# 01.09.06 # 

 

Kurze Anmerkung vorab:
Ich bin absolut urlaubsreif (!!) und hab sogar welchen. Deshalb werde ich ab dieser Aktualisierung erst mal ein, zwei, u.U. auch drei Wochen Pause machen. Mal sehen, wie lange tatsächlich. Weiß noch nicht genau! Jedenfalls bitte nicht wundern, wenn hier die nächste Zeit nichts passiert!
Dafür gibt es heute - sozusagen als Überbrückung  - en masse zu lesen (inklusive "Big Brother").
Bis denne!!!

 

P.S.: Unter Umständen bekomme ich ein paar kurze Antworten auf noch austehende Mails hin! Habet Geduld ! Etwaige neue Anfragen solltet ihr bitte zurückstellen!!

 

_____________________________________

  

Neues vom Big Brother!!

  

  !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (Juli '06) « •
• »
US-Immobilienmarkt « •

• » Preise in Deutschland « •

 !! POLITIK !! 

» Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust «
» Ahmad Ahmadinedschad schreibt an Angela Merkel, Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland & SWP «
 
» Perfekte Inszenierung - Die "perfekten Terroristen" für Deutschland «
» Bankenkartell «

 

 

Zur auflockernden Einleitung erst mal dies:

******************************************************************************

Neues von der Kreditfront (Juli '06)

Vorab 1:  

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen.....
     

     

 

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 

Nov 04

81,8

0,51

Dez 04

82,8

-1,00

Jan 05

84,6

0,97

Feb 05

70,0

-0,08

März 05

68,8

0,00

April 05

44,3

2,36

Mai 05

72,7

-0,79

Juni 05

85,4

-1,11

Juli 05

68,8

0,24

Aug 05

68,3

0,14

Sep 05

69,6

0,16

Okt 05

65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

 Juli 06

50,9

-0,03

( >> ,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Zum dritten Mal in Folge ging im Juli die zusätzlichen Neuverschuldung zurück, nämlich um 1,08 Mrd.€, oder 0,03%! Die Abnahme ging - wie schon zuletzt - gänzlich auf das Konto der Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1), die allein um knapp 4,68 Mrd.€ fielen.  Die Buchkredite dagegen stiegen um 2,65 Mrd.€.

Emissionsstatistik für Wertpapiere (Buba >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 50,9 Mrd.€ aus (Tabelle links). Der Netto-Absatz resultierte dabei mit +19,3 Mrd.€ immer noch eher im unteren bis mittleren Bereich.
Was allerdings beinahe ohne Belang ist, denn allein die öffentliche Hand hat Anleihen im Wert von 20,9 Mrd.€ emittiert. Womit für den privaten und entscheidenden Sektor sozusagen nichts mehr übrig bleibt (siehe 2.))

Es scheint so, als ob die Neuverschuldung nach wie vor keine echte "Eigendynamik" entwickelt. Einzig die anstehenden Tilgungssummen bestimmen die Zahlen (wenn nicht einzig, dann jedenfalls in sehr großem Maße). Ich gehe davon aus, daß bei höherer Tilgung, die Neuverschuldung noch stärker zurückgegangen wäre.
So leid mir das tut: Da können die hiesigen Honoratioren noch sehr zum Aufschwung blasen und sich um des - vermeindlichen - Bärens Fell schlagen, es fehlt einfach an echtem, neuverschuldungsbedingten "Schwung". Das böse Erwachen könnte durchaus folgen. Und niemand konnte es dann kommen sehen... (wie gesagt, siehe 2.)

Für das Gesamtjahr liegen wir bis jetzt zwar immer noch bei einem Plus von 65,91 Mrd.€, oder +1,78%, aber im langfristigen Vergleich ist das ausnehmend dürftig und wird kaum für eine nennenswerte Trendwende sorgen können.

Da oben auch die öffentliche Hand teilweise mit drin ist, schauen wir direkt bei den "Unternehmen und Privatpersonen" vorbei.

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >> )

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

 März 06

2460,01

+0,27

 April 06

2496,11

+1,47

 Mai 06

2489,28

-0,27

 Juni 06

2466,19

-0,93

 Juli 06

2460,55

-0,23

 

Nur die Buchkredite betrachtend, ging es für den Juli '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen ebenfalls nach unten!! Eine Abnahme der Neukreditaufnahme um 4,32 Mrd.€, oder 0,19% ist zu notieren! Schon hier zeigen sich "Ermüdungserscheinungen".

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) allerdings, betrug der Rückgang sogar 5,64 Mrd.€, oder 0,23%.

Für das Gesamtjahr liegen wir demnach bei den Buchkrediten bis jetzt bei einem Plus von 35,09 Mrd.€, oder +1,57%. Inklusive der Wertpapiere zeigt sich zwar auch noch ein positiver Wert von 45,75 Mrd.€, oder +1,89%, die jahresanfängliche Dynamik läßt hierzulande jedoch weiter zunehmend nach.

Umso abhängiger ist Deutschland vom Ausland. Das Saldo der Leistungsbilanz lag in den ersten sechs Monaten 2006 bei +47,5 Mrd.€. ( >>) Ohne diese extern generierten Einnahmen, die dort letztlich auch nichts anderes als eine zusätzliche Neuverschuldung darstellen, wäre das innerdeutsche Bild vermutlich beiweitem noch trüber, als ohnehin schon.

Kurz noch eine Ergänzung dazu:

• Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen, Wohnungsbaukredite (2. Quartal 2006)

Die feinere Unterteilung der "üblichen" inländischen Kreditvergabe von gerade oben, in Unternehmen/Selbständige und unselbständige/sonstige Privatpersonen

Unternehmen/Selbständige:
Wie das Häkchen rechts oben aufzeigt, haben auch dieses Quartal die Unternehmen/Selbständige (blaue Linie und Zahlen) zugelegt, wenn auch nur mit 3,22 Mrd.€ (Vorquartal +29,99 Mrd.€)! Wobei dieser Zuwachs gänzlich auf das Konto der Unternehmen geht: +5,17 Mrd.€ (Vorquartal+31,29 Mrd.€). Die Kredite an selbständigen Personen ließen hingegen um 1,95 Mrd.€ nach.

Unselbständige/sonstige Privatpersonen:
Bei den Unselbständige/sonstige Privatpersonen ging es ebenfalls nur leicht hoch. Gerade mal ein Plus von 3,65 Mrd.€ (Vorquartal auch nur +1,94 Mrd.€).

Alles in allem können wir folgendes festhalten:

• Es sind wirklich wieder die Unternehmen, die sich vermehrt neuverschulden. Grundsätzlich keine üble Entwicklung, sind sie es doch, die - abgesehen vom Staat - die "Erstschuldner" darstellen.

 

• Die jahresanfängliche Dynamik läßt deutlich nach, wie wir ja auch schon oben gesehen haben.
Vor allem - und ich meine das beim letzten Mal in etwa so erwartet zu haben - weil die "Kredite für den Wohnungsbau" insgesamt (also für alle Fraktionen) stagnieren. Im jüngsten Quartal ein kaum nennenswertes Plus von 0,547 Mrd.€ (+0,049%). Im Vorquartal schlug dieser Posten noch mit +15,97 Mrd.€ (+1,46%) zu buche. Offensichtlich macht sich nun doch die Streichung der Eigenheimzulage bemerkbar.
Und nur um die Wichtigkeit der Kredite für den Wohnungsbau abermal zu unterstreichen, sei noch angemerkt, daß dieser Posten, für alle privaten Kreditnehmer zusammen, rund 50% ausmacht. Nur für die Unselbständige/sonstige Privatpersonen mittlerweile (=aktuelles Quartal) sogar sage und schreibe 77,29%.

Zur besseren Einordnung dieses Wertes, zeige ich nochmal folgende Tabelle

 

    Kredite an wirtschaftlich unselbständige und sonstige Privatpersonen

     

    Anteil Wohnungsbaukredite an Gesamtsumme Kredite [%]

    2005

    76,9

    1990

    66,0

    1980

    33,7

»Wie wir sehen, der Anteil der Kredite für den Wohnungsbau an der Gesamtsumme der aufgenommenen Kredite liegt mittlerweile bei 77,29%. Noch 1980 lag dieser bei nur 33,7%.«

 

 Tja, in Deutschland wird's also wieder "ruhiger". Gehen wir ins europäische Ausland: 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >> )

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

Feb 06

9778,5

+1,21

März 06

9909,0

+1,33

April 06

10060,5

+1,52

Mai 06

10124,9

+1,00

Juni 06

10173,0

+0,47

Juli 06

10262,5

+0,88

 

Differenz von Juli '06 auf Juni '06 = 89,5 Mrd.€, oder +0,88 (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +89,5 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +7,46 Mrd.€ (das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig).

Zu sagen wäre noch, daß allein die Buchkredite mit +72,7 Mrd.€ ausgewiesen sind. Daß spricht in der Tat für eine - aus kredittechnischer Sicht - nach wie vor "gesunde" Aufwärtsbewegung!

Deutlich zu sehen, daß es im Rest Europas mal wieder besser lief als in Deutschland, was die Neuverschuldung der Privaten betrifft. Welche Gründe auch immer dafür verantwortlich sind, wir sollten uns wahrlich nicht darüber beschweren, ist es doch genau das, was dringend von Nöten ist, um die nächste Runde drehen zu können!

 

 

 

 

 

Nachstehend eine Tabelle, die die länderspezifische Entwicklung der EU zeigt. Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch deutlich ablesen.

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben ( >> )
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
Hier:
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften & Private Haushalte & Sonstige Private

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Finn-
land

Ø

April '06

250,3

2.348,9

144,5

1.315,7

1.501,9

287,5

1.252,2

96,0

861,4

260,3

204,4

114,5

719,8

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Zuwachs [%]

1,48

-0,12

0,62

1,45

0,67

2,57

0,79

1,15

0,96

0,77

1,52

0,96

1,07

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Juni '06

256,8

2.347,5

148,2

1.371,1

1.520,0

300,1

1.279,0

99,7

868,1

265,1

214,8

117,0

732,28

Zuwachs [%]

1,10

0,06

1,93

2,72

0,53

1,76

1,34

2,68

-0,18

1,07

3,52

1,21

1,48

Juni '06

256,8

2.347,5

148,2

1.371,1

1.520,0

300,1

1.279,0

99,7

868,1

265,1

214,8

117,0

732,28

Juli '06

258,0

2.342,0

149,9

1.402,6

1.535,3

304,1

1.28825

103,1

875,5

266,2

217,3

117,9

738,37

Zuwachs[Mrd.€]

1,2

-5,5

1,7

31,5

15,3

4,0

9,5

3,4

7,4

1,1

2,5

0,9

6,08

Zuwachs [%]

0,47

-0,32

1,15

2,30

1,01

1,33

0,74

3,41

0,85

1,41

1,16

0,77

1,11

Die BRD tanzt unübersehbar mal wieder aus der Reihe!! Ansonsten seht ihr es ja selbst...Luxemburg, Spanien, Österreich...Zuwächse wie in den guten, alten Zeiten bei uns. Aber das wird schon. Alles wird guuuuut, wie wir täglich befriedigt zur Kenntnis nehmen dürfen!

******************************************************************************

US-Immobilienmarkt

Eine weitere (siehe auch Vortag), kurze Ergänzung zum Thema. Es geht um den NAHB (Erläuterung unten). Erst mal die Graphik.

Abgebildet ist der NAHB* (schwarz) und der S&P 500 (rot). Wobei der S&P 500 zwölf Monate nach hinten versetzt ist, der NAHB (Original siehe rechtes Bild) demnach einen zwölfmonatigen Vorlauf aufzeigt. Mit dieser Zeitverschiebung aber, folgt der S&P ziemlich deckungsgleich dem NAHB, der sich seinerseits, seit ca. Anfang des Jahres, im Sturzflug befindet. Sollte (!!) sich der Zusammenhang auch zukünftig als treffend herausstellen, dann verheißt das im Moment ganz und gar nichts gutes für den Aktienmarkt!!! Wir werden sehen. Fand ich jedenfalls ganz interessant!

    *NAHB: Der Index für den Immobilienmarkt ist dem Verbrauchervertrauen sehr ähnlich. Er bietet einen Sentiment-Massstab des Baugewerbes hinsichtlich der momentanen und zukünftigen Bedingungen. Ein Wert von 50 bedeutet grundsätzlich, dass die Anzahl der positiven bzw. "guten" Einschätzungen die der negativen oder "schlechten" Einschätzungen überwiegt. ( >>)

******************************************************************************

Preise in Deutschland

Ich dachte es wär einen Link wert. Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür:

Besonders bemerkenswert fand ich dies hier:

    Der gesamte Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im Mai 2004 um 2 % höher als ein Jahr zuvor. Diese Preissteigerung war zu gut einem Drittel durch die oben beschriebenen staatlichen Maßnahmen im Gesundheitssektor verursacht.

Wie würde das wohl mit allen staatlichen Maßnahmen aussehen? Einen kleinen, ersten Überblick bekommen wir in obiger Quelle selbst (Seite 46)....

 ..., könnte man denken - wenn man nicht tiefer gräbt (mehr dazu gleich). Aber selbst in obigem Bild ist schon zu erkennen, daß die Entwicklung der administrierten, sprich staatlichen, Preise, mit 16,0% wesentlich höher ausfällt, als der Gesamtindex mit nur 8,3%!

Nun zu "könnte man denken":
Ich will aus Platzgründen an dieser Stelle nicht den kompletten Text aus "Preise in Deutschland" wiedergeben. Wer will, kann ja selbst ab Seite 45 nachschauen.
Ich jedenfalls habe den Eindruck, daß der Text - durchaus gewollt - suggeriert, daß obige Abbildung den ganzen Anteil der administrierten Preisen repräsentiert und nur unheimlich schwer - wenn überhaupt möglich - zu erstellen ist.
Dem ist aber keineswegs so (!!!), wie wir unter "Zur Konstruktion eines Index staatlich administrierter Verbraucherpreise" (Gutachten des Sachverständigenrat) feststellen dürfen. Dort gibt es eindeutig festgezurrte Definitionen und Beschreibungen aller weiteren Kategorien. Als da wären: direkt administrierten Verbraucherpreise; teiladministrierte Verbraucherpreise; quasiadministrierten Preise; indirekt administrierten Preise.
Und jetzt kommt der eigentlich interessante Teil (!!!!):
Genanntes Gutachten enthält nämlich, unter Einbeziehung all dieser Kategorien, auch ein Tabelle, in der der Gesamtindex ("insgesamt") und die Daten "ohne staatliche administrierte Verbraucherpreise" dargestellt sind! Nach ein wenig Rechnerei (ich hoffe ich habe mich nicht verrechnet) erhalten wir folgende Werte (rechte, rote Spalte beachten!!): 

    Verbraucherpreisindex

     Jahr

    insgesamt

    ohne staatlich administrierte Verbraucherpreise

    Anteil durch staatlich administrierte Preis am Gesamtzuwachs

    absolut

    prozentuale Änderung

    absolut

    prozentuale Änderung

    1995

    93,9

     

    96,0

     

     

    1996

    95,3

    1,5

    97,0

    1,0

    33,1

    1997

    97,1

    1,9

    98,1

    1,1

    42,1

    1998

    98,0

    0,9

    99,2

    1,1

    -22,2

    1999

    98,6

    0,6

    99,7

    0,5

    16,7

    2000

    100

    1,4

    100

    0,3

    78,6

    2001

    102,0

    2,0

    101,3

    1,3

    35,0

    2002

    103,4

    1,4

    102,5

    1,2

    14,3

    2003

    104,5

    1,1

    103,0

    0,5

    54,5

    Sep 04

    106,4

    1,8

    103,5

    0,5

    72,2

    Berechnet auf der Grundlage des Verbraucherpreisindex, Basis 2000 = 100

Wie wir sehen, ist der Anteil, der auschließlich durch staatliche Eingriffe hervorgerufenen Preisteigerungen, in der Tat enorm. Im Schnitt aller aufgeführten Jahre, liegt er bei 36,0%. Lassen wir den einmaligen Ausrutscher in 1998 weg - keine Ahnung was da an Steuer/Abgabenkürzungen lief -, dann ergibt sich sogar ein mittlerer Wert von 43,3%. Wobei die Höchstwerte beinahe schon an Verbrechen grenzen!! Tja, und was in jüngster Zeit so abging, ist wohl allseits bekannt.
Also, immer schön dran denken, wenn die nächste Verbraucherpreisstatistik zum Besten gegeben wird!!

Ganz nebenbei, nur zur Info für die hartgesottenen Vielleser und weil ich den Platz füllen muß , noch dies:

    Hedonische Methode der Qualitätsbereinigung

    Bei der Preismessung für Personalcomputer im Verbraucherpreisindex könnte der Preiserheber zum Beispiel unter anderem folgenden PC für die Stichprobe ausgewählt haben:

      Athlon XP 2400+ mit 2000 MHz Prozessorgeschwindigkeit, 256 MB Arbeitsspeicher und 40 GB Festplatte

    Nach einigen Monaten ist dieser Computer nicht mehr im Geschäft erhältlich, dafür kann man dort jetzt folgenden Nachfolger kaufen:

      Athlon XP 2800+ mit 2083 MHz Prozessorgeschwindigkeit, 512 MB Arbeitsspeicher und 80 GB Festplatte

    In diesem Fall tauscht der Preiserheber in seiner Stichprobe den ursprünglich ausgewählten PC gegen das Nachfolgemodell aus. Um beim Austausch den Preis des alten Produktes mit dem Preis des neuen Computers vergleichen zu können, wird der so genannte Geldwert des Qualitätsunterschiedes berechnet. Der Geldwert des Qualitätsunterschiedes ist der Geldbetrag, den die Konsumenten im Durchschnitt für den Qualitätsunterschied zwischen dem neuen und dem alten PC zu zahlen bereit sind. Er wird mit Hilfe der Regressionsanalyse bestimmt. Um die Regressionsanalyse durchführen zu können, werden in der aktuellen Periode alle Computer, die sich in der Preisbeobachtung befinden, nach dem Preis und der Produktqualität sortiert. Die Produktqualität wird gemessen an der Prozessorgeschwindigkeit, der Arbeitsspeicherkapazität, der Festplattengröße und so weiter. Vereinfacht ist das im Diagramm unten skizziert. Jeder Punkt im Diagramm steht für einen der etwa einhundert Computer aus der Stichprobe der Verbraucherpreisstatistik im aktuellen Monat. Die ansteigende Linie – die so genannte Regressionskurve – liefert einen rechnerischen Zusammenhang zwischen den Preisen und der Produktqualität der Computer. Je höher die Qualität, desto größer ist der Preis, den die Käufer für das Produkt zu zahlen bereit sind.

    Die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten für den Qualitätsunterschied zwischen altem und neuem Computer ergibt sich dann aus dem Preisunterschied, der von der Regressionsfunktion für den betreffenden Qualitätsunterschied ausgewiesen wird. Dieser Preisunterschied wird als Geldwert des Qualitätsunterschiedes bezeichnet. Es handelt sich also um eine Qualitätsbewertung, die sich aus der gemessenen durchschnittlichen Zahlungsbereitschaft der Käufer ergibt.

    Die qualitätsbereinigte Preisänderung beim Modellwechsel in der Stichprobe berechnet sich dann, vereinfacht dargestellt, aus dem Unterschied im Ladenpreis zwischen altem und neuem Computer – abzüglich des Geldwertes des Qualitätsunterschiedes.

    Eine detaillierte Dokumentation der Anwendung hedonischer Methoden in der deutschen Preisstatistik findet sich im Internet unter www.destatis.de/hedonik

Alles klar ? Die Auswirkungen habe ich ja schon des öfteren verlinkt, da kommt's auf einmal mehr auch nicht mehr an : "Statistikverschönerungen".

Zudem gibt "Preise in Deutschland" es selbst zu:

    Die Qualitätsbereinigung der Preisstatistik ist auch für die Messung des realen Bruttoinlandsproduktes wichtig. Wie bereits erwähnt, wird das nominale Bruttoinlandsprodukt mit Hilfe von Preisindizes in reale Größen umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt im Prinzip so, dass die Nominalwerte durch die entsprechenden Preisindizes dividiert werden. Je niedriger die Preisentwicklung bei einer Produktkategorie ausfällt, desto höher sind die gemessenen realen Umsatzzuwächse dieser Branche. Sinkende oder weniger steigende Preise aufgrund eines verbesserten Qualitätsbereinigungsverfahrens der Preisstatistik finden daher auch ihren Niederschlag in der Messung des realen Wirtschaftswachstums.

Außerdem sollte sich ein Blick hierher lohnen, wo ich das ganze mal graphisch und tabellarisch für die BRD aufgearbeitet habe!!

!! P O L I T I K !!

Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust

Ich bin jetzt erst dazu gekommen, den kompletten Text zu lesen. Man, das ist ein Hammer. Wenn nur die Hälfte davon stimmt... . Damit auch wirklich jeder die Chance bekommt das zu lesen, hier nochmal der Link!!

    [...] Deshalb nennen sie es «Omnizid», was bedeutet, dass es alles Lebende tötet – die Pflanzen, die Tiere, die Bakterien. Alles.
    DU im Pentagon?
    Denken Sie, wir sollten den Wetterbericht über die derzeitigen Sandsturmverhältnisse im Irak ansehen, so dass wir uns 4 Tage im voraus gegen die Strahlung wappnen können?
    Ich sage Ihnen, was ich am 11. September tat. Ich rief alle Ärzte aus dem Radiation und Public Health Project an und sagte: «Geht aus der Stadt weg und kommt erst nachdem es 3mal geregnet hat wieder zurück.» Eine lebte 12 Meilen in Windrichtung vom Pentagon entfernt. Sie ging mit ihrem Geigerzähler auf ihren Balkon. Ich sagte: «Nimm den Geigerzähler aus deiner Tasche.» Wir hatten gerade eine Pressekonferenz in San Francisco abgehalten, und ich wusste, dass sie ihn in ihrer Tasche hatte. Nun, die Strahlenbelastung war 8- bis 10mal höher als der Hintergrund. Wir riefen die EPA, HAZMAT, FBI an und sagten: «Veranlassen Sie, dass alle Notfallhilfskräfte angemessene Schutzkleidung erhalten. Sie müssen geschützt werden.» Zwei Tage nach dem 11. September rief mich der Strahlenfachmann der EPA zurück und sagte: «Tja, der Schutt aus dem Aufprall im Pentagon war radioaktiv, und wir glauben, dass es abgereichertes Uran ist. Aber wir sind nicht besorgt darüber. Es ist nur schädlich, wenn man es einatmet.» Er sagte: «Aber wir sind in Sorge wegen des Lötbleis im Flugzeug.» Nun, wissen Sie, was in Tomahawk-Raketen ist? Sie haben Gefechtsköpfe aus abgereichertem Uran. Der radioaktive Schutt aus dem Aufprall, der mit abgereichertem Uran verseucht war, ist Beleg für einen Gefechtskopf aus abgereichertem Uran. [...]
    Sie haben das Erbgut für den gesamten Planeten mit diesem abgereicherten Uran für immer verändert. Die Leute vom Pentagon sagen: «Sie übertreiben, oder Sie verwenden das Wort Uran, um den Leuten Angst zu machen.» Es ist mir egal, ob mir die Menschen glauben oder nicht. Alles, was ich sagen kann, ist, dass mit der Zeit das, was ich sage, in Wirklichkeit eine Unterschätzung der Langzeitfolgen sein wird.

  Komplett...

Wiedermal ein "schönes" Beispiel für die Taktik der Scheingefechte. Als Raucher - das nur als ein Beispiel, weil mein Aschenbecher gerade wieder überläuft - werde ich in fünf Jahren ein Schwerkrimineller sein, um DU kümmert sich kein Schwein. Nicht daß ich kein Verständnis für Maßnahmen bzgl. Rauchen in der Öffentlichkeit usw. hätte. Da kann man durchaus drüber diskutieren und agieren! Aber in welchem Verhältnis steht die mediale Aufmerksamkeit z.B. eben zum Rauchen, zu dem über DU? In welcher "Tagesschau" kam mal eine Meldung darüber? Schonmal irgendeine Umfrage zu DU gesehen? Statements von Politikern?
Es ist wie immer, ständig werden neue Säue durch's Dorf getrieben, um von den wirklich wichtigen Ereignissen abzulenken!

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Ahmad Ahmadinedschad schreibt an Angela Merkel, Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland & SWP

  1. Der Link zum Brief:
    " Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, seien Sie herzlich gegrüßt! Ich hätte diesen Brief nicht geschrieben..."
     
  2. Ich bitte darum, ihn wirklich unvoreingenommen zu lesen!
     
  3. Als Hintergrundinformationen will ich nochmals folgendes aufzeigen (ich bitte euch das zu lesen, ihr habt ja Zeit!! ):

    [...] Nach Aussagen führender Vertreter der zionistischen Bewegung gab es keinen Zweifel, was mit der einheimischen Bevölkerung geschehen sollte. Israel Zangwill stellte sich vor, "die eingesessenen Stämme entweder mit dem Schwert zu verjagen, wie das unsere Vorfahren getan haben, oder mit dem Problem zu kämpfen, das eine große, fremde Bevölkerung darstellt". Auch die Idee eines Transfers wurde bereits von Herzl in seinem Tagebuch vorgeschlagen. "Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Lande jederlei Arbeit verweigern. Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muss - ebenso wie die Fortschaffung der Armen - mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. Die Immobilienbesitzer sollen glauben, uns zu prellen, uns über den Wert zu verkaufen, aber zurück verkauft wird ihnen nichts." Dass die zionistische Bewegung nicht mit lauteren Motiven in Palästina siedeln wollte, zeigt schon im Jahre 1937 die Aussage David Ben Gurions, dem ersten Ministerpräsident Israels: "Das Land ist in unseren Augen nicht das Land seiner jetzigen Bewohner [...] Wenn man sagt, dass Eretz Israel das Land zweier Nationen sei, so verfälscht man die zionistische Wahrheit doppelt [...] Palästina muss und soll nicht die Fragen beider Völker lösen, sondern nur die Frage eines Volkes, des jüdischen Volkes in der Welt." Die Absicht des Zionismus zielte also von Beginn an nicht auf die Teilung des Landes mit der einheimischen Bevölkerung, sondern stellte die arabische Präsenz generell in Frage.[...]
    Komplett...

    Auch wenn's einige möglicherweise langweilt, in diesem Zusammenhang drängen sich diese Links, als kleine Auswahl, einfach auf und sollten auch gelesen werden:

          "Pipelinepolitik"
          "Hintergrundinformation zur Israelisch-Palästinensischen Krise in Frage u. Antwort"
          Über die angeblichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, 9.3.2006
     
  4. Das ist daß, was die hiesige Presse und die Offiziellen daraus macht - wobei ich anmerken will, daß ihr ein wenig zwischen den Zeilen lesen solltet (Formulierungen, Wortwahl usw)!!

          Brief an Merkel „ziemlich wirr“
          Die Welt als Empfänger
          Ahmadinedschad an Merkel: Beide Länder sind Tyrannei ausgesetzt

    Und Fr. Merkel setzt dem Ganzen die Krone auf:

    Warum haben Sie den Brief aus Teheran nicht veröffentlicht, den der iranische Präsident Ahmadinedschad an Sie geschrieben hat?
    Merkel: Er war in keiner Weise für die Lösung des Atom-Konfliktes relevant. Die Schmähungen, die auf die Leugnung des Holocausts und die Vernichtung Israels zielen, muss man nicht unter das Volk bringen. ( >>)
     
    Vielen Dank, Fr. Merkel!! Danke, daß sie uns eine eigene Meinungsbildung abnehmen!
     
  5. Ein weiteres Zitat möchte ich noch einbringen. Zwar hat es keinen unmittelbaren Bezug auf den Inhalt des Briefes, es zeigt aber sehr anschaulich, daß sehr wohl die " Die Erpressungen andauern..."

    Der Wirtschaftsredakteur einer führenden, konservativen Tageszeitung stellte den Aspekt weniger delikat dar: wir müssen „unser praktisches Monopol auf dem Sicherheitsmarkt“ ausbeuten, „um es als Druckmittel für Gelder und ökonomische Zugeständnisse von Seiten der Deutschen und Japaner zu gebrauchen“ (William Neikirk, Chicago Tribune, 9. September). Die USA haben „den westlichen Sicherheitsmarkt monopolisiert“ und werden demzufolge „die mietbaren Weltpolizisten“, die Phrase „mietbarer Schläger“ wäre vielleicht zutreffender, aber auch weniger ansprechend. Einige würden uns „Hessians“ nennen, fährt er fort, aber „das ist schrecklich erniedrigend für stolze, wohltrainierte, - finanzierte und –respektierte Truppen“; und was auch immer m. sage, „so sollten wir doch fähig sein mit unseren Fäusten auf einige Tische“ in Deutschland und Japan „zu schlagen“ und „einen fairen Preis für unsere beträchtlichen Leistungen zu verlangen“ indem wir unsere Konkurrenten dazu auffordern „unsere Wertpapiere zu niedrigen Tarifen zu kaufen oder den Dollar aufzupeppeln, oder noch besser wäre es, wenn sie direkt in die Kassen des Finanzministers zahlen“. „Wir könnten unsere Rolle“ als Vollstrecker „auch ändern“ schlußfolgert Neikirk, „aber mit ihr ging ein Großteil unserer Kontrolle über das Weltwirtschaftssystem verloren“. ( >>)
     
  6. Und jetzt, nach Durchsicht der Artikel und Zitate...
    Abgesehen von den "göttlichen" Absätzen - mit so etwas kann ich grundsätzlich nicht viel anfangen -  und noch ein paar kleinere Punkte mehr, muß die Frage erlaubt sein: Hat er z.g.T recht, oder nicht?
    Selbst wenn ihr nicht - oder nur zum Teil - der Meinung seit, daß die Inhalte stimmig sind, so doch zumindest festzustellen, daß die "öffentliche Berichterstattung" mal wieder wenig mit der Realität zu tun hat!

Und weil ich gerade im "Morgenmagazin" (ARD/ZDF) einen der "berühmten" Experten zum Thema Iran zu sehen bekomme, der wieder mal das übliche Gewäsch - ab Minute 5:40 - (zusätzlich noch ein Video vom 13.04.06) von sich läßt...

Der "Experte" wurde vorgestellt als Prof. Dr. Volker Perthes, Direktor vom "Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)". Jene/s Stiftung/ Institut ist nach eigenem Bekunden "eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung in allen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät.", wobei "Der Stiftungsrat das oberste Aufsichts- und Entscheidungsorgan der SWP ist." ( >>)

Nun, schauen wir uns also mal das oberste, "unabhängige" (??) Aufsichts- und Entscheidungsorgan der SWP etwas genauer an ( >>):

Präsidium:
Präsident: Ulrich Hartmann, Aufsichtsratsvorsitzender E.ON AG
Stellv. Präsident: Bundesminister Dr. Thomas de Maizière, Chef des Bundeskanzleramtes
Stellv. Präsident: Hans-Ulrich Klose, MdB (SPD), Stellv. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses

Mitglieder:
Ministerialdirektor Dr. Karl-Ernst Brauner, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
General a.D. Peter-Heinrich Carstens
VLR I Dr. Markus Ederer, Leiter Planungsstab, Auswärtiges Amt
Staatssekretär Dr. Peter Eickenboom, Bundesministerium der Verteidigung
Dr. Wolfgang Gerhardt, MdB, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Dieter Grimm, Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin
Prof. Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Dr. Christoph Heusgen, Leiter Abteilung 2 im Bundeskanzleramt
Prof. Dr. Hanns W. Maull, Universität Trier; Lehrstuhl Internationale Beziehungen
Außenminister a.D. Markus Meckel, MdB (SPD)
Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
Staatsministerin a.D. Kerstin Müller, MdB, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Vorstandes Otto-Versand
Prof. Dr. Norman Paech, MdB, Fraktion Die Linke
Ministerialdirektor Dr. Carsten Pillath, Abteilungsleiter Europapolitik, Bundesministerium der Finanzen
Dr. Andreas Schockenhoff, MdB, Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion
Staatssekretär Erich Stather, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik, President Boeing International Cooperation
Ministerialdirigent Dr. Christian Uhlhorn, Bundesministerium für Bildung und Forschung; Leiter Abteilung 4: Forschung, Verkehr, Raumfahrt

Mein lieber man!! Man könnte viel über dieses oberste Entscheidungsorgan sagen, mit Sicherheit jedoch nicht, das es unabhängig ist!! Aber der Direktor davon ist selbstredend völlig neutral und objektiv . Das ist in der Tat einfach nur noch zum   Im Ergebnis kommt dann so etwas heraus :
 

  • Umfrage bei n-tv ( >>):
     
    • Auf die Frage: Wartet die internationale Gemeinschaft zu lange mit harten Sanktionen gegen Iran?

      haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet:

         

         

         

         

        Ja 71%

         

         

         

         

         

         

         

         

        Nein 29%

         

         

         

         

    "Aber alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg." (siehe "Big Brother")

P.S.: Mit einem hat obiger Link ("Die Welt als Empfänger") allerdings wohl zweifelsohne recht:

    Der Zeitpunkt der Veröffentlichung dürfte allerdings kein Zufall sein. Das Schreiben ergibt für Ahmadinedschad nur dann Sinn, wenn sein Inhalt auch einer breiteren deutschen und internationalen Öffentlichkeit bekannt wird. Diese will er für sich gewinnen, nicht die Adressatin Angela Merkel, deren Bündnistreue zu den USA und Israel auch der iranischen Regierung bewusst sein wird. Dennoch hofft Irans Präsident vermutlich, er könne in einem für ihn kritischen Moment die deutsche Politik beeinflussen. Deshalb musste der Brief vor Ablauf des vom Weltsicherheitsrat gesetzten Ultimatums in der Atomfrage am 31. August erscheinen.

Der Typ ist schließlich nicht blöd und weiß auch, wie er propagandistisch vorzugehen hat. Und ganz gewiss war der Brief nicht an Miss Mörkel, sondern an UNS, das "Fußvolk", adressiert. Da sollte man sich zwar drüber bewußt sein, nichtsdestotrotz tangiert das weniger die Aussagen an sich, als vielmehr die Durchsetzung der offiziellen Meinung. 

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Alles Folgende gehört eigentlich in die "Big Brother"-Kategorie. Da steht aber schon so viel, weshalb ich es einfach mal hierher gepackt habe!

Perfekte Inszenierung - Die "perfekten Terroristen" für Deutschland

    Bei all diesen aus dem Boden schießenden Forderungen drängt sich der Verdacht, daß die vorgeblichen "Anschlagspläne" von zahllosen Politikern zumindest insgeheim eher als "Glücksfall" angesehen werden. Wie bei einem Pokerspieler, der in fünf aufeinanderfolgenden Runden einen Royal Flush erhält, stellt sich auch hier die Frage, ob dem "Glück" möglicherweise nachgeholfen wurde. Dies wäre auch in der deutschen Geschichte keineswegs ein einmaliger Vorgang, hier sei nur an den unter dem Namen "Celler Loch" bekanntgewordenen, von der niedersächsischen Landesbehörde für Verfassungsschutz fingierten Bombenanschlag auf die Justizvollzugsanstalt in Celle erinnert.

    Die Frage "Cui bono?" - "Wem nützt es?" deutet hier zweifellos in eine klare Richtung.

      Komplett...

 Dazu passt annähernd auch ein Bericht aus der taz: "Die Polizei als Laienspielschar: Bei der Terror-Razzia in Köln stellen Beamte eine Szene, damit Fotografen abdrücken können.". Zwar geht es nicht direkt um gefakte Beweise oder gar "Terroristen". Aber er zeigt doch recht anschaulich auf, worum es geht, nämlich um manipulierte Presseberichte! Dieser Fall selbst ist eher lächerlich, aber dafür mit Sicherheit nur die Spitze des Eisbergs.

    Bemerkenswert ist aber in jedem Fall, daß dieser Vorfall von den Medien stillschweigend unter den Teppich gekehrt wird. Das Schaffen solcher Bilder wirft grundlegendste Fragen an der Glaubwürdigkeit von Polizei als auch Medien auf. Daß eben diese Medien nicht offensiv mit einem solchen Skandal umgehen, kann den Verdacht einer entsprechenden Komplizenschaft nur erhärten. Zu verlockend hätte die Veröffentlichung von Photos sein müssen, die Polizisten zeigen, wie sie die Kisten erst aus und dann wieder in das Haus trugen.( >>)

 

Bankenkartell

    Es scheint der Mensch des beginnenden 21.Jahrhunderts von der Informationsflut der vielen Medien so erschlagen zu sein, daß er, unfähig zur differenzierten Unterscheidung, nur noch das wahrnimmt, was er wahrnehmen möchte, oder erst dann eine allgemeine Bedrohung registriert, wenn er unmittelbar selbst betroffen ist. In Anbetracht der Bedrohung, die die freie Selbstbestimmung und das Grundrecht auf Schutz der Privatsphäre massiv angreift, wirkt der moderne Mensch wie das sprichwörtliche Kaninchen in Anbetracht der Schlange. Warum geht in Anbetracht folgender Meldungen, die Ende 2003 von mehreren Zeitungen und Nachrichtenmagazinen veröffentlicht wurden, nicht ein Aufschrei der Entrüstung durch die Bevölkerung?

    Beschrieben wird, wie zwanzig der größten Kreditinstitute der Welt dabei sind, eine umfassende Datenbank mit polizeilichen und amtlichen Informationen zusammenzustellen. Die Datenbank soll es ihnen ermöglichen, über ihre Kunden weltweit Hintergrundinformationen zu sammeln.

Oh man, wird wirklich Zeit, daß ich in Urlaub gehe und mal für einen Moment den Kopf in den Sand stecken kann. Das ist ja nicht mehr auszuhalten.

    Beati pauperes spiritu = Selig sind die geistig Armen

 Bei genauerer Betrachtung, ist da aber auch rein gar nichts dran auszusetzen! Forrest, Forrest Gump...

 

 # 25.08.06 # 

 

 

Bin ein bißchen im Streß!! Mehr ging leider nicht!!

 

 

Neues vom Big Brother!!

 

 

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US-Immobilienmarkt

In Anlehnung an die "US-Immobilienstatistik" vom Vortag, folgend ein paar zusätzliche Infos und Links!

  • Das Ende des Booms
  • Weil der Wert ihrer Häuser stieg, saß vielen Amerikanern der Geldbeutel locker. Jetzt droht ein Absturz am Immobilienmarkt - und damit die Rezession.
    [...] Nach einigen Schätzungen hat die Immobilienwirtschaft zuletzt ein ganzes Prozent zum jährlichen Wirtschaftswachstum beigetragen, und 30 Prozent zu allen neu geschaffenen Stellen. Der Maklerverband National Association of Realtors glaubt, dass dabei ein Viertel aller Hauskäufer Investoren waren - und zehn Prozent Spekulanten, die bloß auf einen schnellen Wiederverkauf setzen. [...]
    Zugleich nutzte eine Mehrheit der amerikanischen Hausbesitzer die niedrigen Zinsen, um ihre Hypothekenkredite günstig zu refinanzieren. Viele borgten sich dabei ein paar zehntausend Dollar extra von der Bank – kein Problem, weil die Hauspreise auf dem Papier ja kräftig anzogen. Landesweit wurden bis zu einer Billion Dollar im Jahr extra aufgenommen, was einen Teil des amerikanischen Konsumfiebers erklärt. Viele Hypothekenverträge waren extrem riskant: Schätzungsweise 30 Prozent sind tilgungsfrei, es wird also gar kein Kapital abgetragen. 30 bis 40 Prozent sind zu variablen Zinssätzen abgeschlossen, sie werden also laufend an die fallenden oder steigenden Zinssätze der Notenbank angepasst.

    Komplett...

  • Die Bau-Blase platzt
  • [...] Was ist passiert? – Der amerikanische Immobilienmarkt ist in den letzten Jahren so steil gestiegen, und von vorneherein als Blase bewertet worden, dass die Baufirmen um die Wette zimmerten. Zwischen New York und Kalifornien entstand Siedlung neben Siedlung, Neubaugebiete schossen aus dem Boden wie Krokusse im Frühling, Preise kletterten landesweit drastisch und in Gegenden wie Las Vegas oder Florida oft binnen zweier Jahre auf das doppelte und dreifache früherer Werte.
    Doch in aller Euphorie haben die Baufirmen übersehen, dass die Nachfrage nach Häusern eben nur scheinbar grenzenlos ist. Kaum ging der Markt etwas zurück, bilanzierten die Unternehmen gigantische Lagerbestände, zur Zeit stehen US-weit mindestens 130 000 bezugsfertige Häuser leer, das sind 28 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
    Darunter indes leiden nicht nur die Firmen. Auch konjunkturelle Folgen des Dilemmas sind nicht zu übersehen. Immerhin hat der Bausektor in seinen besten Tagen eine solche Nachfrage nach Arbeitskräften verzeichnet, dass gut zehn Prozent der Erholung am Arbeitsmarkt allein dieser einen Branche zuzuschreiben sind – die aber seit einigen Monaten nur noch entlässt.

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  • Bubble Mania (Immobilien, etc.)
  • [...] So sieht übrigens eine geplatze Bubble aus (USA): Major Condo Company Sees Market Collapse. In Florida ist inzwischen der Absatz von Eigentumswohnungen (Condos) um 88% gesunken .

Noch interessanter im selben Artikel: Die Banken (Mortgage-Companies) können inzwischen die riskanten Kredite (Subprime-Loans) nicht mehr weiterverkaufen, sondern müssen sie wegen hoher Ausfälle sogar zurückkaufen. Das perfekte Rezept für einen Credit-Crunch.

Übrigens, diese Kredite sind über den Anleiheweg auch in unseren Altersvorsorgen (Lebensversicherungen, etc.) gelandet.

    Wenn diese Kredite weltweit platzen, dann wird sich zeigen, dass das Finanzsystem eigentlich ein Kartenhaus ist (war), das primär auf dem überzogenen "Wert" von Immobilien aufgebaut war.

    Komplett...

Was diesbezüglich jedoch etwas hoffnungsgebend ist, ist die Tatsache, daß "der Crash" mittlerweile halbwegs1 "angekündigt" wird. Hat es jemals einen "angekündigten" Crash gegeben? Von daher also eigentlich "Entwarnung"!??! Ich glaube nicht! Andererseits sind die Dimensionen, um die es geht, überaus beachtlich. So etwas kann einfach nicht ohne heftige Auswirkungen bleiben.

    1Allerdings habe ich, z.B. in N-TV, noch keinen wirklich "aufklärenden" Bericht gesehen. Als "Allgemeinwissen" würde ich es demnach also eher nicht bezeichnen. Lieschen Müller wird mal wieder keine Ahnung haben! Deshalb das einschränkende "halbwegs".

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"Schuldenquote bis 2020 auf 30 Prozent senken"

"Kurz" gemeldet und kommentiert!

    Die Ratingagentur Moody's hat die Bundesregierung aufgefordert, die Staatsverschuldung von gegenwärtig knapp 70 % des Bruttoinlandsprodukts bis spätestens 2020 auf 30 % zu senken.

Also, das wären dann in 14 Jahren geforderte 40 Prozentpunkte, oder 57,15% absolut , weniger!
Schauen wir uns nun das zitierte, beispielgebende "Musterländle" Österreich an. Die haben es tatsächlich geschafft, das Defizit in 11 Jahren (1995-2006) um sage und schreibe 5,6 Prozentpunkte (von 67,9% auf 62,3), oder 8,25% absolut, zu verringern. ( >>)
Nicht daß dies nicht durchaus nennenswert wäre. Was diese Problematik betrifft, scheinen sie tatsächlich irgendwas richtig gemacht zu haben1. Nichtsdestotrotz ist die beispielgebende Bezugnahme, von den geforderten Zahlen zu Österreich, absolut weltfremd. Da ist noch seeeehr viel Luft!!
Das fand ich deshalb erwähnenswert, weil wir einen derartigen Schwachsinn unentwegt vorgesetzt bekommen. Am End glaubt das noch jemand !
Zwei Zusätze noch:

  1. Aus dem aktuellen Buba-Monatsbericht:
    Die gesamtstaatliche Defizitquote wird aus heutiger Sicht gegenüber dem Vorjahrswert von 3,3% sinken und die 3%-Grenze unterschreiten, wenn eine moderate Ausgabenpolitik verfolgt wird. Dieser Rückgang ist allerdings zu einem großen Teil auf die günstige konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen. Die staatliche Schuldenquote dürfte ihren letztjährigen Stand von 67,7% übersteigen und sich damit weiter vom Referenzwert (60%) entfernen.
     
  2. Nicht zu vergessen (!!!), ich muß an dieser Stelle mal wieder drauf hinweisen, die statistische Datenrevision, die "nach dem standardisierten Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 1995) erstellt" wurden und somit auch für Österreich1 Geltung finden ( >>). Für Deutschland sehen die diesbezüglichen Änderungen/Verbesserungen so aus:
    Durch diese statistischen Änderungen ist das Niveau des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen in den Jahren 1991 bis 2004 zwischen 30 und 47 Mrd. € gestiegen. Dies entspricht einem Niveausprung zwischen 1,4 und 2,6 %. Entscheidend ist, dass das preisbereinigte Wachstum nach der aktuellen Revision im Zeitablauf überwiegend höher ausfällt: Die jährlichen Veränderungsraten liegen in den meisten Jahren zum Teil deutlich über den bisherigen Angaben (in der Spitze bis zu 0,4 Prozentpunkte). Im gesamten Revisionszeitraum 1991 bis 2004 ergibt sich im Jahresdurchschnitt ein Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozentpunkte auf jahresdurchschnittlich 1,5 %. ( >>)
    Das Ganze ist datenmäßig also ordentlich aufgemotzt. Auch im Ösiland!
    Mehr zu den Statistikverschönerungen gibt's HIER .

    1Da sowohl Deutschland, als auch Österreich, die Änderungen anwenden, hebt sich der Effekt im direkten Vergleich eventuell wieder auf, so daß wir wohl schon sagen können, daß Österreich" tatsächlich irgendwas richtig gemacht hat". Aber wer dringt schon durch das unendliche Labyrinth der Statistik"revisionen" vollständig durch?? Nichts genaues weiß man nicht!!

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Todesschweiß - und was Kapitalismus wirklich ist

Vor dem Link möchte ich noch schnell etwas ergänzen. Der Bezug wird dann beim Lesen klar!
Wie nennt sich das Gehalt von Soldaten, Söldnern usw? Richtig: SOLD!!

    SOLD: italienisch soldo (französisch sou) »Münze«; auch »Entlöhnung« aus lateinisch (nummus) solidus »Goldmünze«
    ( Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, De Gruyter Verlag)

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  • Dein Problem ist, dass Du von einem Realkreislauf ausgehst, der sich von selbst" ergibt. Dazu tritt dann rätselhafterweise von "irgendwoher" Geld, das diesen Kreislauf "schmiert".

    Tatsächlich ist die Erstellung von Realien aller Art (die letztlich im Konsum landen) die Folge bestehender Verbindlichkeiten.

    Es wird nicht produziert weil man will (und dann schaut, wie die Produktion so "rumläuft" in der Hoffnung, dass "etwas" von der Produktion wieder - in anderer Form - zu einem selbst zurückkehrt). Sondern es wird produziert, weil man produzieren muss.

    VOR der Produktion steht also der ZWANG zur Produktion. Dabei gibt's verschiedene "Stufen":
  •   Komplett...

  

!! P O L I T I K !!

Es droht ein weltweiter atomarer Holocaust

Habe das Dingen aus einleitend genannten Gründen nur kurz Querlesen können. Meine aber schon, den Bericht trotzdem verlinken zu können. Kommentare erübrigen sich im Grunde auch!!
"Viel Spaß" beim Lesen, ich gehe jetzt !! Anders ist das ja nicht mehr auszuhalten !!

       (!! KLICK !!)

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"Das 24. Kabinettsmitglied" - Rupert Murdoch und (nicht nur) die britische Politik

Ich hatte weiter unten ja schon einen Link, in dem die "Beziehungen" zwischen dem Medienmogul und Blair & Co. hinsichtlich der (inszenierten?) "Terroranschläge" aufgezeigt werden. Als kleine Befestigung der Darstellungen sei folgender Artikel gezeigt:

    Am Samstag veröffentlichte der britische Guardian einen Artikel des Autors des Buches "The Spin Doctor's Diary. Inside Number 10 with New Labour", Lance Price, der keinen Zweifel an dem Einfluß des "Medienmoguls" Rupert Murdoch auf die britische - aber sicherlich nicht nur diese - Politik läßt.

    Price, der von 1998 bis 2001 Medienberater des britischen Premierministers Tony Blair war, berichtet in dem Artikel - wie auch dem Buch - darüber, wie groß der Einfluß Murdochs auf die britische Politik in Wahrheit war und auch weiterhin ist.

    Komplett...

Schon interessant! Wenn der "Chairman and Chief Executive Officer" (Murdoch) eines der größten Medienimperien und die Führer der Hauptvasallen der USA gemeinsame Sache machen, dann ist propagandamäßig so ziemlich alles möglich.
Im Übrigen lohnt sich ein Blick auf die Seite der News Corp. (einfach mal durchklicken!)!! Man-o-man, was da so alles zum Konzern gehört.....höchst beeindruckend! Außerdem sitzt ein gewisser "José María Aznar" im Vorstand. Ja, genau der, der zu Zeiten der höchst merkwürdigen Anschläge in Madrid an der Macht war, und offensichtlich Geheimdienstakten verschwinden ließ ( >>). Na ja, ist alles nur Zufall. Wie immer!!

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Euromonopol auf Kosten deutscher Kunden?

E.on hat verkündet, die spanische Konkurrentin Endesa übernehmen zu wollen. Sie bietet dafür sogar einen völlig überhöhten Preis des vierfachen Buchwertes. Wenn solche Konzentrationspläne verkündet werden, steht etwas anderes dahinter als Rentabilität.

Tja Leute, da kann ich nur sagen: Kundig tun und den Anbieter WECHSELN!! Offensichtlich ist der "Leidensdruck" der meisten Verbraucher noch nicht groß genug, sonst würden es mehr machen!!
Mehr Infos - zum "kundig tun" - gibt's HIER!!

 

 # 15.08.06 # 

 

 

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US-Immobilienstatistik

Two final charts. Probably the two most important variables when it comes to equities are price and volume.  That's what makes the world go around.  To be honest, maybe these are the two most important variables that drive any asset class price cycle.  Well, what lies below are two little pictures of price and volume in the wonderful asset class called residential real estate.  In the first chart we're looking at the number of US homes for sale multiplied by the median US home price as of now.  Without sounding melodramatic, price and volume is telling us one large and very important story here.  We've never seen anything like this.

Lastly, same data as above, but this time around it's average price.  Same conceptual issue.  To put it tactfully, we're off the charts here.

Can this current dollar volume "inventory" situation in residential real estate resolve itself without further ruffling a few price feathers?  Although the final hard versus soft landing verdict on housing, and by extension the US economy, remains to be delivered, storm clouds have clearly gathered and continue to grow just a bit darker by the day.  If we were you, we'd take a few steps back from the proverbial housing cycle landing pad...just in case.  We're not so sure we want to be too close to this thing when it lands. ( >>)

Gesetz des Falles, ich habe das richtig verstanden, dann setzen sich diese "hübschen" Fahnenstangen aus dem Ergebnis der Multiplikatoren Anzahl und Preis (Meridian und Durchschnitt) der verkauften Immobilien zusammen.
Eine unangenehme Eigenschaft solcher Fahnenstangen ist jedoch, genauso stark abzusacken, wie sie angestiegen sind. Und egal, ob sich das hauptsächlich über den Preis, die Anzahl, oder einem Mix aus beidem, vollziehen wird, - wobei davon ausgegangen werden kann, daß die Luft nicht ohne drastische (??) Preisrückgänge entweichen wird - ich glaube kaum, daß dies ohne stärkere, negative Auswirkungen auf die US-Konsumenten bleiben wird.
Stichwort "Cash Out - Refinanzierungen":
Mit niedrigen Hypothekenzinsen ist der Anteil der Hausbesitzer gestiegen, die beim Refinanzieren ihrer Hypothekenschuld eine um mindestens 5% höhere Hypothek aufgenommen haben und sich den Differenzbetrag haben auszahlen lassen (Cash out). ( >>). Mithin sollte dabei berücksichtigt werden, "...dass sich eine zusätzliche Beleihung des Immobilienvermögens (cash-out-refinance) vor allem [aber eben nicht nur] bei stark im Preis gestiegenen Häusern anbietet." >> (also quasi, mehr oder weniger, flächendeckend). Ein Preisrückgang,- oder gar einbruch, hätte demnach wohl nicht zu vernachlässigende Auswirkungen auf den US-Konsument, der mithilfe dieser Refinanzierungen (im Grunde neue Schulden, als "Sicherheit" die alten und die Immobilie) frische Mittel generiert und diese in den Konsum steckt. Und dabei geht es mittlerweile ganz und gar nicht mehr um Peanuts, wie nachstehende Graphik verdeutlicht.

Sollte sich das Bild diesbezüglich tatsächlich in stärkerem Maße eintrüben, wird es eher nicht lustig werden. Erste Indizien dafür, können wir jedenfalls schon ausmachen (bißchen runterscrollen).

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"Moderne Sklaven" & "Der Systemkollaps und seine Folgen"

    Speziellen und herzlichen Dank an Eddie für den Link !!

Zwei Artikel, die ich, trotz einiger Punkte, denen ich nicht vollumfänglich zustimmen kann, durchaus für sehr lesenswert halte. Wobei letzterer ziemlich starken Toback darstellt. Starker Toback deshalb, weil wir (zumindest tue ich das, auch wenn ich meine, daß einige Punkte etwas überzeichnet sind) befürchten müssen, daß er damit der Wahrheit recht nahe kommen wird.

    Moderne Sklaven

    [...] Der Frosch wird langsam gekocht:
    Unsere westlichen Gesellschaften werden immer unfreier. Das sieht man an den zunehmenden Verboten und Regulierungen. Beispiele sind die um sich greifenden Rauchverbote oder besondere Verkehrsregeln, wie die Mitführpflicht von Warnwesten für den Fall einer Panne. Auch die „Political Correctness“ gehört dazu, eine von den Medien und besonders den Universitäten ausgehende Gedankenpolizei. In den USA treibt diese ganz absurde Blüten. In der Regel geht es darum, „Opfer“ zu schaffen, um die sich dann Bürokraten kümmern können, was denen staatliche Jobs sichert.
    Alle diese Entwicklungen laufen langsam ab, so dass sich die Leute daran gewöhnen. Man sagt, wenn man einen Frosch in kaltes Wasser gibt und dieses dann erhitzt, wird er drinnen bleiben, bis er gekocht ist. Wenn man ihn aber in kochendes Wasser wirft, wird er sofort herausspringen. Wir Menschen reagieren offenbar ähnlich. Im Moment werden wir gerade gekocht.

Einen Absatz aus "Moderne Sklaven" möchte ich vorab schonmal herausstellen, da er bestens veranschaulicht, wer tatsächlich der Obereigentümer ist und wer die Untereigentümer sind. Und das gilt für alle auf Macht basierenden Zwangssysteme, egal wie die konkrete Ausformung aussieht!

    Man soll nicht vergessen, dass einem ein Haus mit Hypothek darauf nicht gehört. Die Besitz-Reihenfolge ist so:

      1. der Staat kann bei nichtbezahlten Steuern oder bei Insolvenz die Immobilie versteigern
      2. die Bank ist der eigentliche Eigentümer bis zur vollständigen Abzahlung der Hypothek
      3. zuletzt der „nominelle“ Eigentümer

    • Der Systemkollaps und seine Folgen

    Verschiedene Autoren warnen seit einigen Jahren, dass unser derzeitiges, weltweites Papiergeldsystem dem Kollaps nahe ist. In der Tat mehren sich die Anzeichen, etwa mit dem „Abverkauf“ der Emerging Markets. Irgendwann wird die Krise das Zentrum des Finanzsystems, die USA und den US-Dollar erreichen. Dort sind die Ungleichgewichte derzeit am grössten. Damit wird der Rest der Welt auch angesteckt.
    Was aber bei einer solchen Welt-Systemkrise mit Staatsbankrotten wirklich passiert, darüber haben sich noch sehr wenige Autoren Gedanken gemacht. Wir versuchen es in diesem Artikel.

Zum Aspekt "Peak Mensch" noch dieser elektronische Verweis :-): "Peak Mensch" (wobei ich persönlich die zweite Hälfte des Artikels, die sich nicht mehr direkt mit "Peak Mensch" befasst, für eher nicht so gelungen halte)

Möge ein derartiger Kelch an uns vorbeigehen!!!

P.S.: Beide Stücke stammen von HIER!

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Laufzeiten der Wertpapiere (März '06 - Juni '06)

Nach längerer Zeit (Feb. '06) mal wieder der Blick zu der Entwicklung der Laufzeiten der Wertpapiere. Die Zahlen vom März '06 - Mai '06! Zuvor kurz, worum es eigentlich geht:

    Werden die später fälligen Forderungen gegenüber den jetzt fälligen Forderungen knapp.....werden die Schuldner der jetzt fälligen Forderungen zahlungsunfähig.

    Aus: " Der Termin, die Knappheit des Geldes!!"

     

    ----------------------------------------

     

    Abgesehen vom absoluten Wert (plus soundsoviel Prozent usw.) der zusätzlichen Neuverschuldung und wer der Kreditnehmer ist (Staat oder Private) spielt die Laufzeitenverteilung anscheinend eine gewisse Rolle . Damit lassen sich zwei, wie ich finde, wichtige Aussagen treffen:

     

      1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !! Das wäre doch was!!!
      2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau.
      Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!! .....

       

    Das alles läßt die Möglichkeit zu, daß wir, durch die Beobachtung der Laufzeitenentwicklung, tatsächlich eine Aussage über die nähere Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung (BIP) treffen können!!
    Zumindest wenn wir davon ausgehen, daß die diesbezüglichen Korrelationen der letzten 37 Jahre, auch in den kommenden Jahren noch gelten . ( Hier lang...)

     

    Ansonsten: ich kann es euch leider nicht ersparen, im Bedarfsfall die Quellen dazu durchzulesen. Zuzüglich der Obigen, macht auch noch "BRD/Bund - Bruttokreditaufnahmen nach Laufzeitklassen" absolut Sinn!

Nun aber die Graphik:

Um es kurz anzumelden: Keine Entspannung in Sicht!!
Die Tendenz und auch das absolute Niveau sind recht eindeutig. Die kurzen Laufzeiten (im Grunde alle bis einschließlich 4 Jahre) bewegen sich nach wie in luftigen Höhen. Die 'bis unter 2 Jahren' liegen in etwa bei 39-40%, die 'bis einschließlich 4 Jahren' bei 60%.
Nach dem kräftigen Abtaucher im April auf nur noch 5 Prozent (!!), erholen sich die langen Laufzeiten 'von 10 Jahren und mehr' zwar wieder (Juni '06 = 20%), aber da dies nur zu einem geringen Teil auf Kosten der ganz kurzen Laufzeiten ging, können wir leider keine Entwarnung geben!

Zum Abgleich zeige ich unten nochmal die langfristige Entwicklung der Wertpapiere mit Laufzeiten 'bis einschließlich 4 Jahren' (graue Linie in obiger, rote in unterer Graphik!) zzgl. der Kreditvergabe an inländische Unternehmen und Privatpersonen.

Meine "Beobachtungen" als Grundlage verwendend, die da lauten....

    1.) Ganz allgemein: der Anteil der kurzen Laufzeiten (< 4 Jahre, fette rote Linie) lag 2004 immer noch in der Nähe des historischen Hochs von 2002, auch wenn seit dem mit leicht fallender Tendenz. Apropos Tendenz: die Tendenz ist, im Gegensatz zu der Kreditvergabe, über die letzten Jahrzehnte gesehen, eher steigend.

    2) Das Wichtigste : Steigt der Anteil der kurzen Laufzeiten am gesamten Absatz der Wertpapiere, geht sowohl die Kreditvergabe (hellrote Linie), als auch das BIP(schwarze Linie), zurück-umgekehrt natürlich genauso. Und das (die Rückgänge/Anstiege des BIP und der Kreditvergabe) in der Regel mit einem zeitlichen Nachlauf von etwa 1-2, max. 3, Jahren!! 

    3.)
    Seit 1990 ist -wie die Graphik von ganz oben zeigt- innerhalb der kurzen Laufzeiten auch noch der Anteil der "extrem" kurzen LZ (<= 2 Jahre) von 0 auf 36% in 2004 gestiegen. Innerhalb der "extrem" kurzen LZ wiederum, bestimmen die LZ von max. 1 Jahr -mit mittlerweile 85 bis ca 95%- das Bild. Ich denke nicht, das es -ob dieser Tatsache- vermessen ist, zu sagen, daß aufgrund dessen, die "Reaktionszeit" des BIP, ebenfalls immer kürzer wird.

.....dann sieht es nach wie vor nicht sonderlich gut aus!!

Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch und ein bißchen viel, wenn man sich nicht regelmäßig damit beschäftigt. Aber sollte (!!) tatsächlich was an meinen "Beobachtungen" dran sein, (wie gesagt, bitte lesen  >>)...

    1.) Vorausgesetzt (!!) meine Beobachtungen sind richtig (?!?), eröffnen sich bezüglich der Neuverschuldung ganz neue Perspektiven- nämlich ein grober Blick in die nähere Zukunft !!Das wäre doch was!!!

    2.) Dieser Blick zeigt nichts wirklich Gutes, denn die kurzfristigen Laufzeiten befinden sich nach wie vor auf recht hohem Niveau. Der "Druck" (="Tilgungsdruck") wird demnach auch die nächsten ein, zwei Jahre nicht nennenswert nachlassen!!  

     

...dann wird die zusätzliche Kreditvergabe in Deutschland auch in näherer Zukunft nicht nennenswert aus dem Quark kommen!!

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Nur Link!!

  

!! P O L I T I K !!

Historische Verantwortung gegenüber Israel.

    Ich glaube aber, wenn die Bedingungen klar sind, dann werden die Kollegen auch zu bedenken haben, dass wir aufgrund unserer historischen Verantwortung gegenüber Israel gefordert sind mitzuhelfen, in der Region den Frieden ein bisschen wahrscheinlicher zu machen. ( >>)

Da schau her! Auch wenn ich dies die Tage im Übermaß eingeflößt bekomme, so wird es für mich dadurch doch nicht sinniger! Ich Depp dachte nämlich immer, daß die historische Verantwortung in der jetzigen Achtung der Menschenrechte liege, gänzlich unabhängig von Land und Leuten. Und das stellt sich für mich schon als ziemlicher Unterschied zu obiger Aussage dar. Vor lauter historischer Verantwortung, wird die ganz aktuelle vergessen!! Oder verdrängt? Oder ganz bewußt bei Seite hgelassen? 
Jedenfalls können derartige gedankliche Zwangsjacken perfekt ausgenutzt werden. Ich verweise diesbezüglich auf untenstehenden Artikel ("Was steckt..."), den sich die derzeitig "Verantwortlichen" für die historische "Verantwortung", durchaus mal zu Gemüte führen sollten, und der für mich fast noch logischer klingt, als der "Öl-Grund" von weiter unten.

Eins will ich als Zusatzinformationen allerdings noch voranstellen. Leider wird er dadurch nur noch einleuchtender:

    AFP berichtete jedoch am Tage der Entführung: »Nach Angaben der libanesischen Polizei wurden die zwei israelischen Soldaten auf libanesischem Territorium gefangen genommen, im Gebiet von Aïta Al-Chaab, nahe der Grenze zu Israel, wohin eine israelische Einheit am frühen Morgen durchgedrungen war.« Das französische Voltaire-Network wusste: »Israels hat vorsätzlich ein Kommando in das libanesische Hinterland bei Aïta Al-Chaab geschickt. Dort wurde es von der Hisbollah angegriffen. Israel hat (danach) vorgetäuscht, dass es überfallen wurde, und griff Libanon an«. Die italienische Zeitung »La Repubblica« zitierte Quellen in der Hisbollah, dass die Gefangennahme in der Zone von Aïta Al-Chaab vor sich ging, »nicht weit entfernt von der Ortschaft Zarit«, also in Libanon.
    Die Franzosen rügten zudem, dass »auf Antrag von Oberst Sima Vaknin-Gil, Chef der israelischen Militärzensur, die westliche Presse akzeptierte, eine abgestumpfte Version der Ereignisse« anzunehmen. Auf Befehl der Militärzensur verzichteten Presseagenturen und Medien der in Israel akkreditierten Journalisten darauf, ihre Leser über den Ort der Gefangennahme zu informieren.« Der für Voltaire arbeitenden Schweizer Journalistin Silvia Cattori wurde in Israel die Akkreditierung entzogen, weil sie sich der Vorgabe verweigerte.

    ( Provozierter Krieg gegen Libanon? - Die Angriffspläne lagen jedenfalls längst in israelischen Schubladen )

Wie beinahe immer bei "Theorien" dieser Gestalt, können wir alle nur hoffen, daß der Autor ganz und gar und meilenweit daneben liegt. Nun, wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln!

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Ehemaliger NSA-Funktionär: Geplanter Terroranschlag mit Flüssigsprengstoff eine Inszenierung der Bush-Blair-Mafia

    Laut gut informierten Quellen aus Großbritannien und aus anderen Ländern inszenierte die durch eine Revolte innerhalb der Labour-Partei gefährdete Regierung Tony Blairs eine neue Terror-Panikmache um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von Blairs zunehmenden politischen Problemen abzulenken.
    Die britische Polizei, Agenten der Geheimdienste und der Neokonservativen in den USA, Israel und Großbritannien sowie Rupert Murdochs weltweites Medienimperium inszenierten den Terror-Plot wobei sie den gescheiterten "Bojinka"-Plan von 1995 heftigst plagiarisierten. Im Zuge von Bojinka wollte der Terrorist Ramzi Ahmad Yousef 11 Flugzeuge auf ihrem Weg von Großbritannien in die USA abstürzen lassen. [...]
    Nach seinem Treffen mit Bush in Washington flog Blair nach Kalifornien wo er am 30. Juli an einer privaten Konferenz der Führungsebene von Murdochs News Corporation im luxuriösen Inn vom Spanish Bay Golf Resort in Pebble Beach teilnahm.
    Blair traf sich dort mit Murdoch, mit dem ehemaligen israelischen Premierminister Shimon Peres, mit Arnold Schwarzenegger, Newt Gingrich und verschiedenen Funktionären von Fox News, Sky News und Star News.
    Blair und Murdoch stimmten den letzten Details des Plans zu, wie der Terror-Plot in Murdochs Medienimperium inszeniert werden sollte.

Bei Durchsicht solcher Artikel frage sogar ich mich häufig, ob das tatsächlich alles wahr sein kann?!?! Ist es wirklich möglich, daß die Täuschungen derartige Ausmaße annehmen können?
Aber immer wenn ich kurz vorm Umkippen bin, kommt mir wieder eine Textstelle in den Sinn. Eine Textstelle, die eindringlicher kaum sein könnte:

    [...] Ich habe an anderer Stelle die Rolle der Propaganda in der Manipulation der Massen und ihres Glaubens besprochen, aber ich möchte hier besprechen, was zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, Hitler und Mussolini, darüber geschrieben haben, wie man Massen bewegt. Ihnen zufolge müssen die Massen ohne Unterlass mit Propaganda bombardiert werden. Des weiteren würden die Massen mit ihrem primitiven Verstand viel eher Opfer einer "große Lüge" als einer "kleine Lüge", weil es für das Volk üblich sei, in kleinem Maßstab zu lügen, während der Durchschnittsmensch zu schüchtern für große Lügen sei. Deswegen würde die Masse niemals überhaupt in Betracht ziehen, daß jemand rücksichtslos genug sei, die Wahrheit in solch extremen Grade zu verdrehen. Überdies würden, wenn später die Wahrheit aufgedeckt würde, Zweifel daran bleiben.[...]( >>)

Das bedeutet nun nicht, daß alles mögliche wahr sein muß!! Aber es bedeutet schon, da zumindest alles möglich ist!!

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Deutsche Intervention in Coltanistan [=Kongo]

    [...] Der Sieg von Joseph Kabila sei "vorprogrammiert". Die Wahl diene lediglich dazu, ihm einen Schein von Legalität zu verschaffen. Die UDPS lehnt die EU-Mission ab und bezeichnet sie als "völkerrechtswidrige Intervention ausländischer Staaten". [...] Die Oberschicht ist damit beschäftigt, die gestohlenen Millionen außer Landes zu schaffen. Doch dies ist nur ein winziger Bruchteil der Milliarden, die von belgischen Banken, australischen Bergwerks- Konzernen, deutschen Coltan-Händlern, Diamanten-Gesellschaften wie de Beers, Kupfer-Firmen, Tropenholz-Exporteuren oder Goldschiebern mit mindestens ebenso wenig Skrupeln abgeschöpft werden. Sie schmieren die Elite des Landes mit Millionen, um Milliarden erbeuten zu können. Es wurde geschätzt, daß die Plünderung der Reichtümer des afrikanischen Landes jährlich rund 12 Milliarden US-Dollar Gewinn für die Nordhalbkugel abwirft. So wurde schon Mobutu reich, sein ermordeter Nachfolger Laurent Kabila und heute dessen Sohn Joseph.

      Komplett...

Unterstützt wird diese Sichtweise von Frontal 21, wo wir unter dem Titel "Wahl im Kongo - Kritik am Einsatz von UNO und EU" unter anderem folgendes zur Kenntnis nehmen müssen:

    Europas Geld finanziert die Regierungspolizei, europäische Instrukteure bilden sie aus, Kongos Machthaber lassen sie los. - Auf Demonstranten, die meinen, die Wahlen seien schlecht vorbereitet, man müsse noch mal reden.

    O-Ton Joseph Cibuabua, Krankenpfleger:
    Wir akzeptierten die Truppe, weil die Weißen uns sagten, dass diene dem Frieden, bleibt ruhig. Aber jetzt wollen dieselben Weißen diesem Burschen zum Wahlsieg verhelfen.

    Der „Bursche“ ist Kongos Übergangspräsident Kabila. Er habe, heißt es hier, in vier Jahren Amt mehr Bodenschätze an Europäer verschachert, als alle seine Vorgänger. Deshalb sei er deren Mann, ihr Wunschkandidat.
    Und warum entwaffne Europa zwar alle anderen Milizen, nicht aber Kabilas persönliche Garde, 10.000 Mann, die Kinshasa, ganz Kongo terrorisieren?

    Komplett...

Überaus treffend heißt es"Mit einem Computer können wir Probleme lösen, die wir ohne ihn gar nicht gehabt hätten!"
Umgelegt auf Situationen, wie die im Kongo, könnte die "Übersetzung" so lauten:

    The economist Lord (Peter) Bauer's apocryphal description of foreign aid [=Entwicklungshilfe] as "an excellent method of transferring money from poor people in rich countries to rich people in poor countries" seems sadly apt in the case of Africa. (Aus: " Aid can be an obstacle [Hindernis] to making poverty history ")

 

 # 07.08.06 # 

 

 

Neues vom Big Brother!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (Mai '06)« •
 
»Seit ein paar tausend Jahren, oder so,...«

 !! POLITIK !! 

»"Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes" & mehr«

 

 

Neues von der Kreditfront (Juni '06)

Vorab 1:  , wenn nicht sogar

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

     

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 

Nov 04 81,8

0,51

Dez 04 82,8

-1,00

Jan 05 84,6

0,97

Feb 05 70,0

-0,08

März 05 68,8

0,00

April 05 44,3

2,36

Mai 05 72,7

-0,79

Juni 05 85,4

-1,11

Juli 05 68,8

0,24

Aug 05 68,3

0,14

Sep 05 69,6

0,16

Okt 05 65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

 Juni 06

75,1

-0,82

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Bedauerlicherweise ging im Juni die zusätzlichen Neuverschuldung um 31,16 Mrd.€, oder 0,82% zurück! Die Abnahme ging gänzlich auf das Konto der Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1), die allein um knapp 31,8 Mrd.€ fielen. Die Buchkredite gingen mit annähernd ± Null in die Statistik ein.

Emissionsstatistik für Wertpapiere (Buba >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 75,1 Mrd.€ aus (Tabelle links). Der Netto-Absatz trat dabei mit +0,1 Mrd.€ auf der Stelle und die öffentlichen Haushalte tilgten sogar um 1,9 Mrd.€ ihre Marktverschuldung. Auch die Banken konnten es diesmal nicht rausreißen. Sie weiteten ihre Rentenmarktverschuldung netto lediglich um 3,6 Mrd.€ aus.

Folgende Aussagen der letzten Male lasse ich einfach mal so stehen, passt sie doch auch heuer recht gut ins Bild:

            Ein bißchen spekulative Interpretation zur Tilgung:
            In nebenstehender Tabelle habe ich mal die monatlichen Zuwächse der Kreditvergabe hinzugefügt (rechte, gelbe Spalte). Auch wenn es sich "lediglich" um die Wertpapierstatistik handelt, fallen doch ein paar Sachen auf.

~ In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ergaben sich für die zusätzliche Kreditvergabe recht kleine, oder sogar negative Werte, wenn die Tilgung über, oder im Bereich des Durchschnittswerts von 72,26 Mrd.€ lag.
~ Bei sehr hohen Tilgungswerten, weit über dem Schnitt liegend (Nov 04-Jan 05, Jun 05, Dez 05, Feb 06), war die Kreditvergabe in vier von sechs Fällen negativ und einmal mit +0,51% nicht
übermäßig zufriedenstellend.
~ Umgekehrt lag die Kreditvergabe -bis auf Feb 05- immer im positiven Terrain, wenn die Tilgung unter dem 72,26 Mrd.€-Schnitt lag.

Es scheint so, als ob die Neuverschuldung nach wie vor keine echte "Eigendynamik" entwickelt. Einzig die anstehenden Tilgungssummen bestimmen die Zahlen (wenn nicht einzig, dann jedenfalls in sehr großem Maße).

Für das Gesamtjahr liegen wir bis jetzt zwar immer noch bei einem Plus von 66,99 Mrd.€, oder +1,81%, aber im langfristigen Vergleich ist das ausnehmend dürftig und wird kaum für eine nennenswerte Trendwende sorgen können.

Da oben auch die öffentliche Hand teilweise mit drin ist, schauen wir direkt bei den "Unternehmen und Privatpersonen" vorbei.

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

 März 06

2460,01

+0,27

 April 06

2496,11

+1,47

 Mai 06

2489,28

-0,27

 Juni 06

2466,19

-0,93

Nur die Buchkredite betrachtend, ging es für den Juni '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen mikrikst nach oben!! Eine Zunahme der Neukreditaufnahme um 1,10 Mrd.€, oder 0,05%! Schon hier zeigen sich "Ermüdungserscheinungen".

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) allerdings, betrug der Rückgang satte 43,09 Mrd.€, oder 0,93%.

Für das Gesamtjahr liegen wir demnach bei den Buchkrediten bis jetzt bei einem Plus von 39,41 Mrd.€, oder +1,76%. Inklusive der Wertpapiere zeigt sich zwar auch noch ein positiver Wert von 51,39 Mrd.€, oder +2,13%, die jahresanfängliche Dynamik läßt hierzulande jedoch wieder zunehmend nach.

Umso abhängiger ist Deutschland vom Ausland. Das Saldo der Leistungsbilanz lag in den ersten fünf Monaten 2006 bei +37,8 Mrd.€. (>>) Ohne diese extern generierten Einnahmen, die dort letztlich auch nichts anderes als eine zusätzliche Neuverschuldung darstellen, wäre das innerdeutsche Bild vermutlich beiweitem noch trüber, als ohnehin schon.

Deshalb folgt nun der obligatorische Blick ins europäische Umfeld.

 

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

Feb 06

9778,5

+1,21

März 06

9909,0

+1,33

April 06

10060,5

+1,52

Mai 06

10124,9

+1,00

Juni 06

10169,2

+0,44

 

Differenz von Juni '06 auf Mai '06 = 44,3 Mrd.€, oder +0,44 (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +44,4 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +3,69 Mrd.€ (das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig).

Zu sagen wäre noch, und das sind hierbei die beiden entscheidenenden Posten, daß die Buchkredite mit +78,8 Mrd.€ ausgewiesen sind (durchaus gut), die Aktien und sonstige Dividendenwerte aber ein weiteres Mal kräftig abtauchten, nämlich um 39,3 Mrd.€.

Deutlich zu sehen, daß es im Rest Europas mal wieder besser lief als in Deutschland, was die Neuverschuldung der Privaten betrifft. Welche Gründe auch immer dafür verantwortlich sind, wir sollten uns wahrlich nicht darüber beschweren, ist es doch genau das, was dringend von Nöten ist, um die nächste Runde drehen zu können!

Kurz nebenbei: Auch den Staat wird's freuen, denn woraus sonst stammen letztenendes die Steuereinnahmen? Und wo ich gerade dabei bin, noch eine kleine Info zu den deutschen Kommunen:

Unterdessen wird auch der Schuldenberg immer größer. Im Moment stehen die Kommunen mit fast 90 Milliarden Euro in der Kreide. Dazu kommen noch Kassenkredite, die fast 24 Milliarden Euro betragen. Diese Kredite sind eigentlich dazu gedacht, kurzfristige Engpässe zu überbrücken. Inzwischen sind sie jedoch zu langfristigen Verschuldungsposten in fast allen kommunalen Haushalten geworden. Mit Hilfe der Kredite versuchen viele Kommunen, die Neuverschuldungsgrenze einzuhalten, die ihnen rechtlich auferlegt ist. «Viele Gemeinden bezahlen schon ihr Personal mit den Mitteln aus den Kassenkrediten, weil sie sich das anders gar nicht leisten können», sagt Landsberg. (DstGB, 05.08.06, >>)

Zurück zum eigentlichen Thema!
Nachstehend eine Tabelle, die die länderspezifische Entwicklung der EU zeigt. Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber eine Tendenz können wir, so meine ich, doch ablesen.

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
Hier:
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften & Private Haushalte & Sonstige Private

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Finn-
land

Ø

April '06

250,3

2.348,9

144,5

1.315,7

1.501,9

287,5

1.252,2

96,0

861,4

260,3

204,4

114,5

719,8

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Zuwachs [%]

1,48

-0,12

0,62

1,45

0,67

2,57

0,79

1,15

0,96

0,77

1,52

0,96

1,07

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

725,12

Juni '06

256,8

2.347,5

148,2

1.371,1

1.520,0

300,1

1.279,0

99,7

868,1

265,1

214,8

117,0

732,28

Zuwachs[Mrd.€]

2,8

1,5

2,8

36,3

8,0

5,2

16,9

2,6

-1,6

2,8

7,3

1,4

7,17

Zuwachs [%]

1,10

0,06

1,93

2,72

0,53

1,76

1,34

2,68

-0,18

1,07

3,52

1,21

1,48

Auffallend ist, das, neben Deutschland, auch noch die Niederlande im Juni geschwächelt haben. Ansonsten allerdings lief es prächtig, mit Portugal an der Spitze. Bedanken wir uns also bei unseren "Nachbarn", die uns nicht gänzlich absaufen lassen.

 ******************************************************************************

Seit ein paar tausend Jahren, oder so,...

...gibt's nichts neues unter der Sonne

    Politische und wirtschaftliche Organisationsformen zwischen 3500 und 1500 v.Chr.

    [...] Die hierarchisch gegliederte Verwaltung bestand aus schriftkundigen Fachleuten, die auf niedrigeren Ebenen oft zugleich als Aufseher über Arbeitstrupps fungierten. Sie existierte mit Sicherheit bereits in der frühesten Zeit der Stadtstaaten (etwa um 3500 v.Chr.) und entwickelte sich immer weiter. [...] Mit zunehmendem Verwaltungsaufwand wurde freilich auch die Abgabenlast immer größer, die in der Regel durch Naturalien und Arbeitsdienste abgegolten wurde. [...] Einen ersten Höhepunkt der staatlichen Verwaltung erlebte Mesopotamien durch den im Süden gelegenen Regionalstaat der sogenannten III. Dynastie von Ur1. Zu dieser Zeit (im 21. vorchristlichen Jahrhundert) wurden weite Bereiche der Wirtschaft praktisch zentralverwaltet, königlicher Besitz, der an Vasallen verpachtet wurde, dominierte, viele Arbeiten wurden von Arbeitstrupps gegen staatliche Zuteilungen verrichtet. Auch Handwerk (das sich allerdings nie von der öffentlichen Oberhoheit lösen konnte) und Handel waren praktisch Staatsmonopole. [...] Ab etwa 2000 v.Chr. setzte eine (Re-)Individualisierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten ein. Privater Landbesitz und privater Handel wurden wieder häufiger und viele privaten Geschäfte sind aus dieser Zeit überliefert. Im Fernhandel spielten für zwei Jahrhunderte die Assyrer eine tragende Rolle, die Handelskolonien bis nach Anatolien gründeten. Um die Zeit Hammurapis kommen diese Tendenzen zum Stillstand. Massive private Verschuldung und die Tatsache, daß nun wieder ein Großreich zu verwalten war, sind dafür wohl die wichtigsten Ursachen. [...]
    Rest hier lang...

      1Abgaben von Personen womöglich in Form einer Steuer spielen für das System von Silberumlauf in der altmesopotamischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. (>>)

    Da schau her!!! Abgaben in Form einer Steuer spielen - das »womöglich« lasse ich ganz bewußt weg - für den Silberumlauf also eine wichtige Rolle? Gibt's das? Warum denn dieses? Warum zum Teufel spielen Abgaben für den "Geldumlauf" eine wichtige Rolle? Gäbe es überhaupt einen "Geldumlauf", wenn es keine Steuern gäbe? Man denke mal ganz unbefangen darüber nach!!!!

Ansonsten: Ich fand das ganz interessant, zumal "das Ende" anscheinend auch immer gleich ausfällt:

    »The History Of The Decline And Fall Of The Roman Empire«
    [...] The imposition of higher taxes undermined the economic stability and vitality of the Empire. Taxes were raised to pay for deficit government spending, to pay for food for all in society and to pay for government-sponsored activities of diversion, such as circuses and sports. Interestingly, as the time of the final collapse drew closer, greater emphasis was placed on sports, to divert the attention of the public from the distressing news of massive trouble within the Empire. [...] (>>)

 

!! P O L I T I K !!

 An dem Thema kommt dieser Tage wohl niemand vorbei.

Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes

    [...] Nach Aussagen führender Vertreter der zionistischen Bewegung gab es keinen Zweifel, was mit der einheimischen Bevölkerung geschehen sollte. Israel Zangwill stellte sich vor, "die eingesessenen Stämme entweder mit dem Schwert zu verjagen, wie das unsere Vorfahren getan haben, oder mit dem Problem zu kämpfen, das eine große, fremde Bevölkerung darstellt". Auch die Idee eines Transfers wurde bereits von Herzl in seinem Tagebuch vorgeschlagen. "Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Lande jederlei Arbeit verweigern. Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muss - ebenso wie die Fortschaffung der Armen - mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. Die Immobilienbesitzer sollen glauben, uns zu prellen, uns über den Wert zu verkaufen, aber zurück verkauft wird ihnen nichts." Dass die zionistische Bewegung nicht mit lauteren Motiven in Palästina siedeln wollte, zeigt schon im Jahre 1937 die Aussage David Ben Gurions, dem ersten Ministerpräsident Israels: "Das Land ist in unseren Augen nicht das Land seiner jetzigen Bewohner [...] Wenn man sagt, dass Eretz Israel das Land zweier Nationen sei, so verfälscht man die zionistische Wahrheit doppelt [...] Palästina muss und soll nicht die Fragen beider Völker lösen, sondern nur die Frage eines Volkes, des jüdischen Volkes in der Welt." Die Absicht des Zionismus zielte also von Beginn an nicht auf die Teilung des Landes mit der einheimischen Bevölkerung, sondern stellte die arabische Präsenz generell in Frage.[...]

Auch wenn's einige möglicherweise langweilt, in diesem Zusammenhang drängen sich diese Links einfach auf und sollten auch gelesen werden:

Tja, Ursache und Wirkung...das Verursacherprinzip...als zweifellos geschundenes Opfer konnte man die Täterrolle dann viel besser kaschieren. Man, wie pervers!!

Auch aktuell sollte die Frage nach dem Grund des Krieges anders gestellt werden, als gemeinhin veröffentlicht.

  • The War on Lebanon and the Battle for Oil
  • [...] The bombing of Lebanon is part of a carefully planned and coordinated military road map. The extension of the war into Syria and Iran has already been contemplated by US and Israeli military planners. This broader military agenda is intimately related to strategic oil and oil pipelines. It is supported by the Western oil giants which control the pipeline corridors. In the context of the war on Lebanon, it seeks Israeli territorial control over the East Mediterranean coastline. [...] Prior to the bombing of Lebanon, Israel and Turkey had announced the underwater pipeline routes, which bypassed Syria and Lebanon. These underwater pipeline routes do not overtly encroach on the territorial sovereignty of Lebanon and Syria. On the other hand, the development of alternative land based corridors (for oil and water) through Lebanon and Syria would require Israeli-Turkish territorial control over the Eastern Mediterranean coastline through Lebanon and Syria. The implementation of a land-based corridor, as opposed to the underwater pipeline project, would require the militarisation of the East Mediterranean coastline, extending from the port of Ceyhan across Syria and Lebanon to the Lebanese-Israeli border.

Im Übrigen sieht diese Verknüpfung auch Uri Avnery:

    Übrigens: Einen Tag vor Kriegsausbruch nahm unser Minister für Infrastrukturen Binjamin Ben-Eliezer an einer Einweihungsfeier der großen Pipeline teil, die Öl aus den großen Ölfeldern am Kaspischen Meer zum türkischen Hafen Ceyhan, nahe der syrischen Grenze, bringt. Die Baku-Tiflis-Ceyhan -Pipeline meidet Russland und läuft durch Aserbeidjan und Georgien, zwei Länder, die, wie die Türkei eng mit Israel verbunden sind. Es gibt einen Plan, einen Teil des Öls von dort entlang der syrischen und libanesischen Küste nach Aschkelon zu bringen, wo eine dort bestehende Pipeline das Öl nach Eilat bringt, um in den Fernen Osten verschifft zu werden. Israel und die Türkei sollen dieses Gebiet für die USA sichern. (>>)

Zudem hat er erstaunliche Parallelen zu 1982 aufzuzeigen, die, in der konsequenten Umsetzung, und dadurch "Das eigentliche Ziel" erreichend, passgenau zu "The War on Lebanon..." steht.

    DAS EIGENTLICHE Ziel ist es, das Regime im Libanon zu stürzen und eine Marionetten-Regierung einzusetzen.
    Dies war schon Ariel Sharons Ziel bei der Invasion des Libanon 1982. Es ist ihm nicht gelungen. Aber Sharon und seine militärischen und politischen Elitezöglinge haben dies nie wirklich aufgegeben.
    Genau wie 1982 wurde auch die jetzige Operation in vollständiger Koordination mit der USA geplant und ausgeführt.
    Wie damals geschieht dies auch jetzt in Übereinstimmung mit einem Teil der libanesischen Elite.
    Das ist die Hauptsache. Alles andere ist Lärm und Propaganda.

Wie immer bei solchen "Konflikten", alles sehr verwirrend!! In den letzten Jahren meine ich jedoch eines gelernt zu haben, nämlich daß die höchstoffiziellen, massenmedial wiedergegebenen Darstellungen zumeist in Frage zu stellen sind. Im Zweifelsfall sind die guten alten Verschwörungstheorien vorzuziehen, um wenigstens ein Grundmaß an Überblick zu be- bzw. erhalten!!

Es ändert zwar nichts an der momentanen Situation, aber erwähnenswert ist es doch. Neu ist der Ablauf der Dinge wohl kaum. Im Gegenteil, er scheint die menschliche Normalität zu repräsentieren.

    Die Geschichte der Menschheit ist – wenn man den Blickwinkel darauf konzentriert – eine Aneinanderreihung von Krieg und Zerstörung. Laut dem Historiker Will Durant gab es in den letzten 3.421 Jahren der aufgezeichneten Weltgeschichte nur 268 Jahre ohne einen Krieg auf der Welt. (>>)

Und als diesmaligen Abschluß noch ein Zitat:

    "Jedes Volk und sogar jeder Mensch müsse, statt sich mit verlogen politischen 'Schuldfragen' in Schlummer zu wiegen, bei sich selber nachforschen, wie weit es selbst durch Fehler Versäumnisse und üble Gewohnheiten mit am Kriege und an allen andern Weltelend schuldig sei, das sei der einzige Weg, um den nächsten Krieg vielleicht zu vermeiden." Hermann Hesse "Der Steppenwolf"

 

 # 27.07.06 # 

 

 

Kurzinfo: Vielen Dank an alle Mailschreiber! Die Antworten können - notgedrungen - allerdings noch etwas auf sich warten lassen!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Helmut Hr. Creutz: "Das Geld-Syndrom"«

 

 

 

Helmut Hr. Creutz: "Das Geld-Syndrom"

Unter Umständen gehe ich mit dem nun Folgenden einigen von euch mittelschwer auf den Geist. Das Risiko muß ich eingehen!!! Zudem gibt mir eine Passage aus einem, am Ende gezeigten, Link durchaus zu denken: "Warum ist dieser Versuch vergeblich? Weil diejenigen die seiner Ansicht sind, schon überzeugt sind,..."

Trotzdem, ich will das einfach nicht unkommentiert lassen. Worum geht es?
Es geht um einen Eintrag im Gästebuch vom 19.07.06, der da lautet:

Der "schöne" Link führt zu "Das Geldsyndrom" von Helmt Creutz. Nun hat selbstverständlich jede/r das Recht, beinahe jeden Link weiterzugeben, wie es ihm/ihr beliebt. Andererseits nehme ich mir dann das Recht heraus, darauf zu reagieren. Das müssen sie sich dann schon gefallen lassen . Mit allem Respekt und beileibe nicht beleidigend oder gar abwertend gemeint (!!!), aber für mein Dafürhalten ist dies einfach notwendig, weil ich nicht nachvollziehen kann, wie ein solcher Link zustande kommen kann, wenn jemand nur halbwegs die Inhalte dieser - oder auch entsprechend anderer - Seiten verinnerlicht hat. Kurz gesagt - ohne demjenigen persönlich zu nahe treten zu wollen - sah ich mich anläßlich des Links ganz allgemein genötigt , konkret auf "Das Geldsyndrom" einzugehen!
Wobei ich voranstellen möchte, daß...

    ... ich mich auf die *pdf-Version beziehe,

    ... ich mich größtenteils nur bis Seite 30 durchgekämpft habe (was aber ausreicht, um meine Sicht klar zu machen),

    ... ich mich - um die Sache nicht meterlang werden zu lassen - nur auf die gröbsten "Unstimmigkeiten" konzentriert habe, deren Grundsätzlichkeiten aber recht entscheidend sind,

    ... ich versucht habe, weitestgehend (ganz ohne geht's nicht) auf reinkopierte "Hilfstexte" zur Verdeutlichung zu verzichten, das gilt insbesondere für Textauszüge von PCM (Grüße an E.T. )!!. Vielmehr habe ich mich bemüht, mich so kurz wie möglich zu halten (was mir schwer genug fällt ) und die Dinge mit eigenen Worten und unter konkretem Bezug auf Hr. Creutz' Text zu erläutern. Ich setze demnach ein wenig voraus, daß sich die Leser mit dem Thema meiner Homepage beschäftigt haben und die ein oder anderen Texte kennen.

    ... ich keinesfalls kategorisch ausschließen kann, einzelne Creutz'sche Aussagen falsch interpretiert/verstanden zu haben und dementsprechend meine Erwiderungen ins Leere laufen. Sollte dies jemandem auffallen, bitte ich konkret darauf einzugehen und mich zu kontaktieren (Mail-Link folgt innerhalb des Textes).

    ... Unterstreichungen und Fettungen innerhalb des Creutz'schen von mir stammen.

     

OK, mich also der mir gestellten Frage stellend...

    Meines Erachtens liefern auch andere Gedankenschulen wertvolle Ansätze. Warum sollten diese nicht diskutiert werden und gegenübergestellt werden? Was ist mit [...] Helmut Creutz,... ?

...diskutiere ich also im Nachstehenden Helmut Creutz' "Das Geldsyndrom" und stelle es meiner Ansicht gegenüber .

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    (Hr. Creutz, Seite 9)
    Als Geld noch aus Gold und Silber bestand, ging der Wert des Geldes weitgehend von dem des verwendeten Metalls aus. Dieser Wert wiederum wurde von der Begehrtheit, der Seltenheit und der Schwierigkeit, das Metall zu finden, bestimmt.

Der Wert des Geldes ging von dem verwendeten Metall aus? Das Metall ist es demnach das Wertvolle? Offensichtlich gilt das zumindest nicht in der verwendeten Pauschalität. Beispiel:

    ...The Indians in the region of Belen at the time of Columbus' discovery were very friendly; they wore plates of gold suspended around their necks and weighted their fishing nets with gold nuggets... (>>)

Wenn panamaische Fischer Gold als Beschwerung für ihre Netze verwendeten, scheint's mit dem "inneren" Wert des Metalls nicht allzu weit her zu sein. Das Metall allein und für sich genommen, kann es demnach nicht sein.
Hr. Creutz gibt jedoch selbst den wichtigen Hinweis, in dem er die "Begehrtheit" ins Felde führt. Für die Fischer lag die Bergehrtheit lediglich im möglicherweise erhöhten Fangerfolg. Durch die hohe Dichte des Goldes, hat die Begehrtheit in diesem Falle also nur ganz praktische Gründe - nämlich das absacken des Netzes. Im Notfall hätten es auch Steine getan.
Erwähnter Columbus jedoch, begehrte das Metall anscheinend aus völlig anderen Gründen. Schließlich war er im Auftrag ihrer Majestät unterwegs. Und ihre Majestät wollte das Gold keineswegs zum Beschweren von Netzen:

    Cuadrulpe Excellente [der Name der Münze] um 1500, Ferdinand von Aragonien und Isabella von Kastilien
    Zwei sich gegenüberstehende Büsten des Königspaares und vierfeldiger Wappenschild mit Leon, Kastilien, Aragonien und Sizilien ziert die Münze. Während der Herrschaft von Ferdinand und Isabella setzte - noch bevor das Gold aus dem eben entdeckten Amerika zu fliessen begann - eine umfangreiche Goldprägung ein. Die spanischen Goldmünzen dominieren im 16. Jahrhundert zusammen mit den französischen Écus d‘or den europäischen Geldverkehr. (>>)

Es ist also so: Nicht das Metall gibt dem Geld den Wert, sondern das "Geldsein" gibt dem Metall den Wert! Ein kleiner, feiner, aber wichtiger Unterschied, der das Wesen des Geldes in eine völlig andere Richtung führt!! Denn das "Geldsein" des Goldes, war mitnichten die Idee von Fischern und Bauern, wie ich weiter unten bereits versucht habe zu zeigen.

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    (Hr. Creutz, Seite 15)
    2.5 Kann man mit Sichtguthaben seine Nachfrage vermehren?
    [...] Ganz gleich, ob man sein Einkommen in bar erhält oder als Gutschrift auf seinem Konto, ob man alle Ausgaben mit Geld begleicht oder durch Schecks und Überweisungen — eine Mehrnachfrage über das Einkommen hinaus ist niemandem möglich. Und wenn jemand seine Einkommensgrenze per Bankkredit überzieht, muss ein anderer Einkommensbezieher weniger ausgegeben und den Überschuss einer Bank geliehen haben.

Begründen tut er diese seine Aussage dann unmittelbar folgend mit: "Durch Veränderungen der Zahlungsgewohnheiten von bar auf unbar kann also niemand seine Nachfrage vermehren."
Damit hat er sogar vollkommen recht!!! Nur hat das absolut nichts mit obiger (kursiv, unterstrichen) Aussage zu tun!! Er suggeriert, daß die Änderungen der Zahlungsgewohnheiten von bar auf unbar denselben Vorgang darstellt, wie per Bankkredit überzeihen. Dem ist jedoch natürlich keinesfalls so.
Der erste Aufhänger hier ist seine Feststellung, daß "Einkommensbezieher weniger ausgegeben und den Überschuss einer Bank geliehen haben" müssen.
Wenn dem tatsächlich so wäre - also die Aufnahme von Krediten, ein vorheriges, mindestens gleichhohes Leihen eines Überschusses (was auch immer das sein soll) an die Banken voraussetzen würde -, wie ist es dann überhaupt möglich, daß sich die Bilanzsumme einer Bank verändert? Ist der von Hr. Creutz beschriebene Vorgang nicht das berühmte "Linke Tasche (Bankkredit), rechte Tasche (Überschuss an Bank geliehen)", mit dem Ergebnis - wie ja auch selbst von ihm gesagt - daß sich am Ende und unterm Strich nichts verändert hat? Ein Nullsummenspiel?!? Nochmal gefragt: Wenn sich beim einzelnen Buchungsvorgang (nichts anderes ist das) aber nichts verändert, wie kann sich dann die Bilanzsumme aller Banken ändern?

Selbstverständlich wird die Nachfrage durch die Kreditaufnahme bestimmt. Letztlich sogar nur und auschließlich dadurch!! Ob im Endeffekt eine "Vermehrung der Nachfrage" dabei herauskommt, hängt von der Gesamthöhe der zusätzlichen Kreditaufnahme ab.
Der zweite Aufhänger ist, daß Hr. Creutz, heimlich, still und Leise, ein Einkommen in seiner Argumentation voraussetzt, ohne jedoch zu erklären, wo zum Teufel denn dieses Einkommen herkommt!

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    (Hr. Creutz, Seite 16+17)
    2.7 Was war zuerst da — Guthaben oder Schulden, Geld oder Kredit?
    Über die Frage lässt sich ähnlich streiten wie bei jener nach der Erstexistenz von Henne oder Ei. Dabei ist die Antwort bei Guthaben oder Schulden einfach: Beide entstehen immer gleichzeitig mit jedem Verleihvorgang, wie sie auch gleichzeitig mit der Rückzahlung wieder aus der Welt verschwinden.

Bis hierher liegt er durchaus richtig. Wie er dann aber, in eindeutigem Bezug zu gerade Festgestelltem, folgende Begründung aus dem Hut zaubert, ist mir gänzlich schleierhaft.

    Guthaben sind also weder die Voraussetzung für eine Schuld noch umgekehrt.

Im Absatz zuvor schreibt er es doch selbst (nicht ich, oder Paul C. Martin, oder sonst wer, sondern »er« persönlich), daß beide (Guthaben und Schulden) immer gleichzeitig entstehen. Ja warum enstehen die beiden denn immer gleichzeitig? Doch wohl nur, weil eine Guthaben ohne eine Schuld nicht vorstellbar ist. Es ensteht schlicht kein Guthaben, ohne das jemand Schulden aufnimmt. Schulden sind sehr wohl die Voraussetzung für Guthaben!! Er widerspricht sich also selbst!!!

Ergänzung: Zugegebenermaßen hat er, rein semantisch gesehen, möglicherweise sogar recht. Wenn beides gleichzeitig entsteht, kann das Eine nicht die Voraussetzung (=zeitlich vorangegangen) für das Andere sein. Deshalb sollten wir besser sagen, daß der Verschuldungsvorgang demnach sehr wohl die Voraussetzung für Guthaben ist! Allerdings (!!), in Anbetracht seiner folgenden Erläuterungen, unterstelle ich ihm da, glaube ich, eindeutig zu viel beabsichtigte Spitzfindigkeit.

    Wohl aber geht etwas anderes der Entstehung beider Phänomene voraus. Nämlich eine Ersparnis des Geldverleihers und seine Bereitschaft, das erübrigte Geld einem anderen zu überlassen.

Da haben wir's wieder. Die Ersparnis geht also voraus!!
Ich erinnere daran, daß die "beiden Phänomene" Guthaben und Schuld lauten. Setzen wir nun die Erläuterungen zusammen, geht nach Hr. Creutz einem Guthaben eine Ersparnis voraus . Erstens vermag ich den Unterschied nicht recht zu erkennen, und zweitens verliert er wieder kein Wort darüber, wo denn diese Ersparnis genau herkommt. Auch im Weiteren werden wir - besser ich - nicht schlauer:

    Und auch der Auflösung der Guthaben–Schulden–Beziehung geht etwas voraus. Nämlich eine Nachsparleistung des Kreditnehmers. Er muss bereit und fähig sein, aus seinem laufenden Einkommen den geliehenen Betrag für die Rückgabe abzuzweigen.

Der Begriff Nachsparleistung läßt mich da von vornherein ein wenig im Trüben fischen. Was ist das, eine Nachsparleistung? Nach was wird da gespart? Was bitte ist die Leistung im Kontext des Sparens?
Ich vermute mal so: Die Nachspartleistung stellt die abgezweigten Beträge aus dem laufenden Einkommen dar, mit denen dann der geliehene Betrag beglichen wird. Richtig? Demnach ist die Grundlage für diese Sparleistung (=Ersparnis (?)), und somit auch für Guthaben, das laufende Einkommen. Wo kommt nun aber das laufende Einkommen her?

    Damit beantwortet sich auch die zweite Frage nach der Priorität von Geld oder Kredit:

Was meint er mit damit? Womit zum Teufel?? Mit obigen Erläuterungen?

    Verleihen kann man immer nur etwas, was bereits da ist. Das gilt für das Verleihen eines Fahrrades oder eines Paketes Salz genauso wie für das Verleihen von Geld. Dass das Gros allen Geldes von den Notenbanken über die Geschäftsbanken in Umlauf gesetzt wird, ändert nichts an diesem Tatbestand. Auch die Notenbank muss das Geld erst drucken, bevor sie es der Bank per Kredit überlassen kann. Doch diese Notenbankkredite dienen nur der Geldversorgung. Die Kredite dagegen, die die Banken ihren Kunden gewähren, stammen nicht von den Notenbanken, sondern aus den Ersparnissen ihrer Kunden. Das zeigt sich auch daran, dass in der BRD die jährlichen Ausweitungen der Kredite durch die Banken rund zwanzigmal größer sind als die Ausweitung der Geldmenge durch die Bundesbank, und das mit zunehmender Tendenz.

Ich kapier überhaupt nichts mehr!
Der "Beweis" ("Das zeigt sich auch daran...") für die These, daß die Kredite der Banken, aus den Ersparnissen der Kunden stammen, ist die zwanzigmal größere Ausweitung der Kredite der Banken, gegenüber der Bundesbankgeldmenge (=Bargeld)? Wo bitte ist da der Zusammenhang? Etwa der, daß die Kredite gestiegen sind, weil die Ersparnisse gestiegen sind? Und wieder, immer und immer wieder die Frage: Wo kommen die Ersparnisse her, die - in diesem Falle - die Grundlage für die Ausweitung der Kredite sind?
Um zu diesem Punkt zum Ende zu kommen, kurz nochmal die Kernaussage von Hr. Creutz, diesmal zitiert von Seite 24 (die taucht nämlich ständig auf).

    Kredite wiederum setzen Ersparnisse eines anderen voraus.

Und nun - im Schnelldurchgang (wer Detailierteres wissen will, bitte ich, sich einfach auf der Homepage umzuschauen, ansonsten würde es an dieser Stelle zu langatmig werden) - wie es tatsächlich ist:

    Wir sind völlig abhängig von den Geschäftsbanken. Jeder Dollar der umläuft, sei es als Bargeld oder Buchgeld, muss von jemandem geborgt sein. Wenn die Banken reichlich Geld1 aus dem Nichts erzeugen, geht es uns gut, wenn nicht, verhungern wir. Es gibt nicht so etwas wie ein dauerhaftes Geldsystem. Wenn man das erst einmal wirklich verstanden hat, erscheint das Absurde dieser hoffnungslosen Situation fast unglaublich, aber so ist es. Es ist wohl der wichtigste Sachverhalt, über den intelligente Menschen sich jetzt klar werden und nachdenken müssen. Es ist so wichtig, dass ein Zusammenbruch unserer gegenwärtigen Zivilisation auf dem Spiel steht, wenn es nicht allgemein verstanden wird und die Fehler rasch korrigiert werden.
    Robert H.Hemphill, Credit Manager der Federal Reserve Bank, Atlanta, GA-
    (Übersetzung des Originals von hier >>)

      1Richtiger sollte es heißen, das "Kredite" aus dem Nichts erzeugt werden, nicht Geld. Diesbezüglich hat sogar Hr. Creutz recht, wenn er schreibt, daß Geld nur und ausschließlich Bargeld ist. (Erläuterung)

Ergänzend und Unterstützend:
Nicht ganz so eindringlich und deutlich, prinzipiell aber ins selbe Horn blasend, drückt sich der "Finanzobermotz" höchstselbst aus - Alan Greenspan (2001):

    When the economy begins to slow and the quality of some booked loans deteriorates, as in the current cycle, loan standards belatedly tighten. New loan applications that earlier would have been judged creditworthy, especially since the applications are now being based on a more cautious economic outlook, are nonetheless rejected, when in retrospect it will doubtless be those loans that would have been the most profitable to the bank.

    Such policies are demonstrably not in the best interests of banks' shareholders or the economy. They lead to an unnecessary degree of cyclical volatility in earnings and, as such, to a reduced long-term capitalized value of the bank. More importantly, such policies contribute to increased economic instability. (>>)

Soweit ich das richtig interpretiere, spricht Greenspan davon, daß...

 

    ... bei nachlassender Konjunktur die Kreditvergabe strenger gehandhabt wird. Kredite, die vormals noch als Kreditwürdig eingestuft wurden, werden jetzt, trotz eines nun zu Grunde liegenden, vorsichtigeren Ausblickes, abgelehnt. Eine solche Politik (dieser Umstand) fördert die wirschaftliche Instabilität

Was heißt das? Im Grunde genommen  - wir kennen Greenspans sibyllische Ausdrucksweise - heißt das nichts anderes, als daß das Einschränken der Neukreditvergabe die Wirtschaft absacken läßt - mindestens lassen kann.
Offensichtlich trieb Greenspan also die nachlassende Neukreditvergabe um, bei gleichzeitigem Bezug einer daraus resultierenden Instabilität der Wirtschaft. Wie gesagt, nicht ganz so deutlich wie von Mr. Hemphill, aber augenscheinlich hielt er dies für ein Problem! Warum diese, seine "Bauchschmerzen"?

Wiederum kurz abgehandelt: Nicht Ersparnisse sind die Voraussetzung für Guthaben und Kredite, wie Hr. Creutz es ausführt, sondern Kredite (Schulden) sind die Voraussetzung für Ersparnisse, Guthaben und Geld!!
Es ist just genau umgekehrt, wie Hr. Creutz versucht uns weiszumachen!! Womit im Übrigen auch die hübschen Kreislaufdarstellungen (ab Seite 19) zum Scheitern verurteilt sind, weil den "Kreisen" der Ein- bzw. die Ausgänge fehlt bzw. fehlen. Die aber sind unbedingt notwendig, da jede Schuld zurückbezahlt werden muß. Der Eingang muß bei den Geschäftsbanken liegen, die auschließlich die Kreditgewährung inne haben. Der Ausgang/die Ausgänge muß/müssen - je nachdem was wir betrachten - bei den Geschäftsbanken und/oder bei der Zentralbank liegen. (siehe dazu folgend "Das rätselhafte 5–Mark–Stück")
Wer hierzu anderer Meinung ist, kann dies selbstverständlich sein, sollte mir in diesem Falle aber bitte eine Erklärung liefern, wo die Ersparnisse, = Guthaben (?), laufenden Einkommen Arbeiter = laufende Ausgaben der Unternehmen, Einkommen der Unternehmen = Ausgaben anderer Unternehmen und Arbeiter usw., usf, von Beginn an herkommen! Ich ersuche um Mailkontak!!

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Weiter im Creutz'schen Text, mit dem berühmt-berüchtigten "3.1 Das rätselhafte 5–Mark–Stück"

    (Hr. Creutz, Seite 18)
    Der Clown fand in der Manege ein blankes 5–Mark–Stück. Er ging damit zum Pferdeknecht und sagte: „Ich bin dir ja noch zehn Mark schuldig; hier gebe ich dir einstweilen fünf Mark zurück, dann schulde ich dir noch fünf.” Der Pferdeknecht bedankte sich, ging zum Stallmeister und sagte: „Ich bin dir ja noch zehn Mark schuldig; hier gebe ich dir einstweilen fünf Mark zurück, dann schulde ich dir noch fünf.” Der Stallmeister bedankte sich, ging zum Schulreiter und sagte: „Ich bin Ihnen ja noch zehn Mark schuldig! Hier gebe ich Ihnen fünf Mark zurück, dann schulde ich Ihnen noch fünf.” Der Schulreiter bedankte sich, ging zum Direktor und sagte: „Ich bin Ihnen ja noch zehn Mark schuldig, Herr Direktor; wenn Sie gestatten, gebe ich Ihnen einstweilen fünf Mark zurück, dann schulde ich Ihnen noch fünf.” Der Direktor bedankte sich, nahm den Clown beiseite und sagte: „Da, August, gebe ich dir mal fünf Mark, die anderen fünf bekommst du später.” Der Clown bedankte sich, gab die fünf Mark dem Pferdeknecht und sagte: „Jetzt sind wir quitt.” Der Pferdeknecht bezahlte mit dem 5–Mark–Stück seine Restschuld beim Stallmeister, dieser beim Schulreiter und dieser beim Direktor. Der Direktor nahm den Clown beiseite und sagte: „Hier, August, sind die restlichen fünf Mark, die du noch zu bekommen hattest.” So bekam der Clown sein 5–Mark–Stück zurück, und alle waren ihre Schulden los…

1.) Den entscheidende Satz zur Lüftung dieses "Geheimnisses" - dieser verwirrenden "Geschichte", wie er schreibt -, bringt tatsächlich Hr. Creutz selbst. Allerdings zieht er daraufhin wieder mal die falschen Schlüsse!! Er schreibt:
"Verschwunden sind jedoch in der Geschichte nicht nur die Schulden der fünf Beteiligten von insgesamt 50 Mark, sondern auch Guthaben in gleicher Höhe. Denn der Schuld des Clowns beim Pferdeknecht stand ein Guthaben des Pferdeknechts beim Clown gegenüber usw." Zur Verdeutlichung eine Tabelle der Gesamtbilanz vor "Eintreffe/Finden" des 5-Mark-Stückes:

    Gesamtbilanz vor "Eintreffe/Finden" des 5-Mark-Stückes

    Guthaben  | Schulden

    zum jeweiligen Gegenüber

      Clown Pferdeknecht Stallmeister Schulreiter Direktor

    Summe

    Clown   -10     10

    0

    Pferdeknecht 10   -10    

    0

    Stallmeister   10   -10  

    0

    Schulreiter     10   -10

    0

    Direktor -10

     

     

    10

     

    0

    Summe 0 0 0 0 0

    0

    Gesamtsaldo = 0

Also schon VOR dem Eintreffen des 5-Mark-Stücks, bestand zwischen den Personen - in der Summe - keinerlei Schuldverhältnis!! Genausogut hätten sie alle ihre gegenseitigen Schulden/Guthaben einfach streichen können. Der angeblich reihenweise vorhandene, schuldentilgende Umlauf des Geldstückes kann keine Schulden mehr tilgen, weil es schon zuvor keine gegeben hat!! Zum Schluß hat der Clown in jedem der beiden Fälle (Umlaufen & Streichen) 5-Mark mehr als vorher. Das Ganze ist nichts anderes als eine Nebelkerze, dessen Aufklärungswert gleich Null ist.
Was will uns der Autor dann aber damit verdeutlichen? Ich ersuche, zwecks besagter Aufklärung, diesmal mich betreffend, ein weiteres Mal um Mailkontak!!

2.) Und jetzt kommt der, bereits oben angeführte, eigentliche Fehlschluß des Hr. Creutz, indem er anfügt:
"Dass die Geschichte mit einem gefundenen Geldstück beginnt, ist für den Ablauf bedeutungslos und soll lediglich die Irritationen vergrößern. Genauso gut hätte der Clown die fünf Mark verdient, als Geschenk erhalten oder gestohlen haben können. Selbst bei einem falschen 5–Mark–Stück wären nach dem zweiten Umlauf die gesamten Schulden verschwunden."
Wobei ich Hr. Creutz insofern durchaus zustimmen kann, als daß es tatsächlich egal ist, woher das Geld kommt. Jedoch ist seine Folgerung daß "...nach dem zweiten Umlauf die gesamten Schulden verschwunden" sind, völlig falsch. Denn auch diesen fünf Mark ging eine Verschuldung voraus, sonst gäbe es sie gar nicht! Daß heißt, die genannten Personen untereinander sind zwar schuldenfrei (was sie, wie gesehen, auch schon ohne die umlaufenden fünf Mark waren), die zugrundeliegende Schuld der fünf Mark aber, steht - sozusagen außerhalb dieses Kreises - noch immer offen (ich erinnere an Aus- und Eingang von oben!!). Es kann also keine Rede davon sein, daß die gesamten Schulden verschwunden sind. Es ist zwar wirklich völlig bedeutungslos, daß diese Geldstück gefunden wurde oder sonst woher kommt. Allein die Tatsache aber, daß es diese fünf Mark gibt, spricht dem "gesamten Schulden verschwunden" diamentral entgegen!!
Das mögen einige als Spitzfindigkeit interpretieren, was es aber keinesfalls ist!! Denn dieser Umstand steht den Creutz'schen Kreismodellen ("In einem Kreis gibt es keinen Anfang und kein Ende. Ein einmal in den Kreislauf gegebener Geldschein kann also endlos kursieren, ganz gleich wofür er verwendet wird." Seite 19) mitten im Weg und zeigt deren Fehlerhaftigkeit auf. Weiterhin - und das ist nicht weniger wichtig - ist damit seine Aussage zu "Geld als Tauschmittel" (beispielsweise auf Seite 7), als unhaltbar "enttarnt": "Halten wir hier nur noch einmal fest, dass unserem Geld heute drei Funktionen zugeordnet werden, nämlich die des Tauschmittels...". Um es knapp zu halten, sei dazu nur ein kurzes Zitat meiner selbst angefügt. Wer die ausführlicheren Erklärungen lesen möchte, kann dies HIER tun.

      Wenn aber immer eine offenen Position bestehen bleibt (auch hierbei ist die Anzahl der Personen völlig unerheblich), kann in keinster Weise mehr von einem Tausch die Rede sein -ob nun doppelt- oder Dreifachtausch genannt, oder sonst wie. Ein Tausch ist ein in sich abgeschlossener, dinglicher Vorgang! Handelt es sich aber um keinen Tausch mehr, kann auch es auch kein "Tauschmittel" geben. Geld ist kein Tauschmittel! Zahlungsmittel passt da schon eher!!! Denn Zahlung impliziert einen Kauf. Und genau das geschieht: Es wird gekauft, nicht getauscht!!

3.) Und noch etwas!! "Selbst bei einem falschen 5–Mark–Stück wären nach dem zweiten Umlauf die gesamten Schulden verschwunden." teilt uns Hr. Creutz mit. Drehen wir die Sache mal um!! Wenn also nach dem zweiten Umlauf die gesamten Schulden verschwunden sind - alle stehen ab diesem Zeitpunkt also mit einer Null in der Manege - was geschieht dann nach dem dritten, vierten oder fünften Umlauf? Wird ab dem zweiten dann ein Guthaben aufgebaut? Müssen die Zirkusleute die fünf Mark nur oft genug umlaufen lassen, um dann irgendwann alle als Millionäre dazustehen? Wenn ja, ist unser aller Zukunft gesichert und wir haben es nur noch nicht gemerkt ! Wenn aber nicht (!!!), wie kann es dann einerseits möglich sein, mit umlaufenden Geld die gesamten Schulden zu tilgen, andererseits aber unmöglich, mit umlaufenden Geld Guthaben aufzubauen? Hat jemand eine Idee dazu? Dann bitte ich darum, sie mir mitzuteilen: Mailkontak!!

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Ein letztes Beispiel zur Untermauerung möchte ich noch anführen. Hr. Creutz definiert...

    a) Geld sind alleine die von der Notenbank herausgegebenen Banknoten und Münzen,... (Seite 7)
    Von der gesamten Geldmenge entfielen etwa acht Prozent auf die Münzen und 92 Prozent auf die Scheine, davon wiederum wertmäßig ein knappes Viertel auf die 1000–DM–Noten. (Seite 10)

...und schreibt...

    b) Die Probleme des kapitalistischen Wirtschaftssystems hängen mit dem Geldbereich zusammen, die Probleme im Geldbereich mit zwei Überentwicklungen: der Überentwicklung der Geldmenge, die zur Inflation führt,... ("Abschließenden Zusammenfassung")

Jetzt tun sich jedoch ein paar Problemchen auf. Auf Seite 11 beschreibt er unter der Überschrift "Wie wird das umlaufende Geld ausgeweitet?":

    Außer über die Annahme von Wechseln (auf die sich der Diskontzinssatz bezieht) kann die Bundesbank die Banken auch über Lombardkredite mit neuem Geld versorgen, gegen Hinterlegung bestimmter Wertpapiere.

Wenn nun die Banken erst durch die Hinterlegung von Wertpapieren mit Geld versorgt werden, wie sind sie dann in der Lage, vorher schon Wertpapiere in ihren Besitz zu bringen, mit denen dann die Geldversorgung läuft??
Seht ihr die Argumantationsklemme?
Nochmal: Es steht die Frage offen, wo die Banken die Wertpapiere her haben, die sie Hinterlegen? Mit Geld gekauft kann nicht sein!! Denn wie können sie zuvor Geld haben, um die Wertpapiere zu kaufen, wenn sie doch eben diese Wertpapiere zuvor benötigen, um erst damit dann an das Geld zu kommen?
Wie schaffen die Banken das? Gar nicht!!! Denn das ist ein nicht zu lösender Zirkelschluß, der sich da aus der Creutz'schen Darstellung ergibt!!!

Offensichtlich können die Banken aber Wertpapiere ohne Bundesbankgeld an sich bringen - sprich ankaufen! Womit?? Wir wissen, daß es letzlich - oder eigentlich ja zu Anfang - die Kredite sind, die aus dem Nichts erzeugt werden (und erst dann u.U. Ersparnisse), mit dem die Banken Wertpapiere kaufen. Und da dies - das Kaufen mit Krediten - für alle Marktteilnehmer gilt, können obige Aussagen des Hr. Creutz nicht stimmen.
Denn unter a) definiert er Geld - nämlich ausschließlich Banknoten und Münzen!! Dieses so von ihm selbst definierte Geld, ist für ihn dann unter b) als Menge (=Geldmenge) für Inflation verantwortlich. Inflation wiederum, kann nur durch Käufe zustande kommen. Wird ein möglicherweise inflationsauslösender Kauf eines Hauses, mit dem Geld nach Creutz'scher Definition getätigt, oder doch eher durch Kreditaufnahme? Ist es möglich das "Rund drei Viertel aller Autofahrer ihren Neuwagen auf Pump kaufen." (>>), ohne das diese Käufe mindestens inflationsauslösend sein können? Nach Hr. Creutz ja! Nach mir mitnichten!!

Ein weiterer Punkt ist mir diesbezüglich aufgefallen. Wenn die Creutz'sche Definition von Geldmenge (=Bargeld, siehe a)) und "deren" Inflation folgenden Verlauf aufweist (siehe zweite Linie von unten)...

    Langfristige Entwicklung der Geldmengen in Prozent des BSP (Seite 72)

...wie kann es dann z.B. Anfang/Mitte der 70'er Jahre zu Inflationsraten von sechs, sieben Prozent kommen? Ich würde nun an dieser Stelle einen Blick auf die Linien oben drüber werfen (die mit dem "M"). Hr. Creutz' bietet auf Seite 58 jedoch folgende Erklärung an:

    Mit dem Begriff Inflation ist auch die Verantwortlichkeit geklärt: diejenigen, die an der Notenpresse sitzen und das Zuviel an Scheinen in Umlauf geben.

Im Prinzip können wir sogar zustimmen! Inflationsursache ist der Staat; oder besser, dessen Verschuldung!!! Allerdings kann sich der "Verantwortliche" (=der Staat) keineswegs direkt bei eben dieser Notenpresse bedienen - zumindest im Moment noch nicht . Und Scheinchen werden die Finanzminister auch nicht gerne sehen, wo doch die "...Forderungen der Gläubiger nicht in Urkunden verbrieft, sondern als Sammelschuldbuchforderung in das Bundesschuldbuch eingetragen werden." (>>)

---------------------------------------------------

 RESÜMEE:

So oder so ähnlich zieht sich der "Stil" durch den gesamten Creutz'schen Text (zumindest bis Seite 30). Ich könnte beinahe zu jedem Absatz etwas schreiben, daß den Argumentationen von Hr. Creutz gegenüber steht.
Ungenauigkeiten, Unstimmigkeiten, verwirrende Darstellungen der Zusammenhänge, bei denen er sich oft genug auch noch selbst widerspricht, Beweisführungen die kaum im Bezug zu dem stehen, was er noch im Satz zuvor eigentlich Beweisen wollte usw. usf., das ist es, was ich herausgelesen habe. Oder ich kapier den tieferen Sinn nicht, was ich nicht völlig ausschließen möchte. Und wenn schon "Teil I - Begriffe, Größen und Funktionen", der als Fundament für die weiteren Ausführungen dient, nicht der Realität entspricht, wie können dann alle folgend behandelte Themen korrekt ausgearbeitet sein?

Aber immerhin kommt Creutz zum selben Schluß wie ich und andere , nämlich dem Kollaps.

Und damit ihr nicht auf die Idee kommt, daß ich der einzige diesbezügliche Querulant bin, der solch einen Eindruck von Hr. Creutz' Ausarbeitungen hat, möchte ich abschließend noch ein paar Links zeigen, die ich, ich gebe euch mein Wort drauf, erst im Nachhinein gelesen habe:

    Anmerkung: Auch innerhalb dieser Links, finden ein paar "Kleinigkeiten" nicht meine Zustimmung. Da diese Passagen die Creutz'schen Thesen meistens aber nur streifen - die aber das ausschließliche Thema hier sind - sehen wir da mal großzügig drüber weg !!

Als Schlußsatz möchte ich noch meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen, daß Hr. Creutz ständig und immer wieder als "schöner" Link angepriesen wird. Ich für meinen Teil kann nur einem Zitat aus dem gefetteten Link folgen, das da sagt: "Seine [Creutz] Meinung wirkt damit gut begründet – und so auch glaubhaft. Eine nähere Überprüfung insbesondere der Interpretation der Daten kommt somit den meisten seiner Leser nicht in den Sinn."

P.S.: Wie ich einleitend bereits geschrieben habe, kann ich "keinesfalls kategorisch ausschließen, einzelne Creutz'sche Aussagen falsch interpretiert/verstanden zu haben und dementsprechend meine Erwiderungen ins Leere laufen können."  Wenn nun jemand der Meinung sein sollte, daß mir genau das aber passiert ist und ich dem berühmten "Griff ins Klo" nicht widerstehen konnte , bitte ich gegebenfalls um Richtigstellung per Mail. Wobei ich eine dringende Bitte habe! Ich ersuche darum, so konkret wie möglich, unter direktem Bezug auf meine Textstellen, zu antworten!!! ==> Mailkontak!!

 

 # 20.07.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Neues von der Kreditfront (Mai '06)«
 
»Fixkostenblöcke/Managergehälter«

 !! POLITIK !! 

•• »Israel folgt klarer Strategie - Krieg nach Plan«
»"Demokratie" a là Kommunismus«

 

 

 

Neues von der Kreditfront (Mai '06)

Vorab 1:  

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

Wahnsinnig viel ist eigentlich nicht passiert. Aber dieses "Wenige" wollte ich euch doch nicht vorenthalten:

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 

Nov 04 81,8

0,51

Dez 04 82,8

-1,00

Jan 05 84,6

0,97

Feb 05 70,0

-0,08

März 05 68,8

0,00

April 05 44,3

2,36

Mai 05 72,7

-0,79

Juni 05 85,4

-1,11

Juli 05 68,8

0,24

Aug 05 68,3

0,14

Sep 05 69,6

0,16

Okt 05 65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

 Mai 06

46,1

-0,21

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Der Mai watet mit einem Rückgang der zusätzlichen Neuverschuldung von 8,02 Mrd.€, oder 0,21% auf! Wobei die Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1) sogar um 7,07 Mrd.€ zulegten, die Buchkredite jedoch gleichzeitig um 14,61 Mrd.€ abnahmen.
Gar nicht mal so gut!

Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 46,1 Mrd.€ aus (Tabelle links). Der Netto-Absatz ergab sich somit mit +30,9 Mrd.€. Eigentlich kein schlechter Wert, würden nicht 12,7 Mrd.€ (rd. 41%) davon auf Rechnung der öffentlichen Hand gehen. Der Rest geht großteils zu Lasten der Kreditinstitute, die sich mit 13,3 Mrd.€ am Markt "bedienten".
Wie ich schon mal schrieb, man kann von Banken ansonsten halten was man will, verschuldungswillig sind sie jedenfalls. Immerhin, denn ansonsten lief im "privaten" Sektor nämlich nicht viel (siehe Zweitens).

Beim letzten Mal konntet ihr folgendes lesen:

            Ein bißchen spekulative Interpretation zur Tilgung:
            In nebenstehender Tabelle habe ich mal die monatlichen Zuwächse der Kreditvergabe hinzugefügt (rechte, gelbe Spalte). Auch wenn es sich "lediglich" um die Wertpapierstatistik handelt, fallen doch ein paar Sachen auf.

~ In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ergaben sich für die zusätzliche Kreditvergabe recht kleine, oder sogar negative Werte, wenn die Tilgung über, oder im Bereich des Durchschnittswerts von 72,26 Mrd.€ lag.
~ Bei sehr hohen Tilgungswerten, weit über dem Schnitt liegend (Nov 04-Jan 05, Jun 05, Dez 05, Feb 06), war die Kreditvergabe in vier von sechs Fällen negativ und einmal mit +0,51% nicht
übermäßig zufriedenstellend.
~ Umgekehrt lag die Kreditvergabe -bis auf Feb 05- immer im positiven Terrain, wenn die Tilgung unter dem 72,26 Mrd.€-Schnitt lag.

Angesichts dieser Auffälligkeiten, ist, bei einem Tilgungsbetrag von mikrigen 46,1 Mrd.€, die zurückgehende Kreditvergabe eher kein gutes Zeichen. Wobei wir für das Gesamtjahr bis jetzt immer noch bei einem Plus von 98,15 Mrd.€, oder +2,64% liegen!! Nach wie vor noch ok!!

Da oben auch die öffentliche Hand teilweise mit drin ist, schauen wir direkt bei den "Unternehmen und Privatpersonen" vorbei.

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)


( >>)

Kredite an inländische Unternehmen und Privatpersonen
(INKLUSIVE Wertpapiere, gestrichelte Linien)

1999

2265,40

+6,94

2000

2387,01

+5,37

2001

2425,99

+1,63

2002

2411,07

-0,62

2003

2409,93

-0,05

2004

2397,64

-0,51

2005

2414,80

+0,72

 Jan 06

2451,38

+1,51

 Feb 06

2453,27

+0,08

 März 06

2460,01

+0,27

 April 06

2496,11

+1,47

 Mai 06

2489,28

-0,27

Nur die Buchkredite betrachtend, ging es für den April '06 bei den Unternehmen und Privatpersonen minimalst nach unten!! Eine Abnahme der Neukreditaufnahme um 0,71 Mrd.€, oder 0,03%! Im Grunde also Stillstand. Wie heißt es aber so "schön"? Stillstand ist Rückschritt!! Amen !!

Inklusive der Wertpapiere (nebenstehende Tabelle) allerdings, betrug der Rückgang durchaus erwähnenswerte 6,83 Mrd.€, oder 0,27%. Noch nicht dramatisch, aber immerhin der erste, kleinere Dämpfer in diesem Jahr.

Für das Gesamtjahr liegen wir demnach bei den Buchkrediten bis jetzt bei einem Plus von 38,31 Mrd.€, oder +1,72%. Inklusive der Wertpapiere zeigt sich immer noch ein positiver Wert von 74,48 Mrd.€, oder +3,08%.

Wie gesagt, noch nicht dramatisch, wiederholen sollte es sich nach Möglichkeit aber nicht!

Ein Wort noch zu den Geldvermögen der privaten Haushalte. Die Buba schreibt in ihrem aktuellen Monatsbericht diese hier:

    Wie erwähnt, sind die Finanzaktiva der privaten Haushalte 2005 beträchtlich gewachsen, und zwar um gut 180 Mrd.€ auf 4,26 Billionen. Etwa ein Viertel dieses Anstiegs geht allerdings auf entsprechende Bewertungsänderungen bei den Wertpapieranlagen zurück.

Ohne an dieser Stelle auf etwaige Verteilungsprobleme eingehen zu wollen, fand ich das doch recht bemerkenswert und habe selbst mal nachgerechnet (Tabelle auf Seite 27 des Monatsberichts). Rechnen wir die Zuwächse der Aktien, sonstigen Beteiligungen und Investmentzertifikate zusammen, kommt allein dadurch ein Anstieg von 96,0 Mrd.€ zusammen. Das entspricht 53,33 Prozent, der obigen 180 Mrd.€ als Gesamtgeldvermögenszuwachs. Das ist schon ein Wort. Wehe, wenn der Aktienmarkt absacken sollte!!

 Kurz noch die...

3.) "Bankstatistische Gesamtrechnungen in der Europäischen Währungsunion, Konsolidierte Bilanz der Monetären Finanzinstitute (MFIs)"

Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen" 2005/2006 (Mrd. €) ( >>)

Europäischen Währungsunion, Kredite an "Unternehmen und Privatpersonen"

 

Mrd. €

%

Jan 05

8746,5

+0,66

Feb 05

8784,2

+0,43

März 05

8836,6

+0,59

April 05

8955,4

+1,35

Mai 05

9026,4

+0,79

Juni 05

9141,8

+1,27

Juli 05

9192,4

+0,56

Aug 05

9193,1

+0,01

Sep 05

9300,1

+1,16

Okt 05

9358,7

+0,62

 Nov 05

9469,7

+1,18

Dez 05

9555,7

+0,88

Jan 06

9661,2

+1,10

Feb 06

9778,5

+1,21

März 06

9897,6

+1,21

April 06

10050,5

+1,58

Mai 06

10112,9

+0,62

 

Differenz von Mai '06 auf April '06  = 62,4 Mrd.€, oder +0,62% (Vormonat, siehe Tabelle links). Teile ich die +62,4 Mrd.€ auf die zwölf Länder der Währungunion auf, dann ergibt sich pro Land eine Zunahme von im Schnitt +5,2 Mrd.€ (das ist natürlich nur ein Mittelwert und deshalb nur begrenzt aussagefähig).

Zu sagen wäre noch, das hierbei die Buchkredite mit +63,4 Mrd.€ zunahmen (durchaus gut) und gleichzeitig die Aktien und sonstige Dividendenwerte um rund 10,0 Mrd.€ abnahmen. Angedenk des enormen Zuwachses des letzten Monats....

            «Vormonatskommentar»: Allerdings nahmen gleichzeitig auch die Aktien und sonstige Dividendenwerte um 50,7 Mrd.€ zu!! Das macht immerhin 32,48% des gesamten Zuwachses aus. Wird da wieder wer unvorsichtig? Auf den Gedanken könnten wir schon kommen, schauen wir uns das hier an. Die +50,7 Mrd.€ ensprechen einer Steigerung von 6,52% gegenüber dem Vormonat. Das ist der viertgrößte Wert seit Statistikbeginn 09.1997 (>>). Und von den drei größeren Zahlen, stammen zwei aus Zeitpunkten, welche entweder am Anfang eines Crash's lagen (Sept. 98), oder ganz kurz davor (Apr. 2000) (>>). Muß wahrlich nichts heißen, fällt aber schon auf!

...relativiert sich das allerdings wieder ein wenig. Jedenfalls scheint hier die Luft etwas zu entweichen, was die Steigerung - im Gegensatz zu den Vormonaten- geringer ausfallen läßt.

Nachstehend noch eine Tabelle (endlich was gefunden!), die die länderspezifische Entwicklung der EU zeigt. Zwar stimmt diese Statistik nicht exakt mit obiger überein (differierende Erfassungsmethoden- und subjekte), aber die Tendenz können wir doch ablesen (z.B. das Ergebnis der BRD passt ganz gut zu "2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen")).

Bilanzstatistik der MFIs (Monetären Finanzinstitute): Bestandsangaben (>>)
Kredite an Ansässige im Euro-Währungsgebiet [Mrd.€]
Hier:
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften & Private Haushalte

Land

Belgien

BRD

Griechen-
land

Spanien

Frank-
reich

Irland

Italien

Luxem-
burg

Nieder-
lande

Öster-
reich

Portugal

Finn-
land

Ø

April '06

250,3

2.348,9

144,5

1.315,7

1.501,9

287,5

1.252,2

96,0

861,4

260,3

204,4

114,5

725,12

Mai '06

254,0

2.346,0

145,4

1.334,8

1.512,0

294,9

1.262,1

97,1

869,7

262,3

207,5

115,6

719,8

Zuwachs[Mrd.€]

3,7

-2,9

0,9

19,1

10,1

7,4

9,9

1,1

8,3

2,0

3,1

1,1

5,32

Zuwachs [%]

1,48

-0,12

0,62

1,45

0,67

2,57

0,79

1,15

0,96

0,77

1,52

0,96

1,07

Im Grunde lief's im Mai - außer in Deutschland - überall sehr gut, mit Irland, Portugal, Belgien und Spanien an der Spitze. So lange sich Neuschuldner finden, geht's in die nächste Runde und alles ist gut. Nicht ohne Gefahren, selbstverständlich. Beispiele Spanien und Irland::

Und für Irland:

    Private-sector indebtedness levels are at record highs as private sector credit as a percentage of GDP grew from 111.5% in 2002 to 115% in 2003 and to 134% by end year 2004. Private-sector indebtedness continues to increase and at an accelerating rate which largely reflects residential mortgage growth which accounts for approximately 80% of personal lending.

    Despite the increase in house prices and mortgage debt, mortgage repayment affordability has improved since the early 1990s on a national basis. In 2002, the mortgage outgoings of a typical household represented about 24% of their disposal income, compared to 22% in 1995 and 29% in the early 1990s on a national basis. In effect, house price inflation during the 1990s was balanced by a significant reduction in mortgage interest rates, rising disposable incomes and falling taxation levels. (>>)

******************************************************************************

Fixkostenblöcke / Managergehälter

Weiter unten, inmitten der Besprechung zu "Die 4 Regeln des Kapitalismus", wurden bestimmte »Fixkosten-Blöcke« ins Feld geführt.

Dergleichen gibt es selbstverständlich mehr. Beispielsweise Managergehälter (für 2004 siehe Bild links). Zusammen kamen die aufgelisteten Manager dieser DAX-Unternehmen auf 60,52 Mio. Euro.
Angenommen wir würden mal eine schön plakative Rechnung aufstellen, dann käme z.B. heraus, daß bei einem, sagen wir, 10-prozentigem Verzicht (6,052 Mio.€) und einem unterstellten Bruttoverdienst von 36.000 Euro/Jahr 168 Menschen jährlich damit bezahlt werden könnten. Na, das wäre doch schon was!!

Für 2003 gibt der Vergleich derselben Firmenmanager einen Wert von 52,83 Mio.€ an. Eine lässige Steigerung um 13,67 Prozent. Allerdings sollten ein paar Dinge nicht unter den Tisch fallen:

1.) Der DAX ist in diesem Zeitraum recht heftig gestiegen, wovon zwar vermutlich auch die Manager profitiert haben werden, jedoch auch ein breiteres Publikum (wie oben gezeigt).

2.) Die jährlichen Sprünge der einzelnen Gehälter sind teilweise äußerst heftig, und das auch nach unten!

Alles in allem ist das ein recht difizieles Thema, wie ich meine. Wie viel ist zu viel? Wie "wenig" ist ausreichend oder angemessen? Was sind die zu unterlegenden Kriterien? Aktienkurse, Gewinn oder Mitarbeiterzahlen? Alles zusammen oder nichts davon? Ganz schwer, finde ich!!
Sicher ist, Ackermans Gehaltsteigerungen erscheinen mir in der Tat jenseits von gut und böse. Allein mit diesen Peanuts-Milliönchen hätten einige hundert Angestellte weiter ihren Job behalten können. Das kann einfach nicht sein!!
Ansonsten muß da jeder seine eigene, gedankliche "Grenze" ziehen. Ich jedenfalls weiß nicht, wie diese Materie fix festgezurrt werden sollte. Ein "bißchen" gesellschaftlicher Druck der Basis, kann diesbezüglich sicherlich nicht schaden. Immerhin - und so etwas ist kaum hoch genug einzuordnen - geht es nicht nur um nackte Zahlen, sondern immer auch um Befindlichkeiten und die Psyche der Menschen. Es gibt kaum etwas wichtigeres für eine Unternehmen, als motivierte Mitarbeiter, und falsche "Signale" können da nur - im echten Wortsinne - kontraproduktiv sein!!

Noch ein Wort zur Deutschen Bank; genauer zu ihrer Mitarbeiterzahl (>>).
Von 1990 bis 2004 hat der Gesamtkonzern 3855 Mitarbeiter entlassen. Bemerkenswert dabei ist jedoch, das im gleichen Zeitraum im Ausland  24.504 Arbeitsplätze geschaffen wurden (in Deutschland wurden dementsprechend 28.359 entlassen).
Ich treib's mal - bewußt provokant - auf die Spitze: Ich glaube kaum, daß auch nur einer der 24.504 neuen Mitarbeiter im Ausland, sich auch nur einen Moment über Ackermans Gehalt Gedanken macht!!!

!! P O L I T I K !!

Israel folgt klarer Strategie - Krieg nach Plan

Ein Artikel aus der "Junge Welt":

    [...] Der israelische Gewaltexzeß im Libanon war jedoch von langer Hand geplant, wie die blitzschnellen, koordinierten Land-, Luft- und Seeoperationen gezeigt haben. Der erneute Krieg gegen Libanon, das Säbelrasseln gegen Syrien und die ominösen Drohungen gegen Iran sind kein Produkt israelischer Ratlosigkeit«, sondern Bausteine der Phase zwei einer Strategie, die führende amerikanische Neokonservative bereits 1996 in dem Dokument »A Clean Break« (Ein sauberer Bruch) dem damaligen israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorgeschlagen hatten.

    Komplett...

Verfassungstreue Bürger, die wir sind, wissen wir selbstverständlich das die "Junge Welt" im Verfassungsschutzbericht 2005 aufgelistet wird. Dort werden wir gottlob  darüber informiert, daß der Chefredakteur nur so vor Systemverständnis sprüht; "Verbunden damit - und hier ist eine Parallele zu 1989 angebracht - ist die Verbreitung der Illusion, daß die ökonomischen und sozialen Probleme des Kapitalismus im Kapitalismus zu lösen sind." (bei Staatsquoten von so um die 50 Prozent, würde mich seine Definition von "Kapitalismus" mal interessieren ) und überhaupt, die "Junge Welt" "zumindest tatsächliche Anhaltspunkte für linksextremistische Bestrebungen" besitzt. Umso bemerkenswerter scheint mir der Umstand - der deshalb Bände spricht -, daß es wirklich kritische Hintergrundinformationen oft nur in dererlei staatsgefährdenden, subversiven Medien gibt. Das, so finde ich, sagt schon so einiges über unser Land und deren Organe aus!! Der Schutz der freien Bürger dieses Landes, vor solcherlei bösartigen Infiltrationen, kann dann auch durchaus mithilfe eines, dem Bundeskanzleramt direkt unterstellten, verfassungsbrechenden Verfassungsschutzorgans (BND) von statten gehen. Das macht fast garnichts!!

In anbetracht der dubiosen Quelle und eingeschränkter Englischkenntnisse meinerseits schien es mir ratsam, weitere Informationen zu erlangen. Folgend ein paar weitere Kommentare zu dem Pamphlet von Perle & Co.:

  • 1996 fertigte eine Gruppe pro-israelischer Amerikaner, darunter Richard Perle, James Colbert, Charles Fairbanks Jr., Douglas Feith, Robert Loewenberg, David Wurmser, and Meyrav Wurmser – ein Strategie-Papier für den damaligen israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu. Darin wurde eine Strategie des Regime Change als einzige Lösung für die zunehmende Einkreisung und Isolierung Israels vorgeschlagen. Das Hauptproblem, behaupteten sie in "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm" ("Sauberer Schnitt: Eine neue Strategie zur Sicherung des Raums"), seien Syrien und die lästige Grenze zum Libanon:
    • Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus. Ein wirksames Herangehen, und eines, das Amerika zusagen würde, wäre es, wenn Israel die strategische Initiative an der Nordgrenze ergreifen und die Hibollah, Syrien und den Iran angreifen würde, die aggressiven Hauptkräfte im Libanon.“

    Aber das könne nur geschehen, wenn der Irak zuvor ausgeschaltet würde:

    Israel kann seine strategische Umgebung in Zusammenarbeit mit der Türkei und Jordanien gestalten, indem es Syrien schwächt, eindämmt oder sogar zurückdrängt. Diese Anstrengung kann darauf konzentriert werden, Saddam Hussein im Irak zu entmachten – ein wichtiges israelisches strategisches Ziel für sich genommen – als Mittel zur Vereitelung der regionalen syrischen Bestrebungen.“

    Nun, da Saddam aus dem Weg geräumt ist, entfaltet sich vor unseren Augen die zweite Phase von „A Clear Break" (>>)

  • Der Abschlußbericht der Gruppe ("A Clear Break: A New Strategy for Securing the Realm") gab dem zum israelischen Premierminister gewählten Benjamin Netanyahu den Rat, "mit der Türkei und Jordanien eng zusammenzuarbeiten, um einzudämmen, zu destabilisieren und zurückzurollen", um Saddam Hussein zu stürzen sowie syrische militärische Ziele im Libanon anzugreifen und vielleicht sogar in Syrien. Er schlug vor, dass Israel eine Außen- und Innenpolitik schmiedet, die auf einem "neuen ideologischen Fundament" basiert, das "der Nation den Raum gibt, jedwede mögliche Energie einzusetzen, um den Zionismus wieder aufzubauen." (>>)
  • Einer dieser einflussreichen Juden ist Richard Perle, ein ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter, heutiger Vorsitzender der bedeutenden Organisation Defense Policy Board und Mitglied anderer ähnlich gewichtiger Gremien. 1996 war Perle die treibende Kraft hinter einem Report,(13) der die folgenden Hauptempfehlungen für die israelische Politik machte: erstens den Oslo-Prozess zu stoppen und - zweitens - die neue Auflage des "Kriegs der Sterne" - des kostspieligen US-Projekts für Raketenabwehr-Systeme - zu unterstützen.  
    Perle und die Koautoren dieses Berichts argumentierten, dass die von der israelischen Arbeiterpartei propagierte Vision des "Neuen Nahostens" die Legitimität der jüdischen Nation untergrabe und Israel in eine gefährliche strategische Lähmung führe.

    Die Zerstörung des Entspannungsprozesses im westlichen Asien sollte dem US-Raketenabwehr-Projekt auf zwei Weisen nützlich sein:
     
    • Eine Gefahr, welche das Projekt rechtfertigen soll, wird durch Israel geschaffen und aufgebaut.
    • Israel wird die gesamte zionistische Lobby für die Raketenabwehr mobilisieren können.
       
    Israel sollte durch das Projekt grössere Sicherheit verliehen und umfangreiche Unterstützung der US-Rüstungslobby gewährt werden. Die Argumentation Perles überzeugte zumindest den damaligen Chef des israelischen Militärgeheimdiensts und heutigen Generalstabschef, Moshe Ya'alon, der kurz darauf einen Plan zur Zerstörung des Oslo-Prozesses entwarf. Der Massnahmenkatalog dieses Plans, bekannt unter dem Namen "Operation Dornenfeld", beschreibt in groben Zügen, was die israelische Armee gegenüber den Palästinensern seit September 2000 ausübt. Offen bleibt noch die darin erwähnte totale Beseitigung der palästinensischen Behörden und die Vertreibung der Palästinenser. (>>)
  • Die Herstellung guter Arbeitsbeziehungen zur USA sind daher zentral, vor allem nach der Verabschiedung des "Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Act" durch den Kongress und der Androhung möglicher militärischer Konsequenzen durch die US-Administration. Bereits 1996 verfaßte eine Gruppe prominenter Politikberater ein sechsseitiges Papier für Benjamin Netanyahu, der damals als israelischer Ministerpräsident kandidierte, unter dem Titel "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm". Das Papier enthält Politikempfehlungen zur Sicherung der regionalen Hegemonie Israels. Die Agenda läßt sich auf fünf Punkte herunterbrechen: (1) Intensivierung der Unterstützung des US-Kongresses, (2) eine "Frieden-für-Frieden"-Strategie in Palästina, (3) Einhegung und Destabilisierung regionaler Kontrahenten, (4) Wirtschaftsreformen im Inneren und (5) Wiederbelebung des Zionismus.[19] Die Urheber dieser Schrift gehören zur neuen neokonservativen Elite in Washington: Richard Perle, James Colbert, Charles Fairbanks, Douglas Feith, u.a. Sie sind überzeugt, daß "der Sturz Saddam Husseins im Irak als ein Mittel, Syriens regionale Ambitionen zu durchkreuzen", ein wichtiges strategisches Ziel Israels sei. In diesem Papier verschmelzen israelische und US-amerikanische Interessen in einer aggressiven, expansionistischen pro-israelischen Pax Americana. Die Macht in der Region soll weiter zugunsten Israels verschoben werden. (>>)
  • Im Juli 1996 veröffentlichte das Institute for Advanced Strategic and Political Studies ein Dokument mit dem Titel "A Clean Break: a New Strategy for Securing the Realm" [Ein sauberer Schnitt: eine neue Strategie zur Sicherung des Herrschaftsbereichs]. Leiter des Instituts war Richard Perle - der aufgrund seiner extremen Ansichten und seiner massiven Unterstützung der israelischen Lobbygruppen seit Jahren den Spitznamen "Fürst der Dunkelheit" trägt. Dieses Dokument rief den damaligen israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu dazu auf, einen radikalen Politikwechsel einzuleiten und dazu zunächst das Friedensabkommen von Oslo aufzukündigen und dann eine Kampagne zur Ausschaltung von Saddam Hussein und zur Destabilisierung der Regierungen von Syrien, Libanon, Saudi Arabien und Iran durchzuführen. (>>)
  • Ein Bericht aus dem Jahre 1996 mit dem Titel ‚A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm' (‚Ein absoluter Bruch: Eine neue Strategie, um die Region zu schützen) rief zum Krieg gegen den Irak auf. Dieser Bericht wurde nicht für die USA, sondern für den zukünftigen israelischen Premierminister Binyamin Netanyahu aus dem Likud-Block geschrieben und erstellt von einer Gruppe, der - ja natürlich - Richard Perle vorstand. Die Zerstörung des Iraks wird natürlich Israels Monopol an Nuklearwaffen schützen und es in die Lage versetzen, die Palästinenser zu besiegen und ihnen eine wie auch immer geartete koloniale Ordnung aufzwingen, welche Sharon bereits im Hinterkopf hat. (>>)
  • Seine aggressive Vision vom Mittleren Osten verfolgte Perle, indem er für verschiedene Länder auf beiden Seiten des Atlantiks arbeitete. 1996 verfasste er, als er zusammen mit Douglas Feith, dem gegenwärtigen Untersekretär für Verteidigung, und David Wurmser, dem gegenwärtigen Sondergesandten im Außenministerium, als Mitglied des bekannten israelischen Think Tanks „The Institue for Advanced Strategic and Political studies“ (IASPS) tätig war, den Bericht " A Clean Break: A New Strategy für Securing the Realm" (Ein glatter Bruch: Eine neue Strategie zur Sicherung des Landes) für die israelische Likud-Partei, Israels führende rechte Partei. In diesem Bericht wurde dem damaligen Premierminister Benjamin Netanyahu dazu geraten, sich von den Osloer Vereinbarungen loszusagen. 1997 legte Douglas Feith mit "A Strategy for Israel" (Eine Strategie für Israel) den Folgebericht vor und argumentierte, dass Israel die von den palästinensischen Behörden kontrollierten Gebiete erneut besetzten sollte. „Das Blut, das dabei fließen wird, wäre ein hoher Preis“, so Feith, jedoch wäre ein solches Vorgehen, notwendig, um die Lage zu „entgiften“. Feiths Meinung nach war dies „der einzige Weg, der aus dem Osloer Netz herausführt“. Feith stellte in diesem Bericht außerdem eine Verbindung zwischen der ablehnenden Haltung Israels gegenüber dem Friedensprozess und der Besessenheit der Neokonservativen von Saddam Hussein und dem Regime der Baath-Partei her. „Saddam zu entmachten“, schrieb Feith, ist „ein wichtiges strategisches Ziel Israels.“ (>>)

Ich denke, daß reicht aus! Und schon scheinen gewisse Ereignisse gar nicht mehr so "sonderbar" zu sein...

    Da der Anschlag, bei dem neben al-Hariri 22 weitere Menschen getötet wurden, aufgrund der Schuldzuweisung an Syrien zum Abzug des syrischen Militärs aus dem Libanon führte, ist ein israelisches Motiv für diesen Anschlag sehr wohl gegeben. Das Auffliegen von "Moufajaat Fajr" und dessen Verbindungen zum israelischen Geheimdienst zeigen nun, daß Israel neben dem Motiv auch die Mittel zur Durchführung des Anschlags besaß. ("Auftragsmörder Israels - Libanese gesteht Bombenanschläge")

.... wo wir doch oben zur Kenntnis nehmen durften, wie die Strategie aussieht: "...indem es Syrien schwächt, eindämmt oder sogar zurückdrängt...". Aber solch mögliche Zusammenhänge sind selbstverständlich keine Erwähnung wert:

    Bemerkenswert ist hier, daß Mehlis mit keiner Silbe auf die Enthüllung [aus Auftragsmörder...] einging, daß eine vom israelischen Geheimdienst Mossad gesteuerte Terrorgruppe zahlreiche Anschläge - oder mehr oder minder "gezielte Tötungen" - im Libanon verübt hat. Gerade der Fall der Terrororganisation "Moufajaat Fajr" - "Morgendämmerungs-Überraschung" um Mahmoud Rafeh ist allerdings ein weiterer Grund, aus dem der derzeitige Krieg Israels gegen den Libanon für Israel geradezu als "Glück im Unglück" zu bezeichnen ist.

    Nach Bekanntgabe der Anschuldigungen hatte die libanesische Regierung angekündigt, den Fall vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen zu wollen. Dies ist - einerseits aufgrund der Intervention zahlreicher Abgesandter anderer Länder, unter anderem auch des US-Botschafters der USA im Libanon, Jeffrey Feltman - andererseits aber zweifellos auch infolge der schweren Angriffe Israels auf den Libanon bisher unterblieben. Am 18. Juni berichtete die israelische Haaretz unter Berufung auf die libanesische As-Safir, daß Feltman sogar "angedeutet" habe, die Angelegenheit könne die Beziehungen zwischen den USA und dem Libanon negativ beeinflussen.

Von daher können wir die Überschrift dieses Artikels auch als rein rethorisch ansehen: "Glück gehabt? - Israel, der Mossad und der Krieg". Es würde mich nicht wundern, wenn sich letztlich, nach einem wie auch immer im Detail fortschreitenden und andauernden Prozesses, die Landkarte weiter rot färbt! Bis dahin wird gekuscht und geduckmäusert was das Zeug hält. Und damit meine ich zwar wahrlich auch, aber beileibe nicht nur, die Deutsche Regierung.

    Ein einzelner Toter ist eine Tragödie; eine Million Tote sind eine Statistik. Josef Stalin, 1879-1953 (>>)

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"Demokratie" a là Kommunismus

Bush's Besuch war beindruckend, wirklich beeindruckend!!

    Von einem „Bad in der Menge“ ist bei solchen Szenen ja gern die Rede. Doch der Jubel ist gut organisiert. Nur ausgesuchtes Publikum mit schriftlicher Einladung darf kommen und wird ausgestattet mit deutschen und amerikanischen Winkelementen: 1 000 Zuschauer, darunter 300 Marinesoldaten. (>>)

»Ausgesuchtes« Publikum? Da braht mir doch einer 'nen Storch!! In einer sogenannten Demokratie darf also nur derjenige Fähnchen schwingen, der sein Fähnchen in den richtigen, den oktruierten Wind hängt? Unglaublich! Und da finden sich auch noch tatsächlich genügend viele Marjonetten! Nur ja keine Kritik zulassen:

    Eine Mahnwache auf dem Alten Markt wurde vom Oberverwaltungsgericht Greifswald für Donnerstag untersagt. [...] Insgesamt 21 Greenpeacerinnen und Greenpeacer, die an den Banneraktionen beteiligt waren, wurden von der Polizei festgenommen. Sie wurden zu einem Sammelplatz außerhalb Stralsunds gebracht. (>>)

Obwohl, das stimmt so ja nicht. Demonstrieren durften sie ja. Nichts darf aber des Majestät's Kokon gefährden:

    Ein Großaufgebot der Polizei sicherte die Versammlungsorte und kontrollierte die Demonstranten. Keiner der Teilnehmer gelangte in die Nähe des US-Präsidenten. (>>)

Aber was red ich für einen Unsinn? Denn wenn ...sie fragen, wer bloß die knapp 20 Millionen Euro für den Einsatz bezahlen soll... (>>), dann kann ich nur antworten: wir sollten uns freuen, daß unsere Häuptlinge Prioritäten setzen können. Die falschen, aber immerhin Prioritäten! Und was sind schon 20 Mio. Euro? Sind wir doch mal ehrlich: Weniger als Peanuts!! Das muß uns das kaiserliche Luftschloß schon wert sein. Zudem, ...von den sechs kreisfreien Städten schafft nur Stralsund einen ausgeglichenen Haushalt... (>>). Stralsund hat's doch! Wer nun Mutmaßungen darüber anstellt, und einen Zusammenhang zwischen "ausgeglichenem Haushalt" und "Merkels Wahlkreis" zusammenbastelt, der ist an Paranoidität kaum noch zu überbieten.

Das alles erinnert mich doch sehr stark an die staatsorganisierten Paraden des ex Kommunismus'. Das ausgerechnet «Miss Mörrrkel», ihreszeichen in diesem System aufgewachsen, nun Artgleiches durchzieht, spricht - milde ausgedrückt - nicht gerade für Glaubwürdigkeit! Da muß einem doch der Hut hochgehen

 

 # 29.06.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
Indiens Haushalts(schief)lage: Muss uns das kümmern?«
 
»Kredite ohne Rettungsring«
 
»Bank Lending Survey für den Euroruam (April '06)«

 !! POLITIK !! 

»Papiertiger Illuminati«
»Die US Army hat im Irak einen weiteren Menschen getötet - el Sarkawi jedenfalls war's sicherlich nich«
»Die Europäer haben die Wahl zwischen Orwellianismus und Bolschewismus«

 

Ein paar Ausschnitte aus einem, meiner Ansicht nach, recht interessanten Bericht über Indiens Schulden! Kurze Kommentare habe ich mir erlaubt einzuschieben.

Indiens Haushalts(schief)lage: Muss uns das kümmern?

    [...] Die Budgetdefizite stiegen an, und im Haushaltsjahr 1999/2000 war mit einem Fehlbetrag von 9,5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der Rekordstand von 1990/91 wieder erreicht. Damit wurden die Konsolidierungserfolge der vorherigen Jahre zunichte gemacht. Die öffentliche Verschuldung stieg wieder auf über 70% des BIP. In den darauf folgenden Jahren lag das Haushaltsdefizit weiterhin im Bereich von 9-10% p.a., und das Niveau der öffentlichen Verschuldung überschritt die Marke von 80% des BIP.

Na so was! Und das im Wachstumswunderland Indien? Oder umgekehrt? Gerade deshalb Wachstumswunderland? Jedenfalls kommt einem das irgendwie bekannt vor, oder nicht?

    Die Lage der öffentlichen Finanzen Indiens hat sich sogar noch stärker verschlechtert, als diese Kennzahlen allein vermuten lassen. Der gesamtwirtschaftliche Hintergrund von heute könnte nämlich kaum in größerem Gegensatz zu jenem von 1990/91 stehen: So hat sich das Wirtschaftswachstum 2005 auf 8% gg. Vj. beschleunigt, das Leistungsbilanzdefizit verringerte sich auf 1,6% des BIP und ist damit zurzeit nur noch halb so hoch wie 1990/91 – obwohl sich die Ölimportrechnung in den letzten zwei Jahren auf rund USD 40 Mrd. verdoppelt hat –, und schließlich sind Indiens Devisenreserven stark gestiegen und liegen derzeit bei mehr als USD 145 Mrd.

    Wo liegen die Ursachen für die Verschlechterung der Haushaltssituation?
    Die einfache Antwort lautet: die Steuerquote (d.h. Steuereinnahmen im Verhältnis zum BIP) hat sich seit Mitte der achtziger Jahre dramatisch verringert – und das, obwohl sich das BIP-Wachstum von 3% auf 6% verdoppelte. Mittlerweile hat die öffentliche Hand auf allen Ebenen Mühe, die rapide steigenden laufenden Ausgabenverpflichtungen zu erfüllen. [...]

Rapide steigende Ausgabenverpflichtungen? So, so. Offensichtlich scheint an dem vielfach erwähnten "Vorfinanzierungsproblem" (siehe Link unten: "Macht, der Staat...") der Macht etwas dran zu sein. Zudem auch noch derart, daß wir es möglicherweise, quasi als Axiom bezeichen können/müssen!

    Sporadische Konsolidierungsanstrengungen der Zentralregierung wurden häufig durch die Verschwendung öffentlicher Mittel auf Bundesstaatsebene zunichte gemacht. [...]

Das Zwillingspärchen!! Es wird "regiert" = es wird verschwendet! Je größer die territoriale "Einheit", je größer die Verschwendung ==> EU läßt grüßen!

    Die fiskalische Schieflage der Bundesstaaten wurde erstmals 1998/1999 deutlich, als ihr gemeinsames Budgetdefizit innerhalb eines Jahres von 2,8% auf 4,2% des BIP anstieg. Der unmittelbare Grund für diese Verschlechterung war die Anhebung der Reallöhne im öffentlichen Dienst (und damit verbundene Rentenerhöhungen), die von der Fünften Tarifkommission beschlossen worden war. Die entscheidende Ursache waren jedoch weiterhin rückläufige staatliche Einnahmen. Steigende Ausgaben für Gehälter, Renten, Schuldendienst und Subventionen – die gegenwärtig knapp 90% der Einnahmen verzehren – haben dazu geführt, dass die Budgetdefizite der Bundesstaaten weiterhin auf einem Niveau von annähernd 4% des BIP liegen. Außerbudgetäre Belastungen, in erster Linie Zahlungsrückstände aus dem subventionierten Energiesektor, müssen nun bedient werden und haben 2003/2004 zu einer Erhöhung der Defizite der Bundesstaaten um 1% des BIP geführt. [...]

Da soll noch einer sagen, daß der Staat nicht für seine Schäfchen sorgt. Zwar erst mal nur für einen Teil der Schäfchen - nämlich für die, die zum Machterhalt notwendig sind -, aber immerhin. Das die anderen Schäfchen dafür aufkommen müssen, ist auch nichts Neues ==> "Die hoffnungslose Lage treibt immer mehr indische Baumwollbauern in den Suizid"

    Indien ist immer noch ein armes Land, aber die Mittelschicht wächst (Schätzungen zufolge zählen nun ca. 300 Millionen Menschen dazu); dennoch zahlt weniger als 1% der Bevölkerung (38 Millionen Bürger) Einkommensteuer.[...] Der Agrar- und Dienstleistungssektor wird weitgehend nicht besteuert. [...] Ihrem Auftrag entsprechend hat die im Jahr 2002 gebildete Kelkar- Kommission weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen. Diese zielten insbesondere darauf ab, das Steueraufkommen zu erweitern, Steuerbefreiungen abzuschaffen, die Besteuerung im Handelsbereich zu rationalisieren und landesweit eine Mehrwertsteuer einzuführen. [...]

Wundervoll!! Ein geradezu klassisches Beispiel des staatlich initiierten, debitistischen Prozesses. Von einem Tag auf den Anderen, sind die Menschen Einkommensteuer schuldig (!!!). Eine Schuld ex nihilo!!!! Das kann in der Art nur der Staat (abgesehen vielleicht von der Urschuld, aber dafür ist wohl was noch Höheres, als der Staat, zuständig ). Diese Schuld kann nun nicht mehr in einem Sack Getreide beglichen werden, sondern muß in gesetzlichem Zahlungsmittel - Geld - abgegolten werden. Der "Kampf" geht los! Jeder der 'zig Millionen Inder, die ab jetzt Einkommensteuer zahlen müssen, muß nun auf Teufel komm raus, irgendwie an "Geld" rankommen. Wie aber bewerkstelligen, wenn man noch keins hat? Kredite aufnehmen!! Dann müssen sie sich abrackern um diese zurückzuzahlen. Oder aber, sie müssen sich abrackern, um an das Geld anderer Kreditnehmer zu kommen. Der Verschuldungszyklus beginnt, es wird »gewirtschaftet«! ==> "debitistischer Kapitalismus"!! So viel in aller Kürze und grundsätzlich dazu!

    Die Verabschiedung von Haushaltskontrollgesetzen ist in den einzelnen Bundesstaaten nach wie vor sehr unterschiedlich weit gediehen. Nach Einschätzung der Zentralregierung war die Einführung der Mehrwertsteuer in 21 von 27 Bundesstaaten im April 2005 jedoch eine der wichtigsten Steuerreformen seit der Unabhängigkeit Indiens.[...]

Das ist ja wie bei uns, Steuererhöhungen werden "Reform" genannt .

    Es dürfte sich kaum ein anderes großes Schwellenland mit einem ähnlich hohen öffentlichen Verschuldungsgrad wie Indien finden lassen, das in der letzten Zeit nicht mit einer Vertrauenskrise ausländischer Investoren konfrontiert war. Dass Indien momentan davon verschont bleibt, ist um so überraschender, wenn man die massive Verschlechterung der Bonitätskennzahlen der öffentlichen Hand seit 1990/91 in Betracht zieht: die Zinszahlungen sind von einem Viertel auf ein Drittel des Einnahmenvolumens gestiegen, und die Verschuldung hat sich in Relation zum Einnahmenvolumen von 375 auf 435% erhöht. [...]

    Kapitalverkehrsrestriktionen bestehen weiter. So unterliegen indische Banken und Finanzinstitute zahlreichen Regulierungsvorschriften und Portfolio-Anforderungen. Diese stellen sicher, dass ein großer Teil der privaten Ersparnisse in Staatspapiere fließt. Es überrascht daher nicht, dass im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern indische Banken einen relativ hohen Anteil an Staatspapieren in Relation zu ihren Gesamtvermögenswerten halten[...]

"Diese stellen sicher, dass ein großer Teil der privaten Ersparnisse in Staatspapiere fließt". Die Abtretung von Steuereinnahmen an private "Nichtmachthalter". Wohl dem, der in der Lage ist, nennenswerte Mengen an Staatspapieren zu halten. Daß es sich dabei um die - per Gesetz - frisch hinzukommenden Einkommensteuerzahler handelt, wage ich mal zu bezweifeln. Vielmehr scheint es genau umgekehrt zu sein: es müssen frische Steuerzahler hinzukommen, um die bereits vorhandenen Staatspapiere zu bedienen. Umverteilung?

    Als sich das Wirtschaftswachstum zwischen 1999/2000 und 2002/03 abschwächte, stieg so die Schuldenquote von 73% auf 85% des BIP. [...] Die indische Regierung scheint keine allzu großen Bedenken in Bezug auf die öffentliche Verschuldung des Landes zu haben. Die Tatsache, dass der Schuldenstand in Relation zum BIP kontinuierlich gestiegen ist, obwohl sich das Wirtschaftswachstum auf 7-8% beschleunigt hat, lässt jedoch klar erkennen, dass Indien seinem Schuldenproblem nicht einfach „entwachsen“ kann. Einige Analysten sprechen sogar davon, dass sich Indien in einer Schuldenfalle befindet.

    Komplett...

• Es könnte kaum passender sein: "Macht, der Staat und die Institution des Eigentums". Lesen und mit oben vergleichen!

• Lassen wir meine unmaßgeblichen Kommentare mal beiseite, so fand ich den Artikel auch einfach als reine Informationsquelle ganz interessant. Das auch Indien solche Verschuldungszahlen vorweisen muß, hatte ich in dem Masse vorher nicht gedacht. Ein Auge in den kompletten Bericht zu werfen, sollte kein Fehler sein!

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Kredite ohne Rettungsring

[...] In der Zwischenzeit sind einige Dinge passiert:

    a.) das französische Forschungsinstitut Europe 2020 hat seine neueste Crash-Warnung herausgegeben: "Global systemic crisis / Phase II". Man präzisiert die einzelnen Phasen der Beschleunigungsphase, die im Mai 2006 mit dem weltweiten Aktieneinbruch begonnen hat. Für die kommende "Impact-Phase" erwarten sie eine globale Systemkrise, die im Herbst 2006 beginnen soll

    b.) Der Goldpreis und die anderen Rohstoffpreise wurden brutal gedrückt, damit die USA Ende Juni 2006 die Zinsen nicht oder nur geringfügig erhöhen "müssen", denn bei ihnen brechen der Immobilienmarkt und andere kreditfinanzierte Branchen gerade massiv zusammen

    c.) Die Aktien- und Bondmärkte brechen überall stärker ein (ausser der Dow Jones Index, der durch das Plunge Protection Team aufrecht erhalten wird).

Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, " wird im 2. oder 3. Quartal 2006 etwas passieren". Zumindest der weltweite Aktieneinbruch ist passiert. Manche Autoren erwarten der richtigen Aktien & Anleihencrash erst im Oktober 2006. Irgendwann wird dann auch die Derivaten-Bombe losgehen. Achten sie auf den Goldpreis: wenn dieser wieder steigt und nicht mehr unten gehalten werden kann, wird die Flucht aus dem Papier einsetzen. [...]

Komplett...

Bezüglich des Goldes, bin ich mir nicht so sicher wie der Autor. Denn Deflation bedeutet nichts anderes als Rückabwicklung der Kreditpyramide und somit "knapp werdendes" Geld. Daß von dieser "Illiquidität" ausgerechnet Gold verschont bleibt, kann ich nicht so recht glauben. Zumindest nicht in der "Endphase"! Auch einen neuen Goldstandard halte ich für wesentlich weniger wahrscheinlich als der Autor. Aber erstens, nichts genaues weiß man nicht. Alles ist möglich und wir sollten nichts von vornherein ausschließen. Zweitens ist der Artikel trotzdem in jedem Fall lesenswert, und deshalb auch der Link!

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 Bank Lending Survey für den Euroruam (April '06)

Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) im Euroraum, die von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt wird.

Ergebnisse für Deutschland

Ich habe mal die, meiner Meinung nach, wichtigsten Fragen herausgezogen und ein paar kurze Kommentare dazu abgegeben. Finde ich sehr interessant, weil es die Sicht der Bänker wiedergibt.

    Zusammenfassung:
    • Letztes Mal schrieb ich folgendes: "Letztlich läßt sich wohl tatsächlich eine leichte (!!) Entspannung konstatieren. Wie nachhaltig diese sein wird, oder ob sie sich gar ausweitet, werden wir weiter beobachten müssen." Nun, so langsam können wir wohl tatsächlich von einer echten Entspannung reden. Niemand weiß, wie lange sich das fortsetzt. Aber im Moment kommen wir nicht umhin, ein positives Bild zur Kenntnis zu nehmen. Freuen wir uns also über die zur Zeit recht guten Daten und hoffen, daß dies die nächsten hundert Jahre so bleibt !!

    Hier lang...

!! P O L I T I K !!

Ein etwas anderer Blick auf die "über allen stehenden Eliten", die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Kann nicht schaden, auch so etwas mal zu lesen!

Papiertiger Illuminati

Im Internet und in der alternativen Finanzszene geistern Unmengen von Informationen über die „Erleuchteten“, auch Illuminati genannt, herum. Das sind diese „bösen“ internationalen Finanz und Politik-Eliten, die angeblich die Welt beherrschen. In der Realität ist das natürlich Einbildung oder es sind auch nur Gerüchte, wie dieser Artikel zeigen wird. Wenn es sie wirklich gibt, dann sind sie die Totengräber der westlichen Macht, also reine Papiertiger.

Hier lang...

Hat was!! Aus meiner Sicht, hauptsächlich aus folgendem Grund:
Die allermeisten Entwicklungen, Geschehnisse, oder wie auch immer, sind in ihrem generellen "Auftreten" keine Erfindung dieses, oder des vorigen Jahrhunderts. So was gibt es seit Menschengedenken1. Und wenn das so ist, so kann ich beim besten Willen nicht einem kleinen, elitären, neuzeitlichen "Club" die Schuld dafür geben. Die gab es vor 'zig tausend Jahren schlicht noch nicht. Möglicherweise ist es nur einfacher, seinen Frust auf eine begrenzten Anzahl von Menschen zu fokussieren und dadurch irgendwie "greifbarer" zu machen, als eine virtuelle, eben kaum greifbare Menschheitskonstante zu akzeptieren. Das heißt nun allerdings nicht, das es nicht doch auch gewisse "Grüppchen" gibt, die ihre Macht in die Waagschale werfen und versuchen, die Welt - oder zumindest einen Teil davon - ohne jegliche Skrupel nach ihrem gut Dünken zu beeinflußen oder zu formen. Aber ich denke, der pyramidiale Aufbau, mit nur ein paar wenigen als Spitze, einer über allen liegenden Organisation, ist durchaus in Frage zu stellen. Auch hierbei ist nichts unmöglich! Ich neige jedoch dazu, eher dem Link zu folgen.
Wie auch immer; eine diesbezüglich ausnehmend gelungene Beschreibung meiner Sichtweise, gibt ein fremder Forenbeitrag ungewollt wieder. Sogar besser, als ich es selbst vermag :

    Erklärungskraft von VT

    Naja, aber es gibt sicher mehrere Theorien, die Sinn ergeben. DAS ist doch das Problem: welche Theorie ist richtig?

    Und da helfen unbelegte Gerüchte leider nicht wirklich weiter, zumal die VTen zum großen Teil inkompatibel miteinander sind. Letzlich bleibt es bei der Aussage, das man nicht alles so genau weiss (wie erstaunlich!), dass es eine Menge an geheimen Aktivitäten gibt (wer plaudert seine Pläne auch schon alle aus?) und die Behauptung, dass es EINE Gruppe gäbe, die alles unter Kontrolle hat.

    Gerade die letzte Behauptung würde ich aber stark bezweifeln wollen. Meine Vorstellung besteht dahin, dass es sicher immer wieder Koalitionen von einzelnen gibt, die sich zum gemeinsamen Nutzen verbünden, aber es genauso Gruppen von Bündnissen gibt, die gegeneinander konkurrieren. Früher die Könige, gestern die Nationalstaaten, heute die Konzerne. Es wollen alle gerne Herren der Welt sein, aber dieser Kampf wird nie endgültig entschieden, sondern dauert permanent an.

    Wenn man also den Kampf um Macht als primäres Ziel ansieht, dann ergibt tatsächlich einiges Sinn, was vorher nicht zusammenpasste. Es geht nicht um das größte Wohl der größten Zahl und nicht um Menschenrechte, sondern um das Erlangen und Erhalt von Machtpositionen. Passen Wohlstand und Machtstreben zusammen, ist alles prima. Widerspricht etwas dem Machtstreben, wird dagegen etwas unternommen (Homeland Security statt Social Security). Die in der amerikanischen Politik so wichtige "nationale Sicherheit" ist vor allem der Erhalt des Machtsystems und seiner Positionsinhaber, sprich des Status quo.

    Was also sicher passt, ist dies: Herrschaft erfordert Untertanen. Daher kann das Ziel des Spiels nicht darin bestehen, dass alle gleich viel Macht/Eigentum haben. Es ist auf jeden Fall ein Spiel der Wenigen gegen die Vielen, auch wenn sich die Zusammensetzung der Wenigen im Laufe der Geschichte ändert (wiewohl es einige Familien wohl geschafft haben, sich dauerhaft "oben" zu halten, aber es gibt wohl noch mehr "gefallene" Dynastien). Das ist auch das Problem, denn es ist das Muster des Spiels und nicht in erster Linie eine bestimmte Sorte Mensch, die für den Zustand verantwortlich ist (wenngleich es sicher eine interessante Frage ist, ob nicht eine bestimmte psychische Verfassung eher dazu neigt, die Herrscher-Position anzustreben). Kampf gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe bedeutet daher nicht, dass damit das Herrschaftssystem abgeschafft würde, was die Sowjetvölker ja leidlich erfahren durften, die unter dem Kommunismus vom Regen in die Traufe gerieten und denen es in der Masse jetzt auch nicht gut geht.

    Im Grossen ist es der Kampf des Westens gegen die Dritte Welt, der sich im Moment zu wandeln scheint (Indien, China). Im 19 und 20 JH hat der Westen mit seinen europäischen Imperien eine Machtposition inne gehabt, die es im ermöglichten, die anderen Länder entsprechend auszunehmen. Doch der eigene Erfolg scheint nun dazu zu führen, dass der Westen an seinen eigenen Problemen (Überschuldung, Überalterung, Dekadenz) zugrunde geht. Der extrem hohe Lebensstandard und dadurch bedingte Abhängigkeit von Rohstoffen stellen den Westen (vor allem die USA) vor riesige Probleme, denn gegen welche Waren soll er die Rohstoffe eintauschen, wenn diese Waren ebenfalls nicht mehr im Westen hergestellt werden? Die "frischen" Länder bekommen ihre Chance, vor allem, weil die Wirtschaft aufgrund der Globalisierung ihre Firmen sehr schnell verlagern kann. Man sieht also: alles sehr verwickelt und komplex und eben nicht durch eine einseitige Verschwörung zu erklären. Es gibt mit Sicherheit mehrere Gruppen, die sich im Kampf um Macht befinden und der Verlauf ist wie in einer Schachpartie nicht gut vorherzusehen. (>>)

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    1Als kurze Beispiele seien nur mal diese Auszüge gezeigt:

    [...] Im Jahre einhundertdreizehn vor Christus erreichten unheimliche Gerüchte die Stadt Rom. [...] Dort oben im Norden, jenseits der Alpenpässe, sei ein Volk auf der Wanderschaft, so riesig an Zahl, wie man es noch nie gesehen. Eine Million Menschen, zusammengepfercht auf Planwagen, vor denen Ochsen gespannt, mit Kind und Hund, Frauen und Vieh, vagabundierten sie, fräßen das Land kahl wie die Heuschrecken. 300 000 Mann stark sei die Schar ihrer Krieger, furchterregende Gestalten, wahre Hünen, sechs Fuß groß die meisten von ihnen, tiefblond, blauäugig sie alle, die Kinder das Haar so weiß(-blond) wie Greise. Betagte Frauen, gekleidet in rauhes Leinen, zögen ihnen barfüßig voran, weissagten aus dem spritzenden Blut der den Göttern geopferten Gefangenen, von denen sie Tausende machten. Denn niemand, der sich ihnen entgegenstelle, habe eine Chance: So furchtbar seien sie im Kampf. Und furchtlos, ohne Todesangst. Gelte doch nur der Tod auf dem Schlachtfeld als ehrenvoll und nicht der Strohtod, das schmähliche Dahinsiechen auf der Bettstatt. [...] Er verwies die Gesandten an den römischen Senat, und die Germanen hatten es tatsächlich ernst gemeint, so daß sie eine Abordnung nach Rom schickten. [...] Alles in allem hatten die Römer von den Herren Barbaren einen nicht ungünstigen Eindruck. Ihr Auftreten war würdevoll, ihre Rede gemessen, ihre Offenheit schien nicht Berechnung, sondern Naivität. Sie straften damit die amtliche Greuelpropaganda Lügen, die nicht zuletzt deshalb entfacht worden war, um die nötigen Truppenaushebungen vornehmen zu können.

      Über Gaius Julius Caesar (100 - 44 v. Christus)
      [...] schließlich Leiter der Stadt- und Marktpolizei in Rom, Veranstalter prunkvoller Tierhatzen und Gladiatorenkämpfe, höchster Richter, oberster Priester, Statthalter in Spanien, dessen Kassen er auffüllte und die eigene dazu, denn seine Schulden waren so hoch wie seine Kunst, immer neue zu machen, Konsul dann und wieder Statthalter, diesmal in Gallien [...]

      Beides aus: "Die ersten Deutschen - über das rätselhafte Volk der Germanen", historisches Sachbuch von S. Fischer-Fabian

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Die US Army hat im Irak einen weiteren Menschen getötet - el Sarkawi jedenfalls war's sicherlich nicht

Musab el Sarkawi (oder in anderer Schreibweise: Mussab al-Zarqawi) ist bereits seit April 2003 tot. In einer vor zwei Jahren von einer Widerstandsgruppe im Irak verbreiteten Erklärung wurde darauf hingewiesen, daß el Sarkawi im April 2003 bei US-Bombenangriffen im Sulaimaniyah-Gebirge getötet wurde. Er habe mit Widerstandsgruppen im Irak nichts zu tun gehabt. [...] Im Herbst 2005 wurde in den Massenmedien von Internet-Seiten berichtet, die von Islamisten eingerichtet worden seien und in denen Terror-Anschläge verherrlicht würden. Fachleute jedoch äußerten sich skeptisch, da auf diesen Internet-Seiten Merkwürdigkeiten auffielen. Beispielsweise bezogen sich einige dieser Seiten auf einen "Anführer" el Sarkawi, der jedoch bei Widerstandsgruppen im Irak keierlei Rolle spielte. Hackern gelang es bereits nach kurzer Zeit, festzustellen, daß einige dieser Internet-Seiten auf Servern (Computer, die im www als Speicher und Knotenpunkte dienen) in den USA abgelegt waren. Bei der nach dem 11. September äußerst rigiden Datenüberwachung in den USA darf ausgeschlossen werden, daß Islamisten irgend eine Chance hatten, sich Zugang zu Servern in den USA zu verschaffen. Der Verdacht liegt nahe, daß es sich um eine neue Form von CIA-Desinformation handelte. Ziel war dabei offenbar, das Phantom el Sarkawi im Gespräch zu halten.

Komplett...

Propaganda ist eben alles. Die Leutchen müssen in Furcht gehalten werden. Was macht sich da besser, als eine konkrete Figur, der "sie" alles in die Schuhe schieben können. Für Afghanistan - damals dringend benötigt - war es Bin Laden. Für den Irak eben el Sarkawi. Der Nächste kommt bestimmt!!! Und damit "sie" auch was haben, was "sie" solchen "Monstern" in die Schuhe schieben können, wird unter Umständen eben ein bißchen nachgeholfen ==> "Terror Expert: London Bomber Was Working For MI5". Aber auch dies ist vermutlich nur wieder "Verschwörungstheorie"

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Die Europäer haben die Wahl zwischen Orwellianismus und Bolschewismus

Beide Gruppen streiten sich, doch die Verfassung werden sie gemeinsam durchfechten - gegen den Willen der Völker. [...] Sooft Ihr die Frage stellt, werdet Ihr die gleiche Antwort erhalten: Welchen Teil von "Nein" habt Ihr nicht verstanden?

Komplett...

Jawoll ja!! Es lebe dir Demokratie!!!!

 

 # 23.06.06 #

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
WM & der Tanz auf dem Vulkan!!«

 !! POLITIK !! 

» Stoiber will Gefängnis für "Gotteslästerer" - Bisheriger Paragraf "völlig wirkungslos"«
»"Deutsches Kapital und deutsche Demokraten auf dem Balkan - Bombardieren, Überfallen, Plündern"«

 

 

 

WM & der Tanz auf dem Vulkan!!

   !!!Olé!!!   

Auch wenn ich nur ungern den Spielverderber mime und es im Moment sowieso niemanden die Bohne interessiert, so muß ich die bierschwangere Glücksseligkeit doch ein bißchen stören. Die Party wird mit einem schweren Kater zu Ende gehen!! Warum? Nun, wir schauen uns mal die bittere Realität an, abseits der verklärten Feierstimmung.

Beipiel 1: Leipzig

    Um diesen Betrag erhöht sich der geplante Schuldenstand, sodass dieser zum 31.12.2005 voraussichtlich ca. 923 Mio. € betragen wird. (>>)

Das "voraussichtlich" kommt schon hin. Schuldendstand der Stadt Leipzig am 31.12.04 = 911,691 Mio.€ gesamt. Je Einwohner: 1837 Euro (>>). Aber wir lassen uns doch nicht lumpen, was sind schon ein paar Euro Schulden. Schließlich geht es um DIE WM!! Alles andere ist sche...egal. Sogar sowas von egal, daß sich die Stadt Leipzig auch nicht zu schade war, sich am Umbau des Stadions zu beteiligen ==> Finanzierung: 63,2 Mio. € Stadt (unter Einschluss Bund), 27,4 Mio. € EMKA GmbH (>>). Etwas genauer noch: "Die Stadt Leipzig legte im Oktober 1997 die Höchstgrenze ihres finanziellen Beitrages am Gesamtinvestitionsvolumen auf 60 Mio. DM fest. Im August 1998 sicherte die Bundesregierung eine Fördersumme von 100 Mio. DM zu. Damit sollten die Pläne des DFB zur Ausrichtung der WM 2006 nachhaltig unterstützt werden." (>>).

Mal angenommen diese Daten sind nach wie vor korrekt - wer weiß das letztlich schon so genau -, dann hat sich die 923-Millionen-Euro-Schulden-habende-Stadt-Leipzig also mit ca. 30 Mio. Euro an dem Umbau des Stadions beteiligt. Zusätzlich läßt sich natürlich auch der Bund nicht lumpen. Klar, der hat's ja.
Soll aber keiner sagen, daß sich das Engagement nicht nachhaltig lohnt. Denn immerhin spielt Sachsen Leipzig, als höchstklassiger Leipziger Fußballverein, in der Regionalliga (!!!). Zuschauerschnitt in 2004/2005: sage und schreibe 2600 (!!!) (>>)

Wie gesagt, was sind schon ein paar Euro Schulden. Schließlich gibt es immer Mittel und Wege sich zu entschulden.

    Leipzigs Schulden weg durch Totalverkauf der LWB?
    [...] Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft, kurz: LWB, mit ihren über 45 000 Wohnungen ist in dieser Situation viel wert. Die Stadt könnte sie verkaufen. Wie viel sie für die LWB bekommen würde, weiß zwar im Moment keiner so recht. Aber sicher ist: Es gibt Investoren, die gerne mehrere hundert Millionen Euro für die LWB ausgeben würden. [...]
    (>>)

Ich will den Verkauf  nicht mal werten, dafür weiß ich zu wenig darüber. Nur eins sollte ganz klar sein: Wenn (!!) sich doch jemand über den Verkauf beschweren sollte, sollte er - bildlich gesprochen - flugs das partymäßige Fahneschwenken einstellen. Es gibt eben nichts umsonst. Auch keine WM-Party!! Aber wer wird da schon von einem Zusammenhang reden wollen. Wir lassen uns doch die gute Laune nicht verderben. Jedenfalls im Moment nicht. Später werden dann die Deutschlandfahnen einfach in Gewerkschaftsfahnen umgetauscht. Hauptsache irgendeine Fahne wird geschwenkt! Hinterher läßt sich's auch viel einfacher darüber aufregen!!

Aber Leipzig ist nicht allein. Oh nein, oh nein! Das können auch andere.

Beipiel 2: Königstein (Taunus)

Seineszeichen Domizil der brasilianischen Nationalmanschaft! Ach ja, das schöne Königstein...! Schön vielleicht. Verschuldet ganz sicher:

    Schuldenstand 2004 = 18,1 Mio.€ gesamt; Schulden pro Einwohner = 1142 Euro (>>)

Tut alles nichts zur Sache. Die Welt schaut auf uns!! Wer wird da schon so kleinlich sein...?

    Hochverschuldete Stadt zahlt 600.000 Euro
    [...] Die Kleinstadt Königstein ist hoch verschuldet, doch angesichts des hohen Besuchs wollte man sich in dem Kurort nicht lumpen lassen. Rund 600.000 Euro wurden in den Besuch der Brasilianer investiert. Unter anderem für einen neuen Rollrasen auf dem Trainingsgelände der Kicker und für ein Festival mit brasilianischen Künstlern. Doch auch bei diesem Fest habe sich nicht mal ein Ersatzspieler sehen lassen, beklagt ein ehrenamtlicher Stadtrat.

    Eine Deckung der Kosten ist nicht in Sicht. "Ich schätze, dass wir netto auf unter 500.000 Euro kommen", meint Helm. Königstein habe alle Vorgaben der Brasilianer erfüllt, und beispielsweise den gewünschten Rasen ausgerollt. [...]
    (>>)

Wie schön, wie schön! An dem Rollrasen werden sich noch ganze Generationen erfreuen dürfen. Allerdings anders, als vordergründig zu vermuten ==> An dieser Stelle bietet es sich an, einen Bogen zum großen, grundsätzlichen Bild zu spannen:

    [...] Wie alles in der Wirtschaft läuft auch die Inflation nach den strengen Regeln des Debitismus ab. Da gibt es kein Entrinnen, kein Vertun.

    Wir repetieren:

    a) Inflation ist nur möglich, wenn Schulden nicht durch Leistung zum Erlöschen gebracht werden,
    b) Diesen Prozeß kann über längere Zeit nur ein »infallibler Schuldner«, der »Staat« also, bewerkstelligen,
    c) Der Staat leistet nicht, zwingt aber auch seine Bürger nicht zur (stellvertretenden) Leistung, etwa durch Abforderung höherer Steuern.
    d) Dies macht der Staat nicht, weil die Bürger dann schnell merken würden, daß sie alle »Segnungen «, die sie angeblich per staatlichem »Kredit« finanziert bekommen haben, nunmehr mit Zins und Zinseszins zurückzahlen müssen.

    Beispiel:
    Der Staat hat das Straßen-Monopol. Er baut die Straße, finanziert das Ganze mit Geld seiner Bürger. Die haben dann beides: einmal die Straße zur kostenlosen Benützung, dann noch die Titel in ihrem Portefeuille, die sich mit Zins und Zinseszins vermehren, weil die Straßenbau-Gelder nicht über Steuern abgefordert werden. Der Bürger ist ja nur scheinbar doppelt reich (Straße und Guthaben in Höhe der Straßenbau-Kosten).

    Nach ein paar Jahren ist die Straße kaputt. Eine neue wird gebaut, die alte aber steht noch voll als Guthaben in den Büchern der Bürger, die sich entsprechend »reich« vorkommen, wiewohl der »Gegenwert« ihres Reichtums, die alte Straße nämlich, längst unter einer neuen Straße verschwunden ist, die sie nun erneut »finanzieren« dürfen, woraufhin ihre Guthaben weiter steigen und wieder per Zinseszins hochgebucht werden und so weiter und so fort.
    [...]
    Über das unausweichliche Ende jeder Inflation habe ich im CRASH-Buch ausführlich geschrieben.

    Die Inflation ist spätestens dann tot, wenn die Kosten ihrer Fortsetzung durch die Erträge ihrer Fortsetzung nicht mehr gedeckt werden. Und die Kosten sind zunächst schon mal die gigantischen Zinsen, die sich aufhäufen, weil jede Inflation ja immer und überall nur bedeutet: immer schneller immer mehr Schulden machen.

    Am Ende der Inflation stehen wir vor dem merkwürdigen Phänomen, daß die Staaten zwar unglaubliche Defizite haben, daß die Defizite aber keinerlei »Push« mehr auslösen. Ganz einfach, weil diese Defizite zu einem immer größeren Teil aus den aufgeschuldeten Zinsen aus den früher gemachten Staatsschulden bestehen, »Push«-Effekt (zusätzliche Nachfrage) aber nur möglich ist, wenn zusätzliche Kredite gegeben werden. Das berühmte »fresh money« halt. Spätestens in dem Augenblick, wo - im Rahmen einer allgemeinen »Sparpolitik« oder wie diese Sprüche dann lauten - die Staatsdefizite nur noch aus hochgebuchten Zinsen aus den alten Defiziten bestehen, ist der »Push« zu Ende. Die ruckartig sich entwickelnde Talfahrt hat begonnen, an deren Ende Deflation, Crash und Staatsbankrott stehen. [...]
    (Aus: "Der Kapitalismus-Ein System, das funktioniert")

Das waren nur zwei Beispiele. Ich bin mir ziemlich sicher, daß bei weiterem Graben, noch so einiges Mehr zu finden wäre!!

Nichtsdestotrotz könnte nun die allgemeine Gegenargumentation in etwa so lauten: "Mag ja alles sein. Aber immerhin bringen die ganzen Fans auch Geld ins Land. Das wird schon passen".
Dererlei Aussagen meine ich in der Tat auch schon gehört zu haben. Ich halte dagegen. Und zwar mit folgendem Diskussionspapier, "Rechtfertigen die erwarteten Tourismusausgaben eine öffentliche Finanzierung neuer Fußballstadien anlässlich der WM 2006?", dessen Fazit so ausfällt:

    Selbst im günstigsten Fall liegt das durch die Ausgaben ausländischer WM-Besucher induzierte Zusatzeinkommen weit unter den erwarteten Investitionskosten der WM-Stadien.

Auch wenn die Arbeit schon älter ist, und wir nicht wissen können, ob die angegebenen Daten tatsächlich wie angenommen "realisiert" wurden, so bekommen wir doch einen ganz guten Einblick in die Thematik. Solltet ihr mal reinschauen!!!
Kurz noch dies: Dort wird von einem/einer "Multiplikatoreffekt- oder wirkung" geredet. "Der einmalige exogene Anstoß zusätzlicher Tourismusausgaben führt letztlich zu einem Vielfachen an Einkommenseffekten (Multiplikatorwirkung)." Das habe ich noch nie verstanden, wie aus einem Euro plötzlich mehrere Euro werden können . Es sei denn, die hiesigen Kreditnehmer werden durch diesen exogenen Anstoß animiert, sich deshalb zusätzlich zu verschulden. Kann sein! Muß aber nicht! Damit will ich andeuten, daß die Berechnungen mit Hilfe dieses Multiplikators, meiner Meinung nach eher mit Vorsicht zu genießen sind! Na ja, lest selbst!!!

Ist aber alles egal. Macht gar nichts. Eine Nettokreditaufnahme nur des Bundes von 20,2 Mrd.€ (Jan '06 - Mai '06) ist ja quasi fast nichts. Und 59,5 Mrd.€ als geplantes Finanzierungssaldo des öffentlichen Gesamthaushaltes für 2006 (>>) lockt keinen Hund mehr vom Ofen hervor. Ist schon komisch, ich habe noch nie eine Demonstration gegen die übermäßige Verschuldung des Staates gesehen. Ihr??
So schön die WM auch ist (das meine ich ernst!!!), die Freudentänze finden auf einem Vulkan statt. Wehe wenn er ausbricht!!

Darauf ein kräftiges OLÈ!!!

 

P.S.: Bitte enschuldigt meinen Sarkasmus. Muß einfach manchmal raus!

 

P.P.S.: Unabhängig von all dem, werden "wir" die Schweden selbstverständlich gnadenlos vom Platz Fegen

 

P.P.P.S.: Apropos bierschwanger... Einen äußerst gelungenen, kabaretistischen Kommentar dazu, findet ihr HIER

!! P O L I T I K !!

Stoiber will Gefängnis für "Gotteslästerer" - Bisheriger Paragraf "völlig wirkungslos"

Hamburg - Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) will schwere Gotteslästerung künftig konsequenter und härter bestrafen. In der "Bild“-Zeitung kündigte der CSU-Chef eine entsprechende Initiative für den Integrationsgipfel im Juli bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an.

Bis zu drei Jahre Haft

Stoiber sagte dem Blatt: "Es darf nicht alles mit Füßen getreten werden, was anderen heilig ist“. Der bisherige Paragraph 166 des Strafgesetzbuches sei "völlig stumpf und wirkungslos, weil er eine Bestrafung nur dann vorsieht, wenn der öffentliche Frieden gefährdet ist und Aufruhr droht". Wer bewusst auf den religiösen Empfindungen anderer Menschen herumtrampele, müsse mit Konsequenzen rechnen - in schweren Fällen mit bis zu drei Jahren Gefängnis. Der CSU-Chef mahnte: Wohin die Verletzung religiöser Gefühle führen könne, habe der Streit um die Mohamed-Karikaturen in diesem Jahr "auf alarmierende Weise zeigt".
(>>)

1.) Also, wenn hier irgendwas mit Füßen getreten wird, dann ist es meine Intelligenz . Und die ist mir ja sowas von heilig...!!! Ich fordere hiermit drei Jahr Haft für E.S.!!!

2.) Auf meinen Empfindungen wird tagtäglich bewusst herumgetrampelt!!! Ich, als aktives Nichtmitglied einer wie auch immer gearteten, religiösen Gemeinschaft, muß tagtäglich mit ansehen, wie meine "normalen" Steuergelder - nicht die Kirchensteuer, die bezahle ich ja nicht mehr - für sektenähnliche "Vereine" - Kirchen genannt - ausgegeben werden1, obwohl ich absolut nichts mehr damit am Hut habe. Das stört zutiefst meine Empfindungen.
Ebenfalls empfinde ich es als böswilliges herumgetrampel auf meinen Empfindungen, wenn ich jeden Sonntag irgendwelche Gottesdienste im Fernsehen zur Kenntnis nehmen muß. Ständig Bibelsprüche in RTL zu hören, lassen mich auch empfindlich empfinden. Beinahe ganztägige Übertragungen vom "Katholikentag" und/oder von irgendwelchen päbstlichen Ereignissen, reizen meine Empfindungen geradezu ins Unerträgliche. Und dafür bezahle ich auch noch zwangsweise GEZ-Gebühren. Wenn dass mal keine herumgetrampel ist, dann weiß ich auch nicht...!!!
Warum, zum Teufel, sollten ausgerechnet »religiöse« Empfindungen anders behandelt werden, als die ganz normalen, alltäglichen, menschlichen Empfindungen? ==> Ich bestehe darauf: Drei Jahr Haft für E.S.!!

3.) Möglicherweise sollten mal diejenigen, die sich etwaig angesprochen und beleidigt fühlen, mit sich selbst Rücksprache halten und ihre monopolartige Arroganz in Frage stellen2. Nicht "Beleidigungen" sind das Problem, die sind oft genug nichts anderes als das, was wir gemeinhin Kritik nennen! Sei sie gerechtfertigt oder nicht, als Karikaturen oder Cartoonserie...; letztlich nur Kritik!! Die, die sich "beleidigt" fühlen, und das beleidigt fühlen an sich, sind das Problem! Als wenn sich irgend ein Gott, Mohammed, Buddha, oder sonst was/wer wirklich einen feuchten Kericht um solch kleingeistige, menschliche Eitelkeiten kümmern würde. Wer wirklich glaubt3, der steht über dererlei irdischen Angelegenheiten. Alles andere ist höchst menschlich, und hat mehr mit Macht & Geld, Geltungsbedürfnis, Missionierung, verletzten Eitelkeiten usw. zu tun, als mit dem Glauben selbst! Und warum sich selbst ad absurdum führende Individuen besonderen "Artenschutz" genießen sollten, vermag ich einfach nicht nachzuvollziehen.

    2Gemeint ist absolut jeder und alles! Egal welche "Zugehörigkeit"!!!

    3Ich betone ausdrücklich, daß ich absolut nichts gegen "glaubende" Menschen habe. Nur, Erstens und so nebenbei, hat Glauben definitiv nichts mit Kirche zu tun - meiner Meinung nach, sogar ganz das Gegenteil - und Zweitens kann der der gewährte Sonderstatus einfach nicht sein!!

Ulla & Co wollen den Sozialismus wieder einführen (zumindest in einem wichtigen Teilbereich), und der bayerische Halbgott will eine abgespeckte Version der Inquisition reanimieren! Muß uns da noch irgendwas wundern??

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Entwurf des Bundeswehr-Weißbuchs: "Highlights"

Ich hatte das Thema ja schon am Vortag. Nun habe ich noch ein paar Originalzitate daraus gefunden. Ich gebe nur mal die "Hämmer" wieder. Den Rest könnt ihr im Link nachlesen.

    "Instrumente der Konfliktprävention und Krisenbewältigung sowie Fähigkeiten zur Friedenskonsolidierung müssen weiterentwickelt werden, das Recht auf Selbstverteidigung präzisiert und präventives Eingreifen auf völkerrechtlich gesicherten Grundlagen geregelt werden." (S. 12)

Ich gehe gleich meiner Nachbarin auf die Nuss hauen. Nur so, rein präventiv!! Immerhin könnte es ja sein, daß sie mich morgen ausraubt. Mein lieber Mann...! Wie gut das sie das auf eine "völkerrechtliche" Basis stellen wollen. Das macht's natürlich besser. Denn wenn etwas in Recht und Ordnung gegossen ist, handeln die Beteiligten ja... ja wie denn... na eben nach Recht und Ordnung. Sie können also quasi gar nichts dafür. Steht ja alles im Gesetzbuch. Das macht das Gewissen ruhig. Es lief schließlich schon immer nach Recht, Gesetz und Ordnung...

Und um der Sache die Krone aufzusetzen, das hier:

    "Die einzigartige Bedeutung der Vereinten Nationen besteht darin, einen notwendig werdenden Einsatz militärischer Gewalt mit der völkerrechtlichen Legitimität zu versehen." (S. 35)

So viel zum vielgepriesenen "Völkerrecht". Na ja, jetzt wissen wir wenigstens endlich, für was die UN so gut ist. Die Scheinheiligen können so den (Heiligen-)Schein waren. Ich kann gar nicht so viel essen, wie möchte !!

    "Die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen in Verbindung mit weit reichenden Trägermitteln ist eine potentielle Bedrohung auch für Deutschland." (S. 6)

Sieh an, sieh an. Bei konsequenter Umsetzung dieser Vorgabe, könnte ich möglicherweise sogar zustimmen. Jedoch, da war doch was...? Ach ja: "Deutsche U-Boote als Träger israelischer Nuklearwaffen". Ich Idiot!! Sorry!! Habe ich verwechselt. Damit wird ja nur der gesamte Nahe Osten bedroht. Das ist natürlich was anderes!

    "Streitkräfte müssen künftig darauf eingestellt sein, auch im Inland ihre originären Fähigkeiten unterstützend für die Sicherheit und den Schutz unserer Bürger zur Verfügung zu stellen." (S. 14)

Das finde ich gut!! Dann haben wir endlich etwas, das z.B. gegen die Verfassungsbrüche des BND vorgehen kann.

    "Das gemeinsame Bekenntnis der Bündnispartner zur Kriegsverhinderung, die glaubwürdige Demonstration der Bündnissolidarität und das nukleare Streitkräftepotenzial erfordern auch in Zukunft deutsche Teilhabe an den nuklearen Aufgaben. Dazu gehören die Stationierung von verbündeten Nuklearstreitkräften auf deutschem Boden, die Beteiligung an Konsultationen, Planung sowie die Bereitstellung von Trägermitteln. Im Rahmen einer künftigen Weiterentwicklung des Strategischen Konzepts der Allianz ist auch die künftige Rolle von Nuklearwaffen in Konsultationen in den dafür zuständigen Gremien zu überprüfen." (S. 20)

Und alles im Schulterschluß mit so einem "Partner": "US-Regierung lässt internationales Finanzdatennetz überwachen". Tja, die gewählten Freunde sagen viel über einen selbst aus.

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Deutsches Kapital und deutsche Demokraten auf dem Balkan - Bombardieren, Überfallen, Plündern 

German Foreign Policy berichtet über Mazedonien: 

15 Jahre nach der von Deutschland geförderten Sezession aus dem jugoslawischen Staatsverbund steht Mazedonien vor der vollständigen Preisgabe seines Besitzes an ausländische Konzerne. "(F)ast alle staatlichen Vermögenswerte sind verkauft", resümiert die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung nach der Übernahme von ESM, des bisher in Gemeinbesitz befindlichen Monopol-Stromversorgers durch ein österreichisch-deutsches Unternehmen. 

Wer konnte sich was abzweigen? Politiker der FDP, der CSU, der SPD, der Grünen und der CDU. André Brie ist nicht dabei. 

Bei EnBW (Energie Baden-Württemberg AG, T:I:S), das sich erfolgreich in Mazedonien etabliert hat, ist der frühere deutsche Außenminister Kinkel (FDP) aktiv. Kinkel spielte bei der Zerschlagung Jugoslawiens eine herausragende Rolle. Auch der frühere deutsche Finanzminister Theo Waigel (CSU) arbeitet für EnBW. Ebenfalls bei EnBW tätig ist Thomas Oppermann (SPD), der dort den ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär Rezzo Schlauch (Bündnis 90/Die Grünen) trifft. Während CDU/CSU den Überfall auf Belgrad offen befürworteten, sicherten SPD und Grüne den Kriegskurs im skeptischen Segment der deutschen Öffentlichkeit ab. Als besonders identitär kann die EnBW-"Beirats"-Tätigkeit von Matthias Wissmann und Dr. Rolf Linkohr gelten: Wissmann (CDU) ist Parlaments-Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, Linkohr (SPD) nennt sich "Sonderberater des EU-Kommissars für Energiefragen" und hat es zum Direktor des "Centre for European Energy Strategy" (C.E.R.E.S) gebracht. 

Die Verschwörungspraxis überflügelt alle Verschwörungsfantasie.

T:I:S, 5. April 2006

siehe auch Mazedonien, Lehrstück in Propaganda und Mazedonien, amerikanische Kriegsführung

Quelle: "Sie glauben nicht an Verschwörungstheorien? SteinbergRecherche meldet aus der Verschwörungspraxis:"

 

 # 18.06.06 #

 

 

 • Neues vom Big Brother!!

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »
US-Verschuldung (Growth of total Debt Outstanding & Household debt service...) und mehr...«

 !! POLITIK !! 

»Deutsche "Friedenspolitik"«

 

 

US-Verschuldung (Growth of total Debt Outstanding & Household debt service...) und mehr...

Anmerkung vorab: Ich Blick nicht mehr durch!! Ich habe ja schon mehrfach gezeigt, daß sämtliche Daten mittels Revisionen usw. ständig geändert werden. Versucht das aufzuzeigen, habe ich unter anderem HIER und HIER. Damals waren die Daten genau so, wie ich sie dort aufgellistet habe. Nun sind sie bei der neuesten Veröffentlichung anscheinend wieder in die Nähe der ganz ursprünglichen Daten zurückgesprungen. Ich kapier's nicht! Wer soll da noch den Überblick behalten?
Nun gut...wie auch immer. Folgend dann halt die Daten, wie sie sich im Moment darstellen!

Die Gesamtverschuldung der USA (Growth of total Debt Outstanding)

So sieht's aus (mit aller "Vorsicht"):

     

    Datenveröffentlichung vom 08.06.06

    Jahr

    Summe [Bill. $*]
    Zuwachs [%]

    1997

    21.155,1

    +6,98

    1998

    23.259,7

    +9,95

    1999

    25.301,7

    +8,78

    2000

    26.985,8

    +6,66

    2001

    29.177,7

    +8,12

    2002

    31.558,0

    +8,16

    2003

    34.416,8

    +9,06

    2004

    37.351,7

    +8,53

    2005

    40.694,5

    +8,95

    Q1-2006

    41.813,8

    +2,75

    (>>)

Nach wie vor "beeindruckende" Zahlen! Ein Zuwachs im ersten Quartal von 1119,3 Mrd.$, oder 2,75%.
In Bezug auf das US-BIP habe ich die Graphik für 2005 mal aktualisiert:

Für 2005 habe wir demnach ein Verhältnis von Schulden- zu BIP-Anstieg von 4,44 (rote, gestrichelte Linie) ==> Für einen Dollar US-BIP waren 2005 also 4,44 Dollar zusätzliche Verschuldung von Nöten! Die langfristige Tendenz, abzulesen am 5-jährigen, gleitenden Durchschnitt (dicke, rote Linie) ist eindeutig. Immer mehr Verschuldung braucht's, um BIP zu generieren. Und das - auch wenn's euch zum Hals raushängt, ich muß es anfügen - bei geschöntem BIP!!
Für das erste Quartal 2006 können wir folgendes notieren:

    Schuldenzuwachs =

    1119,3 Mrd.$

     

    BIP-Zuwachs (nominal) =

    271,3 Mrd.$

    (>>, Tabelle 3)

    Verhältnis =

    4,13

     

Auch wenn dies nur die ersten Quartalszahlen sind, sich also noch alles ändern wird, mich düngt, daß dies im Augenblick nicht nach einer wesentlichen Besserung aussieht. Schon gar nicht im langfristigen Vergleich. Keine Entspannung in Sicht!! Aber gut, so lange in den USA die zusätzliche Verschuldung weiter läuft, so lange können wir beruhigt sein. Ihr wißt was ich meine!! Wir werden's im Auge behalten!
 

"Household debt service payments and financial obligations as a percentage of disposable personal income" (der Schuldendienst der US-Konsumenten (4. Quartal 2005))

Auch hier wurde mal wieder kräftig geändert. Diesmal komischerweise wieder nach oben, also zum schlechteren hin!! Da wirst du völlig meschugge! Ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich die ständigen Änderungen noch erfassen soll. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als für die, die es interessiert, den Link zusetzen, in dem ich die "Datenmogeleien" festgehalten habe, und ansonsten an dieser Stelle nur die jüngste Veröffentlichung zu zeigen. Sodann: HIER der Link und folgend die gerade aktuellen Zahlen:

    Household debt service payments and financial obligations as a percentage of disposable personal income; seasonally adjusted (die komplette Tabelle  HIER)

    Quarter DSR FOR
    Total Renter Homeowner
    Total Mortgage Consumer

    ...

    ...

    ...

    ...

    ...

    ...

    ...

    04q1 13.11 18.07 30.29 15.78 9.81 5.97
    04q2 13.12 18.05 29.95 15.81 9.92 5.90
    04q3 13.30 18.21 29.77 16.03 10.12 5.91
    04q4 13.17 17.97 29.22 15.87 10.11 5.75
    05q1 13.46 18.30 29.03 16.26 10.46 5.80
    05q2 13.63 18.46 28.93 16.47 10.66 5.81
    05q3 13.89 18.71 28.68 16.80 10.95 5.85
    05q4 13.86 18.62 28.43 16.77 11.06 5.71

    1.) The household debt service ratio (DSR) is an estimate of the ratio of debt payments to disposable personal income. Debt payments consist of the estimated required payments on outstanding mortgage and consumer debt.
    2.) The financial obligations ratio (FOR) adds automobile lease payments, rental payments on tenant-occupied property, homeowners' insurance, and property tax payments to the debt service ratio.

Und da Bilder mehr als tausend Worte sagen, daß Ganze als Graphiken (zum Vergrößern bitte draufklicken):

    DSR

     

    FOR

Die amerikanischen Konsumenten leben wirklich "Spitz auf Knopf". Überdeutlich wird dies auch an den "Personal Savings"1, die sich in der Tat schauderlich entwickeln:

    1Personal saving is personal income less the sum of personal outlays and personal tax and nontax payments. It is the current saving of individuals (including proprietors and partnerships), nonprofit institutions that primarily serve individuals, life insurance carriers, private noninsured welfare funds, private noninsured pension plans, publicly administered government employee retirement plans, and private trust funds. Personal saving may also be viewed as the net acquisition of financial assets (such as cash and deposits, securities, and the change in life insurance and pension fund reserves), plus the net investment in produced assets (such as residential housing, less depreciation), less the net increase in financial liabilities (such as mortgage debt, consumer credit, and security credit), less net capital transfers received. (>>)

Dementsprechend sieht auch die "Personal saving rate"2 aus, bei der, nebenbei gesagt, ja eh schon seit geraumer Zeit gefuscht wird. Und trotzdem absolut "erschreckend":

     

    2Personal saving as a percentage of disposable personal income (DPI), frequently referred to as “the personal saving rate,” is calculated on a monthly, quarterly, and annual basis as the ratio of personal saving to DPI. (>>)

Null Reserven. Sogar weniger als Null!! Meine Güte...

Business and Non-Business Filings
Years Ended March 31, 2001-2006
Year Total Non-Business Business
2006 1,794,795 1,759,503 35,292
2005 1,590,975 1,559,023 31,952
2004 1,654,847 1,618,062 36,785
2003 1,611,268 1,573,720 37,548
2002 1,504,806 1,464,961 39,845
2001 1,307,857 1,271,865 35,992

 

Da nimmt sich diese Tabelle nicht Wunder. Wobei ich allerdings hinzufügen will, daß das letzte Quartal mit gerade mal 116.771 Pleiten wohl ausnehmend gut ausfiel. Nun, lest selbst, wenn ihr wollt:

Ich weiß nicht wo der Kulminationspunkt liegt. Neue Allzeithochs- oder tiefs alleine sagen ja noch nichts Definitives aus. Wann geht effektiv die Luft raus? Was könnte der Auslöser sein? Usw, usf... Klar ist aber, daß es in jedem Fall ungute Entwicklungen sind und sich die Lage zumindest weiter zuspitzt!!!
Alles in allem will ich zwei Dinge grundsätzlich festhalten. Erstens, daß die Choose ungemein dehnungsfähig ist. Viel mehr, als ich noch vor ein paar Jahren gedacht habe (tjaja, man lernt eben nie aus)!! Zweitens, daß das nichtsdestotrotz schlicht und einfach nicht gut gehen kann! Wir sollten einen Teufel tun und uns in Sicherheit wiegen!! Ganz egal wie "rosig" das Bild offiziell gemalt wird!!

!! P O L I T I K !!

Deutsche "Friedenspolitik"?

Ein paar recht vielsagende Beispiele.

Nachstehendes, erstes Beispiel ist zwar nicht ganz neu. Ich finde die Brisanz allerdings ganz erheblich und darum durchaus einer Wiederholung wert.

    Deutsche U-Boote als Träger israelischer Nuklearwaffen

    Nach einer früheren Meldung des britischen «Observer» ist die atomare Bewaffnung der von Deutschland an Israel gelieferten U-Boote der Dolphin-Klasse vorgesehen.

    Damit bricht die Bundesregierung den Atomwaffensperrvertrag – mit Hilfe einer Finanzierung aus Steuermitteln mit mehr als einer Viertelmilliarde Euro.

    Das Vorhaben, die von Deutschland gelieferten U-Boote der Dolphin-Klasse atomar auszurüsten, wurde bereits im Jahr 2003 von US-amerikanischen und israelischen Militärs offen erklärt. Die Behauptung der Bundesregierung, von solchen Plänen keine Kenntnis zu haben, muss damit als plumper Täuschungsversuch gegenüber der Öffentlichkeit und als das bewusste Bemühen um einen planmässigen Bruch des Atomwaffensperrvertrags gewertet werden.
    [...]
    Während mit sehr viel dünneren Belegen und ohne den Nachweis eines Verstosses gegen den Atomwaffensperrvertrag der Iran derzeit mit militärischem Angriff bedroht wird, begeht die Bundesregierung einen kaum verschleierten eklatanten Bruch des Atomwaffensperrvertrags, der Millionen Menschen in unnötige Gefahr bringt und ihre Absichtserklärungen für Frieden und Abrüstung und insbesondere für den Kampf gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen Lügen straft.

    Komplett...

Weil wir gerade in der Gegend sind.
Wie ich oben schon schrieb, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Im vorliegenden Fall eine Karte der weltweiten US-Militärbasen (bitte draufklicken zum Vergrößern). ==> Seht ihr den komischen weißen Fleck da im nahen Osten? Was könnte das wohl für ein Land sein? Na, kommt ihr drauf?? Das muß doch rot zu kriegen sein! Das wär' doch gelacht!! Nur wegen der Ästhetik . So ein weißer Fleck macht sich einfach nicht gut! Sieht einfach sche... aus.
Eine diesbezüglich weitere, recht übersichtliche Karte, könnt ihr euch HIER anschauen. Ist durchaus mal einen Blick wert!!
Angesichts dessen, fällt mir spontan ein weltliterariches Zitat ein: "Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr.. Ganz Gallien ist von den Römern besetz... Ganz Gallien ? Nein ! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum liegen....."  .

Und wie das bei Weltimperien so ist, gibt es zu jedem auch die dazugehörigen, duckmäuserigen Vasallen.

    Die Verlegung von Nachschubkräften für den Irak- und Afghanistan-Krieg über den Flughafen Leipzig hat begonnen. Ein Kontingent mit 400 US-Soldaten landete am vergangenen Sonntag. Dies dokumentieren Fotos, die german-foreign-policy.com heute veröffentlicht. Wie die Deutsche Flugsicherung auf Anfrage bestätigt, kam der Truppentransport aus den USA und gab als Zielflughafen Kuwait an. Obwohl es sich bei der Transportmaschine um ein angeblich ziviles Flugzeug der US-Gesellschaft "World Airways" handelt, geht die Deutsche Flugsicherung von einem militärischen Anflug aus. Er verstößt gegen mehrere internationale Verträge. World Airways ist der größte Militärdienstleister der USA und wird vom Pentagon bezahlt. Ab sofort rotieren über Leipzig monatlich bis zu 40.000 US-Kombattanten. Die US-Soldaten werden auf deutschem Territorium verpflegt, um ihren bevorstehenden Kriegseinsatz in guter Verfassung bestehen zu können. Wie internationale Völkerrechtler bestätigen, handelt es sich um einen Akt deutscher Beihilfe zu illegalen Operationen in Drittstaaten. [...]

    Komplett...

Das dabei Recht gebrochen wird, spielt keine Rolle. Recht ist nur so lange zu verteidigen oder einzuhalten, so lange es einem selbst nicht im Weg ist.
Auch Opfer müßen gebracht werden. Für die weltweite Verteidigung der Menschenrechte, Demokratie und Freiheit sind ein paar Opfer wohl nicht zu viel verlangt?!?! Daß die Opfer identisch mit den "Befreiten" sind - "Wer steckt hinter dem Terror im Irak? - ‘Unbekannte Amerikaner’ bomben im Irak" -, spielt auch keine Rolle.

Aber immerhin, der Vasall outet sich langsam.

    Präventiver Einsatz der Bundeswehr? - Der Streit um das Weißbuch

    [...] Weiter an Brisanz gewinnen diese Überlegungen, weil Verteidigungsminister Jung die Verteidigungspolitik und damit auch die Einsätze der Bundeswehr stärker an den Interessen Deutschlands ausrichten will. Zu diesen gehöre es "den Wohlstand des Landes durch einen freien und ungehinderten Welthandel zu ermöglichen" – so heißt es im Entwurf des Weißbuches. Deutschland sei aufgrund seiner hohen Außenhandelsabhängigkeit "in globalem Maßstab verwundbar", weil es von sicheren Transportwegen und –mitteln, sowie einer sicheren Rohstoffzufuhr abhängig ist. Auch wenn dies keine primär militärisch zu bewältigende Aufgabe sei, so gelte es doch – so wörtlich -" sich insbesondere den Regionen, in denen kritische Rohstoffe und Energieträger gefördert werden, zuzuwenden". Gänzlich neu ist diese Überlegung zwar nicht. Schon das Weißbuch 1975/76 enthielt den Hinweis auf die Abhängigkeit Deutschlands von der Einfuhr von Öl. Wiederaufgenommen wurde dieser Aspekt auch in den Verteidigungspolitischen Richtlinien von 1992. Doch nun gewinnt die Thematik an Gewicht. Denn der Entwurf des Weißbuches verlangt für künftige Bundeswehreinsätze, dass in jedem Einzelfall eine klare Antwort auf die Frage notwendig sei, "inwieweit Interessen Deutschlands den Einsatz erfordern und rechtfertigen". Es war daher nicht verwunderlich, dass für den in dieser Woche beschlossenen Bundeswehreinsatz im Kongo auch auf die Bedeutung des Landes als Rohstofflieferant hingewiesen wurde.

    Betrachtet man beide Konfliktpunkte im Zusammenhang, so wird die Tragweite der sich ergebenden Folgefragen sichtbar:

      Wo soll eine Terrorgefahr bekämpft werden können? Nur innerhalb oder auch jenseits des deutschen Hoheitsgebietes?

      • Soll der Bundeswehr auch militärisches Handeln gegen Ziele erlaubt werden, die sich auf dem Gebiet eines anderen Staates befinden? Wo sollte dies möglich sein?

      • Soll präventives und präemptives militärisches Handeln nur bei Gefahren für die innere Sicherheit möglich sein oder auch in Sachen äußerer Sicherheit? Übernimmt Deutschland bei Präemption und Prävention die Haltung der USA?

      • Eröffnet sich hier eine Logik vorbeugender Militäreinsätze, die nicht nur bei Terrorgefahren oder so genannten "schmutzigen Bomben" zur Anwendung kommt, sondern auch, wenn nicht deutsches Territorium, sondern deutsche Interessen gefährdet sind? Zum Beispiel die sichere Energie- und Rohstoffversorgung Deutschlands? Der Beitrag der deutschen Marine zur Sicherung weltweiter Transportwege gegen Terror und Piraterie findet schon heute immer wieder einmal Erwähnung.
      [...]

    Komplett...

So wissen wir wenigstens wo wir dran sind.
Jedoch, die Frage muß erlaubt sein: Liegt hier nicht vielleicht eine Umkehrung der Ursache-Folge Wirkung zu Grunde? Selbst wenn wir unterstellen (!!) - wir tun dies einfach mal für einen klitzekleinen Augenblick -,  "der Terrorismus" und gewisse Bestrebungen entsprächen den offiziellen Darstellungen, wären "er"/sie dann nicht eine logische Folge; eine Folge der Ursache »Imperium«? Überspitzt gefragt, war die Résistance eine Terrorvereinigung?

Es gäbe dererlei Beispiele noch zu Hauf. Ich lasse es für den Moment aber dabei bewenden. Für heute abschließen möchte ich dieses Thema, mit zwei der vielen Textstellen, aus dem aktuellen Koalitionsvertrag, die das Wort "Frieden" enthalten.

    Gemeinsam mit den USA setzen wir uns auch künftig für Frieden, Demokratie und Freiheit in der Welt ein. Die Zusammenarbeit mit den USA ist besonders wichtig für ein gedeihliches Verhältnis zwischen der islamischen Welt und dem Westen, bei der Sicherung von Frieden und Stabilität im Nahen und Mittleren Osten und auf dem Balkan, im Kampf gegen Armut und Hunger, im Umgang mit zerfallenden Staaten, dem Flüchtlingselend, den fortgesetzten strukturellen weltwirtschaftlichen Ungleichgewichten, im Kampf gegen den Terrorismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen sowie gegen die Folgen von Naturkatastrophen und Epidemien.
    [...]
    Wir werden diesen Ansatz auch mit Blick auf andere Krisenregionen oder Problemfelder verfolgen, darunter den Nahost-Friedensprozess, die Stabilisierung und Einbeziehung des Nahen und Mittleren Ostens in die globale Entwicklung, die Ermutigung von Demokratie und Modernisierungsbestrebungen in der arabischen Welt, die Unterstützung friedlicher Konfliktlösungen im ostasiatischen Raum, die Stärkung der Abrüstung, Rüstungskontrolle und des Nichtverbreitungsregimes, die Gefahren des Nuklear- und biologischen Terrorismus und eine globale Klimapolitik.

Wir vergleichen mit obiger Realität!!!! Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: ...im Kampf gegen den Terrorismus und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen... . Eine weitere, zusätzliche Verbreitung nach Israel ist offensichtlich nicht der Rede wert!

 

# 14.06.06 #

 

 

Ich schlepp mich jetzt seit 1½ Wochen mit so'ner verdammten Sommergrippe durch! Und "obwohl" ich die Zeit Arbeiten war , ging es "komischerweise" trotzdem irgendwie nicht so richtig weg . Jedenfalls bin ich einigermaßen ermattet. Deshalb: Mehr als das Folgende konnte ich mir nicht rausquetschen!

 

Wünsche euch einen schönen Feiertag und mir gute Besserung !!!!!

 

 

 

Studiengebühren

Neulich sah ich im Fernsehen - in irgendeinem Dritten war's glaube ich - zufällig einen Bericht über Studentenproteste gegen Studiengebühren. Unter anderem war dort ein Plakat zu sehen, auf dem es hieß "Bildung muß umsonst bleiben!!". Exemplarisch habe ich dazu folgendes, anderes Bild aus dem Spiegel gefunden: 

Bildung umsonst?? Schauen wir mal!

    Entwicklung der Ausgaben der öffentlichen Haushalte nach Aufgabenbereichen für 2003
    [Mrd. Euro]

    Eng gefasst:

    Hochschulen

    20,33

    Förderung von Schülern, Studenten und dgl.

    4,20

    Summe

    24,53

    Weiter gefasst, anteilsmäßig zu verbuchen (siehe Text unten)

    Sonstiges Bildungswesen

    2,25

    Allgemeinbildende und berufliche Schulen

    50,35

    Personalausgaben

    187,88

    Laufender Sachaufwand

    223,54

    Stichwort "Versorgungsempfänger"

    Link

    (Datenquelle: Rechnungsergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts)

Schwer zu sagen, wie sich die "weiter gefassten" Posten in die Gesamtsumme zusätzlich reinrechnen lassen. Die Anteile lassen sich im Hinblick auf "Bildungskosten" nicht näher unterteilen. Auch weiß ich nicht, ob in dem Posten "Hochschulen" schon alle Personalausgaben, Sachaufwand usw. enthalten sind. Von daher kann ich im Weiteren nur von "Unterstellungen" ausgehen.

Der Einfachheit halber setze ich die Gesamtsumme für das Hochschulwesen einfach mal auf 30,0 Mrd.€ fest. Wie sich die folgenden Rechnungen unter anderen Annahmen - z.B. für den gesamten Bildungssektor, mit vielleicht so was um die 80-100 Mrd.€ - ändern würden, könnt ihr ja selbst berechnen.

30 Mrd.€ also!! Umsonst würde ich dies nun nicht gerade nennen!!
Interessant wird dies nun aber erst, wenn wir diese 30 Mrd. Euro in Bezug setzen. Nämlich in Bezug auf die, die das Erwirtschaften müssen. Die Erwerbstätigen!

    Erwerbstätige 2003
    [Millionen]

    Insgesamt

    36,17 (>>)

    Abzüglich...

    ...Beschäftigte der öffentlichen Arbeitgeber

    5,87 (>>)

    Ergibt...

    ...zur Erwirtschaftung relevante Erwerbstätige

    30,3

30,3 Millionen Erwerbstätige müssen demnach für die 30 Mrd.€ für die Hochschulbildung aufkommen. Pro Erwerbstätige/n ergibt sich somit ein theoretischer Betrag von rund 1000 Euro im Jahr. Nur damit wir mal eine Zahl haben. Entsprechend mehr, wenn wir obige 80-100 Mrd.€ ansetzen würden.

Kommentare:

Einerseits...
Auch wenn die Zahlen kaum ganz konkret zu fassen sind (hiesige stammen ja auch schon aus 2003), so wird eins doch deutlich: Für »umsonst« gibt's gar nichts!! Auch keine Bildung!! So trivial das klingt, so wenig steckt es in den meisten Köpfen!!
Die erwähnten Plakate stellen zwar nur kleine Ausschnitte aus dem Demonstrationsgeschehen dar, stehen jedoch für eine - nach meinen Erfahrungen - weit verbreitete Einstellung, bzw. Sichtweise usw. Nämlich daß staatliche Ausgaben irgendwie...na ja, halt irgendwie einfach da sind - umsonst sind!

Wir wissen aber, der Debitismus schlägt gnadenlos zu! Irgendjemand muß sich dafür verschulden. Die beispielhaften 1000 Euro wachsen nicht auf dem Baum! Da bleiben aber nur zwei "Subjekte".
Entweder die Privaten, die dies dann durch Steuern berappen müßen und der Staat diese dann innerhalb seines bürokratischen Molochs umverteilt. Mit allen bekannten Folgen! Diesbezüglich muß der prinzipielle Gedankengang erlaubt sein, daß allein dadurch - zusätzliche Steuern und die "reibungsintensive" Umverteilung selbst - immer mehr Menschen auf eben diese Umverteilung angewiesen sind, weil auch dadurch private Arbeitsplätze/Erwerbstätige verloren gehen. Warum soll der/die Einzelne nicht selbst und unmittelbar für seine/ihre Ausbildung das Risiko der Verschuldung auf sich nehmen? Debitismus eben!! Das Hauptproblem - das ganz grundsätzlich und für beinahe aller Themen - ist die hohe Arbeitslosigkeit. Und jede Steuererhöhung, die zudem auch noch oft genug zusätzlichen Bürokratismus bedeutet, ist dabei eher ein neuerlicher Stolperstein!
Das zweite Subjekt ist der Staat selbst. Doch seine zusätzliche Verschuldung zieht die Schlinge nur immer weiter zu. Langsam und anfangs ganz schmerzlos - deshalb auch so beliebt -, dafür aber um so schneller und schmerzvoller, je weiter fortschreitend. Die Geschichte hat oft genug vorgemacht, wie das endet! Ferner sollte der laufende Umverteilungseffekt der Staatsverschuldung nicht unterschlagen werden, der Steuereinnahmen tendenziell von unten nach oben verteilt. Wodurch früher oder später wiederum immer mehr Menschen auf Unterstützung - welcher Art auch immer - angewiesen sind usw, usf.... Um extra mal ein bißchen zu Provozieren: Die Plakatträger/innen sollten sich bei den ansässigen Arbeitslosen entschuldigen!

Ähhh...außerdem ist irgendwie nicht so recht einzusehen, daß das "für-umsonst-Studieren" eines Millionärskindes als sozial zu bezeichnen ist !!

Andererseits...

Neben allem Anderen:
Hiermit Zweifel ich die im Bild dargestellten, zusätzlichen Einnahmen mal offiziell an. Das platte Hochrechen - so und so viel mehr Steuerprozente ergibt so und so viel mehr Einnahmen - wir so nicht funktionieren!

 

Es nervt einfach ungemein, daß einem auf der einen Seite ständig und ohne Unterlaß zusätzlich was gestrichen oder erhöht wird (Klick auf Bild links), auf der anderen Seite aber gleichzeitig immer noch mehr aufs Auge gedrückt wird - und das, ohne entsprechende Gegenleistung! Der einzige Sinn und Zweck ist das Stopfen von Haushaltslöchern.
Auch wenn das quasi der "natürliche -debitistische - Lauf der Dinge" ist, so macht es die Sache doch nicht ertragbarer. Wie gesagt, es nervt tierisch!!

Oben Gennantes (unter Einerseits...) hätte schon vor Jahrzehnten befolgt oder erst gar nicht geändert werden sollen (je nach dem wie man's sieht)!! Mittlerweile ist der "Point of no return" im Grunde längst überschritten. Das ganze System wurde jahrzehntelang dermaßen auf den Staat zugeschnitten, daß ein Rückzug desselben in der Tat mit Ungerechtigkeiten einher geht.

Ich denke schon, daß das auch für dieses Thema gilt. Im jetzigen Zustand, mit was weiß ich wie vielen Millionen Arbeitslosen (sind es möglicherweise 11 Millionen?), werden Studiengebühren die Ungleichheiten wohl nur noch erhöhen.

Mal so gesagt, aus JETZIGEM (!!!) Status Quo heraus (trotz allem):
Ohne Staat/Macht geht es nicht. Da dies nun mal so ist, gibt es für mich zwei Bereiche1, bei denen mir die Rolle des Staates als Umverteiler und/oder Gemeingutverwalter vielleicht noch am ehesten einleuchtet (allerdings durchaus mit Diskussionsbereitschaft ). Erstens in Sachen Bildung, als Umverteiler - sonst hängt der Abschluß wirklich nur noch vom Geldbeutel ab. Zweitens die Wasserversorgung betreffend, als Gemeingutverwalter. Wasser ist das wichtigste Gut überhaupt. Mir fällt keine wirklich sinnvolle und machbare Alternative ein - so, daß tatsächlich jeder etwas davon hat -, als daß der Staat das weitestgehenst unter "Beobachtung" hat. Debitismus - mit seinem absehbaren Ende - hin oder her, es gibt andere, äußerst gewichtige Bereiche, in denen die Sache wesentlich effektiver gestreckt werden könnte. Aber an die wirklich dicken Brocken traut sich natürlich keiner richtig ran!

     1Abgesehen von der Grundlage, das niemand verhungern darf. !!!Nicht mehr!!! Aber auch nicht weniger. DAS sollte sich jede Gesellschaft bis zu ihrem Ende leisten können.

******************************************************************************

Aus einleitend genannten Gründen, mach' ich mir's einfach und kopiere einfach mal einen Forenbeitrag rein:

Forenbeitrag

    >ihre Beiträge vom 08.03. und 15.03.2006 habe ich mit großem Interesse gelesen, weil für mich die Frage, ob auch ein demokratischer Staat mit Macht, basierend auf dem hiesigen Wirtschaftssystem (Debitismus), zwangsläufig untergehen muss, nicht geklärt ist.

Danke für die Frage. Das Problem liegt darin, dass der „Staat mit Macht“ nicht etwa auf einem „Wirtschaftssystem“ basiert, sondern dieses überhaupt erst schafft.

Ein vorstaatliches Wirtschaften (also mit Privateigentum, das Nichteigentümer zwingen kann und mit Privatkontrakten, die vollstreckt werden können – Gegensatz dazu: Produzieren) in dem Sinne, dass es seit jeher allseits „Freie“ gegeben habe, die sich dann „irgendwann“ einen „Staat“ ausgedacht und diesen als „übergeordnete Instanz“ implementiert hätten (per „Gesellschaftsvertrag“ o.ä.) ist nicht nachweisbar.

Umgekehrt setzen Privateigentum und Privatkontrakte ein Machtsystem voraus. Es muss also bereits eine Staatlichkeit (Staatsform spielt keine Rolle) existieren, bevor sich aus Privateigentum (Untereigentum, Obereigentümer bleibt der Staat) und mit Hilfe von Kontrakten („Wirtschaftssytem“) jene Returns erwirtschaften lassen, von denen die Staatlichkeit selbst existieren kann.

Wirtschaften kann erst besteuert werden, nachdem irgendwer gewirtschaftet hat – ohne Einkommen keine Einkommensteuer ohne Umsätze (Umsatz = Eigentums- und/oder Besitztransfer und nicht etwa „Konsum“, der sich seinerseits nicht besteuern läßt, da nicht Zustände oder besteuert werden können, sondern immer nur „real people“) keine Umsatzsteuer, um die beiden in heutigen „Demokratien“ finanziell wichtigsten Steuerarten zu nennen.

Alle Ableitungen zum Thema „Wirtschaften“ müssen mit dem beginnen, was in der menschlichen Geschichte am Anfang stand: Kleine Einheiten („Stämme“, „Dorfgemeinschaften“, „Familien“ usw.), die solidarisch strukturiert waren (Redistribution des „gemeinsam“ Produzierten auch an jene, die noch nicht oder nicht mehr am Produzieren beteiligt waren), die soziale Sanktionen kannten und die im Laufe der Bevölkerungsvermehrung Hierarchien entwickelten, in denen bereits das Macht- und Zwangsabgabensystem anklingt („Big Man“- und LU.GAL.-Phänomen, usw.).

Dreh- und Angelpunkt bei dem Switch vom Produzieren zum Wirtschaften ist die sanktionsbewehrte Abgabe. Diese setzt (Fremd)-Herrschaft voraus, vgl. das Oppenheimer-Modell der „Staatsentstehung“. Einige Zitate (ex Wiki):

Danach zeigt die Geschichtsforschung, dass jeder Staat „seiner Entstehung nach ganz und seinem Wesen nach auf seinen ersten Daseinsstufen fast ganz eine gesellschaftliche Einrichtung (ist), die von einer siegreichen Menschengruppe einer besiegten Menschengruppe aufgezwungen wurde mit dem einzigen Zwecke, die Herrschaft der ersten über die letzte zu regeln und gegen innere Aufstände und äußere Angriffe zu sichern. Und die Herrschaft hatte keinerlei andere Endabsicht als die ökonomische Ausbeutung der Besiegten durch die Sieger. Kein primitiver »Staat« der Weltgeschichte ist anders entstanden ...“.

Nachdem der Staat also etabliert ist:

„Jeder Staat der Vergangenheit und Geschichte, dem dieser Name unbestritten zukommt, jeder Staat vor allem, der in seiner Entwicklung zu höheren Stufen der Macht, der Größe und des Reichtums weltgeschichtlich bedeutsam geworden ist, war oder ist ein Klassenstaat, d. h. eine Hierarchie von einander über- und untergeordneten Schichten oder Klassen mit verschiedenem Recht und verschiedenem Einkommen.“

„Der unversöhnliche Zwiespalt der Theorien vom Staate erklären sich daraus, dass keine von ihnen vom soziologischen Gesichtspunkte aus entstanden ist. Der Staat ist ein universalgeschichtliches Objekt und kann nur durch breit spannende universalgeschichtliche Betrachtung in seinem Wesen erkannt werden. Diesen Weg (...) hat bisher, außer der soziologischen, keine Staatstheorie beschritten. Sie alle sind als Klassentheorien entstanden.“

Eine ökonomische Staatstheorie bzw. eine „Theorie“ der Folgewirkungen entwickelt sich seit einiger Zeit. Staat im Oppenheimer’schen „Klassen“-Sinne (heute: politische Klasse vs. Klasse „Rest der Bevölkerung“ – auch wenn es Auf- und Abstiegsmöglichkeiten gibt, vgl. Paretos „Kreislauf der Eliten“) wird dabei mit Epitheta wie „kriminelle Vereinigung“, „stationärer Bandit“, „mafiöse Struktur“ usw. belegt (vgl. Tilly, Kreisky u.v.a. mehr).

Oppenheimer schließlich:

„Man kann den Staat auffassen als eine ökonomische Kollektivperson der herrschenden Klasse, die sich die Arbeitskraft der Untertanen als »Wertding« beschafft hat.“

Der Kern! Denn die „Beschaffung“ erfolgt nicht kostenlos, die Kosten entstehen bereits, bevor überhaupt Untertanen definiert werden können und bevor ihre Arbeitskraft von der herrschenden Klasse genutzt bzw. „ausgebeutet“ werden kann. Damit sind wir wieder mitten drin im unlösbaren Vorfinanzierungsproblem des Staates. Jedenfalls sind – so das Handbuch zur Gewaltforschung (2002) – alle „modernen Staaten“ in ihrer derzeitigen territorialen Ausprägung aus Gewaltakten hervorgegangen (das Handbuch versteht allerdings „Gewalt als „soziales Phänomen“ und behandelt die ökonomische Aspekte – z.B. Kosten - des Gewalteinsatzes nicht).

Die Eröffnungsbilanz eines Staates sähe demnach so aus:

Aktiv (Vermögen): „Wertding“ Untertanen (abgezinst, in Teilen der „Arbeitskraft“ bis max. 100 % oder wie auch immer)

Passiv (Kapital): Summa Kosten der Beschaffung des „Wertdings“

Soweit formell okay. Da die Kosten aber nicht stehenbleiben (zunehmende Staatsquote, Kosten für Machterhalt bzw. Machtwechsel, usw.) müsste das „Wertding“ laufend angepasst werden, wegen der Zeitdifferenz (Kosten vor Erlös) sogar überproportional. Die Arbeitskraft der Untertanen, also deren Returns in einer für die herrschende Klasse ihrerseits für sich verwendbaren Form, kämen wir zu dem Ergebnis, dass die Untertanen mehr abzugeben haben als ihnen wieder zurückfließt (egal, ob in realer, naturaler oder monetärer Form).

Als Rechnung:

Abgaben minus verbliebenes Resultat der Arbeitskraft der Untertanen (verfügbares „Einkommen“ I) = Staatseinnahmen. Diese minus Staatskonsum = Staatsausgaben (Redistribution/Retransfer an die Untertanen, geht dann ein in verfügbares „Einkommen“ II). Daraus klar: Abgabentransfer (Untertanen  Staat) > Retransfer (Staat  Unteranen).

Diese Lücke wird entweder immer größer (Unteranenbelastung steigt periodengleich) oder sie wird durch Vorgriff auf periodenspätere Untertanenbelastung geschlossen (sog. „Staatsverschuldung“, von der es ganz richtig heißt, sie sei von „kommenden Generationen“ zu „tragen“).

Oppenheimer weiter mit klarer Sicht:

"Herrschaft war nie etwas anderes als die rechtliche Form einer wirtschaftlichen Ausbeutung."

Ausbeutung heißt eben nichts anderes als: Jemand bekommt später weniger (zurück) als er früher (ohne Ausbeutung) hätte behalten oder erhalten können.

Noch zu Oppenheimers entscheidendem Punkt zum Stichpunkt „Demokratie“:

„Da man nun die »Herrschaft über sich selbst« nicht dazu gebrauchen kann, sich selber auszubeuten, (...) so ist damit bewiesen, daß bei voller Verwirklichung der Demokratie die Demokratie aufhört, Kratie zu sein, und -Akratie wird.“

Sollte nach „Auswegen“ aus diesem Dilemma gesucht werden, böte sich der Ansatz Hoppes an: Monarch betrachtete „Staat“ als sein Eigentum und versuchte damit pfleglicher umzugehen (Dynastiesicherung usw.) als jene, die in den aktuellen Demokratien die Staatsmachtmaschine „bedienen“ (grundsätzliche „Verantwortungslosigkeit“ – aufgrund fehlender Ex-Post-Sanktionen – der „politischen Klasse“).

Aufbauend auf der Staatskritik Hoppes wäre an ein Modell zu denken, wo der Monarch nicht etwa zu seiner Finanzierung auf die „Arbeitskraft der Untertanen“ rekurriert und diese ausbeutet, sondern selbst für sich sorgt. Ansätze dafür waren frühe Formen etwa der frühmittelalterlichen Domänenwirtschaft (auch schon der Form der sich aus Oikos-Produktionen selbst erhaltenden frühen Formen der griechischen “Tyrannis“, in etwa auch der „Thing-Systeme“) - was aber letztlich naturalwirtschaftlich und nicht monetär durchexerziert wurde und entsprechend werden müsste.

Unbewusste Rückbesinnungen darauf finden sich in frühen Parlamenten - die Abgeordneten der Paulskirche z.B. bezogen keinerlei Diäten, sondern kamen mit eigenen Einkommen ausgestattet zusammen.

Edward Montagu hat in seinen Reflections on the Rise and Fall of the Ancient Republicks (1759) m.W. den Gesamtkomplex als erster behandelt. Er gilt zwar als „schillernde“ und exzentrische Gestalt, was aber wohl auch seinem Ende (Padua 1776) zu danken ist: Er starb als Muslim.

In diesem Zusammenhang sollte das muslimische Steuer- und Abgabensystem nicht unerwähnt bleiben, sondern zu intensiverem Studium einladen, zumal es bei der Lösung des Vorfinanzierungsproblems behilflich sein könnte. Überhaupt erscheinen Theokratien eingehender Betrachtung wert, ersetzen sie doch die verweltlichten (laizistischen) „Machtkosten“ eines entsprechend teuren Apparates mit einer Endlos-Gesetzesflut für den Zusammenhalt („Gemeinwohl“) durch das „einmal und für immer gültige“ Vorschriften „von ganz oben“ also ex oberhalb der mundanen Machtsphäre. Ein weiteres weites, weites Feld.

Zur Islam-Debatte noch eine Fußnote, die belegt, dass auch ökonomische Dinge darin noch längst nicht als „abgehakt“ gelten dürfen: Der türkische MP Erdogan wollte an Stelle des nicht unerfolgreichen ZB-Chefs Serdengecti einen „islamischen Bankier“ und bekennenden Zinsgegner berufen, was der Staatspräsident mit seinem Veto verhinderte.

    >Meines Erachtens kann mit dem dort dargestellten Modell der Mikroökonomie nur geklärt werden, wieviele Steuerzahler sinnvoll sind, damit der Gewinn des Staates, soweit es überhaupt einen gibt, maximal wird. Also könnte man mit diesem Modell nachrechen, wie groß ein Staat werden darf, damit Steuereinnahmen und Staatsausgaben bezüglich des Gewinnes im optimalen Verhältnis stehen.

Richtig, es handelt sich um ein Modell der Mikrotheorie. Allerdings ist zu bedenken, dass der Staat mit seinen ökonomischen Aktivitäten, zu denen nicht nur die Umsatzerzwingung per Abgaben gehört, sondern insbesondere seine „Teilnahme“ am Kapitalmarkt ebenfalls mikroökonomisch, also als – wenn auch ziemlich großer – Teil des „Gesamtwirtschaft“ betrachtet werden muss. Dass sich mit Zwang die Schere zwischen Kosten (Staatsausgaben hier als Summe aus Selbstbehalt = Staatskonsum und Retransfer, siehe oben), deren Höhe und Gestaltung überdies der (wenigstens auf Zeit von den Untertanen, fälschlich als „Souverän“ bezeichnet) übertragenen Willkür der politischen Klasse anheim gegeben sind und den Erlösen (Steuereinnahmen) schließen oder gar so etwas wie ein „Gewinn“ erzielen ließe, halte ich für ausgeschlossen.

Hauptgrund meiner Skepsis: Zwang verursacht nicht nur zusätzliche Kosten, sondern auch Zeitverlust und demnach eine Finanzierungslücke. Das kommt bei Freiwilligkeit zwar auch vor („säumige Schuldner“ usw.), nicht aber als mikroökonomisch relevante Regel oder kann – je nach Kontraktverhältnis – ausgeschlossen werden.

Die Ähnlichkeit zwischen dem Cournot’schen (privaten) Monopol und dem Staatsmonopol bei der Erlöserzielung ist in der Tat gegeben, aber bei privaten Monopolen gibt es Ausweichsmöglichkeiten, es existiert Marktzugang für Konkurrenten und entsprechende „Verhinderungsgesetze“ (Kartellrecht usw.), so dass ein Betroffener in der Regel im Areal verbleiben kann (oder wird). Beim Staatsmonopol eröffnet sich nur die Möglichkeit, das Machtareal zu verlassen und sich einem „günstigeren“ anderen Staatsmonopol hinzugeben, was oft genug genutzt wird. Doch das Plus der „kleineren“ Staatsoasen bedeutet für die großen Areale ein entsprechendes Minus.

Die Frage nach dem „wie groß?“ könnte also mit einem „möglichst klein“ beantwortet werden.
(>>)

 

 # 05.06.06 #

 

 

 

Aufgrund der Feiertage und daraus resultierender, diverser sozialer Verpflichtungen , sah ich mich leider nicht in die Lage versetzt, mehr als das Folgende auf die Beine zu stellen!!!

 

Ich bitte um Verständnis !!!

 

 

 

 !! WIRTSCHAFT !!

• »Neues von der Kreditfront (April '06)«

 

 

Neues von der Kreditfront (April '06)

Vorab 1:  

Vorab 2: Zu dieser ganzen Thematik nochmals ein paar erklärende Auszüge aus "DAS ist unser heutiges Kredit und Kreditgeldsystem (in 59 Punkten)" :

    .....
    55. Ein Kredit- bzw. Kreditgeldsystem scheitert unausweichlich, sobald die immer neue und immer zusätzliche Kreditvergabe und Kreditnahme stockt bzw. gar abnimmt. 
    56. Wie hoch sich Kredite/Schulden bereits aufgetürmt haben, ist als solches zunächst unerheblich. 
    57. Entscheidend bleibt immer, ob diese Kredite/Schulden durch zusätzliche Kredite/Schulden am Leben erhalten werden.
    58. Kommt es wegen der bereits existenten Höhe der Kredit- bzw. Schuldensummen zu einer Stockung bzw. einem Rückgang bei der Schaffung neuer Kredit- bzw. Schuldverhältnisse, ist der kritische Punkt des gesamten Systems erreicht (sog. "Überschuldung"). 
    59. Wird die Überschuldung allgemein, stürzen sämtliche bereits existenten Kredit- bzw. Schuldverhältnisse in sich zusammen. 
    .....

Vorab 3: Für grundsätzliche Erklärungen zu diesem Thema, bitte HIER kurz reinschauen.

 

 

1.) Kredite deutscher Banken an Nichtbanken (Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte, z.T. auch Euro-Raum)


( >>)

BRD-Tilgung Wertpapiere in Mrd.€

 

Nov 04 81,8

0,51

Dez 04 82,8

-1,00

Jan 05 84,6

0,97

Feb 05 70,0

-0,08

März 05 68,8

0,00

April 05 44,3

2,36

Mai 05 72,7

-0,79

Juni 05 85,4

-1,11

Juli 05 68,8

0,24

Aug 05 68,3

0,14

Sep 05 69,6

0,16

Okt 05 65,5

0,31

 Nov 05

61,2

0,48

 Dez 05

88,3

-0,56

 Jan 06

72,9

1,80

 Feb 06

79,7

-0,36

 März 06

72,9

0,07

 April 06

63,1

1,34

(>>,Emissionsstatistiken Rentenmarkt)

 

 

Insgesamt stieg die zusätzliche Neuverschuldung um satte 50,58 Mrd.€, oder 1,34%!
Wobei die Wertpapierkredite an Nichtbanken ("Nichtbanken" siehe unten, 1) um 24,51 Mrd.€ und die Buchkredite um 24,60 Mrd.€ zunahmen. Sehr schön, sehr schön!!!

Emissionsstatistik für Wertpapiere der Buba ( >>):
Diesmal weist die Statistik eine Tilgung von 63,1 Mrd.€ aus (Tabelle links). Der Netto-Absatz ergab sich somit mit +7,9 Mrd.€. Von diesen 7,9 Mrd.€ entfielen 5,2 Mrd.€ auf die öffentliche Hand.

Ein bißchen spekulative Interpretation zur Tilgung:
In nebenstehender Tabelle habe ich mal die monatlichen Zuwächse der Kreditvergabe hinzugefügt (rechte Spalte). Auch wenn es sich "lediglich" um die Wertpapierstatistik handelt, fallen doch ein paar Sachen auf.

~ In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ergaben sich für die zusätzliche Kreditvergabe recht kleine, oder sogar negative Werte, wenn die Tilgung über, oder im Bereich des Durchschnittswerts von 72,26 Mrd.€ lag.
~ Bei sehr hohen Tilgungswerten, weit über dem Schnitt liegend (Nov 04-Jan 05, Jun 05, Dez 05, Feb 06), war die Kreditvergabe in vier von sechs Fällen negativ und einmal mit +0,51% nicht übermäßig zufriedenstellend.
~ Umgekehrt lag die Kreditvergabe -bis auf Feb 05- immer im positiven Terrain, wenn die Tilgung unter dem 72,26 Mrd.€-Schnitt lag.

Meine Interpretation ist dahingehend, daß die zusätzliche Neuverschuldung seit geraumer Zeit eher tilgungsabhängig, als selbsttragend ist. Aufgrund dessen fehlt mir ein bißchen die echte Dynamik dahinter. Da ich keine langfristigen Datenreihen vorweisen kann, bewegt sich dies selbstverständlich ausschließlich im Reich meiner Interpretation und muß somit nicht zwingend allgemeine Aussagekraft besitzen . Ist mir halt so aufgefallen, und ich wollte es einfach mal kundtun.

Nichtsdestotrotz, für das Gesamtjahr liegen wir bis jetzt bei einem Plus von 105,17 Mrd.€, oder +2,86%!! Langsam aber sicher sieht das, selbst für mich und wenigstens im Moment, wirklich nach einer echten Trendwende aus! Zur Zeit komme ich nicht umhin, mir, in der Tat positiv überrascht, verwundert die Augen zu reiben!! Natürlich kann es damit auch schnell wieder vorbei sein. Wer weiß schon, was der "Trigger" (??) sein wird. Im Moment allerdings, können wir zufrieden sein!!

Da oben auch die öffentliche Hand teilweise mit drin ist, gilt dies aber vor allem für die folgenden "Unternehmen und Privatpersonen". Schauen wir mal!

    ---------------------

     1

    In- und Ausländer:

    • Unternehmen und Privatpersonen (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck)

    Öffentliche Haushalte (inkl. Sozialversicherungen)

    } = Nichtbanken (Nicht-MFIs) ( >>)

 

 

2.) Kredite an inländische Nichtbanken (nur Unternehmen und Privatpersonen, ohne Wertpapiere)