUSÄTZLICHEN Kredite/Schulden ist, was ist dann die Folge bei stagnierenden oder gar rückläufigen Schulden ? DEFLATION !! Schaue ich mir dann die aktuellen Schuldenstände an, stellt sich mir unmittelbar die Frage, wie lange und wie viele ZUSÄTZLICHE Schulden gemacht werden können. Die Schlußfolgerung ist, das irgendwann demnächst die vorhandenen Kredit/Schuldenlinien rückabgewickelt werden müssen. Wie gesagt, Deflation.

Da dieses Szenario aber politisch nicht gewollt ist (nicht nur politisch, ich habe da auch kein Bock drauf), wird von Staates Seite her versucht, dem mit allerlei "Tricks" entgegen zu steuern. Die berühmte "Druckerpresse" ! Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht ganz so einfach wie das immer dargestellt wird. Im Grunde müßten Gesetze geändert werden, damit der Staat sich DIREKT bei den Zentralbanken verschulden kann (darf er bislang nämlich nicht, er MUSS immer erst über den Markt -Geschäftsbanken usw.). Die Folge dieses Szenarios wäre eine Hyperinflation (haufenweise Geld, dem keine realen Güter mehr gegenüberstehen). Da, wie gesagt, dafür einiges an Hebeln (Gesetze ändern usw.) gezogen werden müßten, halte ich diese Möglichkeit für weniger wahrscheinlich. Jeder am Markt würde sofort mitbekommen was da los ist. Die Folgen wären ein finanzpolitisches Erdbeben. Aber man kann nie wissen was denen "Herren" da oben einfällt, um das doch irgendwie hinzubekommen. 

Und nun zum eigentlichen Text. Und zwar aus dem Monatsbericht der BuBA vom November 2003. Ist "denen" schon was eingefallen ?
 
Zur Währungsverfassung nach dem Entwurf einer Verfassung für die Europäische Union

.....
Dem Appell, an der Währungsverfassung von Maastricht keine materiellen Änderungen vorzunehmen, ist der Konvent nicht durchgehend gefolgt. Hierauf hat bereits die EZB aufmerksam gemacht.

Preisstabilität als Ziel der Union

Während der EG-Vertrag in Artikel 2 bisher ausdrücklich „nichtinflationäres Wachstum“ als Ziel der Union festschreibt und in Artikel 4 das Ziel der Preisstabilität in einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb als Ziel der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten vorgibt, spricht der Konventsentwurf in seinem Zielkatalog für die Union (Art. 3) nur von „ausgewogenem Wirtschaftswachstum“; was „ausgewogen“ im Einzelnen bedeutet, ist offen.

Die Verpflichtung, das Preisniveau stabil zu halten, war in Maastricht als Fundament der Währungsverfassung nicht nur für das ESZB, sondern für die Gemeinschaft und alle Mitgliedstaaten verankert worden. Im ersten Teil des Verfassungsentwurfs findet sich demgegenüber nur eine Verpflichtung des ESZB auf die Preisstabilität (Art. I-29 Abs. 2). Der Verfassungsentwurf lässt somit befürchten, dass Preisstabilität in Zukunft nachrangig zu anderen Zielen der Union wird und das Stabilitätsziel dadurch aufgeweicht wird.
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Institutionelle Einordnung der EZB

Bei der Festlegung der institutionellen Struktur des ESZB, wurde in Maastricht bewusst auf die Einordnung der EZB als Organ der Gemeinschaft verzichtet und EZB und ESZB als Einrichtungen „eigener Art“ behandelt. Sie sind Einrichtungen der Gemeinschaft, aber eben nicht Organe im eigentlichen Sinne, um von vornherein den Eindruck einer Einbindung der EZB in die allgemeinen Regeln für Gemeinschaftsorgane zu vermeiden. Diese Sonderstellung ist bisher eine zusätzliche Absicherung der Unabhängigkeit der EZB. Demgegenüber enthält der Konventsentwurf die Neuerung, dass die EZB explizit als Organ der EU eingestuft wird (Art. I-29 Abs. 3). Damit wird die im Vertrag von Maastricht verankerte Sonderstellung von EZB und mittelbar auch des ESZB aufgegeben.
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Aus einer Organstellung der EZB folgt, dass sie der Pflicht zur „loyalen Zusammenarbeit“ (Art. I-18 Abs. 3) mit den anderen Organen unterliegt. Welche Auswirkungen dies haben wird, bleibt abzuwarten. So ist etwa die Frage, ob die Pflicht zur loyalen Zusammenarbeit zur Forderung nach einer Ex-ante- Koordinierung der Geldpolitik mit anderen Politikbereichen, etwa der Finanzpolitik, führt, von besonderer Brisanz.
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Unabhängigkeit der nationalen Zentralbanken
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Die grundlegenden Zentralbankaufgaben, insbesondere die Geldpolitik, sind demnach in Artikel I-29 Absatz 1 und 2 des Entwurfs dem gesamten System _bertragen worden; Artikel I-29 Absatz 3 spricht demgegen _ber nur von der Unabhängigkeit der EZB, nicht jedoch in gleicher Weise von der Unabhängigkeit der nationalen Zentralbanken. Dies irritiert: Denn nach der Währungsverfassung von Maastricht werden das ESZB und die EZB gleichgeordnet geregelt (Art. 8 EGVertrag). Ein Auseinanderziehen der Regelungen zur EZB in Teil I und zum ESZB in Teil III könnte als Änderung des bislang zwischen EZB und nationalen Zentralbanken bestehenden engen Beziehungsgeflechts und als (weitere) Änderung des Maastricht-Vertrages verstanden werden. Die EZB teilt offensichtlich diese Bedenken und hat in ihrer Stellungnahme vom 19. September 2003 die gleichgewichtige Sicherung der Unabhängigkeit von EZB und nationalen Mitgliedsnotenbanken gefordert.

Schlussfolgerungen

Vorsicht ist geboten, wenn durch vermeintlich technische Anpassungen Veränderungen am Vertrag vorgenommen werden, die weit reichende Implikationen für die europäische Währungsverfassung haben können.
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Hoppalla ! Und das von der Bundesbank, die kochendes Wasser ungefähr so beschreiben würde: "Kann maximal 100 Grad heiß werden. Keine Gefahr !" 

Ich kann das obige in seiner Auswirkung zugegebenermaßen nur schwer konkret einordnen. Dafür habe ich zu wenig Detailwissen. Aber eins scheint doch deutlich zu werden, nämlich das sich die "normale Politik" mehr Einfluß -noch mehr- auf die EZB zu sichern gedenkt. Vielleicht -aber wirklich nur vielleicht- ist dies eine erster Schritt zur direkten Selbstbedienung der Staaten bei den Zentralbanken. 

Vorerst jedoch, bleibe ich persönlich bei meiner oben gezeigten Aussage als präferiertes Szenario: "Jeder am Markt würde sofort mitbekommen was da los ist. Die Folgen wären ein finanzpolitisches Erdbeben. Aber man kann nie wissen was denen "Herren" da oben einfällt, um das doch irgendwie hinzubekommen." Sprich, ich gehe nach wie vor eher von einer heftigen Deflation aus.


Deutsche Waffen für Israel

Am Dienstag berichtete die israelische Zeitung Haaretz, daß Israel einen Vertrag über die Lieferung von insgesamt 100 gepanzerten Transportfahrzeugen vom Typ "Dingo" im Gesamtwert von 50 Millionen US-Dollar unterzeichnet hat.

Dazu habe ich mal einen "schönen" Spruch gehört (sinngemäße Wiedergabe): "Deutschland liefert Waffen nie in Kriegszeiten, sondern immer nur in Friedenszeiten für den NÄCHSTEN Krieg". (So oder so ähnlich)


Eichel plant beispiellose Privatisierungswelle

Finanzminister Hans Eichel will die Neuverschuldung des Bundes 2005 auf etwa 22 Mrd. Euro begrenzen. Um dies zu erreichen, sollen die Einnahmen aus Privatisierungen massiv steigen.
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Da die jüngste Steuerschätzung aber nur Steuereinnahmen des Bundes im kommenden Jahr von 194,2 Mrd. Euro verspricht, ergibt sich eine Differenz von etwa 41 Mrd. Euro zu der im Tableau angesetzten Einnahmesumme. Diese Lücke lässt sich nur durch enorme Aufstockung der sonstigen Einnahmen schließen, die in der Finanzplanung bisher mit 18,4 Mrd. Euro angesetzt waren. Die Vermögensverkäufe müssten demnach rein rechnerisch sogar bis zu 23 Mrd. Euro in Eichels Kasse spülen - eine Summe, die Fachleute für kaum erreichbar halten.


Vorsicht Verschwörung ! 

USA beim Schmuggel von Teilen von Massenvernichtungswaffen in den Irak erwischt

 Die Tageszeitung al-Khaleej berichtete gestern, dass ein US-Truck, der stark radioaktives Material geladen hatte, an der Grenze Kuwait/Irak aufgehalten wurde. Die zuständigen Behörden waren über den Import des Materials nicht in Kenntnis gesetzt. 

 Das Fahrzeug, welches Teil eines Konvois war, ist während einer Kontrolle des kuwaitischen Gesundheitsministeriums durch hohe Strahlenwerte aufgefallen. 

 Sicherheitskräfte versicherten indes, dass das Gebiet durch die geladenen Teile von Massenvernichtungswaffen auf dem Truck nicht kontaminiert wurde.

Quelle: www.tehrantimes.com

http://shortnews.stern.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=1924624&rubrik=Brennpunkte&start=1
 

Wer weiß, zuzutrauen ist "denen" jedenfalls alles ! Immerhin scheint auch so etwas möglich zu sein.

"Unangemessene Haftbedingungen und Missbrauch"

Die USA unterhält angeblich ein weltweites Netzwerk geheimer Gefängnisse für Terrorverdächtige. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation "Human Rights First". Die Haftanstalten lägen außerhalb der Reichweite von "angemessener Überwachung, Rechenschaft oder Gesetz", kritisiert die Organisation. Solche Einrichtungen gebe es unter anderem im Irak, in Afghanistan, Pakistan, Jordanien sowie auf US-Kriegsschiffen.

"...the land of the free and the home of the brave...."


Ein Forumsbeitrag. Fand ich zeigenswert !!
 

Zusammenbruch - Um der Wahrheit die Ehre zu geben

Geschrieben von dottore am 09. Juni 2004 

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Ich darf mir erlauben, auf die Entwicklung der sog. "Zusammenbruchsthese" einzugehen.

1. Zunächst hatten wir 1980/1982 eine Reihe von Zahlungseinstellungen diverser Staaten. Dies brachte mich überhaupt erst aufs Thema "Staatsbankrott", das seit jeher kontrovers diskutiert wird. Auf der einen Seite die Fakten (mindestens ca. 300 solcher Vorgänge direkt oder indirekt historisch), auf der anderen die "moderne" Theorie, so etwas sei niemals mehr mehr möglich.

2. Mit einem der Kritiker, Walter Lüftl, habe ich mich dann zusammengesetzt und ein Follow-Up verfasst ("Formeln für den Staatsbankrott"), das in der bekannten und hier dargestellten und ausführlich diskutierten "Bankrottformel" mündete ("Steigen Schulden schneller als, das woraus sie bedient werden können..." usw.)

3. Darauf kam als gewichtiger Einwand die berühmte Domar-Formel, basierend u.a. auf seinem Aufsatz "The Burden of the Debt and the National Income", in der American Economic Review von 1944. Dieser keynesianische Ansatz (wie auch der in folgenden Publikationen anderer Wissenschaftler hat die bekannten Schwächen:

3.1. Es wird irgendein "naturgegebener Wachstumspfad" vorausgesetzt, ohne zu erklären, woraus der resultiert.

3.2. Die Folgen des "deficit spending", das quasi endlose Wohlstandsteigerungen verheißt, bleiben unberücksichtigt, da die Gegenbuchung zum Defizit (Schulden sind nur definierbar, wenn es Guthaben als Gegenbuchungen gibt und vice versa) aufgrund der öffentlich-rechtlichen Kameralistik (Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) unterbleibt.

3.3. "Liquidität" wird als eine Nettogröße betrachtet, die als "solche" mit Hilfe von "Geld" nachgefragt werden kann, das seinerseits ebenfalls eine Nettogröße sein soll. [Dass hier Warengeld-Vorstellungen eine Rolle gespielt haben, sei am Rande erwähnt].

Diese LM-Theorie (L = Liquiditätspräferenz, M = Geld), bei der ein Zins als "Preis" entsteht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als der Güterwelt entlehnt und heute als Chimäre, da Geld nicht mehr "als solches" existiert und entlang einer Kurve nachgefragt wird, sondern nur durch den Diskont von späteren Fälligkeiten (die ebenfalls auf Geld lauten) in die Welt kommen kann (sieht man von der berühmten "Erstausstattung", z.B. in der BRD ab, bei der 1948 bekanntlich künftige Steuerzahlungen abgetreten wurden).

Diese Diskussion, die hier oft genug geführt wurde, soll aber nicht noch ein Mal vertieft werden. Ingesamt können wir festhalten, dass das heutige Geldsystem ohne Staatsschulden nicht mehr definierbar ist. Der Domar'sche Ansatz, der auf asymptotische Verläufe von Staatsschulden und BIP abhebt (Staatsschulden sind als Ausgaben immer ein Teil des BIP) wurde dann auch von Lüftl widerlegt ("Der Domarschwindel", 1985).

4. Ausgehend vom ursprünglichen Heinsohn/Steiger-Ansatz des "Wirtschaftns unter Erfüllungsdruck" habe ich mir danach erlaubt, die debitistische Theorie zu entwickeln (zuerst "Der Kapitalismus", 1986, daneben und danach laufend weitere Publikationen), welche auf Wirtschaften als Ergebnis von Erfüllung bestehender Verpflichtungen ("Schulden") abhebt und damit der bis heute in allen möglichen Varianten nach wie vor virulenten "Hochtausch-Theorie" des mainstreams widerspricht.

Der kritische Punkt wird einzel- wie auch gesamtwirtschaftlich erreicht, sobald die Erfüllung nicht mehr möglich ist, da in einem monetären System niemals aus "Bestand" erfüllt werden kann, sondern nur mit Hilfe zusätzlicher Nettoneuverschuldung.

Einen Zins "auf etwas hinauf" gibt es nicht. Der Zins ist vielmehr stets eine Zession von später erwarteten (Private) oder erzwingbaren (Staat) Einzahlungen.

Der Staat engt dabei diesen "Spielraum" ein, was seinen Ausdruck in zusätzlicher Staatsverschuldung findet, die ihrerseits zu den bekannten Verrentungseffekten ("Die Pleite") und der generell zunehmenden Unbeschäftigung von potenziellen Produktionsfaktoren führt ("Die Krisenschaukel"). Von der damit einhergehenden Verteilungsproblematik, die ebenfalls eine historische Konstante ist, ganz zu schweigen. Der Staat kann seinerseits durch Zession von Eigentum und/oder Privilegien an Private (die dann ihrerseits damit "wirtschaften") diesen Prozess verlängern.

5. Desungeachtet hat sich nach dem 1987er Crash, der nur Minuten davor war, einen allgemeinen "meltdown" einzuleiten, gezeigt, dass sich auch mit Hilfe geschickter Prolongationen (Klarext: Einbuchen auf das CdD-Konto "Staat") das Ganze immens stretchen lässt.

Ausdruck dieser Erkenntnis war eine weitere Publikation ("Aufwärts ohne Ende", 1989), die von einem "Ich widerrufe!" eingeleitet wurde (anerkennende Besprechung dazu u.a. in der NZZ). "Aufwärts ohne Ende - bis zum Ende" ist seitdem die bis heute nicht mehr weiter korrigierte Schreibweise.

6. Die disinflationäre Hausse (alle Haussen setzen Disinflation voraus, weil darin die als Basis des Wirtschaftens inzwischen durchweg dienenden Staatstitel enorm steigen und weitere monetäre Beleihungsräume schaffen - in den USA immerhin Kursgewinne von ca. 50 Prozent) war als logische Folge absehbar - nur wie alle Haussen nicht in ihrem Ausmaß (ob sie mit dem bisherigen ATHs bereits zu Ende ist oder eine Fortsetzung findet - die gesuchte 5! - ist offen und umstritten).

7. Die Notenbanken haben mit ihren aggressiven "Zinssenkungen" (Steuersenkungen) ebenso vor zwei Jahren nochmals Beleihungsspielräume geschaffen wie die meisten Staaten mit den bekannten Steuersenkungen ("Zinnß"-Senkungen), die ebenfalls eine willkommene Befeuerung des debitistischen Prozesses ermöglichten.

In dieser Phase befinden wir uns gerade. Sie ist auch gekennzeichnet von zusätzlichen Beleihungen neu auftretender Big Player, die entsprechend "boomen", wenn auch mit deutlich sichtbarem Overstretching (sog. "Bankenprobleme"), das zu den überall vorhandenen Alt-Prolongationen und dem in den bekannten "asset-bubble-Märkten" sichtbaren Problem tritt, dass sich die Beleihungsgrenzen in toto ihrem Maximum nähern. Stichwort: "Weltweite Überschuldung".

8. Jede Verschuldung erfordert zeitlich spätere zusätzliche Verschuldung. Diese wiederum ist von den "Zinssätzen" abhängig, Klartext: Von dem in Marktkontrakten sichtbaren Willen aller Beteiligten, von später erwarteten (oder erzwingbaren) Einnahmen/Einzahlungen abzugeben.

Ziehen diese Sätze an, was aus den Renditen bereits laufender Titel resultiert (und nicht etwa aus so etwas wie einer "Zinspolitik"), kommt es zur eigentlich kritischen Phase, da die Höhe der in Zukunft abzutretenden Einnahmen ("Zinsen") natürlich die entsprechende Zessionsbereitschaft beeinflusst. Dass hierbei massen- und auch statuspsychologische Momente eine Rolle spielen, kann dabei nicht bestritten werden.

Letztlich will auch der "kleine Mann" ein König sein (oder werden) und sich so verhalten dürfen, wie einst dieser. Also aufschulden, solange es geht. Der Unterschied aber bleibt zu beachten: Der König (heute Staat) konnte (kann) sich auf den Hinweis auf Zwangseinnahmen lange auf der Bühne halten, der Private ist auf den Markt und die dort herrschende Freiheit und Freiwilligkeit angewiesen.

Dass ihm der Staat per Umbuchen in sein CpD-Konto behilflich ist, beobachten wir selbstverständlich mit Interesse (schuldenfinanzierte Subventionen aller Art bis hin zu solchen an die "Sozialsysteme" oder "Schuldenerlässen" oder "bad-loan-Negierungen" in aller Welt).

9. In dieser Phase kommt es zu allerlei kuriosen Vorschlägen zur Remedur von der aktuellen Politik, wie rundum zu bestaunen (reicht von "Steuerreform", "Nullzins der ZBs" bis hin zur Bedienung der "Notenpresse"). Dies alles führt jedoch am Kern des Problems nicht vorbei: Irgendwann muss doch gezahlt, und nicht auf ewig kann nur das, worin gezahlt werden muss, gezeigt werden.

10. Nicht Wachstums-, Preissteigerungs- oder Beschäftigungsraten spielen eine Rolle, sondern allein die Entwicklung der Sätze (alias der "Zinsen") für künftige Zessionen, die sich wiederum aus den Sätzen bereits laufender Zessionen ergeben, den Renditen also.

Die Grenze, wo diese Sätze vom "Noch" zum "Nicht-mehr" umschlagen, ist a priori unbekannt. Sicher ist nur, dass das "Noch" bei einem System, dass allseits und jedermann "Schutz" vor jeglichen Gefährdungen verspricht, wie ihn der "moderne Staat" verheißt, ebenfalls zeitlich hinausgeschoben werden kann.

Wann dieses "Grundvertrauen" in Misstrauen umschlägt, ist leider nicht ante festum zu eruieren. Es ist wenig wahrscheinlich, dass der Zeitpunkt mit dem des "rechnerischen" Endes zusammenfällt. Wenn also sämtliche am Prozess Beteiligten sämtliche von ihnen erwarteten oder erzwingbaren Einnahmen zediert haben, wobei diese Einnahmen in Form von Einzahlungen nach der Logik des Zeitablaufs zeitlich früher erfolgen müssen, als sie ihrerseits zu Auszahlungen werden können - also das eintritt, was jeden Konkurs auszeichnet:

Man erhält zwar später (oder "irgendwann") Geld, ist es aber früher schuldig.

Es empfiehlt sich daher, auf unangenehme Überraschungen (das bekannte Kennzeichen jeder "Zahlungseinstellung") vorbereitet zu sein. Als wichtigsten Indikator für schwierigeres Terrain ist die Zins-, alias Renditeentwicklung auszumachen. Egal, an welchem Ende angesetzt wird (beim 29er und 00er Crash waren es die ZB-Sätze mit jeweils 6 % in den USA, 1987 die Langläufer, die im Oktober mit 10 % daher gekommen sind).

Ob die Zins/Rendite-Entwicklung aktuell etwas Ungutes verheißt, wird sich weisen. Auf das Risiko des Hebels, da von "unten" kommend (0,1, 1 und 2 % ZB-Sätze) wurde oft genug hingewiesen. [Dass "Inflationsbekämpfung" zunächst "positiv" interpretiert werden kann, versteht sich von selbst, ebenso der Schnell-Kredit- und Schnellkauf-Mythos spielen eine Rolle].

Hot Spots: BoE, Langläufer Japan, T-Bond-Renditen, Immo-Refis in GB, E, langsam anschwellend USA, auch Australien, die Außenhandels-Defizitfinanzierung der USA, allmählich auch Chinas, restriktive Budget-Politiken insgesamt. Auch nicht übersehen: Die in der Rezession herunter gefahrenen Kapazitäten führen zu Engpässen (Rohstoffsektor). Und: Der Beginn von "Erholungsphasen" ist allemal delikat (Liquidität, "new credits", usw.). Da kann manches stecken bleiben.

Seien wir dennoch besten Mutes und Gemüts und hoffen wir also auf ein möglichst langes "Aufwärts ohne Ende". Schließlich ist es doch viel schöner so als anders. 

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/277436.htm


So, das lang wohl. Oder ?


16.06.04

Interessante Details zur deutschen Wiedervereinigung !!!!

Als Notenbank-Chef ist Opportunist Greenspan kein Einzelfall

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Als Beispiel für die mehr als fragwürdige Rolle von Notenbankern, die ganz im Geiste der von Mises'schen Analyse Fehlentscheidungen treffen oder unwidersprochen mittragen, die zu ökonomischen Ungleichgewichten mit schwerwiegenden Folgen führen, mag der ehemalige Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl dienen. 

Der auch von uns hoch geschätzte Pöhl gab uns einen Einblick in das, wie wir meinen, charakteristische Denken und Handeln eines Notenbankers. Als Bundesbank-Präsident war er bekanntlich in der Verantwortung, als 1990 die deutsche Währungsunion beschlossen und somit die Deutsche Mark in der DDR eingeführt wurde. 

Seinerzeit wurden in ökonomisch weitsichtigen und verantwortungsvoll denkenden Kreisen Modelle favorisiert, die eine schrittweise Integration der DDR vorsahen. Produktivitätsfortschritte der DDR- Wirtschaft spielten in diesen Stufenplänen eine entscheidende Rolle. Eine sofortige Währungsunion und ein Urntauschverhältnis D-Mark zu DDR-Mark von l zu l oder auch l zu 2 galt als wirtschaftspolitisch falsche, Unheil stiftende Maßnahme. Diesem Kreis gehörte auch der damalige Bundesbank-Präsident Pöhl an, was er die Regierung Kohl natürlich wissen ließ. Bundeskanzler Kohl erweckte Pöhl gegenüber den Eindruck, er teile die der Radikallösung entgegengebrachten Bedenken und unterstütze den Stufenplan. 

Im Februar 1990 wurde Pöhl an einem Sonntag zu einer politischen Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen unter Führung von Helmut Kohl nach Bonn geladen. Dort sollte unter anderem das Thema Währungsunion besprochen und entschieden werden. Zu Pöhls großer Überraschung ließ die hochkarätige Runde an diesem Tag jedoch dieses aus Sicht einer betroffenen Notenbank extrem wichtige Thema aus. Der Bundesbankpräsident interpretierte diese Unterlassung als Zustimmung zu der von ihm bekanntlich favorisierten Vorgehensweise. Er bestand allerdings nicht auf einer offiziellen Klarstellung, sondern reiste in diesem Glauben wieder ab. 

Am nächsten Morgen traf er sich in Berlin mit dem Präsidenten der DDR-Staatsbank Kaminski und de