# 27.09.05 #

Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!

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MR. Jones

Kleine Statistik zu den US-Haushalten:

For the lowest quintile or lowest 20%
Income before taxes $8,201
Average annual expenditures      $18,492
Income Shortfall1 $10,291 or ~125%
Tax Owed $820
Tax Bracket 10%
Effective tax Rate 10%
For the second quintile or 2nd 20%
Income before taxes $21,478
Average annual expenditures $26,729
Income Shortfall1 $5, 251 or ~24%
Tax Owed $2,699
Tax Bracket 15%
Effective tax Rate 12.57%
For the third quintile or 3rd 20%
Income before taxes $37,542
Average annual expenditures $36,213
Income Surplus $1, 239 or ~3%
Tax Owed $5,109
Tax Bracket 15%
Effective tax Rate 13.61%
For the fourth quintile or 4th 20%
Income before taxes $61,132
Average annual expenditures $50,468
Income Surplus $10,664 or ~17%
Tax Owed $10,780
Tax Bracket 25%
Effective tax Rate 17.63%
For the fifth quintile or 5th 20%
Income before taxes $127,146
Average annual expenditures $81,731
Income Surplus $45,415 or ~36%
Tax Owed $28,014
Tax Bracket 28%
Effective tax Rate 22.03%
1Shortfall=Fehlbetrag, Verlust

It is important to note that until we reach the top 20% of CU's ['Consumer Units'] reported for 2003, surplus income does not exceed the Tax owed.

Of serious consideration is bottom 40% of the Consumer Units reported to be deeply underwater with respect to income versus expenditures, the 'Great Society' is ensnared in its own trap, the predominant Welfare State.

Komplett...

Kurz gesagt bedeutet das:

40% der US-Haushalte -20%-Quintile "lowest" und "2nd"- geben von vornherein mehr aus (
expenditures), als ihnen zur Verfügung steht, und das VOR Steuern!!

NACH Steuern betrifft dies sogar alle Quintile, bis auf das oberste ("5th")!! Das entspricht 80% der Haushalte (auch wenn dies beim Quintil "4th" nur knapp überschritten wird).


Das Ergebnis sind Schulden ohne Ende und das Thema vom Vortag: "gefälschte US-Sparraten"

P.S.: "Gefälschte Sparraten": Falls sich das jemand abspeichern will (oder sonst was damit vor hat), findet er es als *pdf HIER. Ganz allgemein liegt es zukünftig HIER, mit Datum 24.09.05!


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BRD-Rentenkasse, Schwankungsreserve (August '05)

Die aktuellen Zahlen:

2005
Am Ende des Monats Schwankungsreserve in Monatsausgaben 2005
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
0,41
0,17
0,31
       
Januar
0,48
-0,01
0,28
Februar
0,37
-0,08
0,18
März
0,31
-0,12
0,13
April
0,25
-0,15
0,09
Mai
0,17
-0,09
0,07
Juni
0,16
-0,10
0,06
Juli
0,14
0,07
0,05
August
0,11
0,10
0,03
September
0,00
0,00
0,00
Oktober
0,00
0,00
0,00
November
0,00
0,00
0,00
Dezember
0,00
0,00
0,00

2005
Am Ende des Monats Verfügbare liquide Mittel 2005 [Mill. €]
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
3.935,0
1.048,8
4.938,8
       
Januar
3.910,9
580,4
4.491,3
Februar
2.963,9
278,4
3.242,3
März
2.092,7
339,1
2.431,8
April
1.513,3
394,5
1.907,8
Mai
1.081,0
259,5
1.340,5
Juni
692,4
327,0
1.019,4
Juli
578,7
302,3
881,0
August
210,4
120,7
331,1
September
0,00
0,00
0,00
Oktober
0,00
0,00
0,00
November
0,00
0,00
0,00
Dezember
0,00
0,00
0,00

Die absoluten Beträge an sich, sind schon erschreckend genug. Die ungeheure Geschwindigkeit des "Niedergangs" aber, ist das eigentliche Schreckensszenario. Und das trotz "Ökosteuer", die ja angeblich in die Rentenkassen fließen soll, und allermöglichen anderer Klimmzüge (Nachhaltigkeitsfaktor z.B.), um die Kassen nicht absaufen zu lassen.
Anfang 2000 betrugen die "liquiden MIttel" noch
10.917,9 Mio. Euro., fünf Jahre und acht Monate später nur noch 331,1 Mio. Euro. Ein Rückgang um 96,72% !!

Etwas ausführlicher, wie immer HIER!! Das Original HIER!!

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Gewinne Deutscher Banken 2004 (nach Steuern)

Fand ich mal eine Erwähnung wert. Aus dem BuBa-Monatsbericht 09/05 (ab Seite 15):

Alle Bankengruppen; Jahresüberschuss (+) bzw. fehlbetrag (–) nach Steuern: +4,811 Mrd.€

Nun wissen wir, daß alleine die Deutsche Bank einen Gewinn nach Steuern für 2004 von 2,5 Mrd.€ ausgewiesen hat. D.h., alle anderen Banken -und das sind in dieser Statistik immerhin 2054 Stück- teilten sich den Restgewinn, nach Steuern, von 2,311 Mrd.€. Reichlich ungleich verteilt, wie ich meine. Wobei dabei auch noch Fehlbeträge angefallen sind. Nämlich -für mich durchaus überraschend- bei den Kreditbanken (-1,143 Mrd.) und den Großbanken (-1,849 Mrd.€), und das trotz der Deutschen Bank.

Dagegen stehen die öffentlich-rechtlichen Sparkassen mit einem Plus von 2,316 Mrd.€ recht gut da. Was allerdings auch keine Wunder ist, wie gesagt, öffentlich-rechtlich: Bislang gelten für die öffentlich-rechtliche Säule Sonderregelungen in der Haftungsfrage, mit denen Kostenvorteile verbunden sindDies wird sich mit der für Mitte 2005 anstehenden Umgestaltung der Rahmenbedingungen ändern. Sparkassen und Landesbanken sind zur Bewältigung der damit verbundenen Aufgaben unterschiedlich gut positioniert. (>>)


Interessant vielleicht auch noch dies:
Der Überschuß aus zinsabhängigem und zinsunabhägigem Geschäft betrug insg. 110,357 Mrd.€, der Personalaufwand 41,24 Mrd.€. Somit machten die Personalkosten immerhin 37,37% des gesamten Überschußes aus. Nicht gerade unerheblich.
Das die Deutsche Bank, trotz ihrer 2,5 Mrd.€ Gewinn, mit Massenentlassungen "glänzt", ist zwar reichlich zum Kot..., daß ansonsten aber, nach wie vor, einiges im Argen zu liegen scheint, ist, denke ich, durchaus erkennbar.

Keine Ahnung wie das für 2005 bisher aussieht. Für 2004 jedenfalls, ist das Bild äußerst differenziert zu betrachten. Werft selbst mal einen Blick rein!

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Wahrgenommene Inflation mehr als vier­mal so hoch wie amtliche Inflationsrate

Interessant!! Und das von offizieller Seite! Respekt!



Komplett...



!! P O L I T I K !!  

Verfassungsgesicherter Raub...

Ok, ok, die Überschrift ist allzu reißerich. Ganz ohne ist folgender Satz, aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 27.09.05, unter Umständen aber nicht.

Die Sanierung der Staatsfinanzen ist eine übergreifende und legitime Aufgabe des Gesetzgebers zugunsten des Staatsganzen. (>>)

Dieser Satz stammt aus einem Urteil, in dem es konkret um die Kürzung der Versorgungsbezüge von Beamten geht. Von daher -da möglicherweise auschließlich sachbezogen- kann er nicht so ohne weiteres auf andere Sachverhalte übertragen werden und dementsprechend auch völlig bedeutungslos sein. Aber laßt uns mal ein wenig weiterspinnen:

Die von mir oben erwähnten "unter Umständen",  sind nichts anderes als der Weg zur Staatspleite -oder vielmehr die möglichen Auswirkungen auf dem Weg dorthin. Wenn nämlich die Sanierung der Staatsfinanzen zugunsten des Staatsganzen  verfassungsmäßig legitimiert ist, dann spricht auch nichts dagegen, sich mal die Konten der Bürger genauer anzusehen (siehe HIER, der Anfang ist gemacht?) und, da ja zugunsten des Staatsganzen, diese, zum Beispiel, mit einer Zwangsabgabe zu belegen (oder schlimmerem: Pfändung?). Was ist mit Lebensversicherungen? Hypothekenzwangsabgabe? Alles zum Wohle des Staatsganzen!!!

Und DANN soll mal jemand versuchen gerichtlich dagegen vorzugehen, angesichts dieses Urteils des Bundesverfassungsgerichts....

Wie gesagt, das ist einfach mal weiter gesponnen, kann aber auch nichts schaden!! Jedes Indiz kann wichtig sein, um die zukünftige Entwicklung zu erfassen.

Noch ein Wort zu diesem undefinierbarem "Staatsganzen": Andere nennen das auch »Der todkranke Patient „Soziale Marktwirtschaft“«. Durchaus Wert mal reinzuschauen!!

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The End of Cheap Energy

Nochmal was zu "Peak Oil"!

“A Whole New Saudi Arabia every couple of years”

''You look at the globe and ask, 'Where are the big increments?' and there's hardly anything but Saudi Arabia,'' he said. ''The kingdom and Ghawar field1 are not the problem. That misses the whole point. The problem is that you go from 79 million barrels a day in 2002 to 82.5 in 2003 to 84.5 in 2004. You're leaping by two million to three million a year, and if you have to cover declines, that's another four to five million.'' In other words, if demand and depletion patterns continue, every year the world will need to open enough fields or wells to pump an additional six to eight million barrels a day -- at least two million new barrels a day to meet the rising demand and at least four million to compensate for the declining production of existing fields. ''That's like a whole new Saudi Arabia every couple of years,'' Husseini said. ''It can't be done indefinitely. It's not sustainable.''

1Ghawar, the World’s largest oilfield, was discovered in 1948

- Peak production rate of 5.7 Mmbbls/d in 1981

- Current production rate of 4.5 Mmbbls/d


Komplett...

# 22.09.05 #

Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
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( »Ulla Schmidt und die Kommunisten & CDU-Schmiergelder..!!«  |  »Katrina / Bush-nahe Firmen räumen auf«)


USA-Debt Outstanding by Sector & US-Sparrate gefälscht (HAMMER!!!) !!

Die Zahlen fürs zweite Quartal 2005:

In der Summe über alles (Total + Domestic financial sector + Foreign):
Jahr
Summe [Bill. $*]
Zuwachs [%]
1997
21.165,6
+ 7,01
1998
23.256,8
+ 9,88
1999
25.353,7
+ 9,02
2000
27.047,6
+ 6,68
2001
29.003,9
+ 7,23
2002
31.165,6
+ 7,45
2003
34.864,9
+ 11,86
2004
36.674,8
+ 5,19
Q1 2005 37.422,1 + 2,04
Q2 2005 38.264,9 +2,25
*deutsche Mrd. $ (ergibt also z.B. 38,2649 deutsche Billionen)

Ein wenig detailierter HIER!

Die verschulden sich, nach wie vor, als wenn es kein morgen mehr geben würde! Klar, daß das nicht ohne Auswirkungen bleibt! Womit ich beim Punkt bin, die Auswirkung auf die Sparrate der US-Konsumenten. Die sieht aktuell nämlich so aus:



Für den Langfristchart bitte HIER klicken.



NEGATIV!! Es wird also auf Teufel komm raus das Geld "rausgeschmissen"!

Aber jetzt kommt der EIGENTLICHE HAMMER !!
Vergleicht mal die beiden Charts!!! Oben der ist aktuell, unten der stammt aus Anfang 2000.



Im aktuellen Chart liegt die Sparrate für 2000 bei ca. 2,0%. Im Chart aus Anfang 2000 liegt sie bei nahe Null!! Also um etwa zwei Prozent niedriger!! Und der ist schon gefälscht. Denn, wie wir in folgendem Chart aus dem Jahre 1999 sehen, lag die Sparrate damals schon unter Null!!



Der selbe Chart, HEUTE erstellt:



Da brat mir doch einer 'nen Storch!!! Von 1999 bis heute, hat sich die Sparrate demnach um circa 4% (von ungefähr -1,5 auf ca. 2,5%) nachträglich "verbessert"! Was für ein Beschiss!!!  Nicht zu glauben!! Es sieht also noch um einiges schlimmer aus, als der erste Chart sowieso schon zeigt!!
Lug und Trug allenthalben!! Das kann nicht gutgehen!!!

Dazu auch noch was von "Markt-Daten.de". Sie drückt sich allerdings etwas gemäßigter aus :

Die Sparquote bewegt sich seit Jahren schon auf ein Niveau zu, das zuletzt in der Depression der 30iger Jahre gesehen wurde. Nun, ohne die jährlichen Revisionen, wäre sie längst in dem Bereich angekommen und würde negative Vorzeichen auch über das ganze Jahr aufweisen. Die "Korrektur" nur des letzten Jahres ist im folgenden Chart abgebildet; ein Urteil kann sich jeder selbst bilden:



P.S.: Quelle der älteren Charts HIER, die neuen HIER


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Umverteilung durch den Staat!!

Zu meinem "Versuch" die "Umverteilung durch den Staat" herauszuarbeiten (bitte lesen!!!), habe ich noch ein paar Ergänzungen gefunden.

In einem Heft (
„Politik und Unterricht“, 1999) der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg habe ich folgende Graphik gefunden:

Verteilung der Kapitaleinkommen

Kaum etwas ist so ungleich verteilt wie die Zins- und DIvidendeneinnahmen.

Nicht sonderlich überraschend, die Zinsen und Dividenden fielen 1996 zu 80,5% dem reichsten Fünftel zu. Der Teufel sche... eben immer auf den größten Haufen. Ähnlich wird das heute auch noch sein.

Was spielt der Staat dabei für eine Rolle? Abgesehen von meiner, oben verlinkten, Ausarbeitung, habe ich noch etwas anderes an Land ziehen können. Leider nur für Österreich! Ich denke jedoch, das dies durchaus mit den hiesigen Verhältnissen vergleichbar ist. Aber selbst wenn nur teilweise, gibt es doch die "Marschrichtung" vor. Und wenn überhaupt gar nicht, wissen wir zumindest, wie es in Österreicht ist.

Unter der Überschrift "Zahlungsbilanz im ersten Halbjahr 2003" finden wir im Unterpunkt "Einkommen" folgende Zitate:

Eine sektorale Betrachtung des Nettovermögenseinkommens zeigt den Staat als Nettozahler und die anderen Sektoren (OeNB, Banken, sonstiger Sektor) als Nettoempfänger......Die Erträge aus langfristigen festverzinslichen Wertpapieren bestimmen das Ergebnis auf beiden Seiten der Bilanz zu 90%.....Auf der Ausgangsseite erfolgten Zinszahlungen durch den Staat (56%) sowie durch die Banken (34%). In einer Nettobetrachtung sind der österreichische Staat sowie die Banken Nettozahler, der sonstige Sektor, mehrheitlich institutionelle Anleger, Nettoempfänger.

56% der gesamten Zinszahlungen wurden demnach vom Ösie-Staat geleistet (so ich das richtig verstanden habe). Nicht schlecht, Herr Specht! Und das in Verbindung zu der Graphik: Umverteilung?

Um es mir einfach zu machen, zitiere ich nochmals aus "Umverteilung durch den Staat":

Die Staatsverschuldung ist deshalb so bedrohlich, weil kein Ende abzusehen ist. Die kreditfinanzierten Staatsausgaben fließen meist nicht in investive, sondern in konsumtive Zwecke; mit ihnen werden Umverteilungswünsche bedient.

Die Ostdeutsche Bevölkerung hat uns vor der Wiedervereinigung gelehrt: „Das Volk sind wir". Das heißt, die öffentliche Verschuldung ist die Schuld jedes einzelnen Bürgers, die Ihre und die meine, unser aller..... Von Ihrem Jahreseinkommen nimmt Ihnen der Staat rund die Hälfte über die unterschiedlichsten Steuern. Von dem verbleibenden Rest bestreiten Sie Ihren Lebensunterhalt und legen etwas auf die hohe Kante. Dieses Geld leiht sich der Staat von Ihnen. Da Sie das Volk sind, leihen Sie sich also Ihr eigenes Geld. Möchten Sie nun für Ihr Darlehen Zinsen haben, erhöht der Staat die Steuern damit er das Geld für die Zinszahlungen zur Verfügung hat oder Sie leihen ihm weiteres Geld, aus dem er Ihre Zinsansprüche befriedigt. Je mehr sich der Staat verschuldet, um so mehr hat er für die Zinszahlungen aufzubringen.
.....
Steuerzahler und Zinsempfänger sind ein und dieselbe Person. Diese Aussage muß berichtigt werden, wenn man beachtet, daß Steuerzahler alle Bürger des Staates sind. Geld zum Verleihen haben in der Regel nur die Bessergestellten und die bekommen dann auch die Zinszahlungen des Staates. In diesem Sinne bewirkt die Staatsverschuldung eine Umverteilung von Arm zu Reich.
(>>)



!! P O L I T I K !!  

Ulla Schmidt und die Kommunisten & CDU-Schmiergelder..!!

Ja genau, DIE Ulla Schmidt, unser aller Gesundheitsministerin. Wie ich finde ein paar recht interessante Details, die da zu lesen sind. Bei Wikipedia finden wir unter dem Stichwort "Kommunistischer Bund Westdeutschland (KBW)" den Eintrag:

"...die spätere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kandidierte für den KBW bei der Bundestagswahl 1976."

Und immerhin hatte sich der KBW folgendes auf die Fahnen geschrieben:

Aus dem "Programm und Statut des Kommunistischen Bundes Westdeutschland" 6. Auflage, Mai 1975, S. 16: Solange die Bourgeoisie über bewaffnete Formationen zur Verteidigung des kapitalistischen Eigentums verfügt, wird das Proletariat die politische Macht mit Waffengewalt erkämpfen müssen.

Auch andere bekannte Namen tauchen dort als damalige MItglieder auf. U.a. Reinhard Bütikhofer und Krista Sager  (beide bei den Grünen).

Eine durchaus pikante Note erlangt diese Vergangenheit durch einen Auszug aus dem Verfassungsbericht 2004, von Ullas Parteikumpel Schilys Bundesministerium des Inneren. Dort steht auf Seite 146, bezugnehmend auf die PDS, unter der Überschrift "Extremistische Strukturen in der Partei" folgendes Zitat:

Offen extremistische Gruppierungen sind weiterhin in wichtigen Gremien der Partei vertreten,.....Im Rahmen der Partei wirken insbesondere..... die Organisationen des „Forum Kommunistischer Arbeitsgemeinschaften“ (ehemals „Bund Westdeutscher Kommunisten“).....

Das entbehrt nicht einer gewissen Komik. Der Verfassungsbericht aus dem Hause "Terrier Schily", führt also genau die Strukturen auf, in denen die Parteinachberin Schmidt MItglied war. Das hat was!

Ok, auch ich habe früher einiges getan, auf daß ich mittlerweile nur noch mit Grausen zurückblicken kann. Trotzdem, ich persönlich denke, daß man das nicht als "Jugendsünde" abtun kann, denn immerhin war Fr. Schmidt 1976 schon 27 Jahre alt, und das wir uns, ob dieses ideologischen Hintergrundes, über so einige Sachen wirklich nicht mehr wundern müssen. Aber das zu Beurteilen bleibt letztlich natürlich jedem selbst überlassen.

Genau an diesem Punkt aber, steigt mir die Zornesröte ins Gesicht!! Denn um das -wie auch immer- beurteilen zu können, muß man darüber überhaupt erstmal bescheid wissen. Da könnt ich aus der Bux springen, denn in keiner der offiziellen Lebensläufe der ollen Ulla, finden wir auch nur ein einziges Wort darüber. Schaut selbst:

Lebenslauf auf der Bundestagseite  |  Von ihrer eigenen Homepage  |  Bundesministerium für Gesundheit und Soziales

Nichts! Nullinger!! Das kann einfach nicht sein!! DAS ist es, was ich eigentlich an dieser Sache zu kritisieren habe.

Es spielt dabei absolut keine Rolle, wie man im Endeffekt dazu steht, aber die gute Frau REGIERT uns mit!! Das Mindeste was ich diesbezüglich erwarten kann, ist, das ich die Wahrheit zu den jeweiligen volksvertetenden Personen erfahre (ansonsten wähle ich die Katze im Sack!!). Und das nicht über 'zig Ecken, sondern, auch und gerade, in den offiziellen Quellen. Wenn da so "weltbewegende" Dinge, wie die MItgliedschaft im Arbeiter-Samariter-Bund, aufgeführt werden, na dann gehört die ex Mitgliedschaft im KBW ja wohl allemal mit hinein.

Das ist mal wieder ein "schönes" Beispiel dafür, wie wir an jeder Ecke verarscht werden. Selbiges gilt im Übrigen auch für Reinhard Bütikhofer und Krista Sager!!

Apropos verarschen und um "die anderen" nicht zu kurz kommen zu lassen, möchte ich noch auf nachstehende Artikelserie hinweisen. Wer genügend Sitzfleisch und Augenhornhaut besitz, sollte sich das antun!!

Von der Schreiber-Gang und einem Justiz-Betverein-Wie in Deutschland die Aufklärung von Kapital-Verbrechen verhindert wird / Hochfinanz, Hochpolitik - und Hochverrat?

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Katrina / Bush-nahe Firmen räumen auf

Also, wenn ich es nicht besser wüßte, könnte ich tatsächlich argwöhnen wollen, daß Bush & Co. die Hurricanes selbst initiiert haben. Obwohl, man weiß ja nie...

Klienten des Wahlkampfmanagers

Kellogg Brown & Root ist zudem ein Klient des ehemaligen Wahlkampfmanagers von Bush und jetzigen Lobbyisten Joe Allbaugh. Und auch ein weiterer seiner Kunden habe Aufträge im Gefolge von "Katrina" erhalten, so die Zeitung: Shaw Group Inc. meldete Aufträge im Wert von rund 200 Mio. Dollar (162 Mio. Euro) von der Katastrophenschutzbehörde FEMA und der Ingenieurstruppe der US-Armee.

Komplett...

# 07.09.05 #

!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)

Neues von der Kreditfront (Juli '05)

Vorab 1: Von der Hand in den Mund...

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Ausszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)":
.....
55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
.....
Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.


1.)
Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum))



(>>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€
Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
Juli 05 68,8
(>>, Emissionsstatistiken)
Für den Juli 05 ergab sich also ein Plus von 8,68 Mrd.€, oder 0,24%. Nicht gerade überwältigend.

Ein Blick auf die Tabelle der Wertpapiertilgungen läßt dabei nur einen Schluß zu: Die Veränderungen korrelieren, mehr oder weniger, mit den Tilgungen der Wertpapiere. Grob gesagt, fällt diese etwas kleiner aus, geht der Wert der zusätzlichen Kreditaufnahme hoch und umgekehrt. Die vermalledeite zusätzliche Neuverschuldung besitzt seit geraumer Zeit einfach keine echte Eigendynamik! Nicht die Nachfrage nach neuen Krediten läßt den Wert wirklich nennenswert ansteigen (obwohl die 8,68 Mrd. fast ausschließlich den Buchkrediten zuzuschreiben sind), sondern eher die Rückzahlungsrate der Alten (siehe April). Das ist einfach zu dürftig, um eine echte Trendwende herbeizuführen.


Zumal wir für den August wohl von weniger guten Zahlen ausgehen müssen. Wie wir HIER sehen, ist der August für Wertpapiere, in Sachen NETTO-Absatz, im Allgemeinen ein mieser Monat. Sollte sich dies auch in diesem Jahr wiederholen, so prognostiziere ich in der nächsten "Runde" ein Minus.


Für das Gesamtjahr ergibt sich dadurch -bis jetzt- immerhin noch ein Zuwachs von 56,8 Mrd.€, oder 1,56% (Dez 04 = 3630,81; Juli 05 = 3687,61 Mrd.€). Eher bescheiden, im Verhätltnis zu den letzten Jahrzehnten. 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


(>>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)
. Mrd.€ Veränderung in %
1999 2265,40 6,94
2000 2387,01 5,37
2001 2425,99 1,63
2002 2411,07 -0,62
2003 2409,93 -0,05
2004 2397,64 -0,51
Jan 05 2396,81 -0,04
Feb 05 2394,91 -0,08
März 05 2395,58 0,03
April 05 2433,30 1,58
Mai 05 2416,41 -0,70
Juni 05 2398,33 -0,75
Juli 05 2404,36 0,25
Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), hat sich im Grunde, wie schon seit ca. 2-3 Jahren, mal wieder nichts getan.

Ein Miniplus von 1,59 Mrd.€, oder 0,07%. MAU!!! Um mich nicht schon wieder zu wiederholen, sage ich diesmal nicht, daß das selbstredend völlig unzureichend ist und wir so keinen Blumentopf gewinnen können !!


Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) zeigt sich für den Juli allerdings ein kleines Plus von 6,03 Mrd.€, oder 0,25%. Aber, selbstverständlich gelten auch an dieser Stelle, meine oben gemachten Aussagen, zu den Wertpapieren und ihren Tilgungen. 

Seit Anfang des Jahres, liegen wir (inklusive Wertpapiere) mit kaum nennenswerten 6,72 Mrd.€,  oder 0,28% im positiven Bereich. Bei den Buchkrediten sieht es noch schlimmer aus.

Alles in allem befinden wir uns in Deutschland nach wie vor in einem kredittechnischen "von-der-Hand-in-den-Mund" Zustand, der zur Zeit einfach keine Phantasie zum Besseren zuläßt.


Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005 (Mrd. €)

Feb. '05 = 8784,9;  März '05 = 8844,2;  April '05 = 8954,3; Mai '05 = 9023,4;  Juni '05 = 9142,2;  Juli '05 = 9200,8  (>>)

Differenz von Juli 05 auf Juni 05 = 58,6 Mrd.€, oder 0,64% (Vormonat Juni auf Mai '05 = 118,8 Mrd.€, oder 1,32%). Teile ich die +58,6 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +4,88 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig. Für dieses Mal zeigt sich nichtsdestotrotz eine deutliche Verlangsamung der Kreditvergabe. Ausnahmsweise passen die Werte mal zu denen der BRD, zumindest was die Höhe betrifft. Denn im Gegensatz zu den hiesigen Unternehmen und Privatpersonen (siehe 2.), fand die Neuverschuldung der Europäischen komplett durch Buchkredite statt. Ich interpretiere das einfach mal positiv; "Lieschen Müller" wird sich kaum in Wertpapieren verschulden. Die zusätzliche Kreditaufnahme findet demnach wohl wirklich an der "Basis" statt, bei den PrivatPERSONEN. Das kann so schlecht nicht sein.


Woran liegt es, daß in Deutschland die benötigten "new Credits" nicht zustande kommen?

Wie immer, wird auch hier eine Antwort aus mehreren Aspekten bestehen müssen. Einer davon scheint mir jedenfalls mal folgender zu sein: "Wir" sind, verschuldungstechnisch gesehen, schlicht ein paar Stufen höher einzuordnen, als der Großteil des Restes Europas. Nachstehende Tabelle legt diese Vermutung zumindest nahe:


Land Anteil überschuldeter Privathaushalte (geschätzt)
Belgien 1-4%
Finnland 2002: 2%
Frankreich Schätzung der Französischen Regierung (2003): 700.000 Haushalte (ca. 3%)
Schätzung der Bank von Frankreich (2003): 500.000 Haushalte (ca. 2%)
Großbritannien 2001: 1,715 Mio. (7%)
Niederlande 250.000 Haushalte (ca. 4%)
Schweden 2003: 140.000 (ca. 3%)
USA 3/2004: 1,67%, wenn nur die für „bankrupt“ erklärten Schuldner (1.618.062 U.S. Bürger) berücksichtigt werden. Zieht man die offizielle Armutsrate heran, da Statusarmut und prozedural Armut (Ausschluss vom „ersten Kreditmarkt“) zumindest das Risiko einer Überschuldung signifikant erhöhen, konnten 2002 12,1% der U.S.-Bürger (34,6 Mio.) als vermutlich überschuldet gelten. Die Berufung auf die Armutsrate ist insofern sogar noch lückenhaft, als das ca. 10,5% der US-Bürger keine Bankverbindung haben und damit nicht einmal mehr verschuldet sind.
Deutschland 1999: 2,77 Mio.94 (ca. 7%)
2004: 3,13 Mio. (8,1 Prozent) (>>)
http://www.schulden-kompass.de/downloads/sk04_int_vergleich.pdf

Auch wenn das alles schwer vergleichbar ist, so können wir allemal feststellen, daß "wir" auf jeden Fall mal mit an der Spitze liegen. Möglicherweise ist "unserer" Kreditzyklus tatsächlich einfach schon weiter "ausgelutscht", als der vieler anderer Länder. Beispiel Tschechien: "Verschuldung tschechischer Haushalte steigt jährlich 30 bis 35 Prozent". Die stehen, sozusagen, noch am Sockel der Verschuldungstreppe. Von niedrigem Niveau aus, lassen sich natürlich hohe Steigerungsraten erreichen.

Eine Aussage eines Freundes von mir, werde ich diesbezüglich nie vergessen. Nachdem ich ihm grob erklärt habe, daß nur eine ständige NEUverschuldung den Laden am laufen hält, sagte er: "Auf mich braucht jedenfalls keiner mehr zu hoffen, ich bin bis zur Halskrause voll!!"

In diesem Sinne, mal sehen was die Politik daraus macht. Das ist ein weiterer Aspekt, der mit in die Antwort einfließen müßte. Und wenn ich mir die, momentan inflationär auftretenden, Diskussionsrunden so anschaue, schwant mir nichts Gutes. In keiner, in nicht einer einzigen, nicht mal ansatzweise, wurde, in irgendeiner Art und Weise, das Thema "Geldsystem" (im weitesten Sinne) angesprochen. All der Krempel, den ich hier ständig versuche, halbwegs sinnvoll darzustellen...mit keinem Wort auch nur angeschnitten. Das heißt nicht, daß alles vollkommener Müll ist (das Meiste allerdings schon ), was da so von sich gegeben wird. Aber, um es gutwillig auszudrücken, mein eh nur rudimentär vorhandenes Vertrauen in die "Führungskaste", wird dadurch jedenfalls nicht gerade gestärkt.

# 25.08.05 #

Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)


Geld/Staat/Macht

Eine ultrakurze Zusammenfassung, die jedoch alle wichtigen Bestandteile enthält. Jedenfalls meiner Meinung nach.

Es gibt kein Geld, dass nicht für Steuer/Abgabenzahlungen verwendet wird. Warum ist die Reichsmark kein Geld mehr? Weil der Staat sie nicht mehr als Steuerzahlungsmittel akzeptiert. Warum ist die DM noch Geld? Weil der Staat (Notenbank) sie noch gegen Euro umtauscht. Soviele Münzen und Noten waren früher mal Geld und sind es jetzt nicht mehr. Warum? Weil der Staat es nicht mehr akzeptiert (oder der Staat untergegangen ist). Was aus den bunten Scheinchen Geld macht, ist deren Fähigkeit, Schulden zu tilgen. Die Kaufkraft gewinnen die Scheinchen daraus, dass es immer Schuldner gibt, die Geld brauchen. Denn das sind von Beginn an die Steuerzahler/Abgabenschuldigen (private Kontrakte über Geld kommen geschichtlich erst viel später ins Spiel) .

Wann akzeptiert ein Eingeborener im Urwald meine Dollarnoten nicht als Zahlungsmittel? Wenn er keine Steuern zahlen muss und auch keinen kennt, der das muss. DANN ist der Schein für ihn nämlich nur ein buntes Stück Papier und kein Geld, weil er den Dollar an niemanden weitergeben kann, der ihn braucht. Im Urwald hat der Dollar nämlich keine Nachfrage :-). Wieder das Beispiel Somalia. Kein Staat, keine Steuern = Geldwert sinkt auf Materialwert/Herstellungskosten. Woher bekommt Geld seinen Wert? Warum wird es akzeptiert? Wann ist Geld "gültig"?

Gold ist dann Geld, wenn es als staatliches, gesetzliches Zahlungsmittel von einem Staat anerkannt wird. Sonst hat es nur seinen "normalen" Kurs, aber der ist flexibel. Ein Dollar ist immer ein Dollar. Geld ist der Maßstab. Wer setzt den Maßstab? Der Staat.
Ohne Staat kein Geld, Staat schafft Schuldner durch Steuern, Geld ist wertvoll, weil es Schuldner gibt, die sonst sanktioniert werden. Der "Drive" des Kapitalismus bekommt seine Urkraft aus der Abgabe (und damit wieder aus dem "Zinnß" [und hier: Anhang]). Ohne Abgabensystem wären wir immer noch kleine Stämme, die als Jäger-Sammler durch die Gegend ziehen und in den Tag hineinleben...wie im Paradies.

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/329782.htm

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Diese sehr fragwürdigen amerikanischen Beschäftigungszuwächse

.....
Ich habe zuvor betont, dass die amerikanische Wirtschaftsexpansion nicht durch Investitionen, Industrieproduktion und Beschäftigungszuwächse angetrieben wird, sonder nur durch real steigende Immobilienpreise, die den Haushalten erlauben Geld, durch Erhöhung und Refinanzierung ihrer Hypotheken, aus ihren Häusern zu ziehen. Ich denke, dass die oben genannte Statistik, die den Rückgang beim realen Einkommen und eine Verschlechterung bei der Qualität der Beschäftigung zeigt, indem hochbezahlte Jobs durch Niedrigbezahlte ersetzt werden, diese Sichtweise bestätigt.

Außerdem ist ein Sektor, in dem die Beschäftigung stark wächst und in welchem die wöchentlichen Einkommen hoch sind, der Bausektorsektor. Im Juni wuchs der Bausektorsektor um 18.000 Jobs und die wöchentlichen Einkommen stiegen laut Bill King von 751,16 auf 757,37 USD im Juni. Aber da die Jobs im Bausektor mit der größten Immobilienblase in der modernen Geschichte in Zusammenhang stehen, kann man sich nur vorstellen, was mit diesen relativ hochbezahlten Jobs passieren wird, wenn die Immobilienblase platzt ...

Ich bin immer kritisch gegenüber Analysten, aber einige Male analysiert jemand etwas wirklich tief und detailliert und bringt Licht in die Lügen, welche die Regierung, im Auftrag, Dinge rosig erscheinen zu lassen, verbreitet. Bill King ist einer dieser bemerkenswerten Personen. Erst vor ein paar Tagen nahm er sich auch den CPI (=Konsumentenpreisindex der USA) vor und zeigte, dass die Inflation unmöglich so niedrig sein konnte wie die Regierung behauptet.

Was es bedeutet, wenn der CPI in der Tat höher ist als die Regierung vorgibt, ist dass das reale BIP (nominales BIP-Wachstum minus Inflationsrate) kaum wächst!

Komplett...

Nicht wirklich neu; nichtsdestoweniger nicht zu vernachlässigen!

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BRD-Staatsdefizit!!

Um auf dem Laufenden zu bleiben (gehört ab und an einfach dazu):

Trotz der Meldung vom Statistischen Bundesamt, daß das Staatsdefizit (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) im ersten Halbjahr 2005 ca. 39 Mrd.€ beträgt, halte ich mich für die Verschuldungszahlen an die Monatsberichte der Bundesbank.

Der neueste (08/05) weist für das erste halbe Jahr '05 eine "Nettokreditaufnahme der Gebietskörperschaften" von 34,2 Mrd.€ (Vorjahr 53,7 Mrd€) aus. Dementsprechend habe ich die Schuldenuhr angepasst.

Sieht ja erstmal halbwegs positiv aus. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang jedoch noch, daß der Bund im Jahr 2005 insg. ca. 17 Mrd.€ an "Tafelsilber" privatisieren will, und auch schon einen Teil im ersten halben Jahr hat! Dazu eine Textstelle aus oben verlinktem BuBa-Monatsbericht:

Mittelfristige Finanzplanung mit großer Finanzierungslücke

Die geplanten außerordentlich hohen Vermögensveräußerungen dürften zur Folge haben, dass das leicht verwertbare Finanzvermögen des Bundes im kommenden Jahr weitgehend aufgezehrt sein wird. Solche Einnahmen stehen dann in den Folgejahren nicht mehr zur Verfügung, um die Finanzierungslücke von insgesamt annähernd 50 Mrd € jährlich zu schließen. Hiervon dürfen nach den Verfassungsregeln maximal rund 20 Mrd € (der Umfang der investiven Ausgaben) durch Kredite gedeckt werden. Die neue mittelfristige Finanzplanung des Bundes sieht eine moderate Rückführung der Nettokreditaufnahme gegenüber dem Jahr 2006 auf 16 Mrd € bis zum Ende der Planungsperiode im Jahr 2009 vor. Zwar wird damit die Neuverschuldung durchgehend unter der verfassungsmäßigen Obergrenze gehalten. Doch weist die Finanzplanung ab 2007 einen jährlichen Handlungsbedarf von 25 Mrd € aus, für dessen Umsetzung keine konkreten Vorschläge gemacht werden. Neben den Steuerausfällen gegenüber dem letztjährigen Finanzplan, die bis zu 13 Mrd € ausmachen, spiegeln sich darin offenbar auch Mindereinnahmen im Zusammenhang mit den bis dahin erfolgten umfangreichen Vermögensverwertungen (mit Rückwirkung auf die Vermögenseinkommen) wider. Darüber hinaus schlagen auch Mehrausgaben zu Buche, die vor allem im Zusammenhang mit der Hartz-IV-Reform stehen dürften.

Was also, wenn nichts mehr zum verkaufen da ist? Abgesehen davon, müssen wir uns über gar nichts wundern..., wenn ich sowas lese:

Für gute Unterhaltung soll auch ein neuer Sportkomplex mit Fußballstadion in Halle sorgen. Der Landtag von Sachsen-Anhalt stellte dafür neun Millionen Euro bereit. "Man kann über einzelne Projekte streiten", erklärt dazu der Finanzminister des Landes, Karl-Heinz Paqué (FDP), gegenüber Frontal21. Auf die Frage, wie die geplante Investition mit den angekündigten Sparanstrengungen zusammenpasse, sagt Paqué: "Da ist, das gebe ich gerne zu, gerade auf kommunaler Ebene manches noch zu verbessern."
   
Neues Stadion in Magdeburg
Auch die Stadt Magdeburg hat sich trotz der angespannten Finanzsituation für ein neues Sportstadion entschieden. Im Juni wurde der Grundstein für den rund 31 Millionen Euro teuren Prestigebau gelegt. Der Viertligist FC Magdeburg soll dort zu neuen Ehren kommen. Die Stadt beteiligt sich mit rund 15 Millionen an dem Neubau und bürgt außerdem mit mehr als 16 Millionen Euro für den Investor, den Baukonzern Hochtief, falls das Projekt scheitert. Als rechtswidrig, risikohaft und unwirtschaftlich bezeichnet der Landesrechnungshof in einem Prüfbericht den Stadionbau. (>>)

Nicht das es solche Bürgschaften nicht auch im Westen gäbe. Das Beispiel Borrussia Dortmund sei hier nochmals kurz aufgeführt:

Längst ist Borussia Dortmund auch Thema im NRW-Landtag. Am 14. Oktober tagte hier in einer streng geheimen Sitzung der Haushaltsausschuß. Brisantes Thema: Drei Landesbürgschaften für den Stadionausbau. Das Land steht aktuell mit knapp 38 Millionen Euro in der Verantwortung....Und an die Leverkusener Finanzberater von DFM
sind über einen längeren Zeitraum 58 000 Euro im Monat geflossen. Besonders pikant: Für DFM soll der CDU-Politiker und Niebaum-Freund Friedhelm Ost arbeiten. (>>)

Panem et circenses!!!

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BRD-Kreditvergabe

Der Vollständigkeit halber:
Die in meiner Rubrik "Neues von der Kreditfront" aufgeführte Summe der "Kreditvergabe an inländische Unternehmen und Privatpersonen"  ist hier nochmals in "Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen" und "wirtschaftlich unselbständige Privatpersonen" unterteilt.




Neue Erkenntnisse können wir hieraus kaum ableiten. Die getroffenen Auswertung (insg. ziemlich tote Hose, bitte weiter unten nachschauen) der Summe des Ganzen hat Bestand. Die Zahlen sind vielleicht trotzdem ganz interessant, da sie halt eben sektoral differenziert sind. Jedenfalls wollte ich sie euch nicht vorenthalten!

# 16.08.05 #

!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
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( »IRAN  & hammerharte Gerüchte«)
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( »In eigener Sache«)


"Geld" und Girageld!!

Eine wirklich recht aufschlussreiche Definition habe ich im Glossar der Bundesbank gefunden:

Zahlungsmittel

Teil des Finanzvermögens mit der Eigenschaft, im Wirtschaftsverkehr zur Tilgung von Geldschulden und in der Regel auch als allgemeines Tauschmittel akzeptiert zu werden (perfekte Zahlungsmittel). Die Zahlungsmitteleigenschaft können bestimmte Finanzaktiva gewohnheitsmäßig oder kraft Gesetzes erlangen. Im letzten Fall spricht man von gesetzlichen Zahlungsmitteln. In Deutschland sind die vom Eurosystem in Umlauf gebrachten Banknoten und Münzen gesetzliche bzw. beschränkt gesetzliche Zahlungsmittel. Zu den perfekten Zahlungsmitteln zählt heute auch das Girageld, da es in der Regel kraft Treu und Glaubens im Zahlungsverkehr angenommen werden muss. In Zeiten zerrütteter Währungsverhältnisse - wie etwa in Deutschland nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg - kann es zu einer Trennung der Zahlungsmittel- und Tauschmitteleigenschaft des staatlichen Geldes kommen.

Hiermit -durch die BuBa indirekt bestätigt- wird klar,Girageld  ist zwar ein "perfektes Zahlungsmittel", das "gewohnheitsmäßig" und "
kraft Treu und Glaubens" die "Zahlungsmitteleigenschaften erlangt"; es ist aber mitnichten ein Zahlungsmittel, daß "kraft Gesetzes" diese Eigenschaften erlangt. Es ist KEIN gesetzliches Zahlungsmittel, im eigentlichen Sinne!!

Das mag wie die berühmte Spalterei der Haare klingen, ist aber nicht ganz unerheblich, denn offensichtlich ist es NICHT das Selbe!! Wenn Girageld und das gesetzliche Zahlungsmittel (Banknoten) aber nicht das Selbe sind, wo liegt dann der Unterschied?

Zur Verdeutlichung zwei Links (ich denke das ist einfacher als wenn ich hier nochmals alles selbst aufdrösel):

Geld ist nur GZ (gesetzliches Zahlungsmittel), nur GZ ist Geld. GZ ist das, was die ZB auf der Passivaseite ihrer Bilanz unter "umlaufenden" Banknoten verbucht hat. Banknoten sind Bargeld, nur Bargeld ist Geld.

Bargeld (GZ) und das Versprechen darauf

Insofern (ich hoffe ihr habt die Links durchgelesen ) ist Girageld im Grunde also nur das Versprechen, ein Anspruch, auf "Geld". Wie viel da mittlerweile "versprochen" wird, will ich mal schnell an zwei Zahlen für die BRD klar machen:

Die "Kredite an inländische Nichtbanken (Private + öffentliche Haushalte), ausschließlich Buchkredite (sie sind unzweifelhaft Girageld)", lagen im Mai '05 bei 2.639,84 Mrd. Euro (>>), der "Bargeldumlauf" betrug 130,7 Mrd. Euro (>>).

Wie die BuBa eben in ihrem Glossar darstellt: "...
kraft Treu und Glaubens...". Wehe wenn dieser Glauben -aus welchen Gründen auch immer- erschüttert wird. Ein Zitat aus einem Artikel von Bloomberg (30.Juli 2002, URL ist mir verlustig gegangen):

"Es sei unmöglich, die Bankenkrise zu bewältigen, wenn die Bürger ihre Sparbücher weiter plündern", mahnte [argentiniens] Wirtschaftsminister Roberto Lavagna. "Sie schwächen das Finanzsystem."

P.S.: Vielen Dank an Mike!!!

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Vertrauen!! Vertrauen ist überhaupt DAS Ding!! Um es zu erhalten, wird getrickst und getäuscht, daß die Schwarte kracht...

Bedenken Sie das folgende: Viele Unternehmen haben die Berichte über ihre Einnahmen notorisch verbessert – nicht nur Enron. Sie können ganz legal und mit dem Segen der Buchhaltungsindustrie, viele große Ausgaben aus ihren Geschäftsberichten streichen und dafür Einnahmen auf die Liste setzen, die eigentlich nicht dort hin gehören sollten. Ausschlüsse, wie die Aktienoptionen für die Angestellten, können riesig sein. Gleichzeitig sind die geschätzten Einkünfte aus zukünftigen Anlagen in Rentenpläne nur Schätzungen, und können nicht als verlässlich bezeichnet werden. Standard & Poor's haben eine Methode entwickelt, mit der man die Werte so anpassen kann, dass sie die Grundeinnahmen der Firmen angeben.

Das sind die Einnahmen aus dem Hauptgeschäft der Firma und alles was berichtet wird, sollte dort wiedererscheinen. Die Anpassungen fallen nicht zu knapp aus. So hat z.B. E.I. du Pont de Nemours (DuPont) für 2002 Einnahmen von mehr als fünf Milliarden Dollar bekannt gegeben, basierend auf den Berichten der Rechnungsprüfung und unter Einhaltung der Regeln. Aber als die Anpassungen gemacht wurden um die Grundeinnahmen zu ermitteln, kam man auf einen Verlust von 347 Millionen Dollar. So mussten die Grundeinnahmen um 5,5 Milliarden Dollar korrigiert werden.

Das ist eine große Veränderung. Andere große und negative Anpassungen betrafen in diesem Jahr IBM (5,7 Milliarden Dollar angegebener Profite im Vergleich zu 2,87 Millionen Dollar Grundeinnahmen.) und General Motors (11,2 Milliarden Dollar angegebener Profite im Vergleich zu einem Verlust von 2,4 Milliarden Dollar bei den Grundeinnahmen). Die umfangreichsten Anpassungen betrafen in diesem Jahr Citicorp (13,7 Milliarden Dollar) und General Electric (11,2 Milliarden Dollar Anpassung).

Und hier kommt die Frage nach dem realistischen Nettowert ins Spiel: Bei der Buchführung muss jede Anpassung bei den Verdiensten an andere Stelle einen Ausgleich haben. Wenn also Citicorp die eigenen Profite um 13,7 Milliarden Dollar über dem wahren Wert angibt, dann bedeutet das, dass sie ihre Verpflichtungen im gleichen Maße unterbewertet haben – das sollte den Aktionären tatsächlich große Probleme bereiten. Einer der größten Posten bei den Anpassungen der Grundeinnahmen sind die Verpflichtungen gegenüber den Rentnern die nicht aus Fonds stammen. United Airlines hat z.B. 2004 bekannt gegeben, dass man die Rentenbeiträge nicht weiterhin anlegen wolle. Nachdem man 2002 die Insolvenz angemeldet hatte wurden die ungedeckten Verpflichtungen auf 6,4 Milliarden Dollar geschätzt.

Aber damit kratze ich nur an der Oberfläche. Wenn wir erfahren, dass eine Firma die Ausgaben für Aktienoptionen der Angestellten im Wert von einer Milliarde Dollar nicht angegeben hat, dann heißt das auch, dass der Nettowert der Firma um den gleichen Wert zu hoch eingeschätzt wurde – und der Buchwert der Firma ist auch überbewertet. Damit sind alle die Zahlen, auf die sich die Anleger verlassen, falsch.

Investors Daily, 15.08.05; Newsletter: http://www.investor-verlag.de/

... und somit, sozusagen, eine Vertrauensblase erzeugt. Auch diese wird platzen! Je länger aufgepumpt, um so lauter!!

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Geldpolitik - EZB verhindert unerlaubten Kredit der Banca d'Italia

Die italienische Regierung hat versucht, sich einen Kredit an den Libanon verbotenerweise von der italienischen Notenbank finanzieren zu lassen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte schon im Februar Einspruch eingelegt, wie aus der jetzt veröffentlichten Stellungnahme der EZB hervorgeht. Es ist das erste Mal, daß die EZB ein Gesetzesvorhaben klar ablehnte, weil es gegen das Verbot der monetären Finanzierung von Staatsausgaben verstößt.

Komplett...

Der Staat versucht DIREKT bei der ZB zu "Geld" zu kommen? Der erste Schritt zum Hubschraubergeld?
Nochmals Grundsätzliches zu diesem Punkt:

Technisch gesehen gäbe es einen Ausweg aus der weltweiten Insolvenz, nämlich die Herausgabe von Notenbankgeld ohne (!) gleichzeitige Hereinnahme von bereits existierenden Schuldtiteln (nicht mal von Staatspapieren).

Probleme dann:

1. Es müssten alle Notenbankgesetze geändert werden (vor allem bei der EZB extrem schwierig, da EZB-Recht = Völkerrecht). Dies machen "harte" Notenbanken wie die Bundesbank NIEMALS mit!

2. Das dann "netto" ausgegebene Notenbankgeld müsste "irgendwie" verteilt werden. Ein Verfahren dafür ist nicht vorstellbar.

Da nur Banken "Geschäftspartner" der Notenbanken sind, müssten sie das Nettogeld irgendwie erhalten. Welche Bank erhält wieviel? Windhundverfahren, Losverfahren, First come, first serve?

3. Ginge das neue Nettogeld an die Staaten (das Phänomen "Kassenkredite" wurde gerade erst abgeschafft), dürfte der Vorgang auch keinerlei Rückzahlungsklausel enthalten, und einen "Zinssatz" schon gar nicht.
Selbst wenn: An wen sollte der Staat das Geld verteilen?
Jeweils an die Firma, deren Schulden gerade notleidend geworden sind? Dann würden alle Schuldner sich sofort als illiquide erklären, um an das Kostnix-Geld vom Staat zu kommen. Firma X bleibt einfach die Zahlung (Rückzahlung) schuldig und darf sich beim Staat anstellen, um Nettogeld zu kriegen - noch dazu ohne Rückzahlungsverpflichtung?

4. Dann stehen sehr schnell sämtliche Schuldner beim Staat auf der Matte. Und wenn Firma X das darf (und alle anderen Firmen und Banken auch), dann stehen auch alle Verbraucher auf der Matte, die ihr Konto überzogen haben.
Und wer noch keins überzogen hat, überzieht schnell eins. Denn er kriegt ja Kostnix-Geld vom Staat, mit dem er seine Minussalden ausgleichen kann. Und so weiter.

5. Es könnte Nettogeld auch flächendeckend abgeworfen werden. Was ist mit den Schuldnern, die gerade im Ausland Urlaub machen? Wer berechnet die Windrichtung? Was ist mit Geld, das im Wald verschwindet? In den Bodensee flattert? Müssten nicht ganz viele Hubschrauber mehr Kostnixgeld direkt über der Swissair-Zentrale abwerfen als überm Jungfrau-Joch?
Es gibt keinerlei Logistik, die hier Präzision schaffen könnte, also das Geld genau dem Schuldner zukommen
ließe, der es braucht, weil er gerade Liquiditätsprobleme hat, bzw. dem, der überhaupt Schulden hat.

Aus "SEHR WICHTIGE Erklärung des "Systems": Schulden, Notenbank, Liquidität, Gold" (Seite 45, ff)

Es scheint in der Tat immer enger zu werden!!

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US-Konsumentenkredite

Nur kurz zur Info: Die von mir weiter unten gemutmaßten "Ermüdungerscheinungen" der US-Konsumenten, bezüglich der weiteren Kreditaufnahme, war in der Tat ein Griff ins Klo. Der "Consumer Credit" stieg im Juni um 8,2%, auf 2.145,8 Mrd$, an (siehe HIER). Allerdings habe ich auch geschrieben ...die sind ja nicht klein zu kriegen.... Was lernen wir daraus? Immer ein Hintertürchen offen lassen !!
Den Rest der damaligen Aussagen (debt-ratio usw.) berührt das jedoch nicht. Auch auf die Gefahr hin euch zu langweilen...; ich bin gerade zufällig auf der Seite hängen geblieben, ich stell's also mal rein:

Clearly, you and we have heard it said a million times that nominal debt levels in the current environment can naturally be higher than what we have experienced in the past given the low nominal interest rate environment we experience.  It sounds good on face value, but to be honest, that argument just doesn't hold water at all when looking at the real world.  Directly from the Fed is the household debt service ratio updated through 1Q 2005.  At a new record high, just where's the big benefit of low nominal interest rates?  As is absolutely clear, during the current cycle, and completely unlike prior cycle experience, households have done absolutely nothing to reconcile either their balance sheets or income statements.  In our eyes, it's simply one of the fallout consequences of a wildly stimulative monetary and credit culture environment fostered by none other than the Fed themselves.  During and after every recession, except the most recent, of the last quarter century at least, households have acted to reduce their aggregate debt service obligations.  Our present experience has been to uncharacteristically crank these ongoing obligations up a notch and to achieve all time new highs in the household debt service ratio.  


(Klick)



!! P O L I T I K !!  

IRAN

Recht passende Artikel zum Iran! Z.B. der hier...

Erinnerung an unsere Foltervergangenheit im Iran

Die von GlobalSecurity erwähnte ‘Geheimdienstorganisation’, war nichts anderes als der SAVAK. Trainiert durch die CIA bzw. mit Hilfe der CIA “folterte und exekutierte” der SAVAK über 30 Jahre lang “politische Gefangene, (er) unterdrückte Dissens und entfremdete die religiösen Massen”. Für GlobalSecurity eine Sache der nationalen Sicherheit - etwas weiter unten allerdings schreibt Global Security dann doch: “Amerika stärkte die eigene Position als Beschützerin und Unterstützerin des Schah und säte dabei die Saat des Antiamerikanismus, die sich später in einer Revolution gegen die Monarchie manifestieren sollte”. Später - das war 1979.

...oder auch der...

Auf der "Achse des Bösen" - Wenn die USA Iran angreifen: Ist ein transatlantischer “Krieg der Kulturen” nicht mehr fern?

Schaut euch mal um: "Iran"


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In diesem Zusammenhang: (!!) "RUMORS" (!!) (Gerüchte?!)

Staats-Anschlag verhindert

Es gibt eine wahrhaft unglaubliche Nachricht aus dem englischsprachigen Raum, die seit gestern vorliegt, ich aber vorerst sehen wollte, ob sie sich bestätigt. Und es sieht so aus, als wenn sie tatsächlich zutreffend ist:

Wie Sie wissen, war aus Geheimdienstkreisen durchgesickert, die Bush-Administration - und zwar Cheney - würden einen Anschlag a la 11.9. planen und diesen dann als Vorwand nehmen, um den Iran zu überfallen, also man dann nach bekannter Verfahrensweise hierbei vielleicht einige iranische Pässe findet.

Eine solche Aktion ist offenbar für Chikago geplant gewesen und war auch bereits angelaufen, indem einige Tonnen Sprengstoff mit einem LKW dorthin in Bewegung gesetzt worden waren. Eine solche Aktion gegen das eigene Volk, die man - so alles so zutrifft - nur als Staatsterrorismus bezeichnen kann, war nun offenbar bestimmten Militärkreisen zuviel und sie sollen diesen LKW mit einer F16-Maschine angegriffen und vernichtet haben. Dies beschreibt der nachstehende Artikel, der z.Z. leider nur in Englisch vorliegt ich Ihnen aber wegen der Brisanz als Beleg dennoch übermittle. In diesem Zusammenhang habe es bereits in diesen oberen Kreisen einige Tote gegeben.

Recht ungesichert erscheint mir, Bush habe das Weite gesucht und sich nach Saudi-Arabien abgesetzt. Nun, wenn es denn so ist, wird man das nicht sehr lange geheimhalten können, warten wir also ab.

Weiterhin gibt es Informationen, daß es bei den Militärs nun zwei Fronten gäbe, diese hier, die dem Bush-Treiben Einhalt gebieten will, und eine regierungstreue, die wohl gegen die erstere vorgehen will.

Sollte das alles zutreffen, könnte das in den USA eine völlig neue Entwicklung geben, die für den gesamten Erdball nur von Vorteil wäre.

Komplett...

Natürlich habe ich keinen blassen Dunst, ob da wirklich was dran ist (deshalb nochmal: RUMORS!!). Möglich, daß das der letzte Schwachsinn ist. Möglich auch, daß das gezielt getreut wurde, um von den eigentlichen Vorbereitungen abzulenken und etwaige Kritiker und "Verschwörungstheoretiker" ins Lächerliche zu ziehen. Wäre allemal nichts Neues (09/11 läßt grüßen). Den Artikel lesen lohnt, denke ich, trotzdem, auch wenn sich herausstellen sollte, daß das nur "verbale Diarrhoe" war !! Kann ja nicht schaden! (Origanaladresse des Originalartikels, inkl. Links: http://www.whatdoesitmean.com/index798.htm). 

So ganz aus der Luft gegriffen scheint das alles aber wohl doch nicht, zumindest was das "Endziel" (Iran) angeht. Irgendwas brodelt da jedenfalls: "
Ex-CIA-Agent: Washington bereitet nuklearen Erstschlag gegen Iran vor"

Google Zeitgeist
Meist durchgeführte Suchanfragen Monat Juni 2005
1.
wikipedia
2.
chat
3.
aldi
4.
star wars
5.
last minute
6.
firefox
7.
michael jackson
8.
icq
9.
preisvergleich
10.
confederations cup
Da bekommt man echt einen Knoten ins Hirn. Kann das wirklich alles stimmen, wenn es schon so "öffentlich" ist?

Andererseits, wie viel Prozent der Öffentlichkeit, der Masse, kümmern sich schon um den ganzen Schei... Schaue ich mir die "meist durchgeführten Suchanfragen" bei Google an (Tabelle Links), schwant mir nichts Gutes (wobei wikipedia natürlich schon "Sinn" macht)! Noch "besser" ist ein Blick ins Archiv: da finden wir, als Dauergast unter den Top 10, so was Weltbewegendes wie die Gute "Paris Hilton". BILD als auflagenstärkste Zeitung in Deutschland stimmt mich auch nicht positiv. Von der Seite kommen journalistische Meisterleistungen, wie dieser Artikel zu den Londoner Bombenanschlägen. Vom Fernsehprogramm will ich erst gar nicht reden ("Big Brother", Anwälte "Hinz & Kunz", "Dübel dir einen", oder so..., "Let's TALK about the dirt under my nails ", oder wie heißen die?, "9Live" in Gänze, usw. usf. etc.pp....). Den ganzen Müll gibt es doch überhaupt nur, weil ihn genügend Menschen verkonsumieren!!1

Macht einen einfachen Test und fragt eure Freunde und Bekannte nach der "Brutkastenlüge". Mal sehen, wer irgend etwas darüber weis. Immerhin war das DER "Initialzünder" für den ersten Irak-Krieg der USA (Bush Sen.).

Entschuldigt, mußte mal raus, auch wenn das nicht mal in der Nähe einer präzisen Analyse liegt!

Waren die Fakten nicht auch schon vor dem zweiten Irak-Krieg zugänglich? Was hat BILD darüber berichtet? Was habe die anderen "Mainstreammedien" im VORFELD darüber berichtet? Das gleiche zum 09/11!!! Mittlerweile habe sich viele Dinge, die damals als "Verschwörungskram" denunziert wurden, als richtig und wahr erwiesen. Apropos 09/11, nicht von der BILD: »Whisky statt Allah. - „Al-Qaeda, a Secret Service Operation?“«


Nichtsdestotrotz gab es weltweit Demonstrationen gegen den Krieg. Hat dieser Umstand irgendeinen der relevanten Entscheidungsträger intressiert? Nicht die Bohne!! Blair, Bush & Co. haben nachweislich gelogen! Gab es, auch nur irgendwie geartete, Konsequenzen? Null!!

Lange Rede kurzer Sinn, alles und nichts ist möglich. Und davon kriege ich einen Knoten ins Hirn!

P.S.: Ich lege mich jetzt einfach mal fest: innerhalb eines Jahres wird was "Größeres" passieren. Ich sehe nicht, warum die eingeschlagene "Strategie" verändert werden sollte. Bis dato hat sie, aus Sicht der Initiatoren, bestens funktioniert! Es wird also weitergehen!! Zumal, wenn ich das desaströse Finanzsystem im Hinterkopf habe. Da macht sich ein Krieg doch immer gut. Dadurch können sich die "Weltenlenker" selbst die Absolution erteilen. Schließlich war der Krieg dran schuld, und sonst nichts, oder besser, niemand!!

1Nicht falsch verstehen, ich will auf keinen Fall die Daseinsberechtigung solcher "Sendungen" in Abrede stellen. Auch so etwas muß es geben. Das mittlerweile erreichte Ausmaß, spricht jedoch Bände!!



!! SONSTIGES !!
 


!!!  Ich HOFFE INSTÄNDIG, daß ihr nicht DAS HIER über meine Seite denkt !!!


# 11.08.05 #

Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick

( »Wahlmanifest der WASG!!«  |  »Zwangsanleihe, IG-BAU«)


Bank Lending Survey des Euroraum (Juli '05)

Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird.

Ergebnisse für Deutschland

Ich habe mal die, meiner Meinung nach, wichtigsten Fragen herausgezogen und ein paar kurze Kommentare dazu abgegeben. Finde ich sehr interessant, weil es die Sicht der Bänker wiedergibt.

Alles in allem, sieht es zur Zeit nicht nach einer echten Trendwende aus. Hier und da ein paar leichtere Lockerungen, oder kleinere Nachfragesteigerungen. Nichts jedoch, daß wirklich auf einen echten Schub nach vorne schließen ließe. Aber immerhin, es hätte auch schlechter ausfallen können!!

Hier lang...

*******************************************************************************

Rentenkasse, Schwankungsreserve (Juni '05)

2005

Am Ende des Monats Schwankungsreserve in Monatsausgaben 2005
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
0,41
0,17
0,31
       
Januar
0,48
-0,01
0,28
Februar
0,37
-0,08
0,18
März
0,31
-0,12
0,13
April
0,25
-0,15
0,09
Mai
0,17
-0,09
0,06
Juni
0,16
-0,10
0,06
Juli
"Rentenkassen - Erneuter Einnahmeeinbruch"
August
0,00
0,00
0,00
September
0,00
0,00
0,00
Oktober
0,00
0,00
0,00
November
0,00
0,00
0,00
Dezember
0,00
0,00
0,00

Bitte nicht wundern, daß, für den Mai und den Juni, beide Werte 0,06 betragen. Die sind gerundet. Für den Mai waren das genau 0,064 für den Juni 0,056 (= 889,0 Mill. Euro). Durchaus also eine Verringerung!!

2005
Am Ende des Monats Verfügbare liquide Mittel 2005 [Mill. €]
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
3.935,0
1.048,8
4.938,8
       
Januar
3.910,9
580,4
4.491,3
Februar
2.963,9
278,4
3.242,3
März
2.092,7
339,1
2.431,8
April
1.513,3
394,5
1.907,8
Mai
1.081,0
259,5
1.340,5
Juni
692,4
327,0
1.019,4
Juli
0,00
0,00
0,00
August
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September
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Oktober
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November
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Dezember
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Etwas ausführlicher, wie immer HIER!! Das Original HIER!!

Ich stelle auch nochmals folgenden Link rein: "Rentenkassen-Ausplünderung".
Ich will aber festhalten, daß es sich der Autor, meiner Meinung nach, doch ein wenig zu einfach gemacht hat. Denn was als "versicherungsfremde Leistungen" definiert ist, wird nicht erwähnt. Prinzipiell hat er ja recht, aber ein wenig mehr Details wären schon angebracht. Eine der dort genannten Quellen, "Versicherungsfremde Leistungen - sachgerecht finanzieren!" , gibt einen ganz guten Überblick. Gaaanz so einfach ist die Sache denn doch nicht.

Unser Rentensystem ist letztlich eben doch ein staatliches System. Es sollte also niemanden ernsthaft wundern, daß der Staat sich bei Bedarf (und den hat er ständig) daraus bedient. Möglicherweise ist das auch der Grund, warum fast alle Politiker an dem bestehenden System festhalten wollen. Staatliche Systeme sind immer dazu angehalten, die eigene Macht zu sichern.
1.) Die zusätzlichen "Bedarfseinnahmen" aus den Rentenkassen kommen da nur gerade recht.
2.) Sollte das System großflächig privatisiert werden, fehlt der "Zugriff" auf die davon abhängigen Empfänger.

Das im Laufe der Zeit die Grenzen, zwischen Staat und staatlichen Rentenkassen, immer fleißender werden, ist nur logisch. Der Staat macht die Gesetze!!! Wer also "versicherungsfremde Leistungen" kritisiert (völlig zu Recht), muß das System grundsätzlich in Frage stellen (was ich persönlich auch mache).

Aber abgesehen von all dem, offensichtlich war der Finanzbedarf des Staates da (das Grundübel). Irgendwoher mußte die Kohle demnach kommen. Ansonsten wäre er wahrscheinlich jetzt schon pleite. Steuererhöhungen wären natürlich sinnvoller gewesen, als die Rentenkassen zu belasten. Machterhalt bedeutet jedoch Stimmenkauf!! Mit offensichtlichen Steuererhöhungen ist das ungleich schwieriger. Es ist überall das Gleiche, hat der Staat als Wirtschaftsteilnehmer seine Finger mit drin, funktioniert's nicht.

Obwohl, vielleicht steckt auch die Versicherungsindustrie dahinter, von wegen private Zwangsrente usw.!! Ein Blick in den Bundestag läßt tief blicken:

ALLIANZ (7 Treffer)
BARMENIA (7 Treffer)
AXA (3 Treffer)
IDUNA (4 Treffer)
????

Ihr könnt ja selbst weiter suchen. Einige sitzen sogar gleich in mehreren Versicherungsgremien. Beispiel "Dr. Wolfgang Gerhardt"
Andererseits sollten durchaus nicht nur Beamten- und Parteiköppe im Bundestag sitzen. DAS ist aber der echte Pferdefuß bei der ganzen Sache: ohne Partei läuft gar nichts! Offiziell gibt es drei Fraktionslose. Der erste ist Martin Hohmann (ex CDU'ler), die anderen Beiden sind Möllemann (Tod) und Gesine Lötzsch. Im Grunde also NIEMAND!!! Ich will das jetzt nicht breittreten, aber wenn sich Machtstrukturen (Parteien) in anderen Machtstrukturen (z.B. Versicherungsindustrie) breit machen (oder umgekehrt), dann....

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Nur Link!!

Sparen bleibt "Out" (USA: "Virtuell" reich sein, prima!)



!! P O L I T I K !!  

Wahlmanifest der WASG

Es gibt da schon ein paar Punkte (ein paar wenige), denen ich sogar zustimmen kann, aber was soll ich von folgendem halten? Wir lesen:

»Wären die Steuereinnahmen noch auf dem Niveau des Jahres 2000, würde der Staat jährlich 60 Mrd € mehr einnehmen.«

Steuereinnahmen Gebietekörperschaften
[Mrd. €]
1991 338,43
... ...
1997 407,59
1998 425,93
1999 453,07
2000 467,25
2001 446,25
2002 441,70
2003 442,24
2004 442,97
Wie bitte?!? Jährlich 60 Mrd.€ mehr?? Mehr als wann?? Wie, zum Teufel, kommen die auf diese Zahl?? Und das auch noch jährlich!! Die Tabelle links (aus BuBa-Monatsberichten) zeigt die Steuereinnahmen der letzten Jahre. Es fallen sofort zwei Sachen auf:

1.) Das von der WASG gewählte "Referenzjahr" 2000, ist durchaus geschickt gewählt, ist es doch das Jahr, mit den höchsten Steuereinnahmen überhaupt.
Keine Rede davon, daß die Steuereinnahmen nur drei Jahre vorher (1997) ca. 60 Mrd.€, oder knapp 15%, weniger betrugen (Meinten die DAS mit den 60 Mrd. jährlich mehr, im Vergleich zu 1997??). Neun Jahre zuvor (1991), lagen diese sogar um 128,82 Mrd.€, oder ca. 38%, niedriger (Warum schreiben sie nicht, daß es jährlich sogar 128 Mrd.€ mehr sein könnten? Im Vergleich zu 1991 passt das doch?!)
Oder anders herum: der Staat hat seine Steuereinnahmen in neun Jahren um 38% gesteigert, und es langt trotzdem nicht? Wäre das nicht eine Erwähnung wert???

2.) Die Differenz von 2000 zu 2001 beträgt -21 Mrd.€ !! Das ist sicherlich ein ordentlicher Batzen, keine Frage. Von den 60 Mrd.€ der WASG, sind sie allerdings meilenweit entfernt. Und immerhin liegen die 442,97 Mrd.€ Steuereinnahmen für 2004, immer noch um 16 Mrd.€ über denen von 1998, gerade mal sechs Jahre zuvor.


Entweder ich kapier da was nicht, oder die WASG hantiert wissentlich mit falschen Zahlen. In diesem Falle sagt das so einiges über die Glaubwürdigkeit der WASG aus. Aber wer überprüft so was schon? 60 Mrd.€ jährliche Mehreinnahmen klingt auf jeden Fall mal gut. Wo die Zahl herkommt, spielt keine Rolle!!

Weiter im Text:

»Öffentliche und öffentlich geförderte Beschäftigung müssen ausgebaut und die aktive Arbeitsmarktpolitik wieder aufgestockt werden.«

Die werden's nie kapieren. Woher bekommt der Staat seine Steuereinnahmen (die der WASG ja offensichtlich zu klein sind, siehe oben)? Nur von den "Privaten" (Unternehmen und Privatpersonen)!!! Das aber wiederum nur dann, wenn diese sich Verschulden. Wie soll das aber in ausreichendem Maße geschehen, wenn der Staatsanteil weiter hochgeschraubt wird? Wer verschuldet sich schon freiwillig, wenn die Krake Staat unmittelbar zuschlägt? Ich kann mich nur wiederholen:
»Kredit = lateinisch "credere": Vertrauen schenken, glauben«  Der psychologische Effekt sollte niemals unterschätzt werden (eine "Alternative" liegt natürlich im Zwang für die Privaten, siehe unten: Zwangsanleihe).

Genauso wenig der "technische" Effekt. Knapp 50% Staatsquote (bei hedonischem BIP) sind also nicht genug? Nebenbei, wie man dabei von »Neoliberalismus« reden kann, werde ich nie verstehen. Wer oder was soll dann noch besteuert werden, wenn alles, oder dann zumindest mehr und mehr, fest in staatlicher Hand ist? 55% der Steuereinnahmen gehen direkt und ausschließlich für den "laufenden Betrieb" des Staates "drauf" (>>). Möglicherweise sollte hierüber mal nachgedacht werden!! Vor allem, wenn ich an die zukünftigen Kosten denke: "Dritter Versorgungsbericht der Bundesregierung" . Die würden dann ja noch schlimmer ausfallen.

Die WASG hat, meiner Meinung nach, ja sogar recht, wenn sie schreibt, daß »...die Steuerschlupflöcher für Unternehmen und Bezieher hoher Einkommen gestopft werden müssen...« . Nur, erstens, kann das nicht für sich alleine geschehen, sondern innerhalb einer echten Steuerreform, und zweitens, kann der gleichzeitige Ausbau des öffentlichen Sektors nicht die Konsequenz aus diesen bestehenden "Unzulänglichkeiten" sein.

»Gegen die Arbeitslosigkeit brauchen wir deutliche Arbeitszeitverkürzungen. Dazu gehört auf gesetzlicher Ebene als erster Schritt eine wirksame Begrenzung der Arbeitszeiten.«

Na dann, warum nicht auf 10 Stunden / Woche runterdrehen? Nach obiger Logik hätten wir dann Vollbeschäftigung. Zudem, mit oder ohne Lohnausgleich? Das ist doch pillepalle. Es gibt keinen definiert großen Arbeitskuchen, der nur gleichmäßig verteilt werden muß. Schaue ich mir die größten BIP-Zuwachsraten an (50'er-70'er Jahre, >>) und vergleiche ich diese mit den langfristigen, durchschnittlichen, tariflichen Wochenarbeitszeiten (von 47,5h in den 50'er, bis 40h Ende der 70'er, >>), gehe dazu nochmal zurück zur Staatsquote, so komme ich nicht umhin, starke Zweifel an dem WASG'schen Vorhaben zu hegen. Das heißt nicht, daß Arbeitszeitverkürzungen grundsätzlich quatsch sind. Wo es passt, sollen diejenigen Betriebe das tun. Wo es aber nicht passt, kann daß nicht gesetzlich vorgeschrieben sein!!

So viel von mir dazu, in aller Kürze. Vorsichtig ausgedrückt: äußerst fragwürdig, das alles. Letzlich muß jeder selbst entscheiden. Ich (!!) jedenfalls, habe kein Bock auf Sozialismus. Darauf liefe es wohl, grob gesagt, hinaus. Schon gar nicht, wenn der auch noch mit falschen Zahlen erreicht werden soll. Wer selbst einen Blick in das Manifest werfen will: HIER.

P.S.: Ich will hier nicht Partei ergreifen
!! Über die anderen Parteien bin ich ja auch schon oft genug hergezogen. Heute war halt mal die WASG dran. Verdient haben es alle !! Und wäre mir nicht die Sache mit den 60 Mrd.€ ins Auge gesprungen, hätte mich das auch nicht weiter interessiert.

--------------------

Weil ich gerade von "Sozialismus" sprach. 

Die ZWANGSanleihe wird spruchreif!!!

Bezüglich der "Zukunftsanleihe" (Zwangsanleihe) des Hr. Wiesehügel von der IG-BAU (siehe kurz Vortag), habe ich die IG-BAU mal kontaktiert und ein paar Fragen gestellt. Ich weiß nicht, ob meine Fragen der Weisheit letzter Schluß sind, aber die Antworten sind recht aufschlußreich. Wollte ich euch nicht vorenthalten.


1.) Diese "Zukunftsanleihe", wie Sie es, rethorisch hübsch aufpoliert, nennen, ist meiner Auslegung nach, nichts anderes als eine Zwangsanleihe. Jedenfalls impliziert das die Textstelle "erhoben wird" recht eindeutig.
Ist meine Interpretation dahingehend korrekt?

Antwort zu 1:
Die IG BAU spricht sich für einen Zeichnungszwang der Zukunftsanleihe aus, da das Prinzip der Freiwilligkeit kaum zu nennenswerten zusätzlichen Finanzmitteln für die Kommunen führen würde.

1a) Wenn ja (!!), stellt sich mir unwillkürlich die Frage, in was für einem Staat wir dann leben würden, wenn er, NOCH mehr als momentan sowieso schon, regelmäßig das Geld aus seinen Bürgern herauspresst. Ein Staatsanteil von 50% des -hedonisch aufgemotzten- BIP's, ist immer noch nicht genug?

Antwort zu 1a:
Ihr Hinweis auf den bereits gegenwärtig hohen Staatsanteil ist insofern nicht hilfreich, als es gleichzeitig nachweislich ein dramatisches Investitionsdefizit insbesondere der Kommunen gibt.

2a) Die von Ihnen genannten 30 Mrd.€, wären demnach nichts anderes, als zusätzliche Staatsverschuldung. Der Umlauf von "Anleihen der öffentlichen Hand" betrug im Mai '05 ca. 1,04 Billionen Euro!! Wie sollen "Ihre" Anleihen das Problem lösen, wenn das Ausmaß der bisherigen Anleihen eines DER Probleme IST??? Wo liegt der Unterschied zu den bisherigen Staatsschulden dieser Art?

Antwort zu 2a:
Richtig ist, dass die Mittel der Zukunftsanleihe eine zusätzliche Staatsverschuldung bedeuten. Der von Ihnen erfragte Unterschied zu den bisherigen Staatsschulden lässt sich wie folgt beantworten:

Die rechtlichen Verschuldungsmöglichkeiten der Kommunen sind um ein Vielfaches enger gesteckt als die von Bund und Ländern. Gerade aus diesem Grunde ist es vielen Kommunen, die z. B. massive Einbrüche der Gewerbesteuer zu verzeichnen hatten, nicht mehr möglich, auch nur den Infrastrukturbestand wie beispielsweise Straßen und Gehwege zu erhalten. Genau aus diesem Grunde sind zinsgünstige oder zinsfreie Kredite eines der wenigen Instrumente, die nach Auffassung von Experten das kommunale Infrastrukturdefizit zumindest eindämmen würden.

2b) Nach Ihrem Vorschlag (...die bei den Beziehern höherer Einkommen und Kapitalgesellschaften erhoben wird...) sind zukünftig also höhere Einkommen und KG die Empfänger der zu leistenden Zinszahlungen. Und NUR diese, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Die zu zahlenden Zinsen fließen also direkt von den Steuerzahlern, in die Taschen der "höheren Einkommen" und der "KG".
Wie ist dieser Umstand dazu angetan, die bestehenden Probleme zu lösen?

Antwort zu 2b:
Ihr Rückschluss, dass die Bezieher höherer Einkommen und Kapitalgesellschaften die Empfänger der zu leistenden Zinszahlungen seien und von daher eine Umverteilung von Arm zu Reich stattfinde ist falsch, da aus Gründen der Anreizwirkung für die kommunale Investitionstätigkeit die Zukunftsanleihe ohne Zinszahlungen zu zeichnen ist.

Zusätzliche Info:

Alle Steuerpflichtigen, mit einem zu versteuernden Einkommen von über 55000 Euro sowie Kapitalgesellschaften, haben eine Anleihe in Höhe von einem Prozent ihrer Einkünfte oder Gewinne zu zeichnen.....Bei der langen Laufzeit der Anleihe
– die Rückzahlung erfolgt nach 25 Jahren.....(>>)

Die IG-Bau sollte wenigstens den Anstand besitzen, das Kind beim Namen zu nennen: "partielle" Steuererhöhungen!!! Nun gut, es wird eng und enger, und dererlei Vorschläge -inkl. noch weitergehender- werden wir noch häufiger vorgesetzt bekommen. Der Staat selbst, ist diesbezüglich immer ganz weit vorne:

Neues Insolvenzrecht soll Finanzämter bevorzugen - Auch Sozialversicherungen bekommen Vorrang vor anderen Schuldnern - Scharfe Kritik von Insolvenzverwaltern

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Nur Link!!

Gute Laune in D.C. und Corporate America (Bush und seine Kumpel der Energie-Wirtschaft)

# 04.08.05 #


!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick

( »Pentagonstrike«)


Neues von der Kreditfront (Juni '05)

Vorab 1:

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Ausszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)":
.....
55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
.....
Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.


1.)
Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum))



(>>)

Tilgung Wertpapiere in Mrd.€
Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
(>>, Emissionsstatistiken)
Wie ich die letzten beiden Male schrieb...

Offensichtlich liegt der enorme Anstieg der Verschuldung über die "Wertpapiere" [und damit der kompletten Neuverschuldung] an der unterdurchschnittlichen Tilgung im April '05.

.....
Augenscheinlich ist der April als "Einmaleffekt" anzusehen, mindestens aber als -im positiven Sinne- eher außergewöhnlich. Solche Tilgungszahlen kamen zwar immer mal wieder vor (>>), sind aber, wenigstens in der jüngeren Vergangenheit, doch eher die Ausnahme, denn die Regel. Ich gehe deshalb davon aus, daß sich das in dieser Art und Weise nicht fortsetzen wird. Bei zukünftigen "normalen" Tilgungswerten, können wir uns in den nächsten Monaten vermutlich auf einige Rückschläge einstellen.
.....


...kommt die dringend benötigte, zusätzliche Neuverschuldung einfach nicht zustande, wenn die Tilgungszahlen der Wertpapiere (Anleihen usw.) im "normalen" Bereich liegen (siehe Tabelle links). Eine grundsätzliche Verschuldungsbereitschaft ist einfach nicht zu erkennen.

Ein Minus von insg. 41,36 Mrd.€, oder 1,11% !! Das ist wirklich heftig. Erst recht, wenn wir den -auch schon recht kräftigen- vormaligen Rückgang von -0,79 % mit einbeziehen. Somit ist von dem schönen Anstieg im April nicht mehr viel übrig geblieben. Wobei der Juni-Abtaucher nicht nur den Wertpapieren zuzurechnen ist. Bei diesen ging es zwar um ca. 26 Mrd.€ runter, aber auch die Buchkredite hat es diesmal, mit einem Minus von ca. 14 Mrd.€, "erwischt".

Für das Gesamtjahr ergibt sich dadurch -bis jetzt- immerhin noch ein Zuwachs von 48,12 Mrd.€, oder 1,33% (Dez 04 = 3630,81; Juni 05 = 3678,93 Mrd.€). Das reicht mal eben zum "Rumwurschteln", aber nicht zum "den-Karren-aus-dem-Dreck-ziehen".


2.) Kredite an inländische Nichtbanken (Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


(>>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)
. Mrd.€ Veränderung in %
1999 2265,40 6,94
2000 2387,01 5,37
2001 2425,99 1,63
2002 2411,07 -0,62
2003 2409,93 -0,05
2004 2397,64 -0,51
Jan 05 2396,81 -0,04
Feb 05 2394,91 -0,08
März 05 2395,58 0,03
April 05 2433,30 1,58
Mai 05 2416,41 -0,70
Juni 05 2398,33 -0,75
Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), hat sich, wie schon seit ca. 2-3 Jahren, mal wieder nichts getan.

Ein Miniplus von 1,94 Mrd.€, oder 0,09%. Ich kann nichts dafür, ich kann mich da nur wiederholen: das ist schlicht zu Mager, um "von innen" heraus Impulse zu setzen.


Vor allem, wenn wir uns die Statistik inklusive der Wertpapiere anschauen. Nebenstehende Tabelle zeigt für den Juni ein Minus von satten 18,08 Mrd.€, oder 0,75%. Auch hier ist, zusammen mit den -0,70% aus dem Mai, beinahe nichts mehr vom April-Zuwachs übrig.

Seit Anfang des Jahres, liegen wir (inklusive Wertpapiere) mit nicht nennenswerten 0,69 Mrd.€,  oder 0,029 % im posotiven Bereich. Bei den Buchkrediten sieht es im Grunde gleich aus.

Das alles schaut wahrlich nicht gut aus, und hat selbstverständlich Folgen: "Unternehmensinsolvenzen rückläufig – Privatinsolvenzen nehmen kräftig zu"

In diesem Zusammenhang ist vielleicht die Definition der Bundesbank zu den, in der Kreditvergabe-Statistik genannten, "Privatpersonen" ganz interessant. Nur mal so zur Info:

Dieser Sektor umfasst

a) wirtschaftlich Selbständige, das sind Einzelkaufleute, Gewerbetreibende, freiberuflich Tätige, Landwirte, ferner Privatpersonen, deren Einkommen überwiegend aus Vermögen stammt,

b) wirtschaftlich Unselbständige (auch Arbeitslose), das sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre,

c) sonstige Privatpersonen (Hausfrauen, Kinder, Schüler, Studenten, in Ausbildung befindliche Personen, Personen ohne Berufsangabe), die auch nicht auf Grund anderer Unterlagen den beiden vorgenannten Gruppen zugeordnet werden können.

Zu den Privatpersonen zählen auch Mehrheiten von natürlichen Personen (zum Beispiel Erbengemeinschaften). Falls nach den Untersektoren a) bis c) gegliedert wird, sind solche Personengemeinschaften nach dem ersten Verfügungsberechtigten einzuordnen. Wohnungseigentümergemeinschaften nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) sind den wirtschaftlich unselbständigen Privatpersonen zuzurechnen. (>>)

Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005 (Mrd. €)

Feb. '05 = 8784,9;  März '05 = 8844,2;  April '05 = 8954,3; Mai '05 = 9026,2;  Juni '05 = 9139,3  (>>)

Differenz von Juni auf Mai '05 = 110,1 Mrd.€, oder 1,25% (Vormonat Mai '05 auf April '05 = 71,9 Mrd.€, oder 0,80%). Teile ich die +110,1 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +9,18 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig. Trotzdem, recht ansehnlich, wie ich meine! Zumal die deutschen Ergebnisse ja auch enthalten sind. Im Rest Europas läuft es eigentlich ganz gut (zumindest mit diesen Zahlen als Grundlage).


Damit läßt sich auch ein Detail, des bereits weiter oben verlinkten Artikels, zu den "Unternehmensinsolvenzen", erklären. Das Gros der Pleiten in der BRD, trifft nämlich Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von 1-5 Personen (
"Eher kleinere Betriebe betroffen"). Diese Unternehmen haben, meines Erachtens, einfach keinen, oder zumindest kaum, Zugang zu den "Geldern" aus dem Ausland. Hauptprofiteure sind größere bis große Unternehmen, die Exportieren können. Dort bleibt der "Geldfluß" aus dem Ausland, sozusagen, hängen (z.B. auch Aktien?!). "Malermeister Schmidt" lebt aber hauptsächlich von "new Credits", die in Deutschland generiert werden - und da kommt eben einfach nichts nach.

"Gesund" ist das alles nicht. Stichworte Markmacht-->Monopole (zumindest aber starke Konzentrationen)-->steigender Einfluß auf alles (inklusive Politik) usw, usf.

Es geht kein Weg daran vorbei: verfallen die deutschen "Unternehmen und Privatpersonen" nicht bald einem Verschuldungsrausch, bricht weiterhin mehr und mehr die Basis weg - auch und gerade die Steuerbasis.

So weit mal meine Interpretationen!

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Die ZWANGSanleihe wird spruchreif!!!

Folgendes Zitat, von IG BAU Chef Klaus Wiesehügel, solltet ihr wirklich mehrfach lesen:

 Die notwendigen Mittel will die IG BAU den Kommunen mit einer Zukunftsanleihe bereitstellen, die bei den Beziehern höherer Einkommen und Kapitalgesellschaften erhoben wird. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhielten hiermit die Kommunen insgesamt 30 Milliarden Euro. (>>)

Das "erhoben wird" kann ich gar nicht genug hervorheben, bedeutet es doch nichts anderes, als daß damit ZWANGSanleihen gemeint sind.

Aber wahrscheinlich freuen sich die "Bezieher höherer Einkommen und Kapitalgesellschaften" sogar darüber . Anleihen -Zwang hin oder her- haben die Eigenschaft, daß sie, zzgl. Zinsen, an den Besitzer zurückbezahlt werden müssen. D.h., das noch mehr Steuereinnahmen, über den Umweg Staatsanleihen, an "die Reichen usw." umgeleitet werden. Sogar ausschließlich an diese, denn andere werden ja "verschont"!

Und es ist ja nicht so, daß der Staat nicht schon genug Anleihen begeben hat. DAS IST nämlich die Verschuldung, die dem Staat das Wasser bis zum Hals stehen läßt. Wiesenhügel schlägt also genau das vor, was seit Jahrzehnten eh schon läuft, nur dann eben unter Zwang . Es sei denn, er beabsichtigt die Anleihen so zu gestalten, daß der Staat sie nicht begleichen muß. Das wäre dann schlicht und ergreifend "Zwangsenteignung". Diesen Punkt verfolge ich aber lieber nicht weiter, sonst werde ich noch ausfällig!!

Von was will der gute Hr. Wiesehügel die zusätzlichen 30 Mrd.€ Staatsverschuldung zurück bezahlen (Zwangsenteignung mal außen vor)? Irgendjemand muß sich dafür zusätzlich verschulden (sonst abrutschen in Deflation)! Entweder der Staat selbst (tolle, weitsichtige Lösung Hr. Wiesehügel), oder die Steuerzahler. Angesichts des Raubrittertums werden die sich das aber 'zig-mal überlegen. Wer noch was hat, wird rasiert!! Äußerst vertrauensbildend. So wird das nichts!!! Es lebe der Sozialismus!!

Natürlich ist der Mann kein "Offizeiller", und es steht in den Sternen, ob so etwas (oder Vergleichbares) wirklich kommt. Neu in der Geschichte wäre es jedenfalls nicht (siehe unten, was ich so auf die Schnelle gefunden habe).
Jedoch, die Saat ist gesät. Ich bin mir ziemlich sicher, daß wir von solcherlei Dingen in Zukunft verstärkt zu hören bekommen. Wie sich Geschichte doch wiederholt...


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Schließlich zerbricht die florentinische Oligarchie des frühen 15. Jahrhunderts an der andauernden außenpolitischen Krise und dem daraus resultierenden innenpolitischen Unfrieden der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre. Der ständige Kriegszustand gegen Mailand und Lucca belastet die finanzielle Situation der Stadt außerordentlich. Um die militärischen Ausgaben zu decken werden Lebensmittel und Rohstoffe hoch besteuert, außerdem bedient sich die Kommune in großem Umfang der Zwangsanleihen. Die Besteuerung der Bürger begründete sich auf die Schätzung ihres Vermögens durch ihre Nachbarn - was ständigen Streit und große Unzufriedenheit unter der Bevölkerung hervorruf.
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/k10/5906.html

Spanien wurde der Mittelpunkt einer mit großartigen Machtmitteln ins Werk gesetzten katholischen Reaktionspolitik, welche den Sieg des römischen Papismus ( zugleich über Türken und Ketzer erstreiten wollte. Zu diesem Zweck unterdrückte Philipp II.1556-98) den Rest der politischen Freiheiten und unterwarf alle Stände einem unumschränkten Despotismus. Die unaufhörlichen Kriege zehrten nicht nur die reichen Einkünfte der Kolonien auf, sondern zwangen den König, auf immer neue Mittel zu sinnen, seine Einnahmen zu mehren: Jedes Eigentum (außer dem der Kirche) und jedes Gewerbe wurde mit drückendsten Steuern belegt, Schulden aller Art aufgenommen, aber nicht bedient, die Münze verschlechtert, Ehren und Ämter käuflich gemacht und schließlich so genannte Donativen, Zwangsanleihen, den Einwohnern abgefordert. Doch die spanische Reaktionspolitik erzielte dabei keine wesentlichen Erfolge. Der Versuch, England wieder der katholischen Kirche zu unterwerfen, scheiterte 1588 mit dem Untergang der großen Armada.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Spaniens

Um den Reparationsforderungen, insbesondere unter dem Druck Frankreichs, dennoch nachzukommen, sah sich die Reichsregierung unter Reichspräsident Friedrich Ebert 1922 veranlasst als „ultima ratio“ eine Zwangsanleihe aufzulegen, da alle Möglichkeiten einer freiwilligen Kreditbeschaffung aufgrund der durch die Inflation zerrütteten Währung ausgeschöpft waren. Die Zwangsanleihe wurde von Juli 1922 bis März 1923 emittiert auf Grundlage des Gesetzes über die Zwangsanleihe vom 20.7.1922. Praktisch war die Auflage dieser Anleihe eine Vermögensteuerabgabe.
http://www.nonvaleurs.de/boerselaub/zwangsanleihe/body_zwangsanleihe.html

Den Schlüssel sucht der Autor in der Konstellation des Jahres 1938: Damals erreichte die öffentliche Verschuldung aufgrund der forcierten Aufrüstung und der breitenwirksamen Steuer- und Sozialpolitik Rekordmarken; die Staatsfinanzen standen vor dem Bankrott. In dieser Situation verfielen die NS-Finanzexperten auf die Idee, sich des jüdischen Vermögens durch Umwandlung in staatliche Zwangsanleihen zu bemächtigen.
http://zeus.zeit.de/text/2005/11/P-Aly

Mit diesem Ziel regierte König Karl I. (1606 - 1649) mit absolutistischen Mitteln elf Jahre lang, von 1629 bis 1640, ohne auch nur ein einziges Mal das Parlament einzuberufen. Er führte ohne Zustimmung des Parlaments 1629 Zwangsanleihen ein, um die chronische Finanznot des Königshauses einzudämmen. ,,Wo sich Widerstand gegen die neue Abgabe erhob, antwortete der König mit Verhaftungen. Wo seine Gefängnisse dafür nicht Platz boten, ging er mit Zwangseinquartierung vor und ließ die Kosten für den Unterhalt seiner Soldaten von den Quartieropfern tragen."
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/pom/6139.html

Eine der ältesten öffentlichen Banken Europas, die 1408 durch den Zusammenschluss von Gläubigern des Stadtstaates Genua gegründet wurde. Durch die Kriege mit Venedig musste der Stadtstaat Zwangsanleihen bei reichen Bürgern aufnehmen, die von der Bank verwaltet wurden.
http://www.anumis.de/lexikon/c/pc032.html

Als Chlodwig im Jahr 500 den Burgunder-König Gundebald angriff, verriet Alarich zwar seine Neigung, diesem beizustehen und reizte dadurch den MEROWINGER noch mehr, die Westgoten anzugreifen, fand aber nicht den Mut zur Tat. Im Jahre 507 erklärte der katholische Chlodwig den arianischen Westgoten den Krieg. Alarich, obzwar er einen Angriff längst voraussehen mußte, war mangelhaft vorbereitet; er schaffte sich Geld durch Münzverschlechterung und durch Zwangsanleihen nötigte er auch die widerwilligen Römer zum Kriegsdienst.
http://www.mittelalter-genealogie.de/_voelkerwanderung/a/alarich_2_westgoten_koenig_507/alarich_2_westgoten_koenig_507.html



!! P O L I T I K !!  

Pentagonstrike

FLASHVIDEO

Wer es noch nicht gesehen hat... Bis auf die, für meinen Geschmack, zu reißerische Musik, mindestens einen Blick wert!!!

# 01.08.05 #

Neues vom "Big Brother"

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Ansonsten: viele Bildchen heute!!

!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick

( »NEUE GESCHICHTSPOLITIK AN FRANKREICHS SCHULEN«  |  »Folgen der Genmanipulation - Gen springt auf andere Pflanzenarten über«)  |  
»Peak Oil - Das Ende des billigen Erdöls«


USA / Schuldendienst der US-Konsumenten

Die Zahlen für das ertse Quartal 2005 sind da. Erstmal die Tabelle mit den Zahlen seit 2004:

Household debt service payments and financial obligations as a percentage of disposable personal income; seasonally adjusted (die komplette Tabelle HIER)

Quarter DSR FOR
Total Renter Homeowner
Total Mortgage Consumer
... ... ... ... ... ... ...
04q1 13.17 18.35 31.82 15.83 9.82 6.01
04q2 13.17 18.31 31.48 15.85 9.91 5.94
04q3 13.34 18.47 31.44 16.05 10.10 5.95
04q4 13.18 18.22 30.87 15.88 10.09 5.79
05q1 13.40 18.45 30.63 16.16 10.35 5.82

1.) The household debt service ratio (DSR) is an estimate of the ratio of debt payments to disposable personal income. Debt payments consist of the estimated required payments on outstanding mortgage and consumer debt.

2.) The financial obligations ratio (FOR) adds automobile lease payments, rental payments on tenant-occupied property, homeowners' insurance, and property tax payments to the debt service ratio.


1.) 13,4% beim DSR (debt servise ratio), das "nackte" Verhältnis von Schuldendienst zu persönlichem Einkommen, das ist HIGH SCORE!!!!! 

Der langfristige Vergleich für den Überblick. Der "High Score" ist zu erahnen.



Kurzfristig. Hier sehen wir jetzt sehr deutlich, daß die aktuellen 13,4% ein Allzeithoch sind (wenn auch vorerst wirklich nur minimal)!!!



Besonders sticht ins Auge (Tabelle), daß die Hypothekenzahlungen (Mortgages) stark angestiegen sind. Und weil das so ist, muß ich euch leider wieder etwas zu lesen vorsetzen. Ich hatte das vor längerer Zeit schonmal, aber es könnte eine Erklärung für den Anstieg sein (sicherlich neben den Zinserhöhungen). Deshalb wiederhole ich es nochmals. Gleichzeitig wirft es ein recht düsteres Bild auf die zukünftige Entwicklung. Lest selbst:

Das plötzlich aufflammende Interesse am Immobilienmarkt führte zu einem Phänomen, das die New York Times eine höchst gefährliche „Billionen-Dollar-Wette“ nennt. Zur Erklärung: Auf die neue Lust am Eigenheim reagierten die Hypothekenbanken mit kreativen Kredit-Modellen, über die viele Kunden Häuser finanzieren konnten, die weit außerhalb deren wirklicher finanzieller Reichweite lagen. Die Kunden waren dabei stets die letzten, die das beunruhigte, wie Eric Appelbaum von der Apple Mortgage Corporation in New York erklärt: „Viele Leute sagen uns, sie hätten sich ihr Haus nicht leisten können, gäbe es nicht die Nur-Zins-Modelle. Das ist eigentlich absurd.“

Absurd – und gefährlich. Denn Kreditnehmer übernehmen sich mit Hypotheken, deren Raten für „nur Zins“ sie sich leisten können. Das geht über zwei oder drei Jahre gut. Danach aber schlägt die Gläubigerbank die Abzahlung des Darlehens drauf, und die durchschnittliche Monatsrate für einen 300 000 Dollar schweren Kredit klettert von 1250 Dollar auf satte 2100 Dollar. Manche Familie dürfte mit diesem Aufschlag um fast 70 Prozent zu kämpfen haben.

Im vergangenen Jahr waren die Nur-Zins-Modelle die gefragtesten Hypotheken in Amerika. In diesem Jahr machen sie noch 40 Prozent aus, während ein neues Modell immer wichtiger wird, dessen Fachbezeichnung „option-ARM“ nur Experten erklären und sicherlich nicht alle Kreditnehmer verstehen können.

Beim „option-ARM“ sind die Zinszahlungen für die ersten fünf Jahre auf ein Minimum von 1,25 Prozent festgelegt. Das ist weniger als ein Viertel der zur Zeit marktüblichen 5,25 Prozent, die Kunden für einen 30-jährigen Kredit mit festgelegten Raten zahlen. Nach Ablauf der fünf Jahre allerdings steigt die monatliche Rate dramatisch an, der Kunde zahlt einen vorher nicht festgelegten Zinssatz, der sich am – bis dahin wohl weiter gestiegenen – Leitzins anlehnt.

Bis zu 40 Prozent aller Hypotheken über 360 000 Dollar sind in diesem Jahr „option-ARM“, hat die UBS berechnet. Die Analysten wissen auch, dass sich 70 Prozent der Kreditnehmer jeden Monat für die Rückzahlung des Mindestbetrages entscheiden, obwohl höhere Zahlungen erlaubt und langfristig günstiger sind. Robert Binette, Mortgagehändler bei Hamilton Mortgage im US-Bundesstaat Connecticut, hat die Folgen berechnet: Wer einen Kredit über 400 000 Dollar in den ersten fünf Jahren mit Mindestzahlungen abstottert, erhöht in dieser Zeit seine Schulden auf 427 000 Dollar. Dazu kommt, dass die monatliche Rate nach fünf Jahren von 1718 Dollar auf 2580 Dollar steigt. Auch dieser Sprung um mehr als 50 Prozent birgt Risiken für den Hausbesitzer.

Allgemein betrachtet liegen die Risiken im Übergang von einem günstiegen Einstiegstarif zu den langfristigen Monatsraten. Entsprechend der Bewegungen am Häsuermarkt sind in diesem Jahr Kredite im Wert von 80 Milliarden Dollar davon betroffen, wie die Deutsche Bank berechnet hat. Im nächsten Jahr werden es 300 Milliarden Dollar sein und 2007 – daher der Hinweis der New York Times auf die „Billionen-Dollar-Wette“ – wechseln Kredite im Wert von 1 Billion Dollar zu höheren Raten.

http://www.wsc.de/index.php?id=8759


Außerdem: 

.....
Die zuerst von Platzen der Blase Betroffenen sind die Hausbesitzer mit variablen Hypothekenzinsen. Ein düsteres Omen: In den letzten drei Jahren hat sich deren Anzahl auf 59% von Gesamt erhöht (man hoffte auf immer weiter fallende Zinssätze). Steigende Zinsen wirken hier wie ein Axtschlag. Aber selbst die Schuldner mit festen Zinssätzen würden wegen der einbrechenden Konjunktur und dem Unvermögen weitere Kredite und damit wie bisher üblich, Bargeld zwecks Konsum aus der Immobilie zu ziehen, erheblich zu leiden haben.
.....
Aus: "Die Immobilienblase sucht ihre Nadel"


Da droht eindeutig ungemach!!!!!!

2.) Inklusive "Auto Leasing/Kredit", "Miet(Eigentumswohnungen", "Versicherungen für Hausbesitzer" und "Vermögenssteuer auf Immobilien", der financial obligations ratio (FOR), ist die aktuelle Zahl zwar nicht auf Allzeithoch...



...-was nicht weiter verwundert, denke ich z.B. an die Nullzins-Verkaufspolitik der US-Automobilhersteller seit ein paar Jahren, was zwar gut für diese Statistik hier ist, schlecht dagegen für die Autohersteller- aber auf reichlich hohem Niveau allemal. Und all das, obwohl die Zinsen, trotz der Anhebungen der letzten Zeit, immer noch extrem niedrig sind:





Solange (!!) die Teilnehmer noch bereit, oder in der Lage sind, sich weiterhin zusätzllich zu verschulden, spielt das alles im Grunde keine Rolle. Allerdings, das abschließend, sehen wir, zumindest bei den "Consumer Credits" und für den Moment (weshalb das natürlich noch nicht allzuviel bedeutet, die sind ja nicht klein zu kriegen), leichte Ermüdungserscheinungen (bitte HIER selbst nachschauen). Mal sehen wie sich das alles weiterentwickelt.

Zusammenfassend wage ich die Behauptung, daß die US-Konsumenten immer weniger in der Lage sind, einen "Stress Test" zu bestehen (siehe folgend für Lebensversicherungen).

P.S.: Nicht ganz unwichtig!!

In addition to providing data for the first quarter of 2005, this release incorporates both newly received and revised historical data. The 2004:Q4 dips in the ratios partially reflect an increase in income due to the one-time Microsoft dividend payment. In the absence of the Microsoft dividend payment, the estimated values of the ratios in the fourth quarter would be: DSR, 13.32; FOR, 18.43; renter FOR, 30.98; homeowner FOR, 16.08; homeowner mortgage FOR, 10.22; homeowner consumer FOR, 5.86.


Einmaleffekt!!? Ich glaube kaum, daß das SO wiederholbar ist.

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Gar nicht mal so uninteressant.

Im Fitch Stress Test fallen 45 der 93 deutschen Lebensversicherer durch
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Bei einem Stress-Test wird die ausreichende Höhe und die Sicherheit der Kapitalanlagen bestimmt, in dem überprüft wird, ob der Marktwert der Kapitalanlagen (gebundenesVermögen) auch dann noch zur Bedeckung der Verpflichtungen ausreicht, wenn es zu einer vorher definierten Stresssituation an den Kapitalmärkten kommt.
.....
Zum 31. März 2004 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Kriterien für den Stress-Test der Branche gelockert.
.....
Die Änderungen begünstigen Lebensversicherer mit überdurchschnittlichen Aktienquoten in den Kapitalanlagen, da nun Absicherungsmaßnahmen wie z.B. Hedges in den Bilanzen berücksichtigt werden dürfen. Anstelle von zwei Stress-Szenarien sieht der neue Stess-Test drei Belastungsstufen vor. Das erste Szenario (R10) nimmt einen Marktwertverlust festverzinslicher Wert-papiere in Höhe von 10% an. Die zweiteStufe (A35) unterstellt einen Kursrutschder Aktienmärkte um 35%. Das dritte Szenario (RA25) sieht schließlich einenkombinierten Marktwertverlust von festverzinslichen Wertpapieren in Höhevon 5% und einen Rückgang der Aktienbewertungen um 20% vor.
.....
Fitch ist der Ansicht, dass es besser gewesen wäre, den alten Stress-Test mit Belastungsszenarien von -5% bzw. -10% für Rentenpapiere und -20% bzw. -35% für Aktien, Beteiligungen und Investmentanteilen beizubehalten. Die alten Stress-Test Annahmen sind trotz geringer Wahrscheinlichkeit von 0,1% bereits in der vollen finanziellen Belastungsintensität in der Realität eingetroffen, mit bekannten Folgen.
.....
Darüber hinaus berücksichtigt lediglich der Fitch Stress-Test Wertverluste bei Immobilien mit einem Abschlag von 15%. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Krise bei offenen Immobilienfonds erscheint eine Berücksichtigung von Verlusten auf Immobilien als angemessen.
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Daher werden bei den Stress-Tests von Fitch auch künftig mehr Lebensversicherer den Test nicht bestehen, als bei demjenigen der BaFin (Im Jahr 2004 schafften dennoch 12 Lebensversicherer den modifizierten Stress-Test der BaFin nicht).
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Insgesamt haben von 93 analysierten Unternehmen 48 den Stresstest bestanden, entsprechend 45 Versicherer nicht bestanden.
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Komplett...

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Die unheilige Allianz zwischen Politik und Finanzunternehmen am Beispiel deutscher Lebensversicherungen
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Zunächst liegt es im Interesse des politischen Systems, ein Thema selbst zu gestalten und staatlich zu regulieren. Auf diese Weise glaubt die Politik sich zu legitimieren, und sichert sich zugleich Einfluss.
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Der verschuldete Staat benötigt das Geld der Versicherungen, was der Branche die Möglichkeit gibt, auf die Politik einzuwirken.
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Komplett...

Nicht wirklich neu, trotzdem ein Blick wert!!

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Ein Personalchef packt aus - Wie Frühverrentungen zum Niedergang führen können
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Aber auch die Produktion als solche hatte nun Mängelrügen, Fehlchargen und andere kostspielige Ausfälle in einer weit höheren Anzahl als zuvor. Die vorher üblichen Maßnahmen, solche Ausfälle hereinzuarbeiten, klappten nicht mehr. Die Leistung der Arbeiter pro Stunde nahm ab statt zu. Andauernd standen Leute ohne Arbeit in den Hallen herum, weil technische Mängel aufgetreten waren. Die Meister, die vorher geschworen hatten, sie hätten alles im Griff, mußten nun zugeben, daß die erfahrenen Mitarbeiter, die oft wußten, was zu tun war, nicht so ohne weiteres ersetzt werden können. Viele Probleme hatten die Arbeiter und Vorarbeiter vorher selbst gelöst, ohne daß der Meister auch nur davon erfuhr. Nun waren die entscheidenden älteren und erfahrenen Vorarbeiter nicht mehr da.
.....
Komplett...

Wir rationalisieren uns zu Tode. Wenn Juristen und Betriebswirtschaftler einen Betrieb "übernehmen", was soll da schon anderes rauskommen? Ganz abgesehen von der unsäglichen Einführung der beinahe generellen Möglichkeit zur Frühverrentung 1972. Von Moral und Anstand will ich gar nicht reden. Das sind ja beinahe schon Schimpfwörter!



!! P O L I T I K !!  

NEUE GESCHICHTSPOLITIK AN FRANKREICHS SCHULEN

Die Geschichte der "französischen Präsenz auf anderen Kontinenten" soll in den Schulen vor allem "in ihrer positiven Rolle" dargestellt werden. So verlangt es ein neues französisches Gesetz.
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DIE Nation dankt den Frauen und Männern, die an dem Werk beteiligt waren, das Frankreich in den früheren französischen Departements in Algerien, in Marokko, in Tunesien und in Indochina sowie in den Territorien, die vorher unter französischer Souveränität standen, vollbracht hat " (Gesetz vom 23. Februar 2005, Artikel 1).
.....
Artikel 4 dieses Gesetzes: "Die universitäre Forschung räumt der Geschichte der französischen Präsenz auf anderen Kontinenten, vor allem in Nordafrika einen gebührenden Raum ein. Die Lehrpläne in den Schulen stellen vor allem die positive Rolle der französischen Präsenz auf anderen Kontinenten, insbesondere in Nordafrika, dar und räumen der Geschichte und den Opfern der Kämpfer der französischen Armee in diesen Gebieten den wichtigen Platz ein, der ihnen zusteht []."

Komplett...

Na wunderbar. Und in 20 Jahren hat es die Kolonialisierung nie gegeben. Dabei ist "sie", meiner Ansicht nach, nach wie vor einer der Hauptursachen für einen großen Teil der heutigen Problem.

1885 nehmen Vertreter von 14 europäischen Staaten und den USA an der internationalen Afrikakonferenz teil. Anhand einer riesigen Afrikakarte wird der Kontinent aufgeteilt. Die Grenzlinien werden willkürlich, oft mit einem Lineal, gesetzt und man entscheidet über das Schicksal vieler Völker. Afrika wird zum wirtschaftlichen Ergänzungsraum der Kolonialmächte. Es liefert große Mengen der wertvollen Rohstoffe. Die industrielle Entwicklung wird dabei weitgehend vernachlässigt. (>>)




Schauen wir uns die heutige Karte an, so wird das -die Grenzziehungen- noch deutlicher. Und wo ich gerade dabei bin:

Später erfuhren wir, dass die Grenzen von Jordanien eigens so gezogen wurden, dass die Pipeline auf jordanischem Gebiet verlief. (Aus: "Pipelinepolitik")




Müssen wir uns da ernsthaft über irgendwas wundern? Zumal sie -die Kolonialisierung- ja noch am Laufen ist (Tibet, Irak, Afghanistan, Afrika im Allgemeinen, usw usf). Nur oft ein wenig subtiler als früher. Ich will jetzt nicht wieder alles von vorne aufrollen, die Stichpunkte "Tantal" und "Sudan-Öl" sollen für heute genügen.

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Peak Oil - Das Ende des billigen Erdöls

Weil das beinahe zu obigem Thema passt und ich über diesen Artikel "gestolpert" bin: "Die Desinformation der Ölmultis", möchte ich nochmals auf den Punkt "Peak Oil" hinweisen. Möglicherweise ist das ja für den ein oder anderen neu:


(KLICK!!)

Ein weiterer, lesenswerter Artikel ist "China und die kommende Ölkrise"

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Folgen der Genmanipulation - Gen springt auf andere Pflanzenarten über
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Die Gensequenz einer genveränderten Rapssorte, die für deren Unempfindlichkeit gegen ein Unkrautvernichtungsmittel verantwortlich ist, ist demnach auf die von Landwirten als Unkraut angesehene Pflanzenart Ackersenf und auf eine Kohlsorte übergegangen. Der so veränderte Ackersenf war im Rahmen eines Feldversuchs in Großbritannien offenbar durch Pollen von dem Raps auf den Ackersenf übertragen worden. Wissenschaftler, die das Feld im Rahmen des Versuchs untersuchten, fanden die Pflanze, setzten sie dem - eigentlich - für sie tödlichen Unkrautvernichtungsmittel aus und stellten fest, daß es der Pflanze offenbar keinen Schaden zufügte.
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Komplett...

Macht nix!!! Das kurbelt die Wirtschaft an. So sind Monsanto, BASF & Co. leider "gezwungen", ein neuen Gentyp -inklusive des passenden Unkrautvernichtungsmittels- auf den Markt zu bringen. Das nennt sich dann "Wertschöpfungskette".

Apropos Wertschöpfungskette: im Irak wurde das erste Glied für diese Kette bereits geschmiedet: "USA veranlassen Gesetz zur Kontrolle von Saatgut und Ernte im Irak-Patente statt Bomben"


# 27.07.05 #

"Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist." 

In diesem Sinne: Bekomme einfach nicht mehr hin, bin zu beschäftigt !!


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Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick

( »Reporter ohne Scham-Grenzen«  |  »Lenin und der Kassenarzt / Warum Geld das Gesundheitssystem steuern muß – und nicht der Staat«)


Laufzeiten !!!

"Motiviert" durch "BRD/Bund - Bruttokreditaufnahmen nach Laufzeitklassen" (bitte lesen, kommt ihr leider nicht drum herum ), in dem ausschließlich die Situation der Wertpapiere (Anleihen u.ä.) des Bundes, hinsichtlich ihrer Restlaufzeiten, betrachtet wurde, habe ich mir das Ganze mal für den Gesamtmarkt angeschaut. Also inklusive der Privaten!!! Grundsätzlich gelten die Aussagen des Links natürlich auch hierfür!!

Das ist das Ergebnis:



(Folgendes wurde am 25.07.05 geschrieben, mit damaligen aktuellen Zahlen vom April 05)
Natürlich ist auch hier die öffentliche Hand, eben auch der Bund, enthalten. Aber nur damit scheint mir die Verschiebung, hin zu immer kürzeren Laufzeiten, nicht erklärbar. Diese Tendenz ist tatsächlich wohl eher emittentübergreifend. Die letzte Zeit hat sich das zwar etwas "beruhigt", aber immerhin auf relativ hohem Niveau.

Diesbezüglich will ich nochmals ein Zitat vom Vortag ("Der Termin, die Knappheit des Geldes!!") wiedergeben:

Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetzt fälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

Wenn der Anteil der kurzen Laufzeiten immer größer wird, ist das durchaus als Indiz für diese Aussage zu werten. Wie gesagt, die letzten Monate/Jahre haben die längeren Laufzeiten wieder ein bißchen aufgeholt. Von einem echten Richtungswechsel kann aber keine Rede sein.

Andererseits, etwas "Entspannung", der drohenden "Knappheit", der späteren Fälligkeiten, ergibt sich schlicht durch die Steigerung, der absoluten Beträge, des Brutto-Absatzes der Wertpapiere. Der betrug 1990 nur 219,2 Mrd.€, 2004 schon 990,4 Mrd.€ . Also ca. das 4,5-fache. Etwas "Entspannung" deshalb, weil das Wachstum hauptsächlich im kurzen Bereich der Laufzeiten stattfand. Nicht nur prozentuall, wie in der Graphik, sondern auch betragsmäßig (für die "Freaks", HIER auf Seite 15).

Leider gibt es keine detailierte, längerfristige Statistik zu diesen Zahlen (ich habe jedenfalls nichts gefunden). Wäre wirklich interessant zu sehen, ob das nur ein "normaler" Zyklus ist, oder ob wir daraus wirklich eine "Laufzeitkrise" ableiten müssen. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Ein interessantes Detail ist es allemal. Und, passend zu den vielen anderen "Kleinigkeiten", die in diese Richtung zeigen, ein nicht allzu positives (für den Moment jedenfalls mal). Denn immerhin kommen die kurzen Laufzeiten von Null Prozent!!




!! P O L I T I K !!  

Reporter ohne Grenzen!!

Sehr interessant, das Ganze!!!

Reporter ohne Scham-Grenzen
 
In jeder Ausgabe der deutschsprachigen Monde diplomatique kommt die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zu Wort, zuletzt in der Mai-Ausgabe der regelmäßigen Monatsbeilage der taz. Den deutschen Redakteuren zufolge berichte die Organisation über den Zustand der Presse- und Meinungsfreiheit in aller Welt.

Nicht wirklich, behauptete Diana Barahona, Mitglied der nordkalifornischen Journalisten-Gilde am 11. März 2005.  „Reporter ohne Grenzen“ werde von der französischen Regierung teilfinanziert. In deren Sinne habe „Reporter ohne Grenzen“ die falsche Berichterstattung über den Sturz des haitianischen Präsidenten Bertrand Aristide gedeckt. Die Organisation habe für die venezolanischen Privatsender und gegen Bruno Chávez berichtet. Um Mumia Abu Jamal, den in einer US-Todeszelle schuldlos schmachtenden Journalisten und  Ehrenbürger von Paris, habe sich die Pariser Gruppe von „Reporter ohne Grenzen“ nie gekümmert; die ganze Organisation dafür umso mehr um angebliche Einschränkungen der Pressefreiheit in Kuba. Womöglich werde  „Reporter ohne Grenzen“ auch von der US-Regierung bezahlt, und zwar über die Stiftung National Endowment for Democracy

National Endowment for Democracy hat früher antikommunistische US-Kampagnen in aller Welt finanziert, in jüngerer Zeit die neoliberale Opposition in Serbien und die orangene Bewegung in der Ukraine. Robert Ménard, langjähriger Leiter von „Reporter ohne Grenzen“, erklärte in seinem Meinungsforum beim Pariser Nouvel Observateur am 18. April 2005  zu den Vorwürfen: „Völlig richtig. Wir bekommen Geld vom National Endowment for Democracy. Wir haben damit überhaupt kein Problem.“ 

Vielleicht haben aber die Leser der deutschsprachigen Ausgabe von Le Monde diplomatique ein Problem damit, regierungsfinanzierte Zeilen am Kiosk ein zweites Mal zu bezahlen – um dann einen „Welt“-Abklatsch zu lesen. Andere Teile des Monatsblatts enthalten verfälschte deutsche Übersetzungen französischer Artikel. Trotz klarer Beweise bestreiten das die Redakteure im Hause taz. Werden sie demnächst für „Reporter ohne Grenzen“ bestreiten, was ihr Leiter ganz normal findet? Oder haben sie mit Geld von der US-Regierung auch kein Problem? (>>)

Dazu noch ein recht objektiver Bericht von Telepolis: "Reporter ohne Grenzen im Dienste des US-Außenministeriums?"


"National Endowment for Democracy"???? Da war doch was!!! Auszug aus "Das Wesen der CIA-Intervention in Venezuela"

Gab es bedeutende Veränderungen bezüglich der CIA-Strategie, seit sie 1968 aus dem Geheimdienst ausschieden?

Ja, absolut. In den 1970ern gab es in ganz Südamerika - in Uruguay, Argentinien, Paraguay, Brasilien und natürlich in Chile mit Pinochet - brutale Militärdiktaturen. Diese wurden übrigens alle von der CIA unterstützt. Zu dieser Zeit setzte bei den Machern der US-Außenpolitik ein Umdenken ein, das zu dem Ergebnis kam, dass diese Militärdiktaturen mit ihrer Repression, dem Verschwinden von Menschen, den Todesschwadronen etc. vielleicht nicht der beste Weg seien, die US-Interessen in Lateinamerika und anderswo zu wahren. Das Umdenken beinhaltete, dass die Wahrung amerikanischer Interessen am besten durch die Wahl demokratischer Regierungen erreicht werden könnte, die von politischen Eliten gebildet würden, die sich mit der politischen Klasse der USA identifizierten. Damit meine ich nicht Volksbewegungen, sondern die traditionellen politischen Klassen in Lateinamerika, die "Oligarchien". Und so wurde das neue amerikanische Programm, das unter dem Namen "Projekt für Demokratie" bekannt wurde, übernommen und die US-Politik versuchte, freie, faire und transparente demokratische Wahlen zu fördern, allerdings so, dass diese sicher stellten, dass die Macht an die Eliten und nicht ans Volk ging.

Eine Stiftung namens “American Political Foundation” wurde 1979 unter Beteiligung der größten Gewerkschaft, der AFL-CIO, der US-Handelskammer, der Demokratischen und der Republikanischen Partei ins Leben gerufen, vier große Organisationen und die Finanzierung dieser Stiftung erfolgte sowohl durch die Regierung als auch durch private Quellen. Ihre Aufgabe war es zu untersuchen, wie die USA am besten das neue Denken zur Demokratieförderung umsetzen konnten. Die Lösung hieß National Endowment for Democracy (NED) und deren vier angegliederten Stiftungen: das International Republican Institute (IRI) der Republikaner, das National Democratic Institute (NDI) der Demokraten, das American Center of International Labor Solidarity (ACILS) der AFL-CIO und das Center for International Private Enterprise (CIPE) der US-Handelskammer. Bezüglich der AFL-CIO-Stiftung nahm man eine bestehende Organisation, die jahrelang Hand in Hand mit der CIA gearbeitet hatte, das American Institute for Free Labor Development (AIFLD), das man einfach umbenannte.

Wie arbeitet die NED genau mit der CIA zusammen?

Das lief folgendermaßen ab: Der Kongress stellte der NED mehrere Millionen Dollar zur Verfügung und diese leitete das Geld weiter an die vier "Kernstiftungen", die oben genannten angegliederten Stiftungen, die ihrerseits das Geld an ausländische Empfänger verteilten.

Man, man, man !! Da soll noch einer den Überblick bewahren. Na ja, zumindest versuchen müssen wirs!!!

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Lenin und der Kassenarzt / Warum Geld das Gesundheitssystem steuern muß – und nicht der Staat

Eine Ausarbeitung, der ich zum allergrößten Teil zustimme.

Aber nicht nur die Krankenkassen, auch die Kassenärztlichen Vereinigungen als grundsätzlich selbstverwaltete Zusammenschlüsse aller Kassenärzte sind Behörden. Über jedem Behandlungsgeschehen zwischen Arzt und Patient wölbt sich demgemäß eine Art verwaltungstechnischer Vergütungsabwicklungs-Überbau, der ausschließlich aus Behörden besteht. Und da Behörden nicht immer ohne weiteres über den bei der Vergütungsorganisation erforderlichen Sachverstand verfügen, hilft ihnen hierbei bisweilen der so bezeichnete Medizinische Dienst der Krankenkassen – eine weitere Behörde. Das Zusammenspiel dieser Behörden ist seinerseits nicht diffusen freien Kräften überlassen. Alle diese Behörden werden ihrerseits kontrolliert. Kontrollorgane sind diverse Aufsichtsbehörden auf Landes- und Bundesebene. Das, was Sozialministerien, Datenschützer, Medizinische Dienste, interne Wirtschaftlichkeitsprüfungen innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigungen etc. bislang noch nicht ausreichend geprüft haben oder prüfen konnten, soll nach derzeitigen Plänen demnächst von einer neuen „Stiftung Warentest im Gesundheitswesen“ kontrolliert werden. Es sollte keiner weiteren Erläuterung bedürfen, daß die Hoffnung trügerisch ist, die Probleme des Systems ließen sich wenn nicht mit den sämtlichen bereits bestehenden, so aber nun ausgerechnet mit einer solchen weiteren Behörde lösen. Die gesamte Konstruktion gleicht eher einem Brei, der selbst nach immer neuen Köchen ruft.
.....
Daß der soziale Zweck einer staatlichen Gesundheits-Sicherung in der praktizierten Weise nicht zu erreichen ist und also die Einschränkung von Freiheitsgrundrechten ungerechtfertigt ist, erweist sich nicht zuletzt aus folgender Erkenntnis: Dem bestehenden System gehörten bei seiner Gründung im Jahre 1883 nur rund 10% der deutschen Bevölkerung an. Es handelte sich um ersichtlich schutzbedürftige Menschen aus dem Niedrigstlohnsektor. Bis zum Jahr 2003 erweiterte sich der Kreis dieser Zwangsversicherten auf jetzt 90% der Bevölkerung. 

Aber lest selbst: Komplett...

# 19.07.05 #


!! WIRTSCHAFT !!

(siehe folgend)
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( »Suche nach präsentierbarem Täter - Jamaikaner, Chemiker, Sprengstoffe, Al Quaida  …..und?«  |  »Trinkwasser als Ware – die Kunden zahlen die Zeche«)

Der Termin, die Knappheit des Geldes!!

Folgend eine grundsätzliche, recht anschauliche Erklärung, warum ich meine Rubrik "Neues von der Kreditfront" für einigermaßen wichtig halte. Wobei ich mich jetzt mal hauptsächlich auf "den Termin" fokusieren will. Möglicherweise ist das für den ein oder anderen kalter Kaffee. Es kann jedoch nichts schaden, sich diesen fundamental wichtigen Aspekt immer mal wieder zu vergegenwärtigen (gilt auch und gerade für mich selbst). Zudem hilft es vielleicht "Neueinsteigern". Bitte erstmal lesen!!

Hi, für mich lassen sich Macht, Wert, Termin und Knappheit am besten im Rahmen eines bankingtheoretischen Modells schlüssig unterbringen:

Bankingtheorie (z.B. v. Bethmann, M. Innes) besagt: jede Geldforderung (mit Fälligkeitstermin) ist Geld, denn sie kann im Prinzip alle Geldfunktionen erfüllen: a) Wertaufbewahrungsmittel; b) Zahlungsmittel (kann an Zahlungs statt weitergereicht werden, wobei eine Forderung weitergereicht und eine vernichtet (erfüllt) wird - wie bei Zahlung einer Rechnung per Überweisung).

Vollstreckbarkeit (Staatsmacht) setze ich voraus. Ohne Vollstreckbarkeit keine Zirkulationsfähigkeit der Forderung. Erst die Sicherheit, die vom Schuldner versprochene Leistung auch erhalten und notfalls einklagen zu können, macht eine Forderung überhaupt zu einem „gegenwärtigen Vermögenswert“, der als Aktivum verbucht werden kann und den Dritte auch dann an Zahlungs statt akzeptieren, wenn sie den Schuldner der Forderung persönlich gar nicht kennen (DeSotos Thema: erst Vollstreckbarkeit, die dokumentierte Eigentumsverhältnisse, Zivilrecht und staatliche Instanzen voraussetzen, die legale Vollstreckbarkeit garantieren und wenn nötig auch durchführen, ermöglicht anonyme Finanztitel, bei denen der Halter/Gläubiger des Papiers den Schuldner nicht unbedingt persönlich kennen muß, um sicher zu sein, daß er die versprochene Leistung auch erhalten wird). In diesem Sinn: ohne Macht / Vollstreckbarkeit institutionelle Voraussetzung für „Wert“ einer Geldforderung – kann man so z.B. auch in Lehrbüchern zum Schuldrecht nachlesen.

Liquiditätsgrad/Zirkulationsfähigkeit hängt dabei vom Grad der Sicherung ab – von der Unterscheidung verschiedener Liquiditätsgrade sehe ich hier der Einfachheit halber zunächst mal ab und unterstelle, daß jede Geldforderung so gut gesichert ist, daß sie zu Zahlungszwecken weitergereicht werden kann und vom jeweiligen Gläubiger auch als Zahlungsmittel akzeptiert wird (in der Praxis: Zentralbankgeld = bestgesicherte Forderung, wenn ZB Noten gegen gute Sicherheiten emittiert).

Soweit zu Macht und Wert, jetzt zur Knappheit: Geldforderungen lauten „auf Geld“ --- d.h. sie müssen zum Fälligkeitstermin mit Geldforderungen späterer Fälligkeit bezahlt werden. Zahlungsvorgang: B bezahlt A´s fällige Forderung mit einer später fälligen Forderung gegen C. Eine Forderung („das Geld“) wurde weitergereicht eine zweite (die zur Zahlung fällige) vernichtet.

Wenn das so ist, ist die Summe aller Guthaben und Forderungen immer = 0. Wo kann da Geld knapp sein? Auf den ersten Blick nirgends. Denn Geld kann nur gegenüber einer Summe fälliger Geldforderungen knapp sein; „Knappheit als solche“, ohne konkreten Bezugspunkt: (knapp gegenüber was / im Vergleich wozu genau?) gibt es nicht (dottore). Zins ändert daran nichts, denn auch Zinsforderungen sind Geldforderungen und haben eine Guthaben- und eine Verbindlichkeitenseite, die sich zu 0 aufaddieren; also kann Zins Geld (in einem solchen bankingtheoretisch angelegten Modell) nicht knapphalten.

Geldknappheit gibt es aber in einer Krise: überdurchschnittlich viele Unternehmen werden zahlungsunfähig und melden Konkurs an. Jede Krisen-/Konjunkturtheorie muß diese Knappheit erklären können.

Wie also läßt sich Geldknappheit dennoch fassen? Auf den ersten Blick nur exogen: durch eine geldknapphaltende Autorität (Staat oder Zentralbank).

Alternativer Lösungsvorschlag (auf Anregung von dottores Hinweis auf die zentrale Bedeutung des Termins für die Knappheit: ): Fälligkeitstermine in Betrachtung einbeziehen und unterscheiden zwischen noch nicht fälligen und JETZT fälligen Forderungen. Noch nicht fällige Forderungen können dem Gläubiger alle 3 Geldfunktionen erfüllen (Wertaufbewahrung, Zahlungsmittel, Tauschmittel). Jetzt fällige Forderungen dagegen setzen voraus, daß in der Zwischenzeit (per Verschuldung) später fällige Forderungen entstanden sind, mit denen die früher fälligen bezahlt werden können.

Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetzt fälligen Forderungen knapp, z.B. weil der Verschuldungsprozess (Boom) ins Stocken geraten ist, Gläubiger (Halter später fälliger Forderungen) sich entschließen, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten statt damit einzukaufen (=früher fällige Forderungen zu erfüllen/vernichten) oder wenn plötzlich auf einen Schlag viele Forderungen fällig werden, werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig. Für sie ist „Geld knapp“ – gegenüber den jetzt fälligen Forderungen.

Anders gesagt: wenn wir den Termin - die Fälligkeit der Forderungen - in die Betrachtung einbeziehen, gewinnen wir durch die Unterscheidung "jetzt fällig vs. später fällig" auch im Rahmen eines bankingtheoretischen Geldbegriffs einen Bezugspunkt für die "Knappheit" von Geld -- trotz der Tatsache, daß die Summe aller Guthaben und Verbindlichkeiten immer =0 ist.

Wie macht diese Knappheit Geld „wertvoller“? Wenn Geld (wie in der Krise) knapp wird, wird es für die Unternehmen schwieriger, ihre Waren zu den kalkulierten Preisen abzusetzen. Die Geldknappheit erzeugt Preisdruck, die Unternehmen senken ihre Preise. Das sieht aus, als ob der Geldwert steigen würde (weil derselbe Geldbetrag jetzt eine größere Warenmenge kauft). Umgekehrter Prozess im Boom: später fällige Forderungen werden im Verhältnis zu aktuell fälligen überschüssig --- „Geldüberfluß“ mit Infla-Tendenz (Unternehmen erwarten höhere Gewinne + kalkulieren diese in die Preise ein, Ergebnis ist Preissteigerung, sieht wie Geldentwertung aus, da derselbe Geldbetrag zu den neuen Preisen jetzt eine kleinere Warenmenge kauft).

Dieser bankingtheoretische Lösungsansatz kommt ohne exogene Institution (Staat, Zentralbank) aus, die Geld willkürlich knapp hält. Geldknappheit (genauso wie relativer Geldüberschuß im Boom) ist hier Ergebnis der Entscheidungen der Marktteilnehmer, sich zu verschulden (und in welcher Höhe) oder eben nicht (dann irgendwann Geldknappheit+Krise).

Diese Lösung impliziert auch, daß nicht irgendein Zins für Geldknappheit verantwortlich ist und daher ein Zinsverbot die Möglichkeit der Geldknappheit nicht aus der Welt schaffen könnte. Auch ohne Zins gäbe es eine Konjunktur mit Boom+Krise.

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/325225.htm

Die entscheidenen Sätze habe ich zwar oben schon gefettet, aber ich will sie hier nochmals zitieren:

Jetzt fällige Forderungen dagegen setzen voraus, daß in der Zwischenzeit (per Verschuldung) später fällige Forderungen entstanden sind, mit denen die früher fälligen bezahlt werden können.
.....
Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetzt fälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

So einfach ist das !!! Eigentlich selbsterklärend. Trotzdem noch ein paar Kommentare:

DAS ist gemeint, wenn von den zwingend nötigen "new Credits" die Rede ist -die Neuverschuldung. Der »Termin« (die Fälligkeiten) der Kredite, macht das unabdingbar. Das Auslaufen, welches die Eigenschaft eines jeden Kredites ist, ist der entscheidende Punkt. Insofern ist Geld nicht an sich knapp, sondern immer nur zum Termin. Wichtig finde ich auch noch: der Termin selbst, wird nur durch die dahinterstehenden Sanktionen zum Termin (warum einhalten,wenn er nicht mit irgendeiner Sanktion/Strafe belegt ist?). Im Privaten kann das (die Sanktion/Strafe) meinentwegen z.B. der/die erboste Ehepartner/in sein, wenn mal wieder irgendein Date verschwitzt wurde . In Sachen Geld ist es eben die Gesetzgebung des Staates (wie im Text ja auch angerissen), oder auch der "schwarze Mann", wenn man den Kredithai nicht bezahlen kann . Der erste Kredit setzt demnach den Staat, als gesetzgebende Institution, schon voraus. Der Staat steht zeitlich also vor dem ersten Kredit ==> Wie finanziert er sich unter diesen Voraussetzungen? 


Wie gesagt, klingt alles banal, ist aber nichtsdestotrotz essentiell !! Nebenbei, banal klingt das nur dann, wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt. Fragt mal Freunde und Bekannte, in wie weit das für sie banal klingt.

Deshalb bleibe ich bei der Neuverschuldung ("Neues von der Kreditfront") so penetrant am Ball . Im Grunde ist das die graphische Umsetzung, das Ergebnis, von "jetzt" fällig gewordenen und "später" fälligen Krediten.

Und der Staat?
Der Staat springt regelmäßig für die Privaten in die Bresche, wenn bei diesen, aus welchen Gründen auch immer, die jetzt fälligen Kredite Überhand nehmen zu drohen, oder die später fälligen zumindest stark abnehmen. Er übernimmt die Generierung der benötigten später fälligen Kredite. Allerdings enstehen dabei natürlich auch zusätzliche Forderungen. Im Endeffekt zusätzliche Forderungen für die Privaten!! Entweder jetzt fällige Forderungen, in Form von Steuern, respektive Steuererhöhungen. Oder eben später fällige Forderungen, die.... tja, die letztlich auch über spätere, zusätzliche Steuern (o.ä. wie die Maut) beglichen werden müssen. Traut sich der Staat nicht an Steuererhöhungen ran, bleibt nur die weitere, zusätzliche Generierung von später fälligen Krediten, um die eigenen, vormals später fälligen, jetzt zu begleichen. Alles klar ? Das Ergebnis ist zu sehen.



!! P O L I T I K !!  


Super Artikel !!!!

Suche nach präsentierbarem Täter - Jamaikaner, Chemiker, Sprengstoffe, Al Quaida  …..und? 

.....
Man trifft bei den Terrorverdächtigen andauernd auf diese Tatsache: Geheimdienst oder Polizei wissen, wo sie sind, nehmen sie aber nicht fest.
.....
Also, wie weit sind wir jetzt? Man hat den vierten Mann identifiziert, aber er interessiert nicht, weil sowieso schon niemand mehr zuhört. Vom fünften Mann hat man zwar Videoaufnahmen, kann ihn aber nicht identifizieren. Den sechsten hat man unbehelligt aus London verschwinden lassen, obwohl er als Terrorverdächtiger und Al-Qaida bekannt war. Der siebte interessiert auch nicht mehr, weil er keinen Zusammenhang mit Al-Quaida hat. Stattdessen konzentriert man sich jetzt auf die Aufenthalte von zwei der ‚Jungs’ in Pakistan, dem Land ihrer Vorfahren. Man kann jetzt schon voraussehen, was dabei herauskommt: Nichts Konkretes.
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Komplett...

Am Ende findet ihr auch noch einen Link zu einem anderen Artikel. Solltet ihr nicht verpassen. Der hier:


Die vier britischen ‚Jungs’ und der große Unbekannte?
.....
Methode um einen terroristischen Anschlag zu verüben

1.) Engagiere eine Krisen-Management-Firma, die eine Übung veranstaltet, die parallel zu der Übung stattfindet, die du selbst ausführst. Laß ihre Übung an genau demselben Platz und zu genau derselben Zeit stattfinden. Falls zu irgendeinem Zeitpunkt des Vorgehens deine ‚Terroristen’ gefaßt werden sollten, sag ihnen, daß sie Teil einer Übung seien.

2.) Engagiere 4 Araber für einen Batzen Geld und sag ihnen, sie seien Teil einer wichtigen Übung, um London vor Terroristen-Attacken zu schützen. Rüste sie mit Rucksäcken gefüllt mit tödlichem Sprengstoff aus. Sag den Arabern, daß es sich dabei um Attrappen handle, die keiner Fliege was zu Leid tun könnten.

3.) Sag den vier Arabern, sie sollen sich in der Londoner U-Bahn treffen, dort verteilen, indem jeder eine andere U-Bahn Linie wählt. Stell sicher, daß sich die Araber an einem Ort treffen, wo man von ihnen gute Video-Aufnahmen machen kann, welche sich später endlos für die arglosen Fernsehzuschauer wiederholen lassen.

4.) Während die vier Araber in London sind, plaziere Sprengstoff in ihren Häusern in Leeds. Plaziere auch Sprengstoff in einem ihrer Autos in Luton, welches die Polizei später entdecken wird. 

5.) Bevor die Bomben losgehen, stelle sicher, daß Du Deine Verbündeten, die sich zu dieser Zeit in der Umgebung der Anschläge befinden, warnst. Falls dies der Presse bekannt wird, verleugne es einfach.
.....
Komplett...

Schöne Zusammenfassung des "status quo", wie ich meine. Und was kommt dabei heraus? Das hier :

Auf die Frage

Sollte die Videoüberwachung an öffentlichen Orten in Deutschland  ausgeweitet werden?
 
haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

A: Ja

66%
B: Nein

34%
Abgegebene Stimmen: 2579
http://www.n-tv.de/555813.html?zeige_ergebnisse=1

"Es" scheint zu wirken!! Nebenbei, ein recht guter Artikel dazu: "Stichwort Videoüberwachung: Zweck verfehlt"

Da vergleichbares ja nun nicht gerade neu in der Geschichte ist1, wiederhole ich nochmals ein paar Zitate aus "erlauchten" Mündern (kann man gar nicht oft genug lesen):

Hierzu sei es abschließend erlaubt, auch aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“ zu zitieren:

"Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jede Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag." 
.....
http://www.new-sense.net/wirtschaft/sonstiges/boerseninfo25.pdf

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.....
Ich habe an anderer Stelle die Rolle der Propaganda in der Manipulation der Massen und ihres Glaubens besprochen, aber ich möchte hier besprechen, was zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, Hitler und Mussolini, darüber geschrieben haben, wie man Massen bewegt. Ihnen zufolge müssen die Massen ohne Unterlass mit Propaganda bombardiert werden. Des weiteren würden die Massen mit ihrem primitiven Verstand viel eher Opfer einer "große Lüge" als einer "kleine Lüge", weil es für das Volk üblich sei, in kleinem Maßstab zu lügen, während der Durchschnittsmensch zu schüchtern für große Lügen sei. Deswegen würde die Masse niemals überhaupt in Betracht ziehen, daß jemand rücksichtslos genug sei, die Wahrheit in solch extremen Grade zu verdrehen. Überdies würden, wenn später die Wahrheit aufgedeckt würde, Zweifel daran bleiben.
.....
http://www.hackemesser.de/imzwielicht.html

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Zitat von Herrmann Göring; 18. April 1946; Abend im Gefängnis. Görings Zelle:

" ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." (S. 270)
Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.

Zu dem ganzen Themenkomplex gehört natürlich auch der schon alltägliche "Big Brother-Aspekt". Ein paar neue Sächelchen gibt es auch dort zu vermelden: Hier lang...


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1Beispiel dazu:
Fundstück
aus "Die ersten Deutschen - über das rätselhafte Volk der Germanen", historisches Sachbuch von S. Fischer-Fabian:
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Im Jahre einhundertdreizehn vor Christus erreichten unheimliche Gerüchte die Stadt Rom.
.....
Dort oben im Norden, jenseits der Alpenpässe, sei ein Volk auf der Wanderschaft, so riesig an Zahl, wie man es noch nie gesehen. Eine Million Menschen, zusammengepfercht auf Planwagen, vor denen Ochsen gespannt, mit Kind und Hund, Frauen und Vieh, vagabundierten sie, fräßen das Land kahl wie die Heuschrecken. 300 000 Mann stark sei die Schar ihrer Krieger, furchterregende Gestalten, wahre Hünen, sechs Fuß groß die meisten von ihnen, tiefblond, blauäugig sie alle, die Kinder das Haar so weiß(-blond) wie Greise. Betagte Frauen, gekleidet in rauhes Leinen, zögen ihnen barfüßig voran, weissagten aus dem spritzenden Blut der den Göttern geopferten Gefangenen, von denen sie Tausende machten. Denn niemand, der sich ihnen entgegenstelle, habe eine Chance: So furchtbar seien sie im Kampf. Und furchtlos, ohne Todesangst. Gelte doch nur der Tod auf dem Schlachtfeld als ehrenvoll und nicht der Strohtod, das schmähliche Dahinsiechen auf der Bettstatt.
.....
Er verwies die Gesandten an den römischen Senat, und die Germanen hatten es tatsächlich ernst gemeint, so daß sie eine Abordnung nach Rom schickten.
......
Alles in allem hatten die Römer von den Herren Barbaren einen nicht ungünstigen Eindruck. Ihr Auftreten war würdevoll, ihre Rede gemessen, ihre Offenheit schien nicht Berechnung, sondern Naivität. Sie straften damit die amtliche Greuelpropaganda Lügen, die nicht zuletzt deshalb entfacht worden war, um die nötigen Truppenaushebungen vornehmen zu können.
.....
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Trinkwasser als Ware – die Kunden zahlen die Zeche

Erst mal zum Bericht von Panorama: Hier lang...

"Kitzliges" Thema, gar keine Frage!! Aber schließlich bin ich "dafür da", immer mal ein bißchen rumzunölen, wenn mir was auffällt. Also nöl' ich mal:

1.) Panorama zitiert:

 „Und da genau steckt das Risiko drin, dass eines Tages eben sich das rächt, das geht 10, 15 Jahre gut, weil unser Rohrnetz in einem einwandfreien Zustand war, als wir es übergeben haben und irgendwann ist es vielleicht nicht mehr der Fall.“

Einwandfreier Zustand also. Aha. Nun, ich weiß nicht ob das in Kiel tatsächlich so war/ist, grundsätzlich kann von einem "einwandfreien Zustand" jedenfalls mitnichten die Rede sein:
Täglich versickern Milliarden Liter Trinkwasser
28.04.2005 + Jeden Tag versickert in Deutschland so viel Trinkwasser durch defekte Rohre in das Erdreich wie mehr als elf Millionen Bundesbürger täglich verbrauchen. Darauf weist der Rohrleitungsbauverband (rbv) anlässlich seiner Jahrestagung in Magdeburg hin. 


Die 1,138 Milliarden Liter pro Tag entsprechen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts rund acht Prozent des gesamten Wasseraufkommens. Würde diese Wassermenge in Tetra-Paks à ein Liter abgefüllt, reichten die hochkant gestellten Behälter 3,4 mal um den Äquator. (>>)

------------
(aus 2003)
.....

Das mehr als 50 Jahre alte Kanalnetz in Deutschland ist sanierungsbedürftig und steht an einigen Stellen vor dem Zusammenbruch. Ständig versickert Abwasser aus Kanälen und stellt damit eine Gefahr für das Grundwasser dar. Auch die Versorgungsleitungen sind marode, und schätzungsweise acht Prozent des hergestellten Trinkwassers kommt nicht beim Empfänger an.
.....
Nach Einschätzung von Wolfgang Krah (Wirtschaftsvereinigung Bauindustrie NRW) seien bundesweit 45 Mrd. Euro notwendig, um dringendste (!!) Schäden zu beheben.
..... (>>)
Das klingt schon anders, oder?

2.) Wie blöd muß man eigentlich sein, einen solchen Vertrag einzugehen:

"Denn sogar für eventuelle Verluste der Wasserkonzerne kommt der Steuerzahler auf. Ein vertrauliches Papier zeigt das Kleingedruckte des Kaufvertrages: darin verpflichtet sich das Land Berlin, der BB-AG, gemeint sind die privaten Investoren, geringere Gewinne in vollem Umfang auszugleichen."

Selbst wenn das aus einer Position des "klamm-sein" heraus geschehen ist, so etwas darf schlicht nicht unterschrieben werden. Und wenn ich folgendes lese, fällt mir einfach nichts mehr ein:

„Es ist völlig untragbar. Dass die Inhalte der Verträge nicht öffentlich sind, zum Teil sogar nicht einmal von den Räten der Kommunen gelesen werden können, weil sie viel zu umfangreich sind, zum Teil gar nicht lesbar sind, dass sie Kurzfassungen bekommen zur Information, ist demokratierechtlich und rechtsstaatlich völlig untragbar. Ich halte ein solches Verfahren für einen klaren Verstoß gegen unsere Rechtsprinzipien.“

Ja gibt es denn keine Anwälte? Die machen für ein paar tausend Euro alles!! Sogar Verträge lesen. Es soll sogar welche geben, die sich auf Vertragsrecht spezialisiert haben. Davon habe ich schonmal gehört . Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder sind die wirklich so blöd, was schon so einiges über unser politisches System aussagt. Da muß uns wirklich gar nichts mehr wundern. Oder wir können Vorsatz unterstellen, was beinahe noch schlimmer ist. Bei Punkt 3 könnten wir jedenfalls fast in Versuchung kommen, in diese Richtung zu denken.

3.) Schauen wir uns nämlich mal die Aufsichtsräte an, überkommt einen schon ein komisches Gefühl.

Aufsichtsratsmitglieder EnBW. U.a. sind das:

Siegfried Tann, Meckenbeuren, Landrat des Bodenseekreises (Bodensee? War da nicht was?)
Peter Schneider, Andelfingen, Landrat des Landkreises Biberach; 
Willi Fischer, Meßstetten, Landrat des Zollernalbkreises
Gerhard Stratthaus, Brühl, Finanzminister des Landes Baden-Württemberg
(>>)

Bei RWE ist das auch nicht viel besser. Aufsichtsratsmitglieder RWE:

Abgesehen von von so illustren Namen wie...

Bsirske (ver.di), Huber (IG Metall) und noch ein paar anderen üblichen Verdächtigen

...finden wir dort auch:

Heinz-Eberhard Holl, ehem. Oberkreisdirektor des Landkreises Osnabrück
Dr. Gerhard Langenmeyer, Oberbürgermeister Stadt Dortmund
Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeiterin Mühlheim/Ruhr
Dr. Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister Stadt Essen
(>>)


Mache sich jeder selbst seine Gedanken darüber!

4.) Etwas provokativ!
Der Fehler sind nicht die steigenden Wasserpreise, die anscheinend auch ohne Privatisierung steigen werden: "Kommunale Wasserversorgung - Preisexplosion bei Trinkwasser vor allem im Osten erwartet". Der Fehler ist der ausbleibende Ausgleich durch die öffentlichen Hände (z.B. durch Steuersenkungen), die ja durch die Privatisierungen Geld sparen. Vielmehr sollten sie das eigentlich! Siehe die Punkte zuvor.

5.)
Das Einzige, daß erreicht wurde, ist der Tausch von einem Monopolisten (Staat) zu einem Anderen (EnBW, RWE). Wenn ich mir die Art und Weise anschaue, wie das, zumindest in den genannten Beispielen, "über die Bühne" ging, bin ich mir ziemlich sicher, daß dies auch anders lösbar gewesen wäre. Besser lösbar!!


Alles in allem, das gebe ich gerne zu, dieses Thema ist durchaus diskussionswürdig. Gerade beim absolut lebenswichtigen Grundstoff Wasser, bin ich mir wirklich nicht sicher, auf welche "Seite" ich mich schlagen soll. Ich sags für den Moment mal so: wenn ich schon Subventionen zahlen soll, dann ist "Wasser" sicher nicht der schlechteste Empfänger.
Andererseits:
Um nicht alles noch mal schreiben zu müssen , kopiere ich einfach mal eine Stellungnahme meinerseits hier rein, die vom 11.05.05 stammt. Damals bezogen auf den Artikel: "Staatlicher Ausverkauf". Ich denke, das passt ganz gut hier her:

Hierbei möchte ich erstmal weniger über das Für und Wieder reden (siehe weiter unten*)...vielmehr über das Warum!!

.....
Um es klar zu sagen: Der Sozialismus (no property) ging gegen den Kapitalismus (maximum property) nicht etwa unter, weil er „unfrei“ war, sondern weil er nicht genügend Besteuerungsbasen finden konnte, die ihrerseits die Grundlage für arbeitsteiliges und demnach auf Schuldkontrakten beruhendes Wirtschaften war.

Oder noch einfacher: Je tiefer gestaffelt bzw. je stärker maximiert das private Eigentum, desto erfolgreicher sowohl die Machthalter als auch die Nichtmachthalter, deren Erfolg wiederum den Machthaltern eine immer weiter verbreitete Besteuerungsbasis und damit Chance zu andauerndem Machterhalt offeriert. Und da privates Eigentum zur Basis privater Verschuldung dient, heißt dies zugleich:


Je mehrstufiger Eigentum und die auf jeder Stufe erneut möglichen privaten Schulden sind, die ihrerseits (wie die Staatsschulden) immer nur Diskont auf sich aus diesem Eigentum ergebenden zeitlich späterem Eigentum („Einnahmen“) sein können und dies gegenüber öffentlich-rechtlichem Eigentum in einer Volkswirtschaft, das sich seinerseits nur auf einer Stufe diskontieren lässt - desto größer der wealth-maximizing-Prozess. Der Staat als Eigentümer der Macht kann nur Staatsschulden machen. Private Eigentümer können aber Grund und Boden beleihen, Automobile, Einrichtungsgegenstände (Ratenkredite), Urheberrechte, Wertpapiere, Forderungen, Geschäftsideen usw., und am Ende sogar ihre künftigen Einkünfte selbst (Dispo-Kredite), die im Nichtzahlungsfall dann der Lohnpfändung unterliegen. Dies berechtigt zweifellos die Forderung nach einer Eigentums-Maximierung und auch die nach der Schaffung von zusätzlichen property rights etwa im Bereich des „geistigen“ Eigentums.
.....
Existiert Steuerbelastung (Schuld des Publikums dem Staat gegenüber) kann diese gemindert werden, sobald das Publikum die Möglichkeit erhält, mit Hilfe von privatem Eigentum zu wirtschaften. Dieses entsteht, sobald die Macht gezwungen ist oder wird, Teile von ihren Eigentumsrechten abzutreten (nach Katastrophen, Revolutionen, durch Privilegierungen usw.), die sie sich entweder im Abgabenmittel bezahlen lässt oder in Ausübung ihrer Souveränität über das Areal, in dem sich das privaten Eigentum befindet, dieses weiterhin als Steuerbasis belässt.
.....
Aus: Macht, der Staat und die Institution des Eigentums

Platt gesagt, Staatseigentum läßt sich nicht besteuern. Also versucht der Staat zusätzliche, zukünftige, Steuereinnahmen zu generieren, in dem er "sein Eigentum" privatisiert (dann besteuerbar). Aber irgendwann ist auch das aller-aller-aller-allerletzte "Tafelsilber" weg...

* Ich persönlich denke, daß man darüber sehr wohl diskutieren kann. Nur hätte das Ganze im Grunde schon vor 'zig Jahren passieren müssen. Jetzt befindet sich der Staat in einer Zwangssituation. Aus einer solchen Position heraus, läßt sich nur schlecht besonnen und überlegt handeln. Das wiederum erhöht die Gefahr von "Fehlschüssen". Zumal das ganze System mittlerweile auf den Staat zugeschnitten ist. Es müßte gleichzeitig also auch vieles andere geändert werden (z.B. Beamtentum/recht, Rentenkassen, Eigentumsrecht, uvm.). Genau dies, wird jedoch nicht klappen. Und selbstverständlich muß eine flächendeckende Grundversorgung -z.B. mit Wasser- gewährleistet sein. Das aber ließe sich, meiner Ansicht nach, durchaus regeln. Nur, eben dadurch, das unser System so stark auf den Staat ausgerichtet ist, werden "punktuelle" Pivatisierungen zum jetzigen -zu späten- Zeitpunkt, des öfteren nicht mehr funktionieren. Trotzdem, wir sollten Privatisierungen nicht per sé (!!) als Teufelszeug verdammen. Wir sind nur dermaßen daran gewöhnt, daß der Staat das alles in der Hand hat, daß wir uns andere Lösungen gar nicht mehr vorstellen können.

# 12.07.05 #

Aus bekannten zeittechnischen Gründen, gibts heute nur mal ein bißchen was "politisches". U.a. die Jagd nach dem Steuerzahlungsmonopol "gesetzliches Zahlungsmittel", nimmt mich momentan recht heftig in Anspruch !!

!! POLITIK !! «Klick

( »VW-Schweinerei, Bilderberger und mehr!!«  |  »Robert Steinhäuser und Armageddon in der U-Bahn«)

!! P O L I T I K !!

VW-Schweinerei, Bilderberger und mehr!!

Nur ein paar Gedanke!

Es gibt da durchaus einen Aspekt, der nicht vernachläßigt werden sollte. "Warum gerade jetzt?" . Ein Artikel dazu: »„Ausgehartzt“ - Mit Peter Hartz geht eine Symbolfigur der Regierung«. Immerhin liegen die Vorkommnisse schon ein paar Jährchen zurück. Natürlich kann das alles auch nichts anderes als die "übliche, alltägliche" Sauerei sein. Sozusagen der "normale" Sumpf, der wirklich nur zufällig gerade jetzt an die Oberfläche blubbert. Vielleicht aber eben auch nicht ganz zufällig.

Grundsätzlich gibt es Entwicklungen, die gewissen Kreisen sicher nicht gefallen können. Das ganze Durcheinander wird hier recht anschaulich beschrieben: "Läuft Washington gegen die «BRIC-Wall»?". Zu diesen "Entwicklungen" könnte z.B. auch die geplante Ostsee-Pipeline gehören: "Deutsch-russische Pipeline soll ab 2010 Gas liefern".
Wie wir sehen (Bild unten, gepunktete Linie) verläuft diese Pipeline komplett an den schönen neuen NATO-Mitgliedern vorbei.
Als da wären: Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien.
Und das, obwohl "Washington" doch so eifrig bemüht ist, im "neuen Europa"  Fuß zu fassen: "Osteuropa steht fest zu den USA"   |   "USA weiten militärischen Einfluss nach Osteuropa aus"   |   "USA weiten militärische Präsenz weltweit aus"




Womit wir -wenn man so will- wieder in der "Verschwörungsecke" sind. Ich erinnere nochmals an die "Sache" mit den Bilderbergern von weiter unten. Wobei ich in diesem Zusammenhang noch auf eine zusätzliche Quelle hinweisen muß, in der einschränkend geschrieben steht:

"Gerhard Schröder und Joschka Fischer waren nicht eingeladen. Einigen patriotischen Internetseiten behaupten Schröder habe daran teilgenommen und ein Kurzreferat gehalten. Tatsächlich hatten Schröder(als Kanzler des gastgebenden Staates) und Stoiber (als Chef des gastgebenden Bundeslandes) nur einige ausländischen Gäste in der Vorhalle des Hotels begrüßt. Im Hinblick auf die nachweislich sehr kurz Anwesenheit Schröders in dem Hotel halten wir die Angabe er habe ein Kurzreferat gehalten, für unglaubwürdig. Schröder war auch in den letzten Jahren nicht zu den Bilderbergern eingeladen. Frau Merkel war erstmals eingeladen." ("Stürzten die Bilderberger Gerhard Schröder?")

Das würde, im Falle der Richtigkeit, natürlich richtig Sinn machen.

Wird da im Hintergrund, vielleicht doch gezielt, an den "richtigen", z.B. medialen, Fäden gezogen? Zumindest ist das nicht gänzlich von der Hand zu weisen!

Ich will nochmals auf den Einstieg eines amerikanischen Investors (Hellman&Friedman) beim Axel-Springer-Verlag hinweisen: "Axel Springer Verlag hat einen neuen Großaktionär". Ja genau, eben der Verlag, der u.a. die BILD verlegt. Und ebenfalls, ja genau, eben der Verlag, dessen Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner, bei besagtem Bilderberger-Treffen als Teilnehmer aufgeführt ist. Und, wer hätte es gedacht, ebenfalls taucht Döpfner als Aufsichtsratsmitglied bei der Pro7/Sat1-Media AG auf (>>), in dem im Übrigen auch zwei Typen von gerade aufgeführtem, amerikanischen Investor, Hellman&Friedman, sitzen. Zufälle gibts, die... usw.  Da nimmt es natürlich nicht wunder, wenn der derzeitige, ebenfalls amerikanisch (israelische) Großinvestor und Aufsichtsratsvorsitzender der Pro7/Sat1-Media AG, Haim Saban, großzügig wie er ist, den Weg frei machen könnte... "Als Käufer seiner Anteile wird der Springer-Konzern gehandelt" . Zumal er, Saban, bei der Übernahme wohl schon tatkräftige Unterstützung durch Hellman & Friedman erfahren durfte (>>)

Werden wir auf Linie gebracht? Da könnte man schon drauf kommen, denn es gibt da noch ein paar weitere, interessante Details:

# Der Chef von Hellman&Friedman, F. Warren Hellman, ist laut dieser Quelle Mitglied im "Council of Foreign Relations". Zudem war er bis 2003 -neben so einigem anderen- im Direktorium des "Werbegiganten" WPP (>>).


WPP Group: Wie gesagt, dies war Anfang der achtziger Jahre, bevor J. Walter Thompson 1987 von der WPP Group aufgekauft wurde. Neben Hill & Knowlton gehört seit dem Jahr 2000 auch Burson-Marsteller zur WPP-Group, die heute über 80 Unternehmen mit insgesamt 55.000 Angestellten in 92 Ländern ihr eigen nennt. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Großbritannien betreibt alleine 18 weltweit agierende Public Relations-Firmen. Martin Sorell, Gründer und Direktor von WPP, ist sich der Macht seiner Unternehmensgruppe bewusst. Ohne zu übertreiben, stellt "der Machiavelli der Madison Ave."(47), so das Time Magazin über Sorell, klar: "WPP ist eine potentielle Machtzentrale, eine gigantische Propaganda-Maschine." (>>)


# Haim Saban: "Die Bush-Regierung hat über ihre Berliner Botschaft im Interesse des früheren Clinton-Fans interveniert." (>>)


# Mathias Döpfner: Wurde beim "Young Leaders"-Programm der Atlantik-Brücke "entdeckt". (>>). Entdeckt? Oder vielleicht doch mehr herangezogen?


Gefällt da jemandem irgendwas nicht? Dem Eindruck kann man sich wirklich nur schwer erwehren. Beispiel: "Schlag gegen Achse Berlin–Moskau". Vielleicht müssen ja auch die von der SPD so plötzlich aufgebrachten "einfallenden Heuschrecken" in diesem Kontext gesehen werden? Jedenfalls, die aktuelle Regierung sieht auch nicht besonders gut dabei aus und der Weg ist frei, für die linientreue Mrs. Merkel & Co. So kann zumindest gemutmaßt werden.

Nicht daß da bei VW nicht tatsächlich die Kacke am Dampfen wäre (Hans-Joachim Selenz gibt dazu immer ganz "nette", recht passende, Kommentare ab [auf 2005, 2004 usw. klicken]). Die falschen scheint es, meiner Meinung nach, jedenfalls nicht zu treffen (wenn es sie denn überhaupt wirklich trifft), und Sauerei bleibt Sauerei!!

Aber die ganzen Umstände ("Warum gerade jetzt?" usw.) könnten uns durchaus als Aufhänger für die Frage dienen, die wir uns immer stellen sollten: »CUI BONO?« (Wem nützt es?)



P.S.: Der ganze Kladderadatsch ist -gelinde gesagt- in der Tat einigermaßen undurchsichtig, und ich habe im Endeffekt natürlich -leider- auch keine erschöpfenden Antworten. Aber selbst wenn der "Verschwörungs-Aspekt" mal außen vor bleibt, allein die Vielzahl der passender Querverbindungen betrachtet, ist schon kaum zu glauben. Und das, obwohl ic
h kaum mehr als einen Bruchteil der Beziehungen im Hintergrund angerissen haben werde. Tausend Fragen bleiben offen! Was z.B. spielt die Phönix-aus-der-Asche-rettet-die-Nation-WASG für eine Rolle. Spielt sie überhaupt eine? Wie auch immer, es bleibt spannend!!

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Ein Forenbeitrag. Fand ich ausnehmend gut!! Deshalb in voller Länge!!

Robert Steinhäuser und Armageddon in der U-Bahn

Hallo, überall heißts, islamistische Terroristen waren das.

Niemand hat sich angeblich bisher dazu bekannt, das eine sei ein Trittbrettheini gewesen.

Ah, ja !

Also, die IRA kanns nicht gewesen sein, weil die nicht im Iran sitzt.

Der MI5 auch nicht, weil der sowas niemals nie tut.

Gladio, die gab es doch niemals. P2 ? Alles Erfindungen....

Vielleicht wars ja der neue persische Präsident ? Nein ? Der hat ein Alibi ? Dumm.

Jedenfalls wurde Pearl Harbour, nein, äh, der Sender Gleiwitz, äh, nein, die Lousitania, nein, auch nicht, die Türme, der Reichstagsbrand, der Schnellbootzwischenfall vor Vietnams Küste, nein, äh, wo ist denn nur mein Zettel, ach ja, Falluja......REGIE ????

....(raschel...hall....knister...."weiter im Text"....Hall aus).....

Jedenfalls wurden die Anschläge in der U-Bahn zweifelsfrei einer iranischen Untergrundorganisation zugeordnet, die es nun zu bekämpfen gelte. Unbestätigten Angaben zufolge haben sich ein paar bärtige Iraner zum U-Bahn-Führer ausbilden lassen in einer U-Bahn-Fahrschule. Aber sie waren hundsmiserablige Fahrer, haben lieber Bier getrunken und sind mit Mädels rumgezogen. Die Terrororganistaion hat ihr Hauptquartier in der ehemaligen US-Botschaft in Teheran, und besteht aus Atomwissenschaftlern, Korangelehrten und Ölbohrarbeitern, und daß gerade letztere eine ganz tolle Truppe sind, die zu allem fähig sind, auch zum Unmöglichen, wissen wir seit dem Abfang des Kometen letzte Woche durch Bruce Willis und seine Armageddon-Raumfähre, die haben so was drauf, also können iranische Ölbohrer auch Bohrgänge im Londoner Untergrund durcheinanderbringen. Angeblich hat man eine abgestempelte Busfahrkarte aus Teheran und im U-Bahnschacht eine iranische Ölbohrkrone gefunden. Eindeutig ! Leider gibt es in London zu viele indischstämmige, die mit ihren Turbanen ein Untertauchen der bärtigen Teherantalibanbinladens ermöglichten. Deswegen gilt ab Morgen, 5.45., ein Turbanaufsetzverbot. Kopftücher bleiben hingegen erlaubt. Die setzt ja kein Attentäter auf, sonst kommt er als vermeintlicher Schwuler nicht ins Paradies, oder, wenn, dann in die Schwulenabteilung.....als Nichtschwuler wär das eher weniger paradiesisch....genial, gell ?

Stoiber hat härtere Anti-Terrorgesetze verlangt. Ja, der Mann ist gut ! Damit kann er das locker verhindern. Ein Gesetz, wieso kam noch keiner vor ihm drauf ?

Offenbar hat Stoiber streng geheime Informationen, wonach ein deutscher Schüler aus Erfurt an den Geschehnissen beteiligt sein soll. Daß er angeblich vor zwei Jahren ums Leben kam, stört nicht, wie man bei den angeblichen Flugzeugpiloten der Türme auch sehen kann.
Jetzt muß die Struckwehr natürlich auch mit ran. Nach Affghanistan.

Wolfgang Schäuble mit seiner geradezu gnomenhaft unbeweglichen, eiskalten, emotionslosen, reptiloiden Gesichtsmaske hätte die Vorlage für die Maskenbildnerin von Waran-Otto abgeben können, hätte er nicht gesprochen und wäre er nicht gestanden, man hätte Otto heute in den Nachrichten für Wolfi halten können, rein gesichtstechnisch - äh, biometrisch, meine ich. Null erkennbare Gemütsregung, eiskalte Abgeklärtheit. Planerische Sicherheit. Wissen ?

Oder heißt der laut Rammsfeld nicht neuerdings eh Adolf ? Wie auch immer.

Das Timing der pöhsen Buben war so gigantisch passend, wie das Loch in der Gefängnismauer in Celle, oder der bestellte und inszenierte Plutoniumschmuggel des BNDs vor den bayerischen Wahlen.

Nur, daß es diesmal Unschuldige das Leben kostete. Wie in Erfurt. Aber das war schon immer so, wenn es um große Ziele ging. Da brauchts keine öffentlichen, stimmigen Untersuchungsberichte, dazu reicht die Tagesschlagzeile. Im Irak übrigens gibts keine unschuldigen Opfer. Da sind das Kollateralschäden. Langsam wird das Timing mit Persien drängend, isn´t it ? Und die Unterstützung wird nicht gerade gewachsen sein dafür. Ach wie gut, daß niemand weiß, daß Menschenrechte sind nur Scheiß.

Wenn man sich die entrösteten Kommentare vom Merkel, vom Phischer und den anderen Dummschwätzern anhört, so sagen sie durchaus die Wahrheit, wenn man zwischen den Zeilen liest und die Adressaten auswechselt. DANN macht das auf einmal sehr viel Sinn. Sogar Spaßguidos Kommentar macht dann Sinn. Aber nur dann. Bezogen auf die unbekannten angeblichen Bärtigen ist es nur peinlich.

Zumal die Bärtigen Bösen von heute die Freunde und Kostgänger von vorhin sind. Denn wer sechzig Jahre lang Menschenrechte mit Füßen tritt und einen Hund, der auch bloß leben will, beständig prügelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der irgendwann zurückbeißt. Wenn er beißt. Überhaupt. Und nicht alles nur als Vorwand dient, um beim Tierarzt keinen Ärger zu kriegen, wenn man seinen Kadaver vorbeibringt.....weil er eigenen Plänen im Wege war.

Aber natürlich wissen wir ja, daß Robert Steinhäuser ein Irrer war, der besser war als fünf SEKS zusammen. Und daß solche Greueltaten wie Anschläge immer nur die pöhsen Buben machen. So, wie damals im Münchner Bürgerbräukeller. Ach, nee, der war ja ein Guter, kein Böser. Hinterher jedenfalls. Vorher wars schon ein ganz Böser. Bis die Guten zu den Bösen wurden und die Bösen wieder Gut waren. Auch wenn ihre Taten nicht gut, sondern böse waren. Wie die von Begin. Oder Arafat. Macht nix. Datt hat auch nen Friedensnobelpreis gegeben. Später. Und später waren auch ein paar ganz böse wieder gut, weil sie die Raketen jetzt für die Sieger bauten, und gewendehalst das richtige Abzeichen aufm Käppi trugen.

Heute sind Bush und Blair die Guten. Sagen sie selber. Und wer könnte schon daran verzweifeln. Äh, zweifeln.
Ob das in zehn oder zwanzig Jahren auch noch so sein wird ?

Den heutigen Opfern kanns wurscht sein, die mußten die Zeche zahlen für ein mieses, dreckiges Spiel.
Wenigstens gab es für sie Krankenversorgung. In Falludja gibts die nicht......aber das ist ja auch kein Terror, sondern eine humanitäre Friedensmission.

Das schlimmste für mich sind die hohlen, austauschbaren Phrasen und Entrüstungswortblasen der selbsternannten PolitführerInnen. Heute sind wir alles Londoner, jawoll. Der Anschlag war ein Angriff auf die menschliche Zivilisation. So, so. Guantanamo ist es nicht, auch nicht die Verhaftung von Kindern im einstelligen Alter mit Fußketten. Nein, das ist schon gut so. Schön selektiv, schön tagesaktuell, und immer gutmenschlike. Immer schön PC-konform. Und immer an die Wähler denken. Und an das Herrchen, dessen Hand man nicht beißen soll....was für eine miese, real-existierende Welt.

Und da komme nochmal jemand und sage, unsere Großeltern waren schuldig, weil sie den Anfängen nicht wehrten und ihre Schnauze nicht aufrissen......

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/324637.htm

# 07.07.05 #

Neues vom "Big Brother"

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(siehe folgend)
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( »Arme Länder sollen G7-Schuldenerlass selbst zahlen«)

Rentenkasse, Schwankungsreserve (Mai '05)

Tataaaaa!!! Ich komme auch dieses mal nicht umhin, einen neuen Negativrekord zu vermelden (nicht mit Freuden, nur mit Galgenhumor). Einen, in der Summe, negativen Wert der Schwankungsreserve gabs auch noch nie!!

2005
Am Ende des Monats Schwankungsreserve in Monatsausgaben 2005
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
0,41
0,17
0,31
       
Januar
0,48
-0,01
0,28
Februar
0,37
-0,08
0,18
März
0,31
-0,12
0,13
April
0,25
-0,15
0,09
Mai
0,17
-0,09
-0,06* (falsch)
0,06* (richitig)
Juni
0,00
0,00
0,00
Juli
0,00
0,00
0,00
August
0,00
0,00
0,00
September
0,00
0,00
0,00
Oktober
0,00
0,00
0,00
November
0,00
0,00
0,00
Dezember
0,00
0,00
0,00

*09.07.05, Richtigstellung:
Hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Wie ich per Mail mitgeteilt bekommen habe (nochmals danke Ronald), ist der Wert +0,06, und nicht -0,06, wie ich versehentlich eingetragen habe!!! Das ändert zwar nichts an "dem Negativrekord", denn auch die +0,06 sind ein solcher, muß aber selbstverständlich von mir korrigiert werden. Ich bitte um Entschuldigung!! So was darf natürlich nicht passieren!! Aber, wie schon öfter erwähnt, ich hatte die letzten Tagen/Wochen beruflich reichlich Streß. Darunter hat dann wohl kurzfristig meine Konzentration etwas gelitten. Mehr kann ich zu meiner Entschuldigung nicht vorbringen. Werde mich bemühen, so etwas zukünftig nicht mehr vorkommen zu lassen. Wünsche noch ein schönes Wochenende zusammen!!


2005
Am Ende des Monats Verfügbare liquide Mittel 2005 [Mill. €]
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
3.935,0
1.048,8
4.938,8
       
Januar
3.910,9
580,4
4.491,3
Februar
2.963,9
278,4
3.242,3
März
2.092,7
339,1
2.431,8
April
1.513,3
394,5
1.907,8
Mai
1.081,0
259,5
1.340,5
Juni
0,00
0,00
0,00
Juli
0,00
0,00
0,00
August
0,00
0,00
0,00
September
0,00
0,00
0,00
Oktober
0,00
0,00
0,00
November
0,00
0,00
0,00
Dezember
0,00
0,00
0,00

Etwas ausführlicher, wie immer HIER!!

Richtig heftig finde ich aber folgendes (aus BuBa-Monatsbericht 06/05):


Vermögen der Rentenversicherung1 [Mill. €]
. Insgesamt Einlagen Wertpapiere Darlehen und Hypotheken Grundstücke
2003
1.Vj. 8686 5649 1230 1685 122
2.Vj. 698 4906 980 1686 126
3.Vj. 6348 3822 727 1683 116
4.Vj. 7641 5017 816 1682 126
2004
1.Vj. 5879 3375 696 1681 127
2.Vj. 3752 1914 28 1682 128
3.Vj. 2561 731 22 1681 127
4.Vj. 5171 4984 19 41 127
2005
1.Vj. 2607 2432 16 41 118
1Entspricht im Wessentlichen der Nachhaltigkeitsrücklage.

Was für ein "Absacker" bei den Wertpapieren und Darlehen und Hypotheken. Auch die Einlagen machen keinen "gesunden" Eindruck mehr. Zumal ich die Entwicklung sehen möchte, wenn der Bund seine 17-18 Mrd.€ im Vierteljahr nicht "überweisen" würde. Ich weiß nicht was da passiert ist, aber offensichtlich geht's langsam wirklich an die Substanz.

Andererseits sind die Überweisungen des Bundes an die Rentenkassen im Grunde völliger Schwachsinn, denn vorher hat er das Geld eben aus dieser rausgezogen. Und das nicht zu knapp (>>). Also, auf der einen Seite nimmt der Bund das Geld der Rentenkassen heraus und auf der anderen Seite steckt er es wieder rein!!! Kann mir mal irgend jemand den tieferen Sinn erklären?????

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Garantiezins kaum haltbar

Lebensversicherer für Abschlag
.....
Die Festsetzung des Garantiezinses ist keine Freistil-Übung, sondern folgt konkreten, vom Vorsichtsprinzip geleiteten Vorgaben. Die besagen, dass maximal versprochen werden darf, was 60 Prozent der Rendite entspricht, die Assekuranzen längerfristig rückblickend durch Engagements in europäischen Staatsanleihen erzielen konnten.
.....

Komplett...

Aha, da hamm' wir's wieder. ==> Staatsaneihen=Verschuldung Staat ==> Ohne Verschuldung Staat, läuft mittlerweile gar nichts mehr!! Der Staat als "sichere" Anlage!! Warum auch ein Risiko eingehen, wenn der Staat einem doch absolut sicher die Kohle überweist. Das das nicht ohne Folgen bleibt (z.B. Umverteilung), sollte niemanden wundern. Und da offensichtlich immer mehr diese sichere Anlage wählen, gehen die Zinsen in den Keller (siehe Graphik Umlaufrendite unten). Was die Halter von LV-Versicherungen -wie der Artikel darlegt- gar nicht freuen wird.
Man stelle sich vor, daß die CDU ihre "Drohung" wirklich wahr macht (Neuverschuldung erst in acht Jahren auf Null) und die Neuverschuldung tatsächlich runterfährt




Dazu passt auch folgender Artikel:

Asta Lavista Hedgefonds
.....
Es ist durchaus üblich, daß ungefähr einer von zehn Hedgefonds im Jahresverlauf sang- und klanglos untergeht und aufgelöst wird. Fast immer handelt es sich dabei um kleinere oder mittlere Fonds. Doch plötzlich, und erstmals seit dem LTCM-Drama im Herbst 1998, kommen auch die großen Hedgefonds unter die Räder. Neben den bereits gemeldeten Opfern mußten in den letzten Tagen die folgenden drei ihre Auflösung bekanntgeben:.....
.....
Auch das viel zitierte "Greenspan-Rätsel" kann nicht losgelöst von den genannten Ereignissen betrachtet werden. Bekanntlich hat der Vorsitzende der Federal Reserve in den letzten Wochen wiederholt den angeblich kaum erklärbaren und "beispiellosen" Umstand angesprochen, daß sich kurzfristige und langfristige Zinsraten seit geraumer Zeit in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Obwohl Alan Greenspan die kurzfristigen Zinsen bereits von 1,0 auf 3,0% angehoben hat, sind die Renditen für 10jährige Staatsanleihen weiter gefallen und nähern sich, nicht nur in den USA, historischen Tiefstständen. Es sei an der ganzen Angelegenheit nichts rätselhaftes. Die Investoren sehen, daß das US-Finanzsystem dem Zusammenbruch entgegensteuert und Europa, erst recht nach den Referenden in Frankreich und den Niederlanden, offensichtlich, noch nicht einmal kurzfristig, in die Bresche springen kann. In dieser Gesamtlage erscheinen langfristige Staatsanleihen als die einzig halbwegs sichere Form von Wertpapieren. Diese Investoren bemühen sich verzweifelt um Bestandssicherung; Renditen spielen da keine Rolle mehr.

Seit dem 21. Juni sind hier die Dinge weiter eskaliert. Weltweit ist eine regelrechte Kaufpanik bei Staatsanleihen ausgebrochen. Neben der Bestandssicherung ist dabei ein weiteres Symptom der Systemkrise von Bedeutung. Es wird nun erwartet, daß auch die kurzfristigen Zinsen der Zentralbanken aufgrund weltwirtschaftlicher und finanzieller Notlagen schon bald wieder abgesenkt werden müssen. Schweden machte bereits den Anfang und drückte am 21. Juni die Zinsen überraschend stark von 2,0 auf 1,5%. Die EZB und die Bank von England könnten demnächst folgen. Inzwischen befinden sich die Renditen 10jähriger Staatsanleihen Deutschlands auf dem niedrigsten Stand seit Bismarck: Je mehr Investoren sich um diese Papiere reißen, desto geringere Zinsen muß die Regierung anbieten. Insgesamt erlebten die Renditen europäischer Staatsanleihen in den beiden Tagen vom 21. bis 22. Juni den stärksten Rückgang seit dem 10. September 1998. Dies war genau der Zeitpunkt zwischen dem Zusammenbruch der GKO-Schuldenpyramide in Rußland und dem Untergang von LTCM.


Komplett...

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Pharma global - Der grosse Bluff
.....
Zweitens kann von freier Marktwirtschaft keine Rede sein. Big Pharma ist eine risikofreie, steuerbegünstigte Branche, die ihre Profite im Wesentlichen unter Patentschutz erwirtschaftet. Sowohl das Patentrecht wie die Praxis der Patentgewährung wurden seit 1980 immer wieder den Interessen der Pharmaindustrie angepasst. Diese unterhält beispielsweise in Washington 675 LobbyistInnen - mehr, als der Kongress Mitglieder hat. Innovative (und risikoreiche) Forschung betreiben in erster Linie öffentliche Institutionen mit Geldern der öffentlichen Hand; die Industrie erwirbt Rechte an den Forschungsresultaten zu Spottpreisen. So zahlen die KonsumentInnen zweimal: Zuerst finanzieren sie über die Steuern die zugrunde liegende Forschung, danach zahlen sie die überhöhten Preise. Dabei zahlen sie deutlich mehr an die Unternehmensgewinne und das Marketing als an Forschung und Entwicklung.
.....
Komplett...



!! P O L I T I K !!  

Arme Länder sollen G7-Schuldenerlass selbst zahlen

Trotz Schuldenstreichung keine zusätzlichen Mittel: Den Entwicklungsländern soll an Geld gestrichen werden, was ihnen zuvor erlassen wurde. So sollen die zukünftigen Zahlungen an die Entwicklungsländer reduziert werden – und zwar in der Höhe der beschlossenen Schuldendienstverminderung. Damit ist die Übereinkunft der Finanzminister für die Entwicklungsländer ein Nullsummenspiel.
.....
"Es ist ein Skandal, dass den verschuldeten Ländern der Schuldenerlass sofort wieder von der Entwicklungshilfe abgezogen wird. Darüber hinaus hat die von den G8 geplante Entschuldung noch weitere Haken: So sollen überhaupt nur 18 von über 50 hoch verschuldeten Ländern einen Schuldenerlass bekommen, der auch nur drei der insgesamt 19 multilateralen Institutionen betrifft."
.....
"Die drei Institutionen sind die einzigen Gewinner des 'historischen Schrittes': Sie können schwer einbringbare Forderungen aus ihren Büchern streichen und erhalten für ihr operatives Geschäft in voller Höhe Ausgleichszahlungen von den reichsten Ländern der Erde. Den eigentlichen Preis dafür zahlen jedoch die überschuldeten Länder."
.....

Komplett...  

Noch ausführlicher hier: "Analyse des G7-Kompromisses zum Schuldenerlass "

Die gelungene arglistige Täuschung und die überaus wirksame mediale Propaganda, muß uns schon ein paar...



...Wert sein!!!!

# 02.07.05 #


!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)
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( »Bilderberger und die aktuelle Situation in der BRD« )
!! SONSTIGES !!

( »Der gefälschte Glaube« )


Neues von der Kreditfront (Mai '05)

Vorab 1: "Dienst nach Vorschrift", mehr nicht !!

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Ausszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)":
.....
55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
.....
Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.


1.)
Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum))



(>>)

Bevor ich zur aktuellen Situation komme, erst einmal ein kurzer Rückblick zur letzten Auswertung. Dort schrieb ich:

Offensichtlich liegt der enorme Anstieg der Verschuldung über die "Wertpapiere" [und damit der kompletten Neuverschuldung] an der unterdurchschnittlichen Tilgung im April '05.

.....
Augenscheinlich ist der April als "Einmaleffekt" anzusehen, mindestens aber als -im positiven Sinne- eher außergewöhnlich. Solche Tilgungszahlen kamen zwar immer mal wieder vor (>>), sind aber, wenigstens in der jüngeren Vergangenheit, doch eher die Ausnahme, denn die Regel. Ich gehe deshalb davon aus, daß sich das in dieser Art und Weise nicht fortsetzen wird. Bei zukünftigen "normalen" Tilgungswerten, können wir uns in den nächsten Monaten vermutlich auf einige Rückschläge einstellen.
.....


Obwohl auch die "Buchkredite" um sieben Mrd. Euro (April '05 = 3042,90; Mai '05 = 3035,90) zurückgegangen sind, ist der, für die -0,79% oder -29,46 Mrd.€, entscheidende Rückschlag, doch den "Wertpapieren" (Anleihen usw.) zuzuschreiben. In Zahlen bedeutet das ein Minus von 20,48 Mrd.€ (April '05 = 694,48; Mai '05 =  674,00).

Kaum "normalisiert" sich der Tilgungswert...


Tilgungen Wertpapiere in Mrd. Euro
Nov. 04 Dez. 04 Jan. 05 Feb. 05 März 05 April 05 Mai 05
81,8 82,8 84,6 70,0 68,6 44,3 72,7
(>>, Emissionsstatistiken)

...geht die benötigte Neuverschuldung in den Keller. Sieht für den Moment tatsächlich so aus, als ob der April ein positiver Ausreißer war. Wir werden sehen...

Allerdings, sozusagen als "Jahreszwischenfazit", durch den wirklich starken Anstieg im April und den sonstigen kleineren positiven Werten, liegt die Neuverschuldung seit Beginn des Jahres, bei einem Plus von 89,49 Mrd.€ oder 2,48%. Auch das ist nur eine Momentaufnahme, die zwar durchaus gefallen kann, die aber durch die nicht vorhandene Unterteilung in "Private" und "öffentliche Haushalte" etwas unsicher ist. Wir können leider nicht sagen, wer genau da wie und woher "zugeschlagen" hat. Drum der Blick auf die...


2.) Kredite an inländische Nichtbanken (Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


(>>)

Die "Buchkredite" (Graphik): Ein zufriedenstellender Anstieg von 3,21 Mrd.€ oder 0,14%.

Aber auch hier, wie oben, das selbe Bild bei den "Wertpapieren".  Ein Absacker um 20,08 Mrd.€ oder 10,32%. Somit ergibt sich für die "Unternehmen und Privatpersonen" für dieses mal, in der Summe (Buchkredite & Wertpapiere), ein sattes Minus von 16,89 Mrd.€ oder 0,70%. Grauselig!!

Das zugehörige "Jahreszwischenfazit" stellt sich wie folgt dar:
Nur die "Buchkredite" betrachtend, herrscht seit Jahresanfang quasi Stillstand, was aber im Grunde einen Rückschritt bedeutet, denn nur ein Zuwachs bringt Wachstum. Incl. der "Wertpapiere" ergibt sich jedoch ein Plus von 0,91% oder 21,9 Mrd.€ (Dez. '04 = 2394,54; Mai '05 = 2416,44).

Zusammenfassend läßt sich wohl festhalten, daß die Daten für die jüngere Vergangenheit -bis jetzt- sooooo schlecht nicht sind. Schauen wir allerdings weiter zurück, relativiert sich das jedoch ganz erheblich. Die zusätzliche Neuverschuldung reicht einfach nicht aus, um heimatlichen, hausgemachten Schwung in den Laden zu bringen. "Dienst nach Vorschrift", könnte man vielleicht sagen, mehr nicht.

Bevor es kurz in "Europa" weitergeht, einen "Seitenhieb" kann ich mir nicht verkneifen . Die "Nettokreditaufnahme der Gebietskörperschaften" lag im April '05 bei 39,9 Mrd.€ (nicht in obigen, verlinkten Statistikblättern ersichtlich, sondern HIER). Damit ist die Verschuldung der öffentlichen Hände seit Jahresbeginn um 2,8% angewachsen (Ende Dez. '04 = 1430,10 Mrd.€). Im Vergleich dazu, nehmen sich die 0,91% der "Privaten" geradezu mickrig aus.


3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005 (Mrd. €)

Feb. '05 = 8784,9;  März '05 = 8844,2;  April '05 = 8956,4; Mai '05 = 9026,7  (>>)

Differenz von Mai '05 auf April '05 = 70,3 Mrd.€ oder 0,78% (Vormonat: April '05 auf März '05 = 112,2 Mrd.€, oder +1,27%). Teile ich die +70,3 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +5,86 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb begrenzt aussagefähig. Trotzdem, das ist mal wieder mehr als bei uns, und allein 66,0 Mrd.€ davon entfallen auf die "Buchkredite". Noch scheint es im Rest Europas halbwegs zu funktionieren.


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Grundgesetz: Artikel 115 &  "Stabilitätspakt" & "Parkinsoches Gesetz"

Grundgesetz, Das Finanzwesen, Artikel 115:

So lautete die ursprüngliche Fassung des Artikels zur Währungsreform 1948:

«lm Wege des Kredits dürfen Geldmittel nur bei außerordentlichem Bedarf und in der Regel nur für Ausgaben zu werbenden Zwecken und nur auf Grund eines Bundesgesetzes beschafft werden. Kreditgewährungen und Sicherheitsleistungen zu Lasten des Bundes, deren Wirkung über ein Rechnungsjahr hinausgeht, dürfen nur auf Grund eines Bundesgesetzes erfolgen. In dem Gesetz muß die Höhe des Kredits und der Umfang der Verpflichtung, für die der Bund die Haftung übernimmt, bestimmt sein.»

Damit, so der Finanzwissenschaftler Roland Sturm, «stand der Ausgleich des Haushalts, das Nicht-Mehr-Ausgeben-Als-Man-Hat, im Vordergrund. Solide Haushaltsführung wurde an den Überschüssen gemessen, die der Staat erwirtschaften konnte. Staatsverschuldung galt eher als Eingeständnis für Politikversagen, »

Und das wurde daraus, lediglich 17 Jahre später. 1965 wurde er, in die noch heute gültige Version, geändert:

«Die Aufnahme von Krediten sowie die Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen, die zu Ausgaben in künftigen Rechnungsjahren führen können, bedürfen einer der Höhe nach bestimmten oder bestimmbaren Ermächtigung durch Bundesgesetz. Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.»

Damit waren die Hürden gefallen, auch wenn das Grundgesetz die Neuverschuldung mit der Höhe der Investitionsausgaben eine Grenze setzte, die nur ausnahmsweise überschritten werden darf.

Beides aus "Die D-Mark" von Wolfram Bickerich

Schon faszinierend, ganze 17 Jahre hat der "Damm" gehalten. 17 Jahre, nachdem quasi von Null angefangen wurde.
Beim EU-Stabilitätspakt ging es sogar noch schneller. 1997 verabschiedet, wurden 2005 folgende Änderungen vereinbart (hatte ich zwar schonmal, passt aber gerade ganz gut hier her):

Aus dem BuBa-Monatsbericht 04/05, Seite 17. Ich ziehe nur mal den, meiner Meinung nach, aussagekräftigsten Teil heraus:
  
Position Geltende Regelungen Künftige Regelungen
. . .
Rechtfertigung einer Überschreitung des 3%-Referenzwertes
.
- Außergewöhnliche und Vorübergehende Einflüsse – Naturkatastrophen
– BIP-Rückgänge um mindestens 2%
– BIP-Rückgänge zwischen 0,75% und 2% im Jahr im Ratsermessen
– Naturkatastrophen
– Negative Wachstumsraten
– Wachstumsraten unter dem Potenzialwachstum mit erheblichen kumulativen Produktionsverlusten
- Sonstige Faktoren - Keine – Entwicklung des Wachstumspotenzials
– Herrschende Konjunkturlage
– Umsetzung der Lissabon-Strategie
– Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Innovation
– Frühere Haushaltskonsolidierung in „guten Zeiten“
– Tragfähigkeit des Schuldenstandes
– Öffentliche Investitionen
– Qualität der Öffentlichen Finanzen
– Belastungen aus Finanzbeiträgen zu Gunsten der internationalen Solidarität
– Belastungen aus Verwirklichung der Ziele der europäischen Politik, insbesondere dem europäischen Einigungsprozess
– Rentenreformen


Man könnte beinahe meinen, daß das alles einer gewissen Gesetzmäßigkeit folgt, den "Parkinsonschen Gesetzen" vielleicht .  Es 
besagt u.a., "daß der bürokratische Aufwand mit einer mathematisch errechenbaren Zuwachsrate wächst, unabhängig davon, ob die Aufgabe oder die Arbeit zunimmt, abnimmt oder völlig verschwindet. " (>>) Und HIER etwas ausführlicher. Seeeehr interessant!!! Z.B. das noch: "Demokratie bedeutet Aufblähung." Das passt doch, wie die berühmte Faust aufs Auge. Tja, ich sags ja, es gibt kein Entrinnen. Das wirklich schlimme daran ist aber, daß der Mensch offensichtlich nicht damit umgehen kann und noch nie konnte. Wenn es mal wieder "so weit" ist, fängt "irgendjemand" an, wie ein verletztes Tier um sich zu hauen. Meistens die gerade aktuelle Weltmacht (soweit ich das historisch überblicken kann).

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"Schöner" Artikel!!

Schulden ohne Sühne

15 Jahre Währungsunion: Wie sich westdeutsche Banken auf unsere Kosten an fiktiven DDR-Krediten bereicherten

Komplett...

Bank müßte ich sein. Dann würde ich ein paar wirklich wichtige Männer kennen, die mir das Geld vom Fußvolk in den Hintern blasen. Scheeen...



!! P O L I T I K !!  

Bildergerger und die aktuelle Situation in der BRD

VORSICHT, VERSCHWÖRUNG !!!

Erinnert ihr auch noch an den Bericht über die Bilderberger. Der hier: "
Die Bilderberger-Hinter den Kulissen der Macht"


Dort heißt es:

Bill Clinton war als Gouverneur von Arkansas Teilnehmer des Treffens von 1991 und wurde 1992 erstmals zum US-Präsidenten gewählt. Tony Blair wurde ein Jahr nach seiner Teilnahme am Bilderberger-Treffen 1993 in Griechenland Chef der Labour Party. 1997 erfolgte seine Wahl zum Premierminister. Romano Prodi war 1999 eingeladen und wurde noch im gleichen Jahr Chef der EU-Kommission. George Robertson nahm 1998 am Treffen in Schottland teil und wurde 1999 NATO-Generalsekretär. Diese Tatsache sorgte dafür, daß gerade das Jubiläumstreffen 2004 in Stresa (Italien) zum 50. Jahrestag der Gründung der Gruppe besonderes Interesse bei der Weltpresse erweckte. Auf dieser Tagung hielt nämlich der Senator des USBundesstaats North Carolina, John Edwards, eine vielbeachtete Rede. Nur einen Monat später berief ihn John F. Kerry zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten.
.....
Bei einigen wichtigen politischen und wirtschaftlichen Themen wird nämlich deutlich, daß die Bilderberger keineswegs nur auf historische Entwicklungen reagieren, sondern sie prägen und ausarbeiten, denn ihre Agenda läuft in diesen Fällen den äußeren Ereignissen voraus. Einige Beispiele haben wir schon im Artikel erwähnt, so etwa die europäische Einigung. Sie stand 1955 und 1956, also vor dem Abschluß der Römischen Verträge von 1957, auf der Tagesordnung. Aus deutscher Sicht ist auch die Tagung 1988 in Telfs-Buchen (Österreich) von großem Interesse. Zum ersten und einzigen Mal gehörte der langjährige Bundeskanzler Helmut Kohl zu den Teilnehmern, und zum ersten Mal seit den fünfziger Jahren wurde „die deutsche Frage wieder aufgegriffen“. Wohlgemerkt - 1988, nicht 1989, als die Berliner Mauer tatsächlich fiel! Was soll der äußere Anlaß gewesen sein, 1988 über „die deutsche Frage“ zu reden? Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kamerun? Steffi Grafs zweiter Wimbledon-Sieg oder der sechste Europameistertitel für Katarina Witt? Nach einem Blick ins Geschichtsbuch würde man über 1988 eigentlich sagen: „Nothing important happened this year.“ Planten also die Bilderberger den Fall der Mauer?

So, und nun rufen wir uns die Ereignisse der letzten Wochen in Deutschland ins Gedächtnis. Insbesondere den gestrigen Tag im Bundestag. Und nun lesen wir das hier:

Schröder und Merkel bei den Bilderbergern-Der Wahlkampf hat begonnen

Nur zwei Wochen vor der überraschenden Ankündigung, im Herbst 2005 Neuwahlen zum Deutschen Bundestag abzuhalten, waren Bundeskanzler Gerhard Schröder und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel zu Gast bei der diesjährigen Konferenz der Bilderberger in Rottach-Egern. (>>)

Mal ganz im Ernst, wann innerhalb der letzten 60 Jahre Bundesrepublik, hat sich ein Bundeskanzler darum gekümmert, was der "Souverän" denkt? "In der Folge dessen wurde deutlich, dass es die sichtbar gewordenen Kräfteverhältnisse ohne eine neue Legitimation durch den Souverän, das deutsche Volk, nicht erlauben, meine Politik erfolgreich fortzusetzen." (>>). Bis dato hat sich da keine Politiker wirklich drum geschert!! Warum also plötzlich jetzt? Finde ich überaus seltsam!!!

Klar ist, daß innerhalb kürzester Zeit die CDU/CSU das Sagen haben könnte. Unterstellt, daß obiges der Wahrheit enspricht und wirklich bei den Bilderbergern Absprachen getroffen wurden, könnte dies das gewünschte Ziel sein. Aber warum?
Dazu fällt mir, ehrlich gesagt, nur ein Grund ein: "...Die Bush-Regierung entwirft einen Zeitplan für einen Raketenangriff (der Amerikaner oder der Israelis bzw. der Israelis mit Unterstützung der USA) gegen den Iran..." (>>). Mit der Dackelin Merkel wäre eine Unterstützung Deutschlands für solche, oder ähnliche Maßnahmen, sicherlich leichter durchzudrücken.

Keine Ahnung ob da wirklich was dran ist. Aber auch wenn das totaler Quark sein sollte, bleiben doch die überaus seltsamen Geschehnisse der letzten Tage/Wochen bei uns. Das Geblubber der relevanten Politiker reicht mir jedenfalls nicht als Erklärung.

Andererseits könnte diese ganze Neuwahlen-Szenario natürlich auch einfach in sich zusammenstürzen (Klagen vor dem BVG, Köhlers Entscheidung usw.). Dann wäre alles beim Alten. Vielleicht dachten "sie" aber trotzdem: "Ok, einen Versuch ist es Wert!".

Ihr seht schon, ich bin auch einigermaßen ratlos. Aber als interessante Info kann man den Besuch der Beiden bei den Bilderbergern auf jeden Fall mal verbuchen. Ist doch auch schon was !



!! S O N S T I G E S !!  

"Der gefälschte Glauben"

Ein Buch von Karlheinz Deschner!!

Worum geht es?
Um es hier kurz zu halten, erstens der Link zu den Rezensionen bei Amazon, und zweitens ein kleiner, erklärender Ausschnitt vom Klappentext:

"Karlheinz Deschner schildert die Entstehung der christlichen Glaubenslehre vor dem Hintergrund der allgemeinen historischen Entwicklung. Dabei zeigt er, daß alles, was den Gläubigen als angeblich geoffenbarte Wahrheit gepredigt wird, Ausfluß jenes »Mischmaschs von Irrtum und Gewalt« ist, wie Goethe die Kirchengeschichte einst charakterisierte."

Eine dieser "Wahrheiten", wollte ich mal zeigen. Das fand ich einfach zu gut, ist es doch ein hervorragendes Beispiel, weil es, historisch gesehen, eben erst passiert ist.

Die evangelische Kirche hat 1971, im Einvernehmen mit dem Verband der Evangelischen Bibelgesellschaften, u.a. die folgenden "Änderungen" an der gedruckten Bibel vorgenommen. Wobei es, auf diese geänderten Textstellen bezogen, seit dem ganz offiziell heißt: »Nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers«


Original Übersetzung Luthers
 
Durch die ev. Kirche 1971 geänderter Text
 (seit dem heißt es zu diesen Passagen »Nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers«)
»Aber das Volck drinnen, füret er eraus / und legt sie unter eisern segen und zacken / und eisern keile / und verbrand sie in Zigelöfen« »Aber das Volk darin führte er heraus und stellte sie als Fronarbeiter an die Sägen, die eisernen Pickel und an die eisernen Äxte und ließ sie an den Ziegelöfen arbeiten«
»Aber das Volck drinnen führet er eraus / und teilet sie mit Segen / und eisern Hacken und Keilen« »Aber das Volk darin führte er heraus und ließ sie mit Sägen und eisernen Hacken und Äxten Frondienste leisten«
Luther schreibt von »funffzig tausend und siebenzig Man« die Gott umbring, weil sie die Bundeslade angeschaut haben. Die Bibel der EKD macht daraus bescheidene
»siebzig Mann
« 

Zur ersten Zeile (und verbrant sie in Zigelöfen) muß noch hervorgehoben werden, das
»diese Methode des "göttlichen David" wohl zu sehr an die Methoden Hitlers erinnerte« und es deshalb geändert wurde.

Deschner schließt diesen Abschnitt mit den Worten: "Eine systemische Fälschung. In der revidierten Fassung der Lutherbibel von 1975 gehen kaum noch zwei Drittel des Textes direkt auf Luther zurück. Mindestens jedes dritte Wort wurde geändert, teils nur geringfügig, teils schwerwiegend"

Mal abgesehen davon, daß, meines Wissens nach, Luther schon recht "großzügig" übersetzt hat, diese Fälschungen fanden erst vor ca. 30 Jahren statt (hat das überhaupt jemand mitbekommen?), da muß die Frage schon erlaubt sein, was, und das sogar ohne kriminelle Energien zu unterstellen, diesbezüglich in den letzen 1500-2000 Jahren alles passiert sein wird? Allein nur aus der Zeitdistanz heraus. 1500-2000 Jahre...das ist 'ne Menge Holz!! Da Kirche aber auch immer schon Macht bedeutete, können wir kriminelle Energien, mit gutem Gewissen, zumindest zeitweise als vorhanden annehmen. Was also bleibt "vom Buch der Bücher", als Glaubensgrundlage von Millionen Menschen, wenn, wie gezeigt, willkürlich geändert wird? Ich schließe mit einem weiteren Zitat aus dem Klappentext, der mein diesbezügliches, persönliches, völliges Unverständnis ganz gut zusammenfasst:

"Daß dieses zusammengeklaubte Sammelsurium religiöser Anschauungen zweitausend Jahre überdauern und eine ganze Kultur prägen konnte, ist das wirkliche Mysterium des Christentums!"

P.S.: Bin mit dem Buch selbst erst zu einem Viertel durch. Bis jetzt jedoch absolut empfehlenswert!
# 27.06.05 #

Ich bekomme das alles zeitlich mal wieder nicht so recht auf die Reihe. Deshalb ist der Umfang momentan ein bißchen eingeschränkt.

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(siehe folgend)
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( »Der "Diktator"  verlängert??« )


Was zahlen "die Reichen" an Einkommensteuer??

Vorab:

Die Daten stammen aus "Datensammlung zur Steuerpolitik; Ausgabe 2004"


Leider gibt es kostenfreie, detailierte Statistiken, nur für 1998. Jedenfalls habe ich keine neuere gefunden. Das ist von daher ein bißchen blöd, weil sich seit 1998 einiges getan hat (HIER zur ganz kurzen Info).  Wobei ein etwas gröber gefasster Teil schon aus 2004 stammt. Ich denke aber schon, daß ein paar grundsätzliche Aussagen möglich sind.

Also, schauen wir uns die Steuersituation "der Reichen" an.

3.5.1 Schichtung der Steuerpflichtigen nach Größenklassen des zu versteuernden Einkommens im Jahre 1998

- Grundtabelle -
Zu versteuerndes Einkommen
von... bis unter... EUR
Festgesetzte Einkommensteuer/Jahreslohnsteuer .
Steuerpflichtige
Grundtabelle
Festgesetzte
Einkommensteuer
.
Anzahl Anteil Volumen
in
Tsd. €
Anteil .
v.H. kumulativ
v.H.
v.H. kumulativ
v.H.
Durch-
schnittlicher
Steuersatz*
...... ...... ...... ...... ...... ...... ...... .
245.423 - 511.305 11.585 0,1 100 1.717.650 3,1 88,5 39,19
511.305 oder mehr 7.631 0,1 100 6.305.099 11,4 100 nicht berechenbarr
Summe* 19216 . . 8.022.749 14,5 . .
* eigene Ergänzung

- Splittingtabelle -
Zu versteuerndes Einkommen
von... bis unter... EUR
Festgesetzte Einkommensteuer/Jahreslohnsteuer .
Steuerpflichtige
Splittingtabelle
Festgesetzte
Einkommensteuer
.
Anzahl Anteil Volumen
in
Tsd. €
Anteil .
v.H. kumulativ
v.H.
v.H. kumulativ
v.H.
.Durch-
schnittlicher
Steuersatz
*
...... ...... ...... ...... ...... ...... ...... .
245.449 - 490.846 48.963 0,4 99,8 6.686.531 5,8 86,6 37,09
490.846 - 1.022.610 15.937 0,1 99,8 4.541.606 4,1 88,5 37,66
1.022.610 oder mehr 8.782 0,1 100 10.899.359 9,5 100,1 .vnicht berechenbar
Summe* 73682 . . 22.127.496 19,4 . .
* eigene Ergänzung

- Grund- und Splittingtabelle insgesamt - 

Zu versteuerndes
Einkommen
Festgesetzte Einkommensteuer/Jahreslohnsteuer
Steuerpflichtige
Festgesetzte
Einkommensteuer
Anzahl Anteil Volumen
in
Tsd. €
Anteil
v.H. kumulativ
v.H.
v.H. kumulativ
v.H.
...... ...... ...... ...... ...... ...... ......
Grund- und Splittingtabelle
insgesamt
21.175.035 .
100 169.725.601
100
. . . . . . .
Grund + Splittingtabelle mit über 245.423 Euro zu versteuerndem Einkommen (Summe obige Tabellen)*
92.898 . . 30.150.245 . .
ANTEIL Grund + Splittingtabelle mit über 245.423 Euro zu versteuerndem Einkommen an gesamt [%]* 0,439 . . 17,764 . .
* eigene Ergänzung


Gerade mal 92.898 Leutchen, oder 0,439 % der Steuerpflichtigen, kommen für 17,164 %, oder 30,15 Mrd.€, der gesamten Einkommensteuereinnahmen auf.
Oder auch anders: ca. 0,11% der gesamten Bevölkerung der BRD, sind für immerhin 7,08% der gesamten Steuereinnahmen der öffentlichen Kassen, die 1998 ca. 426 Mrd.€ betrugen, "zuständig" gewesen.

Die durchschnittlichen Steuersätze (wo berechenbar) der oberen 92.898 betrugen zwischen 37 und knapp 40%.

- Nachtrag 28.06.05 -

Zum Vergleich:

Beim Zahlenmäßig dicksten "Klumpen", in der Grundtabelle die Einkommensklassen
9.249-29.984 Euro und in der Splittngtabelle dementsprechend 18.449-59.968 Euro (jeweils fünf einzelne Einkommensklassen enthalten), stellt sich das in der Summe (analog zu oben) wie folgt dar:

Zu versteuerndes
Einkommen
Festgesetzte Einkommensteuer/Jahreslohnsteuer
Steuerpflichtige
Festgesetzte
Einkommensteuer
Anzahl Anteil Volumen
in
Tsd. €
Anteil
v.H. kumulativ
v.H.
v.H. kumulativ
v.H.
Grund + Splittingtabelle 
14.319.369 . . 72.960.575 . .
ANTEIL Grund + Splittingtabelle an gesamt [%] 67,62 . . 42,99 . .

154,14 mal so viele Leute wie bei "den Reichen", sind für nur 2,42 mal so viel Einkommensteuer aufgekommen. Das Verhältnis vom Volumen zur Anzahl (jeweils die Prozentzahlen) liegt bei 0,64. Bei "den Reichen" liegt das bei 39,09.

Der durchschnittliche Steuersatz (Grund + Splittingtabelle) liegt bei 14,72%. Bei den berechneten Werten "der Reichen" bei 37,98%.


- Nachtrag Ende -


Und noch was:

4. Beitrag der Steuerpflichtigen zum Steueraufkommen 2004

. . kumulierter Anteil in v.H.
obere ...
v.H. der
Steuerpflichtigen
Einkünfte
ab ... €
an der
Einkommensteuer
am Gesamtbetrag
der
Einkünfte
am zu
versteuernden
Einkommen
am verfügbaren
Einkommen
5 85.400 41,4 23,5 24,3 21,3
10 67.000 52,9 34,1 35,1 31,5
...... ...... ...... ...... ...... ......


Die -gemessen an der Höhe der Einkünfte- oberen 10 % der ESt-Pflichtigen zahlen 52,9 % des gesamten Lohn-/und Einkommensteueraufkommens. Und das, obwohl sie nur für 35,1% des zu versteuernden Einkommens sorgen. Für die oberen 5% gilt dies entsprechend mit 41,4% und 24,3%.



Gerade weil diesbezüglich aktuell wieder mal die Diskussion (zusätzliche Steuer für Reiche usw.) hochkocht, sind diese Zahlen doch recht interessant. Ich persönlich bin der Meinung, daß Steuersätze von 37 bis knapp 40% durchaus nicht zu wenig sind/waren. Gut, mit dem Hintergrund, daß diese Zahlen bereits aus 1998 stammen, kann man über diesen Punkt meinetwegen anderer Ansicht sein. Ich gebe jedoch zu bedenken, daß ähnliche Zahlen, für die aktuelle Situation, vor ein paar Tagen bei Maybrit Illner genannt wurden. Anderer Ansicht kann man deshalb zwar immer noch sein, aber Sprüche wie von Kurt Beck "Ich denke, dass jemand, der gut verdient wie ich oder irgendjemand, der noch viel besser verdient, durchaus einen Beitrag leisten kann" (>>) sind jedenfalls Quark. Wie die Zahlen zeigen: Als wenn "die" noch keinen Beitrag leisten würden. Zudem gibt es da zwei weitere Punkte, die ich erwähnen möchte:

1.) Bei einer Nettokreditaufnahme der Gebietskörperschaften in 2004 von ca. 71 Mrd.€ , "reichen" die angesetzen Mehreinnahmen von 1,7 Mrd.€, gerade mal für ca. 9 Tage. Als echte Problemlösung kann das nicht bezeichnet werden.

2.) Auch hier, wie schon bei der Tabaksteuer, wird möglicherweise irgendwann "Laffer" zuschlagen. Wenn, aus welchen Gründen auch immer (z.B. Auswanderung, oder eben Laffer, oder beides zusammen), nur 10% der steuerpflichtigen Reichen "ausfallen", fehlen auf "einen Schlag" einige Mrd. Euro. 1998 wären das überschläglich  immerhin drei Mrd. gewesen. Somit wären die geplanten Mehreinnahmen schon hinfällig. Ja es drohen sogar Mindereinnahmen. Die Ausfälle müßte dann der nächste dicke Brocken der Steuerpflichtigen tragen (Ausgleich der Ausfälle vorausgesetzt), nämlich diese Einkommensklassen (hier Grundtabelle, Seite 13, in Euro): 
15.351-20.459;  20.459-25.567;  25.567 -29.984  mit  11,1;  14,3;  10,5 %  Einkommensteuereinnahmen (nur Grundtabelle).


Natürlich gibt es auch das "arm rechnen", daß logischerweise nicht in dieser Statistik auftaucht. Dessen Ausmaß kann ich nicht einschätzen. Aber mein persönliches Empfinden ist, das in der Öffentlichkeit verdammt oft so getan wird, als ob "die Reichen" keinerlei Beiträge leisten. DAS zumindest, kann jedoch eindeutig nicht gehalten werden. Komischerweise kommt eine solche Diskussion in der Öffentlichkeit meistens und richtig intensiv erst dann auf, wenn es offensichtlich wird, daß es anfängt zu "klemmen".

Alles in allem aber, und egal wie man zu der ganzen Sache steht, sind solcherlei Daten mindestens im Hinterkopf zu behalten. Ich denke schon, daß sie die eben genannte, weithin verbreitete Meinung »die Reichen zahlen eh nix«, ein wenig relativieren.



!! P O L I T I K !!  

Der "Diktator"  verlängert??

Wir reden jetzt nicht über Nordkorea oder dergleichen, da wäre so etwas -weil nicht anders zu erwarten- kaum der Rede wert. Wir reden über "die beste Demokratie der Welt" - die USA.

Folgender Antrag zur Veränderung der US-Verfassung wurde am 17.02.05 dem Repräsentantenhaus vorgelegt:

`The twenty-second article of amendment1 to the Constitution of the United States is repealed2. (>>)

1
Korrektur, Veränderung  |  2 aufheben

Der per obigem Antrag aufzuhebende 22'ste "Veränderungsartikel" zur Verfassung lautet wie folgt:

Amendment - Presidential term limits. Ratified 2/27/1951. History

1. No person shall be elected to the office of the President more than twice, and no person who has held the office of President, or acted as President, for more than two years of a term to which some other person was elected President shall be elected to the office of the President more than once......(>>)

Was nichts anderes bedeutet, als daß die Beschränkung der Präsidentschaft, auf zwei Legislaturperioden (term limit), aufgehoben werden soll.

Ok, bei uns gibt es eine solche Beschränkung erst gar nicht und zur Änderung (Streichung) des Artikels sind einige Hürden zu überspringen
(z.B. two-thirds of each House concurring therein)
, die die ganze Sache schnell obsolet werden lassen können -gut möglich. Aber allein die Tatsache, das ein solch tiefgreifender Eingriff in die Verfassung, ausgerechnet jetzt, während Bush's zweiter Amtsperiode, stattfinden soll, stimmt doch einigermaßen bedenklich. Ist ja nicht so, daß Bush & Co als demokratiefreundlich bezeichnet werden können. Das passt einfach ins Bild!!!

Apropos Bild:

If accurate, this is yet another visual reminder of how society is slipping back into a Stasi-like climate whereby everyone is trained to be suspicious.
This poster is reported as being used on the MARC commuter train (between Baltimore and DC).


(>>, incl. weiterer Bilder)

# 20.06.05 #

Neues vom "Big Brother"

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USA: Growth of total debt Outstanding

Guckst du hier für die aktuellsten Daten.

Eins muß man "den" Amis lassen, in Sachen Verschuldung kennen die nix!! Ich habe mal ein bißchen rumgerechnet.

1972 Betrug das Verhältnis Gesamtverschuldung USA
(Total + Domestic financial sector + Foreign) zum BIP 1,451, Ende 2004 bereits 3,008!! Und das sogar trotz zwischenzeitlichem Schwenk zum geschönten BIP (Hedonik* usw).
Ist nichts wirklich neues, aber trotzdem immer wieder beeindruckend.


Außerdem folgendes:

Jahreszeitraum Verhältnis Verschuldungszuwachs
zu BIP-Zuwachs
[$/$; Durchschnitt des Zeitraums]
1973 - 1976 1,70
1977 - 1980 1,67
1981 - 1984 2,83
1985 - 1988 3,78
1989 - 1992 3,19
1993 - 1996 2,92
1997 - 2000 3,83
2001 - 2004 4,78

Auch wenn das Verhältnis in den 90'er Jahren (durch die Einführung der Hedonik*) rückläufig war; die Tendenz wird auch so klar: immer mehr Schulden werden benötigt, um Wachstum (BIP) zu generieren!! "Das ganze Gebilde ist wie eine Maschine, die auf immer höheren Touren läuft, aber keinen Transmissionsriemen hat, um diese Kraft irgendwohin zu übertragen." (>>). Die Zahlen belegen das recht eindrucksvoll. Vor allem der letze Zeitraum (2001-2004) ist schon beängstigend (und das TROTZ Hedonik). Ich hab keinen blassen Dunst, wie lange das noch gutgehen kann (10, 20, 50 Jahre? Morgen? Who knows!?), aber unendlich ganz sicher nicht!! Meiner bescheidenen Meinung nach fallen auch die 20 und die 50 weg. 

* Das Märchen vom Produktivitätswunder und die hedonische Anpassung

Eine der Lieblingsgeschichten Alan Greenspans ist die des angeblichen Produktivitätswunders der US-Wirtschaft. Immer wieder verwendete er sie zur Rationalisierung der Spekulationsblase. Immer wieder baute er darauf seine „New Era''-These auf. Immer wieder zitierte er sie als Zeichen von Stärke und Gesundheit der US-Volkswirtschaft. Eine kritische Analyse verweist auch dieses Argument weitgehend ins Reich der Märchen.

Um die Maßzahl „Produktivität" zu erhalten, wird der Output einer Volkswirtschaft durch die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden geteilt. Von den allgemeinen Schwierigkeiten, dergleichen zu ermitteln, sehen wir zunächst ab und nehmen die von den Bürokraten errechneten Zahlen für einen ersten Blick auf die Statistik als gegeben hin.

Von 1995 bis 2002 wuchs der Output pro Arbeitsstunde außerhalb der Landwirtschaft um durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr, während der Durchschnitt der zurückliegenden 25 Jahre nur l ,7 Prozent betrug. Greenspan hat kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um seine optimistische Version der Bedeutung dieser Statistik für die amerikanische Wirtschaft zu verkünden. Dabei hat er die positive Veränderung dieser Kennzahl als ein strukturelles Phänomen bezeichnet und sich damit sehr weit aus dem Fenster gelehnt, da in jedem Lehrbuch der Makroökonomik auf den zyklischen Charakter der Produktivität hingewiesen wird. Eine strukturelle Veränderung zu verkünden halten wir zumindest für verfrüht, zumal der Begriff sehr unscharf ist. Beispielsweise betrug der durchschnittliche Produktivitätszuwachs von 1951 bis 1973 2,68 Prozent, von 1959 bis 1966 3,4 Prozent, von 1970 bis 1976 2,4 Prozent und von 1983 bis 1992 immerhin 1,95 Prozent. Das allein macht Greenspans Fixierung auf diese Statistik schon fragwür- dig. Bei genauerem Hinsehen wird sie aber noch sehr viel fragwürdiger.

Das eigentliche Wunder ist nämlich kein Produktivitätswunder, sondern das Wunder der hedonischen Anpassung. Dabei handelt es sich um ein spezielles Verfahren, das in den USA zur Erstellung wichtiger ökonomischer Statistiken zur Anwendung kommt. Mit Hilfe hedonischer Anpassungen soll die qualitative Verbesserung produzierter Güter erfasst und in den Statistiken berücksichtigt werden. Beispielsweise ist bei Computern die Speicherkapazität ein Qualitätsmerkmal. Der Kauf eines schnelleren Rechners zum gleichen Preis, den sein langsameres Vorgängermodell gekostet hat, wird dank des hedonischen Zaubertricks deutlich wertvoller und geht zu einem fiktiven Preis in die verschiedenen Statistiken ein. Diese ab 1986 eingeführte Vorgehensweise wirkt tatsächlich wunder, vor allem seit Mitte der neunziger Jahre. Dank des rapiden technischen Fortschritts, der speziell die Computerbranche erfasste, hatte dieser Bereinigungsfaktor einen außerordentlich großen Effekt.

Selbst bei der Bundesbank sah man deshalb offensichtlich die Notwendigkeit, diesem Thema eine vergleichende Veröffentlichung zu widmen. In ihrem Monatsbericht vom August 2000 reihte sie sich damit in der ihr eigenen bescheidenen Art in die noch immer kleine Gruppe der Kritiker von Alan Greenspan ein - natürlich ohne Namen zu nennen. Unter der Überschrift „Probleme internationaler Wachstumsvergleiche auf Grund unterschiedlicher Deflationierungsrnethoden - dargestellt am Beispiel "EDV-Ausrüstungen in Deutschland und den USA" wird das angebliche US-Produktivitätswunder entzaubert und demaskiert. Zitat: "Für die Jahre seit 1991 ergibt sich auf amerikanischer Preisbasis ein Anstieg der realen EDV-Ausrüstungen in Deutschland um jahresdurchschnittlich 27,5 Prozent, verglichen mit sechs Prozent nach dem traditionellen Ansatz."

Der US-Analyst James J. Puplava hat die Auswirkung hedonischer Anpassungen auf die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts untersucht. Von 1997 bis 2000 stiegen die Ausgaben von US-Unternehmen für Computer von 79,6 Milliarden US-Dollar auf 93,3 Milliarden, ein Anstieg von 13,7 Milliarden US-Dollar. Für die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts wurden diese Zahlen nach gründlicher hedonischer Überarbeitung auf 102,9 Milliarden bzw. 246,4 Milliarden US-Dollar korrigiert. Aus einem in der Realität tatsächlich getätigten Anstieg dieser Investitionsausgaben von 13,7 Milliarden ,US-Dollar werden dank eines kleinen rechnerischen Zaubertricks stattliche 143 Milliarden. 12,5 Prozent des ausgewiesenen Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts sollen auf diese Weise zustande gekommen sein. Schade nur, dass keiner dieser hedonisch erzeugten Dollars jemals den Weg in eine reale Brieftasche finden wird.

James Grant, Autor und Herausgeber des exzellenten Grant's Interest Rate Observer und lautstarker Kritiker hedonischer Schönrechnerei, hat sich die Arbeit gemacht, eine nominale Produktivitätsstatistik zu erstellen. Diese ist um Preiseinflüsse und hedonische Anpassungen bereinigt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nominal beträgt der Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre 5,3 Prozent, für den Zeitraum 1995 bis 2002 nur noch bescheidene und unterdurchschnittliche 4,3 Prozent. Auch ein Vergleich mit den sechziger Jahren, ebenfalls eine Zeit geringer Inflation und niedriger Zinsen, fällt mit 5,6 Prozent von 1960 bis 1969 unvorteilhaft für den von Greenspan hochgelobten Zeitraum aus.

Produktivität, Wirtschaftswachstum, Inflation - kaum eine wichtige Maßzahl für den Zustand der US-Wirtschaft bleibt von den segensreichen. aber leider rein fiktiven Einflüssen hedonischer Anpassungen verschont. Während Produktivität und Wirtschaftswachstum systematisch überzeichnet werden, wird die Inflationsrate nach unten korrigiert. Die "New Era" ist also nur eine schöne neue Welt des Scheins.
.....


Quelle: "Das Greenspan Dossier" von Roland Leuschel und Claus Vogt

Quellen: HIER die BIP-Daten. Die Verschuldungswerte könnt ihr ja in "Guckst du hier" sehen.

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"Die D-Mark" von Wofram Bickerich

Auszug (ich hoffe, ich langweile euch nicht damit):

Das verspricht Adenauer nun für die Mitte der beginnenden Legislaturperiode: doch dann werden die beiden wieder von Wirtschaftsthemen eingeholt: Die Gewerkschaften stellen zum Teil exorbitante Lohnforderungen - 17 Prozent etwa in der nordrhein-westfälischen Chemie-Industrie, 10 Prozent die IG Metall für die Stahlarbeiter. Erhard empfindet solche Forderungen als «Hybris»: Zu einem Produktionsfortschritt von 5,5 Prozent ständen zweistellige Lohnforderungen in «krassem Mißverhältnis». Und prophetisch warnt er, der Sozialstaat sei :mit seinen Leistungen aufgebaut auf dem «Zustand der absoluten Vollbeschäftigung»:

«lch möchte mal sehen, was passieren würde, wenn auch nur ein Konjunkturrückschlag von zehn Prozent eintreten würde».

Und während Adenauer stichelt, solche Forderungen und die allgemein veränderte Lage der Konjunktur hätten wohl doch etwas mit der Aufwertung vom Frühjahr 1961 zu tun, verkündet Erhard am 21. März 1962, nun auch im Fernsehen, seinen ersten berühmt-berüchtigten Maßhalte-Appell:

 «lch wende mich an das deutsche Volk in einer ernsten Stunde, in der es gilt, durch ein verantwortungsbewußtes Verhalten sich schon abzeichnende gefährliche Entwicklungen rechtzeitig zu unterbinden, um Unheil von unserem Land abzuwehren...Noch ist es Zeit, aber es ist auch höchste Zeit, Besinnung zu üben und dem Irrwahn zu entfliehen, als ob es einem Volke möglich sein könnte, für alle öffentlichen und privaten Zwecke in allen Lebensbereichen des einzelnen und der Nation mehr zu verbrauchen, als das gleiche Volk an realen Werten erzeugen kann oder zu erzeugen gewillt ist.»

Er tadelt den «Wahnwitz» der Gewerkschaften, «die vermeintliche Ungerechtigkeit der Vermögensverteilung durch eine Politik der Überforderung der Volkswirtschaft heilen zu wollen», und kritisiert ebenso die Unternehmer, die «zwar exportpolitische Schäden voraussagten, aber dennoch bereit waren, auch wider bessere Einsicht, der Verteuerung der Produktion und der daraus resultierenden Preiserhöhung Raum zu geben». Alle in der Wirtschaft Beteiligten dürften «nicht noch einmal» den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Stabilität aus den Augen zu verlieren.

.....
Im Inneren setzen Erhard [jetzt selbst Bundeskanzler] und seine Koalition aus Union und FDP die 1957 von Adenauer begonnene «Politik der Wahlgeschenke» fort. Die Konjunktur läuft ordentlich, Löhne Gehälter allerdings steigen überproportional mit jeweils 9 Prozent in den Jahren 1964 und 1965 - da beschließt die Koalition zu allem Überfluß, aber rechtzeitig vor dem Wahltag eine Senkung der Einkommensteuer, mit der man normalerweise eine lahmende Wirtschaftstätigkeit zu beschleunigen sucht.

Zugleich verfallen die öffentlichen Haushalte in einen wahren Ausgabenrausch: Sie nehmen in beiden Jahren neue Schulden in Höhe von 14,3 Milliarden Mark auf. Bundesbankpräsident Blessing mahnt schon Ende 1964: «Es scheint mir an der Zeit zu sein, daß diejenigen, die mit dem Blick auf die Wahlurne den diversen Forderungen nachgebend immer neue Ausgaben beschließen, sich Rechenschaft über ihr Tun ablegen, damit die beschlossenen Ausgaben nicht eines Tages mangels Masse unerfüllbar sind oder nur im Wege der Geldschöpfung erfüllbar wären.»

Das ist eigentlich eine überflüssige Warnung an einen Maßhalte-Kanzler, doch in diesem Fall gerechtfertigt: In den letzten Monaten vor der Wahl beschließt der Bundestag 56 Gesetze die staatliche Ausgaben zur Folge haben; mehr als fünf Milliarden Mark werden für Kindergeld und Kriegsopfer, Ausbildungsförderung und Schwangerschaftsgeld, 312-Mark-Gesetz und höhere Renten eingeplant. Die Bundesbank hat längst die Zinsen heraufgesetzt, doch in Bonn tun die Haushaltspolitiker als seien die Wahlgeschenke solide finanziert und unvermeidbar. Erhard ist kaum wiedergewählt, da muß eine große «Sparkommission» etliche der Versprechen wieder einsammeln. Ein Haushaltssicherungsgesetz, das in 17 gültige Gesetze eingreift fördert Einsparungsmöglichkeiten von etwas über drei Milliarden Mark zutage - angesichts heutiger Etatprobleme rührende Größenordnungen.

"Rührende Größenordnungen" würde ich das nun nicht gerade nennen. "Der Bundestag verabschiedet gegen die Stimmen der SPD den Bundeshaushalt 1965 mit einem Gesamtvolumen von 63,9 Mrd. DM." (>>) Die drei Milliarden Mark "Einsparmöglichkeiten" stehen demnach für 4,7% des Haushaltes. Auf heute übertragen (Ausgaben Bundeshaushalt 2005 = 254,3 Mrd.€) würde das Einsparmöglichkeiten von knapp 12 Mrd.€ (23,4 Mrd. DM) entsprechen. "Rührend" ist was anderes als 4,7%.

Was will ich damit sagen? Zum Beispiel das hier:

.....
Macht ist schließlich nicht bloß Konsum, sondern eben auch Investition. Bezahle ich nur Soldaten oder kaufe ich ihnen auch Waffen? Zahle ich nur Sozialhilfe oder baue ich auch Straßen? Ein Gleichgewicht lässt sich nicht finden, daher das unentwegte politische Hin und Her. Mal wollen die Wähler (Macht-Bestimmer aktuell) mehr Geld (Lohnsubventionen), mal mehr Sicherheit (Polizei-Investitionen). Mal mehr Erhaltungs-Subventionen (Bauern, Frankreich aktuell), mal mehr Bildungsinvestitionen (Deutschland aktuell).

Die "Risikoprämie" des Zinses, der zuerst nichts als die simple Abgabe selbst war (Zins = census = Steuer) entpuppt sich jetzt als Risiko der "richtigen Investition" durch die Macht bezogen auf das, was er als Census = Zins erhält. Steuergeschenke werden doch nicht als Geschenke verteilt (sonst könnte man den Wähler direkt und offen bestechen, was in allerlei Formen auch passiert, von Kohl über den Kölner Klüngel bis Enron), sondern in der Hoffnung darauf, dass "später" mehr Steuern "zurück gegeben" werden (<Laffer-Kurve>). Wie, wo und wodurch die Macht das macht-immanente Risiko minimieren kann ist - Politik!
.....
Aus "Macht, Staat, Zins, Wirtschaften, Geld, uvm." (Seite 29)

Selbst "in den guten alten Zeiten" ging haargenau das Gleiche vor sich wie heute. Der Auszug von Bickerich könnte -prinzipiell- ganz aktuell sein (schaltet einfach mal die Narichten ein). Seit 40 Jahren und mehr, im Grunde seit Beginn der BRD, läuft das selbe Prozedere ab. Nichts hat sich geändert. ???? Warum nicht ???? .

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Markmäßige Nettokreditaufnahme der Gebietskörperschaften (BRD)

Aus dem BuBa-Monatsbericht 06/05:

Jan/Apr 2004: 45,8 Mrd. Euro
Jan/Apr 2005: 39,9 Mrd. Euro

Demnach kommt die Einstellung der Schuldenuhr (Schuldenzuwachs = 2277 €/s) immer noch ganz gut hin und wird nicht geändert.

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Die Kreditfalle am Immobilenmarkt
.....
Das plötzlich aufflammende Interesse am Immobilienmarkt führte zu einem Phänomen, das die New York Times eine höchst gefährliche „Billionen-Dollar-Wette“ nennt. Zur Erklärung: Auf die neue Lust am Eigenheim reagierten die Hypothekenbanken mit kreativen Kredit-Modellen, über die viele Kunden Häuser finanzieren konnten, die weit außerhalb deren wirklicher finanzieller Reichweite lagen. Die Kunden waren dabei stets die letzten, die das beunruhigte, wie Eric Appelbaum von der Apple Mortgage Corporation in New York erklärt: „Viele Leute sagen uns, sie hätten sich ihr Haus nicht leisten können, gäbe es nicht die Nur-Zins-Modelle. Das ist eigentlich absurd.“
.....
Allgemein betrachtet liegen die Risiken im Übergang von einem günstiegen Einstiegstarif zu den langfristigen Monatsraten. Entsprechend der Bewegungen am Häsuermarkt sind in diesem Jahr Kredite im Wert von 80 Milliarden Dollar davon betroffen, wie die Deutsche Bank berechnet hat. Im nächsten Jahr werden es 300 Milliarden Dollar sein und 2007 – daher der Hinweis der New York Times auf die „Billionen-Dollar-Wette“ – wechseln Kredite im Wert von 1 Billion Dollar zu höheren Raten.
.....

Komplett...

Das verheißt nichts gutes!! Außerdem, weils so schön passt, auch noch mal der Link auf "Die Immobilienblase sucht ihre Nadel"

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Nur Link!!

Chinas "Exportwunder"



!! P O L I T I K !!  

Kirgisische Regierung und Soros-Stiftung vereinbarten Einrichtung eines Fonds zur Korruptionsbekämpfung
.....
„Wir vereinbarten, dass wir den Gedanken zur Schaffung eines Fonds zur Bekämpfung der Korruption aktiv fördern werden, wie das schon in Georgien geschehen ist", erklärte der amtierende Vize-Premierminister Kirgisiens, Danijar Ussenow, am Donnerstag auf einer internationalen Wirtschaftstagung der Asiatischen Gesellschaft in Alma-Ata.
.....

Komplett...

Noch Fragen? Zur Erinnerung sei nochmals ein Artikel aus dem Guardian wiederholt:

US campaign behind the turmoil in Kiev
.....
The Democratic party's National Democratic Institute, the Republican party's International Republican Institute, the US state department and USAid are the main agencies involved in these grassroots campaigns as well as the Freedom House NGO and billionaire George Soros's open society institute.
.....
Officially, the US government spent $41m (£21.7m) organising and funding the year-long operation to get rid of Milosevic from October 1999. In Ukraine, the figure is said to be around $14m.
.....
There are professional outside election monitors from bodies such as the Organisation for Security and Cooperation in Europe, but the Ukrainian poll, like its predecessors, also featured thousands of local election monitors trained and paid by western groups.
Freedom House and the Democratic party's NDI helped fund and organise the "largest civil regional election monitoring effort" in Ukraine, involving more than 1,000 trained observers. They also organised exit polls. On Sunday night those polls gave Mr Yushchenko an 11-point lead and set the agenda for much of what has followed. 
.....
If the events in Kiev vindicate the US in its strategies for helping other people win elections and take power from anti-democratic regimes, it is certain to try to repeat the exercise elsewhere in the post-Soviet world.
The places to watch are Moldova and the authoritarian countries of central Asia.

Komplett...

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Rüsten wie im Kalten Krieg

Das Wachstum der Militärausgaben hat fast wieder das Rekord-Niveau von 1988 erreicht. Das berichtet das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri. Fast die Hälfte der Ausgaben weltweit werden dabei von den USA bestritten. Die Zeit berichtet

Komplett...

Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:
 
den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren
freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln
eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundrechten für alle zu fördern und zu festigen (Art. 1 der Charta der Vereinten Nationen).

Anscheinend gibt es aktuelle Daten bei SIPRI nicht mehr kostenlos, deshalb muß ich auf ältere zurückgreifen.



 = Länder mit Vetorecht im UN-Sicherheitsrat

Wundervoll organisierte Spezies, in deren oberster, gemeinschaftlicher Institution, ausgerechnet die Länder bestimmend sind, die, erstens, Atommächte sind, und zweitens, noch zusätzlich die größten Exporteure der Mittel zur Vernichtung der eigenen Spezies sind. Das kann nicht gut gehen! Auch das ist zwar nichts neues auf dem Globus, kommt aber bei solchen Artikeln, wie dem obigen, immer wieder auf's Neue hoch.

..... seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat es weltweit bis heute über 195 Kriege und Konflikte gegeben, die Welt war bis heute [1999]  lediglich 30 (!) Tage ohne Krieg......

http://www.hls.sha.bw.schule.de/konflikt/kriegein.htm

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Nur Link!!

Medien | In aller Freundschaft; Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Was lief, ganz vertraulich, zur besten ARD-Sendezeit?


# 15.06.05 #

!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)


Wirtschaftskrisen und warum sie eigentlich Geldkrisen heißen müssten

Komplett hier lang ...

Warum ich diesen Text verlinke?
Nun, auf der selben Seite findet ihr auch ein Hörbuch zum Thema (>>). Genau DAS hatte ich letzte Woche plötzlich im Briefkasten, OHNE vorherige Bestellung meinerseits!!! Ich habe keine Ahnung, wieso das ausgerechnet zu mir kam. Vorsichtshalber war aber mal eine Preisliste beigelegt: 19,90 € für zwei CD!!! Irgendwie reagiere ich bei sowas allergisch. Eventuell war dies ja, trotz Preisliste, als kostenloses Probeexemplar gedacht, keine Ahnung!! Aus dem Anschreiben (unterschrieben vom Autor) jedenfalls, ging das nicht eindeutig hervor (deshalb auch ohne reinzuhören zurückgesandt). Lange Rede, kurzer Sinn; das war der Grund, warum ich mich auf der Seite ein wenig umgeschaut, obige Arbeit gefunden, und mir diese dann mal etwas genauer angesehen habe.

Spontan
sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die ich -aufgrund eben erzählter Vorgeschichte- kommentieren möchte (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Nicht alles was "systemkritisch" ist, ist auch automatisch gut oder richtig. Genau darauf will ich, nach bestem Wissen und Gewissen, aufmerksam machen. Auch wenn das einige von euch nicht die Bohne interessieren und es ein klein wenig länger wird .


Meine Sicht der Dinge, an ein paar Passagen verdeutlicht:

1.) Vielleicht habe ich es auch einfach überlesen (das meine ich ernst, kann immer mal passieren), aber ich kann mich nicht erinnern irgendwo, auch nur eine Textstelle gefunden zu haben, in der erwähnt wird, daß die Geschäftsbanken (GB) für ihre Refinanzierung -mittels Bargeld, das sie bei der Zentralbank abholen müssen- auf eben dieses Bargeld Zinsen zahlen müssen. In etwas so:

Nur weil's mir gerade mal wieder unter gekommen ist. Aus dem Geschäftsbericht der BuBa für 2004 (und 2003, 2002):
Posten Aufwendungen der Bundesbank 2004
Mill.€
2003
Mill.€
2002
Mill.€
. . . .
8 Personalaufwand 935 1000 1021
9 Sachaufwand 224 263 316
10 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 178 172 192
11 Notendruck 53 82 68
12 Sonstige Aufwendungen 56 217 79
Summe 1446 1734 1676

Das ist schon irgendwie pervers!

1.) Zum "Notendruck": Mit den selben Scheinen, die eben aus der Druckerei kommen, müssen deren eigene Druckkosten beglichen werden. Die bezahlen sich sozusagen selbst.

2.) Mal abgesehen von der absoluten Höhe (zur Verdeutlichung, das waren mal ca. 3 bis 3,5 Mrd.DM/Jahr), da werden also die Scheinchen (zu mindest ein kleiner Teil davon), welche letztlich durch eine Verschuldung entstehen, frisch gedruckt aus der Presse abgeholt und... ja was?... und landen -bildlich gesprochen- quasi ohne Umwege auf den Tischen der BuBa-Angestellten. 

3.) Wo kommt das Geld dafür her? Die Kurzfassung:

A macht Schulden bei Geschäftsbank G. Die Geschäftsbank nimmt diesen Schuldschein und parkt ihn bei Zentralbank Z (z.B. BuBa). Dafür erhält G Bargeld von Z. Dieses gibt sie A, der sich ja dafür verschuldet hat.
Und jetzt kommts!!!!

Da nur* über den oben, grau unterlegten, Mechanismus Bargeld angefordert werden kann/darf ("auf die Welt kommt"), bleibt nichts übrig, als davon auch die Kosten der BuBa zu begleichen. Es muß also ein Teil davon "einbehalten" werden**.  DAS ist die Steuer, die wir für den Erhalt des Bargelds an den Staat zahlen dürfen: DER ZINS!!! Erstzins, oder Grundzins***, könnten wir vielleicht dazu sagen!

Rechnung (überschläglich und zur groben Orientierung):

» Über die letzten 55 Jahre haben die "Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen" in der BRD im Durchschnitt um ca. 40 Mrd.€ pro Jahr zugenommen (zur Not, kann HIER selbst nachgerechnet werden). Nehmen wir einfach mal diese 40 Mrd. als Basiswert!

» Setzen wir weiterhin einen Kostendurchschnitt der BuBa von 1,5 Mrd.€ pro Jahr an (siehe Tabelle).

»» 1,5 × 100 / 40 = 3,75 %

Vereinfacht gesagt: 3,75% ist der "Zins" , den wir jedes Jahr allein aufgrund der BuBa-Eigenkosten bezahlen müssen, (um an Bargeld zu kommen, ausschließlich die BuBa ist zur Ausgabe an die Geschäftsbanken berechtigt), denn die Geschäftsbanken geben diesen natürlich an den Kreditnehmer (auch den Staat), oder den Bargeldbezieher, weiter. Da Bargeld, als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel, aber vom Staat bestimmt/eingesetzt wird (standardisiertes Abgabengut zur Steuerzahlung), hängt demnach die Entstehung des Zinses unmittelbar mit der Existenz der Institution Staat zusammen.

» Und selbst ausschließlich Bargeld betrachtend (Umlauf BRD in den letzten Jahren im Schnitt ca. 100 Mrd.€) kommen allein dadurch schon zwischen 1,5 und 1,7 % "Zins" heraus.

So viel in aller Kürze
dazu!!


* abgesehen von den "natürlichen" Fluktuationen, durch z.B. verschlissene Scheine usw.
** wobei der Bund diese Kosten erstmal vorfinanzieren muß (=Verschuldung), da die BuBa ihren Gewinn erst im Folgejahr an den Bund auskehrt!

*** zzgl. Abgaben (Steuern) und Gewinnbestrebungen der Geschäftsbanken = "Endzins"


Die BuBa ist eine staatliche Einrichtung. Die Angestellten sind überwiegend Beamte. Der BuBa-Chef ist, meines Wissens nach, der bestbezahlte Beamte in Deutschland. Ich finde schon, daß so etwas (auch und gerade der eingerückte Text oben) Erwähnung finden sollte!!!


2.) Zitat:
"Die Geschäftsbanken entscheiden ausschließlich ob Kredit gewährt, also finanziert wird oder nicht. D.h.: Die Geschäftsbanken entscheiden ebenso ausschließlich, ob überhaupt produziert wird oder nicht."

Prinzipiell ist das natürlich so. Allerdings unterliegen auch die GB dem allgemeinen Markt. Es gibt immer noch ca. 2500 zugelassene Banken in Deutschland, die u.a. mit Krediten (vielmehr der entsprechenden Zinsdiffernzen) ihr Geld verdienen. Nix Kredit = nix Verdienst = irgendwann Pleite. Die werden also grundsätzlich zusehen, daß sie immer schön weiter Kredite vergeben. Das wiederspricht zwar nicht obiger Aussage, aber irgendwie klingt die gewählte Formulierung des Autors doch anders.


3.) Zitat:
"Hier muss eine Anmerkung gemacht werden: die Beschreibung als „von der Zentralbank geschaffenes Geld“, ist die totale Irreführung. Die Zentralbank schafft überhaupt kein Geld. Sie nimmt lediglich durch Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken geschaffenes Giralgeld entgegen, bewahrt einen Teil als Mindestreserve der Banken auf, die selbstverständlich Forderungen der Geschäftsbanken an die Notenbank bleiben, und tauscht den anderen Teil in Bargeld um. D. h.: Die Geschäftsbanken kaufen das Bargeld regelrecht durch Zahlung/Überweisung von Giralgeld."

Äußerst gewagte Aussagen. Ist es doch genau anders herum. Die Einzige, die wirklich Geld schafft ist nämlich die ZB!! Die GB schaffen lediglich die Kredite aus dem Nichts, nicht das Geld. Geld ist nur das gesetzliche Zahlungsmittel (GZ), der Euro als Scheinchen. Die Kredite (das Girageld) sind nur ein Anspruch der Kunden an die Banken auf das GZ. Ich wiederhole nochmals:

A macht Schulden bei Geschäftsbank G. Die Geschäftsbank nimmt diesen Schuldschein und parkt ihn bei Zentralbank Z (z.B. BuBa). Dafür erhält G Bargeld von Z. Dieses gibt sie A, der sich ja dafür verschuldet hat.

Zudem war mir nicht bewußt, daß das Bargeld "gekauft" wird. Da stellt sich mir unwillkürlich die Frage, warum die GB so blöd sind, das Bargeld, nach z.B. einer Woche Laufzeit, wieder an die Bundesbank zurück zu schicken (>>
, Haupttender).


4.) Zitat:
"1949: Jeder bekam DM 40,--, die als Kredit der deutschen Länder bei der damaligen Bank deutscher Länder, der späteren Bundesbank, verbucht wurden....Die Rückzahlung ist für 2005 – 2006 vorgesehen. Das Volumen belief sich schätzungsweise auf 2,8 Milliarden Mark."

Ja was soll ich denn jetzt davon halten? Schätzungsweise? Es waren 6,8 Mrd. (HIER, unten), und sind mittlerweil 4,44 Mrd.€. ==> BuBa-Geschäftsbericht, Seite 150, Aktiva: 8. Forderungen an den Bund.


5.) Zitat:
"Wenn aber feststeht, dass die Notenbank keine Kredite an Geschäftsbanken vergibt, kann man mit Recht behaupten, dass sie auch keine Möglichkeit hat, das Wirtschaftsgeschehen direkt, z.B. um der Gedeihlichkeit willen, zu beeinflussen. "

So weit so gut!! Ich persönlich denke, daß er damit sogar recht hat (Betonung auf "direkt"), auch wenn man darüber durchaus streiten kann, wie die Beeinflußung nun tatsächlich aussieht. Aber ganz egal, wie konkret diese Beeinflussung in Wirklichkeit aussieht, wenn ich schreibe, daß sie keine Möglichkeit zur direkten Beeinflussung hat, dann kann ich im Weiteren nicht folgendes zum Besten geben:

"Zu dieser, soziologisch betrachtet, vorteilhaften Entwicklung kommt es aber leider nie, weil die Zentralbanken frühzeitig durch Leitzinserhöhungen und Geldverknappungen die Preisstabilität wieder herstellen, oder besser gesagt, dem Wunsch der Großgläubiger nachkommen, ihr arbeitsfreies Zinseinkommen zu sichern, bevor die totale Vollbeschäftigung die Wertschöpfungserträge vom Kapital weg zur Arbeit hin verschiebt."

"Sie steigern die Leitzinsen. Dies geschah zwischen 1980 und 1982 durch den damaligen USFED Chef, Paul Volcker. Er erhöhte die Leitzinsen in schwindelnde Höhen von über 15 %. Dadurch kam die gesamte Weltwirtschaft in Kapitalkostenbereiche, die durch Wertschöpfungswachstum der Realwirtschaft nicht mehr zu schwingen waren."

Wenn das keine direkte Beeinflussung durch die ZB beschreibt, dann weiß ich auch nicht...!!! Watt nu? Hat sie die Möglichkeiten, oder nicht?


6.) Zitat:
"Machen wir es kurz. Da es für die breite Masse der Menschen in dieser Phase immer schwieriger wurde durch Leistung in der Realwirtschaft zu Wohlstand zu kommen, blieb diesem Haufen Lemminge nichts anderes übrig, als sich ab einem gewissen Punkt auf die schon längst überteuerten „Wertpapiere“ zu stürzen, um sich ein Stück vom erhofften Wohlstand zu sichern."

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß sehr wohl was anderes übrig blieb. Niemand hatte mich gezwungen, den ganzen Scheiß mitzumachen (und ich habe mitgemacht, bin aber halbwegs frühzeitig -mit einem blauen Auge- raus gekommen). Ich will gar nicht widersprechen, daß es diesbezüglich unglaubliche Verwerfungen gibt, aber solcherlei Aussagen nehmen von "dem Haufen Lemminge" zu viel ihrer eigenen Verantwortung. Das sind Behauptungen, die sich zwar gut anhören (die armen Opfer usw.), die aber, vorsichtig formuliert, viel zu stark vereinfachen. Zumal sich vermutlich nicht wenige über eine ordentliche Überschußausschüttung ihrer Lebensversicherung gefreut haben werden.


7.) Zitat:
"Die Erfinder dieses perversen Systems haben ein Ziel. Ich nenne es die unumkehrbare diktatorische politische Macht im Weltmaßstab."

Hier stoße ich mich an dem Wort "Erfinder". Wenn dem wirklich so wäre, also irgendjemand zielgerichtet "das System" erfunden und installiert hat, warum gab es dann solche Entwicklungen wie heute, schon seit dem es die Menschheit gibt? Ich meine, nichts von all dem, was heute passiert, ist wirklich neu. Hierzu möchte ich, nur als Beispiel, hierauf verlinken: "Heute ist alles anders !?!???" (die Vielleser unter euch, sollten auch den dort vorhandenen Links folgen). Oder hier das (ebenfalls nur kurze weitere Beispiele):

Über Gaius Julius Caesar (100 - 44 v. Christus)

.....schließlich Leiter der Stadt- und Marktpolizei in Rom, Veranstalter prunkvoller Tierhatzen und Gladiatorenkämpfe, höchster Richter, oberster Priester, Statthalter in Spanien, dessen Kassen er auffüllte und die eigene dazu, denn seine Schulden waren so hoch wie seine Kunst, immer neue zu machen, Konsul dann und wieder Statthalter, diesmal in Gallien .....

Aus: "Die ersten Deutschen - über das rätselhafte Volk der Germanen", historisches Sachbuch von S. Fischer-Fabian


Offensichtlich war es nicht nur eine Erfahrung der Eroberung des Landes durch die Assyrer und Babylonier (wie es Amos angekündigt hatte, Am 5,11; Zef 1,13), sondern auch eine wiederkehrende Beobachtung in der Zeit nach dem Exil, dass Menschen arbeiten und bauen, aber nicht in ihren Häusern wohnen können und die Feldfrüchte genießen können, weil sie von ihrem Besitz vertrieben werden oder durch drückende Schulden- und Abgabenlast darum gebracht werden. Für den Schriftsteller und Theologen Kohelet (um 200) ist dies eine geradezu traumatische Erfahrung (Koh 2,26; 5,12-19; 6,1-2). Aus dieser harten Wirklichkeit, die dem Einzelnen nur Leid und Frustration bringt, spinnt Jes 65,21-23 die Utopie, dass sich Arbeit wieder lohnt und dass die eigenen Kinder überleben werden - eine Hoffnung, die auch heute durch Krieg und Vertreibung getroffene Menschen brauchen. Von hier aus ist der Schritt nicht mehr weit, die Wurzel aller Übel, den Krieg und die Verbrechen der Menschen, in utopischer Sprache, im Bild des Tierfriedens, zu überwinden (Jes 65,25) (>>)

Die "Erfinder" hätte es demnach schon vor hunderten,  ja sogar tausenden von Jahren geben müssen, und das in allen Kulturkreisen. Das finde ich nicht logisch.

Vielmehr glaube ich, daß "das System" eine zwangsläufige Folge des menschlichen Daseins ist. Insbesondere der Daseinsorganisation mittels staatlichem Gebilde (in welcher Form auch immer konkret ausgebildet). Ich will und kann an dieser Stelle nicht alles wiederholen (habt ihr obigen Link durchgearbeitet ?), aber daß erscheint mir logischer als die "Erfinder"-Sache, ist jedoch auch schwerer zu aktzeptieren, da eine unmittelbare Schuldzuweisung kaum möglich ist und es letztlich auch keine echte Lösung gibt!!

Es sollte allerdings auch ganz klar sein, daß es innerhalb dieser, von mir in den Raum gestellten, "Zwangsläufigkeit des Systems", sehr wohl  Stellschrauben in die eine oder andere Richtung gibt. Und hier gibt es unendlich viel Raum für Kritik (nichts anderes versuche ich mit dieser Homepage), die auch durchaus z.B.  "Verschwörerisches" beinhalten muß. Als ein Beispiel will ich nur mal die Bilderberger nennen. Die sitzen an besagten Stellschrauben.

Zurück zum Autor: Die Art und Weise seiner Argumentationen (Weglassungen, siehe 1.; Verdrehungen, siehe 3.; Ungenauigkeiten/Schätzungen, siehe 4.;  Widersprüche, siehe 5.; Verantwortungsablaß, siehe 6.) geht, meiner Ansicht nach, deutlich in Richtung "Suche nach DEM Schuldigen". Das aber, bringt uns letzlich nicht weiter!!!


8.) Zitat:
Das/der größte Scam – ich habe eine gültige Fünf-Dollar Note vor mir liegen, die 1963 herausgegeben wurde. Aber irgend etwas ist an dieser Fünf-Dollar Note anders. Da steht kein Wort von der „Fed“. Nein, diese Note trägt als Überschrift „United States Note“ statt „Federal Reserve Note“. 1963 unterzeichnete Präsident Kennedy eine Ausführungsverordnung zur Ausgabe von 3 Milliarden Dollar in „United States“ Noten in Nennwerten von 2 $ und 5 $. So umging er die Fed. Diese Noten sind zinsfreie Noten, herausgegeben von der US-Regierung. Sie haben nichts mit der Fed zu tun. Hat Kennedy versucht nachzuweisen, dass die US-Regierung ihr eigenes, nicht durch Kreditaufnahme geschöpftes, schuldenfreies Geld herausgeben kann? Es ist nicht klar. Weiß einer meiner Leser eine Antwort darauf? Fünf Monate nachdem Kennedy diese Ausführungsverordnung unterzeichnet hatte, wurde er ermordet.
.....
Am 23.12.1913 wurde die amerikanische Zentralbank durch das so genannte Federal Reserve Gesetz privatisiert und monopolisiert, was den gleichen Effekt hatte, wie die Privatisierung des Geldschöpfungsrechtes in Europa. Das Münzregal selbst blieb beim Kongress.
.....

Zum Kennedy-Mord selbst, kann und will ich nichts sagen, da ich darüber zu wenig bescheid weiß. Zu dem Rest schon ein paar Sachen.

a.) Erst mal grundsätzlich zur FED und "wem sie gehört"!!


WHO OWNS THE FEDERAL RESERVE?

In my last essay entitled ‘T’ Minus Ten hyperlinked here, I had a list of what I was led to believe were the stockholders in the Federal Reserve. Here is the list that was in this essay...

        Rothschild Banks of London and Berlin
        Lazard Brothers Bank of Paris
        Israel Moses Sieff Banks of Italy
        Warburg Bank of Hamburg and Amsterdam
        Lehman Brothers Bank of New York
        Kuhn Loeb Bank of New York
        Chase Manhattan Bank of New York
        Goldman Sachs Bank of New York

I considered my source on this to be impeccable, and I had seen this list several times on the Internet over the last few years, and had a copy of it on my hard drive for the last six months as well. Plus, if you do a Google search, the first three or four items on this subject will show this set of names. However, a kind reader suggested that this list was far from being correct. After numerous e-mail exchanges, and some incredible research work on his part, a different set of names has emerged. The source of these names is directly from the Federal Reserve Bank of New York itself…so it’s a little hard to dispute them.
.....
Komplett...

Also immer schön vorsichtig, wenn ihr sowas mal wieder lest. Wie HIER z.B. Es stimmt nicht !


Besonders zu beachten, ist die Anzahl der "MEMBER BANKS IN THE SECOND FEDERAL RESERVE DISTRICT; (both national and state)" - es sind 204 !!!!!

Approximately 38 percent of the 8,039 commercial banks in the United States are members of the Federal Reserve System. (>>)

38 % von 8039!! Macht 3055 Member Banks insgesamt!! 
Hinzu kommt noch dieses: "Die" FED besteht aus 12 einzelnen Reserve Banks (districts).  

Jede der > 8.000 US-Banken muss Aktien der FED halten, die für ihren Beritt zuständig ist, es sei denn sie will keine Geschäfte mit ihr machen. Ausländer halten keine Fed-Aktien. Die einzelnen (total 12) Reserve Banken haben je ein Direktorium. 9 Leute. 3 davon von den Aktionärsbanken, 3 aus dem Publikum (Bankkunden), 3 werden vom Board in Washington bestimmt (7 Mitglieder, alle vom Präsidenten bestimmt - nach üblichem Senats-Hearing). Die letzten 3 (C-Direktoren) dürfen keiner Bank angehören, noch nicht mal als Bankaktionäre. (>>)

Ja, die einzelnen Mitgliedsbanken sind Privat. Aber es sind gleich mehrere tausend (3055). Also mir persönlich, ist so etwas jedenfalls lieber, als eine mächtige Zentralbank. In einem anderen Zusammenhang viel mal folgender Satz: "Wer überwacht die Wächter?". Das gilt zwar grundsätzlich, im übertragenen Sinne, würde dies aber eben auch für diese eine gelten. Und ob dieses System wirklich als
"privatisiert und monopolisiert" definiert werden sollte, überlasse ich jedem selbst.

b.) Zum größten Scam (=Betrug) möchte ich nur diesen Link setzen: "Genau umgekehrt: Es war Kennedy's Mega-Scam!". Wer Interesse hat, kann sich das ja mal durchlesen.



Ich will gar nicht mal behaupten, daß da nicht trotzdem irgendwelche Sauereien abgelaufen sein können, und noch laufen (vielleicht?? auch "im Sinne" des Autors). Aber es sieht zu mindest so aus -das jetzt ganz allgemein- als ob diese Sauereien auf anderen "Baustellen" stattfinden.



9.) Zitat:
Denn wer sollte den Staat daran hindern 10.000 € Münzen zu prägen und damit seine Schulden und neue Investitionen zu bezahlen.

Eben genau das, wer sollte den Staat daran hindern? Wie viel darfs denn sein? 100 Mrd., 1000 Mrd., oder vielleicht doch besser gleich 3000 Mrd.? Kost ja nix! Schließlich muß viel investiert werden und die Schulden sind hoch!!!

Um langsam zum Schluß zu kommen, nur so viel; egal wie "edel" die Motive ursprünglich vielleicht auch gewesen sein mögen...

... Er weist auch darauf hin, dass Hyperinflationen immer durch Defizite des Staatshaushaltes, die überwiegend durch Geldschöpfung finanziert werden, entstehen. (>>)

Schulden sind doch überhaupt nur Schulden, weil sie beglichen werden müssen. Das wiederum hängt unmittelbar mit der Laufzeit - dem Zeitpunkt der Begleichung - zusammen. Nur dadurch ensteht der Druck zur Rückzahlung!! Entfällt dieser Mechanismus (der Staat druckt sein Geld selbst, die Schleuse werden geöffnet, der Staat kann belieben Geld unter die Leute werfen), dann wäre genau dies (Hyperinflation) das Resultat. Das soll die Lösung sein??

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Ich hoffe ihr versteht das alles richtig?? Ich habe "die Weisheit" nicht gepachtet, und auch habe ich nicht jede wichtige Information auf diesem Planeten konsumieren können. Ich meine aber schon, daß es dafür ausreicht, Ungereimtheiten zu erkennen. Wie ganz oben schon gesagt, nicht alles was systemkritisch ist, muß auch zwangsläufig "sein Geld" wert sein!! Im Endeffekt muß das alles jeder für sich selbst einordnen. Vielleicht hilft "mein Senf" ein wenig mit?!?

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Verpackungen = Peanuts?

Was mir aufgefallen ist!!!

Heute bei SPAR (gilt aber, mehr oder weniger, für fast alle anderen auch) ==> Äpfel gekauft. An die Kasse gegangen und zum Bezahlen die Äpfel wiegen lassen. Iirgendwie ist mir erst heute aufgefallen, daß diese Tüte (diese Abreißdinger), in die ich die Äpfel immer einpacke,
mitgewogen wird.

Flux mal nachgefragt, ob das Gewicht der Tüte denn von dem Gesamtgewicht abgezogen wird?? Nach etwas verdattertem Getue ("die wiegt doch eh nix..." usw.) und der Antwort "Nein, wird sie nicht", habe ich sie (die Tüte) mal wiegen lassen. Heraus kam ein Gewicht von 2 g. Das klingt in der Tat nach Peanuts. Bei einem Apfelpreis von ca. 1,70 €/kg, kostet die 2g-Tüte 0,0034 € extra. Quasi nichts!! Deshalb auch nicht weiter drauf rum geritten!

Zuhause habe ich mir dann ein wenig weitere Gedanken darüber gemacht. HIER sehen wir auf Seite 19, daß, bei durchschnittlichen Größen der Märkte (jedenfalls erscheinen mir die Quadratmeterangaben nicht "übergroß"), die Kundenzahl pro Woche bei 5000-15000 liegt.

Das ist zwar nur die Statistik für Würzburg, aber ich denke, ähnliches gilt generell (auch für SPAR). Wir bleiben ausschließlich bei meinen Äpfeln und den 0,0034€/Tüte. Das alles bei Spar!! ¾ der Leute kaufen Äpfel, incl. Tüten.
Wir rechnen ein paar Fälle durch:


Kunden/Woche
/Filiale
¾ kaufen Äpfel (incl. Tüte) Mehreinnahmen pro Filiale bei 0,0034€/Tüte in der Woche
[€]
Mehreinnahmen pro Jahr pro Filiale (52 Wochen)
[€]
Mehreinnahmen pro Jahr für SPAR (bei 2400 Filialen in der BRD)
[Mill. €]
5000 3750 12,75 663,00 1,59
6000 4500 15,30 795,60 1,91
7000 5250 17,85 928,20 2,23
10000 7500 25,50 1326,00 3,18
15000 11250 38,25 1989,00 4,77

Nicht schlecht Herr Specht. Je nach Rechnung, werden aus den Peanuts plötzlich mehrere Mill. Euro Mehreinnahmen für SPAR!!!! Einfach so!! Ohne eigenes Zutun!!! Für lau!! Nett, oder??

Mehr
einnahmen deshalb, weil die Verpackungskosten (die Tütenpreise) unter Garantie schon in den Preisen der Produkte drin stecken (böswillige Unterstellung meinerseits ).  Und das alles NUR mit Äpfeln zu 1,70 €/kg. Kommen noch Bananen dazu? Vielleicht noch ein wenig Salat? Broccoli? ...? ...? Alles fein säuberlich in extra Tüten verpackt!! An der Fleischtheke; diese Plastikschälchen!!! Bezahlung von Netto- oder Bruttogewicht??? Die Käsetheke ist auch nicht weit!! Selbes "Spielchen"?!?!


Nehmen wir noch alle anderen Konkurrenzdiscounter und sonstige Märkte hinzu, wo das evtl. genau so läuft... Mich würde wirklich mal interessieren, auf wie viele Millionen Euro sich das summiert.

"Kleinvieh macht auch Mist". Also wenn das hier mal nicht passt!!! 


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Mehr Immobilien unterm Hammer

Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien hat einen neuen Rekord erreicht. Im ersten Halbjahr 2005 wurden an den Amtsgerichten 48 438 Versteigerungstermine angesetzt.

Komplett...

Zum Vergleich:

# 06.06.05 #

Bin diese Woche jobmäßig stark eingespannt. Deshalb wird das mit irgendwelchen Aktualisierungen wohl nichts werden!!!

Aber ganz ohne möchte ich euch doch nicht "entlassen" . Drum untenstehender Link. Furchtbar lang, aber durchaus einen Blick wert. Ihr habt ja genügend Zeit . Auch wenn ich nicht allem in Gänze genau so zustimmen möchte, ist der Text doch empfehlenswert. Ohne jetzt ausführlicher darauf eingehen zu wollen, vor allem bei den Abschnitten, die "vom Geld" handeln, fehlt, meiner Meinung nach, der letzte "Feinschliff". Nichtsdestotrotz solltet ihr euch das Dingen wirklich antun!!

Methoden der Manipulation

# 03.06.05 #

Neues (kurzes) vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick
( »LKW-Maut vor neuer Bewährungsprobe«  |  »Und noch'en Link«)


Neues von der Kreditfront (April '05)

Vorab 1: Einerseits nicht viel passiert (Buchkredite=Graphik), andererseits ging die Post ab (Wertpapiere & BIP) !!

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Ausszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)":
.....
55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
.....
Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.


1.)
Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum))


Bitte nicht wundern, wenn die folgenden Ausführungen zu diesem Punkt 1.), im Konsens zu 2.), etwas konfus sind. Alles ab Punkt 2, habe ich VOR 1.) geschrieben, da die Daten hierfür erst später kamen. Ich hatte aber keine Lust mehr, unten nachträglich noch was zu ändern!! 

Die Graphik:


(>>)

Ui ui ui, wie in den guten alten Zeiten!!! Ein sattes Plus von 86,61 Mrd.€, oder 2,36% (März '05 = 3663,15; April '05 = 3749,76). Auffallend sind allerdings die "Wertpapiere von Nichtbanken". Das allein ist ein Zuwachs von 48,19 Mrd.€, oder 70,24% vom Gesamten. Grundsätzlich bin ich zu den "Wertpapieren" echt überfragt. Keine Ahnung was da im April abging. Das zieht sich auch durch alle noch folgende Daten in ähnlicher Weise durch. Deshalb hierzu bitte auch Punkt 2 und 3 lesen!!!!

Ungefähr der Rest (36,0 Mrd.€) fällt tatsächlich den "Buchkrediten" zu. Die können jedoch nicht von deutschen Kreditnehmern kommen. Im Folgenden sehen wir nämlich, daß die Buchkredite in der BRD nur marginal zugenommen haben, sowohl bei den "Unternehmen und Privaten", als auch bei den "öffentlichen Händen". Ich kann mir das nur so erklären, daß diese 36,0 Mrd., vom Rest Europas, bei deutschen Banken, aufgenommen wurden (siehe 3. weiter unten).

Wie gesagt, mehr im Weiteren!!!!!!!



2.) Kredite an inländische Nichtbanken (Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)

Zuerst mal die Graphik:


(>>) 

Für die eigentliche Kreditvergabe (Buchkredite=Graphik) ist die Sache schnell erledigt. Es ergab sich ein minimales Plus von 0,97 Mrd.€ oder 0,044%. Äußerst dürftig. In dieser Kategorie passiert einfach nichts. Mehr gibt es hierzu eigentlich nicht zu sagen.

Zu zwei anderen Punkten gibt es dagegen sehr wohl noch was zu sagen!!!

a.)
Bleiben wir noch bei den
"Krediten an inländische Nichbanken (Unternehmen und Privatpersonen)", nur jetzt die Kategorie "Wertpapiere"
Hier ging in der Tat die Post ab. Und zwar dermaßen, daß ich die Zahlen kaum glauben kann. Doch bevor ich die zeige, erst mal eine kurze Erläuterung, was alles unter "Wertpapiere" fällt. 

Wertpapiere, Geldmarktpapiere
Als Wertpapiere auszuweisen sind Aktien, Zwischenscheine, Investmentanteile, Optionsscheine, Zins- und Gewinnanteilscheine, börsenfähige Inhaber- und Ordergenuss-Scheine, börsenfähige Inhaberschuldverschreibungen,...ferner börsenfähige Orderschuldverschreibungen,...festverzinsliche Inhaberpapiere, soweit sie börsenfähig sind, und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, soweit sie börsennotiert sind. Hierzu rechnen auch ausländische Titel, die zwar auf den Namen lauten, aber wie Inhaberpapiere gehandelt werden. (>>)

Die Zahlen:

Die Wertpapierkredite sind von 177,96 Mrd.€ (März '05) auf 214,71 Mrd.€ (April '05) gestiegen. Das sind 36,75 Mrd.€, oder 20,65%, mehr als im Vormonat!!!!! Soweit das die Statistik hergibt (ab 1997 >>), ist das, mit riesigem Abstand, der größte Zuwachs. Selbst auf Jahresbasis kommt da nicht annähernd irgendein Steigerungswert heran. Allein diese Zunahme, ist für 95,45% des Gesamtzuwachses von 38,5 Mrd.€ verantwortlich (März '05 = 3003,87; April '05 = 3042,37). Der Rest (ca. 2,5 Mrd.€) geht auf das Konto der "öffentlichen Hände".

Was da nun genau los war...keinen blassen Dunst*. Und was haupsächlich erworben wurde (siehe Erklärung oben)...ebenfalls keine Ahnung. Statistikänderung? Who knows!!??

Wenn (??) die Unternehmen -zur Finanzierung- tatsächlich zum größten Teil Anleihen begeben haben sollten (??), dann ist dies durchaus positiv zu bewerten. Wenn der "Krempel" im Gros
jedoch in Aktien gewandert ist (oder noch wandern wird), dann bekommen die benötigten "Realsachinvestitionen" wieder nichts ab. Das wäre dann allerdings nicht ganz so dolle.

Insofern ist das Ganze im Moment schwer einzuordnen, jedoch mit positiver Tendenz. Bin gespannt, was die nächsten Monate bringen. So ganz koscher kommt mir das jedenfalls nicht vor.

*Nur so ein Gedanke: Möglicherweise (???) hat das irgendwie hiermit zu tun (fragt mich aber bloß nicht, was genau :-)) ==> ich meine, in diesem Monat schütteten die AG ihre Dividenden aus.


 Ergänzung vom # 04.06.05 #

Das hat mir keine Ruhe gelassen. Nachdem ich gestern keine Zeit mehr hatte, habe ich heute zu den "Wertpapieren" doch noch was gefunden:
"EMISSIONSSTATISTIK DER DEUTSCHEN BUNDESBANK für April 2005"

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil . Offensichtlich liegt der enorme Anstieg der Verschuldung über die "Wertpapiere" an der unterdurchschnittlichen Tilgung im April '05.

Tilgungen Wertpapiere in Mrd. Euro
Nov. 05 Dez. 04 Jan. 05 Feb. 05 März 05 April 05
81,8 82,8 84,6 70,0 68,6 44,3
(>>, Emissionsstatistiken)

Im Schnitt betrug die Tilgung von Nov. '04 bis März '05 relativ hohe 77,56 Mrd.€. Im April dagegen nur lasche 44,3 Mrd.€. Das sind 33,26 Mrd.€ weniger als in den Vormonaten. Damit konnte sich der Netto-Absatz auf 43,1 Mrd.€ erhöhen (zum Vergleich: Jan. '05 = 22,0; Feb. '05 = 15,0; März '05 = 16,5 Mrd.€).

Wie genau sich nun obige 36,75 Mrd.€ ergeben, ist mit Hilfe dieser Statistik nicht nachzuvollziehen. Z.B. liegt der Anteil derBanken bei den Brutto-Emissionen von 87,4 Mrd.€ bei ca. ¾. Auch die öffentlichen Hände waren natürlich aktiv. Wie sich das alles auf die "inländischen Nichtbanken, Unternehmen und Privatpersonen" aufschlüsselt, vor allem in Hinsicht auf die "freigewordenen Mittel" durch die unterdurchschnittliche Tilgung, ist nicht ersichtlich.

Trotzdem, ich meine die grundsätzliche Aussage kann getroffen werden:
Augenscheinlich ist der April als "Einmaleffekt" anzusehen, mindestens aber als -im positiven Sinne- eher außergewöhnlich. Solche Tilgungszahlen kamen zwar immer mal wieder vor (>>), sind aber, wenigstens in der jüngeren Vergangenheit, doch eher die Ausnahme, denn die Regel. Ich gehe deshalb davon aus, daß sich das in dieser Art und Weise nicht fortsetzen wird. Bei zukünftigen "normalen" Tilgungswerten, können wir uns in den nächsten Monaten vermutlich auf einige Rückschläge einstellen. Es sei denn, die privaten Marktteilnehmer überkommt urplötzlich doch noch die "Verschuldungswut", wo von ich jedoch nicht ausgehe. Ich werde das auch weiterhin im Auge behalten.

SORRY für das etwas dilletantische Durcheinander. War gestern ein wenig in Zeitdruck, und hatte, noch mehr als sowieso üblich,  kurzfristig ein bißchen den Überblick verloren


b.)

BIP-Berechnung

Wie ihr in der Graphik sehen könnt, ergibt sich auf Quartalsbasis ein BIP von nominal -4,4% (real -3,5%). DIESE Werte sind allerdings nach der alten Berechnungsmethode ermittelt. In folgender Tabelle sind das die "Originalwerte".

  in jeweiligen Preisen
Mrd. EUR (nominales BIP)
preisbereinigt
Kettenindex (2000 = 100) (reales BIP)
Originalwerte saison- und kalender-
bereinigte Werte nach
Census X-12-ARIMA
Originalwerte saison- und kalender-
bereinigte Werte nach
Census X-12-ARIMA
2005 I 539,78 557,30 100,68 103,55
2004 IV 564,82 548,99 104,32 102,48
III 557,21 549,92 104,10 102,62
II 547,85 551,13 102,66 102,66
I 537,36 548,92 100,68 102,45
(>>)

Vergleicht in der Tabelle selbst, wie wundersam sich das BIP mit neuer Berechnungsmethode entwickelt
hat (siehe auch weiter unten).

Das Verfahren X-12-ARIMA
Für wichtige Zeitreihen veröffentlicht das Statistische Bundesamt seit 2001 zusätzlich zu den Analyseergebnissen gemäß dem Berliner Verfahren (BV) saisonbereinigte Werte nach dem Verfahren X-12- ARIMA. X-12-ARIMA ist die jüngste Weiterentwicklung des altbekannten Saisonbereinigungsverfahrens X-11 des US Bureau of the Census. Die Neuerungen sind alle optional, so dass mit X-12-ARIMA auch Analysen gemäß X-11 durchgeführt werden können. X-12-ARIMA wird vom Bureau of the Census kostenlos zur Verfügung gestellt (http://www.census.gov/). (>>)

Ihr lieeeebe Leut', muß uns da noch irgendwas wundern??? DAS, was wir aber in den einschlägigen Meldungen (N-TV, Tagesschau usw.) zu hören bekommen, ist z.B. das hier:

Deutsches BIP wächst um 1,0 Prozent
Das Statistische Bundesamt veröffentlichte für das erste Quartal 2005 das stärkste Wirtschaftswachstum seit dem ersten Quartal 2001. Wie bereits in der Schnellmeldung mitgeteilt, kletterte das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal.... (>>)

Natürlich, natürlich, wer, so wie ich , zu viel Zeit hat, der findet solche Informationen. Der "Ottonormalkonsument" bekommt davon jedoch überhaupt nichts mit.

Allerdings, ich will hier nichts verhehlen, für gesamt 2004 hatte die neue Berechnungsmethode keine Auswirkungen. Für die Jahre davor denn aber doch wieder. Und, wie oben gesehen, für das erste Quartal 2005, haut das so richtig rein.

1992
1995
2000
2001
2002
2003
2004
Neues Ergebnis 
2,2
1,9
3,2
1,2
0,2
0,0
1,6
Bisheriges Ergebnis
2,2
1,7
2,9
0,8
0,1
– 0,1
1,6
Differenz in %-Punkten
0,0
0,2
0,3
0,4
0,1
0,1
0,0
(>>)


Und noch kurz zur...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"
2005 (Mrd. €)
Da gab es im Vormonat anscheinend eine Datenrevision, bei der sich die alten Zahlen geändert haben. Deshalb beginne ich ganz neu ab März 2005:
Feb. '05 = 8784,9;  März '05 = 8844,2;  April '05 = 8956,4  (>>)

Differenz von April '05 auf März '05 = 112,2 Mrd.€, oder +1,27% (Vormonat: März '05 auf Feb. '05 = 58,3 Mrd.€, oder +0,66%). Teile ich die +112,2 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +9,35 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb begrenzt aussagefähig. Nichtsdestotrotz, das ist wahrlich ein großer Schluck aus der Pulle.

Einschränkend muß aber klar angemerkt werden, daß gut die Hälfte davon, nämlich 54,2 Mrd.€, von den
"Aktien und sonstige Dividendenwerte" stammen. Auch hier (so wie weiter oben unter 1 und 2a) vermute ich einen Zusammenhang mit den Dividendenausschüttungen der AG. So gesehen relativiert sich das Ganze wieder etwas. Aber nichts genaues weiß man nicht .

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Rentenkassen (April '05)

Die neuesten Zahlen aus der "Bundesversicherungsanstalt für Angestellte" für April '05:

Am Ende des Monats Schwankungsreserve in Monatsausgaben 2005
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
0,41
0,17
0,31
       
Januar
0,48
-0,01
0,28
Februar
0,37
-0,08
0,18
März
0,31
-0,12
0,13
April
0,25
-0,15
0,09

0,09 !! Gute Güte!! Das ist mal wieder ein neuer Negativrekord!! Das gabs noch nie!!! "Von der Hand in den Mund", nichts anderes ist das mehr.

Am Ende des Monats Verfügbare liquide Mittel 2005 [Mill. €]
AV ArV
Gesamt
Dezember Vorjahr (2004)
3.935,0
1.048,8
4.938,8
       
Januar
3.910,9
580,4
4.491,3
Februar
2.963,9
278,4
3.242,3
März
2.092,7
339,1
2.431,8
April
1.513,3
394,5
1.907,8

Besonders die Entwicklung -und die Dynamik derselben- ist immer wieder "beeindruckend".

Jahr
Verfügbare liquide Mittel [Mill. €]
Gesamt
2000
10.917,9
2001
10.439,1
2002
7.115,2
2003
5.799,9

Ende 2000 lagen die liquiden Mittel noch bei 10,9179 Mrd.€. Jetzt liegen wir bei 1,9078 Mrd.€. Innerhalb von nur 4½ Jahren, sind die verfügbaren liquiden Mittel, um sage und schreibe 82,5 % zusammengeschnurrt. Hammerhart!! Auch wenn sich das zum Jahresende hin noch ein wenig erholen wird, die Tendenz ist klar.

Rentenkasse und ihr Vermögen

Wo ich gerade dabei bin (aus dem BuBa-Monatbericht 05/05 >>):

Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben sowie des Vermögens der deutschen Rentenversicherung

1.Vj. 2005; Einnahmen
insgesamt = 55,16 Mrd.€
darunter: Zahlungen des Bundes = 17,996 Mrd.€

Mal abgesehen von der absoluten Zahl (knapp 18 Mrd. Euro), die an sich schon ziemlich heftig ist, der Anteil der "Zahlungen des Bundes" an den Einnahmen der Rentenversicherung, lag im 1 Vj. 2005 damit bei 32,63 %. Im gesamten Jahr 1993, lagen die "Zahlungen des Bundes" noch bei nur 26,93 Mrd.€, und anteilig somit bei 18,14 % (Einnahmen insg.=148,47 Mrd.€).

Diesbezüglich zwei Zitate aus "Deutschland im Wahlkampf – Die Lüge vom politischen Neuanfang”

„Ein Politiker, der eine konsequente Schuldenabbaupolitik betreiben würde, würde in Deutschland wahrscheinlich guillotiniert werden, der würde ganz schnell aus dem Amt gejagt, die Bevölkerung würde das nicht mitmachen. Weder die Gewerkschaften, noch irgendwelche andere Gruppen. Seit Anfang der 70er Jahre ist nie auch noch ein Cent oder ein Pfennig an der Gesamtverschuldung zurückgeführt worden.“

„Die jetzige Politik hat das hinzunehmen. Denn sie kann im Prinzip nichts mehr daran ändern, es sind die letzten vierzig Jahre, die die Musik der Zukunft bestimmen und diese Musik ist schon geschrieben.“

Prägnanter kann man es kaum zusammenfassen. Die eigene Nase, und das an die selbige fassen, darf mitnichten ignoriert werden. Zudem wiederhole ich es nochmal, weil es einfach wie die Faust auf's Auge passt (falls es jemand nicht mitbekommen oder überlesen hat ):


.....
Kalkül gewann die Oberhand. Das westdeutsche Rentenniveau lag schon 1956 durchaus höher als in den meisten anderen Industrieländern; mehrfach hatte der Bundestag bis dahin Rentenerhöhungen beschlossen. Dennoch war der Einkommenszuwachs der Rentner geringer geblieben als jener der Beschäftigten, und die Rentner hatten keine Garantie, daß sich diese Schere nicht noch weiter öffnen würde. So klang die Idee sozialpolitisch überzeugend. Rentenerhöhungen automatisch an das Wachsturn der (Brutto-)Lohn- und Gehaltssumme bei den Arbeitnehmern zu koppeln. Kanzler Adenauer war, als geborener Taktiker, im Wahljahr für die neuartige Dynamisierung der Renten. Sein Wirtschaftsminister Erhard kämpfte vehement dagegen an. Erhard sah nämlich voraus, daß der Anteil der Rentner an der Gesamtbevölkerung immer weiter steigen würde; deshalb fürchtete er, daß die dynamisierten Renten auf Dauer nur durch hohe Staatszuschüsse an die Rentenversicherungen bezahlt werden könnten. Das ganze Modell, so seine prophetische Sorge, könne überhaupt nur in einer Wirtschaft des steten Wachstums funktionieren. Natürlich hatte Erhard recht, wie wir heute wissen; aber ebenso natürlich wurden seine Bedenken im Wahljahr nicht gehört. Das Gesetz wurde im Parlament einvernehmlich verabschiedet und rückwirkend zum Jahresanfang 1957 in Kraft gesetzt. Zum Mai desselben Jahres wurden die Renten um 65 bis 70 Prozent erhöht, im Oktober gewann Adenauer die Wahl und hatte fortan für vier Jahre die absolute Mehrheit im Bundestag.
.....
"Die D-Mark" von Wolfram Bickerich
.....
Nach den "Teegesprächen 1950–1954“ bemerkte Adenauer am 20. Oktober 1953 zu diesem „sehr ernsten Thema“ auf die entsprechende Frage eines Journalisten: 
„Die Bevölkerungsbilanz des deutschen Volkes ist erschreckend, die Überalterung, und es kommt, wenn nichts Durchgreifendes geschieht, dazu, daß einfach die Arbeitenden die Nichtarbeitenden nicht mehr unterhalten können. Das Verhältnis wird sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte völlig umkehren.“
.....
http://www.kas.de/db_files/dokumente/7_dokument_dok_pdf_3277_1.pdf

Allerdings, es gehören immer zwei dazu, die, die "bestechen" (Staat, Politiker usw.), und die, die sich "bestechen" lassen (wir, das Volk). Es lebte sich bis dato einfach zu gut damit. Wer "blühende Landschaften" verspricht, wird gewählt !!! Ist das wirklich ausschließlich den verantwortlichen Politikern vorzuwerfen ?
*******************************************************************************

US-Automobilsektor bricht zusammen

Von all den vielen Schwachstellen, die das Weltfinanzsystem heute hat, ist der potentielle Bankrott der amerikanischen Autofirma General Motors (GM), der Muttergesellschaft von Opel, eine der gefährlichsten. Aufgrund einer völlig verfehlten Unternehmensstrategie, wie der unseriösen Verkaufspraxis mit Preisnachlässen bis zu 5 000 Dollar pro Wagen, haben GM und das angegliederte Finanzunternehmen General Motors Acceptance Corporation (GMAC) inzwischen 310 Milliarden Dollar Schulden (!) angehäuft. Als GM statt des erwarteten Profits für das erste Quartal 850 Millionen Dollar Verluste anmelden mußte, stufte die Ratingagentur Standard & Poors die Firmenanleihen von GM am 16. März bis auf nur noch eine Stufe über Ramschanleihen herunter. Die Aktien von GM verloren an einem einzigen Tag 14 Prozent.

GM hatte gehofft, 2005 rund zwei Milliarden Dollar Gewinn zu machen (bei 310 Milliarden Dollar Schulden nicht gerade üppig), jetzt sieht es eher wie 2-5 Milliarden Verlust aus; dazu werden, bei noch rund 23 Milliarden Dollar Reserven, in den nächsten zwölf Monaten an die 50 Milliarden Dollar Schuldenleistungen fällig. Schon jetzt müssen fast 10 Prozent Zinsen für GM-Anleihen gezahlt werden, das ist mehr als für die Anleihen Brasiliens. Angesichts der Höhe der Schulden von GM hat dies den gesamten Anleihemarkt weltweit auf eine abschüssige Bahn geschickt.

Am 22. März zog GE Capital, das Finanzunternehmen von General Electric, Finanzierungszusagen für GM-Zulieferer in Höhe von zwei Milliarden Dollar zurück und signalisierte damit, daß sie die noch weitere mögliche Abwertung auf Ramschanleihestatus bei GM nicht ausschließen. Aber es ist nicht nur GM - auch Ford und die großen Zulieferer Delphi und Visteon könnten in kurzer Zeit vor dem Bankrott stehen. Schon der nächste kleine Tropfen könnte das Faß zum Überlaufen bringen, und der ganze amerikanische Automobilsektor mit 750 000 bis 1 Million Arbeitsplätzen könnten verloren gehen.
.....
http://www.solidaritaet.com/neuesol/2005/14/zepp-lar.htm




!! P O L I T I K !!  


LKW-Maut vor neuer Bewährungsprobe

Erst einmal der Link zum Artikel: Hier lang...

Warum dieser Artikel? Nun, zwei Textstellen sind bemerkenswert (neben dem allgemeinen Big-Brother Aspekt: HIER und in Verbindung mit DIESEM). Spinnen wir mal ein bißchen weiter und lesen zwischen den Zeilen.


1.) Im ersten Absatz steht: "...Das würde die von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) ins Gespräch gebrachte Maut für viel befahrene Bundes- und Umgehungsstraßen erleichtern...."

Die Einsatzmöglichkeiten erleichtern zwar die Mauterfassung für viel befahrene Bundes- und Umgehungsstraßen, umgekehrt sind sie aber nicht von der Frenquentierung abhängig. Was bei viel befahrene Straßen geht, geht auch bei alle anderen. Die Abfolge wird demnach ungefähr so sein:

-Als nächstes kommen die viel befahrenen Bundesstraßen für die LKW dran.
-Dann, irgendein Grund wird sich schon finden, sind auch alle anderen Straßen für die LKW an der Reihe.
-Wenn das alles mal steht und funktioniert, kommen, in der selben Reihenfolge, die PKW "zum Zuge".  Wobei hier auch durchaus direkt in die flächendeckende Erfasssung übergegangen werden könnte. Und das, völlig unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist.

Sollte ich mich irren, um so besser. Ich denke jedoch, die "Chancen" für einen solchen Ablauf, stehen ziemlich "gut".

2.) Es ist dort die Rede davon, daß "...sich die Anzahl der Mautpreller bei unter drei Prozent eingependelt hat...". Es gibt also so gut wie keine Einnahmeausfälle, die gegebenenfalls noch zusätzlich generiert werden könnten!!! Das ist für die weitere Betrachtung wichtig!!!

Denn im letzten Absatz lesen wir, daß die Einnahmen, aus dem ersten Vierteljahr, bei 661 Mill. Euro lagen, die Einnahmen für das Gesamtjahr aber 3,5 Mrd. betragen sollen.

 Wir rechnen: 661×4 (weil Vierteljahr) = 2,6 Mrd. Euro.

Die Gesamteinnahmen sollen aber 3,5 Mrd. Euro betragen. Wo kommen die fehlenden 900 Mill. Euro her?

Ich will da jetzt nichts reininterpretieren. Aber an Mindereinnhamen, aufgrund von "Anlaufschwierigkeiten" im ersten Vj., kann es nicht liegen, bei nur drei Prozent Mautprellern!!! Saisonale Schwankungen? Möglich! Aber gleich um 900 Mill. Euro?

Letzlich habe ich keine konkrete Antwort darauf, woher die 900 Mill. Euro im Laufe das Jahres noch herkommen sollen. Insofern kann das alles auch ganz harmlos sein. Nichtsdestotrotz: Wundern würde mich gar nichts !!

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Nur Link!!

"Polizei kontrollierte Chefs der Madrider Anschläge" (kommt einem irgendwie seeeeehr bekannt vor... )

# 31.05.05 #

Neues (kurzes) vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick
( »EU-Verfassung - Europa der Konzerne und Generäle?)«  |  !! VORSICHT VERSCHWÖRUNG !!! Oder vielleicht doch nicht????  »Sexueller Mißbrauch, Lügen und Bewußtseinskontrolle«)


Neues von der Kreditfront (März '05, vierteljährig)

Die Graphik:


http://www.bundesbank.de/stat/download/bankenstatistik/S104ATIB13435.PDF

Tja, jetzt hat es auch die privaten Unselbständigen "erwischt". "Erwischt" deshalb, weil sich diese Gruppe bis jetzt eigentlich wirklich gut gehalten hatte; sprich, immer schön zusätzliche Kredite aufgenommen hat. Zwar war das erste Quartal auch in der Vergangenheit tendenziell eher schwach. Aber ein Rückgang um 0,52 % (von 999,36 auf 994,17 Mrd.€)  ist der stärkste Einbruch seit 1974 (damals 1,5%), wie HIER zu sehen ist. Sollte (??) sich das tatsächlich als "Richtungswechsel" verfestigen, bricht also in der Tat eine der letzten inländischen Stützen auch noch weg...na dann gute Nacht.

Bei den Krediten an die Unternehmen und Selbständige hat sich der Rückgang seit ca. 2001 ein wenig verlangsamt. Das liegt für dieses Mal überraschenderweise an den Unternehmen, die um 3,34 Mrd.€ zugelegt haben (Dez. '04 = 792,64, März '05 = 795,98 Mrd.€). Ich weise an dieser Stelle jedoch daraufhin, daß sich die Unternehmen (allerdings nur die Großen*) zunehmend über Anleihen usw. finanzieren (Umlaufvolumen Sept. 03 = 143 Mrd.€). So gesehen, können wir bei der blauen Kurve -qualitativ- von der "kleine- und mittlere Unternehmen-Kurve" reden, was die Sache aber auch nicht besser macht.

*Allerdings setzt der Einsatz dieses Instruments eine gewisse Mindestgröße des Unternehmens voraus. Anleihen sind daher für wenige Unternehmen des Samples ein sehr wichtiges Instrument, für viele kleinere Unternehmen aber wegen fehlender Voraussetzungen gar nicht anwendbar. Durchschnittszahlen sind daher bei dieser Frage wenig aussagekräftig. Kleineren mittelständischen Unternehmen bleiben die kapitalmarktorientierten Finanzierungsinstrumente der Anleihen und Asset Backed Securities bisher verschlossen, weil sie alleine nicht das nötige Mindestvolumen aufbringen. (>>)

Insgesamt ergibt sich trotzdem ein Rückgang um 7,16 Mrd.€  (Dez. '04 = 2211,00; März '05 = 2203,84 Mrd.€), oder 0,32 %. Die "Luft" geht weiterhin raus .  Die Franzosen hingegen wollen/können noch: "...Das Statistische Amt INSEE teilte am Mittwoch mit, die Verschuldung der privaten Haushalte sei 2004 um 8,9 Prozent gestiegen. Die private Gesamtverschuldung habe damit den Rekordwert von 39,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht....(>>)". Ich weiß natürlich nicht, was dort alles in die Rechnung einfließt, aber hier scheint mir ein (!) Grund "unserer" Misere zu liegen. Es sieht so aus, als wenn wir in dieser Hinsicht schlicht weiter "entwickelt" sind. Das Verschuldungsniveau ist einfach schon höher. Dadurch wird die dringend benötigte zusätzliche Verschuldung natürlich nicht gerade einfacher.


BRD-Verschuldunggesamtrechnung (kurz gefasst und vereinfacht) (>>)
SCHULDNER1
SCHULDENHÖHE
PRO 
HAUSHALT2
PRO 
EINWOHNER3

[Mrd. €]
[€]
[€]

2003
2004 2003 2004 2003
2004
Volkswirtschaft, nominales BIP4
-2.128,20
-2.178,20
-54.569,23
-55.851,28
-25.796,36
-26.402,42







Private:





Wirtschaftlich unselbständige und sonstige Privatpersonen
975,63
999,36
25.016,15
25.624,15
11.825,81
12.113,45
Wirtschaftlich selbständige Privatpersonen
436,98
418,99
11.204,62
10.743,33
5.296,73
5.078,67
Organisationen ohne Erwerbszweck
13,73
13,17
352,10
337,69
166,42
159,64
Zwischensumme Private:
1.426,34
1.431,52
36.572,87
36.705,17
17.321,96
17.351,76







Schulden/BIP [%] 67,02 65,72



Schulden/Haushaltseinkommen5 [%]

117,98 114,70


Ich denke, hier "Sensitivities of G7 household finances" wird das untermauert. Außerdem, grob dazu passend, habe ich noch folgendes gefunden


Graphik nur als zusätzlicher Vergleich. Nicht aus der Quelle unten!
Growing Insolvencies

Britons are among the most heavily indebted citizens of the world's largest economies. Their borrowings amounted to 140 percent of disposable income in 2003, according to figures from the Paris-based Organization for Economic Cooperation and Development released in December. That compared with 118 percent in the U.S. In Germany, the proportion was 112 percent.

Higher borrowing costs and changes in bankruptcy laws are prompting a growing number of Britons to default on their debt. Insolvencies surged 28 percent to 13,229 in the first quarter, the highest since records began in 1960.

Debt Free Direct Group Plc, a U.K. debt-advice company, said May 3 its second-half revenue more than doubled to 858,000 pounds and predicted it will benefit from growing signs of ``consumer debt fatigue.'' The Chorley, Lancashire-based company's shares have doubled in the past 12 months.

``You've had a long period of low interest rates, completely full employment, and rising house prices, which has made people feel wealthy,'' said Debt Free Direct Finance Director Paul Latham in an interview. ``This encouraged a cycle of people spending more than they earn. The problem is beginning to bite.''

U.K. Consumer Borrowing Seen Slowing as Debt Concern Increases



Zu guter letzt noch der Link zum "Bank Lending Survey" für Deutschland (für die, die es noch nicht gelesen haben). 

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US Home Prices

Einfach als Info!!

Ok, 'nen kurzen Kommentar muß ich doch noch abgeben. Passt zwar nicht ganz, aber da war doch was (nur so als Gedankengang):

So etwas erinnert mich immer an die "Geschichte" mit dem Teich und dem Wachstum der Teichrosenblätter. Jeden Tag verdoppelt sich die Zahl der Blätter, bis der Teich komplett zugewachsen ist. Normalerweise wird dann gefragt, wann der Teich vollständig bedeckt ist. Hier ist aber eine andere Frage viel sinnvoller: Wann tritt der zahlenmäßig größte Zuwachs auf? Richtig !! Am letzten Tag!!


!! P O L I T I K !!  

Aus aktuellem Anlaß (Frankreich-Referendum) mal dieser Link:


EU-Verfassung - Europa der Konzerne und Generäle?
.....
Es gibt v.a. in zwei Bereichen sehr weitgehende Entwicklungen. Es gibt eine sog. EU-Interventionstruppe, die heißt in den EUPapieren auch genau so. Dazu gibt es eine nette Geschichte: ich saß einmal mit dem Manfred Opel, das ist ein ehemaliger SPD-Parlamentarier, auf dem Podium und habe zitiert, dass es da eine EU-Interventionstruppe gibt, und da sagt er, das stimmt überhaupt nicht, sie haben da gar nicht den Originaltext vor sich, und ich sage: doch, ich habe hier den englischen Originaltext vor mir liegen. Da heißt es "European Intervention Troops". Und da sagt er, ja klar, wenn sie die englische Fassung haben, lesen Sie die deutsche, dort heißt es "Krisenreaktionskräfte". Das zeigt mal wieder, dass offensichtlich im deutschen Kontext man solche Dinge etwas vorsichtiger formulieren muss. In der französischen Fassung heißt es übrigens auch Interventionstruppen. Was diese Interventionstruppen machen sollen, wird auch in der EU-Verfassung konkret beschrieben: "Mit all diesen Missionen kann zur Bekämpfung des Terrorismus beigetragen werden, unter anderem auch durch die Unterstützung von Drittstaaten bei der Bekämpfung der Terrorismus in ihrem Hoheitsgebiet.“ Das ist wohlgemerkt nicht irgendein Erlass, dass soll Verfassungsgesetz werden!
.....
"Gemeinsam handelnd können die EU und die USA eine eindrucksvolle Kraft sein, die sich für das Gute in der Welt einsetzt."

.....
Komplett...

Leider mal wieder ein recht langer Text (58 Seiten), allerdings sehr interessant, wie ich meine. Teilweise geradezu ein Hammer, was da so abgeht. Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen, Befürworter der EU-Verfassung mal zu fragen, ob, und wenn ja was, sie denn zu der Verfassung gelesen haben. Oder gar Teile der Verfassung selbst? Es ist immer wieder das Gleiche, die Informationsbeschaffung beschränkt sich weitestgehenst auf die Tagesschau und N-TV. Ich kann mich nicht erinnern, irgendwas von den im Text angesprochenen Punkten, in solcherlei "Mainstreammedien" gesehen/gelesen zu haben.

Konkret zurück zu Frankreich (Referendum).

Umfrageergebnisse Regierungsaktivitäten
Im Dezember 2004 befürworteten noch knapp 57% der Franzosen 2004 die Ratifikation des VVE (Umfrage von IPSOS). Im September 2004 waren es noch 64%. Das Referendum ist zwar fakultativ und nicht wie in Dänemark und Irland zwingend, doch wenn die Grundsatzentscheidung zur Durchführung eines Referendums gemäß Artikel 11 der Französischen Verfassung gefallen ist, dann ist das Ergebnis auch bindend. Im Kontext der Ratifizierung wurde aufgrund eines Beschlusses des Conseil constitutionnel im November 2004 die französische Verfassung geändert.
Im "Eurobarometer" vom Januar 2005 sieht die Tendenz positiver aus: "According to what you know, would you say that you are in favour of or opposed to the draft European Constitution?": 48% Dafür, 17% Dagegen [der Rest noch nicht entschieden] Die Nationalversammlung und der Senat berieten die Änderungen Anfang 2005 in getrennten Sitzungen. Bei einer gemeinsamen Sondersitzung im Versailler Schloss verabschiedeten die Parlamentarier schließlich am 28. Februar 2005 das verfassungsändernde Gesetz.
Laut einer Umfrage der Zeitung "Le Parisien" und "Aujourd'Hui en France" im März 2005 ist erstmals eine Mehrheit der Franzosen gegen die EU-Verfassung (51% dagegen, 49% dafür).


Eigener Kommentar:
http://www.cap-lmu.de/themen/eu-reform/ratifikation/frankreich.php

Da haben sich die Verantwortlichen ein klassisches Eigentor geschossen. Es glaubt doch wohl niemand ernsthaft, daß dieses Referendum durchgeführt worden wäre, wenn es die Umfrageergebnisse aus dem März 2005, schon im November 2004 gegeben hätte. Vor allem dann nicht, wenn ich mir obiges Schriftstück durchgelesen habe.

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!! VORSICHT VERSCHWÖRUNG !!! Oder vielleicht doch nicht????

Sexueller Mißbrauch, Lügen und Bewußtseinskontrolle
.....
Wayne Cox handhabte diese Söldner in Operationen, die J. Bennett Johnson anwies. Diese Kerle waren durch okkulte Rituale wie ich so traumatisiert, daß wenn  sie diese abgetrennte Hand sahen -- diese "hand of glory" wie sie genannt wurde -- die von einem von Cox's zahlreichen Opfern stammte, sie automatisch hypnotisiert waren und roboterartig die programmierten Befehle in die Tat umsetzten. Senator Johnson glaubte fest daran, daß wenn die Flugzeuge diese Männer runter nach Südamerika gebracht haben, sie dann nicht leer zurückkommen würden. Sie sollten mit großen Mengen Kokain für die Drogenoperationen der CIA zurückkommen, die als Treibstoff für die Neue Weltordnung dienten. Ich begriff, in welchem Umfang die CIA in die Drogenindustrie verwickelt war. Ich begriff, daß  DER SOGENANNTE DROGENKRIEG DER CIA NICHT MEHR WAR, ALS LÄSTIGE KONKURRENTEN ZU BESEITIGEN.
.....
Komplett...

Verschwörung?  Ich persönlich (!) halte es für denkbar. "...Des weiteren würden die Massen mit ihrem primitiven Verstand viel eher Opfer einer "große Lüge" als einer "kleine Lüge", weil es für das Volk üblich sei, in kleinem Maßstab zu lügen, während der Durchschnittsmensch zu schüchtern für große Lügen sei. Deswegen würde die Masse niemals überhaupt in Betracht ziehen, daß jemand rücksichtslos genug sei, die Wahrheit in solch extremen Grade zu verdrehen. Überdies würden, wenn später die Wahrheit aufgedeckt würde, Zweifel daran bleiben. (>>)" Na jedenfalls habe noch ein paar Links, die Teile der Aussagen zu mindest unterstützen:

Zu den Drogen: "Die großen Lügen im Kampf gegen die Drogen" & "Verschwiegene Verbrechen - Die CIA und das Gesetz"

Zu dem erwähnten "MK-Ultra" Projekt: "MK-ULTRA"

Thematischer Link zu einem Forum: HIER

"Deckname Artischocke - Die geheimen Menschenversuche der CIA"
# 25.05.05 #

Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick
(Politiker = Grundgesetzbrecher  |  Kaukasus/Eurasien (Usbekistan usw): »Bundeswehr: Soldatenausbildung und Waffen für Usbekistan«  
»Domino im Kaukasus - über "Filetstücke" auf dem "eurasischen Schachbrett"«  »Kaukasuskarte«
 
»Regierungsprogramm 2002/2006 von CDU und CSU«  |  Asien Aktuell: News, Daten, Kämpfe, Bewegungen )
HUMORIGES

Fußballsprüche
(da sind ein paar echte Knaller dabei )


US Household Cash
.....
Let's quickly turn the tables and look at cash relative to the liability [Verpflichtungen] side of household balance sheets. Remember, our definition of household cash is cash and bond holdings. As you can see,  we're at a half century low at least in the relationship displayed below that is cash as a percentage of household liabilities. Never before have US households been so levered compared to their cash and bond holdings. We currently rest at a level just a little bit more than one half of the last half century average.




Although the above ratio is fine for comparative purposes. The following chart is the data used above translated into dollars and cents. Total household cash (cash and bonds) less the dollar amount of existing household liabilities.



As is absolutely clear, from at least the mid-1940's until 1997, households had always carried cash balances greater than their total liabilities. But since 1997, the level of household liabilities outstanding has shot to the moon in terms of rate of change. Why do we say this? Because since 1997, household cash has actually grown by $2.1 trillion. It's just that total household debt has grown by $5 trillion. We suggest that the chart above speaks volumes about how households have compensated for a declining stock market and a very weak US job recovery during the current economic cycle. The coping mechanism, so to speak, has been household balance sheet deterioration.  As you already know, the monetization of inflating residential real estate assets has played a huge role in this phenomenon. Humble question.  For how much longer can what you see above continue? Just how much deeper does the hole between household cash and liabilities get before households perhaps have a financial epiphany of sorts?  
.....
Komplett... (mit noch ein paar netten Charts)

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Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) für Deutschland

Ich will mal ein bißchen drauf rumreiten. Hatte ja schon weiter unten einen Beitrag dazu.

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Die konzeptionelle Umstellung der unterstellten Bankgebühr, die nun als „Finanzserviceleistung, indirekte Messung (FISIM)“ bezeichnet wird, hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Ergebnis zu einer Niveauanhebung des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf Jahresbasis zwischen 1,2 % und 2,2 % geführt.
.....
Hedonische Verfahren sind besonders geeignet, um bei Produkten mit rasch sich ändernden Produktmerkmalen Preisdifferenzen zwischen neuer und alter Variante in eine „echte“ Preisänderung und eine (monetäre) Komponente für die Qualitätsveränderung aufzuteilen. Mit der Einführung so berechneter Preisindizes für Personalcomputer im Verbraucherpreisindex im Jahr 2002 hat auch die deutsche VGR für PC-Preise solche Techniken eingesetzt, und zwar nicht nur im Bereich der privaten Konsumausgaben, sondern zur Wahrung der Konsistenz des VGR-Systems auch bei Ausrüstungen, Importen und Exporten. Seit 2004 werden zudem hedonische Verfahren für EDV-Investitionsgüter in den Erzeuger-, Einfuhr- und Ausfuhrpreisindizes verwendet. Aus Gründen der zeitlichen Konsistenz wurden nunmehr zusätzlich auch hedonisch ermittelte Preisvariablen für die zurückliegenden Zeiträume angewandt. Die stärkere Berücksichtigung dieser Verfahren dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass der Preistrend des BIP, aber auch vieler Verwendungskomponenten nunmehr flacher verläuft. Bei einer über den gesamten Revisionszeitraum hinweg nahezu unrevidierten durchschnittlichen Zuwachsrate des nominalen BIP (+ 2,8 % pro Jahr gegenüber bisher + 2,9 %) ergibt sich im Rechenzusammenhang deswegen der etwas höhere Wachstumstrend für das reale BIP.


Kräftige Korrekturen sind insbesondere bei den Preisen für Ausrüstungsgüter zu verzeichnen, die einen hohen Anteil an EDV-Gütern aufweisen. Wurde bislang für den Defl ator der Ausrüstungsinvestitio nen von 1991 bis 2004 insgesamt ein leichter Anstieg ausgewiesen, so zeigt das nachstehende Bild nunmehr einen deutlichen Rückgang um durchschnittlich 1 % pro Jahr. Entsprechend wurden die realen Ausrüstungen kräftig nach oben revidiert. Wurde nach bisherigem Ausweis im Jahr 2004 das Niveau von 1991 um 5 % unterschritten, so waren dem neuen Zahlenwerk zufolge die realen Ausrüstungen zuletzt um 10 % höher als 1991.
.....
BuBa-Montsbericht 05/05

Kein Wunder, daß ...Der amtlichen Statistik zufolge, die sich auf revidierte und methodisch überarbeitete Angaben gemäß den Erläuterungen auf Seite 38 f. stützt, war das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2005 saison und kalenderbereinigt um 1,0% höher als im letzten Dreimonatsabschnitt des zurückliegenden Jahres... Kein Wunder aber auch, daß sich »real« trotzdem nichs tut. Wenn ich für einen PC 1000 Euro ausgebe, mögen daraus hedonische, ins BIP einfließende, 1200 Euro werden (oder wie viel auch immer), ausgegeben habe ich trotzdem nur 1000. Das nur als schnelles Beispiel zur Verdeutlichung.

Wo wir gerade bei "innovativen" Statistiken sind:

Der Präsident der Zentralbank von St. Louis, William Poole, sagte vor einigen Tagen: "Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich im April dramatisch verbessert." Er bezog sich damit auf einen Bericht über das Verbraucherverhalten. "Die Verkäufe aus dem Einzelhandel stiegen um den höchsten Grad der vergangenen sieben Monate, nachdem die Verbraucher auch weiterhin Geld ausgaben", steht in einem Artikel bei Bloomberg zu dem gleichen Thema.

Wie seltsam. Vor nicht allzu langer Zeit stellte ich fest, dass die Reallöhne in Amerika im letzten Monat gefallen sind wie seit 14 Jahren nicht. Auch der Bericht von Wal-Mart war in den Nachrichten – die Gewinne waren wegen schwacher Verkaufszahlen unten. Die Aktien fielen auf einen neuen Tiefstwert – 30 % unter dem Höchstwert. Auch die Arbeitslosenzahlen lagen höher als erwartet. Noch erstaunlicher war ein anderer Bericht, der zeigte, dass es weniger Stellen gibt als zu der Zeit, als die Rezession 2001 begann. Die Teile passten alle nicht zusammen ... bis ich auf diesen kleinen Punkt in den Verkaufzahlen aus dem Einzelhandel stieß.

Bloomberg schreibt: "Einige Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die Neigung der Regierung, die Daten anzupassen, um die Verkaufszahlen vor und nach Feiertagen mit erfassen zu können, Auswirkungen auf die Berechnung der Verkaufszahlen von März und April gehabt haben könnte. Die Verkaufszahlen steigen um Ostern herum normalerweise."
"Weil die Osterfeiertage im März lagen, könnte die Anpassung des Handelsministeriums die Verkäufe in diesem Monat unterdrückt haben und dann den Wiederaufschwung im April überbewertet haben."
"Die 'Regierung übertreibt die Anpassung um Ostern herum systematisch' schrieb Ökonom Stephen Stanley vor dem Bericht."
.....
Investors Daily, 20.05.05; Newsletter: http://www.investor-verlag.de/

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"Exzessive Gehälter unterwandern das kapitalistische Projekt"
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Dann gibt es auch das Grössenargument. Wenn Konzerne wie Novartis, UBS oder Deutsche Bank einen Gewinn von mehren Milliarden Euro erzielen, ist es da nicht egal, ob der Chef zwei oder zwanzig Millionen verdient? So beschrieb es ebenfalls Novartis-Chef Vasella in einem Zeitungsinterview: „De facto ist es ja eigentlich für eine gut verdienende Firma oft irrelevant, ob der CEO von Novartis nun fünf oder fünfzig Millionen verdient. Bei Novartis mit sieben  Milliarden Gewinn macht ein solcher Betrag nur einen marginalen Unterschied aus.“
.....

Komplett...

Was ich daran nicht verstehe ist, daß die Herren trotzdem regelmäßig von ihren Aktionären "entlastet" werden. Oder ich habe da was nicht mitbekommen? Seis drum!  Der daraus resultierende, direkte volkswirtschaftliche Schaden, wir jedenfalls nur marginal sein. Das eigentliche Problem dabei, hat Hans Herbert von Arnim in seinem Buch »Das System«, in Bezug auf Korruption, recht anschaulich beschrieben:

»Wird immer mehr Korruption wahrgenommen, so droht ein sich selbst verstärkender >Prozess der Delegitimierung demokratischer Institutionen<: Bei den korrekten, gesetzestreuen Bürgern kann zunehmend der Eindruck entstehen, zu den >von gewitzten Zeitgenossen Übervorteilten zu gehören. Die nahe liegende Lösung ist dann der Versuch, sich ebenfalls auf illegalem Weg das zu verschaffen, was man als gerechten Anteil an gesellschaftlichem Reichtum und staatlichen Leistungen empfindet. Der durch Korruption erzeugte Verlust an Vertrauen begünstigt also seinerseits wiederum die Verbreitung der Korruption.< Dabei wird Bestechlichkeit als Verhaltensmaxime keineswegs moralisch positiv bewertet - man will nur nicht als der vermeintlich einzige Ehrliche der Dumme sein

Nach der so genannten Imitationsthese beginnt Korruption bei der Elite, woraufhin sich immer mehr Nachahmer in der Bevölkerung finden und korrupte Machenschaften sich zunehmend verbreiten. Ähnliche Mechanismen finden sich auch sonst vielfach: Interessengruppen sehen sich veranlasst, immer mehr Lobbying zu machen, je stärker andere sich engagieren. Eine Partei glaubt umso stärker Ämterpatronage treiben zu müssen, je mehr ihre Konkurrenten dies tun, will sie nicht hinter denen zurückbleiben, und so gleicht Ämterpatronage, wie Korruption generell, einem Waten im Sumpf: mit jedem Schritt sinkt man tiefer ein.

Das ist, sozusagen, die moralische Komponente, die durchaus nicht zu unterschätzen ist. Auch wenn ich vor Pauschalisierungen warnen möchte, läßt sich das, zuminsdest teilweise, in der Tat auf die exzessiven Gehälter der Managerelite übertragen: "Derweil stiegen die Vorstandsgehälter weiter rasant an. Top-Manager der deutschen Industrie stockten ihre Gehälter kräftig auf und strichen gleichzeitig den Mitarbeitern das Weihnachtsgeld" (>>) ==> "Wenn die da oben sich die Taschen voll machen, warum sollen wir dann auf Lohnsteigerungen verzichten?". Durchaus verständlich! Geht mir auch oft so. DAS jedoch, der indirekte Effekt, kann dann sehr wohl gesamtwirtschaftlichen Schaden hervorrufen. Wie heißt es so schön: "Der Fisch stinkt vom Kopfe her!". Mehr Vorbild, weniger Kopf, wäre gut! Und auch die "Reaktionen" auf den stinkenden Kopf sind zu überdenken. Falsches selbst zu übernehmen, macht die Sache nicht richtiger.

Apropos vom Kopf her stinken und so: 10.000.000 Euro für ein Arbeitsagentur-Logo. Beruhigend zu sehen, daß endlich die richtig drängenden Probleme angegangen werden

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Nur Link!!

Ein Finanzvertrieb gerät in die Kritik: Das System AWD - Die Beratung soll im Vordergrund stehen, doch ehemalige Mitarbeiter werfen dem Unternehmen nicht nur Umsatzdrückerei vor.



!! P O L I T I K !!  

Politiker = Grundgesetzverbrecher

WEIL MIR DASS TIERISCH AUF DEN SACK GEHT!!!!!!!!

Am 18.04.05 brachte ich untenstehende "Meldung", zu der Koalitionsvereinbarung der SPD und Grünen. Dazu wollte ich mal die Meinungen der jeweiligen Parteien wissen. Also habe ich die SPD und die Grünen diesbezüglich angemailt. Das erste Mal am 25.04.05.

Die SPD hat zwar geantwortet (28.04.05), aber das war nicht mehr als ein Standardmail, daß zu solchen Gelegenheiten immer mal ausgepackt wird. Meine Antwort
darauf, die, wie ihr euch vorstellen könnt, recht kritisch war, habe ich am 10.05.05 zurück gesandt. Seit dem kam nichts mehr!! Von den Grünen kam sogar noch überhaupt gar nichts!!

Das ist eine Frechheit sondergleichen!! Die Steuerzahler bezahlen jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro zur Finanzierung der Parteien, und "die" lassen sich nicht mal zu einer kleinen Diskussion herab. Es lebe die Demokratie .

Möglicherweise macht es Sinn, wenn sich noch der ein oder andere zusätzlich bei denen meldet. Hier die Mailadressen der Fraktionen:

SPD, eine Fr. Mayerosch: frakmail@spdfraktion.de
Grüne: epost@gruene-fraktion.de

Tut mir Leid, aber das nervt mich total an!!


Aus den NEWS vom 18.04.05: Politiker = Grundgesetzbrecher


Der schöne Schein:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
III. Der Bundestag, Artikel 38
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
http://dejure.org/gesetze/GG/38.html
Die häßliche Realität:
.....

Die rot-grüne Koalitionsvereinbarung von 1998 hat erstmals sogar die ausdrückliche Pflicht der Koalitiotisfraktionen zu einheitlichen Abstimmungen und zum Unterbinden wechselnder Mehrheiten niedergelegt und damit das freie Mandat vollends zur Farce gemacht. Wörtlich 
heißt es dort:
»lm Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen.«
.....
Quelle: 1.) "Das System" von Hans Herbert von Arnim und 2.) HIER im Original
Im Übrigen gilt das immer noch (Die Koalitionsvereinbarung 2002). Gibt es hierzu eine andere Schlußfolgerung als die, daß wir von wissentlichen Grundgesetzbrechern regiert werden (incl. z.B. der CDU/CSU: "Nachdem die CDU/CSU den Fraktionszwang für die Abstimmung nicht aufgehoben hatte, stimmten ausschließlich die Christdemokraten gegen den Verfassungsrang und verhinderten damit die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz". >>), im Grunde also von wissentlichen VERBRECHERN?? Nicht daß das wirklich neu wäre. Aber so "erfrischend" deutlich bekommen wir es nicht oft vorgeführt. Was könnten wir tun??? 

Das Bundesverfassungsgericht wäre in diesem Falle wohl die richtige Adresse, denn "das Bundesverfassungsgericht entscheidet [..] über die Auslegung des Grundgesetzes aus Anlaß von Streitigkeiten über den Umfang der Rechte und Pflichten eines obersten Bundesorgans oder anderer Beteiligter, die durch das Grundgesetz oder in der Geschäftsordnung eines obersten Bundesorgans mit eigenen Rechten ausgestattet sind" (Bundesverfassungsgerichtsgesetz, I. Teil - Verfassung und Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts, § 13, Nr. 5) Nichts wie ran!!!!! Doch HALT!! Ja lese ich denn da richtig??
Bundesverfassungsgerichtsgesetz
III. Teil - Besondere Verfahrensvorschriften, 6. Abschnitt - Verfahren in den Fällen des § 13 Nr. 5, § 63
Antragsteller und Antragsgegner können nur sein: der Bundespräsident, der Bundestag, der Bundesrat, die Bundesregierung und die im Grundgesetz oder in den Geschäftsordnungen des Bundestages und des Bundesrates mit eigenen Rechten ausgestatteten Teile dieser Organe.
http://dejure.org/gesetze/BVerfGG/63.html
MAN GLAUBT ES NICHT!!!!! DIE EINZIGEN, DIE KLAGEBERECHTIGT WÄREN, SIND EBEN DIE, DIE GEGEN DAS GRUNDGESETZ VERSTOSSEN!!!!! Das ist einfach nicht zu fassen!! So viel zu unserer "Demokratie". 

P.S.: Das gilt im übrigen nicht nur für die gerade beschriebene Verfehlung (GG, Artikel 38), sondern für vieles andere auch (Parteienfinanzierung z.B). "Das System" von H.H. von Arnim ist durchaus zu empfehlen!!

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Kaukasus /Eurasien

Bundeswehr: Soldatenausbildung und Waffen für Usbekistan

"Usbekistan ist eine Diktatur, mit der Deutschland Freundschaft pflegt. Bundeskanzler Schröder lobt Präsident Karimov als verlässlichen Verbündeten. Die deutsche Militärbasis dort ist ein Baustein im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Karimov behandelt auch die eigene Zivilbevölkerung als islamistische Terroristen, wenn sie gegen ihn protestiert. Geschehen am Wochenende im Fergana-Tal. Usbekische Soldaten schossen wahllos in eine Menge, hunderte Frauen, Männer und Kinder wurden getötet. Genaue Informationen über das Massaker liegen nach wie vor nicht vor. Was MONITOR aber enthüllen kann, ist die deutsche Militärhilfe für Usbekistan. Thomas Reutter zur Rot-Grünen Unterstützung eines gewaltbereiten Diktators."
.....
Komplett...

Lassen wir auch noch Mr. Rumsfeld höchstselbst zu Wort kommen:

Tuesday, February 24, 2004
RUMSFELD: Thank you very much Mr. Ambassador. Good evening! I am delighted to be back in Uzbekistan. I’ve just had a long and very interesting and helpful discussion with the President, with the Minister of Defense, and members of the delegation.  Uzbekistan is a key member of the coalition’s global war on terror. And I brought the President the good wishes of President Bush and our appreciation for their stalwart [entschiedenen] support in the war on terror.
.....
Today we discussed the excellent military-to-military relationship between Uzbekistan and the United States. Our relationship is strong and has been growing stronger. I met with the Minister of Defense and the President. As you know we have a Framework of Strategic Partnership, which involves military-to-military relationships and also we look forward to strengthening our political and economic relationships. So, one road, one path towards that end is the NATO Partnership For Peace Program. And NATO of course is the alliance of free nations and is pleased that Uzbekistan is working in the Partnership for Peace Program. The relationship between our two countries is important to us, and we certainly value the friendship of Uzbekistan and the people of Uzbekistan and are grateful for the stalwart, steadfast support in our efforts against terrorism.
.....
http://www.defenselink.mil/transcripts/2004/tr20040225-secdef0492.html

1000 Tote, Folter, Unterdrückung... das scheint nicht zu langen, um auf die Liste der "Achse des Bösen" zu kommen. Guter Terror, schlechter Terror... gut ist offensichtlich der, der auf der Seite der "Auserwählten" stattfindet.

Wie wir sehen, sind auch die "Friedensparteien" SPD und Grüne, beim "Kampf gegen den Terror" (..."DEN Terror", wenn ich das schon lese...) reichlich heuchlerich.
Aber mit der "laßt-uns-noch-tiefer-in-den-US-Arsch-kriechen" CDU/FDP-Koalitiion, müssen wir uns diesbezüglich voraussichtlich noch Wärmer anziehen. Beispiel:
FDP für Präventivschläge gegen Terror-Regime. Oder auch das hier:

Regierungsprogramm 2002/2006 von CDU und CSU

.....Nur gemeinsam mit Amerika können wir den neuen Sicherheitsbedrohungen wirksam begegnen. Dafür muss der europäische Pfeiler der NATO gestärkt werden..... Die europäischen Krisenreaktionskräfte müssen endlich einsatzfähig werden. Wir brauchen eine, europäische industrielle Basis..... Wir werden die verlässliche Freundschaft zu Amerika pflegen, die transatlantische Partnerschaft stärken und deshalb ein ernst zu nehmender Partner sein..... Auf der Basis gemeinsamer Werte können wir gemeinsame Antworten auf die weltpolitischen Herausforderungen finden. Wir werden uns für eine neue „Atlantische Charta„ und mehr Zusammenarbeit in den Bereichen Strafverfolgung, Energie und Umwelt einsetzen. Eine vertiefte Zusammenarbeit der Nachrichtendienste wird zu einer gemeinsamen Einschätzung weltweiter Bedrohungen beitragen..... Aufgrund der zahlreichen Konflikte im Krisenbogen Balkan, Kaukasus, Nah-/Mittelost und nördliches Afrika werden wir gemeinsam mit unseren Partnern den strategischen Fokus der Atlantischen Allianz nach Südosten ausrichten..... Wir werden die Pläne von Präsident Bush zur Schaffung einer „Alliierten Raketenabwehr„ aktiv aufgreifen.
.....
Wir werden klare Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten schaffen, um in besonderen Gefährdungslagen den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen ihrer spezifischen Fähigkeiten ergänzend zu Polizei und Bundesgrenzschutz zu ermöglichen.
.....
Wir werden für eine eindeutige Identitätsfeststellung mit modernen technischen Möglichkeiten sorgen. Biometrische Merkmale wie den Fingerabdruck werden wir in Ausweisdokumenten umgehend einführen.
.....
Der Punkt "Kriminalität und Gewalt entschlossen bekämpfen" ist auch nicht schlecht . Solltet ihr mal reinschauen: Hier lang...
Ach ja, viel Spaß bei der nächsten Wahl !!

Für die "Gesamtlage" noch ein wirklich interessanter Text. Ziemlich lang, aber lesenswert!


Domino im Kaukasus - über "Filetstücke" auf dem "eurasischen Schachbrett"
....
Die öffentlichen Bewertungen des Dramas von Beslan durch Politiker der USA, der EU und Russlands ließen darüber hinaus auch überraschende Einblicke in die strategischen Hintergründe des tschetschenischen Konfliktes zu:
Wladimir Putin sprach von fremden Mächten, "die sich beste Filetstücke aus uns herausschneiden wollen". Viele Beobachter/innen wollten das als Hinweis auf Bin Laden und Al Kaida verstehen - ich sehe darin eine klare Anspielung auf Brzezinkis Formulierung der Filetstücke, die sich die USA auf dem "Eurasischen Balkan" und im Kaukasus sichern müsse. Wer dies zurückweist, möge sich klar machen, dass Brzezinski heute als Chef des US-"Komitees für den Frieden in Tschetschenien" fungiert, das unter der Vorgabe, den tschetschenischen Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit zu unterstützen, offensiv in russische Innenpolitik eingreift.
.....
Komplett...

Im Text wird eine Karte erwähnt (OSTEUROPA...), die aber nicht gezeigt wird. Als "Ersatz" kann ich zum einen mit dieser Karte dienen, zum anderen mit diesem Link (interaktive Karte, sehr übersichtlich): This map shows the volatile strategic situation in Central Asia.

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Asien Aktuell: News, Daten, Kämpfe, Bewegungen

Recht interesanter Link! Ganz schön was los da drüben! Bekommen wir hier kaum was von mit: HIER lang !!


Eine Kurzmelung will ich aber mal rausziehen (in verlinkter Seite unten auf früher klicken):

Der Koreanische Verband für Internationalen Handel hat Statistiken des US-Arbeitsministeriums für das Jahr 2003 zitiert, um zu zeigen, daß die (im Vergleich zu anderen asiatischen Staaten) hohen Arbeiterlöhne der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas schaden. Durchschnittliche Stundenlöhne in der Industrie, einschließlich Sozialabgaben und Einkommensteuer, in US-$:
USA:21,97 - Deutschland:29,91 - Japan:20,09 - Südkorea:10,28 - Singapur:7,41 - Taiwan:5,84 - Mexiko:2,48
Die Arbeitsproduktivität der Industrie war in den USA 164,3%, in Japan 145,5%, in Singapur 56%, in Deutschland 40,8% höher als in Südkorea. Südkoreanische Unternehmen jammern über die steigenden Arbeitskosten und verlagern ihre Produktion zunehmend nach China und Südostasien.

Ihr lieeebe Leut!! Jetzt sind sogar schon südkoreanische Arbeiter zu teuer und werden nach China verlagert. Wenn die Chinesen auch noch zu teuer werden, dann nähert sich »Judgement day«


# 22.05.05 #

Sorry!!! Hatte 'ne streßige Woche. Deshalb konnte ich nur zum Vortagsthema (Umverteilung durch den Staat) ein paar Ergänzungen machen.



Hier lang...

# 16.05.05 #

Neues vom "Big Brother"

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(siehe folgend)
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(Usbekistan  |  "Europas Zukunft ist die Kleinstaaterei" )


Umverteilung durch den Staat!

Kurzer Vorabkommentar:
»» Aufgrund der etwas dünnen Datenlage (vor allem was die Kapitaleinkünfte betrifft), muß die folgende Betrachtung jahresübergreifend erfolgen. Im Grunde tut das aber nicht viel zur Sache, denn die grundsätzlichen Verhältnisse werden in etwa gleich geblieben sein.
»» Steuerliche Aspekte werden weitestgehend vernachlässigt.

Zuerst einmal ein paar Zahlen:


Zinszahlungen des Bundes seit 1962 (kumuliert) = 687,99 Mrd.€ (>>)

Gesamtstaatliche Zinszahlungen seit 1991 (kumuliert) = 884,09 Mrd.€ (>>)

Jahresdaten zum Vergleich Mrd. €
Dividendenzahlungen aller deutschen AG 2003: 16 (>>)
Nettozinsaufwand deutscher Unternehmen 2001: 31,5 (>>)
Staatlicher Nettozinsaufwand pro Jahr (Durchschnitt 2001-2003) 66,8 (>>)

Selbst wenn wir einfach mal die Dividenden und den Nettozinsaufwand zusammen schmeißen (47,5 Mrd.€), kommen wir nur auf 71% der Zinszahlungen des Staates. Und das ohne selbst zu leisten. Der Staat ist zwar die Voraussetzung zum Wirtschaften, aber er wirtschaftet (leistet) eben nicht selbst. Letztlich müssen die Unternehmen auch noch für die Zinszahlungen des Staates aufkommen. Zum Einen, über die eigenen, direkten Steuern, die sie zahlen müssen. Zum Anderen, über die Löhne, von denen im zweiten Schritt eben auch Steuern bezahlt werden (ohne Einkommen der Arbeiter [= Ausgaben der Unternehmen], keine Steuerzahlungen möglich).
Sicherlich, "Ottonormalverbraucher" bekommt einen Teil der staatlichen Zinszahlungen auch wieder zurück (z.B. über  Lebensversicherungen, Investmentfonds usw., die ja alle irgendwelche staatlichen Papiere im
Portefeuille liegen haben). Aber ich habe das schon mehrfach erwähnt, die Frage ist doch, inwieweit "die Mehrheit" davon profitieren kann?

Folgende Graphik zeigt die jährlichen, zusätzlichen Einkünfte zum Grundeinkommen, ausschließlich aus "Kapital" (also Zinsen und Dividenden usw.), aufgeteilt in drei Berufsstände, und innerhalb dieser wiederum, in jeweils drei Einkommensklassen.


Um einen aussagekräftigen Vergleich zu bekommen, habe ich die beiden Extrema herausgezogen und tabellarisch aufbereitet. 1.) Selbständige mit hohem Einkommen, 2.) Arbeiter/Angestellte mit unterem Einkommen. Zusätzlich wird der Anteil der Kapitaleinkünfte gezeigt, der ausschließlich aus Quellen des Staates stammt. Zur diesbezüglichen Datenerhebung, bitte ich die Quellen weiter unten zu beachten!!! 

.
Selbständige,.hohes.Einkommen
 (ca..65.000€.jährlich).1
Arbeiter/Angestellte,.untere. Einkommen.(ca..19.000€.jährlich).1
. Jährliche Kapitaleinkünfte (aus Graphik entnommen) Von.den.jährlichen. Kapitaleinkünften links, diejenigen  ausschließlich durch Staatspapiere Jährliche Kapitaleinkünfte (aus Graphik entnommen) Von den jährlichen Kapitaleinkünften links, diejenigen ausschließlich durch Staatspapiere
. % % % %
Versicherungen 61,6 3.863,63 53,42 2063,18 62,5 545,45 53,42 291,27
Rentenwerte 8,0 500,00 1003 500,00 2,1 18,18 1003 18,18
Sonstige Wertpapiere 8,7 545,45 504 272,73 2,1 18,18 504 9,09
Bausparen 2,9 181,82 505 97,09 10,4 90,90 505 48,54
Sonstige Anlagen bei Banken 8,0 500,00 - - 10,4 90,90 - -
Sparguthaben 3,6 227,27 - - 10,4 90,90 - -
Aktien 7,2 454,55 - - 2,1 18,18 - -
Summe 100 6.272,73 - 2.933,00 100 872,69 - 366,98
Anteil der Kapitaleinkünften ges.aus Staatspapieren [%] ...46,8 ...42,1
Verhältnis Kapitaleinkünfte ausschließlich durch Staatspapiere Selbständige/Arbeiter 2.933,00/366,98.=.8
Verhältnis Einkommen Selbständige/Arbeiter
65.000/19.000.=.3,4
Beim schei.. Internet Explorer gibt es kleinere Darstellungsproblem der Tabelle. Bitte das zu entschuldigen!!! Bekomme ich nicht in den Griff!!

Was sehen wir?

1.) Der Anteil der Kapitaleinkünfte, ausschließlich durch Staatspapiere generiert, liegt bei Selbständigen mit hohem Einkommen bei 46,8%. Bei den Arbeiter/Angestellten der unteren Einkommensklasse nur bei 42,1%.

2.) Die Selbständigen mit hohem Einkommen, erhalten Zinseinkünfte vom Staat von durchschnittlich 2.933,00 € pro Jahr. Das ist 8-mal soviel, wie die Arbeiter/Angestellten der unteren Einkommensklasse mit 366,98 € erhalten. Und das, obwohl das Verhältnis der "Grundeinkommen" nur bei 3,4, zugunsten der Selbständigen, liegt. Oder anders herum formuliert: der Staat gibt dem, der eh schon 3,4-mal soviel verdient wie der andere, 8-mal soviel, als zusätzliche Einkünfte, dazu.

Bei all dem ist noch zu berücksichtigen, das
"...Haushalte mit sehr hohem Einkommen (>35.000 DM je Monat)..."1 gar nicht enthalten sind. Außerdem handelt es sich bei obigen Daten um geglättete Durchschnittswerte, die innerhalb der einzelnen Kategorien auch Ausreißer nach oben haben.  Dazu aus dem "2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung":

"Die unteren 50% der Haushalte verfügen über etwas weniger als 4% des gesamten Nettovermögens, während die vermögensstärksten 20% der Haushalte rund zwei Drittel des gesamten Nettovermögens auf sich vereinen (s. Tabelle I.9). Auf das oberste Zehntel entfallen allein knapp 47% des gesamten Nettovermögens. Dieser Anteil des obersten Zehntels ist gegenüber 1998 um gut zwei Prozentpunkte gestiegen." (>>)

In diesen Einkommenregionen (obere 10 oder 20%, oder auch schon bei den eben angesprochenen "Ausreißern") wird das Verhältnis noch um einiges Krasser sein. Und ein Zitat möchte ich noch wiedergeben:

"Im Jahre 1999 zahlte der brasilianische Staat allein 86 Milliarden Real (zirka 30 Milliarden US-Dollar) an Zinsen", sagt Suplicy. "Wir sagen nicht, dass wir das nicht weiter bezahlen wollen. Aber die Halter der Anleihen sind normalerweise die, denen es besser geht, und es ist nicht einzusehen, warum wir nicht den gleichen Betrag für diejenigen zahlen sollen, die wirklich bedürftig sind." (>>)

Zu guter letzt, möchte ich den beinahe wichtigsten Punkt nochmal wiederholen:

"Da der Staat stetig hoch bucht, vermehren sich das entsprechenden Guthaben jener Schicht, die entsprechend investiert und investiert hat.....So schließt sich immer wieder der Kreis: Unweigerlich gerät die Staatsmacht trotz immer weiter steigenden Abgabenbelastung in zwangsbedingte Finanzkrisen, wobei sich der Diskont künftiger Abgaben und deren damit logischerweise verbundene Zession dieser Abgaben an "Kapitalisten" und dem damit automatisch verbundenen Verrentungseffekt ("arbeitslose Einkommen", vgl. "Krisenschaukel", u.a.) in allgemeiner Stagnation niederschlagen." (>>)
"Verrentungseffekt der Staatsverschuldung. Da diese arbeitslose Einkommen schaffen (weder der Staat leistet, da er hoch bucht, noch die Bürger, nachdem sie aus Teilen des von ihnen erbrachten BIP zur Besteuerung herangezogen werden) wird nicht gearbeitet und muss auch nicht gearbeitet werden. Das Einkommen aus Staatstiteln verhindert automatisch Einkommen aus Markt-Leistung." (>>)

Klar ist, das diese Gegenüberstellung mit Unsicherheiten belegt ist. Sei es der steuerliche Aspekt, die Datenerhebung, oder anderes, was mir im Moment möglicherweise entgangen ist. Allerdings, der Punkt "Datenerhebung" würde beide betrachteten Einkommensklassen gleichermaßen betreffen, und ist somit nicht sonderlich relevant. Zusätzlich ist, nach meinem Dafürhalten, der Anteil aus Staatspapieren wahrscheinlich eher noch zu gering angesetzt, denn auch bei den Banken ("Sonstige Anlagen bei Banken" + "Sparguthaben") werden mit Sicherheit Staatsanleihen und Kredite an den Staat teilweise eine Rolle spielen. Außerdem betrug der komplette Umlauf von Unternehmensanleihen im September 2003 nur 143 Mrd.€. (>>). 

Alles in allem denke ich, daß folgende Frage, aufgrund des Gezeigten, durchaus berechtigt ist:

Also, wohin verteilten sich die 884,09 Mrd.€ der letzten 14 Jahre am ehesten?





Quellen/Datenerhebung:

"Niedrige Einkommen (< 25 % Perzentil), Mittlere Einkommen (40-60 % Perzentil), Hohe Einkommen (> 75 % Perzentil)." Unter "Nichteinbeziehung von Haushalten mit sehr hohem Einkommen (>35.000 DM je Monat)." Aus: "Auswirkungen der Besteuerung von Kapitaleinkünften und Veräußerungsgewinnen auf Vermögensbildung und Finanzmärkte; Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)-2003" (>>)

2 "...Deutsche Lebensversicherer haben ihre Kapitalanlagen im Durchschnitt zu 89 Prozent in Anleihen, zu 9 Prozent in Aktien und zu 2 Prozent in Immobilien angelegt...." Aus: "FAZ-Bericht, Versicherer im Anlagenotstand" vom 21.02.05
(>>)
Hierzu mußte ich nun einen statistische Annahme treffen, da natürlich nicht alle Anleihen Staatspapiere sind. Der Umlauf festverzinslicher Wertpapiere für die BRD in 2003 betrug insg. 2.941,84 Mrd.€. Davon staatliche (öffentliche Pfandbriefe und Anleihen) = 1744,29 Mrd.€. (>>). Das ergibt ein Verhältnis öffentliche/insgesamt = 59,3 %. Knapp 60% aller umlaufenden festverzinslichen Wertpapiere in der BRD stammen vom Staat!!!!!!

Somit: 60% der 89% in Anleihen angelegter Kapitalanlagen der Versicherungen sind Staatspapiere. Das ergibt einen, für die Tabelle anzusetzenden, Wert von 53,4% (89/100×60=53,4)

3 "...Der Wertentwicklung der Renten...liegt die Entwicklung des REX- Rentenindex zugrunde..." Aus: "Auswirkungen der Besteuerung von Kapitaleinkünften und Veräußerungsgewinnen auf Vermögensbildung und Finanzmärkte; Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)-2003" (>>). "Der REX ist ein Index für den Markt der Staatspapiere am deutschen Rentenmarkt." (>>)

Daraus folgt: 100% sind anzusetzen!!

4 "...Die Kategorie sonstige Wertpapiere und Beteiligungen enthält vor allem Anteile an Investmentfonds und Unternehmensbeteiligungen. Bedauerlicherweise ist diese Position nicht weiter aufgegliedert, so dass sich Probleme insbesondere hinsichtlich der Aufteilung auf verschiedene Fondskategorien (Aktien-/Renten-/Immobilienfonds) und hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Fondsanteilen und Unternehmensbeteilungen ergeben. Da eine entsprechende Differenzierung nicht möglich ist, wird diese Position entsprechend dem Verhältnis von direktem Aktien- und Rentenbesitz fiktiv auf Aktien- und Rentenfondsanteile aufgeteilt..." Aus: "Auswirkungen der Besteuerung von Kapitaleinkünften und Veräußerungsgewinnen auf Vermögensbildung und Finanzmärkte; Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)-2003" (>>)

Somit sind, grob gesagt, 50% für Renten (Staatspapiere) anzusetzen!!

5 Im Grunde die selbe Aufteilung wie bei 2. Deshalb 53,4% als anzusetzender Wert!!


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Bank Lending Survey des Euroraum

Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird.

Ergebnisse für Deutschland

Ich habe mal die, meiner Meinung nach, wichtigsten Fragen herausgezogen und ein paar kurze Kommentare dazu abgegeben. Finde ich sehr interessant, weil es die Sicht der Bänker wiedergibt. Durch die Tabellen nimmt das Ganze aber recht viel Raum ein, deshalb:

Hier lang...

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„US-Nonfarm Payrolls“ ein Produkt aus „Alice’s Wonderland“ – Skepsis ist geboten!

Die Veröffentlichung der US -Nonfarm-Payrolls überraschte den Finanzmarkt nachhaltig mit einer Zunahme um 274.000 neue Jobs......Diese Veröffentlichung passt nicht ansatzweise in das Bild der Konjunkturdaten der letzten Monate aus den USA......Mithin stellt sich die Frage, woher diese neu geschaffenen Stellen kommen...... Zusätzlich kommt das „CES Net Birth/Death Model“ zur Anwendung. Die Werte aus diesem Modell sind eine rein statistische Annahme, die durch keine Erhebungen unterlegt ist!..... Von April 2004 – März 2005 sind laut „U.S. Department of Labor“ 2.233.000 neue Stellen im Bereich der “Nonfarm Payrolls” generiert worden. 826.000 oder 37% stammen aus dem „CES Model“. Mithin ist das „CES-Model“, dessen Ergebnisse eine reine Annahme darstellen und durch keine Erhebungen verifiziert werden von absoluter Unwesentlichkeit um das Jahr 2000 zu einer bestimmenden
Größe im US-Arbeitsmarktbericht geworden.
....
Einmal mehr ist es jedoch vor allen Dingen der unterschiedliche statistische Ansatz (wie auch bei BIP, Produktivität, Preismessung) der maßgeblich für die positive Tendenz im internationalen Vergleich verantwortlich ist. In einem Umfeld, das von konjunkturellen Dynamikverlusten geprägt ist, ergibt sich für den Berichtsmonat April 2005 ein Anstieg der „Nonfarm payrolls“ um

274.000 Jobs.

257.000 Jobs entstammen der rein statistischen Annahme des „CES Model“ oder der mehr als 8,5-fache Wert des Boomjahres April 1999 – März 2000!

17.000 Jobs stammen aus der Befragung der Unternehmen mit anschließender Extrapolation!

Die Art der Erfassung der „Nonfarm-Payrolls“ und die Dynamik der Anpassung im Rahmen des „CES - Model“ fordern im Hinblick auf die Aussagekraft Skepsis ein!

Die „Nonfarm Payrolls“ sind nur in Verbindung mit der Analyse des „CES Model“ geeignet, Bewertungen des US-Arbeitsmarkts in professioneller Manier vorzunehmen!


Komplett...

"Laaaaßt euch nicht veraaaaarschen! Tirili, tirila". Das ist übrigends von Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Einer der letzten kritischen Geister, der noch öffentlich auftreten darf. Sehr guter Mann, wie ich finde. (muß ja auch mal gesagt werden). Ansonsten finden wir solch deutliche Aussagen im Grunde gar nicht mehr, oder nur mit der Lupe!!!!!




!! P O L I T I K !!
 

Usbekistan: Unabhängige Muslime im Gefängnis gefoltert - Terrorismusbekämpfung als Vorwand für religiöse Verfolgung

"Usbekistan ist ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten und anderer mächtiger westlicher Staaten, doch kann es sich nicht unter dem Deckmantel eines Krieges gegen  den Terror verstecken, um religiöse Unterdrückung zu rechtfertigen".

Rachel Denber amtierende Direktorin der Europa und Zentralasien Abteilung von Human Rights Watch

(30. März 2004) "Die usbekische Regierung führt eine gnadenlose Kampagne gegen friedliche muslimische Andersdenkende," sagte Rachel Denber, amtierende Direktorin der Europa und Zentralasien Abteilung von Human Rights Watch. "Das Ausmaß der Aktion und die Brutalität mit der gegen unabhängige Muslime vorgegangen wird zeigt ganz klar, dass wir es hier mit einer genau geplanten religiösen Verfolgung zu tun haben."
..... Der Bericht widerlegt die Behauptung der usbekischen Regierung, dass auch die Inhaftierung friedlicher Muslime nötig sei, um den Terrorismus zu bekämpfen. In den Jahren 1999 und 2000 gingen zahlreiche bewaffnete Vorfälle auf das Konto einer militanten Islamistengruppe, der "Islamischen Bewegung Usbekistans" (IMU). Die usbekische Regierung beschuldigt die IMU einer Reihe von Bombenattentaten, die sich in Taschkent im Februar 1999 ereigneten. Die Menschen jedoch, deren Schicksale im Bericht von Human Rights Watch nachgezeichnet werden, wurden gar nicht wegen eventueller Verwicklung in diese Attentate oder wegen Mitgliedschaft in der IMU verhaftet, sondern vielmehr wegen ihres Glaubens, den sie friedlich ausüben.

.....
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Ist Folter patriotisch?


(17.10.2004) Der britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, ist am vergangenen Donnerstag entlassen worden. Ein Bericht des britischen Independent vom Samstag läßt keinen Zweifel daran, daß der Grund hierfür ist, daß Murray sich wiederholt gegen die Menschenrechtsverletzungen der usbekischen Regierung ausgesprochen hat.
.....
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USA sehen in Uzbekistan bei Folter weg

(30.05.2003)
.....
Die USA unterstützen die, die sie einst verurteilten. Letztes Jahr erhielt Uzbekistan von Washington.500 Million US-Dollar an Hilfen Die Polizei und die Geheimdienste - von denen die Website des US-Außenministeriums sagt, daß sie "Folter als normale Ermittlungstechnik einsetzen" - erhalten 79 Millionen US-Dollar dieser Summe.
......
Craig Murray, der britische Botschafter in Uzbekistan, sagte "Die starke Unterdrückung gepaart mit der ungleichen Verteilung von Wohlstand und den nichtvorhandenen Reformen werden den Fundamentalismus schaffen, den die Regierung zu vernichten sucht."

.....
Komplett...


(Klick zum vergrößern)

Offensichtlich gibt es übergeordnete Interessen, die wichtiger sind als Menschenrechte. Und das Moskau bei diesem "Thema" unbeteiligt an der Seitenlinie steht, glaube ich auch nicht.


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"Europas Zukunft ist die Kleinstaaterei"

Fundamentalkritik: Der in Las Vegas unterrichtende Volkswirtschaftsprofessor Hans-Hermann Hoppe kritisiert die Europäische Verfassung als Festschreibung eines verfehlten Modells und warnt vor neuen Bürgerkriegen.

Komplett...

Da ist durchaus was dran. Und es ist totaler Quatsch, daß jeder, der an der jetzigen Verfassung (Verfassung im doppelten Sinne) der EU Kritik übt, zwangsläufig gegen »Europa« ist. Ganz im Gegenteil! So wie die EU sich entwickelt, muß man, gerade als Befürworter »Europas«, erst recht kritisieren. »Europa« und die EU sind nicht identisch!!

# 11.05.05 #
 
Kurz vorab:
Ich bitte darum, falls vereinzelt Formatierungsprobleme auftreten sollten, diese zu entschuldigen!!! Ich probiere gerade einen neuen Editor aus.

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Neues vom "Big Brother"

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!! WIRTSCHAFT !!
(siehe folgend)
!! POLITIK !! «Klick
(Bilderberger  |  Georgien: Erdgasleitung, Politik und Wirtschaft  |  Terrorverdächtige vom CIA verschleppt?)
Bißchen was Humoriges
(Zungenbrecher)


Bundesbank/Zins

Nur weil's mir gerade mal wieder unter gekommen ist. Aus dem Geschäftsbericht der BuBa für 2004 (und 2003, 2002):
Posten Aufwendungen der Bundesbank 2004
Mill.€
2003
Mill.€
2002
Mill.€
. . . .
8 Personalaufwand 935 1000 1021
9 Sachaufwand 224 263 316
10 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 178 172 192
11 Notendruck 53 82 68
12 Sonstige Aufwendungen 56 217 79
Summe 1446 1734 1676

Das ist schon irgendwie pervers!

1.) Zum "Notendruck": Mit den selben Scheinen, die eben aus der Druckerei kommen, müssen deren eigene Druckkosten beglichen werden. Die bezahlen sich sozusagen selbst.

2.) Mal abgesehen von der absoluten Höhe (zur Verdeutlichung, das waren mal ca. 3 bis 3,5 Mrd.DM/Jahr), da werden also die Scheinchen (zu mindest ein kleiner Teil davon), welche letztlich durch eine Verschuldung entstehen, frisch gedruckt aus der Presse abgeholt und... ja was?... und landen -bildlich gesprochen- quasi ohne Umwege auf den Tischen der BuBa-Angestellten. 

3.) Wo kommt das Geld dafür her? Die Kurzfassung:

A macht Schulden bei Geschäftsbank G. Die Geschäftsbank nimmt diesen Schuldschein und parkt ihn bei Zentralbank Z (z.B. BuBa). Dafür erhält G Bargeld von Z. Dieses gibt sie A, der sich ja dafür verschuldet hat.
Und jetzt kommts!!!!

Da nur* über den oben, grau unterlegten, Mechanismus Bargeld angefordert werden kann/darf ("auf die Welt kommt"), bleibt nichts übrig, als davon auch die Kosten der BuBa zu begleichen. Es muß also ein Teil davon "einbehalten" werden**.  DAS ist die Steuer, die wir für den Erhalt des Bargelds an den Staat zahlen dürfen: DER ZINS!!! Erstzins, oder Grundzins***, könnten wir vielleicht dazu sagen!
Rechnung (überschläglich und zur groben Orientierung):

» Über die letzten 55 Jahre haben die "Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen" in der BRD im Durchschnitt um ca. 40 Mrd.€ pro Jahr zugenommen (zur Not, kann HIER selbst nachgerechnet werden). Nehmen wir einfach mal diese 40 Mrd. als Basiswert!

» Setzen wir weiterhin einen Kostendurchschnitt der BuBa von 1,5 Mrd.€ pro Jahr an (siehe Tabelle).

»» 1,5 × 100 / 40 = 3,75 %

Vereinfacht gesagt: 3,75% ist der "Zins" , den wir jedes Jahr allein aufgrund der BuBa-Eigenkosten bezahlen müssen, (um an Bargeld zu kommen, ausschließlich die BuBa ist zur Ausgabe an die Geschäftsbanken berechtigt), denn die Geschäftsbanken geben diesen natürlich an den Kreditnehmer (auch den Staat), oder den Bargeldbezieher, weiter. Da Bargeld, als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel, aber vom Staat bestimmt/eingesetzt wird (standardisiertes Abgabengut zur Steuerzahlung), hängt
demnach die Entstehung des Zinses unmittelbar mit der Existenz der Institution Staat zusammen.
So viel in aller Kürze dazu!!

*
abgesehen von den "natürlichen" Fluktuationen, durch z.B. verschlissene Scheine usw. ** wobei der Bund diese Kosten erstmal vorfinanzieren muß (=Verschuldung), da die BuBa ihren Gewinn erst im Folgejahr an den Bund auskehrt!
*** zzgl. Abgaben (Steuern) und Gewinnbestrebungen der Geschäftsbanken = "Endzins"

 
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Staatsquote

4. Kabinettssitzung [der Bundesregierung] am Mittwoch, den 4. November 1953

Der Bundeskanzler stimmt dem Bundesminister für Wohnungsbau zu, daß es ungesund ist, 40% des Volkseinkommens über die öffentlichen Kassen laufen zu lassen; vor allem, wenn mit diesen Geldern etwa Autofabriken finanziert würden. Es komme darauf an, die Grenze zu finden, wie weit spekulative Erwartungen über die wirtschaftliche Entwicklung im Haushalt berücksichtigt werden könnten. Er bittet, Vorschläge zu machen, auf welchem Wege der hohe Prozentsatz der Steuern am Volkseinkommen gesenkt werden kann.


Schon interessant! Damals stritten sie sich über eine Staatsquote von 40% am Volkseinkommen (entspricht ca. 30% vom BIP, siehe Graphik) und bezeichneten das schon 1953 als ungesund.

Und trotzdem ging alles seinen Weg. Aber wen wundert's? Ich zitiere nochmal kurz Bickerich vom Vortag:

Politisches Kalkül gewann die Oberhand. Das westdeutsche Rentenniveau lag schon 1956 durchaus höher als in den meisten anderen Industrieländern; mehrfach hatte der Bundestag bis dahin Rentenerhöhungen beschlossen. Dennoch war der Einkommenszuwachs der Rentner geringer geblieben als jener der Beschäftigten, und die Rentner hatten keine Garantie, daß sich diese Schere nicht noch weiter öffnen würde. So klang die Idee sozialpolitisch überzeugend. Rentenerhöhungen automatisch an das Wachsturn der (Brutto-)Lohn- und Gehaltssumme bei den Arbeitnehmern zu koppeln. Kanzler Adenauer war, als geborener Taktiker, im Wahljahr für die neuartige Dynamisierung der Renten. Sein Wirtschaftsminister Erhard kämpfte vehement dagegen an. Erhard sah nämlich voraus, daß der Anteil der Rentner an der Gesamtbevölkerung immer weiter steigen würde; deshalb fürchtete er, daß die dynamisierten Renten auf Dauer nur durch hohe Staatszuschüsse an die Rentenversicherungen bezahlt werden könnten. Das ganze Modell, so seine prophetische Sorge, könne überhaupt nur in einer Wirtschaft des steten Wachstums funktionieren. Natürlich hatte Erhard recht, wie wir heute wissen; aber ebenso natürlich wurden seine Bedenken im Wahljahr nicht gehört. Das Gesetz wurde im Parlament einvernehmlich verabschiedet und rückwirkend zum Jahresanfang 1957 in Kraft gesetzt. Zum Mai desselben Jahres wurden die Renten um 65 bis 70 Prozent erhöht, im Oktober gewann Adenauer die Wahl und hatte fortan für vier Jahre die absolute Mehrheit im Bundestag.

Und noch eine passende Meldung dazu:

Staatlicher Ausverkauf

Wie der Spiegel am Samstag berichtete, plant die deutsche Bundesregierung einem "vertraulichen Eckpunktepapier" zufolge offenbar die Privatisierung weitreichender bisher ausschließlich staatlicher Aufgaben, darunter Schulen, Universitäten und Gefängnisse.
Komplett...

Hierbei möchte ich erstmal weniger über das Für und Wieder reden (siehe später weiter unten*), sondern -in Anlehnung an obiges Thema "Staatsquote"- vielmehr über das Warum!!

.....
Um es klar zu sagen: Der Sozialismus (no property) ging gegen den Kapitalismus (maximum property) nicht etwa unter, weil er „unfrei“ war, sondern weil er nicht genügend Besteuerungsbasen finden konnte, die ihrerseits die Grundlage für arbeitsteiliges und demnach auf Schuldkontrakten beruhendes Wirtschaften war.

Oder noch einfacher: Je tiefer gestaffelt bzw. je stärker maximiert das private Eigentum, desto erfolgreicher sowohl die Machthalter als auch die Nichtmachthalter, deren Erfolg wiederum den Machthaltern eine immer weiter verbreitete Besteuerungsbasis und damit Chance zu andauerndem Machterhalt offeriert. Und da privates Eigentum zur Basis privater Verschuldung dient, heißt dies zugleich:


Je mehrstufiger Eigentum und die auf jeder Stufe erneut möglichen privaten Schulden sind, die ihrerseits (wie die Staatsschulden) immer nur Diskont auf sich aus diesem Eigentum ergebenden zeitlich späterem Eigentum („Einnahmen“) sein können und dies gegenüber öffentlich-rechtlichem Eigentum in einer Volkswirtschaft, das sich seinerseits nur auf einer Stufe diskontieren lässt - desto größer der wealth-maximizing-Prozess. Der Staat als Eigentümer der Macht kann nur Staatsschulden machen. Private Eigentümer können aber Grund und Boden beleihen, Automobile, Einrichtungsgegenstände (Ratenkredite), Urheberrechte, Wertpapiere, Forderungen, Geschäftsideen usw., und am Ende sogar ihre künftigen Einkünfte selbst (Dispo-Kredite), die im Nichtzahlungsfall dann der Lohnpfändung unterliegen. Dies berechtigt zweifellos die Forderung nach einer Eigentums-Maximierung und auch die nach der Schaffung von zusätzlichen property rights etwa im Bereich des „geistigen“ Eigentums.
.....
Existiert Steuerbelastung (Schuld des Publikums dem Staat gegenüber) kann diese gemindert werden, sobald das Publikum die Möglichkeit erhält, mit Hilfe von privatem Eigentum zu wirtschaften. Dieses entsteht, sobald die Macht gezwungen ist oder wird, Teile von ihren Eigentumsrechten abzutreten (nach Katastrophen, Revolutionen, durch Privilegierungen usw.), die sie sich entweder im Abgabenmittel bezahlen lässt oder in Ausübung ihrer Souveränität über das Areal, in dem sich das privaten Eigentum befindet, dieses weiterhin als Steuerbasis belässt.
.....
Aus: Macht, der Staat und die Institution des Eigentums

Platt gesagt, Staatseigentum läßt sich nicht besteuern. Also versucht der Staat zusätzliche, zukünftige, Steuereinnahmen zu generieren, in dem er "sein Eigentum" privatisiert (dann besteuerbar). Aber irgendwann ist auch das aller-aller-aller-allerletzte "Tafelsilber" weg...

* Ich persönlich denke, daß man darüber sehr wohl diskutieren kann. Nur hätte das Ganze im Grunde schon vor 'zig Jahren passieren müssen. Jetzt befindet sich der Staat in einer Zwangssituation. Aus einer solchen Position heraus, läßt sich nur schlecht besonnen und überlegt handeln. Das wiederum erhöht die Gefahr von "Fehlschüssen". Zumal das ganze System mittlerweile auf den Staat zugeschnitten ist. Es müßte gleichzeitig also auch vieles andere geändert werden (z.B. Beamtentum/recht, Rentenkassen, Eigentumsrecht, uvm.). Genau dies, wird jedoch nicht klappen. Und selbstverständlich muß eine flächendeckende Grundversorgung -z.B. mit Wasser- gewährleistet sein. Das aber ließe sich, meiner Ansicht nach, durchaus regeln. Nur, eben dadurch, das unser System so stark auf den Staat ausgerichtet ist, werden "punktuelle" Pivatisierungen zum jetzigen -zu späten- Zeitpunkt, des öfteren nicht mehr funktionieren. Trotzdem, wir sollten Privatisierungen nicht per sé (!!) als Teufelszeug verdammen. Wir sind nur dermaßen daran gewöhnt, daß der Staat das alles in der Hand hat, daß wir uns andere Lösungen gar nicht mehr vorstellen können.

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Nochmal zu Salzgitter!!

Nachtrag zu dem Bericht der
"Pleite der Stadt Salzgitter"
von vorletzter Woche.
Dieser Bericht (der von der Welt) wurde in einem Forum vorgestellt. Daraufhin kamen folgende Antworten:
- und demgegenüber die letztjährige gigantische Gewinnsteigerung der Salzgitter AG! Noch Fragen Kienzle?

- dank minimalster Körperschaftssteuer und Steuerrecht- und Ich-rechne-meine-Bilanz-arm-Tricks praktisch vollständig an der Kommune Salzgitter vorbeigeht. Aber was zählt ist ja der Shareholdervalue...
Daß da zum Teil was nicht ganz richtig läuft (siehe auch weiter unten: "Management Schelte", oder hier), ist klar. Aber ich habe mir mal die Mühe gemacht, in den Geschäftsbericht der Salzgitter AG nachzuschauen (Seite 98), und in "Salzgitter-Konzern in Zahlen". Schauen wir also mal rein:
 
Salzgitter AG
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Ergebnis vor Steuern, gewöhnliche Geschäftstätigkeit [Mill.€]
97
34
160
72
42,5
322,8
Steuern [Mill.€]
27
13
16
6
14,4
76,1
             
Bezahlte Steuern in % des Ergebnisses
27,84
38,24
10
8,33
33,88
23,57
1.) Ganz konkret für 2004 (auf dieses Jahr bezieht sich ja die "Salzgitter Pleite") können wir obige Aussagen so nicht gelten lassen. Immerhin war die absolute Höhe der Steuern, mit Abstand die höchste seit fünf Jahren. Auch der "Steuersatz" von 23,57% ist nun nicht gerade nichts. Bezogen auf Salzgitter (Stadt) selbst, spielt möglicherweise eher folgender Punkt eine Rolle: "Bund und Länder haben uns in eine Situation manövriert, die rechtswidrig ist", sagt Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald. Über Jahre seien den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen worden, ohne daß die Einnahmen entsprechend gestiegen seien." (>>)

2.) Allerdings fällt selbstverständlich auf, daß die "Steuersätze" für 2001 und 2002 ein Witz sind. Hier spielt wohl die "Steuerreform 2000" die entscheidende Rolle. Ich bin kein Steuerfachmann, aber ich glaube hier wurde inzwischen wieder "zurückgerudert" (rein in die Pantoffeln, raus aus den Pantoffeln). Diese beiden Jahre werden aber wohl ihre Spuren hinterlassen haben. Jedoch, sind wir mal ehrlich, ich versuche bei meinem Lohnsteuerjahresausgleich auch jeden Euro rauszuquetschen. Wer tut das nicht? Ist das nicht genau das, was auch die Salzgitter AG getan hat? Die bestehende Gesetzeslage wurde schlicht angewandt. Mehr nicht! ==> Ganz klarer Gesetzgebungsfehler!! (Wenn es denn "unbeabsichtigt" war?? Was ich durchaus für möglich halte )

3.) Exclusive 2001/2002 lagen die "Steuersätze" zwischen knapp 24% und 39%. Das erscheint mir nicht zu wenig. Muß ja nicht jeder den Vollsatz bezahlen, so wie ich .

4.) Schauen wir uns die "Eröffnungsbilanz der Stadt Salzgitter" an, fällt auf, das der Posten "Passiva, 3. Rückstellungen, 1. Pensionsrückstellungen" mit 89,114 Mill. €, hinter den "Schulden", mit Abstand der zweitgrößte Betrag ist. Dazu kommen noch "2. Rückstellungen für Altersteilzeit (2,893 Mill.€)" und "3. sonstige Personalrückstellungen (10,482 MIll.€)". Wir sehen also auch hier das grundsätzliche Finanzierungsproblem des Staates -in diesem Fall halt der Stadt.

5.) Bei seiner eigenen Salzgitter AG versagte er [Gerhard Schröder] total. Den triumphalen Sieg in Niedersachsen am 1. März 98 verdankte er dieser Firma. Und die SPD-Kanzlerkandidatur dazu. Der Börsengang der Salzgitter AG am 2. Juni 98 endete jedoch im Desaster. Die Firma war Zentrum erbitterter Kämpfe der Genossen. Ohne Rücksicht auf Verluste. ..... Die Genossen-Attacken waren zudem oberpeinlich. Nach der gewonnen Bundestagswahl setzte sich Stahl-Vater Schröder daher hurtig nach Bonn ab. Seine Stahl-Tochter überließ er ihrem Schicksal. Mehr als 6 Jahre benötigte das solide und ertragsstarke Unternehmen, um sich von den Attacken einigermaßen zu erholen. (Gerhard Schröder: „Totalversagen“)

Falls Interesse, mehr Infos darüber: ( Hauptversammlung der Salzgitter AG von der Seite http://www.hans-joachim-selenz.de/)

Ich denke, das alles ist also etwas vielschichtiger, als die Forumsbeiträge es uns suggerieren. Ja "der letztjährige Gewinn ist 'gigantisch' gestiegen". Mit ihm aber auch die letztjährige Steuerzahlung. Was davon bei der Stadt selbst "hängen" geblieben ist, können wir nicht beurteilen. Das aber, hat letztlich nichts mit den -z.T. ja völlig zu recht (2001/2002)- angeprangerten Steuerzahlungen an sich zu tun. Und daß wieder mal ein paar Politiker und ihre "Wirtschaftskumpel" die Finger drin hatten, scheint auch nicht ganz unerheblich.

Grundsätzlich -das sehen wir hierbei und an den "sagenhaften" Heuschreckendiskussionen (aus allen Richtungen) wieder sehr schön- sollten wir uns davor hüten, irgendwelche pauschalisierten Schlagwörter/sätze in den Raum zu werfen (was mir leider auch nicht immer gelingt , ganz frei kann sich davon wohl niemand machen). Meistens ist die Sache eben nicht so einfach, wie sie im ersten Moment aussieht.

!! P O L I T I K !!  

Bilderberger

Am 08.05.05 fand mal wieder das jährliche Treffen der Bildergerger in Rottach-Egern statt. Ein paar der Teilnehmer habe ich als "Blickfang" mal rausgezogen:

D Ackermann, Josef Chairman, Group Executive Committee. Deutsche Bank AG
IN Barroso. José M. Durão President, European Commission
I Bernabè, Franco Vice Chairman, Rothschild Europe
D Döpfner, Mathias CEO, Axel Springer AG
USA Ford, Jr., William C. Chairman and CEO, Ford Motor Company
USA Geithner, Timothy F. President, Federal Reserve Bank of New York
INT Hoop Scheffer, Jaap G. de            Secretary General, NATO
D Kleinfeld, Klaus President and CEO, Siemens AG
D Kopper, Hilmar Chairman of the Supervisory Board, DaimlerChrysler AG
D Nass, Matthias Deputy Editor, Die Zeit
D Schily, Otto Minister of the Interior
D Schrempp , Jürgen E. Chairman of the Board of Management, DaimlerChrysler AG
D Schulz, Ekkehard D. Chairman of the Executive Board, ThyssenKrupp AG
INT Trichet, Jean-Claude Governor, European Central Bank

In dem Kabiler geh
t's da nur so weiter. HIER zur vollständigen Liste (List of Participiants) und ein paar Photos. Der folgende Bericht ist auch interessant:

Die Bilderberger -  Hinter den Kulissen der Macht
....
Zum ersten und einzigen Mal gehörte der langjährige Bundeskanzler Helmut Kohl zu den Teilnehmern, und zum ersten Mal seit den fünfziger Jahren wurde „die deutsche Frage wieder aufgegriffen“. Wohlgemerkt - 1988, nicht 1989, als die Berliner Mauer tatsächlich fiel! Was soll der äußere Anlaß gewesen sein, 1988 über „die deutsche Frage“ zu reden? Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kamerun? Steffi Grafs zweiter Wimbledon-Sieg oder der sechste Europameistertitel für Katarina Witt? Nach einem Blick ins Geschichtsbuch würde man über 1988 eigentlich sagen: „Nothing important happened this year.“ Planten also die Bilderberger den Fall der Mauer?
.....
Komplett...

Das ist wirklich erstaunlich (oder eben auch gerade nicht?)!! Jeder Mist kann es heutzutage auf die erste Seite in der Tagespresse schaffen, der komische "Pabst-Golf" hat es sogar bis in die Tagesschau geschafft, und jede "Royal-Hochzeit" wird zeitgleich in mehreren Sender stundenlang live übertragen, usw. etc. Wenn sich aber die "oberen Zehntausend" zusammenklumpen und über die Geschicke der Welt reden (vielleicht mehr), dann können wir die -ohnehin spärlichen- Informationen nur durch Eigeninitiative aus dem Netz ziehen. Also, wenn das mal nicht ein paar Mühen der Journalie wert wäre, dann weiß ich auch nicht mehr. Egal ob "Verschwörung" oder nicht. ICH jedenfalls will wissen, wer da mit wem und was über meine Zukunft entscheidet! Und allein die Tatasache, daß sich solche Leute so geballt treffen, würde einen Bericht, von z.B. Monitor, rechtfertigen!
Ach ja, dazu noch was "Verschwörungsmäßiges":

Die Bilderberger haben die bewundernswerte Fähigkeit, alle Publicity in öffentlichen Medien zu vermeiden. Lawrence Wilmot zum Beispiel dokumentiert in The Spotlight vom 10. Mai 1993 das beinahe vollständige Fehlen von Hinweisen auf die Bilderberger in Veröffentlichungen. Mindestens 50 Journalisten, sagt Wilmot, erscheinen zu jeder UN-Verlautbarung, aber niemand versucht auch nur, über Bilderberger- Treffen zu berichten; als er dies einigen Mainstream-Journalisten gegenüber erwähnte, bekam er ironisches Gelächter zu hören, und Anthony Holder vom London Economist sagte unverblümt, »die Bilderberger sind von unserer Aufgabenliste schon vor Jahren auf Befehl von oben gestrichen worden«.

http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/323044.htm

Wie heißt es doch so schön: Nicht eine falsche Berichterstattung ist gefährlich. Gefärhrlich wird es, wenn überhaupt nicht berichtet wird. (oder so ähnlich)

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Georgien: Erdgasleitung, Politik und Wirtschaft
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Georgien hat wohl die Absicht, den russischen Einfluss auf seinem Territorium mit allen möglichen Mitteln auf ein Minimum zu reduzieren. Ihn gänzlich auszuschließen geht nicht, das erlaubt die geopolitische Lage des Landes nicht. Deshalb geht es darum, Russland dort zu "dämpfen", wo es sich nach Meinung Georgiens um "Schlüsselrichtungen" handelt. Eine dieser Richtungen ist die russische militärische Präsenz auf dem Territorium des Landes. Laut jüngsten Meldungen soll der Abzug der Truppen von den beiden noch bestehenden Stützpunkten der Streitkräfte Russlands schon in diesem Jahr beginnen. Die zweite Richtung ist die strategisch wichtige Erdgas-Pipeline, die die georgische Regierung partout nicht an "Gasprom" verkaufen will, wie wirtschaftlich vorteilhaft das auch sein könnte. In beiden Fällen werden die georgischen Behörden von den USA unterstützt. Möglicherweise wird dieser Kurs auch nach dem Georgien-Besuch von Präsident George Bush, der im Mai stattfinden soll, weiter gesteuert.
Komplett...

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Terrorverdächtige vom CIA verschleppt?

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Für die CIA ist es offenbar leichter, in Europa Überflugrechte zu bekommen, als für ein Mitgliedsland der Europäischen Union. Nach Recherchen von Frontal21 tauchen die geheimen CIA-Maschinen überall in Europa auf. In rund 2,5 Jahren landeten die Jets weit über 80 Mal allein in Ramstein und Frankfurt am Main.
Sollte auch nur einer dieser Zwischenstopps in direktem Zusammenhang mit einer illegalen Verschleppung stehen, dann - meinen Juristen - habe die Bundesrepublik ein Problem.

.....
Komplett...

Drei Hexen schauen sich drei Swatch Uhren an. Welche Hexe schaut welche Uhr an?
und nun das Ganze in englischer Sprache....

Three witches watch three Swatch watches. Which witch watch which Swatch watch?
Und nun für die Fortgeschrittenen...
Drei geschlechtsumgewandelte Hexen schauen sich drei Swatch Uhrenknöpfe an. ...

und nun das Ganze in englischer Sprache....


Three switched witches watch three Swatch watch switches. Which switched witch watches which Swatch watch switch?
Und wenn wir das Geschehen in die Schweiz verlegen :

Three switched Swiss witches watch three Swiss Swatch watch switches. Which switched Swiss witch watches which Swiss Swatch watch switch?
Sehen die Hexen gut aus? Dann :

Three sweet switched Swiss witches watch three Swiss Swatch watch switches. Which sweet switched Swiss witch watches which Swiss Swatch watch switch?
Frisch gereinigte Uhrenknöpfe?

Three sweet switched Swiss witches watch three washed Swiss Swatch watch switches. Which sweet switched Swiss witch watches which washed Swiss Swatch watch switch?
Da die Uhren vermutlich den Hexen gehören :

Three sweet switched Swiss witches watch three washed Swiss witch Swatch watch switches. Which sweet switched Swiss witch watches which washed Swiss witch Swatch watch switch?

# 06.05.05 #
 
! W I R T S C H A F T !! !! P O L I T I K !!
(EU: Militäraufrüstung  |  Der geplante Krieg)

 
"Die D-Mark" von Wolfram Bickerich

Ein paar Passagen daraus, mit eigenen Kommentaren:

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Erhards Konzept der Marktwirtschaft - das Attribut sozial wurde erst später von Erhards wichtigstem Mitarbeiter Alfred Müller-Armack hinzugefügt - basierte auf einer heutzutage ganz einfach klingenden Überlegung: Marktwirtschaft ist, weil sie auf der Leistung einzelner beruht, besser als eine Steuerung durch den Staat. Wettbewerb ist eine Bedingung der Marktwirtschaft, kommt aber nicht von allein, sondern muß vom Staat gesichert werden. Wirtschaftliches Wachstum ist die beste Sozialpolitik, denn es führt zu Vollbeschäftigung und ermöglicht zugleich gute Sozialleistungen für Benachteiligte. Der Staat - dies der soziale Aspekt - ist zum Schutz der wirtschaftlich Schwachen verpflichtet; eine derartige Umverteilung zugunsten der Benachteiligten darf aber nicht das Wachstum gefährden. Später brachten Erhard und seine Epigonen ihr Konzept auf ein zugkräftiges Schlagwort: Soviel Markt wie möglich, soviel Staat wie nötig.
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Volle Zustimmung! Ich denke, dieser Absatz, so simpel das auch klingen mag, trifft des Pudels Kern. Und das sogar in zweierlei Hinsicht.

1.) "...Soviel Markt wie möglich, soviel Staat wie nötig." Das steht im Grunde für sich selbst (beide Satzteile gleichbedeutend gewichtet) und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Außer vielleicht der, daß wir heutzutage meilenweit davon entfernt sind.

2.) "...Wettbewerb ist eine Bedingung der Marktwirtschaft, kommt aber nicht von allein, sondern muß vom Staat gesichert werden....". Die Reihenfolge ist wichtig! Wenn der Wettbewerb also nicht von alleine kommt, muß "das gesichert werden" demnach vorgeschaltet sein. Peng!! Hierzu bitte nochmals kurz weiter unten nachschauen. Damit ist alles gesagt! Hinzufügen möchte ich jedoch noch, das bei stringentem Einhalten von 1.), die Sache wenigstens einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt.

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Die goldenen Jahre der Mark konnten beginnen, und mit ihnen das Wirtschaftswunder. Dabei sind alle, die damals das Wunder erlebten, mit den Experten einig: Ein Wunder war es nicht. Es war eine Mischung aus glücklichen Umständen und Fleiß. Aufbäumen und Sehnsucht nach Konsum. Konsenswillen der Tarifpartner und Verzichtbereitschaft der Bürger. Natürlich hätten übertriebene  Lohnforderungen der Gewerkschaft den Erfolg gefährden können: es gab keinen Aufschrei benachteiligter Gruppen, kein Verlangen nach Privilegien. So erbittert die Redeschlachten im Bundestag um den rechten Weg zum Wohlstand tobten, so sehr wollten alle an ebendiesern "Wohlstand für alle"- dies der berühmteste Wahlslogan Ludwig Erhards - teilhaben.
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Was im Moment -aus allen Richtungen kommend-, verglichen dazu, abgeht, ist bekannt. 
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Schon 1953 wies der Bundesetat erstmals einen Überschuß auf, der seitdem jährlich größer wurde. Finanzminister Schäffer legte das Geld als Reserve für Notzeiten und für den Fall, daß Deutschland doch wieder eine Armee einrichten würde, bei der Bundesbank still - wie es das Kaiserreich im Juliusturm der Zitadelle in Berlin-Spandau tat, wo bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg «für Zwecke der Mobilmachung» die Goldreserve im Wert von 120 Millionen Mark aufbewahrt worden war. Schäffers Notgroschen waren wertvoller: 1956 beliefen sie sich auf die Rekordsumme von 7,8 Milliarden Mark. Diesen Betrag, immerhin 4,1  Prozent vom gesamten Bruttosozialprodukt, entzog der Finanzminister dem Wirtschaftskreislauf, ein heute unvorstellbares Verfahren. Schäffer wollte nur sparen, aber ihm kam zugute, daß seine Politik in der Boomphase antizyklisch wirkte, ein weiteres Wachstum also bremste, auch wenn die Bank deutscher Länder diesen Effekt in ihrem Geschäftsbericht für  1955  skeptisch einschätzte:  «Der Wirtschaftsorganismus verstand es offenbar, den <Blutentzug>, den er durch die hohen nicht wieder verausgabten Steuern erlitt, auszugleichen. Teilweise geschah das durch einen erhöhten Auslandsabsatz, der seinen Niederschlag im Zahlungsbilanzüberschuß und der damit verbundenen Vergrößerung des Geldvolumens aufgrund von Devisenzugängen fand. Entscheidend aber war die fortdauernde Zuflucht zum Kredit. Mancherlei Anzeichen sprechen dafür, daß die anhaltend starke Tendenz zur Kreditexpansion in ursächlichem Zusammenhang mit den Überschüssen der öffentlichen Haushalte steht: Die Wirtschaft holt gewissermaßen als Kredit wieder herein, was ihr der Staat in Form von Steuern nimmt und nicht wieder in Gestalt von entsprechenden Ausgaben zuleitet.»
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1.) Zum "Überschuß im Bundesetat" und der Begründung durch den kursiven Textteil folgende Tabelle. Da kann nämlich irgendwas nicht stimmen!!
Schuldenstand nach Körperschaftsgruppen Deutschland, Mrd. EUR
 
 
Insgesamt
Mrd. EUR
Insgesamt
Mrd. DM*
Bund
gesamt
Mrd. DM*
Bund
Sonder-
vermögen
des Bundes
Länder
Gemeinden/
Gv.
1960
29,0
56,72
 15,3
13,4
1,9
7,8
5,9
1959
25,5
49,87
 13,1
11,4
1,7
7,8
4,6
1958
24,0
46,94
 12,5
11,0
1,5
7,5
4,0
1957
23,2
45,38
 11,7
10,1
1,6
8,4
3,2
1956
22,4
43,81
11,7
10,2
1,5
8,1
2,6
1955
21,4
41,85
11,5
10,3
1,2
7,8
2,0
1954
18,3
35,79
9,2
9,1
0,1
7,7
1,4
1953
14,8
28,95
5,5
5,5
-
8,3
1,0
1952
12,3
24,07
 4,4
4,4
-
7,2
0,6
1951
10,7
20,93
 3,7
3,7
-
6,6
0,5
1950
9,6
18,77
 3,4
3,4
-
6,0
0,1
. .
*Spalte selbst
eingefügt
*Spalte selbst
eingefügt
. . . .
http://www.destatis.de/indicators/d/lrfin03ad.htm

Gesamtstaatlich:
Wie wir sehen, sind die Schulden von 1953 bis 1956 um 14,86 Mrd. DM gestiegen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die ...Rekordsumme von 7,8 Milliarden Mark... an oben erwähnten "Überschüssen". HIER können wir ermitteln, das die Steuereinnahmen des Staates von 1953 bis 1956, lediglich um 10,45 Mrd. DM gestiegen sind

Bund:
Nur den Bund (BUNDESetatüberschüsse) betrachtend, sieht es so aus: 

Erhöhung der Steuereinnahmen 1953 - 1956 = 6,626 Mrd. DM (>>)
Erhöhung des Schuldenstandes 1953 - 1956 = 6,2 Mrd. DM
Ausgaben des Bundes 1953 - 1956, insg. = 91,894 Mrd. DM (>>)
Steuereinnahmen Bund 1953 - 1956, insg. = 91,525 Mrd. DM (>>)

Wie können, bei beinahe gleich hohen Ausgaben und Steuereinnahmen beim Bund, Überschüsse von 7,8 Mrd.DM entstehen? Ob dieser Zahlen wird deutlich, daß die Begründung ...Mancherlei Anzeichen sprechen dafür, daß die anhaltend starke Tendenz zur Kreditexpansion in ursächlichem Zusammenhang mit den Überschüssen der öffentlichen Haushalte steht: Die Wirtschaft holt gewissermaßen als Kredit wieder herein, was ihr der Staat in Form von Steuern nimmt und nicht wieder in Gestalt von entsprechenden Ausgaben zuleitet... auch hier nicht hinhaut. Allein aus dem Innern, ist, in jedem Fall gesamtstaatlich, einfach nichts zu machen.

Noch dubioser wird die Sache mit den Bundesüberschüssen, wenn wir uns nachstehenden Auzug aus der "Kabinettssitzung [der Bundesregierung] am Mittwoch, den 4. November 1953" zu Gemüte führen:

Trotzdem rechnet der Bundesfinanzminister mit einem Fehlbetrag von 3.333 Mio. DM [für 1954]. Er erläutert die von ihm aufgezeigten verschiedenen Deckungsmöglichkeiten und gibt bekannt, daß er zum Ausgleich des außerordentlichen Haushalts zwei Bundesanleihen zu je 500 Mio. DM etwa zu Ostern und im Spätherbst 1954 ausgeben wolle. Wenn 400 Mio. DM Wohnungsbaumittel aus dem ordentlichen in den außerordentlichen Haushalt übertragen würden, bliebe in diesem noch ein Fehlbetrag von 425 Mio. DM ungedeckt, um den er die schwebende Schuld vergrößern oder den Kreditplafond bei der Bank deutscher Länder in Anspruch nehmen wolle.
 
So, und jetzt erkläre mir einer, wie anhand all dieser Zahlen und Zitate noch von Überschüssen gesprochen werden kann. Wo kommen die Einnahmen für solche "Überschüsse" her? Dazu das hier:
 
Gegenüber 1952 hatten sich die Kassenüberschüsse des Bundes von 840 Millionen DM auf ca. 1,6 Milliarden DM erhöht. Diese Entwicklung war teils dadurch bedingt, daß die Besatzungsmächte die Etatansätze für Besatzungskosten nicht ausschöpften, teils dadurch, daß im Haushalt für den deutschen Verteidigungsbeitrag 1,45 Milliarden DM zwar eingestellt waren, aber nicht beansprucht wurden. (>>)
 
Wenn also die Schulden, durch Ausgabe neuer Anleihen, trotz allem gestiegen sind, kann das nur bedeuten, daß die Gelder (Anleihenverschuldung), die durch die Nichtinanspruchnahme durch die Besatzundmächte und die Nichtausgabe für den Verteidigungshaushalt frei wurden, auf "die hohe Kante" gelegt werden konnten. 

Zur Verdeutlichung: Im Grunde wurden demnach Anleihen in Höhe von 1 Mrd. DM (fiktive Zahl) ausgegeben, und davon dann, da nicht komplett abgerufen, 500 Mill.DM (wieder fiktive Zahl) in den Juliusturm gesteckt. Die Überschüsse waren daher nichts anderes, als zu hoch aufgenommene Schulden des Bundes selbst!!

2.) Trotzdem das mit den Überschüssen nicht richtig hinhaut, wird aus dem kursiven Textteil doch eines ganz klar. Die Neukreditaufnahme ist es, worauf es ankommt! Damals befand sich die BRD am Anfang eines neuen Zyklusses, mit exorbitanter Neuverschuldung und dadurch bedingtem starkem Wachstum. Jetzt befinden wir uns am, oder "kurz" vor dem, Ende dieses Zyklusses. Grundsätzlich ist es so: ...So wird investiert bis nicht mehr investiert werden kann weil alle drin sind... (>>). Andere Länder (Polen, Slowenien usw.) stehen noch am Anfang, oder mitten im Zyklus. Dort sind noch nicht "alle drin". Desahlb die hohen Wachstumsraten und Investitionssummen in diesen Ländern (so wie bei uns ab den 50'er Jahren). Und deshalb auch die niedrigen Lohnniveaus (...Die ganzen Vorfinanzierungen (Kredite) fliessen in den Markt und erhöhen die Preise (Infla)....). Sie übernehmen quasi die Neuverschuldung für uns. Wie gesagt, das nur grundsätzlich. Denn "die Tricks", für die Ländern, die am Ende des Zyklusses stehen, müssen nun darin bestehen, die nichtstaatlichen Teilnehmer weiterhin "bei der Stange" zu halten, so daß sie sich doch noch weiter verschulden. Bilde sich jeder seine eigene Meinung, ob das bei uns gegeben ist.

.....
Mit der Haushalts- und Sozialpolitik des Wahljahres 1957 wurde erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte das Terrain der ökonomischen Vernunft verlassen: Politisches Kalkül gewann die Oberhand. Das westdeutsche Rentenniveau lag schon 1956 durchaus höher als in den meisten anderen Industrieländern; mehrfach hatte der Bundestag bis dahin Rentenerhöhungen beschlossen. Dennoch war der Einkommenszuwachs der Rentner geringer geblieben als jener der Beschäftigten, und die Rentner hatten keine Garantie, daß sich diese Schere nicht noch weiter öffnen würde. So klang die Idee sozialpolitisch überzeugend. Rentenerhöhungen automatisch an das Wachsturn der (Brutto-)Lohn- und Gehaltssumme bei den Arbeitnehmern zu koppeln. Kanzler Adenauer war, als geborener Taktiker, im Wahljahr für die neuartige Dynamisierung der Renten. Sein Wirtschaftsminister Erhard kämpfte vehement dagegen an. Erhard sah nämlich voraus, daß der Anteil der Rentner an der Gesamtbevölkerung immer weiter steigen würde; deshalb fürchtete er, daß die dynamisierten Renten auf Dauer nur durch hohe Staatszuschüsse an die Rentenversicherungen bezahlt werden könnten. Das ganze Modell, so seine prophetische Sorge, könne überhaupt nur in einer Wirtschaft des steten Wachstums funktionieren. Natürlich hatte Erhard recht, wie wir heute wissen; aber ebenso natürlich wurden seine Bedenken im Wahljahr nicht gehört. Das Gesetz wurde im Parlament einvernehmlich verabschiedet und rückwirkend zum Jahresanfang 1957 in Kraft gesetzt. Zum Mai desselben Jahres wurden die Renten um 65 bis 70 Prozent erhöht, im Oktober gewann Adenauer die Wahl und hatte fortan für vier Jahre die absolute Mehrheit im Bundestag.
.....
Tja, was soll ich dazu sagen. Alles war bekannt, und trotzdem haben sie wieder besseren Wissens gehandelt. Diesbzgl. wiederhole ich auch nochmal dieses Zitat:
.....
Nach den "Teegesprächen 1950–1954“ bemerkte Adenauer am 20. Oktober 1953 zu diesem „sehr ernsten Thema“ auf die entsprechende Frage eines Journalisten: 
„Die Bevölkerungsbilanz des deutschen Volkes ist erschreckend, die Überalterung, und es kommt, wenn nichts Durchgreifendes geschieht, dazu, daß einfach die Arbeitenden die Nichtarbeitenden nicht mehr unterhalten können. Das Verhältnis wird sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte völlig umkehren.“
.....
http://www.kas.de/db_files/dokumente/7_dokument_dok_pdf_3277_1.pdf
 
Sie wußten es, und trotzdem waren die vier Machtjahre wichtiger. Die andere Seite ist natürlich, daß sich das Volk hat "kaufen" lassen. Ist das für die damalige Nachkriegszeit, meiner Meinung nach, vielleicht noch zu entschuldigen, kann das für die folgenden Jahrzehnte ("Blühende Landschaften", "Die Rente ist sicher...", usw.) nicht mehr gelten. 

Aber wer beschäftigt sich schon mit so etwas?? Niemand muß zwangsläufig zu den selben Schlüssen kommen, oder die selbe Meinung zu irgendetwas haben, aber man muß sich zumindest mal damit befassen!! Daran hapert es, meiner Auffassung nach, ganz erheblich.

Ohne zu differenzieren: 

So gibt es zu viele von denen, die etwas zu verkaufen haben, nämlich vor allem sich selbst: die Politiker; und einfach zu viele, die sich, durch z.B. Rentengeschenke, haben kaufen lassen, das Volk. Jetzt haben wir den Salat. Wieder auf ...Soviel Markt wie möglich, soviel Staat wie nötig... zu kommen, ist inzwischen wohl unmöglich (denke ich z.B. an die EU). 

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Erste Ergebnisse der VGR-Revision 2005 für den Zeitraum 1991 bis 2004
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Im Ergebnis ist das Niveau des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als zentrale Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nach der Revision 2005 in jeweiligen Preisen in den Jahren 1991 bis 2004 zwischen rund 30 und 47 Mrd. Euro bzw. zwischen 1,4 und 2,6% höher als bisher.

Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen
1991
1995
2000
2001
2002
2003
2004
Neues Ergebnis Mrd. Euro
1 534,60
1 848,45
2 062,50
2 113,56
2 148,81
2 164,87
2 207,24
Bisheriges Ergebnis Mrd. Euro
1 502,20
1 801,30
2 030,00
2 074,00
2 107,30
2 128,20
2 177,00
Differenz in Mrd. Euro
32,40
47,15
32,50
39,56
41,51
36,67
30,24

Die Abweichungen der revidierten Ergebnisse von den bisher veröffentlichten Ergebnissen gehen sowohl auf konzept- als auch auf datenbedingte Änderungen zurück, wobei letztere per Saldo vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die Höhe des BIP haben (siehe Schaubild 1). Allein die Neubehandlung von „FISIM“ führt im Revisionszeitraum zu einem um 1,2 bis 2,2% höheren Niveau des nominalen BIP. Im Zeitablauf weichen die Veränderungsraten des nominalen BIP in einzelnen Jahren bis zu einem halben Prozent­punkt in beide Richtungen von den bisherigen Veränderungsraten ab. Im Jahresdurchschnitt 1991 bis 2004 bleibt die Veränderung des nominalen BIP mit + 2,8% jedoch nahezu unverändert (bisher: + 2,9%)

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt zeigt sich dagegen nach der Revision 2005 im Zeitablauf überwiegend erhöht (siehe Schaubild 2): Die jährlichen Veränderungsraten liegen in den meisten Jahren zum Teil deutlich über den bisherigen Angaben (bis zu + 0,4%-Punkte), oder sie sind unverändert. Betrachtet man allerdings die gesamte Zeitspanne von 1991 bis 2004, so ergibt sich im Jahresdurchschnitt nur ein leicht stärkerer Anstieg des preisbereinigten BIP (+ 1,5% gegenüber + 1,3% bisher).

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet; Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

1992
1995
2000
2001
2002
2003
2004
Neues Ergebnis 
2,2
1,9
3,2
1,2
0,2
0,0
1,6
Bisheriges Ergebnis
2,2
1,7
2,9
0,8
0,1
– 0,1
1,6
Differenz in %-Punkten
0,0
0,2
0,3
0,4
0,1
0,1
0,0

Komplett...

Ich gebe ja unumwunden zu, daß ich absolut kein "Detailstatistiker" bin, und demnach die Methoden nur schwer einschätzen kann. Ich finde es nur immer wieder "erstaunlich", daß das Gros der Revisionen positiv ausfällt. Vor allem, wenn es sich um eine solches "Kernthema" handelt. Und wenn überhaupt jemand davon Kenntnis nimmt, dann nur ausgesprochen kurzfristig. In einem Monat erinnert sich da kein Mensch mehr dran!!! Da aber alle zukünfigen Berechnungen (z.B. Maastricht Kriterien) und Ergebnisbekanntgaben auf diesen "Wundertüten" basieren, sollten wir das IMMER im Hinterkopf behalten!!!

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Stahlpreise

Zu dieser Meldung (Stahltarifrunde: Tarifkommission beantragt Urabstimmung über Streik) möchte ich nur mal einen kleinen Gedanken los werden.


http://www.stahl-online.de/deutsch/hannover_messe.htm

Was wird wohl mit obigem Chart passieren? Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit das, was mit jeder Fahnenstange passiert. Beispiel Nikkei:

Keine Ahnung wann und in welchem Umfang, aber es wird so kommen ("China bald vor gigantischer Überproduktion bei Stahl"). Und dann?

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Nur Link!!

Fundamental & Technical Comments on Enron

Unternehmensanleihen - Neuerlicher Kursrutsch bei Anleihen von GM und Ford (Na, denen wird es doch nicht so ergehen, wie Enron?!?!?

!! P O L I T I K !!
 
EU: Militäraufrüstung

 „Die militärische Zielstellung der Europäischen Sicherheitsstrategie ist es, Konfliktdominanz nahe am Krieg Staat gegen Staat sicherzustellen. Die EU-Streitkräfte brauchen daher deutliche Luftüberlegenheit und eine Schlagkraft, die von land- und seegestützen Plattformen operieren kann, wie zum Beispiel von Flugzeugträgern, um die Küstengebiete zu beherrschen, die Streitkraft zu schützen, zusätzliche Feuerkraft bereitzustellen und zusätzliche Streitkräfte heranzubringen. Was Europa braucht, ist eine Streitmacht, die an jedem beliebigen Punkt der Erde eingreifen, kämpfen, essen, bleiben kann.“ (orig. „get anywhere, fight anywhere, eat anywhere, stay anywhere“)

(Centrum für Angewandte Politikforschung: A European Defence Strategy, Bertelsmann Foundation; 2004, S. 26)
 
 
Funktion Auftraggeber,
Volumen
Fertigstellung im Jahre Kosten
in €
Atomwaffen:
  • M51, ASMP-plus

neue atomare Interkontinetal- und Mittelstreckenraketen
  • 4 U-Boote der Triomphant-Klasse als Abschussbasen
Fr 2008 3,1 Mrd. Raketen
17,7 Mrd. U-Boote
  • Rafaele - Mehrzweck

Kampfflugzeug, Bewaffnung mit Nuklearraketen
Fr 294 (bisher 76 geordert) 2005 29,4 Mrd.
  • Eurofighter
GB 232, BRD 180, It 121, Sp 87, Österreich 18 2003-2007 77 Mrd. (incl. Bewaffnung)
  • Kampfhubschrauber

Tiger
BRD 80, Fr 80, Sp 24 2003-2010 6,8 Mrd.
  • NATO-Hubschrauber 

NH90/MH-90
Transporthubscharuber
BRD 125, Fr 95 I 117
NL 20, FL 20,
Norwegen 10, Gr 20, Schweden 18
ab 2004 11,5 Mrd.
  • A330-200 MRTT

Tankflugzeuge
GB 2008 19 Mrd.
  • A400M 

schwerer Militärtransporter Airbus
BRD 60, Fr 50, GB 25
Sp 27, Türkei 20, Belgien 7
Lux.1
2008 20 Mrd.
  • Marschflugkörper

MAW Taurus, Storm Shadow/
Scalp EG, Apache, Taifun
BRD, GB, Fr, It, Gr 2001-2009 3 Mrd.
  • Luft-Luft-Kurz- und Mittel-

streckenrakete Meteor, Iris-T
BRD, GB, Fr, Sp,
It, Schweden
2008 5-10 Mrd.
  • seegestütztes Raketen-

abwehrsystem
SAAM/Aster, SAMP/T, PAAMS
Fr, It, GB 2006 3 Mrd.
  • MEADS - Medium Extented

Air DefenceSystem, Raketensystem
zur Abwehr von taktischen
ballistischen raketen
BRD, It, USA 2007 10-15 Mrd. (nur deutscher
Anteil)
  • Flugzeugträger
Fr 2, GB 2, It 1 2002
2007
2012
2015
13,6 Mrd.
Fregattenprogramme
  • Fregatte Kl.124
  • Horizon-Fregatten
  • Fregatte LCF
  • F-100-Fregatten
BRD3 (+8 der Kl.
125 projektiert, Fr 2, It 2
GB 12, NL 4, Sp 4
2003-2006
GB 2007-2014
16-20 Mrd.
U-Boot-Programme
  • Kl 212A (BRD, It)
  • Kl.214 (Gr)
  • Baracuda-Klasse

(atomgetrieben) (Fr)
  • Astute-Klasse

(atomgetrieben) (GB)
BRD 4, Gr3, Fr 6, 
GB 3, It 2
2004-2006 10,3 Mrd.
Schützenpanzer Puma Transportpanzer GTK ("Boxer") BRD 410 Puma,
bis zu 3000 GTK
2005 6,5 Mrd.
Kampfpanzer
Challenger II
GB 386 2002 3,4 Mrd.
Galileo
Satellitennavigationssystem
EU-Kommision,
ESA
2008 3,4 Mrd.
Militär. Aufklärungssat.
Helios II (elektroopt.) und
SAR-Lupe (Radarsat)
BRD, Fr 2004-2006 2,4 Mrd.
AGS (Alliance Ground Surveillance) –
luftgestütztes Bodenauf-
klärungssystem
NATO-Staaten 2010 3,5 Mrd.
(EU-Anteil
noch unklar)
Skynet 5
militärisches Satelliten-
Telekommunikationssystem
GB 2005 3 Mrd.

Daten entnommen aus: Gerald Oberansmyr: Auf dem Weg zur Supermacht – Die militarisierung der europäischen Union / ProMedia-Verlag Wien Quellen: EADS, MBDA, Bundeswehr, Führungsstab der deutschen Luftwaffe, http://www. defense.gouv.fr, Flugrevue, EU-Kommission, Aviation Weeks, MoD, Die Welt, HSFK-Bulletin, Presse Thomson CSF, Federation of American Scientists, Soldat und Technik, Bulletin of Atomic Scientists, GlobalSecurity.org, AMI, Friedensratschlaf/Kassel, Informationsstelle Militarisierung
Gesamtausgaben: 281.6 Mrd €

Es ist damit zu rechnen, dass die Gesamtausgaben weiter ansteigen. Kein Kostenvoranschlag wurde bisher eingehalten. Bestes Beispiel: Der Euofighter.

Skandal um falsche Haushaltszahlen weitet sich aus

Der neue Wirtschaftsminister wirft der im Frühjahr abgelösten sozialistischen Regierung vor, sie habe große Ausgaben einfach vertuscht. Die Europäische Zentralbank spricht von einem "enormen Problem". 

Komplett...

http://f23.parsimony.net/forum52169/messages/52114.htm

Ich glaube, da erübrigt sich jeder weitere Kommentar 

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Der geplante Krieg

Einem Bericht der britischen Sunday Times war der Angriffskrieg gegen den Irak bereits ein Jahr vor dessen tatsächlichem Beginn bereits zwischen den US-Präsidenten George W. Bush und dem britischen Premierminister Tony Blair beschlossen worden. Darüber hinaus erklärte Blair bei einem Treffen Mitte 2002, man würde die Gründe für den Angriff "schaffen".

Komplett...

Warum sind Streichholzmännchen ausgestorben?