# 22.05.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"«

 

 

"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"

...von Paul C. Martin, erschienen 1990, Ullstein Verlag GmbH. Fortsetzung und ENDE, weil DURCH!

Auch auf die Gefahr hin, dem/der einen oder anderen auf den Senkel zu gehen, so will ich es doch loswerden.
Das Buch will gelesen werden (um einen halbwegs sinnvollen Zusammenhang herzustellen, manche Abschnitte sogar mehrfach). Dann die verdammichte Einscannerei. Das Formatieren. All das ist äußerst zeitintensiv. Will sagen, ich konnte aufgrund dessen einfach nichts anderes angehen. Dafür gibt's aber 26 neue und, wie ich meine, recht aufschlußreiche Seiten, die zu lesen sich lohnen sollten.

Ansonsten brauch ich meinen vorherigen Kommentaren nichts hinzufügen!

    Ich wiederhole nochmals:

    • Es handelt sich um eine Zusammenfassung, die naturgemäß nicht alle Inhalte widergeben kann. Auch wenn ich bemüht bin, die Zusammenhänge nicht im Übermaß zu zerstückeln -was hoffentlich halbwegs gelungen ist- kann ich trotzdem nur die Empfehlung aussprechen, sich das Buch zu besorgen.

    • Ich betrachte die Ausführungen als wirklich exzellente Erläuterungen der grundsätzlichen Mechanismen und nicht, wie so mancher versucht sein wird anzunehmen, als "Entschuldigung" für manche, laufende Fehlentwicklungen. Denn trotz des Debitismus', einiges könnte (!!) besser organisiert werden. Andererseits, das dies eben nicht geschieht, spricht dann doch wieder für die Ausführungen des Autors. Auch gibt es durchaus den ein oder anderen Punkt, dem auch ich nicht vollumfänglich zustimmen möchte. Allerdings betrifft dies eher -aber nicht nur- Abschnitte, die ich nicht in diese Zusammenfassung aufgenommen habe. Für die, die sich das Buch zulegen werden oder schon haben: Beispielsweise die Erklärungen zum Oberbegriff "Monopolismus" kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
    Ansonsten kann ich mir durchaus vorstellen, daß da an so manchem Weltbild gerüttelt wird. Allein schon deshalb wird es nicht die Zustimmung aller finden, à la "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!"

    • Ich weise nochmals auf das Erscheinungsdatum 1990 hin. Gerade in den Teilen dieser Fortsetzung wird deutlich, daß der Autor sich im Zeitablauf ein wenig "vertan" hat (Stichwort Globalisierung, dessen "Ausmaß" wohl unterschätzt wurde). Das ändert allerdings überhaupt nichts an den prinzipiellen Abläufen.

    Nun, lest selbst:

    [...] In einem Gemeinwesen, In dem der »Staat« als infallibler Schuldner zugelassen wurde, muß es definitionsgemäß zu Inflation, Deflation und Depression kommen. [...]

    NEU: Ab Seite 32, ab "Der große Irrtum von Truhen & Schätzen«"

      Komplett...

Ich glaube, das passt zu diesem Zeitpunkt schon hierher: Für die Vielleser unter euch möchte ich noch erwähnen, daß die Weiterentwicklung obiger Ausführungungen -sozusagen der letzte Schliff, die Abrundung, das letzte Mosaiksteinchen- in "Macht, der Staat und die Institution des Eigentums" mündete.

P.S.: Bitte nicht wundern! Gegenüber dem letzten Mal habe ich die Zeilenabstände und Schriftgröße erhöht. Ist einfach besser lesbar! Der "erste Teil" ist also nicht "mehr" geworden, sondern nur ein wenig auseinander gezogen!

 

 # 15.05.06 #

 

 

Kurze Anmerkung:
Ein Teil der Graphiken werden hier in den NEWS offensichtlich nicht mehr dargestellt. Die liegen auf einem anderen Server, als die eigentliche Homepage. Den hat's scheint's zerbröselt. Liegt also nicht in meiner Hand. Keine Ahnung wann das wieder funktioniert. Laut Betreiber soll das "kurzfristig" behoben werden. Das war am Samstag .
Wir werden sehen?!!??

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"«

(Mehr ging nicht! Sorry!)

 

 

"Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert"

...von Paul C. Martin, erschienen 1990, Ullstein Verlag GmbH. Die angekündigte Fortsetzung! Ich wiederhole nochmals:

• Es handelt sich um eine Zusammenfassung, die naturgemäß nicht alle Inhalte widergeben kann. Auch wenn ich bemüht bin, die Zusammenhänge nicht im Übermaß zu zerstückeln -was hoffentlich halbwegs gelungen ist- kann ich trotzdem nur die Empfehlung aussprechen, sich das Buch zu besorgen.

• Ich betrachte die Ausführungen als wirklich exzellente Erläuterungen der grundsätzlichen Mechanismen und nicht, wie so mancher versucht sein wird anzunehmen, als "Entschuldigung" für manche, laufende Fehlentwicklungen. Denn trotz des Debitismus', einiges könnte (!!) besser organisiert werden. Andererseits, das dies eben nicht geschieht, spricht dann doch wieder für die Ausführungen des Autors. Auch gibt es durchaus den ein oder anderen Punkt, dem auch ich nicht vollumfänglich zustimmen möchte. Allerdings betrifft dies eher -aber nicht nur- Abschnitte, die ich nicht in diese Zusammenfassung aufgenommen habe. Für die, die sich das Buch zulegen werden oder schon haben: Beispielsweise die Erklärungen zum Oberbegriff "Monopolismus" kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Ansonsten kann ich mir durchaus vorstellen, daß da an so manchem Weltbild gerüttelt wird. Allein schon deshalb wird es nicht die Zustimmung aller finden, à la "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!"

• Ich weise nochmals auf das Erscheinungsdatum 1990 hin. Gerade in den Teilen dieser Fortsetzung wird deutlich, daß der Autor sich im Zeitablauf ein wenig "vertan" hat (Stichwort Globalisierung, dessen "Ausmaß" wohl unterschätzt wurde). Das ändert allerdings überhaupt nichts an den prinzipiellen Abläufen.

Nun, lest selbst:

    [...] Die freie, die kapitalistische, unter debitistischem Druck stehende Wirtschaft ist tendenziell inflationär, weil die neu geschaffene Schuld, alias Geld, alias Kaufkraft, alias Nachfrage auf das vorhandene Leistungs- bzw. Produktionsvolumen trifft und ergo die gute alte Vorstellung greift, daß »zuviel Geld« »zuwenig Waren« gegenübersteht, ergo die Preise dieser Waren (ausgedrückt in diesem »Geld« eben) steigen müssen.
    Aber: Während die Schuld läuft, ist der Schuldner seinerseits unter Druck und muß anfangen zu leisten.
    Sobald seine Leistung auf den Markt trifft, gilt natürlich umgekehrt: »Zuviel Waren« treffen auf »zu wenig Geld«. Das heißt: das Verhältnis hat sich jetzt wieder zugunsten der Waren verschoben, die ihrerseits »billiger« werden.

    Ein einfaches Beispiel:
    Phase A (inflationär): Jemand kauft 1000 Porsches auf Kredit. Damit er die Autos kriegt, bietet er höhere Preise, das allgemeine Preisniveau steigt.
    Phase B (defiationär): Um den Kredit zum Kauf der 1000 Porsches abzulösen, produziert der Schuldner eine Million Skateboards. Die wirft er auf den Markt, die Skateboard-Preise und damit das allgemeine Preisniveau fallen.

    Kurzum: Der Kapitalismus ist nichts als eine endlose Kette von Millionen kleiner Inflationen und Millionen kleiner Deflationen. Denn das Porsche/Skateboard-Beispiel ist jeden Tag auf jedem nur denkbaren Markt millionenfach zu sehen. Der Normalzustand der freien Wirtschaft ist daher das stabile Preisniveau.

    Denn die Inflationen und Deflationen heben sich letztlich gegenseitig auf. Und wie könnten auch die Preise dauerhaft steigen oder dauerhaft fallen? Denn die Schulden, die gemacht wurden, um an einem Markt Nachfrage zu entfalten, treiben dort die Preise hinauf und führen automatisch an einem anderen Markt zu fallenden Preisen, da dort wenig später die mit Hilfe der Schulden vorfinanzierte Produktion, also »mehr Menge« eintrifft.

    Insofern haben die Wirtschaftspolitiker absolut recht, wenn sie als ihr Ideal das »stabile Preisniveau « bezeichnen. Ein so eminent kluger Kopf, wie der ehemalige Mitherausgeber der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« Jürgen Eick hat diesen absolut erstrebenswerten und einer freien Wirtschaft angemessenen Zustand einst als »Nonflation« bezeichnet. Kapitalismus und Nonflation. Das ist es!
    Nur leider: So einen schönen Zustand kann es nur geben, wenn wir alle mit ehrlichen Karten spielen. Wenn wir als Schuldner auch alle zur (deflationären), Leistung zu zwingen sind.

    Sobald ein Falschspieler am Tisch Platz nimmt, ist es aus. Dieser Falschspieler ist der Staat. Der Staat als infallibler Schuldner.

    Denn ein Schuldner, der zwar Schulden machen darf, der aber anschließend nicht zur Leistung zu zwingen ist, muß das Preisniveau infiationieren. Daher kann es in einer freien Wirtschaft immer nur eine Inflationsquelle geben: den Staat.

    Da der Staat die Schulden, mit deren Hilfe er inflationiert hat, nicht durch zusätzliche Leistung abgetragen hat bzw. durch seine Steuerzahler hat abtragen »lassen«, sind diese Schulden übriggeblieben. Daher endet auch jede Inflation nicht etwa mit einer allgemeinen »Entschuldung «, sondern damit,‘ daß die Schulden auf Höchststand liegen und anschließend die Schuldner reihenweise krachen.

    Vor allem die Vorstellung, daß sich der Staat durch Inflation »entschulden« könne, ist albern. Denn Inflation ist bekanntlich nur durch immer mehr und immer höhere Schulden möglich. Also müßte der Staat immer mehr Schulden machen, um (»Entschuldung durch Inflation«) schließlich immer weniger Schulden zu haben. [...]

    NEU: Ab Seite 15, ab "Der Mythos vom »Tauschmittel«"

      Komplett...

Ich glaube, das passt zu diesem Zeitpunkt schon hierher: Für die Vielleser unter euch möchte ich noch erwähnen, daß die Weiterentwicklung obiger Ausführungungen -sozusagen der letzte Schliff, die Abrundung, das letzte Mosaiksteinchen- in "Macht, der Staat und die Institution des Eigentums" mündete.

P.S.: Bitte nicht wundern! Gegenüber dem letzten Mal habe ich die Zeilenabstände und Schriftgröße erhöht. Ist einfach besser lesbar! Der "erste Teil" ist also nicht "mehr" geworden, sondern nur ein wenig auseinander gezogen!

 

 # 10.05.06 #

 

 

 • Neues vom Big Brother!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (März '06)«
• »
Laufzeiten der Wertpapiere (Februar '06)«
• »
Steuereinnahmen Gebietskörperschaften gesamt«

 !! POLITIK !! 

»IIRAN-Der Brief des Präsidenten der Islamischen Republik Iran an US-Präsident George Bush!!«

 

 

Neues von der Kreditfront (März '06)

Vorab 1:  

 

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
Juli 05 68,8
Aug 05 68,3
Sep 05 69,6
Okt 05 65,5

 Nov 05

61,2

 Dez 05

88,3

 Jan 06

72,9

 Feb 06

79,7

 März 06

72,9

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

Insgesamt stieg die zusätzliche Neuverschuldung um 2,60 Mrd.€, oder 0,07%! Wobei die Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1) sogar um 4,21 Mrd.€ zunahmen. Die Buchkredite gingen allerdings um ca. 1 Mrd.€ zurück. Der Rest des Rückgangs geht auf das Konto von Wechseln und Schatzwechseln.

Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 72,9 Mrd.€ aus. Der Netto-Absatz ergab sich somit mit +21,1 Mrd.€. Von diesen 21,1 Mrd.€ entfielen allein 9,4 Mrd.€ auf die öffentliche Hand.

An dieser Stelle möchte ich mal eine "kredittechnische" Lanze für die Banken brechen. Ich zitiere aus der aktuellen Statistik:
"Die Kreditinstitute nahmen im Berichtsmonat mit netto 10,8 Mrd € gut die Hälfte aller Mittel auf."
Vom Vormonat:
 "Die Kreditinstitute nahmen im Berichtsmonat mit 9,9 Mrd € den weitaus größten Teil der Mittel auf" (>>)
Und noch aus dem April 2005:
"Wie im Vormonat machten die Bruttoemissionen der Kreditinstitute im April mit 62,4 Mrd € etwa drei Viertel der emittierten Schuldverschreibungen aus." (>>)

So oder so ähnlich lautet es in den Emissionsstatistiken häufig. Man kann "den Banken" oft genug und mit Recht äußerst kritisch gegenüber stehen. Was allerdings die "lebenswichtige" Neuverschuldung angeht, sind sie aber offenbar auch oft genug gut dabei. Will sagen: Aus diesem Blickwinkel würde es ohne die Banken vermutlich noch weitaus schlimmer aussehen.

0,07% an zusätzlicher Neuverschuldung ist selbstredend trotzdem zu wenig. Um wirklich nennenswerte Auswirkungen zu spüren, müßte, auf's Jahr hoch gerechnet, ein Plus von vielleicht irgendwas so um die +5-6% herauskommen. Über den dicken Daumen entspricht das einem nötigen Zuwachs von ca. 0,4-0,5% im Monat. Für das Gesamtjahr liegen wir bis jetzt bei einem Plus von 55,59 Mrd.€, oder +1,50%. Zur Zeit liegen wir also noch halbwegs im Soll. Geschuldet allerdings allein dem Januar, mit seinen +1,80%.
Da oben auch die öffentliche Hand teilweise mit drin ist, gilt dies aber vor allem für die folgenden "Unternehmen und Privatpersonen". Schauen wir mal!

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

 März 06

2460,01

+0,27

Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), ging es für den März '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen wiedermal nur moderat nach oben!! Eine Zunahme der Neukreditaufnahme von gerade mal 3,07 Mrd.€, oder 0,14%! Mau!!
Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) allerdings, betrug der Zuwachs für diesmal 6,74 Mrd.€, oder 0,27%. Das sieht deutlich besser aus!

Für das Gesamtjahr liegen wir bei den Buchkrediten somit bis jetzt bei einem Plus von 33,00 Mrd.€, oder +1,47%. Inklusive der Wertpapiere zeigt sich ein positiver Wert von 45,21 Mrd.€, oder 1,87%.

Mrz 05 2217,62 -0,13
Feb 05 2220,48 0,14
Jan 05 2217,43 -0,30

Oben angesprochene ca. 0,4 bis 0,5% notwendige monatliches Plusdaten, können wir auch hier durchaus erkennen. Wenn dies auch, wie ebenfalls schon oben, hauptsächlich dem Januar zuzuschreiben ist, so können wir bis jetzt doch recht zufrieden sein. Im Vorjahr sah es um diese Zeit jedenfalls allemal schlechter aus (siehe Tabelle rechts, ohne Wertpapiere).

Ohne "Unkerei" kann ich aber natürlich nicht . Vor einiger Zeit schrieb ich folgendes...

    Beinahe am Interessantesten bei dem Ganzen, finde ich die Tendenz über die letzten 50 Jahre. Im Grunde ging nach jedem Peak der zusätzlichen Kreditvergabe (rote Linie), diese wieder unter den Startpunkt des Anstiegs zurück ("Sondereffekt" Wiedervereinigung 1990 mal beiseite gelassen). Eine Trendlinie würde wohl klar von links oben nach rechts unten laufen. Darauf basierend kann zwar ein weiterer, positiver Peak nicht ausgeschlossen werden (wie und warum auch immer der letzlich Zustande käme steht in den Sternen, ist aber natürlich nicht ausgeschlossen), aber danach geht es wieder unter den Startpunkt zurück. Nur das diesmal der Startpunkt bei Null liegt!! 

...daß ich hiermit nochmals zu Bedenken geben möchte!

 

Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7*

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

Feb 06

9778,6

+1,21

März 06

9897,3

+1,21

* Revidiert von ursprünglich 9389,3

 

Differenz von März '06 auf Februar '06 = +118,7 Mrd.€, oder +1,21% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +118,1 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +9,89 Mrd.€ (das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig)

Erwähnenswert ist vielleicht noch, das hierbei die Buchkredite mit +74,8 Mrd.€ zunahmen, was als durchaus positiv zu werten ist.
Allerdings nahmen gleichzeitig auch die
Aktien und sonstige Dividendenwerte um 36,0 Mrd.€ zu. Das macht immerhin 30,33% des gesamten Zuwachses aus (Vormonat 16,19%).
Wird da wieder wer unvorsichtig? Auf den Gedanken könnten wir schon kommen, schauen wir uns das hier an.
Die +36,0 Mrd.€ ensprechen einer Steigerung von 4,9% gegenüber dem Vormonat. Das ist der achtgrößte Wert seit Statistikbeginn 09.1997 (>>). Und von den sieben größeren Zahlen, stammen sechs aus der Zeit vor Ende 2000 ("Crash"). Muß ja wahrlich nichts heißen, fällt aber schon auf!

Ansonsten gibt's dem vormaligen Fazit nichts hinzuzufügen, daß da lautete:
Alles in allem sind die europäischen Schuldner nach wie vor kaum zu bremsen. Im Schnitt (nach nebenstehender Tabelle) seit Januar '05 ein monatlicher Zuwachs von 0,86%. Wie gesagt, das sind alles nur statistische Mittel, die kaum nähere Aussagen zulassen; beispielsweise wäre durchaus von Interesse wie sich das im Einzelnen auf welche Länder aufteilt (wo "brummt's" so richtig, wo nicht?). Aaaber immerhin, lieber so als anders herum!!

 Wo ich gerade bei Krediten bin. Eine Meldung als Link, in dem es um notleidende welche derselben Art geht:  "Deutschlands Banken misten Kreditportfolios aus"

******************************************************************************

Laufzeiten der Wertpapiere (Februar '06)

Die Zahlen vom Februar '06! Zuvor kurz, worum es eigentlich geht:

    Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetztfälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

    Aus: "Der Termin, die Knappheit des Geldes!!"

     

    ----------------------------------------

     

    Abgesehen vom absoluten Wert (plus soundsoviel Prozent usw.) der zusätzlichen Neuverschuldung und wer der Kreditnehmer ist (Staat oder Private) spielt die Laufzeitenverteilung anscheinend eine gewisse Rolle. Damit lassen sich zwei, wie ich finde, wichtige Aussagen treffen:

     

      1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!
      2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau.
      Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!! .....

       

    Das alles läßt die Möglichkeit zu, daß wir, durch die Beobachtung der Laufzeitenentwicklung, tatsächlich eine Aussage über die nähere Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung (BIP) treffen können!!
    Zumindest wenn wir davon ausgehen, daß die diesbezüglichen Korrelationen der letzten 37 Jahre, auch in den kommenden Jahren noch gelten. (Hier lang...)

     

    Ansonsten: ich kann es euch leider nicht ersparen, im Bedarfsfall die Quellen dazu durchzulesen. Zuzüglich der Obigen, macht auch noch "BRD/Bund - Bruttokreditaufnahmen nach Laufzeitklassen" absolut Sinn!

Nun aber die Graphik:

Leichte Verschärfung, möchte ich mal sagen.
Die ganz kurzfristigen Wertpapiere (bis unter 2 Jahre), dargestellt durch die rote Linie (linke Skala), sind anteilsmäßig um 5 Prozentpunkte angestiegen. Das ist schon recht kräftig!
Der Anteil der Wertpapiere bis einschließlich 4 Jahre (graue Linie, rechte Skala) haben ebenfalls zugelegt. Mit 61% liegen sie 4 Prozentpunkte über dem Vormonat. Dementsprechend gaben die über 10-jährigen Langläufer (rotbraune LInie, linke Skala) ebenso um 5 Prozentpunkte nach (von 22% auf 17%)!! Beim Rest tut sich nicht viel.
Wir können schon sagen, daß sich die Laufzeiten mal wieder in Richtung "kurz" verlagert haben!

Zum Abgleich zeige ich unten nochmal die langfristige Entwicklung der Wertpapiere mit Laufzeiten bis einschließlich 4 Jahren (graue Linie in obiger Graphik!) zzgl. der Kreditvergabe an inländische Unternehmen und Privatpersonen.

Der Januar diesen Jahres fiel bei der Kreditvergabe wirklich excellent aus (siehe oben) und somit, zumindest im Moment, komplett aus dem Rahmen, wie der Februar und der März zeigen. Noch scheinen die Beobachtungen.....

    1.) Ganz allgemein: der Anteil der kurzen Laufzeiten (< 4 Jahre, fette rote Linie) lag 2004 immer noch in der Nähe des historischen Hochs von 2002, auch wenn seit dem mit leicht fallender Tendenz. Apropos Tendenz: die Tendenz ist, im Gegensatz zu der Kreditvergabe, über die letzten Jahrzehnte gesehen, eher steigend.

    2) Das Wichtigste: Steigt der Anteil der kurzen Laufzeiten am gesamten Absatz der Wertpapiere, geht sowohl die Kreditvergabe (hellrote Linie), als auch das BIP (schwarze Linie), zurück -umgekehrt natürlich genauso. Und das (die Rückgänge/Anstiege des BIP und der Kreditvergabe) in der Regel mit einem zeitlichen Nachlauf von etwa 1-2, max. 3, Jahren!! 

    3.)
    Seit 1990 ist -wie die Graphik von ganz oben zeigt- innerhalb der kurzen Laufzeiten auch noch der Anteil der "extrem" kurzen LZ (<= 2 Jahre) von 0 auf 36% in 2004 gestiegen. Innerhalb der "extrem" kurzen LZ wiederum, bestimmen die LZ von max. 1 Jahr -mit mittlerweile 85 bis ca 95%- das Bild. Ich denke nicht, das es -ob dieser Tatsache- vermessen ist, zu sagen, daß aufgrund dessen, die "Reaktionszeit" des BIP, ebenfalls immer kürzer wird.

.....nicht ganz falsch zu sein. Ich übernehme deshalb die Aussagen vom Vormonat:
2005 sind die "bis einschließlich 4-jährigen"-Laufzeiten nicht weiter angestiegen, im Verhältnis zu 2003 und 2002 sogar zurückgegangen. Und immerhin hat daraufhin die Kreditvergabe leicht -ganz leicht- angezogen. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch, daß sich die Kurzläufer immer noch auf äußerst hohem Niveau befinden und dementsprechend die Kreditvergabe (trotz des minimalen Anstiegs) und das BIP auf äußerst niedrigem Niveau zu sehen sind.
Zumindest macht die weitere Beobachtung des Ganzen auch zukünftig Sinn, denke ich. So viel, zur "Reflektierung"!!

Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch und ein bißchen viel, wenn man sich nicht regelmäßig damit beschäftigt. Aber sollte (!!) tatsächlich was an meinen Beobachtungen dran sein, (wie gesagt, bitte lesen  >>)...

    1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!

    2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau. Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!!  

     

...dann deutet dies nach wie vor auf wenig Freiraum für die Kreditvergabe hin-dafür ist das Niveau der Kurzläufer im Gesamten gesehen einfach zu hoch.

******************************************************************************

Steuereinnahmen Gebietskörperschaften gesamt

 

 

(Klick!!)

Linke Graphik: Aktualisierung der Steuereinnahmen nach Steuerarten mit dem Wert für 2005 (>>). Immerhin eine Steigerung zum Vorjahr um 1,84% auf 450,99 Mrd.€!
Rechte Graphik: Die langfristige Entwicklung. Der Höchststand lag 2000 auf 469,01 Mrd.€. Seit dem darauf folgenden Rückgang stagniert es mehr oder weniger. Das leuchtet auch ein, schaue ich mir den "Absturz" der Kreditvergabe in obigen Bildern an. Zudem wurde 2000 die Körperschaftssteuer neu geregelt. Der Schuß ging allerdings nach hinten los, ist mittlerweile aber wieder halbwegs korrigiert (siehe auch linke Graphik). 1996 und 1997 gingen die Einnahmen aus der Lohn- bzw. Einkommensteuer stark zurück (>>). Dieser "Einbruch"  ging mit einem gleichzeitigen, durchaus heftigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen einher. Warum konkret, ausgerechnet in diesen Jahren, weiß ich zwar auch nicht, passt nichtsdestotrotz gut zusammen.

So viel dazu. Nur so als Info!

!! P O L I T I K !!

IRAN-Der Brief des Präsidenten der Islamischen Republik Iran an US-Präsident George Bush!!

Ich möchte auf eine Übersetzung des Briefes ins Deutsche aufmerksam machen.

Abgesehen von den religionsbezogenen Abhandlungen, mit denen ich grundsätzlich nichts anfangen kann1, kann ich dem Inhalt nur zustimmen. Und wenn ich in den einschlägigen Meldungen lesen darf, daß der Brief nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver sei, dann ist dies zwar nicht weiter verwunderlich, aber dafür umso idiotischer. Selbstverständlich haben die Aussagen was mit dem Thema "Atomprogramm" zu tun. Denn das Muster ist immer das gleiche: Feinbild aufbauen und dann Zuschlagen. An das, was vorher war (Unterstützung Husseins durch die USA z.B.), kann sich dann komischerweise kaum jemand erinnern. Diese vielfach "erprobte" Vorgehensweise anzuprangern hat sogar unbedingt mit dem Thema zu tun, können wir sie doch im Moment gerade wieder "bewundern":

    1Obwohl das natürlich als eine "nette" Spitze auf Bush's eigene "Gottgesandtheit" zu verstehen sein könnte!!

Zu angesprochenen "Thema" Israel möchte ich abermals auf zwei Artikel verweisen:

Wobei ich dies als beispielhafte Erklärung für den Würgegriff, in dem sich Palästina seit Jahrzehnten befindet und die daraus erwachsende Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, die dann irgendwann zu solchen Handlungen (Selbstmordattentate usw.) führt, verstanden wissen will. Nicht als Rechtfertigung!!

Insgesamt wäre es mir allerdings in der Tat lieber, wenn ein solches Schriftstück mal von jemandem käme, in dessen eigenen Land die aufgezählten Substantive - Freiheit und Demokratie usw.- tatsächlich die oberste Maxime sind. Das würde die Sache eindeutig glaubwürdiger machen. Wie wär's Fr. Merkel? Unser Land ist doch der Inbegriff an Demokratie etc. Oder doch nicht? Jedenfalls wäre das die richtige Reaktion eines Landesvertreters, in dem diese Werte tatsächlich einen Wert haben. Nicht daß der Inhalt des Briefes falsch wäre. Aber trotz der absolut kritikwürdigen, überdimensionierten Dämonisierung des Irans, ein Musterland ist es diesbezüglich nun auch nicht gerade.
Trotzdem, lesenswert ist er allemal. Vor allem wenn ich mir die Reaktionen des Großteils der Presse daraufhin anschaue. Einfach widerlich!

Apropos Feindbild aufbauen! Es funktioniert?!?!?! (auch wenn wir bei solchen Umfragen immer etwas Vorsicht walten lassen sollten).

    Umfrage bei n-tv (>>):

      Auf die Frage: Halten Sie einen Militärschlag gegen den Iran für gerechtfertigt, wenn das Land an seinem Atomprogramm festhält?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

         

        56%

        Nein

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

        44%

        Ja

         

         

         

         

         

         

44% finden das also in Ordnung! Mein lieber Mann! In der Tat, es scheint wirklich immer wieder zu funktionieren (siehe auch bei "Big Brother"). Bedarf es noch eines Beweises dafür? Hier ist er:

    Umfrage bei n-tv (>>):

      Auf die Frage: Finden Sie den Einsatz der Bundeswehr im Innern richtig, um Terrorgefahren abzuwenden?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

         

        63%

        Ja

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

        37%

        Nein

         

         

         

         

         

         

Na ja, irgend jemand muß ja die 3,8 Mio. Bild jeden Tag lesen!

 

 # 05.05.06 #

 

 

Für diesmal nur ein kurzes "Zwischen-Update"!

 

 

Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert

Nochmals zu "Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert" vom Vortag.
Ich möchte dazu kurz ein paar Gedanken loswerden. Ich bitte jedoch darum, diese nicht als der Weisheit letzter Schluß zu verstehen. Auch ich habe noch genügend Fragezeichen, die zur Beantwortung stehen. Also, nur ein paar Überlegungen meinerseits.

Zwei Zitate:

    »Das in der Form von Geldkapital vorgeschossene cirkulierende Kapital von 500 £ ... sei das cirkulierende Gesamtkapital der Gesellschaft, d. h. der Kapitalistenklasse. Der Mehrwert sei 100 £. Wie kann nun die ganze Kapitalistenklasse beständig 600£ aus der Cirkulation herausziehen, wenn sie beständig nur 500 £ hineinwirft? ... (Der) zuschüssige Mehrwert von 100£ ist in Warenform in die Cirkulation geworfen. Darüber besteht kein Zweifel. Aber durch dieselbe Operation ist nicht das zuschüssige Geld für die Cirkulation dieses zuschüssigen Warenwerts gegeben.«
    [...]
    Und wenn der Kapitalist schon, wie Marx fabuliert, bereit ist, jeden beliebigen Mehrwert vorzufinanzieren (er greift bekanntlich nur in seinen Dagobert Duckschen Silo), dann kann er doch genausogut auch jede beliebige Lohnhöhe vorfinanzieren. Was er rationellerweise auch tun sollte, um allfällige Arbeiterunruhen, Hunger-Revolten und natürlich auch die »große Revolution« zu vermeiden.

Ein paar Grundannahmen werden getroffen:

    • Die, für diese Betrachtung wichtigen Sätze, sind gefettet (bitte im Hinterkopf behalten).

     

    • Die Überlegungen sind stark vereinfacht und stilisiert!

     

    Gehen wir mal -rein theoretisch- davon aus, daß es auschließlich die zwei Gruppen "Unternehmen" und "Arbeitnehmer" gibt. Ich weiß, daß dies real nicht möglich ist. Tun wir, der Einfachheit halber, aber für den Moment einfach mal so als ob, und nehmen diese Beiden als geschlossenens System an.

     

    Wir wissen, daß der Debitismus zwingend Neuverschuldung verlangt.

 

------------------------

 

START!!

1.) Der/die Erstschuldner muß/müssen logischerweise das Unternehmen / die Unternehmen sein. Wer sonst? Die Arbeitnehmer fallen zu diesem Zeitpunkt noch aus, da sie ja noch kein Einkommen erzielen können. Der Lohnzahler -das Unternehmen- hat ja gerade erst die Kredite aufgenommen.

2.) Es wird produziert (mit den aufgenommenen Schulden)!!! Die Schulden des einen Unternehmens, dienen nun als laufender Umsatz des anderen Unternehmens.

3.) Teile dieser Umsätze können erst jetzt -nachdem eine gewisse Zeit vergangen ist- als Gehälter an die Arbeitnehmer ausgezahlt werden.

I.) Bis hierhin können wir festhalten:
Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer können keinerlei zusätzliche Nachfrage ("Mehrwert") bedeuten, da die zum Kauf stehenden Waren -wie auch die Löhne selbst- ja schon durch die vorangegangene Verschuldung der Unternehmen "finanziert" wurden und auf dem Markt sind. Die Nachfrage fand schon vorher statt!! Durch die Verschuldung der Unternehmen!!
Es geht weiter:

4.) Vorausgesetzt -und das unterstellen wir- die Unternehmen sind bereit sich weiter zu verschulden, wird weiterhin produziert. Mit dem Unterschied, daß die Arbeitnehmer nun regelmäßige Einkommen beziehen.
Wie just gesehen, können diese, für sich genommen, nichts bewirken. Allerdings (!!) dienen sie ab jetzt als beleihungsfähige Sicherheiten, für eigene Kreditaufnahmen, der Arbeitnehmer selbst. Die Gehälter sind also die Voraussetzung für eine mögliche, zusätzliche Verschuldung. Diesmal (ab "einem gewissen" Zeitpunkt) generiert durch die Arbeitnehmer!!

II.) Wir halten fest:
Das, durch die Beleihbarkeit der laufenden Gehälter der Arbeitnehmer ermöglichte, zusätzliche Verschuldungspotenzial, bringt erst zusätzliche Nachfrage durch die Arbeitnehmerseite (stillschweigend vorausgesetzt, daß dies auch genutzt wird). Nicht die Löhne und Gehälter an sich sind hierfür entscheidend. Die, zwar darauf basierende, jedoch darüber hinausgehende Verschuldung, stellt die neue Nachfrage dar!!
Weiter:

5.) Die Unternehmen und die Arbeitnehmer sind nun in der Lage sich zusätzlich zu Verschulden. Beide Gruppen sorgen nun zusammen für eine steigende Nachfrage. Die Produktion läuft hoch. Selbst wenn einer der beiden Fraktionen anfängt zu Schwächeln, kann dies durch die jeweils andere abgefedert werden.

III.) Resümee/Fazit (!!! unter Einbeziehung vorangestellter Grundannahmen !!!):

Der Ablauf ist so:

a) Es ist immer zu erst ein Unternehmen -oder auch ein Unternehmer-, daß/der die zwingend erforderliche "Erstverschuldung" übernimmt. Diese "Erstverschuldung" ermöglicht erst das Zahlen von Löhnen!! Vor den Lohnzahlungen steht somit stets die Verschuldungsbereitschaft irgendeines Unternehmens!! Lohnempfänger sind auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, sind abhängig davon, daß sich irgendwo jemand findet, der das Risiko einer Verschuldung auf sich nimmt, um Löhne überhaupt zahlen zu können.
Dieser Grundgedanke ist nicht ganz unerheblich, wenn die Diskussion über die Höhe der Löhne kreist!

b) Erst dann kann eine zusätzliche Verschuldung durch die Arbeitnehmer starten!!
Sie -nur die NEUverschuldung- sorgt ihrerseits dann aber auch dafür, daß die Unternehmen in die Lage versetzt werden, die zuvor aufgenommenen Schulden zu begleichen.
Theoretisch wäre es ausreichend, wenn ausschließlich Unternehmen zusätzliche Neuverschuldung eingehen. Nur wäre in diesem Fall der "Sättigungspunkt" (=Pleiten) recht schnell erreicht. Allein schon deshalb, weil die Anzahl der Unternehmen "natürliche" Grenzen hat. Und somit auch die Summe der möglichen Zusatzkreditaufnahme!!
Ohne den gehaltsbeziehenden und verschuldungswilligen Arbeitnehmer, wäre der Kreditvergabe-Zyklus ungleich kürzer. Quasi ein Rohrkrepierer !!

Da die Höhe des Einkommens -oder passender, die SUMME ALLER Einkommen- prinzipiell auch die Summe der möglichen Neuverschuldung durch die Arbeitnehmer beeinflußt, spielen hier, bei etwaigen Diskussionen, zwei Punkte eine wichtige Rolle.
Erstens natürlich wieder a).
Andererseits, und damit Zweitens, generiert die gesamte Lohnsumme indirekt, über die dann stattfindende Neuverschuldung, wiederum die benötigten, zusätzlichen Umsätze der Unternehmen. Wobei es umso besser ist, je mehr sich die gesamte Lohnsumme aus so viel wie möglich Einzelbeträgen (=Arbeitnehmern) zusammensetzt.

Wir können also konstatieren, so meine ich jedenfalls, daß durchaus eine wechselseitige Abhängigkeit von Unternehmen und Arbeitnehmern gegeben ist. Letztlich kann der Eine nicht ohne den Anderen!! Es funktioniert einfach nicht!! Schert eine Seite komplett aus, geht's zusammen in den "Abgrund"! Schon rein aus "Selbsterhaltungstrieb" müssen demnach beide bestrebt sein, daß es dem jeweils Anderen "gut" geht! Obige Aussage "Was er rationellerweise auch tun sollte, um allfällige Arbeiterunruhen, Hunger-Revolten und natürlich auch die »große Revolution« zu vermeiden." kann insofern nur unterstrichen werden! So weit so gut!!

Wie gesagt, dies alles unter Einbeziehung vorangestellter Grundannahmen !!! Denn das unterstellte, abgeschlossene System, nur mit Arbeitnehmern und Unternehmen, gibt es selbstverständlich nicht. Kann es nicht geben!

IV.) Resümee/Fazit (!!! OHNE Einbeziehung vorangestellter Grundannahmen !!!):

In der Realität, zu Beginn des Zyklus, bekommt das, zur "Erstverschuldung" willige, Unternehmen keinen Kredit, da es ja noch keinerlei Sicherheiten vorweisen kann, es noch kein Kreditvergabegesetz gibt (wie genau läuft die Vergabe, Sicherheit durch Klagemöglichkeiten bei Nichtzahlungen usw.) und es noch nichts gibt, in dem es sich überhaupt verschulden kann, sprich "Geld" an sich!! Es muß demnach, zeitlich noch vor diesem Unternehmen, jemanden geben, der die Rahmenbedingungen setzt und u.a. "Geld" erst definiert. ==> Der Staat!!

Die unmittelbare Funktionsfähigkeit des Staates setzt aber eine ebenso unmittelbar funktionierende Infrastruktur voraus. Beispielsweise müssen ausführende Organe vorhanden sein. Die müssen bezahlt werden. Und das, bevor seinerseits das Unternehmen loslegen kann. Bevor also, nach allen Beschreibungen oben, die "eigentliche" Neuverschuldung starten kann. Deshalb werden Beamte auch im Voraus bezahlt, also am Anfang jeden Monats!
==> Wir haben die ursprünglichste aller Neuverschuldungen, die Verschuldung des Staates! Und daß diese, auch schon zu Beginn, nicht ganz unerheblich ist, wissen wir (siehe z.B. hier).

(Gedanklich zurück zu III.). Somit haben wir "plötzlich" eine "Art" der zusätzlichen Nachfrage (Neuverschuldung, "Mehrwert"), die, schon im ersten Schritt, völlig unabhängig von allen oben beschriebenen Mechanismen ist.
Die wechselseitige Abhängigkeit, der beiden Fraktionen des geschlossenen Systems, wird dadurch unterlaufen.

    • Viele der Arbeitnehmer befinden sich von vornherein außerhalb des beschriebenen Systems. Nämlich die, die vom Staat ihr Gehalt beziehen.

    • Die Unternehmen, als "Erstschuldner", müssen selbst nicht mehr "volles Risiko" fahren. Ein Teil der Neuverschuldung wird schlicht vom Staat übernommen.

    • Infolgedessen "brauchen" die Unternehmen die Arbeitnehmer-Neuverschuldung nicht mehr in dem Maße, wie noch "zuvor".

Dieser Vorgang findet natürlich nicht abrupt statt. Er kommt schleichend und mit Höhen und Tiefen daher! Aber die Tendenz ist, meiner Ansicht nach, durchaus gegeben. Als kleinen Beleg, möchte ich auf diese Graphik hinweisen. Wobei bitte die gestrichelten, linearen Trendlinien zu beachten sind.

Wie zwingend der Staat auch notwendig ist, so gleichbedeutend ist seine unweigerliche Neuverschuldung als schleichender Keil zwischen Unternehmen und Arbeitnehmer. Platt gesagt: Durch die Neuverschuldung des Staates werden "echte" Arbeitnehmer immer weniger wichtig und immer mehr verzichtbar!

------------------------

Ich wiederhole nochmal: "Die Überlegungen sind stark vereinfacht und stilisiert!". Der ganze Komplex "Steuern" wird z.B. nicht angegangen, obwohl selbstredend äußerst wichtig!
Ansonsten: Totaler Quark? Partieller Unsinn? Irgendwelche Einwände? Ich bitte gegebenenfalls um Meldung!

 

 # 30.04.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert«
• »
Aktualisierungen einiger Statistiken/Daten/Graphiken«

 !! POLITIK !! 

»IRAN, Öl-Börse!! & mehr«
»"Israel zieht noch vor 2008 ab"« 

 

 

Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert

Ich lese gerade "Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert" (Erschienen 1990, Ullstein Verlag GmbH) von Paul C. Martin. Auszüge davon wollte ich euch nicht vorenthalten. Zuvor jedoch noch ein paar kurze Anmerkungen:

• Bin selbst erst zu einem Viertel durch. Bis jetzt kann ich aber sagen, daß es -für mich persönlich- klasse geschrieben ist. Dem Ein oder Anderen, so könnte ich mir vorstellen, liegt möglicherweise der Schreibstil nicht. Gut, so etwas ist immer Geschmackssache. Ich finde den Stil gerade gut. Da wird nicht lange drumherum geredet, sondern klipp und klar gesagt, was Sache ist (wenn auch stellenweise etwas "aufreizend"). Und das auf -zumindest für mich- absolut verständliche Art und Weise.

• Logischerweise kann ich nur Auszüge zeigen. Ich hoffe sie so ausgewählt zu haben, daß inhaltlich nicht zu große "Zerpflückungen" entstanden sind und der Zusammenhang noch sinnvoll erscheint.

• Das Buch ist bereits 1990 erschienen! Hier und da wird deutlich, das sich der Autor in Bezug auf den Zeitfaktor und die "Dehnbarkeit" des Systems (Stichwort Globalisierung!) doch etwas geirrt hat. Auch lassen sich die ein oder anderen Details durchaus kritisch sehen. Als Grundlagenerklärung1 jedoch, finde ich es ausnehmend gut.
Jedenfalls, nach bisheriger Durchsicht des ersten Viertels, lautet meine persönliche Empfehlung ganz klar: Wer sich nur halbwegs für dieses Thema interessiert, sollte sich in jedem Falle das Ding besorgen. Und 0,35 bis 2 Euro sind nun wirklich nicht übertrieben viel !!!!
Abgesehen davon: Mal sehen in wie weit und wann ich hier die Zusammenstellung weiter betreibe. Muß mich selbst erstmal "durchkämpfen". Immerhin umfassen "meine" Auszüge jetzt schon 12 Seiten, und das gerade mal bei ¼ des Buches. Hochgerechnet ergäben das ca. 40-50 Seiten. Das liest doch kein Mensch . Andererseits lassen sich folgend einige Erläuterungen zu den aufgestellten Behauptungen vermuten. Ohne diese steht das Ganze im Moment noch etwas "nackert" da. Deshalb: Die Tendenz geht momentan in Richtung "mehr davon"!

      1Bitte nicht als Entschuldigung für diverse Sauereien mißverstehen. Das muß getrennt voneinander betrachtet werden.

    [...] Das Loch in der Mitte

    Jede zweite Nachricht, die wir heute hören, hat etwas mit Wirtschaft zu tun. Und das Schlimmste dabei: Zu jeder Nachricht gibt es meistens zwei Meinungen.
    [...]
    Hinter jeder Meinung steckt eine Theorie. Und da es so viele Theorien über Wirtschaft gibt, wie man sich nur wünschen kann, ist nichts leichter, als für jeden Tatbestand sowohl ein »Prima« als auch ein »Großer Mist« zu konstruieren. Es gibt keine wirtschaftliche Bewegung und erst recht keine wirtschaftspolitische Maßnahme, die ein erfahrener Ökonom nicht in die eine oder die andere Richtung interpretieren kann. Über die Wirtschaftstheorie, die heute an Tausenden von Universitäten und Instituten gelehrt wird, kann man mit dem großen französischen Politiker Georges Clemenceau seufzen:

      »Alles ist richtig, nichts ist richtig. Das ist der Weisheit letzter Schluß.«

    [...] Auf den nächsten Seiten wird das »Loch in der Mitte« aufgefüllt. Wir werden eine Theorie der Wirtschaft entwickeln, die - endlich - stimmt. Die deshalb auch mit den bisher gelehrten Wirtschafts-Theorien in einigen Punkten übereinstimmt. Was an den alten Theorien nicht stimmt, wo sie also ihr Loch haben, soll auch gezeigt werden. Es ist gar nicht so schwer - vorausgesetzt, man hat das Loch erst einmal gefunden.
    [...]

      Komplett...

********************************************************************************

Aktualisierungen einiger Statistiken/Daten/Graphiken usw.!

Ich mußte einfach mal ein paar Daten auf den neuesten Stand bringen (2005). Ich denke, so ganz uninteressant ist das auch für euch nicht; möglicherweise?!?!

Als erstes mal, den Schuldenstand der öffentlichen Haushalte (Buba), inklusive Darstellung desselben in Bezug auf das BIP (Verschuldungsquote)!

Wie ihr seht, habe ich die Schuldenquote zweimal dargestellt!!

Jahr

BIP ALT

 (nominal)

 

[Mrd.€]

BIP NEU (nach Datenrevision)

 (nominal)

[Mrd.€]

Verschuldung in % des BIP, ALT

Verschuldung in % des BIP, NEU, (nach Datenrevision)

1990

1251,96 1274,90 43,02 42,25

1991

1502,18 1534,60 39,96 39,11

1992

1613,24 1646,62 42,63 41,77

1993

1654,24 1694,37 46,56 45,46

1994

1735,54 1780,78 48,89 47,65

1995

1801,29 1848,45 56,58 55,14

1996

1833,76 1876,18 59,29 57,95

1997

1874,66 1915,58 60,53 59,23

1998

1934,94 1965,38 60,25 59,32

1999

1978,60 2012,00 60,64 59,63

2000

2030,00 2062,50 59,67 58,73

2001

2073,70 2113,16 59,02 57,92

2002

2107,40 2145,02 60,63 59,56

2003

2128,20 2163,40 63,82 62,78

2004

2178,20 2215,65 65,66 64,55

2005

-- 2245,50 -- 66,28

Einmal mit der Berechung durch BIP-Daten nach ALTEM Zahlenmaterial, die ich bis 2004 noch abgespeichert habe ==> Die rote, gestrichelte Linie!!
Zum Anderen mit der Berechnung durch BIP-Daten nach NEUEM Zahlenmaterial des Statistischen Bundesamtes, die durch diverse Revisionen zustande kamen ==> blaue, durchgezogene Linie!!

Der Unterschied sieht in der Graphik nun nicht sonderlich "dramatisch" aus. Der Tabelle links könnt ihr jedoch entnehmen, daß die Differenz beim BIP, zwischen "neu" und "alt", schon einige 'zig Milliarden Euro ausmachen kann. Dadurch sinkt natürlich auch die Schuldenquote entsprechend. Und das immerhin zwischen 0,77-1,44 Prozentpunkten!!

Auch wenn "wir" dadurch zur Zeit immer noch weit von den -nach Maastricht- geforderten 60% entfernt sind, so wird doch deutlich, daß zumindest die statistischen "Grundlagen" schon mal gelegt sind, um den Damen und Herren Politikern das Erreichen des Wertes so leicht wie möglich zu machen . Das betrifft selbstverständlich auch die ominösen 3% des BIP als Neuverschuldung! Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, daß diesbezüglich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Das kriegen die schon hin !!!
Ich bitte bei allen vorgestellten Zahlen und Daten daran zu denken. Egal ob von mir oder sonst wem!!!

********************

Weiter geht's mit...

2. FINALE

Vom Wiener Baurat und vereidigten Gerichtssachverständigen Dipl.-Ing. (einem unbestechlichen Naturwissenschaftler also) Walter Lüftl stammt die Formel (hier in Worten, nicht in Zahlen): 
Steigen Schulden schneller als das, woraus sie verdient werden können, kommt es in berechenbar endlicher Zeit zum Bankrott. Gilt für Tante-Emma-Läden genauso. Nur beim Staat ist das, woraus er sich bedienen kann, nur die Wirtschaftsleistung, und wächst die langsamer als die Staatsverschuldung... (vollenden Sie den Satz bitte selbst). Alle Staaten sind hart unterm Wind auf Bankrott-Kurs.

Aus: Das 1 x 1 der Wirtschaft 

     

Schuldenzuwachs (Nettokreditaufnahme öffentl. Haushalte) 2005:  58,2 Mrd. €
Nominaler BIP-Zuwachs 2005 (gegenüber Vorjahr): 29,85 Mrd €

********************

Uuund noch einer!

Die Aufteilung der Neuverschuldung auf die öffentlichen Haushalte und die Privaten (Unternehmen und Privatpersonen, ohne Banken).

     

Wie ihr seht, befinden wir uns immer noch in historischen Gefilden, auch wenn es sich etwas entspannt hat! Nach wie vor wurde das Gros -nämlich 75,74%- der Neuverschuldung  für 2005 durch die öffentlichen Haushalte erledigt. Der private Sektor trug leider nur zu 24,26% dazu bei. Das ist und bleibt einfach "ungesund". Tja, wenn der Außenhandel nicht wäre, dann...

********************

Zu guter letzt, nur der Vollständigkeit halber, sei noch erwähnt, daß ich die Schuldenuhr angepasst habe (die läuft nach wie vor wie's Lottche, wie es so schön heißt ). Außerdem, falls es jemand interessiert, ein extra Bildchen der Zinszahlungen der öffentlichen Haushalte!

!! P O L I T I K !!

IRAN, Öl-Börse!!

Um auf dem Laufenden zu bleiben und als kleiner, persönlicher Service -in Bezug auf den Artikel "Die iranische Ölbörse - der Todesstoß für den US-Dollar?"- für Mike M. , eine kurze, aktuelle Meldung:

    Oil Stock Exchange to be set up in Iran next week

    Oil Minister Kazem Vaziri Hamaneh said on Wednesday that the establishment of Oil Stock Exchange is in its final stage and the bourse will be launched in Iran in the next week.

    Komplett...

Wir werden sehen was kommen wird. Der "diplomatische" Druck auf den Irak...ähhh, Entschuldigung, Iran natürlich... wird jedenfalls gerade hochgefahren. Auch das Suchen einer "internationalen Allianz" kommt mir irgendwie bekannt vor. Woher nur??? Hmm...
Zum Thema noch zwei Links:

    "Der Countdown läuft - Eskalationsschub: Deutschlands willfährige Handlangerdienste für einen neuen US-Feldzug" vom 10.03.06!

    Die Pläne für den Iran (von Seymour M. Hersh, USA)

    Würde Präsident Bush einen Krieg beginnen, um zu verhindern, dass Teheran eine Atombombe entwickelt?

    In einem Artikel, der im Original am 17. April in der US-Zeitschrift «The New Yorker» erschien, berichtet der namhafte Journalist Seymour Hersh über die sehr konkreten Pläne der US-Regierung, nicht nur mit konventionellen, sondern auch mit atomaren Waffen den Iran anzugreifen. Hiergegen gibt es aber innerhalb des US-Militärs erheblichen Widerstand.

    Komplett...

 Ich kann mich nur wiederholen: Hoffen wir, daß irgendwo doch noch ein Rest Vernunft schlummert und sich alle "Vorhersagen" als Blödsinn herausstellen!

********************************************************************************

"Israel zieht noch vor 2008 ab"

Gespräch mit dem israelischen Kriegsdienstverweigerer David Zonshein

David Zonsheim verfaßte im Januar 2002 nach einem Einsatz im Gazastreifen als damals 28jähriger Hauptmann der israelischen Armee den "Brief der Frontkämpfer". Er rief damit die Bewegung "Seruv" (Mut zur Verweigerung – im Internet: www.seruv.org.il) ins Leben. Als "Refusenik" engagiert er sich gegen die anhaltende israelische Besatzungspolitik.
Im Folgenden dokumentieren wir ein Interview mit Davod Zonsheim, das Andrea Bistrich in Tel Aviv für die "junge Welt" führte.

Komplett...

 Fand ich Wert verlinkt zu werden. Vielleicht gibt es ja tatsächlich noch Hoffnung!

 

 # 24.04.06 #

  

Mal wieder ein bißchen was zum Big Brother!!

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Geld=Tauschmittel? (und ein bißchen mehr)«
• »
BRD-Gesamtverschuldungsanstieg vs. BIP«
• »
Realitäts-Verweigerung«

 !! POLITIK !! 

»HISTORY OF SECRET EXPERIMENTATION - ON UNITED STATES CITIZENS«
»USA drohen dem Iran - das Gespenst der atomaren Barbarei«
 

 

 

Geld=Tauschmittel? (und ein bißchen mehr)

Nochmals der Versuch einer Klärung der Nebelkerze "Geld=Tauschmittel"!!

Laut höchst offizieller Verlautbarung des Glossars der Deutschen Bundesbank ist Geld "Das in einer Gesellschaft allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel, das unterschiedliche Geldformen annehmen kann. (>>)"

Schauen wir uns das Tausch-Dingens mal näher an! Allein schon ein Blick auf die Rechtslage, ist durchaus aufschlußreich.

    Tauschvertrag
    Gegenseitiger Vertrag, bei dem sich die Vertragsparteien zur Eigentumsübertragung eines bestimmten Gegenstandes gegen Übereignung eines anderen bestimmten Gegenstandes verpflichten. [...] Im Unterschied zum Kaufvertrag ist beim Tauschvertrag kein Entgelt zu zahlen, sondern eine Sache als Gegenleistung zu übergeben und zu übereignen.
    (>>; oder auch hier)

Der Vorgang des Tauschens wird demnach also als gegenseitige Eigentumsübertragung bestimmter Gegenstände/Sachen zweier Parteien definiert, bei dem kein Entgelt zu zahlen ist!! Wenn aber der Tausch, per Gesetz, ausschließlich mit Gegenständen und ohne Entgelt vollzogen wird, wie kann es dann überhaupt ein diesbezügliches Tauschmittel geben? Ganz egal wie der Name davon ist (Geld oder sonst wie), per Rechtsdefinition ist dies schon nicht möglich?

Rollen wir die Sache noch von einer anderen Seite auf!!! Ich probier's mal:

• In einem Lehrheft -"Ein Heft für die Schule, Sekundarstufe II" (>>) - der Buba, wird folgender Klimmzug vollzogen: "An die Stelle des einfachen Tausches „Ware gegen Ware“ trat der doppelte Tausch „Ware gegen Geld“ und „Geld gegen Ware“."

==> Person A besitzt eine Kiste Äpfel, hätte aber gerne Birnen. Person B besitzt eine Kiste Birnen, hätte aber gerne Äpfel.
A und B wollen das Gut des jeweils Anderen, werden sich einig, schließen einen mündlichen Vertrag ab (sprich, sie quatschen sich aus und stimmen beide zu), und tauschen die Gegenstände (Kisten Äpfel & Birnen) aus. Danach, nach Vollendung dieses Tausches (egal ob dazwischen Zeit vergangen ist, oder nicht), sind A und B ihrem Gegenüber nichts mehr schuldig. Bei keiner der beiden Personen, oder sonst irgendjemandem, besteht im Kontext dieses Tausches noch irgend eine offene Position (es sei denn, das Obst wurde vorher geklaut ). Nehmen wir noch eine dritte Person C mit Pflaumen, eine vierte D, E, F... oder X Personen dazu, ändert sich daran überhaupt nichts. Alle Schuldverhältnisse sind dann beglichen!!

==> Nun betritt der schulheftmäßige"doppelte Tausch", mit samt seinem „Ware gegen Geld“ und „Geld gegen Ware“, die Bühne. Person A will nach wie vor seine Äpfel "tauschen". Person B hat nun aber nur 5 Euro Geld, anstelle der Kiste Birnen. A und B werden sich einig, schließen einen mündlichen Vertrag ab (sprich, sie quatschen sich aus und stimmen beide zu). A gibt B die Kiste Äpfel und B gibt A die 5 Euro Geld. Danach, nach Vollendung dieses Aktes, sind A und B ihrem Gegenüber nichts mehr schul... !!! STOP !!! Warum stop? Nun, ohne es zu ahnen, steht am Seitenrand auf einmal die -nicht mal eingeladene- fiktive Person C! Nämlich die Person, die sich für die 5 Euro vorher verschulden mußte!! Ohne im Einzelnen wieder alles aufzurollen, unser Geld ist im Grunde ein umläufig gemachter Schuldschein (im Bedarfsfall bitte HIER nachlesen). Das ändert sich auch nicht, nach der Übergabe der 5 Euro von B an A (oder wieder zurück und hin und her...). Nach wie vor ist C die 5 Euro schuldig. Zwar haben A und B ihren mündlichen Vertrag beglichen und halten sich gegenseitig schuldlos. Aber durch den Gebrauch des "Tauschmittels" Geld, ist automatisch und immer eine dritte Person mit im Boot, die sehr wohl noch etwas schuldig ist (die 5 Euro). Wenn aber immer eine offenen Position bestehen bleibt (auch hierbei ist die Anzahl der Personen völlig unerheblich), kann in keinster Weise mehr von einem Tausch die Rede sein -ob nun doppelt- oder Dreifachtausch genannt, oder sonst wie. Ein Tausch ist ein in sich abgeschlossener, dinglicher Vorgang! Handelt es sich aber um keinen Tausch mehr, kann auch es auch kein "Tauschmittel" geben. Geld ist kein Tauschmittel! Zahlungsmittel passt da schon eher!!! Denn Zahlung impliziert einen Kauf. Und genau das geschieht: Es wird gekauft, nicht getauscht!!

Irgendwo Gedankenfehler?
Das mag für den ein oder anderen schlechterdings nach dem Spalten von Haaren aussehen, ist für mich aber ein "schönes" Bespiel für die ganzen Nebelkerzen, die den klaren Blick trüben. Ein Großteil der Verwirrungen, Unstimmigkeiten, Verständnisprobleme usw., erwachsen aus "unsauberen" Begrifflichkeiten und Definitionen. Und "Tauschmittel" ist noch dazu ein recht verharmlosendes, aber durchaus vielsagendes Exemplar davon, ließt man doch immer und immer wieder an den verschiedensten Stellen davon.

Zwar wird in oben erwähntem Lehrheft später der "Tauschbegriff" ("...Geld ist zunächst ein allgemein akzeptiertes Tauschmittel...") relativiert (..."man spricht besser von der Funktion des Geldes als Zahlungsmittel..."), aber richtig Tacheles wird in offiziellen Schriftstücken im Grunde nie geredet. Die Buba selbst (wie oben zitiert) spricht ja z.B. von einer gleichzeitigen Funktion als Tausch- und Zahlungsmittel. Das ist nichts anderes als der berühmte Brei, um den drumherum geredet wird!
Böswillig unterstellt : Laß die Menschen im verschwommenen Ungewissen, denn Wissensvorsprung bedeutet Machtvorsprung. Je größer dieser ist, umso weniger "Gefahr" droht vom "Pöbel"!! Mal abgesehen davon, daß es sowieso niemanden interessiert.

Zu guter Letzt noch ein kleines Fundstück, welches das "verschwommene Ungewisse" schön anschaulich macht.
Es stammt vom "Bundesverband deutscher Banken", Unterseite "SchulBank, Informationsdienst für Schule und Lehrer", aus der Sparte "Geschichte des Geldes: Papiergeld" (>>).

    Papiergeld wurde hergestellt und erleichterte somit das Begleichen größerer Summen. Anfänglich misstrauten viele den Scheinen, denn anders als Gold- oder Silbermünzen hat Papiergeld keinen Materialwert. Der Schotte John Law erfand Anfang des 18. Jahrhunderts ein System, das das Vertrauen der Menschen in Papiergeld stärken sollte. Er ließ Papierzettel ausgeben, auf denen die Garantie vermerkt war, dass man sie jederzeit gegen eine bestimmte Menge von Münzgeld oder Edelmetallen eintauschen konnte. Dieses Prinzip wurde später auf „echte“ Geldscheine übertragen. Heute garantiert der Staat den Wert der ausgegebenen Geldscheine.

Als Abgleich kann ich euch nicht ersparen, "JOHN LAW (1671-1729)- UND SEIN PAPIERGELD" zu lesen.

Ausgerechnet John Law als Vertrauensbeweis für Papiergeld heranzuziehen entbehrt nicht einer gewissen Chuzpe.
In diesem Fall liegt der semantische "Trick" in den Worten »stärken sollte«, mit der Einleitung »Anfänglich misstrauten...«. Damit haben sie zwar nicht gelogen, denn sollte bedeutet mitnichten, daß er es auch wirklich getan hat. Suggeriert wird einem, beim unkritischen Lesen, aber genau das Gegenteil. Vor allem durch die vorherige Verwendung anfänglich, die ja den späteren Wechsel hin zum Vertrauen unterstellt. Auch damit haben sie im Grunde noch nicht mal was falsches gesagt. Nur, und das ist der andere Trick bei der Sache, fehlen ¾ der Geschichte, inkl. des dicken Endes.
Ganz abgesehen von dem Schwachsinn, daß der Staat heute für den Wert der Geldscheine garantiert! Würde gerne mal wissen, wo ich eine solche Garantie mal einsehen kann.
Andererseits stimmt die Aussage. Es ist tatsächlich NUR der Staat, der dem Geld einen "Wert" gibt. Nicht so, wie vermutlich von der SchulBank gedacht war. Aber indirekt haben sie recht.

Geld an sich ist völlig wertlos! Was soll an Papierfetzen und digitalen Nullen und Einsen (Konto usw) schon einen "Wert" haben? Alles Geld (egal um welche "Art" es sich handelt) basiert auf Schuldkontrakten! Diese haben nun die vertraglich festgehaltene, unangenehme Eigenschaft, zu einem vorher bestimmten Termin fällig zu werden. Zum Zeitpunkt X muß beglichen werden! In diesem MUSS steckt die "Werthaltigkeit". Nur der Staat kann dafür sorge tragen, daß tatsächlich zum Zeitpunkt X zurückgezahlt wird. Nämlich durch die Androhung von Strafen bei Nichtzahlung zum vertragsbedingten Rückzahlungstermin. Platt gesagt: Keine Rückzahlung zum Termin = Knast <=> Vertragssicherheit! Warum sonst sollte sich irgend jemand an irgendeinen Termin halten? Weil er so ein guter Mensch ist? Zahlen wir wirklich freiwillig Steuern, oder doch vielmehr deshalb, weil andernfalls am nächsten Tag der Zoll vor der Tür steht? Halten wir Geschäftstermine deshalb ein, weil uns das angeboren ist, oder weil ansonsten -als Konsequenz daraus- möglicherweise eine gutes Geschäft flöten geht? Bei all unserem Handeln, ist die daraus vorstellbare Konsequenz der Richtungsgeber. Auch beim Geld. Die staatlich garantierte Konsequenz, bei einer etwaigen Zahlungsverweigerung zum Termin (!!), macht den "Wert" des Geldes aus. Würde sich niemand an die vereinbarten Termine halten (warum auch immer), wäre Geld
Wertvoll macht Geld das Nichthaben zum anstehenden Termin, nicht das Haben selbst!! Für den Termin wiederum, kann nur so etwas wie "der Staat" (König, Diktator, Häuptling, wie auch immer) mit seinem Machtapparat garantieren.

********************************************************************************

BRD-Gesamtverschuldungsanstieg vs. BIP

Vorab: Die Datengrundlage für die Gesamtverschuldung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Z.B. fehlt die Verschuldung der "Organisationen ohne Erwerbszweck", die "Krankenhäuser" innerhalb der öffentlichen Haushalte, das Ausland und so weiter... Anders hätte ich aber keine Langfristreihe hinbekommen! Zudem liegen wir so ja auf der "sicheren" Seite, da die Gesamtverschuldung andernfalls nur noch größer ausgefallen wäre!

Was sehen wir:

1.) Die Gesamtverschuldung betrug 6626,4 Mrd.€ in 2005. Das nominale BIP 2245,5 Mrd.€. Will heißen, die Verschuldung betrug knapp das Dreifache des BIP! Hierzu eine kleine Tabelle, die dieses Verhältnis langfristig aufzeigt:

Zeitraum

1950-54

55-59

60-64

65-69

70-74

75-79

80-84

85-89

90-94

95-99

00-05

Schnitt Verhältnis Verschuldung/BIP

0,72

0,92

1,07

1,29

1,42

1,67

1,96

2,22

2,38

3,12

2,87

Offensichtlich steigt die Verschuldung um einiges schneller als das BIP! Noch bis Ende der 50'er/Anfang 60'er lag der Schnitt der Gesamtverschuldung unter dem Durchschnittswert des BIPs. Ab dann ging es steil bergab! Damit sind wir allerdings nicht allein. Siehe Graphik links, die allerdings nur bis 2002 reicht (draufklicken).

2.) Dazu schauen wir uns nun das Verhältnis des jährlichen Verschuldungsanstiegs zu dem jährlichen BIP-Anstieg an (das Ganze in Euro; rote Linien).
Anders gesagt: Wie viel Euro Verschuldung waren nötig, um einen Euro BIP zu generieren!
Wenn wir dabei die "Ultra-Peaks" (z.B. den 1967) gedanklich glätten, können wir die Entwicklung grob in drei Abschnitte einteilen.

    a.) Bis Anfang der 70'er Jahre schwankte das Verhältnis immer so um die eins, oder knapp darüber.
    b) Ab dann, bis ca. Anfang der 90'er, legte es kontinuierlich auf ca. 2,5 bis 3,0 zu.
    c) Seit Beginn der 90'er ging es dann so richtig los. Im Schnitt (1990-05) lag der Wert bei 5,82 mit zuletzt wieder steigender Tendenz. Das aktuelle Verhältnis (2005) liegt bei 7,8.

Die Tendenz ist klar! Immer mehr Verschuldung ist von Nöten, um überhaupt noch BIP zu generieren.
Auch hier ist die BRD keine "Insel". Für die USA hatte ich dies ja schonmal vorgestellt. So schaut's aus:

Wie das bei Kettenbrief-Systemen halt so ist (nichts anderes stellt unser Kreditgeldstandard dar), gen Ende müssen immer mehr "Deppen" gefunden werden, welche die zeitlich davor liegenden "Deppen" auslösen. Zum Schluß wird mit immer mehr, immer weniger erreicht!

Und das alles, ich muß es erwähnen, bei eh schon "aufgemotztem" BIP!
Nur so am Rande ein Beispiel dazu: Laut meiner "alten" Tabellen betrug das nominale BIP für 2004 noch 2178,2 Mrd.€. Das Statistische Bundesamt und die Buba weisen mittlerweile -nach neuer Berechnungsart nach Datenrevision- allerdings ein nominales BIP von 2215,65 Mrd.€ aus. Leichter Unterschied, sag ich mal so .

********************************************************************************

Hervorragender Artikel!! Details lassen sich immer bemängeln. Grundsätzlich aber wirklich erfrischend gut!!

Realitäts-Verweigerung

 

[...]

 

Zusammenfassung

Die ganze Welt führt sich derzeit selbst an der Nase herum und will vom realen Zustand der Weltwirtschaft nichts wissen. Dabei sind die Probleme offensichlich.

Hier wird ein erstklassiges phychologisches Schauspiel aufgeführt, um nicht umdenken zu müssen.
Die Beteiligten:

    a) die Eliten wollen in ihren komfortablen Positionen möglichst lange verbleiben, daher kommen sie auch nicht ihrer Informations- und Korrekturpflicht nach.
    b) die Medien sind Teil dieser Eliten und wollen ihre Finanzquellen nicht gefährden und reden/schreiben den Pulikum nach dem Mund.
    c) die Bürger wollen möglichst ungestört und vollversorgt weiterleben. Brot und Spiele.
    [...]
    „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet,
    von den Tatsachen, die ihnen missfallen,
    wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern.
    Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr.
    Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“

    Gustav Le Bon 1895

Komplett...

Recht hat er!!! ==> Beispiel 1, 2, 3...

!! P O L I T I K !!

HISTORY OF SECRET EXPERIMENTATION - ON UNITED STATES CITIZENS

Hier geht es zu einer englische Seite mit aufgelisteten Menschenversuchen in den USA!
Untenstehende Teilübersetzung stammt aus dem Anhang des Romans "Mission Arktis" von James Rollins

    1932 Beginn der Tuskegee-Syphilis-Studie. Zweihundert Schwarze männlichen Geschlechts, die an Syphilis erkrankt und entsprechend diagnostiziert sind, werden über ihre Krankheit im Dunkeln gelassen, bekommen keinerlei Behandlung und werden stattdessen als menschliche Versuchskaninchen benutzt. Alle sterben an der Syphilis.

    1953 Der Pellagra-Vorfall. Nachdem Millionen Menschen im Lauf von zwei Jahrzehnten an Pellagra, einer Vitaminmangelkrankheit, gestorben sind, wird der U.S Public Health Service endlich aktiv, um die Krankheit zu bekämpfen. Der Direktor der Behörde gibt zu, dass man seit mindestens zwanzig Jahren weiß, dass Pellagra von einem Niacin-Mangel ausgelöst wird, man aber keinen Handlungsbedarf sah, da die Todesfälle hauptsächlich in der armen schwarzen Bevölkerung vorkommen.

    1940 Vierhundert Insassen eines Gefängnisses in Chicago werden mit Malaria infiziert, um die Wirkung neuer und experimenteller Medikamente zur Bekämpfung der Krankheit zu erproben. Bei den Nürnberger Prozessen zitieren Nazi-Ärzte diese Studie später, um sich zu rechtfertigen.

    1945 Das Projekt Paperclip wird ins Rollen gebracht. Das amerikanische Außenministerium, der militärische Geheimdienst und die CIA rekrutieren Nazi-Wissenschaftler und bieten ihnen Immunität und eine neue Identität im Austausch dafür, dass die Betreffenden an Geheimprojekten der Regierung mitarbeiten.

    1947 Die CIA beginnt ihre Studie über den Einsatz von LSD als potenzielle Waffe. Menschliche Versuchspersonen (Zivilisten und Militärangehörige) werden teils mit, teils ohne ihr Wissen dafür benutzt.

    1950 Bei einem Experiment, das feststellen soll, wie anfällig eine amerikanische Großstadt bei einem Angriff mit biologischen Waffen wäre, versprüht die US Navy von Schiffen aus eine Bakterienwolke über San Francisco. Viele Einwohner erkranken an Symptomen, die einer Lungenentzündung ähneln.

    1956 Das US-Militär setzt mit Gelbfieber infizierte Mücken über Savannah, Georgia, und Avon Park, Florida, aus. Nach jedem Test untersuchen Vertreter der Armee, die sich als Gesundheitsbeamte ausgeben, die Opfer auf Auswirkungen.

    1965 Gefangene des Holmesburg State Prison in Philadelphia werden Dioxin ausgesetzt, der hochtoxischen Komponente des in Vietnam verwendeten Agent Orange. Später untersucht man die Männer auf Krebs.

    1966 Die amerikanische Army verteilt den Bacillus subtilis der Variation niger im ganzen New Yorker U-Bahn-System. Mehr als eine Million Zivilisten werden dem Bazillus ausgesetzt, den die Army-Wissenschaftler in Glühbirnen abgefüllt durch die Luftschächte werfen.

    1990 Über 1500 sechs Monate alte schwarze und hispanische Babys in Los Angeles bekommen einen »experimentellen« Masern-Impfstoff, der niemals zum Gebrauch in den Vereinigten Staaten freigegeben wurde. Die Centers of Disease Control and Prevention geben später zu, dass man die Eltern nicht darüber informiert hat, dass sich der Impfstoff, den man ihren Kindern gespritzt hat, in der experimentellen Phase befand.

    1994 Senator John D. Rockefeller veröffentlicht einen Bericht, der zeigt, dass das Verteidigungsministerium mindestens in den letzten fünfzig Jahren hunderttausende Militärangehörige für Menschenexperimente benutzt und absichtlich gefährlichen Substanzen ausgesetzt hat.

    1995 Die US-Regierung gibt zu, japanischen Kriegsgefangenen und Wissenschaftlern, die medizinische Menschenversuche durchgeführt hatten, im Austausch für Daten zur biologischen Kriegsführung Lohn und Immunität vor der Strafverfolgung angeboten zu haben.

    1995 Dr. Garth Nicolson legt Beweise vor, dass die biologischen Substanzen, die im Golfkrieg zum Einsatz kamen, in Houston, Texas, und Boca Raton, Florida, hergestellt und an Gefangenen im Strafvollzug von Texas getestet wurden.

    1996 Das amerikanische Verteidigungsministerium gibt zu, dass Soldaten des Desert Storm gefährlichen chemischen Substanzen ausgesetzt waren.

    1997 Achtundachtzig Kongressmitglieder unterschreiben einen Brief, in dem Ermittlungen über den Einsatz von Biowaffen und über das so genannte Golfkriegssyndrom gefordert werden.

 Zum Golfkriegssyndrom -und mehr- kann ich noch folgende Links anbieten:

Immer wieder die selbe Schei..: Staatlich legitimierter Terror ist offensichtlich kein größeres Problem. Schon gar nicht bei den "richtigen" Staaten, den Guten nämlich1! Passiert ja alles nur um Freiheit und Demokratie zu verteidigen . Vereinzelt gibt es mal ein paar Berichte darüber; das wars dann aber auch schon. Zurück zur Tagesordnung! Konsequenzen? Fehlanzeige!!!
Das eigentlich "Tragische" daran ist aber, daß sich immer wieder Menschen fanden (so etwas ist ja keine "Erfindung" der Neuzeit!) und finden werden, die solch einen Kram mitmachen! Wie kann das sein? Was ist los mit uns Menschen? Von wegen aus der Vergangenheit lernen und so ein Schmarrn. Als wenn das jemals schonmal geschehen wäre!

    1Auch wenn diese Beipiele aus den USA stammen, können wir doch sicher sein, daß so etwas nicht nur dort passiert. Aus meinem Gedächtnis: In der UDSSR -beispielsweise- wollten Wissenschaftler zu Versuchszwecken Neugeborene unter komplettem Auschluß menschlichen Kontaktes aufwachsen lassen. Bis auf kurze Augenblicke, in den maskentragende Frauen für die Ernährung sorgten, waren sie ständig völlig allein. Ich glaube schon nach wenigen Wochen sind sie jämmerlich verreckt.

    Nachtrag: Da trügte mich wohl meine Erinnerung. Der Friedrich, der zweite, der war's »Welche Sprachexperimente machte Friedrich II. mit Kindern?«

Apropos aus der Vergangenheit lernen...

USA drohen dem Iran - das Gespenst der atomaren Barbarei

Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, verfügt die Regierung der Vereinigten Staaten über konkrete Pläne für Luftangriffe auf den Iran, bei denen auch Atomwaffen eingesetzt werden könnten. Entsprechende praktische Vorbereitungen sind bereits weit fortgeschritten. Angesichts der zunehmend instabilen Weltlage stellt dies eine äußerst ernst zu nehmende Gefahr dar.
[...]
Allein die Tatsache, dass das Weiße Haus unter Bush solche Überlegungen anstellt, ist ein Alarmsignal für alle Menschen, denen die Zukunft der Erde und ihrer Bewohner am Herzen liegt. Kaum sechzig Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki - nach dem Generationen schworen, dass sich eine solche Tat nie wiederholen dürfe - bereitet Washington erneut den Einsatz dieser furchtbaren Waffen vor, und zwar ohne dass eine Provokation vorausgegangen wäre oder glaubwürdige Beweise für eine Bedrohung vorlägen. Wenn Amerika sich dieser Tat schuldig macht, dann wird es als Verbrechernation dastehen.

Komplett...

Lassen wir den sozialistischen Klassenkampf-Krempel mal beiseite, ist der Artikel durchaus einen Blick wert. Hoffen wir trotzdem, daß sich das im Nachhinein als Schwachsinn herausstellt! Wenn nicht, und es um "Atom-Politik" geht, dann kommt auf die "Weltpolizei" -und damit auch auf uns- noch so einiges zu . : 

    First US-Russian steps in early Middle East nuclear arms race
    On April 7, DEBKA-Net-Weekly exclusively uncovered secret Saudi efforts to enrich uranium. In its latest issue, DNW brings a detailed follow-up: The big powers get in on the act, building up to a new cold war.
    (http://www.debka.com/)
    Im Schatten des Iran-Konflikts beginnt Brasilien, Uran anzureichern

 ********************************************************************************

 Nur mal so ein Link. Falls ihr ihn noch nicht kennt, solltet ihr mal reinschauen. Ist immer mal ganz interessant! 

  

 # 12.04.06 #

 

HINWEIS: Eigentlich wollte ich vor Ostern noch ein bißchen umfangreicher aktualisieren. Hat leider nicht geklappt . Zwischenzeitlich mußte ich einfach mal einen Schwung Mails beantworten. Das ist zwar irgendwie blöd, wenn darunter dann die eigentliche "Arbeit" leidet, läßt sich ab und zu aber einfach nicht vermeiden. Schließlich kann ich nicht ständig meinen Senf absondern, ohne dann auch auf sachgemäße Kritik einzugehen. Macht sich einfach nicht gut.

 

Jedenfalls wünsche ich allen schöne und ruhige Ostern!!!

 

P.S.: Nächste Aktualisierung wahrscheinlich erst Ende der 16. oder sogar erst in der 17 KW!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Laufzeiten der Wertpapiere (Jan. '06)«

 !! POLITIK !! 

»Die Pharma-Lobby / Der Mut zur Überdosis Macht«

 

 

Laufzeiten der Wertpapiere (Jan. '06)

Die Zahlen vom Januar '06! Zuvor kurz, worum es eigentlich geht:

    Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetztfälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

    Aus: "Der Termin, die Knappheit des Geldes!!"

     

    ----------------------------------------

     

    Abgesehen vom absoluten Wert (plus soundsoviel Prozent usw.) der zusätzlichen Neuverschuldung und wer der Kreditnehmer ist (Staat oder Private) spielt die Laufzeitenverteilung anscheinend eine gewisse Rolle. Damit lassen sich zwei, wie ich finde, wichtige Aussagen treffen:

     

      1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!
      2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau.
      Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!! .....

       

    Das alles läßt die Möglichkeit zu, daß wir, durch die Beobachtung der Laufzeitenentwicklung, tatsächlich eine Aussage über die nähere Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung (BIP) treffen können!!
    Zumindest wenn wir davon ausgehen, daß die diesbezüglichen Korrelationen der letzten 37 Jahre, auch in den kommenden Jahren noch gelten. (Hier lang...)

     

    Ansonsten: ich kann es euch leider nicht ersparen, im Bedarfsfall die Quellen dazu durchzulesen. Zuzüglich der Obigen, macht auch noch "BRD/Bund - Bruttokreditaufnahmen nach Laufzeitklassen" absolut Sinn!

Nun aber die Graphik:

Leichte Entspannung, möchte ich mal sagen.
Die ganz kurzfristigen Wertpapiere (bis unter 2 Jahre), dargestellt durch die rote Linie (linke Skala), sind anteilsmäßig um 3 Prozentpunkte zurückgegangen.
Der Anteil der Wertpapiere bis einschließlich 4 Jahre (graue Linie, rechte Skala) ist dagegen mit 57% gleich geblieben. Allerdings, die über 10-jährigen Langläufer (rotbraune LInie, linke Skala) stiegen ein weiteres mal um 3 Prozentpunkte an (von 19% auf 22%)!! Langsam robben sie sich hoch. Möglicherweise schafft das zukünftig tatsächlich erst mal ein wenig Luft?!??!!

Zum Abgleich zeige ich unten nochmal die langfristige Entwicklung der Wertpapiere mit Laufzeiten bis einschließlich 4 Jahren (graue Linie in obiger Graphik!) zzgl. der Kreditvergabe an inländische Unternehmen und Privatpersonen.

Auch wenn der Januar diesen Jahres bei der Kreditvergabe wirklich excellent war (siehe u.a. Vortag) und damit für den Moment etwas aus dem Rahmen fällt, so scheinen die Beobachtungen.....

    1.) Ganz allgemein: der Anteil der kurzen Laufzeiten (< 4 Jahre, fette rote Linie) lag 2004 immer noch in der Nähe des historischen Hochs von 2002, auch wenn seit dem mit leicht fallender Tendenz. Apropos Tendenz: die Tendenz ist, im Gegensatz zu der Kreditvergabe, über die letzten Jahrzehnte gesehen, eher steigend.

    2) Das Wichtigste: Steigt der Anteil der kurzen Laufzeiten am gesamten Absatz der Wertpapiere, geht sowohl die Kreditvergabe (hellrote Linie), als auch das BIP (schwarze Linie), zurück -umgekehrt natürlich genauso. Und das (die Rückgänge/Anstiege des BIP und der Kreditvergabe) in der Regel mit einem zeitlichen Nachlauf von etwa 1-2, max. 3, Jahren!! 

    3.)
    Seit 1990 ist -wie die Graphik von ganz oben zeigt- innerhalb der kurzen Laufzeiten auch noch der Anteil der "extrem" kurzen LZ (<= 2 Jahre) von 0 auf 36% in 2004 gestiegen. Innerhalb der "extrem" kurzen LZ wiederum, bestimmen die LZ von max. 1 Jahr -mit mittlerweile 85 bis ca 95%- das Bild. Ich denke nicht, das es -ob dieser Tatsache- vermessen ist, zu sagen, daß aufgrund dessen, die "Reaktionszeit" des BIP, ebenfalls immer kürzer wird.

.....nicht ganz falsch zu sein. 2005 sind die "bis einschließlich 4-jährigen"-Laufzeiten nicht weiter angestiegen, im Verhältnis zu 2003 und 2002 sogar zurückgegangen. Und immerhin hat daraufhin die Kreditvergabe leicht -ganz leicht- angezogen. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch, daß sich die Kurzläufer immer noch auf äußerst hohem Niveau befinden und dementsprechend die Kreditvergabe (trotz des minimalen Anstiegs) und das BIP auf äußerst niedrigem Niveau zu sehen sind.
Zumindest macht die weitere Beobachtung des Ganzen auch zukünftig Sinn, denke ich. So viel, zur "Reflektierung"!!

Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch und ein bißchen viel, wenn man sich nicht regelmäßig damit beschäftigt. Aber sollte (!!) tatsächlich was an meinen Beobachtungen dran sein, (wie gesagt, bitte lesen  >>)...

    1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!

    2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau. Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!!  

     

...dann deutet dies nach wie vor auf wenig Freiraum für die Kreditvergabe hin-dafür ist das Niveau der Kurzläufer im Gesamten gesehen noch zu hoch-, jedoch mit leichter Tendenz in Richtung Entspannung!!

!! P O L I T I K !!

Die Pharma-Lobby / Der Mut zur Überdosis Macht

Fand ich zumindest so interessant, um es mal aufzuarbeiten und hier zu zeigen!

Der Link zum Beitrag: "Die Pharma-Lobby / Der Mut zur Überdosis Macht"

Eine wesentliche Textstelle für mich ist folgende:

    Dabei bedürfte der Arzneimittelmarkt in ganz besonderer Form der Regulierung - denn er weist Besonderheiten auf, die entscheidende Marktmechanismen außer Kraft setzen und die Gegenmacht der Konsumenten drastisch schwächen: Die Entscheidung über den Kauf fällt nicht der Konsument (der darf über den Kassenbeitrag nur bezahlen), sondern der verordnende Arzt, der selbst in keiner Form negativ an hohen Preisen zu leiden hat (gelegentlich profitiert er sogar über besondere Vergünstigungen der Hersteller).

So ist es! Immer wenn der Einzelne keine Entscheidungsmöglichkeiten besitzt, läuft es früher oder später aus dem Ruder. Dadurch fehlt es an der dringend gebotenen Kontrollinstanz desjenigen, der für die Leistungen bezahlt. Andernfalls, und das ist offenbar1 Status Quo, öffnet dies Tür und Tor für Klüngeleien der Großkupferten.
Als Lösung wird dann nachstehendes angeboten:

    Nur ausgleichende Rahmenbedingungen könnten dieses Ungleichgewicht egalisieren.

Das wiederum ist typisch! Da sollen, vom Gesetzgeber verursachte Fehlentwicklungen, durch weitere Gesetzgebungen korrigiert werden, die dann ein paar Jährchen später ihrerseits korrigiert werden müssen usw usf. Kein Wunder, daß die Kosten für diesen Verwaltungskram völlig aus dem Ruder laufen werden ==> Versorgungsempfänger

Ich hatte den Link schonmal, aber weil er gut hier her passt und im Großen und Ganzen durchaus lesenswert ist, stelle ich ihn nochmal rein:  "Lenin und der Kassenarzt / Warum Geld das Gesundheitssystem steuern muß – und nicht der Staat"

    1ich bin mir wirklich nicht sicher, ob gesetzlich Versicherte die Möglichkeit haben, Arztrechnungen unmittelbar und direkt (wie überall sonst auch) einzusehen. Geht das?? Laut dieser Quelle jedenfalls nicht! Das aber beispielsweise, wäre eine gute Möglichkeit Druck auszuüben. Ich zumindest habe noch nie eine Rechnung von einem Arzt bekommen! Keinen blassen Dunst, was da abgerechnet wird.

 

 # 05.04.06 #

 

HINWEIS: Ich hänge mal wieder mit der Beantwortung einiger Mails hinterher. Kann auch noch ein bißchen dauern! Ich werde mich aber bemühen, nichts zu vergessen!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (Februar '06)«
»
Zentralbankgeld, refinanzierungsfähige Sicherheiten und der Staat«

 !! POLITIK !! 

»„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“«

 

 

Neues von der Kreditfront (Februar '06)

Vorab 1:  

 

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
Juli 05 68,8
Aug 05 68,3
Sep 05 69,6
Okt 05 65,5

 Nov 05

61,2

 Dez 05

88,3

 Jan 06

72,9

 Feb 06

79,7

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

Insgesamt fiel die zusätzliche Neuverschuldung um 13,59 Mrd.€, oder 0,36%! Wobei die Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1) lediglich um 1,89 Mrd.€, die Buchkredite allerdings um 9,09 Mrd.€ zurück gingen!

Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 79,7 Mrd.€ aus. Heuer, im Gegensatz zu letztem Monat, passt es also wieder: "Und wieder bestätigt sich, was ich immer mal wiederhole: kaum liegt die Tilgung realtiv hoch, geht die dringend benötigte, zusätzliche Neuverschuldung runter."

Der Bund hat sogar soviel getilgt, daß sich ein Netto-Absatz von Staatspapieren von minus 7,9 Mrd.€ ergab.

Nun ja, eher ein langweiliger kreditvergabetechnischer Monat. Zwar fiel die Neuverschuldung, aber das Ausmaß hält sich doch in überschaubaren Grenzen!

Für das Gesamtjahr liegen wir somit bis jetzt bei einem Plus von 52,99 Mrd.€, oder +1,42%. Der Vormonat war einfach zu gut, als daß die aktuellen Zahlen das Gesamtjahr nennenswert runterreißen könnten.
 

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), ging es für den Februar '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen moderat nach oben!! Eine Zunahme der Neukreditaufnahme von gerade mal 3,89 Mrd.€, oder 0,17%!
Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) hat sich sogar noch weniger getan. Ein minimales Plus von 1,89 Mrd.€, oder 0,08%.

Beinahe also ein "Non-Event", wie es so schön heißt. In Anbetracht des Vormonats allerdings, der ja wirklich ausnehmend gut ausfiel, können wir mit dieser "Reaktion" vielleicht sogar ganz zufrieden sein. Immerhin ging's nicht direkt wieder in den Keller.

Für das Gesamtjahr liegen wir bei den Buchkrediten somit bis jetzt bei einem Plus von 29,33 Mrd.€, oder +1,31%. Inklusive der Wertpapiere zeigt sich ein positiver Wert von 38,47 Mrd.€, oder 1,59%. Damit läßt sich's für den Moment erstmal ganz gut leben, denke ich.

Mehr gibt es im Grunde nicht zu sagen, außer noch kurz noch die...

 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7*

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

Feb 06

9769,3

+1,12

* Revidiert von ursprünglich 9389,3

 

Differenz von Februar '06 auf Januar '06 = +108,1 Mrd.€, oder +1,11% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +108,1 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +9,00 Mrd.€ (das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig)

Erwähnenswert ist vielleicht noch, das hierbei die Buchkredite mit +78,5 Mrd.€ zunahmen, was als durchaus positiv zu werten ist. Allerdings nahmen auch die Aktien und sonstige Dividendenwerte um 17,5 Mrd.€ zu. Das macht immerhin 16,19% des gesamten Zuwachses aus. Wird da wieder wer unvorsichtig? Mal schauen!!

          Alles in allem sind die europäischen Schuldner nach wie vor kaum zu bremsen. Im Schnitt (nach nebenstehender Tabelle) seit Januar '05 ein monatlicher Zuwachs von 0,84%. Wie gesagt, das sind alles nur statistische Mittel, die kaum nähere Aussagen zulassen; beispielsweise wäre durchaus von Interesse wie sich das im Einzelnen auf welche Länder aufteilt (wo "brummt's" so richtig, wo nicht?).
          Aaaber immerhin, lieber so als anders herum!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 ******************************************************************************

 

 

Zentralbankgeld, refinanzierungsfähige Sicherheiten und der Staat

Wie schon des öfteren dargestellt, müssen die Geschäftsbanken (GB) bei der Zentralbank (ZB) Sicherheiten hinterlegen, um sich bei dieser im Bedarfsfall (beispielsweise Abhebungen von Bargeld am Geldautomaten) Zentralbankgeld (gesetzliches Zahlungsmittel [GZ], Euroscheinchen) besorgen zu können.
Folgend eine kurze Erklärung zu den "refinanzierung- oder auch notenbankfähigen Sicherheiten":

    Um das Eurosystem gegen Verluste aus geldpolitischen Transaktionen abzusichern, die Gleichbehandlung der Geschäftspartner zu gewährleisten und die Geschäftsabwicklung zu erleichtern, müssen die notenbankfähigen Sicherheiten bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit sie für die geldpolitischen Operationen des Eurosystems geeignet sind.

    Daher wurde, im Wesentlichen für interne Zwecke des Eurosystems, zwischen zwei Gruppen von Sicherheiten unterschieden, die für die geldpolitischen Operationen des Eurosystems verwendet werden können. Sie werden als „Kategorie-1-“ bzw. „Kategorie- 2-Sicherheiten“ bezeichnet:

      • Zur Kategorie 1 zählen marktfähige Schuldtitel, die von der EZB festgelegte einheitliche und im gesamten Euro-Währungsgebiet geltende Zulassungskriterien erfüllen.

      • Zur Kategorie 2 zählen weitere marktfähige und nicht marktfähige Sicherheiten, die für die nationalen Finanzmärkte und Bankensysteme von besonderer Bedeutung sind und für die die nationalen Zentralbanken die Zulassungskriterien auf der Basis von EZB-Mindeststandards festlegen.

    Im Hinblick auf die Qualität der Sicherheiten und ihre Eignung für die verschiedenen Arten von geldpolitischen Operationen des Eurosystems gibt es zwischen den beiden Kategorien keine Unterschiede (abgesehen davon, dass das Eurosystem bei endgültigen Käufen bzw. Verkäufen üblicherweise keine Kategorie-2-Sicherheiten verwendet).

    Um es an dieser Stelle nicht zu ausschweifend werden zu lassen, empfehle ich für diesbezügliche Grundsätzlichkeiten einen Blick HIER rein.

Zur Risikominimierung hat die EZB (und damit auch die Buba) "Für die den geldpolitischen Operationen des Eurosystems zugrunde liegenden Sicherheiten Maßnahmen zur Risikokontrolle vorgesehen, um das Eurosystem vor dem Risiko finanzieller Verluste für den Fall zu schützen, dass die hereingenommenen Sicherheiten aufgrund des Ausfalls eines Geschäftspartners verwertet werden müssen." Folgende Maßnahmen zur Risikokontrolle wendet das Eurosystem derzeit an:

    Bewertungsabschläge
    Das Eurosystem nimmt bei der Bewertung von Sicherheiten Bewertungsabschläge vor. Dies bedeutet, dass die Sicherheit zum Marktwert abzüglich eines bestimmten Abschlags bewertet wird.

    • Schwankungsmargen (Marktpreisbewertung)
    Das Eurosystem verlangt, dass der um den Bewertungsabschlag bereinigte Marktwert der Sicherheiten während der Laufzeit einer liquiditätszuführenden befristeten Transaktion aufrecht zu erhalten ist. Dies bedeutet, dass die nationale Zentralbank, falls der regelmäßig ermittelte Wert der Sicherheiten unter eine bestimmte Grenze fällt, den Geschäftspartner auffordert, zusätzliche Sicherheiten (oder Guthaben) zur Verfügung zu stellen (Margenausgleich). Umgekehrt darf der Geschäftspartner überschüssige Sicherheiten (oder Guthaben) zurücknehmen, falls der Wert der Sicherheiten nach einer Neubewertung ein bestimmtes Niveau übersteigt. (Die Berechnungen für die Durchführung des Margenausgleichs sind in Kasten 12 dargestellt.)

Wir beschränken uns auf die Sicherheiten der Kategorie 1 und sehen, daß innerhalb dieser Kategorie eine weitere Unterteilung erfolgt:

Für die weiteren Betrachtungen ist hierbei die Kategorie I und II wichtig (!!). Zu diesen Kategorien gehören nämlich  "Schuldtitel von Zentralstaaten" und "Schuldtitel von Ländern und Gemeinden" was nichts anderes darstellt, als z.B. Anleihen, von dem, was wir gemein hin "den Staat" nennen.
Wichtig ist dies deshalb, weil sich nach dieser Kategorieneinteilung oben beschriebene Bewertungsabschläge berechnen, die wie folgt aussehen:

Wir sehen, daß die Kategorie I -also die, mit den "Staatspapieren" von gerade oben- mit Abstand die geringsten Bewertungsabschläge aufweißt!!!

Nun versetzen wir uns für einen Augenblick in die Haut der Geschäftsbanken!!!
Diese müssen also die Sicherheiten hinterlegen und wollen dafür im Gegenzug -platt gesagt- das entsprechende Geld von der Zentralbank haben. Also...?

    • Was ist nach obigen Ausführungen wohl die günstigste Variante, um dieses "Geschäft" abzuschließen?
    • Für was bekommen sie das meiste Zentralbankgeld, für die von ihnen eingereichten Sicherheiten?

Logisch!! Für Sicherheiten der Kategorie I !! Hier ist nunmal der Abschlag am kleinsten! Kurz gesagt, sie erhalten das meiste Geld von der Zentralbank, wenn sie Papiere des Staates als Sicherheiten hinterlegen!!

Diese Überlegung nahm ich zum Anlass mir mal die Geschäftsberichte der, nach ihren Bilanzsummen, zehn größten Banken in Deutschland, aus 2004 und 2005, näher anzuschauen. Dort sind die refinanzierungsfähigen Sicherheiten ein Teil der Aktiva! Schauen wir uns das also mal an:

    Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind
    [Mill. €]

     

    Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen

    Wechsel

    Deutsche Bank (>>)

    56.122

    310

    Dresdner Bank (>>)

    23

    132

    Bayerische Hypo- und Vereinsbank (>>)

    22

    151

    Commerzbank (>>)

    2.761

    402

    DZ Bank (>>)

    92

    -

    Landesbank Baden-Württemberg (>>)

    -

    64

    Bayerische Landesbank (>>)

    259

    0,48

    KFW (>>)

    2.623*

    14.187**

    West LB (>>)

    2.636

    0,16

    Eurohypo AG (>>)

    19.650*

    6.515**

    Summe [Mill€]:

    84.188

    21.762

    Verteilung:

    79,46%

    20,54%

    *Geldmarktpapiere + Anleihen und Schuldverschreibungen von öffentlichen Emittenten
    **Geldmarktpapiere + Anleihen und Schuldverschreibungen anderer Emittenten

Das Ergebnis ist, nach obigen Überlegungen, nicht wirklich überraschend. Insgesammt knapp 80% der von diesen Geschäftsbanken gehaltenen Sicherheiten stammen "vom Staat"!!

    • Letztlich bedeutet dies, das die Verschuldung des Staates und die ausgezeichnete Einstufung (Bonität/Rating) derselben durch die ZB, es den Geschäftsbanken erlaubt, sich überaus günstig das gesetzliche Zahlungsmittel bei der ZB zu besorgen ("Zins" mal außer acht gelassen).
    • Ohne die Verschuldung des Staates müßten die GB demnach weitaus mehr in Richtung ZB über den Tresen wandern lassen, um an "Geld" zu kommen.
    • Im Grunde ist dies eine indirekte Subvention der GB durch den Staat, und somit, in letzter Konsequenz, durch den Steuerzahler. 
    • Beinahe das komplette System der Geldversorgung baut faktisch auf der Verschuldung des Staates auf!

Überspitzt gesagt, kann den Banken nichts besseres passieren, als daß sich der Staat weiter verschuldet. Man stelle sich vor, der Staat beginnt tatsächlich mit der vielbeschworenen "Sparerei": Nicht auszudenken!!
Wobei ich den Banken nicht mal "böse" sein kann, denn all das ist in Gesetze gepackt, und die wurden/werden im Endeffekt vom Staat gemacht! Zudem profitiert natürlich auch der Staat davon! Seine machterhaltende Finanzierung lohnt sich für die Banken. Warum sollten sie ansonsten für die Staatspapiere bieten. Die wollen (und sollen) Geld verdienen! Würde dies nicht gewährleistet sein, würden die dem Staat was husten. Und dann?

Zwei Abschlußbemerkungen noch:

1.) Theoretisch kann die EZB/Buba beinahe "alles und jeden" als refinanzierungsfähige Sicherheiten reinnehmen. Im "Notfall" würde es also grundsätzlich kaum an Sicherheiten, und somit an Liquidität, mangeln. Nur, die ZB werden sich hüten freiwillig Sicherheiten zu akzeptieren, die nicht den höchsten Bonitäten entsprechen. Und das sind nunmal hauptsächlich Staatspapiere, steht doch die geballte Steuereinzugsmacht des Staates dahinter: "Häufig gelten Staatsanleihen mit der höchsten Bonitätsstufe, also der geringsten Ausfallwahrscheinlichkeit, als Referenzanleihe." (>>). Sollte (!!) die ZB jedoch gezwungen sein, von diesen Vorgaben abzuweichen, dann wohl nur deshalb, weil Staatsanleihen eben nicht mehr diesen höchsten Bonitätsanforderungen entsprechen. Und das wäre dann in der Tat ein wirklich ernstzunehmendes, allgemeines Alarmsignal (siehe Vortag: Nonvaleurs).

2.) Obige Tabelle listet lediglich die, nach ihrer Bilanzsumme, zehn größten Banken in Deutschland auf. Von daher kann ich natürlich nicht garantieren, daß die restlichen Verhältnisse obigen Zahlen gleichkommen. Allerdings möchte ich hinzufügen, daß diese zehn Banken bereits 56,61% der gesamten Bilanzsumme der 100 größten Banken repräsentieren (>>). Deshalb, so meine ich, können wir zumindest halbwegs guten Gewissens davon ausgehen, daß sich die Werte nicht großartig ändern würden.

 

!! P O L I T I K !!

Schon etwas älter, aber vielleicht hat es der ein oder andere noch nicht gelesen!?

„Langfristig wird die Arbeit verschwinden“

US-Ökonom Jeremy Rifkin: Deutschland führt Scheindiskussion

Hier lang...

Selbstverständlich kann ich nicht anders , als auch hierzu meinen ganz persönlichen Senf abzugeben. Ohne geht's nicht, dafür bin ich ja hier . Ach ja, schöne Grüße an "Unser aller Problem richtig erklärt" (DG) !!! Also, denn mal los!

Einerseits:
Einerseits ist da wohl was dran. Ich selbst würde sogar noch einen Schritt weiter gehen! Wer weiß, nur so als These, vielleicht sind Maschinen, Roboter, Künstliche Intelligenzen, oder was auch immer, vielleicht sind sie der nächste Schritt auf der Evolutionsleiter. Wer braucht schon "wassergefüllte Kohlenstoffeinheiten" (Zitat aus Star Treck, glaube ich), wenn es auch Silizium tut? Terminator läßt grüßen! Nicht heute und auch nicht gleich morgen. Aber in fünfzig, hundert, zweihundert Jahren...??? Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen , aber kategorisch ausschließen möchte ich es zumindest nicht! Allerdings, so weit sind wir zur Zeit noch nicht. Noch (!!) erfolgt der Einsatz von Maschinen auf Geheiß von Menschen. Und die haben natürlich Gründe dafür! Deshalb...

...andererseits:
Andererseits sind mir einige seiner Aussagen etwas zu kurz gesprungen. Laßt mich also ein paar Punkte rauspicken, und meine Gedanken zum Besten geben:

1.) Er schreibt: "Als ich dieses Buch 1995 schrieb, waren weltweit 800 Millionen Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt. 2001 waren es schon mehr als eine Milliarde. Die Entwicklung ist eindeutig."
Sooo eindeutig nun auch wieder nicht! Er "vergißt" nämlich eine "Kleinigkeit" zu erwähnen: !! Bevölkerungswachstum !! Nehmen wir einfach mal an (!!), daß in den sieben Jahren von 1995 bis 2001, nur (!!) die dann 18-jährigen jährlich zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen, so müssen wir 18 Jahre zurück gehen (1978) und ab diesem Jahr wieder sieben Jahre nach vorne, bis 1984, und uns in diesen Zeitraum (1978 bis 1984) das Wachstum1 der Weltbevölkerung anschauen. Tun wir das (>>), so sehen wir, daß in diesen sieben Jahren die Bevölkerung um 540.063.821 Menschen zugenommen hat, jährlich im Schnitt um 77,15 Mio.! Unterstellen wir weiterhin, daß 1,1 Mrd. Arbeitslose als "mehr als eine Milliarde" gemeint sein könnten, so ergibt sich von 1995 bis 2001 ein jährlicher Zuwachs der Arbeitslosen von 42,86 Mio. Menschen. D.h., daß von den jährlich hinzugekommenen 77,15 Mio. Menschen, immerhin 34,29 Mio., oder knapp 45%, einen Job gefunden haben.
Das ist natürlich alles nur reine statische Rechnerei, verdeutlicht aber das Problem ganz gut. Ich kann nicht einfach sagen, "Die Entwicklung ist eindeutig", aber mit keiner Silbe die explodierende Bevölkerung erwähnen. Dadurch wird das Ganze, bezogen auf die Automatisierung, nämlich alles andere als "eindeutig"!
       1
Bevölkerungswachstum=Geburten-Todesfälle. D.h. die Anzahl der 18-jährigen liegt wahrscheinlich sogar höher!

2.) Er schreibt: "Das schmutzige Geheimnis hinter dem US-Wirtschaftsboom in den 90er Jahren ist die wahnsinnige Verschuldung der privaten Haushalte. usw..."
Mich deucht, der gute Mann hat noch nie was vom Debitismus gehört? Freilich, er hat zu dieser Seite der Medaille ja völlig recht. Nur, so "schmutzig" dieses "Geheimnis" auch sein mag, ohne selbigen Schmutz, nämlich der zusätzlichen Verschuldung, würde, ganz allgemein gesagt, gar nichts gehen!! Das ist die andere, ungeheuer wichtige Seite der Medaille, die komischerweise beinahe immer ausgeblendet wird. So auch hier mal wieder!!

3.) Er schreibt: "Die Zahl der Jobs die in Deutschland verschwinden weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China verlagert wird, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der abgebauten Stellen aus."
Natürlich, wenn man das eins zu eins sieht, mag das so sein! Kann ich ehrlich gesagt nicht nachprüfen. Aber das trifft, meines Erachtens, gar nicht den Kern, gerade im Hinblick auf die Automatisierung.

Reales Beispiel:
Ein Kumpel von mir stattet mit seiner Firma Baumaschinen aus (elektronischer Hightech-Kram). Für eines dieser Geräte (neue Entwicklung) benötigten sie ein Aluguß-Gehäuse. Anbieter aus Deutschland kostet 100 Euro. Indentisches Gehäuse (Material, Qualität usw) aus China kostet nur 35 Euro. Da die Firma leider auch nicht allein auf der Welt ist, sprich Konkurrenz ist vorhanden, muß sie selbstverständlich den Preis so niedrig wie möglich halten, um das Endgerät (inkl. Gehäuse) überhaupt absetzen zu können. Sie sind quasi gezwungen, mit den 35 Euro zu kalkulieren. Das ist die Situation! Nur damit wir einen realen Hintergrund für die folgenden Überlegungen haben!

Jetzt zu dem Anbieter aus Deutschland (nun fiktiv!!). Der wird sein Angebot von 100 Euro nicht willkürlich aus dem Hut gezaubert haben, der wird das schon ordentlich kalkulieren. Was aber tun, wenn er für 100 Euro das Gehäuse einfach nicht absetzen kann. Entweder er macht über kurz oder lang den Laden dicht, oder er versucht ebenfalls für 35 Euro anzubieten. Aber wie? Und an dieser Stelle taucht dann unweigerlich die Überlegungen auf, den Herstellungsprozeß weitgehend zu automatisieren, Leute zu entlassen, oder ein Mix aus beidem zu versuchen. Angenommen er schafft es, durch diese Maßnahmen den Preis auf 35 Euro zu drücken, dann haben wir folgende, neue Situation, und DAS ist der Kern der Sache:

- Kein Arbeitsplatz ist nach China verlagert worden und trotzdem sind deutsche Arbeitsplätze verschwunden (aber immerhin gibt es die deutsche Firma noch)
- Der Druck zur Automatisierung/Rationalisierung hier in Deutschland kam nichtsdestotrotz aus China! Die Arbeitsplätze brauchen gar nicht physisch verlagert zu werden (wie Hr. Rifkin anführt), sie sind dort nämlich schon vorhanden: In China, mit Chinesen!


Es spielen natürlich immer viele Dinge ein Rolle. Beispielsweise der nichtvorhandene, chinesische Umweltschutz, um nur ein anderes zu nennen. Aber ein ganz entscheideder Faktor ist und bleibt für mich das Lohnniveau. Die 35 Euro der chinesischen Firma kommen unter Garantie nicht zustande, weil dort schon so wahnsinnig rationalisiert/automatisiert wurde, sondern weil die meisten dort, im Verhältnis zu uns, alles in allem für 'nen Appel und 'en Ei arbeiten (noch (!!), denn auch dort geht's "schon los" mit steigenden Sozialleistungen usw., wie bei uns vor 40, 50 Jahren). Der hiesige Druck zur Automatisierung hat, meiner Meinung nach, sehr wohl was mit unserem -oder dem der USA- Lohnniveau zu tun (wohlgemerkt mit dem BRUTTO-Lohn). Zumindest zum Teil.
Das mag einem komplett gegen den Strich gehen, spielt hier aber keine Rolle. Die Sichtweise von Hr. Rifkin, und darauf kommt's an dieser Stelle an, ist mir eindeutig zu engstirnig!

4.) Er schreibt: "Wenn Maschinen immer mehr Menschen ersetzen, warum sollte es in Zukunft nicht genau so eine Maschinensteuer geben, wie es heute eine Einkommenssteuer gibt?"
Gar nicht mal so 'ne blöde Idee, theoretisch und grundsätzlich! Aber...

Die "Billiglohnländer" würden sich eins ins Fäustchen lachen. Dann wäre bei uns nicht nur der Mensch "teuer", sondern auch noch der maschinelle Ersatz! Es müßte also gleichzeitig die "menschliche Komponente" billiger werden. D.h. Maschinensteuer rauf/eingeführt, lohnbezogene Sozialabgaben runter. Allerdings, geschieht dies abgabenaufkommensneutral, würde damit obiges, deutsches Gehäuse immer noch 100 Euro kosten. Die Gesamtabgabenlast müßte demnach gesenkt werden. Das Problem jedoch, ist nicht neu und gilt ganz grundsätzlich! Trotzdem könnte es prinzipiell Sinn machen. Möglicherweise würde das in Teilbereichen tatsächlich zukünftige Entscheidungen zugunsten des Menschen beeinflussen. Wie das aber rein "technisch" umgesetzt werden soll, ist mir schleierhaft. Ist eine Schippe schon eine Maschine? Mein Auto? Der Rasenmäher? Wo fängt's an, wo hört's auf? Ganz, ganz schwierig!!

5.) Er schreibt: "Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste."
Nun ja, so logisch finde ich auch das nicht! Jedenfalls nicht so pauschal! Denn durch "das Drücken" der Löhne werden u.U. Arbeitsplätze gesichert, oder es enstehen sogar neue.
Ich habe ein Interview gesehen, als die Streikaktion bei AEG in Nürnberg gerade auf ihrem Höhepunkt war, und zwar mit einer polnischen Arbeiterin aus dem polnischen Neustandort der Fabrik. Sinngemäß (!!) sagte sie in etwa dies: "Ich kann die deutschen Kollegen verstehen, wenn sie für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen. Aber sie müssen auch uns verstehen. Ich war ein Jahr lang arbeitslos und habe jetzt endlich wieder eine Chance."
Dieses Interview macht, meiner Ansicht nach, zweierlei deutlich. Nämlich erstens, daß "das Drücken" der Löhne nur bei "uns" für Katzenjammer sorgt, für andere Teile der Welt aber durchaus neue Chancen eröffnet. Und zweitens, daß die Produkte nicht ausschließlich an die Gehälter unserer Arbeiter verkauft werden müssen. Polnische, chinesische, indische Gehälter usw. sind genau so gut geeignet!
Vor 40, 50 Jahren war Deutschland das heutige Polen, Ungarn, China, oder Indien. "Made in West-Germany"!! Ich glaube kaum, daß sich bei uns damals jemand darüber aufgeregt hat, daß ausländische Arbeitsplätze nach Deutschland "verlagert" wurden. Jetzt müssen wir eben damit klar kommen. Ob uns das passt, oder nicht!!

Wie einleitend gesagt, ich denke schon, daß an der These von Hr. Rifkin was dran ist und einige Ideen sind zumindest nachdenkenswert (daß mit der Besteuerung von Ressourcen z.B., finde ich überlegenswert). Lesenswert ist der Artikel allemal! Die Argumantationen finde ich  z.T. allerdings nicht recht schlüssig. Da wird mir zu viel ausgeblendet, zumindest was die aktuelle Lage betrifft. Wenn ich mich im Alltag so umschaue, gäbe es Millionen Dinge die Menschen tun könnten, trotz Automatisierung. Wenigstens so lange noch, bis es dann wirklich den "künstlichen Menschen" gibt. Das was im Moment passiert, würde ich -etwas ketzerisch- eher als "natürlichen" Niveauausgleich bezeichnen. Dabei gibt es selbstverständlich unendlich viel Kritik zu üben, und er hat sicherlich recht wenn er sagt, daß "Dabei der Mensch aus dem Blickpunkt geraten ist".

Jedenfalls greift mir "Unser aller Problem richtig erklärt" eindeutig zu kurz. Ganz so einfach ist die Sache, wie ich finde, nicht.

Allerdings, ein paar Jahrzehnte weiter gedacht, könnte er recht behalten. Deshalb finde ich seine Schlußworte wieder ganz passend: "Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können. Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen."

P.S.:
Eigentlich wollte ich nur ein paar wenige, ganz kurze Kommentare dazu abgeben. Jetzt ist es doch wieder so viel geworden. Sorry! Zudem werdet ihr bemerkt haben, daß ich ein wenig hin und her gerissen bin und kein echtes Fazit ziehen kann. Egal, jede Beschäftigung mit solchen Themen kann auf jeden Fall mal nicht schaden. Das ist ja auch schon was!!

 

 # 28.03.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »Bundesbank-Geschäftbericht / Falsche Überlegungen der Goldkäufer« 

 

  

Bundesbank-Geschäftsberichts

Ein kurzer Blick in die Gewinn/Verlustrechnung der Buba, aus dem aktuellen Jahresabschluß für 2005 (Seite 126).

Der Gewinn belief sich 2005 auf 2,86 Mrd.€ (2004 = 0,676 Mrd.€). Das eigentlich Interessante hierbei ist nun folgendes:

Der Gewinn aus der "fundamentalen" Tätigkeit der Buba -nämlich der Ausgabe des gesetzlichen Zahlungsmittels gegen "Zinsen"- der Nettozinsertrag, ist mit 3,833 Mrd.€ (Zinsertrag = 6,001; Zinsaufwendungen = -2,168) gerade mal um 0,672 Mrd.€ gegenüber dem grottenschlechten Jahr 2004 angestiegen. Die Abschreibungen auf Gold, Fremdwährungen und Wertpapiere hingegen, tragen mit einer geringeren Summe von -2,159 Mrd.€, gegenüber 2004, zum Gewinn bei.

Oder anders gesagt: Die Steigerung der Nettoerträge (vor Abzug von Personalkosten, Notendruckkosten usw.) um 2,199 Mrd.€ (von 2,122Mrd.€ in 2004 auf 4,321 Mrd.€ für 2005) ist zum allergrößten Teil den geringeren Abschreibungen zuzuschreiben!! Dazu zwei Zitate aus dem Bericht:

    Die Bewertung der Fremdwährungsbeständen erfolgt jeweils zum Marktkurs am Jahresende; dieser beträgt für die US-Dollar-Position 1 € =1,1797 US-$ (im Vorjahr: 1 € = 1,3621 US-$).

    Im Gegensatz zum Vorjahr liegen bei den US-Dollar [...] Positionen die jeweiligen Marktwerte zum Jahresende über den entsprechenden Anschaffungswerten, so dass sich Neubewertungsgewinne von insgesamt 4 132 Mio € ergeben.

Ohne jetzt weiter in die Details der Berechnungen zu gehen, läßt sich doch festhalten, daß...

1.)...das "alltägliche" Geschäft der Buba, die Bereitstellung/Versorgung mit Bargeld, nach wie vor nicht sonderlich gut läuft (warum auch immer). Zwar klar besser als im Vorjahr. Aber, zum Vergleich, im eher durchschnittlichen Jahr 1998 lag der Zinsüberschuß (Nettozinserträge) noch bei +6,77 Mrd.€ (>>), heute, wie gesagt, bei 3,833 Mrd.€.

2.)...die Ertragslage der Buba extrem abhängig von der Veränderung des Dollar/Euro Verhältnisses ist (vergleiche Graphiken unten). Und das ist nun nicht gerade beruhigend, wie ich meine! Natürlich kann der Dollar auch steigen. Alles bestens, alles in Butter!! Was aber wenn nicht? Was, wenn der Dollar -aus welchen Gründen auch immer- dauerhaft abschmiert (die rechte Graphik also wieder ansteigt)? Und dies vielleicht noch mit dem Hintergrund von 1.)!! Muß ja nicht so kommen, kann aber! Natürlich, auch die Buba hat Rückstellungen um solche Fälle erst mal aufzufangen. Trotzdem, aus Sicht der Buba DARF der Dollar gegenüber dem Euro nicht nennenswert und dauerhaft fallen. Das nun wieder -wir spekulieren ins Blaue- könnte evtl. durchaus Einfluß auf etwaige Zinsentscheide haben, die den sonstigen, wirtschaftlichen Nöten möglicherweise entgegenstehen! Nicht ganz belanglos!!

Abgesehen von diesen Punkten, möchte ich, wo ich gerade so schön dabei bin, nochmals auf einen anderen Umstand aufmerksam machen. Wie wir oben sehen können, betrugen die Eigenkosten der Buba 1,461 Mrd.€ (1,446 Mrd.€ in 2004).

Diesbezüglich erst mal zwei Fakten:

    Die Deutsche Bundesbank darf mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern [...] folgende Geschäfte betreiben:
    ... 6. auf eine andere Währung als Euro lautende Zahlungsmittel einschließlich Wechsel und Schecks, Forderungen und Wertpapiere sowie Gold, Silber und Platin kaufen und verkaufen
    (>>)

    • Die Buba stellt die Liquidität (Versorgung mit gesetzlichem Zahlungsmittel=Bargeld) für die Geschäftsbanken lediglich bereit. Sie ist also abhängig davon, ob sich jemand bei ihr meldet und aus eigenem Antrieb, von sich aus ein Gebot für diese Bereitstellung abgibt (guckst du hier, von dieser Seite). D.h., die Buba kann nicht selbst aktiv werden (etwaige Absprachen und Geklüngel mal beiseite gelassen) und einfach in den Keller gehen, Scheine drucken und damit den Markt überfluten. Sie muß warten, bis die Geschäftsbanken auf sie zukommen, um das von ihr unterbreitete Angebot abzurufen!!

Mit diesen zwei Prämissen im Hinterkopf (!!!), stelle ich nun einfach mal folgende zwei Fragen:

    1.) Wie ist es der Buba möglich, die anfallenden Eigenkosten  von 1,461Mrd.€ zu begleichen?

    2.) Was hat die Antwort von 1.) mit "dem Zins" zu tun?

Denkt mal drüber nach???

P.S.: Und immer dran denken, daß z.B. "Die Mitglieder des Vorstands in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehen." und somit Beamte, sprich Angestellte des Staates, sind (>>)

 

 

 -----------------------------
 

 

 ********************************

Weil's schon irgendwie zu obigem Thema passt, möchte ich folgend noch einen Artikel von Hr. Niquet kommentieren, den mir jemand zugemailt hat (danke). Möglicherweise ja ganz allgemein von Interesse. Ich will zuvor allerdings ausdrücklich betonen, daß es sich logischerweise um meine ganz persönliche Meinung handelt.

 

Falsche Überlegungen der Goldkäufer (>>)

Die Geldmengen steigen weltweit deutlich an. Damit wird unser Papiergeld seinen Wert verlieren, behaupten Vertreter der Goldlobby und haben es tatsächlich geschafft, einen Lemming-Zug in Gang zu setzen, der sich historisch durchaus sehen lassen kann.

Allein schon der Begriff Geld"MENGE" ist irreführend! Was ist die Menge Geld? Die Menge Geld als Anzahl der Scheine? Die GeldMENGE ist keine Menge, sondern eine Summe!! Und da wir im Kreditgeldstandard leben, handelt es sich letztlich um eine Kreditsumme!! Das hört sich vielleicht nach Haarspalterei an, meiner Meinung nach unterstützt diese Unterscheidung aber die gedankliche Vorstellung! Unter einer Geldsumme kann man sich eher etwas vorstellen, als unter einer Geldmenge! Das aber mehr so nebenbei und weniger auf Hr. Niquet gemünzt!

Doch die Argumentation, dass ein „Mehr“ oder ein „Zuviel“ an Geld den Wert einer Währung ruiniert, ist falsch. Da nützt auch kein Blick in das Geschichtsbuch. Ja, natürlich, alle Währungszusammenbrüche waren stets von einer Geldmengenexplosion begleitet. BEGLEITET! Die URSACHE aller Währungskrisen lag jedoch ganz woanders. Er lag nicht in der Menge des umlaufenden Geldes, sondern in der mangelnden Qualität der Aktivseite der Notenbankbilanz.

Meines Wissens, und das ist der entscheidende Punkt (auch für die folgenden Ausführungen), den Hr. Niquet mit keiner Silbe erwähnt, folgte jeder Währungszusammenbruch auf eine hemmungslose Kreditexpansion (Verschuldung) des Staates! Genaueres folgt im Weiteren!!

Der Fehler des konventionellen Börsen-Feuilletons liegt darin, dass hier alle ausnahmslos den Friedmanschen Hubschrauber im Kopf haben. Wenn es plötzlich Geld vom Himmel regnen würde, dann wäre selbstverständlich „zu viel“ Geld da. Und der einzelne Geldschein würde an Wert verlieren.

Doch dem ist nicht so. Geld regnet nicht von Himmel. Geld kommt dadurch in Umlauf, indem Marktakteure gute zinstragende Aktiva bei der Notenbank deponieren und dafür Geld bekommen.

1.)    "Geld" ist nicht das Problem! Geld, im eigentlichen Sinne, ist ausschließlich das gesetzliche Zahlungsmittel der Buba. Sozusagen die wirklichen, stofflichen Papierscheinchen! Das Problem ist die ungehemmte Aufnahme von Krediten! Und, wie gesagt, das Wichtige dabei ist obige Feststellung, dass der Staat der verantwortliche Faktor war und sein wird (in Bezug auf die angesprochene Geld"mengen"explosion).

2.)    Grundsätzlich hat Hr. Niquet ja sogar recht! So ist der MOMENTANE Mechanismus! Die Geschäftsbanken hinterlegen Pfänder bei der Buba und erhalten im Gegenzug Geld (Scheinchen, Bargeld als nur ein Teil der Geld"menge") für ihre Refinanzierungen und/oder um es -bei entsprechender Nachfrage- an das Publikum ausgeben zu können! Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht das "Geld", sondern die Aufnahme von Krediten! Alle, auch der Staat, müssen sich ihre Kredite am Markt besorgen. Dabei handelt es sich immer um eine Kreditgewährung! D.h., der Verschuldungwillige fragt einen Kredit an und bekommt ihn, im besten Falle, von den Geschäftsbanken gewährt. Bei oben erwähntem "Hubschrauber" wird dieser Mechanismus, der immerhin eine gewisse Selbstregulierung (einen Verschuldungdeckel, wenn man so will, auch für den Staat) beinhaltet, außer Kraft gesetzt. Und DAS kann nur der Staat!! Nur er kann den MOMENTANEN Zustand ändern (wie auch immer das im Detail aussieht) und seine Kredite nicht mehr am Markt besorgen, sondern dann direkt zur Zentralbank gehen (ohne den Umweg Geschäftsbanken) um sich aus deren Keller zu bedienen! Nur das wäre dann das berühmte "anwerfen der Druckerpresse" mit den bekannten Folgen: im schlimmsten denkbaren Fall Hyperinflation!

Spielen wir daher einmal durch, was passieren würde, wenn europäische Staatsanleihen plötzlich drohen würden, notleidend zu werden. Die Goldgetreuen werden jetzt sagen: Dann kracht das System. Das Papiergeld wird wertlos. Ich hingegen sage: Das Papiergeld würde plötzlich wertvoller werden als jemals zuvor! Doch wie das?

Da jede Geldemission einer guten Währung wie des Euros oder des Dollars sich den Marktmechanismen bedient, befinden sich im Portefeuille der Notenbank auch nur marktfähige Wertpapiere. Droht nun eine Krise, dann wird jeder Marktteilnehmer, der bei der Notenbank derartige Papiere hinterlegt hat, sofort versuchen, diese dort herauszuholen. Um sie auf dem freien Markt zu veräußern und wenigstens noch etwas dafür zu bekommen.

In diesem Fall würde die Notenbank also überschwemmt werden mit eigenem Geld, welches an sie zurückfließt, um die notleidend zu werden drohenden Sicherheiten herauszulösen. Das Problem in diesem Moment heißt dann nicht zu viel Papiergeld sondern zu wenig. Wer dann Bargeld hat, der ist der König! Der kann kaufen, was er will! Die Goldbesitzer hingegen finden sich regungslos in ihrem Haufen eingeschlossen wie weiland König Midas.

    Hr. Niquet ist nicht ganz ungeschickt, muß ich schon sagen! Denn plötzlich schwenkt er in eine komplett andere Richtung! Was Hr. Niquet im Grunde beschreibt, ist der Ablauf bei Beibehaltung des momentanen Zustands. Die Folgen wären demnach irgendwann die Rückabwicklung der zuvor stattgefundenen Kreditexpansion, einen Rückgang der "Geldmengen"!! Hier beschreibt er die mögliche Entwicklung bei einer Deflation! In diesem Falle hätte er, so meine ich, durchaus recht! Mit folgender kleinen Einschränkungen:

Zumindest so lange es die Währung noch gibt! Denn das von Hr. Niquet unterstellte Szenario der notleidenden Staatsanleihen ist beinahe schon das Worst-Case-Szenario! Denn wann werden Staatsanleihen notleidend? Doch nur dann, wenn der Staat dermaßen verschuldet ist, dass er sie nicht mehr bedienen kann! Sprich: totaler Staatsbankrott! Soweit ich das beurteilen kann, folgte auf diesen Umstand eigentlich immer, in irgendeiner Art und Weise, eine neue Währung. Und ob man dann mit Scheinchen unter'm Kopfkissen wirklich "der König" ist, kann zumindest stark in Frage gestellt werden!

    Das aber hat absolut nichts mit den "Überlegungen von Goldkäufern" zu tun!!! Denn diese gehen in der Tat von, noch weiter oben von Hr. Niquet selbst dargestellten, Hubschrauber aus (unterstelle ich einfach mal ). Der Staat, der in eine übermäßige Verschuldungszwickmühle geraten ist, tendiert dazu, die eingebauten Verschuldungsdeckel irgendwann ins Nirvana zu schicken. Er wird versuchen, den Umweg über den Markt sein zu lassen und sich ohne Hemmungen direkt bei seiner Zentralbank zu bedienen. D.h., der Staat wird den, von Niquet als Grundlage seiner Argumentation verwendeten, Status Quo ändern wollen (wie auch immer das dann im Detail aussehen wird)!!!

Jede gegen marktmäßige Sicherheiten emittierte Währung hat damit gleichsam einen Selbstschutz gegen Erodierungen ihrer Basis.

Dummerweise ist der Oberschuldner Staat auch gleichzeitig der Gesetzgeber. Der "Selbstschutz" ist nichts anderes als eine Reihe von Gesetzen, die im "Notfall" eben auch geändert oder evtl. auch schlicht "umgangen" werden können. In wie weit das so ohne weiteres möglich ist, sei mal dahingestellt (für die EU z.B., halte ich dies für äußerst schwierig: Stichwort Stabilitätspakt usw.). Es aber quasi als unumstößliches Naturgesetzt hinzustellen, wie Hr. Niquet es meiner Meinung nach unterschwellig tut, ist fahrlässig und irreführend!! Mindestens sollte er diese Möglichkeit mal erwähnen!!

Das ist spätestens seit 1845 klar als John Fullarton sein geniales „Law of reflux“ kreierte: Die Notenbank kann bei guten und marktmäßigen Sicherheiten den Geldumlauf um keine Einheit höher schrauben als die Marktpräferenz es wünscht. Dass derartige Geldeinsichten im Zeitablauf durch die Naivität eines Hubschraubers abgelöst wurden, spricht nicht unbedingt für unsere heutige Zeit.

Auch hier stimme ich Hr. Niquet grundsätzlich zu. Die Ausgabe von Notenbankgeld (gesetzliches Zahlungsmittel [GZ], Scheinchen) durch die Notenbank ist letztlich nur die "Reaktion" auf eine "Aktion" der Geschäftsbanken (siehe nochmal oben). Nur:

    1.)   In diesem Kontext kann sein genannter "Geldumlauf" logischerweise ausschließlich auf Notenbankgeld (GZ) bezogen sein. Wie schon erwähnt, ist das aber "erstmal" (=> siehe 2.) gar nicht das Problem! Das Problem ist die Kreditexplosion! Oder besser, nicht mal die Kreditexplosion selbst, sondern die daraus irgendwann enstehenden Schwierigkeiten, nämlich die Rückzahlungen der Verschuldungen zu den anstehenden Terminen. Nicht zu vergessen die lebensnotwendigen Neukredite/Neuschuldner, die umso schwieriger zu finden sind, je höher die absolute Höhe der bereits "umlaufenden" Kreditsumme ist.

    2.)   Ich muß mich leider wiederholen, Hr. Niquet geht nach wie vor davon aus, daß die zur Zeit geltende Gesetzeslage für alle Zeit einzementiert ist. Darauf bezog sich obiges "erstmal", denn sollte der Staat sich bemüßigt fühlen diese Gesetzeslage aufzuweichen -oder gar gänzlich zu ändern- (in wie weit konkret möglich oder nicht usw. mal bei Seite gelassen) und er sich sodann unmittelbar bei der Zentralbank bedienen darf, dann wird aus dem "erstmal kein Problem" ratzfatz ein "riesenhaftes Problem"! Und ich für meinen Teil, schließe das mitnichten aus!

Nun gab es in der Geschichte dennoch Währungskrisen, die sämtliches Papiergeld vernichtet haben. Das stimmt. Doch hier lag die Ursache darin, dass die Notenbank im Vorfeld Nonvaleurs angekauft hatte. Wenn auf der Aktivseite der Notenbankbilanz keine marktmäßig verwertbaren Titel stehen, deren Einlösung überdies niemand schuldig ist, dann kann das „Lax of reflux“ natürlich auch nicht funktionieren.

    Ich kann diese Aussage (Nonvaleurs...), ehrlich gesagt, nicht beurteilen! Gehen wir mal davon aus, daß das stimmt!
    Unwillkürlich kommen einem dazu ein paar Gedanken in den Sinn. Keine Zentralbank der Welt nimmt freiwillig Nonvaleurs entgegen (siehe HIER ab Seite 41für die EZB)!! Warum, zum Teufel, war das aber offensichtlich doch so?? Die Vermutung liegt nahe, daß sie schlicht dazu gezwungen war!! Sie hatte keine Wahl mehr!! Was sollte sonst der Grund gewesen sein? Wenn sie aber dazu gezwungen war, ist, allem Anschein nach, schon vorher irgendwas kräftig in die Binsen gegangen. Bildlich gesprochen, gleicht der Blick in die Notenbankbilanz demnach also eher dem Blick in die Tageszeitung von vor einem Jahr! Ferner gibt er in diesem Absatz ja sogar indirekt zu, daß sein "Lax of reflux" offenbar doch nicht so sagenhaft ist, wie man noch weiter oben raushören konnte. Sein obiges "Doch dem ist nicht so." hätte demnach von ihm ergänzt werden müssen mit "Dem könnte vielleicht aber wieder so sein." Ein bißchen umformuliert hätte dieser Absatz im Prinzip auch von einem der Gold-Lemminge stammen können!

Hierauf muss man also schauen. Und auf nichts anderes. Was steht auf der Aktivseite der Notenbankbilanz? Und wie viel ist davon auf Dauer angekauft und wie viel nur in Pension genommen? Und dann sollte man die Ohren zumachen. Und den Geldbeutel ebenfalls. Geiz ist geil, und Cash ist Trumpf. Gerade in einer möglichen Krise.

    "Cash ist Trumpf": Nur bei einer Art der möglichen Krisen. Eine durchaus realistische, ganz klar, aber gewiss nicht die einzig denkbare Variante. Es sei denn, man blendet die schöpferischen Fähigkeiten eines angeschlagenen Staates komplett aus, wie Hr. Niquet es tut. Ein bißchen mehr Phantasie tut Not, Hr. Niquet.

Zusammenfassung

    Artikel Hr. Niquet:
    1.) "Geldmengen" setzen sich aus Bargeld (GZ, Zentralbankgeld) und Schuldkontrakten (Kredite unterschiedlichster Arten) zusammen. Mit beidem kann gekauft werden. Wenn die "Geldmengen" wirklich nennenswert in die Höhe schnellen, dann nicht wegen übermäßigem Bargeldgebrauchs, sondern aufgrund einer "explodierenden" Kreditaufnahme. Und immer war hierbei der gesetzgebende Staat der Hauptakteur, der große Inflationator. Wenn also eine wirklich deutliche Steigerung der "Geldmengen" zu beobachten ist, so meine ich schon, daß zumindest die Alarmglocken angehen sollten und man mal genauer hinsehen- und hören sollte. Dazu gehört auch der Blick auf die ZB-Bilanzen (recht hat er) und alles was damit zu tun hat (Bonität der Sicherheiten usw.), aber ganz bestimmt nicht "Und auf nichts anderes"

    2.) Meiner Meinung nach hat Hr. Niquet im Grunde an seiner selbst gewählten Überschrift (inklusive des ersten Absatzes) völlig vorbei geschrieben. Angesichts seiner Argumentation -mit der er ja nicht mal unrecht hat- hätte die Überschrift aber eher "Mit Gold in der Deflation: König oder Bettler?" heißen sollen! Denn im ersten Absatz spricht er noch von deutlich steigenden "Geldmengen", als zu betrachenden Gegenstand des Artikels, im Weiteren argumentiert er aber plötzlich gänzlich umgedreht, nämlich letztlich von fallenden "Geldmengen". Oder wie anders kann dieser Satz interpretiert werden?: "In diesem Fall würde die Notenbank also überschwemmt werden mit eigenem Geld, welches an sie zurückfließt (!!!!)..." Zudem schreibt er ja selbst das "Wenn es plötzlich Geld vom Himmel regnen würde, dann wäre selbstverständlich „zu viel“ Geld da. Und der einzelne Geldschein würde an Wert verlieren." Na bitte!! Eben!! Es wäre nicht das erste Mal!!

    Für meinen Geschmack  nicht sonderlich überzeugend, da am Thema vorbei! Ich kann nicht erkennen, was seine Ausführungen mit den "Überlegungen der Goldkäufer" zu tun hätten?! Seine dagestellte Sicht der Dinge finde ich reichlich engstirnig!!

    Allgemein:
    Die ewige Frage: Deflation oder Inflation? Oder gar beides gleichzeitig in verschiedenen Teilmärkten? Wie reagieren? Ich blubber einfach mal so drauf los (kein Anspruch auf Vollständigkeit!):
    In den USA deutet einiges in Richtung Inflationierung. Als Beispiele sei das zukünftige Einstellen der Veröffentlichung der M3-Zahlen (warum nur?? >>) und eine kleine Zusammenstellung der sagenhaften Statistiken (>>) genannt. Japan steckt, trotz aller Inflationierungsversuche, letztlich immer noch in der Deflation. Und hier (inkl. EU)? Alles ganz schwierig!! Für sich und rein technisch betrachtet, geht in der EU kein Weg an einer Deflation vorbei!! Mindestens in Teilbereichen! Es sei denn, die oberen Zehntausend drehen an der momentanen Gesetzeslage (z.B. Stichwort "Aufweichung des Stabi-Paktes", die ja schon vollzogen wurde). Einen kompletten, unmittelbaren Zugriff der Staaten auf die ZB, halte ich allerdings für kaum machbar! Der Markt würde sofort und äußerst heftig reagieren. Das kann eigentlich niemand riskieren. Andererseits und grundsätzlich halte ich, vorsichtshalber mal , nichts für unmöglich!

    Zu Ende gedacht, sind aber alle angedachten Szenarien, nichts anderes als Übergangsszenarien. Letztendlich geht kein Weg an der Ausbuchung der Kredittürme vorbei, ganz egal, ob nun vorher noch eine Hyperinflation, weiterhin eine "normale" Inflation, oder sonst was kommt, oder nicht! Irgendwie und irgendwann müßen die Kredite ausgebucht werden. Und angesichts der Tatsache, daß das ganze System in einer noch nie dagewesenen Aufblähung und weltweiten Verquickung daherkommt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses Ausbuchen, auch nur ansatzweise, in geregelter Form von statten gehen soll. Die Folge wäre das "End"szenario einer "Hyperdeflation", möchte ich mal sagen!

    An diesem Punkt komme ich zurück zu Hr. Niquet's Gold-Allergie ! Meiner Meinung nach können wir folgende, laienhafte Zusamenstellung machen:

    Szenarien

    Gold: Ja oder Nein?

    1.) "Übergangsszenarien"

    a) Deflation

    In diesem Falle kommen durchaus Hr. Niquet's Ausführungen zum Tragen.
    Cash is King!

    b) Inflation

    Bei einer "normalen" Inflation -also quasi einer unterstellten Fortsetzung der letzten Jahrzehnte in den nächsten 100 Jahren-, hätten wir im Grunde eh kaum Probleme. Darauf bezogen ist Gold nur bedingt tauglich!
    Allerdings, und dieser Punkt gilt in meinen Augen grundsätzlich, gibt es ja noch andere -gute- Gründe Gold zu besitzen, als nur den reinen Inflationsschutz o.ä.: >>

    c) Hyperinflation

    Ich zitiere nochmals Hr. Niquet: "Wenn es plötzlich Geld vom Himmel regnen würde, dann wäre selbstverständlich „zu viel“ Geld da. Und der einzelne Geldschein würde an Wert verlieren." In diesem Fall kann Gold sicherlich nicht schaden!

    2.) "End"szenario

     

    a) Hyperdeflation

    Der GAU!! Es steht zu vermuten, daß dabei erstmal einige Währungen komplett den Bach runter gehen. Dann (!!) wird Gold wahrscheinlich kein Fehler sein (sozusagen als allerletzte Notfallinstanz). Sollte sich, trotz allem, die eigene Währung halten können, zieht 1a) natürlich umso mehr!

    Was, wann wie und wo (oder von wo aus) passieren wird? Null Ahnung!!! Wenn ich das sicher sagen könnte, wäre mein Name Nostradamus . Denkbar ist ja zum Beispiel auch eine Mischung aus allem zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Ländern! Oder umgekehrt? Nichts ist sicher, nichts ist unmöglich, alles kann sein!! Im Endeffekt bleibt nichts übrig, als sich schlicht auf alles vorzubereiten, soweit überhaupt möglich. Für mich gehört dabei Gold ganz klar dazu!!

 

 # 16.03.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »Staatspleite« 

 !! POLITIK !! 

»U.S. endorsed Iranian plans to build massive nuclear energy industry / 'Israel von der Landkarte löschen' - Der Krieg gegen den Iran hat längst begonnen / REBUILDING AMERICAS DEFENSES«

 !! SONSTIGES !! 

 
»9/11-DVD«

 

 

Staatspleite

Wie ich meine, weil kurz und knackig, eine schöne Erklärung der ganzen Misere.

    Jede Wirtschaftsform steht unter dem Gesetz des Debitismus, also muß auch jede Form irgendwann einmal scheitern, weil schlichtweg der Staat scheitert, der den Markt durch seine Machtmittel und den Vollstreckungszwang erst ermöglicht.

    Die Machtmittel aber müssen vorfinanziert werden, bevor überhaupt irgendwelche Steuern eingenommen werden. Von daher hat auch der beste Staat seinen Verschuldungszwang.

    Der Staat verpfändet nun seine zukünftigen Steuereinnahmen und tritt sie ab in der Form von Titeln. Durch Pensionsgeschäfte zwischen Geschäftsbanken und Zentralbanken wird gegen diese Staatstitel gesetzliches Zahlungsmittel herausgegeben. Der Kontrakt des Pensionsgeschäftes hat eine terminliche Fälligkeit, der einzelne Geldschein aber nicht. Die Banknote ist also selbst wieder ein Derivat. Im Grunde ist sie ein Mini-Long-Zertifikat, open end. Die Longposition besteht hinsichtlich des bei der Zentralbank eingelagerten Staatstitels. Die einzelne Banknote ist zwar ein Open-End-Zertifikat, hat aber wie alle Mini-Longs einen Knock-Out, der aber wird nicht bekannt gemacht. Der Knock-Out ergibt sich schlußweise aus der Einstufung der Staatstitel am Markt.

    Unser Geld und gesetzliches Zahlungsmittel ist also ein Derivat auf einen Steuer-Future. Die Erfüllung dieser Vorwärtsverkäufe von Steuereinnahmen kann aber jetzt nicht, wie bei Warentermingeschäften, durch Lieferung einer Ware grundsätzlich zum Erliegen kommen (Goldstandard), sondern die Kontrakterfüllung kann nur durch einen weiteren noch zukünftigeren Vorwärtsverkauf erfolgen.

    Aus diesem Geschäftszwang, der die notwendigen Abschreibungen unterbindet, ergibt sich, daß der Prozentsatz abgetretener Steuereinnahmen stetig steigt und damit auch der Anteil der Steuereinnahmen, die für Zinsen herhalten müssen. Das ist der Weg zum Knock-Out unseres Mini-Long-Zertifkates, das wir im Portemonnaie haben. Die Finanzierung neuer Schulden kann nur noch bei sinkenden Zinsen erfolgen (Disinflation als Vorstufe der Deflation). Einziger Ausweg wäre die Externalisierung dieser Schulden, wie es die USA tun, aber nur sie haben dieses Privileg.

    Wenn am Ende der Staat seine Vollstreckungsmittel nicht mehr finanzieren kann, ist das Ende erreicht. (>>)

Da können wir uns drehen und wenden wie wir wollen, so war es und so wird es immer sein. Und dann fängt die ganze Choose wieder von vorne an. Die Frage ist nur, wie das Ende aussieht, oder besser, wie wir damit umgehen (Krieg?, Gesetzesverschärfungen?, usw.) und wann es "soweit" ist (Stichwort Globalisierung, die, trotz aller berechtigter Kreditpunkte, momentan noch für einen großen Teil der notwendigen Neuverschuldung verantwortlich scheint und damit das Gummiband noch etwas in die Länge zieht)!

Zwei Kommentare noch:

1.) Um es ein wenig bildlicher zu machen, sei für die BRD "der Weg" bis heute kurz dargestellt:

    a.) Grundgesetz, Das Finanzwesen, Artikel 115:

    So lautete die ursprüngliche Fassung des Artikels zur Währungsreform 1948:

      «lm Wege des Kredits dürfen Geldmittel nur bei außerordentlichem Bedarf und in der Regel nur für Ausgaben zu werbenden Zwecken und nur auf Grund eines Bundesgesetzes beschafft werden. Kreditgewährungen und Sicherheitsleistungen zu Lasten des Bundes, deren Wirkung über ein Rechnungsjahr hinausgeht, dürfen nur auf Grund eines Bundesgesetzes erfolgen. In dem Gesetz muß die Höhe des Kredits und der Umfang der Verpflichtung, für die der Bund die Haftung übernimmt, bestimmt sein.»

      Damit, so der Finanzwissenschaftler Roland Sturm, «stand der Ausgleich des Haushalts, das Nicht-Mehr-Ausgeben-Als-Man-Hat, im Vordergrund. Solide Haushaltsführung wurde an den Überschüssen gemessen, die der Staat erwirtschaften konnte. Staatsverschuldung galt eher als Eingeständnis für Politikversagen.»

    Und das wurde daraus, lediglich 17 Jahre später. 1965 wurde er, in die noch heute gültige Fassung, geändert:

      «Die Aufnahme von Krediten sowie die Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen, die zu Ausgaben in künftigen Rechnungsjahren führen können, bedürfen einer der Höhe nach bestimmten oder bestimmbaren Ermächtigung durch Bundesgesetz. Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.»

      Damit waren die Hürden gefallen, auch wenn das Grundgesetz die Neuverschuldung mit der Höhe der Investitionsausgaben eine Grenze setzte, die nur ausnahmsweise überschritten werden darf.
      (Aus "Die D-Mark" von Wolfram Bickerich)

    Weitere 40 Jahre später regt sich nicht mal mehr jemand wirklich darüber auf, wenn unsere Damen und Herren "Volksvertreter", in ihrer eigenen Koalitionsvereinbarung, wissentlich gegen eben diesen Artikel 115 verstossen und somit Verfassungsbruch begehen:

      Angesichts der dramatischen Ausgangslage wird es [...] im nächsten Jahr nicht möglich sein, die Regelgrenze des Art. 115 GG [...] wieder einzuhalten... (>>)

    b.) Ein kleines Beispiel zur Vorfinanzierung aus dem Bundesbesoldungsgesetz:

      Die Dienstbezüge nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 und 6 werden monatlich im Voraus gezahlt. Die anderen Bezüge werden monatlich im Voraus gezahlt, soweit nichts anderes bestimmt ist. (>>)

2.) Zur angesprochenen Externalisierung möchte ich auf einen recht interessanten Artikel verweisen (Dank an Alex C. ), der sich diesen Punkt in Bezug auf das gerade herrschende Imperium "vornimmt", die USA. Es handelt sich dabei um eine Teilübersetzung einer Rede von Ron Paul, republikansicher Kongressabgeordneter. Das Original findet ihr HIER.

      Das Ende der Dollar-Hegemonie

      [...] Heute gilt: "Derjenige, der das Geld druckt, setzt die Regeln, herrscht", zumindest vorläufig. ..sind die Ziele die gleichen geblieben: fremde Länder zur Produktion zwingen und das eigene Land mit militärischer Überlegenheit ausstatten und das Gelddrucken kontrollieren. Seitdem Geld zu drucken der Fälscherei gleichkommt, muss der Herausgeber der internationalen Leitwährung immer das Land mit dem militärischen Apparat sein, das die Kontrolle dieses Systems ausüben kann. Dieses großartige System scheint d a s System schlechthin zu sein, um fortwährend dem Land Wohlstand zu verschaffen, das die Weltleitwährung herausgibt.

       Komplett...

    Wobei dies alles als nicht auf heute beschränkt zu betrachten ist. Vielmehr scheint es der rote Faden der Menscheit zu sein.  "Der Fehler" (wenn man es überhaupt so bezeichnen kann) war die frühgeschichtliche Abkehr von der "eigenorganisierten Agrareinheit", hin zur "staats- und somit territorialorganisierten Wirtschaftseinheit". Aber auch das scheint ein roter Faden der Menscheit zu sein: Sobald die Waffe "erfunden" war, gab es auch immer welche die sie zu nutzen wußten und andere innerhalb eines Gebietes/Territoriums für sich arbeiten ließen. Und schon geht's wie eingangs beschrieben los! ==> Ich will an dieser Stelle nicht wieder alles aufrollen. Wer vieeeeeel Zeit und Lust hat, kann sich ja mal HIER durchkämpfen.

    Andererseits, ohne die Verschuldungsorgie der USA (+8,8% für 2005) würden so einige Exportländer ziemlich dumm aus der Wäsche gucken. So viel müßen wir ihnen schon zugestehen !
    Übrigens, die aktuellen Daten zur US-Verschuldung gibt's HIER!!

!! P O L I T I K !!

U.S. endorsed Iranian plans to build massive nuclear energy industry

     In 1976, President Gerald R. Ford signed a directive that granted Iran the opportunity to purchase U.S. built reprocessing equipment and facilities designed to extract plutonium from nuclear reactor fuel. [...] What the current Bush Administration is asserting, particularly through its news agency Fox News, or as I like to call it, the Fascist Opinion X-change, is that it needs to prevent Iran from achieving the exact same nuclear capabilities that President Ford and his key appointees, Cheney, Rumsfeld, and Wolfowitz were encouraging Iran to accomplish 30 years ago.  Iran, a party to the Nuclear Nonproliferation Treaty, is guaranteed the right to develop peaceful nuclear power programs – regardless of whether the United States approves or disapproves the politics or political leadership of that country; a point that Iran has repeated over and over again. For 30 years, Iran has proclaimed that it needs nuclear power since its oil and gas supplies are limited, just like the United States, and therefore has the legal right to produce and operate nuclear power plants.  Thirty years ago, Dick Cheney and Donald Rumsfeld agreed.  Today, Cheney and Rumsfeld appear to be crawling out of their skins with uncontrollable militarized lust for control of Iranian oil fields via a U.S. occupied, Iran.  The NEO-CON war drumbeaters have already devised their plans for the liberation of the people again, this time Iranian people, and making things all better, just like they have done in Iraq.  Scary stuff, but it is true. In preparation, the Bush Administration has primed the mainstream media so effectively that 8 out of 10 Americans believe Iran poises an immediate nuclear threat to the United States.  The President’s recent and risky travel to regional nuclear powers, Pakistan and India, no doubt also served as a strategic warning to those countries to prepare for the certain public backlash to be expected once the U.S. or Israel begins to drop bombs on Iran. 

     Komplett...

Saddam Hussein, die Taliban usw., alle selbst aufgebaut und unterstütz, um dann ein paar Jahre später, gegen ihre eigenhändig erschaffenen Monster, die Menscheit zu "retten" ! Die Geister, die ich rief... immer wieder die selbe Kacke!! Und jetzt dürfen wir erfahren, daß das "menscheitsbedrohende" Nuklearprogram des Iran, mindestens zum Teil, zu Schah's Zeiten1 von den USA aufgebaut und unterstütz wurde. Und das auch noch mit tatkräftiger Hilfe der selben Typen (Cheney, Rumsfeld...), die augenblicklich die "Achse des Bösen" ausrotten wollen. Meine Fresse, da soll man noch bei ruhig bleiben...!!

 

Wo ich gerade beim Iran bin, die übliche Propagandamaschine läuft diesbezüglich in der Tat auf hochtouren. Das ist einfach nicht zu glauben!

    'Israel von der Landkarte löschen' - Der Krieg gegen den Iran hat längst begonnen

    [...] Greifen wir ein Beispiel heraus. tagesschau.de schreibt am 27.10.2005 über Irans Präsidenten: "Er zitierte den iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini: 'Wie schon der Imam sagte, muss Israel von der Landkarte getilgt werden.'" Das ist eindeutig - und wir müssen befürchten bewußt - falsch wiedergegeben. Die beiden Stellen im Text des iranischen Präsidenten mit Bezug auf Ayatollah Khomeini lauten: "When our dear Imam said that the regime [Schah-Regime] must be removed, many of those who claimed to be politically well-informed said it was not possible." Und: "Our dear Imam said that the occupying regime must be wiped off the map and this was a very wise statement." In deutscher Übersetzung: "Als unser lieber Imam sagte, das [Schah-]Regime müsse beseitigt werden, sagten viele von denen, die sich für politisch gut informiert hielten, das das nicht möglich sei." Und: "Unser lieber Imam sagte, das Besatzungsregime müsse von der Karte gefegt werden. Und das war eine sehr weise Äußerung." Nirgends nehmen diese Äußerungen Bezug auf Israel. Und wenn es zulässig sein sollte, einen solchen Bezug hinein zu interpretieren, bleibt es eindeutig unzulässig zu suggerieren, die Äußerungen hätten sich nicht auf das 'Regime', das die Palästinenser-Gebiete besetzt hält, sondern auf die Existenz des Staates Israel bezogen. [...]

    Komplett...

So viel zu unseren ach so informierten Massenmedien und Massen!

Passend dazu nochmal zwei Zitate aus
"REBUILDING AMERICAS DEFENSES", A Report of The Project for the New American Century September 2000, wo die einschlägig Bekannten alle versammelt sind:

    Over the long term, Iran may well prove as large a threat to U.S. interests in the Gulf as Iraq has. And even should U.S.-Iranian relations improve, retaining forward-based forces in the region would still be an essential element in U.S. security strategy given the longstanding American interests in the region.

    We cannot allow North Korea, Iran, Iraq or similar states to undermine American leadership [...]

Im Übrigen, ich will es, aus einem gewissen Grund, nur noch mal erwähnen, finden wir dort auch folgendes Zitat:

    Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.

Der "gewisse Grund" ist die aktuelle Aussage von John Bolton, mit er wiedermal den Bezug zu dem neuzeitlichen "Pearl Harbor" herstellt:

    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, verglich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm mit den Anschlägen vom 11. September 2001. "Genau wie am 11. September - nur dieses Mal mit Atomwaffen - darin besteht die Bedrohung", sagte Bolton am Mittwoch dem US-Sender ABC mit Blick auf die Islamische Republik. (>>)

 Und den deutschen Speichellecker, hier im Speziellen den hessischen, fällt nichts besseres ein, als Einbürgerungswilligen "rein zufällig" u.a. folgende Frage zu stellen:

     Wenn jemand den Holocaust als Mythos oder Märchen bezeichnet: Was sagen Sie dazu?

 Die sind wirklich nicht mehr ganz sauber. Schaut euch die Fragen mal an: HIER. "

    1.) ¾ der deutschen Bevölkerung müßte nach Beantwortung der Fragen wahrscheinlich ausgewiesen werden, weil das Ergebnis völlig unzureichend ausfällt !!

    2.) Bei 1.) wäre ich wohl auch mit dabei, bei den Antworten :

      [...]
      Antwort Frage 58
      : Das heißt, das dort Grundgesetzbrecher sitzen (>>) ==> Törööh, setzen, durchgefallen!!
      Antwort Frage 70: Das der Staat immer recht hat? ==> Törööh, setzen, durchgefallen!!
      Antwort Frage 73: Keine Ahnung! Sowas hammer net und kriegen mer auch nit mer rein!==> Törööh, setzen, durchgefallen!!
      Antwort Frage 74: a) Gegenfrage! Wo, zum Teufel steht das? Laut GG ist "Die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat." (>>), was mir nicht dasselbe zu sein scheint
      b) Defizit? Kalte Enteignung (Renten)? Stimmenkauf?  ==> Törööh, setzen, durchgefallen!!
      Antwort Frage 79: Nichts Anderes als Terror Organisieren? ==> Törööh, setzen, durchgefallen!!
      Antwort Frage 88: "Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten"? (>>) ==> Törööh, setzen, durchgefallen!! 
      Antwort Frage 89: Aber vollkommen!!! Wo sind sie denn?? ==> Törööh, setzen, durchgefallen!! 
      Antwort Frage 100: Ist das als Fangfrage gedacht?
      Das ganze Lied an sich heißt "Das Lied der Deutschen"!  "Die Nationalhymne für das deutsche Volk" ist aber ausschlließlich die 3. Strophe! (>>). Tja, wie heißt denn nun die dritte Strophe??
      Daraus folgt:
      Entweder wir haben das Lied inkl. Namen, das mit den Worten "Deutschland, Deutschland über alles,
      über alles in der Welt..."
      beginnt, oder wir haben die Nationalhymne ohne Namen (da auschließlich die dritte Strophe die Hymne ist), die mit den Worten "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland..." beginnt.
      Die Frage ist mit dieser Fragestellung schlicht nicht beantwortbar!! Und watt nu? ==> Törööh, setzen, durchgefallen!! 

 Was für ein Schwachsinn!! Weitere Kommentare erspare ich mir und euch.

 

!! S O N S T I G E S !!

9/11-DVD

Unter untenstehendem Link kann eine DVD zum Themenkomplex 9/11 bestellt werden. Habe mir das Ding angesehen; kurz was dazu:

1.) Ein, zwei Punkte finde ich nicht allzu stichhaltig.
Um Unvoreingenommenheit zu gewährleisten (möglicherweise liege ich ja auch voll daneben), will ich nicht näher darauf eingehen, wollte es aber auch nicht ganz unerwähnt lassen.

2.) Für diejenigen, die sich schon halbwegs ausführlich damit beschäftigt haben, bringt sie nicht wahnsinnig viel Neues. Allerdings ist es heutzutage einfacher, jemand 2 ½ Stunden vor den Fernseher zu bekommen, als ihn/sie dazu zu bewegen, 10 Seiten zu lesen. Unter dem Gesichtspunkt "Thema unter die Masse bringen" könnte es also vielleicht trotzdem Sinn machen, sie sich zu bestellen und, wie gesagt, eben unter die Leute zu bringen (kein Copyright, kopieren ausdrücklich erwünscht)!!
Für alle anderen empfehle ich durchaus, sich die DVD zu besorgen. Ich finde schon, daß es sich, trotz 1.), um eine ganz brauchbare Zusammenfassung handelt! Vor allem, wenn ich obige Beiträge zum Iran dazu nehme!!

Hier lang...

  

 # 09.03.06 #

 

 • Neues vom Big Brother!!

******************************************************************************

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (Januar '06)« 

!! POLITIK !! 

 »IRAN /Keine Frage ob, sondern wann«

 

 

Neues von der Kreditfront (Januar '06)

 

Vorab 1:  

 

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
Juli 05 68,8
Aug 05 68,3
Sep 05 69,6
Okt 05 65,5

 Nov 05

61,2

 Dez 05

88,3

 Jan 06

72,9

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

Bevor ich aktuell werde, zur Erinnerung nochmal ein kurzer Blick zurück auf 2005:
Für das Gesamtjahr 2005 ergab sich ein Zuwachs von 76,29 Mrd.€, oder 2,10% (Dez 04 = 3630,81; Dezember 05 = 3707,08 Mrd.€). Wobei der Dezember '05
mit einem Minus von 20,90 Mrd.€ oder 0,56% daherkam!

Diesbezüglich erinnere ich vorsichtshalber nochmal daran, daß hier teilweise auch die öffentlichen Haushalte mit drin sind ==> Marktmäßige Nettokreditaufnahme der Gebietskörperschaften 2005 = 58,6 Mrd.€.

Januar '06:
Insgesamt stieg die zusätzliche Neuverschuldung um satte 66,58 Mrd.€, oder 1,80%! Das ist in der Tat ein beeindruckender Wert! Wobei die Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1) um 16,53 Mrd.€, und die Buchkredite um 49,63 Mrd.€ zulegten! Auch das sieht gut aus, können wir doch davon ausgehen, daß die Buchkredite zum Großteil eher von Privaten nachgefragt werden.

Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>): Normalerweise mußte ich bis dato immer so etwas schreiben: "Und wieder bestätigt sich, was ich immer mal wiederhole: kaum liegt die Tilgung über dem Schnitt, geht die dringend benötigte, zusätzliche Neuverschuldung runter." Das war vom Dez. '05. Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 72,9 Mrd.€ aus. Das die Neuverschuldung trotz dieser relativ hohen Tilgung um 1,80% zunahm, ist durchaus als weiterer, positiver Punkt zu nennen!
Erwähnt sei noch, daß die öffentlichen Haushalte einen Netto-Absatz der Wertpapiere von +11,0 Mrd.€ aufweisen! Auch nicht übermäßig viel, wenn wir den "Gewöhnungseffekt" bei solche Zahlen mal beiseite lassen.

Ich gebe es ungern zu , aber für dieses Mal finde ich einfach kein "echtes" Haar in der Suppe ! Oder vielleicht doch? ==> siehe unter 2.)!! Wartet wir mal ab, ob sich solche Werte auch in Zukunft einstellen, oder ob dies nur ein Ausreißer nach oben war (wie oder warum auch immer der heuer Zustande kam)!!

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

Auch hier zuvor eine kurze Rückblende:
In 2005 lagen wir (inklusive Wertpapiere) gerade mal mit 17,2 Mrd.€,  oder 0,72% im positiven Bereich. Analog nur die Buchkredite mit beinahe lächerlichen +2,33 Mrd.€, oder +0,12%. Das ist, wie der langfristige Vergleich deutlich zeigt, selbstverständlich viel zu wenig!!  

Januar '06:
Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), ging es auch bei den Unternehmen und Privatpersonen recht heftig nach oben!! Eine Zunahme der Neukreditaufnahme von 25,44 Mrd.€, oder 1,14%! Sehr schön!! Weiter so!!
Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) sieht es sogar noch besser aus. Ein Plus von 36,58 Mrd.€, oder 1,51%.

Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht erklären woher auf einmal dieser Schwung kommt. Wir werden sehen, ob das nur eine positive Eintagsfliege war, oder ob sich der Trend tatsächlich verfestigt. Für den Moment jedenfalls, sieht's tatsächlich recht gut aus.

Allerdings, und hier komme ich zu oben schon erwähntem "Haar in der Suppe", ist mir folgendes aufgefallen: Ich habe mich, sozusagen als Branchenindikator, mal bei der Comdirect-Bank umgesehen. Genauer gesagt, ich habe die Anzahl der ausgeführten Orders, im Verhältnis zur durchschnittlichen Kundenzahl, intensiver unter die Lupe genommen.
Um es kurz zu machen, ohne Umschweife zum Ergebnis:

    Jahr

    2000

    2001

    2002

    2003

    2004

    2005

    20062

    Ausgeführte Orders pro Kunde pro Jahr1

    19,87

    10,33

    9,09

    10,20

    9,65

    10,69

    18,75

     

      1 Beispielrechnung für 2000: Summe der ausgeführten Orders / Durchschnittliche Kundenzahl übers Jahr geglättet =

        = = 19,87    (Comdirect-Quelle: >>)

       

      2 Werte der ersten zwei Monate auf's Jahr hochgerechnet => dann analog zur Beispielrechnung für 2000!  (Comdirect-Quelle: >>)

       

Auch wenn ich für 2006 die vorhandenen Daten der ersten zwei Monate hochrechnen mußte, so wird doch eins deutlich: Die augenblickliche Aktivität der Depotinhaber ähnelt in fataler Weise der von 2000, als der DAX nochmal so richtig abging (siehe Bild links).

Und hier liegt möglicherweise eben das Haar in der Suppe-wenn auch nur ein dünnes (hoffentlich)!!
Nur die Wertpapierkredite betrachtend, haben diese immerhin um 13,05 Mrd.€ angezogen (>>)! Und das ist, wie die langfristige Buba-Zeitreihe zeigt, schon ein reichlich großer Schluck aus der Pulle. Im Zusammenhang mit obigen Tabellenwerten können wir zumindest vermuten (!!), daß die "Krediteuphorie" im Januar, wenigstens zum Teil, den gut laufenden Aktienmärkten geschuldet ist. Das würde auch die Diskrepanz der Jahreswerte 2005 erklären, bei denen die Zahlen inklusive Wertpapiere wesentlich besser ausfielen, als nur die Buchkredite. Denn schauen wir uns die Datenquellen der Comdirect und der Buba nochmals an, können wir auch schon für 2005 vermehrte, diesbezügliche Aktivitäten feststellen (vor allem bei der Comdirect in den letzten zwei Quartalen >>). Das alles wiederum, steht bekanntlich auf eher tönernden Füßen.

Nichtsdestotrotz können wir den Januar als durchaus positiv verbuchen. Würde (!!) das ganze Jahr weiter so laufen, könnten (!!) wir tatsächlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen!! Und zwar nicht das, des entgegenkommenden Zuges !!
Wir werden sehen!!

Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7*

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

* Revidiert von ursprünglich 9389,3

 

Differenz von Dezember '05 auf Januar '05 = +105,5 Mrd.€, oder +1,10% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +105,5 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +8,79 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig. Dafür ist es aber ein durchaus "befriedigender" Mittelwert, der auch noch zu knapp 86% durch die Buchkredite zustande kommt.

          Die öffentlichen Haushalte vermehrten in dieser Statistik ihren Schuldenstand um 16 Mrd.€, was für diesmal nicht übermäßig viel erscheint.

Es ist kaum zu glauben, aber die deutschen Zahlen liegen ausnahmweise tatsächlich mal im "Trend".

Alles in allem sieht das ziemlich gut aus. Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen.

 

 

!! P O L I T I K !!

«Keine Frage ob, sondern wann»

.....Es wird immer behauptet, der Iran verstoße gegen das Völkerrecht, weil es sein Programm zur Urananreicherung wieder aufgenommen hat. Stimmt das?

In der Sache stimmt das — aber nur bis 2002. Um das zu verstehen, muss man den Hintergrund kennen.

Bis 2002 hat der Iran auf dem Schwarzmarkt Zentrifugen gekauft, die angemeldet hätten werden müssen. Das hat der Iran nicht gemacht. Der Iran wiederum sagt, sie hätten öffentlich angekündigt, dass sie Zentrifugen in Russland kaufen wollen. Das war Anfang der 90er Jahre. Unter den Druck der USA hat Russland damals die Verhandlungen abgebrochen. Danach, sagt die iranische Regierung, habe sie versucht, die Zentrifugen legal in China zu kaufen, aber auch das wurde unterbunden. Die Regierung hat also gemerkt, dass sie auf legalem Weg an die Zentrifugen nicht herankommt. Dann hat sie sich auf den Schwarzmarkt begeben und auch sehr viel höhere Preise dafür bezahlt. Soweit wir wissen, hat sie sie vor allem über Pakistan erhalten.

Das zeigt, dass man bei der Diskussion differenzieren muss, warum der Iran den illegalen Weg gegangen ist und die Zentrifugen nicht gemeldet hat......

 Komplett...

 Ist jetzt nichts dramatisch neues, erschien mir aber trotzdem mal einen Link wert!

******************************************************************************

Mehr habe ich diesmal nicht auf die Reihe bekommen!! Wer will aber auch schon noch mehr lesen ?

 

 # 02.03.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Laufzeiten der Wertpapiere (Dez '05)« 
»
USA-Insolvenzanträge (Personal Bankruptcies)«
• »
Versorgungempfänger des Staates (kleine Ergänzung)«

!! POLITIK !! 

 »"Karikaturenstreit"«
»Bundeshaushalt«
 • »Bonner Unternehmer kritisieren Polizei-Kopfquoten für Knöllchen« 

 !! SONSTIGES !! 

 
»Nur mal ein Link«

 

 

Laufzeiten der Wertpapiere (Dez. '05)

Die Zahlen vom Dezember '05 / Jahresabschluß!
Zuvor kurz, worum es eigentlich geht:

    Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetztfälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

    Aus: "Der Termin, die Knappheit des Geldes!!"

     

    ----------------------------------------

     

    Abgesehen vom absoluten Wert (plus soundsoviel Prozent usw.) der zusätzlichen Neuverschuldung und wer der Kreditnehmer ist (Staat oder Private) spielt die Laufzeitenverteilung anscheinend eine gewisse Rolle. Damit lassen sich zwei, wie ich finde, wichtige Aussagen treffen:

     

      1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!
      2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau.
      Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!! .....

       

    Das alles läßt die Möglichkeit zu, daß wir, durch die Beobachtung der Laufzeitenentwicklung, tatsächlich eine Aussage über die nähere Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung (BIP) treffen können!!
    Zumindest wenn wir davon ausgehen, daß die diesbezüglichen Korrelationen der letzten 37 Jahre, auch in den kommenden Jahren noch gelten. (Hier lang...)

     

    Ansonsten: ich kann es euch leider nicht ersparen, im Bedarfsfall die Quellen dazu durchzulesen. Zuzüglich der Obigen, macht auch noch "BRD/Bund - Bruttokreditaufnahmen nach Laufzeitklassen" absolut Sinn!

Nun aber die Graphik:

Dezember '05 = Grottenschlecht!!
Zu guter Letzt haben die ganz kurzfristigen Wertpapiere (bis unter 2 Jahre), dargestellt durch die rote Linie (linke Skala), anteilsmäßig wieder um 7 Prozentpunkte zugelegt. Wahrhaft ein "Endspurt", allerdings im negativen Sinne.
Der Anteil der Wertpapiere bis einschließlich 4 Jahre (graue Linie, rechte Skala) ging diesmal um satte 10% in die Höhe (von 58% auf 68%) und gleichzeitig sackten die über 10-jährigen Langläufer (rotbraune LInie, linke Skala) um 11% (von 20% auf 9%) ab!!
Zusammengefasst: Mies!!

Jahresabschluß
Zum Abgleich zeige ich unten nochmal die langfristige Entwicklung der Wertpapiere mit Laufzeiten bis einschließlich 4 Jahren (graue Linie in obiger Graphik!). 

Für das Gesamtjahr 2005 bedeutet dies, daß die Laufzeiten bis einschließlich 4 Jahren auf dem äußerst hohen Niveau von 57% verharren. Dementsprechend dümpelt die zusätzliche Kreditvergabe an inländische Unternehmen und Privatpersonen (vorläufige Zahlen) weiterhin um den Nullpunkt herum (2004 = -0,78; 2005 = +0,26) und das reale BIP (eh schon hedonisch und andersartig verschönert) wuchs nur um schlappe 0,9% (2004 = 1,6).

Ein kurzes Zitat aus der Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>) aus dem Dezember '05 möchte ich noch anfügen:

    "Auf Grund höherer Tilgungen -vor allem von Anleihen mit Laufzeiten von bis zu (!!) vier Jahren- erhöhte sich die Netto-Verschuldung deutscher Industrieunternehmen am Rentenmarkt im Dezember aber nur (!!) um 0,5 Mrd €."

Es scheint also in der Tat so zu sein, daß ein hoher Anteil der Kurzläufer den "Tilgungsdruck" auf die Marktteilnehmer aufrecht erhält und somit die "lebensnotwendige" zusätzliche Neuverschuldung nicht in Schwung kommt!

Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch und ein bißchen viel, wenn man sich nicht regelmäßig damit beschäftigt. Aber sollte (!!) tatsächlich was an meinen Beobachtungen dran sein, (wie gesagt, bitte lesen  >>)...

    1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!

    2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau. Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!!  

     

...dann deutet dies nach wie vor -auch auf die Gefahr hin mich lächerlich zu machen, wo doch allenthalben zum großen Aufschwung geblasen wird- immer noch auf nicht sonderlich positive Aussichten hin. Aus dieser Warte ist einfach keine "Entwarnung" zu geben!!!

 ******************************************************************************

USA-Insolvenzanträge (Bankruptcies)

 Ein Bildchen sagt mehr als tausend Worte:


    (Anm.: 1. Statistikperiode geht jeweils bis 30.September; 2. Die Graphik zeigt die Quartalszahlen, für das Gesamtjahr müssen die einzelnen Quartale addiert werden!!)

Auch wenn es seit Oktober 2005 ein neues Gesetz in den USA gibt (>>), das die Insolvenzanmeldung erschwert, und aufgrund dessen wohl einige Insolvenzen "vorgezogen" wurden, so würde ich die Zahlen trotzdem als ziemlich schlecht einstufen. Kein Mensch meldet Insolvenz an, wenn er (oder die Firma usw.) nicht tatsächlich schon am Boden liegen (oder zumindest nahe dran sind), neues Gesetz hin oder her. Es "köchelt" was, auch wenn alles getan wird es zu verheimlichen!
Nun gut, wir werden sehen wie es weiter geht. Ich vermute mal, daß die kommenden Zahlen durch das neue Gesetz extrem nach unten schnellen werden, so daß in Zukunft -mal wieder- kaum noch sinnvolle Vergleiche möglich sind. Jedenfalls scheint "denen" langsam die Luft auszugehen, was wir auch hier "US-Immobilienmarktdaten können nicht überzeugen!" und in den drei Graphiken unten herauslesen können. Wie auch immer, im Moment stellt sich die Insolvenzsituation für das Gesamtjahr so da: 

    Business and Non-Business Filings
    Years Ended
    September 30, 2001-2005

    Year

    Business

    Non-Business

    TOTAL

    2005

    34,222

    1,748,421

    1,782,643

    2004

    34,817

    1,584,170

    1,618,987

    2003

    36,183

    1,625,813

    1,661,996

    2002

    39,091

    1,508,578

    1,547,669

    2001

    38,490

    1,398,864

    1,437,354

     (>>)

     

    ---------------------------------------------------------


    (>>)

 ******************************************************************************

Versorgungempfänger des Staates

Ergänzung zu den Versorgungsempfängern und den diesbezüglich zukünftig anfallenden Ausgaben des Staates (siehe Vortag):

Da habe ich Depp doch tatsächlich das beinahe Wichtigste vergessen, nämlich die zukünftige Entwicklung der Anzahl der Versorgungsempfänger!!! Denn abgesehen von den Bezügeanpassungen (-steigerungen), ist das natürlich mit der zentrale Faktor für die Ausgabenerhöhungen und gehört deshalb der Vollständigkeit halber noch gezeigt.


    Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)
    Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA)

Wie gesagt, ist nur als Ergänzung gedacht. Drum will ich auch gar nicht mehr dazu sagen!!!

 

!! P O L I T I K !!

"Karikaturenstreit"

Ich deutete ja schon weiter unten an, das da was nicht mit rechten Dingen zugeht (rechts schon, aber eben nicht mit Recht). Folgend ein weiteres, kleines Puzzlestück:

    Kein Wunder, wenn's knallt.

    Flemming Rose (Mohammed-Karikaturen) ist offenbar ein alter Bekannter von Samuel Huntington (Clash of Civilizations)

    Feuilleton-Chef Flemming Rose, bei der jütländischen Jyllands-Posten verantwortlich für die Mohammed-Karikaturen, ist offenbar ein alter Bekannter von Samuel Huntington. Harvard-Professor Huntington sah 1996 Feindschaft und Krieg zwischen Islam und Christentum, chinesisch- und und anderssprachigen Völkern heraufziehen, eine Prophezeihung mit Selbsterfüllungspotenzial - und Nachhilfebedarf.

    1997 gab Huntington der Berlingske Tidende ein Interview zu seinen Thesen. Da war Flemming Rose gerade vom Moskauer Büro der Kopenhagener Tageszeitung in die Leitung des Washingtoner Büros gewechselt. In der Scandinavian Review, der Zeitschrift der American Scandinavian Foundation, beschrieb Rose den Kampf des kleinen dänischen „Wikingers“ (an der Seite der USA) gegen den riesigen chinesischen „Drachen“; und gegen Rußland bei der Loslösung der baltischen Staaten. Huntingtons frisch erörterte Thesen über den Zusammenprall der Zivilisationen dienten Rose dabei als roter Faden. 

    Möglich daher, daß der Karikaturen-Zwischenfall gar nicht vom Himmel fiel, sondern im Rahmen einer Psychological Operation (psy-op) als „sanftes“ Kampfmittel dient, das auf den kommenden Clash einstimmen soll. 

    Für Flemming Rose geht es laut International Herald Tribune jedenfalls um “eine weit größere Geschichte als bloß die Frage von 12 Karikaturen in einer kleinen dänischen Zeitung“. Es gehe um den „Zusammenprall der Zivilisationen“: der „weltlichen westlichen Demokratien mit den islamischen Gesellschaften“.

    Anmerkung: Auch Zeit-Herausgeber Josef Joffe bezieht von US-Spezial-Zeitschriften Honorar – für Aufsätze gleicher Tonlage. 

HIER gibt es noch ein paar Ergänzungen!

******************************************************************************

Bundeshaushalt

Nur mal so eingestreut, als vielleicht ganz interessante Infos:

Und zwar geht es um den Einzelplan 04 des Bundeshaushalts für 2006, Bundeskanzler und Bundeskanzleramt (>>). Das nebenstehende Bild (draufklicken) zeigt auf, das der Etat dafür um ca. 140 Millionen Euro aufgemotzt wird (+9,5%), auf rund 1,64 Mrd.€.
Was, zur Hölle, macht das Bundeskanzleramt mit 1,64 Mrd.€ und 140 Mill.€ mehr als im Vorjahr??

1.) Abgesehen von der üblichen Verschwendung, die ich mal böswilligerweise unterstelle , sticht noch etwas ins Auge, nämlich daß der Bundesnachrichtendienst direkt dem Bundeskanzleramt unterstellt ist (war mir bis "eben" auch noch nicht bekannt). Allein der hat 2005 immerhin 437 Mill.€ (>>) ausgemacht und ist -soweit ich das überblicken kann (ohne Gewähr)- somit der größte Einzelposten. Zusätzlich wirft das -die direkte Unterstellung des BND- natürlich ein besonderes Licht auf die aktuellen, vergangenen und zukünftige Diskussionen über den BND (Stichwort Irak-Krieg usw.). Entweder die haben ihren Laden nicht im Griff, oder sie wissen mehr als sie zugeben. Beides halte ich sowohl für wahrscheinlich, als auch für sehr bezeichnend!!

2.) Mit insg. 438.000 € für 2005, steht das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (>>) in der Ausgabenliste. Klicken wir auf die unterste *pdf, kommen wir zur Detailliste der Ausgaben. Diese kommen wie folgt zustande:

    Institutionelle Förderung/Zuschüsse an Einrichtungen in Tsd. Euro

     

     

    2005

    2004

    2003

    2.

    Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.

    259

    239

    209

    3.

    Gesellschaft für Wehr-und Sicherheitspolitik

    179

    179

    179

Weiter dürfen wir dann lesen:

    Zu 2.:
    Die
    Deutsche Atlantische Gesellschaft e. V., Bonn, hat die Aufgabe, das Verständnis für das Atlantische Bündnis durch Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland und die Zusammenarbeit zwischen den NATO-Staaten zu fördern.

    Zu 3.:
    Die
    Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik wirkt im Inland mit ihren Landesbeauftragten und Sektionen durch eine Vielzahl von Einzelveranstaltungen als Multiplikator im Sinne der generellen Aufgabe: Vertiefung des Verständnisses für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Geht mal auf die Seiten dieser Institutionen (kann ich euch nicht abnehmen) und schaut euch ein bißchen um (Links, Vorstände usw.), sehr interessant!!! Den/die ein oder andere/n "Kameraden/in" haben wir auch schon in ein paar Talkshows bewundern können und die Links sind auch nicht zu verachten! Um es auf den Punkt zu bringen: 438.000 € werden für platte Propaganda rausgeschmissen.

Ok, ok, ist schon richtig, 438.000 € sind betragsmäßig kaum der Rede wert.
Ich sehe das so: Jede Spende ist der äußere Ausdruck einer inneren Grundhaltung!! Sie ist quasi der geldgewordene Beweis für eben diese Grundhaltung! Ein Waffenfreak wird kaum dem örtlichen Philatelistenverein eine Spenden zukommen lassen, und umgekehrt (ihr wißt was ich meine).
Wenn also die Speerspitze deutscher Politik -nämlich das Bundeskanzleramt, ich zitiere: "...Als zentrale Koordinierungsstelle für die gesamte Regierungspolitik hat es eine herausragende politische Bedeutung..." (>>)- ausgerechnet solche Institutionen unmittelbar, aus seinem eigenen Haushalt, sponsort, dann finde ich das überaus vielsagend, zeigt es doch einiges über die Grundhaltung der "...Koordinierungsstelle für die gesamte Regierungspolitik..."!!

Wofür also 140 Mill.€ mehr? Letztlich keine Ahnung!! Ist aber auch egal, wir sehen ja, daß unsere Steuergelder gut angelegt sind !!!

******************************************************************************

Bonner Unternehmer kritisieren Polizei-Kopfquoten für Knöllchen - "Bürger sind keine Untertanen"

    Mit großer Empörung hat der Gewerbeverein Bonner Südstadt die "Knöllchen-Dienstanweisung" der Polizeiinspektion Bonn Mitte zur Kenntnis genommen. "Es ist skandalös, dass ein Inspektionsleiter den Polizeibeamten Kopfquoten bei der Verteilung von Knöllchen vorgibt und eine verstärkte repressive Überwachung 'bestimmter Zielgruppen' verlangt. Wer solche Zielvorgaben macht, darf sich nicht wundern, wenn bei der Verkehrsüberwachung die Verhältnismäßigkeit der Mittel verloren geht und förmlich Bußgeldvergehen provoziert werden. Genau diese Beamtenmentalität ist unser Problem.  Wir versinken in einem obrigkeitsstaatlichen Regelungswahn. Wer von Repression spricht, macht den Bürger zum Untertan. Das riecht nach staatlichem Gehorsamsverlangen und brachialem Durchsetzungswillen bei Bagatelldelikten", kritisiert Markus Mingers, Vorsitzender des Gewerbevereins Bonner Südstadt

    Komplett...

Sehr schön, sehr schön!! Wieder ein Schippchen mehr, auf dem Frusthaufen der Untertanen, so lange bis der Haufen instabil wird. Und dann heißt das wohl irgendwann "Der Pöbel auf der Straße", oder "Die Randalierer rotten sich wieder zusammen" und alle sind furchtbar betroffen, verwundert, überrascht und verstehen die Welt nicht mehr.
Apropos "verstehen" ==> Was red' ich für ein Unsinn? Wir sind einfach zu blöd, wie konnte ich das übersehen??? Wie gut daß uns der Pressesprecher der Bonner Polizei darauf aufmerksam macht:

    Das Ganze sei eine Formel in einem internen Papier. Das müssten Externe nicht unbedingt verstehen.

Aber mal für einen Augenblick den völlig unwahrscheinlichen Fall angenommen, nur so als beinahe unmögliche, absolut abstruse Idee, daß gar nicht wir die Idioten sind, dann könnten wir dererlei Sachverhalte...

    "Es ist allerdings schon skandalös, wie der Stadtkämmerer mit der Anschaffung eines neuen Radarwagens direkt eine Million Euro Bußgelder in den Haushalt einplant für Ordnungswidrigkeiten, die überhaupt noch nicht eingetreten sind." (>>)

...eventuell tatsächlich als bodenlos, dreist, empörend, haarsträubend, hanebüchen, himmelschreiend, unerhört, ungeheuerlich, unglaublich, unverschämt, skandalös, etc. pp bezeichen!! Zudem ich glaube sagen zu können, daß Bonn hier nur als representatives Beispiel für einen deutschlandweiten "Trend" steht!!

Außerdem, nebenbei erwähnt, könnten wir Deppen auch noch der These zum Opfer fallen, daß sich der Staat durch solche "Maßnahmen" selbst lahmlegt. Zumindest liegt dieser Schluß nicht allzu fern, wenn wir folgendes einfach mal auf ganz Deutschland und den Wust der kompletten Gesetzgebung hochrechnen.

    Allein um die Einspruchsflut gegen die Knöllchen [2000 Prozesse, bei 100.000 geblitzten] von der Lohausener Radarfalle zu bearbeiten, sind laut Kruse drei volle Planstellen für Strafrichter ausgelastet.... (>>)

P.S.: Nur zur Klarstellung: Ich habe grundsätzlich nicht mal was gegen das Blitzen an sich. Das kann schon Sinn machen!! Aber, und ich "darf" dergleichen auch immer wieder höchst selbst in meiner Stadt feststellen, "Es sei doch höchst merkwürdig, dass viel häufiger an den Stellen kurz vorm Ortsausgangsschild die Geschwindigkeit kontrolliert werde als vor einem Kindergarten, wo es eigentlich mehr Sinn machen würde." (>>). Wie gesagt, Schippchen für Schippchen für Schippchen...

 

!! S O N S T I G E S !!

Nur Link!

 Hab's nur mal quergelesen! Möglicherweise aber eine genauere Durchsicht wert!!

 

 # 28.02.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
BRD-Rentenkasse, Schwankungsreserve (Januar '06)« 
• »
Versorgungempfänger des Staates«

 !! POLITIK !! 

»"Vogelgrippe" und mehr...«

 !! SONSTIGES !! 

 
»Die Kirchen und das liebe Geld«

 

 

 

BRD-Rentenkasse, Schwankungsreserve (Januar '06) & Versorgungempfänger des Staates

Der regelmäßige "Service" über die Situation der Rentenkassen. Zuerst mal der Link zur Originalquelle (>>). Ansonsten möchte ich heute nur noch mal kurz die langfristige Entwicklung einiger Eckdaten darstellen:

Schwankungsreserve in Monatsausgaben


(Klick)

Zur Ergänzung: 2004 = 0,31; Dezember '05 = 0,11; Januar '06 = 0,32

Verfügbare liquide MIttel

 


Ende Jahr
Verfügbare liquide Mittel [Mill. €]
Gesamt
2000
10.917,9
2001
10.439,1
2002
7.115,2
2003
5.799,9
2004
4.938,8
2005
1.793,7
Jan 2006
4.406,7

 


• Bundeszuschuss in Prozent der Rentenausgaben
(>>)

(allg. Bundeszuschuss + zusätzlicher Bundeszuschuß)

 

1960

1965

1970

1975

1980

1985

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

28,8

26,1

18,6

18,3

19,3

18,0

18,7

19,7

19,5

19,2

20,9

20,0

20,4

21,6

24,9

24,6

23,7

24,9

25,9

27,7

27,4

27,4*

*(>>)

 Als absoluten Betrag bedeutete das für das Jahr 2005 immerhin 54,8 Mrd.€ (>>). Diesbezüglich will ich noch erwähnen, daß die Tabelle nur die Zuschüsse für die reinen Rentenausgaben zeigt, die gesamten Leistungen des Bundes an die Rentenversicherungen betrug 2004 satte 77,4 Mrd.€!!(>>)

Und das alles, trotz der ganzen, seit einigen Jahren beschleunigten, "Anstrengungen"! Eine dieser Anstrengungen sieht neuerdings folgendermaßen aus:

    Die fast schon wundersame Beitragsstabilität [Graphik] ist mit einem für die Unternehmen sehr folgenschweren Finanztrick erkauft worden. Durch das gesetzlich verordnete Vorziehen der Beitragsfälligkeit schon zum Ende des Monats (statt zum 15. des Folgemonats) sichert sich die „Sozial“versicherung einmalig in 2006 - 13 statt 12 Monatsbeiträge. Der deutschen Wirtschaft werden damit aber rund 20 Mrd. Euro an Liquidität entzogen! Der Politik ist das egal. (>>)

Alles wird guuuut!!!
=> Möglicherweise nähern sich meine Darstellungen der "Mainstreamkritik" , aber die Zahlen lassen sich nun mal nicht wegdiskutieren. Zu guter letzt noch zwei Kurzmeldungen zum Thema:

 Angelehnt an dieses Thema, noch ein kleiner Nachtrag, die

 

Versorgungsempfänger bzw. ausgaben des Staates betreffend.

Zuerst mal die Graphik:

     

    Variante 0 => ohne Bezügeanpassung;

    Variante 1 => Bezügeanpassung 1,5%;

    Variante 2 => Bezügeanpassung 2,0%;

    Variante 3 => Bezügeanpassung 3,0%

"Versorgungsausgaben" sind nur und ausschließlich die Ausgaben für die Alterssicherungssysteme des öffentlichen Dienstes, also keine laufenden, "normalen" Gehälter der Staatsbediensteten.
Was fällt auf (jedenfalls aus meiner Sicht)?

  • Allein schon die momentanen ca. 35 Mrd.€ jährlich (!!!) sind durchaus nicht zu verachten!
  • Theoretisch ist ja immer alles möglich, aber ob Variante 0, also keinerlei jährliche Bezügeanpassung (-steigerung) über die nächsten 45 Jahre, als wirklich realistisch zu betrachten ist, wage ich mal zu bezweifeln, wenn ich mir anschaue, was jetzt schon los (Beispiel)!!! Variante 0 können wir getrost in die Tonne treten.
    Aber selbst wenn wir für den Moment annehmen, daß diese Variante zum Tragen kommen sollte, kommen wir, über die nächsten 45 Jahre gerechnet, auf insg. ca. 1,8 Billionen Euro (45 × ca. 40 Mrd./Jahr), die auf die staatlichen Kassen zueilen!!!
    Immer unterstellt (auch im Folgenden), daß das Ganze überhaupt noch 45 Jahre hält, wovon ich persönlich nicht ausgehe.
  • Realistisch betrachtet, ohne das die Staatsdiener in Zukunft allzu aufmüpfig werden, können wir wohl eher von irgendwas so um die Varianten 1 oder 2 ausgehen (Variante 3 = unbezahlbar, fällt raus). Somit, mit dem dicken Daumen gerechnet, können wir für die kommenden 45 Jahre im Durchschnitt jährliche Versorgungsausgaben von ungefähr 60 bis 70 Mrd.€ ausgehen. Entsprechend sieht die Rechnung aus:
    Insgesamt 2,7 Billionen Euro mit 60 Mrd/Jahr; 3,15 Billionen Euro mit 70 Mrd.€/Jahr!!
  • Und jetzt kommt der Knaller: "Versorgungsrücklage des Bundes und der Länder". Kurze Erklärung:
    • Die Bildung der Versorgungsrücklage ist für den Bund durch das Gesetz über eine Versorgungsrücklage des Bundes geregelt, zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304).

      Das Versorgungsrücklagegesetz gilt für alle Institutionen, die an (unmittelbare oder mittelbare) Bundesbeamtinnen und Beamte, an Bundesrichterinnen und -richter sowie an Soldatinnen und Soldaten Dienstbezüge oder an Versorgungsempfängerinnen und -empfänger aus diesem Kreis Versorgungsbezüge zahlen; einbezogen sind auch das Bundeseisenbahnvermögen, die Post-Aktiengesellschaften und der Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V.. Auch die von Besoldungs- und Versorgungsanpassungen abhängigen Amtsbezüge von Mitgliedern von Bundes- und Landesregierungen sind einbezogen. (ähnliches gilt auch für die Länder)

    Der Knaller => Die Versorgungsrücklagen von Bund und Ländern zusammen, betrugen am 31.12.04 sage und schreibe knapp 2,1 Mrd Euro!!!!
    Kein Witz (es sei denn ich habe irgendwas nicht richtig verstanden)!! Rechnet selbst nach
    (ab Seite 410)!! 2,1 Mrd.€, bei jetzt schon 35 Mrd.€ Versorgungsausgaben pro Jahr!! Bei kommenden, anzunehmenden Versorgungsausgaben von 60-70 Mrd.€ pro Jahr!! Ich bin sprachlos!!

    Aber damit nicht genug!! Denn der, ich zitiere: "Voraussichtliche Bestand im Jahr 2017" soll -mit ein paar Annahmen, da z.T. keine Angaben gemacht wurden- bei rund 30 Mrd.€ liegen!! Wobei u.a. solche Annahmen getroffen wurden: "bei Aktienertrag im Mittel von 5 %, Rentenertrag 3 %".

    Aktienertrag im Mittel von 5%, über die nächsten neun Jahre?? Aus 2,1 Mrd.€ mache 30 Mrd.€, in den nächsten neun Jahren?? Die Eierlegende-Wollmilch-Sau, in den nächsten neun Jahren??
    Aber selbst wenn das genau so einträfe, 30 Mrd.€ als Rücklagen (einmaliger Betrag), stehen rund 40-70 Mrd.€ jährlichen Ausgaben gegenüber, insg. 1,8 Bill.€ bis 3,15 Bill.€ in den nächsten 45 Jahren. Die Rücklage können wir im Grunde vergessen. Ohne zusätzliche, laufende Zahlungen aus dem normalen Haushalt ist da nichts zu machen. Wie aber, zum Teufel, soll das ohne weitere Schuldenaufnahme funktionieren? Irgendwoher muß das Geld schließlich kommen.

Ja, ja, der Staat sorgt für seine Schäfchen, und das auch noch überaus vorausschauend .
Jetzt rufen wir uns noch die ständigen Zuschüsse an die "normale" Rentenkasse ins Gedächtnis und...tja, was und? Wie soll der Knoten gelöst werden, ohne daß irgendwer "dran glauben" muß? Entweder trifft's die Staatspapierhalter, weil der Staat die dementsprechend steigende Verschuldung nicht mehr stämmen kann, oder es trifft die Versorgungsempfänger, aus den selben Gründen. Oder beides gleichzeitig!
Jedenfalls wird es ohne heftige Einschnitte nicht abgehen. Privatrechtlich würden wir das dann entweder "Insolvenzverfahren" nennen, oder "Zwangsenteignung". Oder beides gleichzeitig!!!

 

!! P O L I T I K !!

Vogelgrippe

Wieder einer dieser seltsamen Zufälle! Diesmal zum Thema "Vogelgrippe". Im Speziellen: Vogelgrippe in Deutschland. Noch spezieller: Rügen!!

    Vogelgrippe-Virus von der Seuchen-Insel?

    (...) Tatsächlich ist nun erwiesen: das Vogelgrippe-Virus war wirklich schon vorher da. Und zwar auf der Insel Riems. (...) Keine eingezeichnete Straße, kein Ortsname weist darauf hin, daß sich hier die Insel Riems befindet. Diese Insel finden Sie erst, wenn Sie die Webseite der Firma Riemser Arzneimittel durchsuchen. Die hat freundlicherweise eine Anfahrtskizze ins Netz gestellt. Und nun sehen Sie, daß der Buckel nordöstlich von Mesekenhagen gar kein Buckel ist, sondern daß er zum Teil aus einer Insel besteht, nämlich Riems. Und diese Insel liegt eben just an jenem Greifswalder Bodden, an dem auch die so plötzlich von der Vogelgrippe heimgesuchte Insel Rügen liegt. Von Riems bis Rügen sind es nur ein paar Kilometer. (...) Die Insel ist dem Vernehmen nach für die Öffentlichkeit gesperrt, genau wie zu DDR-Zeiten. Damals hieß sie noch die "Seuchen-Insel". Heute befindet  sich auf Riems das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit, kurz FLI. Jenes Friedrich-Loeffler-Institut, das sich seit Wochen mit der Diagnose der Vogelgrippe von der benachbarten Insel Rügen hervortut, liegt ausgerechnet nur wenige Kilometer von Rügen entfernt, im südwestlichen Teil des Greifswalder Boddens. Zufälle gibts hier. Und nicht nur Zufälle, sondern eben auch das Vogelgrippe-Virus: "Hinter den Riemser Zäunen sind Erreger der Vogelgrippe, einschließlich des Subtyps H5N1, bereits seit langem präsent", schrieb die netzeitung im Oktober 2005.

Der Zufälle nicht genug:

    Das FLI führte nach eigenen Angaben zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erneut eine Notfallübung durch. Vom 31.01. bis 02.02.06 hätten dabei an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler rund 30 Fachleute den Ernstfall geprobt. Anhand eines realitätsnahen Szenarios für einen Ausbruch der Vogelgrippe/Geflügelpest in Deutschland hätten die Teilnehmer einen umfangreichen Handlungsplan erstellt, welcher nicht nur aus der direkten Seuchenbekämpfung bestanden, sondern u.a. auch die Koordination der beteiligten Behörden sowie Tier- und Umweltschutzbelange beinhaltet habe.
    Wenige Tage nach dieser FLI-Übung fanden sich die ersten Tierkadaver auf Rügen.
    (>>)

Desweiteren noch ein Link zur TAZ, wo mit einigen recht interessanten Punkten die ganze Panik zurechtgerückt wird:

    Keine Panik!

    1. Tote Vögel im Spätwinter sind vollkommen normal in Deutschland. "Trotz der Vogelgrippe ist die Sterblichkeit der Vögel auf Rügen bisher nicht höher als in anderen Jahren", sagt Wolfgang Fiedler vom Max-Planck Institut für Ornithologie der taz. Die allermeisten Vögel sterben an Auszehrung, Futtermangel und der Kälte. Auf Rügen stirbt jedes Jahr allein die Hälfte der 1.200 Jungschwäne wegen der Witterung.
    (...)
    6. Das Risiko, an der Vogelgrippe zu sterben, ist statistisch kaum messbar. Weltweit gab es bisher 91 Todesfälle. Diese Zahl sollte man im Vergleich zu anderen Gefahren betrachten: Allein in Deutschland starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2004 19.094 Bürger an Lungenentzündung und Grippe. 462.600 Menschen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland im Straßenverkehr verletzt, 6.606 Menschen wurden getötet. Wir werden lernen, auch mit der Vogelgrippe zu leben.

Zu dem dort angesprochenen Themenkomplex der Grippeimpfung usw. (...9. Eine "normale" Grippeimpfung kann bei Menschen die mögliche Gefahr durch das H5N1-Virus drastisch reduzieren...) allerdings, möchte ich euch folgenden Bericht ans Herz legen:

    Die Vogelgrippe der große Bluff >>

Als Beispiel sei dieser Auszug gezeigt:

    Wintertote minus Sommertote = Zahl der Influenzaopfer

    Laut Auskunft der Pressestelle des RKI handelt es sich bei den offiziellen Todeszahlen umstatistische Hochrechnungen , bei denen nach einem komplizierten Verfahren die Sommertodeszahlen von den Wintertodeszahlen abgezogen werden . Die Differenz wird dem Influenzavirus zugeschlagen, das ja nur in den kalten Jahreszeiten umgehe. Grundlage für das Berechnungsverfahren sind die Hochrechnungen der „Arbeitsgemeinschaft Influenza” (AGI). Etwa 600 bis 800 besonders motivierte und unentgeltlich kooperierende Arztpraxen sind ans Meldesystem der AGI angeschlossen. Aus diesem Stichprobenmeldesystem rechnet die AGI für ganz Deutschland hoch, wann die Virusgrippe wo und in welchem Ausmaß zugeschlagen habe. Das Resultat kann sehr eindrucksvoll auf einer animierten Deutschlandkarte auf der Webseite der AGI betrachtet werden . Aus der Todesfallstatistik des Statistischen Bundesamtes und dem hochgerechneten Verlauf der Grippeepidemie wird dann die Formel gefüttert, mit deren Ergebnis dann die Bevölkerung zur Grippeimpfung ermuntert werden soll.

    Als Hintergrund sollte man wissen, dass die AGI zwar beim RKI angesiedelt ist, jedoch von Impfstoffherstellern finanziert wird  . Es ist nicht anzunehmen, dass dieselben in ein Projekt wie dieses investieren, wenn es sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirkenwürde. Es handelt sich aus ihrer Sicht also um eine lohnende Marketinginvestition. Da man die Hand, die einen füttert, nicht beißen sollte, dürften auch bei den Mitarbeitern der AGI die Loyalitäten eindeutig definiert, zumindest aber Interessenskonflikte vorprogrammiert sein.

Und nur um etwaigen Verschwörungtheorien-Kritikern ein wenig die Zähne zu ziehen, noch ein Zitat von der offiziellen AGI Homepage (>>):

    Die Arbeit der AGI wird von 4 pharmazeutischen Herstellern von Influenza-Impfstoffen finanziell unterstützt.

 Den muß ich auch noch bringen:

    (...) Da braucht es einen nicht zuwundern, wenn bei manchen Studien durchsickert, dass die Impfung in Wahrheit wohl völlig wirkungslos ist.  Anfang Dezember 2004 erkrankten in einem Seniorenwohnheim beispielsweise 9 Bewohner mit grippeähnlichen Symptomen. Daraufhin bat das zuständige Gesundheitsamt das RKI um Unterstützung. Das Ergebnis der Untersuchungen wurde im Epidemiologischen Bulletin , dem wöchentlichen Tätigkeitsbericht des RKI, veröffentlicht. Nach der Auswertung von 152 Krankenakten zeigte sich, dass Ungeimpfte im Vergleich zu Geimpften sogar eine geringere (!) Neigung zeigten, an Influenza zu erkranken ! Bezeichnend an diesem Beispiel war auch, dass das Pflegepersonal die Mitwirkung fast komplett verweigerte. Dies wird durch die Feststellung des RKI bestätigt, dass die Durchimpfungsraten beim Pflegepersonal trotz massivster Werbung besonders niedrig liegen, z.B. im Winter 2001/2002 bei nur 15 Prozent ! Der Grund für diese auffallende Zurückhaltung dürfte darin liegen, dass das Personal die tatsächlichen Auswirkungen der Grippeimpfung bei ihren Schützlingen beobachten  kann!

So gesehen, könnte man den "Keine Panik" Artikel der TAZ, zumindest für dieses Thema, auch als suggestiv Werbung bezeichnen. Schön eingebettet in andere, durchaus korrekte, panikmindernde Faktoren, wird, so ganz nebenbei, auch die Grippeimpfung angepriesen. Obwohl, anpreisen ist eigentlich überflüssig, jedenfalls unsere "Volksvertreter" betreffend: "Vogelgrippe: Zwangsimpfung droht"

    Da sind sie wieder: die zweimal 80 Millionen Dosen. Für die entsprechenden Firmen muß das ein gewaltiges Geschäft sein. Nur kann man wohl kaum annehmen, daß 80 Millionen Deutsche freiwillig vollzählig zum Impfen erscheinen, und dazu noch zwei Mal. Das kann eigentlich nur darauf hindeuten, daß man plant, die Bevölkerung zwangszuimpfen.

 Und um die "Tragweite" der Vogelgrippe mal ins rechte Licht zu rücken noch dies:

3000 Kinder sterben in Afrika täglich an Malaria. Gestern, heute, morgen ..., alle 30 Sekunden eines. Mehrere Millionen Menschen sind es jährlich insgesamt auf dem schwarzen Kontinent. (>>)

    Pro Jahr sterben weltweit mindestens 150 Personen an fallenden [Kokos]-Nüssen, das hat ein kanadischer Professor ermittelt. (>>)

     Zum Vergleich (seit 2003): 170 Infektionen an Menschen, mehr als 90 starben daran (>>)

Ich vermisse die tägliche Liveschaltung nach Afrika und das Interview mit der Mörderin "Kokos-Palme" .
Im Ernst; um jegliche Mißverständnisse zu vermeiden:
Mit meinen, nur rudimentär vorhandenen virologischen,
epidemiologisch und überhaupt logischen , Kenntnissen, will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und die Sache ins Lächerliche ziehen. Ich denke schon, daß ein gewisses Maß an Vorsicht nicht schaden kann. Und selbstverständlich ist jeder Tote ein Toter zu viel. Aber wir wurden -und werden immer noch- schon zu oft verar...., als daß ich glauben könnte, daß alles genau so vor sich geht, wie es in den Massenmedien wiedergegeben wird. Die letzten Jahre stand der mediale Aufwand einfach zu oft im Gegensatz zu den tatsächlichen Auswirkung, oder den tatsächlichen Hintergründen, als das ich nicht ein wenig Mißtrauisch werden müsste!!!

Und wenn ich dann noch -zusätzlich zu den obigen Sachen- lesen "darf", daß Rummy Rumsfeld an den Linzensen für Tamiflu (entwickelt und patentiert von Gilead Sciences, siehe Chart rechts) mitverdient (>>), dann beschleicht mich einfach ein ungutes Gefühl. Außerdem muß ich ständig an Schäuble denken, der Bush im Grunde in nichts nachsteht:

    Während der «Krieg gegen den Terrorismus» immer noch den Hauptvorwand für eine grössere Bedeutung des Militärs darstellt, bieten die Naturkatastrophen eine neue und innovative Rechtfertigung derselben.

    Sowohl die Bedrohung durch die Vogelgrippe, die einen politischen Dreh bekommen hat, als auch die Hurrikan-Katastrophen werden von Bushs Weissem Haus als Rechtfertigung dafür -benutzt, dem Militär eine grössere Rolle in den zivilen Angelegenheiten des Landes einzuräumen.

    Als Hurrikan Rita seinen Höhepunkt erreicht hatte, deutete Bush so nebenbei an, dass das Militär die «führende Behörde» bei der Katastrophenhilfe werden solle:

    «Gibt es eine Naturkatastrophe - von einer gewissen Grösse -, die dem Verteidigungsministerium ermöglichen würde, die Führung bei der Koordination und Durchführung der Massnahmen zu übernehmen? Das wird eine sehr wichtige Frage sein, die der Kongress zu erörtern haben wird.»

    Ein paar Wochen später wies Präsident Bush auf die Rolle hin, die das Militär bei der Durchsetzung von Quarantänebestimmungen beim Ausbruch der Vogelgrippe spielen könnte:

    «Ich habe einige Szenarios durchdacht, die es beim Ausbruch der Vogelgrippe geben könnte. [...] Wenn wir einen Ausbruch der Epidemie irgendwo in den Vereinigten Staaten hätten, müssten wir dann nicht diesen Teil des Landes unter Quarantäne stellen? Und wie setzen wir dann die Quarantäne durch? Und wer wäre am besten in der Lage, eine Quarantäne zu erzwingen? Eine Möglichkeit ist, das Militär zu verwenden, das in der Lage ist zu planen und Wege zurückzulegen. Deshalb werfe ich diese Frage auf. Ich glaube, das wird eine wichtige Debatte für den Kongress.» (Pressekonferenz des Weissen Hauses, 4. Oktober 2005) (>>)

 

!! P O L I T I K !!

Die Kirchen und das liebe Geld

Den, meiner Meinung nach, Oberhammer zu erst:

Kirchenbanken in Deutschland-Das sichtbare und unsichtbare Kapitalvermögen der beiden großen Amtskirchen in Deutschland

    Wo haben die Kirchen ihr Bargeld deponiert? Weder in Truhen noch in violetten Strümpfen, sondern dort, wo es auch jeder Normalbürger liegen hat: bei einer Bank. Eine Besonderheit ist dabei jedoch, dass in Deutschland elf direkte Kirchenbanken bestehen, die allerdings außerhalb der Amtskirchen und ihrer Werke recht unbekannt sind. [...] Alle haben die Rechtsform einer (steuerbegünstigten) eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftung (eG) und gehören dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. an. [...] Mit anderen Worten: Die Zahl der Mitglieder war von Beginn auf konfessionelle Körperschaften beschränkt, so dass sich ein großes Filialnetz erübrigte. Somit haben die Kirchenbanken seit ihrer Gründung eine Struktur, die von den deutschen Großbanken derzeit angestrebt wird: Die Beschränkung auf kapitalkräftige Großkunden und die Ausgliederung des kostenintensiven Massengeschäfts mit Kleinkunden. Auch wenn die Banken sich heute für kirchliche Mitarbeiter (auch ehrenamtlichen) als Mitglieder geöffnet haben, ist die institutionelle Struktur eindeutig. So hat die BBK (Bank im Bistum Essen) zwar nur 612 institutionelle Mitglieder (= 26,8 % aller 2.307 Mitglieder), die jedoch über 92,7 % aller Kundeneinlagen verfügen. Die Privatkunden haben eine durchschnittliche Einlage von DM 136.637, die institutionellen Kunden jedoch von DM 4.763.999. [...] Aufgrund der Beschränkung auf Großkunden und dem Gebietsschutz bieten die Kirchenbanken ihren Mitgliedern ziemlich identische Konditionen: Keine Kontoführungsgebühren, keine Bearbeitungsgebühren und niedrigere Zinsen für Darlehen, bessere Verzinsung der Einlagen und jährlich 7 % Dividende auf die Geschäftsanteile. Die EDG erklärte, dass sie damit ihren Kunden in dreißig Jahren DM 443 Millionen erspart habe, die sie für Kontenführung und andere Zinssätze bei einer normalen Geschäftsbank hätten bezahlen müssen.

Soviel als "kurzes" Vorwort. Und jetzt, um es wirklich halbwegs kurz zu machen, der angedeutete Oberhammer. Nein, eigentlich sind es mehrere Oberhämmer!!

    Für unsere Frage des Kapitalvermögens sind jedoch die Kundeneinlagen die relevante Information. Betrachten wir dafür die letzten vier Jahre von 1997 bis 2000 etwas genauer. Seit 1977 (DM 34,5 Milliarden Kundeneinlagen) erhöhen sie sich jährlich kontinuierlich um rund drei Milliarden Mark-bei sinkenden Kirchensteuereinnahmen einer armen Kirche. Der geringere Anstieg von 1999 auf 2000 täuscht allerdings, da in den Geschäftsberichten der Banken durchgehend beschrieben wird, dass die Mitglieder/Kunden in 2000 mit großer Vehemenz ihre internen Aktiendepots gefüllt hätten, deren Höhe für die Kirchenbanken jedoch bilanzunwirksam sind [...] Nach verschiedenen Angaben in den Geschäftsberichten der Kirchenbanken bewegen sich die Kapitalanlagen ihrer Mitglieder in den (unsichtbaren) Depots auf 15 bis 20 Prozent ihrer Geldeinlagen. Damit erhöht sich das Kapitalvermögen bei den eigenen Banken um weitere DM 6,3 bis 8,4 Milliarden, also (in 2000) auf rund DM 50 Milliarden.

    Zwei Drittel der Konten kirchlicher Rechtsträger sind bei den DM 50 Milliarden Kundeneinlagen bei den Kirchenbanken nicht erfasst. Das lässt den Schluss zu, dass das unsichtbare Kapitalvermögen kirchlicher Einrichtungen sich um weitere DM 100 Milliarden erhöht, also insgesamt ein Kapitalvermögen in der Größenordnung von DM 150 Milliarden im Raum der Kirchen vorhanden ist.

    Komplett... (Wen's interessiert: HIER gibt es noch etwas aktuellere Zahlen!)

Das iss'en Ding! Abgesehen von den absoluten Zahlen, die mir schon die Zornesröte ins Gesicht treiben, finde ich den Punkt "Aktiendepots gefüllt" einfach unerträglich!! Immerhin handelt es sich, erstens, um Kirchensteuergelder und, zweitens, um haufenweise Zuschüsse der öffentlichen Hand, und damit nochmals um Steuergelder (siehe auch im Weiteren). Anstatt damit tatsächlich Hilfsbedürftigen gutes zu tun -als wenn es nicht genug davon gäbe-, wofür ich ja sogar noch bereit wäre Steuern zu zahlen, fällt denen Deppen nichts besseres ein, als damit an der Börse zu spekulieren. Das könnte man auch Veruntreuung von treuhänderisch zu verwaltenden Geldern nennen!!

Die nächsten Punkte stehen dem in nichts nach!!!!

Kirchenquote Kirchliche Wohlfahrtsverbände 2003

    Als „Kirchenquote“ wird der finanzielle Anteil benannt, der aus Kirchengeldern in die Arbeit der kirchlichen Wohlfahrtsverbände einfließt...

     

    In dieser Übersicht sind 83,6 % aller Beschäftigten bei Caritas und Diakonie erfasst. Unter Einbeziehung der weiteren Tätigkeitsbereiche wie Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke, Fachschulen, Wohnheime, etc. – die nicht detailliert erfasst wurden – ergibt sich eine Größenordnung von insgesamt rund 44,5 Mrd. Euro Aufwandsvolumen für Caritas und Diakonie. Da in diese weiteren Tätigkeitsbereiche keine nennenswerten Kirchenmittel fließen, liegt die Kirchenquote insgesamt bei 1,8%.

Nur um das ganz klar zu formulieren, "Die Kirchen tragen lediglich 1,8 % zur Finanzierung von Caritas und Diakonie bei" (>>), und das wars!!

Dafür aber:

    "Obwohl also die kirchlichen Wohlfahrtskonzerne nichtkirchlich, weitgehend aus öffentlichen Mitteln, finanziert werden, haben die Kirchen das Sagen. In den beiden Wohlfahrtskonzernen, die in Deutschland mehr Beschäftigte zählen als DaimlerChrysler, Volkswagen und BMW zusammen, gibt es kein Streikrecht, keinen Betriebsrat und keine Tarifverhandlungen. Es gilt das kirchliche Sonderarbeitsrecht, beschönigend „dritter Weg“ genannt. Religionsfreiheit genießen die Arbeitnehmer vielfach nicht: Ein Kirchenaustritt kann den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge haben." (>>)

Gehälter von Klerikern

    Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 4.500 EUR (West-Bundesländer, Stand 1.8.04) ist eher abgerundet1. Beispiel eines 50-jährigen oder älteren Geistlichen:

      Grundgehalt A 14 Endstufe

      4.346,55 EUR

      Familienzuschlag (verh. ev. Pfarrer ohne Kind)

      105,28 EUR

      vermögenswirksame Leistungen

      6,65 EUR

      Zwischensumme

      4.458,48 EUR

      (ohne Kinderzuschläge von 90,05 [1. u. 2. Kind] bzw. [ab 3. Kind] 230,58 EUR)

       

      Weihnachts- u. Urlaubsgeld anteilig je Monat

      ca. 350 EUR

      Ersparnis Dienstwohnung (durchschnittlich)

      ca. 500 EUR

       

      Von den Bruttogehältern ist neben der Steuer nur noch ein Eigenbeitrag zur Krankenversicherung
      von etwa 150-200 EUR monatlich abzuziehen. Weitere Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an.

    In der kath. Kirche fallen in den meisten Diözesen noch diverse Zulagen an, die hier vernachlässigt werden. Auch der Zuschuss zur Finanzierung von Pfarrhaushälterinnen ist nicht mitgerechnet. Wohl erhalten jüngere Pfarrer etwas weniger. Fast 90 % der kath. Geistlichen erhalten aber die Endstufe. Auch die evangelischen Kollegen (Altersschnitt ca. 45 Jahre) kommen effektiv im Schnitt auf mehr als 4500 EUR im Monat.

    Bischöfe werden in der Regel vom Staat besoldet. In den westlichen Bundesländern beziehen sie ein Gehalt gemäß Besoldungsstufe B6 (7.206,51 EUR), Erzbischöfe gem. B10 (9.965,09 EUR). Ihr Monatseinkommen liegt incl. Zulagen, geldwerter Vorteile und dem umgelegten 13. Gehalt bei ca. 9.000 bzw. 12.000 EUR.

      --------------------------------

      1Das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg teilte wörtlich mit (vgl. Heinrichsblatt, 14.03.04, S. 7):

      "Ein Pastoralreferent kostet das Erzbistum Bamberg in den ersten beiden Jahren seiner Tätigkeit knapp 2 500 Euro monatlich, nach der zweiten Dienstprüfung 4 900 Euro und nach dreizehn Dienstjahren 6 000 Euro. Das Einkommen eines Pastoralreferenten entspricht dann dem Bundesangestelltentarif (BAT) 1 b. Der Bruttolohn liegt je nach Familienstand, Alter, Kinderzahl, Ortszuschlägen und anderweitigen Vergütungen am Ende etwa bei 5 000 Euro, in einer Spannbreite zwischen 5 400 und 4 600 Euro."

      Dies lässt zusätzliche Rückschlüsse auf die Einkünfte der Priester zu, die ja keinesfalls niedriger liegen.

Nett!! Das nenne ich mal einen selbstlosen Dienst im Namen Gottes Zum Vergleich (2004):

    Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste im Produzierenden Gewerbe:

    Arbeiter = 2594 € (>>)

    Angestellte = 3470 (>>)

Der ist auch noch gut...

Kindertageseinrichtungen Finanzierung 2002

    Nach einer bundesweiten Einschätzung beträgt der staatliche Anteil an der Finanzierung konfessioneller Kindertagesstätten ca. 75 % der laufenden Kosten, 15 % sind Elternbeiträge und rund 10 % tragen die Kirchen bei, also rund 376 Mio. Euro (Übersicht 6).

    Übersicht 6 Finanzierung konfessioneller Kindertageseinrichtungen (2002) .

    Staatliche Zuwendungen

     2.816.748.000 Euro

    Elternbeträge

     563.350.000 Euro

    Kircheneigene Gelder

     375.566.000 Euro

    Insgesamt

     3.755.664.000 Euro

Dafür, daß nur 10% der Finanzierung übernommen wird, prangt aber immer recht überdeutlich der Schriftzug der Kirchen an den Kindergärten.
Die weiteren Anmerkungen will ich euch auch nicht vorenthalten:

    Anmerkungen
    Diese Zahlungen werden sich in den nächsten Jahren nicht nur um die üblichen Steigerungsraten erhöhen, sondern deutlich stärker ansteigen, da die konfessionellen Träger ankündigen, dass sie ihre Kindertageseinrichtungen schließen werden, wenn der Staat sie nicht höher als bisher finanziert, so dass die Kirchen keinerlei Zuschüsse mehr zu bezahlen haben. Im Bundesland Hamburg ist dieser „Einstieg in den Ausstieg“ im Juli 2001 bereits flächendeckend gelungen. Der Senat erhöht nicht nur seine bisherigen Zahlungen, sondern „alle neuen Plätze in kirchlichen Kitas im Rahmen des künftigen Ausbauprogramms werden zu 100 Prozent von der Stadt finanziert“.7 Von 2001 bis 2004 ist auf diese Weise der Anteil der kirchlichen Zuschüsse bereits von 10 % auf 8 % gesunken.

    Die 375 Mio. Euro kirchlicher Zuschüsse bedeuten, dass rund 47 Prozent8 bis 75 Prozent der kirchlichen Ausgaben für ‘soziale, karitative Zwecke’ für die Bezuschussung der Kindermission aufgewendet wird – so wird zumindest aus kirchlicher Sicht die Trägerschaft konfessioneller Kindertageseinrichtungen verstanden. (Alle evangelischen Kindertagesstätten in Hamburg stehen, als Beispiel, unter dem gemeinsamen Logo und Sinnspruch: „Mit Gott groß werden“.) In diesem Sinne der Mission sind die Kindertageseinrichtungen auch nicht als „selbstlos“ zu betrachten, da dort – sehr eigennützig – die zukünftigen Kirchensteuerzahler erzogen werden. Die finanziellen Anteile, die die Kirchen übernehmen, „unterstreichen die zentrale Bedeutung, die Tageseinrichtungen für Kinder in der Perspektive der EKD zukommt“.

Wer sich weiter umschauen will: alles (bis auch den ersten Punkt) stammt -als Unterlinks- von dieser Quelle!!

Unfassbar, das alles!! Das sind keine Kirchen, das sind Großunternehmen. Als Beispiel sei zusätzlich noch der "Weltbid-Verlag" genannt (>>). Und immer dran denken, was in den Klingelbeutel zu stecken!!

 

Gesellschafter

Umsatz


Gesellschafter der Verlagsgruppe sind 14 katholische deutsche Diözesen und die Soldatenseelsorge Berlin.

 

 # 21.02.06 #

 

 

 • Neues vom Big Brother!!

******************************************************************************

 !! WIRTSCHAFT !!

• »Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen, Wohnungsbaukredite (4. Quartal 2005) /KfW«
• »
Its Different This Time« 

• »Bank Lending Survey des Euroraum (Januar '06)« 

 !! POLITIK !! 

»"Dänische Karikaturen-einige kleine Mosaiksteinchenr«
»Führen eines Angriffskrieges laut Generalbundesanwalt nicht strafbar / Kay Nehm«

 

 

 

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen, Wohnungsbaukredite (4. Quartal 2005) / KfW

Die feinere Unterteilung der "üblichen" inländischen Kreditvergabe in Unternehmen/Selbständige und unselbständige/sonstige Privatpersonen

     

Grundsätzlich nichts überraschendes. Allerdings ist ganz interessant, daß im letzten Quartal 2005 die Kredite an Unternehmen und Selbständige um satte 18,27 Mrd.€ zurückgingen, während gleichzeitig die Kredite an wirtschaftlich unselbständige und sonstige Privatpersonen um knapp 6 Mrd.€ zulegten. Vereinfacht gesagt, die Unternehmen verweigerten sich, "Hinz und Kunz" legten noch ein Schippchen drauf.

Bezüglich des "Schippchens" der wirtschaftlich unselbständige und sonstige Privatpersonen (Hinz und Kunz) selbst, gibt es wiederum ein interessantes Detail. Das hier die Wohnungsbaukredite ein große Rolle spielen, habe ich schon des öfteren betont. Deshalb habe ich in der Zeitreihe mal zurückgeblickt.

    Kredite an wirtschaftlich unselbständige und sonstige Privatpersonen

     

    Anteil Wohnungsbaukredite an Gesamtsumme Kredite [%]

    2005

    76,9

    1990

    66,0

    1980

    33,7

 Wie wir sehen, der Anteil der Kredite für den Wohnungsbau an der Gesamtsumme der aufgenommenen Kredite liegt mittlerweile bei ca. 77%. Noch 1980 lag dieser bei nur 33,7%. Etwas flappsig formuliert könnten wir also sagen, daß die zusätzliche -so sie denn überhaupt positiv ausfällt- Kreditvergabe bei "Hinz und Kunz" fast nur noch über den Wohnungsbau generiert wird. Sollte (!!) das auch noch wegbrechen, wird's in der Tat eng.

Ich unterstelle für den Augenblick mal großzügig, daß das auch unsere Entscheidungträger wissen. Anders kann ich mir folgendes nicht erklären ==>
Jetzt muß ich ein wenig ausholen: Ein Kumpel von mir hat sich im Zuge eines Hauskaufs einen Kredit bei der KfW gesichert.

    KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau):

     

      Als Bank des Bundes (80 %) und der Länder (20 %) haben wir einen starken Rücken. (>>)

      Der Bund haftet für die von der Anstalt aufgenommenen Darlehen und begebenen Schuldverschreibungen, die als Festgeschäfte ausgestalteten Termingeschäfte, die Rechte aus Optionen und andere Kredite an die Anstalt, sowie für Kredite an Dritte, soweit sie von der Anstalt ausdrücklich gewährleistet werden. (>>)

Und jetzt kommt's!!! Der Kredit hat eine Laufzeit von 20 Jahren und ist mit einem Zinssatz von 1,8% unterlegt!! Daraus ergeben sich zwei Überlegungen:

    1.) Durch solcherlei Maßnahmen kann ein Wegbrechen der wichtigen Wohnungsbaukredite unter Umständen aufgehalten, oder zumindest abgefedert werden (deshalb obige Unterstellung)!

    2.) Auf der einen Seite wird also mit viel tamm-tamm und furchtbar zähneknirschend die Eigenheimzulage gestrichen, auf der anderen Seite werden gleichzeitig -von einer staatseigenen Bank- Kredite vergeben, deren Zinsätze -weil staatlich, und somit vom Steuerzahler, abgesichert- weit unter dem freien Markt liegen (Beispiel 1; Beispiel 2). Das ist mal wieder typisch: "Lasst uns endlich die Subventionen streichen....aber bitte doch nicht so richtig!!". Denn letztlich wird hier nur die eine Subvention, durch eine andere ersetzt.
    Mein Kumpel hätte sich den Kredit auch bei einer privaten Bank holen können. Hat er -ob dieser Konditionen nur verständlich- aber nicht gemacht. Ein Geschäft weniger für Dresdner & Co.!! Die Angestellten der privaten, am freien Markt organisierten Banken werden sich freuen !!!

Ich für meinen Teil stufe eindeutig Nummer 2 als gewichtiger ein!! Denn im Endeffekt wird durch diese staatlichen Eingriffe wieder mal der "freie" Markt untergraben. Mindestens langfristig wird das nicht ohne Auswirkungen bleiben. Wer nimmt sich schon einen Kredit für 3-4%, bei einer durch und durch markwirtschaftlich konkurrierenden Bank, wenn er den auch für "staatliche" 1,8% haben kann. Mal abgesehen davon, daß damit das Kreditrisiko im Endeffekt der Staat übernimmt.
Und daß, abseits der medienpräsenten Milliarden-Gewinne-lass-uns-noch-ein-paar-tausend-Leute-entlassen-Deutschen Bank, im restlichen Bankengewerbe nicht alles ganz so rosig aussieht, wie man aufgrund der Schlagzeilen denken könnte, zeigt der Monatsaufsatz der Bundesbank aus dem September 2005 über "Die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute im Jahr 2004":

    Jahresüberschuß bzw. fehlbetrag (-) nach Steuern 2004 [Mrd.€]

    Alle Bankengruppen

    4,811

     

     

    Kreditbanken

    -1,143

    Großbanken

    -1,849

    Regionlbanken und sonstige Kreditbanken

    0,651

    Landesbanken

    -0,363

    Sparkassen

    2,316

    Genossenschaftliche Zentralbanken

    0,300

    Kreditgenossenschaften

    1,478

    Realkreditinstitute

    0,239

    Banken mit Sonderaufgaben

    1,984

    Banken mit Mehrheitsbesitz ausländischer Banken

    0,322

Rechnet hier mal die 2,5 Mrd.€ Gewinn der Deutschen Bank heraus. Ferner kann sich -ohne daß ich's beschreien will- folgendes...

    Der deutliche Anstieg des Zinsüberschusses ging vor allem auf die Kreditbanken und hier ausschließlich auf die Großbanken zurück. Im Gegensatz zur generellen Entwicklung nahm der Zinsertrag der Großbanken kräftig zu. Hierzu trugen insbesondere im Vorjahrs- vergleich bei dieser Bankengruppe spürbar gestiegene laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren bei, die im Zinsertrag enthalten sind.

 ... auch ziemlich schnell wieder ändern, wie wir wissen!! ==> Differenzierte Betrachtung ist von Nöten. Das ein Teil des Kreditvergabemarktes durch die staatliche KfW "übernommen" wird, ist langfristig sicherlich nicht hilfreich!! 

******************************************************************************

Its Different This Time

    As the chart below indicates, it is different this time. With rare exceptions like the Great Depression and in the years right after WWII, households have run surpluses. That is, households usually spend less than they earn after taxes. But in recent years, thanks largely to cheap mortgage credit, households have started to run deficits. In dollar terms, households ran a record deficit of $470.6 billion in 2005. Relative to their after tax income, households ran a record deficit of 5.2% in 2005. Households in 2005 ran a bigger deficit than did the federal government! Yep, it sure is different this time. I can't wait to see how this imbalance is resolved.

     (>>)

"Anders" muß nicht zwingend schlechter bedeuten!! In diesem Fall, glaube ich, spricht die Graphik aber für sich!
Irgendwie passend noch dies:

    Damit aber nicht genug, stieg die Summe der Zinszahlungen für Kredite – ohne Hypotheken – von 186,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004 auf 206,4 Milliarden US-Dollar in 2005, also ein Anstieg um über 10 Prozent. (>>)

Tja, da wird auf ganz großem Fuße gelebt; so lange bis die Schuhe nicht mehr passen, und ruckzuck steht man barfuß da!!

******************************************************************************

Bank Lending Survey des Euroraum (Januar '06)

Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird.

Ergebnisse für Deutschland

Ich habe mal die, meiner Meinung nach, wichtigsten Fragen herausgezogen und ein paar kurze Kommentare dazu abgegeben. Finde ich sehr interessant, weil es die Sicht der Bänker wiedergibt.

    Zusammenfassung:

    • Die Angaben der Banken -vor allem bei den Unternehmen in Frage 4 (Nachfrage nach Krediten)- werden meiner Meinung nicht so ganz durch die tatsächliche Kreditvergabe bestätigt. Keine Ahnung wie das zusammen zu bekommen ist. Im Zweifelsfall halte ich mich lieber an letztere (nochmal die Graphik), und die sieht eben nach wie vor schlecht aus.

     

    • Trotzdem, die Umfrageergebnisse -immerhin die Ansicht der Banken an der Front der Kreditvergabe- schwenken zunehmend in positivere Terrains ein. Immer noch kein Grund zu überschwenglicher Freude, aber immer noch besser als anders herum.

     

    Letztlich läßt sich wohl tatsächlich eine leichte (!!) Entspannung konstatieren. Wie nachhaltig diese sein wird, oder ob sie sich gar ausweitet, werden wir weiter beobachten müssen.

    Hier lang...

 

!! P O L I T I K !!

Dänische Karikaturen-einige kleine Mosaiksteinchen

 "Auf die Schnelle" nochmal kurz was zu diesem unsäglichen Thema:

    Zufälle gibt´s

    Kennen Sie Merete Eldrup?

    Nein? Vielleicht doch. Sie ist die Geschäftsführerin der JP Politiken Hus. Jene Firma die für die Veröffentlichung der moslemischen “Karrikaturen” in Dänemark verantwortlich war. Lustige Bildchen die den Propheten mit Bombe unter den Turban zeigen. Da soll man mal verstehen das gläubige Moslems sauer werden.

    Aber Merete hat nicht nur keinerlei Feingefühl. Viel wichtiger sind ihre persönlichsten und familiären Beziehungen. Genauer gesagt gehts um Anders Eldrup.

    Richtig geraten - Anders ist Meretes Gatte. Das interessante Detail dabei: Anders Eldrup ist Vorsitzender der DONG (dänische Öl und Erdgas) ein Staatsbetrieb der gerade unmittelbar vor seiner Privatisierung steht. Ach ja Herr Anders gehörte laut Indymedia UK zu den Teilnehmern der letzten fünf Bilderberger-Treffen.

    Sicher wieder einer dieser Zufälle. Also Augen auf und Gehirn einschalten bevor Sie sich für Meinungsfreiheit und Tolleranz vor Metes und Anders kleine Stimmungs-Kampagne einspannen lassen. (>>)

Falls ihr einen Blick auf die Teilnehmerliste "der Bilderberger" für 2005 werfen wollt => HIER (für die, die "die Bilderberger" noch nicht kennen, bitte auch den Links unten auf der Seite folgen!).
Und, alphabetisch bedingt, aber trotzdem "wie gemalt", in der Liste, direkt über Anders Eldrup, steht der allseits bekannte Mathias Döpfner1, seineszeichen Chef des Springer-Verlags (zu dem ja auch "Die Welt" gehört), der sich seit neuestem so ungemein um die Pressefreiheit verdient macht (siehe Beitrag vom Vortag: "Verständnisprobleme-Dänische Karikaturen, Muslime und Medien").

Interessant auch noch dies:

    The editor of Jyllands Posten who ordered the publication of the cartoons is Flemming Rose, who has extensive connections to Daniel Pipes, another neocon fascist madman who runs Campus Watch, a neo-McCarthyite witch-hunting organization which vilifies American professors who criticize Israel or show sympathy for the Palestinians. President Bush wanted to name Daniel Pipes to the board of the US Institute of Peace, a government-funded arm of the State Department which organizes conferences and publishes books. When the raving extremist Pipes turned out to be too widely discredited to obtain Senate confirmation for this post, Bush forced his nomination through with a summer 2003 recess appointment to a temporary term at USIP without Senate approval. Daniel Pipes is the nepotist son of Richard Pipes, a Sovietologist who was a leading figure in George H.W. Bush’s 1976 Team B, the incubator of today’s neocon clique. At the time of his recess appointment, Daniel Pipes was accused by the very moderate Arab-American Institute of “hatred and bigotry” in the context of his “bizarre obsession with all things Arab and Muslim.” ( http://www.aaiusa.org/pr/release08-14-03.htm) This is the sick, racist point of view embraced by Jyllands Posten.

    Flemming Rose provided details of his conversation with Daniel Pipes in a later article. They talked about the need to mobilize Europe for the war of civilizations against the Moslem world. Rose wrote: “Pipes is surprised that there isn't greater alarm in Europe over the challenge that Islam represents thanks to falling rates of fertility and a weakened sense for its own history and culture.” (Flemming Rose, “The Threat from Islamism, Jyllands-Posten, October 29, 2004) The relation of such racist arguments to the Mohammed cartoons provocation should be clear enough. (>>)

Zu guter letzt einfach nochmal ein Link zum Thema: "The Denmark Cartoons"

Wieder mal alles Zufall.... Und die ach so freie westliche Presse verliert keine Silbe darüber. Genauso "rein zufällig" kommen ausgerechnet jetzt auch wieder Folterbilder aus Abu Ghraib ans Tageslicht, und das, obwohl "...Die Bilder von unter Folter zerfetzter Haut, die Videobänder von zur Masturbation gezwungener Iraker seit langem in ihren Redaktionsarchiven lagern..." (>>). Nichts gegen die Veröffentlichungen ansich, aber der Zeitpunkt ist doch mehr als verdächtig. Die Fäden werden gezogen, und die Marionetten reagieren entsprechend und laufen voll ins offene Messer. Es scheint wiedermal zu funktionieren!! 

    ------------------------
    1 Zu M. Döpfner gäbe es viel zu sagen. Ich will aber nicht wieder alles von vorne aufrollen. An dieser Stelle sei als Beispiel nur mal erwähnt, daß Döpfner im Kuratorium des Aspen Institut Berlin sitzt. Zu diesem Institut bitte folgenden Artikel zu lesen: "Das Aspen-Institut-Berlin"

 ******************************************************************************

Führen eines Angriffskrieges laut Generalbundesanwalt nicht strafbar

 Mann-o-mann, das ist wirklich gut:

    Nur die Vorbereitung eines Angriffskrieges ist nach deutschem Recht strafbar, nicht allerdings das Führen des Angriffskrieges selber.

    Komplett...

So sie Begründung des Generalbundesanwalts Kay Nehm. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Nicht das ich das rein rechtlich beurteilen könnte, aber mein gesunder Menschenverstand läuft bei so was amok!!

 Aber was können wir schon erwarten. Ich zitiere von der ganz offiziellen Seite des Generalbundesanwalts: 

    Der Generalbundesanwalt ist "politischer Beamter" (§ 36 Abs. 1 Nr. 5 BBG i.V.m. § 31 BRRG). Die beamtenrechtlichen Bestimmungen sehen vor, dass er sich in Erfüllung seiner Aufgaben in fortdauernder Übereinstimmung mit den für ihn einschlägigen grundlegenden kriminalpolitischen Ansichten und Zielsetzungen der Regierung befindet. (>>)

    Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof ist zudem im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Justiz ein "Anwalt" des Bundes. (>>)

Im Übrigen ist das jener Kay Nehm der laut dieser Quelle "...nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA...nach Besprechungen im Bundeskanzleramt genaue Vorgaben erhalten habe, «wann er im Zuge seiner Recherchen welchen Anfangsverdacht wie zu bejahen hat», schreibt das Magazin. Nach Darstellung von Eingeweihten habe Nehm sich dies gefallen lassen, «weil ihm die Abberufung drohte»..."

Na Bestens! Ferner ist das der, der ständig ohne Beweise jemanden anklagt: "Mzoudi, Schily, Nichtaussagen und keine Beweise". Außerdem steht er dem gläserner Autofahrer -und somit, inkl. sonstiger Schnüffeleien, dem gläsernen Bürger- recht positiv gegenüber: "Generalbundesanwalt will Maut-Daten für Strafverfolgung"

 Es lebe der Rechtsstaat!  

 

 # 07.02.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »Neues von der Kreditfront (Dezember '05)«

 !! POLITIK !! 

»"Verständnisprobleme-Dänische Karikaturen, Muslime und Medien" und einiges mehr«

 

Heute nur zwei Sachen, die dafür aber relativ umfangreich sind (jedenfalls wenn ihr den schon recht interessanten Links halbwegs folgt)!! Mehr ging nicht!!!

 

 ******************************************************************************

 

Neues von der Kreditfront (Dezember '05)

 

Vorab 1: wenn nicht sogar fast schon

 

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

Nov 04 81,8
Dez 04 82,8
Jan 05 84,6
Feb 05 70,0
März 05 68,8
April 05 44,3
Mai 05 72,7
Juni 05 85,4
Juli 05 68,8
Aug 05 68,3
Sep 05 69,6
Okt 05 65,5

 Nov 05

61,2

 Dez 05

88,3

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 
Also, der Dezember wartet mit einem Minus von 20,90 Mrd.€ oder 0,56% auf! Das ist schon ziemlich heftig.

Wobei die Wertpapiere an Nichtbanken (siehe unten, 1) sogar um 6,12 Mrd.€ zugelegt haben! Gleichzeitig haben jedoch die Buchkredite um 27,37 Mrd.€ nachgegeben! Nehmen wir folgende Definitionen von Buchkrediten (>> und >>) als Grundlage, so können wir durchaus unterstellen, daß sich "Ottonormalverschulder" mächtig zurückgezogen hat. Nicht gut, gar nicht gut!! Mehr unter 2.)!

Die Emissionsstatistik für Wertpapiere der BuBa ( >>) weist für den Dezember eine Tilgung von 88,3 Mrd.€ aus. Und wieder bestätigt sich, was ich immer mal wiederhole: kaum liegt die Tilgung über dem Schnitt, geht die dringend benötigte zusätzliche Neuverschuldung runter. Offensichtlich gibt es -sozusagen- eine "Sockelzusatzverschuldung", die unfreiwillig "konsequent" durchgezogen wird. Die reicht aber einfach nicht aus, um "besonderen" Ereignissen -z.B. einer höheren Tilgung- effektiv entgegen zu wirken. So wird das nichts!!

Dazu, und zu meinen "Ergüssen" zu den Laufzeiten der Wertpapiere, möchte ich noch kurz ein Zitat aus obiger Emissionsstatistik für Wertpapiere bringen:

    "Auf Grund höherer Tilgungen -vor allem von Anleihen mit Laufzeiten von bis zu (!!) vier Jahren- erhöhte sich die Netto-Verschuldung deutscher Industrieunternehmen am Rentenmarkt im Dezember aber nur (!!) um 0,5 Mrd €."

Das interpretiere ich einfach mal als Bestätigung meiner Aussagen . Solange sich die Anteile der kurzen Laufzeiten (z.B. von bis zu vier Jahren) nicht merklich vermindern, können wir für die Zukunft nicht allzu optimistisch sein.

Für das Gesamtjahr 2005 (vorläufiger Endwert) ergibt sich somit ein Zuwachs von 76,29 Mrd.€, oder 2,10% (Dez 04 = 3630,81; Dezember 05 = 3707,10 Mrd.€). Diesbezüglich erinnere ich vorsichtshalber nochmal daran, daß hier auch die öffentlichen Haushalte mit drin sind. Ohne deren "Schuldenorgie" wären die 2,10% sicherlich nicht zustande gekommen!

 

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere)

1999

2265,40

6,94

2000

2387,01

5,37

2001

2425,99

1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

Jan 05

2396,81

-0,04

Feb 05

2394,91

-0,08

März 05

2395,58

0,03

April 05

2433,30

1,58

Mai 05

2416,41

-0,70

Juni 05

2398,33

-0,75

Juli 05

2404,36

0,25

Aug 05

2406,71

0,10

Sep 05

2420,49

0,57

Okt 05

2426,51

0,25

 Nov 05

2422,32

-0,17

 Dez 05

2414,84

-0,31

Nur die Buchkredite betrachtend (Graphik), ging es ein weiteres mal nach unten!! Eine Rückgang der Neukreditaufnahme von 13,98 Mrd.€, oder 0,62%! Das ist schon ein "Pfund"!!

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) sieht es nicht ganz so schlimm aus. Ein Minus von "nur" 7,48 Mrd.€, oder 0,31%.

Für 2005 (vorläufiger Endwert) liegen wir (inklusive Wertpapiere) somit gerade mal mit 17,2 Mrd.€,  oder 0,72% im positiven Bereich. Analog nur die Buchkredite mit beinahe lächerlichen +5,87 Mrd.€, oder +0,26%. Das ist, wie der langfristige Vergleich deutlich zeigt, selbstverständlich viel zu wenig!!

Die Auswirkungen dessen, sind klar. Folgendes Bild zeigt die Arbeitlosenquote, sowie die "Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen" aus obiger Graphik.

 

 

 

 

Wie innerhalb der blauen Rahmen ersichtlich wird, ging jedem signifikanten, langjährigen Anstieg der Arbeitlosenquote, ein ebenso signifikanter, langjähriger Rückgang der Kreditvergabe voraus.

Die letzten paar Jahre (seit ca. 1999/2000)scheint das nicht mehr zu gelten. Dazu ein wirklich lesenwerter Link: »Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote Ein weiteres Kapitel aus der Serie: „Falsche Begriffe und Zahlen“« => Summe (über die wahre Zahl der Arbeitslosen) 11,991 Mill. = Arbeitslosenquote 29,19%! Man muß dieser Argumentation nun nicht in jedem Detail folgen, um trotzdem sagen zu können, daß seit besagten paar Jährchen so einiges "verniedlicht" wird.

Noch ein interessanter Punkt: Die "Außenverflechtung des Bruttoinlandsprodukts" (*xls-Datei).  Die daraus erstellte Graphik zeigt, daß ab dem Jahr 1999/2000 der Anteil der Ausfuhren am BIP, seit der Wiedervereinigung und dem damit zusammenhängenden Einbruch, ein Allzeithoch nach dem anderen erzielt, mit zwei satten Anstiegen 1999/2000 und 2003/2004!
Das ist von daher erwähnenswert, weil genau seit 1999/2000 der Abstieg der zusätzlichen Kreditvergabe von immer noch guten ca. 6% auf -0,78% in 2004 stattfand!

Ursache und Wirkung von all dem? Was wurde durch das Andere bedingt? Ei oder Henne? Schwer zu sagen!
Jedenfalls wird aus kredittechnischer Sicht die Musik momentan im Ausland gespielt (siehe auch unten unter 3.)) => Ketzerisch gesagt: ob wir wollen oder nicht, wir werden uns darauf einstellen müssen. Es gibt kein natürliches Grundrecht auf Wohlstand. In der Natur gleichen sich Ungleichgewichte stets irgendwann aus. Als Metapher ungefähr so:

    Die Osmose verläuft immer so, dass ein osmotischer Druck entsteht. Teilchen des Lösungsmittels diffundieren aus der Lösung geringerer Konzentration in die Lösung höherer Konzentration, so dass sich die Konzentrationen einander angleichen. (>>)

Abgesehen von dem systemimanenten "Problem" im Kreditgeldstandard, die "Lösungen" werden sich einander angleichen, so oder so.
Natürlich spielen noch viele andere Sachen eine Rolle

 => Warum sollte jemand das Risiko eingehen in der BRD Kredite aufzunehmen? Das geht doch viel einfacher:

    Gesamtstaatliche Zinszahlungen in Mrd. € (kumuliert]

    1962-2004

    1260

    1990-2004

    906

    (>> & Bundesbank)

=>  "Konsum auf Pump als Plombe für das Loch im Selbstwertgefühl", auch das spielt -für mich nur noch mit einem Kopfschütteln zu quitieren- sicher eine Rolle. Mit der Folge, daß vermutlich allein deswegen die Verbraucherinsolvenzen stetig zunehmen. Manchmal ist weniger eben mehr!

 => Usw usw. Ich kann hier jetzt nicht alle Verflechtungen und Sachlagen aufzeigen. Deshalb, lange Rede kreditmäßiger kurzer Sinn: Fakt ist , daß die dringend benötigten Neukredite kaum noch in Deutschland generiert werden. Ändert sich daran nichts, wird sich auch die grundsätzliche Lage in der BRD nicht bessern!

Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7*

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

* Revidiert von ursprünglich 9389,3

 

Differenz von November '05 auf Dezember '05 = +86,0 Mrd.€, oder +0,88% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +86,0 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +7,17 Mrd.€. Das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig. Dafür ist es aber ein durchaus "befriedigender" Mittelwert, der auch noch zu knapp 86% durch die Buchkredite zustande kommt.

          Und im Gegensatz zum letzten Mal...

            Nicht unerwähnt soll allerdings auch bleiben, daß die öffentlichen Haushalte ebenfalls mit +78,8 Mrd.€ zugeschlagen haben. Gänzlich vereinfacht müßten diese 78,8 Mrd.€ aus Steuern beglichen werden, die aus eben gezeigten +111,0 Mrd.€ der Privaten einzuziehen sind. Kann das funktionieren?

...sind die Kredite an die öffentlichen Haushalte sogar zurück gegangen-zumindest in dieser Statistik, was nicht zwangsläufig allumfassend sein muß.

Wie weiter oben gesagt, die Musik der zusätzlichen Verschuldung spielt im Ausland. Schön für den, der daran partizipieren kann...

 

!! P O L I T I K !!

Verständnisprobleme-Dänische Karikaturen, Muslime und Medien

Äußerst schwieriges Thema! Ich versuch's trotzdem mal:

    • Zuerst mal der Link zum Artikel von Freace.de: Hier lang...

Ein paar Kommentare meinerseits:

1.) Einerseits der Satz "Sicherlich könnte es ein Gedankenansatz sein, zu fordern, daß wirklich alle Informationen und Meinungen veröffentlicht werden dürfen.", dem ich voll und ganz zustimmen kann! Von daher bekomme ich Pickel, wenn ich mir die Reaktionen von einigen "aus der Wüste" so ansehe! Was für Pfeifen und Schwachköpfe!

2.) Andereseits der unmittelbare Folgesatz auf den unter 1.) zitierten: "Von diesem Zustand ist aber nicht nur Deutschland weit entfernt." Auch dem stimme ich vollumfänglich zu und wundere mich gleichzeitig, warum ausgerechnet bei dieser Sache die Pressefreiheit plötzlich so hoch gehängt wird?

3.) KARIKATUR-STREIT- Missverständnis im Namen des Propheten

Zwölf Mohammed-Zeichnungen, gedruckt in "Jyllands-Posten", bringen Millionen Muslime gegen Dänemark auf. Möglicherweise haben drei weitaus provokantere Bilder, die nichts mit der Zeitung zu tun haben, die Stimmung viel stärker angeheizt. Ausgerechnet dänische Muslime hatten sie in der arabischen Welt verbreitet.
Komplett... & beim Heute-Journal als Video zum selben Thema!

So langsam komme ich zum eigentlichen Punkt.
Abgesehen von der recht aufschlußreichen Erwähnung drei weiterer Karikaturen, die gar nicht veröffentlicht wurden und trotzdem in der islamischen Welt herumgereicht werden, spricht der Spiegel von "Mißverständniss" und "nicht beabsichtigt" usw., quasi ein Ausrutscher, der ja jedem mal passieren kann, ups... Wer's glaubt, wird selig! Das kann man nämlich auch anders sehen. Z.B.: "Falsche Propheten".

Das alles sieht mir doch sehr nach dem uralten Spiel aus, das da heißt "Divide et impera (teile und herrsche)". Auch und gerade, wenn man die Sache im Kontext mit dem Iran, dem 11/09, Afghanistan, Irak usw sieht. Und auf beiden Seiten fällt die Masse mal wieder auf's Beste drauf rein!!  (an dieser Stelle, weil passend, ein weiteres Mal der Link zu Le Bon's "Psychologie der Massen")

-Ich lehne mich mal aus dem Fenster-
Ich kann mir gut vorstellen, daß, in Anbetracht der absolut schwachsinnigen Reaktionen im Nahen Osten, die, ich will's nur mal gesagt haben, trotz allem selbstverständlich nicht gutzuheißen sind, so einige im stillen Stübchen sitzen und sich klammheimlich ins Fäustchen lachen, ist es doch genau das, was beabsichtigt war.
-Fenster wieder zu-

Wie komme ich darauf?

Ab hier wird es jetzt etwas detailiert und langatmig. Ich denke aber, daß das nötig ist, da ganz klar werden muß, wer im Moment den Ton angibt!!

Exemplarisch möchte ich einen Artikel aus dem Springerblatt "Die Welt", immerhin die viert auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland, nennen: "Verleugnete Bedrohung-Kolumne Iran-Krise". Solltet ihr euch wirklich GUT durchlesen.
Bevor ich weiter mache, noch ein Link zur "Jungen Welt", in dem auf gerade genannten Artikel Bezug genommen wird: "Koalition gegen Ahmadinedschad-Der schwarze Kanal". Nur zur Verdeutlichung, wie weit wir mittlerweile sind, ein Zitat daraus, der aus dem Original übernommen wurde:

    Und das wäre für Weidenfeld von allen Bedrohungen, mit denen die menschliche Zivilisation – in ihrem christlich-abendländischen Gehalt – je konfrontiert war, die größte. Kein Opfer dürfe gescheut werden, um sie abzuwehren: »Das Risiko einer militärischen Intervention könnte zwar Opfer in der Größenordnung des Ersten und Zweiten Weltkrieges mit sich bringen, doch der Triumph des islamistischen Terrors würde an Gräßlichkeit alles überbieten, was uns die Weltgeschichte vermittelte.«

Zurück zum Artikel aus "Die Welt". Jener Artikel stammt aus der Feder eines gewissen Lord Weidenfeld. Einen ersten Hinweis, von woher der Wind weht, bekommen wir recht schnell hier:

    Weidenfeld, George, Lord (eigentlich Arthur Weidenfeld), * 13. 9. 1919 Wien, Verleger. Emigrierte 1938 nach Großbritannien, Mitarbeiter der BBC, 1945 Gründung des Magazins "Contact". 1948 (mit N. Nicolson) Gründung des VerlagsWeidenfeld & Nicolson, heute eines der größten britischen Verlagshäuser. 1949/50 Berater des israelischen Präsidenten C. Weizmann. 1969 in den Ritterstand erhoben, seit 1976 als Lord Mitglied des britischen Oberhauses. Britischer und seit 1994 auch wieder österreichischer Staatsbürger.

Diesbezüglich empfehle ich dringend -quasi als Grundlage- noch mal einen Blick in "Pipelinepolitik" zu werfen.
Denn der dort genannte Name "Rothschild" taucht als "Honorary President" auch im "Institute for Jewish Policy Research" auf, in dem "zufällig" auch Lord Weidenfeld "Honorary Vice-President" ist (>>)

Ferner:  "Neben vielen anderen Verpflichtungen ist [oder zumindest war] er Direktor von Hollinger International..." (>>). Nun schauen wir weiter nach und finden hier u.a. folgende Namen als "Officers" von eben dieser Hollinger Int.:

    Richard N. Perle, Director, member of the Executive Committee, and Director and Co-Chairman of Hollinger Digital Inc..
    Henry A. Kissinger, member of the board of directors

Über die beiden brauche ich wohl kein zusätzliches Wort mehr zu verlieren. "Man" kennt sich!!. Ein weiterer seltsamer "Zufall"? Weiter im Text: 

    Bei der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik kommen seit 42 Jahren Kriegsstrategen aus aller Welt zusammen...... Ende der 90er Jahre übernahm die Herbert-Quandt-Stiftung der BMW AG die Organisation. Seither zeichnet Stiftungsvorstand Horst Teltschik, der frühere Berater von Exbundeskanzler Helmut Kohl (CDU), für die Konferenz verantwortlich. (Aus: "Gipfeltreffen von Politikern, Militärs und Rüstungslobbyisten")

Und, oh Wunder, der feine Herr Weidenfeld sitzt im Stiftungsrat der Herbert Quand Stiftung (>>).

Um das Ganze nicht ins uferlose ausarten zu lassen, nur noch zwei Sachen zu Weidenfeld. Erstens:

    Neben der weit verzweigten politischen und verlegerischen Aktivität ist Lord Weidenfeld ein Mitglied der "New Atlantic Initiative" (NAI) mit Sitz im American Enterprise Institute in Washington D.C., deren erklärtes Ziel die Einbindung der jungen europäischen Demokratien in das atlantische Verteidigungsbündnis ist. Eine aktuelle Liste der Namen leitender Mitglieder spricht für sich: Aznar, Havel, Murdoch, Rumsfeld, Margaret Thatcher, Helmut Schmidt, Lord Weidenfeld und Henry Kissinger, womit sich der Kreis zu den Bilderbergern, dem Council of Foreign Relations und den Trilateralen schließt - Organisationen, zu denen entsprechende Hintergrundinformation an dieser Stelle vorausgesetzt werden. So bekommt der sich dem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg anschließende Aznar auch einen zentralen Platz in der Fotogalerie auf der Titelseite des Selbstporträts des Münchner CAP, neben Rau und Süssmuth. (Aus: "Strategiepapier zum Umgang mit sogenannten Denkfabriken und deren Hintermächten")

Zweitens:

    Auf einer von ihm einberufenen Pressekonferenz gibt Ex-Kanzler Kohl die Namen der Spender bekannt, die ihm halfen, inzwischen 5,8 Millionen DM für die finanziell angeschlagene CDU zu sammeln. Die Spenderliste wirft ein Licht auf Kohls "Freunde" und "Förderer". Die größten der rund 30 Spender sind namhafte Monopolvertreter:

    • u.a. George Lord Weidenfeld, London 30.000 DM (>> & >>)

Das wäre im Grunde noch lange nicht alles (recherchiert mal selbst, da tauchen noch einige andere bekannte Namen auf, mit denen er sich des öfteren rumtreibt), aber das soll zu Weidenfeld selbst trotzdem mal genügen. Interessant auch, wen Weidenfeld in seinem Artikel so zitiert. Bernard Lewis prophezeit ein euro-arabisches Reich noch vor dem Ende des Jahrhunderts. Um es kurz zu halten, nur zwei Fundstellen zu Lewis:

    Charakteristisch für dieses Netzwerk ist die starke Präsenz bekannter Autoren in einigen nationalen Medien wie dem Wall Street Journal, den Fox News, der Washington Times, dem National Review, der Washington Post, der New York Post, dem Commentary Magazine und der New Republic, weiter die Unterstützung durch eine Reihe großer Thinktanks: Hoover, Heritage, Hudson Institute, American Enterprise Institute(in dessen Gebäude das PNAC residiert), das Center for Security Policy (CSP - mit dem Zakheim, Rumsfeld, Gaffney, Perle, Woolsey oder Feith liiert waren), das Center for Strategic and International Studies (CSIS), das Jewish Institute for Security Affairs, das National Institute for Public Policy (das u.a. im Januar 2001 ein Konzept zur Nuklearpolitik entwickelte, das große Bedeutung für die Bush-Regierung bekam), politische Aktionskommittes wie dem "Committee for the Liberation of Iraq" (CLI - u.a. Shultz, Gingrich, Hoffa, Bruce Jackson, Robert Kagan, Kirkpatrick, William Kristol, Bernard Lewis, Lieberman, McCain, Perle, Schmitt, Ruth Wedgwood, Woolsey), neokonservative Hochschuleinrichtungen wie z. B. Paul Nitze School of Advanced International Studies (SAIS - z.B. Perle, Wolfowitz, Woolsey, Cohen, Donnelly) oder Stiftungen (Bradley Foundation, Scaife, Olin). (Aus: "Machtfragen-Empire, amerikanisch")

Zudem ist Bernard Lewis wissenschaftlicher Beirat des "Institut für die Wissenschaften vom Menschen". Und, ihr werdet es kaum glauben, Lord Weidenfeld sitzt im Kuratorium desselben!! (>>). Auch hier, man kennt sich offensichtlich!!

Was soll man dazu noch sagen. Immer und immer wieder die selben Namen. Allenthalben Verquickungen der immer gleichen Personen und Organisationen! Man muß nur ein bißchen suchen!! In Anbetracht dessen, habe ich mich oben wirklich zu weit -aus dem Fenster gelehnt-? DAS sind die Leute, die die Mainstreammedien bestimmen. Wie oben schon gesagt, das war nur exemplarisch. Rolf Tophoven kommt wieder aus seinem Loch gekrochen, Friedbert Pflüger1 durchläuft wieder eine Talkshow nach der anderen, das Merkel -die im übrigen anscheinend mit Lord Weidenfeld ganz gut kann, siehe Bild rechts- polltert durch den Porzellanladen usw, usw, etc.

Ein ordentliches Schlußwort fällt mir nicht mehr ein, das alles macht mich nur noch müde...

 

     ----------------------
    1Friedbert Pflüger, der vor dem Irak-Krieg unentwegt solch einen Krempel zum Besten gab (und aktuell wieder gibt): "Ich bin bestürzt, weil ich weiß, dass die Bundesregierung über Informationen verfügt, dass es Massenvernichtungswaffen im Irak gibt." (>>) und der mit Margarita Mathiopoulos verheiratet war, die... aber lest selbst >>

 

 # 30.01.06 #

Kurzer Einschub, weil die nächste Aktualisierung voraussichtlich erst mitte/ende nächster Woche klappt:

1.) "Laufzeiten der Wertpapiere"

2.) Auf die Schnelle was zu der "Entwicklung des Auftragseingangs im November 2005 (revidierte Ergebnisse)" (>>)

    a) Es stellt sich wieder mal die Frage, warum die "vorläufig" veröffentlichten Ergebnisse immer höher ausfallen, als die dann "revidierten" Daten und warum von den "revidierten" Zahlen dann so gut wie nichts mehr zu hören ist (außer man sucht speziell danach)??

    b) In der Meldung des Statistischen Bundesamtes heißt es doch tatsächlich:
    "...Das Volumen der Auftragseingänge insgesamt im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist -berichtigten Angaben zufolge – im November gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 1,3 % gestiegen. Somit hat sich im Vergleich zu den vorläufigen Novemberergebnissen +1,7 % zum Vormonat) eine kleine Korrektur ergeben....". Wobei ich darum bitte, die Betonung auf das "kleine..." zu legen!! Denn die Korrektur von zuerst 1,7%, runter auf jetzt 1,3%, stellt eine Korrektur um 0,4 Prozentpunkte da, und entspricht somit einer nachträglichen Verringerung des absoluten Wertes um knapp 24%!! Fast ¼ weniger, beinahe 25% kleiner, das ist also eine "...kleine Korrektur..."???

 

 # 28.01.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »USA-Schuldenwachstum vs. BIP«
• »General Motors (Schulden)« 

 !! POLITIK !! 

»Die iranische Ölbörse - der Todesstoß für den US-Dollar?«
»EU-Verfassung«
 
»Der erste Premier des Kongo-Vor 45 Jahren: Patrice Lumumba wird ermordet (und mehr)

 !! SONSTIGES !! 

»Volker Pispers «

• Kurz zu "BRD-Sparqote vs. BIP" ==> Habe das mal dauerhaft abgespeichert: HIER! Und in Zukunft auch HIER zu finden!

 ******************************************************************************

USA-Schuldenwachstum vs. BIP

"Nette", einleuchtende Definition: 

    Wenn heute 5-6 USD neuer Schulden notwendig sind, um einen Dollar Einkommenszuwachs zu erzielen, so wird theoretisch irgendwann der Extrempunkt - wenn nämlich die o.g. exponentiell steigende Kurve in die [näherungsweise] Senkrechte übergeht - erreicht sein:

    [Näherungsweise] unendlich hoher neuer Kredit ist erforderlich, um [näherungsweise] 0 Dollar Einkommenszuwachs zu erzielen. Also müssen mit den alten Einkommen die Zinsen für den [näherungsweise] unendlich hohen Kredit zusätzlich berappt werden.

    Irgendwo auf der Zeitachse zwischen diesem theoretischen Punkt und heute liegt der „inflations/deflations-tipping-point“, auch unabhängig von festgesetzten Zeitzyklen im K-Zyklus.
    (>>)

Diesbezüglich habe ich mal gegraben. Das Ergebnis:


    Hinweis: Ich muß -ein weiteres mal- DRINGEND (für die, die es noch nicht gelesen haben) auf die Zahlenmanipulationen der Datengrundlagen hinweisen, die natürlich auch hier zum Tragen kommen. Von daher wird die Graphik noch beschönigend sein und ist mit "Vorsicht" zu geniessen!

Erläuterungen:
Die rote, gestrichelte Linie zeigt den jährlichen Schuldenanstieg in Dollar, der nötig war, um ein Dollar BIP zu generieren.
Beispiele: Für 2004 waren 3,91 Dollar zusätzliche Verschuldung nötig, um einen Dollar BIP zu erzeugen. In 2001 lag das Verhältnis bei 6,18 zu 1 Dollar. Um die jährlichen Spitzen herauszunehmen, zeigt die rote, durchgezogene, dicke Linie den 5-jährigen, gleitenden Durchschnitt.

Bis Ende der 70'er lag der "5-Jahres-Durchschnitt" Schuldenzuwachs/BIP demnach im Schnitt etwa bei 1,6. Heute liegen wir bei ca. 4,7!

    NOCHMAL: Das alles mit einem hedonisch angehobenen BIP und der nach unten "revisionierten" Verschuldung!!

Wir sehen also sehr schön, das ein zusätzliches Wachstum der Volkswirtschaft USA (BIP), mit immer größeren Zuwächsen der Verschuldung erkauft werden muss, da immer weniger der zusätzlichen Kredite tatsächlich nachfragewirksam werden.

Um das -den immer größer benötigten Zuwachs der Verschuldung- trotzdem beibehalten zu können, und somit die, nach solchen Aufschuldungsorgien quasi "natürliche" Deflation, zu verhindern, gibt es im Grunde nur eine Möglichkeit: der Staat fängt irgendwann an, sich die Scheinchen selbst zu drucken1 und unters Volk zu schmeißen. Die USA betreffend gibt es dafür durchaus Anzeichen. Ich erinnere nochmals an die Meldung, daß die Geldmenge M3 ab März nicht mehr veröffentlicht wird (warum nur ? >>) und an die Aussage vom zukünftigen FED-Chef Bernanke: 

    "Aber die US-Administration besitzt eine Technik, Druckerpresse genannt (oder heutzutage die computerisierte Entsprechung), die es möglich macht, so viele US-Dollar zu drucken, wie sie will, bei nahezu gar keinen Kosten. Indem sie die Menge der umlaufenden US-Dollar erhöht, oder sogar nur mit einer Ankündigung dies vorzuhaben, kann sie den Gegenwert in Waren und Dienstleistungen senken, was ebenso bedeutet, die Preise in Dollar für diese Waren und Dienstleistungen anzuheben. Daraus können wir folgern, dass mit dem Papiergeld-System eine entschlossene Regierung jederzeit höhere Ausgaben und somit positive Inflation auslösen kann." (>>)

Somit könnte die Verschuldungskurve dann kurzfristig der Senkrechte genähert werden. Die Folge wäre bis dahin die berühmt, berüchtigte Hyperinflation, und/oder ein DOW von 50.000  . Allerdings verschiebt sich dadurch -zeitlich gesehen- nur der Weg nach unten. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Kredite, in welcher Art und Weise auch immer, ausgebucht werden müssen (Deflation). Mehr als Senkrecht geht nicht, dann "zieht" die mathematische Unendlichkeit.
Wie gesagt, die USA betreffend ==> durchaus möglich!
Die EU hat sich diesbezüglich mithilfe des "Stabilitätspaktes" selbst gedeckelt. Der wird zwar unentwegt aufgeweicht, nichtsdestotrotz ist deshalb der Weg zu einer Inflationierung für die EU ungleich schwieriger. Wir werden sehen.

Schlußendlich bleibt uns wohl nichts übrig, als dem Geschehen machtlos zuzuschauen und uns, so gut es irgend geht, auf alles mögliche vorzubereiten. Was allerdings wirklich nicht einfach ist, denn wer weiß schon, wie lange das alles noch halbwegs am laufen gehalten werden kann. Ich persönlich denke ja, daß das Sprichwort "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende." auch hierzu gelten sollte, denn abzuwenden ist da nix mehr. Aber wie wir Menschen anscheinend nun mal so sind, es wird so lange weiter gewurschtelt (inkl. aller Folgen, die ganz und gar nicht lustig sind), bis selbst die letzte, theoretische Lösung nicht mehr machbar ist und alles in einem großen Rumms auseinanderfliegt (ach Gott, bin ich heute wieder "gut" drauf )!! 

---------------------------------------

    1 BRD => Bislang ist selbst drucken nämlich nicht drin (jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne). Ich zitiere: "Ausschließlich Mitglieder der „Bietergruppe Bundesemissionen“ können sich an den Auktionen des Bundes beteiligen." (>>) Diese "Bietergruppe Bundesemissionen" wiederum, besteht ausschließlich aus Banken - Geschäftsbanken (>>)! Die Geschäftsbanken ihrerseits, hinterlegen dann die "ersteigerten" Bundespapiere bei der Zentralbank als Pfänder (Sicherheiten) oder/und "verteilen" sie auch im Publikum (wenn es sie denn haben will). Im Gegenzug -mit "Leitzinszahlung"- erhalten sie das Zentralbankgeld zur Finanzierung. Der Staat muß also immerhin noch den Umweg über die Geschäftsbanken gehen. Das heißt zwar nicht, daß da "Tricksereien" vollständig ausgeschlossen sind. Aber einem unmittelbaren "anschmeißen der Druckerpresse" entspricht es eben auch nicht. Noch nicht ???!!! Wie das in den USA funktioniert, bin ich, ehrlich gesagt, etwas überfragt. Meines Wissens zwar ähnlich, aber mit mehr "Freiheiten" für den Staat. Ist aber eher unsicher. Zudem natürlich auch etwaige Gesetzesänderungen möglich sind. Womit wir für die EU wieder beim "Stabilitätspakt" wären.

 ******************************************************************************

General Motors

Die Zahlen sind dermaßen "beeindruckend", daß sie es allemal "wert" sind, ein weiteres mal gezeigt zu werden. Vor allem auch deswegen, weil, erstens, sie in der breiten Öffentlichkeit -vorsichtig gesagt- nicht gerade breit getreten werden, und zweitens, wenn wir den Vergleich zu älteren Daten heranziehen.
Aus den Jahresberichten 2001 und 2005 :

     

    Jahresbericht 2001 (>>)

    Jahresbericht 2005 (>>)

    Jahresabschluß für...

    1999

    2000

    2004

    Umsatz (Total net sales and revenues)

    176,56

    184,63

    193,52

    Total debt [Mrd.$]

    122,28

    135,04

    300,28

    Debt payable beyond one year* [Mrd.$]...

    --

    2002 – $19.9 billion; 2003 – $14.1 billion; 2004 – $7.2 billion; 2005 – $5.9 billion; 2006 and after – $11.7 billion.

    2006 – $38.8 billion; 2007 – $24.3 billion; 2008 – $11.4 billion; 2009 – $9.6 billion; 2010 and after – $91.9 billion.

    *Schuldzahlungen für die kommenden Jahre

Abgesehen von der Entwicklung der Schuldenhöhe (Total debt) selbst -in nur 5 Jahren (von 1999 bis 2004) eine Steigerung um knapp das 2,5-fache auf 300,28 Mrd.$- sind die Zahlen für die Schuldzahlungen (letzte Zeile) bemerkenswert.
Noch im Jahr 2000 waren für 2006 und danach Zahlungen in Höhe von 11,7 Mrd.$ angesetzt. Und schon 2004 -nur 4 Jahre später- sind allein für 2006 38,8 Mrd.$ fällig gesetzt, und für danach insg. 137,2 Mrd.$!!! Mein lieber man, daß ist in der Tat "beeindruckend", zeigt es doch in eindrucksvoller Art und Weise, was wir von den "Planzahlen" aus 2004 halten können und wie schnell die tatsächliche Schuldenentwicklung die Planungen überholen.

Und noch zwei ganz aktuelle Zahlen (>>):

     

    Fourth Quarter 2004

    Fourth Quarter 2005

    GMAC's Worldwide Cost of Borrowing*

    4,13%

    5,24%

    GMAC Period End Debt Spreads Over U.S. Treasuries

    2 Year...

    5 Year...

    10 Year...

     

    170 bp

    225 bp

    270 bp

     

    475 bp

    535 bp

    540 bp

    *Berechnet durch die Dividierung der Zinszahlungen durch die Gesamtschulden

Zeile 1 zeigt einfach nochmals (aber eben ganz aktuell), daß die Kosten für GM's Schulden offensichtlich ziemlich ansteigen. Zeile 2 gibt die "Lücke" zwischen GM-Papieren (Anleihen usw.) und den "Referenzpapieren" des US-Staates an. Heißt letzlich ebenfalls nichts anderes, als daß GM immer mehr Zinsen zahlen muß (Beispiel).

Tja, ich bin wahrlich kein Bilanzexperte, aber gut sieht wohl anders aus. Vor allem die rasende Entwicklung läßt nichts Gutes ahnen. Sollte das auch nur annähernd in dem Tempo weitergehen, dann....nun, dann liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, daß sich an dieser Statistik einiges ändert. Und ob das dann gänzlich ohne weitere Auswirkungen bleiben würde....? Wir werden es mitbekommen, so oder so!! Ich jedenfalls -auftragsgemäß als Unke unterwegs - bin mehr als skeptisch, daß sich das noch zum Positiven wendet! Und ich denke, leider nicht so ganz unbegründet!!

 

!! P O L I T I K !!

Die iranische Ölbörse - der Todesstoß für den US-Dollar?

    Für Krassimir Petrov haben die aktuellen außenpolitischen Spannungen mit dem Iran einen handfesten ökonomischen Hintergrund. Die geplante iranischen Ölbörse könnte den unausweichlichen Kollaps des Dollars auslösen und hat damit das Potential, der Sargnagel für das amerikanische Imperium zu werden. Der Autor erwartet weiters, daß die FED unter ihrem neuen Vorsitzenden Ben Bernanke die drohende Finanzkrise mit der Notenpresse bekämpfen werde......

    II. Die iranische Ölbörse

    Die iranische Regierung hat schlußendlich die ultimative “nukleare” Waffe entwickelt, die über Nacht das Finanzsystem zerstören kann, auf dem das amerikanische Imperium aufgebaut ist. Diese Waffe ist die iranische Ölbörse, die laut Plan im März 2006 starten soll. Die Börse wird auf einem Euro-Öl-Handelssystem basieren, was natürlich die Bezahlung in Euro impliziert. Dies stellt eine viel größere Bedrohung für die Hegemonie des Dollars dar als seinerzeit Saddam, weil es jedermann ermöglicht, Öl für Euro zu kaufen und zu verkaufen und damit den US-Dollar völlig zu umgehen. Es ist wahrscheinlich, daß fast jeder das Euro-Öl-System übernehmen wird:.....

    Komplett...

Wirklich lesenswerter Artikel. Hat einiges für sich!! Natürlich habe ich keine Ahnung, ob das tatsächlich alles genau so passieren wird/muß, aber ein Zitat von weiter unten (Atomkrieg gegen den Iran), das da lautet...

    Alle hochrangigen israelischen Repräsentanten nannten Ende März 2006 als Deadline für den Militärangriff auf den Iran ...

...würde demnach zumindest zeitlich passen! Hoffentlich geht der Kelch an uns vorbei!!! Schön, wenn sich alle irren würden!!

 ******************************************************************************

EU-Verfassung

Die Tage geisterten Meldungen durch die Presse (eine von vielen >>), in denen recht verbindlich verlautbart wurde "Spätestens 2009 soll der Verfassungsvertrag in Kraft treten."

Da packt mich doch augenblicklich ein gerüttelt Maß an Verwunderung ! Denn mal abgesehen davon, daß nicht -wie geschrieben steht- die Länder das Vertragswerk ratifiziert haben, sondern die Mehrzahl der Regierungen (HIER zu sehen), was einen nicht unerheblichen Unterschied darstellt, sagt das allein das doch schon so einiges über den "demokratischen" Entscheidungsprozeß aus, können wir auf der offiziellen EU-Seite (>>) folgendes lesen:
"Damit die Verfassung für Europa in Kraft treten kann, muss sie von allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ratifiziert werden."

Wie, zum Teufel, so frage ich mich in meiner unendlichen Naivität, passen diese beide Aussagen zusammen?

    An Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und läuft, wie einem die Beine nach der Natur gewachsen sind.
    Otto Eduard Leopold von Bismarck

In diesem Fall trifft das mal wieder die ach so "demokratischen" Grundsätze. Wo kämen wir denn auch hin, wenn die beiden (Niederlande und Frankreich) Ablehnungen des Volkes, als das hingenommen werden würden was sie sind: Ablehnung des Volkes! Am Ende müssten sich die "Volksvertreter" auch noch dem Willen dieses Anhängsels, äh des Volkes, unterwerfen. Nicht auszudenken!! Mir schwant nichts Gutes! Irgendwas wird da gedreht werden, jede Wette!

Ok, zugegeben, noch (!!) ist das ja eher Spekulation. Allerdings eine nicht ganz unbegründete, wie ich meine.

    Wahlen ändern nichts - sonst wären sie ja verboten.
    Quelle : Losung bei der historischen Protestdemonstration am 4. November 1989 in Berlin

Auch wenn ich den Link schon öfter hatte, will ich ihn an dieser Stelle nochmal zeigen: "EU-Verfassung - Europa der Konzerne und Generäle?"

******************************************************************************

Der erste Premier des Kongo-Vor 45 Jahren: Patrice Lumumba wird ermordet

    .....Zwei Jahrzehnte lang setzten Leopolds Gouverneure Geiselnahme, Vergewaltigung, Misshandlung und Mord ein, um den Bewohnern des Kongo die geforderten Quoten an Kautschuk und Elfenbein abzupressen. Rund zehn Millionen Kongolesen starben, bevor internationale Proteste Leopold zwangen, den Kongo 1908 in eine Kolonie des belgischen Staates umzuwandeln.....Lumumbas selbstbewusstes Auftreten hat Folgen: Um dem Premier die Kontrolle über die Bodenschätze zu entziehen, fördert Belgien die Abspaltung der rohstoffreichen Provinzen Katanga und Karsai. Belgische Truppen unterstützen die separatistischen Kräfte. Als Lumumba sowjetische Militärhilfe erhält, ist er für den Westen als Kommunist abgestempelt. Für Belgien und die USA ist klar: Lumumba muss verschwinden. Die UNO schaut zu, wie er von seinem eigenen Armeechef Joseph Désiré Mobutu abgesetzt wird. Lumumbas ehemaliger Weggefährte Mobutu nutzt den Putsch, um eine fast 30-jährige, vom Westen finanzierte Diktatur aufzubauen. Da Lumumba auch nach seiner Entmachtung aus Sicht der USA eine Gefahr darstellt, gibt CIA-Chef Allen Dulles grünes Licht für dessen Ermordung - mit Zustimmung des Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Lumumba wird auf Drängen der USA von Mobutus Truppen verhaftet, dann gefoltert und zu seinen Erzfeinden, den Sezessionisten in Katanga geflogen. Dort wird er am 17. Januar 1961 unter Beteiligung belgischer Polizisten erschossen. Lumumbas Leiche wird in Batteriesäure aufgelöst - gestiftet von einer belgischen Minengesellschaft.

     Komplett...

Soll keiner sagen, das sich Belgien nicht seiner Vergangenheit stellen würden, schließlich haben sie einen diesbezügliche Untersuchung in Auftrag gegeben. Zwar erst nachdem über diese Tatsachen ein Buch geschrieben wurde und sie nicht mehr anders konnten, aber wer wird schon so kleinlich sein? Zudem zeigen sie sich in tiefer Reue:

    Obwohl die angeführten Tatsachen eine deutliche Sprache sprechen, endet der Bericht ohne eindeutige Schuldzuweisungen. Weder die belgische Regierung noch irgendein Regierungsmitglied habe zu irgendeiner Zeit angeordnet, den kongolesischen Ministerpräsidenten physisch zu eliminieren. Einige Regierungsmitglieder trügen allerdings "moralische Verantwortung" für die Umstände, die zur Ermordung Lumumbas führten. Die Kommission überlässt es dem Parlament, die Art der Schuld und eventuelle Wiedergutmachungsleistungen zu klären.
    Aus "BELGIEN STELLT SICH SEINER KOLONIALVERGANGENHEIT-Verbrechen an Kongo"

 Und wie das geklärt wurde, die "Wiedergutmachung". An Einsicht kaum noch zu überbieten:

    Zur Wiedergutmachung hat Belgien einen Patrice-Lumumba-Fonds ins Leben gerufen und mit drei Millionen US-Dollar als Grundkapital bestückt. Jährlich sollen dann noch eine halbe Million US-Dollar folgen. Aufgabenstellung für den Fonds ist die Unterstützung der demokratischen Entwicklung der DR Kongo durch Projekte zur Verhinderung von Konflikten und zur Förderung juristischer Hilfe sowie Jugendarbeit. (>>)

3 Millionen Dollar? Die sind verdunstet bevor sie im Kongo ankommen! Nein, im Ernst, 3 MIllionen Dollar, das ist etwa die Hälfte des Betrages den Deutschland bis 2020 jährlich an Reparationszahlungen zu leisten hat: Reparationszahlungen aus dem Ersten Weltkrieg (recht interessanter Bericht dazu: "Von deutschen Schulden")!!. Ganz zu Schweigen von den "Entschädigungen von NS-Unrecht", die sich, nach offiziellen Angaben, bis Ende 2002 auf knapp 60,5 Mrd. Euro aufsummiert haben1 (Seite 38)-mit dem Zusatz "Das Bundesministerium der Finanzen geht daher nach vorsichtigen Schätzungen von weiteren Leistungen in zweistelliger Milliardenhöhe aus." Vom Verschenken von U-Booten und dergleichen mehr gar nicht zu Reden. Offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen (wo bleibt der "weltgemeinschaftliche" Druck auf Belgien, um beim Beispiel zu bleiben?), und das kann so nicht sein! Jedenfalls scheint mir das weniger mit prinzipiellem Gerechtigkeitsinn zu tun zu haben, der für alle gleichermaßen gilt.

Grundsätzlich kann man über diese Thematik tagelang diskutieren, was nun wie berechtigt ist oder nicht, welche Vorgehensweise die Richtige ist oder nicht, usw, usf. Da das den Rahmen sprengen würde, will ich hier nicht näher darauf eingehen, und im Grunde habe ich mich auch etwas verzettelt. Denn eigentlich wollte ich auf etwas Anderes hinaus.

Die Lehre aus all der Gülle, die da passiert ist, muß doch die sein, so etwas zukünftig zu verhindern! Das Gegenteil aber geschieht ständig, nur nicht ganz so augenscheinlich. Die Protagonisten sind meist die üblichen Verdächtigen, die sich an anderer Stelle als die offiziellen Verfechter von Menschenrechten und Demokratie hinstellen. Als EIN Beispiel möchte ich folgenden Artikel zeigen (ebenfalls Thema Kongo), der, so ganz nebenbei, auch noch deutlich macht, warum Afrika nicht auf die Beine kommt.

    Was steckt hinter dem Töten in Zentralafrika?

    .....WENN sich die Mainstream-Presse mit dem Kongo-Krieg - oder Kriegen in Afrika generell - befasst, ist regelmäßig von "ethnischen" Kriegen oder "Stammeskriegen" die Rede - deren Wurzel liege in uraltem Hass. Das ist nicht nur eine falsche sondern auch eine rassistische Erklärungsoption und dient nur als Vorwand für das Argument, "wir", der Westen (d.h. ein Mix aus mehreren westlichen Nationen, eventuell noch gedeckt durch die UN) müssten uns einmischen, um dem irrationalen u. ethnisch-motivierten Töten ein Ende zu setzen.....Es geht nicht, dass man ausgerechnet die Architekten einer Krise zu deren Lösung einspannt.....

    Komplett...

--------------------------

1um kein Mißverständnisse aufkommen zu lassen, die 60,5 Mrd.€ behinhalten sämtliche Zahlungen, also nicht nur die an Israel oder jüdische Organisationen!

 

!! S O N S T I G E S !!

Volker Pispers

Ein Beitrag in WDR2 (Radio, 2'31'') von Volker Pispers. Auf den Punkt gebracht! Spitzenklasse! Ich weiß nur nicht, ob ich darüber lachen oder heulen soll!

Direkter Link... (falls der nicht richtig funktionieren sollte, geht's hier lang...; und dann abspeichern, oder so)

 BIS NEULICH !!

 

 # 16.01.06 #

 

 

!! WIRTSCHAFT !!

• »STATISTIK"VERSCHÖNERUNGEN"«
• »
BRD-Rentenkasse, Schwankungsreserve (November '05)«
• »Aktualisierungen (Bruttoverschuldung Bund 2006; Schuldenuhr)«

!! POLITIK !!

»Ähhh, ähh.......«
»Atomkrieg gegen den Iran«

!! SONSTIGES !!

»Aus den Jahresberichten der Umweltschutzorganisationen«

 

 

STATISTIK"VERSCHÖNERUNGEN"

 Ist zwar nichts neues, wenn ihr regelmäßig hier reinschaut; nichtsdestotrotz befand ich es als eine ganz gute Idee, den ganzen Morast (soweit ich das zusammensammeln konnte) mal in einer Datei zusammen zu fassen. Guggst du hier: »Statistik"verschönerungen"«!! In Zukunft HIER zu finden!

 ******************************************************************************

BRD-Rentenkasse, Schwankungsreserve (November '05)

 Der regelmäßige "Service" über die Situation der Rentenkassen. Die Zahlen ( >>):

    Am Ende des Monats Schwankungsreserve in Monatsausgaben 2005 Schwankungsreserve in Mio. Euro 2005
    AV ArV
    Gesamt
    Gesamt
    Dezember Vorjahr (2004)
    0,42
    0,17
    0,31
    4.975.6
    Januar
    0,48
    -0,01
    0,28
    4.393,6
    Februar
    0,37
    -0,08
    0,18
    2.926,2
    März
    0,31
    -0,12
    0,13
    2.117,7
    April
    0,26
    -0,14
    0,09
    1.455,7
    Mai
    0,17
    -0,09
    0,07
    1.031,5
    Juni
    0,17
    -0,10
    0,06
    889,0
    Juli
    0,14
    0,07
    0,05
    855,6
    August
    0,11
    0,10
    0,03
    402,3
    September
    0,06
    -0,15
    -0,03
    -411,9
    Oktober
    0,13
    -0,16
    0,01
    129,9
    November
    0,03
    -0,05
    -0,04
    -635,8
    Dezember
    0,00
    0,00
    0,00
    0,00

 

    Am Ende des Monats Verfügbare liquide Mittel  2005 [Mill. €] Verfügbare liquide Mittel in Monatsausgaben 2005
    AV ArV
    Gesamt
    Gesamt
    Dezember Vorjahr (2004)
    3.935,0
    1.048,8
    4.938,8
    0,31
    Januar
    3.910,9
    580,4
    4.491,3
    0,28
    Februar
    2.963,9
    278,4
    3.242,3
    0,20
    März
    2.092,7
    339,1
    2.431,8
    0,15
    April
    1.513,3
    394,5
    1.907,8
    0,12
    Mai
    1.081,0
    259,5
    1.340,5
    0,08
    Juni
    692,4
    327,0
    1.019,4
    0,06
    Juli
    578,7
    302,3
    881,0
    0,06
    August
    210,4
    120,7
    331,1
    0,02
    September
    88,1
    98,9
    187,0
    0,01
    Oktober
    105,8
    110,3
    216,1
    0,01
    November
    275,2
    287,6
    562,8
    0,04
    Dezember
    0,00
    0,00
    0,00
    0,00

Und das trotz, oder besser, nur mithilfe, von zusätzlichen 900 Mio.€ vom Bund ( >>)!! Im Übrigen sind für nächstes Jahr "normale" Zahlungen vom Bund in Höhe von 38,1 Mrd.€ geplant. Ansonsten sprechen die Zahlen für sich, denke ich, und der Kommentierung vom letzten Mal ist erst mal nicht viel hinzuzufügen! Da kommt noch allerlei unschönes auf uns zu! Ich persönlich bin sogar der Meinung, das selbst solche Aussagen "Raffelhüschen rechnet bei Rente mit vielen Nullrunden bis 2035" noch zu optimistisch sind, gehen sie doch davon aus, das die Rentenkassen bis 2035 überhaupt noch existierent!! Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren!!!

 ******************************************************************************

Aktualisierungen

 Neues Jahr = Zeit für erste Aktualisierungen!! 


Bund, Bruttokreditaufnahme nach Laufzeiten

 Für diesbezügliche grundsätzliche Aussagen -ich kann es euch nicht ersparen- bitte HIER nachlesen, oder auch weiter unten!! Trotzdem ein paar Bemerkungen.

Drei Dinge sind zu sehen:

1.) Die absolute Bruttokreditaufnahme steigt von 213 Mrd.€ für 2005, um 17 Mrd.€ auf 230 Mrd.€ in 2006 (1. Bild). Tja, zumindest der Bruttowert ist somit ein neuer Rekord!

2.) Auch der betragsmäßige Anteil der Kurzläufer (blau, kleiner-gleich 2 Jahre) steigt, und zwar von 129 Mrd.€ für 2005 auf 134 Mrd.€ in 2006 (1. Bild). Da aber die Höhe der Kreditaufnahme (von 213 auf 230 Mrd.€) stärker steigt, ergibt sich für den Prozentsatz der kurzen Laufzeiten ein leichter Rückgang (2. Bild, von 60,56% auf 58,25%). Das Niveau ist jedoch nach wie vor äußerst hoch. Keine Entspannung in Sicht!

3.) Die langlaufenden Papiere (> 9 Jahre) legen dagegen in beiden "Kategorien" zu. Sowohl betragsmäßig von 50 Mrd.€ für 2005 auf 58 Mrd.€ in 2006, als auch prozentual leicht von 23,47 auf 25,22%. Hier wiederum, ist das prozentuale Niveau allerdings immer noch so niedrig, daß die Einordnung parallel zu oben laufen kann: Keine Entspannung in Sicht!

Von Interesse zu dieser Thematik ist vielleicht noch die Entwicklung der "Tilgungs"summe des Bundes:

    Tilgungen Bund [Mrd.€]

    2000

    2001

    2002

    2003

    2004

    2005

    2006

    125,2

    152,2

    157,0

    186,9

    184,6

    193,4

    195,15

    >>

    >>

    >>

1.) Von "Tilgung" im eigentlichen Sinne kann natürlich keine Rede sein. "Zurückgeführt" wird nämlich gar nichts.
2.) Die Luft wird dünner und dünner!

Schuldenuhr

    "Der Staatssektor wies im Jahr 2005 nach noch vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit von 78,0 Milliarden Euro auf" (>>) ==> Siehe Schuldenuhr!!

1.) Da werden sich die Besitzer von Staatspapieren freuen, der Nachschub rollt!
2.) Selbst bei unterstelleten 2,5% Zinssatz, macht das zusätzlich knapp 2 Mrd.€ an Zinszahlungen. Die EZB wird sich hüten, die Leitzinssätze weiter anzuheben.
3.) Aha, 78 Mrd.€ sind also kein "Konjunkturprogramm"? Ja was ist denn mit denen passiert? Na, dann werden es eben die 25 Milliarden rausreißen  



!! P O L I T I K !!

Ähhh, ähh.......

 Ähh kaum äh auszudenken ähhh wenn ähh so was ähhh ähh Bundeskanzler geworden äh äh äh....... wäre ähhhhhh!! Schon ähh erschreckend genug ähh....ähem daß so was Minister ähh minister ähh.... ministerpräsidial äh präsident äh Ministerpräsident ist äh!

 Ähhhhhhh... (*mp3) Stammend von HIER!

 Wenn das wirklich kein Fake sein sollte, will ich das auch haben, was der hatte !!! Das schlägt sogar beinahe den guten alten Heinrich Lübke, und das will wirklich was heißen: Lübke in Kanada; Lübke auf der Buga 1965 (mehr Lübke >>)

 Und damit euch das Lachen so richtig schön im Halse stecken bleibt...

Atomkrieg gegen den Iran

    Die Lancierung eines uneingeschränkten Krieges gegen den Iran, bei dem nukleare Sprengköpfe eingesetzt werden, steht jetzt in der letzten Planungsphase. Die Koalitionspartner, einschliesslich der USA, Israel und der Türkei, befinden sich in «einem fortgeschrittenen Bereitschaftsstadium». Verschiedene militärische Übungen wurden seit Anfang 2005 durchgeführt. Im Gegenzug haben die iranischen Streitkräfte in Erwartung eines von den USA unterstützten Angriffs im Dezember ebenfalls umfangreiche Militärmanöver im Persischen Golf abgehalten. Seit dem Frühjahr 2005 gab es eine intensive Pendeldiplomatie zwischen Washington, Tel Aviv, Ankara und dem Nato-Hauptquartier in Brüssel.
    Zu den jüngsten Entwicklungen gehört, dass der Direktor der CIA, Porter Goss, auf einer Mission in Ankara den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan um poli-tische und logistische Unterstützung für Luftschläge gegen iranische nukleare und militärische Ziele bat. Goss ersuchte wie verlautet um spezielle Kooperation des türkischen Geheimdiensts bei der Vorbereitung und Überwachung der Operation.1
    Premierminister Ariel Sharon gab seinerseits der israelischen Armee grünes Licht, mit den Angriffen Ende März zu beginnen:
    Alle hochrangigen israelischen Repräsentanten nannten Ende März 2006 als Deadline für den Militärangriff auf den Iran ... Das Datum von Ende März fällt auch mit dem IAEA-Report an die Uno über das Atom-energieprogramm des Iran zusammen. Israelische Politiker glauben, dass ihre Drohungen den Report beeinflussen könnten oder zumindest diejenige Art von Zweideutigkeiten fördern würden, die von ihren Unterstützern in Übersee benutzt werden könnten, um Sanktionen des Sicherheitsrats zu fordern oder Militäraktionen Israels zu rechtfertigen.2 Der von den USA geförderte militärische Plan wird von der Nato gebilligt, obwohl es im jetzigen Stadium unklar ist, wie die Nato an den geplanten Luftangriffen beteiligt sein wird.

    Komplett...

Einen Absatz aus diesem Artikel will ich noch extra erwähnen...

    Die Rolle Israels
    Seit Ende 2004 hat Israel in Erwartung eines Angriffs auf den Iran in den USA hergestellte konventionelle und nukleare Waffensysteme eingelagert. Diese Vorratsbildung, von der US-Militärhilfe finanziert, war im Juni 2005 weitgehend abgeschlossen. Israel hat Lieferungen von den USA bekommen, die mehrere tausend «intelligente aus der Luft abzufeuernde Waffen» umfassen, einschliesslich etwa 500 bunkerbrechende Bomben [bunker-buster bombs], die auch mit taktischen Atombomben bestückt werden können.
    Die B61-11 ist die «nukleare Version» der «konventionellen» BLU-113. Sie kann auf die gleiche Weise wie die konventionellen bunkerbrechenden Bomben ausgerüstet werden.13
    Hinzu kommt, wie Ende 2003 berichtet wurde, dass israelische U-Boote der Delfin-Klasse, die mit amerikanischen Harpoon-Raketen mit Atomsprengköpfen ausgerüstet sind, diese nun auf den Iran richten.

...denn zu dem gefetteten Satz sollte ein klitzekleines Detail nicht unterschlagen werden: "Fals